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Die erdfunde
a Verhaͤltniß zur Natur und jur Gefchichte
Des Menfchen,
ober
allgeme ine,
wrgleichende Gengraphie,
als
fihere Grundlage des Studiums und Unterrichts in
phyſikaliſchen und Hiftorifchen Wiflenfchaften,
von
Earl Ritter,
Dr. und außerordentlicher Profeffor an der Univerfität, wie auch
ar ber allzemeinen Kriegsſchule in Berlin; wirkliches Mitglieb der
Mirtersuifhen Gefellfhatt für die gefammte Naturkunde, außer⸗
erdentlies correſpondirendes Ehren: Mitglied der Geſellſchaft füu
iitere Deutfhe Geſchichteskunde, Gorrefponbent ber Königl &os
cietät der Biffenfhaften zu Göttingen, der Senkenbergiſchen
naturforfhenden Gefellfhaft zu Frankfurt a. M., der
Maͤrkiſchen okonom. Geſellſchaft zu Potsdam u, a, m,
— —
Dr y N,
age . .
Erfter Theil, I... )
| Erfes Buch. Afrikahe
Zweite ſtark vermehrte und verbeſſerte Ausgabe.
A
Berlin, ı822.
BGehbrade und verlegt
bei & Reimer.
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nÜftins emergit veritas ex ertore quam 6x confusione, *
Baco de form. calid. Aph. X.
Nine ch Peſtalozzt
ur | | |
Schr 8. Gut smuthe,
am väterlichers Lehrern und theuern Sreunden,.
gewidmet
als Sffentlihes Beiden ber innigflen Berehrung
und Dankbarkeit.
Vorrede ser. erfien Be,
© jmeierien von guäif Bädern erföpeimen Siern
wit, welche‘ es verfuchen follew, bie laflgemein wide
. tigften, sengranbifh- — Vexrhaͤltniffe bes
Erdoberfläche in iprem Naturz se; un
poar ihren wefentlichen. Zügen und Haup ehn
nach darzuſtellen, insbefondere als Vaterland ber
ter in deſſen mannigfalsigftem Einfiuffe anf korperlich
and geiftig fich entwidelnde Menſchheit. Ihnen mens
den in drei andern Theilen, deren zweiter fchow ‚mer .
ter der Preſſe iſt, unmittelbar die übrigen folgen, und
ein innerlich verbundnes Ganze bilden, jebech fo, Daß
and) jedes einzelne Buch in feiner Sphäre ats ein Be⸗
famtes betrachtet werden Fann. Ihr Juhalt gebt,
dem Wefentlichen und der Folge nach, aus ber Eine
leitung hervor, zw weicher manches hinzuzufügen ge⸗
genwärtig der Raum nicht gefkattet. Daher hier nur
das Nothwendigſte zum Berfländniß der Außen Au⸗
ordnung gegenwärtiger Arbeit, bei weicher überhaupt
die guten vorhandnen Lehrbücher ber Geographie ale
ihrem Inhalte nach befannt vorausgeſetzt werden.
In ihr follte die vorangeeilte, wiflenfchaftliche Erd⸗
funde es verfuchen, die. Geographie felbft mehr zu
durchdringen, zu geftalten, fo daß beider Inhalt fich
decke, und der alle Wechfel hindurchgehende, natuͤr⸗
fiche und hiftorifche Character der Erdräume, vergli-
chen mit den verwandten Bildungen -und zufammen-
gehalten mit feinen Gegenfägen, den Blick auf Na⸗
eur und Gefchichte in alter, mittler und neuer Zeit
aufhellte. Na dieſem mehrfachen Seſichespuntee
Sie erbfunde
wRerhättnig dur Natur und zur Gefchichte
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Berlin, 1822.
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win väterlichers Lehrern und chenern Freunden,
gewidmet
als Öffentliches Zeichen ber innigſten Verehrung
und Dankbarkeit.
Vorrede zur erſten dach
2, zwei erſten von zif Bichern erfcheinen hier⸗
wit, welche es verf ſollen, bie fallgemein
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Erdoberfläche im ihrem Naturz ge, 8
poar ihrem ‚wefentlichen. Zügen und ——
er darzuſtellen, insbefondere ald Vat⸗erlaud ber
fer in deſſen mannigfalsigftem Einſluſſe anf koͤrperlich
und geiftig fich entwidelnbe be Bieufgheit. Ihnen men
den in drei andern T weiter:
ter der Preſſe if, —— die, die abrigen folgen, 3
ein innerlich verbundnes Ganze bilden, jedoch ſo, daß
auch jedes einzelne Buch in ſeiner Sphaͤre als ein Ge⸗
ſamtes betrachtet werden kann. Ihr Inhalt 8*
dem Weſentlichen und der Folge nach, aus der
leitung hervor, zu welcher manches hinzuzufuͤgen ge⸗
genwärtig der Raum wicht geſtattet. Daher hier nur
das Nochmwendigfte zum Berftändniß der Außen Au⸗
ordnung gegenwärtiger Arbeit, bei welcher überhaupt
die guten vorhandnen Lehrbücher ber Geographie ale
ihrem Inhalte nach befannt vorausgeſetzt werben.
In ihr follte die verangeeilte, wiſſenſchaftliche Erd⸗
Funde es verfuchen, die. Geographie ſelbſt mehr zu
durchdringen, zu geftalten, fo daß beider Inhalt fidh
deckte, und der alle Wechfel hindurchgehende, natuͤr⸗
fiche und biftorifche Character der Erdräume, verglie
chen mit den verwandten Bildungen-und zufammen-
gehalten mit feinen Gegenfägen, den Blick auf Na⸗
tur und Gefchichte in alter, mittlere und neuer Zeit
aufbeliee. Nach biefem mebrfachen Seſichespuntee
vu Borrede jur erſten Ansgabe.
mußte fich die äußere Anordnung der Bücher richten,
welche in den Abrheilungen, Abfchnitten, Kapiteln,
Die geographifche blieb, wie fidy dieß aus dem Inhalts⸗
verzeichniſſe überfehen läßt, inde& andre Unterabtheie
lungen ‚mehr einzelne Hauptgefichtspunfte auffafien,
öfter befchreibend und unterfischend zugleich zu Werfe
geben, und von beftimmtem ‘Boden und von beſtimm⸗
ten Thatfachen. aus, auf das Durchgehende, Geſetzmaͤ⸗
Bige, Allgemeinere hinzumeifen fich bemuͤben. In
Paragraphen, Leberfichten, Erläuterungen ift darum
der Sefamtinhalt fo vertheilt, daß jene. jedesmal ein
Bufammengehöriges, feinem hier abzuhandelnden
Umfange nach, gefchloflen darftellen, um es im fol«
genden wiederum als Factum zu handhaben, leicht
darauf verweifen und fo allgemach weiter fchreiten zu
Eöunen. Die Vorbemerkungen und Anmerkungen ente
Balten einzelne Berichtigungen, Namenvergleichun⸗
gen, leitende Anfichten, Örtliche Hinmweifungen und ges
Brängte Ueberfichten ſpecieller, biftorifcher Localver⸗
haͤltniſſe, weiche als Fingerzeige anzufehen find, Die
von dem Befondern auf das Verwandte führen, und
auf den ganzen Kreis des-hiftorifchen Wiſſens zurück
weifen, von dem hier nur ein Bruchftüd gegeben wer⸗
ben kann. Ä
Noch hindert das feagmentarifche, geographifche
Willen die zufammenhängende Erzählung, und auch
auf die bisher übliche, vom Allgemeinen ausgehende
Darftellung, hat gegenwärtige Arbeit Verzicht ge:
ehan, weil diefes Allgemeine, von der Erde aus, in
Ser That erft noch aufgefucht werden muß, und fie
als ein Beitrag zu ſolchem Fortſchritt dienen möchte,
Als hiſtoriſche Disciplin ift die Geographie bis jetzt
nur ein mannigfaltiges Gemenge ohne inneres Ges
ſetz; fie harrt unter der Laft der Schlacken, die fie
decken, des Silberblicks, aus dem fie als ein wiſſen⸗
fchaftliches Gediegenes hervorgehen fol. Namen,
von mieiner Seite nicht fehlen, und Audern, die mis,
dergleichen mittheilen wollten, wuͤrde ich. den verbin d⸗
lichſten Dank dafür ſagen. Altes menſchliche Streben
bat feine Grenze; : fo iſt mir auch des Wichtigen zur
Benutzung noch Einiges entgangen, sie z. B. von.
Klaproths Abhandlung uͤber die Uiguren und J. Ide⸗
lers vortreffliche Arbeit uͤber die Oaſen der Libyſchen
Wuͤſte. Die Druckfehler, deren in der zweiten Haͤlfte,
wegen meiner Entfernung vom Druckorte, mehr find.
als in der erften, follen im zweiten Theile folgen, weil. .
eis unglädticher Zufall deren Mittheilung beim:erften -.
hinderte. Um Nachfiche muß ich hie und da wegen.
der Schreibart anfprechen, bei welcher es mir, wit
viu Vorrede zur erſten Ausgabe,
man ſich Teiche überzeugen kann, wie audy bei dem
Drucke, daran gelegen war, fo gedrängt als möglich
zu feyn, um den Plan des Ganzen auf möglichlt be=
ſchraͤnktem Raume durchzufegen. Das zweite Buch
follte Oft-Afien heißen, weil die ftarfe Bogenzahl
noͤthigte, Weſt⸗Aſien zum zweiten Theile zu ziehen.
Da wo ic) eigne Meinungen mitgetheilt oder Streif«
jüge auf.ungebahntes Feld gewagt habe, wird. man
immer Warnungszeichen und andere Wegmeifer fin-
Den. Mit den fernften Theilen ber alten Welt habe
ich begonnen, und die Befchreibung Afrifas von Suͤ⸗
den nach Morden, Afiens von Often nach "Welten,
Europa fich immer ‚mehr annähernd, durchgeführt.
Dieß ift gegen das Herfommen, aber nicye gegen Na⸗
eur und Gefchichte; die mannigfaltigften und verwik⸗
Pelteren, abhängigen Berhältniffe diefes Fleiniten,
- wiewohl fpäter Herrfchend gewordenen Erdtheiles, koͤn⸗
nen in der That.allererft durdy die Erläuterung von je⸗
nen, in phyficalifcher wie in hiſtoriſcher Hinſicht, ihre
volles Liche erhalten. Dieß ift bisher zu wenig be⸗
rädfichtige worden. Ueberdem gewinnt audy hier die
Erfenntniß durch den Gegenfag, und bei Betrachtung
einer weiten Landfchaft von einen erbabenen Stand-
punkte, pflegen wir immer erft vom fernften Horizonte
zu dem immer nähern zuruͤckzublicken, bis wir zuleße
den nächiten Boden, und auf demfelben ung felbft
wiederfinden. Andre werden mir eber den Bormurf
machen Fönnen, nicht confequent genug noch weiter
obfeits, von Auftralien, als dem Schlüffel zur phyſi⸗
Falifchen Erdkunde aller Eontinente, Jausgegangen zu
feyn; indeß hiervon wird fidy an einem andern Orte
der Grund genügend ergeben. “Bei den häufigen Au⸗
gaben von Entfernungen, weldye meiftens nur Schät-
jungen find, und nur approrimativen Werth haben,
wie. 3. DB. alle Karamanenrouten, find die ganzen
Summen in geographifchen Meilen gewählt, und die
Vorrede zur erſten Ausgabe. ıx
beftimmtern Zahlen nach den Quellen zu fchärferer
Vergleihung in Klammern beigefügt. Eine Angabe
der arithmetiſchen Verhaͤltniſſe der Maaße ift leicht
auf einer kleinen Tabelle zu überfehen, wie fie La
Ersir, Bode u. a. m. gegeben haben; aber in ihrer
Anwendung in der Ausübung bei den Autoren, darin
liege die Schwierigfeit. Rennells, Goffelins und an⸗
derer Berfuche darüber find befannt; außerdem laffen
die Berechnungen nad) den Meilenmaßen im Orient
noch vieles zu wünfchen übrig, wo die Ly, Koß, Far⸗
fangs ſo verfchiedne Bedeutung haben, wie die Meile
eder Lieue. Eine andre Beſchwerde ift die geographis
(die Synonimie und verfdyiedene Orthographie derfel«
ben Namen, von denen fid) niche immer die wahre
Kedyrichreibung angeben läßt, wie dieß 3. B. fich in
den alt= und neu arabifchen; und perfifchen eignen
Namen, nach den verfchiednen Dialecten im Often
und Weſten zeige. Wo es fidy thun ließ, babe ich
zwar Schloͤzers Rath der Abfürzung und Bereinfa-
hung, welchen er in feinen kritiſch⸗hiſtoriſchen Ne⸗
benftunden gibt, befolgt, die befanntern Namen nad)
der deutſchen Ausfprache gefchrieben, die minder ge
läaufigen vorderafiatifchen, arabifcdyen, mongolifcyen
aber Häufig nach Langles, die hinterafiatifcyen, indi-
ſchen nach Gilchrifts Anleitungen, die orientalifcdyen
in den franzöfifhen und englifhen Sprachlauten
wiederzugeben. Doc, fehle es hier an Einheit gar
fehr, jeibft in ten Hauptquellen der orientalifchen
Eprachferfcher. Ich habe daher bei Hauptpunften es
nicht für unnuͤtz gehalten, zur feichtern Zurechtfin⸗
dung in äftern und neuern biftorifchen Werfen über
jene Länder, in Klammern die verfchiedenen Schreib⸗
arten der Autoren beizufügen.
Den Befig eines Atlas mußte ich vorausfegen,
die beflern Karten find überhaupt felten; die neueften
find in den Noten angeführt, ihre Benugung ift fehr
x Vorrede zur erſten Ausgabe,
zu wuͤnfchen. Bänden fich Theilnehmer, fo würde ich
gern eine Sammlung von Karten- Entwürfen für
einzelne Lofalttäten und zur Angabe allgemeiner Ber
baͤltniſſe für größere Erdräume in Umriffen, etwa
nad; Art meiner 1806 herausgegebenen fechs Karten
von Europa, nur nady mehr ermweitertem Geſichts⸗
kreiſe, folgen laffen. Vieles habe ich dazu vorbereitet.
Für mehrere wichtige Beiträge zu meiner Arbeit,
welche ich in der Einfeitung nicht mehr nahmhaft
machen konnte, habe ich den Herren Profefforen H.
8. !inf, C. S. Weiß und Lichtenflein, während
meines Eurjen Aufenthaltes in Berlin, oͤffentlich mei⸗
nen verbindlichften Dank zu fagen. Legterer hatte
die Güte den Abfchnitt von Süd. Afrifa durchzuge-
ben, und mit Nachrichten und Bemerfungen zu be:
gleiten, die ich benugen durfte. Möge ähnliche Bei⸗
bülfe ferner diefem Unternehmen" zu Theil werden,
das nur durch Verein von Kräften gedeihen kann;
möge deffen Erfolg für Wiſſenſchaft und Unterricht
nur einigermaßen den Anftrengungen entfprechen,
welche während mehr als neunjähriger Arbeic darauf
verwendet wurden, und das Reich der Wahrheir,
wenn auch nur um einen Schritt, dadurch gefördert
werden *).
) Die Berichtigung der erſten Zelten biefer Vorrede zur erften
Ausgabe, ergiebt fich von felbft aus dem Worwort zur zweiten
BDenielben hier genannten Berren, meinen, jehigen verehrten
Golan, bin ich auch bei der Herausgabe biefer seiten Aufs
Tage ähnlige Verbindlichkeiten ſchuldig, ‚wie bei der erften.
‚Hersn Profeffor Idelers vortreffliche Abhandiung über die Das
fen, die id} deffen eigener gütigen Mictheilung verdanke, wirb
man nun aud unten benugt finden. Zur Herausgabe der
gewiß nugbaren und mehrmals verlangten Karten, blieben bei
der Seſchtaͤnktheit meiner Zeit und Mittel, fo wie bei bem
Wechſei meiner Lage, ungeachtet vieler meiner Worarbeiten,
Boch bis‘ jegt mod manche Wünfhe uͤbrig, die jebodp gegenwaͤr⸗
dig ihres Gefüllung fih mehr und mehr nähern, .
Vorwort zur zweiten Ausgabe.
Der lebhafteſten, allgemeinen, ſehr ſtaͤrkenden und
vielfach belehrenden Theilnahme an dem Verſuche,
wo moͤglich eine Vervollkommnung der Erdkunde
nach meinen geringen Kraͤften —— glaubte
ich ſtatt aller Worte des Dankes im Allgemeinen
und Beſondern am zweckmäßigſten zu begegnen,
wenn ich bei einer zweiten Ausgabe der beiden
erſten Bände der Erdkunde, die vor der Erſchei⸗
nung des dritten fehon norhmwendig geworden war,
dem Gegenftande felbft von neuem meine ganze
Aufmerkſamkeit, Zeit und Kraft widmete, in fo
weit die Hindernifle, der bisherigen Wechſel mei-
nes Aufenthaltortes und der neuen Berufsgefchäfte
mir diefes erlaubten.
Durch den rafchen Fortfihriet der neueften
Entdefungen in Afrika ſeit dem legten Jahrze⸗
hend, und die mir nad) und nach möglich gewor⸗
dene, immer vollfländigere Benugung und DBerar-
beitung aller früberhin erforfchten, mwichtigern That⸗
fachen über diefen Erdtheil, glaube ich die allge:
meinere Kenntniß bdeffelben um eine, wenn auch
kleine, Stufe höher geführe zu haben als bisher,
und überhaupt fürs erfte genommen fo weit, Daß
. ⸗
d
—
unVorwort zur zweiten Ausgabe.
nicht viel geographiſch Allgemeinerhebliches aus
dem bisher Bekanntgewordenen zu dem in dieſem
erſten Buche Mitgetheilten noch hinzuzufuͤgen waͤre.
Dieſes Buch uͤber Afrika koͤnnte alſo, mehr denn
in feiner fruͤhern Geſtalt, als ein-für ſich gefchlof-
fenes betrachtet werden, welches fo ziemlich die
wefentlichften Reſultate geographifcher Forſchungen
über diefen Erdtheil bis um das Jahr 1820 felbft
enthalten mag, oder an jedem! beftimmten Orte auf
ſolche etwa ſchun vorhandene hinweiſet. Dieſes
wiſſenſchaftliche Ziel, im Sinne des ganzen Wer-
fes genommen, (denn von vollfländiger Materia«
lienfommiung und Aufzählung des Beſondern, fo
wenig als von fogenannter Gleichfoͤrmigkeit .der
Musführung des Ganzen, kann bei einer Arbeit
niche die Rede fenn, die eigentlicdy der Erforfchung
und Darftellung ber weſentlichen, natürlichen und
drelidyen, befondern Berhäleniffe, und der dar-
aus ſich entwickelnden allgemeinern, für Die Aus-
bildung der Völker und des Menfchen, gewidmee
ift) zu erreichen, ward darum befonders wuͤnſchens⸗
werch, um ein zweckmaͤßiges Maaß für die öffent.
fihe Mittheilung und den ferneen Gebrauch zu
gewinnen. 0
‚. „Die Darftsellung der Erdfunde von Aftifa,
welche bei der erften Ausgabe auf eine zu geringe
Dogenzahl zurüdgedränge werden mußte, füllt
daher in dieſer zweiten, als erftes der verfproche-
nen zwölf Bücher, den ganzen erften Theil der
Erdkunde und ich hoffe, daß ſelbſt die Beſitzer
der erſten Ausgabe den Zortfchriee der Wiflenfchaft
in der zweiten gern feben werden, wenn ſchon ein
eringer Nachrheil im eignen Beſitz der erften paar
ücher daraus entfteht, den ich leider von meiner
Eeire nicht ändern konnte, da Fortſchritt zum
Bellen, bier das erfte Ziel feyn mußte, Die,
Vorwort zus zweiten Ausgabe, Xıu
von den “fahren 18:0 und ı821 an, neuerfolgen»
den Entdedungen und Ermeiterungen der Kennt
niffe in dieſem Erbebeile, über feine Natur und
Bewohner, follen aber von nun an, je nachdem
das Bedürfnig dazu eintreten wird, in eignen,
abgefonderten Heften mit einer vollftändigen Lite
ratur und Ruͤckblicken auf.das früher DBefannte
verfeben, als Beiträge oder Nachträge zur
Ervdtunde von Afrika, oder zu diefem erſten
Buche, erfcheinen, fo, daß in diefen nad und
nad eine Bibliothek des Wichtigern und Neuern
für diefen Erbdeheil fich ausbilden Fann, die dann
als Fortſetzung gegenmwärtiger Erdfunde zu betrach⸗
ten ſeyn wird. Diefes erſte Buch wird daher,
von nun an, in feiner gegenwärtigen Geſtalt blei⸗
ben können, ohne, wie diefesmal, fernerhin großen
Umänderungen unterworfen zu feyn, da alle wahr.
baft wiffenfcyaftlihen Erweiterungen in ben
Beiträgen erfcheinen follen, ibm felbft daher nur
die Verbefferung feiner etwaigen innern Gebrechen
vorbehalten bleibe. Ich hoffe auf diefem Wege
zugleich dem gründlichen Fortfchritte der geogra⸗
phiichen Wilfenfchaft, als auch den Beſitzern die⸗
fes Werkes einen wefentlihen Dienft leiften zu
föonnen, und habe deshalb diefem erften Buche,
tas alfo auch als ein für fid) beftehendes Ganze.
berradhtee werden Fann, ein. Juhaltsverzeichniß
und ein eignes Negifter beigefügt, beffen Ausar«
beitung die Lefer mit mir dem vredlichen Fleiße
meines jüngern Sreundes, dem Philologen Herrn
©. Salzmann verdanfen.
Wie diefes erfie Buch, fo werden auch die
folgenden Bücher wie Oft-Afien, Welt: Afien,
Europa, der Morden der Erde u. ſ. w., als für
ſich beftehende Ganze behandele erfcheinen, fo daß
ihr. Gebrauch, der, wegen des phuficalifchen und
—— —
zv Vorwort jur zweiten Ausgabe.
hiſtoriſchen Characters ihres Inhalts, nicht auf
einen vorübergehenden Zuſtand der Geographie
befchränfe, "fondern auf das dauernde Wefen der»
felben gerichtee ift, wie ich PM und möünfche,
hiedurch defto allgemein brauchbarer und frucht
beingender auch für andere Zweige der Wiſſen ⸗
ſchaften und für den Unterricht überhaupt were
den möge.
Außer der ftarfen Vermehrung des Inhalts
wird man bier überall auch ein Streben nach
Berichtigung und Vervollſtaͤndigung deffelben fin-
den, was, wie ich mir fchmeichle, die einmal be«
folgte Methode der Bearbeitung auf eine befon«
ders fruchtbare Art begünftige bat. Daher denn
auch nur wenige Seiten und Unterfuchungen ganz
leer ausgegangen’ find, und fogenannte Nachliefer
rungen der neuen Zufäge für die Befiger der er⸗
"Ken Ausgabe unausführbar und ganz unzureichend
gemwefen feyn würden. . Nur die Vorbemerkungen,
welche etwas anders geftellt wurden, und die Ein«
leitung, find ohne Verbeſſerung geblieben, wie fie
im Jahr 18:16 aus einem Gedanfenerguffe her-
vorgingen; nicht, weil fie etwa ohne fichtbare
Dunfelbeiten und Mängel wären, fondern weil
Be gleich vom Anfang an, micht als Theorie gele
ten. wollten, wofür man fie hie und da genommen
und daher mic Recht fehr unzureichend gefunden,
fondern ‘eben nur als einzelne Fingerzeige, um
auf einiges aufmerffam machend vorläufig dasje⸗
nige anzudeuten, was fpäterhin nach einer gewon«
nenen Reihe immer neuer, indivibueller, geogra«
pbifcher Anfchauungen und Typen, auch vollſtaͤn⸗
Riger als willenfchaftliches Ganzes ausgeiprochen
werden foll, föbald nur einmal die gegebne Summe
der Thatſachen vollftändiger zufemmengebrache. und
wen. ber. Kritif belenchtet ſeyn wirh, was chen
Vorwort zur zweiten Ausgabe, xv
uf unſerm bier eingeſchlagenen Wege practiſch,
anfangs geſchehen ſollte, um auch hier endlich
einmal nicht zu einem kuͤnſtlichen fondern zu ei«
nem natürlichen, im fich felbft begründeten Sy⸗
fieme zu gelangen, von dem man bisher faum
noch eine Ahndung haben fonnte. Denn, mir
ertennen and) in der Geographie, wie in der
Epradyforfchung, eine höhere Kritif an, melche,
wie diefe jeden Schriftftellee aus ihm felbft und
aus feiner Zeit, nicht aus einer allgemeinen Sprach-
theorie und Philoſophie erflärt, fo auch jede Erd»
gegend issbefondere zu erforfchen fich bemübe,
nach den individuell ihr ſowohl felbit inwohnenden
als auch aus ihrer Öerlien Stellung bervorge-
benden characteriftifchen Erfcheinungen und Na⸗
turverbäleniffen, ohne diefe nad) einem einfeitigen
legiſchen, allgemeinen Eintheilungsgrunde zu be-
fhreiben und zu claffificiren, oder nach einem her:
tömmlichen, wenn ſchon allgemeingebräuchlichen,
Maapftabe zu beurtheilen, fen es auch der ſchein⸗
bar befte in der Phyſik, Terrainlehre, Geographie,
Klimatologie u. f.w. Wenn daher in diefer Eine
leitung manche Belehrung welche ich durch zahl.
reihe und einige vortreffliche Necenfionen, Deren
Berfaffern idy mich banfbar verpflichter fühle, ers
halten babe, nicht Frucht getrageri zu haben fchei«
nen ſollte: fo bitte ich darum noch Fein Ureheil
gegen die Empfänglichfeie für Tadel zu fällen
fondern vielmehr den Fortgang der Arbeie feibft
zu prüfen. (Mir bekannt gewordene zum Theil
ſehr umftändliche und belebrende Kritifen, findee
man über die beiden erften ‘Bände in den Goͤt⸗
tingifchen gelehrten Anzeigen 1818 Mr. 107, 1821
Nr. 385 im Hermes 1819, Heft 3. S. 235 bis
245; in der Hallefchen allgemeinen Literatur» Zei-
tang 1819 December Mr. 318 und 3193 in ber
xvı Vorwort zus. zweiten Ausgabe.
Jenaiſchen allgemeinen Literatur⸗Zeitung 1800
Mr. 185 und 186 nebſt Fortſetzung in denſelben
Ergänzungsblärtern ı821. Nr. e und 3; in ben
neuen allgemeinen geographifchen Ephemeriden,
Weimar 1819 sr Band 4tes Stud ©S.a39 und °
Gr Band 2tes Sch S. 183; in den Wiener '
Jahrbuͤchern ber Literatur 1820 XI. Band Seite
175 bis aı5 und in Seebode Fritifcher Bibliochef
für Schulweſen und Unterricht 1821.)
Wenn aber aud) bei diefer zweiten Ausgabe .
noch fehr vieles, aller Anftrengung ungeachtet,
zu ihrer innern Vollendung zu mwünfchen übrig
bleibe, fo bitte ich zu bedenfen, baß eine Arbeie
wie diefe nun einmal begonnene, weldye überall
auf neuer Forſchung und Darftellung niche nur
der Materialien, fondern befonders der Verhaͤlt⸗
niffe in einem fo ſchwer überfehbaren, ungemein
weitläuftigen und zerſtreuten Felde der Willen-
ſchaften beruße, wiche nur die Zeit eines ganzen
Menfcyenlebens vollfommen in Anſpruch nimmt,
fondern daß auch zu ihrer Durdführung in der
That eine außerordentliche Anftrengung von Kräf-
ten mancherlei Are unentbehrlich ift, welche die
eines gewöhnlichen Privatmanns in andermweitigen
Berufsgefchäften, leicht überfleige, ja, daß öfter
durch ein befonderes Gluͤck und die größte Ber
—— auch nur dieß Wenige zuſtande ge⸗
bracht werden konnte, was hiermit zum allgemei⸗
neh Nutzen von neuem dargeboten wird.
Auch die ununterbtochene Vorarbeit zu ber
Fortſetzung der folgenden Bücher, die nach Afien,
Europa enthalten werden, und dieſe ftarf erwei«
terte, verbeflerte Ausgabe, mweldye die erfte litera⸗
rifche Frucht meines einjährigen Hierſeyns iſt,
wöärde ich niche ohne manche „befondere Beguͤnſti⸗
gung
I;
Vorwort zur zweiten Ausgabe. xvn
gung äufierer Umflänbe zuſtande gebracht haben,
jumal nicht ohne die den nothwendigſten Beduͤrf⸗
niffen entfprechendere Stellung in meiner neuen
Berufslage, die ich gegenwärtig der Gnade Get:
ner Majeftär des Königs und der Weisheit Seis
ner hohen Minifterien verdanfe, und dieß mit
Steudigfeie zu befennen und bier auszufprechen
mich lebhaft gedrungen fühle.
Cs mürde mir ferner unmöglic gemwefen
fenn, aus dem ofe fo Foftbaren und ſchwerzugaͤng⸗
lichen Quellenreichehum, auch nur in dem Maaße
su ſchoͤpfen, ale es doch hier wirklich gefchehen
fonnte, wenn nicht von verfchiedenen Seiten her,
felmere, literariſche Unterſtuͤtzungen mir auf eine
jeitiparende und bequeme Urt während des mehr
als dreiviertel Jahre dauernden, unabgebrochenen,
ſehr mühſamen Drudes diefes erften Bandes zu
Theil geworden wären. Bei diefen muß ich vor
zuͤglich, mas manche der felmeren und neueften
Engliſchen Huͤlfsmittel betrifft, der Vortheile er-
mwähnen, welche mir durch die beſondere Güte
meines verehrten Freundes des Herrn Bibliothekar
und Dr. Spicker zur Foͤrderung meiner Zwecke
zu Theil wurden, ſo wie binſichtlich der. allge»
meinen literariſchen Unterſtuͤtzung ich der zuvor—
kommendſten und ſelbſt außerordentlichen Bei—
hülfe ter Herren Vorſteher hieſiger Koͤniglicher
Bibliothek meinen aufrichtigſten Dank zu ſagen
verpflichtet bin. Andere wiſſenſchaftliche Unter⸗
ſtuzungen, durch welche dag Ausland, zumal Daͤ⸗
nemark und Schweden, meine Unterſuchungen bes
seicherten, werde ich fünftig an ihrer Stelle dank⸗
| bar anführen. Wem Jahrzehende hindurch dau⸗
! ende licerarifche Arbeiten diefer Art nicht unbe:
kannt find, der wird mir im der Unentbehrlichfeit
| tiefer und ähnlicher günftiger Umftände auch für
ı La
xvu Vorwort jur zweiten Ausgabe:
die Zukunft zur Durchführung gegenwärtigen Un⸗
ternehmens beiftinmen, deſſen DBollendung meine
Zeit und Kraft wie. bisher. ununterbrochen und
in foweit gewidmet bleiben, als Berufspflicht, Ge⸗
ſundheit und der Wille der Vorſehung es geflat-
ten werden,
. Berlin, in der erften Woche des Januare
2822. ’ nr
Carl Ritter.
Inhaltsverzeichniß und Blacweiſer. |
€ jaritung p- 1—56.
Allgemeine Vorbemerkungen np —XE
4. 1. Die Befte der alten Belt. ef. © ev,
5.2 Des Sand. Gel. 1. Erboberſi
*
Eee
von
Erl. 3. — begeiänenber Ausdruͤcke für bie Erhe⸗
bung ber Erde. Anm. Gezimmer ber Erbe. p ri
Die firömenden Wa er.p.75. Erl1. Flußgebiet, —
fgkem; p. 76. Anm. 12.70. et als Tragpläge. -
Erl. Rihtung, Gefälle, Oberer Mittler und Nntereg
auf der Stroͤue. bi 80,
Erl. 3. Die Etufenläuder der Erde. p. 86.
Erſtes Buch. Afrika. p 91051.
6. 3. erfte Abtheilung. Das Bebirgsgane ober
Afrika. P- 387. Ucberfigt. p. 9. Ann
—*88* Anſicht.
4. 4. Erſter Aſonitt. Poidrans von Hood, Afrika,
PR Ar} Kepitei. Hochterraſſe des Dranie tevier. Das
Hochland der Beetjuanen, Koranas u. Bosjesmand, p. 9.
Eri. 1. Begrenzung, einzelne Bebirge, p. 96,
Ei. 2. Dberfläde der arsaffe p. Der Menſch.
Anm. Art ber Berbreitim
g 5. Zweites Kapitel. Zweite Xertoffe, bie Zarroo. P. 108,
| El. 1. Weftabfall. p. 104.
| Erl. Soͤdabfall. p. 107
Erl. 3. Die Karroo. p. 108,
5.6 Drittes Kapistel, Dritte Terraſſe, bad Köftenfartt,
p
Erl. 1. Baien und Vorgebirge. p. 111.
er 2. Geognoftifher und by rographiſcher nehberblick.
13.
ei. 3. Die Kabelbank. p 10, '$
2
xx Inhaltsverzeichniß. | .
Erl. 4. Die Gapcolonie, neuefter Zuftand. p. 121. - -
Awelter Adſchnitt. Oſtrand von Hodräftia
—— Kapitel. Die Kaffernkuͤſte.
Erl. 1. Hodland ber Bosjesman. p. 133,
Erl. 2. Köftenterraffe. p- 34
Sri 3. Käfte Ratal. p. 136.
6,8. Bweites Kapitel, Die Käften von Sofala und Dos
sambil. p. 136.
Erl. 1. Gr Zerraffe. Quellland bes Zambeze und Hochs
ebene Chicowa. Anm. Kaffernſtaͤmme; Feſte Symbaoe.
ef 3 2. Bweite Terraſſe. Gtufe von Moearangua, Mor
nomotapa nnd Manica. p. 142.
er 3. Dritte oder Küftenterraffe von Sena und Sofala.
. 145. Anm. Golblörner, gediegen Gold, Eiſen. p. 145.
er. 4. Die Portugiefenkolonie ‚Mofambique auf der Kür
fienterraffe Reuefter Buftand. p 148.
Erl: 5 Anhang. Unbekannte Küfte bis Gap GBuarbafu
n und Barbera. Semaulis. p. 159.
59. Dritter Abſchnitt. Mordrand von Hoch⸗Afrika
“ auf der Öftfeite. p. 157— 256.
AErſtes Kapitel. Gt Kerraffe, Aethiopiſches Hochland;
Kaffa und Narea.
Erl. 1. 3 ro, |
Erl. 2. Quellen: j rnandez Reiſe nad) Rarea. p. 173.
Erl. 3. Raturbefhaffenpeit. Kareaner. p. 174.
$ 10, 3weites Kapitel. Zweite Xerraffe. '- Habeffinifhes
Xipenland. p. 176.
Anm 1. Aethiopien Dabei. Namen. p. 177.
Anm 2. Quellen; über Bruce und Salt. p . 178.
I. Deſtliche Gruppe des Bee —* im Ok
on Aa , er
Alpenpäffe na abe
Erl. !. Yuffteigen von —8 und Adule u. ſ. w. p. 181.
Erl. 2. Aufſteigen vr ber Vorterraſſe bes Babernagaia
zue Zigreterraffe. p. 186. Anm. 1. Gandfteingebirge,
Hoͤlen, Feſten, Ambas$orm. p 189. Anm. Tigre⸗
tertaſſe als. Culturland, Krumitifdes Reid. p. 191.
. Xum 3. Zigreterraffe als eher ber Kämpfe des
Ehriftentbums und bes Islam.
@ri. 3. Auffteigen vom Hafen Evi, von Bure unb
Amphilabay zur ‚Sigreterraffe, p. 197. Anm. 1. Salz⸗
.terraffe, Steinfalz. p. 199..
El. 4 Zuffteigen aus Mazaga und Kolla über den Las
"malmon zur Ebene von Bondar. p. 200. Anm. Die
& neehöhen. p- 202,
ri. Anffteigen von ber. Kolla. von Ras⸗el⸗FJeel aber
Fſchertir u. ſ. w. p. 204.
en. . Auffteigen aus ber Kolla von Giefim uͤber Serke
er. N " Pifteigen von. Zigre über Angote und Amhara
u. ſ. w. pP» 206,
. ‘
un Rote über bie
Dei u &e ur se
Aum. Analoge Zerraffenbilbung
Erl. 4. Dar Bungaro, das Bond 4 Sun. p. I
6, 14. er ae tie VWeſtrand von Hoch⸗Afrika.
* "Di im Güben des Aequators, Süd⸗ Gui⸗
ern Feb Singelne Angaben vom Gap Ne x
um Cop bes Lopez Gonfalves. Nach Altern
——
Ert. 1. * enland; Gatarakten; Loanda. p. 259.
Erl. 2 ohner; Anziko, Siagahorden. p. 261. Anm,
1. —— Gebraͤuche auf dem Hochlande. p. 266.
Anm. etiſch. p. 266.
Ri
Zweitet Kapt tel. Pr Münbungsland bes Baiccluffes
in Dong; nach neueften Berichten. -B: 267.
gu 1 1. De Baire, unterer auf. p. 271.
e Entbedungsfaßrt auf dem Balre — gie
Retion 30 Catarakten, von Embomma u. ſ. w. p. 27
Kongoer, Reid und Bolk. p. 287. -
4 35. II. ni Kite im. Norden des Aequators, Morb Guines.
J Hr 8 Kapitel, . Kl. 1. (and der Ambofer.
Deiis Dabamey 297. —— Aquapim. "208.
Et. ig Die —EXE nach neuen, B —
1. —— der "se Bat —* 303, —B und
— ati’
: - Blan d im —8X ber Soldkuͤſte; das
u Inhaltseverzeichniß.
eich der Aſhantees. p. 30. Anm. 1. Die Aſhautees,
alte Fa Auswanderer; eine Hypotheſe von Bow⸗
3 Anm. 2, Handelsſtationen, von Goomaflie
eu —* dem Innern, auf der Straße nach Houfſa und
ned Tombuktu. p. 3.
Sri. 4. Gap Sierra Leone, p. 333, Anm. Berg: Reger,
iertes apitel. or er Bo prung von
Hoch⸗Afrika, Joq·Sudan. p . 340.
I. unter⸗Abtheuung. Beflabfal bes Hochlandes von Bus
ban gegen das Meer und bas Küftenlanb. p. 342.
Erl. 1. Tertaffe von Teembo: Alpenland ber Fulah⸗Ne⸗
ger.
en 2. a Hochland Zeembo. p. 345.
Erl. 3 Nörblihfier Saum. ber Grenggebirgsfette gegen
den Bambia am Rerikofluffe u. ſ. w. p. 346.
Sri. 4, Zulahs p. 346. Anm, Belch-Eprasın Afrikas
niſche Alpenvölter.
6. 17. Fuͤnfter ‚gergnie. Berlider Nordrand von
Hoch⸗Afrika. p. 35
17. UntersAbtheilung. 7 Rorbabfer des Hocqchlandes von
Sudan gegen bad ımtere GenegalsRigerland und die
Wüfte Sahara. p. 352.
Erftes Kapitel. N Ranbingo-Zersafte. Pr 352. -
Erl. 1. Obere Zerraffes erfte Stufe B 353. Anm. 1
Anelogie in der Bildung der Hoc nber. p- 355. Anm.
2. Sntbedung ber Quellen bes Fenegal, Gambia und
Rio Grande durh Mollien. p. 35 |
Erl. 2. Mittlere Zerraffe, zweite Stufe. p. 357. Anm.
1. Analogie se Bilbungen fumpfiger wöalbregionen p.
359. Anm. 2. Garawanenweg. p. 359.
Erl. 3% Bambuf, Goldterraſſe. p. 359.
Erl. 4. Die Mandingos. p. 36 Anm. Jamilienaͤhnlich⸗
keitz Gegenſat ber Berg⸗ und Flaͤchen⸗Reger. p. 367.
l. 5. Mungo Parks zweite Reiſe über die mittlere
Terraſſe des Bebirgslandes im D. von Bambuk u. ſ. w.
$ 18. In * us Kapitel, Wahrſcheinliche oͤſtliche Fortſehung
es Hochlande
Erl. 1. Das Beng-@ebirge. p. 377.
Gtl. 2. Ueber bie Menfhenmenge auf dem Hodlande, p.
379.
Erl. 3, Handelsſtraßen durch Soch⸗Afrika. p. 385,
6, 79. ‚Zweite Abtheilung. Uebergangsformen
Hochlande zur Niederlande In Afrika,
Die Bafferfofteme und Stufenläns
Ser. p . 388 882,
& er Abfsnitr Die Stufenländer und
affertpeme © von Säd; Afrika, p- 38—
Inbalteverzeichniß. zz
Er ſt es Kapitel. VDaſſerſoſtem bes großen Fluſſes ober
Dranjeſtroms. p. 389.
&r.i. Dberer kant. p- 390. Anm. Griquaſtadt, Gem
traimiffion. p. 393.
&rl. 2. Mittlee Sauf, p. 39%. Kam. Grißelifationen ;
Brangel an Gdelfteinen.
Er. 3. Unterer Lauf. p
ri. 4. Anwohner bes creme. p- 39.
weiter Abſchnitt. Stufenländer des mite
lern Afrika,
5.20. Grfes Kapitel, Das Waofferfoflem bes Senegal
ei}. Dierer earſ. p. MOB. Mittellauf, p. 403, ine
terer Lauf, Delta. p. 4.
ei. 2. Sambia und Rio Grande; p. 408,
Erl. 3. Geſchichte der Anſiedlangen unb Entbedungen ber
Yortuglefen, ranjofen und Gngländer am Genegal und
Gambia. p. 410.
X. Ameites Kapitel Das Waſſerſyſtem bes Riger p.
Gri. 1. Oberer auf. p. a.
&rl. 2. Mittler ef. FB 423, Anm, 1. Erſte Beſchif⸗
fung bes NRigerfiro urch Guropder und Mungo Parks
Ende, Pa ri Ankunft am Niger. p. 428.
4) Der Rigerlauf unterhalb Sego und Ganfanding nad
ältern Berichten. p. 432. Anm. 1. Aufzählung der '
neuern Quellen ber Augenzeugen über den mittlern
und untern Lauf bes Nigerſtroms, feiner Uferlänber
und Heide. p. 434 - 440,
2) De. Rigeriäuf unterhalb &ego, nah aeuern Berich⸗
ten der Augenzeugen. 1. Sego. u . 2. Dibbie
©ee. p. 42 3. Timbuktu. p —457, Anm, 1.
Timbuktus Handelsſtraßen in ale Weltgegenben.
457. Markt von Simbultu. p. 460. Anm. 1. Ma
preife a Sanfanding. P 8. Anm. 2. Starte aus
nahme bes Afrifanifgen Dandels u. ſ. w. p. 469.
Das Reid Houffa, Namen ne Rigerfromit, Die zei.
leta Eroberer u. ſ. w. 5. et Hamets Ras
rawanenreiſe nach ——
3. 2. 3, Der mittlere und oͤftliche dien am untern Laufe
des Nigerſtroms.
Erl. 3. Bornu, Kaſchna, Bangare, Ing Fe 74 ae Sudan; Une
terſcheidung dee Gtröme u. f. w Der
Aſchadi oder der große Strom und die Badars im "4
und D. von Born. ‚a8. 1. —— FA
2. Kaſchna. Bornu, ia eun-
de des den 6 Shan am m aan ifteom uns am Scha⸗
505, a) Dar Kataku. p. 49.
» Bahr — a. Höre c) Bagherme. d) MBorgu ‚ober
Da: ealey, aus Wabai. p. 501.
Far‘ Die Öftlihen KWerbindungsglieber zwiſchen dem
Vaſſerſyſtem des Riger und Rilſtromt. Der Datta Mar
zum . Inbalteverzeihniß.
& Miffelad, Dar» und Bahar⸗Kulla, aber bie waldige
Pumnfregion, und ber Bahr Taiſcha zum Nil el Abiad.
ei. * Saat, Der Niger ein unentwik⸗
keltes Gtromfotem. p. 511—514. Anm. Raqtrag;
Haby Bubelers Itinerarium, p. 514.
8. 85. Daisur Abſchnitt. Stufenländer des ndrd:
; lichen Afrika, ‚oder. das Waſſerſyſte m
des Nilfroms. p. 516—882,
Erfies Kapitel, Der Obere Lauf. p. 517.
Erl. 1. Raqforſchungen über bie gilguelten, p-5233.- nm;
wermuthlie Bermechslung.
% a en Kapitel, Der c Nauf des Ril.
Erſte Stufe, Sennaarterraffe, von dem Chan:
— — — der Talaki ober iu, Rubis
I: [ben Wähle. Em Das Reid Gennaar. p. 534.
Das eig Hey und der Priekerftaat Daher. p.
9. 1. Die Tokruri ober die Regerpilgrimme
* wi Selasenpandel aus dem Dftfuban durch da&
obere Rilthal. p. 545. 3. Das Meid Werber und bie
«ee jarin, die all en Aberiginer. p. 549.
Berder, Barbar, Urfprung bes Bolkes wie des
© iamene ng Ausbreitung. die Barabra an den Rile
katarakten. 554— 563. Anm. 1. Die große Inſel
Aloa der Sikobitifgen Ehriften, das alte Meroe, die
Stadt, der Prieſterſtaat. p. 56h. Anm. 2. Rilnamen.
2. Beieten Kapitel. ° Zweite Gtufe des Mittellaufes
ober Rubien. p. 571. 1. Angabe ber neuern im, Folgen⸗
den _benugten Quellen und ugenkengen über. Rubien.
» 580-562. Rilkatarakten.
ei 1. Bweite Stufe des ieiraufees 1. Mograt. 2
eygha. p. 594. 3. Dongola oder Waby Dongola.
HAN: Refibengen _Weroe, Rapata, Dongole. Der Mame⸗
Iudenftaat. p. 598612.
Er. 2. Dritte Stufe des Mittelaufes. Dar el Mahaf,
Gebiet Say, Gutot. p. 612. Batn el Habjer, das Klip-
pengebiet p. 616. Anm. Die Kelfentempel de“ Iſis und
des Dfiris nit den Koloffen zu Ebſamboi. p. 6:
Er. 3. Bierte Stufe des Mittellaufes, von &ofambot sis
Affuan, „Anter« Rubien, tat Zempelreice. —F
Baby Ruba. p. 628. 2. Baby el Kenom 7
654. Anm. Unter» Rubin im Mitteteiter 73 Marys
Lu ein, nad Ion Gelym. Ren
Eri. 4. Die heutigen —X —8 abe, bie Blemyer
der Griechen und Römer. p. 666. Die Bebjah
ber Kraber. p. 666— 673. ee Die Gmaragbgruben
Saboura ber Betas im Gebirge Dafi. p. 673.
53%. Biertes Kapitel. E23 untere Rilauf in Ober» Xeo
3x —— der Seutsteratten. p- . 680 — 701.
DE Rile
ie ee Das S
= BR Iufel Vet u.f 1. p- 680. —X
. XV
Sheltai den Araber. p. 637. 3.
ine. p. 669. 4. Affuon, Eoene. .
ion Aegyptens mit ben Gr.
Tot.
52. Bünftes Rapiret Der watere Rillauf ih Mitteh
. estiouem. ». 772.
re, Mine
—— Be nörhlidde Thell von Mittel» Aegypten. Das
. e von D .
Berk ftem von DM. &. p. 787 ⸗
Erl. 3. © —* der Bar Jeuſeeh der Möris⸗See
u J. W. p- —
5.238 Seqchſtes Kapitel. Der Untere Rillauf in Unter⸗Ae⸗
gupten, bas Rilbelta, Neberfiht. p. 814.
Eri. 1. Die beiden Hauptarme bed Nils von Roſette und
Damiette mit ihren Ufergebieten. Hydrographiſch⸗ to⸗
pographiſche Ueberfiht inter » Kegyptens nad ben neuen
und alten Armen und Gandien. p. 816. 1. Roſettearm
mit feinem linken Ufergebiete. p. 816, 2, Damiettearm
mit feinem linken ufergebiete. p. 817. 3. Damiettearm
wit feinem rechten Ufergebiete. B 8772,
Erl. 2. Das Anfhmwellen der Nilwaſſer. Das Aufſchwem⸗
men ber Erbfhichten in Ober⸗ Mittel» und Unter⸗Aegyp⸗
ten, bie Erbauung ber Staͤdte nad) geologifhen Daten;
bes Rilwaffer. p. 835. Meinung von ben Riltheilun«
gen.
6.29. ErL 3. Bilbungsgeſchichte bes Mil Deltas. p. 852.
Ertl. 4. Das Thal der Werirrung, bas Thal ber Ratroms
feen. p. 858. Die Küfte ivon Nlerandria und ber Mas
zeotis. p. 863.
Er. 5. —** auf ben Nilſtrom und feinen Ginfluß
auf die Geſchichte des Menſchen. p. 875— E82.
6, 30. Dritte Abtheilung. Die getrennten Ges
birgsglieder in Afrika. p. 883954. »
Das Yistea des Barbarei oben das Atlas Gebtrgoland.
LE . 6
[4
x ¶ Duheltereeheichuih. |
Gehe. Kapitel, Umfang unb Bergrüge bes Atlas. »
Erl. 1. Grenzgebirgsketten. p .885.
Erl. we Sauptgebi Küken 8 Plateaus. 1. Großer At⸗
las. uͤſtenkette gegen die Sahara. p. 887. 2,
Kleiner las p- 889. 3. Mittler Atlas. p. 891. A.
Bode Atlae} Daran. p. 89. Anm. Namen, Atlas und
aran.
6. 3, Be Kapitel. Die Umfäumungen bes Plateaus
und dbeffen Bewohner. p. 897.
Erl. 1. Biledulgerid, Tell, Sahara.
Erl. 2. Bewohner, bie Berhern, Bärbärn, p. 899. Ama⸗
sirg, Schelluh. p. 903. Anmerk. Anklänge der Berberis
es Sprangenoffenfchaft im fernen Dften und Weften.
el. 3. Die maritime Käßenumfäumung bes Atlasplas
z teaus; Fragmente p. 908.. Provinz Sufa p p. 9.
2. DOceanifhe Weftkäfte von — p 390 ; 3. Tan⸗
_ gier. 4. Küfte von Algier. 5 910. Kuͤſte von Tu⸗
nid gegen Rorden. p. 912. 6. Golf von Tunis, Kar⸗
thaso. p. Yid. Xhm. Die Lage der alten Tprifchen
Karthago. p. 916. 7. Oſtkuͤſte von Zunis. p. 921.
$. 32. Drittes Kapitel, Das Plateau von Barka; Cyre⸗
naica. p. 924.
Erl. 1. Kuͤſte von Zeipoli bis zur großen Sure. p- 98.
Erl. 2. Die Geftade der großen Syrte. B.
Erl. 3. Das Plamau von Barka bei abiar und ſeine
Weſtkuͤſte u. ſ. w. p. 936. Kuͤſtenweg Über Bengaſi.
Erl. 4, Der Landweg von Labiar über das Plateau von
Bart nad &renne. CEyrene ber Alten. p. 943. °
Erl. 5. Oftfeite des Plateaus von Barka über Derna
bis zum Golf von Bomba. p. 91.
$. 33. Vierte Abtheilung. Das Tiefland von
Afrika. neberblick. p. 955 — 1040.
$. # Erfter Abſchnitt. Sahara, die große Wuͤſte;
oͤſtliche Halbe. p. 959 — 1015. Anm. 1. Wuͤſten⸗
namen; Sahara, Sahel. p. 960. Anm. 2. Der Name
Sudan. p. 962.
Grfes Kapitel. Oftküfte des Sandoceans. p. 963.
Ertl. 1. Die Eingänge von Aegypten zu ber großen Eis
ofen Wüfte. 1. Von Kairo zum Thal ber Natrons
feen. p. 963. * "Son Ober Aegypten oder Said zur
„großen Dafe. p. 964.
el. ?. Laͤngenzug der Aegpptifhen Oaſenkette, am Oſt⸗
.rande ber Wüfte von R. nad ©. p. 964. "1. Die noͤrd⸗
liche und füdlihe Dafe, El Wah und EI Kibli. p. 969.
- 2. 8on ber großen Daſe burd Dar Zur bis Ril. p. 971.
3. Dafe Bur. p. 972.
9.3. Zweites Kapitel. Norblüfle des Sandoceans.
Erl. 1. 1. Eingang vom Oſten ber, ober von ben Ratrons
feen bis Simah nad YHornemann. p. 973. 2. Eingang
von R. und R.D. ber von ber Oſtarenze vari wie
“
-
s
>
11F | Jubaltsverzeichniß· av
der Maceotis bei Kieranb Ehre.
as ven en der —— p. 975.
3 Giwah —— ine p- ISO. .
&r. 2. . Bon Siwa = Gate bım ee von. FA
" wa Augifa, bis
e Augila. p 3. Depp Berk ober — —
Erl. Der fümanıe 4 Harafg um.
Sage von Fezzan
Er. 4. Peszan bie Dafe 6 de De Serämanten; rue
Plin; Bäfen, en. Araber.
richten. p. en b. oo nah chen Berichten des Gapls
tain yon. 1002.
5.3. Drittes Im Die. Dafenjäge als . Raturbehine
gungen sur geſchichtlichen — der Bölter. E
Ert. 1. Xeltefle Kunde von p-
Fer Dafe, Ei Ir Sajer, ae
&r. 2. Die Daſenbewohner uub der Sarawanenverkihr.
pp 1008. R L ame bes apa Dafenzugs,
37 Ipewohuer bes mirälkden Dafamps.” 1 Bon
—8* er
Siwah, Ammonier. p. — 2 Bew von Fugle.
. 3. Bewohner von Weizen. p. 101.
St. 4. Die Medolaramane. p. 1014.
5. 37. Zweiter Abſchnitt. Weſtliche Halbe des
Sandoceans; Sahara und ®abel. P
Erſtes Kapitel. umfang unb Inhalt des weſtlichen
Sandoceans. p. 101
Eri. 1. —æã—,
Erl. 2. Inhalt ber Wuͤſte; Sandboden. Ma
Erl. 3. Rorträden des Flugſandes. p
Erl. 4. Bilbung ber Sahara unb She. p- 1022. Anm.
Muthmaßung über bie Umwandlung der Raqbarſtroͤme
durch das Vorrucken der Sahel. p. 1028.
5. 38. Ameiten Kapitel. Die Bemohner des Sandoceans.
PL 1. Pflanzen und Thiere. p. 1030.
&l. 2. Der Menfd. p. 1032” 1. Tibbos. 2 Zuarits,
. 1034. * Iyrren. p. 1035. Anm. Salz, Zibbar,
Kowries.
5.39. Malie anf arrde und Sqiuß. p. 1040 109,
Berzelhniß der ‚bebeutenderen Druckfehler.
©. 146 3.6 von oben ſtatt Hyppopotamen lies Hippopotamen.
— 150-050. o. fl. Zimbaoa I. Zimbaoe.
— 159 — 7 dv. 0. fl. Berbara I. Berbera.
— 170 — 3 v. u. fl. Donka I. Donga.
— 180 — 3 v. u. fl. weit kuͤrzern Raume I. weit laͤngern K.
— 187 — 220 u. ſt. S. Br. I N. Br.
— 201 — 3 v. 0. fl. wat, ihn darin I. war, darin.
— 208 — 8 v. 0. ft. bezweifelt von &. I. bezweifelt, von S.
219 — 39. u. fl. Aboona Marcus I. Aboona, Marcus,
— 323 mehrmals fl. Gronit I. Chronik.
u 238 3. 8 v. o. ft. Obflanftein I. Obfibianftein. .
— 258 — 7 v. o. ft. Serras do Sal I. Sorras de Sol. _
— 284 — ı2 v. 0. fi. unterhalb Inda”ı. oberhalb Inga. '
— 2098 — 19 v. u. fl. ı7 Jahrh. I. 18 Jahrh.
— 333 — 7u.9. v. 0. fl. Südbreite I. Norbbreite.
— 340 — 15 v. o. fi. Drittes Kapitel I. Viertes Kapitel.
— 348 — 6 v. 6. fl. Sübbreite I. Norbbreite,
— 378 — 17 v. u. fl. Degombady I. Degomba.
— 483 — 15 9. 0. fl. ber mittlere I, 3. ber mittlere zc.
— 605 — 9 v. 0. fl. Oxyrinchus I, Oxyrhynchus,
— 752 — ııv. u, fl. Spifteln bie I. Epiſteln, bie
— 766 — 090. 0. r Abydas I. Abybos.
— 800 — 12 v. u. fi. beginnt ber in I. beginnt, ber, in.
— 836 — 9 v. 0. fl. Fruͤhlingsequinor I. Yrüplingsäquinog.
— 841 — 100. u. fl. Septimus Geo. I. Septimius Ge.
— 919 — 2 v. o. ſt. vie dreifache I. die dreifache.
— 934 — 17 dv. 0. ft. forifhen I. fortifchen.
— 0965 —.8 v. 0. fl. große fi geth. I. große geth,
— 1002 —23 v. u. fl. dgnuer I. dgnuov.
—1010— 10». u. fl. Hormann’s I. Hornemann's.
Sinleitung.
xp Einleitung gu einem Verfuche, bie Gefamts Erds
funde in einem innerlich verbundenen, mehr wiffenfchafts.
lihen Ganzen barzuftellen, Eaun, ehe fie zur —A—ni
des Planes, der Methode und zu den Quellen der Arbeit
ſelbſt fich wendet, nicht wohl den menſchlichen Seſichts⸗
punct umgehen, um deſſentwillen überhaupt fie nur als
wůnſchenswerth erfcheint.
Diefer foll daher, in wiefern er das Berbälmiß der
Natur zur Gefchichte, des Vaterlandes sum Volke, und
überhaupt des einzelnen Menſchen zum Erdganzen bes
trift, Hier nur kurz berühret werden, um die Aufmerkſam⸗
fit auf den legten Zweck des Unternehmens zu leiten.
Wenn ed anerkannt Ift, daß jeber fittliche Menfch
zur Erfüllung feined Berufes, und ein Jeder, dem das
rechte Thun In etwas gelingen fol, das Maaß feiner
Kräfte im Bewußtfeyn tragen und das außer Ipım Ges
gebne oder feine Umgebungen, wie fein Verhaͤltniß gu
benfelben, feunen muß: fo iſt es Flar, daß auch jeder
menfchliche Verein, jedes Volk feiner eignen Innern und
äußern Kräfte, wie derjenigen ber Nachbaren, und fels
ner Stellung zu allen von außen herein wirkenden Vers
bältniffen inne werden folte, um fein wahres Ziel nicht
zu verfehlen.
Das blinde Streben und das bewußtloſe Wohlen ges
ben dem Menfchen bei aller Spannung und Thaͤtigkeit
nicht diejenige Kraft, welche zum rechten Senn und Thun
führt; ed muß das enengjckeltere Streben, das bewußt,
vollere, ber Kraft entſprechende Wollen feyn, weiches,
wo Klarheit fi zur Wahrheit geſellt, in ſchoͤnen und
sroßen, denfwürdigen Thaten bervortritt, die der Ewig⸗
keit angehören. Nicht Die verwirrte ieartigtel sügeb
2 Einleitung.
fofer Sewalten, fondern die Anfchauung von dem Maaß
und dem Gefeg in der unendlichen Fuͤlle und Kraft iſt es,
was uns auch fehon in der finnlichen Natur mit ber Ah⸗
nung des göttlichen unwiderſtehlich durchſchauert.
Aber der rechte Wille des Menfchen und die Erfeunts
niß des feiner eigenthuͤmlichen Kraft entfprechenden in
dem außer ihm Gegebenen, fo twie die gegenfeitige Durch⸗
dringung und Steigerung von beiden, biefe gehen nur
aus dem ernſten Ringen nach der tiefern Erfenntniß des
eignen Selbſt hervor, und aus der Betrachtung bes
Menfdylichen und alles beffen, was in der Geſchichte der
Menſchheit fich offenbart bat.
Wie nun jeder einzelne Menfch vermoͤge feiner eige⸗
nen Weiſe nicht jeglichen Unternehmen gewachſen und zu
jebem berufen iſt: eben jo wenig jedwedes Volk zur Er⸗
reichung jedes Zieled Im bunten Kranze des Ruhms und
bes Gluͤcks. Es gehört zum Eharacteriflifchen der menfch»
lien Natur, daß jedem einzelnen Menfchen eine nur ihm
angehoͤrige Eigenthumlichkeit einwohnt, durch deren Ent»
widelung er zu einem Vollkommnern wird, und fo und
nicht anders wiederholt ih dieß in jedem Wolfe. In der
vollendeten Ausbildung biefer Eigenthuͤmlichkeit llegt die
fittlihe und mit Ihe jede andere Größe des Menfchen, -
wie die Volksthuͤmlichkeit und Nationalgroͤße der Voͤller.
Sie erwärmt und erleuchtet die Gegenwart, wie die Zu⸗
kunft, nicht nach ihrer zeitlichen und räumlichen, fondern
nad) ihrer geifligen Größe, und wirft ihre glänzenden
Strahlen weichin durch daB ganze Gebiet des gegenwaͤr⸗
tigen Voͤlkerlebens und bee kommenden Befchichte, —
Eigenthuͤmlichkeit gehört aber nicht zu demjenigen,
was das Volk fich felbft geben fann, fo wenlg, twie der
einzelne Menfch es vermag; beide koͤnnen nur die Selbſt⸗
ſtaͤndigkeit einer ſolchen Eigenthümlichkeit bewahren.
ie ſelbſt aber gebt von einer hoͤhern Macht aus, als bie
bed verfhwinbenden Menfchen iſt. Nur In feiner Macht,
und mehr noch In feinem Berufe liegt es, fich Ihrer bes
wußt zu werden im Leben; demn ohne biefes Bewußtfeyn .
kann ihm fein Thun nicht gelingen,
Die Eigenthüimlichkeie des Volks kann nur aus feinem :
Weſen erkannt werden, aus ſeinem Verhaͤltniß zu fich felbR,
ir feinen Slledern, zu feinen Umgebungen, unb weil fein
olf ohne Staat und Vaterland gedacht werben fann, aus
ſeinem aͤltuiß zu beiden, und aus dem Verhaͤltnig von.
beiden zu Nachbars Ländern und Rachbar⸗ Staaten,
Einleitung. 8
Hier zeigt fd) der Einfluß, den die Natur auf die
Boͤller, und in einem noch welt hoͤhern Grade, als auf
ben einzelnen Menſchen ausüben muß, weil gleichſam
bir Maffen auf Maſſen wirken, und die Derfänlihfek
des Volkes Über die des Menſchen hervorragt.
Diefer Einfluß iſt anerfaunt und von jeher ein wich⸗
tiger Segenſtand der Unterfuchung für Volker⸗, Staates
und Menfchen s Sefchichte geweſen; auch in unfern Tagen
iR er laut zur Sprache gekommen. |
Es wirkt aber die Natur Äberal nur allmaͤhlig,
und mehr noch Im Verborgenen, als am ;hellen Tage.
Das Saamenkorn keimt unter der Erde, und in ber vers
hidren Kuospe if ſchon wieder die Schöpfung eines
zeaen Geſchlechts vorbereitet. So find ihre Verhältuiffe
und Einwirfungen äberall tiefer, als fie erfcheinen, eins
füher,, als ſie in der erfien Mannichfaltigfeit ausfehe,
und sum Erftaunen weit fih verbreitend und folgenreich.
FH die ſtile Gewalt, bie fie ausäbt, bedarf einer gleich
en Seele , In die ihre Erfcheinungen eingehen, um in
ihter Sefegmäßigfeit ungeſtoͤrt bis zum Mittelpuncte zu
en.
Es bebarf, um eine aͤhnlich gebildete Seele zu bes
ifen, oft nur eine dußern Seichene, des rechten
lies, des innigen Worte, weil dad Gleiche das
Gleiche verſteht. Aber die Natur fteht dem Menfchen jetzt
wenigſtens nicht mehr fo nahe; fie iſt ihm ein eb lmalde
volles Weſen geworben, und nur im großen Zufammens
wirken ihrer Eräfee, im Zufammenbange ihrer Erfchels
nungen, will fie betrachtet feyn. Dann erft wirft fle und
ſtrahlt fie Licht und Leben aus auf alle Wege, welche der
menſchliche Eifer zu betreten wagt; ja ihr Glan; wird
dann ein biendendes Geflirne, deffen ganze Fuͤlle cr doch
nicht auftufaffen vermag. Daun belt fie alle Verbälts
alſſe der Schöpfung, die wir beliebte und unbelebte Natur
nenuen pflegen, auf, gibt über alled, worüber wie
he befragen, die erften Aufichlüffe und vor allem auch
über ben Menfchen.
Sollte es ſich nicht der Mühe verlohnen, um bee
Geſchichte des Menfchen und der Völker willen, auch
[ von einer minder beachteten Seite, von dem
Sefamtfchauplage ihrer Thätigfeit aus, der Erbe, im
Ihrem wefentlihen Verhälmiß zum Menſchen, nämlich
der Dberfläche der Erde, das Bild und Leben der Natur
ig ihrem ganzen Zufammenbang fo Fo und beſtimmt
2
.
4 Einleitung.
ald Kräfte es vermögen, aufsufaffen, und den Bang ihrer
einfachften und am allgemeinften verbreiteten geographi⸗
ſchen Gefege In den flehenden, bewegten und belebten
Bildungen gu verfolgen.
. Bon dem Menſchen unabhängig If bie Erde, auch
ohne ihn. und vor ihm, ber Schauplag der Raturs
begebenheiten; von Ihm kann bad Gefeß ihrer. Silduns
gen nicht außgehen. In einer Wiſſenſchaft der Erbe
muß dieſe felbft un ihre Geſetze befragt werden. Die
von der Natur auf ihr errichteten Denfmale und. ihte
ieroglyphenſchrift, müffen betrachtet, befchrieben nie
onfteuction entsiffere werden. Ihre Oberflächen, ihre
Ziefen, ihre Höhen müflen gemeflen, ihre Formen nad)
ihren mwefentlichen Eharacteren geordnet, und bie Beobach⸗
ter aller Zeiten und Völker, ja bie Völker ſelbſt muͤſſen
in dem, was fie ihnen verfündigte, und in dem, was
durch fie von Ihnen bekannt wurde, gehört und verſtan⸗
n werden. Die daraus bervorgehenden oder Fängft
con überlieferten Tharfachen, .müflen in ihrer oft ſchon
wieder zurücgedrängten und vergefienen Menge, Mans
nichfaltigkeit und Einheit zu einem überfhaulichen Gans
zen georbnet werben. “ u
Dann träte aus jedem einzelnen Gliede, aus jeder
Relhe von ſelbſt das Nefultat hervor, deſſen Wahrheit
Ach in den localifirten Naturbegebengeiten und ale Wie⸗
Derfchein in dem Leben derjenigen Völker bewährte, deren
Daſeyn und Eigenthünlichkelt mit dieſer oder jener Reihe
der Baracterifilfähen Erbblldung sufammenfält. Dein
dureh eine höhere Drdnun beit, treten die Voͤlker
wie die Menfchen zugleich, unter dem Einfluß einer.
Thaͤtigkelt ber Natur und der Wernunft hervor. aus
dem geiftigen wie aus den phyſiſchen Elemente, In ben.
alles verfhlingenden Kreis des Weltlebens. Geſtaltet
ſich doch jeder Organismus dem Innern Zufammenhange
und dem dußern Umfange nach, und thut ſich Fund in
dem Seſetz und In derjenigen Form, die fih gegenfeltig
Debingen und fieigern, ba nirgends In ihm ein Zufall
a e 0
Nicht nur in dem beſchraͤnkten Thelle des Thales,
ober bed Gebirges, ober eines Volkes und eines
Staates, ſondern in allen Flaͤchen und Hoͤhen, unter
allen Voͤlkern und Staaten greifen dieſe gegenſeltigen
Bedingungen in ihre Geſchichten ein, von ihrer Wlege
bis auf unfse Zeit. Sie Reben alle unter demſelben Eins
J 8 u — * J 8
Matur, und wenn auch nur em einen
aber dem andern Pun: - Bier ſich Wh ſcheint
oder wochen ward: fo iſt ed doc Kr fo der
daß dieſer überall und in allen Zeiten tiefer Im‘
genen wirfte, gleichwie der einſt unbefannte ©
einer Höher Welt, der doch auch vordem ſchon —*
war.
Bie man dieſen an nur in feinen
erfannte und v e, ohne daß Ibn Pr *
Auge erxblickt hatte, fo loͤſet ſich auch wohl
nody der Widerſtreit rauen jetfpaltener
Ratprträfte, der ihre Einbeit für — Blck einſtwellen
terbälende Mebel verſchwinder, und dieſe tritt In den
menfhlicher Weisheit.
diefem Glauben — jedes Streben nach Ueber⸗
fätiber Naturmwirfungen in ihrem Zufannmenhange, wie
es auch Aa mag, 9, Dein ee “ dem DS
mird, erfpeie‘ ſeyn, um!
N Anh en Verfuch, wie ed gegenwärs
tige, von den Zeitgenoffen mit Liebe aufgenommen ters
den, —3— fein Inhalt erſt lebendig gemacht wird.
Richt die Sachẽe des einzelnen Menfchen tft es eine
Bi aufgabe in in, deren Ru 3 —X
tiefere urch fei
** ® für das Wohl des nachfolgenden Bes
; abg| Mur am Defe MC) anjafhliegen, ber
mag er mit der ihm verlichenen Kraft, und im Gange
teuer, bifforiher Entwicklung der Eis des Seſeteß
in ee Eefetunnge gen m nadyufpären:
Balm̃e en
ie fe feld ——
ar.
tiefgreifender Seelenktaft und er
Verwicklung der ——
Seſens, oder u. eihen Volkes, ober der Voͤlterver⸗
eine, im Stande waren, bie menfchliche Natur in ihren
bewußtiofen Sie, Hi6_yu ühren fdytwindelnden Höhen iq
ihren Thaten zu Beil und barzuftelen, und durch
Ba ER don be eigentlichen —
mug der größten nat m un
Rerlipen —— fr alle — der Erde zu unferslichen
—X einſt die Zeit in weicher
Naturen, — ie em he Scharfblick
8
Mi
H
nn
‘
6 Einleitung.
gleich die natärliche wie die Attliche Welt umfpannten,
und aus ber Totalität ihrer welthiſtoriſchen Begebenpels
ten, im Stande wären, von bem Verhaͤltniſſe Aller mit -
gleichunträglichee Sicherheit, wie jene hinauf fo herab
zu felgen, aus diefem allgemeinen Gegebenen, ben ſelbſt
zu fegenden, uothioenbigen Entwidelungsgang jedes eins
zelnen Volks auf der beflimmten Erdſtelle vorbei
fen, welcher genommen werben mäßte, um bie Woßls .
fahrt zu erreihen, die jedem treuen Volke von dem
ewig gerechten Schickſale zugetheilt if.
Unm einem fo vielfach nachgeſtrebten und wahrhaft
großen Ziele, der hoͤchſten Aufgabe ber Staatsweishele,
das in feiner ganzen Größe nur in ben Gefängen ber
Prophbeten mit dem begeifterten Blick in die Natur unb
in die Gefchichten aus einer dunkeln Vormelt zu un®
' Gerüberleudhtet, um einem folchen verlornen Siele uns
wieder anzundbern, kann eine ber Vorbereitungen im
Gebiete der Wiffenfchaften auch diefer Weg ſeyn, twelcher
bier mit feinen Refultaten vor Yugen gelegt wirb.
3Wwar anfange, wie es fcheint, weit umherſchwei⸗
fend, führt er doch von derjenigen Stelle, von welcher
er ausgeht, menfchlicher Weife gu fprechen, ziemlich ges
zade in die Richtung feined Geſichts punctes, und wen
auch wicht bier bis zum legten Ziele, fo ſcheinen bie
Ausſichten und Erkenntniſſe, die bei bem Sortfchritte auf
ihn gewonnen werben koͤnnen, nicht unerheblich zu ſeyn.
Dhne in das endlofe jeder einzelnen Erfahrung a jultren,
gabe er nur ſchrittweis von fpecieller zu fpecieller Er⸗
abrung, und wird fo ſelbſt zur Eurve, bie das alges
meine Geſetz ausfpriche, durch weiches bie Mannichfal⸗
tigkelt ber Erfahrung oder ded Materiellen beberrfche,
und für den hoͤhern Zweck gehandhabt werden kaun.
Aber nicht nur dad allgemeine Befeg einer, fonbern
aller mwefentlihen Formen, unter denen bie Natur im
Sroͤßten auf der Oberfläche bes Erbballd, wie im Kleins
‚Ken jeder einzelnen Stelle berfelben erſcheint, follte Ges
genftand der Unterfuchung auf biefem Wege fepn: denn
aur aus dem Verein der allgemeinen Gefege aller Grund⸗
und Haupt Typen der unbelebten, wie der belebten Erb»
oberfläche, kann die Harmonte der ganzen, vollen Welt
der Erfcheinungen aufgefaßt werben.
Unb wenn die Idee des ganzen Menfchengefchlechs
Se6 durchaus ohne ben Erbball gar nicht gedacht wer⸗
den kann: fo Können auch der einzelne Menſch, ja das
Fielsitung. g-
von den Erde nach weit en ;
ge an die Laubeönatur Staat, ai
Yumulsfegn der vediten € iu ihr nie zum vollen
Der mit andern Worten, nur bieler Ein! jrols
‚füen. und Baterland, zwiſchen Stellung des Staats,
tie zum Menfenleben, oder zur Phyfik und
bat eben von ber einen Seite her In der ie
Der Wöltee und Graaten Dedlnge
— a ae aand nee
2 ifhen Entoilung. der Bölfer ders
jan! ung fer
berguilit, da muß, wie In unfrer Gegenwart, dad Geſet
* 6
—
iR
7
ẽ
ss Einleitung.
Plan des Werts,
Jebe Betrachtung über den Menſchen und über
Natur fährt uns von dem Einzelnen zu feinem !
haͤltniſſe mit dem Bangen, von dem ſcheinbar Zufäll
zu dem wefentlich Gefegmäßigen. Aus dem Einze
gehe die volle Erfenntniß des Ganzen nicht hervor, m
nicht auch Diefes äugleich erkannt iſt. Wie durch
Sanze erſt der Theil gebilbet wird, fo loͤſet ſich auc
der Betrachtung durch das Geſetz erft dad Befondere
‚und wird zum Einzelnen oder zum Individuum.
So' konnte auch erſt auß dem Begriff des Son
Syſtems ber cosmifche Lauf der Erde, und erſt
dem Begriff der Erde als Planet und als Kugel,
Anordnung ihrer Thelle und beren ;gegenfeitiges °
bältniß verflanden werden.
Wo eine ſolche Einheit Im Begriff ih zur Klaı
Im Bewußtſeyn erhebt, ba gebt aus Ihr die Drbı
Im Mannichfaltigen hervor; wo hingegen nur ein €
ben darnach vorhanden iſt, oder nur vorhanden
kann, da ſteht auch die Anordnung des Mannichfalt
noch unter der Beſtimmung des Unbeflimmten auf
Stufe der Unvollendung da,
So führte die Feſiſtellung des Gleichgewichts
angiebenden und abfloßenden Kräfte des Erbballd in
Richtung ber Erbare eine foldye Naturordnung in B
bung auf ben Norden und Süden der Erde ein,
fih bald auch mathematifch begrenzen ließ, und in
Gegenfägen von beiden zur Anerkennung eines Ge
fages aller irdiſchen Thätigkeiten in ber leblofen und
lebten Natur hinleitete. Es ſchlen diefer Einfluß |
feiner Ausgleichung cdharacteriftifch, und überall ber
zutreten, doch übertviegender Immer auf der rein ı
fifhen Seite und auf den niedern Stufen ber Entw
lungen, dagegen mehr zuruͤcktretend doch Immer
und Ääderal maltend auch in dem, was gelfliges £
bat auf Erden.
In der andern Richtung nach Dften und Weſten
fehen wir noch nicht, daß biefe Erdkraͤfte gu derſe
Art der Ausgleihung, oder Feſtſtellung im Phyſiſ
noch nicht zu einem ruhenden Dften und Welten gel
. using, “ & ’g
» Dabiumwärtd fielen fie mach mehe Im Zauſtand
⸗ im siehe da
: ai
Cy" Eichen, pe
hepunct. *
des perliobiſchen Wechſelns
me, ba — ber täglichen Cr ab
w eich les Andere, *
et minder Erden‘ und vergeht. Nm I 46
De sa bes Südens und 9*
berwiegender vorherrſcht auf
*8* men © are
—— teen.
ine ale. 8 v 2
a
e waltend, jumal in Den und © t-erflareten
u der Br “ er |
weil hler fein Veharrliches im Kane, wie
derden und nd üben, und ein Immer Werdendes fich
‚in deſſen Entwidelungspeog eß, wie es der Drient
been fcheiut, das —— — ſelbſt mit be⸗
m war, eben darum koͤnnte und möchte auch bier
ein nach Zeitverhältniffen und Umfänden immer
vernber und wechſelnder Segenſatz im Orient und
vent auftreten.
find wir nicht gu ber Erkenntniß gelangkı ob
m im Wechſel erſcheinenden, dennoch nicht ſchon in
ſtſchen Welt, obwohl und unfichtbar, der Uns
Beharrlichen zum Grunde gelegt if, hefien
een Unmfang etwa bie beiden großen Landveften. auf
mi Erbhalben bezeichnen möchten, und beflen vor⸗
ende Naturthätigkeit wir dann im. Afiatifchen
ent gu fuchen haben wärden, von dem die frühere und
Arie Entwidelung des Erdenlebens ausgegangen zu
en aber die Auffindung ber Nenen Welt auf
Weſthalbe der Erbe, dem alten Continent, das ſich
er im den Oſten und Weſten geſchieden Hatte, feinen
zen. Begenfag auf dem Erdganzen kund that, ſeit⸗
mußte das menſchliche Streben eine. ganz veränderte
ung sach Totalitäe des Erkennens —3*— ‚was
ve von nun an auch in die wiſſenſchaftliche Betrach⸗
des Erdganzen übergeben fonnte
20 Einle itung.
Wenn freilich auch die phufifhe Welt vom Anfang
an Immer ſchon als ein Ganzes beflanden hatte, das im
eines geroiffen wechfelfeitigen Spannung ber Kräfte wis
ſchen einem Norden und Süden, einem Oſten und
en, fein Dafeyn gefunden: fo konnte fie doch nun erſt
von bem Menichen als ſolches aufgefaße werden. Nun
erſt konnte auch im Gegenfag der Treuen Welt im es
fien, die Alte im Dften In ihrem gegenfeltigen Verbälts
'niffe, und wiederum jebe in ihrem .eigenthümlichen bes
griffen werben. , ”
.Sdoo ſtellten ich nun dem überfchauenden Blicke balb
bie großen Erdtheile als fo viele von der Natur mehe
oder minder gefonderte Ganze dar, die wir hier als bie
geoden Individuen der. Erbe im allgemeinen betrachten
ürfen. Unſer Blick wird aber mie Recht zuerſt auf bie
Alte Welt gerichtet ſeyn. |
Da gebt In Dfien bie Sonne auf und befchreibe im
Söniglichen Laufe den ſtrahlenden Bogen durch den Mit⸗
tag bis zum fernen Weſten, und fo bezeichnet bier vom
Sinfang an fchon diefe große coßmifche Verhältnig, vom
ber Sonne, dem Quell alles irdifchen Lebens, aus bes
trachtet, die erfie Nratureinthellung der Erdoberfläche,
Dort Afien der Erdtheil, beffen twefentlicher Cha⸗
ui dm m Wi Mr ER BEE 28 2» 22 oma om m
— m A u
racter in dem Namen des Orients im weiteſten Siune
ausgefprochen if; Hier In Europa fein Gegenfag, In Dem
Occident, dee burd) alle Theile der Bratur wie ber Ges
ſchichte, durch alle Zeiten hindurch characterifiifch bes
zeichnet if, wenn auch für beide In der weitern Betrachs
tung ein SYnelnandergreifen als eine untergeordnete obs
wohl immer bedeutende Abtheilung Ach nachweiſen laffen
wird. Nichte nur diefe Länder und ihr -Himmel, ihre
Gewaͤchſe und ihre Thiere fagen dieſes; auch die Stim⸗
men ader Voͤlker druͤcken es im Bang ihrer Eultues es
ſchichte, in ihren Gefängen, Meligionen, Philoſophien,
Sprachen aus. |
Sehr wahr, fagt ein game Mann: „Die
orientaliſchen und occidentalifhen Völker ind von einans
der abgewendet, jene mit dem Antlig gegen ben Aufs
gang, gegen Morgen, diefe mit dem Autlig gegen ben
tedergang gegen Abend ; jene den unvergänglichen Gig
uralter Vergangenheit treu bewahrenb, diefe durch bes
Rändigen Wechlel aller Kormen des Daſeyns eine bes
dentungenolle Zukunft. ſuchend.
Einleitung. - 11
Aber zreiſchen Beiden, auf der Sübfelte, dem hels
Iisag ‚hugebedkt, liegt Afrika, der Sudan (f. uns
die Erflärung dieſes Wortes, ı Buch $. 29. Anm. 3.)
Erde, Über welchem die Sonne gielchmaͤßig vom
sum Ende des Jahres binfchwebt, ohne fo
cherrſchend mie jenen wechfelnden Wundern bed Abends
enlandes, ohne mit der überwiegend ſich eins
iderfireitenden Mannichfaltigfeit der Jahres⸗
vom Srähling zum Winter, one das contraftis
Steigen unb nten aus Vergangenheit in die
ıtanft, weder bie Natur in erfüllen, noch bie menſch⸗
de Dhentafte auf diefe Welfe, durch die Wirkung ber
tm der Natur und im Menfchen, zur Ahnung
feit und einer hoͤhern Welt aufjuregen und zu
Wenn bei uns fon der freundliche Morgen: und
kenn: Gruß jedem einzelnen, auch dem ermübdetfien
ebenöpilger ein Dergensbebürfniß IR, das um bie gleich»
Iemige, boffunugsarıne Mittagsftunde ſchon jeden Tag
deder verfchwindet, fo fcheinen aus ähnlichem Grunde .
Be Bölfer des Sudans, in dem ruhigen Befige des hel⸗
a Mittags, nur an die Gegenwart gefeffelt zu feyn, die
ige Sage bed grauen Altertbums verfchönert, feine
sorge für bie Zukunft quält, und feine Hoffnung für fie
nf deu Zlügeln der Phantafle in die Unendlichkeit trägt.
Dort aber, wo kein täglicher Aufs und Wiedergang
t, wo uiche, wie da im Süden, ein heller, warmer
Rittag in bebaglihe Ruhe verfenft, oder die Hige zur
rennenden Leidenſchaft aufregt, dort lagert fidh unter
ms Polarfkern rund um den eifligen Pol in weiter, flas
ver, vielfach durchſchnittener Scheibe der Norden der
de an, und erinnert an bag Gebiet der Nacht, die mit
Bem ihren Dunkel wie mit Ihrem Slanze bier bie Welt
sie Die Phantafie des Menfchen fuͤllt und ſchmuͤckt. Hier
tuindet gleihfam der Tag mit feinem begleiten,
en bunten Gefolge ganz, und erfcheint nur auf eine Zeits
wg ald das größte Meteor ber langen Nacht.
Auf ähnliche Art wiederholt fid) daſſelbe cosmifche
jefeg auf der Wefhälfte des Erdballs, im weiten oceas
iſchen Gebiete der Neuen Welt, num doch wieder ganz
nders gefaltet; weil dort die Atmofphäre — aus welcher
ker auf unfrer Dfi» Halbe der Erde, der Eontinentalen,
negen ihrer größern Trockenheit bie fchärffie Characteri⸗
BE bervorgeben mußte — über dem weisern Gebiete ber
?
a
12 Einleitung.
Oceane ſchwebend auch mehr mie Wafferthellen, twenigs |
ftend zunächfl an ber Erdrinde gefchwängert if. Daß ?
Waſſer als Element auf der Erde verwifcht aber überall '
die Indlvidualitaͤt, und fo treten dort ſchon im Ganzen
der Erdformen, nicht nur minder fharfe, fondern au
weniger Gegenfäge hervor, und die ganze Maffe dei
Continents fällt dort mehr in eine uniforme Gruppe zus .
fanınen. Deren Wefen kann jeboch nur erſt fpäter gut :
dem Gegenfage mit ber Alten Welt vollkommen klar u
den, weil diefe fo fruͤh und k gewaltig mit ihrer geſchaf⸗
fenen Cultur in das Getriebe der Natur dort, . theiis ?
hemmend, theild befchleunigend eingegriffen hat. :
ndem wir nun mit ber Betrachtung der Indlvibua⸗ y
J
litaͤt dieſer Erdtheile, oder der Aufſuchung ihrer Gruud⸗
geſtaltung beginnen, und zu ihrer eben dadurch von der h
Natur felbft ausgelprochenen Stellung zur Welt forte h
fhreiten, ‘wird ed dem Gange ber natärlihfien Entfals „
tung mannichfacher Verhaͤltniſſe am gemäßeften ſeyn, H
von dem .einförmigern zum vielfachern überzugeben. '
. Durch diefen Bang fällt In der Natur, zuweilen felb
‚in ihre verborgenften Labyrinthe, dem Forfcher ein ers
leuchtender Lichtfrapl. |
Wie in der Betrachtung ber unorganifchen Natur
erſt das Weſen ber Central⸗Attraction ale das einfachere
im Gegenſatz der Polariſchen, der Aggregatzuſtand im
Gegenſatz dee chemiſchen Verwandtſchaft von den Meis
ftern verfolgt worden; wie in der Vegetationswelt bie
Unterfuchung crpptogamifcher Bildungen, In der Thier⸗
. welt die ber Polypen, und anderer noch einfacherer Des
sanlfationen der Entwicfelung mehr sufammengefegter,
in dem Lebendproceffe dad Weſen einfacherer Thätigkels
ten zur Aufbellung verwidelterer, belehrend vorange⸗
fchricten: fo fann auch Hier in dem Selbe, der durd) bie
außere Sorm bedingten Erdbefchreibung, bie einfachfie
ber zufammengefegteren vorangehen.
Da nun in Afrifa, als feſte Form, dem Continente
(zar' £5oyyv), Indem Sudan der Erde, welcher im gleiche
förmigen Mittage liegt, "auch gleichermaßen In der Küs
ftenbegrenzung die einfachſte Form liegt, wie in der
‚gleihmäßigen Vertheilung des Hoch» und Platt » Landes
und in der geringern Ungleichartigkeit ihrer Dherflächen,
und darum auch, nach allen übrigen Richtungen bin,
diefelbe Einfsrmigfeit In der Natur, in der Pflanzen, |
— — Bi TE LT EU te —
vxi⸗ ſeſten — te we erdehe lie
v IE di ei
Beten
nen
et > — Europa, dann bie. gen Erdeheile
Bon dem zufanmienhängenden Erdgangen gehen
Eu, and uma'son dem jochlande, das von außen -
eine Ruine der Urwelt, im Innern gefälofr
aa jedes
—— den ungen Eeorbee finen
t, und bem aan eht feinen
ee Ulf ER oe
zmfer nur mit {fr ——— verfehen, und
mit fofen Fern herſtreut. Die Ströme der Erde
in Iren Syſtemen und Hauptiwafierzägen lelten und
von ihnen Burd) große Mittelftufen, die durch Catas
' zacten, Stromfchnellen und Flußengen auf das beſtimm⸗
|
über die ganze Erdfläche begrenzt und von der Nas
und —— gleichb eguͤnſiigt find, herab zu den Stade
Diefe. — in weiten Erſtreck en als Die
Bermittlee ber di —** Dee, In anne
faltigen aisdöehaumen. und fenkungen un
,, auf eine‘ jeder Grundform eigenthämliche: -
‚ birch Ketten und Gruppen bald von Geöirges
"dem — Bee Eontinents, bald durch
, Saudbänfe, benachbarte Anfeltetten und-
mehr der Herrſchaft des Deean unterthau::
So 5* aus Biefen drei Hauptformen und
€: die mit der Ängfllichfen Senauig⸗
ia Ühren' horigontalen und perpenbiculairen Dimeũ⸗
sote in ihren characı feeirenden ——ã— auf
deſtinmceſte zu begrengen ni verfolgen ſind, die
Yamptgeflalten ber Bir Erbepee i
Deren Bertätiife und samen, © wie fie 8 38
anr Anfyanung In ım6 4 "
im, bad päcafie WOedirfalß. ron, Parma. mi" wu uns.
583
5
Hl
Ai
— |
24 ° Einleitung. "
als das Gubſttat der ganzen belebten Schöpfung vers
gegentodetigen wollen.
Eben darum werden fle hier in dieſer Meihe nicht
Bloß vorgeführt in ihrer Außern geographifchen Begren⸗
ung, deren Kenntnig, als durch viele trefliche Vorar⸗
elten erörtert, voraußgefeht wird, fonberm In ihrer has
ratteriſtiſchen Stelung zum Erdgangen, das If jur hun
tur und zur Menſchengeſchichte. Yalım ereteh fie ie
dieſer — als der Sudan der Erde, als das
genland, als das Abendland, als der Rorden der Erde
als die Neue Welt auf, mit deren Entdeckung bie ganye
te Welt gleichfam wiederum ein Orient für biefe®
neue Abendland geworben iſt.
Wenn unter bem Sudan ber Libyer und erh
Beut zu Tage nur die eine größere Hälfte von dem
Be, den a mtr jest Aftika nennen, verfanden wird: fe
If es doc) gerade diejenige, welche in der Geſchichte bee
Se und ber Mepfchencultur die überwiegende Hälfte
6 großen Erd + Zadivlduums ausmacht, vun melden
hie gehandelt wird; und eben fo —X It es Ach mit ben
Brenn Benennungen ber en grbeßeile,
fintießt ſich das Eharacterificende der geogras
tur unmittelbar an das Weſentliche [7% 8
mins Natur diefer Erbtheile an, und beide fallen
darum als Einheit (mie fich in be dem Erfol
Fri m nie) und nicht als Zufall In dem Schaup! -
der Alten Welt auf einem und —2
Det Rame der Alten Melt Im eleatiäßen Cine
aut nur au — — —
mit Recht an, — *
u m
Einfeitung. 15
mer auch biefeß Bald als ber Alten Welt rein angebös
tig betrachtete, im Gegenufag ber zu gleicher Zeit nen
aufgefundenen aber auch äußerlich burch Meere von der
Alten abgetrenntn Neuen Welt.
Da aber Meere nicht felten welt genauer die Erb⸗
räume verbinden als Landſtrecken: fo wird fidy auch dar⸗
aus im Verlaufe ber Unterſuchung ergeben, wie aus ber
reinen Bedingung durch die Natur ber Begriff der Neuen
Welt bald verengert, bald erweitert auch in bie Alte
Belt eingreift, und bieſe dagegen, wo die Natur ihr die
Stelle nur bereitete, auch in die Neue Welt ſchon übers:
geſchritten iſt ober doch Ubersufchreiten fchelnt.
Es wird alfo der Schluß dieſes erften Theiles bee
en Arbeit, nach einer Eharacterifirung jedes
Erdtheiles durch feine wefentlihen Brundformen und
ihre Einwirkungen anf Natur und Gefcyichte, die Coms
binatioenen und Wechfelverfälmifie, die aus der Welts
Relung ſich ergeben, in kurzen, beſtimmten Umeifien
jür Ueberficht ber unendlichen Manntchfaltigfeit und des
großen Sanzen aufsuftellen haben.
weiter Theil,
Die flüffigen Formen oder die Elemente,
Die (Harfe Individualifirung ber Naturgegenſtaͤnde
verſchwindet in dieſem zweiten Theile zwar nicht gang,
aber e8 treten dagegen in deſto allgemeinern Berhälts
uiffen die Formen der fläffigen Elemente auf.
Diefe Benennung Ift hier, Im Felde räumlicher Thaͤ⸗
tigfeiten, nicht Im wiſſenſchaftlichen Chemiſchen, ſondern
im Sinne des gemeinen Lebens, oder, wenn man lieber
wil, der diteen Sprachweiſe genommen, den ber Natur⸗
blid gelehrt ober aufgefaßt hat. Ju den flüffigen, wan⸗
delnden, verallgemeinernden Formen Ihrer Elemente, wols
ten die Kiteften Phyſiker freilich wohl nur die Repraͤ⸗
fentauten der Wirfungsart der Naturfräfte aufftellen,
wir aber betrachten fie bier felbft in Ihrer characterifls
renden, einförmigen Verbreitung, und In Ihrer Werfchäs
tigfete, wie fie als Wafler, Luft und Wärme oder Feuer,
auf minder (bar begrenzte Gebiete der Erdoberfläche
ungeiw
l .
Sie wirken nach den mechanifchen Geſetzen der Ex⸗
panfton, des Stoßes, ber Gravitation in uranfänglicher
Weite fors und fort, unb find als bie Immer nachgiebig
16 u ‚Einleitung.
erfcheinenden, tanfenbarmigen, bandfertigen, unermüber
gefbäftigen Träger und Beweger in ber. Haushaltun
der Natur zu betrachten, welche bie Tiefe der Erde
ber Oberfläche, uno ihre Dberfläche mit der Himmels⸗
böhe; den Süden mit dem Norden, den Oſten mit dem
Meſten befreunden, und bie ernſte Scheidung der ſcharf⸗
begrenzten Erdtheile durch ihre Zwiſcheuſprache zur
Weltgeſelligkeit hinkehren.
Sie find das Waſſer in den Oceanen, Meeren, in
den Strömen und Luͤften; die Luft als allgemeine Erd⸗
halle oder Atmofphäre, wie aud) als der von der Erbs
und Meeres Oberfläche insbeſondere modificirte Thell
derfelden, wo fie mit ihr in Berührung und Wechſel⸗
wirkung tritt, die Werffiätte bed Clima. Zu ihnen ges,
bört drittens das Feuer im Schooße der, Erde, das im⸗
mer lebendig und fein eignes Weſen von Geſchlecht zu
Goſchlechte fortpflangend, in feinen Wegen, zunähf uns
ter der Erdrinde geheimnißvoll fortgräbt, aber In ihnen
aur faum noch belauert werben faun, ba es hingegen
Bei dem Hervortreten feiner eignen oder feiner Diener
Gewalt durch Erfchätterungen und Auswuͤrfe nur gu oft
zugleich Verderben und den Tod bringt.
Ale drei in unaufhoͤrlicher Bewegung, in feheinbas
rer Regellofigfele den Erdball umfrelfend, und doc) durch
die größte Sefegmäßigfelt bei aller Freiheit in den wuns
derbarften Schranken gehalten, koͤnnen jebed nur In ih⸗
rem großen Erbjufammenhange betrachtet werben.
Dann nur koͤnnten bie beſtimmteſten Bahnen Ihres
nur ſcheiubar ſchwankenden oder zufälligen Laufes vers
folgt, und Ihre ununterbrochene Einwirkung auf bie uns
beliebte und lebendige Natur aufgefaßt werden.
Dieeſes flile, ftetige, oft unfichtbare und geheimnißs
volle Wirken der Elemente iſt ohne Vergleich tief eins.
greifender in alle Wefen, und ein nothwendigerer und
mürbigerer Gegenfland ber Naturbetrachtung in Gros.
Ben, als die gleichſam leidenſchaftlichen und ſeltnern
Momente ihres furchtbaren Todens bei aufgehobenem
Gleichgewicht, die allerding® in bee Gegenwart erfchüts.
gern und in ihren Solgen dad Gemuͤth rühren, aber we⸗
niger bie Ausfihe in das Innere der Werkſtaͤtte der.
Natur eröffnen. | |
Gerade die allgemeinen und ben ganzen Erbball in der
Tiefe und Höhe umkreiſenden Formen der flüffigen Elemente
serfänden ihre hohe Bedeutung für Has Ganje. Did 2
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Deitter Zfeil. }
Die Körper der drei Reiche der Natur.
der Körper In den drei Reichen ber
en
bofen Gattungen
—6 eridrmet. Wach ihren Geſchi „
e ach Ihren Gefchledhs
tern werden fie erft Aus dem Mineralreihe, dann aus
dem Pflangenreiche und zulert aus dem Tpierreiche in
Bejiefungsvollen Reihen aufgeführt,
Wenn in. dem erſten Thelle aled, was bon biefen
werden mußte, nnr zur Characterificung jener
Grundformen, ber Eonfinente, oder der locas
;
———⏑
gehören, - fe Hämliche Formen auf,
als eigent
und pas ——— in threm dreifachen Berpältniffe
9 aupe zus Eidoberflaͤche insbes
Ba zuc Sieflgenpeköihee,
m fie betrachtet In ihrer Geſtalt nnd
1} Dan ald Haupt> Tppen in Beziehung auf irgend
der Ratur Indioidualifirte Erbfieße, und fo ers
alß- die Repräfentanten ber beitimmten Los
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1
H
⸗
18 Einleitung.
Zum zwelten wird ihre natuͤrliche Heimath, ober bie
Regel ihres geographiſchen Vorkommens über bie ganze
Erde aufgefucht, und die weite oder enge Sphäre Ihres
Maturlebens, Ihre Zone genau gu begrenzen feyn.
Drittens fol die Herrſchaft, weiche die bewegenden
Kräfte der Natur und der Menfch fich über die Natur⸗
Börner, durch Verminderung und Vermehrung, Umaͤn⸗
derung und Auchreitung ;u erwerben wußten, geogra⸗
phiſch und biftorifch angedeutet feyn.
So füge fih bei jeder Character» Form der break
Maturreiche das Einzelne zum Ganzen; es wird ber feäs
er fchon bereitete Boden mit lebenden Geſtalten id
den, denen eben diefer, als fie ſelbſt characteriſtrend
wie eine Folie unterliegt. Gleihermaßen wird, da bie
fpeciell entwickelte fo wichtige Lehre der Climate voran⸗
gegangen, ſich in jeder biefer Geſtalten jedesmal eim ihr
eniſprechendes Clima zurücfpiegeln, fo daß nun .für jes
ben Punct der Erde dadurch feine individualiſirte Stelle
zur belebten Natur erfcheinen kann.
Führen Biejenigen Zonen, welche bie Verbreitung
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4 .m. DM —
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der unorganifieten Körper des Mineralreichs angeben, :
ji gewiſſen allgemeinen geologifhen Phänomenen, und
a wo fie von den Menfchen benugt werden, in bie
Kunftgefchichte wie in bie aͤlteſte Tulturgefchichte feſtſit⸗
gender Voͤlkerſtaͤmme zurüd: fo fiheinen dagegen bie Les
ensgürtel, welche die Helmath der nugbarften Bewächfe
und Thiere bezeichnen, über die frühere Entwicelunges
Geſchichte ber Voͤlkermaſſen einiges Liche zu verbreiten, ;
mit denen fie jumellen auf Ihren Zügen wanderten, wie
jene von Station zu Station ſich veränderten, ihre geos
graphiſche Sphäre erweiterten, und felbft wohl, wenn
Die Bölfer auch vom Schauplag der Gefchichte abgetre⸗
. ten waren, ohne weitere Pflege und Schu von Men⸗
ſchenhand, ihre neugewonnene® Naturleben für jüngern-
Voͤlkeranfing fortfegten. Ä
So ergeben fi diefe und andre Mefultate ber deu
innigſten Zufammenbang ber Völkergefchichten mit ber
— u am mi u ZU" Bu: m ae —
lebenden Bar indem von der eigen Selte eine mab⸗
wendbare Abhängigkeit von berfelben fich zeigt, die um⸗
(6 feffeinder if, Je näher der Menfch noch dem bewußt,
loſen Zuftande ſteht und die Völker als Horben leben.
Bon der andern Seite dagegen zeigt fich ein immer forts-
ſchreitendes Freiwerden der Tulturvoͤlker von ben in glei⸗
cher Progreffion Immer mehr und mehe zusüchretenden:
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18 ein lebendiger Splegel der ir, von Wels,
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Betrachturi aud wahE under Iohnenhen —2
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80 | Einleitung.
Methode der Anordnung. I
Der Titel der ‚gegenwärtigen Arbeit zeigt an, daß
fie in das Gebiet der Hifkorifchen oder Erfahrungs Bl |
fenfchaften fällt, deren Vervollkommnung nue in gleichem: |
Schritte mit dee Summe der wichtigen Erf |
wachſen, unb daher jedem folgenden Gefchlechte in ı
mer veredelter Geftalt überliefert werden kann.
- Aus welchen Hauptquellen diefe Summe ber Erfah⸗
rungen abgeleitet wurde, foll der folgende Abſchnitt ae
deuten, der gegenwärtige aber einige Hauptzüge über bie
Methode ihrer Verbindung darlegen.
. Die Methode, nach weicher biefer fpeciele Theil
beobacdhtender Naturwiffenfchaft angeordnet wurde, If.
diejenige, welche ſehr bezeichnend die reduzirende, als bie
objective, genannt worden iR, bie den Haupt: Typus
der Bildungen der Natur hervorzuheben, und dadurch
ein natürliches Syſtem zu begründen ſucht, indem ſie
den Verhaͤltniſſen nachfpürt, bie im Wefen der Natur |
ſelbſt gegründet find, |
So mußte die ganze Anordnung völlig abweichend
werden von denjenigen trefflichen, frühern Arbeiten,
welche diefelbe Wilfenfchaft, unter dem Damen von Geo⸗
srapbie oder phpfifalifcher Erbbefchreibung nach ber
claffificirenden oder fubjeetiven Methode, fie das Bes’
bärfnig anderer Wiſſenſchaften und zu befonderen Zwek⸗
gen, vorteugen.
Wenn daher Eratoſthenes der Cyrender zuerſt die
aftronomifhe Geographie, Herodot und Strabo gewiſ⸗
fermaßen bie erfie geographiſche Hiſtorle und hiſtoriſche
Geographie u. ſ. w. unter den Neuern Cluver die erſte
alte Geographie, J. Bergmann bie erſte geographiſche
Phbpſik, Buͤſching die erſte geographiſche Staatenlehre,
Anbere die Landerkunde anordneten: fo wurde es nach
ſolchen Vorarbeiten und den anderweitigen Fortſchritten
ber Zeit In der Himmeld;, Erd⸗ und Naturs Runde erſt
moͤglich, die erfien Grundideen der phyficaliſchen Erbbes -
be gu erforfhen. So wurden 5. 3. zuerſt die
tfachen Über den Bau bed Erdgrundes don Werner
in ihrem Umfange zur Sprache gebracht, das Verhaͤlt⸗
niß ‚der Elemente gu der Erbhälle Überhaupt durch H.
be Sauffure, de Luc und U. v. Humboldt, das ber ganzen
beiebten Natur zur unbelebten durch den Grafen von
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ffen:" €. U. 08. 6. Pimmermann war ey / dee juerfe
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hie möglid, werden,
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ju fparen, ganz auf die in fie biöher —*2
—— Herr tenen cosmiſchen, li und polltl⸗
Erhäiimite de Erpballd Verzicht lelfter,
in Ife von ‚Faneie Naturfräften die Rede
m wirfen uad — — — und
Berinderungen hervo ter kann mi
am und Wirkungen die Rede fe * —* —* der -
‚baren, und auch In verffändige und fietli
ingeben. — iſt —* — *
wird dieſe Erdbefchreibung genonnt,
eiqt weil fie "Ales u "geben bemühet ift, fondern weil
f einen fpeciellen * Due: El
ee und jede ihrer Formen, liege fie im en
wur auf dem en, im fernen Welteheil:oder I ur
ietande, fey fie ber Schauplag eined Eulturvolfes
de ihrem Weſen nach mit gleicher —
famfeit
Grand
weggel: |
a begeichuende Ausdräde angebeufet worden.
—* — bemüher iR: dena nur aus ben
jee weſentlichen Bildungen der Roter.
kann ein —ã —8R dervorgel
Berxglei abend, wird fie gu nennen — t, in
in welden andre. vor ihr zu fo —
den Dielen außgearbeitet ort morden Rad, wie vor ab
en
Vak 35* in unſeter u der einzelnen Stellen
des Erbenrunds, wenigitens ſchon bie und 2 auf demje⸗
ügen Puncte, von weichem aus die Beratelchung anal
u Sormen ormen und Whrkungsarten derfelben möglich und
ie
22 Einleitung.
rathſam Il. Der anſchauungsreiche, vielgewanberte Has
zobotus war es, der dieſe Idee für die Geographie zu⸗
erfi angedeutet (II. c.33.), und an berfelben Gteße
auf daß großartigſte zur Vergleichung von Libyen unb
Europa durch den Niger und den After angetwenbet hat.
Mehr belehrend kann fo bie Anordnung auch des We⸗
nigern werden, als die raftlofe Zufammenraffung des Eins
Inen, Unverbundnen, dag unfer Gedächtniß nıcht mehr zu
ebalten vermag, wenn es fich nicht gegenfeltig burchbrius
gend in großen Gefegen und Gruppen, zu been und An⸗
ſchauungen zufammendrängt. Welcher Gewinn hieraus
für die Miffenfhaft nach allen Richtungen hervorgehen
faun, bat in vielen derfelben der Weltbeobachter U. vom
Humboldt gezeigt, bee neue Begründer ber vergleichene
den Erdbeſchreibung. Mit ihr ift für diefe Wiſſenſchaft
Aberhaupt ein neues Feld eröffnet, das hier nad) ſchwa⸗
hen Kräften anzubauen verfucht wird. Die fpät er
selfende Frucht faun die Univerfals Geographie ſeyn.
Die Unordnung aller in diefem Werke verfanmelten
Thatfachen muß, um methodiſch gu beißen und gu einem
natürlichen Syſteme gu führen, einen haltunaöpunek,
einen idealen Hintergrund haben. Nur durch Ihe
MO an
J
*
|
|
das Empirifche su einem Zufammenhauge, daß Manniche '
altige vu Einheit gelangen, welche felbft der todten
Ratur fehlte. Ohne bdiefen Idealen Hintergrund, Dypos
tbefe, Theorie, oder wie man Ihn fonft begeichnen will,
komme er zum Bewußtſeyn oder nicht, wird wohl von
enſchlicher Seite nie ein Ganzes zu Staude kommen.
enn ſelbſt die feftefte Neberzeugung, ohne alle Beihuͤlfe
eines ſolchen bei der Sorfhung zu Werke gu geben, IR
In der That, wie ſchon Playfair fagt, an ſich die erſte
Theorie. Mangel einer ausgefprochnen Theorie führe
alfo darum nicht eher zur Wahrbeit, und ſchuͤtzt ebeu fo
wenig vor Unpartbellihfeit. Nur Keuntniß der Ges
ſchichte der Phllofophie und ber Wiffenfchaften, die Bes
butfamfeit in der Anwendung des Gedachten und das
aufrichtige Streben nach Wahrheit können ber menfchs
lichen Schwachheit in dieſem Puncte zu Hälfe kommen,
un wenigſtens den Ausdruck: ‚„unbefangne Anficht ber
Thatſachen“ deffen jeder aufrichtige Zorfcher fich fo gern
bebient, zu rechtfertigen.
Der ideale Hintergrund, aus welchem dem Derfafs
fer in diefem Werke, die unbefangene Anficht der That⸗
ſachen zur Anordnung auf diefe ſpecielle Weiſe bervorges
DE
Seins 28
Theint, Und micht Inder Wahrbelt elnes
fondern im — Inhalte Aller Wahrbeis
* alſo im Geblet — des Glaubens. Er beruht
‚einer inneren Anfhauung, die fich aus “feinem Leben
ann bee Bent ot gebildet hat, Dur
* einem großen Manne des Jahr⸗
Aanate Bewußtſe yn, und wurde bon
ee a undidee In biefer Wi —A fo
baß, wenn das rechte vollführt wäre, fie aus
allen m berfelben zurückürahlen und fih in andern
Po Naturen wiederer wecken müßte. Darum läge
g nicht *
J
von vorn berein definiren oder in
ern fann nur durch das Ganze
ſich mie 3 Schluſſe In Ihrer Vollen⸗
8 nur Im Uehe u den eingelnen
m: wie es I var IsBefen der As
1 a — — ie ei
v J mehr ald jener zu
——— Aufbauen Sr it, woRurd Die
"geringe beit bedingt wurde.
ne Bee ne Regeln der Anorbnung' können nun
delle beftimmter angegeben — um das weltlauftlge
Gebäude prüfender zu durchſchau
Die Grundregel, welche bein "Sanjen feine Wahrheit
Bi RE, iR die ar! Opte 1 tem
otheie zu Deo ſort⸗
*5 & ehe und äfter e der Thot un: H ich
auch feyn mag, dirſer auf das Haar 'gefreu Ph
Pre A bo ber 60 jequeng in ihrer Ans
‚werbung immer um fo mehr nähern, je mannichfaltiger
td are ber der menden Beobachter, und jwar dee
mapoden und entfernteten
— ih. ©
aher bier
Zeugniſſe ler Völter und gelten fie; es
—& Fecium und jeden Punct befielben ic ve .
ingt, wenn nicht ur hai veinigung doch zur
Bergleichung „lan und — in-den Ihnen egentpämilden
Aasdräden, bnlich Indioidualifirend find) ſtehen
folten. 3 en dutch Vielfarbigkeit und —
leit auf der. einen Selie verloren seht, wird im Ganzen
iaımer MER “ a se — Fi — Dam
hiteßt aubie ciele Anficht und an den Aus⸗
beach über iſchen Stele
ER
ai
=
6 Factum, an feiner Hikerii
24 Einleitung.
ſjedesmol bie peclelle Theotie an, welche ja ulcht ſelten
auch (chen der beflügelte Sezius der weitern
geworden iſt. Auch wohl die Hppotbefe wird ba tm
orbeigehn ihr Plaͤtzchen finden, die ja dann und wann
einmahl, freilich nur wenn fie von einem Halley, Lelbs
nis, Lucas oder von einem Franflin ausgeht, ihrem
—— oder von einem Pytbagoras, wie die des
onnenſyſtems, ihrem Jahrtauſend vorauefpringen Fa
Die Grundregel, welche der Darfiellung ihren Cha
encter gibt, iſt diejenige, welche das umliche .
ſtimmt. Einmahl nämlich , der Länge und Breite nach,
weiche man hier die geographifhe, und zweitens der
Siefe und Höbe nach, welche man bier die phyfifche Dis
menfion mit Recht nennen könnte. Iene wird durch
die Geſtirne, diefe durch die Atmoſphaͤre am bequemſten
unb auf das genauefie regulic. Wenn dieſe phyſtſche
Dimenfion, was fehr zu beflagen, in den frübern Zeiten
im Gegenfage der erfien, pie freilich mehr mit be
Eosmifhen wie mie dem Politiſchen zufa
völlig aus der Acht gelaffen worden, und auch beut 3.
Zage nur auf wenigen Erbdfirichen mit mathematiſcher
Genauigkeit verfolgt werden konnte: fo Hat ihre. Bar
achtung doch erft die vergleichende phyficalifche Geogres
phie möglich gemacht, und von Ihr geht daher auch jer
desmal die Unterfuchung ans. Eben fo fohr wie bie
‚Stereometrie von der Longi⸗ und Planisinetrie abs
weicht, fo verfhhleden muß auch die gegenwärtige Se⸗
Raltung unfrer Wilfenfchaft von ihrer Feüßern fepu.
Die Geunbregel, weiche dem Ganzen feinen Fort⸗
fhritt und jedem Eingelnen fein Reſultat ſichert, If Die
"vom Einfadern zum Zufammengefestern, von ben eins
jenen Selten gur Mitte oder zur Einheit, und von der
egel zu den Ausnahmen Überzugeben, und or nad
allen bier im Gebiete der räumlichen Verhaͤltniſſe lies
(
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‚genden Richtungen. Go 5. B. bier von den Höhen zu -
den Ebenen, von den Quellen zu den Mündungen, von
der Waffervegetation zur Vegetation der Länder; oder
von ber Falten und warmen Zone zur gemäßigten, vom
mechanifchen, chemiſchen, erganifchen Einfluß zum Ge⸗
famtleben, von der Natur zum Menfchen, und wieder
vom Genered zum Specell Eharacterifirten, von dem
Algemeinen zum Individuum, von der Allgemeinheit
sur Eigenthuͤmlichkeit. Ä
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Er Einfeleung
Quellen
2 Anzeige ber Quellen
Es follen nicht alle die einzelnen Werke bier aufs
geführt werden welche bei der gegenwärtigen Arbeit bes
augt worden find; fie prangen in den Bibliothefen, und
das Urtheil der gelehrten Welt iR Über fie ſchon
tenthells feſtgeſteüt; auch würde ein eigner Band faums
für eine noch fo kurze Würdigung und Eharacterikil,
die von den Vorgängern mirgerheilt IR, binreichen. , .
- Die geisiffenhaftefte Anzeige ihrer Benugung, ie
einem Zweige ber bikorifchen Wiflenfchaften, die mode
faR aller Eritit ermangelt, iſt indeß, fo unbebälflich es
erfcheinen mag, im Werke ſelbſt unerläßlihe Pficht.
Nothwendig wird Re, zumal bei einer Bearbeitung, in
weicher die Ungaben in einer ‚andern Verbindung, ie el
nem andern Lichte erſchelnen lͤnnen. Mur durch biefe
Anzeige wird öfter die Verweiſung eingeln oder allge⸗
mein gebräuchlicher oder neu aufgeftelter Annahmen unb
BVorftelungsmweifen, al6 unbefimmt, oder ben Naturs
wahrheiten widerſprechend, aus dem Gebiete ber Geo⸗
graphie, gerechtfertigt werden.
Weil wir und bier nicht mit indlviduellen Erbs
anfichten begnügen möchten, fondern der Thatfachen dee
Natur felbt in unferm Bewußtſeyn und bemädtigen
wollten, fo twird, wo möglich, fein einziges Glied in der
aufammenhängenden Erfahrungsfette aufgenommen ſeyn
drfen, ohne die Nachweiſung, woher ein Jedes genoms
men und auf welcher Autorität feine Haltbarkeit zum
Ganzen beruhe.
Hlerdurch nur allein wird es möglich werden, nach
und nad) die mehr und minder faadpaften Glieder, des
ren Zahl größer if, ale wir und träumen laffen, ohne Zers
ſtoͤrung des Uebrigen, durch Eräftigere zu erfegen, und die
Kette für allen Andraug undurchbrechbar zu einem unver⸗
Außerlihen Eigenthum der Wiſſenſchaft zu machen, oder
durch Eric den Mangel ihres Innern Zufammenhalts
aufpnbeden, und fo die ganze Kette ebenfalls zum Vor⸗
theil der Wiſſenſchaft aufzulöfen, und hierauf bezieht ſich
der Spruch, welchen diefe Arbeit an ber Stirne trägt.
Nicht felten wird es, tie oben fchon angedeutet
wurbe, wichtig feyn, bei zweifelhaften oder beſirittenen
x
> "7
YPuncten Sebentenden fe angufähren,
Urfprung® ——— —— —
u
daß der
ve Auf ide daten ſich een bie r
lehrten Fabeln zu — datie — tie dieß einſt
Melftens find es nur ungefchldte ‚oder unvolfäns
ge Mitiheilungen, einfet r, von einem, fpeciellen ober
—— au —2 * — eben-fo oft P
von ie indener und
—— —S—— NE alle fübjectiv im
rade deu — * Wahrhaftigkeit tragen,
und daher reiche Quellen fiir diefelbe feyn, dürfen aber
aut wicht mit dem Maohfiabe objeftiver Realitaͤt ges
meffen werben. . Darum iſt es nicht gleichgültig. zu
miffen, ob es Zacitus ift, der daß Land der Germanen
Gibert, Aeneas Sylvius und — ober ob «im
U Reiner und ©, von Beunbäbtrg, „Sebaſtian Beanf
ser MR. Quaden von Kinkelbad in „Teuiſcher Maciom
terlaud beſchreibt.
Cora toIzd dIeß gu wien fepn
da Merle a en denen Stan, em
Shinehfches Corp Kal
Ba ehr Ermyie, ai san An,
en unb al
Danptantoriäten der Natur des aſiatiſchen Hode
In
Bea — —
—— — «6 zu wiſſen, ob ein See⸗ oder
da —— Maı “ gehn Platts oder goal
der, ein wifeufchaftlich geb! eter mit Erfahrung, oder
ah mit ee und —— der Belt
3388* an8 dee 7 nen ab viele
Rand Äberall ;ote Kan h jefe
er jene —55 aufgefunden uni I d mitgerheilt hat.
Dean nun wenige unser allen behgen diejenige Babe der
78 Einleitung.
freuen" Ueberlleferung, der ſcharfen Sonderung und der
£indlichen Anſpruchsleſigkeit in ber Mittheilung, welche
den Vater diefer Wiſſenſchaft, Herodotus, zugleich zum |
Muſter aller Berichterflattung erhoben bar.
2. Ratur der Quellen.
Doc bie Natur der Quellen, aus welcher uns bie
Thatſachen zugekommen find, iſt noch In anderer Hin⸗
fie von mannichfaltigerer Art, in fofern fie aus eiges \
nen Naturbeobachtungen fließen, oder durch Anderer Un⸗
terfuchungen und Berichte mitgethelle, oder aus dem ä
Reſaltaten diefer Berichte, zu denen auch Zeichunugen 4
und Lanbfarten gehören, gefloffen find. |
Ohne alle eigene Anfiche der Erdoberfläche unb ber |
Erkenntniß ihrer bedeutenden Hauptformen, wuͤrde Diefe d
Arbeit nicht ausgeführt worden ſeyn. Da jedoch bie Y
Umſlaͤnde diefelbe begünfligten, fo konnten viele half W
chen über die weſentlichſten geographifchen Naturverh J
niſſe des deutſchen Vaterlandes und feiner Bewohner von
der Dder bis zum Rhein und zut Donau, durch mancher⸗
lei eigne Beobachtungen unterügt werden. Das wafs
ferreiche Gebiet eined Hauptſtromes von Europa, des
majeſtaͤtiſchen Rheins, war von feinem Duelllande biE :
gegen fein Delta bin, durch vieljährige Wanderungen,
ın dem größten Thelle feines Geäders ein Gegenſtand der :
Aufmerkſamkeit. Ein Hauptfee von Europa, der Lemas ı
niſche Eonnte in allen Jahreszeiten nach allen Richtungen
bin in feinen allgemeinen Verhältniffen gur Natur und
ihren Wirkungen mit Muße betrachtet werben. Eben
(6 wurde die Statue des mweitläuftigen Alpengebirgs⸗VLauo
des, welches dem ganzen Dccident feinen Character giebt,
in feinen Haupfgruppen in drei verfchlebenjährigem, dich
fach veränderten Reifen nach allen Richtungen durchzogen.
Durd mehr als jahrelangen Aufenthalt am Buße feines
böchften Gebirgsſtocks, wie durch mehrere monatlangen
an feinen eifigen Höhen, konnte der mächtige Enfiaf
einer ſolchen Miefenform, die vom Montblanc bis zum
Brenner In ihrem unendlichen Reichthum erblickt wer,
ſelbſt in weite Sernen hin und auf die gange Natur zur
lebendigen Anfdyauung gebracht werben. *
Dagegen lehrte der Beſuch in dem reigzenden Ita⸗
lien bis in feine Suͤdſpitze gegen Sicilien bin das Gebiet
und das Leben vulkanifcher Thätigkelt Fennen, und regte
alle die Gefühle auf, welche auf diefem claffifchen Boden
aM «a mr.
22
m
m
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BI ze 00 2=. mm ae 1
„Er SEE ET" Teer a mare ME A
u 29
einen Repräfentanten bed Grund» Typus, des Cultur⸗
Elimas = ber allgemeinen Küftennatur des Miıteläns“
difcden Meeres abuen laffen. Und fo ‚wurden auch bie
bindungen bed Meeres und des Lans
Körper der drei Naturreiche und der Vol⸗
ier auf ihrem Boden und in Ihrem Naturzufammenhange
diefen verhältnißmäßig, ſehr unbedeutende:
a en bapee ale nalen jeenlln can See
. achtungen fie werben fih an fremde, oft. mündlich,
mitgethellte Berichte von. trefflichen
anſchlleßen, und t ſelten überhaupt,
aus elguer Anſicht ipften, von andern,
„und am fiherften erfcheinenden Ders
— eten für andere Erdftelien dienen.
eht aus einer folhen Naturanfhauung
Berpältmiß Berbor, nac) welchem Kandfarten
. ald Quellen für. phyſicaliſche Erdkunde benugt werden ,
oder al6 Meiferkädt aller Specialfarten im Reis
mman un! ohnen⸗
——
denjenigen, wel: cielle
Raturformen mit einer 68 Leute —XR
* lan eher, Die Kara don,
ec
mer Anfhauung und Erfoi R hören
2.9.9 oIdee Dufterblart der ie an et ⸗
ebene, Lichtenfteind Verſuch die Teraflenforın von
Südafrita, Marfigli und dv. Wiebe Stromkarten
der Donau und des Rhelns, v. Kledl arte von den,
T. Beine‘
so Einleitung,
cinet von Isle de Brance; von einem Alpengebirgslande
Die Hauptblätter der J. H. Weißifchen Schweitzerkarte.
Die neuefte Zeit hat Meiſterſtücke von ſolchen Karten für
bie Form eines —— geliefert durch die Blaͤtter
son Salzburg und Kärntben, welche einem Deutſchen
euer og Ihr Dafeyn verdanfen, und für die fubmarine
K —328 in den gleich bewundernswuͤrdigen Blaͤttern
der peripberifchen Karte Auftraliend von Flinders.
Dieſe und ähnliche, nur freilich immer feltene Er⸗
fcheinungen, bie an’ fich ſelbſt ſchon zum tiefern Studium
auffordern, mäffen bier in jeder Hinſicht ald die treffiiche
ſten Duellen genannt werden. ele ausgezeichnete Bldts. -
ter und Arbeiten, wie die eines D'Anville, Arowſmith,
La Pie, Sotzmann, Mannert, Streit, Reimann, Re
hard, Schmidt, Klöden und Andrer, welche durch aſtro⸗
nomifche und Hiftorifche Forſchungen angeordnet, und
mit bemunderndwärdigem, Fritifchem Fleiß, aber oßne
eigne Naturanfchauung des Landes, das fie darſtellen,
ausgeführt werden fonnten, haben ihre andermweitigen,
bier niche zu wirbdigenden Verdienſte, aber für die phys
ficalifche Erdkunde müflen fie als abgeleitete Quellen
nur mit Vorficht benupt, und das, was fie darſtellen,
nur ale ſymboliſch, oft hieroglyphiſch angedeutet gedacht
werben, wie diefed denn zuerfl ia Hinfiche des ganzem
Laudkartenweſens überhaupt, In Beziehung der daraus
hervorzugehenden Erkenntniß, vortrefflih von Gutes
muths ausgefprochen iſt.
Wenn in der Zeichnung ber Welt⸗ und Laͤnderlarten
die Landesnatur bargeftellt wird, fo ſollte dieß immer nur
mit Bewußtſeyn der beſtimmten Hypotheſe geſchehen, wie
dieß abſichtlich von einem Buache, Gatterer, v. Zimmer⸗
mann, Fr. Schulz, Reichard, und nicht ohne Nutzen für
die Wiffenfchaft, durchgeführt und von Zeune nach allen
Seiten beleuchtee if. Aber durch das in feiner Thärt
keit ohne a a nur blind folgende Heer der Ras
er
ahmer gebt auch b Nugen wieder verloren, und es
tritt flatt des Bildes der Natur ein Zerrbild hervor, weis
ches die phuflfaltfche Erdfunde eben fo ald Duelle vers
werfen follte,, wie die Phyfiognomik fchon unrichtig fe
zeichnete Schattenriffe feiner Aufinerkſamkeit würdig hält,
Aber auch die beften Landkarten verhalten fidy zum
Stubtum ber allgemeinen vergleichenden Srdfunde, tie
die Präparatenfammlungen zur Phnflologie, die, wie
Dee Meiſter 06 lehrt, cd fle von nuſchaͤtzbarem Werthe
5. . MKinleitung.
VBhyfleo⸗Seograph, der kraftvolle Scheuchter (in eh
Helvetiae histor, natur. Zuͤrch 1716. 4.) welfieg«
verfünbdigte: „Und fänget man erſt felt einigen Ja
an, auf diefem rechten Meg der Dbfervationen einher
gehn, fo wird auch verhoffentlich die gelehrte Welt pr
aus, mach Verlauf von funfzig und. hundert Jahr
mehr Nuten ſchoͤpfen, als vorher durch den Ablauf
licher tauſend.“ Er lieferte ſelbſt mit zuerf einen Sch
in der Aipennatue gemachter Beobachtungen, und «
einem chätigen Ditgliede der Londner Societät ſchwe
ihm die habe Wichtigkeit der Erforſchung ber Belege
Der ganzen Weit der Erfpeinungen vor. Er fahe i
ſammenhang, den jede einzelne Erfahrung mit d
nen, und bad Beleg des Danien nit jedem ab;
leiteten ‘auf dem Erdball für alle Wilfenfchaften ba
ſehr wohl ein, wenn er in fpecieller Beziehung auf.
ungen fo vortrefflich ſagte: „Es ſchimm
Wahrheit mit Ihren befondern Glanz, und bı
let je ein Licht gegen das andere, je eine Wahrh
gibt ber andern einen Schein: je eine fließt aus I
andern und wiederum In andre. Die Urwahrheit
eine ceiche Quelle, aus welcher andre fließen, und
wiederum eine jede befondere Wahrheit, gleich ein:
en Stuß, der ſich im ohnzaͤhllge Kleine Ruͤ
rhhte Sapl Hirt Hrhenhet ppfifcer Wal
a rt ſtehender er
Sah findet ſich unfreitig In dem —*88 der über ı
ahrhundert fortlaufenden Verhandlungen der Londı
ocietät der Wiſſenſchaften, in ihren Philoſophiſch
Zrausactionen (feit 1660), fo wie in ben Memoiren I
Pariſer Academie. Diefe, fo wie diejenigen in d
seihhaltigen Acten ber Turiner, Petersburger, Berlin
Stockholmer und anderer gelebrten Gefelfchaften kon
zen bier nach dem getreuen Wegweiſer des Reußiſch
Mepertoriums mit forgfältiger Vollſtaͤndigkeit benu
werden, ba durch bie nicht dankbar genug anzuerke
nende Unterflügung ihrer Pfleger, bie ausgewählte
und vollſtaͤndigſte Bibllochel zum bequemen Gebrauc
eine längere Zeit hindurch offen: ſtand.
Im Unfange des achtzehnten Jahrhunderts war
In bemfelben Jahre (1707) für die Naturwiſſenſchaft
ri unfterblihe Männer geboren worden, inne u
Affon, bie ihr Leben ganz demſelben Studium mit u
—— und phlloſophiſchem Sinne, obwohl
ei
IN
N
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IN 85
PERS > orum wohl mie deſto
— wüncen, u
—R8 un, — FH
ee ES EN Anfarar
* EN 8 die nature
faımmen, um!
— ved unabhängige —
—* — reihe von Jahren, nach
—— Rh R bie für die phpficas-
— — —* u Quellen geworden find.
— dentw! ech A ben fiebjiger Jahren
Sitz en Ref ser Petersburger Mar
— 9 Rufe Kelch, von der Dffee
m Rordwertüfte Amerifa’s und von dem Eisineere
Fin Kautafus and Altal, auf melden bie unermüds
Be ide, ne andern Dntera mancere
% —— nelten, und bie Natur bed Nondend der
üllten,
Zu gleicher Zeit umforſchte I. Cook, der Entdeder
wuut, in den Jahren 1768 bis Anfang 1779 dreimal
b Geblet des Erdballs, und erweiterte die Kenntniß
feiben, als wäre er überall_feine Helmath gewelen,
& allen Richtungen pin. Durch ihn und feine Ber
Aiter, einen Banks, Solander, Sparrman und die For⸗
z, Bater und Sohn, wurde und die Natur ber Dcear
ken Welt zur Anfhauung gebracht. -
denfelben Jahren hatten A. G. Werner (1779).
ı fähfifhen Berglande, und H. de Sauffure (1772 bie
» durch das Studium bes Alpengebirgs in feinem Bas
Tlande den Soden und die Wurzel zu einem ganz neuen
auptſaume der Erdkunde gefunden, der jegt noch im
genblihen Wuchs ſchon mit Fruͤchten prangt, einf
er ald ein Königlicher Baum auß der Tiefe der Erde
ms Himmel ſeine Krone erheben wird,
s twettelferten nun bie gebildetſten Nationen Curo⸗
?8 mebft dem gelehrten Mereinen in Indien (Asiat,
esearch. Calcutta 1778.) und Nordamerifa (Transact
!the Americ. Soc. of Philadelphia, und Mem, of
ıe Americ, Acad.) in der Förderung des Entbedten.
Zu Gute gemacht wurde biefed, ihells von vielen
Anzeinftehenden, mehr noch durch die Elelchmahis nach
13%.
. Li
34 Einleitung.
Wahrheit firebenden und freundfchafilich verbundenen
Männer. Was phnfifhe Erdkunde in biefer Hinſicht
J. Banks, dem Greife, verdanft, iſt ausgezeichnet.
Wie er in Großbrittaunten und deſſen weiten Gebiete,
fo wirkte in Deutſchland Ihm aͤhnlich 3.5. Blumenbach
burch feine Sammlungen, Schriften und mehr noch
durch daß lebendige Wort in feinen Schülern, Andere In
Braunfhweig, Wien, Berlin auf ähnlihe Welfe; für
Frankreich in gewiffen Hinfichten Delametherie und Eus
vier, für das füdliche Europa aber Bonner’ und Saufs
ſure's vielerfahrner Juͤnger, Gefährte und Freund, ber
in feinem Vaterlande bhochverebrte, edle M. U. Pictet,
Die Summe ber bewährten Thatfachen aus biefem
Quellenreichthum waͤchſt an Intenfiver Groͤße durch bie
fpectelle Nachweiſung berfelben in den einzelnen Gebieten,
Aber auch hier kann nur an die Haupt» und erfien Quel⸗
len erinnert werden, aus melden die wichtigſten ges
ſchoͤpft wurden, indeß alle andern jede an ihrer befruch⸗
senden Stelle Gervortreten werden. Ja, Indem wir oft
nur den Zufammenbang ber die Maffe regulirenden Ideen
‚serfolgen, bezeichnen wir zugleich die Arbeiten und Werke, |
von welchen biefe nur abſtrahirt find, und vermeiden fo
an diefer Stelle die unnüge Weitläuftigteit, welche dar⸗
aus entſtehen würde, die Titel ber Bücher, die ohne das
on mehr als Ihr wefentlicher Inhalt für die Seographie
ekannt geworden find, der Reihe nach aufzuführen.
a) Bilbungen der Erdrinde.
NMerner erfand durch die Aufftelung ber dußerlicdhen
Kennzeichen ber Foffilien die erſte allgemein verfländliche
Sprache für das zahllofe Heer der vom dunfeln Schooße
ber Erde umfchloffenen Naturförper. Aug ber Annahme
verfchiedener fräberer und fpäterer, allgemeiner und pars
tiellee Baflerbedeclungen und der daraud burch eine Sr,
eipltationshnpothefe Hervorgehenden, gleich» ober ums
gleihförmigen Ablagerungen des Seften, ſuchte er die bie
dahin. chaotiſch und regellos liegenden Erbmaffen zu ges
wältigen. Er führte nach allen den Thatfachen, welche
ſich ihm, dem Tanne des Erzgebirgs, In beffen Tiefe, vote
auf feiner Oberfläche in der Anſchauung, und als dem
großen Lehrer feiner Zeit aus fernen Ländern in Berichten
und Muflern darboten, die bee der Sleichartigkeit Im
ber Encceffion, in die Genefis der Geſammterdmaſſe ein,
und fo entwarf fein Beift ben erften Plan zur Entsifferung
a 0 OA A
„A un
.- — — . — a —
Einfeirung. 85
bed Erbbaus. Durch bie zahlreichen Schüler des großen
Kanes wurde fein Gebanfe über den befannten und
unbefannten Erdkreis verbreitee, und fall alle neuen
Datſachen über denfelden In feiner Eprache mehr oder
weniger aufgefprochen.
ndeffen hatte auch der beitre de Sanffure bag weit;
bingelanerte Alpengebirge, deffen Bau am Tage wie aufs
geſchloſſen erfchien, nad) allen Richtungen bin über feine
Ratur befragt, und große Reiben rätbfelbafter Antworten
über Die Art und den Bau feines Körpers, Äber die Zap,
vie Richtung und die Kraft feiner Glieder, erhalten, deren
gewaltigen Inhalt weder das früher feſtgeſtellte Syſtem,
ach fein eigner Naturgenius zu entsiffern vermochte.
Doch hatte er, Indem er der phyficaliſchen Erbfunde den
zanzen Schag feiner gewonnenen Thatfachen in feinem
Veißerwerke mit dee böchften Treue vermachte, zugleich
de Sprache zur allgemeinen Verſtaͤndigung über die frei
sen Himmel gefehrte Erdoberfiädhe gefunden, und in
diefer belehrt jetzt die Wiffenfchaft die Menfchen.
Bon nun an erft lernten ſich beide Schweflern vers
ſtehn, und verfündeten bald ihren Lieblingen immer mehr
und mehr den Sinn ihrer ehrwürdigen Mutter, der Erde.
4. v. Humboldt ſuchte zuerfi die Spur der Einwir⸗
fung cogmifcher Kräfte, die Polarität der Bebirgsarten
fm Ganzen geltend zu machen, und deutete auf ein Streits
chungsgeſetz im Großen bes Erdbaues hin. Er erweiterte
die Keuntniß von deflen ganzem Gebiete, indem er bie
Yualogie in den Erdbildungen hervorhob und diejenigen
der neuen Welt an bie ber. alten vieles neu ſchaffend
umb berichtigend anſchloß.
2.0. Buch führte die Idee von localen und allges
meinen Gebirgsformationen In die Wilfenfchaft ein, wußte
Die früher befannten nach allen Selten beflimmter zu bes
grenzen, zu haracterificen, ihr Wefen zu enthällen und
mit ganz nenen zu bereichern. Er betrachtete jedes Locale
nach feinem Aeußern und Innern, nad) feiner Indivi⸗
dualitäe und im Verhaͤltniß zum Ganzen. Er mußte Im
Bau dee Erdoberfläe, nach der phyſiſchen Dimenfion
bin, faſt auf jedem Schritte von Stufe zu Stufe eine
merfwürdige Thatſache in der Natur aufzudeden, und
diefer gegenwärtige Derfuch verdankt feinen belehrenden
Mitchetlungen, feiner Theilnahme manche Berichtigung,
u zum Tell auch ben Muth, In feiner noch fo uns
sektommımen Geſtalt oͤffentlich zu erfüjelnm,
2
36 Einleitung.
Durch die vereinten Beſtrebungen beiber genat
Freunde wurden die geognoftifchen Verhaͤltniſſe der
zinde in dee Nichtung der Parallelfreife, burd) v. £
Bolde unter den Tropen, und In der Richtung der
Diane In ber Nordbalbfugel burch v. Buch, von dert
fpige Italiens durdy das Herz von Europa bis
Scandinaviſchen Nordcap, genauer durchforfcht, und
Anfang zu einer DBergleichung von beiden möglich)
macht. Beide bereicherten ihre Wiſſenſchaft zum gr
Vorthell der Erdbefchreibung, mit ber vergleiche
Methode, Welcher Gewinn würde für fie noch da
bervorgehen, wenn biefe Naturforfcher, auf den £
lande Afiens sufammentreffend, ihre Beobachtungen
Sorfhungen ber das Erbganze wiederholen und
thellen Eönnten.
ndeflen wußte auch der britte Mann bes fruͤ
foto enen, geognoftifhen Bundes, J. C. Freies:
n dem mehr räumlich beengten Selbe feiner practi
Mirffamfeit, durch feine Arbeit Über das Kupferfcht
Gebirge ber. Thüringer Landfchaft, wie früher fchon
ehrwuͤrdige Heim In feinem Werfe über das Thürl
Malbgebirge, ein Mufter für Erdforfchung und Mit
Iung der Thatſachen der Natur in ihrem: Zufamı
bange aufzuſtellen. Es bewährte fih In den Wirku
Diefer Drei, wie auch das reinwiffenfchaftlihe Str
durch Augendfreundfchaft nit nur an ſich fchon gı
gert wird, ſondern auch jededmal im Erfolg für
Melt einen böhern Einfluß gewinnen muß.
J. G. Ebel hatte indeß in feinem claffifhen U
über die Schweiz, dad bort an jeder Stelle wie ein
fer Freund zu dem einfamen Wanbrer fpricdyt, uni
Lande zum Volksbuche wurde, die ganze Fülle ber
tur be Alpengebirges in Thatfachen mitzurbeilen gem
weil In ihm ſelbſt ein reiches Leben waltet. Dadurch £
er, und mie Abſicht, einen erften Schritt zur Bolfi
dung Im Großen durch Belehrung und Erhebung auf’
erhabenften Schauplag in der Natur und der Geſch
getban. Auch der beſſere Thell der relfenden, verfel
fen und großen Welt von Europa, die jährlich diefem
ziehenden Lande zuſtroͤmt, um ſich an feiner Herrlid
zu erbauen, wurde fo noch mehr durch feine Hinleit
zur Natur und zu Ihren Wirkungen in der feierlihen S
der glänzenden Alpenhöhen humanifirt. So hier wie ü
aM auf die ihm eigene Welfe, fuͤr das Höhere Leben
ee, X
Einleitung. 37
geiſtert, raſtlos wirfend, führte er durch ein zweites
Wert in die Wiſſenſchaft, durch die Combinationen der
mnulchfaltigften Thatfachen, welche die Natur Ihm dar⸗
bt, die dee der Gleichzeitigkeit in ber Schichtenbil⸗
tung und der Megeneration . ihrer Urformatlonen ein,
weiche Burch I. 5. £. Hausmann zu gleicher Zeit Im Nors
ben entdeckt ward; er wies auf den überall verbreiteten
Afammenbang In ber Natur bin, leitete von einer neuen
Seite auf die Anfiht eines Gebirgsganzen auf feine
Iränmerten Glieder und deren Formen, und erinnerte
an den beftimmten Begriff eines Hochlandes ber
Erbe, den U. v. Humboldt auf der andern Erbhälfte in
finen großen Werbältniffen ausmaß und in die phyficas
ifhe Seograpbie einführte.. Die genenroärtige Arbeit
derdankt bem mehrjährigen Umgange mit biefem Edeln
ki isrem erften Eutfleben das, was fie an Wärme und
Ken befigen mag.
Schon vor dieſen unter: freiem Himmel thätigen:
Ränzern wußten zuerft der Schwede Gahn und dank
. mit dem ihnen eigenen mathematifhen Scharfs
fun die Seſetze der durch polarifc einwirkende Kräfte
bargeftellten Erpftallifationen zu verfolgen.
Die neuern Chemiker aber wurden in der Atmofphäre
und im Laboratorium durch die mannichfaltigfien Wege
m das innerſte Berbältniß der geheimnißvollſten Freund⸗
ſchafts⸗ und Blutsverwanbdtfchaften der Subftangen eins
geweiht, deſſen Geſetzmaͤßigkeit zuerft Berzelius ſelbſt
der mathematiſchen Sormel unterwarf.
run Eonnte erft durch die Anfhauung ber bildenden
Thaͤtigkeit in der anorganifhen Natur, aus dem Aufloͤ⸗
ſungs⸗ und dem ſich gegenfeltig im Wefen und In der Form
bedingenden Miſchungs⸗Verhaͤltniß, ſammt der diefem
entiprechenden Erpfiallifirung, die Idee einer anorganis
fchen Specles und aller davon abhängenden WVerhältniffe
entfiehen. Diefe führte Hausmann durch dad ganze
anorgantfche Reich hindurch, bis gu Ihren dußerften
Srenzen. Es entwidelte ſich aus dieſer Anficht eine
reihe Fülle von Wahrheiten und Auffchlüffen für alle
Zweige der Erd: und Naturkunde. Die Benugung eint-
ger derfelben, wie fie die mündliche Mitteilung des edeln
Freundes gab, oder erregte, in ſofern fie in den Zuſam⸗
menhang gegenwärtiger Arbeit gehören, möge für man⸗
he ihrer übrigen Unvollkommenheiten entfchädlgen, und
dem unermuͤdeten Sorfcher nach Wahrheit, dem begeiſter⸗
38 Einleitung.
ten Lehrer fen damit Hier nur ein Wort bes innigſten
Dankes gefagt.
b) Bildbungen ber Dceane
Die außerordentlichen Fortfchritte in der Keuntniß
der Meere und der oceanifchen Bildungen lernen wie
faſt nur allein aus den zahliofen und an einzelnſtehen⸗
den Beobachtungen fo reichen nautifhen Werten ber
Britten kennen. Was bis jetzt darin von andern Vils
fern, den Portugiefen und Spaniern früherer Zeit, Die
Küfen entlang, oder Innerhalb der Tropen, und unter
ben Scanzofen Marchand, Fleurieu, La Peroufe audges
nommen, getban worden, ift im Ganzen leichter zu Äbere
ſehen; felbft v. Kruſenſterns MWeltumfeegelung ging aus
der engliſchen Schule hervor. Die Norbamerlifaner, ob⸗
wohl fie zu Rivalen der Meerherrfchaft heranwachſen
und ihre Handeleflotten felbR ſchon bad weite Suͤdmeer
ungäblbar durhfhwärmen, haben, fo viel wir wiſſen,
bis jeget leider mehr. für ihren eigenen Gewinn auf ih⸗
rem Elemente geforgt, als für bie wiffenfchaftliche Kennk⸗
niß deſſelben, ale hätten fie diefe Schuld mit dem einen,
großen B. Franklin abbezaplt.
Die Dritten dagegen haben, um nur bie Grenzen gu
nennen, beide Pole durch J. Eoof, und den Nordpol ins⸗
befondre noch durch C. Phipps, für die Wiſſenſchaft zu
erforfchen gefucht; suerfi den jüngfien Erdtheil nicht nur
durch eine lange auf einander folgende Reihe von Sees
-männern, deren Fahrten In v. Zimmermanns Auſtrallen
zu überfehen find, ganz von neuem entdeckt und berichs
tigt, fondern auch deffen Landvefte durch C. Flinders mit
der hoͤchſten nautiſchen Genauigkeit. rund um feine Küs
den zuerſt unterſucht. Go bat die Natur der Meere
in der That durch fie eine ganz neue Stellung auf bee
Erdoberfläche gewonnen.
Durch Naturforfher, nämlich durch die Ynterfas
chungen der Algo⸗ uud Zrologen, eines Eli, Lighifood,
Zurner, Mertens u. a., eines Donati, Forffal, D. Er.
Müller, De Boſc, Peron, Tileſius, ift dad Leben un»
Weben in ihren Tiefen an bag Tageslicht gefommen. Nur
allein von Capt. Vaudins unglädlider Erpedition nad:
Auftralten, brachte Peron durch feine und feiner Freunde
Thaͤtigkeit eine Zahl von 18414 NRaturförpern mit, unter
denen, nach den Angaben der Pariſer Gelehrten, 1400
neue Species aus ber oceanifchen Zoologie ſich befinden
Einleitung. 59
ſolten. Noch merftvärbiger wären Beobachtungen über
dab Yeben ber oceanlidyen organifirten Biidungen, deren
Tilefius auf felner Erdumnfeegelung fo viele faınmelte,
Nah feinen mündlichen Belchrungen können diejenigen,
weihe über den Haushalt der Meere Auffchlüffe geben,
an ihrer Stelle mitgetheilt werden.
Die Bemerkungen eines Peyffonel, B. Franklin, J.
Eosf, Ch. Blagden, 9. J. Bladh und Marchand über
bie lscalen Bewegungen bed Meeres erregten die Aufs
‚ merffamfeit der Seefahrer. La Place vollendete die
Theorie der allgemeinen Meeresſchwankungen; Lame⸗
tyerie entwarf eine Hypotheſe für die localen Strömuns
gen, die Romme gefanmele hatte. Aber Sleurleu, Ren⸗
ad, 9. v. Humbelde und v. Krufenfiern bereicherten
diefe Lehre mit den beſtimmteſten Thatfachen, zeigten
Ihre Wechſel, ihre Begrenzungen an und berechneten das
Mittel ihrer Seſchwindigkelten. Rennell und v. Hum⸗
boldt machten fie —* beſondern Gegenſtand ihrer Auf⸗
merfſamkeit zum Beſten ber Sicherung des Menſchen⸗
lebens, und wegen Ihres hiſtoriſchen Einfluſſes auf die
leichtere DBerbindung jeefahrender Voͤlker.
Gie führten zuerſt Franklin auf die Unterſuchung
der DReeredtemperatur, welche feitdem in den Tiefen und
an der Dberflähe zu den werkwürdigftien Thatſachen
geführt bat. Dur die Meffungen von Irwing und
MR. Forſter an den Nord: und Suͤdpolen, durch Pes
ron, U. dv. Humboldt und Horner in den Aequatorlals
meeren bat bie Lehre von der Verbreitung der Bewoh⸗
ner der Dceane in ihrem Aufs und Abſteigen und Hin⸗
und Herwandern einiges Licht erhalten.
c) Die Atmofphäre.
‘a dem Gebiet der Atmofphäre, auch abgefehen
von allem Cosmiſchen und Chemiſchen, find die Bemüs
bungen ber Beobachter, von der leuten Hälfte des vers
nafienen Jahrhunderts an, fehr merkwuͤrdig geweſen und
ihre Arbeiten, als faft jedesmal von Thatſachen autges
bend, immer reihe Quellen für die allgemeine verglels
ende Geographie geworden.
Nicht nur der Höhe nach haben Aftronomen, wie
a Place, Diberd, Brandes, Benzenberg, durch Beod⸗
shtungen und Berechnungen über die Brechung der
lichtſtrahlen und bie Eurven der Atmofphärilien, Lichts
ihnuppen u. ſ. w. die obere Grenze derſelben zu beſtim⸗
42 Einleitung. . {
gefegt wurden, bie J. F. Pictee durch graphifche Zelch⸗ in
nungen zu erläutern fuchte, €. G. Pfaff aber durch ihre &
Anwendung im Großen für die Lehre von den Climaten a
böchft fruchtbar zu machen mußte, dieſe führten zuerſt zu ır
den merkwürdigen Auffchläffen über die Sleichzeitigkelt mi
und Succeffion allgemeiner, über ‚ganze Erdſtriche, je ;x
Erptheile ſich verbreitenber meteorlfcher Begebenheiten. x
Die fucceffiven Barometerbeobachtungen an demfels y,
ben Standpunkte Ichrten durch die bewundernswärbigfe ı;
Genauigkeit der Eurventafeln eines Studer In Bern (ek ı
Menfchenleben hindurch fortgefegt) durch die Arbeiten fen,
vieler Academien und Ihrer Wergleichungen durch Ja ng “ei
ı
Gronau u. a. das nicht Eyclifche weder im Viertel
im vollen Jahrhunderte, und es zeigte ſich bier, %
der apriorifche Begriffsmenſch bei gefchlofienem Blik
in die Natur von feinem egoiflifchen Standpunfte aub
oft große, aber nichtige Schritte thun kann. Indeß wärs,
ben ganz unertwartet die Heinften unmerfbarften Schritte
J
in der Natur durch die Beobachtungen ber Franzoͤſiſchen
Akademiker in den Höhen von Quito, der Engländer in
ben Ebenen Beygalens, buch Mutis und U. v. Hum⸗
boitt an den Kuͤſten von Caraccas entdeckt, bie allges a
meinen täglihen Schwanfungen in der Atmoſphaͤre der
Tropenländer, melde durch Ehinineli in Padua, Ras ,,
mond in Auvergne, 2. v. Buch in Deutfchland, für bie y
gemäßigte Zone, und durdy Horner auf ben Deeanen bes :
flätigt wurde. Ja Slinders fand durch dad Batometer
auf den Nundfahrten um den Auftralifhen Eontinent, ba
Gefeg über den Einfluß ber Sees und Landwinde auf .
den Druck ber Geſammtatmoſphaͤre fo auf, daB er dadurch
für den Seemann eine Scale über bie Annäheruug aus
bem Dcean: zum Eontinent entwerfen konnte. So wurde
diefe Queckſilberwage eln Inſtrument zum Drientiren auf
ben Dceanen, twie fie ed auf dem Eontinene In der. php»
ſiſchen Dimenflon in jeder Hinfiche gewefen if.
Denn durch fie erft wurde der wichtige Unterfchieb
abfoluter und relativer Höhen, und fpäter auch Ebenen,
in der Erdkunde aufgefaßt, obwohl in der Geographie
ſelbſt wenig beobachtet, da man Überhaupt, wie überall,
erft das Auffallendfte in den Dingen und Wilfenfchaften
anſtaunt, und fo fich mehr mit der Bewunderung - der
gemeflenen Höhe der höchften Berggipfel begnügee.
Welche außerordentliche Menge von Anftrengungen
mußte vorbergehen, um die Reihe von Thatfachen in Zah⸗
<I 2 1%
u — —— — un nn —— A u EA
Einleitung. 43
m über bie Berghoͤhen aufjuftellen, bie In ber Inhalts
eichen, genauen Miltenbergiſchen Sanımlung zuerſt voll⸗
änbig Überfeben werben Töunen. Nar derjenige, wel⸗
we eigeme Verſuche ber Art auf Alpengebirgen gemacht
at, weiß bie Verdlenſte jedes einzelnen der bort aufge,
Ifeten NRamen-zu würdigen.
Um bie geographiſche Wiffenfchaft aber wurden dieſe
sbleureihen erft durch H. de Sauffure, U. v. Humboldt,
m 8, o. Buch und ihre Schüler, fruchtbar gemacht,
imlih zur Dergleichung allgemeiner, climatiſcher, geos
und Negetatlond, Verhältuiffe, und dem legtern
| das Berdienft, durch fie zuerft nach de Sauffus
es Bergang das Phänomen der Gebirgspäfle nach als
m Richtungen bin zur Auſchauung gebracht und dadurch
ngäglige Ixrrthümer aus der allgemeinen vergleichenden
bdbeſchreibung verbannt, viele Wahrbeiten ihr gefichere
u haben, weil fie, und nicht die Berggipfel, der Standa
mufe des beengten Gefichtöfreifes aller Gebirgsreiſen⸗
eu im Oſten und Weſten der Erbe waren.
Durch beide um die Wiffenfchaft fo viel verbiente
Rinner, fo wie Insbefondere noch durch den gleich uners
wäblichh forfchenden Wahlenberg, wurden in drei verfchies
wu Floten, ber Lapponifchen, Karpathifchen, Helveti⸗
Wen, dadurch die Klimas Marken, ald Grenzrepraͤſen⸗
anten in der vegetabilifchen Melt, in Vergleich mit des
neu unter Ben Tropen, und durch feine finnreiche Vervoll⸗
Isumzung Der Echre vun ber Erdwärme, vermittelft ber
etſachen der Queſlentemperatur, bie große Anordnung
ver buntfarbig bekleideten Erdoberfläche in ihrem geogras
Hauptzsufammenhange und nad wichtigen Res
in, wenigſtens von einer Seite aus, im Einzelnen dars
geReüt. eß hatten die Bemühungen derfeiben Mäns
ner, angeregt burch die früheren eines Scheuchzer, Tours
sefort, de Sauffure, Ramond, Townſon, und durch Kits
wand Aechnungen, wirklich vermittelt ded Barometers
uns Beobachtungen vom Norbcap bls zur Südfpige In
Euzopa, wie auf den Gipfeln der Nequatorial » Zone, das
Aufbören aller Vegetation und die ewige Schneelinie
as die Grenze der lebendigen Schöpfung aufgefucht.
Diefer mannicdhfaltige Einfluß der Unterſuchungen,
af welchen das Barometer wie ein flügender Wanderftab
aber verwirrenden Welt der Erfcheinungen biente, mußte
Der befonders angezeigt werben, ba er bie Seele in der
sanıım Anordaung des gegenwärtigen Werks geworben
4 Einleitung.
iſt. Noch iſt freilich nicht der allererfle und fräßeffei
vom Irdiſchen ausgehende Antrieb nach ber 2
oder erſten Mitte bes Wiſſens in der Atmoſphaͤre, wduten
lich ber fogenanuten nugbaren Meteorologie, auf R
eine Weiſe hierdurch befriedigt, und ihre Anforderung
aufgelöft worden. Aber wie jede Brognofe an ſich ſchu
unfruchtbarer für die MWiffenfchaft und mehr Sache ig
ezoiftiihen Neugier als reinmenfchlichen Str r
ſeyn fcheint, weil ihr die Demuth und das Vertr
zur göttlichen Vorſehung fehlt, fo faelat aud dem 1
fer, der in Ihrem Sinne fi abmüher, im Welt |
‚eine entfprechende Belohnung vorbehalten gu 3 E
bingegen das unelgennügige Streben nad ..
fhon In manchen Zweigen mit der Zuruckfuͤhrung
wahrhaften oder lebendigen Mitte gefrönt wurde.
Zugleich ergibt fih aus dem Vorhergehenden *
weiteres Auseinanderſetzen ber Quellen dad Eiuw
aller ſo gewonnenen Reſultate auf das Verſtaͤnduiß Wi.
Geſetze des geographiſchen Verhaͤltniſſes der ganzem
lebten Natur. Wenn Hierin etwa hie ober da in,
genrärtiger Anordnung eine Intereffante Ausficht Ger
treten folte: fo verdankt der Verfaſſer biefe ganze
zung feiner Aufmerffamfelt dem vieljäßrigen, belehgi
ben, und, mit Stolz fey es gefagt, vertrauten Umg
mit einem edeln Manne, S. Th. Gömmering, ber %
ein Schmuck feines Jahrhunderts und feiner Nation,
nannt wird. Denn fein Geiſt erfülte auch Andere‘
den Ahnungen ber Tiefen der Natur, bie fein eigner
nius bis in Ihre verborgenen Geheimniſſe durchſchaut
|
d) Die Wirkungen unter ber Erbe Pi
Gehen wir nun zur Neiße des dritten Elements uhfü
zu den Wirkungen feiner chclopifchen Gewalten über:
zeigt fih, daß der lange Streit der Neptuniſten ul
Vulcaniſien das lebhafte Intereſſe, entweder etwas \
niederzureißen, oder etwas Meued aufjubauen,
menfchlicher Welfe gur größern Thätigkeit getrieben, b
Kraft der Unterfuchung gefchärft und wenn auch ga
nicht fich ſelbſt befriedigt, doch die dem — 5 —
hende, allgemeine vergleichende Erdbeſchreibung
merkt mit einem Schage von völlig unbeſtrittenen T
ſachen üter fubterrefire und fubmarine Erfcheinungen
‚Einzelnen und in ihren Werbreitungen belehrt hat. *
46 Einleitung.
zu Tpeorien zu führen, and leiteten fo bie Aufmerkſam
keit auf das Periopifche, wie auf bie Erbbebenfphären,
Die vulkaniſchen Eruptionen beſchrieb Hamilfan;
D. de Dolemien und Kerrara beobachteten fie als Na
turforfcher in ihren Tharfachen, Breisiad In Ihren Pro⸗
Bucten und chemifchen Urfachen, und verbanden Dam
oder fihufen intereſſante Hypotheſen. Zi
&. 8. Buch mußte zuerſt In diefen mennichfaltigfen
Erfchelnungen das Zufällige vom Wefentlichen zu fr
nen, den Maaßſtab für die großen Berioden des WE
nomens Im Steigen und Gallen des Kraterbodend, BU
vier Hauptmomente jeder Periode im antünbigenil:
Erdbeben, Lavenauswurf, Rauch» und Afchenaug !
und den Moffeten in der Natur nachzumeifen. Auf fe
nen vielfach mieberholten Wanderungen durch Itallen
beflimmte er zuerſt den ‘Begriff des Vulkans, des Außerı
und Innern, feined Baues, feinee Probucte, und zeige
das ſubmarine Seblet in ben Tuffablagerungen am Epo⸗
meo und auf dem claffıfchen Boden ber fiebengehügeltek
Weltſtadt. Er ſtellte Über die Eigenthuͤmlichkeit des Ges
bilde6 von Auvergne eine Fühne Hypotheſe auf, die “2
ſchon faft feine mehr tft, und welche von €. ©. We
im Vivaray Ihre weitern Aufliärungen erhalten
Er erfand zuerſt die beſtimmte und allgemein verfl
liche Sprache in dieſem Felde der Wiſſenſchaft. N
Was fein Scharffinn an einem einzeinfleheuben,
feellich recht zum Studium hingeſtellten Vulkankegel, bem
fort und fort thaͤtigen Veſuv, über dem lebendigen Nea
pel erforſcht und vorausgeſehen hatte, wurde auf *
andern Erdſeite im indiſchen Ocean auf Isle be Franck
und Bourbon, an ganzen Bulfangruppen burch Bor
St. Vincents bi6 in das geringe Detail gehende, cat
fifhe Beobachtungen beftätige und erweitert.
Vom Morben Ger boten die ſchottiſchen Natutfor⸗
(her, ihm unberwußt, feinen durch Ihn aufgeregten Ideen
die Hand. Die berühmte, auf die Granitgaͤnge von
Eornwalliö gegrändete Hypotheſe eines Huiton, die mit
noch größerem Scharffinn, mehr Methode und Nebers
blick ber Thatfachen durchgeführte Erläuterung derſeiben
duch Planfair, wie dur J. Hall's chemiſche Verſucht
über die Feuerproducte, in fofern fie unter einem darauf
laftenden Drucke fich geftalten müffen, bereicherten bie
phnficalifhe Geographie mir Anfichten und Matbmaßuns
gen, welche nicht nur in Joland fräher durch Olafſen
"ee - ur
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Seite Der —— —39* — defeiben Den,
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©) Die Pflanzenwelt, -
Br Bann ber Gewächfe nach been Wieberbe⸗
nefort, U, de Einne_ ver⸗
er alg jedes Andre über * der Erxde,
—— und in fofern lonnte hier
an ale 0% DH HR a ac Syrah de
Aalen an Aber nur diejenigen wurden befonders reiche"
48 Einfeitung. |
Quellen fir bie allgemeine vergleichende Erbbefchreißt
welche entweder das Ganze ihrer Wiffenfchaft von
Seite der Natur aus Überfaben, und in fofern fi
über die Wiffeufchaft erhoben ſtanden, oder eingelne TE
derfelben in fpecieller Verbindung mit ber Erboberfl,
betrachteten,
So wurden es bie Arbeiten von Gmelin, Ya
und Willdenow nach dem Muſter der Einnelfhen Ast
tungen babucch, daß fie auf die Sefammtfloven der
birge Im Gegenfag berjenigen der Ebenen aufmerf
machten, wie z. B. Pallas die oflseuropäifche, bie |
sifche, die dauriſche In ihren Begrenzungen auffur
wie A. v. Haller, Scopoll, Wulfen, Römer, Hoſ
Suter u. a. Beiträge zu der Alpenflora mittheilten.
.. Desfontaine lieferte zuerſt aͤhnliche zur Küfenfl
eines mittelländifchen Meeres, weiche durch ihn in
atlantifchen, durch Cavanilles in ben Gewächfen S
niend, durch Decandolle in den franzöfifchen als fo.
verwandten näher unterſucht wurde.
Willdenow machte zuerſt auf dag Characterif
der Geſammifloren der verfchiebenen Erdtheile aufn
fam, und ftellte in Europa eine nordifche Klor, eine |
verifche, oͤſtreichiſche, pyrendifche und Apenninenflor «
Lamark, indem er für jedes Pflangengefchlecht einen
wiſſen Mittelpunct auffuchte, glaubte acht Haupkfle
auf der Erde zu finden, nämlich die Virginiſche, K
indifche, Dftindifche, Afrifanifche, Auftrafifche, Autaı
fche, die Mordifche und die Morgenländifhe, und
diefen wieder nach gleichem Grunde verihiedene ©
cialfloren; ee bereicherte fo die phyſiſche Geographie
allen Thatfachen,. welche das natüclihe Gruppirun
ſyſtem der franzöfifchen Botaniker darbot. Decand
8 rte die Idee der Specialfloren in Frankrelch mit
groͤßten Beſtimmtheit durch, und fand nach der Maj
tät der Gewaͤchsarten fünf große Regionen in bie
Reiche, welche zugleich die ganze phyfifche Natur «
racterifiren. hatte ſch X ſter helle V
agegen ha on zue Forſter helle Bl
in die Natur ber Formen der Gewaͤchſe geworfen, A.
Humbolbet aber ſtellte zuerſt, in feinen Ideen zur Phiy
gaomif der Gemwächfe, ſechszehn characteriftiiche Pfi
zenformen für die waͤrmern Zonen ber Erbe auf, ı
malte bie Natur der Tropennegetation burch einen
wundernswürbigen Reichthum von Thatfachen, bi
war (28, weicher zuerſt auf das benummtente
Aus des Eontinentalclimas auf die Vegetation,
B des Dune, RR und ihre wechfels
7 ben ren ber
7 — 7* en ;
ar und Madenzie ober
* —— Fer
.
60 | Einfeitung.
ſtaͤbt und von Biberſtein Im Kaufafus, bie Sortugieli
ſchen Miffionaire in Habeffinien, aud) Poncet, die Spww
nier in der neuen Belt, deuteten ſchon den vegetablil⸗
fchen Reichthum eines Terafienclimas an, deſſen sek
Fuͤlle aber erft durch A. v. Humboldt aufgeſchloſſen
angeordnet wurde. 5. H. Link klaͤrte dadurch bie Gas
grapbie der Spaniſchen Halbinfel auf. Die faft völlige
Ausrottung einer Lanbdesflora durch eine eingewanderfe'
Eulturfiora wurde im Aegyptiſchen Nilthal zuerſt von
Sorsfal, Bromne, Girard u, a. angeführt.
Ueber den Einfluß der Localltät bed Bodens auf bie‘
Gewaͤchſe hatten die größten Meier in dem Anbau dep
felben, die Chinefifchen Ugriculturmänner, laͤngſt igeR'
practifchen Regeln feftgefent, als er bie englifchen, beaß'
fen und franzöfifhen Agronomen darüber die Hanph
thatfachen aus ihren Erfahrungen zu abſtrahiren fuchtems
Th. de Sauffure wollte durch die Chemie bie Verhältul
des Belebten zum Iinbelebten in ber Vegetation nachwn
fen; Leslie zeigte ben verfähiedenartigen Einfluß der ſpech
fiſchen Abforbtiondfraft .ded Bodens zur feuchten Atuc⸗
fpbäre auf die darauf ſich anfegende Vegetation. Pagas
erinnerte an bie Flora der Salsfteppen, U. v. Humbolbt
an die des Sandbodens und an bie iſolirt und In Heerben
wuchernden Gewaͤchſe. Ein ganz neues Feld für die Kurs
zel aller Vegetation wurde durdy das Studium der Cry⸗
ptogamen in ihrem Verhaͤltniß zum Ganzen aufgefchloff:
und dadurch der Norden der Erde näher characterifin
n dem nad) dem Gefeg der Eentralattraction fi aus
eßenden, und durch die Oberfläche und ben Aggregat
zuſtand des Subſtrats bedingten Vermoͤgen der Lichenen,
die im Trocknen auf der unterſten Stufe der vegetativen
Kraft zu ſtehen ſcheinen, fand Hausmann einen erſten
Grund der Beguͤnſtigung der organiſchen durch die unor⸗
ganlſchen, und der Zerſtoͤrung der unorganiſchen durch bie
organifchen Bildungen, auf. Neeb zeigte, wie die Anzke⸗
hungskraft gegen den Nahrungsſtoff bei den Gewaͤchfen
den Mangel willkuͤhrlicher Bewegung in ihrem vegetatis
ven Leben: erſetzten. Durch Floͤrke's angeflellte Verglelsi
chungen ber croptogamifchen Sloren von Kamtfchatfa un
Europa ergab fih bie Einförmigfeit derfelben in der:
Nerdhalbfugel, und durch die Vergleichung mit der cry»;
ptogamiſchen Flora von der Inſel Bourbon und Isle dei
France, die Einförmigfelt jener mit der Höhenflora dieſer
Infeln, und fo eine merkwürdige Ausnahme von bes
Enlenung
—
—— die durch ihjre in
— ‚en Bildun⸗
Wann feld in ber e Bote‘ * " 5
bewe iſen.
> 9 2. Spierweits
raphiſchen Verhältniffe der Tblern war 9
fr im Allgemeinen es und
ige —— Sie FH Ihren wichtigſten/ ir
und nüßlichfen Thellen dem Denen
ae ernten. überfeaulicher, Kt
leſchſam in der Mitte der ns
Ken BE 1 F * größten und merfwuͤrdigft
aher fchon faft jeder Schrift, er
5* er Aufſch luſſe und müs die
14 — hat, durdy die Meiſterwerke eines
— Blumenbach, Cüvier, Trevira⸗
und von ihnen or je die Erd⸗
Sende is Duelle bearbeitet dad
Hten nur auch die afigemeinen eebälenifie der
ı großen Aufammentange mit ber Natur und dent
3 minder beachteten —E erfi befimmter
kommen und genauer uberſehen
tjenigen KTeſultate welche bie raftlofe Spärigtele
bie „iie pbnRealtiäe Erdkunde fo verdienten Grafen
kr A aus ben unzäßligen Shatfanen gemons
lichen Beobachtungen und Vergleichun⸗
ke at wie in feinen 3 und geo⸗
b geordneten Sammlungen darboren, wÄrden als
m für das Verhältmiß der Vegetation und der
E den en Ber men und dem eben der Shlerorgas
jögel» und Juaſektenwelt EN Ihrer geos
den Berbreimn ganz neue Auf -
m diefem Zwer etheilte Ari de EEE
i Beſien ber allg ai vergl
yo been, Stelle angeführt —
beß dat das Studlum der Ue nm einſt
Bu un | fm et der Erbe begrabenen Vormeit,
KT die’alte wie bie MET ht
* Ai, vr b — LE
vun ent, darch Diaruen⸗
2
52 Einleitung.
bach zuerſt feine Bedeutung und das zablloſe Heer theils
befanuter, halb oder gar nicht gefannter Gefhlechter feine :
Anordnung erhalten. So Ift durch Ihn und J. Kant bie |
dee einer Archäologie der Erde in die phyſiſche Erdfunbe
einaefilhre worden, welche jeßt ſchon zu einer ganz neuem :
erfien Schöpfung zuruͤckfuͤhrt. Wenn es fchen laͤngſt in
Verwunderung fegte, welche große Zahl von Gebelnen ;
gleichartiger coloffalen Individuen der Norden der Erde ,
unter den obern Lagen feiner Erbrinde verbarg: fo wurbe ,
dieſe zum Erftaunen bei der Entdeckung ber verſchiedenar⸗
tig'ten Gattungen einer verfchwundeuen coloffalen Thierg :
ie:t, an einem einzigen Puncte der Erbe, In den J
bruͤchen von Montmartre. Durch das genauere Studinm
der Teſtaceen wurden bie weitverbreiteten Suüßwaſſer«
bildungen der Vorwelt auf der oberſten 349 der
rinde und auf den kleinſten, beſchraͤnkteſten Räumen, wie .
Eos dor den Thoren von Paris, bei Srignon, wie Sep;
erlin und andern Drten gleich Gunberte ber verfchien ,
beuften Specied neben einander entdeckt. BR
Die Beobachtungen und Entdedungen, welche bie,
Arbeiten von G. Eüvier, A. Brongulart, 3 Partinfog, .
Daudebard, v. Schlottheim, v. Merk, S. Th. Sömmes !
zing, Pallas, Fortis, Faujas, Eh. W. Peale, Sefferfon, ,
Torrubla, U. v. Humboldt, H. F. Link u. a. enthalten ,
baben hierüber einen Schag von Tchatfachen gelieferte ,
welche eine bis jept nn (&roindelcrregende Ausſicht in
die Vorwelt der Erdgeſchichte eroͤffnet haben.
4. Uebrige Materialien, Schluß.
Und fo find wir bei der ſummariſchen Anzelge der
Hauptquellen gegenwärtig zum Schluß berjenigen gekom⸗
men, welche das Regulativ der übrigen geworben, unb
nicht ſowohl dad Materlale, als vielmehr das die Kanye:
Arbeit Durchwachfende Sormale, dargeboten haben, gleidye, '
fam. die organifirenden Inſtrumente geweſen find, burdh |
welche die Arbeit felbft fi) machte, Br
Drurch Ariſtoteles Vorgang und feine Nachfolger In,
dee Alerandrinifchen Schule, durch Eratoftbenes, Dips, ı
parch und Anbere, wurde zur Begründung der mathema⸗
tifchen Beographie, von dem Himmel aus, ein Neg über N
ben Erbball alfo gezogen, daß nad) Länge und Breite jes,
ber einzelne Punct ber alten bekannten, oder neu gu ente; |
dedienden Erbe, barauf In geböriger Drbnung und mi,
größter Beftimntpelt nach Grab und Minute, zur Auf⸗ h
4
|
1
ı
i
SR
ar ZI Le Bu A
Einfeitung. 63
fintung feines räumlichen Verdaͤltniſſes und Sicherung
afer mit bemfelben zufamnienhängenden Thätfachen, für
die Begentvart, wie für die Zukunft eingetragen werden
So bat auch jener ehriwärbige Verein von Mäns
nern ded jüngiten Jahrhunderts, und zumal die aud
deffen letztem Diertel, welche die Anfhauung der Natur
mit dee matbematifchen Methode in den Naturwiſſen⸗
(haften verbanden, um fie fid) zum Flaren Bewußtſeyn
n erheben, ein ac den Naturgefegen gewebtes uns
—** Netz, Bas ben Erdenrund umgibt, eutdeckt.
E iR von ber Narur ſelbſt in den Haupipuncten durch
ihre Thatſachen, im Schooße der Erde, In den Bewe⸗
gungen ber Elemente, im Leben der organifchen Welt
angedeutet, daß der Furzfichtige Menſch auf den Linien,
bie von diefen Puncten zu den Ihn verwandten, durch
Verglelchung gefundnen Puncten führen, fich in ihre uns
Maunichfaltigfeit und Fülle finden lerne,
Nach der Alerandriner Zeit wurde freilich noch mans
her Planet am vielgeftienten Himmel entdeckt, doch fand
ber Grund ber Einthellung, der von der Natur ſelbſt ges
seben war, für ale Ewigkeit fell. Noch find zur Zeit
zur wenige Dauptpunfte vom phyſiſchen Leben der Erds
oberfläche und ven dem mehr organiſchen des ganzen Erd⸗
balles als eines Planeten befannt, und noch manches Bes
Kirn, mancher Planet muß zu deffen vollem Verſtaͤndniß
am phnfifhen Horlzonte aufgehn; aber da Ale zu einen
und demfelben großen Sonnenfnfien gehören: fo wird,
wenn die Örundgejege von biefem nur In ihrer Wahrheit
daſtehen, die Erkenntaiß beffelben zwar unaufbärlid, bes
eichtige, aber feln Weſen felbft nicht gertrümmert werben,
Sind die Hanptlinien des Neges mit Gicherhelt
gezogen: fo müflen durchaus alle phyſiſch geographis
fchen Thatſachen barin ihre beftimimte, naturgemäße
Etele finden, menn nur einmal bad Syſtem der Bil⸗
tung des Netzes in der Anſchauung aufgegangen ft.
Zu bdeffen Verſtaͤndniß iſt alled Frühere bier gefagt,
and bie Materialien in ein foldye® einzutragen, dieſer
Berfuch gewagt worden, deſſen Mängel bald ihre Nach⸗
bälfe finden werden.
Hier noch alle die einzelnen Duellen ber In das Netz
eingetragenen, meiſt zu andern Zwecken, in anbrer Drds
mung, oder iüſolirt ſteheuden Materialien aufzuführen,
würde unpaflend ſeyn, da biefeiben jede an ihrem Orte
64 Einleitung. |
genannt feyn werben. Durchaus noch nicht alle vorhan⸗ a
denen Materialien konnten bier eingetragen werden, Mr
febr auch nach Volfändigfeit gerungen wurde uno fe,
auch in einzelnen Theilen erreicht feyn miag; aber 0.
den wichtigen ſollte wenigſtens bier Fein Hauptpuntt
fehlen, der zum Ganzen gehoͤrt. 3
€ IR hier nicht einmal dasjenige angezeigt worden,
was den geographiſchen oder biſtoriſchen Syſtemen bee“!
Griechen und Roͤmer, der Araber, der Gelehrten deß
Mittelalters, oder denen der neueſten Zeit verdanit "'
ward; auch nicht einmal bie allerbedeutendſten Meifehes *
richte, welche feit Odyſſeus Irrfahr: bi heute die Lüge’
ber s und Völkerkunde bereichert haben, können bier gap *
nannt werden. Diele davon find Äberaus wichtig, nud \!
wurden bier wo möglich In ihren Originalſprachen benugk, '?
wicht in den fo felten unverfiäinmelten Leberfegungen , I '?
denen nur zu oft das die Wiſſenſchaft Belehrendſte, at} ''
ein ju ernfter und unintereflanter Theil, ſelbſt bei du %
wichtigſten Gegenftänden, tie z. B. Siinders Unterfiss
&Aungen über ben jüngften Erdthell, ausgelaffen wird, .; 2
Nicht einmal des Antheild, den ganze Eorporationgg a
en den Quellen haben, tie etwa Handlungsgefellfchas Y
ten, Miſſions anſtalten, wiſſenſchaftliche Inſtitute, wie Sie u
Afrikanische Societät in England — nicht dedjenigen, %
den Weltmäcdhte, wie z. D. Alexander der Große, Ts 1
mur Bed, oder bie ruſſiſchen Ezaare und die chinefifchen &
Kalfer an der Entdeckung bes Innern von Afien bass i
ten; nicht deffen, den die SKriegsgefchichten aller Wölfer x
an der wichtigen Terrainfenntniß ber Erboberflädhen bar ı
ben, kann bier gedacht werden. Auch nicht, was Vils i
fermaflen ganze Jahrhunderte hindurch nach einer und ı
derſelben Richtung bin zur Aufbellung allgemeiner phys ı
Afcher Weltverhältniffe geleiftee haben, wie z. B. bie ı
Horben ber Bölterwanderung nah dem Weiten, das |
Drängen der Gebirgsvälfer in die Ebenen, die ‚Deere
der Kreusfahrer nach dem Drient, bie Flotten der Pozs :
tugiefen.. längs den Küftenmeeren, die der Spanler ins
nerbalb der Paflatwinde, das Streben der Britten nad
Herrſchaft in Hindoſtan u. a. m. '
Nur eine in ihrer Art einzige Erfchelnung eines Welt
reifenden muß bier eine Ausnahme machen, und noch
einmal ber Name eines Mannes, A. v. Humboldt, am
Schluffe des ganzen Quellenreichthums genannt werden,
weil durch ihn, ber in fich die Kenneniffe einer Academsis
Einleitung. 55
alt dem Sinne veteinigte, twelcher gewahr wird, was
Men Erſcheinungen zum Grunde liegt, diefe gegentwärs
ge Arbeit nur allein ihren ganzen Zufammenbang ers
ılten fomnte, obne feine Werke fie nie zur Ausführung
kommen ſeyn wuͤrde.
Der außerordentliche Fortſchritt, welchen das ns
m der allgemeinen vergleichenden Erdkunde durch A.
Humboſdts eigene Arbeiten, wie durch ſeine durch
8 ganze gebllbete Europa angeregten, widerlegten oder
genommenen Ideen gewann, fcheint Im Allgemeinen
sie zu legen, daß biefrr Mann, gebildet durch den
AR des Alterthums und in :Befig der mathematiſchen
tabode — durch Das Gebiet der Phyſik hinauf big zur
Prunoımie, Bis sur Geologie und von der dritten lebens
wa Seite bie zur Phyſiologie — welche dad letzte
ssrhundert für Beobachtung bis in ihren Gipfel‘ers
haffen hatte, eben diefe in fich mie Bewußtſeyn als
tmafab für ihre Welt trug. Daß er aber bie Natur
de ihrer andern, nicht meßbaren Seite, In ihrem uns
& verborgenen, böhern, organifchen Leben, ja in ihrem
hikorifhhen FZufammenhange (mie ihr cosmifcher ſchon
Ser gefunden war) abnete, darum ihren Wirfungen
d den Dentmalen derfelben auf ihren erbabenfien Werks
nachging, und ihre Mitte, wie ihre Grenzen,
allen Richtungen hin zu durchdringen fuchte.
Durch biefe Ausgleichung und liebevolle Befreun⸗
mg aller Gebiete ber Wiffenfhaft mit der Natur nach
m Wefen ihrer für den Menfchen doppelten Richtung,
arde auc) Ihr Umfang um das Zwiefache erweitert,
id ihre Schoͤnheit umſtrahlte eine neue Glorie.
Doch es erſcheint der Einfluß dieſes einzelnen Man⸗
ed, ver, wie er ja ſelbſt es ſagt, nicht fo einzeln, ſon⸗
ren nur im Kreife feiner forfchenden Mitwelt geftanden,
er nur als einer der Nepräfentanten, von dem ?us
ınde, den die Zorfchung der neuern Zeit überhaupt fich
gebildet hat, und welcher ein großes Bermächtniß für
6 kommende Jahrhundert feyn wird,
Menn bie frühere Zeit fi) mehr mit den Sormen,
rſcheinungen, Thatfachen, bie in den allgemeinen oder
ben befondern Mitten jedes ihrer Reiche, und in eins
Inen Zweigen berfelben lagen, befchäftigte: fo ſcheint
I für Die gegentvärtige characterifirend zu feyn, daß fie
berall mehr nach Univerfalität firebend, die äußerten
Srenzen und das Uebergreifen und Ineinandergreifen ber
56 . | Einleitung.
Gebiete, nach ben räumlichen, phnfifhen, organifd
Intellectuellen Dimenfionen bin, aufzufinden, und don
au einer vollen, lebendigen Mitte zurückzukehren fad
Dieß foßte ſich auch aus dem Worbergefagten, u
mebr aber aus allem weiterhin Folgenden ergeben,
(3 bie für die Erhebung fo erfolgreihe Richtung
Thaͤtigkelten zu bezeichnen, die In dem Gegenfage
Art der Wirkſamkeit des Menfchen und ber Natur li
und dur die Morte Streben und Seyn angebe
werden fann.
Denn indem ber Menfch in feinem Gebiete übe
nur durch auß feinem Innerſten aufftelgende Ideen,
nen die dußere Thärigkeit noch vor dem gewonne
Mefultat fich fchon untergeordnet hat, das Gebiet fei
Wiſſens, gleihfam nur ſtoßweiſe, in außerordentli
Momenten außerordentliche Geiſter für Alle, -und
Jeder überhaupt immer für fih, bald hies bald &4
erweitert: fo wirkte dagegen die Natur von Ihrer gN
nach ben Grenzen und zugleich von dem Örenzen ı
ber Mitte, wo auch irgend noch dem Menfchen Ihr |
fen entfchletere ward, alfo nicht von einem lebend
Yuncte aus, fonbern im überall lebendig erfüllten R
me, in minder fichtbar unterbrochenen Momenten, 1
mehr in ebenmäßig ſchwebender Tiefe und Macht
gleichſteter unerſchoͤpfter Fülle fort durch alle Zeit.
Und fo wurbe von Gott die Natur dem fterbii:
Menſchen als die ſtets nahe Freundin, als Warn
und Troſt im Erbenleben, ihm beigefelt, als fein
Einheit mit fi ſelbſt Ihn geleitender Schutzzggeiſt, fon
dem Eimelnen, wie dem sangen Geſchlechte. Wie
Erde als Planet der mütterlihe Träger des aaı
Menſchengeſchlechts, fo folite fie, bie Natur, die Erı
kerin aus dem bemwußtlofen Schlummer, bie bildı
Leiterin, bie organiſirende Kraft ber Menſchheit wer!
Der
Allgemeinen vergleichenden
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Allgemeine Vorbemerkungen über die feften
Formen der Erdrinde,
I. 1.
Luft, Meer und Land
dm Erdball umgibt ringsum die Lufthälle; einen Theil
feiner Außenſeite bededen die Wafler, den andern, welcher
mit trodner Oberfläche der Luft zugewendet ifl, nennen wir
e
Im Gegenfas jener beiden flüffigen Formen, die in ib:
cee tänmlichen Befammtbeit Atmofphäre und Meer oder
beißen, wird ber fefte Boden, das Land genannt.
Luft, Meer und Land beftehen aus einer Mannichfals
tigkeit von Beflandtbeilen, aus Materien, die wir bier wicht
im einzelnen an fich, weder als Maffen, nach Umfang und
Verbreitung, noch als Stoffe, b. h. ihren Kräften nach, zu
betrachten haben; denn diefes ift die Aufgabe anderer Wiſ⸗
ſenſchaften. Die unfsige iſt es, die Geſtaltungen, bie
ſie in ihrem Verhältniß in Beziehung auf den Erdball, ein⸗
nehmen, und das von dieſen Abhängige, genauer zu betrach⸗
ten, und zwar die Geftaltungen mehr im Befondern, d. h.
ihren Theilen, und der Gegeneinanberftellung nach, das von
ihnen Abhängige mehr im Allgemeinen, dem Wefentlichen
und dem Wiechfelverhältniß nad. Denn die gefammte Korm
aller dieſer Geftaltungen, oder die Betrachtung der Kugel:
gehalt der Erde, fegen wir als in ber MWeltbetrachtung ges
geben voraus, weil ihre zureichenden Gründe nur aus der
Aronomie hervorgehen können. Die Unterfuchungen des
Abbängigen aber, wenn wir fie im Beſondern nach ihren
erfien Gründen zu verfolgen hätten, würden uns in das
Gebiet der Mechanik, der Phyſik, der Chemie, der Phyflos
isgie und anderer Wiffenfchaften führen, deren Wahrheiten
we bier, in fomeit fie natürlich ſchon erforfht find, und
uns als Hülfsfäge dienen können, als ein Gegebenes vor:
ausfegen, und nur in ihren Mefultaten benugen, ohne auf
ihre Gefamterforfhung felbft ausgehn zu wollen. -
Da jene Geftaltungen nur in derjenigen Kormy bie von
der Materie erfülls wird, erfcheinen, aber Beine Materie ohne
60 Allgemeine DBorbemerfungen. 2
Kräfte beftchen Tann: fo können auch Luft, Meer und Laub H
nicht ohne Thätigkeit für und wider einander, nicht oßne 4
Wechſelwirkung beſtehen. Diefen Wechfelwirkungen Liege u
das Spiel der hemmenden und bildenden Kräfte der Natus ı
zum Grunde, und fie erfcheinen in ben mannichfaltigftes ı
Veränderungen und Ummandlungen in türzern, periodiſch i
wiederkehrenden Kreisläufen, oder in immer weiter und weis ıc
ter in ausbeinenden Wirkungstreifen, zwifchen denen gan
wiſſe Momente des Gleichgewichts vertheilt zu liegen fcheinem
. Richt die Gefchichte diefer Veränderungen und Ummwanbs n
lungen, die Aufgabe einer Phyſik und Archäologie der Erde,
noch die Erforfchung ihrer Geſetze ift es, welche wir bier gw
verfolgen haben, fondern unfer Hauptaugenmerk ift auf bie
&ußern Erfcheinungen, auf ihre Kefultete in den Momenten
bes Sleichgewichte, oder doch auf die Ausgleichung und Ann;
näberung zu bemfelben gerichtet; denn wie fuchen das ges ,
wärtige Verheͤltniß der Seflaltungen auf der Erbobess .
äche auf, und in den Weränberungen das gegenwärtig ges ;,
fegmäßig Beſtehende. ey
reilich wird es bei bem unvolllommenen unb immer
im Fortſchreiten begeiffenen Zuſtande dieſer Wiſſenſchaftz
nicht anders möglich ſeyn, ols oft das WBergangene zum ;;
VWerſtändniß des Gegenwärtigen zu Hülfe zu rufen, unb ,
feloft dem GBenetifchen eine untergeordnete Stelle zu em.
lauben. In dieſer Hinſicht fchließen wie aber denjenigen
anzen Zeitraum, in welchem die Wölkergeſchichte zu uns
pricht, in ben Moment ber Gegenwart mit ein, im Gegen ,
fag derjenigen Zeit der Erbbildung und Ummanblung
Dberfläche, welche jenem vorhergeht, weil Biflorifch nur wow.
Wirkungsmweifen ber Naturkrüfte bie Rede feyn kaun, melde
Dem feit Menfchengebenten Beſtehenden entfprechen, .bie
Theorie dagegen auch in bie Geneſis des hiſtoriſch Vorhaud⸗
nen gurütjufüßcen at. ot
on allen Veränderungen‘, Bewegungen, Ummeandiuns '
en wirb übrigens hier nur in fofern die Rede ſeyn, als |
in ber Verſch iedenartigkeit und den räumlichen Verhältniſſen
jener drei Kormen nach ber horizontalen und ſenktechten
Dimenfion und deren Wechfelwirtung begrünber find..
. Sn ber Unterfuhung bes gegenwärtigen Werhältniffes
biefee drei Formen laſſen fich verfchiedene Wege einfcht
Warum wir den gegenwärtigen, ben Uebergang von dem
Feſten zum Klüffigen, wählen, ift oben angedeutet. Auch
ſcheint es darum am natürlichſten zu ſeyn, ihm zu verfols
gen, weil ber Menfch ſelbſt, von dem alle Betrachtung auss
geßt,. auf ber feflen Form ſich am meiſten einheimifch ges
macht bat, weil fie die mathematifch umgrenztere, alfo. die
beſtimmtere ift, bucch welche zugleich bie niedere oder Die
xäumliche. Anordnung bes Übrigen gegeben wird.: - ..
Algemeine Vorbemerkungen. 61
Einer gefchichtligen Betrachtung würde die chemifche
Anstaung, in welcher man von ben flüfligen Formen zu
den feſten oder zu bem Gewordenen überginge, die beques
mere fepn; mit dem Slüffigen beginnt nothwendig auch jede
fit. Darum wird, meil diefe immerhin im Fortfchritt
begriffen iſt, auch fpäterhin im zweiten Theile diefer Arbeit,
bei dem, was wir bort von ben Elementen zu fagen haben,
diefes Geſchicht liche der Erduerhältniffe häufiger berührt wer:
ben müflen, als in biefem erſten, der ſich mit der Betrach:
des gewordenen Feſten befchäftigt, zu welchem wir nun
semittelbar übergeben koͤnnen.
6. o
Das Land.
Benn in den frühern Zeiten dem gebildeten Theile ber
Renſchen nur ein einziges Veflland mit vielen Inſeln bee
Inbegriff dee Erbe war: fo find wir feit dreihundert Jah⸗
um er durch Colombo zur fihern Kenntnif eines zweiten,
eines wefklichen im Gegenfab unfess öſtlichen Continentes
selangr-
Id wurde nun bie Vorflelung rege, daß auch ein
leichzroßes füblides, bes Gleichgewichtes wegen, fich vors
aden müffe, bis Cook der Entdeder in der zweiten Hälfte
des verigen Jahrhunderts die Grundlofigbeit diefer Annahme
zeigte, jedoch zugleich genauer bie Grenzen, nicht eines, fons
dern vieler Südländer, Küften und Inſeln, beflimmte, Pie
welden denn auch wohl die jüngft entdedten (Neu: Süb:
Echotland zwifchen 55 bis 65 Grad wfll. £. von Greenwich,
und 62 bis 63 Br. fühl. Br. im Februar 1819. duch W.
Emith) zw gehören ſcheinen.
Die BVorflellung eines großen Gontinents gegen den
Eütpol der Erblugel war eine Folge der an fich richtigen
Vahrnehmung, daß wirklich die größte Maffe ber von dem
Tcean umgebenen beiden Landftreden, ber alten und neuen
Delr, auf der Norbbalblugel der Erde, den Nordpol in
gewaltigen Breitenausbebnungen umlagern, fo daß fich da
ihre auslaufenden Glieder und Vorgebirge bis auf wenige
Meilen einander foR berühren. Denn nach dem Eüben hin
verlaufen fich ihre Körper in keilförmig auslaufenden Spit⸗
en, welche durch weite Meere von einander getrennt, end⸗
ih nur noch in drei hohen Vorgebirgsländern gegen den
Eüdpol bin die Form ber feſten Erdrinde in den unermeß⸗
id weiten Wogen des Sübeceans vertreten.
Diefe ſüdliche Ausdehnung der Gontinente ift baber
(den darum leichter zu beflimmen gewefen; gegen ben Nor⸗
den aber ſtellten fid der Umfchiffung und Auffindung ber
Grenzen derfelben noch andere größere Schwierigkeiten entge:
gen, fü daß dieſe bahinwärts auch noch keinesweges beendigt if.
62 Allgemeine Borbemerfungen;
Gtatt uns hier mit der Meinung über die Entflehung
diefer Form und mit ber Aufzählung der einzelnen heile,
ber Bezeichnung und Benennung dee Grenzen, ber Angabe
bes wahrfcheinlichen Flächeninhales und mit andern vielfa
befannten Vorkenntniffen den Raum zu beengen, geben wol‘
foglei$ zur allgemeinen Betrachtung der Kormen ſelbſt über; !
und zwar Hier zuerft, aus Gründen, die in der Einleitung‘
angegeben worben (©. ı9.), nur in Beziehung auf „|
- . 1
bie alte Wett. J
Hier lehrt ein bloßer Anblick des Erdglobus bie ußere,
mathematifhpbufifege Begrenzung der alten Welt, nach berı
horizontalen Dimenfion Bin, als eine einzige, große, zufame
menbängenbe Ländermaſſe tennen, bie aber wiederum in bee:
Hauptgegenfägen getheilt erfcheint. Weil aus deren feßR:
ungleichartiger Abfonderung von einander fein beflimmterk |
Begriff diefer heile Hervorgehen konnte: fo ift auch Bit;
Wenennung derfelden, und mit Recht, ſehr unbeflimme Bir:
dem Ausdruck der Erdtheile, ſtehen geblieben. Dennoch Mı
er, wenn wir weiter gehen wollen, in feiner wahren Beden
tung hiſtoriſch gegeben, pfychologifh durch bie ganze Mew ,
hengefchichte hindurchgehend und durch die characteriftifche ,
eftaltung der Oberfläche auch phyfiſch begründet. :
Afrika bildet durch feine Meeresbegrenzung beinahe runs ,
um ein ifelittee Ganzes, und nähert fih fo am mehrſteg
einer völlig in ſich f bft abgeſchloſſenen Erdgeftalt. nn
Afien, auf drei Seiten vom Meere ſcharf umfchloffen, ,
macht mit Europa gleihfam no Einen gemeinfamen Stanım
aus, bas von ihm weit weniger als Afrika getrennt if.
Europa ſelbſt aber iſt durch ein: und ausſpringende
Küftenbegrensungen und Meeresbuchten vielfacher, als irgend
‚ein anderer Theil der E we, unter fi in Glieder gerheilt,
und zwar immer mehr und mehr, je weiter es von feinem
breiten Zuſammenhange mit Aflen fich entfernt.
Afrika erfcheint als ein Stamm ohne Glieder, Affen
feige fich nach drei Geiten gegliedert mit überwiegender
affe bes Stammes, unb Europa nach allen Geiten ger
theilt mit überwiegender Maffe der Glieder Über dem ger
fHloffenen Stamm des Erdtheils. BE
— verſchieden characteriſirt find bie drei Erdtheile
in ihren Hauptformen nach der phyſiſchen Dimenfion Bin. -
Afrika zerfällt in zwei, räumlich faſt gleichartige DHälfk
ten, deren füdliche bas vorberzfpende Hochland, die nörd⸗
liche das Flachland des Erdtheils ausmacht. Beide floßen
auf ifren Grenzen faſt nur in einer geraden Linie von Offen
nach Weften zufannmen, und auf biefe Srenzlinie, wenige
andere einzelne Puncte und bie Meerestüfle ausgenonmmen,
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5
—— 0 sine eben fo
wie jene in Afell
. &s ik fen
bingen iſt |
Ichem bi Itniffe bes Bau
—* ker pr rag * — Dem Deimt
wiederholt fich die in jemen beiden Erbtäebs
eriſtiſch vorherrſchende tform nur no
sem äußerſten weſtlichen @liede, dem
‚und zwar auch ba nur in einem verfüngten
mw mittleen Körper diefes Erdtheils dagegen,
niß zu feinen Ertremitäten weit geringer an
in ben vorigen Erdtheilen, und in jeder Hin⸗
vielartiger als jene von Mittelmeeren und
It, gegliedert, umfpüle wird; in deſſen Mitte
gang und gar die undurchbrochene, nicht zu⸗
Des Hochlandes; nur * und wieder zeigen
seine Schattenbilder jener Plateaubildung.
yaltise Mafle, die dort continnieliche Ganze
ı bildete, verſchwunden; flatt der Breite
3 Direction, erfcheint fie bier, wo fie fi
ſchen Dimenfion nach, als in die Höhe gen
ste Puncte, mit dem größten Reichthum
Himmel aufgefchloffenen Geitenflächen und
90 iſt Bier das große Alpengebirgsiand bie
bes mittlern Euzopa. Mit der größten Aus
Aether mit der größten Manuichfaltigkeit
en aller Art auf dem kleinſten Raume, nach
m Arömenden Waſſern und Thelern Bi
fgeſchloſſen, vereinigt fie Die geögte ‚Bagäng«
‘
64 Allgenieine Vorbemerkungen.
lichkeit und Verbindung für den Güb: und Nordabfall,
eine andere Hauptform der übrigen Erdtheile. Auf all
Seiten fälle fie nah N. und S., nah D. und W. in!
Siachländer hinab, bie wieber duch Mittelmeere von «
dern, in den mannichfaltigften Gruppen gegenüberliegenb:
minder hohen Bergländern und Hochländern ber Eleinfl
Art getreunt find. - '
So bietet fih in der auf dem kleinern Raume am W
teſten fortgefchrittenen Theilung und phyſiſchen Entwie
lung ber feſten und flüſſigen Formen dieſes Erdtheils, u
in der Ueberſchaulichkait dieſes Erdindividuums in Beziehn
ber auf ben Kreislauf bes Jahres angewieſenen Natur⸗ u
Böllerverbälmiffe,: der eigenthümliche Character des Eu
päifchen Erdtheils in-ber alten Welt bar, burch welchen
(gon von der Naturfeite aus betrachtet, zu einer ande
effimmung als diejenigen, mit welchen er wieber auf ei
ganz eigenthbümliche Weife zufammengeftellt iſt, vom 4
fang an berufen gu feyn fcheint.
Doch um biefe allgemeinen Säge in ber Natur |
Sroßen nachzuweiſen, und für je einzelne gegebene Ste
der Erde fruchtbar für die MWiflenfchafe und bas Leben
erläutern, dazu ift eine ernſte, in das kleinſte Einzelne ei
gehende Unterſuchung jedes befondern Erdindividuums not
wendig. Diefe nun foll die Aufgabe des gegenwärtigen ı
fien Theils unſerer Arbeit feyn.
‘. Bor allem aber müflen wir uns vorläufig über die I
Lömmilichen Ausbrüde, welche den Bau ber Erboberflät
bezeichnen, verfländigen; ihr ganzer Sinn geht zwar n
er vollftändig aus der Anfchauung felbft und wo mögli
aus ihrer Darlegung im Kortfchritt gegenwärtiger Unter]
chungen hervor, es foll daher bier au Leine Theor
Darüber feftgeftelle, fondern nur das Nothwendigſte 5
Auffaſſung des Wahren für bas Kolgende in Beziehung a
herrſchende Meinungen und Anfichten gefagt werben.
Erläuterung 1. Erboberfläde: Berge, Ebene
Die Erdoberfläche erfcheint unter den mannichfaltigfk
Formen über dem Spiegel des Meeres erbaben, und wi
eben dadurch zum Lande, bas in unzählinen Erhöhung:
und Bersirfungen fih von Merrestüfte gu Meeresküſte au
flredt. Die Art und Weife ber Vereheilung dieſer Höh—
und Tiefen gibe dem größten Gontinente, wie ber Eleinfı
Erbfläde, der Klippe, eben die Begrenzung und feinen Si
chenraum, fo wie die Geſtoltung feiner Oberfläche.
J Die Erhöhungen aller Art, in fofern fie von einem wi
dern Standpuncte aus gefehen werben können, pflegt mu
insgemein Hügel und Berge, bie fie trennenden Vertiefu
gen Thaler zu nennen. x
Mligemeine. Vorbemerkungen. 65
Uber auch diejenigen bebeutenben Erhöhungen, in fofern
is aus wiflen, daß fie Über Dem Splegel des Meeres em:
nungen, Dat man, gefeht auch, daß man fie von keinem
fern Ötandpuncte aus ſehen tonnte, ins GBegenfag ber
ife, Berge genannt.
&e bezeichnet derfelbe Aushrud jwei ganz verſchiebene
fie, nämlich bie abſolute Höhe und ben Contraſt
Kiefe und Döhe, ein Umſtand, ber faſt überall bie
erung und bebeutenbe Irrthümer in ber Erb:
Meribung veranlaßt Bat, fo daß wir bier, vom Aufan
‚vor —555 uns u ten haben. Dem wer ai ,
den ingu erhaupt genommen bie Oberflächen
z Rixpyer im Liberhreit ber Reäfte unterworfen find,
nm wird eg, einleuchten, daß es bei dem Ban eines ganzen
iißcpers Richt gleichgültig fenn Cana, ob fi große Erd:
Ben, und wenn. sur nne um wenige hundert Fuß mehr
Are in bie darüber ſchwebende Atmofphäse eintaudyen,
;
ai jenem boypelfinnigen Sprachgebrauche werben aber
nur bie et als ſehr a bald als fehr
tend angefehen, fondern noch weit mehr bie Thaler
d Flachen, von einem falſchen Befidtspunct aus, fafl inss
ammt nur als Tiefen betrachtet. i
Wir Haben aber auf bas forsfältigfle die ‚beiden Ver:
Itmiffe zu berückſichtigen: einmal das relative Verhälts
i der Höhen und Tiefen zu ihren Umgebungen, und zwei⸗
w.das abfolute, als Erhebungen Über den Spiegel des
es. Mur durch beflimmtes, prüfendes Durchführen
u beiben Über die ganze Erſtreckung ber Gontinente kön:
B wir zu einer richtigen Kenntniß berfelben gelangen, und
5 eine klare Anfchauung ihrer Beflalten An Beriehung
das Halberhabene (Basrelief) erwerben, melde allein
mögend ſeyn wird, uns durch das Gemeinfame im ber
zf@giedenheit, Ber Einheit bes Ganzen nachfpüren zu lehren.
Berge und Ebenen, gleichviel in welcher Melation zu
under, und gleichviel ob Hoch oder niedrig an fich gelegen,
be loſſen immer nach demfelben abfoluten Maaßſtabe
Meesreshöhe vergleichen. Denn unter der Borausfeßun
es fiber das ganze Erbfphäroid gleihweit vom Mittels
sch abſtehenden und gleichartig verbseiteten Meeresſpie⸗
s, nehmen wir diefen als den allgemeinen Waflerhos
mt an. Er gibs uns ben natüclichen Fineheilungsgrund,
ı Rullpunet dee Scala, aufs und abwärts, zur Meflung
>» Wergleitgung dee Hervorragungen und @infentungen
drinde. Hieraus ergibt 2 dies erfle Geſez der Ans
aung aller Erhöhungen und Vertiefungen als Ebenhei⸗
Fi Unebenheiten, int Beziehung ar das Erbganze.
-
⸗
- wird faſt allgemein das Verſchiedenartigſte ale etwas G
6 . Allgemeine Vorbemerfungen.
Zugleich aber auch bas zweite Gefeh ber relativen Ans
ordnung des Beſondern in Beziehung auf die einzelnen Erb
ebeile ober die Erdindivibuen nah idrem Stamm und. ihrer:
liedern. i
Unſre Aufgabe wird es daher ſeyn, dieſe beiben im ge)
flöndiger Melation ſtehenden Verhältniſſe der Höhen
Ziefen, ober dieſe formale Seite der Erdoberfläche, in ihr
azwei großen Hauptformen oder Haupttypen, den fogemani
ten Hauptaebirgen und Ziefländern des Erde, fo wie it.
len ibren Modifikationen und bes dadurch Bedingten zu ap
terfuchen. | *
Wie aus bee Combination von beiden, oder aus be:
wo und wie fich beide begrenzen, unb bem: was auf, Ach
und an ihnen fich berührt, alle Mannichfaltigkeit im Ton
organifchen Bufammenbange fig weiter entwidelt, wihh.
dann unmittelbar fich ergeben. ur
323
Erläuterung a. Begriff des Gebirges.
Wenn hier unter der Bezeichnung: Gebirge, als
Contraſte zwiſchen Erhabenheiten und Vertiefungen 9
Id |
Erboberfläde, im Sinne dee Orographie, die Summe.
einer gewiflen Ordnung, nach gewiffen Gefegen und mit I!
Rimmter Begrenzung zufammengruppirter Berge verſtanden
wird; & ſoll hiermit gleich anfangs einigen herrfgendih:
Mifverkiändniffen und Verwechslungen in der Erdbeſcheck
bung vorgebeugt werden. Denn unter dem Wort Su
artiges zuſammengefaßt, oder wenn auch ein Gemeinf
dadurch ausgebrüdt werden foll: fo ift doch ber Charakkik.
r das Gemeinfame von einem Befondern, Eigenthämlidgen
ergenommen. Ober mit einem Wort, wie das Kinb
alle Berge gleich dem einen Hügel an fsinem Spiel
denkt: fo bat au die Erdbeſchreibung im gewöhnlich
Sinne, bisher in gleicher Uniformität das Verhältniß ber
Gebirge zu den Flächen der Erde aufgegriffen, und fehr eins
feitig verarbeitet, ba boch die Individualität in ben Foemen
ber Erboberfläche als eine nicht aus dem Begriff, fonderm
aus der Anfchauung hervorgehende, in der Wiffenfchaft ibre
Stelle haben muß, ehe noch von allgemeinen GElaflifitatiowen
bie Rede ſeyn kann.
So ift, um vorläufig nur einige Hauptpunfte zu bei
richtigen, denn bie individuellen Geſichtspunkte kommen bei
jedem Lokale ſelbſt vor, der hydrogtaphiſche, der geognofti de
ber bergmännifche, der, länblichfittlicde Begriff von Höße
und Gebirge fehr häufig mit dem reinorograpßifchen ver:
wechſell worden.
Higemeine Berbenerkungen. Ag |
3) Geegebirge -
4 7 Kapkifde: feitdem Bäache *) ein Oyſtem ber
isphöre 2* im 3: 1759. end ſein Memoire sur
haines de Miontagnes du Glöbe terrestre fernuagab,
* er bie Gebixgoketten als zuſammenhangende dr
weiche die Continente in gewiſſe Quartiere ab:
u Züge füßrte er bu die Meere und ferns
Dreane hindurch über | die Sufelzeipen, Klippen
"zu Untiefen (que je regarde comme les sommets
‚Site des montagıes marine) Aber ohne auf Be
u zußeuden Grunde, ch dieß unter andern
Retur alle Bulkaninr: m w Atlantifpen Deean
die rund umber aus ber unergrünbeten Tiefe em:
und wenigfens fo weit wir jtgt beobachten Kun
kin Beweife, fonbern nur Anlaß und ünege Ber
eines v —*5* Gontinentes (der Atlantis) bat
wie udn ben — wenn bie
sen, und in den ie
ch
——ã unbenen Skin, Befäigungen einer fi bin
u ver * —— base Die Eintheilung bes
ns diefe Chaines de Montsgnes marines, bie
7 Seegebirge genannt hat, in Waffins ober große
een, ‚dat keinen hinreichenden Grund in der Natur,
eine intereflante Anfiht derfelben von einem hypo⸗
Standpunkte aus.
laſſen fi auf einzelnen Bebieten allerdings folche
weine Kortfehungen von Bergzügen nachweifen, wie 5.
n ben Mittelmeeren, aber dann treten, wie z. B. bei
Veutiſchen Inſeln, denen des Griechiſchen Ärchipels,
w — — Bicilien ) u. a. O. m., anderweitige
rũnde
d die — von Gebirgsnetzen, Gebirgs⸗
eribianen, Parallelen u. a. m. meiſtens nur
Natur hineingewaͤngte⸗ nicht aus ihr hervorgetretene
8) af ferſcheide.
Berfgieden hiervon find Büache's Chaines de Mon-
nes terrestres +44), die Landgebirge, welche nad ihm
mmt werden bush die Quellen der Fluſſe und duch
) „Histoire de ——— des 13 Sciences A, 1982
ssay de Geo e sique'
e) v. Zimmermann zu Malte Far Kor. : 1.5 — e 313-
..) Dtto Raturgeſchichte des Meeres. azH. ar
»as. Kircher mundus subterran. ?.
Schulz Über den allgemeinen Zu —— Ze u
mar 1803. 6.62.94. ‚+tt)
68 Allgemeine Vorbemerkungen.
das Gefälle der ſteömenden Waſſer (pente du terrain
durch den Waſſerlauf. .
Wenn allerdings ein ſolcher Waſſertheiler (point ve
partage) oder eine folche Waſſerſcheide (Divortia aquarumf‘
eriftirt, wie dieß in der Blaflifchen Schrift Über den
menhang ber Höhen bewiefen ift, hiernach die Erbol
auf das beftimmtefle eingetheilt werben kann, und dieſe
eheilung die intereffanteften Betrachtungen barbietet **)
ift dennoch dieſe Eintheilung, obſchon fie alle Länder:
Erde mit einem unabänderlicden Nepe von Waflı l
wirklich überzieht ***), durchaus feine felche, weile ©
"Werfen der Geſtaltung ber Wrögangen darzuftelen vermölßf
- Diefes Wefen befteht im Hervortreten ihrer Gefamtmait
melde: unabhängig von der Waſſerſpülung ber egen u
gen Ströme, die nur an den Oberflächen ihre Seflalten
arbeitete, allein bucch den Kontraft ihrer abfoluten DW
und Tiefen nach den Sefamtverhältnifien der Exrdinbiviäg
zur Anſchauung kommt. Erſt mußte bie hervortrete
urſprümliche Geſtalt des Erdindividnums vorhanden fe
bevor das Geſetz der Waſſerſpülung bie Oberfläche model
konnte, und dieſe Spülung konnte die dee Meere, meiſt d
vorhergehende, wie ber ſtrömenden Wafler, meift eine nach
gende fenn, alfo boppelartig; fo, daß das gegemmärtige RU
der Waſſerſcheiden nur eine tertiäre jüngſte Mobifitatrom AR
Erboberfläcden darſtellt, welche oft von EAN primären‘
abweichend feyn Tann, und demnad von fe i
r wichtigem SE
dium bleiben wird, oßne feboch bie Brundlage aller Ein
lung der GSeflaltung der großen Erbindividuen abgeben:
koͤnnen. Aus ber Berwedhslung ber ſehr mannichfach
bei vorkommenden Verhältniſſe, welche erſt noch auf
anzen Erdenrund durch genauere Beobachtungen und
ungen erforſcht ſeyn wollen, ging ſchon ſehr frühe m
"ungegründete Kolgerung bervor, die fi in nicht }
allgemeine geographiſche Befchreibungen und Syſteme e
"deüngt Haben, zumal aber diejenige daß dieſe Waffe
auch immer mit dem Gebirge zufammenfalle, oder urit ihe
Eins fey. Noch viel weniger iſt vorauszufegen, daß da, w
eine Wafferfcheide if, auch ein Gebirge ſeyn müſſe.
7 Aber biefe verführerifche Anfiht hat die neuere Ber
- geaphie angefledt, umd flatt bes Zufammenhangs ber Hößen
ober ber Höbenlinien, alle Gontinente mit wirklichen Ge
birgsdetten aller Art überladen, bie nur zu häufig blos üı
a antafie ber Kartenzeichner und Kompendienfchreibe
exiſtiren.
*) T. Livius XXXVIII. c. 48. **) Dante Prose Venes
. 1798. II. T. p..24. #. Br. Edel a. 0.0. ©.69. Rhod
ec: im Wiener Saheb. der Sit. 2900, Kl, & 15%
Allgemeine. Vorbemerkungen, - 69
Es if daher nothwendig geworben, : überall au ben ers
ſten Quellen und urfpelnglihen Anfichten und Berichten,
aus denen alle folgenden fi erzeugt oder an bie alle fols
genden fid angeſchloſſen haben, zurückzukehren.
Erſtlich bilder ein wirkliches Gebirge in weitem tiefeng
Besplande zuweilen boch gar keine ſolche Hauptwaſſerfchei—
bungslimie, wie 3. DB. der in diefer Beziehung infelartig lies
pr Harz; das ganze Bebirge liegt außerhalb der erfien
ferfgeiden, und wenn diefe ben Grund des Gebirgsſy⸗
fkms abgeben follen; fo find jene niche darin liegenden nue
de ige Trabanten anzufehen.
Zweitens: Wenn auch beide, Waſſerſcheibe und Gebirge
miemmenfollen:- fo iſt boch oft ber Zug ber Wafferfcheide
völlig verfhieden won dem Zuge bes Gebirges ſelbſt, wie in
dem sangen Pyrenäen: und Alpengebirge *). Dft liegen bie
Fr Gipfel einer Gebirgskette ganz außerhalb ber Waf:
kefgeide, die auf einer nur mittleren Erhebung derſelben
fertgiche, wie 3. B. ber Mont perdu der Pyrenfaͤen im Süs
ben ber Waſſerſcheide ber Parendenteite liegt und nicht in:
ihres Zuges ). fc ziehe ſich die Waſſerſcheide
Ne neben der boben Gebirgskeite auf ber Ebene Hin, 3.
B. im Süden der Karpaten zwifchen dem Dernad unb
Depuab, wo die Wafler des Baltifhen und Schwarzen Dee:
166 auf ber ſelbſt Hügellofen Ebene von Teplich und Ganocz
1860 5. über bem Meere), aber durchaus nicht auf dem
open Kamm der Karpaten fich fcheiden, und fo a. m. ***).
Drittens, Es zeigen fich große Erſtreckungen auf ber
Ihieberfiäche , wo zwar Waflertbeiler find, aber keine Ges
jitge, mämlich wo oft ſehr bedeutende abfolute Erhebung
u Ebenenbildung, oder ganz unfcheinbarer relativer Er:
ebung zufammenfält, und biefes kann zwifchen hoben Ge⸗
gen und zwifchen ſehr großen &tromgebieten der Kal
na, wie 3. B. der Waſſertheiler zwifchen Rhein und Do:
am im 2. des Bodenſees, der weder ein Dauptrüden noch
sberhaupt ein gen ift, wie es fonderbar genug über:
BB heit *). o bie hundert Meilen langen Bergrüden
Umalli) von Polen und Rußland, hie zwiſchen der Bott⸗
iſchen Bucht und dem Eismeere ziehen tr), und der größte
Beil der Waflerfcheiden des nörblichen Amerika, bes nörd⸗
den und sfllihen Gibiriens, an welchen mehrere hundert
teilen weiten Erftredungen unfre Karten und Geographien
e
” Beognoftiihe Karte ber Alpen von Ebel, vom Bau her (Er:
te, unb Ramond Carte des Hautes Pyrences. **) Ra-
mond Voyage au Mont perdu. Par. 1801. p. 117. ***) Wah-
lenberg Flora Carpatica p.XXXIN. +) ©. ©. Weiß über
einen GSrundirrthum in der Darftellung des Terrains 2c.
*7) 8. v. Bud Reife nad Norwegen. Th. 2. &. 201.
70. Mlgemeine Vorbemerkungen.
Gebirgszüge darſtellen wie Alpenketten, bie keineswegs is
ber Natur fich vorfinden.
Endlich, fo zeigt fich zuweilen eine ganz eigenthümlich
Kombination von Wafleefheiden und Gebirgstetten, wen
aus «in komplicirtes Syſtem, wie 3. B. in Spanien, fid
bilder. Hier ift das Phänomen ber Wafferfcheiben von. ben
ber Gebirgsketten ganz unterfchieden. Kit bie an
fette ber Dorenden ‚ ſondern die Hauptwaſſerſcheide if
politifhe Grenze diefer Halbinfel gegen das Continent wa
Europa geworden, feit dem Traktat von 1660 °), denn bi
Waſſerſcheide if eine imaginaire Linie, bie Gebirgskette eis
bis an so und mehr Meilen breiter Erdgürtel. Die Ab
theilung der Provinzen ift faſt Überall auf die Waſſerſches
ben (Vertientes) gegründet, die aber auf Ebenen li
Daher die fonderbarkten Gebirgswindbungen auf den *
niſchen Karten, da ihr allgemeiner Zug, in ſofern fie näm
lich wirklich als Berge und Thäler hervortreten, ein Paral
lelismus von Oſten nach Werften ift, größtentheils unabhän
gig von jenen Windungen. Daher bie Meinung, ale el
die Flüffe immer die Gebirge entlang fließen, ba fie
wie 3. DB. eben in Spanien und faft überall auf der ganzer
Exde, die Gebirgsketten auch recht eigentlich durchbrechen **
So mie der Euphrat, welcher auf den hoben Ebenen
- meniens entfpringt, und im Süden erſt die hohe quervor
laufende Tauruskette durchbricht, ein Umftand, der felbft ei
sen Henne ***) irre führen fonnte und überhaupt in bei
VBeflimmungen der Geographie der Altın und Neuern nid
unwichtig ifl.
3) Erggebirge.
Der bergmännifche Gebrauch des Wortes Gebirge, En
gebirge bat bie Geographie verleitet, überall wo dieſe v
tommen, auch eigne Gebirge in eänberbefihreibungen umi
auf Landkarten aufzuführen. Doch liegt 3. B. Sreiberg In
Erzgebirge nur zwifchen minerreichen Hoͤhen, und felbft dei
böchfte Rücken vieler Gegenden des Böhmisch: Zächfifchen
Grenzgebirges find nur Hochebenen; Schemnig im Unger
fhen GBoldgebirge liegt im flahen +) Ungarn, und fo um
zählige andere Gegenden, 5. B. zu beiden Seiten des Ural
am Altaifchen Erzgebirge, in Süd: Amerika, erfcheinen am
ben Karten mit wahren Alpenketten ausgeilattet, indeß üı
der Natur durchaus Bein Grund zu biefer Betrachtungsar:
») Pet, de Marca Marca Hispanica s. Limes Hisp. etc
Paris 1688, fol. 2. etc. *% ©. ©. Weiß über bie Rhein
durchbruͤche u. a. in ber Jejitſchrift fiir die neuefte Sefchichte
Staaten» und Völkerkunde. Berlin 1814. April, ©. 363
*xx) Rennell Herobot. Geogr. b. Brebow. ©. 448. 1) Town
son srave)s in Hungary. p. 405, |
Augemeine Vorbemerkungen. 71
A nedmeifen läßt, ſondern nur ber Gebrauch bes Wortes
Erzgebirge, wodurch nur der bergmännifhe Gewinn begeich:
net wird, komme er aus einer Ebene, aus Hügelland ober
ms einem Öebirge.
4) Der Geognoftifche, vom innern Bau des Gebirges
engenommene Begriff defielben, kann erft weiter unten ges
wuer betrachtet werden. Indeß leuchtet fo viel auch bier
hen ein, daß es doch wohl fehr viel auf den innern Bau
er serfdiebenen Glieder anlomme, wenn man diefe als zu
mem Korper, wenn auch nur feinem Aeußerlichen nach, zu
mem Syſteme gehsörig betrachten will. Hiervon aber iſt
ſas jetzt in Ber geographiſchen (äußerlichen) Anſicht der Erd⸗
cderläche noch nicht die Rede geweſen. Sie darf aber, wenn
Fe ein wilflenfchaftliches Streben hat, nicht das Aeußere in
prah mit dem Innern ftellen.
Bean man daher auch mit einigem Grunde 3. B. bie
Keptunifchen Gebirge und bie vom Gap Peloro in Gicilien
us wahre Fortſetzung der Apenninen betrachtet, da fie mit
va Gebirgen Dis gegenüber liegenden Galabriens ganz
leiche Direction, Streichen und Beftandtheile (Granit und
Bueaf) Haben "), fo iſt es hingegen ein ganz willtührliches,
26 biefer Landkartenanficht und nicht Naturanficht her⸗
orgezangenes Verfahren, 3. B. auch die Gebirge von Cor:
Ha und Sardinien als Kortfegung der Senuefifchen zu bes
schien. Daß das granitiſche Cap Corte auf Corſika aber
ine Fortſezung des Genueſiſchen, weit vorſpringenden, aber
us fdiwarzem Uebergangskalkſtein gebildeten Gap delle Malle
, Kingt eben fo fonderbar, fagt ein großer, Gebirgsbeobs
der "*), als wenn das Gebirge der Vogheſen eine Korte
gung dee Jurakette ſeyn follte, was doch ebenfalls in den
kogsapbien ein leichtes ifl.
Dagegen wiederum gu trennen, was ſchon durch die
mie Maſſe als Fin Ganzes zufammengehört, wie z. B.
„u: Alien, Ho: Afrika u. a. m. wäre von der andern
wegtsphifchen Seite wieder eben fo willkührlich, und für
Ye Srötetrachtung im Großen verwirrend und wie bisher
u feinem Ziele führend. Freilich find diefe Erdgangen uns
ur nadı und nach theilmeife zur Kenntnis gefommen, unb
n den maucherlei Völkerſchaften, die außen herum in
ziefpalt und Miderfreit auf ihnen niften und umherzie:
a, als ein ſehr Verfchiedenes genannt worden, aber dieß
it doch von jeher die wahren Beobachter nicht abhalten
nnen, in dem Befondern das Gemeinſame aufzufinden.
“) I cırara Storia Generale dell’ Ttna. Catauia 1795. 8. p.
3574. und Dolomieu Voy. pittoresqne de Naplas. T. IV.
F- >. ") ev Bud über den Gabbro im Berliniidyen
Magazin für R. ıgr9. ©, ım.
78 Afgemeine Vorbemerkinigen.
5) GEinfeitiger Sprachgebrauch von Wei
Der ländlichfittliche Gebrauch, bloße Anhöhen und .
gel, wie faft in allen flachen Ländern, Berge zu nem
wirkliche Berge aber, Gebirge und Gebirgezlige ober '
birgsletten für gleichbebeutend zu nehmen, ferner ein be
ger. Land wie z. B. Heffen, Giebenblirgen u. a. mit
irgsketten zu durchziehen, bie man auf Landkarten u
von Alpentetten unterfcheiden kann, biefes und dergleit
mehr, Hat viel Irrthümer in die phofkalifche Erdbeſch
bung eingeführt, vor allem aber die Deeipung, ale w
alle Hohen Gebirgsketten der Erde, oder bob eines 1
theils in einem bammartigen Zufammenhange fliehen müß
So heißt. es, dag die hohe Alpenkeite der Karpaten
den Sudetifchen Bebirgen in einem großen Bogen von n
ols 100 Meilen ganz Ungarn umgränge, ba das hohe
birge doch wirklich nur 15 Stunden von Often nad |
en fich erſtreckt, bas Übrige nur bergiges Land iſt, de
rößte Erhebungen in der Schweiz nur Vorhügel der Al
Bein würden. Schon Kownfon **) wurde in Un
urch das Wort Berge irre geführt, das wir im Deutfi
er unbeffimme gebraudgen, wo ber Auslänber reif
eſtimmt die Gradationen berfelben (wie coteaux, colli
montagnes, hillocks, hills, mount) unterfcheidet.
Eden fo willkührlich ***) wird die Alpen» und 9
näenkette im ſüdlichen Frankreich durch bloße Hügelre
und Hügelland zu einem großen zufammenhängenden
Dirgsauge von Europa vereinigt, was wiederum allem tv
sen Charakter beider Gebirgsnaturen wiberfpricht.
Der landlichſittliche Gebrauch, dagegen, die FIäd
mögen file tief ober abfolut Hoch liegen, Ebenen zu nen:
und als folge zu betrachten, biefer hat verleitet dasje
au trennen, was feiner Bildung nad ‚jufaramengebört, !
über dem Lleinern Trennungen den überwiegenden Zuf
menhang zu überſehen. &o bat man z. B. in Spanien
. wereinigenden Hochterraſſen t) als trennende Ihäler betr
tet, in Deutfchlaud bie unendlich vielen kleinen, auch
umbebeutenbfien Bergzüge als ifolirende Theile aufgefü
ohne das Verhältniß der vereinendben Bafls in ihren rei
ven Abftufungen zu berüdfichtigen; fo bat man bieh
überall, die alleranffallendfien Erfgeinungen in ber
einiger Erdtheile ausgenommen, nicht beachtet, oder we
ſtens doch in der Geographie nur obenbin berührt,
*) Wahlenberg Flor. Carp. p. XXX, **) Townson tı
250. ***) Passinges Hist, naturelle da Dep. de laL
tm Journ. des Mines, V]. € 813, +) Bowles 6tor.
de Esp: und A. v. Humboldt ın Laborda Itin, dose:
de r spegne. p aris ı808, T. I, pP» CXIV.
wterung 3. Ber egung begeichnender Aus:
rer für HAFEN, ber ee “
beſonders En. —
—
—* Pr ni. LE
„ Plateaux 1
eher old Gröhudel trfdeinen,n ann, de f Kane
ter Höhe liegen und wiederum andre Gebirge mu
1 ober fel —— ſind. Die Belle
ns und ‚en = Dim mit verhältnigmn
Breite, 1; Seimmt Atemben Sieht
[3 tn ver 0% *
R. Eh —5 yon Ho!
1,
un ——* — ſeibſt als Gebisgeländer, a
E m — —ãA —* —— —
Menge, betragpten wir jegegruppen
Be wi gun fle in 7 Drograpfie gu um:
en Bann ——
74 Allgemeine Vorbemerkungen.
hinreichend für das Berſtändniß ber Hauptthatſachen be
nächſten Unterfuchungen, benen überall in ber Folge am
sechten Orte bie nothwendigen Erweiterungen biefer erfleu
Angaben für jebes Lokale folgen werben. Die abfoluse Er
Bebung aller diefee Formen Über den Meeresfpiegei, won
welchem allein nur unfte ganze. Haupteintheilung aus
fenn, foll uns im allgemeinen den Sprachgebraud
beflimmen helfen.
Alle Sefammterhebungen über 4000 Fuß Meereshäße
wollen wir Hochländer oder Plattformen bes größten obe
erfien Art nennen; alle darunter aber der zweiten Art, um
‘die Uebergänge zwifchen beiden, vermittelnde höhere aba
niedere Stufen und Terraſſen. Ginzelne Erhebungen vos
ein bis 2000 Fuß nennen wir Hügel, Höhen; von da bi
an 4000 Fuß etwa niedrige Berge und niedrige Bebirge
Auf die haarfcharfe Bezeichnung diefer untergeordneten Bl
fen kommt fo viel nige an. Die Gebirge ber zweiten
Kaffe, vder mittelbohe, reichen bis 6000 Fuß, über biefes
ſtehen die Alpengebirge, und über 10000 Fuß Höhe die
fengebirge ber Erde.
Hieraus ergiebt fich für's erſte leicht, mas unter Hügel
land, Bergland, Alpenland u. f. w. zu verfichen ift, men
auch hier von keinem mathematifch begrenzten Maaßſtab
ausgegangen werden kann und foll, ba biefer felten in feine
Strenge bei den: weiteften Erdräumen angelegt werden fan
aus Mangel an wirklich vorhandnen Meffungen.
Anmert. Gezimmer der Erde.
Wenn wir ben Ausdruck Gezimmer ber Erde zuweilen ge
brauchen, fo fol er bier nichts don ber vermeinten Zeftigkeit um
bem Zufammenhalten der Erdfugel bezeichnen, fonbern nur eine
Wink geben, daß ber aͤußern Korm eine innere Gonftruttion bo
wohl zum Grunde liege, die erft erforfhe werben muß, und el
erforfcht ſeyn wird, 1*
Schon Buͤache führte dieſen Ausdruck (Charponte du Globe
in die Erbbeſchreibung ein, und Desmareft veränderte ihn in Os
sature du Globe, woraus man ein @erippe oder Knochengeruͤß
ber Erbe gemacht hat. Scheuchzer nannte bie Berge insgeſamm
ſehr würdig das Gebäude ber Erde, und machte fhon frühe au
ihre Bergbaufunft aufmerffam *). Mit dem Ausbrud: Gebirg
der Erbe, verbindet man einen engern Wegriff, mit bem von Gi
zimmer der Erbe will man auf eine innere und äußere Anorl
nung hindeuten , und in biefer Binfiht ſcheint Aleranber vo
Humboldt dieß Wort von neuem eingeführt zu haben. Bon «ei
nen Bau ber Erbe Tann aber eigentlih nur in einer @eologi
die Rede feyn, und theilmeife hat diefen Ausdbrud Ebel aud I
die Gebirgsbefhreibung eingeführt.
%) Helvetiae Historia natural, I. p. 116,
XXXRXRXRXXXXI -
Nach dem, was im ber Einlei über den’ Gang und
ia Biefen Worsenterfungen über den Auedrud in diefer Ars
Weit beigebracht worden, könmen wie, fogleich uns zu der.
Illärang des Befondren wenden. Aus diefem mid eine
jemonnene größere und lebendigere Fülle von Anſchauungen
mb das allgemeine Nefultat ung fpäterhin mit defto mehr
jenem foftematifgen wieder zurüdführen. Bis
en wir uns in ber Tebendigften Ueberjeugung
zur “Unmiffenheit und — —— ——
ammten raphi laſti fers Planes
uns — den — ſtiner — ———
zu vetſenken/ um aus bem Beſondern und
t des Beſondern uns wieder zur Ueberficht
bes Orfammten und wo möglich einft zu einer wiſſenfchaft⸗
Iüßen Derftellung derfelben gut erheben, die bie jehr, ohne
enderweitige Hehe ‚einfeitiges Streben bleiben
—— in die hiſtoriſche Datlegung unſers Ges
—— 3* — —
Fe Die heägaglen Warte,
FE Die fießımenden Wöoffer Gafmnen Rh Seras nad ba
—— ihre Wege, von den höhere in dee eie⸗
Binder; Die Wirkungen ihrer Ballhärigkeit können aber
we in einer großen Mannigfältigleit erfpeinen. Sieſe
mf allen "den Gombinationen entfpredhen, wellfe eines
nis aus dem Wafferquantism und der Zeit feiner Ein-
anf den Erdboden, und andern Theils aus der Zahl
der ihm enigegenteeteben Erdſtellen, Hervorgeben.
auf diefe "Weife entfpeingenden‘, wnerfdjöpflichen
beit des Wafferlaufes, liegt eine ber wichtig
en zur, dem Raume nad allgemeinen, Entwidk
unorganifirten Erdoberfläche zu d logalis
Wielfeitigkeit abe —ã wir, in zen a
ufommen! ' nennen, bie
le —X Fre er dem Wrisfchen außer
wheb, der m ihrem Kreife fich bewegt, und überhaupt
äumlige Baſis alles organifgen Lebens if. i
Bmar find wir daran gewöhnt, bie Gteombilbung,
“e Gier insbefondee betracpten, uns ale einen Über:
"gleigen und giekhartig vorgerädten Zuſtand alles fird:
Waffer zu denken, und nicht als eine fortfchrei:
tenbe Gntwidiung deffelden, weil wir das ganze Erbensund
iberhaupt, als ein überal Gleichförmiges zw betzachten
gen, wie ein menfglihes Were etwa, van dem ber
Meifter die Hand abgesdgen, Bas nun in feiner Wollen:
Yung und — gu begrenzen if. Aber es wi:
verfpricht Aberal) bie Matwebetsachtung. einer ſeichen A:
great
ß
76 Algemeine Vorbemerkungen.
naßme bei ben Stromſyſtemen, und es wird ſich zeigen, daß
fie weniger und meh: ausgearbeitet find, baf deren Men;
theilung über die Erdrinde nicht gleichförmig iſt, und daß
mehrern von ihnen, auch nach unfern de euwärtigen Reunsk
niffen, eine Saratterififipe Eigenthümlichkeit zukommt.
Einmal ift dee Quellenbezirk gewiffee Grremmfpfeme #
wenig inbivibualifiet, daß eben in ihm entweder gang
Jahr hindurch Feine Waſſerſcheide, ſondern eine Gemeile
ſchaft des obern Laufes, der nach entgegengefeuten Wiese:
becken gerichteten Ströme, flatt finket, wie fehr Häufig IM.
Norden der Erde, ober wenn auch nur einen Theil bes |
ves hindurch, nämlich zur Regenzeit, unter ben
wie hoͤchſt wahrfepeinlih beim Niger, Nil in Afrika us:
eis der Ströme durch die Gebirgelandg,
er em Zuge der mie ie irgs
vereäth ſich ber 2. Unentwidelte Zuftand ber 2 bla
in den Meiben von Wüſten und Reöllkieſel wie |
Afrika, oder andermärts von Seezügen bie Wergthäler
lang, welche als wahre Stromerweiterungen jegt nur
durch reißende Bergfiröme, Gataratten, Felsketten u. f.
mit einander in Werbindung I fieben pflegen. |
fih diefes in dem niedern Boden ber Polarländer wie-
den ˖ hochſten Gebirgslänbern füblicher Breiten, wo Alpf
bildeten, weiche andern Landſchaften wiederum gäuzlich
lem. Auch zeige ſich die unentwideltere Form in ben
Stromgebieten — beim Austritt derſelben, aus faſt al⸗
len Gebirgsganzen der Erde, in den Sumpfregionen am
Grenzſaume derſelben. —
Am untern Laufe der Ströme findet fich völlig aucgo⸗
wirkte Thalbildung und öfter auch wieber Auffüllung‘ bass
felben, in den einen, wie 3. B. im Nil, Ganges, Eupbrat
m. f. w.; indeß fie in anbern, wie im Niger, ben GSibiriſchen
und Amerikaniſchen Strömen, öfter minder bemerkbar if,
und hier fogar zuweilen Zwitterfiröme, zwiſchen zwei Sy⸗
flemen, wie der Gaffiguiare in Südamerika, wie am ee
oberhalb Martabon zwiſchen dem Ava und Peguftrömen,
wie am Annam zwiſchen dem Siam und Sambojaflrom, wie
die Tärando⸗Elf gwifhen ber Tornea- und Calix-Elf im
Lappland u. a. m. fich bilden Fonnten.
Auch hier müffen wir nur vorläufig, um bes Verfländs
niß des Folgenden willen, einige Bemerkungen voranſchicken.
Erläuterung 1. Flußgebiet, Stromſyſtem.
Wenn der Zuſammenhang ber Höhen *) auf welchem
wie uns bie mathematifche Linie der fortlaufenden Waſſer⸗
*) Br, Sulz über ben Zuſammenhang ber Höhen. S. 5. u. f.
Befefene, Oufmiier. - 77
ur Fnareeiie beine u **
des t: fe. 8 das im
ie, an sum Wesre RP
dit deren
i r — 1
Enblinie, alı Int Iogtıs
Sinnfel, Br —46 —*
Anfangslinie it der und der
Raum Auellland, aber Rs
Ciremt. Alle bem legten Stroms
Yale Buftfe, weige be ben Gelber Kalnte Beigweimme
* e Silben.
—— * den
a wie Peri
. Fed ger ——
—— En re ee
— — wollen . GE
nennen.
zu Di Bersleigung dr Ertemimen mih Base znb
dit (Gapeciäe) tan dan Gl ieflamen, nu0 Bine
die €: —— [EG
x —5— —— a: — Ei
e Bei
Gettexer, unb Dite Cpfem ein
Pen 2800. . »i “) Busche Essai ——————
— ‚Mom, Ye Pamdante Aazia,
‚sanserusat. I’histoire Fr
| aoie, T. XIV. 2376, _
78 ‚Allgemeine. Borbemerfungen.
chineſtſchen Fluſſes auftreten nad ber Gradation, weld
etwa fleuve, riviere, ruisseau im Franzoͤſiſchen bezeichne
Wir wollen nach der Länge und dem Flächenraum
bie fie famme ihrem Quellenbejzirk einnehmen *), in Werl
Hung auf einen Erdtheil insbefondre oder abfolut zum Er
- ganzen, fie als Stromſyſteme vom erſten, zweiten und bei
ten Rınge betrachten.
Au der im Ganzen unbebeutendfte Fluß erlangt gra|
Wichtigkeit für das zu Im gehörende Lokale *). H
Kleine Baieriſche Iſar z. B. nimmt aus ihrem Quellenk
zirke bis zur Mündung, von ber linken 860 fließende Wa
auf, darunter 44 Flüßchen; von der rechten Geite 4551
59 Rinnfalen; zu beiderlei Seiten rinnen 151 Seen u:
bedeutende Klüffe in bie Sfar. Sn allem: wird fie bug
156 Seen und 19393 Duellftcöme, die ſich in 105 Rinnfak
in fie ergießen, ernährt "**). Die Ifar ift aber bach mm
einer bee 34 Zuflüffe (und nur vom vierten ange bderfe
den ***"), des Donaufltoms, welcher in Beriehung auf»
Stromſyſteme der Erde, nur zum dritten Range gerechn
. werden kann. F
Nicht die Größe allein, ſondern bie ganze Combin
tion +) der Mannichfaltigkeit dee Natur im Stromfyfle
foll uns hier die ganze charakteriftifche Individualität be
elben beffimmen IF). Ahr liege eine phnfifche Einheit zum
runde, beren Princip ſich matbematifch barftellen läße +++
welche auch der Naturblid auffaßt, wie dieß im Orient w
den rößten GStromſyſtemen, 3. B. bes Banges ud Inde
der EN war. Mäbar ), d. i. die große Furth, *
in Sftindien insgeſamt alles Land vom Bengaliſchen Ge
länge dem Ganges an beiden Seiten aufwärts bis gi
hohen Himalajakette, und entfpriche ganz unſerm Begri
von GStromſyſtem. Mit gleichen Säarlsliee haben %
Morbamerikaner die hiſtoriſche Wichtigkeit ihrer Stromf
ſteme aufgefaßt.
Anm Waſſerſcheiden als Tragplätze. Die Wa
ſerſcheide, von ber wir ſchon oben geſprochen, bezeichnet übers
*) Rennell Appendix’in M. Park trav. p. XVil, In bi
Philosophic. Transactions. Y. ‘1781. p. 87. und Maj
Müller bei Dtto a. a.D. &. 130. **) Scheuchzer llelve
hist. natur, 11. p. 4. ***) v. Riedl bydrographifhe Kar
von Baisrn, VILM Al, F. Marsili Danubius. zo
1726. fol. T. Vi. Mapp. potamograplica. fol. 59. +) Reı
nell Ganges in Men. 4 a Map SE Hindostan, 3 Ed. |
308. ++) Playfair Illustraiions of the Huttonian The
ry of the Earth. Edinburgh 1802, 8. p. 367. FD Pla:
fair a.a. ©. p. 102. +++) Th. Maurise Indian Ant
quäties, London 1806, T. I. p. 230,
Mänbungen aber denk Atlantikden Kilen Di.
3 melde hier durch % große Breite des Yolarifgen —
er geftennt find. milden Zeplich und ("7
reeres an) "Die Kautaker Bahnen (ide San
eer *
e Früffe, mit I ——— se
— rin De — Basel
en. Bafe! aufen um
se), — ſehen nie an ihnen yordber, er en
auf biefe Steinhaufen zu werfen, damit, wie fie fagen,
Schridegebirge nit Meiner, fonbem gröfee werden
Birklid Liegt * Gebrauche die ſe tige Bemer⸗
Ing unter, daß die Waſſerſcheiden nicht als abfelute Grenzen: zu
Hrahten find, und def die Flüffe —— berwarts laufen, foR-
m nad) ihrem Urfprunge zu. au) ırtö fpreiten, indem bie
Wadllen aller Bäche und löffe,. wie dieg auf ben Dochgehirgen
Veförend wird, wirklid) reculiren +). .
Bür bie weiten Flächen bes Norbens_ber Erde in Rorbames
Me, find diefe Wafferfeiben ald XTragpläge (partage, trans.
ü Norden * en — hen (wos
m, tragen „ehr wichtig gerworbenz mar
— nen enaunt —8 —— .
be zwei ſoiher Moloden zwiſchen dem fhwarzen und dem
Innere in Btufland; der. eine zwiſchen dem Don und ber Welga
Beriggn, der andere oberhalb Tſcherdin zwifhen der Tolwa
Yetihora. In Ungarn heißen fie Käp, wie J. B. Bhemese
weiten ber Themeſch und dem Marofd.
Zn den verfciebenen Erdtheilen find fie aud ſehr derſchieden
müheilt, und. nicht von gleiches Beet Amerifa +++) hat
kamg tige zwifhen dem Oft» und MWel-Dceans 14
B * ige zwiſchen den entgegengeſetten Meerbeden, iſt
* —* En ee —— mad u Karl der
** on ihre ien un! 2
eihmen fi durch die Armuth biefer Hauptformen ber ee
gu
#
®) Lewis et Clarke ‚Voy. p. 188, **) Wahlenberg Flor.
Carpat. p. XXX. Yallas Stuffifche Meife. 4. Th.
IU. p. I. vun) Reue Kordiſche Beiträge. SH. IL. P. 95-
# Journ. de Fhysigue 1810. Juin un) Puamor Vor:
sique dans les Pyrenees, p. ser Rot
if ..&. 3 „Il. ©. 41.
—— Seh DH
umbold: Essay po)
lour. Bsp. I, ch, 2, ö
80 Allgemeine Vorbemerkungen. 4
| gebirge aus, welche als eine Bedingung einer Art ber Commmen
sation des Innern eines jeden Erdtheils mit feinen Umgvenamin
gen ,. boch ſcheint verausgefegt werben zu muͤſſen.
. Die Hauptwaſſerſcheiden theilen bie Gröoberfläden in
große Weerbeden (Bassin de mer) ber erften Art, in ı&
‚aweiten unb 26 ber britten Größe; deren Betradhtung und
unten an einem. andern Drte befchäftigen wirb. Tr
Criöuter. a. Richtung, Befälle, Oberers, ii:
| der und Unterer Lauf der Ströme, 2
Die, HYauptrichtungen ober bie Normalbicectiom
Brime wird theils durch bie gegenfeitige Richtung ‘
en jeitungen in Verbindung mit bem rs ıfei
Hp ni ihrer Waflermaflen unb ihres Falles, |
durch bie Beide enheit und die Gtructur ber Gebirges Wi
Erdmaſſen, welde fie auf ihrem Laufe ee ww
Dinge. In den Richtungen bee Ströme ftellt ſich je ed
gang deutlich, bas Geſetz vom ‘Parallelo we ber Kräfte. U
aber nur felten, ober vielleicht nie gebt bie Stromrigt u
* allein aus ben unter einem gewiffen Winkel mit geniſſ
Kräften zufammenftoßenden Waſſermaſſen hervor. Oft tuBER
noch die heterogene, widerſtrebende Kraft ber Maſſe des Beg
108 hinzu, welche mit einwirkt auf bie Richtung des Stromik,
Die kleinern Abweichungen von ber allgemeinen Richt
werden oft allein durch den wiberkand der Gebirgeme
verarfat. Dieß ergiebt fih 1. DB. fehr auffallend an
MWindungen bes Rheins zwiſchen Bingen unb Raub, “u
obern Zeffino, am bee Dal⸗Elbe in Schweden, u. a.
wo dieſes genauer verfolgt worden ifl.
Aus der edigen, im Zickzack an einander 3327
Kette, von immer kurz teen, Iongitudinalen und
transverfalen Thälern, werden, wenn der Strom aus nl
feften, .gefebichteten, nn feifalinifgen „Sebirgemelte pero
sreten iſt, feine Diegungen nur fanften
wenn er in ein leicht gerflörbares Höysebirge, wi im
keres, — — Land übergeht. Das geüb
Tann aus einer richti 27 Zeichnung bes Stromlaufs 3
gm einen, mit —* icher Sicherheit, auf die Meſſe des
ttes zurũckſch
Die Ströme engsregen ‚ wenn nicht andere maächtü
ere * dagegen wirken, die Gebirgsmaſſen in benjen |
* tungen, in welchen ſie den geringſten Widerſtand
ei Gebirgsarten mit aufgerichteten Schichten
—2 in den längern Thälern immer dieſen Esih
J ") Hausmann —— De Reife, » In. ©. 324. Haut
at, durch die Zuflüfle aber vermehrt. Reißende
b laufen in einer Sekunde einen Raum vom
7 Fuß, bezäßmbare weit weniaer, unbezäßmbare
*
1) Oberet Lauf der Ströme.
ochgebirgen ſtürzen bie Wafler mebe als ba
, Bass eberall Ale den amen *
Biefbähe, Achen, Nan’s, Torrents, Gaven,
w. In den Pyrenaen ) 1. B. beträgt das
Gaven im Durchſchnitt auf jeden Fuß Länge,
sen Zoll; hiezu kommen von Sirecke zu Strecke
Wäle von 2 dis 5 Fuß und mehr, ſo daß fie im be⸗
m Bebraufe viele Luft einfchlingen, und zu Silber⸗
werden. Go wieberbolt fich biefes auf allen Als
bern, Dochlanden und an unzähligen Steilküſten det
Ir
*
ayfair Mustrations Not. XVL p. 354. u. a, D. ) Par⸗
Grundriß der Phyſik ber Eh. Riga 1816. ©. 337.
*) 9. Wiebeling allgemeine Waſſerbaukunſt. Ip. I. &. 41
ahm Anfangsgr. ber Mafferbautunfi. 5. 200. +) Pasumer
y. phys. p. 355. g
y
‚ ”
-
a
3a Allgemeine Vorbemerkungen: -
olarländer *). Selbſt die Alpenſeen Baben noch
efälle, nie B. der Lago Maggiore oberhalb An
zwifchen Nogadin und Arona, in jo unbeträchtlicher
noch ein He von 53 Buß nach den Meſſungen des
fen Morozzo ’*). | a
2) Mittellauf der Ströme | |
Weit geringer ift das Gefälle unterhalb ber
Bürge und Alpenſeen, oder bei Flüſſen, die überhaupt
von geringern Höhen Berabrinnen, wie 5. B. ber Nedar "?
des von feiner Quelle bis Heilbronn, 50 Stunden Lauf,’ ü
ede Stunde Wegs nur 38 Fuß Gefälle, ober auf 38
uf noch nicht einen Zoll Sal bat. Geringere R
giebt das Flußprofil des Ddergebietes }) in Gchlefien, m
eringer ift noch ber Fall der Donau von der Quelle”
Mresburg, nämlich nur 1700 Fuß auf volle 9 Längeng
Horizentalen Abſtandes. Ja das im allgemeinen ſchie
ringe Gefälle dee Ströme hat ſchon äfter die Aufmreräiil
keit auf ſich gegogen IF) und barf auch bei den folgemm
Betrachtungen nie aus dem Auge verloren werden. - _-
Unter Zlußbette verfieht man bie ganıe Breite
Fluſſes, welche nach dem Waſſerſtande oft fehr verichiem
feyn muß; ‚wie 5. B. des Mifffippi zu Natcheg bei wiel
em Stande, Baum eine halbe Stunde (ı mile Engl.)
gem Waſſerſtande 6 geoge. M. (30 miles) FrF); bes
noto, der bei St. Thomas 3 Meilen (3050 Toiſen)
if, zur Zeit der Waſſerſchwelle, aber His 15 geogr.
nad Dupons +++) u. a. m. ' |
Verfchieden vom Flußbett iſt die Stromrinne
derjenige Theil deffelben, welcher der ganzen Flußme
Leben und Bewegung giebt, gieichſam die pulficende Arten
bes Fluſſes if. Im obern Kauf fällt fie meiſt mit be
Bette ſelbſt zufammen; im Mittellauf ift fie mehr bezelt
*) Wahlenberg de altitud. Montium Helvetiae in de V
getatione et Climate in Helvetia septentr, Turic. 288
Tale etc. *%*) Nivellement depuis Turin eto. tä
. in ben Mem. de l’Academie de Turin. A, 3 p-!
“+, Bohnenberger Barometr. erigon. gemeffene den i
Tübinger Blatt für Raturw. und Arzneilunde. ır Banb Zt
Stuͤck ©. 330. +) 3. dv. Sharpentier Klußprofil von Schl
fen. Bresl. 1813. ©. 106. ++) Otto Hybrographie; Parr
Phyſ. der Erbe ©. 228, S. F. Lacroix Introduction & .
Geogr. Math&matique ot Critique etc. Paris. 2 Ed. 182
p. 332. W.@. +++) W. Dunbar in den Transaction \
the American Society at Philadelphia. 1804. T. VI. p. 16
HHf) Dugons Voyage à la terre ferme. T. III. p. 25
71*) v. Biebeking allg. Wafferbauf, I. ©. 450, und Reı
nell Mem. 3 Edit. p.34e, '
⸗
88
+ Se —2 nicht in der —— —
einen Gefaͤlle (pente), zieht aber ‚zus
; en Selswand bes Thale (contrepents
bern Tiefe Hin. Durch fie wers
bee Gtröme
Beisegung: die Serpentinen —
ober langenlauf bildet Mc,
erfor ) des mittleren Stromiam
Rh Infeln, Werder, Auen;
er Ausnafımen Feine Seen, welde ben
Du me caracterifiten. Aber bei biefen
ann lift es fich ſehr Häufig nachweifen, daß fie
_ elegte Seeboden find. . -
Hal. von Schafhauſen bis
| ſberg Sin, und wieder von
I: . Eben fo nachzuweiſen ift es
im Mittellaufe von Ulm an bis zu ben
zungen (ötranglemens), von Kloſter Neu⸗
halb Wien, und von da wiederholt ſich Dies
nung noch einigemal oberhalb Peſth, und ums
min in den Stromengen von Drfewa F) u. a. O.
iR es am Ganges, Indus, Euphrat, in den Ames
menu. ſ. w. Ja im unentwideltern Strönr
m des Ganct Lorenzo, find die Seereihen noch vorbanz
weiche fih als fo viele Baſſins, eins in das andere,
m, and ſo den Strom felbfi konſtituiren; aber bie
e der Gtrombildung konnten bier feit ben wenis
unberten, in einem fo £oloffalen Maaßſtabe wie
d, beobachtet werden FT). ’
e Ucbergänge, welche bie fließenden Wafler aus ben
trodengelegten Seeboden in bie untern machen,
\ efammt bei allen Strömen noch fichtbar, mehr
miger, characterifirt durch Felsengen (defiles), Zus
Manärungen (etranglemene) , oder Häufig no® von
ur das Flußbett Bindurchflreichenden Trümmern
DD ea größerer Felsbänke, Riffe, Klippen, Stufen,
1, weiche die Strudel und Sitromſchnellen (whirl-
zapids, ber Engl. rapides, sauts per Sranzofen,
Rennell Mem. Aber ben Banges a. a. O. **) Ham-
sur le Bastberg .in ben Annales du Musse d’Hist.
T. VL R- 356. RE) v. Wiebeling a. a. D. I. ©. ur.
) Bory St. Vincent im Berlin. Magazin für Nat. Big⸗
).-2808. ©. 295. +) Marsilii MER Gen. Danubii.
40. und 16.5 und Vopowitſch Unterfühungen vom Meere.
+4) A. Ellicor in ben Transact. of ıbe Ameris.
*F.1V. 2.28 ar
F2
.
84 Allgemeine Vorbemerkungen.
oaltos und raudale ber Spanier, Scheweren ber’ bh
bilden, und oft wie 3.8. fo häufig in Nordamerika w. Mi
Gataraften genannt werben. Um bei den nächften Eurg
fen zu bleiben: fo find es z. B. die Saltos be Lob
Suadiane, die Stromfchnellen oberhalb Monte Goraer
Duero, bie Stromſchüſſe unterhalb Saragoſſa bei Sell
im Ebro *); ‚die Hapides ber Rhone zwifchen den
bänten von Pierre Encife unter Lyon °*), bie
der Loire unter Roanne ***) bei Iguerando, bie des 9
tel: Rheins unterhalb Straßburg, am Binger: Lo,
Ganıt Goar, unter Andernach ); die ber Eike
Leitmeritz, Auffig, Rauhe Kurth, KRlingler und Recerh
er Eurch unterhalb. Meißen 7). Es find. die Dia
rudel Fr) bei Grein, die Stromſchnellen bei Klofter U
burg, bie Klippenpäffe bei Tachtali, Demirkapi, Orf
in dem Dnepr find. es bie 15 Porogs unter Katharll
law +1}) u. a. m. | r
.. Diefelben Erfcheinungen finden fi gleich Haras
ſtiſch in allen Strömen der Übrigen Erdtheile wieder, :
ihre Beachtung wird — zu wichtigen Reſultaten
die Gefammtbildung bderfelben führen. Gie erfihem
Giberall die Schifffahrt, oder Kindern fie gang, und y
fen niche mit den eigentlichen hohen Waſſerfällen, «
Katadupen, Cataracten u. f. w. vermechfelt werben. Mi
nebft den fleilen Selsufern und den Alpenfeen charas
firen den obern Lauf der Ströme innerhalb bes H
birges; bie Stromfchnellen aber, nebſt ben weiten
ontalen Seeboben und Gerpentinen, ben Mittellauf
Hiben innerhalb der Stufenländer. Unterhalb ber
Stromſchnellen treten bie Ströme nun in bas horizor
niedrige Slachland ber Erbe ein, in welchem bie dritte
racteriſtiſche Form fich zeigt.
3) Unterer Lauf
Die Strombesten des obern unb mittlern Laufes u
ten, wie fie na und nah an Waflerfülle abnahmen, |
ken gelegt werben 417) ; fo wie die Vormauern in den 0
Stufen durchbrochen waren, wurben damit bie unten d
. ©) Towmnsend tr. II. p. 45 *%) Journ. des Mines.
. W. de *%*) Passinges im Journ. d. Min. VI. p.
J sie) 8. Ockhart ber Rheinſtrom u. f. wm. Maing ı
7) Merperger Elbfitom. Dresden 4. &.7. ++) Rad
ten von ben im Strudel ber Donau vorgenommenen X
... ten durch bie K. K. Navigations⸗ Direction. Wien 1781.
. S. 12. TTH). Guͤldenſtaͤdt Ruſſiſche Reife. Ah. U. ©.
+9 alien dem Bau ber Erde im —* a
} Waſſerſyſteme, Stufenländer. 85
en. lehrt noch heut zu Tage bie Gefchichte aller
Das des untern Laufes wird oft faſt un:
B. des Senegal von Podor zum Dcean auf
ng Fuß nad Adanfen ; des Amazonenftroms
auf 200 lm landeinwärts, nur 105 Fuß, alfo auf
kaum a Linien, nach Gondamine, u. f. a. m.
I Der Drud der hier fehe mächtigen Waffermaffe, ber
2 der Ebbe und Fluth, die jährliche Periode der
I, bewirden bier, moch vor ber Herftellung
ihts erſt noch "einen befländigen Kampf ber
Men Refultat mach der verfepiedenen Localität
ieben ſeyn muß **).
Die Wifrrmaffe des Stroms fucht nach Ausgleichun,
"Ri dutch bie rd un
der Mil bei Cairo; bie Arbeit des Stroms gegen das
Eanib und der Widerftand des Meeres bemwirfen die Ablage
(de) ve, alluvial detritus) des Ströme, welche
unten der Baflerfläche, Barren, Flußtiegel (bas fond, bar-
D; über derfelben ju Deltas +) (atterrissements) wer:
1 © 5.2. um ges, Indus, Euphrat, Nil, Rhein,
haupt an 14 der Hauptiwaflerfpfteme der Erde. Das
patheil, noch nicht gefüllte Räume, fondern weite Müns
en, negative Deltas (Negative Delta oder Inlet of
Ocean ber Engländer) FF) zeigen ſich bei 9 großen
efferfoflemen, wie am Ft Senifei, Sanct Los
), Columbia: Fluß u. f. w., Eur; meiftens im Norden
Ede, und felbft bei den Eleinern Elfen und Creeks.
Eine andere Eigenthüimlichkeit des unterm Laufes, if
iss auferorbemtlich häufige Wechſeln ber Gtromrinne, und
das Wandern des Gtrombettes HF} von einer
Beite ber Ebene gur andern, welches bei dem Ganges,
us, gr „Rhein, hiſtoriſch verfolge fo merk:
her Raufe der Ströme beginnt bie alljähre
W wiehntihrende, allgemeine Ueberfehmenmmung bes Flach⸗
Playfair Illustrations, p. Srede Beologifhe Beob⸗
2 über einen —A —S—— Länder. Halle
* ©. 56. u. a. ©. m._**) Playfair, Illustrations Not.
. p- Bst, "e*) d, Wiebeling Allgemeine Baſſerbau⸗
int 7. &.16, M Andenasey —
9 . 190. user. unt unbar
B Dherdor, Abe Minieipps and he Delte in ben
Transact. of the Americ. oc. ar Philadelphia. —
T. VI. p. 165, +44) Rennell Mem. 5 Edit. p. 340.
Elphinstone Cabu), p. 26 und 654, J
86 Allgemeine Vorbemerkungen.
Tanbes , unter allen Xheilen ber Tropen, und be
richtet fi der neue Anfas des Thalbodens, bas 8
sat der arbeitenden Ströme (zorazıs seyarızas), im
Herodots *). .
Wie diefe nun in ihrer Mündung einem Binnem
ober einem Dcean mit Ebbe und Fluth zugewendet
je nachdem ändert fid auch wieder die ganze Natu
untern Stromlaufes ab. Diefes zeige fih 3. B. bı
‚Dauptweflerfoftemen bes Nils, der Donau, ber Wolg
ſes Kleeblatts der nicht = oceanifhen Waſſerſyſteme
Theils, im Gegenſatz derer, die den höchften Flutht
Oceans zugelehrt find, wie bie Chinefifchen, Indi
Oſtamerikaniſchen Weltfiröme, und dann derjenigen, I
nur minderhoch von ihnen affieirt werden können,
mehr dem Welten und Norden als dem Dften unb
jugelehrten Mündungen ber Ströme.
Erlaäuter. 5. Die Stufenländer ber Ext
Es ergiebt fih ſchon aus diefen bier nur vor
angebeuteten Hauptverhältniffen der Stromfufteme,
man fie im N mit fich felbft vergleicht,
in Beziehung auf die Hochländer und Klachländer ‚der
. im Ganzen betrachtet, baß fie drei Hauptformen |
welche in derſelben Succeffion von ber Höhe nach der
fih allmälig entwideln.
In Beziehung auf ben Strom bezeichnen wie ee
die Auspräde: Dbderer, Mittler und Unterer St
lauf; in Beziehung auf das Areal des ganzen Wa
ſtems können wir fie die drei Stufen, und die Län
dieſer Succeffion gedacht, die großen Gtufenlänber
dins, steps) der Erde nennen.
Denn biefelben Geſetze, bie fih im großen in
em zeigen, wiederholen fich im verjüngten 1
abe in den Achten und in der Verzweigung jedes
nen Zufluffes wie des ganzen Waſſerſyſtems. Nicht
bier der Grund, wie bei der Vegetation in ber gleich
wirkenden Kraft von der individuellen Wurzel aus,
unten nach oben, liegt: fondern weil bier eine univ
Bedingung, von oben nach unten, nämlich eine fr
allgemeine Waſſerbedeckung, mehr als bloße —
wirkliche Thatfache iſt, von ber fo gut einſt eine &
ganze Erde gleichartige Urbilbung aller Waſſerſyſteme
gegangen, wie von Einer Wurzel aus, die gleichfi
9 Herodot II. c. 11.
Bafferfpiteme, Stufenländer, 87
ben einzelnen Baum: Individuums mod
entreidelt.
fe u Eine ge — im Baum
don it, fo auch bi J
fetrdung cin Gofem von Thal und su ar
bung nah unten zu, deſſen einzelne Glieder
"pafäkig von hie und daher kommend, fo und fo
tonanten' Befeh *) "im giriefbemien
fon!
daf Hk nur eine folde Gemeinfaft der ke
0
‚auf eine Gemen h fi
rn
2 ee iFigkeit In ber Wirkung bedingt nun
Reslität in der natüclichen Einthritung in jene
Gtufenlinder, deren mefentliche Charactere eben dies
jenigen zu feon feinen, weiche wir oben angeführt haben,
N J ien ber Stromſyſteme werden es im
ber meiter entwideln, mie auch ba wieder verfchies
Unterabtheilungen eintreten fönnen, und
eben in “ un % entgümtigteit jedes Hauptwaf:
mobifieist ifl. f
Diefe Betrachtungen erlangen in der allgemeinen Erd⸗
8 ‚größere Wichtigkeit, wenn wir bedenken, daß.
je Dölker ihre höhere Stufen der Bildung, nur inners
des begünftigten Locales ber Hauptſtromſyſteme er:
', und bag das Pulfiren biefer Erdadern geichſam
‚ja den natürlichen Anregungen bes Körpers bes Men-
lechtes, aus ber arm Maffe ſich zur Perfön-
eines Volkes und Staates heraufzubilden, gehört.
“)Playfair Wustrat. of the Hutton theory: pı 102, *#) Play-
ir JIL. p. 402.
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4—
Erſtes Bu.
frei
——
+
‘
q
La
Ä
Rilgquellen, liegen unter 7 bis 8 Br.
Erſte Abtheilung.
Das Gebirgsganze oder Hochafrika.
uebeerſiche.
. 3.
Gun; Südafrika, von ber terraffenfärmig auffleigenden
Gärtäfle des Borgebirges des guten Hoffnung nordwärts
is zum Aequator, unb bis gegen 5 und 10 N,
(deun die Quellen bes Wahr: el: Abiad, ober bie füdlichftem .
Re 9), und die
bes Joliba- und Genegalfizomes zwiſchen 10 unb 11 Br.
RBr.)**), bildet HEHE wahrſcheinlich ein zufammenpäns
gen und einige Kunde bayon gu er
zendes Hochland der Erbe, welches zu beiden Seiten, nad
der Oſtküſſte zum Indiſchen, nach ber Weſtküſte zum Aethio⸗
ifhen und Südatlantiſchen Ocean, fi in mehren ters
teffenförmigen Ab in die Tiefe ſenkt.
Diefe Zerraffen werden mehr und minder, die Küſten
atlang, Bu Gebirgszügen begrenzt, bie von Süden nach
or eichen.
So weit unfre Kenntniß gegenwärtig reicht, wird die⸗
s Dodland nirgends. von irgend einem großen Strome
Wer Länge ober der Breite nach durchzogen, und alfo niss
gends ducchfchnitten.
—Alle Verſuche, in das Innere biefes Hochlandes einzu⸗
bingen, find bis jegt fruchtlos geweſen; kaum waren
keine Reifende fo glücklich, bie zu en Grenzen zu gelan⸗
alten. Dec verbanfen
wir der älteften wie ber neueften Zeit manche belchrende
und einzeing beflimmtere Nachrichten barüber, zumal über
Vie Grenze des Hochlandes. M
W. G. Browne Map of the route of the Sondan Care
ar from Assiüt te Darfür. 1799. **) J. Rennell a Map
:*he Progreis of Discov and Improvameant
in Ihe Boom. of —R 1798. correcısd 6.
a". Afrite
Im Güden fälle deffen Grenze mit ber Merrestähs
sufammen; im Norden lennen wir nur oftmärts ben Ab
fall: im Alpenlande Habefch, weſtwärts den Abfall im Ko
gebirge, dem Fullah: und Mandingo: Lande, als den weis
lihften. Ausläufer diefes Hochlandes, -
In D. und W. find die innerften Gebirgsketten, welde
in einem Parallelismus mit ben Küftengebirggletten fixeis
&en, die befannteren Begrenzungen biefes Hochlandes. Bes.
gen ©. hin wird es von frieblihen und glüdlichen Bölker
ftämmen, 3. B. den Beetjuanen bewohnt; feine Mitte if
sur durch furchtbare Kriegeszüge und Dorden, Gioguas oben
ea gas, feit der Mitte des 16ten Jahrhunderts bekannte
und feitdem auch unzugänglich geworben.
Am N. wird es dur alljährlich wiederkehrende Krie⸗
geszlige [der Habeflinier gegen die Gallas, ber Darfurer umb
anbrer zur Sklavenjogd gegen die Bergvoölker von Donge
(an den Abawi- Quellen:] immerfsrt unzugänglich gemacht.
An andern Stellen, wie zunächft unter ber Linie von beis
den Küften aus, feht, anderweitige Hinberniffe ungerechnet
die Natur des Localklimas ber Abhänge felbft, vielleicht
Europäer unlberwindliche Hinderniffe ber Beſteigung deffels
ben entgegen, wie dieß auch Nichols **) und Kapitain Zul
keys **") neuefler unglücklicher Werfuch beftätigt bat.
So wie Hochaften feiner Längenerfiredung nach gegen
W. in bie Flächen bes Arals und Kaspiſchen Sees und in
Die. benachbarten Steppen, fo ſenkt ſich auch Hochafrik
feiner Längenerſtreckung nach, gegen N. in bie tiefen ZI
hen von Darkulla, Melli, Wangara, Sana und Bagherme
hinab; 0b aumählig oder plöglich, willen wir nicht, aber
doch fo volllommen, daß von Bier aus gang Nordafrika, pl
ner vorherrſchenden Form nach, nun im Gegenfas von Sübs
afrita,. ein wahrhaftes flaches Ziefland zu nennen ift, ſo⸗
23 gegen das Mittellaͤndiſche Meer Sin, wie zum Atlans
en Dcean, ' aut
Der Körper bes Hochlanbes gibt. dem ganzen Sübdafrika
feine characterifirende Geſtalt. und umber. lehnt fich ei
ferraffenföemiges Küftenland an, und nur in N, D. und ®.
2. nehmen wir auslaufende Glieder wahr, deren Baupe
richtung in ben Bergzügen von Habeſch, Darfur, Bornu
nah N., im Mandingolande nah W. und N. W. ſtreicht.
*) %. ©. Water über Afrikan. Mölkerfunde im Königsberg.
Archiv. 1812. 4. St. ©. 572. **) Proced. Afric, Society.
II. Vol. vm Gnbe. ***) Narrative of an Expedition to
explore the river Zaire, usually called the Congo in
Sputh Africa, in 1816, under the direction of Capt. J.
K. Tuckey eb. London 1818, 4. _ BE
%.
X and
Ingöganzen von u brechen es
b die
—— —
er
m, und daß die andern Ötröme vom dritten, Von
u zuweitew. Hange, nur in den Gebirgsketten des Randes
ee auf den Gel
ud feld biefe
—
Ir
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3:
| aben.
—— —*
tſtesme an e m ven
R ‚zeigt wie wenig ſelbſt "durch bis
ita’s aufgefeploffen und augänge
In
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Hi
Ei
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1
—*
B
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3
F
vor⸗
ß die Menge bes atmefphärifchen Nieder⸗
nem des lanbes, an Regen und Echnee
ifmäßig ge q feyn muß, w
enſeen⸗ dis Sammelpläge ˖ der Brömenden Waſſer ſich
uf den Höhen vorfinden.
Dann aber möchte im Allgemeinen bie abfolute Erbes
ung des DHochlandes, mit feinen böchften Zügen und Gips
tg, nicht ‘bie bedeutenden Höhen von Hochaſien erreichen,
icht diejenige Höhe, welche in ber beißen Zone nothwendig
s fen fcheint, um die auffleigenden Luftfchichten und Dünſte
ufühlen, und als Keuchtigkeit zu jeber Jabrszeit in veichs
“er e niederzufeplagen (f. Lehre vom Clima).
Anmerk. Eacepedes Anſicht.
Lacepede fuchte zu zeigen, daß bas Plateau von Afrika %) Ka)
wm socen Grab noͤrdl. Breite bis zum zoften Brad füdl. Wreite
time, und zählte 9 bis 10 verfhiebene Gebirgöketten auf,
velche nah allen Richtungen bin N nah franzoͤſiſchen Kars
) von demfelben außlaufen follen. Hier In gegenwaͤr⸗
iger Arbeit koͤnnen biefe nur al6 mit dem Bau bes Plateaw’s
en bängente ‚ integtirende Theile hetracytet werben, uber
infer.
t
ĩ
davon ungabhaͤngige, oder daſſelbe erſt conſtituirende Aus⸗
| Denn das Band zwifhen ihnen und dem innern Hochlanbe
egt immer höher, "als ‘das an ihrem äußern Stande gegen bie
Reeresfeite. Die Maflen diefer fogenannten Hauptgebirgeketten
ab ber Höhe und Breite nad als entfcheibende Momente ber
) Lacepede Memoire 'sut le Grand Plateau de l’interieur
de !"Afrique, in den Annales du Musse d’Hist. Nat, T
VL p. 284. |
4 Hochafrika. I. Abſchn. 6.4-
den Erbbeſchreibung ſehr unbedeutend gegen bie Maſſe
Be Typus bes ——ã*ſ und feiner Abfälle, auf weldem.'
dieſe Gebirgstetten nur als. deren Eminenzen ruhen.
Es if überhaupt bier im Worbeigepen eins für allemal
bemerken, wie die gewöhnlide Behandlung ber Erdbeſchreibr
derfeibe Borwurf, wie viele Belidte treffen mölhte, daß,
fer über den hervorragenden Köpfen die Herzen, über den.
en das Wolf vergeffen worden, To in ber Erbbefäreibung x
deben Gebirgsgipfeln der einende Grund, der Boden, ber WE.
Mit Lacepede das füblihe Ende des Ylateau’s unter sog.
fübt. Br. anzunehmen, find gar keine Gründe da; benn es AM
er ellmählig ab in den hohen Gteppen der Beetjuanen, beb:
erivier und der Karcog dis zur Küftenterraffe ber Gapceleg :
wie, alfo unter 34 Grad ſuͤdlicher Breite, nah H. Lit -
wortreffliher Karte, gezeichnet von Gottholdt, ı8ız, wo es Mi}
bas Dieer abfinkt. 55
‚Sacepebe’d Angaben ber Auebehnung find alſo zu geringe:
und mehrere feiner hypothetiſchen VBorausfegungen werben in be -
VFolgenden ihre Berichtigung finden. „m
—
Erſter Abfqnitt.
Suͤdrand von Hochafrika.
§. 4.
Um bie große Mannichfaltigkeit des Baues vom Hoch
lande Hin überfehen und genau verfolgen zu können, werben
wie feine Begrenzung nad den vier Weltgegenben betrach⸗
ten, und zwar zuerſt bie nach dem Dceane zu, feinen Süd⸗,
Of: und Weflrand; dann aber feinen Abfall gegen Norben
zum Slachlande mit folder Genauigkeit und Vollſtändigkeit
verfolgen, als es bie Benusung der wichtigften Quellen zu
dieſem Zwecke erlaubte.
Die neuern Unterſuchungen, aſtronomiſchen Beſtimmum
gr unb die beffeen Karten ") welche wir über das ſfüdliche
frika erhalten haben, belehren uns, daß die frühere Bons
ung: als laufe biefer Erbtheil nad Süden in eine wird
pige aus, völlig ungegründet il. So wenig, wis
e von Europa fagen, daß es weſtwärts an ber fpanifche -
gortugiefifhen Küfte von Cap Finisterrae bis Gap Gt. Bin:
ent in eine Spitze auslaufe, fo wenig dürfen wir uns bies
Aunedruds bei ber Sühküfte Afrika's bedienen, welche
n
2) J. Barrow General Chart of tho Colony of the Cape af
Good Hope, 1791. und G. Lichtenſtein Karte des Europ.
Bot x Frei Vorgebirge der guten Hoffnung, von G. G. Gott⸗
oldt. 1811.
hi Mao, Bien einem orenachen Yııyeau zu lie
Sidet —— ein — von Behirastet,
hä it Längenerfizedungen von
n 5 Duseepllem —— —XR
herrſcht Gier tie trodne afrikani .
— lern vor; mehr —E J
tmcptigkeit"auf diefem CEröfrige, und wir wür
zn mie —— — —X
nnen v
fe wit den Aktien vereinigen wärde. ”
i
Erſtes Kapitel.
vier.
Be Dr pe, —
n6he
— dieſe efer Beiafle gem M. iR
he aber nach unfern beſten —A eilig
u füdlichen Wenbekreis us,. und
Bach wohrfcheinlich das Plateau von Aftii
ter nah N. folgenden Bebirgen „weiß hier .
ji und alle Kann a Slüfchen laufen “2
= Abmekhung na "). Zwar „fee Korn
— en DEE
je ven Li
a: ee
Pr — 1. Abſcha. .4.
—— weiche fie bis zu den Außerften Bei
5 A apcolonie. Hier wird ‚fie ber
bi man meige wifchen dem 1
3 len en > üb; ned. die größte 0
dafrika —* * Pre at uns: bie jest unte
* —— Namen bee Moggevelds Gebirge, als
der ber Sneeuw⸗ und bee Winter: r
als ber. Haup —* der ganzen Fronte, betanne geworbe
— * teen, e dieſer Terraſſe (vom Karre«
Zufluſſe des — * bis zum Hauptort der
‚ £itafı (Lee , unter 6 ir, 30.Min. (
ro 27 Gx. öft. 2. von. Sreenwi, reifeten die Ent
eſer Segenden volle 33 Tage durch ihre Breite ve
* N,*) Lichtenflein, dem wir die vollfänbigften
zichten verbanten, bron te auf dem Ruckwmege von
(von ber Refidenz önigs — 3 Tage
weiter in &. W. * 3 bis jum Gadkivier 17 Ta,
Sede Tagereiſe Ay 8 Stunden, welches einen Weg von
8 bis 70 g. eilen, oder etwa eine birecte Breite vi
Meilen geben würde.
Diefe hohe Bergtersaffe beſteht groͤßtentheils aus
ebehnten Ebenen, welche in einer ſanften, unmerk
Be, von D. nah W. Bin von dem Dranjerivien
emen durchſtrͤmt werben, unb theilt
Fig Grasſteppen, theils mit wafferleeren Strecken
zogen find, deren Ei Einförmigkeit nur durch Salzlacher
terbrochen wird.
BSis jet find nur zwei Bergrüne, bie 9 die Bere und
ga (d. fenberge), von O. fireichen
nt, we be auf diefer Lerraff⸗ hen aber nur 80
353 uß über die Ebenen aufſteigen, welche als ihr
etrachten iſt, bee ſchon in einer abföluten
"von 5500 Fuß _Üüber dem Meeresfpiegel liegen
ee in ltigem Meau mit dem GBipfel des Komi
—66 en ſcheint ***). Die Karree würden ſonach Boc
—* ber dem Meeresſpiegel emportagen.
Erläuterung 2. Begtenzung, einzelne Geb
Die Gübgrenze ber Terraffe wirb durch hohe Be
ketten Gebilber, —* an einzelnen Stellen durch
X Truter and Sommerville Account of a Journey tı
takoo, 1801 in ET DE to Cochinchina. Lond.
**) 8.6. Licht ſtein Beifen m fül
I 16239. a wi en ——
Drum Dice. 9
— ee
. # enntn fer höher
ae ee a
jevelb- Gebirge *). Es ae’
inden er Kane, *
Fläche al
de auffteigen, unter den mannichfaltigften @
Megelz und Lafels Bergen. Alle Haben zu ihren
ein mächtiges, horizontal gefchichtetes Ange:
das au allen Seiten fenkrecht abgebeochen (mie
T brechen pflege), ihnen gemille gemeie
‚en gibt, die man mit Zisen (bei ßes
9) oder mit Platten verglichen Ya
— 1, ba mo die Kette des Roggeveld:
Pr
man
d fo getrennt iff, aus ber Tiefe aufwärtg,
————— ie sei —2—
losberg: fo bı t man ſich auf ber Höhe bee
ten Dnber= und Mibbel: Roggeveld, auf. großen,
liegenden Ebenen **), als die tiefen .
1 zwei! je det Rarcoo, über welche hinab eine
Ausficht fich bis zur Südgrenze bin ausdehnt,
Höhe biefer Hochebene liegt oberhalb dem Komb
| Eonbeldoös: Fontein, 5300 Fuß Über dern Meere *"),
Das abwärts führt dee Weg liber horizontal geſchich⸗
hte Steinbänte, wie fiber Treppen, welche die Ochfenmagen
nur bimabfchurren können. , Zwei Zage braucht man von
lee Häde hinab, um bie Ebene des kleinen Moggeveldes zu
weichen. E
* a) Dis Nieuwedelbo: Gebirge )
ug Ya und hat feinen Namen von bee barunter
0: Ebene, das Neue Feld, als eine der fpätes
Golenifationen, ſes Gebirge gilt füc eins der dig
im Südofrila. Es flreiche in gerader Richtung von
D., bis zu bee Gruppe ber Cchneeberge. WBartom +4).
die Höhe von jenen auf 10000 Fuß abfoluter Höhe,
umb fagt, dap der Schnee 5 die 6 Monat auf ihnen liegen
Bleibe, Bis jeut iR diefe hohe Gebirgskette noch von keis
mem Meifenden überfiegen worden; man tennt nur ihre
Gbenb. I, ©. 148. 258. unk II. ©. bar W. Paterson
——— of Hole Teurneys .3. County of ıhe
Hoszentots and Caffraria. Lond. 1789. 4- ge ver) tige
teuftein, &. 1. ©. 176. +) Ebendaf, Il. ©. 59. }}) Bar
zow ı. ]. 2.101, ®
5 Hochaftita. LAbfhm fh
ife Sübwand. B hält fie für bi en
I Füdtichen Afeita, arrow halt ſie ee hochſten ig
3) Die Schneeberge
ſtoßen an bie vorigen gegen Oſten hin; der böchfte Gig
der Gompaßberg *), dat nach Colonel Gordons Zug
5500 Fuß Meereshöhe, er beftieg ihn im Jade 17 yE WE
Drientirung einer Karte biefer Gegend. Hier ift ber. €
abhang der Hochterraſſe weit fanfter (f. Oftrand vo Afey
als auf der Weſtſeite; Hier fähre man auf ſehr begme
Wegen ganz gemach mehrere Tage fübwärts zu ber w
ſten Terraſſe der Worder » Schneeberge im Diflrice
Reynett. Bier alfo finder ein allmähliges Abſinken
erften in die zweite Terraſſe flatt, welches fonft nach U
Bin überall fteil und furchtbar if. Aber auch gegen 9
ieht fich bier ein bedeutender Höhenzug fort, ber jedoch
et .nur durch einen einzigen Beriche des General Janſſe
befannt worden ift "*). Diefer Überflieg ihn zu dem ober
Seekuh⸗ und Dranje: Rivier, welcher auf biefer höch
Erhebung der erften Terraſſe feine Quellen Bat, und
norbwärts, zwiſchen hoben, engen Zelfenufern, dann
weftwärts durch die flachen Graefluren feinen Lauf ni
Von Bier aus beginnt alfo die gemeinſame, jeboch
allmäplige Abdachung der Hochterraffe gegen W. nach
Richtung bes. Dranje : Riviers. J
4). Die Karreeberge. Ä ;
Innerhalb der Hochterraffe liegen zwei Bergreihen af
dem Südufer und dem Nordufer des Dranjeflufles, bie ja
doch nicht als Abfälle von nach Norden dahinter liegenden
Höhern Ebenen gefchildert werden, ob fie es gleich viellei
nur minder auffallend feyn mögen. Denn auch fie ftreichen
gleichem Parallelismus mit allen übrigen Bergzügen von
nah O. Truter ““) nennt die Karreeberge eine Hügelre
Lichtenflein fagt, baß fie 800 bis 1000 Buß hoch aus U
Hochebene herdorragen, und daß ihre platten Gipfel (Taf
berge) die Höchften Punkte in dee weſtlichen Hälfte bes A
lichen Afrika ſeyen. Sie wurden von den Reiſenden
vom Sadkrivier (30 Br. 16 Min. ©. Br.) aus gefehen,
erfüllten in einer langen Strede von wenigfiens 6 ur
ge gangen Horizonte in der Richtung von W.
na .S. O.
Alle Gipfel ſtehen in gleicher relativer Höhe (hei etwa
6360 Fuß abfoluter Höhe); alle find oben völlig plart, vom
ii,
\
1
*) Lichtenſtein, R. IT. ©. 4. und 30. **) Lichtenſtein, R. IL
SG. 65. ***) Truter Accouns a. 4, D. p. 567. j
drand, Beetjuanenland. 9
als Reg jelz oder
Ppramiben:, Kafelberge erſchei·
Gipfel N jiedenen Räum,
— * Ki gern Stunden vinnehı
Rs und nd Opattun en finb
Straub, ohne
artigen, — gleiche
end, wie ein im hefs
6- Wogenmerr. Man blidt die Berg:
a
—— Berieungen
iaffen angefüllt, ihre H6
gelhichtet. =
bi Die Magaaga oder Eifenberge **).
lift im Norden des Dran) eine Tceihe,
dern Ser Güngeenge bes Banzes der Bertjunnen Lebe
ou und — Steinmaſſen, und
Brauneifenfteii bei Jan : Bloms + $oi
Be. 27 M.) li m diefem find die Höhlen >
denen — een Ye ihre Bronzefarbe zum Hautanz
har = Holen.
up dieſe Hügelreihe, mas nicht zw überſehen iſt,
freie eat * Kartecbergen und bem ganzen Ken
iaſſenſd ſte
Erläuterung a. Dberfläde der Terraffe. .
Die Oberfläde gi * ſcheint im Allgemeis
am eine volltommene um Er ſeyn, mit wenig unterbres .
üben der Karreeberge ift fie
li
— mit loſen Gebirgstrümmern Übers
und wenige Dorn⸗ und faftige Gewächfe ausges
mummen, ohne alle Ds jetation. Im Norden der Karree⸗
ce gegen ben eanferivier if fie mit Grasfluren
miebeigem — bedeckt, welches am Nordufer des
uf bem jr —8 Boden wãchft. Dieter
mit FR und Kolkirfein überfehlittet, darunter +)
Asathe, Dnpze, Garbonyze, Ehalcedone u. a. eds
Eine Beide, wofferleere Wäfte folgt auf der Norbfeite
ber Sifenberge, bis wiederum gegen bas Bette des
2) tigt . @&. 336. **) Trater Acc, p. 385.
“) ki En © Truter Acc, pı 576.
PR 48. 1) Trui Br
"200 Hoohafrika. I. Abſchu. 6. 4.
jnanen⸗ pder Kuruhman-Stroms, damit wechſelt eine .\
feppe mit Geſträuch und Bäumen. An manden ©
über ift dee Boden diefer Terraffe) völlig son Bebe
sin nadter Quarzfels in horizontaler Ausdehnung weitt
feitet. 0
Die Grasſteppe am Beetjuanenſtrom ift deſonders
egeichnet durch einige (öne und eeieplichfpringände. &
‚ien, bie in diefem heile Afcitas Wunbern gleih €
nen’). Aus der reichhaltigſten bricht der Kur
Felbſt hervor. en
Belebte Oberflaͤche.
. Diefes Land zeichnet fich durch außerorbentlichen Ri
thum an Wildprett aus. Denn hier leben noch wilbe
fel, Quaggas, Antelopen, Strauße in großen Deerden,
e in den Ziefen kaum noch einzeln vorfommen; Bier
die Giraffen einheimifch, welche noch nirgends in bie &i
liegenden Terraffen binabgefliegen zu feyn ſcheinen
benn erſt bei der Annäherung gegen das Beetjua
find diefe von allen Reifenden in größerer Anzahl
worden; fo von Paterfon, Truter, Lichtenftein T).
Mur vom Nordufer des Oranjerivier an, wächſt
Hauptnahrung, der Giraffenbaum (Mimosa Camelopar
Jis b. Trater, Acacia Giraffae Willden.) in Wäldern,
ſteigt niche in bie größern Tiefen herab, ift ein reg
xacteriſtiſches Gewächs +7) für diefe Hochterraſſe.
nen Schatten iſt wo möglich eine jede Wohnung ber
juanen erbaut, und fein Laub wird von ihnen wie Bei
gehalten.
Der Menſch.
Dieſe ganze Hochterraſſe iſt noch frei von eueopkifier
Re! ein Eigenthum rein —ã — Völlerkämuse
deren Verbreitung auf ihr hoͤchſt merkwürdig iſt. Es
ihrer dreisrlei, die Bosjedmans, die Korana und bie Wei
juanen. |
a) Die Saabs oder Bosjesmäans.
Diie bſtlichſte Erhebung um bas Quellland des Oramfs
rivier, die kalten, fohneereichen, umftüemten Höhen
noͤrdlichen Fortſetzung der Schneeberge, biefe find der eigenke
liche Sig, has Vaterland ber Bleinen, bogen, thieriſch⸗ res
Den Bosjesmanns, Buſchmänner oder Saabs, wie fie ſich
2) Lichtenſtein R. I. S. 449. **) Truter Acc. p. 388. -
Zichtenſtein R. IE ©, 525. ***) Lichtenflein 8. 11. ©. 4170.
+) Paterson Narr, p. ı27. — Truter pı 285. +1) ©. bie
Abbildung bei Paterson ab, 4. —O
b) Die Roranı
der Zerraffe an —* Ufern
PER en ee ee mise
ein ebler Hottentottenftamm, ber Bean
ee) der Givilifation ſteht, als frine a:
a. in dem tiefet liegenden Xerraffen.
meiten,.öben Steppen au der —* A Su .
: A * J N ae — in nen
lonif st. re. Geſichtsbildu auage⸗
a ihre aablteichen Heerben, ihr Bohltand Rıst fich ert
Unabhängigkeit. uf fruchtbarem chlande leben
in freundligem Ginverfländnig mit ihren nördlichen
arn,
©) ben Beetjuanen,
bie ebenfalls_bı ifen fange, breite,
—e a en nei den Eifräberge don
üfnen getrennt find.
ae ferne, erſt feit dem Jahre 1801 von den
erh SG
un au mi ef en ei
Är ven mertmürbigften Will n Diefen @rbtheils. " Sn dee
Entfernung von 35 Meilen von der Meeresküftet)'
—A ———
unb u eh einen milden Gharacter, Red de
ab des —X Veſchiecht burg Sabnheit ans.
=) xꝛiat⸗nſtein 8. II. ©. gır. **) Truter Acc. p. 78.
Truter una Som: merrille —z —R Barrow tr.
“)
1. Lihtenflein R. IT. Ger; [de
LE En. und —E eing —X
u.
As
€ -
‘
102. Hochafrika. J. Abſchn. $.4. Suͤbrand ıc. |
- Bei ihnen iſt treffliche Viehzucht, Aderbau, bie Kalk,
. das Eifen, Kupfer und Elfenbein fehr gierlich zu verarbei⸗
sen. Cine vollschümliche Werfaflung gibt dem merkwürdi⸗
gen Volke Selbftfändigkeie und Frieden, unb bei Rothe :
wehr Kraft zur Erhaltung der Unabhängigkeit.
Sie find nur einer von g verwandten Stämmen, und.
von dieſen bie füdlichfien Grenznachbarn gegen, das be
Suropäern befannte Land. Denn ı0 Tagereiſen “2
mwärts von ihrem Site, am Kuruhmanfluß, follten die
rolus, die aber nicht exiſtiren, und vielleicht die Murubli
ſeyn Lönnten, wohnen ; wirklich aber leben, nach Ki
fleins Bericht, andre Stämme weiterhin; ja 30 bis 40
gereifen landeinwärts wohnt erfl noch ber neunte und zahl
reichſte iprer Stämme, die Macquini *) (vielleicht vom arce
bifden Ka’na b. 5. die Eifenfchmiebe), im fernen Re
‚oflen an einem Gebirge, aus beſſen einer Seite fie Ei
aus der andern Kupfer graben, welche Metalle fie auf.
geſchickteſte Art zu bearbeiten verfichen.
Anmert, Art ber Verbreitung,
. a
Dieſe Macquini ſtoßen hoͤchſt wahrſcheinlich gegen Oſten
an bie innern portugieſiſchen Beſihungen ber Kuͤſte von 38
und Monomotapa an. Die Beetjuanen, ihre Stammgenoſſen,
kannten ſchon vor der Ankunft Hollaͤndiſcher Coloniſten, aus
gen, bie weißen Menſchen, zweifelten jedoch noch an der Wirklich
eit ihrer Eriftenz. a
ie Art der Ausbreitung biefes thätigen, aderbauenben je
induftriöfen Hirtenvolks nah N.⸗O. hin Iäßt vermuthen, daß
aud in dieſer Richtung bie hohe Zerraffe, welche den Ausſagen
nad durch Feine Gebirgskette queer unterbrochen wird, ſich nd
R.sD. zieht. Wahrſcheinlich iſt fie denn fo wirkiih die Höchfte,.
von thätigen, freien **), glädlihen Völkern bewohnte Zerrafk‘;
des füblihen Hochafrika, mo ſich noch nicht die Greuel der Slas
verei eingewurzelt haben, welche faft überall ben ganzen Continen
belaften, wenn aud bei ihnen das Verhaͤltniß der Knechtſchacſ
nicht ganz unbefannt ſeyn follte, wie man vermuthet **"), u
Doch ſchon find Europäer unter ben fhönklingenden Namen
von Goloniften (im NRoggeveld), von Miſſtonaren (Kicherer bis
jenfeit bes Oranjerivier), von Kreunden und Bundesgenoffen zum
Güdranbe dieſer Terraſſe vorgebrüngen ; möchten fie bed nit beit
Zlud ber folgenden Generationen auf fid) laden, wie ihre Vor⸗
Hänger gethan, die auf ähnliche Weife an ben Küften von Kongo,
Mofambil, am Zacazze, am Senegal und Gambia, unter gleichen
Vorwande vorwärts zu bringen fuchten.
*) Eichtenflein a. a. O. **) Barrow tr, U. p. ers) Li
—E 1I. ©, 516, Barro Par ai
Sütrand, Karrooterrafle, 103
Zweites Kapitel.
Zweite TZerraffe, die Karroo,
$. 5.
Ein einziger Blick auf bie Lichtenfleinifche Karte des
herepäifgen Gebietes: am DBergebirge der guten Hoffnung
ügt, daß unmiztelbar der Abfall ber Hochterraffe durch eine
peite, niedrigere, mie von einer ſehr breiten Zone in W.
m ©. umgeben ift, welde bei einbeimifchen und fremden
die Karroo genannt wird.
Sie trenne die Hochterraffe des Innern von ber ties
em Käfenterraſſe, ift von beiden durch hohe, parallelzies
mbe Gebirgsketten getrennt, deren nördliche ſchon oben
4 8. ı. Erläut. 1.) befchrieben worden iſt In bee
yeite von 20 bis 30 g. Meilen zieht fich diefe Terraſſe ber
mrorwäften um das Hochland; ihre größere Längenauss
faunz iſt von W. nah D., und um 3. B. vom Hexre⸗
mslleof bis Graaf Reynett duch fie hindurchzuziehen,
ut man 16 Tagereiſen.
Eigenchümlich ift es, daß ihre Abfall gegen W. und ©.
ft durch eine, fondere durch mehrere, & uud 3 unter eins
der »arallellaufende Gebirgeketten gebildet wird. Die
ingentbäler zwiſchen diefen, ſtehen oft nur halbe oder ganze
tumden von einander ab (wie Wallisthäler); ber Saum
fer Parallel : Ketten und Thäler iſt durch größern Wafs
rreichthum befruchteter, liegt überall höher als die Karroo
IR, fällt aber gegen das Meer, alfo nach außen zu in
m höchſten Kämmen von 2500 $. Über dem Meere, plög:
ch, ſteil, meift in öden Felswänden binab in die Tiefe,
nen Schluchten mit den böchfien Walbbäumen, die Afrika
et, bewacfen, die Vorſtufen aber grasreih und frucht⸗
e 1:
Billig diefelbe Erfcheinung wiederholt ſich am Südrande
jochaſiens bei dem Abfall gegen bie Indiſche Fläche, nur
ie dem Unterfchiebe, daß dort eine weite Ebene, hier zus
icht das Meer daran grenzt, und bag hier die trodne,
ritanıfhe Natur vormaltet.
Nach dreierlei Haupttheilen läßt ſich diefe zweite Ter⸗
Pe betrachten.
1) Die ebenen Flächen mit hartem Thonboden, im
gen Sinn Karroo genannt, davon 3 die ausgebehnteften
ıd: bie unter den Roggeveidbergen, die in Bodeveld und
eggeveld, einem Theil des Diftrictes Tulbagh, und die
tier den Nieuweveldbergen. Da wo Quellen oder flrd:
ende Waſſer diefe Ebenen befruchten, da verſchwindet die⸗
|
—————
- m
104 Hochafrika. J. Abſchn. Si.
fer verhaßte Nome ber Karroo, und nimmt den der
virten Gegenden an, wie vom Det Tulbagh, Graaf Bis
nett Diſtrict u. a. m. *
2) Der Saum von Parallelketten ſcheint mit ben @
miesbergen, Hantambergen und mit dem Onder Ball
zu beginnen. Südlich daran flößt das Bergthal (We
valley) mit dem Dlifantesfluffe, ber in dief HR: "
von ©. nah N. flrömt. Dann folgen die Hacht lex
Kalten und Warmen Bolleveld, dann das Hochthal
heran (font Wavern) mit dem Breeberivier, ber nach
roͤmt.
3) Von hier beginnen die von W. nach O. ſtrei
den parallelen Ketten ber Zwartebergen, davon die nörb
und mittlere ‚Kette das noͤrdlichſte Langenihai des
ſtrictes, Zwellendam im Norden des Ortes einſchließt,
mittlere und ſübliche aber das Längenthal Lange K
Was noͤrdlich von dieſen liegt, oſtwärts bis Graaf Reyn
und Camdeboo, iſt Karrooboden. Die Zwarteberge ſind
Theil der hohen Wand, welche die Karroo umſchließt,
ihr die Beckenform gibt. . Das ganze Gebirg hat bin
wieder, feine Stufen mitgerechnet, To bis 10 Meilen Breit
Diefe Ketten insgefammt merden auf die gleiche We
von den einzelnen Strömen ber obern Xerrafle in ur
tiefen Schluchten durchbrochen, durch welche binab fie M
zum Meere: ftürgen. Doch find diefer Durchbrechungen wos
hältnißmäßig nur wenige, ba. die obern Terraſſen fo waſſeh
arm find, daß mehr als drei Viertheile *) aller füdafritauf
ſchen .Slüffe im Sommer volllommen troden erſcheinen.
Diejenigen dieſer Schluchten, durch welche man au
der Küftenterraffe aufwärts au biefer gweiten und zu bei
Kareoo, wie durch Päſſe über die Gebirgsketten 2*
werden Kloof genannt. Auch deren Zahl iſt verhältni
Fig gering, daher die Verbindung zwiſchen der Küſtenter
raſſe und dem Binnenlande immer langweilig und ſehr by
ſchwerlich bleibt.
Erläuterung 1. Weftabfall.
a) Chamiesberge. |
Diefe, oder bie Gamis, unter 30 Gr. N. Br., mie if
zen nördlichen Fortfegungen, ben Rupferbergen (Koperber
gen) und andern find noch wenig bereifet. Seit 1777 um
78 wurden fie zuerft durch Gordon und Paterfon **) dei
Europäern bekannt. Chamies heißt in ber Namcagus
Sprache eine Gebirgsgruppe; fie ragen an 4000 Fuß übe
% Sihtenfein N. 1. G. 165. **) Paterson N. p. 5%,
—
a D
u Suͤdtand, Karrooterraſſe. 40 5
Mienterraffe empor Y. An ihrem Fuße greuzen bie
en _europäifchen Colonieen des Caps, an —*
ber Ramaaquas: Hottentptten.
u ©. fichen fie mit dem ifolirten tam, eine
, "der an 1500 Fuß Über bie Peer —*
——— an Bofteveib und, Km Beanalle in
weldes von ben Armen ifantfiuffes (u
Be. Be.) na W, Hin bucchbrachen wird. . m
Nefee Bergzug iſt fehr oft in eingeinftchende Maſſen
%; die in grotesten Regeln, Säulen, Pyramiden ꝛc.
Barren, wie die pbantaflifihen Stonehenge in Eng⸗
nur weit eofoflaler ). Der Fuß umher ift mit herad⸗
* Trümmern überſäet, auf denen einzelne GSaft⸗
—— „Mimoſengebüſche und die colofiale
(Al. dichotama) gebeihen ***), |
isn dem Meeresgeſtade Heigt man landeinwärts über
Bergsäge, wie von Stufe zu Stufe auf immer höhere
mr); fie reichen bis auf 5 Meilen zum Meere, und
ı de faſt im lauter ifolirten Maflen. Je weiter nacy
deko näher rüden diefe aber immer mehr und mehr
men, bis fie ſich in der Körpermafle ber Rarronterraffe
igen. Zwar fagt Paterfon, daß fie aus Granitmaflen
m; aber nach Lichtenflein iſt es wohl eher groblörnis
Sandflein mit eingefprengten Quarzgeſchieben. Sie
wach Paterfon reich an Erz feyn, machen den Anfang
upferberge; Kupfer und Eifenerz in Menge fand Pas
ı auch noch im N, des Dranjerivier.
Bandfleingebirge macht aber nah Barrow Fr) ben
m Theil bes eftabhangee diefer zweiten Terraſſe aus,
sächtigen, horizontalen Bänken mit fentrechten Quer:
en und kubiſchen Ablöfungen (ob Quaderfandflein ?),
m Die gufammenhängenden Maflen zu Tafelbergen
* mauntain), bie ifolicten erhalten die Thurm⸗ und
tm.
Bartow vermutbet, daß biefer Küftenabfall in einer
te von mehrern Meilen die Küfte entlang norbmwärts
segen den Meerbufen von Guinea fortfege, daß feine
ümmesung bort den ganzen Küftenflrich von Weſtaftika
. des Aequators überſchüttet und zu bee Sandwüſte
formt habe. Wir werden ſehen, daß diefelbe Bergkette
gegen S. ununterbrochen fortſezt bis zum füdlichften
an ber Fals⸗Bay,
Barrow tr, I. p. 385. *) Barrow tr. I, p. 372. ***) Pa-
‚erson Narrat. p. 56. +) Paterson Narzat, P. 126. tt) Bar»
row. 1, L p. 8% "
“. .T 37T
106 Hochaftika. I. Abſchn. 5
b) Pikenierstloof, Roodezandtloof.
Ueber diefes Sandſteingebirge führt aus der Küſten
raſſe der Pikenierskloof *), ein fahrbar gemachter Paß,
'2000—2500 Fuß über die Küftentertafle (3000 — 3506
ae Hoͤhe) fi erhebt und in bas hohe Der
führt, welches von der Karroo nur durch niehrigere.
güge getrennt if. Rur in unzähligen Windungen fehl
gelt fih ein folder Pas von Felsbank gu Felsbank, die
rijontal gelagert find, aufwärts bis zur Höhe und |
beim erſten Anblid in Erflaunen, mie es möglich fey, ſo
kahle Zelfenmauern mit Laflen zu überfleigen, da fie zu
von oben herab graufenvolle Anfihten in fehwindelnden 1
fen gewähren. Hier erheben fih überall unermeßliche Sa
ſteinmaſſen, meift in regelmäßigen parallelen Schichten
gen Süden fich neigend, und bin und wieber eingeſtü
bie Megelmäßigkeit bes Gefüges unterbrechend ***).
Der Moodezandlloof, oder der Paß durch das vo
Sanbfieingebirge (unter 35 Grad ©. Breite), führt ei
fo aus dem Küftenlande von W. aufwärts nah O. in
zweite Terraſſe, und zwar in das Höhenthal Roodeza
Er ift der beguemfte Paß von der Weſitküſte in das B
land, obwohl voller Trümmer berabgeftürzter Sandit«
felfen. Er erhebt fih nur 500 Fuß über bie Küftenterra
aber nah dem dahinter liegenden Thal Moodezand fie
man auch nicht wieder hinab, fondern dieß ift gleichfam s
eine breite Stufe (gradin), an deren Oſtrand eine zw
weit höhere Kette als an der Meftfeite emporfleigt, &
melde man über den Pag Witfemberg +) ı900 Sub &
der Thalfläche Calfo 2400 Fuß über der Küftentercaffe)
Das öftlich liegende Warme Bokkeveld, etwa 1500 $. Üül
Zülbagh, in Idie Roodezandebrne eintritt. Ueber bie
Daß liege der höchfte Gipfel diefer Gebirgskette, ber W
terhoeksberg, nur um 150 Fuß höher, der feinen Nam
die Winterede, davon trägt, daß feine Kuppe während. |
ganzen Megenzeit mit Schnee bededt zu feyn pflegt.
co) Kaltes Bokkeveld; Herrivierstloof.
Noͤrdlich vom Eleinen Thale des Warmen Bokker
(weil es niedriger liegt) erhebt fich bas Kalte Bokkeve
ein um mehrere hundert Fuß ++) höheres Thal, welches el
feinen Namen von ber größern Kälte bat, Aus ihm fl
wieder ein enger Paß, die Bokkeveldspoort, in die we
*) Lichtenftein R. I. Ib. S. 100. und bie Tafel zu ©. 1
*“) Barrow tr. I. p. 377. ***) Barrow Account of Tı
p- 70. — Liqtenſtein S. 114, +) Lihtenftein I. ©. a
TP) Lichtenſtein. .
nn
Sadrand, Karrooterraſſe. 407
Nereenſfte, Über welcher dieſes hohe Thal erhaben liegt“
4 —
wie a in Oſten bas Land * die S —**
BBeife eine partielle Erhebung über bie benachbarte
if. Wir erfahren ausbrüdlid, daß Bier Granits
mit barüber bergelagerten Ganpdfleinflögen biefe Hös
iren; auf beiden ift Waſſerreichthum.
. Gin anderer Paß führt vom Breeberivier, aus dem
Ecedezand durch Hexrivierskloof (35 Grad 30‘ ©.
fee gemach , nur etwa 200 8. hoch in ein 3.9. Meis
ſehe ſchmales Thal gleiches Namens, an deſſen
m N.⸗O. ein dritter Paß zu überſteigen iſt, von ho⸗
Felsſchicht zu — *— eine Höhe von etwa
Si) aufwärts, auf welcher man nun, oßne wieder
n, unmittelbar eintritt in bie unabfehbare Katz
Ä ), bie von bier aus oflwärts in voller Ebene 16 .
‚ügeseifen weit fich bis Graaf Reynett ausbeßnt.
en Erläuterung 2. Gübabfall.
' Wem Thaal Mocderand oflwärts bis zur Algoabay, an
KDästenge ber Cap: Golonie, fireicht in einer Länge von
% ifhen Meilen der Südrand ber gweiten Ter⸗
Be ven Welten nach Oſten, und fällt gegen den Küftens
in mebrern parallelen Längenthälern wie in fo vielen
gegen die Ziefe als eine wahre Grenzgebirgskette
nu 4—5000 Fuß Meereshöhe fehr fleil ab u .
Diefer Saum von parallelen Gebirgstetten wird in
fine ganzen Ausdehnung bie Schwarzen Berge, Zwarte⸗
‚, genannt. helle davon heißen Kochmanskloof,
, Zhalweg des Dlifantsriviers und ber Lange Kloof.
2 Diefe Gebirgskette, welche die Communication der Küfte
mit der Karroo faft gänzlich abſchneidet, ſteigt vermuthlich,
neh Lichtenſtein, in ihren hoöchſten Gipfeln bis zu ber Höhe
der 84 (4—5000 Fuß) auf. Sehr beſchwerlich
| die fage über fie bin,
päffe. Diefe find: der Plattekloof in N.: O. von
Belendamm +), der Hattaquakloof (Atqua bei Paterfon)
u D. bes Dlifantescivier Mi weiter in D. der Paß aus
der Dlettenbergsbay in das Thal Langekloof.
Der Langelloof. In diefem liegen oberhalb der Ebene
heiss Auffleigen, anfangs breite, parallel laufende Rüden
wu W. nad D. mit geräumigen Thälern bazmwifchen; dann
Reigen diefe parallelen Berggüge immer höher Über einander
e) Eichtenftein I. &.208, **) Barrow Account of Trav. I.
p- 86. ***) Lihtenflein R. I. ©. 310. +) Paterson N. p.
J. v. Reenen Journal of Journey from tbe
32. 78. 11)
Cop of G, Hope by E, Riou. Lond, 1792. 4. p- 16.
i8 Hochafrika. 1. Abſchn. 55.
empor, als ob fie der Größe nach georbnet wären, umb
Zhäler werben immer fleilee und enger als die vorheug
benden *). Die Wege mwinden fich behutfam unter WU
Krängen bes Berge auf ſchmalen Vorſprüngen Hin, W
welchen man ſchwindelnd in jähe Abgründe mit raufdge
Bergmwaffern hinabſieht. Nur mit Mühe kann Bier y
ein Pferd hinüberſteigen, bei naffem Wetter ifi die Geh
zu groß, Go fleigt man in einem Zage ziemlich M
5 verfchiebene Höhen aufwärts. Aber den zweiten ag
Bebt fich die. Kette noch fleiler, und je näher dem Sim
Kamme, deflo riefenhafter wird das ganze Gefüge, |
fhroffer die Abhänge, deſto wilder die Thäler bis in;
hal der Lange Kloof **), welches an. wenigen Std
über eine Stunde breit, aber 30 bis 40 geogr. Meilen %
W. nah D. lang ift, ein gemwaltiges Tiefthal (Ducbrail
Don keinem betannten Reifenden iſt bis jegt ned:
zweite Gebirgstette im Norden von Langekloof, wel '
ralfel mit der Küſtenkette flreicht, in die Karroo Bin
Riegen worden, aber wohl oft von Coloniſten. rc I
übrt zuerft in das Thal des Dlifantsrivier und von bief
inab in bie Karroo N. Zn F
Erläuterung 5. Die Karrog,
Hat man biefen Saum von hoben parallel: la
Gebirgsketten und Längenthälern Überfliegen, fo tritt
nun, ohne wieder in die Tiefe binabzufteigen, unmittell
in die unabfebbaren Karrooflähen ein, welche der Reifen
wie der Golonift in ihren Mitte zw durchziehen fo viel
möglich vermeidet; daher fie denn auch eigentlich bis
nur an ihren Eultivirten Grenzen unb in ihren gering
Breiten bekannt geworden find. | 0
a) Umfang. |
Die Große Karroo +) Bat eine mittlere Breite von
bis 20 g. Meilen von Süben nach Norden, und eine Läm
von 60 geogr. Meilen von Meften nah Oſten; eine DE
fläche von etwa 1000 Quabratmeilen; fie ift durch bie”
nannten parallelen Gebirgsabfälle eingefchloffen, in SR
aber noch befonders begrenzt durch bie Gchnerberge wi
grafigen, grünen Flächen und Anböhen, Gamdeboo FF):
nannt, der bottentottifche Name für europäifche Al
den oder für aflatifche Paropamifen.
*) Lichtenftein R. I. ©. 333, **) Barrow Account of Tr
vels 11. P- 71. *x0) Rach Lichtenftein Mfcpt. +) suchte
fein I. 196. ‚Barrow Ace, of Travels I, p. 33% +) Ba
row ır. |, pı 115. -
Güdrand, Karrooterrafft. 109
| d eine wahre Fortfegung *) ber Karroo,
| Fi m den A 2 len if. die
, Die abfolute Höhe diefer Fläche iſt nach einem mitt,
dnitt 3000 3 ; fie ſenkt Ah um ein GBerins
auft .. en, und in Wehen nach Norb⸗
Deße das Jethiopiſche Küftenmeer, wie das fanfte
7 ſtesmenden Waffer zeigt, die an ihrem Ranbe
U bie Grenzketten durchbrechen, um ſich zum Meere
pehkürgen. In ihrer Mitte erheben ſich nadte Dägelreis
12 Thoaſchiefer and thonigem Eiſenftein.
— rn gt
H erde, Aber orizontale Stre nlicher
——— bis —
Die b) Dberfläige
satmetlen Inhalt,
I
r Ber Boden diefer Ebenen beſteht aus Sand und Thon,
AR rer weniger mit Eifentheilen gemengt; daher wird
1] tige, ocherfarbige Thon und Sandgemenge in ber
| all Karroogrund genennt. Im Sommer dörrt
fo zur Feſtigkeit der Ziegelfleine aus (Karroo in det
üsttentottenfprache heißt Hart); wenige Fuß darunter liege
U feftes Geftein **). Vielleicht daß dieß nur Lärglicher
Kiederfhlag jüngerer Thonbildbungen aus einer Zeit ift, wo
Nafe Ebene, mit füßen Waffeen bedeckt, große Kandfeen ***)
e, die von Bleinern Gern gegen ©. umfränzt. wurden,
die nun trocknen Längenthaler des Grensgebirgsfaums
ng Alpenfeen waren, für welche Annahme fi viele Spus
w vorfinden follen.
A. Die wenigen fließenden Woflerbetten find 9 Monate
in Sabre faſt troden; der Pflanzenwuchs daher färglich,
m in manchen Revieren fehlt alle Vegetation. Nur da,
d die Rinnfale ber Wafferbäche, erkennt man von den
‚uhihen auf biefen grauen, braunen Eindden die aderige
Beifelung det wenigen Flüſſe an den dunkelfchattigen Mis
büfchen. -
wo ber Grund bemäflert iſt, verwandelt er ſich im
bes fasptbarften Boden 7), wie die cultivirten Colonien
up einginen Quellen T}) zeigen, die bie ober ba wie Bleine
| iche Dafen in ber Mitte der Wüſte infelartig liegen,
ferbft mit Korn, Wein und Orangenhainen gefhmüde
olbaa wie bie größern bemäflerten Diftticte des Kleinen
velds und andere in ihrer Mitte,
Venus
Barrow tr. II. p. 374. **) Richtenftein R. IT. ©. 22.
Ver) Sigtenfiein a 151. gihtent I. p. 76. 7) Bar»
tow er II, p. 329. +4) Eichtenkein 12, &.29.
120 SHocafeifa: 1. Abſchnitt. 5.6
Daher ift im Sommer alle Vegetation in ihnen erß
ben, und nue mit ber eintretenden Regenzeit, die aber’
Ien Streden biefer Höhen nur kärglich zugetheilt zu f
feint, bebeden fie fich mit einem grünen Teppich, mei
enfchen und Thiere, die Coloniften wie die Wilben,:
Viehheerden und das Hochwild in diefen fonft ͤ ben J
— nur auf kurze Zeit) vereinigt. Denn bil
Kon nach einem Monate, find fie wieder vom heiße
nenſtrahl ausgebörrt, und werden von Menfchen um
zen, die beide in ihnen verſchmachten würden, veria
Dann werben fie nur noch von Antelopen, von Stra
von einzelnen Bosjesmans durchzogen, und von Reiſe
welche fie nicht vermeiden können, aber fich jebo ef
gen Wege auswählen, auf denen fie in ben wenigflen
reifen diefe Einöben durchfegen Tönnen. Am Rande big
Karroo, fo wie Überall, wo Waſſer den Boden nur einig—
maßen befruchtee, da haben fich europäifche Coloniſten %
gefiedelt, und werden reichlich für ihre Mühe duch ©
fübitalifhe Clima beloßnt; ober ,auf den Grasebenen .
R
Bleine Haufen von Hottentotten, an ber ODſtgrenze
Kaffernſtämme umper.
Drittes Kapitel, J
Dritte Terraſſe, das Kuſtenlandb.
6. 6. u
Diefee Küftenflrih, von mehr und minderer B
zwiſchen dem Dcean unb dem Hochlande, ift ber von 1
zopäern bewohnte und vorzüglich bebautefte Theil von
Südafrika. |
in fanden die Hottentotten in feinem Befitze;
ſcheinlich weil fie in ihn Hinabgebrängt worden waren
umherziehenden Völkern bes Hochlandes *), Seit der
flediung der Europäer (1500 n. Chr. ©.) verloren fie
und nach faft alle GSelbfiftändigkeit, legten ihre eigenth
liche Lebensweife ab, und nur einzelne Stämme wie die.
maaqua, Dammara, Korana (f. oben) u. a. fcheinen ih
ihrer Unabpängigfeit erhalten zu haben, weil fie wieber
Bin zurüdgebrängt worben find, von woher ihre Vorf
früher gekommen, nämlich nad dem Hoclande. Aus
ſem Ziefland aber find ſchon viele Stänme der Hottentei
ten, wie bie früher von ben Portugiefen und von fpäter
RT N ——
*) Lichtenftein im Ethnogr. ling. Archiv. I. ©, 262, —
im Mishribates, I 3. ı, Abth. ©. 390, Det
F Suͤbrand, Kuͤſtenlan. a
oquas, ——e
safinqiffern getannten R:
Ooute niquas, slide
Küftenland hat affireicpefum von dern dis
ungäplig a A u feinem
le IE bersor, Die
. . Und:
joritale Ebene mit He fertaufenhee
eine niedrigere Fottfehung. bes nörblicheren
äuterungı. Baien und Botgebirge. .
Die Süpküfte iſt duch eine
) ven S.:D. nah N.:W. eing: itten, bi
Erofiane-, Moflelz, Plettendergs:, Kromı
Ugsa-Bay u. a. m., welche alle in ihrer Figur auffallend
hit einander übereinfiimmen, indem bei allen von W. her
ein obwohl meifk niedriges Worgebirge fich. in das Meer ers
fredt, das auch) unter deſſen DOberfläde no als Miff weis
ter fortfegt, als eine Schugmwehr gegen die Mache der Mee⸗
„uesmwellen *"). Ale biefe Worgebirge find vom weſtlichſten
bis zum öftlipften, dem Cap des Recifs oder Rocks
bie äußerften Enden von paraliellaufenden Gebirgsreihen,
die Süpküfte in fpigen Winteln ren, fo daß y.
dos Cap des Recifs der äftlichfle Ausläufer der nörh-
Serte von ben Zwartebergen felbft if.
Die Weftfeite des Hochlandes fe bagegen ploͤtlich in
fcgmalen, ſich ziemlich gleich bleibenden, fandigen
R ih ab, ber, wie wir oben fahen, das Meeresufer
Bo der Mündung des Dranjeriviers füdwärts füllt, bie zw
ber bebauten Gegend des Voräebirges der guten Hoffnung.
B Bieten hohe — e liegt an ber SüdweRlfpige bee
eeaffe, deren ſteile Grenzgebirgemauer ‚hier noch
‚amd gewaltig in Gedirgsterten ortfeht, die als Aus⸗
| ı bie beiden Promontorien bilden, welde die Falssay
an Dft: und Weſtſeite begrengen, und fo bie oͤſtliche
som der wefllichen Küftenterrafle volltommen ſcheiden.
=) Barzom ir. M. p. 356. .*) kichtentein, 1. 306,
112 Hochafrika. 1 Abſchn. $. 6.
Nur Ein bequemer Pag, der Hottentottfch: Hol
loof, die ältefte fahrbare Straße, exit feit kurzem bis
einen neuen Nebenweg (Mieume Kloof) bequemert gen
(die Saproloniflen gehören zu den trefflichften Wagenientunuugs‘
worauf fie durch ihre ſchlechten und befchwerlichen —
Beaßen eingeübt werben *)), führt über diefe Gebirge
te von N: nah ©. ſtreicht. Auf ihm komme man _ >
der Welt: zur DR: Küftenterrafle, von der Capftabe. ups
Zwellendant, und auf diefee Communication beruht
Hauptzuſammenhang det ganzen Kolonie **). —
Die Gebirgskette im W. der Falsbay, welche bie.
genannte Capiſche Halbinſel bildet, weil eine große Ga
ebene fie in D. von ber Gebirgsterraffe abſondert, 3"
von N. nach S., endet fih imM. mit dem berühmten ei
felberg Löwenberg und Xeufelsberg, an deren nörd
Kr die Capftadt liegt, it dem Gentrum bes meilenb
albkreiſes den biefe Höhen im Süden bilden;. gegen;
aber im Cap ber guten Hoffnung. .
Der Löwenberg, der Gipfel Löwenkopf (sı6o ©; GW
Meereshöhe, Barrow) endet gegen N. mit einem Ge
fprüng (Croupe de Lion), der nur 1145 F. hoch, vine ii
1000 F. niedrigere Terraſſe bildet. Durch eine 1500 $
tiefe Schlucht, die bis 2ooo Fuß unter den Gipfel bes M
felbergs herabſetzt, iſt er vom öſtlicher liegenden Taf
etrennt. Diefer bat feinen Namen von ber großen Pla
Ceine halbe Stunde lang, 3000 $. breit), 3582 8. bob new
Barrow, 3072 nah Bailly vn) die feinen Gipfel in ve
kommen borizontaler Kage bildet. Gegen ©, fegen ähnliche
Plateaus, durch tiefe Schluchten von einander getrennt‘
weiter fort: Der Teufelsberg, ein anderer Gipfel bes Zar ir:
felberge, ift 3315 Fuß doch. 5
ie Gebirgskette im D. der Falsbay dat diefelben For
men, und fehließt in ihrer Mitte nur ein breites, Boßedzıy
Thal ein, in welchem die Regenmonate hindurch der Yalıkky
mietfluß feinen Lauf nah S. zum Meere nimmt; über gu
gebt jener Dottentots: Holland: Kloof, etwa a000 F. |
dem Deere T) mit den herrlichſten Ausſichten über die Waikn
felz und Balsbay. Diefe Bergkette endet gegen ©, in dem im
fogenannten falſchen Vorgebirge (False Cap), von bemkx,
au die Bay den Namen trägt, weil bie Indienfahrer =
—
ibree Rückkehr aus dem Indiſchen Ocean, indem fle J
Nadelcap (Cap Agulhas) boubliren, nun dieſes hiedrigeremn,
Gap früher erblicken, als das eigentliche Gap ber ante N
off
##*) Bailly in Milbert Voy. pittoresque, 1. p. 374.
=) 2ichtenftein, I. ©. 48. . *) Barrow Accennt. II, p. >. N
u
Barrow tsav, I. p. 34. 1) Barıow Il. p. 42. R
mu wu er WeRUMmen WOrenzgenirgeterte von 36, nach
M Rüden ift fcharfjadig nad beiden Beiten
Iigpfantt. Einzelne gemaltige Säulen, bie von dem
Lüden gab.
— ie von Bernfhenpaub
‚amiben, Säulen. Bien ulen
at nah N. über 5 jereifen zum Dlifantes
———— »0 dieſes Gebitge mit den höher
'benen zu@inem Körper ſich gufammenzeipt:
die länge bei li
= —— Ku —— Te
‚ wie im Morben bes Dlifantriviers aus den
2. aufftaree ***) (fr oben $. & Erläut. 2. Sanbı
uns ʒ ET FA —R
Bat Bm alarm Nat
4 Lil
* — —8 —8 —
ti
uns FR Bi dies .
tönnen,
ifger beshiid.
A De kn. Wu in
B Meer ganz fleiles Urgeanitgebirge. Der
124 H oodhafrika. 1, Abſchu. $. 6.
Afrika bis zur Küfle von Guinea ziehen fig Ketten We
zuweilen ſchneehohen Granitgebirgen bin. W
Dieſe Hypotheſe des vielgewanderten Greiſes iſt zu
Theil wenigſtens (wenn auch nicht ganz) beſtäͤtigt worden
denn die Chamiesberge *), die Gebirge des Falten Bell
velds **) find Granitgebirge. Die Bafis des Tafelberge au
der Gedirgsterten von Hottent. Hollandskloof nah F
Dort ift Sranitgebirge *"*), die Vorgebirge der Baiem:i
der Südküfte Haben allefammet Grarit jur Bafıs »N). .u
Aber nirgend ift noch von einem Meifenden auf ch
bedeutenden Höhe bes innern Hochlandes feftanftehendes
gebirge beobachtet oder erwähnt worden. Gelb biefe
jeinen, aus bee ganzen jüngern Gebirgsmaſſe hervorrs
den, bis jest genannten Felſen und Striche, die aus
oder Srundgebirgen beſtehen ſollen, liegen insgefamme
an dem äußern Grensfaume gegen die Meerestüfte.
Höden find dagegen Überall mit mächtigen, horizo
fihichteten jängern Flögbänken überlagert. *
Diefe find nach den Berichten bie und da Thonſe
wie in ben Karcoo, oder Mandelfteindbildungen, wie an
Nieumevelbbergen, wo die Mandeln mit Chlorit buch
find, und das ganze Conglomerat dem XToadflone im
byſhire gleiche }). Im Allgemeinen aber, und darin
men alle Beobachter überein, find es außerordentlich
sige Maffen von Sandſteinbänken. Gelbft die Berge U
Kuruhman im Beetiuanenlande befleben aus Sandflein;M
wie die hoͤchſten Schichten der Karroo, und die obere GEM
ber Schneeberge ift nichts als grobkörniger Sandflein
Die Granitmaſſe des Tafelbergs erhebt ſich bie zum gm
Drittheilen der Höhe; aber das legte Deittbeil beſteht an
horizontalen, vollkommen parallelen Schichten quarjkä
Sandſteins 3 quarzeux nach Baily, Mineraisg —
Baudinſchen Expedition +44) ): „EZ
. Die Granitberge der Kette von Hottentottſch HS
find bei Franſche Hoeck mir Sandſteinlagern vedeckt
die bald wirklicher Sandſtein, bald Kieſel-Conglamerat
Nagelflue zu ſeyn ſcheinen r). Die Schichtungen ug
großentheils horizontal, an einigen Stellen neigen fie -
in Winkeln von ao bis 40 Br. gegen S.⸗ O., wie ug.
Mi
ow tr. I. p. 38. ") Lichtenſtein R. J. ©.
“os Tabillardiöfe Voy. à la recherche de A
} .1. p. 82 0.95. ++) Lichtenflein und Barrow uw, 1
— 7) Barrow ır. I. p: 1or. 47) ihtenftein R. II. ©. xy
.. 493. 0. ©. + 8 Bailly in Milbert Voy. pittoresgu
es & Tisle de Franoe, Paris 3812. T. 1. p. 374. Hl
billardjöre aa. ©. ttttt). Bazrow .ın L m 56. .
. %
‚ Güdrand, Küftenland, . 115
d *), und bei Pikenierskloof **), mo unermeßlich⸗
heimmaffen durch bie Natur himmelhoch aufeinander
aut, mei in ſehr zegelmäßigen, parallelen Schichten
R. nach ©. fih neigen.
Diefe Koringontalen, in weiten Strecken sufammenbän:
r Schichten, bilden die Characterform der Zafelberge,
? im den füdlichen und auch in andern Gegenden: Afti:
echt einheimifch iſt (ſ. Habeſch). Haben die Kiuftab:
rungen biefer Schichten nur kleinere Maflen von gleich:
a Dimenfionen (die Quadern ober Würfel) ſtehen laf:
fo zeigt ſich die eben fo allgemeine Gäulen:- und
her (5. DB. in den Schornfleenbergen, Prammeber⸗
w. ©) Beide fallen von allen Geiten fleil ab; und
Zıümmer haben überall die Ebenen zu Sandwüſten
Bit. Aber diefer ganze Theil von Sübafrika ***) har
rw Geanithafls nah ein merkliches Ballen, b. 5. eine
Meigung gegen ben Derizont von Wehen nad
wu, oder mit andern Worten: es iſt dee Sftliche Theil.
en das Meer eingefentt, bat ein Fallen gegen ©.:D.
nu man am Zafelberg in einer Höhe F) von etwa 1500
G (na Barrow von 500 Zuß) Über das Meer (nad
Rem auf zwei Dritiheil der Höhe) die Grenze antrifft,
© Ver Granit aufhört; fo findet fih an der Moffelban
iR Srenje kaum 50 Fuß Über dem niedrigfien WWaflerfpie:
iter nach DOften gegen Plettenbergs und Algoaban
IB zum Groste Wifchrivier FH) tritt ſchon dasjenige Sand:
gan das Meer, weiches in ber Nähe der Capftadt
mu erſt auf einer Höhe von drittehalbtaufend Fuß vorkommt.
Inmerl, Sandſtein ohne Bold, aber mit Eifen.
im Borbeigehen fol es hier angemerkt werden, daß biefer
Ganb des fühlihen Afrika aAberall Giſen, und oft fehe reihen
Ülfengeheit mit fi führt, wie der mehrſte denn auch roth ge:
Haie ik dom Eifenoryd. Dagegen dei fih in ihm auch noch nirs
sine Epur von Gold gezeigt Ft}). Dieb characterifirt dem
son Hochafrika gegen ben Rorbabfall,
b) Die Capſche Halbinfel. Nur die Capſche
iR bis jetzt geognoftifch etwas genauer beobachtet
een, ba fie von allen Seiten freier in Steilwänben
erhebt, und ihre Gebirgslager gegen Norden zur Tas
bei, gegen Süden zur Ealabai mebr unbedeckt liegen.
ie bildet zwar nur das iſolitte Südweſtende des Erb-
is, ſcheint aber, ihrem Boden nach, im Kleinen ein
(EEE
Ebend. I. ©. 71. u. 73. **) Lichtenſtein R. I. ©. 14,
., Eihtenftein.R. I. &. 227. +) Barzow sr. I. p. 306,
M) Baszow ix. I..p..287...31t) = M. p- 829-
2
116 Hochaftika. I. Abſchn. F. 6.
Analogon des großen Ganzen darzubieten. Ihre GEeu
ſtruction erregt daher in —* Hinſicht, ein ſehr hohes all
emeines Intereſſe. Steigt man von: tiefen Strande Be
N ofelbai, aus d:m weiten Amphitheater in deſſen Mitte &
Capſtadt liege, durch den tieigeriffenen felfigen Steilfpluul
eines trodengelegten Tobels, der oft nur 10 bie 200 Mi
breit ift, den Tafelberg aufwärts: fo zeigen ich ſchon
Fuße ungählige losgeriffene Granitbläde, die gleichattig au
die äſtliche und weltliche Seite bes Loͤwenkopfes überſchu
sen, und. wol nur erſt feit jüngerer Beit herabgeſtürzt ul
da fie, nach Heß Beobachtung *), eben fo an ihrer unt
Brite gegen den Erbboden verwittert und auegesahne. fi
eigen, wie fie es auf ben Gipfeln find. Nam einig
uffteigen zeigen fich beutlihde Schichten bes bisher
nannten XThonfchiefers, den n:uere engliſche Beobachten
B. 3. Dany *"), bem Killas von Cornwallis verglei
der alfo Graumadenfchiefer genannt werben muß. j
Schichten ſtehen bier fenkrecht ober ſtark geneigt. I
höher aufwärts, tritt man aus biefen in bie on. A
Granits ein, Dier zeige fih die Berührung Beiber Bebirai
arten auf das deutlichfle in einer großen Zahl von |
gen *"*), die aus Granitmaffen beflebend, von 6 Zus. Ki
zu wenigen Zoll und Xinien Mächtigleit, in ber mannichf
tigſten Vergmeigung ſich nach verfchiebenen Geiten ausbe
sen, die aumacenfehithten durchſchneiden, burchfeke
durchſchwärmen. Wiele Maſſen von Graumadengebirg J
gen fich bier ganz abgefchnitten, ifolirt von der Dauptm
getragen von Sranitgängen, zumal in der Nähe ber «
meinen Linie bes Contactes, wo die Sraumadenfchicdhtei
überall wie gerbrochen, —— verdreht erſcheinen.
Dieſe zerſtreuten Granitgänge wachſen gegen bie lie
in größere Maſſen zuſammen, und 900 Fuß von jener ©te |
aufwärts fleigend, zeigt der Tafelberg nun überall gleic
ei verbreitete folide Granitmaffen Etwa 900 Fuß Hößg
Hört ber Granit plötzlich auf, und es bebeden ihn unme
telbar die horizontalen Sandfleinfeichten, ohne alle 3
der Zerrüttung, wie im tiefer Ruhe gleichartig abgel
üiber die wilde Verwirrung der tieferliegenden Altern Gebi
moflen. Etwa bis aoo Fuß aufwärts iſt ber Sandftein
und von ba in feiner ganzen Mächtigkeit bie zum Bipfg
rd
2) F. Heß Anm su C, 3. Latrobe Tagebuch einer Beſuchr
Ar Süd. Afrifa (1815— 16). —— ©, et Bis
Davy in Gilbert Annalen 1820. 10 St. &, 129. **®) Caps,
Basil Hall Account of the Structure of the Table Moun«
tain and öther Parts of the Peniusula of the Cape , in
. Edanburgh Tiansact. of the Roy. Soc. 1815. T. VII. P.
U, p. 873 mit Beihnungen der Branitgänge Tab. XIV,
= Sofern wa den "tiefliegenten "Seen, zeigt ' "ein
dp der Mitte des amphicheatralifchen Halbkreifes,
Ierall von einander gefonderten Berghöben, baf,
a biefelbe Setientallinie —* Sandſtein ⸗
von Interbsei leich⸗
FH 35 ——
— —e
— 2* * wo vben — darunter Gro⸗
biefer aus made hernorteitt; mur wird
DR u. durch einen Geng ber dus
— *8 Va ih aus auch in ben übrigen Bergen,
Biene "und verbreitet fi Äberhaupe
—* über dieſe ganze ticiuere ee
Wh denn ihre ganze Küfte gegen bie dal⸗
Be dee Niefe Grauitfeis, doch nur big gu einer
RB etwa 20 über dem Deeresfpiegel weil fer
14 cn in, ve ar — * he gras vn *
— 58 weise ben * ſifeis aus der R
An ——
118 Hoochafrika. 1. Abſchu.J. 6.
dur bie Grauwacke hindurchbrechen, und Theile von‘
infelartig mit emporgedrängt haben, gioen „daß fie
von jüngerer Bildung find als die Grauwacke, daß %
Grauwackengebirg ſchon älter war ale der Granit aus
Tiefe emporgeboben ward, gleich einer fläffigen unterir
RBava (subterraneous Java). Diefes Eindringen ber
nitgänge muß unterhalb der Merresfpiegel flatt gefus
haben; bieß beweifet der Sandſtein, welcher den Granit?
2500 Buß bedeckt, denn dieſer ift nichts anders ale"
Meeresniederſchlag. Alfo erſt nach biefem ruhigen M
nrieberfhlage würde das Ganze emporgeboben ’
und zwar mit größter Ruhe. Der Granit würde ber
jünger feyn als die auf ihm liegende Braumade über w
er fi in bedeutenden Schichten ausbreitete, muß
aber älter feyn als der auf ihm ruhende Sandſtein.
leicht ift ein ähnliches Beiſpiel bekannt, welches das
pelverhältniß der niedergefihlagenen unb emporgeße
Maffen zu den ältern ſchon vorhandenen fo anſchaulich
tbut, wie dieſes. Das gleichartige Vorkommen de
Verbältniffe durch die Gapfche —— auch weiter
wärts, z. B. 8 Meilen, am Jungerhook, ſo wie die
Verbreitung der ganz gleichartigen Sandmaſſen, fett
wahrſcheinlich gu machen, daß diefe Bildung im Pleia
darthut, was fi aus der Gonftruction von einem g
—* von Südafrika für den Erdtheil ſelbſt zu «1
eint. .-
c) Bybrograpbifcher Weberblid. Diefe me
würdige Ginförmigkeit in der Conftitution diefes Lan
giebt . einigen Auffhluß über deffen Bewäflerung und =
dau, die mit feinem Baue genau zufammenhängenden.
Da, wo die Granitbafls fich Über oder aus den mi»
tigen Sanbfleinlagern hervorbebt, da ift, wie auf allen -
gebirgen, Quelenreihtkum *), und das befte Culturlam
aber die Fruchtbarkeit der Umgebungen bes Tafelbe—
unb die AT und Fülle der Vegetation auf der E
zen ſüdlichen Küftenterraffe. An ifrem Oſtende befin—
ſich daher auch bie herrlichen und einzigen Hochwaldum—
der Capeolonie; fie beginnen bei der Moffelbap, reichen
wärts bis Sitfilamma IL. und ibe Gedeihen wird
freilich noch ganz befonders buch die feuchten SEEN
Winde begünfligt.
Dagegen Überall, wo Sandfleingebirge die Oberfii «
bes Landes dedt, da ift Wafferarmuth; denn das Due
Sluß: und das atmosphärifhe Waſſer filtrirt durch die!
Sand hinab in bie Tiefe bis zu einer Thonſchicht, oder f
*) Barrow tr, in. p. co. und 74. 0) Paterson N, p. 85.
/ Gädrand, Kuͤſtenland. 119
6. gu Warte hinziehenden Granitb langt, Is
‚Ger m, ae Een zu *88 at mus an
er kmemilt.
. Kr größte Waflerarmutb der erfien und zweiten
Pe Fig fo wie dee mit Sandträmmern überfchütteten
Be. Rift nur finden ſich dafeldft überall fehr wer
möge Duckn, ſondern auch das noch gehört zu den großen
Wobele biefr Gegenden und vereitelt mande geglüdte Ans
Webeluns, hf cine Quelle, die feit vielen Jabren gefloflen,
ABEL verſegt, und von dem Augenklid natüelich alle
vrfhmachten und verioren find °), wovon
wiele Deifpiele._ Aber auch diejenigen Flüfſe, bie zur
t auſchwellen, verlieren den größten Theil ihrer
Ballen, inhem dieſe in die Tiefe der Sandmaflen einfidern,
mb —5 ohne Ergießung in ein anderes ober:
N
iR bie traurige Eigenfihaft des Landes mit den
werfwindemden Strömen —— streams), wel⸗
es von ber Saldanha⸗ Bay nordwaͤrts die ganze Küſte
m ** So iſt 7 allen Ballen ber Juris
mit den mebeften en. er Sackrivier,
Waller Zufaf des Dranjefluffes auf der hohen Terraffe, war
treden, ale Kichtenflein ***) ihm bereifete, und hatte
feit 6 Jahren kein Waffer gehabt; fa der Tranferivier, der
e Strom Südafrita’s, verfchwindet gegen die Küfte im
Sande und ergiege ſich nicht in das Meer. Schon oben
sat, und es ift wirklih wahr, mehr als Dreiviertel
e Slüffe von Südafrika find in der warmen Jahreszeit
u Ren
igt ſelten ſehen fich Thiere, Wildprett, Gazellen,
ttentoten, — durch die Noth gezwungen, auf
dea tredhen Flußbetten in die Tiefe nach dem durchfiltrir—
Eu ſcharren, wo fie zumeilen noch einige Rachen
en dem Berfgmachten retten.
BIN engen —ã A nie N æã u.
N dtigen fi mpfe und Moräfte, die Bier wahre
Geltenfeiten finn, R wie auch diejenigen Gewächſe, 3. B.
' u Banbusrohr u. a. m., bie nur in ihnen gedeihen
Diefe Raturbefchaffendeit giebt uns mancherlei Auf:
%; fie zeige uns, werin ber größere Reichthum an
fen der Eid: und Südoſt-Küſte gegen das Kaffernland
feinen mohrfheinlicden Grund hat; warum die Höhen ale
fo woſſerleer find, ungeachtet fie doch zwei Drittheile bes
9 kichtenſtein R. 1. ©. 31. **) Barrow tr. I. p. 365
, tichtenſtein R. II. ©. 331. und. ©. 6”.
x
100 Hochäfcita. I. Abſchn. 5.6.
aßres *) fo gut wie andere Länder, unter gleichen 1
2 und —* als Küftenlänber Bin ni mit Wi
bebede find; warum bennoch überall Waller ſich vorfü
wenn man in ber Granit: Region der Küftenterrafle hı
Höriger Tiefe nachgräbt; warum einzelne Diſtriete aud
Sheen STerraffen bier und da mehr ber Kultur fähig
8 ergiebt fich hieraus, daß eigentliche Alpenwirtbfchafi
dieſem Hochlande fehlen muß, ba bie Grasfluren (Ca
boo) nur felten feyn Eönnen, und ſich nur an ben 1
einiger waflerreichgen Ströme vorfinden. Daher kann
ein einziger trodnee Sommer den Viehſtand des gel
Theils der ganzen Koloni: vernichten, und ihn wieder
uftellen, bereifet man die höchſte Terraſſe, was eben be
ner folcden Gelegenheit, Truter und Sommerville, die
juanen zu entdeden, die Veranlaſſung gab,
Diefe Naturbefchaffenheit erklärt es ferner, wohe
kommt, daß alle Anfiedlungen der GCapcolonie, aus la
einzelnen, unsufammenbängenden, durch mehr ober mi
große Sandfireden und Wüſten von einander getrennte!
sur: Inſeln beftehen. Sie find dem Afrikaniſchen Char
bis zur äußerfien Sübdfpige getreu, gleichfam fo viele
. fen, feuchtbaren, vegetabilifhen, mit Quellwaffern ver)
nen Erbreihs. Auf ihnen gedeihen alle Früchte, A
Trauben, europäifches Obſt, Drangen in höchfter Fülle
deß ringe umher bie leerfte Sinöde zum Verſchmachten
liegt. Und dieſes gilt fat durchgehende von den bert
sen Plantagen °') in der Nähe der Capſtadt bis zu
lieblichften Dafe dere Beetjuanen, in welcher Sitota
ringeum von Wüſten umgeben, entdeckt wurde,
Erläuterung 3. Die Nadelbank.
Man koͤnnte in Verfuchung geratben, nach eine v
Terraſſe zu den vorigen hinzuzufügen, welche fübwärts
ber Küftenterraffe unter der Meeresoberfläche als Sand
tie Südkuͤſte Afrika's forthedt Dieß iſt die berühmte
delbank (Aguillas oder Agulhas), welche vem Gap der
ten Hoffnung um bie ganıe Südküſte Afrika's oftwärts
umieht, bis gegen die Küſte Natal, und fübmwärts bis’
37ſten Grab Sübbreite reicht, Ihre Form ift wenig!
ganz gleichlaufend mit ber des Gontinents, und fie fd
ten Materialien nach zu fchließen, mit denen fie bededki
aus den Trümmern bes Gontinents gebildet gu ſeyn.
Die gewaltige Strömung, die aus dem Indiſchen £
die Küſte Natal vorüberjagt (f. Strömungen), ſtreich
*) Barsow tr. II. p. 63. *°*) Labillardiere Voyages. I. |
") Truter Acc, in Baxrow Voy. ta Goch. p. 393.
ger, weifah verattein uns Inctuſtate Der Seerang ⸗
u fen ſqeinen, die hier in deſondern Maſſen durch
en und die vorherefchenden Suͤdoſt vinde an:
werden. Sie gleichen auffallend nach gm =
— lem, A —5 a Kiefel
en —5 und *
find,
auf $ are ae een denn —8
waltig und die enfahrt wie die Lau⸗
jemalı di
el: ‚ein großes Hinbernif der Gultue und
v et nf berzlich von der Natur nisgeRattuien
Yutry Diese Sapcotonie, neneſt e
terra dendes A
wa ei u Bar von —EX u gie
—A en if deren fen . Bi
—55 ann iin 2, mia bars
s; feit 101 landeten dort 5 die Holländer auf
Hftindien und nahmen
— 5 nk ale Mittel Ratien und
smpagnit, duch Anlegung
—** "1653, 10 en die im
von biefem Bopen förmlih Befig zw nehmen,
länd: de
— € —— ——— tert *
———————— —
i22 Hochafrika. L Abfhii:l 6.
Engländer Meifer der Capſtadt, die fe ıBorı an Holla
gucbdgaben, aber nach Turzer Abtretung im SJanuar ı
wieder eroberten. Geitdem blieben fie im SBefige
Landftriches, defien Behauptung und Erhaltung den Beg
dern der Kolonie immer ſehr koſtbar geweſen zu feyn fi
In dem größern Syſtem der Brittifhen Secherrfchaft,
det dagegen biefe oceaniſche Kolonie «in wichtigeres
glieb für das Ganze; einmal als Erfriſchungsort, uud ul
befferungsplag für die Schiffe der oflindifchen Kom
dann als Obfervafionspoften und Station für bie
flotten, welche den Eingang zum meifgen Handel
und gu ben franzöfifchen Kolonieen auf Bourbon und
. de France dominiren, und drittens, als Vermittelungs
zue Fahrt nach jedem Erdtheile. Denfelben We
Diefe Befitzung auch in Tlimatifcher Hinficht *) durqh
gefunde Lage: denn für die englifchen Zruppen bie
den heißern Klimaten nad Dflindien beffimmt find, -
aus diefen ungefunden Regionen zurückkehren, ift fle-
großes Benefungshaus. Die aus Indien rückkehrenden
validen und Kranken erholen fich bier ſehr leicht wieber,
aus Europa dabingebenden Megimenter acclimatifiren
hier dagegen leichter für die Heiße Zone, und bereiten
mit geringerer Lebensgefahr den Beſchwerben vor, bie the
dort warten, und jedem Seemann ift das Gapclima heilfams,
Nicht nur die Gewächſe dee indifihen und europäifchen
zen, fondern auch bie Menſchen biefer verfchiedenen Weit
egenden, gedeihen bier, wie fich dieß aus der 5000 MR
ttarten englifchen Garniſon des Caplandes ergiebt.
Vortheile, welche aus der MWeltftellung diefer Suüdküſte
den Dceanen hervorgehen, werden durch die große Leich
Zeit erhöht, von Bier aus, wie von einem gemeinfamen
telpuncte ſehr fehnell (denn kein Erdtheil fleht entgegei
ſondern zu jedem führen, von Süden ber, rabienmäßig glei
artige Einfabrten)-in die von den europäifchen Küften fei
fo ungleich entfeenten Gegenden der Erbe, bucch beques
Meeresfahrten gu gelangen. | 5
Bom Gap der guten Hoffnung lege ein gut ſeegelnh
Keiensfehiff, die große Entfernung von 2000 deutſchen
len (jede 24 Stunden bier bequem 40 deutfche Meilen bus
fihneidenb) durch ben atlantifchen Dcean bis Spitheab MU
der englifhen Küfte, einen fehr großen Raum ohne sehn
dere Dinderniffe, in etwa 50 Tagen °*) suräd; von Rü
Saneiro in Brafilien fegelte Lord Amberf's Schiff Alcefk
ſehr ſchnell in 18 Tagen zur Tafelbai *"*); La Billardiere f)
*) Barrow Trav. T. 11. p. 168. **) Latrobe Tageb. ©. 318
*w#) Clarke Abel Narrative p. 24. +) La Billardiere
Voy. i la recherche de La Peyrouse etc, T. 1. p. 118.
2 End, ‚Toptölsnie ang
a Wa der neh Pefanz m Ban Diemen!
Br 6 Kapeı gem fd wien diefe ie
Kogın W Die Espeditienen*) nad
rn | Ghdamerifa umd Aegypten, zum
wiegt ſehr fern. Zur gewößnlicen Bahr
3 Küfte, um biefe vom Gap aus jur recognos:
\ son einen Monat Beit; bie Ucherfahrt nach
dauert 10 Bis 18 nach sle de
ı weniger als einen Mongt; zum rotben Meer
1, n den_oftindifepen Häfen 7 bis 8 Wochen
Heszeit. Yür den Handel mit China, Offin
Mamerite, dem ertrogreichen Mallfifchfang
teren iR daher dieſe Kolonie von größter Wichs
wahre Saluͤſſel des indiſchen Dcrans unb ein
bie ing der MWeltmeere. Sin der
| diefe Kolonie nach Erringun, une Seldft:
as große Wektemporium-") The en Handel von
en, Auftcalien und Europa werden und-gegen:
ſchon dadurch für Afrika ſelbſi ſehr merkwär:
a6 ein,ige größere chriffliche Gebiet diefes @rdi
m welchem zugleich die Ausbreitung ber Lehren
ums mit den Entdedungen nad) dem Innern
ↄ gleichen Schritt zu gehen ſcheint.
Sgere Sedentung geroinne diefe Erdgegend feit
ı den Beſchluß der englifhen Regierung, der
9 beſondere Unterflügung eine neue —X8
em, und die Auswanderung dahin durch Bes
: gu wmterftügen. Viele Flugfriften***), mei
8 Werthe, erfihienen theils am Cap, theils Ih
tefen Zwed zu befördern, im J. 1818 und 29,
her Zeit wurde an der Oftgeenze ber Gapcolonie,
de Beendigung des gefahrnollen Kafferntrieges,
9, ein geräumiger, fruchtbarer Landfirich für
'g erobert +), auf welchem die neueintreffenden
In Schwierigkeit ihren bequemen Aufenthalt
n. Da auf dlefe Weife eine neue englifhe Co:
ben der bisherigen alten holländifhen Golonie
ird, fo wollen wir hier einen Ueberblid des bie:
ambes diefer lehtern beifügen, nach den fo gut
a Bekanntmachungen I. Barrows +7) —
m Beferderern diefer neuen Kolonifation gehört,
m teefflichen Bemerkungen des Eenntnißreichen
w Trav. II. p,245. **) Browne trov. p. 280.
: Aufsäplung im Quarterly Review Nr, XLill.
ov. Art, X. p. 200. +) Heh Anhang III au Latrobe
+) Quarterly Review 0.02. 6,019. .·
424 Hochafrika. I. Abſchn. 8. 6.
ehemaligen Prebigers Heſſe, in der Capſtadt, welden
Ueberſetzung von Latrobes Werk mit ihnen bereichert
. Die bisherige Ausdehnung des Colonielandes zeid
ber Weſtküſte gegen N. bis zum Koufliefloß 65, län,
Sudkuſte, ofmwärts, bis zum großen Kifehfluffe 126
Meilen weit, wo es am öftlichften Ende bie größte |
erlangt; im gangen ein Flächenraum von 120000 eng
QDuadratmeilen (22000 geogr. I. M.). Bon biefen
Hälfte, an 60000 engl. Quabratmeilen etwa, nadte
birgsland und Bde Ebenen, und auch von dem übri
benden Boden taugt nur etwa bie Dälfte, 30000 en
ober 5500 geogr. Quabratmeilen zur Benutzung, ein
theil für den Pflug, und zwei Drittheile für Schaaf
Diefer Flächenraum mit 2o Millionen Altes, nu
Bodens mird gegenwärtig nur von etwa 3000 europi
Kamilien bewohnt; er ift alfo fehr dünn bevölker
kann baber nur fehr fparfam bebaut feyn. Dieß Get
in vier Dauptbiftsicte eingesheilt: ı. das Cap, 2. ©
bofh, 3. Zwellendam, 4. Graaf Reynett, mit mehr
fondern Bezirken; es ſteht unter Landbroften, deren €
jedem der befondern Bezirke mit einer Stadt oder
mit Kirche und Schule verfehen iſt. Deren Volke
betrug im Jahr 1798 nach Uebernafme ber Koloni
den Holländern etwa 62000, darunter aeooo Weiße,
Sclaven und 14000 Hotten‘otten gezählt wurden.
wärtig hat biefe Bevölkerung fehr zugenommen, b
100000 (nach einer Zäßlung von 1818, 95876 Einw
und das Verbältnig der Weißen gegen die Sclaven
ſehr gewachfen zu feyn. Einheimifche Proburte von
sung liefert das Kapland durchaus nicht; denn der V
von Salz, etiwas Kupfer, Eifen, Uchaten, Karneole
dem notbdürftigen geh, ohne alle einbeimifchen Ger
Obſtbäumen oder Fruchtarten ift nicht der Rede
Das Haupterzeugnig der Golonie befleht in Mein, 2
und Wolle für den Großhandel, und nach- diefen bı
Warren werden auch die Goloniften in drei Haupt!
in Weinbauer, Kornbauer und Viehhalter ge
Die Weinkultur, durch Proteſtanten, welche das
von Nantes aus Frankreich vertrieb, bier eingeführ
fhäftigte anfangs nur einzelne Diftticte in ber Nä
Gapftade, und eben dafelbft gedeiht ber Wein auch b
noch am beflen *), ..in den Kornkammern von Zwi
und Koeberg ausgenommen. Jenſeit Ziwellendam
Dflfeite wie jenfeit Tulbagh und Derrivier findet 4
gentlicher Weinbau mehr ftatt, als einzeln auf Lantı
) Beintultur am Gap von Heffe, Mfcat,
arraach Capcelouis · · aug
Er weldje'nict vom Nheit; ſoubeen ah
‚nd —— en u
—*
er
ae
iin A weiter hinaus ie ———
{2 5 lche di
ssnıden, wohnen Sera in Bisher:
bay, alfo am der Weptüfle, und im
Gtelienbofch und Moffeiban, gu beiten 5* Zu
te, etwa 4 bis 5 reifen von —*
ſind wohihabende Pächter, 2 wa ö
tlich ihre 4 bis 5000 ©; Weiten:
ber Sapftadt ſchiken. Sie- Bei
Ke {ı
— en *
[} te,
— 77
1 Fi ae Sorktammer en andere Golenien, —J
dritte — die der —8 Ben)
*
mo id ken Lanl
Küfte hatte bie Ohr.
e. nen andern Zweck, als hier eine Srteiaunss:
e ihre Bewärzflotten zu haben. a Bedarf au,
— ——
ge e vwortheilhafte
Durch nd brachten
* bald * a den Beſit —* PR fie
: behielten: fie_als- ihre Hirten bei Die Gem:
ie Beinen Werth auf das Land legte, theilte,
Wit der Bergzüge, weite Strecken am diefe Vieh⸗
engl. aid, A eine laͤhrliche gone von 5
ken) aus, und Üiberließ ihnen nach Butdünten bie
* ete, der Gerechtigkeit, ſo viel Land
uflapeaterie überfcpauen ‚läßt, nad) Art des Atas
jme in Spanien, als Gigenthum zu betrachten,
Nachbar fich alfo weit von der Grenze gu halten.
Aduftigen_ Ländereien entfernten die Wohnftellen
Ken De Dan des —* gegenfeitig, |
und die fernungen wuchſen zw -ungehe:
'an, fe daß fie bie Cohnifen in bem größten Abs
ik
wu.D,608
£26 Hochafrika. 1. Abſchn. $. 6.
Rande vom Gig der Megierung, gu unabhängigen Ge
machten, und gu befländigen Bewaltthätigkeiten gegen
Nachbarn , gegen bie Hoıtentotten und Kaffernflänme vei
ten. Diefe urſprünglich ſehr ungünftige Anlage ber Gef
niſirung nad dem Innern, gereidhte dem Caplande währeg
des leuten Jahrhunderts zum großen Nachtbeife ,
bemmte in jeder Dinfiht ihren Fortſchritt. Deum
Viehhalter leben im meitläuftigen Eindden durch bie g
innere Landſchaft zerſtreut, woblbabend genug um mil
bängig zu befiehen, viele im Beſitz von 5 bis 600 Geh
Nindvieh und 4 bis 5000 Schafen ; aber in Roheit, Sch
und halbe Wildheit herabgeſunken, den DHottentotten k
Graals in ihrer Nähe als Hirten von ihnen abhängig Ieb
fo wie ihren Selaven gebietend, ohne Schulen und Kirch
obne ‚geregelte bürgerliche Verbältniffe, ohne Verkehe a;
ihren Nachbarn, ohne Marktplätze. Die Producte ihrer Bi
ucht, zumal die treffliche dem Merind ähnliche Melk
Butter, Seife, Strausfedern, Reopardenhäute, verfeben-
auf ben Märkten der Capſtadt, zu denen fie jährlich au
Mal auf Höchft befchwerlihen Wegen mit ihren Dchfen
gen ziehen, mit den erſten europäifchen Bedürfniffen,
züglich mir Toback, Branntwein, Kaffee und Feuergewei
An ein Manderleben gewöhnt, find fie zugleich Jäger, u
blos gegen das Wildpreet, fondern auch gegen bie Buße
männer, und zu jeber Streifpartei geneigt. Daher ihe Bü
figes Widerfireben gegen alle neuern Einrichtungen ber WE
terung und ihre beffändigen Fehden gegen die benachbariil
Raffernflämme, wie früher gegen die Dottentottenftämmg
die großentheils durch fie ausgerottet find.
Die Hottentortten *) leben gegenwärtig, nur ei
Stämme der Dochterraffe ausgenommen, innerhalb bes (
biets der Colonie zerſtreut, nad einer Zählung vom
1807, an 17657 Seelen; ihre Zahl hat aber ſeitdem fie
Schug der brirtifchen Regierung genießen zugenompmie
Seit der Abfhaffung des Sclavenhandels hat fih bie Wick
tigkeit diefer freien Leute von 'hottentottifcher Abkunft m̃
dem Gaplande fehr vermehrt. Dieß gutmüthige, une
eifche aus feinen alten Befigungen verdrängte Boll,
unter bollänbifches Derrfchaft ein fehr hartes Loos. Le
lant verteidigte fie zuerſt, und bob ihre guten Eigenf
ten hervor gegen die Herabwürdigung bie fie von ben de
beften Coloniſten erbulden mußten, bei denen fie in wahrese
Dienſtbarkeit gleich einer niedrigern Kafte Randen. et
ver englifchen Beſitznahme bildete General Craig, aus ihnen,
zuerſt, ein eignes Militaircorps, nach Art der Seapogs,
#) Quast. Rev. a, a. D, ©. 2236:
NE JUNE nerucyen Kearmomwanncı Irıop nu rmpjange
is der Biehbauer der Golonie. Die übriggebliebenen
‚Hottentottenflämme, werben ben Gapbewoßnern
ihre Dienfe, als Viehpisten,
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128 Hochafelka. 1. Abſchn. 3. 6.
ihre geiftigen Bebürfniffe zu forgen. Was die Glegiecmm
bisher nicht that, gefchah durch die fromme Geflnnung
Einzelnen. Gegenwärtig giebt es für bie Eingebornen fü
die Hottentotten und die Freien von Hottensortifcher ZU
Zunft ſchon mehrere Zufluchtsötter, wo fich x:
meinden zu bilden anfangen, deren Mitglieder in wir
Dörfern beifammen wohnen können. zei derſelben
von den Herrnhutern angelegt und unterhalten, in &
denthal (früher Bavianskloof genannt), in Erönetlen
und inEnon Die Übrigen erhielten Ihre Entſtehung
die Miffionsanftalten in London , vorzüglich finb es
Orte: Zurebraf bei Zwellendam, Pacaltsdorp
George, und Bethelsdorp bei Uitenhagen. Für. die.e
lifche Regierung, Garnifon und enalifche Genteinde iſt
jegt noch eine eigne Kieche in der Capſtadt errichtet, W
wohl bort felbft manches zur Verfchönerung bes Ortes bu
die Engländer gu flande gebracht iſt, zumal ein großer Aus
duct, ber bie trefflichen Waſſer des Zafelbergs faſt j
Haufe der Stadt in reichlihem Maaße zuführen fol,
Hospital, Börfenhalle u. f. w. m
Ueber die Kolonieen ber Miffionsgefelfchaft in Londe
und ihr weites Vorbringen nach dem Innern (f. Wa
ftem des Dranjefluffes) Bat vorsäglich Campbell Auf
®
I
gegeben, über den Zuftand ber Brüdergemeinden —*
aftita aber Latrobe ). Gröenetloof **), nur 6 deut
Meilen im Nord der Tafelbai liegend, Hatte im Jahr ı
fon 300 hostentottifche Einwohner, die fi durch
lichkeit, Froͤmmigkeit und thätige Arbeitfamkeit ausge
ten. Die zweite größere .Colonie Gnadenthal ***)
Bielt im 3. 1796 zuerſt von den Engländern die früher
weigerte —28 eine eigne Kirche au erbauen; im Jap
3817 hatte fie abı Häufer und 1377 Einwohner, in deil
felben Sabre hatte fie unter den KHottentotten 100 mi
Thriſten aufgenommen und 465 genofien das Abeab
(nah Heß); Schule, Särten, Landbau u. f. w. gedeihü
und befchäftigen gegenwärtig bier diefe bedeutende Menſcher
zahl, auf einem Areal, das früherbin bas unbebaute Eigei
ihum eines einzigen Bauern war. KBethelsdorp +),:u
der Nähe der Algonbai, im Oſten des Saplandes, iſt iu
Hauptore ber Miſſionsgeſellſchaft, aber in einer ſehr *
) C. J. Latrobe Journal of a Visit to South Africa in 181
aud 1816 with somo Account of the Missionary Settle
ments of the United Breathern near the Cape of Goo
Hope. Lond,. 1818. 4. **) Satrobe deutſch. Ueberſ. S. 32
Ebend. ©. 55, 234 und 239.. Quartexl. Rev, p. aaf
sarcıra yrıs zur; jKwurven. WIE wire
Wirt un Witenhagen enjen an bas Sebier bee
hu dym die * der Große Fiſchſlaß als Grenze
ber 5— der —— aika * *
ndet wow, bei ihrer erfien
„ae Ball ber, =
‚im freund) —
1 geneigt.
nachbarten, * 3
immen. hatte, ſtanden ihm Mn
machten Streifparfeien auf. a3]
— aldleR ihre Viehher
b Er und 5— Er fe Ha
ee
weldem ber g
u ei — in.
u ugge: *
— —
af teunbe ‚einander a,
* Tändeı ll
iM 5 Satan De aan
beflimmten eine Grenzitelle Se
ran © beiber Bölter, Na
mindert; die — ns,
er Rufen, X *
rm
ie, ul
— Ve
150 Hoochafrika. I. Abſchn. & 6.
im Februar 1819, am Weißen Fluß, die Brübergemeii
Enon, welche erft im Jahre vorher durch Ratrobe am
war, jedoch ohne die Brüder zu töbten. Nur bie ?
trieben fie weg, wobei nur ein paar Hottentotten das
ben einbüßten. Geit dem Juli 1819 wurbe Obrift EM
Hire*) mit englifhen Truppen dem Gaika zu a.
endet. In drei verfchiebenen Corps rüdte die Erp
fiegreich vor; die Kaffern zogen fi über den Büffeifluß‘y
ti, wurden mehrmals geichlagen, verloren einmal ag
Gtüd Vieh, dann 3000, dann 13000 Stück, bei einem GE
. am Kiestammafluß, im OR des Großen Fifchfluffes, wo
Grenze friedlicher Kaffernoberfäupter war, ber Bräber Bi
und Boocho. Diefe traten fogleich gu den Written ; bie
ruhigen Kaffernkoͤnige wurben verfolgt, gefchlagen,
Der Gouverneur, Lord Sommerfett, mit einer Kei
Iuppe landete in ber Algoabay. Am Gmangafluf
Kafferlande (40 engl. Meilen jenfeit Grahamstown) wi
auf einer Zufammentunft aller Oberhäupter, ı4ten Dem
1819, förmlich Friede gefchloffen, Gaika in fein Land um
der eingefegt, und nur er, nebſt Hinza, als bie rechte
Kan DOberkönige der Kaffern anerkannt. Gie wurden -
rennde der Golonie erflärt, und alle die fich ihnen wEN
egen würden, als Feinde ber Britten. Zur Sicherheite
olonie mußten bie Kaffern, für immer, den ganzen F
firich am großen Fiſchfluß abtreten, unb die bisherige ©
niegrenze wurbe um einiges weiter hinausgerückt, am.
©tröme Chumie, ihm zur linken bis zur Einmündung
den Kiestama, und von ba bis ju befien Ausflug im
Meer. Landeinwärts find die Gebirge-Chumie und Viel
eiviersberge, als Grenze beflimmt. Zwiſchen bem Kies
und Großen Fifchfluß werben ſtarke Feſten angelegt zur
rechthaltung der Drbnung. | td
Auf diefe Weife wurde, merkwärbig genug, 'am’
enge bes Kaffernlandes, zwiſchen den beiden genak
IGffen (zwiſchen 30 bis 33 Er. fübl. Br. und 45 big!
r. dfll. 2. von Ferroe, nach Lichtenfleins Karte) ein wi
Landftrich gewonnen, zu gleicher Zeit als bie Negierum
England den Beſchluß einer neuen Anfiedlung faßte. JF
wird fid alfo wohl bie neue englifche Colonie neben
Soländifchen anfeken, an bem Dftende bes Caplau
Schon find Schiffe voll brittifcher Auswanderer am E
angelangt, bie wohl in Waffe, in jene gefegneteren Geg
den ziehen werben. Ihre Zahl betrug Ende Juni ı$
ſchon 3659 Seelen, davon 1020 Männer, 607 rauen
2052 Kinder, deren neue Anfieblung von ber Algoa K
*) Heß a, a. O. ©. 392.
Werfahrt amd Lebensuntenhalt; jeder Anführer einer
tung erhält ein Gefchent von 100 Acres Land für
fon der Kamilie die er geleitet, und 50000 Pfund
das Belobnungen für diejenigen beſtimmt, well
mohlhabendere Individuen, über 18 Jahr
neuen Colonie führen. Cm Deittheil des
{in der wirtinen Anfelung. ut. as agee
licpen Anfteblun; 7}
‚Monat fpäter. Das befegte {ty die een
von Abgaben, dann brttagen biefe nicht über
; twird e8 wieder verlaflen, fo fallen die 100
‚Bas Gouvernement zurüd. Sinden fi hundert
,..fo will die Regierung einen digen
3m dern Plag. bee neuen’ Anfleblung waren
8 Zuureveld den Sonntagsfiuß entlang, an der
v dem Srieden mit den Kaffern
Werlegenheit mehr feyn, ja von dem
ats würde die Ginllifation bee benachbat:
bie neue englifhe Golonie zum größe
jeite, jen önmen, So. kommen bie Engländer
‚gefegneteren Landſtriche auch- ben Mlänen ber
'e zubor, bie bier an der Taffernküſte, nad
benten Adams Worfclage, eine Colonie als Mit:
ihren Handel mit Inbim und China zw bes
en Plan gehabt hatten, -
gegenwärtig die ältere Holändifge Verfaſ⸗
— weiche bei. der Uebernahme garantitt
ich fort, unter einem bitte en. Gouverneur; die
ro eng je wird wohl der
49 der englifgen © di bee deittife
m folgen. . Noch fehlt der. Capcolonie Handelsfrei⸗
#
150 Hochafrika. IL. Abſchu. 6.7,
ber 'GSouverainität trachtete. Der eigne P
und die Stetigkeit der Preife ber Erporten Air ye
das ganze Handelsſyſtem dee Colonie gehemmt; doch
ihr wohl noch im Burgen große Veränderungen bevor.
Erweiterung der Landestenntniß iſt aber feit ber briteifd
Beſitznahme noch durch Fein wiftenfchaftlicdes Untern
eförbert worden. Die Erpebition bes Arztes Dr. Com
Begleitet vom Lieutenant Donovan, welche auf Lord Gi
bons Betrieb von bem Gap ber guten Hoffnung ausgi
und im Jahr 1809 tief in das Innere vorgebrungen m
auch fon in den innern Colonien ber Portugifen zu R
und a”) erwartet wurde, iſt ohne Frucht geblieben:
die Unternehmer auf eine uns unbekannt gebliebene Abe
Ende fanden. . a
| | x
Zweiter Abſchnitt. =
Oſtrand von Hochafrika.
53. 3. |
kannt wie ber Oſtabhang von Hochafien, if uns bi
ber Oſtrand von Hochaftika geblieben. Kaum eine &
daB man ibn, wenigfiens in neuern Zeiten, au nur __
Ben; ja faſt alles, was wir bavon fagen können, fließt
aus den unverbächtinßen Quellen, hängt mehr von
Iungen ber Nachbarvolker, von Combinationen —
cheinungen, jedoch auch von einigen Thatſachen ab,
den Portugieſiſchen Sechelden und Biffionaven v
—ã— verdanken. Unter unſern Quellen
berühmte Joan De Barros, der Vagabunde A. B *
Joan Dos Sanctos, ein Portugiſe, der ſchon 1586
verließ, um fich in feine Miſſion zu begeben, außer. 4
faft die ein igen für unfern Zwed belebrenden. °
der untern & fienterrafle zeigen fich für uns hie und da
lichtere Yuncte, unb von ihnen aus wollen wir nad...
Inlande unfte Slicke werfen, fo weit unfee unbeſtim i
Nachrichten reichen. l
Anmerlung. Es folgen hier ber Reihe nad von di
nad Norden bie wenigen unzufammenhängenden Radirichten, °
wir von biefen @egenben befigen, welche uns zwar nod nid#”
Lauben, das Innere des Landes und den Lauf feiner Gebirgil
ten nad Zahl und Maaß zu conftruiren, wie fie Lacepede an
Minber bekannt als jener Güdrand, und u
) H. Salt Voyage to Abyssinie, Lond. 1815. 4 p. 9
anbd 505. nn 2.
Reh} Säfferhlife: : bag
milde über dennoch, wie fich unten ergeben wird, gm
Landeinmwärts ein
- De ee [3 ie
m Erfies Kapitel, ‚
Die Kafferntäfe
"i J
Eellet, 1. Hochkand. der Bosjes manu.
Reiſende in Südafrita ſagt une, -
he — el Ben 4
die eine mit ber te, bie zweite mit der Dr
von Süden nach Norden sieben und zwar biefe
dem Xequator parallel Taufeüden „iante
trete (welche obige Xerraffenabbänge bilden), 3x
ab s
I bezlei der Küi J
5— Sun din dus Yefebe &
fe
F ihren & tfeht, betrachtet er.
RT REET TE
affe, deren
Berg ")ift, Diefe Gegend bildet ein großes Pla
Be ‚_ fagt —— von welchen ber
Zerraffe gegen Weſten ausläuft, und der minder
Anfende Oftrand der zweiten Zerraffe gegen üben. Hier
her feine Gebirgskette mehr, fondern ein wahres Hochs
6 wie Armenien), gänzlich verſchieden von allen
konifhen Gebirgen, weil es aus großen, weiten,
tete Zogereifen langen Ebenen, geräumigen, geng_offe:
Milern, ofme alle Schluchten und Felswände beftel
bmelde, obgleich auf fo großen Höhen, überall bie ber
m Wege führen. Das Land hängt von allen Geiten
fünfte, reich bewäfferte, geasreiche Abdachungen ‚mit
liegenden tieferm Ebenen zulammen, und auch
find nur fanft abgerundete Ruppen, einfbrmi,
alle Gebirgsreige, von Stürmen umfaufet, p
6, oder im Minter mit hohem Schnee bebedf,
th ber Bosjesmanns. Diefes Hochland zieht na
amd Fanffens ***) Bericht, dem einzigen über bi
D, ggmM.D, als eine — ögebene fort })
Fenke fig fehe allmäplig gegen N. MB. in die Hohe ers
H a er —— Dranje⸗ —
zueilen; gegen ©.D. gegen mdifgen
y in welchen ber geoße Fiſchfiuß, der auf biefen Höden
dtenfein I. ©. 676. * **) Ebend. II. p. 4. **) eiqhten⸗
#rlL p.65, H Barzow I. pı265, Hi) Brrow p· 204
154 Hochafrika. II. Abſchu. $. 7.
(der Wafferfcheide zwifchen dem Indiſchen und Atlen
sean) entſpringt, fich ergießt ).
Wenn die Höhe biefes Plateaus kalt und umwi
ift, fo wird ihre fanfte Deeflägung gegen N. W. bis
des Mendekreifes von den induftriöfen Beetjuanen, be
und waldreihe Süboſt⸗Abhang aber von ben ung
Kofferflämmen bewohnt, die auf feinen. fehönen wei
en Gehängen **) bis gegen die Hüfte des Meeres
nomabiflren, und als ein mebr als balbgefittetes Bi
efchwornen Feinde der Bosjesmans Über ihnen find.’
Roferntü e ift bis gegen die Strafe von Madagascı
auf mit Sranitbergreeiben *°*) durchzogen, beren A
überaus waſſerreich, fruchtbar, von Thieren und M
bevoͤlkert ſind.
Segen das Meer fällt dieſe Granitküſte in fleilı
enufer hinab, aber im Innern ſcheint ſie in ſehr
aſt unmerklich anſteigenden Hochebenen bis zum
rad N. Breite fortzuziehen. Denn bis dahin ver
Colonel Gordon dem —* Labillardiere auf
Reiſen im Innern von Afrika vorgedrungen zu fen!
egen das Land der Biri und Manika norbweftlic
ap ECorrientes7). Er hatte auch ben Compaßberg
gen; aber bis 18 Grad nordwärts vom Gap ber guter
Sung verficherte er Barometermeflungen angeſtellt zu
die ibn auf das Äberrafchende Reſultat führten, baf
ber Mitte von großen weiten Ebenen, auf benen e
Zage lang gereift war, ohne das mindefle Anfteigen
gunehmen, a do 6000 Fuß Hoch über dem Meere
ometees) befinde TI. Barrow machte bie Bemerkung
o wie man fich von der Meeresküſte landeinwärts a
SGern weſtlichen Gebirgsterraſſen erhebe, alle Thiere
ausvieh unb die Menfchen immer von fehönerer us
see Geſtalt wurden +4).
Erläuterung s. Küftenterraffe
Nur den Ausfagen ber Kaffernflämme, bie bier ı
Heben, verdanken wir unſre Kenntniß diefes Küftenf
n diefe wohnen bier in ununterbrochener Folge al
große Nation bis Quiloa +4+) zur Küfle Zanguebar,
fo fcharf von Hottentotten als von Negern und dem
ven, ober Mabomedanern der weiterhin nördlichen
%) ‚Barrow Acc. of Travels Il. p. 335. **) Patersoi
xative in 3 Journey to Caflraria. pag. 05 *
Bemerk. und Wahrheiten. ?: 31. Barrowl.p. 37
tenftein 1 p. „68. + billardidre Voyag. 1.
) u“ Acc. of Trav, II. p. 123. * Eid;
. p- 591.
Orand,; Kaffernkuͤſte ·186
1, a de .
immer tiefer
jorden find *, —— Br dem Kaf
ie. Zambulis ober Mat;
Baffehfluffes, dann die Manıpuki oder
— —— beiden Sriten
Berge, unftvollen Macı
a —* 25 Grad R.
Kunft, das Metall zu bearbeiten,
ad baren verfehen — den
(Mocguini_ heißt im Arobife en Eifen:
n folgen vieleicht bie Biri der Portugifen
aa von Manica, Sofala und Ghicoma,
fen an —— befannt
würdig ift es, daß die
an Kam x genau mit
—— fo metallteigen Futa⸗
‚im Monomotapa (mo die Feſte im Mei
—— wie en quer]
fen bie Bewohner ber
‚alle Kaffernſtãmme zeichneten —* bei ihrer
e mit Europäern, wenn fie noch nicht
6 den Berkehe mit ihnen werborben, oder flreitflüchtig
ns graufam geworben, als ein. höchft gaflfreies, gutmüthis
—— Bolt Eu von welchem bie Strand:
ei rüchigen am il 345 Küften freundlich aufs
same: A ee tere hundert Del weit durch ihr Land
7 eite gaben ++), teils Süden zum Gap ber
Men Hoffnung, oder auch nach Norden bis Sofala +17).
fa gafffrei nahmen die Kaferifchen Stämme ber Küſie
Be Boa! mo Europäer nur höchft ſelten gefehen ‚mers
Aa ee auf 1.. Gleich vortpeilhaft zeichne:
— wi jeoohner der Hochebenen, tiefer Iandeinwärts
zum erftenmale von en gefuße wurben,
Ken ee and Aigen * war "ie
— Africa eura ‘Hartmauu CXVIII. 2555,
„iewL P, 201. **%) Truter in Barrow Voy. to —
— ) J. Dos Sanctos Asthioj chlapia orientalis in Pur-
Dr fol. 1. ag {er Perf
zen 6 und Mifflonars in Aften und
——— Augsburg. 9 1388. $ I? —8 ce
a. tom new account of Bast In: mr:
» &++) Purchas Pilgrima I. Ey —
Journal of a Voyage performed fr Ki 10
. — and.Da Lagos Ki Lond, 1800, 4 4 p 3. U.
«. D. +fitt) Barrow I. p. 195,
156 Hochafrika. II. Abſchn. S. 7. .
Kaffern in Sofala von Pebro Alvarez da Auhaya im Je
1505 *), wie bie Kaffern in Manila von F. Barreto.
‚ bei ber allererften Landung ber Europäer an biefen
(vor 1499) als Vasco be Bama die Küfle Metal be
und zum Rio Dos Reys, dem heiligen brei König
kam, fand er nach Caſtanheda Erzählung, deffen
nende Kaffernfämme mit eifernen Lanzenfpigen und
pferringen verfeben, fo zuvorkommend, gaflfrei und
ensvoll, daß er diefe Küſte bas Land ber guten Leute
des Friedens (Terra da boa paz) nannte, Y
Erläuterung 3. Küſte Natal.
Von der Meibnachtsfpise (Cap Natal) n
fheint Hier ein befonders DR vorfpringendes felfiges
land zu liegen, weldes mit Riffen und Steilküſten
egen Oſt in den Indiſchen Dcean vorrüdt, und diefe K
eſonders gefährlich für die Schiffahrt macht, die font
Sich bewäflert, voll Weiden, aldungen und fruch
Bodens ift*), Im Norden wird fie begrengt durch
tiefe Da nagan: Bay an deren Küften ein überaus fr
bares Land, 20 g. Meilen Iandeinwärts fich. erfiredt.
N. W. der Bay aber fleigt das Land wieberum von bee
aus, (dem Anfchein nach von der Küfte gefehen) in 4:
trennten Bergreiben aufwärts, welche fib bis in bie
Ten erheben ""*), auf der flachen Küftenterraffe finder
ter Dausthieren nur Rindvieh; am Abhange ber Bet
raſſen find Elephantenheerden, und auf den Höhen
nen erft Büffel und Pferde (oder Quaggas; denn
der einzige Augenzeuge, dee uns biefes mittheilt, zeigte
Raffern nur bas ih von einem Pferde vor, das fie zu
Tonnen fehienen). |
⸗
a
ge
oo Smweites Kapitel .
Die Kuüſte von Sofala und Mosambik...
6, 8 —
Die Kuͤſte bildet vom Cap Corrientes bis zum G. Day
abo vom a6flen bis zoten Brad Güdbreite, ein weit gegi
fien vorfpringendes Küftenland, bas jedoch, wie fi. u
den beften -portugififchen Karten ergibt }) zu weit gegı
) J. Dos Sanotos Aeth. Or. in Purch. Pilgr. II. fol. 33
und f. 1543. **) A. Hamilton New Account p. 6. ***)
White Journal. p.61. +) &. die Karte Five Degrees ı
&he Coast fram Mosambigque to Cape Delgado laid dom
from a Portuguese M. 8. Map in H, Balt Voyage so Aby
sinia, Lond. 1814. 4 '
in
- alten Gras Ohtknie Fra 3
‚aus landeinwaͤrts von opãern
he pe —— Et —
» el e tgs⸗
fi ein Terraſſenland gegen das Jan:
- beiten Ii ——— —— ab w Dftabs
‚ oberfien indes,. ift uns zur Zeit noch undes
aber fehr mal aan) heißen ı bem Meridian von
Tund 48 Grad DO) je von Ferro hin! — Diefes
it fen D’Anvilles tritiſche Karte de l’Ethiope' orien»
2797. gezeigt, Ban Easy melcher die fpätern nur Eopirt
c jat find. Im Weſten won dieſer
ft wahı lich fehe bemohntare (obwohl vor
— Bochebenen, ber Aufenthalt von
jauplag dee verheerenden Züge ber
ler Mr Mäben jahehunderten, Die neuere Ge
davon nichts. mehr zu fagen, wenn
[3 —* Galla gegen Habeſch nur eine Forts
gen, auch ſchon burch bie gan; Rich
ha und feiner Hauptthäler im Streichen
Ei Saga erhäle C£ unten hei Gele): Unfıe
Enje Sennenif diefgs Terraffenlandes hängt Übrigens mit
Seſchichte und Kenntnig vom Lauf des Bams
08. ab, welcher feine Quellen auf dem Hochlande
mern Afzita's hat, und an-befien Ufern entlang bie
ifem bis zu jenem, am Ende des ı5ten und am Ans
des ıöten Jahrhunderts vordrangen.
hläueesung 1. Erfte Terrafſe. Quellland des
eje und Hoh ebene Ehicowa.
u“ äi der Eingebornen, deren Ausfagen
—— — Sr tan, fa
üben, nur so bis 30
—— wel j oh ein Sumpf —
enwaffern, oder ein Al
s N
ee * ——— "=
Weber BRaravi, im 3 bre oder ebene *9 z8
[3 > vr vielleicht Zambe heißen feite, wie der
9. "de Barros dos fectos a. os Portuguesen Azoram zo ,
„‚Jeseobrimento y conquista dos mares Y terras do Orien-
3 ‚Lirbos A. let. TI. Dec. 1. 1. IK. mı X. 8.
iaLe Grand Rdaion du —x * Dam
—S on
138 Hochafrika. IT. Abſchu. 5. 8.
Strom? ober ob die Namensähnlichkeit eben bie Verw
fung mit dem Fluß bewirkte, oder ob Bambege ein %
tivum für See und Fluß, wie das Arabifche Bahr, 1
bahingeſtellt.
Nach de Barros *) liegt im Weſt von Gofale (alf
Süden von der Mozambitküfte) im Binnenlande ber g
Ger, den Afrika Bat, aus welchem er wie Ptolemäus
die Arabifchen Geographen den Nil, den Zaire und aue
Ströme von Sofala Herfließen läßt. Doch nenne De
208 diefen größten und innerflen allee Seen nicht,
aber, daß er biefe Nachricht don Congo und Gofale
erfahren Babe und reihet fie an Prolemäus Nachrichten
den Nilquellen und an das Baährſena (d. i. Tzanga
Dembea-⸗See in Habeſch) der Acıhiopen nm. De
fagt weiter, ber Fluß, welcher aus diefem See nah S
zufließt, theile fih in a Arme, bavon ber eine gegen
Lagoa, früher benfelben Namen geführe Habe, jegt aber
rito Santo heiße. Der andre 105 Legoas von Sofala (:
wärts) fey der Cuama, den man landeinwärts Zen
nenne. Diefee Zembere habe weit mehr Waſſer alı
©pirito Santo und fey 250 Legoas (220 geogr. Ri
londaufwärts ſchiffbar. Zn ihn ergießen fich 6 bebeu:
Ströme: Panhamas, Luamguo, Arruya Manjovo, In
und Ruenia. Ueber alle gebiete der —F von 8
metapa oder Monomotapa, und an allen finde fi
zwifchen beiden Strömen, dem Guama ober Zembere
dem Spirito Santo liege das Land Gofala wie eine |
cd. 5. eine von firömenden Wafleen gebildete oder uni
wie etwa Suiana in Sübamerifa) 750 Legeas (an 560:
Meilen) im Umkreiſe.
Derfelbe Fluß, welchen bie erſten Portugifen Zen
nennen, wird von ben fpätern immer Zambeze gefchriel
- Die erften Entdeder, die Portugiefen, glaubten,
fey ber See des Ptelemäus, aus welchem in Nordei
Milquell fließe, und fo andre Ströme nach allen Wi
genden; und die ifn umgebenden Gebirge hielten fi
die Mondberge der Alten. Aber fhon A. Battel ’’") m
ſpricht zuerſt dieſer Hypotheſe; er fagt, daß diefer |
See viel weiter im Weſten liege, daß er durch eine
große Ebene von den Öfllichen Gebirgen getrennt ſey,
welchem der _ große Fluß Magnice (mohl unfer Zambe
ein Arm beffelben) entfpringt, der von ba gegen D. fli
*) De Barros 1. 1. IX. co. 7. fol. 118. a. *%*) Marmol A
T. III. 6.30, p. 115. *%**%) Andx. Battel in, Parchaı
gram. T. U. pP: 1031. j
"Red; Gefele, Moni 200
> Bann Nachrichten *, ‚daß. feine Quellen
fo tief \ondeinwärts li Yup ont ie find,
k tit, welcher fü Ramen dom anmohnenden
te glihes Namens führe, im Lande Chikowa fe
Den mo an, iſt unbelannt; er ift es aber nur oft:
dem geoßen Waflerfal_von Chicoronga im
he mo er a —— von.18 geog,
Ieguss) me. te Kaufe
mat nic. Diefe, jelsgebirge zu beiden Ufern
uch wel echdtit —
ee bindaı int ber Di
5 von Hochaftika zu ſeyn. hf
it die filberreiche Ebene von Chicoma,. mit
wfer⸗ und vorgüglichen Eifenminen **), bie
in Zeiten —* ie Faffern trefflih zu hear⸗
tn. Schon Mafubi um das Jahr 967 N. h
ap das Hiefige Eifen zw Stahl von
tet werde, und zu Gchwertern und
liher Güte; daher ein birecter Handel mit n
Producte — Sofala und den Kaufieu⸗
bien beſtehe, die ihre Küſte damit verfehen ***).
Eilderfpäge zu bemöchtigen, machte Bean;
10 }) unter König Sebaſtian dem Erften von Wortugal
nd onsmotapa am Zambezefluß aufmärts, einen Kriegs:
rang bis hieher vor, war aber nicht im Stande, die
zu entbeden, ba er durch feine Graufamkeit
X indie Gebirge verfcheucht Hatte. Die 200 Por:
‚ melde unter A. Card. d’Almeida hier von ihm in
Berfganzung zurädgelaffen wären, wurden bald von
"Hochländern erfplagen. Auf derfelben Höhe im Ber
nah N.W., 4 der großen Wafferfälle von Chis
Icben, oder lebten bamals (1540) zwei menſchen⸗
Horde Kafferftämme (b. 5. Ungläubige) die Mumbos und
mbas, mahrjheinlich diefelben weiche au Muzimbas
„ welche jefangenen und Sclaven ſchlachteten
werjehrten. ie Portugifen, bie einen Streifzug ER
men, fanden in bem Schlachthauſe zu Chico:
wie zum Tode beftimmte, gefeflelte Neger und Ne—
1, die fie befreieten.. Der Plag um bie Wohnung
[2 xers mar mit Menſchenknochen see TH.
u demfelben, Hohen Berglande, gegen S. W. von
hiesma, liegt das iernlönigrei Abutua (Butna in der.
” Orientalis in Purch. Pilger.
— 2 ad Alan va Bram 1
2, Des t Voy. Ne }.bo —e
A et “ ep HAIDee
140 Hochafrike. II, Abſchn. F. 8.
Zanbſchaft Toroͤa bei De Barros), deſſen König Butto
nannt, ein Bafall von Monomotapa iſt. Das Land
reich an Goldminen, die älteſten (mas antiguss), die %
im Lande kennt *). Sie liegen alle auf Feldern (em cı
po, d. i. nicht zwifchen Bergen) und gegen das Land
weiten ®benen (grandes Campinas) hin, welches im u
som Gap Vorrientes lanbeinwärts liege (Hochfleppen). .:
die Ginmobner keinen Handel mit den Portugifen Ereib
ſagt Dos Sanetos, fo fuchen fie auch nicht viel nady |
fem feinen Golde, zumal da fie Dirtemvälker find, und ge
Viehheerden Halten **). De Barros fagt, daß biefe |
minen wegen der Kriege feit lange nicht benugt wücben,
Anm. Kaffernflämme; Kelle Symbiod im &X
Butuas Paffage zwifhen Sofala und Angola.
diefes Hirtenvolk, gach Dos Sanctos Butua genannt,
weidenreichen Hochebenen Hochafrikas, und ihre kunſtreichen
baren die Eiſenſchmiede von Shicowa in vieler Hinſicht dem A
fernflamme der Beetjuanen in ©. von Afrika gleichen **"), dei
wir oben fchon angebeutet, insbefonbere ift aud hier ala a_
meiner Lebensunterhalt Wilhwirtpihaft (die viele MWölfer
nicht kennen) und überhaupt Viehzucht haracteriftifch,
gegen NR. ſcheint ihre Verbreitung nicht zu gehen (obwohl au
"alle Einwohner feit ben älteften Zeiten, bie noch nit ben I
angenommen, Kafern beißen +), wenigſtens find die Muzisg
‘(die man neuerlich für einen Zweig ber Gallahorben zu 5
Er tft) Thon fehr ausgeartete Kaffernz noch verfchiedner
re nördlichen und weſtlichen Radbaren, die Wohenemugi y
bie rohen Dſchaggas (Giaguas). ai
Die }) Muzimbos vom obern Zambezeflrom, von ©
Tommenb wurben den Portugifen befonders furdtbar unb ee
"ter, feit ihren Ginfällen, 1589 und ı592 gegen die Küften,
durch bie harten Kämpfe, die fie mit ihnen zu beftehen hatt
Im 3. 1593 erreichten fie bie Küfte von Quiloa, unb drangen :
Melinde vor, wo ein einheimifher Stamm der Moffequieiel
-aufbielt, Sehr wahrfheinli find fie Stämme der Galla, die!
mals ihre Völkerwanderung gegen Norden begannen. Denw
Muzimbos beißen auch Mauruca, ihr König hieß damals @ al
‚(Purchas P, 1}. 1. IX. p. 1562); ein Stamm ber Galla bei
gaben heißt noch. jet Maracata, und die Beſchreibung ag
ie Portugifen bamals von ihnen madten, flimmt ganz mit
@itten der Gallahorden überein, wie H. Salt fie in Aby
Tennen lernte. Bei H. Lobo werben bie erfien alla zu
'genannt im 3. 1625, um biefelbe Beit, als fie ihren erften Ein
von Süden ber in Abyſſinien begannen, nad Art wie die Hut
*) De Barros Dee. IT. 1.X. e. 1. fol. zı8. b. **) Dos 8
ctos fol. 1548. unb Marmol. III, p. 116. ***) Eichtenfl
. über bie Kaffern. 1. p. 4 D. Barros Dec. 1...
G. 4. fol. 96. +) Hi. voy to Abyiinia. Lond. 128
4 P. 64.
84 MR, IIND DON auyerororntiichet Sroyt (maranlınose
sa) Die Mauern find 25 Palmen die, ihre Höhe ift nicht
atad im Verhältniß zur Breite. Ueber der Pforte des
bes hebt eine Infehrift, weiche weder moriſche Handelsteute
he Küftenbewohner) die bort waren, 2 a
ofen fonnten; au weiß man nidt, Na
it, et vn Anhoder um —5*
a a rt voı een
— * — Je eine
ern 2 oflager (corte;
Wohnungen In aRomomota a —** amen führen.:
beffüben, tin Dann von Abel, Bier Die *5*
(ft esid- mör) und heißt —— —
le des —— 9 a feiner Aufſicht Ay —
Bennmotapa, die immer hier zu wohnen
Gebäude und von mem erbauet, bavon iſt
en, bie keine Schr Ent Haben, aud Beine Radrigt. -
daß fie ein Werk bes — —5 Bi es
bringen kbunten. Is Kapitain Vic Pegade ein
en, bie bort gewefen, das Portugififhe —— ——
la, die Benfter bie —& r Aw F% —S *
er jenes fep fo voßendet
= ar & ea igm — laffe a —
yon —ã— ar On en ne
at (an 128 —
la. fuger ihnen Kr —
le one, —8 —A—
na jem —5 en Bo
= der Meiming der- Moren finb: =
alt und ak aepren der dortigen Golbutiner
Kies
1A Hochafrika. II. Abſchu. 6. 8:
Au Dos Sanctos fagt 3 daß dieſes die einzigen marke
Gebäude in ganz Kafraria find, daß ben Portugifen aber mi
erlaubt worden ſey, bis zu ben Butua auf bie Anhoͤhen von
zu fteigen, weil man. von ba aus ganz Wonomotapa (das im |
bie Flaͤſſe entlang, alfo als tiefere Zerraffe liegt) überfhame, m
zugleich die Gegenden, aus welden fie ihre Gold einfammelg
entdecken koͤnne. *
Battel **) ſagt, das Land der Abutua liege in R. W. u
Monomotapa, behne ſich in großen Ebenen gegen das Yang
weſtwaͤrts von ber Grenzgebirgöfette aus, von welder ber 3
beze unb Magnica (d. i. Riv. de Manica ober Lorenz IR
bei D’Anville) gegen D. fließen. Dieſes Land ber Abutua fol
gegen 8. queer durch Afrika hindurch erſtrecken bis nach ber
grenze von Angola. Es fällt in D. gegen Monomotapa, im
egen Maflapa ab **). Die wären demnad, bie Pochfteppen
— von Afrika, und an ihrem Oſtabhange unter den
von Fura laͤge das Reich Butua mit dem merfwürbigen
Symbaoe. Beil an der Oſtkuͤſte Aftilas bei Arabern unb Rem
überall, wo ſich Bold findet, auch die Königin von Saba als »
oße Königin in ben Sagen ber Vorzeit wieder erfdeint, unb
Sand Bura aud) Afura genannt wird, fo hat biefes an Dfir, Opzg
und jenes Gebäude an ein Schloß der Königin von aba erimum
wie biefelbe Geſchichte auch bei Arum wieberlehrt), welde
eze herab ihre Bolbfhäge auf ihren Flotten nah Aramı
gebradht haben fol.
Daß hier eine Berbindung zwiſchen bem Oft: und Weſtab
von Hochafrika wirklich fkatt finde, ift dem glaubwürbigen
Ganctos eine ausgemadte Sache. Gr fahe felbft in Gofala
we er 4 Jahr in der Miffion ſich aufhielt, Kunftarbeiten ber
tugifen , welche von ber Angolafüfte queer buch Afrika vom
Kaffern von Abutua nad Manica transportirt waren, we fie
wieder von Portugifen eingebanbelt wurden (f. unten S
durch Hochafrika).
Erlduterung 2. Zweite Terrafſe. Stufe von
Mokarangua, Monomotapa und Manica.
Unter den Waſſerfällen von Chico: rongo, in welch
der Zambeze aus ber Hochebene von Chicowa hervo
egen D., nachdem feine Strudel und Stromſchüſſe auf ;
eilen lang zwiſchen Felsbetten eingefchnärt waren, _
er in eine große Ebene. Bier wird er von neuem ein fü
bacer Strom, ber an bee Portugifenflabt Tete +) vor
durch eine fruchtbare Landſchaft bis zu den Bebirgen vg
Zupata fließt. Diefe flreihen von Norden nah Güde
fepen den Strom queer hindurch; er mußte fie von nee
in fürchterlihen Engpällen bucchbrechen, um aus bief
%) Dos Sanct. a. a. D. f. 1549. **) A. Battel in Purchs
Pilgr. II. £. 1022. ») Marmol Afr. III. p. 116. +) De
Sanct. Aeth. Or. a. 0. D. II. fol. 1548, + Thoman Rei
und Lebensbeſchreib. ©, 100, u. a.
5 WIN Seiten DES Stroms FArrE vas werırge an
@ Ötehen furchtbar ſteil und überhängend in gemals
Iippen empor, zumeilen treten fie gany enge zus
m ieſen dem Gtrom nur eine enge Pforte um
: et Pr Belfenpäßen: » *
inf wich dies Behiige von. Dog j
s je. ©
N 5 at der ie oder J
“ iñ die jebirgafette ‚gegen Me
ax etſetung iR völlig. unbekannt
"Siehufer‘ des Serie ai Kr der Mittelterr
wilden Thäler, liegt bie Portugifffee a2
— 08, sind, Die KReſiden der
der allgemeine Name für BT in
ae teln in Dflafin). Am Güdufer aber
(um das Fahr 1600) von bem Fries
4 der Don a6 beweßnt, weiche ben —
a fe Mittelterraffe ſtreit
ti;
fleeicgt. diefe "Wreriggebii —8 —**
et a ER Gehe
—— — fernen wit al alıe gemein a ein Su
Bigtem Li
sam die ‚Sf m er ehe al Bol
allem ahor ala ein Cchr vaichoe Anihlanh feraai
244. Hochafrika. IL Abſchn. 6.8
men mit ber Vorſylbe Mono⸗, welche dort auch im Maik
namen Mono: Emugi, und in der Landſchaft Mann
kommt, ift, wie biefe Anſicht nun auch von bem
Beobachter *) an ber Moſambikküſte beftätige wurde, - m
ein politifcher Begriff, nicht der Name eines Landes,
bern eines Herrſchaft (wie Aethiopien, ober weilanb E
iro frangais) welche ebedem ſehr ausgedehnt geweſen
Fon feine °’), Denn bie Butuna auf bee Hochter
wohl in Weſten, als auch die Fürſten auf der KU
raſſe bis zum Meere (doch Hier nie in. fo fabelbafter A
Pa‘
o
dehnung, wie Bolero Gusman, Pigafetta und
hauptet Gaben), waren dem Herrſcher von Men
welcher den Titel Quiteve führt, tributpflichtig, und
— getheilten Staaten von Monomotapa, Chic
niteve und Sedanda gehörten zu dem Einen, welcher.
ſchon gegen 1600 in diefe Provinzen gerfallen war..
zu Tage ift bie Macht des Quiteve von Menometapa fehe,ll
(Qräntt, die ganze untere Terraſſe von Sena bat er
-Sängft an die Portugifen gegen einen Tribut abgetreten
und er ſcheint nur nech im Befis ber Mittelterraffe &
Mocaranygua zu feyn, mo feine Mefidenz von Bamrbuekm
erbaut, mit einem gierlihen Zaun von Elephantengäfuu
i gefaßt liegt 7), und wo noch diejenige Provinz, «
ein
Vielleicht dem ganzen Kaiſerthum ben Damen gab, bie
haft Manu liegt, welche den auserlefenfien Bolbjanb
re Fr). (Iſt es vielleicht das Matu bei De SB
diefee Ditteltercafie liegt Tete, die leute Ortſchaft
gestugifen font die weftlichfte ihrer Jefuitenmifltonen,.
eguas in =. ber Grenggebirgstette von Lupata, welde
einem gemäßigtern Himmelsſtrich mit gefunder Luft, .
ehe hoch in einem überaus fruchtbaren Lande liegt.
ehnt ſich Monomotapa (wahrfcheinlich im engen (
nämlich nach ben Karten etwa 5 Breitengrade) die Dit
terrnfie aoo Leguas in die Länge, und eben fo viel im
Breite aus. In dieſem Bezirk liegen bie 3 Sartoreiem
Portugifen mit Kirchen, Luanze, Manzouo und M
wo der größte Markiplag zum Umtauſch if. Auf
Terrafle finden ſich ſehr virle Spuren von Galzablage
gen, (mie auf ber Ähnlich liegenden Tigre aber Mi
raſſe in Oſt von ‚Dabeffinien) ‚ mit vielen Salzſeen,
flüffen, Salzquellen, aber von Steinfalz iſt nichts bekam
%) Salt Voy, to Abyssin. p. 60. *9) De Barros Dec. I. L
X. c. ı. fol. 118. und Salt Voy. to Abyssin. p. 6e
°*) Hamilton New Account of East India. Edinb, ı
* 8. 7) Thoman Reiſe u. Lebensbeſcht. S. 110. ++) Eb
1320. und De Biros Dec. 1. L. X. 6. 1. fol, 218. b.
anti: Bafe, Moni. "ie
Batuca und-Manica: re
it ‚die m
—5 Be ft abuse)
“un — De beflen ent.
5 bier, obwohl
—— er * man da 1
frinen. Die Suft it im Früßl
mehrere Portugifen dort zu diefer Zeit den
mel fahen. Der Sommer bat ne
© je bringen auf dieſen
— * die goldgierigen Porzugie fen ante: 8. Bas
I.1570. jmen Kriegs und fanden weite. Cbenen
ber Öedirge, wo Hügel und, Felſen wur mit
eipahen, * größten Theil des Tahres ; Aıcen 9
* ) wi — —
—* jenen, nach denen futen, waren
'„ billig öde Felder, auf denen mm 6.bis 7 *
rüben fonnte, mm das Gold in Kernern gm
aber nicht, weil. man da überall auf Gele
die Säde nicht fo ſchuell mit Golde f
enge ſd loſſen daher mit.dem Ri des
bicanga, der fie Freunbfehaftlich empfangen —
Dh bündniß amd kehrten gegen bie Kü
# der Soldminen Manica liegt 50 Legoas im ne.
Bafala, ‚bat 30 Regoas im Umfang, und das Boik,
# bas Gold fügt, find die Botongas ***).
itesung 3. Dritte oder Küßenserraffe von
Sena und Gofale.
wir dem Zamdezeſtrom durch die Gebirgsengen
8 jen des auch tin ur Gemäten, ee bei
mötritte aus demfelben, tender Strom nicht
bene Landſchaft, in fie er nun tritt, En e
fie au Njäprlig im März und
nn überaus fruchtbasen Delta. in dieſen
De Barros_mit dem allgemehten Namen,
Eee han und Spirito Santo, Sofala nennt,
L.] een fo wenig, wie in Unterägppten; baher müflen
hen wohl wi hertommen 4).
1 Strom, hier Sena genannt, nah der Dan tnie⸗
mg wnd Provinz der Portugifen, hat di Iafeln
ri Stellen. * durchſtroͤmt 56 g. Meilen (60 Les
© Barros Dee. 1. LX. e.1. fol. 118 b. _?%) Dos Sın-
fol. . und Maermol Ill. p. 225, ***) De Barzos
aD 4) Dos Sanctos fol, 2; .
ri, und
146 Hochafrika. 1. Abfchn. 5. &
guas) bis zum Deere, wo es in 5 DMünbungen fi
ein breites Delta in das Meer ergießt.
In Süden an bie Heutige Provinz Gena ſtößt bi
liche, auch heute noch fo genannte Flachküſte von €
ebenfalls mit Strömen, die vom Gebirge herabkomme
von Hyppopotamen wimmeln. Diefe machen bie Schi
für die kleinen Barken fehr gefährlich, was um fo fehl
ift, wenigftens im Zambege, ba biefer Strom bie ı
demmunication ber Küfte mit bem Innern bes |
ildet *).
Sang verſchieden ift die Natur biefer Küftenterrafl
der jener gefunden fchönen Hochlande. Hier in ber
it zwar üppigfter Pflanzenwuchs, unbefchreiblicher
thum von Wildpret, Vieh und reißenden wilden
aber zugleich ift die Grenzgebirgskette entlang, was ff
Hauptort und Mittelpunct der Cultur für Sena ſehn
kend wirb, das ungefundefle Clima. An ihm werb
eit ber Ueberſchwemmungen unzählige Einheimiſch
usländer, Kaffern, Europäer und Neger zum Opfer.
fo ift es an den Meeresufern, daher diefe Küfte Afrile
ter allen eine ber gefürchtetften iſt (ſ. Climalchre).
An diefer Küftenterrafle Haufen vorzüglich bie 4
Thiere aller Are **); Elephanten werben gegen bie
küſte Hin zwar nicht gefeben. Dagegen zeigen fie fi
einwärts in den weitläuftigen Waldungen am Raud
großen Grenggebirgstette (wie bie aflatifchen nur am
igen Saum bes Hochlandes gegen Indien zu) in gu
hen Heerden ***). Die Kaffern geben dahin zur Sag
fangen, ihrer Erzählung nach, wohl ſahen⸗ 4 bis 50
Schlingen, wodurch von hier aus fo viel Elfenbein t
Handel nach Indien kommt.
Anmerk. Golblörner, gebiegen Bold, 4
Die Kenntniß biefer Küfte und des Innern verbanfen w
einzig bem Golde, das feit der Entbedung biefer Begenb
Gnropäer, ber färchterlichen Sterblichkeit, die bier ihr Lo
ungeaditet, mit unwiberftehlicher Gewalt zweihunbert Jahr
buch, aus ben fernften Welttheilen dahin gezogen, und fel
SIefuiten in die Mitte des Gontinentse von Afrika gefähr
Im Jahre 1500 fanden die Portugififhen Abmirale Pebz
varez und Abrilus Fidalcus an bem Drte, ber Zaphal (S
hieß, zwei maurifhe Schiffe, welche mit Gold beladen nad
linde fuhren +). Dieß war bie erfte Sntbedung ber Quel
welcher der große Reichthum des Moren ++) von Mozamkı
°) Thoman Lebensb. ©. 123. **) Dos Sanctos fol,
”*) De Barros a. a. ©. u. Marmol Africa, T. III.
}) Aloys. Cadamosıo Navigatio b. Grinaeus, Edit. .
1555, fol, 48. ++) Edrisi Africa, eo, Hartmann CX
— Mil, 0
Söifftruä an dicer Cine gab balb
—* —* bald darauf —— ade
derer Goldreihthum (vim
* F —— Sand fehe Wi ne j
im die Portugiefen biefes Faı r —
do Oure) —** Und def hier wirt! wrreile I ein
Borrath dieſes Metalle an allen Sehe Bui fer
fen muß, fagt ſchon de Barros "*), and
Augenzeuge, ber hehaurpter, daß man bem —8 J
diefes Kaffernlandes finden wurde, wenn mu
Mer), Daß er barüber urtheilen Eonnte, zeigt des
Gefand, weiches er feibt aus feiner Mifften, allen
jum-Seog, bei der Aufhebung des Iefuitererbens,
F feiner. Beibenägefährten bis Liffaben zus wetten
ie Gold wird Bier als feiner Golbfanb, welden *
fe der zweiten Tertaſſe von Monomotape_ u:
ren (ben in der Küftenterraffe finte ih Heike epız
6) — und 2 Aofdlemmen gewonnen.
Ki
“ in welder eb fi, 3. ®. in ber Mähe bon Zete,
Fnit tief unter der BE unb bie Gtellen, we
ft, werben durch ein — String — 5
tume auf biefem Boden wadfen fo!
Be weit dann aur —E Saſfer
men wort.
bem Bericht
icht der — ortugifen fen findet es ſich in Mo⸗
Xörmern, aber aud in gebiegen }., in äftis
1, porbfen Stüden, de einer othem de, welche,
‚on diefer rein waͤſcht, wie zellige Wacheſchetben
Im Wanica finbet id ebenfalls aediegenes Gold
tein, aus weichem es geflopft wird; biefe@ wird für
gehalten umb heißt Matuca :Watuca heißt nad
— Sandfdaft). Mie Bolbldrner aber, die man
er Bäche und Felder fammelt., fo wie dasjenige,
16 der Ziefe von 6 bis 7 Palmen (aus Geifenwers
über ben Sudern zufammenbregen, wie baffelbe
Abe Bambuf erzählt wirb, ausgräbt und durch Schläms
it, wird Dahabo genannt f. Mineralogie, Bold).
gen Ehden ald Manica ift bis jegt keine Spur vom
worden, bahingegen daſeibſt überal das Eilen vers
n fan denn auch die Kaffeen der Da ka Soa⸗
mit Afritaniſchen Kunftarbeiten aus biefem Metall
— Basatepfeifen, aus denen fie rauchten) verfehen,
jap zu findet es fih allgemein. Schon
en m Bewohnern Monomotapa’s, daß fie fie
w
2*3a8*
mbe Xerte (machadinhas da ferro que coriam muy.
18 ju verfertigen wiffen ++),
—— fol. 65 und f. 94. De Barros D.J.
£. 11a. ***) Ihoman Reif, ©. 130, +) De
Pe D. £. 1152. +4) Dos Sanctos a. a. D. fol.
IH) DeBarros Asia, Dec. —* —— fol,ugb.
148 Hochafrika. IL Abſchn. $. 8.
&o wie ba im Süden bei den Binnenlänbern bie Me
als Bunftreiche Eifen: und Kupferfhmiebe bekannt wurden, f
den und gegen Norden die Kaffern am Zambeze *) au als
aus kunftreihe Goldſchmiede geruͤhmt, welche bie feinften @
beiten zu verfertigen wiffen.
Da nun bier einer der wenigen Orte in afrita if, ve
wir erfahren, baß ſich zugleich Gold in lofen Körnern, wie
birgsmaſſen am Geburtsort anftehend, in Menge findet, fi
bei alle bem gerabe diefe Stelle des Afrilanifhen Terraſſen
au ee der intereffanteften in der Natur⸗ unb Gulturge
er er.
Erläuterung 4. Die Portugiſenkolonie Mi
biqgue auf ber Küftenterraffe Neueſte
3uſtand.
-Bor der Umſchiffung Afrika's war dieſe Oſtſell
Erdtheils den Europäern bis auf die Nachrichten
tolemäus Geographie überliefert Bat, ganz unbel
·Durch bie Anfiedblungen der Portugifen, feit dem A
bes ı6ten Jahrhunderts, haben wir obige wenige Mei
sten über bie innere Landfchaft erhalten; was wir feit €
von dem Zuftande biefer von Portugifen befehten A
Iande erfahren, wollen wir bier als eine Bereicherm
Erdkunde zufammenfaflen, vorzüglich nach H. Salt“
obachtungen, der das Glüd hatte, im Jahr 1809, ein
ge Zeit in Mofambique fi aufzuhalten, und burd
aben wie durch feinen Poſten im Umgang mit dem
verneur ber Golonie und den angefehenern Einheim
die beften Nachrichten einzufammeln *'), Die Port
fanden diefe Ofttüften längs der Moſambikſtraße bei
erften Beſchiffung ſchon im Befig der Araber; mur ber
reichthum und die guten Hafenorte, als Stationen |
ren damals emporblühenden indifchen Handel, ermuu
file zur Eroberung des Küſtenſtrichs. Im Jahr 150
1506 errichteten fie, durch Verrath an den Arcabern, |
—F— Sofala, gu gleicher Zeit eroberten fie Quiloa w
uten das Fort gleihes Namens, und im J. 1508 bi
flung von Mofambique, die Feſtung von Moſambiqu
feitdem der Gentralpunct ihrer biefigen Befigungen -
Bon diefer Zeit an verfuchten fie die Mubammebau
errfcher aus ihrem frühern Beſitzthum zu ve
ß diefen ſchon feit längerer Zeit diefe goldreiche K
kannt war, ergibt fih aus den Befchreibungen ihrer
) Ahoman Reif. S. 110. **) Henr. Salt a Voyage to
sinia and Travels into the Interior to that Counter
cuted under the Orders of ıhe British Governmi
. 1909— ı0. London ı814. 4 p 13 — 87, -
3. dapın zu dieſen mg (Ling, d. t. Sangue⸗
fethiopen, die Bakui ganz wie die heutigen dort
Negerfi ãmme beſchreibt), um, mie Maſudi ſagt,
ke — taufen und fie in verſchiedene Weltgegen ⸗
Gold⸗ u getavendanbel beftand_alfo
Ei Ankunft der Europäer. Auch die Biih
A Bere fanmelt, di die —& Pr das
je BRBnge tm Aamern bes anbes. an
ı m u Ks —8 5000 Btreiter bie
titten, wie jeht noch bie Kaffern. Sie verhans
Klee, Eifen und Stahl. Ihnen ungern:
a als das Land der wilden
lonbein ber ättefte Si der Sal
ee des Fi . d. großen Stroms,
[uf von EAN [4
ui nein Cl on uns albes Jahttau⸗
355 (rl, —X ortugiefen Zeit)
Ballen 346 die, nach ſudi, uns
Mole der Tartarnodiker
2 a wegfangen und pilindern, was
* — ————
'e damal om
» von Arabifcher Herkunft wurden durch. die
6; ja fie wochen durch fie ganz verdrängt
+ der zu ben Hauptgolbmärkten bes Ins
Im Jahre 1569 wurden ihre wenigen Webers
wc em Ermordung von den Po fen
fo fiegreich waren bie Por:
ve einbeimifgen f Krieger! eifchen & Afritaner, bie
iu Mer
150 Hochafrika. II. Abfchn. F. 8.
den &berficlen, verwüfteten, und fid fo felbft vor bene”
sergange fierten. Nur einen drohenden Ueberfall ir—
Supıne Lanb führten die ‚Dortugiefen in oben &
abre 1570 unter König Gebaftian I. aus, von | Ä
angeführt; der Einfall in Chicoma. Sie eroberten um
brannten damals die Hauptſtadt Zimbaoa, drangen biyiäll
canga vor, erreichten aber doch ihr Hauptziel die Golem
von Manica nicht, verloren fehr viel Mannfchaft, uud
ren froß, bei ihrem Rückzuge noch einen Vertrag mit-——
Quiteve oder Oberhaupt von Monomotapa fehließen zur=
nen, nach welchen ihnen für einen jährlichen Zribut -
200 Städ Tuch, ein freier Eingang in fein Reich am
beze verflattee warb. *
Eine zweite Expedition welche ſie im J. 1600 ar, >-
wobei die Portugifen zum erflenmale jenfeit des
Felsgebirges Zupata, bis gegen die Gilberminen von:
cowa vordrangen, mar aber eben fo wenig von glädii
Erfolge. Das Eriegerifche Volt der Mongas (ihre Gyag
fdeint nach Wörterfammlungen von Dos Santos unb =
Diefelbe bee Menjou gegen die Küfte, und bie einbeimmm
in gang Monotapa zu feyn 5)) zwang fie gur Rückkehr —
Sena, und die Befagung von 200 Dann, welche im =
von Téeẽte zurüdblieb, unter Befehl Anton Garbofa
meyda, wurde bald darauf erfchlagen. '
Seit diefer Zeit mußten die Portugiefen ein am
Syſtem au ihrer Erhaltung ergreifen, auf Erobtrungewemi
ziehe leiften, und nur mit bem friedlichen Danbelsuame-
wit ihren Nachbarn, fich begnügen, wie vor ihnen au
Araber es gekhan. Seitdem blieben fie vorzüglich wu
der Küfte, fuchten bie Häuptlinge ber vielen, ein
Stämme unter ſich zu veruneinigen und daraus Ge
zu sieben; nur längs dem Ufer bes Zambeze blieb ihr
fluß von Dauer. Ihre Werfuche die Einwohner zur
liſchen Religion zu bekehren mislangen wie ihre Eroberuc⸗
Der Hafen Quilimance °’) an der Mündung des _J
bezeflufles, ift die Hauptnieberlage des ortugieflt nn —
dels längs dem Gtrome. Er ift ohne Piloten gefäßrfE
befaßren, wie bie gane Bai von Sofala, wegen ber
Maffen von Sandbänken, bie hier von den vorherrfi
Südofl : Winden und den Strömungen, die von Norbest
kommen, Then in hen und aufgemworfen merdene
die Küftenfahrten in ber Moſambikſtraße für größere
eben fo gefi rlich, faft unmöglich machen, wie dieſelben
turverhältniffe die Wefttäften im Bengalifchen Meerbufen
°) Salt Voy. to Abyss. p. 62, ** . p.
au Yo 7 00h —F —* ) Salt Voy. to Abyss. p. 6
be Stromſcheidung am Guama und Luabo land:
u Statt Senä, find 30 Seemeilen, fo daß bie
ann Sena’s von der Küfle, gegen 50 *
—— beträgt, welche bei gün;
(ER: Gtremisuf wii er Ind —X bett
it wechfelndem Gtre:
yar eechten ‚von Sinpeimifgen, auf dem
i 8
— een,
am Strome Befepligt und unter dem
— De Fa
—* — — he
EEE
Ka Beinen eu De jedesmal inte
[3 ee nder Fr Nas —E von PS
weh von den Portugiefen jedes Jahr, durch eine
26 Zageı —X Er an Sofa ae ae falfh
5 den Karten) umter großen Geremonien m
rons el.
Im — ———* fo aufwärts, als vom
Beni, nämlich ls — Ianbein, liege
Idte*); bie © Seit! ‘ — in ift aber weit ges
» ai a4 um Ge nd
über das 6 ufer 9 ee m
152 Hochafrika. II. Abſchn. 6. 8.
Dieſe Colonie fol die beſte ber Portugiſen im La
fie iſt eine Waarenniederlage zum Zaufchbandel,‘
ufis
der Aufenthalt des Gouverneurs von Senä.
jee aus iſt dee befuchtefte Marktplag im Innern
umbo, etwa eine MRonatreife von Zete entfernt,
ortugieſen durch Verglinfigung eine Eleine Factorei
jaden. Der Meg dahin geht bie eriten vierzehn X
ande nach Chicowa, weil der Gacumbofluß au vi
racten hat um befchifft au werden. Won Chicoma, fehl
man fi in Beinen Barken nach Zumbo ein. Von \
Bactorei fhiden die Handelsieute ihre Grfbäftsführern
allen Geiten aus, in das Land, um für Waaren ihnen
und Elfenbein einıutaufchen. Bon dem Lande jenfe
bo *), ift alles unbefannt. Die Verſuche, wei J
tugifen in neuern Zeiten machten, um fich mit: ihren
nien auf ber Weftküfte von Afrika in Verbindung zu fü
find bisher mißglüdt. Mehrere von Weiten her mach
Innern ausgefandte Reifende erklärten, baf fie -lanbeimi
große Wofler und Boote gefehen, wie bie auf der
.: Dee Gouverneur von Senäa hatte im Jahr 1807 W
ife lanbeinwärts, um einige hundert englifche D
längs bem Zambeze gemacht, ohne eine Verbindung mit m a
feite ausfinden zu können. Er traf fehr viel ——
Rand bei den Eingebornen, ſtarb ſejtdem ‚ohne feine
sichten befannt machen zu können, m Befig dee Em
vernements nach Brafilien gelommen find. mu J
FH geringe Seoinn für den —5 * »— —
ner öhnlihen Erpedition gu erwarten flieht, macht es mm
jet noch dem Gouvernement von Mofambique nicht —
ders rathſam, eine fo beſchwerliche von neuem zu
oe en —X auf *—
te bes fo gleichförmigen Afrika, gleichen ei
zu ſehr, um — einem füe bie Porrugi —
ortheilhaften Austaufch zu geben (nach des Gouv
on Mofambique Don Anton. Manoel be Mallo E
Benbors Meinung im 9. 1809), obgleich der Gemini —
bie Völker ſelbſt, nach unferm Dafürhalten, fehr tik —
werden koͤnnte. Gegenwaͤrtig iſt die Portugiefifche
in gu ſchlech ter Berfaflung, um folde geographi
bieionen am fördern, wie wir fie ber Brittifchen R
v m.
Die Sberherrſchaft der Portugiefen, welche in ber
von D. nah W., längs dem Zambezefluß, gegen
tig eigentlich ganz fehlt, hat fig nur noch in der eı
gefehten Linie von N. na ©., längs der Küfte in eiı
) Salt Voy. a.a. D. p. 69 26. 2
Yan, Sefela, Mozanbic. 153
— ge Bur Beit ihrer ten Diet te
Bent Socstora im R., — Go 8*
zu Süden, un (hip Banzebar, Quiloa und andere Küs
zarten fi), die gegenwärtig dem Iman von Pass
oder dienfroterm unterworfen find, feitbem beven Das
zine in rg a Hl arm — ara
Ie jepige Her— € Por! fen‘, vom
⸗ Delius, E 4 bie Jmbambane im ©., alte
8
im
reitengraden der Küfte ein. Die fübs
Aufedlung ift ein : Meines Fort am Gap Gorrienses,
un den Grangefen eingenonmmen bald auch wieder
bet Eingebernen und Portugifen verlaffen. ward;
‚im Einfammeln von Elepfantenzäßnen, velche
den großen Küßenwolbungen in großer Dienge
Gofala feibk ift vur eim elendes Dorf, aber das
nd I — — —— Hei
ten von Ge je flaı mp!
ans Dierr mit Gehälz vom Radbaum **) (Avicen-
tösa $, Bruce) bewachfen, bee hier wie an dee
Küfte des rothen Meeres die Ufer bededt und
tenheerden zum Aufenthalt dient. B
Ben Eofıla an, ‚merdwärts, folgen nun nur Kleinere
ments. an der Mündung des Luabo, auf ber Juſel
# Mu Angora, auf den Querimbo: Infeln, bie M os
fanıbigue; überall mus fpmache Refte des glänsenden Do»
rientälis Africae im Portugiſiſchen Königstitel.
BWitigteit biefer Befigungen war in früherer Zeit bes
wenbır durh den Gewinn bes vielen Golbes und Eifen⸗
Bomit die Privaten fich bereicherten, was zulegt auch
m dem Portugififchen Staate zu gute Lam, obgleich
feld nur wenig dabey gewann. Die große Menge
Me gegen frühere Zeit ſicher dort abgenommen
filgr. IL p. 1536.), aber die maritime MWiche
Aa Shiiferftationen für die Indiſche Gchiffahrt dar
Mkkılonien beibehalten, von we aus in ben drei les
anderen die Poetugifen auch ale ihre Koleniren
Oh
sit
Hi
Mn
®
md Amerita mit Gclaven verfehen konnten. Das
Eolonialfoftem der Portugifen, alle Kräfte an Blut
Auf die Kriege mit den Nachbarflaaten zu vers
Baht, md die commerciellen Werhältniffe immer denen
ben rokerung nochzufegen, hat. oe Portugifiſchen Golonieen,
Die in größter Abhängigkeit erhalten wurden, ins Werberben
sehraßt ff Brougham Colonial Policy Vol.E p. 466.),
al And hr Verfall des Mutserflantes felbft Has fehe nachthei⸗
—_
‘Alt Yayı 0.9 D. P7u..*) Sals Voy. P. 35
154 Hochafrika. IL Abſchn. 6. 8.
fig zurückgewirkt auf diefen Colonieſtaat. Er ift im aräft
Verfall, kaum noch ein Schatten feiner frübern Größe; |
relative Werth feines Handels iſt baduech feibft ſehr Ken
gefunten, feine Wichtigkeit gebrochen, feine Verbindung u
den Nachbarn fo geſchwächt, daß er, wenigſtens feinem
zigen Zuftande nach, den Ueberfällen der Barbaren viell
- nicht mehr lange wiberftehen mag.
: Dieß ergibt fih aus der neueflen Kunde des Mitt
punctes ber gangen Portugiſenmacht an dieſer Oſtküſte, @
dem Zuflande von Mofambik felbft. |
Die Stade Mofambique (unter 14 Grab 49 Wi
M.Br. und so Grab 45 Min. Deftl. &. von Greenwich u
ihres guten Dafen *) liegt auf einer Lleinen Inſel, die!
Halber Mondgeflalt mit der concaven Seite gegen ben Drag
mit der converen gegen bie Küfte gerichter ift, fo baf |
im S. W. der Diftrict St. Cuel, in N. W. die Hal
Groß Eabaceiro vorliegt, deren Bruchtfelder der Stade
gentlich allen Unterhalt liefern. Das Fort, im Achte, u
6 Baſtionen und 80 Kanonen befegt, ift in fchlechtem &
flande; das anfehnlichfte Gebäude ift das Gouvernement
Baus. Die Stadt ſelbſt mit ihren Bewohnern zeige e
[eltfemge Gemiſch von inbifch : arabifch: europäifcher Art w
eife **). Die benachbarten Küften von Gabaceiro, A
fambique in Norbwefl gegenüber, wo die Portugifenfle
Mefuril liegt, find den wilden, reichen Landfchaften von Ge
Ion und Bombay an der Oflfeite deſſelben indifchen Occh
ſehr ähnlich, ihrer Natur nad. Zwiſchen Wäldern ö
Tocos, Mango und Kaſchubäumen (Anicardium occidu
tale), liegen die Manihokplantagen (Jatropha manibe
zerſtreut, die hier die Dauptnahrung geben. Die Meer
Lüfte felbft ift undefchreiblich reich an Meeresproducten **"
reicher als viele andere Gewäfler, voll Seegewächſe von d
prachtvollfien Purpurfarben, die Tiefen vol Seeſchwämn
und Seemuſcheln, bie feichten Stellen wimmeln von MR
Iusten bee verfchiebenften Art, unb der Strand ift mie Ka
den, Muſcheln u.a. m. bededt. Die Auftermufcheln I
pie: fi finden (die Hammermuſchel), folen Perlen w
edeutendem Werthe enthalten. Die Kifcherei wirb 9
ue Ebbe: und Fluthzeit in einer Art Fiſcherreuſen betz
en, ganz fo, wie fie ſchon der Periplus des rothen Meer
bei — * beſchreibt. Der Strand iſt belebt von g
Schaaren von Waflervögein, wie Slamingos, Löffel
*») S. Plan of ıhe Harbour and adjacent Territories
Mosambique laid down by geometrical Observatio
and from original Portuguese Charts by H, Salt. 1%
"°) Salt a. a. ß, p. 22, 50, *"*) Salı a. a. ©. p. 51.
© MEUppen DEWeDr. AUet WORDerneur hat 12000
zufabos Gehalt (nah Salt Berechnung 256 Pfund
„ ber Bifcpof nur 1500 Reales Cr.; das Portugies
Iitaie ig abe noch weit ſchlechter Befotbet, fo wie
tigen msen. Der Gapitain hat 700, der Liane
Mibdräuce, Unger t it, macht
— —7
einzulaffen. Faß alle dahin
** .
x *
w Rad. Be Dan ein lafterhaftes, niedew
und die Ylant en find allgemein in —*
uitut für den Seoßhea—
2 der u. f. w. nur mit us
Ki ne — u des Selayen⸗
I der er Einwohner
mubiqne, ee nt ie unb Ras
von altes Gtamme,
om — mi n Familien, N
“ Iommen der alten Araber,
— und Seeleute, und Banianen, ober
te und Haubmester bie einen Saͤacher
Fe oe
ne Ilesung befcht aus ferien Gchmanı
shahsimithen Balktvunnen. an vann
El
166 Hochafrika. II. Abſchn. 5.8.
Aus bdiefen Verhältniffen ergiebt fich der teaurige Bey '
fland diefer Colonie Sinlänglih, ber alfo im größten Com
gtrafte mit dem der Capcoldnie flieht. Mur die umeils |
der Zeinde erhielt bisher die politifche Erifteng der Pori
sififhen Colonie; ihre Aufern *) Berbältniffe find gegen
wärtig eben fo unvortheilhaft wie die innen. Noch ii‘
Jahre 1808 bemächtigten fi Franzöſiſche Gorfaren f
leihe mehrerer Forts und Infeln, und ſchnitten bald
Verbindung zue See eb. Das Serränbervolt der Mare:
(Sekelaves der Portugifen) von Nordofl : Madagascar,
ſcheinlich ein kriegeriſcher Malayenftamm, feit einiger
vom Ofien, und die Araber von Mocha, bebrchen, vom
den her, diefe Reſte alter Portugififcher Seeherrſchaft,“
wie die Stämme einbeimifher Völker von der Lanbfei
Die Abfchaffung des Sclavenhandels °*) bat noch aulege
Golonie einen neuen Stoß gegeben, da ihre ganzer
ftand großentheils auf deffen glücklichem Kortgange
AUNFWn mr
dumaf dadurch, daß durch ihn ale Sclaveneinfuhr nach WR}
ristifchen Indien gehemmt ift, wenn bie —— X
den Indiſchen Gewäſſern kreuzenden Schiffe ihre Schuldige.t
keit thun. Nur nah dem Portugiſiſchen Boa werben WM:
noch übergefaifit; im Auguft 1809, während Galt's 4
enthalt in ofambique, fegelten 7 Portugiefiſche x
aus dem Hafen, mit Gold, Eifenbein und 500 Sclaven bes k
laden nad Gsa. Diefe lektern waren "ier u 10 — 15 «1
20 Dolar eingekauft, fo, daß Männer einen Mittelpreis van \
5 Pf. St. haben, Weiber und Kinder von . Die Zei :
der Ausfuhr bat fehr abgenommen, da früherhin Mofas. ı
bique vorzüglich das Gap der guten Hoffnung, Isie de Franchß
Batavia und bie mebrflen indifchen Hafen mit Sclaven we ı
jede. Sehr viele gingen auch nah Amerika, felbft 32
merikaniſcher und Engliſcher Flagge nach Weſtindien. J
fer Verkehr iſt nun, wenn auch nicht vollkommen, bo ges
gentheils unterbrochen, und für den Sclavenmarkt in des
fambique it nur noch der Abſat für das Portugiflfche Yan ı
dien und für Brafilien offen, obwohl auch die Einfupe I
das Spaniſche Sudamerika noch fortdauert. Nach Braflliew
gingen in demfelben Jahr, 1809, von Mofambil aus:
Schiffe, jebes mit 300 bis 400 Sclaven, von benem Tun
regelmäßig gegen 60 bei der Ueberfahrt preis giebt. 1
Die ‚portugifen begahlen den einheimifchen Gelawens
ändlern ihre Waare mit Salz, Mufcheln, Tabak, groben
üchern und leichten Beugen. Tiefer lanbeinwärts tanz
der Sclavenbänbler, noch Test, für den Wert von a Dol⸗
ars diefer Waaren, entweder einen Selaven erhandeln, oder
#*) Salt a. a. D. p.76. ®*) Salt a. 4. D. p. 79, 35 36.
» bis 5 Gciffe nad Mofambigue mit Tücern,
Iwaaren, XZhee u. f. w., welche mit Gold, Gifene
Sclaven —E Der Seehandel nad dem
mit Güdamerita beſchtänkt I aue allein auf
Diefe Ucherflßt ber HRofembigurrsionie;
er —* dieſer — S —
find une, von Bofems
[7 ke ne. lee die den einheimifhen Bewohnern
i, einige obmef amvollk.nmiene Nach
sen, bon den 7
Guru Bu bin, aber nicht vom Welten Ger,
fen gebracht, aus einee Eatfers
reben, ale die Heimaih der Nubavblker. MRit dies
ı.Diefe Bonjons, nah Bruce und Galı’s Befcpreis
‚bie muhrfle Bermandifdaft, die fich auch in ihrer
[") * Rn te — zu den ee
— — *
158 Hochafrika. II. Abſchn. 6. &
Die Makua (Makoon bei Salt *) maden b
ben Hauptftamm der Küftenbemoßner aus, im W. von
famıbique, norbwärts bis Melinde, im &. bis zum Zamb
aber ihre zerfireuten Stänme breiten fi gegen ©.
auch jenfeit bie zw den Kaffern, in bie Nähe der Hohen Me
raſſe der Beetjuanen aus. Diefe Makua find Seine Kaffen
wie Barrow vermuthete und darauf die Etymologie aus bei
Arabifchen der Macquini, Makua, von Eifenarbeiter (f. obe
gründete; fondern fie find Neger, ober, nad Salt's Ve
muthung, bes Aetbiopifche Zweig der Neger, ber von Bi
an norbwärts in einer ununterbrochnen Völkerkette ra
ur Grenze von Nubien und Abyffinien hinzieht, doch
be fle die Vermittelung zwifchen Kaffern und ben nörbl
Einwoßnern bilden. ie find gleich den Kaffern ein
Des, atbletifches Volk, immerfort zu Einfällen auf das
biet ber Portugiefen bereit, bie fie mit altem eingerourgeltm
affe verfolgen, als Sclavenhändler. Ihre Waffen A:
peer und Wurfſpieß mit vergifteten Spigen, viele ii
teten baben fie von Arabern und felbft von Portugiſen
Handelt. Kürzlich Haben fie bie Portugiefen ſelbſt auf &
Halbinfel Cabaceiro überfallen. Zur Gegenwehr gegen |
fegten fi die Sortugiefen nur durch Hülfe anderer 32.
flämme ber Küfte, die jenen feindlich geſinnt find, und du
ihre Portugififhen Zeuppen in Moſambik, bie aber g
tentbeils aus Makuaſoldaten beſtehen, bie ale Sclaben «
bie Küſte verkauft, zu den Regimentern Übergingen.
öltern, den Arabern früher unterworfenen Küſtenſt
der Makua, bilden jegt drei Lleine Negerſtaaten, in ber
von Mofambique, Quintangona, &t. Cul und Ger«
die von ihren Megeroberbäuptern unter dem Titel Schi
beherrſcht, in einiger Abhängigkeit von den Portugiefen ſtehn
Dieſe, wenn alle drei vereint, mit etwa 9 bis 10000 Kri
gern, find ſtark genug die Portugifen gegen bie Ueberfäl
ihrer —— aus dem Innern zu ſchützen.
Auch die Makua **) Haben fehr aufgemworfene —
find häßlich gebildet, die Frauen mit gebogenem RE
und bervorragendem Gefäß, ber Mißgeftalt der Hotten
tinnen ähnlich. Im wilden Zuflande find fie fehr roh, d
©claven ſehr ergeben, gelehrig, . als Soldaten treu
tapfer. Ihre Naſe zieren fie mit Ringen, ihre Zähne fei
fie fpig wie grobe Sägezähne, ohne dem weißeften Schwel
Dadurch au ſchaden; ihr Gefſicht zerfeßen fle durch
dicke Narben bie fie durch einen großen Schnitt über irn
Naſe und Kinn, und queer über von Ohr zu Ohr Heros
bringen. Die Sprache der Makua, ſcheint es, wird überall
% Salt a0, D. B. 37. k) Salt a. iD S. 40.
Men. Soſola, Mezawbit. iso
Bra Kan ea, Men Ana nt Date
je
bis end 2 p 0) dem Somaulis ih (© Ei
5. Anhang. Unbekannte Küfe 6
—— Pia —4 n
nad N. hin, in ap Befhaffengeit
des, umd den fo befal Kain h von
— ide, v ale wir, in Beach
i jar mi n, unl
Fasern ab na find, die he kl un
—J 55 je Perfer und
—— —— die —
——— und ältere Arabiſche Ge:
— nordmärts bis zum Car
der Portugiefen 550: Legba
ae die Krümm: wie
—7 PR ea et und
te flach, vol er jer und
ie (mie auf der Zucht ie in Guinea und
is % ee —— — *
*34 ein iſt es freilich, daß das Lupat
in gleicger Richtung gegen N. N.O. ——
Au nörblich vom Aequator mit dem Alpenlande
—— ‚ange ſteht. ————— it es,
Fe Küftenterrafle —X wirb, und daß die Bes
näher zum Meere treten; aber weder die ältes
die neueren Küftenfahrten geben uns ben gerings
Auffgluß über die Natur bes Binnenlandes. Kein
da faſt nur Verbrecher dazu verbammt find, im
angefunden, en üftenclima zu vermweis
diefe Küfte it das Botanybay der Portugifen **).
die Araber erfuhr man, daß ber Fluß Quils
“), 30 XZagereifen von feiner Mündung bei Melinde
‚ aus dem Lande, ber Dabeffinier Eomme; fonft g0s
en Ufern Megercaravanen aus dem Junern des
wab, welche Gold brachten. » Diefe Verbindung if
längft durch Kriege geflört worden +). Der Pora
onfeco ſchiffte den Steom fünf Aug
fand da ein fruchtbares Land und
De Barros Dec. I. L. IV. c. 4. £dl. * —
—— in Maltebrun Annal. I 0 7
Asia, ed. Lixboa 1552. fol. I. Bett Lo “>
}) Maxmel Africa, T.IU..p. 148. - B
reifen aufs
jebirge.
160 Hochafrika. IL. Abſchn. 6. 8.
Legt weiß man nur, baf Selavenhändler 250 bis.
Meilen landeinwärts ziehen, um die unglüdlichen Afrike
auch nah Dften Bin mit barbarifcher Grauſamkeit aus
rem Vaterlande zu verhandeln *).
Der Jeſuit Lobo, welcher um bas Jahr 16924 Ki
dem Aequator vom Fluſſe Jubo aus, durch das Binnenf
nach Habeffiniez vordringen wollte, fand Hier unübermi
liche Schwierigkeiten **) Nicht das Gebirgsland, #
welches er hätte fleigen müflen, wie es da geht bindı
ihn, fondern bie wilden, von den Gebirgen herab gegen:
Küfte gebrängten Völterflämme der Salla (die Bier le
bedeutend auch Schagga heißen), welche von Viebzucht
Raub lebend, diefes Gebirgsland nebft vielen anderen fl
gerifchen Völkern —A und jede Ducchreife-
nicht unmöglich, doch hoͤchſt gefahrvol maden.
Zunähft an der Küfle wohnen Mor ***) (Mc
Mubamebaner); nämlich die Arabifhen Stämme ber
gandi, welche dem Zaide, einem Enkel Ali’s, als eigne Ei
die fih von den Nachfolgern Mahammeds trennte, bias
gefolgt feyn fol, um den Berfolgungen anderer Aus
des Koran zu entgehen. Sie ließen ſich, nach der Chr
der Morenkönige von Quiloa, bie de Barros citirt, als.
erften Fremden an diefer Oſtküſte Afrita’s nieder; fie bam
fib an, festen fich feſt, breiteten fich bie Küſte entlang ei
Ihnen folgte eine gweite Secte, die dee Irmäer (Ir
welche vom’ Perfifhen Meerbufen von Baharein aus:
Bier um Mogadoro anfiebelten, den Handel von Gofale'
gannen und bald die Herrfchaft diefer ganzen Oſtküſte
langten, aber nie fübmwärts über das Cap Corrientes birza
fih wagten. Wohlgebaute Maralatten wohnen in iß
Mähe, und nördlid von ihnen die Machidas; weiter @
wärts am Duilimanfe aber 6 Gallaerſtämme, nach Pa
Lobo. .
Don diefen gegen S. W. Lebt im Binnenlanbe I
friedliche, Handelnde (wahrfcheinlich Neger) Volt, das
den älteften Zeiten in regelmäfigem Verkehr mit der K
war, welcher es Gold, Gilber, Kupfer, Elfenbein und &
ven lieferte. Battel F)- nannte es vor einigen hundert
ren Mobenemugi, welche das Binnenland in W. von Die
baza (Mombafa) unter dem Hequator bewohnten, und
©. an die Küfe Mosambik flisßen, in N. an das u
| !
*) Geogr. Ephem. Apr. 1810. **) Pat. H. Lobo Reife m
Habeffinien. Ausg. v. Th. 8. Ehrmann. Zürd 1793. 1. 2
- .&.85 ***) De.Barros, Dec. 1, 1. IV. c, 4, fol. 95. +)
Battel in Purchas Pilgr, IL. fol. 1021.
* in W. aber an die Nil-Seen
iR das) ‚dem Marmol .
1, vol Grüchte ale —
nicht tohe Handelsvoil ſie
a ——
3 — ‚die Küfte von Guinea die
ſo auch bier ig nit Unmwirthhars
furchtbares ‚Gebirge oder. Wüftes
fühe, daß Europäern bis jegt noch das DBinnenz
‚fine terra incogmita-blieb. Theiis Mangel am: geos
m Intereffe bei) den nur goldgierigen Europäern,
diefe Küften verſchlagen werben; theils ihrem treu:
ihren gegen bie rechtmäßigen Befiger unb die fans
re, die fie faſt immer gafifrei aufgenommen +), pi
er von den Fremblingen mit gemaffneter Hand yurüd-
mus iſt unfte Unkenntniß, biefes wahrſcheinlich
bepölkerten Hochlandes zugufchreiben.
„Küftenterraffe am Meere hin, ‚vom Magaboro bis
B Cap Guarbafui (gebt Acht auf euch! ber Portugiefen,
Bruce Durch feine ,,eiymologifchen Gründe gern in
fan, d. b. die. Straße, des Bearäbniffes sumgeändert
m ta oder zum weit vorfpringenden Berge. Kels
Zi a Felix) ar der Höhe Gaps, iſt jest in
von mehr als hundert geogr, Meilen entlang,
EC nöllig unmirthbare Wülte, auf, der wir nut wenige
E — — 9 Se älte “2 wie bie
ü r il elt, nenn
* Söhhe ah Bhf ans of Daeniacn Tr).
% Marmol Africa T’IIT, p. 148. *®%) Dapper Africa in dobs
* Ehemann, 11. p. 55. ***) Valentia Travels II. p. 375.
$).Valemtia Travels IT. p. 378. +7) Bruce Reifen, Uebers
1. p. 4: +11) Gonelin bei Brom P.- 519.
. ar Dos "6.3556, 16 Zobe, ve gheman. lP7%
168: Hochafrika. IL. Abſchu. 5.8.
Selbſt De Barros ſagt uns gar- nichts now ihr wi
Gap Guardafui, das er das Cap aromata des Poli
nennt, ungeachtet die benachbarte Inſel Socotora fe |
wegen bes Schutzes vor den Norbwinden bas Winte
tier Portugiefifcher Flotten in diefer Gewäflern war ‘
as Mefultat der jüngflen Beobachtungen an
Küften fügt diefen ältern Berichten nur wenig Neun
m. Die Schiirrigkeit ber Küftenfchifffahet‘, die n
während ber sünfligen Monfoonzeit mit dem N.D.:
S. W.⸗Monfoon zurücgelegt werben Tann, hinde
Seefahrer ſich an diefen Küftenftellen länger gu very
als unmittelbar nothwendig iſt. Gegen dieſe Mor
ier, längs der Afrikaniſchen Küſte, entweber aus ber
mbikſtraße in den Arabiſchen Meerbuſen emzulaufen
von Aden gegen Süden dem Gap ber guten Ho
ufteuern, iſt ſehr gefahrvoll oder unmöglich. Abmizal
t, ber bieß wagte, und mit feiner Flotte den 11.
1798 die Inſeln Comorn verlieh, hatte ununterbro:
Kampf mit dem N.D. Monfoon zu beſtehen, und 3
am 8. April 1799 bas Gap Buardafui umfegels
ochen Zeit war auf diefer kurzen Strecke Fahrt ve
egangen, und das nothwendige Din: und Herkreuzen
aviten gegen ben Wind, machte eine Fahrt von 38
Meilen (18029 Engl. Miles), alfo faſt eine Erdumſe
aus (f. Capt. Bissel Voy. to the Read Sea), &
wurde die Günfaprt vom Cap Guarbafui zum Cap be
ten Hoffnung, dem Schiffe Salt’s, im Juli 1810, u
lich gemacht, und flatt ber Küftenfahrt gegen den 1
mußte es die Ueberfahrt nah Bombay On 7 Tagen
dem ©. W. Manſoon) machen, und von da erſt zum |
ende Afrika's fleuern ""). Die Untenntnif diefer DI
bis zum Gap Guardafui erklärt fi daher von felbft,
diefen (edt natürlichen Gründen, da fie wegen ihrer
wirtbbarkeit nirgends zu einem längern Verweilen ein
Was wir daher von ik erfaßren, wird noch lange Zeii
fragmentariſch bleiben und auf Dörenfagen beruden.
Bom Gap Delgabo bis zu den Drten Brava
Magadoxo, (Berawa und Mugdasho ber Araber):
lang geſtreckt, die tiefe Bay von Zanzebar (Zanguebar
welcher die größeren Küfteninfeln Monfia, Zangebar, P
dee Küfte dicht vorliegen, daher wir hier ihrer, bie 1
ganz unbekannt geblieben, erwähnen wollen.
Monfia if völlig unbekannt; die Infel Zanzeb
iſt 8 geogr. Meilen lang, 3 breit, umd Hat einen von
*) De Barros Dec. IL 1.1. c. IV. £ol.6.u.a. DO. **)
Voy. to Abyssinäa p. ge, 499, go1, 503, }) Salt Yo
Abyss. p. 92.
WEinbei diefer Sufel if bedeutend, mit Ielr de
‚ Madagascar und den Arabiſchen Küſten; Vitriol,
num, Summi, Elfenbein und Sclaven, maden die
Hänbifche Zücer, Europäifhe Metallwaaren und
die Einfndr, . Die Jufel Hat gutes Wa
Viebfutter und iR gut bebaut;
die Hauptnal rund: Die dritte die⸗
ifE niedrig, noch walbiger, —
eine wünfhensmerthe Beſit ung
m Küfle als Säifferftarion gm ſeyn. Die
Küfte dieſer tiefen Bay, erfcheint, vom
m, mäßig hoch, öde, fandig, ohn ges -
Wrapa liegt, nach Gapitain Diffel, unter
Dr. an ihrem Nordende *). Die Rand
co im N. von Magadoro, fing gegen D.
und von: bier an (4 Br. 55 Min. 50
Gr, Defll. 2. v.®r.) nimmt die Küfle
liche Richtung. Am Gap Baſſas erhebt
land höher, behält aber immer benfelben eins
ii bis zum Eap Delaqua, me das hehe
inne (10 Gr. 15 Min. 30 Ge. N. Br.).
Apringen die öRlipften Spigen Afrikas ai
‚birge gegen bas Meer vor, Gap d’Defui
Einwohner, unter 10 @r. 30 Win. 50 Ger. 8.
Gr, 12 Din, Deftl. 2. v. Sr.) und. Buarda
2 —— an a — en Detl. L.
i fe wiſchen ben: beiden erfigenannten
—— Beaulieu im J. 1620, bei einem
aus Afgl; er fand unter 20 Gr. ı Min. N. Be. bie
Mabel unter 175 WR: hieß ifk 13 Obe. mehr Mbmeir
164 Hochafrika. II. Abfchn. $. 8.
t, die, wie ehebem die Portugi t bes I.
—5 — ⸗ Kings hiefee Aretenifihen Kößrafrice
errſchaft * erweitern fuden.
Das Cap
Guardafui mit feinem erhabnen Plateau
Steilabſtürzen zum Deean (f. die Zeichnung bei €
macht eine große Wetters und Windfeheibe zwiſchen
Magadoxoküſte und dem nördlich anliegenden großen
von Abden, welcher das Atrium des Arabifchen Meerbt
bildet. Bei S.W Monfoon flirbe der S. W. Wind fg
weg, fo wie Buarbafuicap gegen Nord umfegelt if, U
des gegen S. W. vorliegenden boden Küſtenlandes.
Stroͤmung des Meers tritt an der Morbfeite ber nal
Breichenden Küfte dem von Oſt kommenden Schiffer wm
gen, bie Luft iR unbemegt, die Hitze wird gefchärft um
tenfiv empfindlicher zwifchen dem trodnen Arabien ii
und dem dürren Oſtafrika. Die Landmarken bleiben a
Windſtille immer dieſelben, und piöglich bleibe Kim
Schiff, nachdem es die fchnellfte Fahre vom S. W. E
endigt, wie angenagele ſtehen. Urfache genug zu bee
Bifhen Mähren vom Fefldannen ber Schiffe in
— auch ohne die Beihülfe der Magnetfelſen 2
rung. ' “
33 Oſten liegen dieſen hohen Promontorien bE
feninfel Abd-el-Curia“) und die größere Infel
sora, wie losgeriffene echabene Gebirgstrümmer berzs
tinente vor gegen den Indifchen Ocean, an beffen BI
fih deſſen Wogen in heftigen Steömungen und Brandi
brechen, und dem Schiffer in biefen undekanntern Gew⸗
nicht weni Oefaht droßen. Gegen auf fpeingt, mie
ſchroffern Steilwänden, faft fentrechten brärzen, das
ebirge Fellis gegen das Dieer vor, und fcheine in fr
Strich parallel die Küfte entlang, alfo von DE nad
gerichtet zu liegen. Es ift der Mons Felix, eigentig
el Fil, im Arabaifchen, bei Römern Mens Elephas,
Elephant in den Aethiopiſchen Sprachen Fil heißt,
biefes Vorgebirge daher das Elephantenhaupe "*"). .ı
Um dieſe Promontorien in dem veränderten Glima, 4
fh fogleih wie ein Wächter am Eingange su A
Abyſſinien, Nubien und Aegypten, ber Vogel Yon 9
nes ), dee Ibis der Aegypter, der von bier an ſeine
math zu haben fcheint, wie fhon Strabo weiß. }
Die Somaulis, Die Bemobner biefes Lanbes
öftlichken Promontorien Afrika's, lanbeinwärts_ bis gi
Abyſſinien und die Ballahorben, find das merkwürdige,
*) Salt Voy. a. @. D. p. 501. **) Salt Voy. a. a. D. p.
”##) Bruce Trav. VI. p.263. 3) Salt a. a. ©. p. 97
DRERS ; Gofdla, Dozambif, . 266
Bit dee Somanlis wel
—* 24* anti, uf Demon vor *
an Beila, fe bi var
. er Umfap if i 95
„Judifſchen Hanbelsieute der Banianen,
umbigue. Ihre Schuld if es, da fie die Preife
wen ſehr Hoch Halten, daß bis jeut nur wenig Indi⸗
Pr Sir Abfas finden.
Land ber Somanlis geht gegenwärtig
Eee der Waaren aus dem innern füds
PR den füblichen Arabern. Die Somaulis füß:
bedeutenden Landhandel im Innern, Haben
} —* auch viel Ausfuhr auf eignen Sciffen.
vun huen find „febe wohlhabend, und haben ſich an
—— n Säle edergelaffen, 3... bei Moda, we
Id gi Auch am der Hovalilbay gu Arena **)
tätigen Afrikaniſchen Danbelsleute eine Tleine
legt und fich niebergelafien und treiben ba bes
— mit Selaven, Pferden, Vieh u. a, m.
die öfter an ihren Afrikanifchen Küſten
a as el Fil und bei Zeyla, wurden zwar, was
betraf, nach Strandrecht behandelt, das Schiffs:
I unterhalten und ernährt bis gu feiner
Ph Age find as an diefen, wie an ben
Feitaniſchen Küften ) ſelbſt Schuld daran,
“ natäirliche Feinde angefehen werden.
' den beiden Haupt: Marktorten biefee Somaulis,
dere unb Zeyla (diefes lehtere 21 Gr. 18 Min.
tie Travels Tom. IT. p. 95. **) Salt Voy. P 191.
Valentia 0, a. ©, p- 377. Bergl. Salı Trav. a, a. D.
374 387,
II
166 Hochafrika. IL Abſchn. 8.8. Oſtrand ꝛc.
N. Br. md 43 Er. 3 Min. Deftl. 2. d. Br. nach ber
nahme Gtuarts *)), geben regelmäßig befuchte Caravä
ftraßen weftwärts, landein, nach dem Reihe Hurrur (
fhen 9 und 10 Gr. N. Br., ar und 45 Br. Defil. I
Gr.), und von da befteht eine friedliche Haudelsverbin!
weiter gegen Welt mit den Völkern in ber Nähe bes
birges Comri oder der Mondberge. Hier dat man bas!
der fabelhaften Makrobier ») geſucht. Ein Europäl
Meifender, welcher auf dem kürzeflen kandwege zu den O
len des Nil im Somrigebirge vordeingen wollte, Hätte a
ale nächſte Station hierzu Berbera zu wählen; unk
da aus ſcheint bie friedliche Dandelsftraße, deren Stath
auf der neueften Karte von Abyflinien Yerzeichnee find, vı
ungugänglich zu feyn.
erfelbe friedliche Verkehr in biefee Erbgegend fe
ſchon über taufend Jahr gu befleben; denn fon Ebn
- tal kennt ihn (Cum 950) und ſpricht ganz beſtimmt Mi
bei feiner Beſchreibung von Zeyla (Zouileh) ***),
Land, fage er, enthält viele Provinzen, ift fehr groß
troden, und rei an allen Srüdten wie die Lände
Mahomedaner, und was es bedarf wird ibm von ber 3
feite zugeführt, weil es nicht leicht von einer andern «
zugänglich iſt. Die Haut feiner Bewohner ift zarter
Dunkler ſchwarz als dee andern ſchwarzen Kationen.
weit Ebn Haukal im ıoten Jahrhundert. Nach Kork
lentias Bericht, find die Somaulis Leine eigentlichen
obwohl fie mit ihnen Eraufes Wollhaar, ſehr weiße
und die ſehr ſchwarze Haut gemeinfam baben.
ift ihnen eigenthümlich die Zeinheit der Haut, die
feinere Ausbildung der Blieder, eine Phyflognomie bie
Ts von der ber Neger verfchieden, auch keineswegs
platte Megernafe zeigt. In den verfprochenen Nach
ten 7) Über das Meich Hurcur und feine Bewohner
wie in bem angekündigten Reifetagebuge bes Ber. St
während feines ufeneaite in Zeyla, mögen weitere
lehrungen über biefes Well uns bald zukommen. ä
%) &,. Chart of the Bay of Zeyla from Geometrical Os
by Rich. Stuart. 1810, dei Salt p. 44 ) Seren I
3te Aufl. II. p. 350. ***) Ebn Haukal Orient, ga
p- 32: 1) Salt a. a. O. ©, 498.
- Dritter Abfpnite
zdrand f
Iran et a a ber
S. 9
von ber Dfffeite bes Erdtheils von Gühen na
em Hochland befrachtet. haben, fo wird «6
m, mu auch ‘bie Defheeibung und
es Norbrandes an ber Dftfeite —
mit der Weftfeite uns
jen Norden vor den Gen Gontinens Afel
pterzaffe Tibet und Butan gegen Cs
fen: h
* pe en * Zune nn
a r. 40 Min. O. 2. von Ferro), - 14
* den Karten der Jeſuiten und 219 Bruce
* vom gten zum 13ten Gr. R. B. ge
geogt, Meilen breit bis zum überaus ſteilen Morde
in die Kolla von Tchertin und MWaldubbe.
ter oftwärts aber an ber Meerestüfte him, fällt fie
in mehrere breite Stufen hinab nach dem Tief-
yoga.
weitefte aber nicdrigfte Vorſprung biefes Alpene
MD. iſt die Tertaffe Bee Banane, welche
he gegen bas rothe Meer beherrfgt " 113
tentaberg Kr die nördlipfte Grenzlette unter 15
Br. nach Salts neuefter Meiferoute *") gegen bie
Dobarma und bie Flachküfte von Arkeko Binabfällt.
ärts aber von Bruces Nilquellen an, fullt diefes
nordwärts in bie tiefere Ebene von Sennaar und
Rorbofen Hinunter. Diefen Abfall bezeichnen die Gebirge
—
"X ». Humbolbt ber Ratur I. p. zug. **) Part. L
. Gurt of ıhe laid dewn from actual survey
Observ. mı ıpt. Court, Vic. Valentis, Salt etc.
1804 und 1805; und Yer neuberii figten Map of Abyssinia
and the adjacent Districts,, laid down partly from Ori-
ginel Observations taken in ıh. di Iy com-
Piled from information collectad * Sale
3809— 10. London, May 18143
Gum Grunde, legen,
ir
ı
168 Hochafrika. TUE Abſchu. 6.9. !
Zetten von Fazuklo, von Dyre und Tuggula ober
(bei Bruce), Deir und Touggala (bei Browne) welch⸗
falls unter ı9 Br. 30Min. bis 13 Gr. N. Br. fir
alfo unter ähnlichen Parallelkreiſen mit bee vorhergen
Gebirgskette, insgefammt mit etwas füdlicher Abw⸗
von Often nach Weften (oder vn O. N. O. na W.E
Ihr Zug von Arkeko (57 Grad Sftlihe Länge) bi
Meridian von beit (48 Brad D. 2.), eine Stred
mebr als 150 geogr. Meilen, iſt uns unbelannt °);
auch von da feßen fie hoͤchſt wahrfcheinlich noch weite
wärts die Sübgrenze von Darfur entlang fort, in «
bekannte Fernen des Innern Afrikas.
Dieſes hohe Alpenland, von mannidfaltigen X
und Strömen durchzogen, feheint dem Lauf der Wal
zu urtheilen, gegen S. W. nach der Mitte von Afı
mac aufzufleigen, gegen D.N.D. aber fällt es i
oder mehren: Stufen gegen den fandigen Küfl:
(Samchara) bes Arabifchen Golfs und bes Perfifch:
fhen Meeres hinab.
Nur die öftlihe Hälfte dieſes fo merkwürdigen
denzreichen, überaus fruchtbaren, herrlich bevölkerten
lanbes iſt uns En ben Bekehrungseifer ber Port
in den vergangenen Jahrhunderten durch die Wißbeg
Entdeders ber Nilquellen **) und durch die jüngften
nehmungen patriotifcher Britten **") ber Politik ur
Handel neue Quellen zu eröffnen, einigermaßen |
geworden.
Die weftlihe Hölfte dagegen liegt für uns gı
noch in tiefem Dunkel, und nur aus weiten Sernen
über diefes Land, im welches nur Gclavenjäger unt
fucher fich bis jent Bineinwagten, ‚einige Keifeberic
Sagen gefammelt; von ben ältern Sjefuiten (zum:
mudes) und von Bruce auf der Höhe von Habeſch
Bromne in der Tiefe von Darfur, die merfwärdi
mit ben allerälteften Andeutungen gut übereinſtimm
Der befchwerliche Zugang, verbunden mit dem
lichen Reichthum bes Nordranbes, in Habefh ber
fluß von allen Lebensbebürfniffen, an Alpenvieh, R
nutzbaren Thieren und Gewächfen aller Art; bie
altigkeit und Eigenthämlichkeit feiner Bewohner; t
älterer Cultur, und feit dem Jahr 350 die Ausbreitı
CEhriſtenthums in bem einzigen Afrikaniſchen Lande
©) W. G. Browne travels in Africa, Egypt and Syr
‚, 2792 to 1798. London 4. 1799. p. 461. 20) J. Brı
— vr 68) G, Vicounts Valkmtia and Salt ı&
und 1810.
die
in Die benagpbarten Tiefen bie zum Dit:
fen; alte Verbindung Indiens ——
— dieß alles und vieles andere mehr, 308
bes nt Eröberers Zeit, bis. auf die
a ikfamkeit benachbarter und
‚er auf biefes Alpenland hin.
3 jeffinifche Alpenland ragt vom
mnten- Hochlande, eine hoch⸗
', bie wir nur vom Hörenfagen tens
eigen gi —
en v tie uns bu:
des einzigen dahin: veifenden Europäers FA
abe *) (im Yahe 1613) bekannt geworden in
ga Unterfuchung müflen wir uns daher
Erſtes Kapitel.
der Aethlopiſchee
—————
Maren macht einen Theil ber Hochebene Aethiopiens
diefe reiht nordwärts bis zum gten und ıoten Grab
md dom zoften bis Söften Grab Öftlicher Länge
® fie fih der Breite nach aus; oder mit andern MWors
don der Quelle des Bahr el Abiad bis zur Zebeequelle
Diefe Beſtimmung ift fowohl nad Bromwne wie
BB Pater Zelle; ältefler Karte von Habeffinien **),
Adolf und Bruce, nur mit veränderten Bängegras .
J og den Süden dieſes Landes betrifft, ges
12
ein Theil des Aethiopifchen Hochlandes, iſt eine
liegende, flache Hochebene, in welcher X, Fernan:
ifen von dem nörblicften Abfall gegen die
iu, von Gonea nach ber Reſidenz bes Benero
rl hieß der Zumo oder Gouverneur von Narea
) Historia Geral de Zthiopia alta ou Preste Joam e do-
mella obraran os Padres de Companhia de Jesus.
‚posta etc. pelo PadreM. d’Almeyda abbreviada pelo
P. B. Tellez. En Coimbra 1660. Fol. Lib. IV. c.4
fol. 515. **) Imperii Abassini Tabula Geographica, ex
oeulatis relationibus Patrum Soc. Jesa aliorumque etc.
© Francesco Eschinarde bei Thevenot.
170 Hochafrika. III. Abfchn. $. 9
Weber die Gegend nach dem Innern bes Gontinen-
find alle älteın und neuern Angaben inſofern einig,: -
Bier weite gli en und Wüfteneien fi ausdehnen, bie: --
den ältern ”) Nachrichten unbewohnt und eben barumzam
befanne find, nach den neuern **) aber von dem weftii3
©trome der wilden Gallahorden durchzogen werben.
Wie weit fie in dieſer Richtung nach Wehen Hinzu
ausdehnt, wiflen wie nicht.
Gegen Güden wird die Hochterraffe von Narea
einer mit noch böhern Gebirgen (Stoupendous newwm
gwar Bruce, doch follen fie keinen Schnee tragen) bucam
enen Landfchaft Kaffe begrenzt. Gegen N.D. aber wm
fi von dem Hauptorte, dem Gige bes Königs von u
nur 5 Zagereifen weit: denn Bier fiel diefe Hochebene
ob in das tiefer liegende Land Gingiro zum Zebeefiil
mwohinwärts ein fleiler Felſenpaß führe ***). —
Es iſt ſehr wahrfcheinlih, daß der Nordabhan
Hochterraſſe fih gegen Weſten hinzieht bis zu ben Km:
des Bahrsel:Abiad, ober des weltlichen Nilarms, ww ı
Abfall des GBebirges von den Neuern Donga }) gemsa
wird, bei ben Alten Montes Lunae, bei den Arabifchers
befreibern Gebel el Kumr, und als das fabelreiche ZIF
gebirge im Mittelpuncte von Afrika auf allen Karten pra
Diefee Gegenfland, als ein bedeutender Hauptpes
der alten und neuen Erbbefchreibung, bedarf einer genaml
Erörterung deſſen, was Über ihn als für ben gegenwärtig
ion punet unſrer Kenntniß als ausgemacht zu bein
ten IR. .
Erläuterung 1. Mondgebirge.
Brownes Nachricht Über dieſen Gegenſtand gründet 9
auf einen in Darfur von Handelsieuten erhaltenen
Über die Karavanenzüge nach dem Nilquelllande ++). —*
Von’ Abutelfan am Bahr Miffelad, beißt es, zu N
Quellen bes Bahr: el: Abiad find 10 Tagereifen; von GG
luck am untern Bahr: el: Abiab (in gleicher Breite mit S
naar liegend) find 30 Zagereifen eben dahin; von Ber
find es ao Tagereiſen dahin immer durch gebirgiges Bas
aufwärts, bis man in das Bergland Donka (in Habs
Dinka genannt +44), kommt, zur Hauptwohnung eh
heidniſchen Kürften. Bier follen 40 (d. i. viele) verfchieb
®*) J. Lndolß Historia Aethiopica. Francof. 1681. Fol, L
1. 0.16. 6. 52.) J. Bruce Travels to discover ı
source of the Nile. Second. Edit. Edinburg 1805. T.
p: 237. und * ) Bruce tr. III. p. 329. +) Brov
tr. 14 473. +7) Srowne a. a. ©, Fr) Bruce ır. g.]
T. VII. Appendix. p. 96.
ins
"alfa und eieie ee a
‚tolemäus fepeint der Zuames gie eine
jen (pater est inons Lanas Dieriuus)
nenne uns 223 Berl 2
teißen, welche von Weſten .Dften ſtreichen
‚Heital Sam id
B. den Berg des grmohlten Mempeie:
en v9 und nie
iten jefem gegen R. ben Bißbel Adbeheb,
7) Den irıten mebft bein benachtarten Lande nennen fie
27 Ba8 Sand der Schlangen (Mons serpentum) „ und bier
a. ak —8 een '’ 1:3 im Andite
; i jonen +). Wi fi
au Ye Mn In © von Kordofan Die BI Als bee Dame
eder Heller Yleis bei Bromne find viele Schlangen.
die Benennung Gibbel bei den Archern nicht
Bio einen Berg, fondern Bergernppen, Bergketten unb
Gene el nu ver sel nie ai der Ten kom Dede
wat km Slaglande zu Dreabfallende Gebirgsabfäge zu bes
ın
Büriherer Bergleiiung ſtimmt bie Dreifage Anoth ⸗
Mr Baheffnifehen —e mit ie in Weſt
Abiab genau überein, und der Parallelismus
ia meikwürdiger Einfdrmigteit, neigen sum Aftitante
e wird, durch Defe seoße Strecke von Dften
mad Welten durch. . oo.
U im Appendit zu Mungo Yark. Tr. p. XII. **) Pto-
— * BER Alan cur Harman
ed, alı .p. 82. urray Dissertation on
the age wa 160) 9 of the Bahr el Abiad and the
orher iches of the in Brass Tr. aEd, T.VU.
p- 389. und p- 96. -
172 Hochafrika. UI. Abſchu. 6. 9.
Manmuß ‚geneigt ſeyn, die dritte Vergreihe fi
Abfall in das Tieſland oder bie Kolla zu halten, w
Land der Gchlangen der Georpionen und ber Sha
fi findet, inbeß die weite Bergkette das Goldlar
gang in demfelben Verhältniß wie alle Golbterraffen i
nomotopa, Bambud u. f. w. ale Mittelterraflen erſch
Die erfte würde dann zum Hochlande felb gehöre:
den Grenggebirgszügen die auch Narea umgeben entfp:
Nah Maceyzy *) find Bier zwei verfchiebene C
m unterſcheiden, Gibbel al Komr, bie Taubenberge
ibbel al Kamar, die Mondberge. Nah Haſtings fo
Komri nur das Adjectiv von Kome, Mond, feyn, u
des daſſelbe bezeichnen. 323.
Nach de Sacy, bat die Benennung biefes Bebiı
den Altern arabifchen Geographen, Kom, nie die Beh
von Mond gehabt, ſondern ift erft bei den neuen, i
mar verändert zu dieſer Bedeutung übergegangen.
eryın führt eine Gage an, daß die Bewohner ber |
nfel im Meer von Zanguebar, Ceylon gegenüber
abagascar) wegen Uebervöllerung aus der Lan
Komeinge ausgewandert wären und fihb am Fuß di
irgs Kome angefledelt hätten. Ein Vogel babe de
men Komri bei ihnen gehabt. Der Autor bes Kamo
tet ben Namen von grünlich, weiß ab "*).
Die Caravanenreifenden **) von Zombuetu 1
bas ganze in gleichem Strich nach Welt bis zur Nige
fortfegende Gebirge auch Gibbel Kumra oder ©. K
welches fo viel als weißes Gebirge heißen fol, und |
fügt Hinzu, daß bort bie Araber auch andre weiße |
ſtände, wie 3. B. weiße Pferde, mondfarbige nennen.
Murray vermuthet, daß die Araber diefen Namen
zu aus den Griechifchen Geographen überfegt haben,
weitere Localtenntniß, obwohl wir gegenwärtig wiſſer
in biefen Gebirgen der Mond wirklich von ben di
Völkern verehrt wird.
Bruee }), ber gern bie Nachrichten ber Alten
bie feinigen beflätigen wollte, glaubte auch die N
Lunae fammt ihrer mondförmigen amphitheatraliſch
ftalt an den Quellen feines Nils in ber Landfchaft
cala wiedergefunden zw baben, in dem SBerglran
”) Al Macryzy Mscr. 3 fol. b. Langles ju Hornema
Paris 1805. T. II. p. 238. **) Silv. de Sacy A
latif Paris 1810. 4 .7. Noto. #®*) Jackson A
of Marocco. 2 Ed, Lond. 1811, pı 291. 7) Bruce
V. p- 244.
vn verimert, DaB feine Karte die erite fey, welche
— chne großen Fehler — "m ve
—8* Barca, melde fo wie Kaffa chriſtliche Einwohner
[ger auf ber tiefern Tertaſſe Habefch tridut⸗
1 oder es ee We 1 m jte eine Come
weldpe weitere Aufklärungen geben
ar un inne durd bie — Seien
ikie Bruce feine Zufäge, denen wie auf
Sp felgen », aber bie Zei zung von Narea
ke et mit bem feberichte übers
Genıa auf ir an bee — iefer Pop;
Hegt., und es doch bei eifeberichte nı
3 7 Morten as — der erſte Nereaniſche
er (oder —æe Su "agierte don 1605 bis
fper von Habeffinien, melder zur tathes
jetreten war, wählte zu einer Gefands
Paul V. nad Rom und an Könij
aim, den Habeſſinier Fecur Sure als Bots
008 traf unter den bortigen Ifionayen
ML Sermandes, fein Begleiter gu feyn.. Sie gin—
Kisten April Fr vom Habe aifgen aid.
de von Tyana, nen Ubarma (Ombrama bei
an ben Rilquellen aus. Elte iets nach mans
ten Äberfeäten fie den Nil bei Mine —
PR } Bart Bon a hier an immer na ©. 50
) sis irenze von Naren, hatten
Ehre Ya vol Waldungen, bis fie am Sten
wihreife am Fuß der Gebirge von Narea anlangten.
Ai
%
174 Hochafrika. UI. Abſchn. 5. 9.
nen epdet, aufgeflisgen; aber oben geht deu Weg au
ten Flaͤchen erſt 6 Zagereifen zur Reſidenz bes Zumo,
5 bis zum Oſtrande bin. Mon dieſem fliegen die 9
den mit großer Beſchwerde den Sten und fen Tag
zwei fleile Belfenpäfle (alta e impinada serra), in d
fer liegende Land von Gingiro hinab. Hier gelang
jum Zebeefluß und zur Provinz Cambate, ber fernſti
an Habefch bamals Tribut zu zahlen hatte,
Die älteſten Nachrichten nennen bas Tieflanb
Baupe Zendero, das Hochland im weiten Sinn aber
ober Enarja, zwifchen Angote und Melinde *) und
M. (200 Leguas) gegen S. W. von Maffowa **).
Ländchen Narea, im engern Sinn aber, welches dem
von Aethiopien Tribut zahlte, ſoll nur 35 geogr. 9
Leguns) Land Halten.
Erläuter 3. Natucbefhaffengeit — Narı
a) Die podtercaffe Narea fol als eine
albinfel (peninsula) des Afrikanifchen Hochlandes
.O. bervorragen (wie bie Kobi in Dochafien gegen :
pechan und Korea). Hier theilt fie die firömenpen '
milden dem mittelländifhen Meere und dem In
Decan ‚ denn jenem fließen die vielfachen Nilſtröme i
Binab allmählig fich abftufenden Terraſſen zu, diefem
andern (denn ficher ift er nicht der einzige) auch d
Sende Zebee, ber, wie die mubamebdanifchen ande
fagen, welche heut zu Tage allein noch dieſe Gegent
reifen, wichtiger Kibbee **") heißen und der obere La
Quilimance feyn fol (creditur) +), ein weißes '
bat einen gewaltigen Strom, und von den Gefahre:
n, der mehr Wafler hält als der Nil, in aufgebl
Hläuchen (wie Über den Tigris und Euphrat) zu
macht U. Fernandez eine weitläuftige Befchreibung +
Das Hochland fälle Hier gegen D. auf einem v
nifmäßig fehr fchmalen Raume, fehr fleil gegen die 9
terraſſe Binab, welcher der Quilimance gueilt.
So Hoch dieſe Terraſſe auch liegen mag, von 4
weiß Bruce nichts, obgleich Andere behaupten, daß
daſelbſt finde; fie Hat Kornland, Viehheerden und Uel
an allen Lebensbebürfnifien.
Der Abhang der Bergzüge, die Naren umgeben
mit vielen Eleinen, ungefunden, aber fehr fruchtbaren
*) Tellez H. G. p. 515. **) Eubolf a. a.D. *")
"Tr. 111. p. 331. ?) Tellez a. a. ©. IV,c. 7. p. 32
Ludol£ Commentar H. Aeth. ad L. I. c. 8. 10.
lez H. Acılı IV. 6 und 6 bei &udolf a. a. D. fol, 3ı
Nerbrand," Kaffa, Kares.
ch
— im-&. von Naren,
4 y Sep sur ne X Be
. er Menfc. ie mer biefer Hochete-·
‚he Nareaner, ER die heUfarbigften aller Sewohner
oifhen Bande "5; aber wu mehr, fe gelten
m Zelleg **") Verficherumg die vorzäglihftien
: denn ee, fo mie alle folgenden ihnen
Mm Vorzug vor dem Habeffinieen ein, da fie diefe im
tperlichen tie der geifligen Gaben übertreffen
nd Tapferkeit }). Di von ihnen, weiche
Ed genug find, als Gefangene in: die Hände ihrer
iu gelangen, werben unter allen Sciaven am höds
Haikt; zumal die Nareanerinnen, als Flug, thärig,
Sie werden in Cairo, Conjtantinopel und im Indien
andern vorgejogen. Ihre Farbe ift nicht dunkler als
bie der pbramnten Neapolitaner send Gieilioten.
Sie find feit der zweiten Hälfte des ı6ten Jahrhun⸗
| ‚Habeffinifhe Cheiften ; treiben Handel mit Melinde
Inditten, und Angola am Atlantifhen Ocean, dur
meohnende Wölkerfchaften tr). Aus dem Negerlande
Brit falten fie Gold, womit fle ihren Tribut (Jährlich
Unim) an Habefch zahlen. Im Lande ſeibſt iR Lein
a aber es coufirt hier als Münze.
dus Hochland Narea ragt wie eine fee Burg über
Kekn Terraffen in N. und DO. hervor (the kingdom
ENirastunds like a fortilied place, in the middle of
;t8 gleicht mit Roffa freien Infeln, welche Jahr⸗
hindurch den ftürmenden Wogen (assaltos conti-
bei Zelle) andrängender Gallavälker glädlig widers
und ihre Unabhängigkeit behaupteten HH). Dieles
©) Appendix gu Bruce Trav. a Edir. T. VII. p. 79. *°) Bruo-
Tr. III. p. 327. ***) Tellez a. a. D. & 515. #) Ludolf
ist. Acıh. Lib. I. 14. 8 +3) Bruce Il. p. 835. 444) J.
Ludolßi ad suam Histor. Aethiopic. ante hac edisam Com-
mentariud. Francol. 4: apa, Ze 9r
176 Hochafrika. TIL. Abſchn. 5. 10.
ſchwarze Negervolk mit kraufem Haar, das vom
D. ber aus ben unbekannten Aeguatorialgegenb:
den Norden vorbrang, bat mit feiner Uebermacht
nommen von dem Kuß des Bergwalle, der bas
von Narea gegen D. und N. umgibt, und bat fi
tieferen Waldungen und Ebenen weiter hinab ergo
Habeffinten hinein. Aber alle feine Anfälle auf |
terraffe Narea ſelbſt, find bis jest vergeblich geweſi
eben von dem natürlihen Bollwerk ihrer Grei
etten, über welche nur Engpäfle führen, umgeben
ten Waldungen und weiten Sümpfen, bie biefe bu
dabei tapfer und flets gerüftet zur Gegenwehr, 1
x Jebetig wiederkehrenden Anſtürmen biefes g
einbes.
Umgeben von biefen find fie im N. und D.
theils von aller Verbindung mit andern Völkern a
sen, unb faſt nur auf Danbelsgügen, wenn fie |
die untere Terrafle hindurch in die Kerne wagen,
fie von Gallahorden überfallen, in Sclaverei geratl
Es geichnet fich diefes merkwürdige gebildete
Aetdiopifhen Hochterraffe durch eine auch den Ge
kommende eigenthümliche Sprache *) aus: denn bi
und Kaffafprache ift ein Dialect irgend eines bem
Volkes. Leider fchweigen bie neueflen Berichte Sal
Tip über diefes Land Narea.
Zweites Kapitel.
Zweite Terraffe Habeſſiniſches Alpı
G. 10
Tach dem was im vorigen zur allgemeinen |
biefes Norbabfalls gefage worden, ergiebt es ſich v
daß wir Bier eine „große Dauptabtpeifung in Ö
Weſten des Nilftronis betrachten müffen, weil ung
noch bie Angaben fehlen, beide auch wirklich als ei
menbangenbes Ganzes zu betrachten, wenn auch
nahme davon höchſt wahrfcheinlich der Wirklichkeit e
Mir wollen alfo bier zuerſt von der öftlichen
des Habeffinifchen Alpenlandes im Oft des Nilft:
der dekannteren ausgebn, und dann zur Oi
übergepen, die dem Binnenlande zugewenbet ifl,
noch räthſelhafter erfcheinen muß. Vorher aber
nothwendig feyn in einigen Anmerkungen uns über
H Bater im Mithribates IL, iſte Abth. G. 117.
im, ‚demie in —
— —5— Dem.
—— die en 38 fen
ne A alten eihten u Barma
bie zum Afiatifden Bahue
3 7 a ae Bl Namen aus bin
Gyftemen verbannt.
lirgende Hochland ift im vorigen auch nue ken.
genannt worben, um unfere Unfenittnif
— —3
m bt Tab meRticen, füblichen und nörblicyen- 2
——— Name —— mehr as “ P
em ich
und Se Oasen ln Apentnte, nee 18
- ‚er griechifcher Name aus ber Zeit jeit ber — *
wafen aber ſelbſt den Namen Habeſch oder —
ein Voltehaufe, comvena; nad Andern: feel
t$)), als fhimpflich, weil er auf ihren Arabifgen
—— euf ihte Vermiſchung mit Afrianern hindeuten fol,
ıennung ift welche ihnen die Araber geben, Katt ‚fie
[\ —J Amberer, Tigrert oder nad ihrer Religion
Mi i Sprifen zu nennen, ein Zitel auf ben fie ftolg
gen das dedlanb, nad ben Krabifiien
| ie Abansia —* —E
Dabei, weldes de ‚jene obenges
— jeben hiervon ik
des alten Kayinan — neuen Dadeſſi.
, weichem in ältern Seiten eine weitere, in neuern
Eu a diefe —S bezeichnen, zukommt
ter).
der Kams Habeſch fheint anfangs nur auf einen
bei Beila am rothen Meere befhräntt geweſen
—X Abaza, Abaffia, wo in früheren.
— * zwiſchen Indien und dem Afrikaniſchen
jei den Ältern Arabiſchen Besgraphen heißt
—ã noch Binghi +Htt)5 mit der Zeit modte
il
1
. 1, VIL. ##) Gossellin Recherches PM Bre⸗
* 1,06: O. Lobo Beife nos —ã nach
u. 2.8. Chrmann, — Lu-
Aeth. ‚Comment. 35 EA e T.nL
» Ki Tolles bei TI Bevenor Rzcasil. Paris 1654. 4.
E
F
1.
Bakui und Ebn Haukal Orientel Geogt.. by
p- 357 Fi \ .
198 Hocyafeifa. ZI. Abſchu. 5. 10.
sö aber Leit won ben Ausländern nad dem Wörlanbe X
au peterh genannt werben, wie bie Bewotzner bei ben A
auch Azumiten genannt wurden von ber Provinz und. Stadt
— Anmerkung 2. Quellen; über Bruce unb-(
Die außerordentliche Berſchiedenartigkeit der Quellen, aus u
wir unfere Nachrichten über dieſes Alpenland ea, mad
ganz eigne Umſicht im Gebrauche berfelben nothwendig, wi
noch möchte bei dem trüben Fluſſe derfelbeg, auch die größtı
ſicht doch wit alle Srrthämer zu vermeiden im Gtanbe
Wir haben aber den Vortheil, daß ſchon bie Altern
otter Profelytenmadher ihre Eritik in dem gelehrten Eubolf
of) und beffen Freund bem Abba Bregorius aus Ambarg ı
en, benen wir zugleich bie erſte verbe Karte °) von |
finien verbanten.
. Die Jeſuiten machten während ihrer Herrſchaft in
Lande aſtronomiſche Beobathtungen, um die Breiten zu befkta
die Längengrade wurben nad Tagereiſen aufgezeihnet um
Eubolf und Bregorius berihtigt ⸗*). Gpäterhin erhielte
buch Poncet einige und durch Bruce weit reichhaltigere,
burdaus nicht befriedigende Nachrichten Aber diefes Land.
Der Glaubwuͤrdigkeit diefes Fühnen, trefflich beobadhtenbe
gewandten Wannes ift eine ganze Reihe von Jahren
vielfach nachgeſpuͤrt und dabei nit wenig für die Kenntniß
Bandes gewonnen worden, wie dur bie Forſchungen eines
menbach, Th. Chr. Tychſen **%), Niebuhr ""), mel
MWharton ++), 8. Jones +++), Ih. B Ehrmann (tn feine
arbeitung von Lobe) unb gan neuerlih burch ben hei
Murray, welcher ein vieljähriges St:dium auf bie fun
zweite Ausgabe von feines Landemannes Werke verwendete,
diefe mit reichhaltigen ——— und Zuſaͤtzen begleitet
hier überall benupt werben find. Im Jahre ı804 und 1808
den biefe Altern Rachrichten von neuem erweitert durch Ga
Heife von Arkeko nad Antalow 144); und vorzüglich dur
genauern Ortsbeflimmungen längs ber Küfte bes rothen 4
fo wie ber Reife landeinwärts, gewann bie Karte von Dabeh
durch Eine ganz veränderte Beftalt, Diefe wurde um wich
richtigt durch eine in ben Jahren 1809 und 1810 von be
talentvollen Reifenden wiederholt und gluͤcklich auf Kofke
Brittiſchen Regierung unternommenen und beenbigten Amb
an den Hof von Xigrs, deren Beſchreibung wir bie wid
Bereiherungen ber Erdkunde verbanten, fo wie bie bis fegt
9 Ludolfi Habessinia ad Exempl. tab. chor. P. 24
zii et fida relatione Gregorii Habess. A, D. 168
eomm, H. Aeth. **) L.udolf Commentar. fol,
tabul. Habiss. chor. u. Hist. Aeth. L.I. c.4. *%
4 kn a 5. ©. 235. eifen) AH
en Ruſeum 1791. nyang Ju B. en.
vn — me Authentiey of Br. Tr. em €
1800. 4. Bist. Reosoarches. I. p. 5%. +
Vic. Valentia. Travels to India dte. A ! 4
4. in 2 Ah. Auf. "
Beftimmungen verlieren hiernach im
ern Tide Ghnlefe, da
widerfprechen.
‚Dit, bie Bauptpuncte der von Salt und
Berihtigungen ju_beieuchten; man ders '
iber e in Valent. Tr. II, p. 472.
N Tr. II, 176. und
Voy. 1314. 6,
Fe
von Pflanzen und
h6 iR bemerkenswerth, daß Überhaupt Bruces Karte under -·
unzuverläffiger ift, als feine oft fehr genaue Befchreis
die mit den N er Portugiefen und benen vom
das jereinftimmmen. Dieß zeigt fih ganz ber
auffallend in ben hödft merkwärbigen Rotizen aus Bruce
, ‚bie %. Murray im Th. VH. p. Br. bis 105. (Ex-
ds from ıbe Journals of ıhe Ronte from Koscam to As-
); u 2 nn im W. 5
fe no ie feiner etymologifhen
rifhen Grillen verunftaltet. find um fo Bitte
ce 4 Monat in Gennaar lebte jeit hatte, in feis
figen Lage fehr Vieles durch Einge von Fazuglo zu
j, und weil Bromne's Nachrichten dadurch von einer ganz
ar ge erweitert werben. Bruce war jiher
badıten und Ginfammeln von Nadrichten, aber
ihrer Verarbeitung und Mittheilung.
usgefept, was aud) Salt am vielen Stellen beftä-
Balentiad hartes Mrtheil (on Mr. Bruce veracity
al endance **) nur zum Theil gelten, und zwar
aſtronomiſche en, in Sinſicht feiner
nd lebhafte CEinbildungskraft veranlaßten Bu
und Webertreibungen, und in Binfiht feiner Hifto
to Abyssinia, and Travels into the Interior
—2 executed under ıhe Orders of the
'Governinent „ in the Years 180g and 1810 etc,
{ Salt..London 1814. in Quaet nebft 37 Karten
454 Seiten und Anhang v.' *) Va
leatia Tr. I. p. 294- rs
2
180 Nocafeife. II. eibſchu. $.10.
en, antiquariſchen, etymologiſchen Grillen, weil bei
— Erkurſen er ſolche —2 ‚wie T&on een Ä
bat, Sprad : und Alterthums kenntniſſe abgeben. Birtli
8. feine fingiete. Reife von Koffeir. nad cowar und
dachte Infchrift von Arum *) body etwas mehr als a few
rent exaggerations in description and some ca
jun matters of inferior consequence, wodurch ihn fein
Herausgeber entfehulbigen well **).
Dagegen find feine ans ber Natur und dem reichen
ſchenleben aufgefaßten und mitgetheilten Beobachtungen vu
ſchiedenem Werthe »). Darin flimmen aud alle Kachſo
Salts im Lande unter den Gingebornen, deren viele
Abentheurers fehr wohl erinnerten, volllommen uͤberein,
feine eigenen Kachrichten bie Weftätigungen bavon enthalten
So viel mußte bier, wo nur bes ausgemadt Wahe
©telle finden ſoll, vorläufig Aber unfere Anfiht ber Haupt
ftehn, auf die wir oft hinzumweifen Haben. Nur denke mu
der Brucefhen Karte von Habeſch alle bie Läderlihen Ben
nungen hinweg, die wie auf fo vielem andern durchaus nun
kuͤhrlich Bahingefest find, zu beiden Selten aller Kiußufer, I
völlig falfches Wild bes Landes geben, dem feine eignen
ten und die Vergleichung aller Berichte und ber Befchichte, u
Arbeit wir uns bier unterzogen haben, inegeſammt wiberipi
L Oeſtliche Gruppe des. Habefnifchen Alpenla
m DR vom Nilſtrom.
Alle Naturerfcheinungen flimmen barin überein
Habefh ein Hochland if, über beffen abfolute Erf
wir freilich nur ſehr unvollkommen unterrichtet finb
est, et ut Gregorius sjebat, Africac velut gibbı
Darum wirb es im Gegenfag bes tiefen, i
Flachlandes, Albersaran, ober das hohe Aethiopien ge
agt Tellez ). ie haben ihm darum mit Rech
amen bes Alpenlandes geben können.
Von feinen Hößen berab ergießt fich. der Nil über
Gataracten, mehr als 200 geogr. Meilen weit, —8
Spiegel des Meeres gelangt. Dagegen muß an ſeiner
ſeite in Wangara, auf einem weit kürzern Raume
vielleicht nur um weniges geringerer Abfall ſeyn, wei
der Niger nach einem Laufe von 400 gebgr. Meilen ve
*) Val. Tr. T.IIL_p. 328 u. 08. **) Bruce Tr. ed. by
xay. T. I. prof. VIII. ***) %. Slumenbach und Ip
Bruce 8. Ah. AI. » 296. +) Ludalf Comment. |
tt) In Thevenot Rec. p. 2. der Desor. de Y’Emph
Pretre Jean. “
Rorbrand, Habeſch, Alpenpaͤſſe. 1601
el ne Ada Me, andren De
bi
die Behfte Genautgteit, haben
— Boll Engl., und
“ a Pr
wo man N. und 9.
er Me 9 dem Sa
allein wurde die Natur
—5 ——
müflen-alfo vor ——
ms verfalg, —* —ñ— ums bis
1 auer bekannt geworden; «hi
‚Weit um das Hochland re pn Bene,
* —— uns
ut der einge
I Be nad Habeſch.
J— — —— von Arteto unbAbule
affowa, über den Tatanta
afgur Wortereöife des Babarnagafch,
D} RE Bon ber Küfte
Meeres bei, Arketo, dem Haupthafen von —
Daffua auf, der benachbarten Infel) gegenüber,
inmörts ‚ein Meg das: Alpenland Habefch ai
in den älteften unb-meueften Jahrhunderten
Ber — ——— bee Habefſinier mit Arabien
ibm, fliegen von jeher die vielen
M, de bie Sa des Drients in das Hochland
und fo fleigen fie is heute no aus
De —— wieder ba Snab zum faſt eins
Kanal je nach Aften, Auf dir
Y Innere Afritas un 1% Dabeffinien, mit
n vom den Indiſchen Factoreien aus, auf we
Am Wrge und auf die mwohlfeilfte Art zw Berfehenn
. größte Abfag bewirkt werden würde, mar ber
son Balentia und Salt's mühevollen Unternebmun:
in ben —— 1804 und 1805, und von Salt s wies
Mer Rife 1809 had Tigre,
—
1» LXXVU.
Pe aereäitge — Bude
— ———
188 Hochafrika. IL Abſchn. 6. 10.
Ste Dieifeg iſt die Urfache bes |. a
| iÜ alle andern Kä Dabeffini
—— —— En, den x
der hrflichen Habeffinier, beſeht, und diefen fo u
weniger verſchloſſen find, theils au weil andere
3 auf diefem fürzeften Mege am wenigfen gu
Zweitens, weil Bier einer ber wenigen ſichern
ber ganzen Küfte des Arcabifchen Golfes fig befimi
Waſfſervorrath (auf der benachbarten Inſel Dale
ttens, weil gerade nach dieſer Begend gm,
oſtecke —— einen allmälig abfallenden A
gegen das Meer bildet, auf welchem bie fonft Üübere
der —5*— jedesmal breitern und böchft befi perl
birgt Kan sum Doclande die bequemſte iſt
iere.
eſer dritte Grund iſt wohl auch ber nächſte
den Ic denn eben darum fällt wohl auch
Maſſowa bie Küfte fleiler im fichern Anlergrund |
Hofentäften beim Meere), und barum find gerade
allen Geiten eindbringenden Horden muhamebani
anderer Wölker hier minder Gbermüthig, weil bie
hier. von der Natur degünſtigter, alfo mächtiger fi
0 weit ihre Dochterzafle reiche, fo weit find fie
* ber im Tieflande wohnenben Voͤlker immeı
eblicben.
s gibt uns einen Aufſchluß über bie allerbi
mertoh ige Erſcheinung, daß feit ben älteſten 3
Crpebitionen nad dem Innern von Habeſch vo:
ausgegangen find; und Poncet ber einzige Riſerde
dem Wege von Sennaar aus feinen 3
Ge doch * dieſen Ausgang, als den ven i
Gier auf dieſer am weiteflen gegen bie Küfße
ec Tersafle, an beren Norbrande Diren
zu nf dern eiten bie Herrſchaft ber H
ne — eecbufen. Beute, ni ebebe
Be den De a Bi Titel —— en
*) Salt Voy. a. a. ©. p- 166, **) Valentia Tr.
und 258. und Vincent Periplus 748. b. Becher
Poncet Relat. abregee du n Voy. en em Ethio
1700 dom Ch. j⸗ Obi 1 ben Lets f *
aria 271 1 istorie de '
Etiopia eto. —8 que todo ello fue 8
Freie a06-
ei iſt dieſe Reale we Kite
— auf (een r
I — *
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) 8 är on Artehos Son
* Mk ee Aa 8 aber —
rein, sen ie an ==
andw
ri —— in-gli (net
mo nur —S 'e ober Brunnen aus dem Sande
vr erquichend find ++). Won bier beginnt bie
det ‚Eamarinbenwälder ra Hindi +}})),
es — — en je von *
* mi cagien ober imofen ira Kann?
‚ melde — —— Nubiens
‚sölhen Meeres characterificen, — Det
Die untern Hlgel — a And vol. Ante
I» bie —— Ko a F din, F Kir
4 jany verſchwinden +: jier haufen Elep!
‚in den — "be km. hg und beren
ıngen ben ———
von tunen —— (m Fang ier fü
je 50 nad Salts Erfundig:
a ER ‚Hirtenvölter längs dem mal
t Alvarez del Rey D. Manuel de Portng
u Anvers A, eg
“1
IV. p- **) Pı —8
— ————
NENNE
| 184 Hochafrika. III. Abſchn. 6. 10.
Saume am untern Abhang ber Brenzgebirgsteiil
welche die trodne Johreszeit in dieſen weidenreiches
dungen nubringen, in der naffen Jahrszeit aber mi
Heerden hinab in bie trodnere Wüfle stehen, gegen
Meer bin. Am Tarantapaß find es die Stämme b-
gorta, welche dem Reiſenden den Eingang vermehren
nen, wenn.er ihnen nicht reichliche ente
Mefpect einzuflöfen weiß. Mur bie gum Fuße des"
von Taranta felbft, können Kameele ale Lafüthiere U
höher hinauf kann biefes Thier niche weiter eigen,
ört nicht zur Alpennatur (vergl. mit dem Eingan
Kafchmir u. a. m.), nur Dchſen und Maulthiere werbd«
dem Alpenlande, von welchem das Kameel überall
ſchloſſen iſt, au Laſtträgern benubt. Auch auf Salts
ter Meife mußten oberhalb Tubbo wo bie wilde ſteile
Iandfchaft beginnt die 35 Kameele feiner Geravane 5
geſchickt werden und felbft das Beiten auf Pferden
noch, fehr beſchwerlich. |
--" Ben Tubbo an geht man s Tage bis zum Fuß
rothem Granit des Taranta, ſtark bergauf, aber t
dritte Tagereiſe beginnt ber befchwerlichfte fleile Taran
durch Todel und Feisträmmer, wifchen Saltfteinb
empoͤr, bis zum hoͤchſten Gipfel Sarar, und den €
Turabo wo die Waſſer ſich ſcheiden, 3 Stunden aufwl
Sn diefer fleilen Paſſage, wo bie Abyſſiniſchen Lafi
ſich ihre Befchwerden durch improvifiren und fedh
Chorgefang vergeffen machten *), gleich ben Schwe
bier Inderte 3 die Vegetation. Gegen ben Bipfel e
nen bie Geberwaldungen (Tud nah Salt, Arge bee 3
nier b. Bruce, ob Oxycedrus virginica?**), eim |
Holz das im Micı in voller Blüthe Hand. Auf dem
nen unfruchtbaren Boden ber Vorterraffe Baharnagaf
Baumarfige Euphorbie, Kollquall ***) bis so Fuß
welche mit ihrem eronleuchterfärnsigen Bau (ein Cad
und den karmefinrotben Brächten bie fie in Menge w
Schleier bedecken gleich eine ganz neue Region verkün
‘
die mit dem Kantufla: Baum (Prerelebium lacera
Browne Mfcpt.) beginnt wo bie der tiefermachfenben
cienwalbungen aufbört. Wo biefe Region der Koll
aufhört, ba zeigen fich Höher auf Bruppen bes
unbelannten Wärs:Baums mit weidenartigen Blä
befien Zweige mit Lichenen behängt find; mit ihm Br
Die kaͤltere Region ber Cederwaldungen.
*) Salt Voy. p. 285. | Valentia H. p. 486. unb Bra
9872 . .h) Bruce VII. p. 154, 8 10 usb 11. +
oy. p. 236. on |
Rerdrand, Habeſch, Alpenpaͤſſe. idg
: Dar Gipfel des Tarantapaſſes bringt in das fichere
Bet deußehern ; von fei blide d
re bie böher ee eremnede —
Diss and Adowa. Zunãchſt zur erhabenen Ebene, auf
| liegt, fleigt man nur eine Stunde fleil berg»
—— von der Küſte ber aufwärts
it der Ueberſteigung biefes Gebirgsrandes beginne
al Kfel”), wie auf fehr ähnliche Art auf der
a Wehfeite der Ghat auf dem Plateau von Dekan.
ber Hochebene war ſehr heiß und troden, bie Ebene
‚ alle Flußbetten der Weftfeite waflezleer (im
; weite Walbungen von Kollquall breiteten fich über
| gegen Diran aus, .
3) Umfang und Oberfläche ber Vorterraffe,
Bartereaffe des Baharnagaſch reicht in einer weiten,
überaus fruchtbaren Ebene, die nur von mindern
unterbrochen if, ſübwärts gegen Antalow, 4 Ta⸗
weit bis zum Paß von Mecaito, der zu einer zweis
auffeigenden Stufe führt, jebo minder Hoch *’);
BA. aber Über die Ebenen Zerai und Serawe, berühmt
iD vortreffliche Pferdezucht und Wieſenwachs, den Galt
—* Teppich Engliſcher Wieſen vergleicht, bis zum Ba⸗
‚ einem Zufluß des Mareb ). Hier ſtehen Da:
| 00 von Bruce und Salt genannt, in ber Ti:
DB, Verka in Arabiſcher Sprache, Taru ift eins der we:
vn itwörter, das mit bem Aethiopifchen Werwanbts
| a und beißt Baum, Dure im Amhara heißt
%)), wilde Dliven 9: bier iſt vortrefflicher Getreide:
PB puwmel Mais (India Corn). Das Land ift außeror:
beußlfert mit dem noch ſehr bunkelfarbigen (very
complexion bei Salt, und nicht Eupferfarben, wie
ſagt) Volke in verfchiebenen Stämmen, das die
ade fpricht, und ſich für unabhängig von Tigre
h_ Auf dieſer Vorterraſſe zeigt fid wegen ber bedeuten
Int Soßen Berge ein weit hellerer und Elarer funs
Sternhimmel als im Tieflande Fr), bier atmet der
die erſte wohlehätige, erquickende, kühlere Luft;
aber zugleich zeigen fig übera eerden von
nur ſchwarzen Schafen +}), von weißem, feinbas
Upeneinbvich, und ihre gierigen Feinde, die Frechen
Byänen (felis crocuta).
Dir auf der Mitte zwifchen der Höhe und Tiefe, zwi⸗
ubem wüfen und tropifchen Alpenklima, da koͤnnen bie
Sale Voy. p. 289. **) Valentia T. III. p. 13. ***) Bruce
IV. p. 295. 286. +) Bater im Mithridates III. 1. p. 209.
N) — pP 339% +t}) Valentia il. pP 907. und Bruce
° p: 2 [
186 Hochafrika. MI Abſchu. 6. 10.
Wohnungen ne mit platten Dächern“) dein |
widerſtehen. Rehr lanbeinwärts auf der Tigrete
Genater nach alt, bei Kella nach Bruce, zeigen
Begelförmige Dächer; bie in Antalow ſchon ganz
werden
Don des Vorterrafle bes Baharnagaſch, deſſen
ſchaft neuerlich fo unbedeutend geworben if, daß n.
jeder Dorfvorfteher biefen Titel giebt, führen gwei
In .. Gondar am Tianaſee, deu jegigen Hauf
von Habefch.
Die eine führt gerabe fübrwärts über Antalow um
re; Die andre mehr weſtwärts über Adowäa, Arun
Eis; jene verfolgte Salt nur bis Antalew, biefe
Poncet und Bruce bis Gonbar.
Erläuterung 0. Auffteigen von der Vorter
bes Baharnagafch gur ZLigreterraffe
Vier Tagereifen im ©. von Dizan überflieg Sa
feiner seften Reiſe den Grenzpaß von Mecaito, und 8
zeite grasreiche Ebenen, Habjaian, ein, welche Häuft
Felfenhügel unterbrochen werden. Zwiſchen biefen
fenweife immer böber auf. Mach 4 Tagereifen geg
Igte der zweite Paß, welcher zur Ebene Ayabde
nah 5 Tagereiſen immer auf gerader Linie gegen S
man Über den britten Paß von Ehelicut in die pflan
chen Hochebenen von Antalow ““). Auf feiner 5
Meife, welche Salt etwas weiter im Weſt in gleicher
tung jurüdlegte, blieb er ebenfalls bis Antalow au
ebenen, mit einzelnen Unterbrechungen von Bergpä
er Ghat, nach Art der Däffe von Indoſtan, nennt.
nächſt an Diran Über die Ebenen Zarai und Gera
welche längs dem weftlichen Fuß bes Taranta ſich ausb
Sie liegen abfolut ſehr bach; leider war Salts Bar⸗
erbrochen um bie Höhe zu beflimmen; bas Clima wa
—* ſehr gemäßigt und die Vegetation (im März
weiter zurüd gegen die tiefern Landſchaften. Weite
Gerſte bedeckten die Felder und trieben Achren. Gege
in einiger Berne begrenzte die Berggruppe von Adow«
Hochebene. ine zweite +) noch mehr offene Ebene,
fchieden von ber vorigen, folgt ins Süden auf fie; fie:
Die Berge von Agame und Baramat, 4 geogr. Meil
D., von dem eſtrom im We, durch die 1
Ebenen Zemben und Gullibudda. Sie iſt mit Sand
°) Valent. II. p. 50%. III, p. 21, 50. Bruca IV. p
2%) Valent. Tr. IH. p- RO, %e°) Salt Voy. P⸗ 344. .
@ a. O. P. 254. 598.
ae
m — von au, —
ae Süden und Wellen
I auf zu den en!
Br, mal aan m) Kies überaus *
anffkei jende Kette jebirge “**), mr
at — und — ——— 20 .
uk Bat Im & Ro. von dr Aare
AD. ttennt, —* Sf P Berbindun beider erfehmert, .-
J daß der Mas vder Statthalter von Zigr
———— leicht zum unabhängigen
on tanz chon feit Teller macht — Hohe
2 yon im &.D. am Tigre ftoßende Provinz
einge * Ballavölter, we in dem öftlihen
ne vorgedeungen find +). Daflelbe po! be
if beficht au: ch prute no wie wir aus ber
legten Per im — 1808 vuif * Be
im Sü fahren
bes Rune von Ti
Ga D. 8 de Benz, a
e, anben Du
Grengproving HH) zwifcgen dem heutigen
8: “r I.
PEN Ro We a
7 Thevenot al pi ) —
Yo PaßS, 294. un a There Rt
188 Hochafrika. YIL. Abſchn. 6. 10.
Gebiet des Fürſten von Zigre und dem mächtiger g
zen Gallafürſten Gojzee, der jet die im &.D. a
anftoßenbe Provinz Angote beherrſcht. Er wurde
Bergfefte Zingilla (40000 Mann ſtark) geſchlagen v
Das Welleta Selaffe von Tigre, der badurch biefe C
wand ale Grenzprovinz von neuem behauptet bat
gior bient fie feiner Derrfchaft au gegen Am
. W. jenfeit des obern Tacatzze, wo noch ber A6y
Kaifer gebietet. Im Süd ber Hohen Laftagebirge
ich die weiten Hochebenen aus, die jegt von dem €
ber EdjowsGella unter dem beräßmten Oberhaupt
beherrſcht werden, bis Shoa und wahrſcheinlich fi
Bis zum unbekannt gewordenen Narea. Die Zugä
* Laſtagebirges, das bie ſicherſte politiſche Gre
bildet, koönnen am zwei Päflen durch wenige &
volllommen vertheidigt werben. Die Bergbewohr
Laſta fprechen fhon die Amhara Sprache, unterſcheil
"(chen von ben Einwohnern ven Zigre, find ruhmred
bilden die befte Meiterei *).,_ Vom Hohen Samen f.
Samalmon. Dem Ras der Tigréterraſſe dagegen iſt eı
gegen ben tiefen Norden zu den Nayib von Mafl
um zu balten. Wegen feines Anfehens nannte
Die Portugiefen ihn Tigremaon, d. i. einen Vicekoͤn
In der Mitte ber Zigreterraffe *") Tiegt Adom
Mefidenz bes Mas, deſſen Herrſchaft fich fiber das .
niſche Alpenland im DE vom Tacazze erfiredt (ü
rovinzen Sire, Tigre, Enderta, worin Antaloı bie
adt, und über die Küſtenſtriche Bure und Bahar)
re nennt man diefen ganzen Umfang, weil bier bie
** die berefchende iſt, im Gegegenſat der Amhari
m Süd und Weſt vom Tacayge "**).
Diefe Terraffe bat einen Ucherluß an Vieh
bringt da, wo Ebenen find, jährlich doppelte +) (
von Weitzen, Teff (Poa abyssınica), Mais, und i
an Baumwolle, der Hauptklejdung aller Habeffinier,
um Adowa; aber Drangen, Gitronen, Pomeranzen
naten, Bananen, werden bier nur in Bärten cultivi
find durch die Portugiefen eingeführte Gewächſe IF)
Daroo wächft bier wie in ber vorigen Terraſſe zu bs
Die und Größe. Ueberall findet ng Wald, fird
Bergwafler, daher Jagd und Baden tägliche Beſchä
#) Salt Voy. p. 379. ) Chenbaf.(?) &. ı vro
- Tr. IV. p. 33. und II p. 4gı. Ri Prag Appel
2 _ UT. . 7) Bruce iv. p- 315. Salt in Valentia
351, +?) in Valentis II, p..34 und 119.
% tun 'befepmerli den Wand J
—
Dreiviertheile des Landes, fo daß nur el
nahen ln. fann. Diee Bi & —*
— — —2
nur en Kal
al hefipihtee Die erten tpurmepniichen,
Berge diefer Art, wie 1 ie genannt
ad don —5 a ſevra Damo, Bruce
der Eben: Adbiestre .),
12 —R ig wi PDäffe durch ih
1} di bi
Wade von den —e m ef nid Bine
“wi, bigungen: de
—— Der, — Yale
In er enlan DOdlen, Beken.
N Ingete an die wen EEE, ——
Pr (dr («0 And.1o) Kichen in Belfen gehauen‘
U felfigen
*5* Del ent ———
Pe — Xbuhafubha, melde er für eine von 5
Raribala hu Ganseifär. Künftier bauen
—5 — 5 nicht „ten Urber| 8
ıso Hochafrika. UI. Abſchn. €. 10.
wofkr er denn von ben Habeſſiniſchen Hofpoeten als Baus
gepriefen iſt. Schon Eubolf *), ber baffılbe erzählt, verf
daß fie wie alle GEremitagen (fogenannte Glufen, 3. B. be
Mourice, &olothurn, Regenftein, Boslar u. a, im Quabeı
Rein) in weichen Fels eingehauen find.
Am Nordabfall von Habefch in Zigre **) wohnen ſeit &
teſten 3eiten Troglodytenvoͤlker in Hölen, welche in unzäl
Menge, um bie Ufer des Tacazze ***) (f. unten) in bas «
fteingebirge (soft, riety sandystone) eingearbeitet finb,
das Bebirge eben dafelbft nirgends aus Urgebirgsmaflen U
bie erſt im untern fladhen Lande frei unb unbebeckt erfcheine
Chen fo find die Hölenbewohner von Doba und Dancal
Tanne, und überhaupt bie Troglodyten bes Agatharchides wal
temihor, von denen Niebuhr gezeigt hat, daß es nicht die KA
anwohner, fondern bie Bergvoͤlder ber Zigreterraffe —*
eß giebt uns einem merkwuͤrdigen Aufſchluß über dat
Alpenland Habeſch. So weit naͤmlich rings umder die Grej
birgskette ſo wie fein hohes and tiefes Flaͤchenland bereifet 1
den ift, fo weit ift es mit außerorbentlid mädtigen S
fläögen und nad Salt’ Bemerkung höher aufwärts meift
taten Schichten bedeckt gefunden worden. Daher zeigt
große Sinförmigkeit der Bergformen durch das ganze Do
unb felbft bei dem oft feltfamiten äußeren Anfehen.
Wie weit diefe Eharacterform nady bein Innern fortfekt,
über laͤßt fi bis jeht noch nichts mit Beſtimmtheit fagen;
hoͤchſt merkwürbig ift die Analogie dieſer Bildung mit ber
©üdrandes von dodafrita. Hier in Habeffinien wie dort fi
ſich gar kein Bolbfand, dagegen überall auf ber Oberflaͤche fo
&ifen, und zumal in Begemder an ber Oſtſeite bes Nilquell €
daß man nicht einmal barnady zu graben braudt. In mat
Provinzen courfirt hier das Cifen als Feine Münze +) (f oben
rand 1. Abſchn. 3. K. Erl.2. Anm. ı. und unten über Berbrei
ber Metalle‘.
Unter ben Bergen Habeffiniens, auch in ben Provinzen
men, Ambara u. a., felbft aber auch mitten ans den Ebenen,
en Felſen oft fentreht auf wie Ihürme, Pyramiden, tele
ürfel (metae maximae, arces quadratae etc.) bie nur ü
eingehauene Stufen oder auf Leitern zugänglich find. '
Auf dee Höhe find fie flad, eben, voll Aderfelder, BEI
Quellen, Fluͤſſe, Elein von Umfang ober groß, zuweilen feld,
gereifen Lang: Diefe characteriſtiſchen Berge nennen bie Hal
nies Amba 1*). Daßer bie häufigen Benennungen der Orte
Amba, wie: Amba Beshen bas Königliche Staatsgefängniß, |
ba Quexen +++), wo die hoͤchſten und fleitften biefer Felſen
folen; Amba Bideon, der berühmte Judenfels, bie Beiden
Gtatthalters von Samen; Amba Ganct, bie Beftung ,
*) Lud. Tlist. Aeth. IT. c. 5. u. Comment. p. 235. **)
G. Riehuhr über Troglobiten in Zigrö im Mufeum f ur
B. 4 B. 1810. ***) Bruce Tr. IV. p. 32. +) Alvareı
‚de Ethiop. f61.64. ++) Ludolf His, 4 L. Le
Fᷣt) Telles bei Thevenot. p. 3%. De
gt man bann jen
Beb,- fondern ziehe zo siele Ta u —* he u ber
6 Hodla ——A —X mtefle, h
Fr N gamalmon, Be
je weiter 37 Amba von der dahinter liegenden Sohn.
a das untere Land hineinrüden, befte ifolirter, ni
ag geringer werden fies aber auch deſto baroder w
men (mie bie Piletberge am Gap ber guten Gehe
— ſchen Sunderberge, wie bie Adertbacher Saudſteln⸗
Böhmen). Sie bilden fla oft ſchmale Mauern, bie
r Binden zu widerſtehen fi einen ‚ ober cubiſche Waffen,
R (in shape of a hearth-stone, fagt Bruce), Obelis-
En, ja unmgefeßite mit der Gpige aach unten (wie
‚Buße biefer 2 Amba und ber buch * e grbitbeten Serraffen,
Selsträmmer, und bie Ebenen find überall Sande
vom Zrop en bewä ent ab daher nıit der Apr
tion und mit Humus bebedit. Dieſer an „
ihn herabfchwenmen und anhäufen, in se,
u ande, ber Kolla und Mazaga einen ganz 32.
MR Gharacter. ( S. unten.)
merk. 2. Ti Eseerzaife als eh Ar v⸗
bes Reit, n ber Mitte diefer von ber Retun bes
m, das benachbarte Meer beberrfchen men Ziele = 21
‘die Baum wieder aufgefundenen
ky 24- “)B Tr. IV. Ludolf Bist.
Y ax —— — ——— Ir.
ige Hochafrika. TIL Abſchu. $. 20:
Drte, von benen aus bie politifhe und geiſtliche Herrfe
* und Cultur ſich über das Alpenland verbreitet
en.
“ Hier, eine Zagereife im We von Abowa, an bei
migen Berggruppe am obern Marebfluf, am Ausgange :
ten, überaus fruchtbaren Thales, liegen zwifhen 2 9
Ueberbleibfel von Axum *) ober Acachum ber Portugie|
3u ben nahen Hügeln hinauf führen noch große
Stufen, in einem ber entfernteren find Grotten und w
Gemaͤcher mit Säulen: geziert, in Belfen gehauen. Im
die Sage, daß bier das Grab der Königin von Gab
Rad Anbern foll in diefen Königsgräbern ber Habeffiı
geut Galeb Regus (ein Zeitgenoffe Kalfer Juſtinian
GHrifti Beburt) beigefept ſeyn ***).
An dem baran floßenden, von einzelnen majeflätifhe
baͤumen befchatteten Thale, liegen viele Zrämmer, große
die wohl einft zu einem großen Ganzen gehörten. Aber
nige bavon verratben jest noch ihre Frühere Beſtimmung
Königftuhl aus Sranitquadern, bie Wafferbehälter u. a
zuͤglich mertwärbig find 2 Bruppen von DObelisten, bei
gegenwärtig noch 14 bie 15 von Salt +) zugezählt wurd
unter 7 große, nicht unter 36 Fuß lang mit Ornament«
faft alle umgeſtuͤrzt. Priefter erzählen, daß es einft 55!
gewefen, bie von ber Königin Badit aus Amhara im 3
niebergeworfen wurben. Rur zwei ſtehen noch, aber der
Aberaus ſchoͤnen Berhältnifien, aus einem Granitblod,
hoch in die Luft ragend (nach ber zweiten Reife 60 Buß a:
Sranitblod, ein volllommenftes Kunftwerk) ++), verkuͤ
noch in weiter Kerne die Stätte eines fehr alten, feit
fenben verfhwunbdenen Eultus.
Ein Stein mit geiehifger Inſchrift (die neuberichtie
ber Inſchrift f. b. Salt Voy. Tabul. p. 411.) fagt noch,
einſt ber Mittelpunct bes mi tigen Sakerfnifhen Reihesn
Diefed konnte aber erfi nah dem Untergange bes Ptol:
Reiches blühen, weil zu beffen Beit bier in ber öfklicye
Dabeffiniens noch, Feine große Herrſchaft, a Emporiu
wenigſtens keins bekannt geworden iſt
Dagegen bluͤhete vor ber Ptolemaͤer und zu ihrer |;
der We bit am Nil ober Aftaboras » Zacasze F+t+t) d
von Merde, beffen Untergang vielleicht eben bie Beranlaff
Wahsthum der Axumitiſchen Herrſchaft wurde, Au
*) Der Grunbriß von Arum in Valentia Tr. tab. VI. '
lez bei Thevenot Rec. p. 18. ***) Ludolf Hist. 4
II. c. 44. und Salt in Valentia Tr. III. p. 82. +)
Valentia. Tr. III; p. 87 u. 180. ++) Salt Voy.
Hm) Inser. Axumit b, Valentia tab. ı6. und Rieb:
die Arum. Safer. im Muſeum f. Alterch. W. 2. 8.
21810. ttft) Agatharchides excerpt. ed. Hudsor
6 Fl Dale Drten b. Riebuhr u, Salt. Hit:
oy. P. o on .
a Betennte Keitihe ZRadt, ech gi
— ze em, er ya * &
Bid! Li e
A —— wei dle ee
itie bes Parther Reihes gebroden ward. Mon
nifhen Raifern wurde ihnen ur Zeit, wo bie Aras
uch Mohammed fih über ergoß, ‚feger ein
tum wahrfheinlich Griedifge Gultur nad dem Has
Üpenlande. Auf. ber S fügen Sirein » Zutritt
her Rlnig Aiganas (333 aaq Chr. Geb.) einen Gohe
finen König der Xrumiten, Homeriten (f. Ares
Baridan (ob von Rhaba, 3 Tagreifen son Bann?)
löpen, der Sabäer, von degia, Ziamo, ber Br
Beja? jept eine Provinz 2 Zagreifen im R. von Das
Aiter ben Serrſchaft des Nayib nom Maffowa) und Mas
diefen benadbart), twmelde beide Iegtere auf ber
m zur Bavzusırur und Tosasov. @s sehe aus ige
errichaft des Kiyanos heroor, ber ſich Bam Bası-
ig der Könige titulirt, mie ber —A Kaiſer dee
h-Negsshi. Gr feierte durch dieß Monument einen
die rebellifchen Boja, zeigt an, daß er fie verpflanzte
Krane Hrovinn, deren Name leider unleſerlich if, und daß
dem Xres eine goldne Statue weihe, drei ven Silber
Mafodie vom Erz. Won biefem einft wichtigen Welke ber
Dt Buja giebt fon Ebn Haufal (a. 950) +) einige merk⸗
Roriäten und nach ihm Ihm al Wardi (a. 1348). Das
war hier alfo Prieſterſprache, das Krabifhe aber ward
der aoojährigen ‚Herrfhaft der Axumitiſchen Könige-
MS, wenn es nicht ſchon früher bier herrſchte. Denn wenn
Am neueften Forfchet für waßrieinli gehalten wird +1),
fie älteren, die Arumitifhen Habeffinier nit für Aus
I federn für Arabiſche Gingervanderte gehalten +++),
weicher auch Murray der große Srientaliſt und
fh der zweiten Ausgabe von Bruce's Reifen ‚tet
Travels 2. Edit. T. VII. pP. 455). Ihr wiberforiht
Üf von neuem durch feine im Bande gemachten Beobe
Shen. IH. ©. 428. ) Salt Voy. p-404-
a Nlacabor. Callim Fir 163
&. 4) Rbm Haukal Orient Ghogr. p. 13. u, Al Wardi
‘ eımia. Ir . pP: I
” Ash: — p- 20m und W."jones
= Bach, Allar.. T. B. p. 1-3
194 Hochafrika. III. Abſchn. $. zo,
Dieß beweiſet bie Sprache ber Bewohner dieſer
Geezſprache ber Agaaziſtaͤmme, von welcher bie Zigre
ein Dialect *) ift, und weldye einft bie Axumitiſche Go
gemeine Sprade, eben eine Tochter des Arabiichen w
aber gegenwärtig in ihrer urfpränglien Geſtalt verlo
Auf der Rädfeite ber Sriechiſchen Infcription von
deckte Salt noch eine zweite Infhrift mit alten Aethioy
racterenz wären biefe gleichzeitig mit ber Griechiſchen
fo würbe bie gegen Murrays und Anberer Behaupt:
(Bruce Tr. T. II. p. 402. Rote), als fey das Aeth
zbebet fo wie das & tifhe, erſt dem Briehifhen u
ieſe Xethiopiſche Inſchrift zeigte alfo das Altefte :
Alphabet der in Arum geredeten Geezſprache; alfo eiı
ſches, denn es ift völlig vom Griechiſchen verſchieden.
—— von hohen Alter ber Sprache war auch ſch
(H. Aeth. IV. c. N Salt bat im Cosmas Indicop|
einer Opinio de Mundo L. I. f. Montfauc. Coll. P
eweis aufgefunden, daß bie Geezſprache zu beffen 3:
Ehr. Beb.) fhon am Hofe in Arum gefprochen wurde
unter den Thiernahmen bie er bort anfährt, aud bei
vom Rashorn einheimifhen angibt: Arwe häris (äpı
ein Appellativ das fid) aus dem Geez erklärt **). Bi
@alt es für wahrfcheinlicher ***), daß biefe Geezſprach
einheimifche, mit einheimifhen Alphabeten, Feine aı
eingewanderte, bie Abyffinier alfe keine Arabifhen At
fegen. Er hält fie für urfpränglidhe Afrikaner, für 2
Aboriginer, die fi mit Klächtlingen und Vertrieben:
gnpten (wie etwa bie von Pſammetich vertriebne Krieg
rittehalbmalhunberttaufend Dann, wie Herobot erzählt
ten; bie Arabifche Verwandtſchaft leitet er eher von ihr:
als ber Araber gemeinfamen Abftammung, von einen
Volksſtamme her, ber dem Hebräifhhen noch näber ſta
Sprache, Sitte und Character bie frappanteften Uebere
en noch jest zwiſchen ben heutigen Abpffiniern und
ebräern ftatt finden.
Nur die Birtenflämme ber Agaazie auf dem Küften
en jent noch bie Geezſprache, aber verderbet, ſelbſt dı
Abba Bregorius konnte Ke nur Iefen und fchreiben
ſprechen + Die Zigrefpradhe dagegen ift gegenwärt:
allgemeinfte, vom Tacazze oflwärts his zum Arabifhen
ſprochene Sprache; fie it eine bem Arabifchen und zwa
Arabia felix verwandte Spradye, fie ift gegenwärtig fi
bara fprechenben Habeſſinier die einzige Schriftſprache
aber felten einer verfieht, und bie nicht wie das Arabi
von wie bas Briehifhe von ber Linken zur Rechten
wirb.
») Waters Mithribates, Ze Ih. ıfle Abth. S. 106.
Voy. p. 417. ***) Salt Voy. p. 458. p. +
Comm. £.dı. +1) Murray Appendix
Vocabulary T. II. p. 491, %. eat i#_Valentia 111
⸗ -
Er die erften Ghriften, Caſchtam ***) ein Ras
den jegt noch jeder Habeffinier ftolz ift.
ztius und Webefius, bie Apoftel von Slhbeſch, dem ers
53 +) erbaut worben, welche an ber Kuͤſte
is
ſtrandet gar, wurden F ser zu Arum
Bazana, ober nad ben Paberflute
"5. i. Ahrabam) aufgenommen, Dem oben
rn DR jentius wurbe
15 ganz Zig m in Tue a das a
* —* gemeinde, Io, —— —*5 —
En 159 nad; &hr. Geb. bite Derienigen Beifear
ee fe bio heute ned) In fo hohem Infeon
Pelefer, Abıma (Ab: imm
ee
Tagen Eon ale Begus (der Sie,
—8 ihrer Bieubenes Fr ‚er — — unter den
wa Xım (circ. I .), Tuchten fie sun
Iir,
Rache den —— Ku en ID
IR feine 1 —* öiberfaßer, die- Partei vet Abde
ie un nad) und der Kampf ber Kafch⸗
Di Moslemin ei welcher
‚ wenn aug nicht mehr von allen, doc
en mit. der gebften Grbitterung und eu
inder grenzenden MWölter fortgefept wird.
ſeit At -al® taufend Jahren das Mollwert
‚gegen ben alles überfhiwemmenden Je ·
‚biefen Theil von Afrika geworden (f. unten
En
196. Hochafrika. Il. Abſchn. 6. 10.
Anfänglich festen die Habeſſinier ihre Einfälle über da
Meer nad Yemen fort, bald aber nachdem bafelbft bie We
Khalifats ſich entwidelte, begannen bie Muhamedaniſcher
an ben Habeffinifhen Küften zu landen. Den erften Gingaı
ihr Glaube unter den Bewohnern des Käftenftrihe vor
Beyla, Dancali, Baylır, ven wo aus ſich bie Aethlopifce
homebaner bald in Bruͤderſchaften verbanden, die-in 24 Di
vertheilt, jährlich wächende Kreuzzuͤge *) gegen die Kethi
Shriften bes Hochlandes vornahmen. Dieß find bie gefk
Dobas (mas Pearce’s neueftem Berichte fol Doba, heutzuı
Name eines Negerſtamms (?) an der S. O. Grenze von &
den hohen GBebirgen feyn **)) unter denen nur ſolche ale
fen aufgenommen werden Tonnten, die ſchon eine gewiffe 3
Striten erlegt hatten. Unter bem fiegreihen Mahomeb €
König von Abel, ober Adaiel, wo jegt Arar und das Reh
zur im Oſt von Shoa, war von biefer Seite bie größte.
Für das Hochland, feine Unabhängigkeit zu verlieren, all
dem XAethiopiidien Kaifer David (1520, bie erfte Portugiefij
Tandtfhaft, bei welder Alvarez war, traf ihn im Lager,
Grenze von Abel am Hawaſchſtrom), und fpäterhin unter
Mus (1542) duch die Hülfe der Portugiefifhen Truppe
Diego de Bama befehligte, die Sache ber Habeſſinier trium
und fie ihre Unabhängigkeit und ihren Glauben erhielten.
wurden bald barauf (1558) von Goliman Basha weiter in
den die Hafen von Euafim und anaflomad nebft der Inſe
Lac erobert, und ſeitdem die Habeffinier alles Zutritte zum
beraubt °**), zu gleicher Zeit als fie im Süuben, von ihren
barften Feinden, den Balla, Uberfallen wurden. Bon ber !
ift ihre Eommunicatien mit dem Meere nur theuer von de
‚homedanern erkaufte Vergänftigung, bie häufig durch Fehbı
ſchen beiben Theilen unterbrochen wird.
Dod) Scheint es, daß bie Spaltung des Islam, feit i
formation der Wechabiten, eine Ohnmadıt der Türkenherrfi
Jidda und auf dem Arabiſchen Golf herbeifährte, durch
der Zutritt der Fremben zum Lande von Habeſch erleichte
die Wiebetherftellung ber alten Herrſchaft eines Baharnagaf
derum begänftigt worden ift. na
Während diefes Kampfes an ber Außenfeite ber Tigroͤt
welcher für das ganze Habeffinifhe Alpenland fo widti
ben ift, wurbe auch das Innere burdy mannigfaltige Fl
Lämpfe +) bewegt, die wir hier nicht weiter zu verfolgen
weil fie uns minder localifirt erſcheinen.
ier nur, daß auf der Tigreterrafe audy die älteſten
mente der Ginführung bes Chriftenthums liegen, bie Zelfen!
"von denen fhon oben die Rede war. Gehr viele find &
ganze Zigreterraffe verbreitet ++).
In der Mitte ber Ruinen bes alten Tempels zu Au
aber auch bie neue Hauptliche des Landes im Of vom j
°*) Alvarez Hist. deEthiopis, fol.58. ) Salt Voy.
wr#) Valent. Trav. Ill. p. 261. +) &. bie Ha
Geſchichte unter Socinios ober Melec Segued von
++) ©. den Grundriß bei Ludolf Comment. p. 235.
. —
Acherd Oabeſch, Alpenyaſſe. 197
in einem edeln großen Styl. In ihr wur⸗
—X Babeffin: ee —35 a Aelter
m —— *#*), (drei Stunden von Axum) nahe
der berkhmte Yaupıfig der Portugiefifchen Mif:
ihr egter Sufluchtãoxt zur Zeit ihrer ——
af finer letten Reife im erden von Diran, das zu
* feiner ‚Reihthümmer und Heiligkeit —
ſan*), ieet, in Truͤmmern liegen, in wils
bas Etemiten⸗ und Kiofterlesen fehr im Ger
nimmt oder nahm es einſt zu auf bem höherm
duch ein Bit auf bie Karte giebt dieß durch bie
19 des Wortes Debra zw erfennen, - immer ein
den Aufenthalt von Klofe bezeichnet,
breühmte Debralibanos in Shon (Kon). "Mr. Pearce
dem hohen Laftagebirge, an der Suͤdgrenze von Zir
Nähe-der — bie heilig Gedaltne —
la Mariam +) vom Ki — — im X
— Arq iteciut, ſehr der von Abba —*
UI), unb fanb de (hreibungen bei
mb Eubotf yehäkarı aud) zeigten ihm bie bortigen Prier
Portusichfäe und Lateinifhe Bücher als Neliquien vor,
ktung 3. Auffleigen vom afen Baylur,
Bre und Ampbilabay jur Kigröterraffe,
Een u a m ir
‚ aber wenig Auffcpluß Über die Ratur des
— Baylur (Belul) unter 15 Gr. 5 Min. R. j
ni aber a he — — N
1» Q
Eingang in das land
ward er Va die Rindern —X 7. r
wenen, em, glüpentfeifen — Dancali ein
3“ ge Dan — 3* * —eã
je ebt man are
leres —8 dye dem —&
BE * 38 erfgien +11)
Saum des Pr 83 van:
Kein weite unfeuf tbare am. in wei
Aplen fie anf dem — gueleniofen on
Tr. III 296. u. Fin in Valentia IIL 23 .87. 9%). Tok
er ***) Balt Voy. Ba 2) Sal
302. "Didi ie Aeil iS: W «8.
173 PR ‚Habeffinien, 1%, ©. 134
68 Hochafrika. I. Abſchu. 9. 10.
den, aus dem hochſtens nur Galgwafler *) Bervori
fücchterlicher Gewalt trafen.
Dieß iſt die Salgebene, in welcher gewiſſe
das einzige Merkzeichen ſeyn ſollen, den rechten &
die Fläche zu finden. Nach, einer ſcharfen
Weges, gelangte man jenfeit (wahrfcheinlih im 9
Salzebene) zu ben erften,, felfigen Päſſen, wo fl
Wald und Brunnen finden. Aber 3 Tage fleigt w
biefe von Stufe zu Stufe, von Felsvaß zu Fels
durch, ehe man zum Fuße ber hohen Bebirgsketie x
gelangt , wo Kühlung und fließende Ströme bie eı
Garavanen erquiden. Sie trennen die Länder bı
und Gallavölker von Habeffinien. Bor dem legten
paß kehrten die Cameele um, weil das Land von
nur mit Maulthieren durchjogen werben kann.
Nachdem biefer Paß von Duan Überfliegen
fangte Lobo in 5 Tagen nach Sremona (und die|
brauchte Salt von Antalow nach Abowa bei Krem
Auch von Bure, an der Küfle, unter 14 Gr
führt eine dritte Paffage von dem Küftenfaume n
auf Zigre, die mittlere der drei genannten, när
Bure nach Antalow °") Als Salt in Antalow wo
e ibm als die kürzeſte mit der Küfte von Bure iüı
aylur vorgefchlagen. Mon Antalow dahin ſollt
Zagereifen ſeyn; nur eine derſelben foll für Kafıl
Waflermangel nicht gangbar ſeyn. Noch herrſcht
einige Ungewißheit; fie fcheint durch die Gebirgsh
Dumboeta fehe unficher für Waaren und Dienfd
dort häufig ermorbet werben, weil die Derrfchaft
von Kigre nicht Über ben Gebirgsabfal im Oſten ve
bern nur bis zur großen Galzebene,
Dritte Daflage, von ber Ampbilabay, ı
auf Zigre. Diefe ift die nördlichfte der drei gı
und wurde von einem Geſchäftsträger Salts im S
surüdgelegt, von Mr. Coflin ***). &r gelangte vi
Januar, von Madir an ber Ampbilabay, nah 8%
ıgten befielben Monats gläcklich in Chelicat bei
an. Mach ben erften 3 Xagereifen, etwa 10 geogı
von ber Käfte landeinwärts, waren die rauben, 4
gebiege gegen bas tiefe Käftenland, überſtiegen.
weltlichen Buße breitete ſich bie große Salzebene aı
ueer Über, zu durchfegen, brauchte Coffin 5 5
Senfeit an ihrer Weſtgrenze beginnt bie Herrſchaft
#) Zelle; bei Thevenot. ©. 25. **) Valentia Trav.
und Salt Voy. p. 148, 157. vergl. p- 308, 812,
Coffn Journal ber Ei: oy. * ig. ‚5
— Habeſch, Alpenpaͤſſe. 199
der Einfluß der freien Stämme ber Dim:
—BR aufhört. Die Saizebene zu
man von den Anwohnern, gelodhtene ©:
lem von den Blättern der Zimergpalme, Im
eher Saljebene erhebt fi der Be bes ©
en fo vo aber nicht fo befchmwerlich gu
— — — 5373*
‚zu den Dan jten, bewo ie
fe. '
en Beth ah ale ein wie
Lil Li er Jahrsjei um
n fand Hier Regen und d Sturm
» beitern, blauen Dimmel und bie
" Platcaus mit ber Kornernte befchäftigt.
breitete fich bie Ebene gegen W. aus, über Die
Amen, Diebe, Chelicut nach Antalow,
Ken. — Die
hlitbene (tevra salis), welde bier als die exe
Hundes über bem — mftric von ——
And bie Proving Tigts von Dancali trennt,
dt Balgaba genannt, und war bem —E
imdorfen **). Uber zoo Jahre fpäter zu Sobes. Beil,
—— König von Dancali im Beflg
190 geofer Bebeitung itt, da ganz Hadef$ von
derfehen wirb, und es noch als Fleine ne
jr Hauptftadt, gilt. Die Galzterrajfe IR 4a
Dub eine breit. Es wirb Gteinfalz in ihr gel ode:
Fe) beſcatadt Baylur (d. h. Gteinfalz) ihren Rus
ende Rı rät yon Be: Det A flade
on R.D. nah G. W. gereifen
der Breite hindurd. FH "ehe bir inde
ai eis feft, fondern faräpfei,, a fant
[N Kaqher
om! irt, wie ee —— &i Eis!
* a Aefte von 5838 jaten ara, D
m Ja der Mitte ber weil ne erhol a fh zwei
von feltfamen Anfehn. An ihrem Weſtrande waren
‚mit duspaun der Sal} füde in Geſtalt von
bfääftigt. Das Calı det in ger iontalen Sqhie
a ein Das unter der Oberfläche liegende.
ein, je tiefer, deſto grober und weicher, .
3 ar gar ausgefegt ift. An mehrern Stei⸗
—E — fein Sein, aan arg ne © “
fe.‘ jebene Li A
eat 2 Senafs im * he ein Oberhaupt
Mendez bel Tellez und Ludolf Comment. f. 106.
arez Hist. de Eıhiop. fol. 54. ***) Poncet Leit.
T. 9.79: H Bruce Tr. 3, p, ızı. +4) Sale Voy.
IN
SE:
Mies
200 Hochafrika. II. Abſchu. 5. 10.
oder Shum, welcher für ben Ras von Tigrs den Salzzo
nimmt. Gine Cameellaſt, zu 200 Städ Salz, zahle bar
Städ als Zoll; eine Maulthierlaft, zu go Städ, jahit <
die Laft eines Eſels 6 Stuͤck Salz Zollz alle Eaften, von
fhen getragen, ziehen zollfrei *) hindurch.
Allen Reifenben, bie bier durchzogen, begegneten greoi
ravanen von 3 bis 600 Laftthieren, Ochſen und Eſel, mit '
falz beladen, welche es nad) dem Alpenlande transportire
‚Ss wird in Zäfeldhen (tablottes, ladrillos) von ı Q
(anderthalb Palma, fagt Alvarez), 3 Zoll breit unb eben
efpalten,, davon am Steinbruche 120 bis 130 Gtäd, zu“
Bett, eine Drachme Boldwerth hatten. Aber eine Tagere
Bruch zu Gorcora, gab man für baffelbe Gold ſchon 5 bie
fein weniger. So minderte fid die Zahl immer mehr mi
Station, fo daß zu feiner Zeit in Bondar 6 bis 7 einen .
galten. (Zu Poncet Zeit hatten 10 3 den Wert
Livres). Und dennoch erhält man, nah Alvarez Be
tiefer Ianbeinwärts für 3 bi 4 Stuͤck nod einen Gclaven
enblich werben biefe Salztafeln mit Gold aufgewogen.
Auf ben Markttagen zu Antalow fand Salt **), baf
ftüde von 2 —3 Pfund Schwere ben Werth von bem Dre
eines Dollar hatten.
Es ſcheint, daß diefes im oͤſtlichen Habefh ber einzl;
ift, wo Gteinfalz gewonnen wird; und darum fleigt es um
öher im Merthe, weil bie Gallahorden feinen Zugang im
hwerliher gemacht haben. Ueberhaupt ift nah allen B
die Straße nah Zigrs auf diefem Wege mit großen Wi
feiten verbunden.
Erläuterung 4. Auffleigen aus Mayaga
Kolla über ben Eomalmon sur Ebene v
ondar.
Diefen Weg namen meiftens die Portugiefen,
die Sefuiten, als bie gewöhnliche gendels afe vı
Vorterraſſe des Baharnagaſch nach Gondar auf ber
Dembea. Sie muß wohl die kürzeſte und bequemfkı
denn von einem andern Wege von ber Zigreterraf
nach Gondar erfahren wir gar nichts. Nur ber einy
varez giebt uns eine boch auch wenig befriedigende 8
bung bes Dee von Fremona über bie Kigrekette na
ote, Über Amhara und Shoa nah Debralibanes:
Stufe, die bei ben gegenwärtigen politifchen Unraf
Reiche wohl gar nicht zu burchreifen feyn würde.
Salt konnte von Antalow aus wegen der Gpalt
die zwifchen dem König in Gondar und bem Ras v
gre flatt fanden, nicht weiter in bas innere Land v
en, weder bei feinem erflen Befuche in Tigre, n
Seiner zweiten Reiſe im Jahr 1809 und 1810, Wo er
*) Balt Voy. p. 201. #*) Valent, Tr. II. p. 58.
m in das ei;
— eat
ul he Gönner geworden war, 6 darin
j andelsſte uch Poncet
— ae
ln DR rg
M Ziefe 5 San [7 Fans
Fersen le, eine Groiiterunn genen DK
. Bon d Ih niedrigen, walbigen
ee
das .xı 13 a
-allmälig je mw
jortritt, *
—
ide nficht wenigſtens in om HT
ihre Beltandtheile und ihren Einfluß auf.
betrifft, ſeht in Siorifel gesogen werden müflen*).
kommt es wohl, daß ein Rürzerer Weg ebenfalls
u Dibarwa zum Pamalmon führt, indem man dann
bt den Zaranta zu befleigen braucht, daher, daß man im
A von Arum zum Lamalmon erſt wieder zu einer etwas
Hiegnden Provinz Sire abwärts, und nicht aufwärts
aus deren Tiefe man dann zu jenem Bergpaß gelangt.
Birfe überaus zeigende AR feine nebſt den
Baldubba, Tichectin Girana,. Serke, u. a. ger
erden, die Worthäler ber Seseffnifäen Alpenfercaffe
I, theifie in die größere Tiefe Dinabfällt, wie auch
ochaſtens gegen bie Bengalifche (Ebene,
‚ertaffen von Butan, Nepal und Kaſch—
Hiele lange und ſchmale Vorthäler liegen (f. unten
, Alpenland Butan u. f. 10.). Rande,
‚mit ihmem, ‚nicht in der Tiefe, und nicht, in ber
h ufen dort bie Handelsftraßen hin, gerade wie hier,
Im Niger: , Senegal:, Gambia : Quelllande *").
th) das nördliche Grenzgebirge,. weldes von S. D,
B., wahrfepeinlich in vielen parallelen Ketten und
ſern ſtreicht, wie, dieß nicht mur die Analogie, fon:
N) ©. Roziäre description mineralog, de la Valle de Kos.
—
. len»
Ener I pr ok U. Wrunge arte Bere.
202 Hochafrika. IT, Abſchn. $. 10:
bern auch bie Vergleichung bee Meifefournale ve
Jäßt, brechen nun alle Stroͤme Habeffiniens hindurt
Tiefe, wo fie fih endlich in bem einen Nilthale ve
Sie bilden da bie unzähligen engen, fleilen Schlil
Ausgänge, bie reißenden Stromfchnelien (davon
easze, das ift, ber Furchtbare, heißen fol) bie Fel
änge und in den weſtlichen Hauptfirömen gerade
toorbredden aus der hohen Alpenterraffe ) die N
le (Catadupen) , welche feit den älteften Ze
eut gu Tage, mehr ale Wunder befchrieben werd:
als Erfcheinungen, welche allen Wafferfuftemen, fı
nur die DHochländer der Erde am Rande buschbred
meinfam find.
b) Der Lamalmonpaf. An dem Anzofl
sem ber unzähligen inken Zuflüfle des Tacazze, w
der Provinz Walbubba (d. h. bas Hyänenthal), au
Urt wie jener durch bie Wergketten dringt, ba begi
Auffteigen aus den Wilbniffen ber Tiefe zum Laı
paß. ergreihen hinter Bergreihen Reigen immıi
auf, in der Form jener Amba’s oder Tafelberge, ba
&en diefer Bergzüge, Shabagaanah **) genannt, ift
nah W. Den zweiten Kag auffleigend, erreicht
erſte Stufe bes Habeffinifchen Alpenlandes, Guca ı
3a **") ber Portugiefen, mit dem Orte, ber heute
ait beißt (Bruce). Nah Tellez fleigt man zu if
U aiben Tag fleil aufwärts, auf einem Zickzackw
Zurner bie Däffe von Butan und Tibet befchreit
ganz wie 1,8. auch aus dem Wallis nach Leukerb
dann zur Gemmi Binauf). Oben ifl eine weite ZU
welcher die Kafılas Raft mahen. Der zweite Te
wiſchen furchtbar fleilen Abgränden immer auf d
bin, zur weitern Bebirgsebene St. Michael, wo nı
wahre kühle Alpenluft weht, da noch am Fuß⸗ de
der Bafls des Lamalmons, tropiſche, unausſtehliche
herrſcht. Won bier führe der letzte Felſenpaß, ein
artig auffteigenbe Dergwand auf die Höhe des La:
So fteil und furchtbar er von ber tiefen Nordfeite ı
auf der Höhe breitet er fi in bie große Ebene aus
nun viele Wagereifen durch Woggara (das befle 8
bis gum See won Taiana fortfegt, und die Dochter
Habeffinifhen Alpenlandes conflituirt , die zuglei:
die berrlichfien Alpenweiden, durch Kornland und di
ligen Holzmangel fich characterifirt.
*) ©&, Renuell Appendix in M. Park trav. p. ]
#*%*) Bruce Trav. 2. Ed. T, V. p. 368. ***) ud
Acth. L. I. GC. VL
j Br —E —J— FE a
= en test
en
„— De nen D: 2 it Sinnihe, und im
Reife:
tm Ag —
—D—— — auf de
RR
% fo mit —*
—— — daß wer ihm an —— Stellen
— es durchwaten kann. reibung.
1 Beltdetten, mie Salt es aaa fimmt fe
Mit der Vildung unentwidelter Gteomberten f
fivier, Zalre u. a.). Die beiden höchſten Gipfel ber
r welche Bepeda (in — EN
t ihm im DOften) und ai, beißen,
im April.mit Schnee*’*) bededt, und als Nr. Pearce
stöher das Gebirge Üüberflieg hatte er dort einen hef ⸗
fall, und fand in den Thalſchluchten ſchon häu—
ud Eis. Beides ift alfo nicht fo umerhört im
wie Bruce behauptete; obwohl es in dem übris
m des Landes eine Seltenheit bleiben mag. Dau⸗
jeegebirge ift hier aber nicht.
Bewohner des Gamengebirgs_ von weldem bie
toding ben Namen Miber ‚ find das Hirtenvolt
"4 1. eigenthümlidger Sprache, in einem weibe:
mit — hum.
Sur dhen, Da die neuere Zeit gint
* er Rieſenberge der Erde nad der Schnee—⸗
maßen beflimmt werben Fann, und da wit Wergleis
mee für diefe Aeguatornähe berfelben in Amerika hät»
la, fe würde die ältere Behauptung, als liege auch Hier auf den
9 Tellez bei — — ee Be Ach. * *
'Thewenot_ Rec. ‚pr 37 t Voy. P- 281, "
BIER. Voy. p- er
04 . Hochafrika. LU. Abſchn. $. 10.
en Gebirgen Schnee, ber unter andern aud bı
einen Waſſerreichthum barbiete, uns einigermaßen zur Be
dung ihrer Höhe bienen können.
Aber eine genaue KBergleihung aller verfägiebenen At
über biefen Begenftanb ergiebt, daß im Habeffinifchen wie
thiopiſchen Hochlande nirgends dauernber Schnee Liegt, u
Jelbſt der einzelnen Gipfel, auf benen zuweilen etwas Schi
Eis ſich dvorfinber, fehr wenige find.
Gegen den Schnee, der in Narea *) Liegen foll, erkii
Bruce; aud auf den Bergböhen .um die Nilquellen lieg
Schnee, fondern nur Dagel **) fällt banieder. Im We
Tacazze kennt man ihn nun nad Salt "**). Einigemal
Kallen von Schnee als eine außerorbentlide Erſcheinung a
Dembealee in ben Habeſſiniſchen Annalen aufgezeichnet, ix
eben biefe fagen, das Dorf Zinzenam feinen Namen vom
haben foll **"), Abba Bregorius.aus Ambara lernte ihn
in den Zproler Alpen zu feinem Grftaunen kennen, un
Ün Harig, d. i. Mehl. Berrik, neh Salt, ift fein Ra
Samen. Auf dem hoben Amba » Bideon ober Zubenfelfen,
chen Ras Welleta Selaffe erobert hatte, fand fich ber
nad) feiner Ausfage mit einer Art Glas (db. i. Eid) bebedt
Zwar erzählen die Sclaven, welhe man auf ben M
von Gairo über das Innere Afrika's ausfragt, gar haͤufi
einem fogenannten Schnee in ihrem Lande; aber aud dı
chem, der in Darfur fallen fol, wovon jebod Browne nid
©pur finden konnte. Sehr bebutfam muß man in der X
Glauben an bie Ausfagen von Schwarzen tr) feyn, bie be
veweglihen Phantafie auf jede Frage gleih Antwort im |
{daft zu haben pflegen, unb fo gutmüthig alles beftätigen
man nur zu wiffen wünfdt. Doch ſpricht fchon Ptolemäu
Schnee auf den Mondbergen.
Aus Kruce Verfidierung, daß fein Barometer auf bı
malmen 20% Engl. Zoll, alfo etwa x Zoll niedriger als
Stilquellen geftanden habe, möchte eben fo wenig ein ficher:
fultat hervorgehen als aus jener chigen Angabe
Erläuterung 5. Auffteigen aus ber Kolla
Raszel⸗Feel über Tſcherkin (Tcherfin) und |
Paß von Moura, zur Ebene von Dembe:
Die iſt die Straße won Sennaar nach Gondı
Gebirgefpalt: aufwärts, durch welchen der Angrabftror
inter Zufluß des Tacapie) von bee Hochterraffe von Hı
in bie Ziefe durchbricht Bruce wählte ihn zu feiner Rü
Mach der erfien Tagereiſe von Gondar auf der
Bin, gegen Norden, fällt das Hochland auf der g
*») Bruce Tr. III. p. 327: *°) Ebend. T.V. p.256. ***)
HI. p. 312. **%**) Ludolf Hist. Aethiop. L. 1. c.
Comment. f. 100. -- +) Salt in Valentia tr. 111.
+r) Seegen in v. Zach Men, Gorr. 2808 und 1809, a
— RER ER A I rn
in bie Tieſe di jelfenp:
fit lie — u den den
Thndle & Eh Pap"tie chen Borken
—7— mo wieder Me die Wälder bevdltern.
— Kane dur lauter dichte Waldungen,
ang fehlen, folgt die Stadt fe
ar Hr —— — einſt
nn nel
f er ei
pe, ehe Pak 2 Hertin
ein N
ne ge an i
—— Thiere, Re hindeerd⸗
beroltert, das =
A 16 * 2 ——— 83 iefe
{ ennaat und Nubien, hin;
leder —— ein, hier in Steinfain,
ie Glühen inde (Simoon) ber Sandmfiften.
feläuterung 6. Auffleigen aus ber Kolla von
iefim Über Serke und den Pag von Girana
nad Gondar) jur Ebene von Demben.
Diefer Weg von Sennaar aus; welcher näher ift, und
am unten Saum ber Alpenterraffe hinläuft als
Weg über Ragzel: Frel_ und Zeawa, wurde von
genommen, als er von Gennnar nach Gondar ging.
jefim aus, ‚welches in der Mitte zwiſchen Sennaar
der Grenze Habeffiniens (im 1698) liegt, beginnt
b# allmählige Br. aus der Fl ide von Sennaar ; hier
er bie :immergrünen Wamarindenmalbungen
ind. +); f. oben wie am Fuße der Tarauid)
Grdeb genamt. Hier find fie fo.dicht, daß kein
durqh ihr immergrünes Lauh zue Erbe fällt.
an dem —X Iwiſchen Bennaar und Has
f Be, on bier feige Habeffinien vor
a Stufe 1e Unterbrechung empor, ji en Ges
won bei Ambafem, deren Oberflächen
u lichfte bebaut, nirgends übe
2 fm. Die olat Due aut, bet,
w Gicfin on bie Abiad, 3
aummollenpflanzungen bedeckt Kl in Abomwa auf ber
ea T.y1
Pa ehe RL E36, }) Fohose 5 ir BR
es, IV.
"6 — III. Abſchn. $. 10.
Zigeöt a as Die ne
— *
—5 Ei u em Gebirg — 3. — wi
Bei Yaris, “m m folgen wei
van Zisreife Reigt bie Terraffe aus einer
anatbäumen prangt, jum fetten 1 Dep von d
Se ec bleiben. Die Gameele zuräd, wie am Tar
an a * der Berg kette 253 * ——
wen Eoresta de Angote (nad ZLiv
KH dag ale am Pap vi
>
557 er
en dritien Tage Fr 815
v— Rn Aufkeisen von Kigre
eunb ara nach ber Hochterra
BE — ——88
an 6 durch eii jigen $
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BE: [3 * nad Habeſch ging) —
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gerich —— Ede auf Ausfage Anderer nacerzäßl
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Seittee Bapitel , , i
nland ER: im engern Sinne, ”
“ . aa.
— ffinien, von den Bemoßnein
—— eben
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kannt, Denn größtentheils en
m gan bie. einst
A, über Die wir. einige tere Auskunft
lie Chene di
hen
rg wie raue me
r ——— Seinen
— 2:
Homer pre, eit net
are hate feitbem in —
edings ließ auch in den legten —— dre
ermeuernde doppelte Rampf ber ——
en dieſe ee jeinde Süben,
— Schang: de im —* und
dern felbft, * den dort vermeir
a Im De
fm Fremdlingen, Mufe, um diefe in Srieben weder zu
r ah auf Wanderungen fie auch nur kennen zw
hellem, Recht vergleichen daher die Habeffiniee
IL fnnteich ihr Vaterland, der rings jr umgeben=
en Völker wegen, mit der Denguelat +), einer
Blume, (von bee Cnicusart), die aber diſtel⸗
Madlicpenn de umgürtet in
he Ausdehnung der Hochterraffe von Habeſch
ls mit Alpenmweibden ff) bebedt, in einzelnen,
trefflich bebaut, fait Überall walbleer, aber
weich an zabllofen Herden, zumal von Rins
‚ und von einem fhönen kraftvollen
arffinnigen, tbätlgen — cblage benöltert,
N senben Kampfe mit feinen Nachbaten (cum
li — — et belli quam ar artes magis
ame Eye Par 8
Le: 9. Brass Tr.
208 Hochafrika. iur. abſchu. 9. PFR
meditantur. Ludolf), welchen nur bie Zeit ber
Und Regengüffe unterbricht, begriffen, alle Vortheile
die ein fruchtbarer Boden und ein Himmel mit ber
ratur des Früßlings gewährt.
Nur die Natur des Hochlandes, bas wie ein Bolla
von allen Seiten gegen feine Feinde aufflarrt, Hat dem
beffinifchen Volke vielleicht feit Jahrtauſenden feinew €
(ob er Urfig war, warb bezweifelt von Galt beſtätigt)
feine politifhe Freiheit erhalten. ur
Über feitdem die Aethiopiſchen GBallas weiter Gina
das Habeffinifhe Land eindrangen, feitdem Religieng
teien bie Macht des Habeflinifchen Kaifechaufes heil
feitdem die eindringende Kriegswuth mubamebanifcher!
barvöller nachgelaffen, ihr Einfluß aber dur Handel
kehr und friedlichen Eindrang in alle bürgsligen Ber
niffe gugenommen, und ihnen eine eigne Mahomede \
neben ber chriftlichen Mefidenzftadt erbaut Hat, feitbene:
auch die Unsufänglichleit des Doclandes von feiner 8
bern Abgefchloffenheit verloren. Seitdem ferner die de
fhen Spaltungen im Innern des Reichs und die Ge
der triburären Fürſten und Minifter oder Statthalter (U
gewachſen, in gleihem Mare wie der Negus (b. i.
fer) des ehemals fo mächtigen Aethiopifchen Reiches als, =
Königlein von Gondar (dem Großmogul von Delhi
zum Spielball der Parteien geworden, feitbem fcheint mu
die Natur des Hochlandes ale eine früherhin un
fiche fefle Burg ihre Dienſte zu verfagen. m
Erläuterung 1. Die Natur bes mittlern ie
finifhen Alpenlanden.
Auf dem Hochlande von Habeſch erheben fi Aber
Ebenen, welche in mannigfaltigen Zügen das Land bedec—
auch noch Höhere Bebirgszüge. Ä
Unter ihnen find die von Samen ”) im Often, von
nen wir oben geſprochen, auch von Habeffinifchen
den Falaſchas, bewohnt, die höchſten und unzugängl
fie wurden oft das Afyl geſtürzter politifcher Parteien
das Grab zahlreicher Heere, bie vor ihren Engpäffen 1
dem von Tchetchico) den Too gefunden **). u
Die Gebirge von Amhara im Bee die 6
teflen, und waren im Beſitz des j9ön en und
Stammes der Habeffinier, des Adels. ihrer Deicte 4
einft die Refidenz des gangen Reiches, Tegulat *""), deu
ya
*) Ludolf Hist. Asth.:1. c. vi. *k) Bruce Tr. ms
„#**) Lud. a. & ©. Bruce III. p. 6. IV. p. 439. tobe Ru
-1. &. 150. Water im Withribates, 37 Ih. ı. ©. 109%
——5— des. Renfas
- Grgenmwörtig ms fie im
am ihm, dem
he
e iR Pie dem Ie —
fe und —— Wroping bes
„alles um * —— Bunde — —
en ift, ae je
ae Yasfar Baden,
“ bern im ie gehört,,und —
das iu ji nn ie * — —
——— — Me ot
fen schauten, a, en See
Kan ben Zefa Hl Hinaliee Satin, mie au Date
‚Borgora nr In wie zu Depfan, bes ——
68* eminarien ı. angelegt 44H.
—— auf Pie Hedteruaffe (von
60 Fuß mittlerer Kur m bie von Quito) uns
ten bis ıten Gend mördl. Breite, wird von Als
beſuch a PARRmB: dem ewigen ‚Grid
und 458. **) Lndolf Hist. Asıh, 1.9:
—* u bie ie Jake Zafel, ***) Bruce
aar*) Alvarez Hi de Eih. f.
FEN +) Bruce, Tr. III, 469. IV.
— pa ah) ode
N Ei Zelle Maar
u arg N
eı0 Hechafrika. M. Abſchn. Say
ober ber. milbeſten Temperatur von Portugal vergl
Daher die Portugiefen ſich Bier wie in. ihrem WBateı
wohl befanden, und beide priefen *), auch viefelben Prol
diefelbe Lebensweife wie in jenem zu finden glauben.
doif fagt, daß die Habeffinier in diefem glüdlicheh 1
Häufig ein Alter Über 100 Jahre erreichen). Mei
tropifihen Begen unterbrechen mit ben furchtbarften &
tern und Steömen vom Himmel herab, bie alljä
Land befruchten, dieſe milde Luft, und bringen eine d
Beiteintheilung in das Jahr; die Zeit ber Regen
besfhwemmung, Kramt, welcher die Zeit ber g
und Trockniß, Hagai, (ben Abba Gregorius den Wi
Habeſch nennen mochte) vorhergeht, und bie Zeit der
a en) welche unmittelbar auf bie Reyf
s Sn der reichen und eigenthümlichen *
gation dieſes Hochlandes erfahren wir nur wenige
die mehrſten von Bruce umd Poncet angeführten, u
Der Hochterraſſe find; von Cypreffen und einigem
und von dei ihr eigentbümlichen Baumarten.
it der —— ya . Gantunffa, Pterolobium lacerans
Bromne »), ben Salt zum erfienmal in Arum foß
der andere iſt ber Kuſſo (Bankesia Abyssinica), un
deitte dee Wangen Cordia Abyssiniea nad Browne,
A. Murray bie Ceder der heiligen Gchrife (f. Salome,
Lied G.5. V. 15.) fonft im Lande auch Arge genannt
ter deſſen Schatten gang Gonbar und viele Detfchafte
& lanbes in Wäldern liegen, ber ein Heiliger
a ift PY. Recht baracteriflifch für diefes trop
penland ift der Enfete (f. GSewächſe Palmenform),
beffinifche Banane +44). Getreidearten, worunter
gemein gebaute Teff, gedeihen trefflich, das ze a
in ber Colla, we nur bas Tocuſſogras, auch eine
treide, wächfl. Wahrfcheinlich find edle Früchte,
gen und Citronen, jedoch bee Dochterrafle völlig fü
wie auch Zuckerrohr, obwohl fie ale Probucte bes‘
von ben raphen angegeben werben. Ueberall
fie bei den Kugen eugen nur in den tiefen Terr
wo fie von gang Habeſch angegeben toi (Sacharo {
dant, ſagt freilich der fonfl fo genaue Ludolf IHN}
9 ęobo RM; 1. p. 154. **) Ladolf Comment. L.L |
wre). Ludelf Hist, Aeth. I, c.5. ”***) Sale Voy. :
— P. LXII. +) Valentia Tr. 11.
++) ©. Bruce Tr. T. VIl. Appendix. +t4) Ludo
Acth. L. I: e. 9. und Sumenbach Anmerk. zu Bruce
sb. V. ©, 20, 4m) Ladoif ist, Aecth. L. I. c.
Menand/Habeſch Alpenland. ‚aaa
ine —— ——
enmi, if ſchon
ft —— er
eingeführte Gultuts
Berlin a davom (eben: wie
x 9— * der eraffe von
*), wo —— im Zigre ebenfalls an ein;
m, aber m. in der ih: durch uralte Kir
Drte, Gruppen vermil ——
finden, mie bei: ber Kirche Abba Gas
der re ? gen Baer Fe
iejter ber
te feon mögen, sanpten der nach
J
es währfgeinlich mit der Weintche, die
*8* Is Cul⸗ —
u a her Yon ni m ln Mu
benugt von ben Habeffinie fonft abe
Nur in einem fehr Fleinen Di ice
——— ha
— inien f. .
des landes bi fi
Ei —— ——
hebt ni zur Hauptbefchäftigung ber Bes
nnd find. Außerdem aber auch
&el, als einzige Raftthiere, und die Heere
Ki —— jönen — — 19, welde die
ein oltes hergeben.
lpenwitthſchaft und die Fräftige Nahtung des
nit dem lebendigen —* ausgeſchnittenen)
+ (obwohl auch dieß allerdings zumeilen,
ir im schen Norhfall gefchieht +H+T)), Brinde
allgemein im Gebraudg. Hier wird fein Kalb,
a ef miſchen Hochlande nennt aber &
a en! aber
jeuge Elephanten, Cameele, wilde Safer
—— noeroten und keins der großen Raubthiere
Air Suſcht, der fogenannte wilde Sche,
bie Ki falen ErinkLöener, die bei feinem Habeffiz
1 — Pı Vv Va
21 Gr FA —— —S
I AL Vv.p Fr u Poncet me *7
—
5 ‚a bei Sale'Voy. p-
sın Hochafrika. MW. Abſchu. :6. aaä
en Feſte fehlen dürfen, lebt nicht a 5*
(enden in Waltalt alfo in ber ei) 15
Reife **) ſahe er dieß, früherhin —8 8
ier, mit 4 Fuß langen Hoͤrnern, ſelbſt,
1 * datpods, weil es durch
T 2 ch
* hen (Canis crecuta), bie
PR Ir bier in fo großer Zapl, d
ihr Geh in den Strafen ber Haup abe
erheben. Ih A HI würbe vielleicht minder
nicht das überall ſehr — lachtete a
Ebenen und in die nungen lodte.
ein allgemein —5 Aberglaube der Habeſſin
leiht ihnen Sicherheit, nämlich ber, daß fie fie nur
jauberte Menſchen, für Falaſchas *"*"),: Halten,
ewohnheit, des Nachts von ben © irgen herab
ahnlich wie bei ben Kaffern, bie darum bas F
Dyänen nicht eflen, weil fie die Leichname der U
au feefien befommen.
von Tiana leben no Bibpopotame,
Reine Crocodile), im Tacazze aber beide im gan
enge +) am Fuß dee Samenberge.
Bein teins ber haracterififchen Thiere der 5
Länder der Tiefe auf dem Alpenlanbe dabefq
: fo iſt es zugleich een Ach baß Hier —55
i ” Pr
— Thiere des Aethiopiſchen Hoch
safe unb das Zebra fehlen.
om Bebra (Zecora), bas in fo
Deyafritoe Ebenen gegen Congo und ——— 1) eu
wir nes man, daß es aus den Walbungen —*
nien (ex sylvis ultra Habessiniam et terras a
ker possessas adducitur) aus ben Ballaländern —*
beſch gebracht warb, und von ba als das koſth—
Itenfe, feenfie!) Geſchenk des Königs von H
embe Monarchen nach Europa und Indien a
)
on ber Giraffe (Burafa der Araber
Debetnifgen Fr Bis nämig — *
ünnfepwang, nach Ludolf, Gietata-Cachin, d
wanz nach Bruce, Zeratta im Tigro, Jeratta
mbara nach Salt, weiß kein Habeffinifcher Reifenbes=
°*) Salt in Valentia Tr. III. p. Pr %) Salt Voy.
RR) Salt in Valene. IIL p. 4 **%) Bruce Tr.
54. unb eihtenfein über bie Kafln in ben en geograph- =
RE —
t vo at Opie oc
> ee ——
Ja ar de lie —
er —* wife —
Ay effinien. Die gi ber if
h ein Hauptfemud dei
wigptiger en),
En L3 Ueberblid über ben gegenwän
fand der Abyffinifhen —
— — er
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ibert. wſſtnien iſt, wie ——
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Kampf aus welchem das
aa E: een vermag, no
9—
Te Galle ee,
errichai ober aten ge:
— und die —
914 Hochafrika. III Abſchn. $. 11.
Der Hohe Gebirgszug des Samen (von Walbubbe;
N., fübmwärts bis zum hohen Laſta) nebft der Binie’;
obeen Tacazze, bezeichnen ziemlich beflimmet bie
a den zwei größern Abtheilungen, von. Zigei
Sie Bewohner beider fprechen verfchiebene
find völlig Mr ber, forchen = « iR
verwundern, daß fie einft politify verbunden waren.
war bie Verbindung nie ſehr innig, immer ſch
denn es befland von jeher zwiſchen beiberlei. Bölke
eine Nebenbuhlerſchaft. Geitdem die Gallandlker ei
gen. und bie alten Abyffinifchen Provinzen Shoa
Reiche abriffen, gewann auch bas eRige
völlige Unabhängigkeit.
: Dbmohl Zigre nur von einem Mas, ober &
und Vicekönig des Negus, oder Kaifers, 4
fo iſt dieſer doch ſehr oft erſt von Tigro eingefegt |
nannt worden.
: Kigre (fein politifcher Umfang ift bis jegt
GSalts Karte angegeben), iſt gegenwärtig ber mächti
drei Staaten, durch bie natürlich fefle Lage bes Ei
durch bie Tapferkeit feiner Dewo obner, und buch
bindung mit der Meeresküſte; baber es das Mo
im Lande eingeführten Waaren, zumal et 2
Ten, Feuergewehrs, und vor allem auch des Ga
im Innern verbraucht wied. u
IL. Dos Königreich Tigre wird politiſch Gag
im N. von Bella, oe —8 und andern
ſtämmen, im WB. von bems Hochgebirge Bamen , im Das
©. von den Stämmen der Danatil, Doba und Ballen“
einem Umfange von etwa 4 Längen: und A "Dreitengee
-bildet es ein unregelmäßiges Trapez. Es if in re
lige —* dom 3 ie —
enannt, na y er Art, ſehr un eipertig de von
ie aber im 1,00 gleihen ar 8 er Berk 5
laſſen fih in folgend en Gruppen überf
ı. Die von Figre, im en Eine, du
fih bie Berge von nn und Arım Bu
Sie wird begrengs im N, vom Marebfluf; u —
me, im WW. von &hire, im ©. von. dem ——
welcher im O. von Haramat entſprin 5 und durch
bubda und Temben in den Tacazze ich t. Die
liche Tigro, enthält mehr als zehn größere rock
Abet, oma, Sunbufte, Kella, Devra: Dame,
Amba Sanet, Zfai, Zfama und Abba Sarima, umb
Heinere. Als allgemeiner Lanbfchaftli ‚Sherattn ed
fe bie große Zahl der Bergfeſten udber a “aus, be
—2—
Re.
—* Sqluchten und relchbebaute Ebenen
—* ee I
enclima eine Pühlere
u Anl ni Ar make von vn ade
' Zaltal, * u Röpt da m ie
Sie But "iR Genate,
u ii fe Ei
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— at licht,
©. von Enderta Ti = ann 28
bes von D. nad W
über B ik
m ertorben hab,
Eirphanten, — — a vn Et
4 weifen Honig den hier bie Bienen liefern. Die
follen hier nicht fo periobifcp feyn, tie im Übrigen Dir
anifgen Woljerat und Lafta liegt ein fmaler, nit
Fanftrich, genannt Wöftla, der an den See Afhangen
j diefem haben ih die Galla mit den einheimi-
Ömehnern dermifcht * find zu Ehtiſten geworben,
— Lafta ift raud umd gebirgig, bei den
3 ügne genannt. Bora und Salowa
T seinen im. von Rafka; zeichen ihnen
Tacagje liegen im Verhältniß gu ihnen die we.
(haften Waag und Sata vom chriftlichen Agows
send le weiter im — ma:
id an 101 geogr. "reiten lang von nad ©.
Dftufer des Facazge. Er ift von Agows bes
wohnt En —— IM Form ver Argyptifchen Tem ⸗
— les erhebt ſich das
* buffiniens a leich⸗
tigen &ı
ea mid am At Ba
De Hl yo Berohner gleichen hier, wie in Avergale,
n In.
Die 3 Shire im M, ber vorigen und im DB.
Vr ft unier 14 Gr N: Br. int fharfen Winkel,
TR dehnt fih im W. aus bis Waldubba und
beide dem Mas von Tigre Tribut bezahlen,
816 Hochafrika. III. Abſchn. $. 11.
Ihre reichen Wiefen und Wälder find vol Kiog
und @infiebler,. in gelben Ordenskleibdern, mie eines
ale Gürtel; die aber ein zügelloſes Leben unter fie
ſollen.
Den Ueberreſt des Konigreichs Tigers bildet di
ſchaft des Baharnagaſch, zu welcher 15 klei
fkeicte gehören, denen verfchiebene Häupter vorſtehe
den Titeln Shum, Cantiba und Baharnagaſch.
IE. Der zweite ber drei Hauptſtaaten iſt bı
Amhara, vermuthlich wegen ber bort herrſchenden
diefen Namen führend, denn bie alte, eigenthümli
vinz Amhara gehört nicht dazu, und ift von Galla’
Zu biefem Staate gehören die Provinzen Begember
na, Beleſſen, Faggora, Dembea, Tcherkin, Cuara,
Maitfcha, 60 am und Damot, insgefame, im Ja
unter bem Befehl bes Oberhauptes Guxo, bem_ nm
Gegner des Ras Welled Gelnfie von Tigrée. Di
ne der Perſon bes legten Kaifers von Gonbar, Fa
mächtige, und hält ihn in Sefangenfaft in Gon!
Ahnliches Schidfal wie das der Nachlommen Eh
nor ber Carolinger Zeit, und ber gewefenen Gr:
am Ganges. Guzro iſt ber mächtige Gebieter
Weßtſeite des Tacazze; er ficht im Bunde mir b
hen Balla’s und Hat fih in ihrer Mitte im &. aı
Peaſee angeflebelt. Seine Hauptmacht befleht_i
Mann Reiterei; bie von Xigre iſt jan 30000 Mo
voll. Am Jahr 1811 rüſtete fich der König von’:
einem Feldzuge gegen diefen feinen Nebenbußler.
II. Der britte ber brei Staaten, jept v
beiden völlig getrennt, ift von den Galla befegt
haͤlt zwei große Gebiete, Shoa und Efat.
1. Die Provinz Efat, liegt zwiſchen 9. bie
M. Br., wird als ein hohes Land beſchrieben, bas
nach ©. zieht, und allmählig abfällt nach beide
nach Colla oder der Niederung, und viele kleine Fl
D. und W. ausſendet, won denen bie einen in den
len, die andern in ben Hawuſchfluß. Von biefem
fonft wenig befannten Sluffe, follen zwei Asme b:
vinz einfchliefen. Die Hauptſtadt von Efat Heißt
wo das Oberhaupt Murb : agimai beftänbig: reffbi
ift jegt unabhängiger Souverain, und beſitzt eine |
en und fchönften Sandfaften Abuffiniens. Sein
gleich coß, mit ber des Has von Tigré, zeichnet |
Bie de eiterei aus. Er ſteht in Freundſchaft
mit Antalow wie mit Bonbar, bat bie befte Pfi
Die Communication biefee verſchiebenen Reiche ift |
fig unterbrochen durch Usberfälle der Gallahorden.
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fte des rothen Meeres ges
v lan der Inbifchen und Englifhen
mmarın, etwa Über Diocha, einen ganz neuem
ar.p.d52 ®9) Sale Trav, pı 306-
218 ° Hochafrika. LIT. Abſchu. 5. 11.
ſehr bedeutenden Abſat in dem Sunern von Abyſſtnien
von Afrika überhaupt, eröffnen wfchen.
Dur eine folche Verbindung, welche ber enß
von Salt's Miffionen war, würde nicht nur ber Engl
Handel bedeutenb gewinnen, fonbern auch Ab finien fi
gerüßteter werden, fich zu einem gewiſſen Wohlitande «
en, und ſich bann bald von feinen Feinden ben Galle
freien können. Die fchon gewonnenen Anfänge der Gi
fation in Abyffinien würben dadurch erhalten unb erwei
Die Reinigkeit unb Ausbreitung des Ehriſtenthums im Al
fehr gefördert werben. .
Erläuterung 3. [mabeffinier; biftorifgen
Der Habeffinier mit fehe großen Augen, iſt ſchlauk
baut, ſchoͤn geftaltet, won bumlelbrauner, in bas im
Hellere, ja bei Srauen bis zum weißen übergebenber Farh
Obwohl er unter bem ısten Brad. N. Br. in ber Bitte
Afrika lebt: fo iſt er doch nicht von negerartiger Wilbe
fondern Bat mehr Arabifche und Europätfihe Gefichts
und die ſchoͤne ovale Gefſichtsform. Auch nach Larrehs
nauen Beobachtungen **) zeichnet fich der Habeffinier dx
grobe Augen und einen angenehmen Blick aus; ber im
ugenwinkel ift bei ihm etwas geneigt, bie Kinnlabem
den fcharfe Winkel unb mit den vortretenden Backenkas
einen regelmäßig fhönen Triangel; bie Lippen find did -
aufgeworfen zu ſeyn wie bei den Negern, bie Zähne
weiß und fehön wie bei ben Negern, ohne gu yrominl
ihre Haut iſt Eupferfarbig, ins Dlivenfarbige und Dw
Abergehend. Alle diefe characterifhen Züge, mit wenig
mertbaren Nüancen, baben auch die Copten mit ihnen
meinfam, unb fie finden fi in ben Phyſiognomien deu
äguptifchen Statuen, zumal ber Sphinxe wieber, wi
dem Gchäbelbau ber Dumientöpfe von Sakkarah. 8
von einem seeilihen Arte an Dre und Stelle währen]
Sranzöflfchen Ezpedition gemachten Beobachtungen, be
en faſt bis zur Evidenz, die fchon feit Herobot beim
nnahme, daß Abyffinier das alte Aethiopiſche Stamm
derjenigen am Rilthal über Meroe, Elephantine, Thebes
abgezsogenen alten Aegypterfind, won welchen wir
tigen Gopten als entartete im Drud und Leibeigenfchaft- L«
den Volkerreſte betrachten; indeß bie Aethiopen in urfpeil
eher Freiheit fortlebten mit einer Sprache bie gegenwärtig
ber Goptifhen gang vwerfchieben erſcheint.
*) Tellez bei Thevenot Rec, p. 7. u. Salt inVal. III. p
4%) Larrey sur la Conformation physsque des Egypt
‚in Deser, de PEgypte. T. H, liv. a. p. 3%.
= ki ft, wo — Be
nein Male machen, ober im Kriege in voller Thä-
bei der frühen Mannbarkeit und ber Polygamie
Kos — —— Gegenſatz bes Ziberani-
— djeſes Alpenlandes
— — ſtatt bedöltert gehalten. Die
‚mit dem zoten und aaten Jahre in die Ehe, ber
et ſich mit dem ıuten; der Schum Woldo,
k lemte, hatte. 40 Weiber und über —
mi Städte ind im Sande, aber ale Thäler, alle
Wohnungen, in denen bei aller Armfe
HR —— A, wie in jedem en
Men, in Baumwollengeu⸗
utn Ken Meth umb eine Yu
Bu) won Teffkorn gebraut, oder vom Tocuſſo—
in dee Colla wächfl. Nahrung un au; 80
Ehbes Fleiſch und Brot, in
— — 3 ut Die Eriys **
— * une ir Bienen
Baummolmweberei, Berfe
ei Pen, win Waffen aus.Eifen — äntt,
** wich ihnen dur Suravanen aus aus ver
rt, und ihre eignen Wöhnungen Sn ie
, sondern Überlafien bie ar den 8
vr Ausäbung ihres religiäfen Eultus E}
— wie an ver Beier en Er
a Derfagung der G—
—* 8; der Heiligen u. a
um Ghrihentpum —2 nur gering
[4 — lichkeit und‘ die. ia
dem verwidelt waren. Mur, das
ae je Habeffinier_ auf Stiru u
55 Bin) fa — die ln
HAbsona })) mehr in
YIL. A} 1. 68. und Sale in Valontia IE.
*8* 3 *. ee *. · 162, KR) rn in
Tr. ) Salt in Valansia Te. Ni. p.254
*
ie
H
“9206 Hochafrika. III. Abſchn. 6.11
Alle bie früßern, glädtig eingelriteten-Derf
Mortugiefen, bie katholifche Religion im Rande
bisherigen Goptifchen, von Alerandria aus begünſti
Berefchenden zu machen, wurden burc bie hartnä
toleranz ber Europäifhen Priefter völlig wieber
deren Oberhaupt A. Mendez, unter bee Re ierung
nigs oder Negus Socinios (Melec Segueb von
16592 °), mit Härte, Hoffahrt und geiſtlichem @
den Krimmern der ganzen Habeffinifhen Verfaſſe
Bierarcbie aufzubauen ſuchte. Die Folge war a
efolgung der Jeſuiten, ja allee Yortugiefen, die ı
ohem Anfehn flanden, Ermorbung bes einen und X
es andern Theile, und für die Zukunft Ausſch
Gremben aus dem Habeffinifchen Lande.
Dennoch bei aller Entfernung von Fremden,
Derfinten des religidfen Lebens in Unwiſſenheit u
heit, bat fich unter diefem Volke ein gewiller Gra
felligen Eultwe erhalten, der bei den innern politif
den und bei den ewigen Kriegen gegen bie zahlle
simeingenben, roheſten Feinde, bie Sallas ‚dAufme
erregen muß. Diefem vertrauend, ſcheinen bie Br
ihn ihre jüngflen Entwürfe zur Miederverbindung
abeſſiniſchen Reiche gebaut gu Baben.
08 vitterlicde Weſen, der hohe Sinn bes anı
Theiles unter dieſem Bergvolke, und mande andr
nation, ladet zu der Annahme der alten Hypotheſe
eben dieſer aus den Nachkommen der Aegyptiſchen
kaſte beſtehe, die unter Pſammetich freilich vor la:
(650 J. v. Chr. ©.) nach Aethiopien wanderte,
mehr nur wieder bei ihren ältern Landsleuten, in i
bern Heimath, eine gerige Aufnahme fand. Bi
fie vom König von Meroe die Erlaübniß, fich ob
einer Halbinfel (die man für das vom Nil umfloi
jam oder Gocham nah Hervas Hält) anzufiebeln,
diefe von wilden Böltern (deren ſchwache Reſte
"die heidniſchen Anbeter der Nilquellen in Saccalı
bert war ””). ‘
Bisher find Übrigens alle unfere Nachrichten
fe merkwürdige Volt in Dinficht feiner Sprache
Fammang no ade unvolllommen gewefen ).
wichtige Iüffe Haben uns die MWiederauffint
Erläuterungen der Inſcriptionen von Arum, von f
sben fprachen, bie von Adule (jest Zulla ober $
*%) Bruce Tr. III. p. 364. **) Heeren Comment.
ung. T. XII. p. 48. *%) Tychſen Aumerk. zu
2. v 6. 3233. und Bater im Mithridates, Ih, IU
« 106.
(Odys. K as}
h ‚er (0 h 3.
Me in de en 3 ne
zand Sicilien befanne find, Nach Heredot fans
Het Biopiihen Bölker (Herod. IL, 29.) zu. feiner
Hleih - oberhalb‘ der Grenze von Aegypten bey Syene
Aanfer Nubien und Abyffinien, bie beide damals
werden; er unterjheibet nur bei ihnen bie
R Don Meroe und Macrobier (Bangleber), Durch
eRuen wir die fo eben genannte Ausivanderung
gen Sen Kriegerkafte nach Abyſſinien kennen, aber
—— auch Äh genannt achricht won ihnen;
, iſche und. Römifche Autoren feitdem uns
fen Sehiopifpen Völkern. berichten, ‚befteht nur in
„einer großen Zahl einzelner Namen. von Böls
; — we —— die — als Ne
au ten. (Zeußpieus; “us dv immkuden *""
Eh Men que) Diinins, erwähnt Cinsula Semberritee
neben ihmen das Volk ber Aſach a, die Gebirge
aus vielen Stämmen beftehend,-(in ipsis vero
chae multis nationibus +)).. Mit Vincent
Y. —— ge neigt —— a
mm en niee zw we ie
noch Ugaazi a Fund die Shresfprage.
b) ‚Het Ibeen IH. IT. ©. 314. e S. Herren Ideen a. a.
9. und folg.; Mithridates Zr Th. 1. ©. 103 und folg.
—ã ———— LAVL p 475, 1) Plin-
" Ni VI. 0,39. . s nr N 7
EL Hochafrika. II. Abm. 8. 11. .
prechen. So zeigte fih benn bas einzige ſchuach
ir die ältefte mit der —— ve
mödpte!
Aus ber Arumitifchen Inſchrift fehen wir,
mit ben Griechen bekannt, ade —8* und We
ſich aufnahmen, und die Griechiſche Spraͤche zu
monumenten gebrauchten. Aus dieſem hohen A
Axumitaniſchen Aganzi, aus dem Alter ihrer Spre
eignen Schrift, wird es wohl gewiß, daß fle gar n
Lkubolphs Meinung war, ober wenigflens nicht vor
ser arabifcher Abſtammung find, fonbern alte Ae
ſche Volker. Ans der Verwandeſchaft ihres Sprach
mit dem Arabifchen *), wie auch ſchon Ludolph richt
und bem Hebräifhen, fo wie aus ben vielen übe
menben Zügen dee Volks: und Gittengefchichte d
finiee mit den Hebräern, worm Salt ſehr intereſſe
lege gibt, und aus dem merkwürbigen Umſtande
ſchon vor Chriſti Zeiten ein großer heil Habeffinie
Verſicherung bee Abyffinifchen Annalen, von ältere
(db alafha?), bewohnt war, ergiebt ng, daß «
frühe Berührung zwiſchen Abpffiniern, Arabern
braͤern ſtattgefunden haben muß (ob zur Pharaonen
wohl nach —— Anſicht ein Herkommen von geme
lichen Stammvolke. Die Falaſchaſprache, welche hei
in ben hoben Bebirgen Abyffiniens gefpromen mii
nicht Hebräifeh, nicht Arabiſch, fondern ein altes He
feyn fol, würde Bierüber wichtigen Aufſchluß geben
wenn fie näher bekannt würbe.
Die Alteſte Gefchichte der Abyffinier , ihre
Schrift, Kleidung, vorzüglich ihre phyſicaliſche Gel
wie wir fie nach Larrey oben angegeben haben,
gem e Schilderung bes Volkes in den älteſten, auslä
efhichtfäreibern macht fie zu einem eigenen Bol
f&hieben von ben Ürabern, bas aber wohl fhon f
erfien Keime ber Givilifation über Aegypten und Di
Biele, ober vielmehr wieder und weiter ausgebildet
erhielt, als eine Rückkehr zur älteften Culturhei
das obere Nilland, nach Meroe und weiter aufwärts.
von da ging Höchft wahrfcheinlich, die urältefte Colo
unb Ausbildung ber Afrikaniſchen Völker erſt aus ui
derte .ftationenweife hinab in die untern Nilthäler
ehiopien und Meroe nach Theben und Unterägupten
Das fpätere Einwandern Arabifher Stämp
das rothe Meer nach Abyffinien iſt damit nicht
*) Mithridates a. a. D. S. 106. **) Murray A
Bruce T. II. 2. Edit. Vocabular. p. 491. yo
NEO Wehe au
Hiehen biefe,' wenn: ihr Einfluß. auch micht
ee
wargen Rräpene ber u
ißren ei, 3 Abs
0
am Nil ——
Geb)welcher
erythr. Horfommt , und als Zeitgenoffe bes
der vermuthlich fein Werfaffer ift, auch bie
} faffung näher beftimmen hilft. Aus ihm
Au wie früher fehon zmwifchen Aegppten und Aboſ—
Mrine Hanbelsverbindung auf dem rothen Meere ent:
N nimlih gleih_im erſten Fahrhundert.
for der Einfä rung der igen Lehre in Arum
tius (Sremonatos der Gronit), und von der
tete über Kr bis 9 ha
reitung feiner Anhänger an Abyffiniens Kür
an bi Ara die Me * —
ftühern ahrhuı ten flimmen e J
By antiniſchen Hiſtoriker ganz gut mit ben Abyſ
MM Exniten überein; bie Byzantiniſchen — 14
Bit Zeit den Aethiopifchen Gefchente und Tridur FF),
4 rk von Aethiopien.
%) Vincent Peripl. I. p. 7. Mser. Nota; Salt Trav;-p: 459:
Sehaltıns Histor. Jactanidar. pı 198. **) Salt Taar- P-
sa Hochafrika. M. Abſchu. 5. 11. |
e, bamals war ganz Abuffinien chriſtlich, voll Yes
en, Die Mi a bee A te ae
Arabien banerte nur 70 Jahr, worauf Pal fie zur
drängten und ſelbſt Mafenflellen au ihren Küſten in M
nahmen. Seitdem hörte die Herrſchaft ber Abuffinien
See auf, und fle blieben auch befchränte auf eine bios 4
Sinentale Mat.
Die Perfer wichen ber Uebermacht ber Dich
Die fib. auch nach Afrika ausbreiteten. Mur bie
wurden sum Jolam gebracht, Abyffinien ſelbſt blieb
f: t und feine Bewohner, keine 50 geogr. Meilen vom:
—* von Mecca und Medina entfernt, blieben bis
scene up ängee ber chriftlichen Lehre. Da begann
siobe der Religionskämpfe. Ä
Bon biefer Zeit, bis Marco Polo, im ı3ten
dert, ben Drient befuchte, wird uns nichts von
befannt; nur die Namen ber Könige giebt die Landes
on *), bie aber Marco Polo (im J. 1290) im’ feinen -
gaben beflätigt. Er nennt Abaſch eine große Provi
mittlern ober zweiten Indiens, beflen Weßerrfcher ein
d riſtlichen und drei Mohren-Fürſten gebietet, De
Bewohner für die tapferſten und beſten Krieger in
elten. Im Jahre 19288, ſagt er, wollte ein Ab
König eine Wallfahrt zum heiligen Grabe nach Jerufu
machen (wahrſcheinlich waren bie Gefchichten der |
zer alſo auch in Abyffinien bekannt geworben), - ba JA
Unzählige aus feinem Reiche dahin pilgerten. Da ai
Soße Adel ihn davon zurückhielt, fo fandte ex einen WEM
au feiner flatt, ber aber auf dem Rückwege im bie |
der Ungläubigen fiel unb von ihnen gewa eſam beſchn
ward. Dieſen Hohn rächten bie Habeſſinier durch
Krieg gegen den Sultan von Abel Geyla); wahrſchei
ber Anfang ber heftigen Kämpfe die nun Jahrhunderte W
dauerten bis zur Ankunft ber Portsgiefen. Diefe Begi
Seit flimme mit ben einbeimifchen Chroniten gut übe
wo biefer Abyffinifche König Amba⸗Sion ?) ge
wird, im J. 2288. Ä | J
Diie Arabiſchen Geographen vor dem eblen Veneti
wie. Ebn Haukal (a. 950), und nach ihm, wie Ihn:
Warbi (um ı348), willen faft nichts von ihnen gu
als daß fie Chriſten find; Ebn Haufal nenne Zeyla *
Ueberfaͤhttsort nach Yemen, und Al Wardi als Hande
porium von Habeſch, wo Gläubige wohnen unb Raum
*) Salt Trav. p. 475. und App. i. ſ. Ramusio Lib. III. e,
p. 59. **) Bruce T. II. p. 41. ***) Ebn Haukal Ofie
geogr.
„un Pam, Ankıfkain Be ' =
t juhaufe Letztere nennt Käbeter ald dieRe: -
sten abãume wachfen;, uns
A
en
u far
En fan Cifkn
dor
' iter Gemüthsart af (ei ie
Be Se
t 0°8 reusfabrer Zeit -
rl Mardi hervorgeht, bis Frl ne —
landen Ye % iifehen Könige ‚einer
ıwopa.. Im Jabt 1445 fandte BEN
item nad) Floren; an den Genaf,
dige Briefe am feine Prieſter in Jeru⸗
‚Geldes Church. Hist. of Abyssin. -
dertseilbaften Berichte, ‚welche bie Yon inife fen \
2) in. — von den Öftlichen Reihen und .
Süden — — vi Portus
Een Ban eig, ee
den. wurde afrika um unl m
au Abpffinien feldft den Europäern näs
—*
iehörte, als ber erſte Abentheurer, Peter
ir % im &. 1490 den. Hof we ————
Necuſh damals in Shoa, wirklich ge te:
bn wer die Mutter des Megenten, Jieghe beioos
m Armenier, Matthäus,. ale Amba| Ne 24
4 —— um birecte Hanbelsverbindungen zů
robes Aufſehen; eine Gegenam⸗
ie A ehiopien Ka Lg und aueh Sefandte aus
in F..1520 glädlid Maflomah, deren
in **°) unfse etfien du N ideen und feltnen
Fi fen unb Geſchichtskunde find,
jährigen efehkochhe kehrte Alvareg
fee ei feinen Geföprten, außer Paten
en Eutopa zurüd, mit
a Rath David an König Johann von Portus
be — wänfäte der he ‚Hof bie Yin
Kirche zu bekehren, unb legte bas Gols
— in Rom für Abyſſtnier am. Da trat
I und Al Wardi {m A} pendix bei Salt
wm tr Sale Voy. pı 476.09. 57°) Fr- Alyarer y&
cam das terfas ag PrestaJonm das Indias.
fol: agberfent aus dem. m Dortig, Mfcpt. mit Zus
egidlo Indoram
—E —S H —
226 Hochafrika. Io, Aula. $. 11.
bald darauf an ben öftlichen Grenzen won Habefch, in @
der zelotiſche Gragno (f. oben bei Tigreterraffe, Sch
ber Kämpfe sc.) ale Gegner der Chriften auf. Geine
berfälle bemogen ben Abyffinifchen KRaifer Claudius,
Portugiefen eemmbez nah Portugal um Hülfe gu
‚ mit dem Verfprechen, ben Pabſt in Kom als
des Dberhaupt anzuerkennen. Bermudez wurde
1540 vom Pabſt Paul III. zum Patriarchen von A
ernannt, und kehrte babin zurück, begleitet von be
mit 400 Soldaten, vielen Waffen und andern Hl I n
Die tapfern Portugiefen retteten das Reich =
ange, boch verlor es einen Theil feiner Beſihungen
offig mußte um ber Sicherheit willen verändert
und warb in die Gebirge von Samen verlegt. Diefe
ebenheiten Bat ber Patriarch felbfi erzählt ), der m
Daib duch feine Deftigkeit und Intoleranz meit feinen
nen Tanbsleuten wie mit Kaifer Claudius gerfiel, webe
nun den Zefuicen bee Weg gebabnt wurde.
Ein Abyſſiniſcher Priefter, Peter, kam am
Europa, als Ignatius Koyola ben Dean jur DE
nach Aethiopien entwarf, und durch den Pabſt zwei Pe
ten, Nunez Baretto und Andrea Dviedo, mit!
—* beauftragt wurden. Der Erſte ſtarb in Indien;
er Zweite langte im J. 1557 glüdlih in Abyffinien
wo er bis an fein Ende 1577 blieb, fich ſehr klug, are
thig und fromm zeigte, und hohe Verehrung bei dem }
niern erwarb **).
Bon biefer Zeit an, wurbe Abyffinien buch bie U
nahme der Küflenorte Suakim und Maflowa durch bie JF
gen (a. 2558 f. oben), und burch die Ueberfälle der GE
immer unzugänglicher gemacht. Doch brangen eng
Seiſtliche dort noch zuweilen ein; fe a. 1599 Melchieg
Sylva ein muthiger Ming als Faquir verkleidet, de
Lande blieb bis zur Ankunft bes Peter Paez a. 1603, .M
ee am talentvollſten von Allen, großen Einfluß am F
nifchen Dofe gemann, und das Ziel der Jeſuiten ereei
nämlich ben feierlichen Uebergang des Kaifers und J
Familie zur Roͤmiſchkatholiſchen Kirche und Unterweiſ
unter den Stuhl von Rom. Aber leider farb dieſer
tige Dann bald darauf, fchon a. 2604, zum großen
wefen ber Abyſſtnier wie feiner Landsleüte, in Ger
0) Relscion do Embaixoda g6 Joad Bermuder trouxe
Emperador da Ethiopia. Lixboa 1565. $L. 4. fehr fell
und Ludolph Hist. Aethio. Commt, p.6. Ausjug u
Purchas P. il. p. 1 *) P. N. Godigne de A
. pise Fatziarchis I. N. Barzeto os Andr. Oviede, L
una 351),
: Metbiand; Kabeffürier. " 7,
ee ra m Beat
al
—— — yerrze, 3 Hear. in
ah
* ch
Ritel — —— fen —— Eee
% n
—— ee Seien mennel 55
1 m er 10 Jahre Iebte und Materialien
(hen Gefichte fammelte, und im
NIE
om na
ENater Lobo mar, beffen Reifeber t befann
ift, indeß bie — meiftentheile ——e hi lies
gan verloren ‚find.
in i
Fe en Mm HE
brörutend ſeyn mafte, ba um bi
ten ©ig in Abpffinien lagen fat:
tolerang des Patriaschen und der zu
8 Befgügers ber Jefniten, des Ras Gela ER
eine Revolution hervor. Kaifer Gecinius felbft
vom tatholifchen Blauden ab, und fein Sohn der 2 im
u vertrieb a. 1639 ben jarchen mit feinem
mpange, bis auf zwei, die bingerichtet wurden, weil
ten gurüdiubleiben (a. 1640.) Auch andre Emifs
! de traf in Suakim, a. 1648 und 1674
Martyrer zu fallen. De Zeitraum I
— bie Jeſuiten ihren Ein; .
— 1m wagen geſucht hatten, war ra
je Periode *) des innern. Berfallens, —
Be Rinigsfamitie gesorben, ba jenes immer den
meigt blieben — Seit dieſer Samteeibung
genoß —— mit e Ruhe im Innern; bie
iche früher 8 Coja, Ibaba, Gorgota, —
en ep gewefen aun "bauernd nad G
Kaifer Balicidas erbaut, wo fle au bis Seute
® a Der Kaiſerhof erlangte einen Thell jeines
——— wie Poncet **), der Fram⸗ ER
SEE SE
r om, ren alten" gei co
“pt auf; benn 1750 drang eine neue Milton, von vom.
ii. Mister. Vol. I. P. 1. p-. Poncet Yoy.
Vie Eitteratur bei Salt Voy. p. 482. © mit U —*
Letuz. edißantes. IV. Rooueil. A 9 3, B. 51, eic.
2
28 Hochafrika. II. Abſchn. 9. 11.
drei Franziscanern, bie Patres Remebio, Martin von |
men und Antonio von Aleppo, vor bie Bonder, wo fie
ger Kaiſer Yaſons II. Regierung (er reg. von a. 29 bi
nach Bruce richtiger Angabe) zu geoßem Anfehn am .
gelangten. She Meifebericht, ber fonſt nicht bekann
ordin, liege als Manuſcrtipt in ber Bibliothek bes
Valentia ). Im 3. 1769 unternahm Beuce.fen kü
Wagftüd, von welchem bis auf Salt's erſte Reife im!
805 und feine zweite politifch: mercantilifge Milften
2 1200 und ı810, fein andter Europäifcher Reiſender,
obachter und Berichterftatter, wieder in biefem
änglichen Lande hatte eindringen innen. - Die
ichen —— ») welche Salt zu übergeben hätten
ewehren zumal in zwei Kanonen, bank
vorzüglich im Schmud für die Dauptlirche in Chell
welche eihe ſchͤne Marmorplatte zum Altarblatt erfl
gemaßlte Senfterfcheiben und das Gemählde ber Jung
aria. Die Einweihung biefer Gaben geſchah unter
Spiele einer Handorgel, wobei die Abyſſinier in En
und Erſtaunen in ben Austuf etzub! etaub! ausbr
Erläuterung 4. Die Ballahorben.
Obwohl das Alpenland Habeſch in feinen verſchle
Thalern unb Bergketten auch von verfchiebeneriei N
flämmten bewohnt wird, die nicht alle zu dem herrſch
Habeffinifgen gehören, Tonbern nur zu dem mehr ob
niger abhängigen, aber doch in Eprache mehr pder w«
mit ihfien verwandten (wie bie Gafat, bie Agows vozu
mote, die Tſcheret Agows u. a. ***)): fo find auch w
andere, welche ganz verfehieden von ihnen an Sp
gen, Religion Blieben. So 3. 3. die füdifchen Sıla
im Samengebirge, bie man wohl für rine nach ber
zung von Ser alem eingewanderte Judencolonie g
Bat +), obwohl Murray ihe Alter Höher hinauf feht.
Vom größten Einfluß find die alljährlich ach bei
griit fon feit Jahrhunderten geakimäfig von ©;:
. wiederkehrenden Einfälle ber Galla, die nicht Yen
keit bringen, wie bie Nilfgwele, fondern überall, wi
fi ausbreiten, graufame Wer eerung.
Das einzige Voik des Höhern Afrika, mit welcheh
beffinier um den Befit ihres Landes zu kämpfen Hal
ad biefe Balla Cd. h. Hirten nach Bruce).
°) Salt Trav. p. 485. *%) Salt Tr. p. 266. am
Be a BE
3 Q ® "3, . x t . ° 289. "
BER. 6,33 ” :
Km iR m —— ie Pc
a a — Inne da
Kain, Pal A von 66
db ober, fiebenber
a: ee
— * bie "orale der Di
dieſe Gellaherde it d
aim Kan Far), Kamen, —
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der PH ten — bie
a
um" gegen ben Sache lichen
it, bie y: igens en Trogle dyten ya Jin; x
traffe, dem —— * ee Sic. Fl
* ffe von dem in Äbyſſt⸗
elinde und Patta en auch
I. +). ber fagt, bi aan
‚dort ein — — b Wie
Dathen und Wandalen ſich Über einen großen Then Eutos
mibeeiteten, fo biefe Galla burch diefe Gegenden Afcis
IE fa derfchiebengn Perioden, je nachdem fie Ausficpe aw
tloffungen fanden. Wie jene haben fie ſich in Eur; *
aitt und bie Sprache, Sitte und Gebräuche der
fiiten angenommen.
I bieraus und aus ber Broppeit ihres Treibens,
uber: und Hirtenieben, Volkeglauben, aus
it ihres Namens u. a, m. vermuthet, daß
be Volt +4) feyen, mit ben Horben der
See Agag, Agalla, Gall)
tc (uch hat man fie aus den Ge:
Amon Guinea abftammen tal wollen, to jwil sen
h tade und der Pfefferküſte mehrere Negerfläme
Ha Namen Gala wohnen ). Uber weber durch
Ä —8* —A andere Gründe läßt ſich bis jegt
nn Beweis
d merkwürbig bleibt immer bie Gleichzeit
Ei — er Raͤuber und Hirtenhorden * 8
och miſchen Steppenlandes, die größte uns
ua 2 Acikanifhpe Wi] termanderung, welche in ber Mitte
—
ı Mandez 5. —— Rec, p.9. Slumenbach Anm.
Bruce. ®e —8 de
— vs e FA 2? > ru —S————
8*. "Bruce Im. 2, ka. Ri 420.
N ,
230 j Hochafrika. III. Abſchn. $. 11.
des asten Jahrhunderts nah Weſt, Oſt und Norden
Katt gefunden hat, m; allerdings auf eine gen
He Ürfache quzädfaließen läßt, fep es nun, Daß
:tuerevolution, ober eine politifpe wat, melde
beutenb gemwefen feyn mußte, um auf fo große ©
‚wenn au nur vom Mittelpunct unter dem Arg
und auf Jahrhunderte hinaus zu wirken. .
Die Gallaborben waren bie erſten, deren Einfall
Lannte Bänder von gleichzeitigen Sqhriftſtellern
wird; nämlih_im $ 1557 drangen fe aus ber
Bali in 2, pebeffinien ein (pestis alle circa ann,
zegno emersit *).
Die Gagahorden brachen im Jahr 1542 in ben
dern von Gongo und Angola mit gleih unwiderſte
‚Muth und Mordſucht ein"), & unten Fungi).
ie Zimba : und Mosimba s Horben videen a
Dfktüfte, auf ber Terraſſe von Monomotapa vor, Mi
ten ihre Baatıi e bis Quiloa und Mombaza fort, | >
endlich durch bie reinigun) ber Kaffern und Portege
unter Math. Mendes Ifüßrung,, im Jahe 1589
‚gen und in ifre Wüflen Aurüdgebrän, it wurden ***),
Wenn biefe Zimba » und Gaga: Horben in dem
Asfrfunbert (fen LängR. mirber aus ber, Oetdidte >
ounben find: . fo Sat dagegen Die Peſt ber ]
“ ig if Recht ut, ei ji bie neuefte,
fortgemäthet }). Hier find fie felbft fehon bis in bi
denz ber ige von Gondar und in bie Reſidenz bei)
von Tigrs bis Antalow vorgedrungen.
Zuerſt erſchienen fle in N. We von Fatigor im
reich Bali, von wo fie gegen Angote vordrangen;
Beit darauf machten fie ihren erſten Einfall: in Sof
von nun an zogen fie, im viele Horden getheilt, y
beeſtrom und um bas hohe Narea herab, in bas Hal
iſche Alpenland, fengten, morbeten und plünberten,
teafen, Wälder, Wohnungen, Männer, Weiber und
ie, und bildeten, indem fe fid der vielen. (es falle
fepn +)), Gaue bemädtigten, die unter dem Namı
migreicpen uns in ber älteflen Habeffinifchen €
erfheinen,. (Fatigor, Bali, Gumar, Bargamo, Ffat,
0... Hadeo, Echoa, Burague, Gosderoo, Biramo iu. A,
fe um Land der Gongas und Gafates, in Welten,
®) Ludolf Hist. Aeth. Lib. I. c. 16. 13. **) X. Battel, det
Jahre lang unter ihnen lebte, in Purchas his Pi
Lond. 1625. T. Il. fol. 977. und Cavazzi in Labat J
occid. IL. p. 88. **°) J. Dos Sancıos Acthjopia ori
lis in Purchas T. H. fol. 1852. +) Salt in Valentia Tr
IH. p. 50. und 250. +}) 3a Bruce Tr. III, 6, IV. |
R
‚cr Mordraud, Habeffinier.
geblieben Find), einen
Bein — —* as
in
ie
"2
Alpenland men, das —X eins.
Du punet ihr er, Beinign
a Bijamo *), das * am Ha
dm a und Babrsels Abied Iab au kom,
Enahe ‚von Gondar
FAR —58 in ——8
— — FIN Die Den
—— An loben, eeufehe 1 Erkae
anzuftedeln ; bie Wei
33 Süd: und süfer bes 54 nieder.
theilung **) vom 7
befand, nun in an —
t
——— —* 5* —2 —
maber re fie dos Land
ib die Galla, welche Ah Eima ICH Im arte 12 %
* —— bie ai
md weil fie ie
ie —E Ba
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Garden iefee Heiegesifhen dirten fh
M em Di ——— ER von
a
hatten die Portugiefen glei Anfangs ben
» Sehungen .h gegen ihre Eins
;_nein, fagten fie, &teine haben wir nur,
Kirchen zu erri⸗ —* zum Schutz des Lan⸗
je ie unfere Arme. biefe und ihre natürlis
en haben bis jeht, m Spartanern gleich, das
Bi welche insgefemmt im D. und W.
u Haben fcheiten +), find von mittler
Marhe mit langem, oder and kraufem
Afetite, hab aber In Dabei zu Ernten
5 fie nährten fih nur von Wild, Butter
Id. u.) J.d
— Areie 2. ep. — ©. Many
—* a. a. D. un. Witjrieieh Water ALL. iſte Abth.
EEE
2 in
Bit
A
HR
22335
4
in
v
[1
”
age Hochafrika. III. Abſchu. §. 122.
und Fleifſch; aber in Habeſch lernten fie den Adierbau
Brot baden. Se Baffen waren nur hoͤlzerne Panzer
Spitzen, im Feier gehättet, auch wohl durch den Ga
nes Batıms, in bie fie neflochen wurden, vergiftet;
war felten bei ihnen. Ihre einzige Bebedung iſt ein
genfell oder anderes Leder um ben Gurt; ihre Hare fa
fie mit Fett und Butter, und bie Mänger ummi
mit Ochfendärmen (wie bie Hottentotten). Ihre &
Baum iſt ber Wangey (Cordıa abyssinica nach Brow
fagt Bruce, in deffen Schatten, fonderbar genug, au
Häufer von Gondar und anderer Städte erbaut find. -
Zahlen 7 und 3 follen ihnen bedeutende Zahlen feyn. “
ihren Kriegen find fie biutgierig, morden Alles und
den zum Zeichen bes Siegs die Schamtbeile ab feine
welche auch die Habeffinifihen Krieger des Mas Wellen
lofje in Tigré vielleicht von ihnen angenommen’ haben
auch bie milden Beetjuanen in Sübafrika verzehren
Giegesfeft das Bauchfell und die Nabeltheile ihrer er|
genen Beinde **)).
Idre Schnelligkeit bei ihren Kriegemärfchen if er
senswürbdig; fie ſchwimmen burch die reißendſten Str
Klöße von geräftetem Kaffee mit_ Butter zufammengeb
find ihr Provinnt. Hunger und Mangel aller Art ettr
fe zum Erflaunen, felbft dere Habeſſinier. Ihre Kriegs
find Ueberfälle, bei benen alles erlaubt iſt, aber zu H
leben fie unter firenger Zucht ihrer Stammhäupte⸗ |
Meiber find außerordentlich fruchtbar. Nur den Muhas
danern iſt es bis jege geglädt, mis ihnen in ihrent 8
Handel zu treiben.
: Den legten Krieg bes Mas von Zigre, im 9. ı
gegen die Galla, machte Salt’s Landsmann, Mr. Pa
ein Sünftling am Hofe gu Antalow, mit, und zeid
ſich bei dem Deere von Zigre, das 30000 Wan ſtark
gegen die 40000 Daun flarle feindliche at bes ¶
fürſten Bojee ruhmvoll aus. Der Krieg wurbe um
theil von Zigre, in ber Schlacht bei Zingilla ***) in
Provinz Lafla beenbigt, und daher erfahren wir einige m
Umſtände Über fie })._ Die Eintbeilang derſelber im
große Zweige, jeber zu fieben Stämmen, mie wir fle.
nach Bruce angegeben, feheint nur den Maitfba: &ı
ober ben füblihen Stämmen anzugehören; denn unte
andern, bie Mr. Poarce Eennen lernte, fand biefe poll
Einrigtung nicht flatt; auch befland unter ihnen kei
beres gemeinfames Band als bie Sprache. Man
— —
%) ©, ©®alt in Valentia. Tr. III. p. ı3ı. **) Liqhten
Ä D. 88 Y#%) Salt Trav. ns 292. a
8
dene Galloffämine, bie unter eignen
ter einander in Feindſchaft fliehen.
Edjom Gola fteft gegen tig
erhäuptern, winter Fürs
— ——— angehẽ
x — ae En an u =
eat, ſptechen bie jarafpradhe un!
Ma, Bi ten Gadahrten Tau Or
Biertes Kapitel,
besHabeffinifhenAlpenlandes gegen
Meerestü d dasglahland
——
$. 12
Steigt man von ber Grenggebirgskette, melde bas Al
dd iten Zerraffe oder ganz Habeffinien im M,
gi Hinab in die A ifchen. Sandflächen,
fi um dieſes Hochland im D. als fehmaler Küftens
im N. als furdtbare MWüfte anlegt: fo tritt ber
be, ald er die engſten Hochpäffe und Worthäler
geb verlaffen bat, zuvor nech ehe er in die
‚ einförmige, waſſerleere Sandwüſte gelangt, in eine
merfroiebige feuchte Waldregion , voll fließender
der MWafler, vol hochſchattiger Wälder, voll von
Heerden wilder Beftien, die das Alpenland nicht
Hier weher ihm eine feuchte, fchmwüle, erilidende
jen, und er eilt hindurch, um ben bösartigen Fie⸗
Lumd andern Krankheiten zu entgehen, bie fie zu erpeus
ot. Aber im biefer Waldregion hauſet das’ wilde
Schangalla, ein verachtetes Gefchlecht, im ewigen
mit ben Beftien und den Ulpenbewohnein, wie mit
ämmen der Wüfle begriffen. -Diefer feuchte,
Saum, welcher das Alpenland gegen N. und W.
jerer Breite umgiebt als im troduen, büsren Often,
(6t das Ziefland, oder im Lande die Colla, auch
ber lühende Küftenfauım gegen Oſt aber wirk
ſelb ſt — genannt, 1°
e54 . Hochafrika. Iu. Abfchn. $. 12.
Erläuterungı. Der glühende Küſtenſaum,
Samhara.
Alle Reifende, die von der Küfte bes Arcabifchen
zes Iandeinwärts nach Babefch sogen, wanderten erfk ı
Tagereiſen bu lübende, waflerleere Gandwüſten;
fanden fie am eban der fleilen Bergterraſſe bie auı
ergpäffen zu allererſt hervortretenden Waldbäche, unt
zeigte ſich die erſte, üppigere Vegetation, Bebäfch und
dung. Dieſen Landſtrich an der ganzen Oſtſeite von
beſch, bie Küfte entlang, aber nur am Fuß der Gebit
geringer Breite ziehend, können wir die waldige Ne
nennen. Doc iſt fie weniger characterifiifh als n
N. zu, weil ihr das Waſſer mangelt, und kein ei
bee Bergftröme Bier die Küfle erreicht, fonbern alle
ande verlieren und während des Sommers vertrodn
Am nörblichften Ende bdiefer Waldregion, wo fi
an die nah W. ziehende anfplicht, im Bezirk Dob
liegt das Klofter Biza **) oder Bifan, einſt Fi
Abyffinien wegen feines Reichthums berühmt, jest in
mern, in wilbromantifcher Landſchaft. Gegen Norden
feine Anhoͤhen von Sümpfen und Waflern umgeben, u
Bier die Zuflüffe des flagnirenden Mareb bilden, und
da haufen zahlloſe Heerden reißender Thiere unb bie w
Shangalla. An der Gübfeite dieſes Berges mit bem
ſter, lege ein Gebirgspaß, Affauli genannt, den Salı
dem Rüdwege von Diran nach Arkeko paſſirte. Au
jeigen ſich ſchon die Arten der Euphorbien bes Aſcle
er Entate (eine Adanfonie) und die Ramarinbenwi
die ein fiheres Zeichen der Annäherung an die Ebenen
Auch’ fließt hier die lebte Palmgruppe, als eine auf
öhen gepflanzte, ſehr feltne Erfcheinung *") Am
öbe bes affes find trefflihe Viehweiden und Weitze
in vollem Wuchfe, wenn das nerdöltlich anliegende Tel
fig fon völlig dürr und verbrannt zeigt. Beim H
fleigen diefes Paſſes erfcheinen fogleich die wilden, berı
Keaciengebl he auf dem Sanbboden, ohne Quellen unb
mende Wafler, bis Arkeko. An diefem Eingange des
birgspaſſes sogen das heiße Samhara wohnt der wi
Stamm ber ide, su den Hazorta gehörig, die mi
nen gleich an Peace und Geflalt find. Diefer Pa
Affauli iſt der noͤrdlichſte, bis jezt bekannte, unter a&
so Min. N. Br. welcher nach Arkeko und Maflowa f
Etwas füdlicher von ihm liegt ber Tarantapaß, unter x:
%) Alvarez Hist. de Ethiop. fol. 7. **) Zelle; bei
©, ı9. Salt Voy. pe 448 **%) Salı Voy, p. Frag
-
Nordrand, Habeſch, Samhara. 1935
oben kennen Iernten ‚wie bi
— — —— die sen is ins {nl
ten des rothen Meeres geleiten.
faum an mel en Sampara vom rot!
14 uns au durch die beiden legs
—— Pac ‚geworben, beffen
Muh I ch. den neuen Aufs
fr verfchiebnen — ori und Infeln
[= der re von Babel Mandeb norbwärts bis
Arkelo, län, rs {}
Bu Br. 40 Din. sis * F or von ©, ey
Kinjichtr die — ſuncte: Saft
26. 17 M. N. Br. — Ras Beloul 3 Be
Br. — Spige Gute 13 Gr. 45 Min. —
Bei, 14 Gr. 50 Min. — Hematlibap ad, —
Bay) 15 Gr. — Anneelavbo —8 der RR
fine) Nordfpige 15 Gr. 30 J—
Be Infel Dbalak 15 &. 35 Bin. — — 3
Jemens, von Mocha im glüdlichen Arabien,
| im wenigen Stunden über das rothe Meer —*
tüßerliegenden Ras ober Morgebirge Belou
Beniges nördlich liegt 1. die Bay Radmap**),
—— die im Porbfall nur für kleine Schiffe
nius Portus Isidis burh vier Anfeln bezeichnet,
fr8 Radmab zu feyn, wohin bie Troglodyten, jegt
mme ber Bedower Myrthen brachten. sit
ih ber von Portugiefen fo eft genannte ‚Hafen
Die Felcmaffen fehienen wie verbrannte Klippen
'thr)'unter 14 Gr. N. Br. liegt weiter norbwärts,
nit ao Hütten, ber Hauptfig eines Sheil, von
en, rüftigen, armen Volichen bewohnt, das ohne
om Fiſchen, Milh und Ziegenheerden lebt umb
am der Danakil, genannt Adoole gehört.
mpbilabay +7) bisher unbekannt, eine tief lie
mit —5 Inſelxeihe, mit einem vor⸗
Hafen, English Harbour genannt, ber van
Stuart Chart of the Bir of of Zerla kom geome-
ıbeervations. 1810. p Salt and Copt. RR
erhend Charc of Aup) be Bay survoyed ı
„146. H. Salt Char of Howakil Bay 1810. er
wwheed Chart ofAnnesley Bay ı810. Chart of ti
"Arkeeko and Harbour Ir Masuah from Observ.
„Weatherhead 1810. **) Salt Trav. p. 138. ***) Va-
Ta. U. p.22 4) Eat aD, ©, Ber +) eat
1 & 149, 10 4 9
236 Hochafrika. TIL. Abſchu. $, 12,
weigtigteit für biefe Küfte werben Tann, An ide lie
Ort Madir, von Dumhoeta bewohnt, ohne Wafle
Weideland. Bon hier geht ber gerügelige Gebirgswe
Madir, Burré, die Salzebene und Genafs nach Lig
Fl nahm (f, oben). Die Bay ift von den Dumf
&mmen bewobhnt, bie fi feeie Gebirgsfößne nennen
owohl Madir als auch bie Sebiraspäfte beßerrfchen,
mpbilabay ift vermutblich ein verflümmelter Nar
Strabo’8 Avuıplaov iu *); & dat 16 Engl. Meilen
und ı2 Tiefe und 13 Eleine Inſeln. le biefe beſte
nur aus conglutinirten corallinen Kalkfleinmaflen, |
ner unenblichen Menge eingewidelter Mabdreporen, |
gen, verfchiedenartiger Seemuſcheln, von folgen Acti
‚noch gegenwärtig im rothen Meere leben"). Died
Schichten biefer Infeln liegt aber gegenwärtig his }
über ben jegigen Meeresfpiegel. Nur eine Inſel von
gänzlich verfchieden, befteht aus Kalkfteinfels mit €
von Ehalcedon und großen Höhlen auf der Dftfeite i
den Schiffern als Magazine benutzt werben, Nur bie
gie Snfel, Kutto, Hat Spuren älterer Bewohns
Kammern alter Bauten, indeß die andern nie beweol
weſen zu feyn fcheinen, nur zuweilen von Cameelen
‚bet werden und etwas Brennholz liefern, da fie mi
Madbaume (Avicennia tomentosa) bewaldet find.
Brunde ber Bay liegen bie beiden Ortfchaften Mat
Duroro. Dieß letztere ein größeres Dorf gut zum .
gelegen mit gutem Anterplag, Die Landfchaft zu
eine große Ebene, ift mit Unterholz bewachfen. .
Serne fleige die Gebirgskette ampbitheatralifeh 1.
in dee Direction von S. O. nah N. W. mit der Fro
en die Küfte gerichtet. An ihrer Mordfeite zieht b
birgsweg nach Abyffinien, und jenfeit derfelben zeigt
nein Dödere Gebirgskette vom Genafe zum Taran
ent t ®
Im December und Janunar war das Küftenuf
düre, hatte auch wenig Wildpret, nur einige: Raubvß
ren Magen mit Seufäreden gefällt waren, und vor
eine Art Eleiner Hafen, den Kaninchen fehr ähnlich.
Ufer iſt überall mit einem Waldfaume, einem Didie
Madbäumen (Avicennig tomentosa) bededt. Di
ohnt in Menge eine Fuchsart, Wobit, der Einen
Diefe fleigen zur Ebbezeit regelmäßig zur Meerestäf
‚ab, um bie Seemollusken, ihre Hauptnaßrung, zu ver
Diefes Thierchen und ben Rackbaum Hält Salt fi
#)_Straba ed, Tzschucke 1. XVI. T. VI. 406, *
Trav. P. 358. 99*) Salt Tuav. p. 171,
H Gebe am füptisen Ende der Bay einen guten
wa Güdeh der. Bei Beſteigung des hohen Borges
Bardo, fand Salt, einen Gummiſirauch, ähnlich dem
a0) und ben Balfam, bride um genas Amyris
dem Gipfel (unter 15 Gr. 48 Sec. N 8
die je Howalilbay. Auf ber
F — fol ein Stein mit fee
1°) der bis. jegt noch nicht unterfuche f
fr ‚groß mir mehrern Inſein, davbba
ſei Howadil etwa fih bis 650 Fuß
t, bie andere, Buda, us dos adffteigend
5 — Maſſen befteht, mit Saulen, wie ger
einander gelagert. Die übrigen en
Kaltftein wie die Infeln der Amphilaben .
feln färbte ſich unt Sales saf, das Meer
„bei ad Klafter Tiefe, von eigenthümlichen
MM, Daß es alles Sppiffsvolt in Erflaunen fegte,
‚At ben Namen des wahrhaft rothen Meeres
Gebirge ber innern Bat gewähren einen reigems-
Während der vier Mönat grünen Zeit, wo
len, ifk das Ufer der Bay ein grüner Wiefen⸗
Biegenheerden und Hirtenkämmen bededt.
), in Gruppen auf dem Lande, und ber Rads
ia tomentosa) längs ben Küfen umfäumt
Übrigen 8 Monat bes Jahrs ıfl
t reg — Si ah va he
je dieß au weilen g: D
ter Ba Bi Fund an Anm. ‚in
2 en, werben off v , Die,
L aan aus na Motcha, Er a RR
———
*
2
*
ET
5:3
Werseaut, Habeſch, Gamhara. ag9
die line re Ak Safe Dal
des Peripius), tm iInnerfien Winkel der Day
db, Beute der kieine Det Zulle, oder nach einheis
Thulls, welpen Salt zuerft *) in Bafs
im lernte. Am Strande von ulefem letztern Das
due Säule von Aegyptiſcher Arbeit, die nach Aue
Enmohner aus jener Begenb von Bulla dahin ges
RB. Au hörte Salt won den Arabern, baß
"Dete viele Säulen, Trümmer von Dafe
aus ſehr großen 4 bis 5 Zub langen Due
n. fließen follten, und diefe etwas entfernt vom
Dite wurden Azoole genannt. Hier alfo iſt uw
alte Adule wieder Aanten. Leider konnte Mr.
mit deſſen Wefihtigung beauftragt ward, nicht
gen; boch brachte ex eine kleine Steinurne
gen Ufer mit, bie unter den Ruinen der Grabe
him fol, welche wahrſcheinlich noch wichtige
nen berbieen wird.
Dirtenpälker der Danakil.
ganze Küfte des Abyffinifhen Samhata entlang
@ einige 50 verfehiedene Dirtenflämme, bie ale
m ſchon ben Alten *") bekannt, auch heute noch
afriche, wie das Bergland dahinter, von Bab: els
Vs Arkeko im Norden faft unzugänglich mahem
möfrich marb ehedem das Königreich Doncali ges
Men Gouverain mit in die: Kriege der Muhameda⸗
hurrur und Adaiel gegen die Abyffinier verflochten
nu deren Gebiete grenzten an einander bis fie durch
der Galla von einander gefchieden wurden.
Im .Land und Einwohner noch jegt Dancali. Sie
le Stämme mit einzelnen Dberhäuptern vertheilt,
»e) im Singular, Danatil im Plural). re
Re insgefamt, belaufen ſich etwa auf 6000 Mann.
un fid Mohamedaner, find aber ohne Priefler,
©ie leben ganz unabhängig, nur nach
t ihre Gameele umberziehend, bereit zu jeber Fehde
f das gemeinfame Wohl ankommt; fie find freis
», fehr thätig, entſchloſſen, aber arm und meiftens
e Waffen , die fie bald furchtbar machen könnten.
men gehören die ſchwarzen Stämme der Bajeh +)
Dautal, an ber Gränze von Nubien und Habeſch,
2p-451. #* den. 2%. 6.336. *9 Sale
276. — Lie Heckal ———
1800. 4. p- 43.
1:
so Hochafrika. II Abſchn. rei
und bie Agaagi *) in bein Hababbergen, den nörbfiche:
Jäufeen ber Tigröterraffe. Dieſe ragen gegenmärti
insbefondere den Namen, welchen man früher allen 2
nern bes Küftenfirichs gab, nämlich Aganyi oder |
davon die alte BGeesfprade), Da mo fie den
abena *”) oder Dobenah) führen, follen fie wie
von Dabefh aber fhon mit den Araberflämmen beı
und Belows gemifcht ſeyn. Aug an ber Öflfeite d
greterraffe erfcheinen fie, baflelbe Volk, ebenfalls mit
emifcht, nach Zeit und Lebensart unter dem verfchiel
nennungen. oo |
Sorte Kenntniß ift darum von größter Wichtigket
durch ihren Landſtrich hindurch alle Saravanenzlige Ye
beſch zum Meere geben, es alfo in ihren Händen lie
Habeffinien Fernerbin für das Ausland verfchloffen
fol oder nit. Denn wie bie Hazorta, ben Tarau
können bie andern Stämme alle andern Zugänge zumi
lande leicht verfperren. . .
Sm ©. det Hazorta weibet der mächtige Stam
Buflamon feine Heerden, im N. der Stamm Teerur.
Hazorta in der Mitte vom Tarantapaß bis zur Ann
bay, in welcher die Inſel Valentia liege. Hier find |
Begleiter der Hanbelscaravanen, zwiſchen ber Küfı
Habeſch, und gewinnen bei dem lebhaften Verkehr, de
derrfcht, bedeutend. Der Sig ihres Oberhaupts, €
it an der Küſte in Zulla, dem alten Abule **"), be
Ientiainfel gegenüber.
Nach Salts legter Reife erfaßren wir, daß ber |
tendfte diefer Stämme, derjenige ber ı. Dumhoeta
welcher die Küfte von Beloul dis Arena befigt, unb
ein tauſend Krieger zähle. Nach ihnen folgen die = &t
der a. Zaiemela und 3. Hadarem, jeder zu 200 Kei
welche die Salzebene beherrſchen. Ihnen gegen N. 5
bart wohnen die 4. Beleſſua; die von den Zaiemela a
ig find. Im Güden, zu Ayth, wohnen bie k
tämme ber 5. Adoole und 6. Modeto, meiftentheils
fahrer. Die Namen ber übrigen Stämme heißen 7. Al
8. Aiſamathu, 9. Kebimto, 10. Weema, 11. Muſhiek, 1:
mominto, und diefen in N. W. wohnt ein feindlich g
ter, 13. die Ruſſamo.
- . Die Weiber diefer Stämme haben, nad Salt,
angenehme Geſichtsbildung, ungeachtet fie die Laſt ber.
de tung in vollem Maaße tragen. Zee Kleidung iſt
eutend, ihr Putz befteht in Armbändern von Eile
*) Bruce Tr. III. p.43.472. **) Murray ebend. p.z. **
“ lentia Tray, ih: p- 234. +) Salt Tray, P- u 178,
Rertrond, Habefh, Samhara. ayı
Dee Gefchäfte find Korn mahlen, Brot baden,
nu.f.w. Die Männer hüten ihr Vieh, bauen
‚ treiben Milchwirthſchaft. Taback fchnupfen
ieh, iR ihre größte Leidenſchaft. Ihr Baar kräus
; Arbeeisgen es mit Fett und pubern es mit brau«
ein ve Grabſtätten befeben fie mit pyra⸗
—— kmalen, die bis zu 10 Quadrat:
‚unb an ägyptiſche Conflruction erinnern.
stlung Zeila, Zulla, Zeilaa. Wir Iefen in
Miionsberiht, daß auf Verlangen des Habeffinifchen
os, welcher bie katholiſche Religion angenommen
khiten aus ber Miſſton von Goa dahin abgeſchickt wurden,
2 auch Lobo war, der zuerſt von Melinde aus, obwohl
Kin das Alpenland einzubringen verſuhte. Zwei andere
, Peter Marabo und Bernh. Pereira aber gingen nady
im von Zeila (im Süden der Straße Babels Manbeb) bei
‚weil man in bem Briefe des Habeffinifhen Kaifers ge:
‚ ke follten äber biefen Drt geben. Da fie aber dort
trafen fie in beffen Muhammebdanifchen Fuͤrſten den er⸗
Beind tee Chriſten an, welcher ſogleich beide Patres
mid. Die Iefuiten gaben darauf dem Minifter die
© habe boshafter Weife einen falfhen Ramen in ben
fit, um ihre Reife zum König fo zu hindern. Aber ba
Der Richtigkeit diefer Beſchuldigung gar Fein. Beweis ge:
: fo ſcheint es viel wahrfcheinlicher, daß bie beyben als
e berühmt gewordenen Männer durch einen geographiſchen
jnes Zeila ftatt diefes Zulla wählten, welches auch Zeila
nmirb +"), und in ber Nähe von Maſſowah eine weit
e and kürzere Garavanenftraße ift, als bie über Arkeko
ı Zaranta "**). Durd Salt erfahren wir, baß fehr viele
me Hirtenſtaͤnme biefer Küfte, doch eine und biefelbe
aan welche ihm bie Hazortaftämme felbft die Dancallis
3 nannten.
wärs zwiſchen diefen beiden Zeilas find bie vers
iStämme der: Shiho, Taltal (tall! tall! iſt bei den
ı von Yemen ein Ruf der Fiſcher beim Bang +}),
8 (auch gemifche mit Arabern, mie die Dobena),
nen von Baylur, Dancalli bis Damaro und Zeile.
en bie äußerſten Verwandten biefes Volkoſtam⸗
k GSamaulies von der Strafe Bab: el: Mandeb bis
tz Felis ) am Cap Buardafui, von denen oben
‚die Hede war.
ſe insgefamt find mehr oder minder zum Islam
ten, befigen den heißen, fandigen, trodnen Küſten⸗
96 deu rothen Meeres, Samhara genannt...
L_) - %
Habeffin. Reife.1.Th. ©. 70. **) Ebn Ilaukal Or.
reby W.. Ousely. p. 14. _***) Valentia Tr. .1I. P-
+) Sale. in Valentia Tr. III. p. 234 ++) A Hamil-
ew Account. I. p. 65. +t}) Valentis 7x. 11. p. 575.
zn .
242 Hochafrika. LU. Abſchu. 8. 12.
Zu ihm ſenkt ſich bie Oſtſeite von Habeſſinien,
greterraffe hinab. Aus ihm ziehen die Hirtenſtäm
ihren Heerden zur Sommerszeit in die walbige Reg
gen die Bergtercaffe von Tigrs und Angote. Da be
oder pländern fie, je nachdem fle durch Geſchenke u
but befriedigt werden, bie häufigen Kafilas, wele
Meere aus über Suakim, Maſſowah, Zulla, Bure
Baylur, Dancalli, Zeila und Berbera landeinwärts
Oder fie find es auch, welche in Verbindung w
sen und Arabern, die fich bier niederließen, unter be
men Gibberti Ed. i. Nechtgläubige), Mid als Hei
Hirtenſtämme betrachtend, die Kafilas felbft Führen, i
treiben, bedeutende Güter fammeln, und gemwöhnli
Macht und Anfehn fomohl an der Küſte des zochen
wie im inneren Alpenlande fich erwerben *).
Da von ihnen die Zufuhr aller fremden Bebärfn
Alpenlande abhängt, fo dringen fie von Dancalli um!
wie von Maſſowah und Arkeko, in bie Mitte bes :
ein, und jeder angefehene Habeffinier hat einen biefe
bertis (wie etwa die Sjuben in Europa, die Arme
Derfien, Gnebern an der Mozambikküſte in ähnliche
bältniffen ſtehen) gu feinem Gefchäftsträger, Fact
feinem Sntereffe, von dem er denn auch mehr oder ı
abhängig iſt.
on der Küſte aus führen fie nicht nur ihre I
fondern balten auch bald mehr, bald weniger, tief li
wärts auf Märkten ihre Waaren feil. So fand
Alvarez Zeit **) ein außerordentlicher Markt zu Me
auf der Grenze von Tigre und Angote; die Talt
Dancalt und Baylur führen fo immerfort ihre Sal
ein **"); in den Ältern Zeiten waren fo die Marktpl
fat, zu Kungara, Jadai, Kubat, Zadife, Argai, Ka
rühmt 7). Bon den Samaulis war oben bie Hede.
Mur durch bie Sftlihen Ballahorden if auch bie
mer mehr fich erweiternde Macht der Bibberti außer:
lich eingefchräntt worden; boch find fie, wie wir oben
auch mit bdiefen Horden bereits in Verkehr getreten
dieß vorzüglich auch aus bem Bericht eines Gibberti
bem uns fonft unbetannten Babeffiniichen Alpenlaud
ſchu erhellt FH).
Früherhin waren es gerabe dieſe Gegenden vor
beſch, in wel bie Märkte gedaltın wurden (nänli
von Ifet, Saliger, Dawaro, Adel und Mara) wohir
) Bruce Tr. TI. p. 44. **) Alvarez Historia de Etio
60, ###) Lobo J. B- 143. +) Bruce Tr. III.
+F) Seeten über das Band Jebfchu in von Bach mena
Correſpondenz. 1800, November,
\ —
goneend / ebech/ eta ih
——— mit ihten Kriegsheezen
M, en bie bafeldft jee mächtiger werdenden .
geld —* sieben. Denn fo wie ihe poiltiſcher
N 'ache am ben Mackrplägen und, im diefen
—
—AA
haft ſanden, doc auf Pr
ent‘ ier bier mehrere Jahr⸗
juech, bevor die Gallas bier vorher: r
⸗ ıb der Kriegsshaten in der Habeſſtnifchen es
\ welchem auch die Portugiefife
tofen aufgetreten find. -
unga. Die feuchte Waldregion Golla
und Mazaga, '
— verhält it ber Mesii che. zunäch
hang dee 34 — ———6 *
Ss 12 4 wel Bedingungen, melde große Abs
ti t des Meeres, welches im Of E
u — malen Pa on
tig läßt, logert fih gegen Norden
ice Sanbmülle vor das Habeffinifhe Alpenland,
jet e8 fo weit vollffändiger. von aller cuitivirten
is jenes immer no fehr zugängliche Meer, das,
e, noch die Verbindung, befördert; dage⸗
nd
ir im der That nur durch die größten Gefahren
erben ein Verkehr durch bie faſt undurgbeinglichen
im mit Darfur, Sennaar, Dongola oder gar mit Ae⸗
u Stande gebracht werden kann. -
weite Bedingung, die bier alles ändert, liegt in
Foröfen Zahl främender Waffer, welche alle, was allers
MH (che merfwürdig, gerade fo, nur mmgelehre le
und Indusfiröme A durch das Hochland
& fo ven ©, nah N. zu, die Gremgebirgokette von
brechen. So bilden fie umgählige Iuchten,
‚ Gtiomthäler, voll raufpender Waller, die während
Erg en außerordentlich anfpwellen, und nun
‚tritt im das flache Land Übertreten, an vielen
fein Gefälle finden und als weitläuftige Gümpfe
N ve Roi h — ——— en
'en, ftehen bleiben, und fo einen, eignen Saum
Impfmäldern en aus welchen cbft vielen ans
en dee Miichtte Zufluß des Nil, nämlich der Mareb
m Urfprung nimmt‘). Diefer Saum kommt in allen
—
Bruce Tr. III. 2 im 4 . in
fe + r. BB, u ee
244 Hochafrika. III. Abſchn. Y.-22.
weſentlichen Verhaltniſſen mit dem Bengaliſchen
abhang des Aſiatiſchen Hochlandes überein (ſ. unte
land Tibet).
Die Provinzen, bie demſelben auf dem Be
noch zunächſt liegen, gehören zu den fruchtbarften,
Beſchreibung reichen Erdſtrichen; aber diejenigen, ı
ihm liegen, find zugleich die gefährlichen für d
des Menſchen, und zumal zur tropifchen Regenz
unbewohnbar, fo reizend der Aufentbale barin auı
fiens an den gelüfteten Stellen in der trodnen 9
fepn mag. Sn diefem Strich liegt unter andern |
würdige Diſtriect von Waldubba, berühmt in der !
ſchen Geſchichte, weil fo viele große Männer bes
wenn fie Kortuna verließ, in ihm ihre Zuflucht nah
als Einfiedler in feinen Wildniffen den Meft ihre
ubrachten *). Alles was bei Hofe in Ungnabde fä
est, ſucht Bier in den ungugänglichften Thälern |
wo wirklich nur Hyänen und Eremiten, welche lei
Volk als heilige Männer hoch verehrt, Haufen.
Dies ift die MWalbregion, welche bei den Ha
allgemein die Kolla genannt wird, das Tiefland, in
dem Alpenvolte die Hitze der Sonnenſtrahlen un
iſt **), weiches Bruce für gleichbedeutend mit Höl
möchte **). Es iſt ein Landftrich, welcher meiſtens
den ıaten bis ı3ten Grad Nordbreite gu liegen Eon
der Küfte bei Dobarma im Dften bis sum Lande
im W. am obern Nilftrom oberhalb Gennaar.
Diefe Waldregion umgliırtet den Fuß des I
{den Alpenlandes in einer Breite von 8 bis Höd
geogr. Meilen. Bruce giebt die Breite an einer ı
40, an zwei andern zu 50 und 60 Engl. Meilen ı
Sie bilder eine überaus merkwürdige Naturgr
ſes Reiches, und bat ben größten Einfluß auf die
feiner Bewohner.
- Die 4 Hauptarme des Aegyptiſchen Nilftroms,
reb, Tacazze, Nil und Bahr: el: Abiad (f. unten 9
welche vom Habeffinifchen Alpenlande dem Delta
Burchbrechen diefe Waldungen und bilden, vorzüg
die unzähligen obern Zuftröme ihres Waſſerſyſtem
feuchten Niederungen.
Zwar nur. berienige Theil der Kolla, welcher ;
Seiten bes Tacatze liegt, von Axum bis Ras: el
‚uns genauer burch Reifende bekannt geworben.
"*) Bruce Tr. VII. Appendix p. 62. und IV. p. 367.
dolf Hist. Aeth. I. c.8. *%*) Bruce Tr. II
#)-Brace-Tr. HI. p. 515: IV. p, 27, und VI: p. 3
%
ichte fehildert alle übrigen. Theile
a mtihen our bee ve Anosnfacinin ip
———
——
je
jertel Meaum.),
! , ‚buftend y
im Ucertag, beakämmige, Anker
Ibungen., -
fette, fpwarze, überaus fruchtbare Boden, in
be genannt **), meldes. keine bes,
3 dere ‚aracterifiet ben ganzen Gürtel,
wird von den Höhen durch die Maffer in die Tiefe
'ı und bilder x aus der immer verweſenden,
elaß ‚wieder emporwuchecmden Pflanzenz
u bie große Feuchtigkeit während der rinen
Ns Jahrs und. durch die große Spwüle hervarges
Wie groß die Waſſermaſſe ift, welche diefer Tiefe zu⸗
h läpt fi fon der Menge ber Tropentegen auf
dohlande brgrelfen; und es ſtimmt mit dem —34
Europäer Überein, wenn Abba Gregorius der Amha—
* Ds dann aller Otten — aus bem Bo⸗
ht, daß alle. Xhäler zu Strömen, alle Tiefen
gefülle werben, und daß wirklich in Beinem Lande
5 — der kuſt falle, und fa viel. aus der Erde
in biefem, ⸗
fomwille ber Taeazzeſtrom bei Site bis zu 18 Fuß
an (unter derfelben geograph. Breite, und gany in
Berhältniß, fand 534 Park den obern Sene⸗
Mdcch durch bie Tropentagen angefohmellt i7)»
Bu einer Heit, Wo bie mehrfen Fluſſe ſchon wieder
ködnee find and nicht mehr fließen, hatte Bruce von
Kıcijge weflwärts bis zum Lamaimonpag innerhalb
m doc morh über 10 bebeutende Zuffröme zu demfels
Be ierm feuchten Boben bildet ſich, innerhalb der "
ven, eine feuchte, fhrwfle Luftſchicht, wolche dem Frem⸗
. P.139;_Brace III. p.500. **) Arace Tr.
Fe NT Bea Luloit Wink Acthiap. Lad &-
) Bruce 'rav.1ll, p.349. 44) Mungo Fark Trarı p. 326.
246 Hochafrika. III. Abfchn. $. 18.
ben und Habeſſinier, ber nicht an fie gewöhnt if, th
wird. Hier herrſchen fortwährende Fieber, umb Kanli
eaffen unzählige Menſchen weg, aumal bie, welche auı
tühlern Alpenregion in fie herabſteigen. In ihnen fa
häufig die Dabeffinifhen Heere ihren größten Feind
gleiche damit die auto Sefhihte. Im Gomme
Bier unerträgliche Dige, aber zue Regenzeit bier au
eine Nacht unter freiem Dimmel zuzubringen, fol
ſeyn, ſelbſt die Landesbemohner ziehen nd dann aus
anfchwellenden Waflerboden biefes ſchmalen Gürtels in
dere Gegenden zurüd.
Aber Hier gedeihen bie bichtfchattigftien Waldu
durch die kein Sonnenftrahl bricht, die immer grünen,
von Sumpfgewähfen, Rohr und Dormengebüfchen
Bäumen, unter denen man Ebenholz, Zamarinten, |
Gitronen, Orangen, Limonen *), und viele unbekannte
fer Megion eigenthümliche, überaus hochſtämmige (q
que, Deleb, Cami, Cougles u. a. “)) mit weitreich«
Zweigen nennt.
An den meitläuftigen Wildniffen dieſer Waldu
aber, find die Wohnungen zabliofer Heerden wilder Be
Dieß ift der Aufenthalt der Elephantenheerden, der R
cerote, ber wilden Büffel, der Eber, des Hochwilds un
rer eben fo zahlreichen Feinde, der wüthenden Panther,
pärden, Löwen und zabllofer kleinerer Raubthiere.
Laub und die Zweige der Bäume find mit Affenheerben
Wögelfgaaren bevölkert, die Sümpfe und fiehenden L
vol Erocodile, Schlangen, Eideren und Georpione,
Die Schangalla ober Schankala.
Mitten unter biefen wohnt das mweitverbreitete
ber heidniſchen Schangalla, dem dieſe Region, wahrlie
beneidenswerthes Loos, feit zwei Jahrtauſenden bie
math gewefen. Seit den Zeiten des Agatharchides uni
temiboros ) bis auf den heutigen Tag, ſcheint es üı
ner Lebensweife ganz auf bderfelben Stufe der Ausbil
oder vielmehr der Brutalität fleben geblieben zu feyn -
Shangalla oder Shankalla d. 5. die Schwarzen in
Niederlande iſt ein allgemeines Appellativ aller Nege:
*) Bruce Tr. III. p. 556. VI. p. 218. Poncet Voy. p
20) Poncet Voy. ?- 45. ***) ©. Agatharch. de Rub.
in Geogr, Min. Hndson 1. b. Heeren Ideen. 3tr Auf
2 330 % hiebupt im Mur. er ec Wifſ. 2.8.
10. nde, und Vater im Mithrihates nad Artem
Ptolem. 3. zb. 1 Abth. ©. 104. ’
Merdraud, Habeſch, Schangalla. 247
daher dieſer Name weber bei ben Einw
8 bekannt iſt, noch auch bei ben Ghangalla
HER). Die ältern Zortugiefen haben daraus KZagnenfes
ber Ziefe ſelbſt führen fie nach Zeit und
ſehe verfchiedene Namen. So lernte Galt auf
leſten Beife in Tigtö mehrere kennen, bie ihren
Diszela im Lande nja nannten, wo auch ein
sildes Boll leben foll, die Dippura. Ron bdiefen
alt a. a. D. einige Nachrichten mit.
Se find ein Regervolk, dunkelſchwarz mit Wollhaar,
und dicken Lippen, aus mehrern von einander
—* igen Stämmen beſtehend, davon eben bie im
des —* den Geſamtnamen Schangalla haben.
| weiter im W. am Bahr:el: Abiad hinauf bis
Yauıın, gegen Donga, haben verfchiedene Namen, von
der ber Ruba ) der gemeinfamfte zu ſeyn ſcheint.
beißen diejenigen von ihnen, die Mahomedaner ges
And, wie bie Einwohner von Gennaar; Schillook
Ne als Kriegsſchaaren im Dienfte won Gennaar, und
| als Eroberer des Landes Dar: Fur.
. a ven Gumpfwalbungen des Marebſtroms ift ihre
Mer Macht verfammelt, indeß fie über andere Diſtricte
ne ſchwach vertbeilt find; eben fo find fie auf der Wells
Me. des Nils um Fazuflo wieder mächtiger geworden. So
Ws biefe in Sennaar zu Nahomedanern, fo find früßer
ubere zum Indenthum (zu den Falaſchas) und wieder an:
we zum Shriſtenthum übergegangen, wie bis auf den beu:
gen Tag die Krieger der Habeffinifchen Könige, bie aber
ana immer auch ihre Waldfige verlaffen, wie auch bie an:
nu oben genannten Stämme,
Die ſchon früher erwähnten Dobenah, ein Jägervolk,
w 6 von Elephanten und Mbinocersten nährt, iſt einer
tigften dieſer Stämme; ihre! Hauptmiederlaffung foll
wifchen dem Mareb und Tacazze zu Amba Tjaada +)
ur, wo auch Strauße und Eibechſen ihre Nahrung find.
je am Tacazzefluß wohnenden effen mehr noch Grocedile,
und Bifhe; die in Gire und NRassel: Feel,
eiche Baaſa heißen, näßren fi mehr von andern hie:
wit). (daher die uralten Namen der Hylo: Elephanto:
kr u. 0.)
Alle find Ssäger: oder Kifchers Völker, bie weder Vieh⸗
che noch Aderbau treiben, Sie Haufen in den dichteſten
“313,
») Salt Tr. p. 378. %*) Ludolf Hist, Aeth. L. I, c. 8. und
Tellez b. Thevenot Rec. p. ı6. ***) Bruce Trav. 311.
p-3 unb Murray. in Appendix T. VIl. B.77- 85. und 89.
+) Bruce Tr, IV. p. 30. +}) Bruce Tr, 11. p. 472.
. .
.
24% Hochafrika. III. Abſchu. F. 10.
Mälbern unter den Bäumen, deren Zweige fie mit
häuten bebängen: und fo Hütten bilden, in beren
viele diefer Schwargen berfammen wohnen, Bon
jagen fie ihr Wild und ſcheuchen bie reißenden Befl
rũck. Gegen die Regenzeit fammeln fie Wintervorrati
fo wie fich ber fchwarge Boden in Schlamm unb
verwandelt, verlaflen fie ihn und ziehen fi in bie
ften Bergketten zurück, wo fle in „Höhlen wohnen,
an den flrilften, unsugänglichften Zelswänden, in d
hen Sanbflein in ungähliger Menge eingraben.
werden fie auch von Alten und Neuen Troglobyten q
In biefen verzehren fie während der Winterzeit ih
trockneten Fleiſch: und —A— So wie a
Sonne von ihrem Zenit zurüdgehs, und bie Trop
aufbören, riechen fie auch aus ihren Höhlen hervo
kehren mit vem blauen Himmel in ihr Jagdrevier
Hier, mo indeß der ganze Boden fih mit Gras ı
büfch und Rohr bedeckt hat, wird biefes nach de
Trockniß von ihnen in weiten Streichen nieberg.
Nun hauſen fie wieber unter Bäumen und wiederho
Jagden.
Aber zugleich beginnt auch die gefahrvolle Zeit
denn Schangalla und Habeſſinier find ale Nachbe
bitterften Zodfeinde *), und gleich nach der Regenz
sen die Habeſſinier der Grenzprovinzen, ihre Krie—
die Schangalla an. Bon jeher war es Gebrauch,
Statthalter derfelben von dem Baharnagaſch bis zı
ihren Zribut in Schangallafelaven entrichten mußten
man nicht als Sclave fortführt, das wird bei biefe
ditionen, feyen es Dänner, Weiber oder Kinder,
gehauen. Mon den Gefangenen aber werben bie
als Ehriften erzegen, welche dann die Leibiwache bee
(wie die Mameluden) bilden. Auch ſelbſt bei den
zeige bie Habeffinifche Gefchichte, war es fehr gei
nach der Krönung, gleich als erfle Erpebition binab;
in die Kolla und einen Feldzug gegen die Schanga
zunefmen. Diefe fielen dann oft febr blutig und
den Sümpfen nachtheilig durch die Fieberluft für t
aus): Nah einem glüdlichen Feldzuge aber wi
om Könige eine große Elephantenjagb in denſelbe
been angeellt; zumal nach ber Thronbeſteigung geh:
diefes gu ber einmal bergebrachten Sitte,
Wenn nun gleich ungeachtet aller diefer Geh
Volk der Schangalla noch immer im Beſite bes ı
*) Bruce IV. p.28. Salt Trav. p. 307. *#) Brucı
” pP: 472, 455, I P: 245: IV, pP: 23.
N
) geblieben I, um bas es
iern in blutige Kämpfe: gerätßz
ben beiden. großen Kläften, - welche die
fette von ‚Dabefp durchfpalten, nämlich in Dem
iu Palfes von Lainalmon und son Tcheckin wöl-
worden °), um Bier. wenigftene gieet feete,
en vor ihren Häubereien und Weberfäls
n Davon führt bie eine, wie wir oben far
ar Al exe, die andere Über Gennaas
gipten,. r ſind Wege angelegt und Orte
rart; biefe legtere wich Vorzüglich von ben Giße
mpt weiße sulfgen Gonbar und Gennaar ihren
e andern Gtellen -biefes ——
aber Beſtien und morbender Schangallaſfänmme,
von ier wie für den Fremden unburchdrings
Fr einer einzigen Gtelle, da wo an dem linten
Die großen Cataracten, in ben innerfien Thal⸗
[12 eu: die u und an -
w ber terraſſe t * ein feeund⸗
grengen, da
e ) vie ungiäd * Volts mit feinen
e der Zi nbdet fih hier Gold in
eMNenge **"), dieß taufchen die Galla ben Agows
terrafſe aus, die ihnen dafür Kupfer, Eifon und
sbhrfniffe reichen, und bie foll der Haupt: wenn
einzige Weg feyn (ein anderer iſt doch nur ge.
ro Narea), auf welchem Gold in das Alpenland
n kommt, welches biefer Hochterafle, in Oſt vons
und gar zu fehlen ſcheint 7). Ale neuere Ver⸗
1 bes —I—— von Narea und Habeſch ha⸗
in den Quellen beſtaͤtigten Grund für ſich.
4. 13.
l G bes Habeſſini Alpenlandes
ee one
3 erlaubt nach Analogie vom Belanntern auf bas
e eine Vermuthung zu wagen, welche, Dur
u, die man vom Hörenfagen über ein Nachbar⸗
tbeile erhält, unterftüßt wird: fo Sinnen wir uns _
is uneiſchtokne Männer weiter in das Innere
uns fichere Kunde au vom Binnenlande bein:
daſſelbe wenigftens eine Meinung erlauben,
» Tr. III. p. 513. und VI. p. 256. **) Bruce Tr.
“455 *%*) Bermudes in Purchas his Pilgrims
fol. 1168. Bruce Trav. T. YII. Append. p. 60.
nce Tr. III, 325. IV. p. 44.. j
350 Hochafrika. III. Abſchu. 5. 13.
Das Land im Weſt vom Nilſtrom bis gegen bie U
garatiefe, fcheint ein terraſſenfoͤrmig abfallendes Hoch
au feyn, wie Habefch, von welchem das Negervolk ber $ı
herab in die Ebenen flieg, und fi sum Meiſter bes 3
Iandes machte, welches gegen Norden daran grängt, u
lich in Dar: Sur (db. 5. Land Zur), Kordofan, Gen:
und Nubien. Aber zu beiden Geiten des Nils in 1
Zur und Nubien wurden fie von einheimifchen Berbern
won einwanbernden Arcaberflämmen befiege, und zum A
wieder in ihre Bebirgsfige zurüdgebrängt, wie bie &4
galla im D. vom Nil. Nur am Bahr: el: Abiad, bem
Ben Strom entlang, bis zur volllommnen Ebene, wu
fie_ feit 1504 buch WBefiegung ber Araberfläimme wi
mädtig und herrfchend, und errichteten das bedeutende 8
von Sennaar *), Dieß liegt auf einer Halbinfel (bem
ten Meroe) natürlich geficdert vor jedem Ueberfall, im
durch den blauen — in Welt durch ben weißen Nil, im
aber durch bie Bergterrafle von Fazuklo, durch welch
mit bem Hochlande in Werbinbung fleht.
. Hier in der Ebene von Sennaar, am Fuße bes $
Ianbes, ift das Zmeiftromland (Mefopotamien am Eupf
Danbichab am Indus, Duab am Ganges) bes obern !
thals, in welchem wie in allen von ber Natur We
dingten Lagen, ſich vergleichungsweife mit der Nachba
immer die größte Macht, oft die höchſte Cultur is bei
1eften Zeit entwidele bat. So auch bier in der fräßı
Zeit der Staat von Meroe **), auf dem Infellandb zwi
dem Nil und Tacazze (Aftaboras), und feit 1504 um
niges aufwärts am Strome, ift Sennaar der Mitselp:
der Macht geweſen. Auch hier können wir in Ermangel
einer Generallenntnig des Landes michts thun, ale
Mege, auf denen wir zur Kunde des Innern gelangen,
zein genauer verfolgen.
Erläuterung 1. Auffteigen von Dar: Zur
Kupferminenterraffe von Fertit ).
Durch Browne erfaßren wir, daß man aus ber 9
von Dar: Sur, von Gobbe, in. 953 Tagreiſen gegen S
ben Kupferminenbergen von Gertit gelangt. u beme
ift Hier, daß Fertit ein Appellativum, bei den Arabern
len Gegenden zukommt, und alfo ein individuell bezeich
der Name einer Landfchaft iſt F).
9 Murray in Bruce T. III. p. 3. und 514. unb Br, Tr
8 7% 445. *%*) Herodot II. c. 29. ) Route |
obbe to the Coppermines of Fertir. b. Browne. p.
+) Browne tr. pref..p. XZIV.
“ziehen, Maha, „Bengh. g5
Kagereifen de Ganbebeum,
—26* ie des a — bu u
(d. d. Nichtmufamedaner) oder
— über Wege
nad Dar» Füngaro, d, d. bocp wohl in das End
2 Hier befindet man fi m einem ganz andern
| während * Zagereifen fieht die Erde ver) aus, bie
en
ber Meifeberiht der Gclavenpänbler.
Sid a, u Eee m De: an 2
Jagürı
ng srhehenbe älpentrefe vr Bat * ſeyn,
——
ee
mi en zu den Aluel e⸗el⸗
——— ————— Soglande (f. oben $. 9.
— I. Y . .
Euterung a. Auffleigen von Korbofan über
le Grensgebirgskette von Deir und Kong .
"gala zur Soldtercaffe von Syeiböm ).
Rorbofan beißt der Negerflaat, welcher zwifchen Dar⸗
Hemd Sennaar liegt; beit ift der Hauptort darin. In
E MParalleikreis mit Sennaar (13 Grad Norbbreite)
don Sheit aus, 7 bis 8-Tagereifen gegen D.©.D.
— Dann folgen 4 Gagereifen durch fetten
T
gr
und felfigen Boden, mo nadte Ungläubige wohnen
„ d. 5. wohl Schangalla? oder vielmehr die we ſtli⸗
ERuba). Zu bemerken iſt, daß in der Mitte dieſes
8 Zummara liegt. Od es eine Stadt oder Landſgaft
Die vieheit Namen von den Tamarinden (Tum-
war Hindi ber Araber) hat, welche biefen ganzen Gürtel
F ten Waldregion characterifiien. WBelanntlich find
“ en er effieinelen, Des
j „ ‚wegen bes fäuerlis Tamarindenge hr
gi inften Berbauungsmittel wiber böse
i@, die in biefem Xieflande endemifh find,
wider Die Det benunt werden.
- Zummora geht es anderthalb Kagereifen durch
Iges (Eobl ein Pap?) zue Terraſſe von Dibu,
ram hier 15 Tas nah Sqheibom (wohl baffelbe, was
Browae Appendix 'p. dig. *) Broyme Tr. p.
a Tarııy Obserri pn la feste {m dm Det
Fgppis Riss moderne, T. 1.5. -
252 Hochafrika. III. Abfchn. 6. is.
Bruce im Suden von Kordofan Shygoom genannt hat
Hier wird in einem Thale viel Gold in Kornern unbd
als Staub gefunden. Ä
Die Bewohner von dem Ende dee Ganbebenen
find alle fhwarz, gehen nadt, nur die Schaam mit G
binden bededt._ Sie fammeln das Gold in Schaalen
Beier: und Strauß» Eiern. ' Viele werden von ibnen b
Muhamedaner, die gegen fie auf die Jagd ziehen, zu E
von gemacht. Auch verkaufen die Eltern in der Noth
Kinder zu Scaven. Diefe Neger leben in unabhäng
Stämmen, die ſich oft unter einander befehben.
Diefe Bergkeite, welche das Grenzgebirge im S—
Sandfläche von Korbofan bildet, und von Oft nach —
ſtreicht, foll nach der Ausfage der Nubas Priefter, gi:
3 Drten Deir und Zouggala liegen. Bruce **) nann
ohne die Drte zu tennen, das Gebirge Dyre und 8
eegen ***) nennt es Bibel: el: Doinfe. Die Franzoſe
in Cairo Härten es auf ben Sclavenmärtten von ben
bafclavden (Muba), bie daher kamen, Deleb und Nug
nennen, als 15 Zagereifen von Sennaar entfernt. In
fem Fttich liegt Touggala, die Hauptflabt bes Könige:
Fuclawi.
Südwärts baven folgt wie Habeſch über den Sch
gallagürtel, fo bier über * Zongsala bie ſich erhebe
Alpenterraffe, welche im Weſten die Kupferminen, hier
Goldminen enthält, bie das Ziel fo vieler Unternehmung
find. Diefe wird nun im Lande ſelbſt Sagurme (cougl
of the moantaineers 19, d. i. das Alpenland, genam
Weiter nach W. S. von Scheiböm liege noch
anderes Goldland, Luca genannt, ebenfalls von unabhä
gen Negern bewohnt.
Erläuterung 3. Auffeigen von Sennaar, 41
ſchen dem weißen und blauen Nilſtrom zur
Goldterraſſe von Fazogloffy).
Nach den 10 erſten Tagereiſen gegen S. O. in we
bene, kommt man zum Staatsgefängniß von Sennaar, u
erbin (wahrſcheinlich ein unzugänglicher Berg, von der‘?
baform ?). Bon bier 4 Zagereifen nach ©. durch Geb
nad Fazoglo, das noch von Sennaar abhängig iſt FF
*) Bruce Tr. 2. Edit. T. VII. App. p. 07. *) Aruce-
VI. p. 37%. ***) Ben Zach monatlide Correſpondenz. ©
1809. $%) Lapanouse Mem. sur l’Egypte. 1V. p.
++) Browne tr. 2 463. und Rennell b. Hornemann.,.
Langles. Voy. 1. P- 241. +44) Browne ır. p. «4
+tt}) Bruce Tr. VI, p. 391. und VII. App. p. 96.
een, dungi. 5
** —— über · der Ebene von ca
A - A dan detenafe
er we was au fen vor Brom —
bis teher die S alla eei en und
F Be Er (ir fabe ie * von Bu lo
Taßenlung. in .ber Nähe von & ;_ aber
tieRern aus, biefem Bande, daß
mb. — Biefelbe 54 ‚in
Afıite Ges ie eh er Binis
23 ſein Gold * —* Sclaven. Denn
Et it dem ©en tributp
be ie u 0 ve ect {m den Beten 4
un as ol ar
ek — 2 —— feibſ aber —* 8
wien, der 7 Monat in ber abeffinifgen Gren;:
lo, nämlich -in at
Ei, BE EEE SE
ode "Cufat ”*) Heißt. Den —— 8*
— weiter nicht, wenn es piet ber Maleg ber
n Karte (den Bruce fälfchlich für ben Es.els.
N ift, welcher, wie es da Heißt, zu Fascalo ne
t Fr heintic ift es aber eben biefer a
w Narea herab, welcher durch Sizamo wiſchen
n und weißen Nilſtrom fließe ).
iefem.Lande +) auf dem linken üfer bes Fluſſes,
sf breit iſt, liege ein großer, wüſter Landſtrich,
trocknen, rothen Erbgrund,, in welchem ſehr
—— wird. Die muß aber erſt ne
. Hiervon Sem Bader Portugi een auf
fange außerhalb je abeffinifchen Reihe haß
beral en die Bewohner dieſer Gegenden
rothe Bi fi ——* iſt Gold, 0 er Bir ?
— zen 2 Zerraffenbilb ODieß
rkr naloge Terraſſen u ’
nigen Hadriäten, "nage und über biefes von. @ktro> .
Tr. VI. 255, 342. und V. 16. **) Browne
* Bir * III. Be and PR Disser-
"Yo. p- * D. J. ermudes in P Pi
1635. T. 12. £. 1169. +4). Bruce Tr. VII, im Ap-
xund Martay p: 35. RR
264 Hochaftika. III. Abſchn. 8. 13.
ern vbllig unbeſuchte Land bekannt geworben find. Mur Miu
ammebaner von Bergoo, Bornu, Darts Fur, Korbofan und Ges
naar fchiden ihre Zagdparteien auf Bolbhanbel und clan
Bahin aus, welche leptere Selatea genannt werben, bavon
der Name aller Sclavenhänbler, Slati *), fi burd das
dſtliche Afrika verbreitet hat. Auch durch fie haben wir bis
nur weniges erfahren.
Vergleihen wir aber auch dieſes wenige mit bem obigen:
ergiebt A daraus ınit großer Wahrſcheinlichkeit wohl, daß
analoge Bildung bes Afrifanifhen Hochlandes aud nod auf
linken Nilufer wie unter bemfelben Parallelkreiſe auf bem |
weiter gegen Weſt nad der Mitte von Afrika zu fortfegt
Auch bier noch fcheint das Rethiopiſche Hodland zu fenn, au
welchem die Regerfclaven erzählen, daß bafelbft nicht felten
falle, auf welchem ber weiße Ril, ber Bahr⸗el⸗Abiad em
—Auch hier fcheint demnad eine zweite fehr gold: und
zeihe, nad Norben abfallende Zerraffe zu ſeyn, ein Alpenl
von heibnifhen Rubaftämmen (Schangalla ober — beweoi
weiches hoͤchſt wahrſcheinlich von zahlreihen Zuftrömen bes we
Nils durchbrochen wirb **).
Auch bier ſcheint ihre noͤrblicher Fuß von einer 3 bis 4
reifen breiten walbigen Zone, bie befonbers rei an Tamaric
iſt, begrenzt zu ſeyn, von welcher aus, nun erft norbwärts |
Die Sandwäften von Dar: Zur, Korbofan und Gennaar, mit ii
zeinen frudytbaren Infeln (Dafen) in ihrer Mitte weiter verbreitg
Sa diefer waldige, fumpfige Gürtel, in welden unzäh
täffe herabrinnen, über welhen 8 Monate, vom April an,
ändige Regen fallen, wo Fieber einpeimifh find, biefer bech
bergt zugleich bie zahlreichſten Glephantenheerben, Ahinocet
Eder und zahllofes Wilbpret; auch Zibetlagen in enge, de
Fleiſch hier gegeffen wirb *"*). a
Erläuterung 4. Dar: Sungaro, das Lanb dei
Bungi. :
Banz befonders merkwürdig wird uns biefes we
Alpenland dadurch, daß es das Waterland eines erobe
Negervolks, ber Sungi, if; Fungi felbi +) Heißt im Ak
bifhen Sieger oder Here; baß es auglei au. &
beiße, ift wohl nur ein Irrthum von Bruce. Im
1504 ſchwamm es auf einer zaflreichen Flotte von *
den weißen Nilſtrom, aus dem Berglande, herab, |
defien Uferland mit Krieg und nahm Beſitz von ber "
che von Sennaar. Hier legte es im erſten Jahre
auptort Sennaar ale Refidenz an, und fliftete einen ei
nen merkwürdigen Negerflaat. _
® W.Young in ben Proceedings of African. etc. IT. p. 361
") Seesen in M. Correſp. 1809. März. ***) Bruce Tı
Appendix b. Murray. T. VII. p.g97. +) Tychſen Anm. 5
Birke R. IH. 5. ©. 357. Vaters Mithribates Zr IH.
Abth. ©, 337.
wurwen yaıpı wur wu ann
i fe eis Einer (Fungi). zu "Mubammebanern wur⸗
ben dieſe Voikerzuge mit denen Vieler andern, 1.
sanifchen Völkern gemein, die als Sieger chriſtliche
ifteten. Aber ein Sram Ki felben, der als ge:
biab fekm Stand
[3 e ten. vom ber ihn dort
rate, Pr A Br
ubas Jehr
——— A —A DER in der
(ec, —* Ir =
F
Fi
een a ar Era
fehe auffallend, daß bie Beit die
&
E
ueung ber in Ganeee dem
Iefelbe Periode —X der —ÆX—
w als allererſte ——— — — — ven
Pr Grabe das“ Inmere von Afrika dparaches
—
35
—
—
I
&
|
er
. 256 Hochafrika. IV. Abſchn. 5. 14.
Warum wanderten zuerſt bie Thalbewohner am Bal
Abiad auf fo zahlreichen Schiffen aus?
| Die ganz eigenthümliche phyfiſche Bildung biefes
gervolks, ihre politifchen Verhältniſſe, ihre Staatsverfi
en u. a. m. bieten vicl Merkwürdiges dar, was auf
unere von Arie offenbar hinmeifer *), und wa
jegt nur zum Theil noch durch die Durchkreuzung mit
berſtämmen und duch Dandelsverbinbungen bat ver
werben koͤnnen. |
Vierter Abſqhnitt.
Weſtrand von Hochafrika.
J. Die Käfle im Süden bes Aequator
Süd; Guinea
$. 14.
Faſt noch weniger Aufſchluß als über den öſtliche
alten wir über den weſtlichen Mand bes unbekan
feilanifchen Binnenlanbes, ungeachtet die Seekannte
bier feit 300 Jahren von den Europäern, obwohl zu
ensehrenbilen Gewerbe , alljährlich mit een L.
®& ir befucht worden ift. as wir über fie wiffen,
bürftige Rachrichten ber erften Entbeder, ber he
füchtigen Miffionaire, der elenden Sclavenhändler um
zee Maͤkler. Erſt weiter im Norden ift uns feit dem
fange biefes Jahrhunderts durch einen helbenm eigen 2
Dersmann, Mungo Park, ein bellerer Bi in das SI
Des Landes geworben; bie verunglüdte Erpebition der
liſchen Entdedungsrei‘e zum Zairefluß, unter Capitain
key's Commando, Bat ung ungemein bereichert, obwol
uns gar keinen Auffhluß Über Diittelafrita geben ten
ur dee nordweſtlichſte Vorſprung biefes Höchft ı
einig sufammenhängenben Dochlandes um bas Gau
enegal: und Nigerquell: Land, biefer ift es, der ung
einige Belehrung gewährt.
Doch dürfen wir auch das Wenige, was wir ie
des Aequators vom unterften Saum des Hochlanbes,-
von feinen weſtlichen Vorfprüngen erfahren, nicht a
Auge laflen. Vom Grenzlande der Capcolonie, der Mi
serraffe der großen Namanguas an bis zum 17jFen“
1
5. a. D. ©, 374. 381. und Murray T. III. p: 312.
=
| „ı WBefttand, Kongo, | 257
ee 1 1 —— bin x ailen = wie E Ietog ser nichts
= ige unfere beflen Karten aus (pr er
Ehe: (en —*8 bie Pinmangen, un son oflu
un 5
er Deffelben von wirt⸗ — *— So
Erſtes Kapitel,
uuine Uns aben vom Gap Negro bis sum Cap
tn enfelve (vom ı7ten Brad Gübbreite
A Itern Berichten.
offwärte in gerader Linie (unter
Be m it de Infel ©t. Helena) liegen bie kalten
die Gerra Frio ber Portugiefen,
n —* Eile E@uergebirge (M. (M. nevosi **))
Eben da Zu ten ui die Aa gebirge, und aus diefen
5* aa m Ye e ein aus unbefannter See,
v er efen fol zum Meere,
h Ben — enguelsa tief landeinwärts übers
Be 2. babe fe ‚ auf denen U. Battel es
Be GStreifereien ſehr kalt fand. Sie liegen an der
biefes Landes, mo es Dongo genannt wird ***).
entfpringt der Coanzaſtrom, weicher im W. von Dongo
Gercas de Plata (oder Prata, das vermeinte, reiche
m dene ) Uuschbricht und große Waflerfälle bildet, die
—8 e Mellen (30 miles) weit hören ſei
re licher en a berfelten ba:
Wortugiefen ife Fort Maflangane. Bis dahin fol:
h 10 bis 15 geogr. Meilen (50 — 60 miles +)) landein⸗
Is von der 4 ſeya. Der Edanza iſt bie zu dieſem
In der Richtung der Waſſerfälle, ſüdwärts,
"We Hohen Gerras Gafhindenbar, reich an Kupfer
a" In ber Öflgeenze vor Kongo, weniaflens aoo Lieues
w,dee Meerestüfle ab, Liegt das hohe Gebirgsland Ma:
nde, ia weigem ein feßr N enkfists Glima herrſcht +4);
N VO OR
Cape. Tuchey A General sketeh of ıhe Coast from Capo
* che drest errors in Longitude *
Lond. 188. 7%) OÖ d. Lopes Relatione del Reame di
o et delle cireonvicine contrade per Fil. Pigafetta.
Rama pr. Bartol. Orasei, 1591. *“) A. Battel
Adventures in Purch: Pilgr, II. her 975. 2 Cavıazır de
omtecucullo b. Labat elat, histor. de Pinterieur de
Ethiopie oseid, T, I, pı 60, t4) Cavaasi b. Labat.
%
Fi | ®
a Dem
258 Hochafrika. IV. Abſcha.5. 14.
es iſt reich an Golb, Silber, Eiſen. Hieri
ebautes Land. Es liegt zwiſchen dem 18ken bis IE
—X und ift wiederum im DR durch Dh
e be
in ori hie von Matamba ziehen a Mm gl
Rande vom Meere die Verbranntens F
nsrdlichen Keiftall: Gebirge (Serras de Sal, » ‚Sal
Cristall u. a.*)) der ältern Dortugiefen, bis sam BZairel
Bin, weiche bie verſchiedenen Königreige der Bea he 8
ODſten begrenzen. ber Höhe biefer
See — * , (Aquilonde, 5** under
Subdbreite, aus weichen ber Warbeiafluß, ein
Baire easfpeinge, Diefee See bat feine — —
orden nach Gübden und trägt
gi, * Auefluß iſt nordwãrts. 70 VDerſo
Deortugiefen iſt er ein Quellſee des Nils, bee bie
die gewaltigen — engüſſe ee fofl.
greeite Portugiefiſche Befandfchaft nach
und da im Begriff war, den Grundſtein au a
‚gen Kirche in der Königlichen — mbafſe zu
die Nachricht einlief, das Volk ber nbequetes, mi
‚gewifle Infeln bewohnten, ‚bie im einem großen Ger ib
aus welchem ber Bairefluß bervertritt (donde say
Zeire), fey im Aufruhr, und bebroße bas Bei
Tief 4 der König von Kongo taufen mit den Bornchg
bes 2 und hunderttauſend feiner Unterthanen A
eifpiele. -Zum eften Dale 209 **8 Beil
m Kreuz als Panier an ber Gpige, Soooo M
egen ben Feind. Als der König. fegeeih |
fense er Kongoer und Portugieſen aus, |
es Landes zu entbeden, ud diefe famım an 1m jenem ü
ee vorüber, von weldem e natı DU
dos a Her: 35 ek dieſen a
obern
Noch weiter dem Aequator gu, mad. die “
Dfgrenge fies den Zaireſtrom Bas laub m
eoeo (ober Macoco, ſonſt Anzico), wort wel ;
ber Bancaor, ein Daupfque from dei A Baie erkief
*) hend. d. ©. 31. und Lo ns Pigafedie. p
b. Purohas. II. fol. 3 und Osvazzi b. za
+) Do Bıradı Asia eto, Ed. Lixboa. 2552. fol. at
L. 3. 0.9. fol. 35. a.
it veteinen ſich alle — Ströme
‚Bambre, Bancaor zu einem einzig
im euß (160 Eirurs von der Räffe ab)" unter Dem
Baire """), die taffe 40 Lieues
ty bis er die ledte meitlichfte jiegslette in den
Gatatacten von Sundi +) (34 Grab Dfte
3 Grab SHMin; Sübbreite), durchbricht. Dom
fen Tataracte zum Mörce>finb 220 Lieues flaches:
noch mit einigen Stromſchnellen, davon die
——— —— er den ——
Heißt. ire macht zur Regen jeit das Meer
wes.yn füpem Waffer; fein Uferland ifR fehr Rare
m
Zerzaffeniens; Getasasten; Loande,
allı
es 8. uns Ältere glaubtvürbige Beol
honeatifge Bildung ss Landes ——
auf-Zuden, fprerpen dieſen nut nah, und ges
einige neue tſache. Es wird fo viel els
‚aus diefen wenigen unb ‚aus. ber. fehr merk«
ae RT
123 asigt, umb bap bie,
— ten der Sieras
bie hoben ebirgstetten
a en
. mach W. in Paralleliemus längs
=
&
= 6 Pigaforee. p. 23. '°%) Cawassi 6, Leber. T. I.
29%) Da Basgos Asia. Doc. I. L. 3. c. 5; fol. 36, .
AB.
Rn
60 Hochafrika. IV, Abſchu. 6: 14.
den Flüffen, fonbern fie gerade queer durchſetend), im
fen geenbigt wird.
ber den Weſtabfall biefer Fa A ei
his 40 Meilen breiter Gürtel
wiederum, wenn man analogen 786 [dungen ie tn
Hr enige Linie fallen möchte, welche man ven ben
en bes Coanza zu ben Gataracten bes Baite siehe;
— mit der vorigen parallel von ©. nach R. fin
us diefen Gataracten, welche wie IH v0 *
Nil, und wie andere, eine nur ſi
Fällen find *), treten beide Sa
(raso paese; in ber — e —* 8* ober ei
ſtenterraſſe. Mur bis zu ber Region e Gatar:
dran F Tuckey mit ſeinen Begleitern im Fahr 2810-
worüber „weiter unten bas Nähere nachzufeben iſt.
Pur nuf biefe e flache fandige Küfenterrafke “
unzähligen ern durchſchnitten wird, paſſen
Nachrichten von fürchterlicher Dige, von Sämpfen, Su
en und wilden Beſtien, von ungefunder Luft und mei
—28* davon die Miſſionsberichte überrömen.
any verfchieben iſt es mit ber überaus volkrei
vortrefflich bebauten, fehe temperieten Mittelterraffe, ms
Die Kongoer felbft, zum Aerger ber Miffionaice, für vr
zabies ber Welt halten *'"). In dieſer liegen die dj
——— des Königwrispe Konge, nad ben Altern m
giefifhen D
ier * t die wi rovinz Bamba (la
la ae la sp ada en —* del Re), die Binder ein
theil des Reiches ausmadt, und dennoch A00000 -
ftellen kann (?) +); die Provinz Gogno, bie Wo
en bie Angicanas; die Provinz Sundi, am reichten Wu
adel; Batta no wohlhabender; Matamba, abi
bebaut, doch außerordentlich fruchtbar und tem
Dacco Fa feuchtbaren Bügeln und reich bewäfle
nen u.
Die Kenntniffe der. Portugiefen erſtreckten
foft nur über bie I her. Dortap o wie auch bie
tung des Ehriſtenthums; durch fie ſowohl ale bes
e und zweite Miffion der Jefaiten iD 2
buch. bie fpätere | ber el
genommen) nur vozgüglich —
anda), nicht im Hochlande (Panza TH14t
%) Cavazzi 0.0.0. **) Lopez b. Pi ferta. “es
y Car b. Labat I. 8 —8 PD) pi b. p.
44. and 37. ‚) Chvazti l. ) Cavazki
Liber 11. p. 36% HH) @, Pater —— nad Reg
in Kuhn Saͤmml. 2. I. G. 8. 0,0. Tttt4) Lopes p.
0 Wella; Kom... | a6h
vom Meeresufer ab, wenn
* wer 'wag wir, bier Dicelterae
® ‚konnte, wa verbreitete
eg
* n gi
4 ie D ittel ii
can mins, nn, m im;
Aber Go! ‚al or!
ud zu re ur dahin Geht eigen
} a bei —— eine ARTRedE
7 d "ie Ba En ji jeim
—— tiefe ——— teich an ©
ie 4 DB. unterhalb figneno am Coanza,
Buß unter der Erde ine “)r fonft aber an
no vorfommt; fo in der Provinz Shiffoma
i zu Rimba in Bamba, au in Sogno (oder
——— — —S— vs ut
aus ber Tiefe durch Austai
an Du fhafen fuhın.
Interung 2 Benspnen: Ansito, Biaga
orb im,
das — — — Aftitas erfahren wir
‚wow der Kongoküfte durchaus wur etwas
des Handels und ber Krieges und beide Quel·
‚nur wenig äuverläffige und HEHR uuvpltem:-
n —— dur keine neuere Rachrichten deriqh⸗
mer bee vorher genannten Küffen und ber
vom Cap Negro bis zum —Sc im
Fiber im vor ber Zeit ber Portugiefen jego
jahr 1484 zuerft in ben Zaire ein m
henfdten Reidye gehört Haben, _beflen E
) aber. ide lange im. Betz diefer
von A im zuge in Forauc im —
m die Statthalter ber ingen mar
’ RR viele Dane b..i. — ober “mn
nalen Ben, er Der Paeinuen,
J —A
Ku ne an Yen #7
En uud Carl T1 n.26, 7) Barrel ia
N a E er RN
mat .
e26e Hochafrika. IV. Abſchu. 5. 14.
weiten Reiches, ſollen auch zu einerlei Matten 4
ben; denn fie redeten gleiche Sprachen, welche
kecten zwar verſchieden, doch nicht mehr von ein
wichen, als das Portugiefifhe vom Caſtilianiſche
8. die Sprache in Angela von ber Kongoſprache
* Ganz verfchieden von diefen Racing f
Moci-Congis. Dieß if der Name, den fie ih fü
gen **). Gie find die Bewohner des boden Win:
-(terres mediterranses *"*)), auf welchem bie
Adgätterei ihren Thron aufgefchlagen hat. Wis
durch damalige Augenzeugen einige Nachrichten
aus bem ı6ten Jahrhundert, welche Bei allem of
beihaften und von den fpätern Schriftſtellern vw
triebenen, mehrere eigenthümliche Züge enthal
nicht aus ber Luft gegriffen find, weil fie fich an
Individuen, bie man als Sclaven an den Küſten
der Mitte bes 18ten Jahrhunderts verkaufte, bi
re weiche ben Afrikaniſchen Hochländer zu char
ſcheinen.
Die Anziko (ob daſſelbe Volk wie bie Angela
ta? 7)), bewohnen am obern Zaire im Often vı
brefluß, rauhe, hohe Berge, deren Reichtbum i
und Waldungen von Ganbelholzbäumen (Prerooa
talinus Linn.) beſteht. Diefes ift grau und vc
als Dulner mit Palmöhl zum Hauteinreiben gebra
von Kongoern und Portugiefen als Arznei benu
Anzito find_ein getwandtes Gebirgsvolt, has of
auf feinen Bergen ben Ziegen gleich umberklettert,
einfach lebt, treu ifl. Die Dortugiefen ſchenk
volles Vertrauen, und ſagten, nichts fehle ihne
Chriſtenthum. Gie find überaus tapfer, kriegeriſi
Zurze Bogen mit Gchlangenbäuten ummunden
Schangalla), tauſchen im Handel mit ben Kongser
lich Salz ein, das ihrem Hochlande fehlt. ü
mit übereinfliimmt, daß fie von Menſchenfleiſch fi
— en) Yeramente atrana e qussi ”
agt Lope , iſt freilich nicht einzufehen.
Ed ya a das
Mikoko genannt, welches ri weit gegen Oſten
Zen foll, wo fie mit ben Niemmeantalern in eine
Ichaftlichen Handelsverkehr fanden. Auch bie 7
ſollen durch fie mit demſelben Volke in Handefst
getreten ſeyn. Indeß erfahren wie doch, daß
%). Lopez b. Pigafetta, p. 24. **) Lopez p. 22. '
Rel . I. 0)
1) Lopes p- 14 At) Rapper
Kouse ·
> an Pe ont ,
——
ee
—2X wurden. Did N eh dm See
in ®
ee Ag
mit in bien, ben
uNuba von Saale A De Sie Ne an
— Mr Ar Es — A
A a — & marton). .
m dltern 3 .
—
fe ine, m
264 Hochafrika. IV. Abſchn. F. 14
FR ißnen — nur eine 5*
Blende ee al
— en er
ae 8 Id Hr
* all giebt bie rer Ki
eſchi ide en Au, ig
—— der
oder doc für eine Ortsberwand
ölter. auseinanderteeibende —
Afrika, ein gewiſſes Gewicht, doch Feine Gi
age ft **) fielen die Giaga na, ı
fürgpteten eh Hauptmann Zimbo, In Yan
ein, und über ne bald darauf als eine
IE, und verfengende-Peft das ganze 8
J je nur erſt Yan, durch einen
ife — —— etrieben
it dei
— Fa —— mit
= ne er
‚auch Monomotapa wie 0 1
»fle immer von Anfan; ‚als
giirE
4 ur ’
hit Bnbfne orrbermnen, De Beine’ en
— —— es —— daß Au
ten A hi
— * ee — u. *
Mach Dalzels ie Nacheic) ichten ‚ indem *
bild,
BE Bali
. — —
wäteh dann gleiches
denen uns ein bo
| ——
—————— —— auf beim
te — ihnen A
He han Be
ing 14 sah
a — 8 3 man öfter“
e Totihe, Ham ihme breitheilig
Nitup, und andere, bie don Natur fpige
Ba Haben follten . Auf den Sebirgen der
«6 allgemeine Sitte der Bergnölfer, fi die
zu —— a dor —20 — ++). Ein Heibs
jarfur feilt ben Kindern
umb drüdt bas — ieh. | fo baf fie fehr.
Fi —— * F Aegypter m
es un je mehr ober weniger
Schon Edrifi, Dldendorp, Niebuhe haben hatte
n es merkwürdig), baß unten ihmen fowohl bie Xe=
ee: Ah Einbalfamisens der Todten, als zn a
et '& ‚lebenden rauen mit ihren ver
ji * * hafiaten) ELSE hen *
jannes wird gewafdhen, mit wodirleqh en—
et, — ‚Haar gfamdet "und fo auf einen
A unterirbifhe — ge:
feiner Frauen, denen mau bie Arme zerfhlägt, neben
‚fe wird alles dugebeitt, Auf dem Grabe werden Blut,
Afrika, SH. A und Dlaubah Equiano Lebens«
21. ——— of — —
ömer Rachtichten S. 19. — ober F
* en a8 bes ——— a digen Eee
g neue Reife. . 1 olberry Reife
— 2 Bene, ©.
He 8 des nis. Th.6. Run Edri-
|. ‚eur. Hartmann. P- 34 Baszel in
Pusch, Pilgr T. 1, 1.979;
066 Hochafrika. IV. Abſchnu. F. 14.
Palmwein pespfert, und monatlid, Zrauergefänge von %&
terlaffenen aufgeführt. Die mitbegrabenen Schaͤge unb
follen dem Danne im Reiche der Todten noch dienen.
Die Söhne der gefchlagenen und gefangenen Weinde
ihre eigenen Kinder oft opfern, nehmen fie in ihrem He
erziehen fie zu Kriegern, erft mit Abzeichen als Gclaven
ſich durch Zapferkeit zum Range ber Breien erhoben haben
maden bann die Bauptmalfe ihrer Deere aus, wie bie
alla bie Leibwadhen ber Habefiinifhen Könige, bie Dia
er Beherrſcher von Aegypten, bie Habeſſiniſchen Sch
Leibwache der Könige von Kabul in Aften u. a.m. J
fechte führen fie mit dem furdtbarften Kriegsgeſchrei wie
lahorden; alljährlich ziehen fie zu Beibe wie biefe, ob
‚wenigftens im ı6ten Jahrhundert; aber mit no größer:
—5 — und ihre Gefangenen ſchmauſen ober opfern fie.
riefter, Banga und Singhili genannt, find bie größten
rer, ihr Oberpriefter Chitome ), ber ſtrenge Sierardie %ı
‚it ihnen ein lebendiger Goͤre, wie ber Dalaflama ‚ber
ner; er wohnt im heiligen Sande, in dem geweihte
brennt u, ſ. w. Unter ihm fliehen unzählige Gaukler,
Fäuftler, Männer und Frauen, bavon jede die Herrſch
ein befonberes Uebel, über eine Krankheit, über einen b
heil bes Körpers befigen, den fie als Aerzte zu behand
KR (wie bie Vertheilung der Arzneiwiſſenſchaft unter bi
‚jteen der alten Aegypter). Sie haven Ketifchbienft und :
insgefamt das böfe Princip (Devill, fagt Battel), um
„auf taufenderlei Weife geneigt zu maden. Und barin
fie wiederum überein mit allen Binnenbewohnern Afrikas,
wir fie kennen, von ben Gierra Leona Gebirgen und bei
. gallande ** "oftwärts bis zum Nareanifhen Grenzreich
ro *“*), im Dft am Zebee bis zu den fanften und milde
a auf dem füdlihen Borfprunge des Hodlandes
rieſtergeſchaͤft vorzüglih nur in Einweihungen ber $
‚und der Thiere gegen böfe &inflüffe befteht unb in |
ülfe.
® Bei diefer merkwürdig verbreiteten Ginförmigteit
eigenthümsich ſcheinender, roher Urgebräude, bie dem:
jöen DHodlande angehören, wollen wir jebodh immer I
aß Hierdurch nur die rohen Horden bes ı6ten Jahrhund
racterifirt werden follen. Denn bie Sitten hatten fid
Der Mitte des 17ten Schrhunderts (1648) +) in dem %
ausgebildeten Reihe Matamba, Tehr umgeänbert3 vo
heutigen Daſeyn fehlen une außer ben Bermuthungen naı
und D. Equiano, alle neuern Rachrichten.
Anmert. 2. Fetiſch. Das fo allgemein von Se
Geladenhaͤndlern, Europaͤern, Seograpten u. ſ. w. in M
Diefe Boͤlker angenommene Wort Be tiſchdienſte iſt
), Cavazıi b, Labet, T.I. P. 254, 392.048. *
berry Reifen. ©. 39. 2) ellez Historia geral d.
ja a Alıa erc. ı060. fol. p. Bar. +) Cavazai hd
thiopie occid. II. p. 249.
13 open Kane je =
A: ‚dade a füiti-
re ee
umgeftimmte fj
at, umb u um ber R 2
ein Kr —— meh
TE ET mer
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18 Bauber und Wunderglaube im S. umb
n yehdt in nnurrer Beit -Dafjelfe auß,. was Fr
dan —— Fahren im R. und D.
am. Niger durd 5 53
— Tanne
, wie aut *
——
Ir hatten fe
"bemabit, und alichen, obwohl roh genug —— 3
—— ja eher nad den Etruscifhen antiken “
manden Gtüden fo fehr, daß Dr. Smith daven
barderr); (8, unten bei Aſhantees.)
Amwieites Kapitel,
ß b 8land des Zatreft
1Bintunadiens 1ed Betesfiarten In
1
—— nn
—— ——ã— elle umtez
am — 1816 ein
* —e LT Deal Den 6ten Biänı
vr 53 —— Ems:
— a EEE Ben e=
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aehsan Zeiten Sof trefiinpfien Beobadtungen nur
ang dh Den L LU 10, ‚fol. 85. $., Dalzel
sd Die Vi. #2. @.007.
wa 0139, *) —— ri
268 Hochafrika. IV. Abſchu. 6. 14
deſto mehr ihren fo frühen Verluft beklagen. Die Re
er Bemühungen werfen ein intereffantes Licht as
Ergdſtelle, deren Individualität und Verhältniß gu bei
gen Gliebern des Afrikanifchen Erdtheiles aus dem
den, nachdem wir die Mefultate aller ältern Beri
fie für fid als ein Ganzes zufammengebören im |
Kapitel mitgetheilt haben, fich mit größeren Klarhei
es bisher der Fall war, ergeben man ).
Durch Erkundigungen welche Tapitain Max w
der Kongoküſte und zu Embomma, dem Sclavenmarkt
vie Größe des Zeireftroms und fein weites Herfiräm
dem KBinnenlande von Gclavenhänblern eingezogen
war in ibm bie Borellung erregt worden, als möcht
wohl, gegen bie bisherige Meinung, ber wahre Ausfl
Migerfiroms von Mitselafrita ſeyn. Zumal febien b
Ausfage der Selavenhändler gewiſſer gu machen, bie
fprasen „daß er von N. O. berfommend, über 100
eilen jenfeit der Gataracten noch ſtromauf ſchiffbar
und dort den Namen Enzaddi führe.
Ueber diefen Yunct, für welchen ſich M. Part ı
Barrow, gegen welchen fih J. Nennell erklärte,
größern Gewißheit zu gelangen, fchien der Englifch«
miralität wichtig genug, um zu gleicher Zeit. zwei (
tionen zu befördern, welche es zum Gegenflande ihre
gabe machten, die Identität bes Niger und En;
entweder darzuthun ober zu widerlegen. M. Dart
p dem Ende ſeine zweite Reiſe in das Innere von
en Niger hinab, und Tuckeys Fahrt ſollte den Zafı
aufwärts, gegen die Quelle Fi gerichtet feyn, fo I
erften Falle ein Zufammentreffen beider in der Mit
Afrika das glädiichfte Mefultat geweſen fen würde
durch denn unftreitig bie Erdkunde von Afrika ein:
neue Geſtalt gewonnen haben würde. Diefe Hoffn
welche DM. Park zu feiner neuen Reiſe anfpornten, 1
biefe Entbedung für wichtiger als einfk die Umfegiu
Caps der guten Hoffnung hielt, wurden aber noch wi
füllt, und ber Erdtbeil verlangte erſt wieber neue-
bevor er das Geheimniß feines Innern entfchleiern Ii
Weber die Gründe welche für die Art der Entwi
des Nigerlaufes etwa Hypotheſen barbieten, fiebe
®) Narrative of an Expedition to explore the Rive
usually onlled the Congo in South Africa, in ıßı
der the Direction of Capt. J. K. Tuckey, to wi
added the Journal of Professor Smith etc. publisl
Permission of the Lords Commissioners of the
salty. London. 1818. 4. **%) Tuckey Narrative
dust,‘ p, XIV, Zu |
tale Gärmer, Balmay als Volontait. Won dem
IE blich eim Theil auf dem Konge, m. an dee
5 des: Stromes zucüd; ber andere heil, naͤmlich
eher, ſuchten weiter in das Innere, jenfeit ber
— Mehtere ermatteten auf ber bes
7 Reife. 14 dom ihnen feßten u Wander
'g mir! denfeit ber. Gataracten fort; Mühfeligkeitem
amd Krankheit, zwangen endlich nach den mühfte
— en; alle ertrankten, achtzehn
auf dem Rüdweg an dem dort herefe
—
fen zu ſeyn ſcheint. em men
„und Gapit, Zuden ſelbſt vollendete ſein Reifetas
nicht Usfache. Bi lüds, denn
en en Gr
® die. Deftigen Temperaturwechſel bes
das Whermometer 15 bis a0 Gr. unter den Standpuner
m Züge fiel, denen bie Reifenden gentpntig bei Brand
im freien ausgefeht waren , ma je erttan⸗
9 das techn Ir tige Genie 6 en einen,
= x
®) Tuckey Narz, pi XXIY, ®®) Tackey Nazc. p. XL,
270 Hochafrika. IV. Abſchu. $. 14.
und übergroße Anftrengung und wiſſenſchaftlicher
ben andern , in jenem ungewohnten Clima unter
quator, wird von den Ueberlebenden als eine Ur|
Ungläds ber Befellfhaft zur Warnung für Bünftig
nehmungen ähnlicher Art, angegeben *.. .
Die bisherige Zeichnung der Küſtenlinie biefes
von Weftafrita, vom Aequator ſüdwärts bie zur I
bes Zaire, zeigte, nah Tuckeys Beobachtungen,
überall über einen Längengrad verfchobene Richt
Ale Beobachtungen und Erfunbigungen ergaben,
Küfte von Loango bis Kongo auf allen Karten zu u
Weſt gezeichnet war, fo daß Smith feste, fie fer
biefen Karten immer innerhalb bes feften Landes Bi
Die Berichtigung fiede auf Tudeys Karte “**).
Diefe ganze Strandküſte }) von Malemba, im
bes Aequatore, fübwärts, ift ſehr flach, dicht bewal
er fehe kühl und feucht, voll Ausbänftungen, we
oMbwälber umgeben; der Uferfteih voll Untiefen
ft wegen der Kühlung der Wälder oßne den
Wechfel von Ger: und Landwinden, welcher ben
Yüften fonft fo eigenthümlich if. Dieb macht Bier
ſtenſchiffahrt fehe langweilig, ermübdend und befe
Der Strand zeigte, vom Schiffe aus gefehen, drei |
Ebenen mit lichten Grafe bemachfen und gleich
Smith’s Urtheil, dem Auge nach, den Waldkäflen
niſchen Inſeln +. Das Land zeigt hier die gräf
fürmigkeit, eben fo auch wohl der Producte; des
Bas Kelefcop, wenigſtens, zeigte fih nur einerl«
der Walbungen, und nur wenige, einzelne anbı
Bäume, wie Palmen, ragten über bie gleipartigen
hervor. So zeigte fih die ganze Küftenfirede von U
und Guilango füdwärts bis zur Loangobal. Er
36r. so Min. ©. Br. erhebt fih der bis dahn
flache Strand zu angenedmeren Höhen, auf denen |
uniformen Wälder fi nun au mannidfaltigere
sion zeigt. Die Lage von Loango iſt auf den Karter
3 Indiantigr Spipe, (üdmärte davon, ligy
4 Gr. 31 Min. ©. Br. +47). Der einzige Fluß
dieſer und Cabenda, ift der Loango : Luifa, oder Gacı
bee Karten, ber fſich zwiſchen zwei Anhs von
Kalkſtein in das Meer ergießt, unter 5 Gr. 17 9
nn nn —
*) Gbenb. &, XLIV. **) Ebend, ©. 65 u. 260, *"*).
‘. zal Sketch of the Coast from Cape Lopez etc. ac
to informations obtained by Capt. Tuckey etc.
key Narr. p. 51, 56. +4) Smith Journal J Tuch
a6. +tt) Pu ey Narr. p- 59.
er Sue weiche Wapıccın wurden auf dem
ten, fpragpen Eau oder Frangöfifch genug
lic zu machen. Dos Oberhaupt von Mas
te fih ſeidſt Tom — den Pe Kauf⸗
7 7
070 Hochafrika. IV. Abſchn. 6. 14
Verſuchen ben Britten bie Einfeglung bei 4
dem Ufer hin, gelingen wollte,» Di —
iſt Hier nur gu 3 Engl. Miles anzunehmen, die. mil
Tiefe gu 240 Fuß (40 fathom), obgleich weit- tiefere «
Ien vorhanden find, ba Capt. Tuckey an foldden, bei
Fuß, Gapt. Figmaurice bei 960 Fuß, mit dem Ger
teinen Grund finden konnte. Das von den Portiz
früherhin berechnete Waflerguantum bas er ausſtrmen
iR dennoch weit übertrieben. !
Das ſüdliche Borland der Halbinfel mit Shark u
iſt ein junger, durch den Schlammanfag der Gtrsm:
Meeresfiutben gebildeter Boden, mit Mangee
(hizophors) u om n ee A der |
umpfregion in unducrchdringlichem Di wuchern..
ter dem vorbern Sebüfch erhebt fi der viätehe
aus Palmen, Cäfalpinien und aubern ro
reizende Formen, eine wundervolle Pflangenwelt, wg
nur die Smagination des Europäers kennt. Den
ter hinderte Sie überall das Dickicht vorzudringen, wu
mußte zum Sammeln immer tief im Waſſer gehen.
der Bier Appig wachſenden Pflanzen hießen ſudameri
find aber ächtafrikaniſcher Heimath, wie aus 9
Unterfugung gibt *’). Landein bilden fich ſehr viele Ce
oder Creeks zwifchen den Gumpfungen mit ftagn
Waſſern, und fo weit verbreitet fich bie Region der
ovewälder, ı bis 14 Meilen, bevor ber primitine erDak
Bohr des Landes auffleige. Unzählige Lleinere Safe
dem fo von bem Gtrome gebildet, vom beren Uferlande
hohem Waſſerſtande heſtändig Thrile abgeriffen werden;
Verzweigungen des Wurzelnetze halten in biefen
waldungen fo feſt zuſammen, daß auch bie losge
Bäume in ganzen Gruppen wie Inſeln ***) davon f
men, und weit in die hohe See flotticen, wo mas
ſchwimmenden grünen Infeln öfter mit Verwund
wäßnt flieht. w beiden Geiten des Stroms, an
Nord: imb Güdufer, reicht biefe Scenerei ber
Dochwaldungen, die durch Schlingflauden bis in
oft ppramidenartig ummuchert werden, 3. B. von
en, Jasminen und andern Kiettergewächfen, bie
5 reifen Iondein. Sm Gteome liegen am Ein
v ebenen Flußarme, von denen der geößte, m
den Namen Maxwellfluß ergalten bat, viele JInſelin
Riedgeas, Bombar und Rohrwalbungen bewadpfen,
Monpangainfeln, bie mie Fiſchadlern umb
*) Smith Joura. p. 27% **) Smich-Journ. p.277. e
ar Nerrative p. Bg. Smith Journ p- 2b ae .
Weſtrand, Kong. mg
inte den — de Bun:
— en Bet ana *.
"umb andern feltnern,. fand” er ana,
Br Saaten Me —* A 96
dire in uud
— bie PR fie — tiet
am Stromufer fer flellten fd
jume des Gambia **) ein. gZu beiben u
—— umb bicht auf, wie in den
am Nur einzelne Singußgel, aber
ärme von Pepcsemattn Fe m Sul
bangen, bie am frühen Morgen die WBAl
'nerließen und zu den —— am nei “
1, um am Abend zurüdzumandern.
haobabs) zeigten fich nun in den ne Mann
puren von Antelopen, Eigen; Elephanten und
— — leßrere am Zahl höher auf im Strome
jund - Der Stronr teug viele. Gandes von
en, Dandelnden belebt; aber feine Ufer
—F ing hin waren ohne Gultur ber Menfchen;
ieten: auf Pfählen aufgefchlagen ſahe man,
ker Bat it wo Bifche gefangen, nn gefifcht oder
den Palmentconen abgezapft wurbe..
*. Briite des Stroms hört da auf, 2)
g
e Se der ehem ee!
‚vereinen. t der . ga
m Aueſehen ach einer Gruppe einen gleich,
immer ebenen Boden, in weldem er volls
Kieler un des Stroms commanbirt, mit: feinen
m Seifen. Oier hört mit um, bie romautiſche
m bes Kongo: Gunderbunds (f. b. Ganges) auf,
"bie üppigfte Wegetation; fo daß eine Ercurflen
Gtunden dem Botaniker Stoff zur Unterfus
‚tere Wochen. barbietet.
fchfelfen bildet die Naturgrenge, ben Seen
dem horijontalen Deltaboben des weiten Ace
am Kongofluß, von welchem bie erhabnere Lands
begiant. Oberhalb beffel Di dee
m des Landes an; dier find bie: erſten
Bebesenfanıun, Der Fels if ee große
anitgebitg, bie jee"wie eine Se fichen im gl
fat in den Strom abflürzt. Jn dem grobe
®r):Umt. &.a05 Mer) Tach
emp en hohe —— I Turkey
27% Hochafrika. IV. Abſchu. F. 14-
korn Granit liegen ſehr mächtige Felbſpathua
—— davon ee — Smith Beobahtun
100 bis 200 Fuß Umfang haben. Am Fuße bei
Selfems find Wirbel und Strudel bie bei hohen
gefährlich feyn ſollen; wenigſtens fürchten fich bie
fehr, daß fie ſich nie feiner Brandung nahen.
men haben bier. ihren Lieblingsaufenthalt. Die
Höhe des Belfen gewährt jebocy eine weise Ausß
mebrere ähnliche zuinenartige Felsgruppen, banon |
Enzaddi eine tburmartige bildet, auf einer |
1500 uf. Nur einzelne Abanfonien ftehen Bier
Gruppen auf den nadten Anböben umher. Die
wird als die Wohnung bes Geembi, ober bes gro
fies angefehen, welcher nad dem Wahne ber Koi
Herrſchaft des Stromes Bat *).
Am DOften von diefer Stelle folgen bie erſten
ten am Strome, bier liege Lombi, ber erfte M
mit einem Dorf von 100 Hütten, und bald bar
bomma, die Üefidenz des Chenoo (Kienu) ober
Landesfürſten, ber den Titel Groß Mafoo
(Kin erchant). Bier, bei diefem Orte, Feigen
des Zaire au Hügeln an; Bier if die große Rai
wifchen dem flachen Zieflande bes untern Str
bes und dem mittleren Laufe bes Kongofluffes, wel
Bier an eine ganz andere Natur annimmt, und das
land durchbricht. Eben diefes endet bei Embomm
zeigte fid von Bier aus den Reifenden **) in öflim
als blaue Gebirge, in Wellenlinien ſich in zwei
Ketten hinter einander erhebend. Hier fließt bei
aus Bergen mit zugerundeten Gipfeln hervor, ber
Gehaͤnge gegen Norden, deren Gteilabflürge gegen
gerihtet find, wodnech bie beiden Stromufer entgeg
öfhungen zeigen. Hier verſchwindet der üpp
zenwuchs, alle Derggipfel find Tabl, tragen nur no
Gruppen von Adanfonien oder Baobab's und bie Wi
bleibe größtentheils in den tiefen Thälern zurück.
Sn Embomma, ber Lanbestefildeng ungenı
armer Drt, aus 60 Hütten beftebend mit Soo Ci
ift der Honpts Sclavenmarlt am Zaire. Gapitaäı
and bort 7 Portugiefifhe Schiffe vor Anker liege
egereinwohner im tiefen Frieden gingen-
aber dis Männer zeichneten fi duch ben hachſt
ber Indolenz, Weiber dur Geilbeit und Gel
aus. Das wi Pnetngiefifcher Matroſen und (
*) Tuckey Narrat, 2. g00. *®) Smich-Janra. p.
se) Taskoy Niet. a. Abo, 125, Ann *
Weſtrand, Kongo, 275 "
sr
dem nn und Tüderlihes Le ui -
das Hauptgefchäft der
der N ienz *), beim Ghenoo, Ba
olten Haupifragen, ob die länder
andbels'willen? ober dann um Krieg?
von beiden mußte beſchworen —
‚nahm dabei ein Blatt vom Zweige eines Baums,
brechen mußte, um dadurch den Schwui
ya 55 unbe bot der König dem
a BEE ei
ten dem jel gegen befien 4
— —— in den Ausdräden
unter — itugiefiſchen und Franpäfis
— Eine furchtbare Feucht der Europdifchen
den Küftenländern ferner Erbtheile.
ie fr bier bei Embomma durchaus nicht mehr
große ee — = RE
F gema mich **
Ber fey bier (bei Booka Embomma) fo breit,
in Norwegen bei der dortigen Brlide;
ie gen ihn ſehen Übertrieben, feine Quelle könne
+ Ianbein liegen als etwa die des Senegal und
mb, te ee weiſſagend hinzu, ihre Erpedition
fe beendet feyn als man erwarten telirdes
Imgegenb von Smbomma bat wenig Culture und
xjeichnete Naturgaben. e an einzelnen Stels
Bebant; nalen 8 Ufern Hin, Caſſade wenig,
alb am Strome, me
ie a die unterpalb Ben Beslon
die Rapfia ausgenommen, oma 1 fe 5
—— ref, 9a Palmnäffe,
eben, oba helm
aim in zweierlei Arten, aber feine Kolospalmen,
Biefes gamaen Zaireufers. Das wichtigfle eins
— biefer — end, um Embomma, jft bie
Nee wi in — Ueppi —
vohnern ‚nicht mehr gefammel
—— welche —8 —
jelten, di nicht mehr | um.
Er diefe Gegend bei alem © egen,
58* —— — duch hie —8 ar ki.
Hungersnot ce nicht feitt
—X ittel wurden hier am Zaire
f
a
R
Maria 106. Side Smith 37,
Be be 0 aan En
*8 Rarz. p· 129. 7
2
7
276 Hochafrika. IV. Abſchu. 5. 14.
vorzůglich erſt durch die Portugieſen aus Ameril
Fr ; fo, das Sinbifche Kom ober Mais, Bar
affava, Yams, ſüße Pataten, Hirſe zweierlei Artı
nas, Capſicum, Zabad u.a. m. Diefe Culturpflar
es vorzüglich, welche von nun an auch weiter ofwäı
Die Bewehner von Embomma, weiter ſtromauf im
nere verbreitet worden find. Zuckerrohr, Tamarin
monen, Drangen und Bananen find bagegen Bü
na Bromwne's meifterbaften Ausemanderfehung,
ſpruͤnglich einheimifchen Smägte (fe Berbreitun
turpflangen). Die Zeit des Aufenthalte der
u Embomma , im Augufl, war ber dortige Wi
as Thermometer fand felten über 76 ®r. Fa
aber Nachts bis 60 Br. Die Seewinde weheten bi
unregelmäßig von Nachmittag 4 Uhr an. Der Him
befländig mit Wollen bededt, wodurch bie meteerc
Beobachtungen weniger intereffant wurden. Gmil
Die Erdtemperatur beobachten, fanb aber den Then
part wie Gtein, baß er ihm hinderte tiefer ale 3
ie Erde zu graben ; ihm fchien die Temperatur abe:
Zahrh. zu ſeyn, alfo Höher als bie atmofphärifche
zatur im Winter. Die Temperatur in ben Waid
fiel aber immer bis auf 70 Gr., wenn auch fein |
faein war; wahrſcheinlich wegen der ſtarken vegeti
usdünflungen.
Erläuterung a. Die Entdbelungsfabre a
Zaire duch bie Region ber Cataracten,
Embomma bis Soondy R'Sanga.
Die weiteren Erforſchungen landein find biı
SR mühfeliger Anfttengungen bee Kongoexpedit
nd leider nur Bruchſtücke geblieben, aber auch fo
von großem Wertbe, und mit Dank gegen bie ung
he für die — EP ven, bie feit b
underten vergeblih nach folgen Beobachtungen
umfleht und vielleicht wieber eine lange Sr auf
warten mag.
Nur vom 6. Auguſt bie zum 10. September, a
ein voller Monat, war den Reiſenden noch vergl
Gebiet der Erdkunde zu erweitern, und nur die
arbeiteten Notigen ihrer Journale dienen uns als
fee wur das Gtromlabprinth bes mittlern Moit
ja ®
*) Barrow General Observations in Tuckey Narı
.366. Rob. Brown Observat. ib. p. 489, **)
Narzat, p, 119. Smith Journ, p. 28,
lick e; wie tinnen bafız
) mit den Beifenden felb une anf bie se
- Doch nur nach Ihrer eigenen Aufnahme
nes: Dr, bee if af . b Pa en
nungen, bucchaus fa
, was von allen altern arten To une undes _
als Regel gilt, daß die einigermaßen.
* *3 fü ie Boft eg —** u
‚ e bie nter
mdftrecken une ganz Lleine Häume im JIunern
kheig blieben. & o R R auf —— Kar⸗
ne ſehr weit usgebehnt, welche
ie von an Die —— Wifen Ems
sd, unb nur zui⸗
ni * 15 Er 20 re D. 2. v. Green⸗
—— Capit. Tuck es Babe f
mma begann Gapit. Tucke ußfahrt au
—— — bem Orte * an } Deois
efergebirg, welche das fchönfte Loca
Hetifgpen Golonie Bürbor ° ; bier maß Tudey
sie, deren Stamm 4a Fuß im Umfange am Bo:
nd biefelbe colofjale Peripherie ey noch bei 31
eibehielt. Won Bier an fließe der Zaire **) zwis
— mit ſteilſeitigen —R
tromthal bis auf eine Wiestelfunde
find meiſt zugerundet, gan PR
fung ———— ſtens bewachſen; auf ihren — *88*
je man einzelne Gruppen von Palmbaumarten,
desmal wenigfiens ‚eine Abanfonie, als fleter
& Mur fehr wenige kleine Ortſchaften liegen
nünbungen Bleiner * öme. eBä ume
Ind fie mit Affen (Simia cephus) belebt;
: eine Strecke angeſchwemmter Thalgrund liege,
gepflanjt. Das Flußbett bat bei 4 bis sun
immer guten Ankergeund, ift aber hänff —* von
fett, die unter dem Waflerbett viel Ger
‚ir
Nerzat, p. 116, #%) Eben. ©, 139. Smith Journ,
R 9 N‘
278 Hochafrika. IV. Abſchn. 6.14.
In ben Gegend von Sondie *) enge Mi auf U
Weiſe das Strombette völlig zufanmen, in einem Ablle
von etwa 23 geogr. Meilen (140 Engl. miles) vom Bei
Bis zu biefer Stromenge fleigt die Ebbe und Dieereofi
noch ı2 bis 16 Zoll auf. An dem nördlichen Strom
ſtarren bier Schieferfelfen hervor, welche Gapit. Das
die Scylla genannt har, weil gefährliche Wirbel unbe
Reihe von Strudeln an diefer Stelle den regelmäßigen ®
des Stromes ſidren und bie Schiffe fehe gefäßrben.
Von diefer Scylla **) am Eingange, bauert dieſe Stri
enge aufwärts, an 8 geogr. Meilen (40 Engl. miles) -
Ynga, wo das Strombette fih feeartig erweitert **").
nerhalb diefes Raums liege die Region der Yellallä
oder der Kongocataracten.
Am Eingenge der Gtromenge von Sondie bee
man an ben Slimmerfchieferfelfen, daß bei angefpweiik
an Die Waſſerhoͤhe Hier 8 bie 95 Fuß Höfer zu ſtech
9 egt ® ”
Bon bier an begann bie Waſſerfahrt fo befchw
werben, daß man vor dem Eingange gendthige war bie
liſchen Flußſchiffe vor Anker liegen zu laffen; fo def;
Entdedungseeife bierdurh nun weit gefahrvoller we
Die Steomufer treten auf beiden Geiten, in Gebirgen
1300 bis 1450 abfoluter Meereshöhe, und GSteiltlippen |
an, find mit lofen Gebirgstrümmern Üiberbedt die Bier
sinnen, und flatt der vorherrſchenden Schiefer *2
Syenitgebirge, und auf dieſer Grenze größerer Que
thum als weiter unten.
Auf dem Güdufer des Stroms, nahe jenfeit der Gere
enge Sondie, liegt ber Dre Noki +7), auf einer. fehe
len Sebitgowagnd zu deren Erſteigung zwei Stunden
waren. Er iſt, wie Embomma, der Sitz eines
Ren, eines Sheneo, der nur in größerer Wildniß lebe, €
Bin weniger Spuren Europäifcher Givilifation vordraug
Das Oberhaupt faß bei ber Audieng auf Häuten von |
wen unb Leoparden, bie zu betreten für jeden U
Mofetätsverbrechen gewefen feyn würde. Ueberall
ER Menfaenmangel und den Bewohnern diefer
tten war bas Land jenfeit der Gataracten eine volli
mene Terra incognita. In biefem Drte war ein Banian
baum (Ficus religiosa) auf dem Marktplag bingen langt,
heiligen Baum, der erſte dieſer Art, der bemerkt
*) Barrow Gen, Observ. ebend. p. 339. "*) a. a. O.
0, 341 u. f. ***) Tuckey Narrar. .151. +) Tucl
arr. p. 135. Smith Journ, p. 509, 3ıa., +1) Tuel
Narrat. p. 255,
Ben den Anchn Halle,
von
intige Wein“ — un tin Gansr, Ann
at —
* den re eng har £
dem Glommen. Die Neger fagten, — un
öfen Geifte a ihn einmal erh) —
Auguft, alfo Ir ber achten Zagefahrt, von
16, erseihte , —— haft die ———
—— la **) ber d Ef —— em “
fegt, fo ie Waffen
n. Am Sübufer bleibt ein Arm
der aber w ger *— Ge dr
nicht ie
1 —— ein ze und die obern
— befucht werden.
re Motbfeite des Stroms murbe nun bie Landreiſe
J Den 14. Auguſt erreihte man bei Banıa
106 einen kleinen Dellalla ***), der jede ——
A hi bie Stromfchiffahrt zu unterbe en... Das ſüd⸗
e iſt Schieferfels; in ber Mitte des Stroms
eine ei ea die ihn in zwei Arme theilt.
‚höcfte De dee Inſel lag: jest 15 Fuß über dem
ahfpiegel, der aber zur Zeit bes hohen MWaflers ı2 Fuß
er anfcpwillt. Der nörblihe Steomarm lag faft troden
[ trocne, fenkrecht geſchichtete Glimmerſchieferfel.
Bängen und m von dicptem Feldfparh und
tg burchzogen. Diefe leifteten, nad Smiths Bemer:
5 dena Durchbruch des Stroms am längften Wider:
nd ı am ber Rheinenge bei Bingen), und waren ges
L fer einem Winkel von 45 Grad. Diefe Yellallacas
aeten, liegen ı Smith in der Linie der größten En
5 te, And die tiefften Einfepnitte. An
Dfifei 18 Gebirge mehr zerftädelt, aber nicht
od * bei Noti; die Höhen find überall harter
omboben. Die Gataracten entſprachen hä ber Nähe Dusche
Knie den Erwartungen ber Reiſenden; flat eines
N: S5 MT
— —
es si”
280 Hochafrika. IV. Abſchu. 6. IA:
eiten Niagara ſahen fle nur ſeinen Fluß, bei
ach fiber Felsbloke rollte, deſſen Waſſermaͤſſe
gar nicht der Größe des untern Laufs entfprad
brachte Smith auf bie Vorfiellung, "ale mäfle bi
fih durch ein unterirdifches Flußbett (wie etwa bi
sum untern Laufe ergießen, bem weiter kein eir
from , von ber Größe cines Mühlbaches, das W
sum vergrößert. Vielleicht, meine Barrow *)
burch das Hervortreten der unterirbifhen Zuflü|
fädrligen Wirbel und Strudel am Sehllafelſen
Nah ihm hat ber untere Dellalla auf eine %
300 Ellen (Yarbs) einen Fall von 30 Buß; Hei
dern Wafferflande im Auguſt aber war er fein €
nennen. Anderthalb Stunden aufwärts biefer (
liegt das Dorf Gongsla, auf der Oſtgrenze bes
von Kongo.
Die Strapazen der Reife weiter aufwärts ar
durch fehr unwegſame Gebirgszüge *"), zwangen e
der Reiſegeſellſchaft, den 16. Auguſt, Rüud
Banza CEooloo. Der Ueberreſt wanderte längs bei
vollen Steome, zu Lande, duch bie beſchwerli
birgeletten, und fand den Zaire 3 geogr. Meil
aufwärts der Yellalla’s bei N'Inga *'"), immer
Minuten breit. Aber Bier wendete fich der Stro:
aus feinem Laufe von Morden nah Südoſt hin.
Stromwinkel ‚zeigte eine große Erweiterung, gl
Bay. Hier, 32 geogr. Meilen oberhalb Sondie
eogr. Meilen (280 Engl. miles) oberhalb der M
ung nahm ber. Zaire ein majeftätifhes Anſehn
die Themſe. Hier lag das erfle Dorf, N'Inga,
difher Völterflämme, bie von ben Nachbarn die |
ner (busbmen) genannt werden. Bon bier an
Dinderniß mehr der Stromſchiffahrt ich . entgeg«
bee Canoes waren nirgends zu fehen, und bis 5
den e wenige Bäume am Ufer des Stroms, daß
merholz vorhanden gewefen wäre nur ein einzi:
gu bauen.
Die Berghoͤhen bes Flußthales fliegen in. flı
den, öfter als Kelsfeiten empor; ihre Gipfel a
fih als ebene Plateaus, deren horizontale Rüden]
Fruchterde bebedit, die wenigen Banzas ober }
tragen. Am Ufer sicht Slimmerfehiefergebirg |
folgen Berge aus lofen, runden Kiefeln und
©) Berrow Gener. Observ. b. Tuokey p. 340. '
Narrat. p. 151. ***) Tuokey Narrat, p. 151. Ss
p- 319. Barrow Gen, Obs. p. 342, -
t ie Reifenben li
N on ine oatafhe
la (be eltnfanen fe 80
* tm en ih Me wen —A
I en ah in immer” grüne Gemüt, fe,
M n
m er wilde SEE um’ (Bombax) und und
lenfonien mit. fe —— je, daß en faft. zu
Die se jelgten puren vom
77. bie gum 20. Auguft die Belfenden
ein SEheil, ber gang war, ums
1; bet andere, bei dem großen awit⸗
und an — — zum
je Einwohner von R’Ynge 9— — *
; fie Hatten nichts
ig emder Kleidungsftüde. IE Opec ai
#in Dialect yeah Embomma, u der yes Dee Drtes
Belehnt von dem Denzy N’Gonge, dem Könige, der
Zagereifen im Nordoft —5* foüte. Selaven
die, bie Über, das Innere hätten zetrals geben können, "
fie) nicht mehr vor; fie ſelbſt Holten Leine Gclaven,
gen erhielten fie, nach ihrer Ausfage, von den Buſch⸗
janeı ushmen) die landein ie Städte und 8
9 leben ſoüten. Alle Aust * flimmten sh
in, daß das Land gegen weit_befcpwerli
fey als gegen Nord, mo keine Porta; ——
mehr find. Dahinwärts richtete all an
feinen Weg, am erweiterten Baitebette „ben a4.
*"*), am ämei Stäbten voräber, zwiſchen Menifec:
hindurch, mo eine Heerde vom einigen m mans
eine fehr RER Merkwürbigleit war. An einem
abungen Monge vorbei, aus Bliimmer-
a Drte Mavoonda Boaya erreichte bie Bei
das Ufer des Zaire wieder, wo er noch von Safer
joffen ift, aber in ber Mitte eine freie, feegleiche wur
bat, im seiner Breite von 4 bis 6000 Buß, wi
Ta Nastat. p 156. 9 T Narrat. p. 165.
a Haar —X nm. — rn Di "
WVorrath an Palmmein, °
282 Hochafrika. IV, Abſchn. $. 14.
fauftem Strome. Das Drtsoberhaupt, bes Dacaye, m
pfing die Sremben gaflfeei, bewirthete fie mit Palmen,
und gab die wichtige Nachricht, daB ber Zaire bier, an 4
bio 5 geogr. Meilen oberhalb der Nellallas, wieder fehifbw
werde, und daß man im Banza oder Drte Lavoonba Gaucch
Zaufen Lönne. Er verfiherte: nah 10 Tagereifen im
Canoe fäme man Ju einer großen Sandinfel, bis
a Sanäle bildet, einen nah N.W. den anders
nach N.D. Im lestern fey ein Yellalla, 4
ſeyen bie Canoes leicht hinüberzutragen. U
20 Tagyereiſen oberhalb der Inſel trete bed
Strom aus einem großen See oder Moraß in
viele kleinere Arme. Dieß war die wichtigfte
richt die Über die Zairequelle eingezogen wurbe, ma
cher freilich, an keine Verbindung mit dem großen Niger M
Denken ſeyn mas. _ 7
Ein Negerſclave der zum Werkanf bier war, fagte au
daß er 25 Tagereiſen herkomme aus feinem Vaterland Be
einem großen Lande am obern Zaire; daß er bald in
bald zu Waller transportirt fey, mit vielen Ra
Sclavenhändler bie Bier burchreifeten, wollten Bier,
überhaupt *) nirgends wo man fie beswegen befcagte,
fihrlich eine Auskunft über den Strom geben, weil
wäünfchen,, daB Europäer nicht tiefer vorbringen. u
Im Orte N'Inga raftete man, um die Mittel
weiteren Reife herbeisufchaffen, vorzüglich Proviant und
noe’8; denn fomohl bie eingesogenen Nachrichten als
Die Neuheit des Ortes forderten zu erneuerten Anfiren
gen auf. N’Inga ift ein letzter Stapelort *") für bie
zopäifhen Waaren, die von Portugiefen bis Emb
gefbiffe und von da durch Sclavenhändler nad dem Wi
nenlande zurüdgebracht twerden, wenn fie in ee
das als die große Schule diefes Menſchenhandels angefi
werden muß, ihre Geſchäfte mit den Europäern abe
haben. Es find vorzüglid noch Eifenflangen, die bier ai:
dem Binnenlande fehlen müflen, Engliſche Baumwo
und Branntwein aus Braſilien. *
Auf dem Marktplatze von N'Inga, wie überall, in c
len den folgenden Ortſchaften, ſteht ein Banianenbaum:
(Fious religiosa) *"") gepflanzt, ber eben fo heilig. geh
wird wie in Oſtindien, bei Brahminen umb ben alten
dhiften; in beffen Schatten werden ihre Verſamm
und ber Rath gehalten bei Öffentlichen Angelegenheiten
Wenn die Englifchen Reifenden, Anfangs aus Unwiſſen
) Tnekey Narrat. p.162. *) Tuckey Narrat. p. 199. °”) Tus
key Narrat. p. ıd1. +) Barrow Gen. Obs, ebenb, p. 366.
er Tiefe, Kongo. 208
— rear es tin Großes
Emmter dem Volke. Eine 14 —* *
—— es auch nur zufällig fen, dep eben bier au,
der Name Gonga fe
— Te die Dete die an ben Gehisye
(Bamba Vong. ga, Gondo Vonge u. a. m;). Jebes Dorf
Ereinen großen Kiffen oder Schuggott, genannt
+ im der jalt eines Mannes; jebes Haus "
enaten, männliche ober weißfige, Die bei jeden
nbeit angerufen werden.
ei Inga hat ber Boire
I. Ir NA nur en. nd, — su
„ weiter vergubringen, theils wegen der Unmegs
„ehe Zus wei ee im all Weenlanı gerad
erhalten eoftete bie zn — An⸗
ET allem feinen nur ı bis = auf dem Strom
bie bei Markttogen als Fähren bienten. Capitain
ifo genäehist, Bten Theil feiner ohn⸗
58 Inden — — aurädpufenben, uns
Pr Auserwäßlten weiter vorwärts dringen,
535* wo nad aller Ausfage die Em tromſchiff ⸗
—8 mehr gehemmt ſeyn ſollte.
90, vom 1. Sepieinber bis um
re i® % este Br —e ‚geh a:
en ; li3 er die| z tede
— uns —— ) gu Theil ges
dem erweiterten feeäßnlichen Bette bes Baite an,
mı. Sestember, 2 um erfienmal, das —X
bes ſchwellenden — gegen das Ende ber
*. Der Reihtfum der Vegetation gab dem Bota⸗
ben run, ais bioher; die blühenden Blumen
Ermten johlteiche Bienen, in ben Nachtlagern brach⸗
Narrat.. Smith “ .
ee er en 5 ) Tuc-
084 Hochafrika. IV. Abſchu. 6. 14.
ten Ameifen bie größte Plage. Die Laudwege hı
gewafchenen Regenfchluchten, waren Höchfk befchn
gefahrvoll; ſchon am britten Tage mußten mehre
liegen bleiben. Auf der Höhe des Bergs Bon
18 eine Caravane Gclavenhändler aus dem Ir
mbomma. vorüber; 30 Mann, davon 8 Musket
alle Uebrigen waren beladen mit Caſſave und &
(Ground nuts), von denen fie aus Mitleiden d
gen Europäern austheilten. Am dritten age,
nach dem Ausmarfch von Inda, erreichten bie
den obern Sangalla oder Cataract, ben vo
lih. Der Zaire nimmt. unterhalb Inda bald u
nördliche *) Richtung. Oberhalb biefes obern Sa
ein Creek oder Zufluß fich in ihn ergießt, Conde
wendet er fich wiederum plößlih gegen &.D., ı
von neuem einen großen Einbogen, nach Tuckey,
Bier den Zickzacklauf nicht verfennen können, i
Der Zaire den Weſtrand des Diateaus won Hochafı
Briht. Bon dem Conbo Yanga an, nimmt
nach Smith, bas Anfehn eines Scanbinavifchen
an; die Ufer werden nun weniger felflg, und nieb
die Landſchaft bleibe im Ganzen noch baumleer w
Gchiefergebirgsfelfen begrenzen das Strombett.
* Geſellſchaft endlich zwei Canoes um über ben
eben.
' Der Condo Yınga wurbe nun ale ber wahre
punct ***) erfannt, von welchem bie Rüfltung ei
dition zur Unterſuchung bes Zaire betrieben werd:
weil dieſer eine treffliche Gelegenheit zur Zimmeın
Flußſchiffes darbietet, und an ihm ein bequemes
zu balten wäre. Smith bemerkt, daß von bier
zontalboden beginne, daß bier offenbar ber Anfang
bern, der Cultur fähigern Landes fey, mit größe
Zerung als bisher, mie mehr Producten und ı
ſchiffbaren Strome.
Bon Bier fliegen ſanftere Erbhägel an den 1
e6 zeigte ſich ber erfte Kalkſtein der zu Kalk gebran
Mehrere Detfchaften lagen an Berggehängen, I
Berg von Bedeutung zeigte ſich im fernen Hin:
doch gegen N. und N.D. war das Land gebirgig:
©. und &.D. aber immer höher. Am vierten
Abreife von Inga führte der Weg durch eine ©
aus einer langen Reihe Häufer am Gtrome Bi
Dier trugen bie angefehenftien Einwohner noch
») Tuckey Narrat. p. 151, 205. **) Smith Jour
#**) Tuckey Narrat, p. 205, Smith Journ. p.
Tameı auf yu Die
"eine große Dange * I
Dane fahren: ai
ötamen in fü
fhöpften
ro Grid sefemuen weren, 2
bie ihnen aus dem
hs. - achtlig
28 des Zaire um 3 Boll. m 7. Septembes
38 eine —— ——
vorlag it mahleriſchen Felsgruypen aus cı ini
Ibm Marmor, und dazwifchen mit (oeidenreigen Thälern,
Kitten ber Selstlippen berſtete ein Ganoe und mir ibm
fefanten alle Waaren, Kochseſchitre, Waffen und viele Bes
iffe zur weitern Meife, teue Canors waren nicht zu
Die Reife mußte daher zum Theil wieber zu Lande
I werden ***) über Mofoondy am linken Ufer, wo⸗
fee wurde: Eben bdiefes fübliche-Ufer ift liche
‚ft, weit feuchtbarerer Boden als bisher, doch
u Crgend im Ganzen voch immer den Character der
und ‚hatte gänyglichen Mangel an Bäumen; nur in
L ‚fuchten liegen bier Häufig Drtfchaften. Dee
’ jee gegen eine volle geograpbifche Meile (4 bis
r y) breit; aber bie Keger tennen bei ihren Ues
in den Gansrs die Segel und ihren Gedrauch
it.
dem Südufer ging bie Wand: fi
Mo:
m , deren uſer größer als ums
J ——— fehlte —8 an Lebens⸗
Narr. p. 220. » Barom Güter. Obserr. p.
Ds Hin) Tacıly Mars. Bean F
286 Hochafrika. IV. Abſchu. 5. 14.
mitteln, an Hälfe von ben Einwohnern, an Laffträgeen
‚Hier —ES an keine Arbeit Pan Hai find, und an
zern. Bei Bundy N’Sanga ") verfagten biefe allen
Bent das Zelt wurde zum letztenmal aufgepflangt, «
nböhe befliegen, von welcher man den Strom noch Ü
eine Stunde weit gegen S. O. überfehen konnte, wo &
Hinderniß weiter feiner Beſchiffung fig entgegenzuftel
fhien. Daun zwangen aber, am 10. Geptember, bie
Entträftung, Bieberanfäle, Mangel und Noth aller
zur fchleunigften Rückkehr. Die wenigften der Beifeni
erreichten noch bie Station des Kongofchiffe am dinge
dee Steomenge, wo das Fieber herrſchte, weil alle
winde die Moraftluft des untern Zaireftroms herbeiweht
Kaum blieben Augenzeugen, als Berichterftatter über I
legte Ende der Reifenden, übrig **); denn flatt ber
mußten von Embomma 15 Schwarze zum Hinabfabren 1
geeiffels und zum Transportfchiff gemierhet werden, befl
chiffsmannſchaft dagegen in einer ganz andern Temperai
an der Mündung des Stroms, in ber Waldregion zur
geblieben, von frifhen Seewinden umweht, im Ueber!
an Geflügel, Früchten, Palmmwein, volllommen gefund ı
en war, um bie Leidensgefährten zu empfangen und
egen.
8Wreß war der Waſſerſpiegel des Zaire Höher
wollen; am ı. September oberhalb Inga um
ol, am 17. Sept. an feiner Mündung gwifchen ben Ba
rovewäldern, um 7 Fuß, ohne daß bie Schnelligkeit ſein
Banfes zugenommen hätte. Ueberhaupt ſcheint bas 5
Auffteigen ***) feiner Fluthen meift 8 bis 9, nirgends
11 bis 12 Fuß zu betragen. Der Zaire bat daber, uw
alle Teopenftröme feine Zeit des Fallens und Anfchwellem
aber die Quantität feines Steigens und Fallens ift ah
leigt am gerin’gften unter allen geoßen Landfirime
Auf diefes Factum des geringen und allmähligen Aufı
lens gründete ſich Gapitain Zuden’s Meinung, u
Baire, wohl ficher, aus einem großen See oder aus ei
Kette von Seen feine Wafler erhalte weit vom Re
den des Aequators ber. Die Hauptfache ſcheint wül
ſehr richtig gu feyn; ob aber der Zufag, weit vom Nech
des Aequators ber, den Barrow +) umftändlich zu erläuts
fuhrt, nothwendig hinzuzufügen, bleibt noch dahingeſte
und Lünftigen neuen Beobachtungen an Ort und Gig
vorbehalten, Barrow fieht darin eine Beſtätigung bes Zaie
#*) Tuckey Narrat. p. 211. *) Tuckey Narrative p. as
ey Near. p. 224. +7) Barrow Gen. Observi
P. — 90 u .
Wei, Lone. ar
mit dem Nigerſtiom durch ben Wangaraſes
| ig fragen läßt, warum foll ber Beire
e eigwen Quellſeen haben können, die nach gleichen
BB füllen und ausleeren, wie jene? und warum
:Uusfirömen eines bem Caspiſchen Gee am Um⸗
en Wangar fü gering. und unfcheinber
s wie gie warum foll der Strom nicht wirklich nun
rem Zanfe feyn, wie doch alle Ausfagen und, Ges
; en.
ultat zur weitern Unterfuchung bes Zairchiroms
er daß Feine ——— vn ausreicht.
voor, vom Gap Berde aus, Laftthiere, Eſel
lehisre zu nehmen und alle Beblefniffe über Ems
ß nach Gondo Yanga zu transportiten, dort
8. Dutzend Canoes zu kaufen ober zu bauen, biefe
& Bimmerleute nach Bedũrfniß in drei Doppe
verwandeln, und daum theils zu Waſſer theils zu
t den Lafefeln. die Heife von neuem au unte
u bie zu großen Strapazen zu vermeiden, welche
be des Berunglüdens der ganzen Expedition ges
uterung 3. Kongoer, Reich und Volt,
unvollfländig auch die Werichte Über die Bewohner
«8 von Kongo geblieben find, fo wichtig und new
dech für die Geſchichte der Afrikaniſchen Wölker,
biet von Kongo ift für uns noch von unbeflimmter
w Norden von Loango, im Süden von Angola be⸗
es reicht nach Tuckey's Erkundigung **) von unters
lemba, längs ber Küſte das Land durchſchneidend,
za Ringo; wie weit aber nach Süd? iſt unbe⸗
dlieben. Der Umfang hänge wohl landein vom
tt den Nacbarfämmen ab. Diefer ganze Umfan
we gewilfe Zahl Lleinerer Staaten oder Shrmoofat
mooships) wertheilt, bie als Lehne von einem ges
m Oberhaupt ausgetheilt werden, bas im Innern
es reſidiren fol, aber nicht recht befannt zu ſeyn
Diefer Souverain beißt Lindy oder Blindy
jo, unb foll in Banza Congo, 6 Kagereifen im Sa:
untern Zaireftroms feine Reſidenz haben, welche
e Waſſercommunication mit bem Zaire Bat. Hier
e Soldaten mit weißen Weibern leben und eine
Iſche Miſſion feyn, wahrſcheinlich Sanct Salvador
rroro ). Mach den Ausſagen der Kongoer t), bie
ow Gen. Observ. p. 349. **) Tuckey Narr. p. 158.
3aarow Gen, Observ, p.850. }) Tuckey Narr. p. 296.
2885 Hochafrika. IV. Abſchn. 5.24. |
übrigens oßne alle Annalea oder Hiſtorie And, ſoll
einft ein ſehr mächtiges Meich gewefen ſeyn, beflen
haupt fein Land unter drei Söhne vertheilte, Der?
foll den obern Theil des Landes gu beiden Seiten bei
bis Sangalla erhalten habin, ber zweite das link
Blandy N’Congo, ber Dritt: das rechte, Ban
Diefe beiden letztern nennt Tackey an einer andern
zweinicetönigreiche, welche zur linken, alfo im
des Zaire beherrfche werden vom N'Sandy N’Gonge
rechten aber, alfo im Nordn, vom N’Eucala Cong:
beide im Innern des Landes refidicen.
Die Beinen Chenoo’s (Zjinu bei Smith) heißen
lich Könige, es find nur reguli, Kaziken, denn Gapt. T
Erpedition ging auf ſehr Turgem Raume etwa dur
©taaten von ſechs dergleichen hindurch. Sie haben
liche Lehne, welche auch auf die weibliche Linie über,
Mach bes Chenoo Tode wird fein Bruder ober. mätte
Oheim Nachfolger, nicht fein Sohn. Gein erfter Ha
agent und Minifter heißt Mafook, d. i. Königs Kaufı
und er felbft Heiße Groß-⸗Mafook. Geine Offic
find Mombella, Mambom, Macaya u. f.w. Ihre Rı
zen find ſehr klein; Embomma hat nur 60 Hütten mi
inwohnern, Gooloo 100 Hütten mit 5 bis 600, Ju
Hütten mit 300 Einwohnern. Die Mache **) bes €
von Embomma befteht aus 1000 Musketen. Im.
wird dem Feinde Nachts Feuer ins Haus geworfen,
Gefangenen werben die Köpfe abgefchnitten,, die Leibe
brannte. Alle Weiber werden lanbeinwärts fortgefchir
Der Krieg anfängt; alle Männer müflen mit in den
aichen gu werden vom Bruder bes Königs, dem N
angeführt.
Der öfllichfle bieſer DVafallen von Konge war bei
n00 von Inga. Senfeit kommen die Bufhmänne
oder bie früherhin von Battel, Lopez und andern Poı
fen unter dem Namen Giagas oder Schagga (f. obı
verfchrieenen Kannibalen und Menſchenfreſſer. Don
Barbarei fand Zudey’s Erpebition keine Spur. Jı
gentheil, fie find dem Character nach allen andern $
völkern nicht ungleich, waren gaflfrei und gutmüthig.
Die Kongoer Hält Tuckey ***) für ein offenbar gen
tes Volk; fie haben Feine Nationalphyfiognomie; viel
ihnen baben füdeuropäifche Sefichter und flammen woß
Fentheils von den Portugiefen ber. Doch find wenig
latten unter ihnen; fie find nicht fo fchwarg wie l
*») Tuckey Narrat, p. 1599. **) Tuckey Narrat.
ae) Tuakey —X 8 196. ) Trckey I
in Schmp und Unjucht verfunten, indeß wenige
‚Drbnung und Anftand an ben nörblichern Rüften
wo die Franzöfifepen Foctoreien find. Die gunge
am untern Baire. bot durchaus Fein erfreuliches
die Britten zur Beobachtung bar.
Den größten MWerberb bringt ae der Seladenhandel
J Die größten Hinderniſſe der Civiliſation von
lt, fogt Tageh, find die Hemmungen der Commus
sation durch bie Natur des Bodens und dem
man MWafferftrömen ***). Die Aufbebung bes Sclas
andels, obwohl dadurch wenig im Zuſtande ber häuslie
Klaverei verändert werben mag, wird damit enden,
ommunication im Innern fiderer wird und bie
und Wanderer nicht: weggefangen werben.
fe it bemme alle noch mögliche Annähes
4b Nationen, führt neun Zehntheile aller innern bes
je herhei, die nur auf Sclavenfang berechnet
‚und jede Verbindung der Einwohner Eines
‚mit andern. Daher die größte Unmilfenheit bee
Über die Wege zu ihren Nachbarn. Es war durch⸗
—
eb. ©. ) Ebend. ©. 60. Smich ” 7
ne more. Basen Gen. bar" eit,
5.397.
—* *
a90 Hochafrika. ‘IV, Abſchm $. 14-
aus Beine geographiſche Lage bei ihnen u ertunben,.
Boten nur von einem Banza sum andern: gu erlangen,"
Faſt alle Verkauffclaven find durch Gtrofenraub Hi
efangen, oder Kriegsgefangene; weit feltuer And es:
brechen, bie ſtatt beſtraft zu werben fell chen. Die M
claven werden nie verkauft ). Am Zaire ift ber Seic
andel nicht mehr ſehr activ; bie beiden größern ui
märfte an der Weſtküſte Afrikas find ber Golf von DE
im R. und im ©. des Zaite Loanga und Wenguela.. 2
alle Mafooks waren zum Sclavenhandel bereik. Alle
Sen wünfchten defien Beibehaltung, weil er ihnen die g
ten Einkünfte bringt. Der a ne find aber
ehr viele. _ Das Boll wünſcht beflen Abfcbaffung. :#
est ift noch ſehr wenig zur Abfchaffung ber eek.
die Abfehaffung des Sclavenhandels gefchehen, und ı |
niger laſſen a, alfo, gfgen plögliche Folgen biefer
zegel im Zuſtande des Neger nachweiſen, ba ein Gebe
der drei Säcula feine Dauer gehabt, lange fe |
kann. Aber die Givilifation kann wenig dadurch
noch nicht bewirkt, wenn auch geföcdert werben;. bieß ii
aber, nach Tuckeys Math, nur vorzüglich durch Colon
tion gefcheben, mie 3. B. am Gap ber guten Hoffe
und hierzu würde ber Zaire vortrefflich gelegen ſayn, Zw
die oben angeführte Infel bei Embomma. Diefer Obi
zwar ber Hauptſclavenmarkt am Zaire für Europäer;
an fich von wenig Bedeutung. Die Häufer find nur-
ten von Mietgras und Matten, und nur die Oberfä
Baben permanente Wohnungen mit Hofräumen, unb pe
blättern zugedeckt; überall wenig Hausrath, wenig Kiel
wenig Aderbau, fchlechtes Adergeräth und Mangel am
bensmitteln., *
Die Kongoer haben den allgemeinen kindlichen,
thigen Negercharacter ohne Grauſamkeit, doch feheine
zu den mindeſt begünfligten Negerſtämmen gu gehören, %
ven Art noch durch Europäer verfhlechtere ift.. Ge.
im höchften Grade indolent, und die zahlloſen Farbe
Miffionen welche aus Portugal, . Spanien und Italle
16. unb 17. Jahrhundert, befonders nach Kongo in ¶
afrita gingen, baben fie um Leinen Schritt weiter Im
Civiliſation gebrachte. \
Dennoch zeichnet diefes Volk der Kongoer im Alle,
nen na durch Meblichkeit, Gaſtfreiheit und menſch
Theilnahme aus, wie dieß ſich bei dem ungluͤcklichen Ai
gange dee Erpebition überall offenbarte. 2
*) Tuckey Narrat. p. 162.
ße Wettugsmittel der Pıiefer. Auper bier
iebt es all ER etifge, wie der bes"
if as
im
ne Be — mie
‚war *7 An dber
a: Ihre rohe geich·
fe ie Ber — die — (0er wohl von
{ b dem Tode;
Bez Im Shi ma on Ser aa ie
und eines böfen: Caddee MPeembaz
Bet: dem — die ihnen weit näher
en Rn "die ed Verehrung ie
A aus, wideln ‚fie in fei Be
nee ‚ffen fie. darin aussrodnen, begraben fe dann
‚und pflanzen Bäume, Blifge und Blumen !
‚fie ‚mit —— Defegen.
= öfli nmwohner von Kongo oder die
utchmänner.?'*) (ganz berfchieben vom:
3 erfahren; wir nur wenig; doch fo viel um
r wie falſch die früheren Berichte über ſſe
FAN mens das — ne .
nf; immer bleibt bie Volkszahf :
‚ und nur der Aunbersfte Theil des Landes ar ”
; jen könnten überall, Meigen und Eus
tragen. Diele Fiſcher wohnen am Stroms! '
eben, ober in Banzas. Dex größte_biefer Orte,
| Batrwive gi 106, unb bie Zeläuungen,
* ©. a14. MN Br ee 268, 183,
son Hochafrika. IV, Abſchn. 9. 14.
Banza Cooleo, Hatte doch nit r als So0. Ein
ba ‘zwei Deittheile Weider hu Kinder waren
Weiber gingen fa nadt, nur mit einem us
ften: bie Männer trugen Schurze von en.
yet fahe man bei ihnen nur noch went .
X
aaren. Sie Hatten große Meugier bie w
befannten, Männer zu feben, die fie Monde
Sie boten ihnen die Hände ohne Zur: Bei
den bie Weiber verkauft; aber fie böten fie nie
den zum Genuß an, wie dieß im Weſten zw
geiaeh. Sie mahlen fig -oMerfarben nnd bebei
nrch tiefe Hauteinfchnitte ben Leib mie Narben, w
alle gepianet find. Ihre Zähne fellen fie fpig, wii
oder fügesähnartig. |
Es bleiben noch ein paar Bemerkungen über bie |
bee Kongoer ) zu machen übrig, für welche Tuckel
bularien augelegt hatte. Früher wußte man nuı
von biefer Sprache am Zairefluß; die wenigen Sp
ben zeigten aber eine Verwandiſchaft bee GSprach
Kongo und von Loango, «ls verſchiedner Dialecte.
einen Sclaven von Moſambique, beflen Sprache
sühmte Linguift Marsden erlernt hatte, wurde biefe
darauf aufmerkſam, daß fle viele rzeln mit der (
der Kaffern im Dften und ber Kongoer auf ber U
Afrikas gemeinfam hatte. Diefe Uebereinfkimmmmn
großen Entfernungen ift SEHR merfwürbiges Fatts
auf weit Pleinern Diſtanzen und gleichattigern- D
eine fo rohe Differeng ber Opraden fich ergiebt, u
ſchen ber Malembaſprache im Norden des Zaire, d
bommaſprache und der Gptache von Inga, die vor
letztern fehr abweicht nach ben genannten Bocabula
Unßeeitig, folgeret Marsden, beweifen dieſe Bi
tin die genaueſte Verwandtſchaft der
Rämme auf den Df: und Weſtküſten von A
obwohl bie Breite des Erbtheils, ber fle trennt, wei
30 Grab ber Länge beträgt. Tuckey's Kongo Be
mme ganz überein mit den Altern Wörterſamu
ber bie Kongoer; fie correfponbiren den
Loango und Angela, nur mit anderer Ausſprache
lauter. Sie correfpondiren fogar auch, nur mind
mmen, mit bes Sprache der Camba an ber Weftthi
der Mandingo, bie nah Märsben richtiger Man
heißen müſſen. Diefe Verwandtſchaft iſt fo groß, bai
%) ©. Vocabulary of the Malemba and Embomz
age b. Tackey Narrat, Appd, Nr. I. p. 391, w |
‚BERNER, Obs. p: 5 89.
. Weſtand, Kongo.
Bas: ** Dölker Fe Pt ein Bus
—— *. ©; mie d
—S prachen
Fi beibe Di ie auf
Een egenw ee af
Aber di = ”
— ar die ei einfach ften ®ı
nen, beweifen, daß a
Komm. von wei Fe je gefprochen —
kit von einem gemeinfamen Stamme fi
PR aapitei
u, im Baden dee wenn,
Rerts®
7 die Srewarhkäfte der
von ja durg einige =0
Me len a) —255 Ei
ein volllemmen es Küftenland, bei defr
leber Gebonte eines en Hoc
jest erfahren wir nur von wenigen
deß aul ie bachter deunoch
range von DHochlande
Imbung ie ‚dem Sieht SR
[3 Drugbie ie wie wie hi oe X innen —
ben ‚einander aufführen
Werung 2. =) Hoqhland der Ambofen .
Ben Slam Srad —— a im in
ofufle, Deu ja wi das habe Rand ber Ambofer,
ier ffen Höhe vi
mit, ber ir —* — una
294 Hocafrifa. IV. Abfchn. 6. 15.
die Küfte iſt ein Hanbelsplag für die Holländer. ie
weiter in S. am Fluſſe Gab Boon handeln die Eueläl
und bringen von da Sanbelpolz; *) (Pre us ga
nus), welches wir vorher nur auf ber hohen Kongeteg
bee Anziko kennen lernten. *
Aus dieſer Gegend am Gab⸗Boon, Babson
Gabon, haben wir klürzlich durch einen Augenzeige
Nachrichten erhalten, bie ſich auch fiber das weiten
nenland verbreiten, und ungeachtet ihrer blos H9pothet
Mafeheit, da fie zum heil nur aus Verichten bee.
venhändler hervorgehen, boch Aufmerkſamkeit und Hier
Skelle verbienen. ee
Die Mündung bes Fluſſes den bie Anwohner. Arıf
90, die Engländer Gaboon nennen, liegt nie, wie M
angenommen wurde, unmittelbar unter ber Einie bes;
guators, fonbern etwas weiter nördlich gnter or. 50]
Breite und 8 Br. 43 Min. D. 2. u. Gr. Die Brdig
Strommänbung if in gerader Linie 18 Enge: Mites
über 3 beutfche Meilen, und mehrere Creeks ober Se
flüßchen ergießen ſſich zunächft dieſer in ben Ian
der 5 geogr. Meilen aufwärts zwei größere Inſeln
Werber bilbet, Embenee und Dambee der Einwohner, ,
Erna und Königs: Infel der Portugiefen, —*
ier ein kleines Fort beſaßen ). Die eine Juſel Hi
bewohnt, bie andere eine Schifferſtation zur Ausbeſſt
der Schiffe. 8 geogr. Meilen ſtromauf fpaltet ns der
boon in zwei Arme, gegen O. und S. S. O. die "
bis 1 Stunde Breite, alſo ſehr bedentende Woſſe
haben und gu derjenigen Zahl von waſſerreichen Ri
gen zwiſchen dem Kongofluß und Rio Volta gehören;
der Amgra, Del Rey, Bormofa und Lagos, bie erßt
befonbere Beſchiffung werbienen, ebe man ben Kengor
Zalrefiuß, mie Maxwel und Part, für ben Aus
Niger halten kann. ee
- Womwbich, der fi zwei Monat am Gaboon am
mußte, fammelte zu Naängo, wo Georges Town, bet
venmarft an diefem Fluſſe, liegt, von dem bertigen #
baupte und den Sclavenhändlern feine Nachrichten. &
Marktplag. +) liegt 45 Engl. Miles oder 9 geogr. M
landein von der Mündung, im Ländchen Empoöngwes
innerhalb der Flußarme ni ausbreitet, deſſen He 1
Aroöngo if. Zwei Zagereifen weiter ſtromauf tritt
t.
.#) Hert Reife &, 149. *) T.Edw. Bowdich Mission
Cape Coast Castle to Ashantee etc. Lond. ıBıg. 4. **°)
dich Sketch of Gaboon, im Account ch, Zinn, ?4
4) Bowdich a. a. O. ©. 425, —
— * wit
** es · von Bun ven Bl der ne oe lee
Zuwehnern bes
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gerſtrom).
Ueoeonſuß aufwoãcrts lgt ete nämi
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— mit * mmunleirt, ſo
AA —ã — — vom, Gas’
a De r * „Bis
* ereifen aufwärts an feinem U
le en Fleiner PER
nach Okanſee. Das’ Oberhaupt
243 dort geweſen, hatte daſelbſt nichts and
* ober Nohren geſehn, nie war ein
war doxt ein großer Staat. Enb 9
trom — feinen Abflug aus de
sfe an, 40 Ka sweifen entfein nt vom Ems .
—* Be owbii der ipm
uofte 9 er ulla des,
ra oder für en eil des Waſſerſyſtems bes.
. unten), aus welchem, nach derfelben Aus⸗
eis zweiter Ausfluß weiter im! Beten, fatt
a ae wei " er * Veen ae
eh von n F eerbuſen
a © —— un alſo wur ein
7 an, A wifgen en’ beiden:
pauptfktomfipejbungen des Wole im Suͤden und,
m fübligen —5 ſoll es aber wieder eine.
ne Bewandtniß haben *’). Gr theilt ih näm«
me; der kleinere nördliche, Aſſaze⸗ genannt, xer⸗
* 2. * D, ©. 48. 46. *%) Bomäich A. q. O. Wa.
96 Hochafrika. IV. Abfan.’$. 15.
ießt fi$ gegen Welt bei Gap Lopez zum Meere;
fer bliche aber fließt fo breit wie ber Babeen, bı
anb Tanyan, und zwar nicht zum Meere, fonbı
Kongofluß, 10 Tagereiſen oberhalb feiner —12*
Meere. Dieb würde alſo innerhalb der Catarachk
müflen, jenfeit der Ufer bis au Denen it.
drang, weil biefer keinen ſolchen Zufluß fahe U
finder fi aber in bem Berichte bes Dberhauptes
vonda, den Tuckey erhielt *), die Ausfage eines fold
Gen Zuflnffes zum Kongo von N. W. Her (f. obea
hen Bowdich für biefen Ogooawai anerkennt. Di
allerdings eine fehr merkwürdige Verkettung bi
fofteme bes Kongo, Gaboon und Niger, gu der
er neuen Welt nur das Gegenſtück zwiſchen Drino
fiquiare, Rio Negro und Amazonenſtrom tennen. |
flätigung bleibe Tünftigen Forſchungen überlafflen. £
6 am Gaboon gleicht ber am Kongofluß. 1
owdich's zweimonatlichem Aufenthalt liefen be
Sail zur Führung des Selavenhandels ein, wn
ir üfte von bier bis zum Kongofluß liefen ficd
vn. »
Der Hauptmarke ift bier Mayumba ober om!
wie oben ſahen, und dieſer Menfchenbanbel,. obwe
eit langem aufgehoben, boch noch in vollem $
arwell **), ber als Schiffsmeiſter lange Jahre
biefe Küſten befuchte, nenne die hinter dem Küftenf
enden Länder weiche bie mehrſten Sclaven liefern: .
ayumba, ı5 Xagerefen im R. von Emboms
mwaldiges Land voll Zuderrofrwalbungen, Manbin
Dada ober Mayada ber Karten. Der Gclavent
gefchiebt indeß aus dem Binnenlande nicht zu Si
bern zu Lande. Da aber bier alle gafithiere, wie
Ochſen, Efel, fehlen, fo fehlen auch alle Heerſtra
bequemen * und die Communication iſt höchſte
lich mit dem innern Lande. Deſto auffallender iſt
bie Btupfoifapet bier gu keinem böfern Grabe ber
dung gelangt it, was man doch in einem folden
gigen Stromſyſteme vermuthen folte, deffen Ufer n
Zern und Drtſchaften bededt find. Alle Schiffe |
bloße ſchlechte Ganoes; klein und undebeutend zum
sort, ſowohl in den Münbungen des Gaboon wi
des erweiterten Strombettes im Kongofluffe.
2) Tuckey Narrat, p. 178. **) Will. Brown Acı
the Correspondence between M. Park and Mr. |
repecüing the Identity of the Congo and the
in Zdinburgh Phil. Journ. ı820, Vol, III. p, 102
übenb Der ern 8 Bari Ionbeinwärte aan
f „feiner eife na men zu den Wäldern den
er als «ine fehr befihwerlidee Daflage ſchil⸗
fie während der naflen Jahreszeit gar nit, und
mbern wegen —— — 75 — dic *5* 8
u bereifen ſey. durchzugehen brauche‘
Fundın Wege
de
Jeine einzige Brittiſche Gefandtfſchaſt ſind uns
omer bekannt geworben, in ihrem Biunenlande,
em aus fie als ein Priegerifigen Volk die Küſten⸗
5* haben. Dieſe war vor ihren Einfällen ein
ach am — des ante m? * Po zn
sch am ee des untern a
58 et, tie einſt die Pernaner,
*3 — de Im fie unter einander correfpons
Dies Wolt von Dabomey iſt one Verbindung we⸗
Inrepäerm noch mit mubamebanifchen Megern ober
Bat aber ſehr viel —ã es, in feiner
5 und Einritung, barin man bie Reime Äfnlicher
en geneigt if") die fig bei ben alten eguptemn,
Kiern und den en Bindu ge ber bei
2 feltfames Gemiſch von —X eit and Givilifation,
amteit und erhabner Befinnung. u nd männs
thãt md
eo Y denke ent Dep ’ ae ri t Hd —X
u dief efen das Sr war ver Kr
fe wnbebingt angehören. ie — als
laven an. Dur für ipn leben und fechten fie in
—
‚Dalsel History of Dahomer p. 107, 118. **®) John
sn Historical account of Discoverses and Travels
rioa eularged ots, by Bi. Murssy;: Bdinburgh 1817.
Pa
208 Hochafrika. IV. Abſchn. $. 25.
den Schlachten ; was er Über fie gebietet wirb ohne Wihe
rede befolgt. Ale Neugebornen gehören dem König; bi
werben die Kinder den Eltern entriffen und erhalten eis
Art öffentlicher Erziehung. Die Regierung iß reine Dei
potie, kein Ähnliches Beifpiel folcher ſtrengen D
derfelben if uns befannt, bie Ausübung bee blutigße
Grauſamkeit ift dem König von Dahomey von feinen
sertbanen als ein Soitesrecht zugeflanden. Gen
ift der Ausſpruch: „der König gebt in Blut von
Thron bis zu feinem Grabe, und bewäſſert jedes
Gräber feiner Vorfahren mie Menſchenblut.“ Es if
fötsverbrechen, zu behaupten der König von Dahs
wie andere Menſchen auch fierblich, effe, trinke und
Bei der Thronbeſteigung erklärt ber neue Monarch,
niemand kenne und auch keine neue Bekanntſchaft
wolle, fonbern nur die Gerechtigkeit handhabe. Er
das Monopol bie Frauen zu verkaufen. ur wer
Kowries bringt und fich vor das Thor des Palaftes in
Staub wirft, erhält eine Frau. Hofſänger befingen M
Thaten bes Königs und feiner Feldherrn; an Feſten
diefe Rhapſodien oft mehrere Zage nach einander. Als
tifch verehren fie ben Niger, und fagten den Europäern
ihre Fragen: „wir müſſen mit diefem zufrieden feyn,
ein befferee Gott, der. den Weißen fo vieles gegeben,
ung noch niche kund gethan.“ Sin der erflen Hälfte
17. Jahrhunderts waren die Dahomer ſehr Lriegsiuftig; ol
weibliche Leibgarbe fogar begleitete ben König in den
von einer Amagone angeführt; gleich Eriegerifch wie
Männer. Guadja Trudo, der große Eroberer der Dohemil
befeste Whidah, Ardrah, Zorri, Didouma, Ajirch, Jacquis
gefühllos gegen alles Elend, wurde jedes eroberte Laub uA
wüftee und verßeers, Mit feinem Zobe, 1732,. börten-W
Kriege diefes Volkes auf; fein Name blieb bewunbert- U
Lande und. ber. Schmur der Neger. Beine Nachlomime
traten in Vergeſſenheit zurüd. ä
c). Borterraffe Uquapim. Am W. von *
ergieht fich der Mio Volta an ber Grenze ber Sela
aus dem Binnenlande in das Meer. Von hier aus, :
uns ein fehr genauer Beobachter *), flieht man von
Küfte ber eine große Bergkette landeinwärts, die bis-d
die Höhe zeich bewalber ift, und den. fchönften Dintergemf
bee Landſchaft bilde. -. 20
Nach ber erfien Tagereiſe von ber Küfte aus, auf b
WB fifeite des Rio Volta, gelangt man am Abend fehen |
*).9. E. Iſert neue Reife nad) Guinea in ben Jahren 1783: 1
1787. Berlin 1790. ©. 228, BEER ERDEn
. Weſtraud, Guinea. 399
fu biefer Bergfette, die aus lauter rauhen Felskl—
RN Urgebirgsart. €iy fehe es an
Berg führt einen Tag durch biefes waldige Be
ib, in meldpem fogleih eine totale VWeräuberung
en Natur eintritt. Bier verfhwindet der Ganbbo:
2 welcher Die füdliche Küftenterrafle von Aka das
terifitt, dem erflen Orte der Beraneger, Aboder,
iger etwa 8 Meilen von ber Küftenfadt Cheifianshorg
einmwärts liegt. —— dieſe Bergkette, weiche die Gr:
einer überaus fruchtbaren Bergfläche annimmt, führt
eine "Turje Zagereife ‘bis Aguapim, dem &i des
item (Kabofir); in diefem Wege vereinen fi alle Wege,
aus ben a — N —— Alfiantbe
ven; er eine Damı a je der
se Sectanie, der Paß, oberhalb. — bie Terra|
m ti
Diefe Begins von Aguaprm iſt Überaus reijend,
ie
at lippen, Quellenreihthum, bie dem Gtrande
9 eine gang meue Vegetation ), in ber die Pal⸗
13 fentereaffe nicht mehr mwachfen; wo bagegen
nbere, wie die Weinpalme, die Delpalme (Elais ‚geineen-
#) in Ueppigkeit gedeihen. —* find keine Eiephanten
ne! Dir ift ein gefundes, : überaus gemildertes Glima,
man dem Italiſchen vergleichen muß; eine reine Luft
Gegenfas der erftiltenden Schwüle am Strande. Hier
bas Bolt der Bergneger ein ganz anderes als bas ber
—— Sie find ſchwätzer als jene, wohlgebaut,
chende, thätig im Anbau ihrer Felder, fehr gafls
* bieder-und gutmüthig. Leider Hat Serie Reife
—
nn — Io ehe &rheb
iefe Gegend von wapim iſt als er ebun;
— der —S — liegenden [7
Buen. Berglinder, welche ſich an das Konggebirge anlehnen,
a Si ten, von denen wir kürzlich einige weitläuftigere
en erhalten haben. Die Bemohnee biefee Terraffe
won Aquapim fand Sfert. in ;einem Buftande Parabififier
v und im Ben rei ſer Maturgaben. Hier legte
5 im Auftrag ber Dänifpen Regierung, eine Eolonie
m. _Aufänglih Yatte er dazu eine Infel im Mio Volta
3 da ihm aber die bortigen Anwohner widerſtrebten
der menfhenfreundlihe Mann in das Werglon!
im Gebiete von Alta, bem Könige ber Aquans
bee bie, einf weit mächtiger, nur noch eine kleine
fe. beherefepen, weicher Atim im Weften liege. Iſert
gelndete feine Golonie ın geogr, Meilen oberhalb Akra, in
Yet a0. D.S. 235
8006 Hochafrika. Iv. Abſchn. 15
gleicher Entfernung vom weftlichen Ufer des Biio M
der dis zur Breite dee Colonie ſchiffbar if, unb_6
Meilen vom gift Pony, der mit Ganoes befcht
Tann, in einer ſehr gefunden Lage, bie freilich zum
nicht beſonders günftig if. Merkwürdig bleibt biefe
wegen ter erſten freien Neger, welche die Dinifße
tung in J. 1793, bier durch Iſert zum Bellen
niſitung ſich verfammeln und durch Europäer Wa rn
Durch Deufſche Coloniften wurde hier zuerſt ber Prinz.
um Aderbau unter dem Negervolke eingeführt. u
fette Tode ging der Botaniker Colonel Roer dahin. J
Nachfolger, Flint, hatte eine zweite Colonie noch nähe
Akrah ausgefucht; ihn begleitete feine Schweſter dahi
den Negerinnen bie Baumwollſpinnerei und andere wu
Arbeiten zu Ichren **). Won dem gegenwärtigen Zuß
dieſes Fabliſſements iſt uns keine Nachricht. weiten Bei
geworden.
Erläuterung s. Die Goldkäſte, nie neuehl
Berichten. " ”
Seit ben erften Zeiten ber Entbeddung biefee REMM
Reiche duch Portugiefen, bis heute, ift nue Gewinn
Gold und Sclaven es geweien, der Europäce hierher
führt; wir haben daher mit wenigen Ausnahmen nur Wen
seillenfchaftlige Beobachtungen fiber bie Natur unb Er
graphie diefer Landſchaften, bie von fo vielerlei gegeufem
unter einander eiferfüchtigen Herren befegt ift, und ver
Ben dieſe, theils den früher genannten Meifenden, ti
neuerlich den ataelungen der Unterſuchungen, ucc
durch bie Engliſch⸗Afrikaniſche Dandelscompagnie 58
=
wurden. D. Meredith, der lange Fahre bort
und zuletzt Souperneur von Winnebah war, bat
Bombich ) Gefanbtfchaftsreife nach Coomaſſie an
Hof von Afbanter, uns die beften neuen Nach
liefeet, über ben fo ſehr veränderten Zuftenb ber baßF
Völker und Staaten. fuchte die Aufmerkfamteit )
*) Wadsıröm Essay on Colonisat. Lond. 1794. T. -
1755 Römer Rachr. &, gr. *%* Hugh Murrıy His
Oceount of Discoveries etc. Vol, Il. p. 287. HOF
Bowdieh Mission from Cape Coast Castle -
Ashantes with a statistical Account of that. Kingde
and Geographical Notices of other parts of the Inter
of Africa. Lond. ı819. 4. +) Henr. Meredith, Membi
of ıhe Council and Governor of Winnebah Fort, &
Account of the Gold Coast of Africa with a’ brief him
F gi the African Campany. Lond. 1812. 8, Introdu
pAIV.
. Fur Süehunde Mointäge. . Ei an
1 erregen, melde feinen
ie Sonkäde von Ghinet vu Colfniletlenen
indien vorans hat, In It bed
; as und der Jahreszeiten, 13 en
fe it weit frushtbater, gumal etwas landen
als bas yerfenitsene Land der —
‚von Gebirgsftrömen durchriſſen wird, Die
‚wenn befler — würde na ihm, in Hinz
t " 'indien vor;
ganze Jahr Hinlänglihe Beuchtigkeie, res
ne f ish ‚nie
Drlanen Imgei welche dort fo
een. Mi He nur ——
uf jefeen,
üifte, ein Name welcher feit der Ers
K a *) buch bie Ba a im
ift,_tweil Damals der König von Br
ı eines Herrn don Guinea mit im fei
nahm; bat einen fehe unbeftimmten Umfang, be—
dem gemeinen Gebrauche gemäß im nur vom Gap
inter 10 Or. D. 2. v. 8.5 die Goldeüfe if nue
el von ihr. Nah Meredith Angabe **) beginne
lifge Scemrilen im M. bes Gap Apollonie
im DR zu Atrah, eine Länge von 52 geogr.
Mm (260 Engf. miles), welche awigden 4 ®r. 40 Min.
10Min. N. Dr. zu liegen fommt. Aber Bow-
im ihren Unfang fowohl gegen Welt als gegen
min), imb giebt ihr, awifhen dem Lande vom
Auf im Weſt bis zum Klo Volta im Dflen, 70 geogr.
(550 Engt. miles) Länge.
Sim der Serfeite betrachtet erfcheint bie Küfte gleich
Ma gröfen unnnterbrochnen Walde, mit einem Berg⸗
in dre Ferne, deſſen Worhöhen mit Baumgruppen
find, ie Zhäler zeigen fi, bei näherer Anficht,
ant und bebaut, Der Boden längs dem Steande, .
Kit Quropäer ihr befegt haben, ifk zwar fanbig, Biefigz
Mar weniges lanbeim mird erungemein feuchtbarer Dos
Mb Bieter fchom nach der erften Meile Wegs, von dee
4 Ne größte Monti —— für jede Art der Cultut
Die mehrften Küftenftveden des Erdtheils Afrika, von
1’Murrsy Histor. Aco. Y. I. p. 65 nad De Bırros
411.8, 2 H. Mereı ar. „as e#*) Bow-
ch Mission eic. p.aı6, f) ut, Pe-ae
308 Hochafrika. V. Abſchn. % 15.
Argypten an, rund an ben Küften ber Barbarei bie Mid
to, und von dba weiter, fübwärts um den Grbtheil bie.
GSubcap, find bürrer Sandboden, jedoch die Solbtäß: DE
Meredith, nebft bem Nildelta, für ben reichen Lanbeshi
ben. Nach dem Innern zu ift mehr Feuchtigkeit burch b
ganze Jahr hindurch Über ben Boden vertbeilt, als
—* annimmt; denn Thäler gehen na allen
vectionen hin unb bewäflern das Land, bilden häufige Gun
pfungen, und dichte undurchbringliche Urtwälder befchatti
—2 Lanbesſtrecken.
as Clima iſt nicht fo übermäßig heiß *), wie in d
Nähe der großen Sahara am E-:negal, nicht fo Seiß wi
an ben engen Steilküſten von Sierra Leone; -Merzebith 5
obachtete zwifchen 5 und. 6 Gr. N. Br. eine gemäfigtl
Temperatur des Tropenchimas. Zur Zeit des Morbilcke
Winters, im December, wenn die Sonne in ber größte
Berne vom Wendekreis des Krebs ſteht, fleigt das T
meter am Genegal (16 Gr. N. Br.), nach Meredith, au
5 Gr. Fahrenh.; zu Sierra Leona (8 Gr. N. Br.) aufg
rad Fabrenh.; am Gap Coaſt Gafile (5 Gr. N. Be.)
mwöhnlid nur zwifchen 85 bis 95 Gr. Fahrh., nur ein R:
zigesmal, nad Meredith Beobachtung auf 93 Br. Fahrem
Und Cap Coaſt Caſtle wird als die heißefte Situation m
der Goldküſte betrachtet. In ben eandfaften gegen DM
fleigt die Hitze nur fehr felten über 87 Sr. Fahrs., fie
in Winnebah im Jul. bis September, wo das Thermomelli
nie über 78 Gr. Fahrh. flebt, öfter unter 74 Br. U
veszeiten "*) ber. Goldküſte theilen fi, wie Überall zu
tee den Tropen, in die naffe und trodne, mit bem,
sheile, daß bier die nafle zweimal eintritt (f. Climalehre
mit Ende Mai und Ende October, unb ein fehr großes
genquantum zur Erde fendet.
Mur der ungünfligfte Theil, bie Küſte, ift an einzelne
Stellen mit Forts der Europäer befept; das innere
Haben fie, Iſert's oben begeichneten Verſuch ausgeno
noch nie colonifiet, nicht einmal barin Handel zu führe
verfucht. Dennoch haben bie Portugiefen an der Kon
bie Möglichkeit europäifcher Anfieblungen auch im
der Tropenländer bewiefen. Zu einer folhen Anfieblumg
ſucht Meredith feine Landsleute aufgufordern, um bie
Gen Vortheile, welche die reichen Probucte des Binnen
des dacbieten, benupen zu lernen. Die Küſtenorte find
ber nur Sactoreien der Europäer gemwefen, um &claven
Bold einzubandeln; meiftentheils neben ſchon bortliegenben
einheimifgen Ortſchaften. Deren Befib und Gewerbe wart
*) Merediih Account, pe 2. **) Meredith a. a. D. S. 5.7.
2 | Weſtraud, Botbfäffe, 505
: Jun Yen Schuß eines dabel liegenden Forts ge⸗
w:der Anlage, —— — — und Berſall dieſer de:
nembelscompsolts, gingen fehr viele Wechſel vor,
wiltifehe Intereſſe der Handelsparteien fo verfchie:
bauen, bewirkte fo viele Fehden und Verwirrun⸗
wir u 83 die Unfrn ee zr He on
hen untſchaft mit biefer e, wahrend
ehanderte hindurch, für das Beſte der Erdkunde,
mem Einnen .
12. Detfhaften ber Käfte.
Kafzäblung ber. Küflenorte, bie ſonſt immer ſehr
Dig geweſen, hält folgende wefentlige Haupt⸗
\ nenern Bric ten Befimmungen, As Rue
e wird bie Engliſche Feſtung Cap Goa$
D betrachtet. Sie liege im Afferto Gebiete und
Den Einwohnern Iowa, nach ber Aufnahme dee
Alam und Dames, Government Commiffioners;
1810, lat fie unter 5 Gr. 6 Min. N. Be. um
Min. WA 9 Gr. Sie ift eine wichtige Dofs
Engländer.. Ihr gegen Oſten liegt das Land ber
!, wonon nachber; gegen Weflen aber folgende Reihe
aften auf der Küſte Ahanta und Apoltonia:
Imina °*), das bebeutenbfle Fort ber Holländer,
Eingebornen Addina genannt, Diefes Fort liege
‘ Halbinfel an der Mündung eines Eleinen Zlufles
ce, Über welchen eine Bruͤcke führe, der’ jedoch
on 100 Tonnen Laſt trägt, die unter dem Echupe
Is umgelaben werben können. Diefes wurbe 1481
ugiefen ſehr fefl erbaut, quabratifch, 1637 jedoch
Delländern erobert, die einen Slintenfhuß von: die⸗
n Gaflell ein Forst errichteten, das fie Konraads⸗
, Sanct Jago nannten. Ks verftärkte bas ältere
St. Beorge delMina hieß, und ift der Schlüfs
n.. Im Jahr 1641 trat bie Krone Portugal alle
enländer von Guinea an die Holländifch: Weſtindi⸗
pagnie ab, die -feit diefer Zeit Anfpruch auf den
. Bein auf die Küftenftrede vom Gap Palmas bis
tg machte, und das —— an der Elfen⸗
old: und Sclavenküfle zu behaupten ſuchte. Seit⸗
de Elmina dee Hauptfitz der Dolländer und ihre
redith Acc. p. 95— 129; Bowdich Mission p. 215.
‚owdieh p. 214; Meredith Acc. p. 831 —gz. und Re-
of the Directors of the African Institution. Lon
1819, 1820. !in neue allgem, geogr. Gphem, VIII. Bb,
- ©. 383 — 402.
504 Hochafrika. IV. Abſchu. 6. 15.
pärtfe eſtung. Die Hauptblütfe bes dortigen
if ⸗ A Das 9a ar ort bat wat h
daten Beſatzung und an goo Selaven, unter denen keı
Haubwerker und Künfler. In ber daran liegenden
weile Eimina heißt, wohnen 5000 Männer unb bi
pelte Zahl von Einwohnern, Weiber und Kinder ba
et. Die meßrften find Hambelsleute, Fiſcher, u
ehntheil geſchikte Danbwerker, wie Mauser,
immerleute, Schiffer u.a. m. Der Boden umpber i
flag, leicht, einförmig; Ianbeinwärts voll ſtehender
und dichter Hochwaldungen. Seit den Afbantee:
weile 1807 auch Elmina bedrohten Bat bie Stadt ve
2) Dann folge Commenda, zwel unb eine
eogr. Meile im W., ein Englifcher und ein Hollän
Beiliteirpoßen, welcher Iepterer aber ſchon im Ame
Sehen Kriege zerflört warb.
3) hama *) oder Aſſema, 9 Engl. Miles |
an der Mündung bes Boofempra, wo eine Inſel mit
WBauplay für Ganoes. Colonel Starremberg verfud
Strom aufwärts zu befchiffen, aber nach brei Tagen
er fihon am Weiterkommen durch Felſen und einen
Gatarort gehindert, ben bie Anmohner ale einen
veredren. in Eleines Holländifches Fort das hien
beige Sebaſtian.
4) Sakundi oder Succonbee ) if bie erſte
von DR der im Ahanta Lande, welches ber reichfle
der ganzen Goldküſte iſt. Won Bier an bis gum G.
drei Gpigen (Three Points) ift das der Cultur fi
Land der ganzen Goldküſte); auch find die Einn
ein fliles Aderbauvolk, in deren Mitte Europäifche
niflen ſich ohne Beſchwerde anftedeln könnten. Die
Sat viele Greets und Hafenftellen, welche dem Strand
ger gegen Welten fehlen. Die Randfchaft bat Hier die
lipften WBaldungen zu Schiffszimmerholz, und Hol
im Ueberfluß die dem Mahagony wenig nachgeben nur
im Verbrauche find. Der Boden ift fruchtbar, für bi
tar aller Tropenpflangen trefflih ; die Ahantas find bi
ßigſten Neger der ganzen Küfle Hier iſt nie Hungen
immer Ueberfluß an Nahrungsmitteln, trefflicher F
eigen, Reis, Mais, Palmwein, Palmöhl find die
Babrungsmittel. Weider und Männer find gleich
Arbeiter, felbf jeder Bewohner ber Stade Hat noch '
Landfig und feine Pflanzungen die er beforgt. Yu |
Gebiete find auch einige Goldminen, bie aber von Fe
de
®) Meredith p. 77, Bowdich p. aun
| I. na; 77. Dowäich prang ) Meredich
u
%
nu EEE a
5 * ——— nicht bearbeitet werben.
tiefer —— liegenden Land⸗
von fiber fi 3 *
—2
wen Gewalt, bas
aftfrei und uns
—8 Pr Se ih ort ‘
eäuche ihrer Öfkli
Ba nicht gebulder. Wei der Gtabt Buccm:
Wiebe Trümmer eines Engliſchen Korte, das im
Krie A von den Franzofen zerſtoͤrt warb, das
udiſches . 2333 einer
ee mit fiherm € gsplag- Für
* e. Die Dolländer *) hab Aberpuiipe
h ven us £ ben Doreen dor allen andern Ras Na
ern und vortbe
h. —* —2— au OVbhen an Grafen er⸗
aecorary liege 4 Engl. miles weiter mw
Bes Hort, * —** Küſtenklippe, zu
vn Fir nie troden gel e.wird.
—R 9 nal. iles weiter im We
Gold’ führenden Fiuffe, ein Hleines lieh
5*8* der Brandenburgeompagnie ge
if: @ove **) oder rfooma der allen eimifepen,
Engl. Miles davon im W., ein flarken Fort, bas
der er länder im Ahanta Lande, was Ueberfluß an
in DB alkftein, fruchtbare Landfchaft umher Hat,
AA ig gelegen iſt am Eingange einer kleinen Bay
She, vn 30 bis 40 Tonnen fidher vor Anker
Wahn, beinwärts von Bier. liegt Booffoeä, ‚ die
von —8
Uccoda, dicht im Weſten an Dir Covr, iſt
Holländiſche Befitzung, welcher in Entfernung
uten Gtunde das
r ort Hollandia *"*) Tiegt. Weide liegen dicht
Hier drei Spiten. Vordem hieß diefes Fort Ro:
tiederichsbur als Eigenthum dee Wrandenbun
Yandeiscompagnie, welche nebſt den beiden andern
uud Boutrie felt 1780 an die Holländer verkaufe
2 da fie Griedrig Wilhelm I. nur zur Laſt waren,
redich —J *“) Meredith p. 72, 96; Bowdi
redich a A. ae Se der brei —*—
—**
u
306 Hochafrika. EV. Abſchu. F. 15.
Nach ders Kaufe mußten ſich bie Holländer doch 6
erft no mit gewaffneter Hand erobern; fie nam
feitsem Hollandia ; aber ba die Reparaturen nach I
berun⸗ au groß waren, ließen fie es wieder ve
n bee Wefeite des Forts firdmt der Ancobe
an weichen
10) Arim*) ein Hollänbifches Fort auf befim:
liegt.
Der Fluß bat wegen feiner Winbungen von be
guniefen er —X —* heißt —— a
bei den Negern heißt er Seinna. Nur wenig aufe
er ſchiffbar mie Ganoes, weil Felſen ihn durchſeten
tief aber nicht beeit. |
Zwanzig Holländifche Meilen landein bauten bi
gofen eine Facterei zur Betreibung bes dort ſehr ei
chen Goldhandels, der aber bald die Eiferſucht der
ber erregte. Holländer verbrängten fie und legten u
abe 1700 dort ein Fort Elifa Carthago, so Holli
eilen landein, an, welches ber änßerſte Punct if,
welchem Bin der Ancobra befchifft werden ann. |
Starrenberg fand das Fort in Ruinen. Jett fehe
dortige Goldhandel nit mehr im Betrieb zu feyn.
xim heiße das Küftenland bas der Strom buı
und der Dre, in welchem das Holländifche Zort |
Anton liege, auf der weſtlichſten Anhöhe des Gay
Points. Die Lage ift fehr ficher, angenehm, mit
Landungsſtellen. Es wurde von Portugiefen erba
von Hollänbern befegt, bie dort ihre MWicepräftbei
Baben. Die Bewohner won Axim fprechen einen
von Ahanta.
Mit bern Ancobeafluß Hört die hügelige walbi
fegaft und. ber reichere Fruch tboden von Ahanta au
ter im Wer folgt nun die Landſchaft Apollonia bie ı
mannichfaltig iſt, bagegen eben und zeichlicher Bei
Die Küfte aber wird faſt unnahbar wegen ber |
Brandungen die hier das kanden fehr erfchweren.
11) Apollonia*) Dieſen verftänmelten |
führe das Hauptfort der Küfte Amanahea, bie gi
dem Ancobra unb Affinenfluß liegt. Apollenia if -da
lichſte Fort auf dee Goldküfte. ine gute Gtunbe |
liegt ein meilenlanges füßer Landfee ber von einer (
aus Chamah, die ſich Hieher flüchtete, bewohnt wird.
Land wird zur naffen Jahreszeit von vielen Kleinen ©:
Üüberfhwenmt. Es hat Ucberfluß an Reis, Mais,
*) Meredith p.70. Bowdich p. 216. **) Mereditl
—6g. Bowdich p. 344.
Waſtrand, Goldkuͤſte. 509
is, FERN — Arten Polmen, bie Napı
ie Wälder liefern treffliches Fa)
d vol Affen, Elrphanten und
Br ang sei: Die A ohne Hal er
— in bie| € die
Metehrs, imd a bie ie em Safe‘
eb iften Ganodb, die Vrandungen zu durchſe 4
din die höhe Ser au flechen, ER tt mit bau
—— offen in Handel einzugehen. Das
hat
keine nn * enzen,
fe Küftenftaaten. Der König tft rl
4 olländer, die fih ibm durch Sirius
— HH hat. u
die [1303 Son; 6 eenee h
de a —— die en Pulver, Brafil Tobad)
En Indiſche und Brittiſche Mani
ten iſt PR frei, obne Zol und
* men a a daß Be — 2
in Geſchenk macht, ui WDor er erhaup!
K- — — ven sin önige dine Babe Beinen,
Ym_noddre Handı! beit genähet wird,
*6 Begenten belebt in ewaffneten. Das
it, fehlänt, oßne jene Biden aufgerörfenen
die platte Negernafe. : Gie 12 BD
8 "aber bo zurfidhaltend bei dein Di
——— untet der fie’ fichen. u; Rise
) 20 geogr. Meilen die fe enslong und nur 4
dem Weſtende ul Li i
a ge de Sans
Coaf Eaftle*), deffen Lage wir oben am
NY J Er Miles von Print de ift das Edda
—Ee das von Englänbern dei jehigen vers
Ram crhielt. Es if das Haupt aller Brittir
Basen am der Bolvtäfle. Bon Portugiefen ers
den Holliudeen abgetreten und 1665 ihnen
ländern emtciffen. Das urfpränglih ſchn aufs
‚if von den Written ſehr —2 und auf
1, wohl verfhanzt und mit go Kanonen.
fehr feR gegen die Seefeite und große
an bis unter die Manern des Forts einfegeln.
Pr wird aber von Köhern Anhöhen dominiert und:
fehe angreifbar. Die ganse Befabung beträgt nur
en, deren jeder feinen Kramladen hat, dazu etwa
fs}
el
ea
wish P. 95, 95.
7.9 us
308 Hochafrika. IV, Abfchn. 616.
no 80 bis 100 Handwerker, bie aber nicht im ©
wären bei einem ernſten Angriff die Feſtung gu vertheil
Die Vermehrung der Garnifon auf soo Mann wen
ift nothwenbig, aber auf 1000 Mann würde
bem Brittiſchen Anfcehn auf ber Küſte großen N
geben. Diefes Fort if noch lange nicht von ber Beben
wie Elmina. Es fehlen noch flärkere Feſt erke,
Beſatzung, friſches Waſſer, es fehlt eine Kirche, ein
tal, eine anſtändige Begräbnißſtätte; ba die Negerna
ein ſehr zartes Gefühl gegen idre Todten haben und |
gar in den Schut ihrer eigenen Wohnungen zw beg
egen.
di 9 Die Stade”) liege dicht Hinter ber Feſtung mit
Einwohnern, zu denen aber fo viele Dorffchaften 9
baß fie 6000 an Bewaffnete im Nothfall ſtellen
Das Land umher keit Fetu und ſteht unter einem
nen Oberhaupte, Dey genannt, ber eher ein Zetifchg:
als ein König il. Das Regiment wirb von ben €
eherbäuptern nach den Gefegen und Gehräuchen ber $
geführt. Ehedem war der Handel Bier bedeutender ai
genwärtig, und die Strecke von Gape Coaſt bis Accra
große Emporium ber Goldküſte. chneller Abfag um
wins woren gewiß, alle Bewohner der Gtäbte und &
waren Möller und Unserhändler. Die Lanbfihaft y
ift daher ohne alle Landescultur, ohne Aderland, einfäi
Waldung geblieben. Erſt feit 1811 Bat ber ſche
verneur P anun en und Sartenanlagen gemacht, and
ropäifche Gew rd angefiedelt. Aus der Erde ber U
gend wafchen bie Weiber mühfam ben Goldſtaub.
153) Monree, ein Ort nur 4 l. Miles von
zeigen Orte entfernt, Bat ein Holländifches Gore, bau
Remen Naſſau führt, auf einer Anhöhe mit Waldung
ge
em.
14) Annamaboe **), nur boppelt fo weit daren
fernt, im OR, if die ſtärkſte Englifche Feſiung an ber
mit 30 Stud Geſchütz beſetzt. och liege |;
und wird von Anhöben bominirk. ie ſchaft u
i Id 6 i
fbtood zu riefen, @hebem mar hie der sfr
venmarkt dee Goldküfle, wo immer no bis 30
Anker lagen, Die fich von ben verfchiedenften Euro
Nationen bier zufammenfanden. Die Stadt war bie
teichfte, blühendfte; fie bat an 10000 Einwohner,
in befländiger Unruhe leben.
9 Ebend. S, 219, 190. **) Meredich p. 1295 Bon
P. 218.
EiE . 2 7179 ss
ormantine *), liegt 5 Miles Hm
Fort, bas von bee im’ 17.
ihe erfles erbaut ward, Im 2665
Fort Apamı oder Apang, Das im Jahıe 1828-
—— wurde. .
Minnebah**) oder Simpap ber Einwohnen, bie
y mit der Äffutuſprache. Es ouf eine
fund, mit einem füßen MR im Ofen
Bd en ame
“ je D ’
ten Wenmgrappen. Die Fi
‚Zantum it äber nur 7 Mann Bei
: que Beleg wenigfrns 50 Mann.
-% it wild, — dem Europäern, deren
je fie nur zu gut Bennen, auffäf je Stadt mit
Mmehnerm war ehedem der am, flärkſten te
Ymde Agoona, bas von hier an gegen Oſten fol,
Pick un Acta (Gute, Bam) Min. Sea
). Bereacoe, liegt 3 Germeilen ofiwärte, if ein
Nies Sort gl einer —8 die ealiegende tabt
Begt_unter s Gr, 31 Min. RN. Br,
. wich (nach Mor:
nehe Erwerb, ® d und iin, die
en Doper liegen dier auch drei Forts, bee
[7 wab Dänen beifemmen. Das Englis
Kar) Bowäch ©. 9) Meredith p.
un ar Iomäich a. & *) Me ?
s10 Hochafrika. IV. Abſchn. 6. 15.
(de James Caſtell würde ſtark feyn, wenn es Wefet
tte; es bedarf 50 Mann zur Vertheidigung. Es hat
Morıug vor allen andern Korts der Küfle, ba die ©
der Meger erfi in einiger Berne abwärts liege, feine!
baburch bequemer, reinlicher, gefunder iſt; bie Landen
arführlih. Das Holländifhe Fort Erevecoemer wuch
Amerikaniſchen Kriege zerftört. Das Dänifge Fort €
fliansburg wurde von Portugiefen erbaut, Bang ſeit
in Befis der Dänen und wurde der Mittelpunce vond
drei andern Forts, die meiter im Oſten errichtet
eins 8 geogr. Meilen weiter im DR und zwei anlse
bem linken Ufer des Rio Volta. Das Dänengebiet geil
fh durch Pflanzungen und Anbau vorzüglich aus; fie
gen bie erfien Europäer *) welche bier den Eclavenhs
abfchaffeen, bie Plantationen einführten und Schulen
Bildungsanflalten für die Neger errichteten. Gie &
am mehrſten für bie Humanifirtung ber. biegen Regel
an, die Engländer am wenigfien. Im Jahre 1811 1
cerah von .den Afhantees vor den Ueberfällen der Se:
gefhüse. Die Sprache der Acerabs iſt ihnen eigenth
verfhieden von ber Kanteefprache, dem Afootu naße-
mandt, und foll bie zum Rio Volta verfianden werbem
daher für ihre Heimath angefehen wird.
20) Pram:Pram **), ift ein kleines Englifches
im OÖften, das nad dem Fetiſch genannt ift, dem deu
größte Verehrung gerollt wird.
a1) Ningo liegt noch oͤſtlicher, 8 geoge: Meilen
Chriſtiansburg entfernt. Hinter beiden legtgenannten
ten liegt landeinwärts bie Landfehaft Crobo, berem £
Baupt ein mächtiger König oder Kabofir if. Dark |
ein ſehr hoher Berg, ber 4 bis 6 geogr. Meilen fern
Meere aus ſichtbar, und bei klarem Wetter wie mit el
Schneegipfel bedeckt, erfcheint.
93) Quita und a23) Adda, zwei Daniſche Eid
Forts, folgen nun um die Mündung des Rio Volte«
ber duch das Land Karrapay fließt (Crobo oder
der Europäer), und feinem rafchen Strome nad, ans ü
entfernten Berglande herzukommen fiheint. In der u
Jahrszeit iſt es für Beine Fahrzeuge au gefabrnet
ner Mündung gu nähern, weil bie Flurh zu beftia
tobt; bier if ber Aufenthalt der Dippopotamen. Des
Volta kann, ungeachtet feines Wafferreihthums, am |
Mündung nicht befchiffe werden, da Sandbänke unb-
klippen diefe verfchliefen. Innerhalb T) if er jedech
®) Meredich p 260. **) Meredit" p. 200. ***) Meı
P. 205. Bewdich p. 221. +) Bowdish p. ı
Meil
— er
won ſchiffbat bl
hentee, wo große tg ine me Fe
Hagba, —— am Rio Bolta, find noch
In feinem oberm Laufe heißt er, a Bon:
9 nun Abirri, ae im Lande
— —
Berge IR; die —* eine Gebirasterts
Hm * A
me de Sean
ke! nen ine in m ——
En
006 ie It das Meich ——
I ent jede —— — —* dem
ti ab, zumal mit den How! dleen,
i zum biefes" wirtehrs allein zu genießen, En
er jer, den Strom aufwärts zw ſchiffen, ift
1! I Die Canoes auf dem Strome find weit vor
N Größe und Art, als alle andern längs dieſer
Al Find fogar mit Eafüten verfehen, und groß genug
* Der Ausſage eines Mannes nach, bei
Reiche Kofie am, werden dort alle Sclaven zu
\ jew herbeigeſcha En ae ſcheint die Reiharbtifche
„vom Ergup des Niger zum Guinea Meerbufen
” —— Der nie & Gr. — ee 3
gewordene jere Strom arbala int
—* un Busigeom dig a r kesaen
‚ohne er ‚er, wenigftens ſem
lipen — feinen Waſſerüberfluß zugufenden
FBie Küfenlänber und bie Gtrandneger;
bie —
——— tn
x ‚fan. el
Ucberfigt
'Bowdich Misıio: ) Bowäich as.
ee |
sıe . Hochafrika. IV. Abſchn. 5. 15.
2) Das weſtlichſte Küſtenland Apollons
den Nachtheil einer ſchwerzugänglichen Küſte und iff
den Europäern faſt gänzlid unbelanne Nur die
der find dort einheimifch geworben, und zuerſt erfahre
von den dortigen Bewohnern etwas aus ber Megierun
ihres Königs Amoni, ber ben Holländern bie exrſten
uche der Anfieblung wehrte. Da fie Weberfälle begaı
bee den -Ancobrafluß festen, der bie Oſtgrenze des Hi
ausmachte, aber gefchlagen wurden, rief Amoni bie
der herbei, und befchüste fie bei Errichtung ihres
und ihres Dandele. Worin biefer beſteht haben wir
gefehen. on dem Herlommen der Apellonier Habe
keine Kunde ; die Regentengefchichte bes tapfern Amon
Meredith mitgetbeilt.
Daß die sugänglichere Ahantaküſte von einem
lichen, Aderbau treivenden Negervolke dewohnt wird, :
wir oben gefehben. Mit Chamah, am Booſempra
beginne *”) die ebene Landfchaft mit den unrubigern K
negern, die fi dem : Aderbau weniger ergeben unl
andel, Fiſcherei und Schiffahrt leben. Oſte
oſemprafluſſes des größten der ganzen Goldkäſte, fi
2) die Küfte der Fantee:Neger an, wenigflen
Gebiet ihres Einfluffes ***) auf bie dortigen Wöllerfd
wenn ihre politiiche Herrſchaft gleich etwas eingefchei
iſt, und erfl im Oſt vom Cape Coaſt Caſtle beginnt.
Fantee (ſprich Fanti) find wegen des legten Kampfe
den Aſhanteers (ſprich Aſhanti) um die Oberherrſchaft
bekannteſte Negervolk dieſer Gegenden; fie ſind, n
redith, aber auch das verworfenſte. Wenigſtens er
fie fich gegen die Weißen jede Art von Betrug; gewil
Doch wohl nur aus Wiedervergeltung.
Sie waren feüberbin ein inlänbifpes Bolt bat
Afbanteelönigen beherrſcht wurbe. Aber fie rebellirten,
berten nach der Küfle aus, und wählten ſich ein ei
Oberhaupt, das aber zum Zeichen feiner Ergebenheit
fein Bolt den linken Arm fig mußte abbauen laffen.
für warb ibm unumfchräntte Herrſchaft zu Theil, unb
— rin erlangte die Würde des hohen Adels
ber Braffoe, welche allein die Dauptftabt
bewohnen unb mit ihren Gclaven die limgegenb diefe
frens beherrſchen. Die Sprache +) dieſer Fantee
berall an dee Goldküſte verſtanden, von Apollonia bi
crah und tief landein ſelbſt in Aſhantee, deren GSi
wenig davon verſchieden ſeyn ſoll. Meredith hält diefe
*) Meredith p. 64. **) Meredith p, 77. *%%) Me
p. 113, 216° +) Merodith p. 387. P .
Weſtrand, Goldfäfte, 315°
Yale ——— Hann Jürg
an-das Factum feine Richtigkeit A bie-
— Bel durch ‚die legten Kriege feine
Ei Küfte eingebüßt hat: ——
5 er AL, genug. r
ten, unb ben Auß den es —* Ne
an ER ee Bu den feli *
et 8 daß jantees. bie Zodten,
ie en nd — Sie eben
{driebene Gi
ai, do lim. fie ale in Sfenrligen Mi
ınsen Palavers. Bei ihnen gilt ww
Be ee er DEE
er ‚eine beflimmte Qua einer“
Rinde, verfehlt A fer trinken. —
ine BA Mira ie u fie
Kit Ban weiß gekleidet, als
(t Sei Bitfen Schwarzen ——
Kr Unfhuld und. Volltommenheitz
m ihe- Keufel. weiß ſeyn foll, fo iſt der Fetifchpries
R ber Fetifch,. jedesmal weiß gekleidet, auch) die
—— waren —— bemahlt . oben ©. 267.).
em fi wenig Verbrecher unter ihnen; es detrfcht
Wößte Sicherheit ber Güter, felbft an offner Strafe.
fem haben fie nicht; faft auf jedes Unrecht fleht
© Freibeit;, ein Morb wird mit 7 Sclaven aus
© des —— gebüßt, eine Folge des Selaven⸗
Rei Sad reinlic, _mafchen und parfümiren
en werben fchon im gehmten, bie Kaa⸗
9 SE u. bie 6 #*
e jegen fee
% ale and
en s * tſtadt — 21:77)
Agah yRannah,“ dB. ar en iRen Mei
rn Aller." Außer diefem hat jedes
vun I ah — — Serifgt bei m
— —— di siehe
Ken en Bank — —* Ar DA .
i li ei
a) fh —XR Ein —E
nich , d 8
ED ee
—
sı4 Hochafrika. IV. Abfchn. G. 15.
swifchen biefen beiden einander feinblich gefiun
Völkern, war das Reih Affin, deſſen Könige,
von den Afbantees gefchlagen, Hülfe In Annamab
Die Fantees diefer Stadt wollten bie Flüchtlin
aftlid aufgenommien, dem Feinde nit ausliefei
erzog der König von Afhantee fie mie Krieg. 1
Siege bei Buinka, den er Über die Fankee b
folgten bald mehrere, und als er ſelbſt bie Fante
Abrah einnahm, erfolgte im Jahr 1806 faſt die?
der Brafors oder Dberhäupter des Küftenvolkes.
Macht, des, bis dahin unbelannten Giegervolkei
nun die Küſte; fie eroberten die Holfändifchen
mandine, Amſterdam, zuletzt ſelbſt Aunamaboe
ihnen gene ward. Nur 3 bis 4000 der Einwe
sen ſich, 8000 der Fantees wurben hier unter |
Sen Hort niedergebauen. Nun fingen bie Afde
te Blodade des Einglifchen Korts an, das keine
e Verteidigung hatte, darunter auch Merebitl
e vielen mitgetheilten Nadrichten verdanken, ;
war. Es Hätte one Succurs vom Gape Coaſt
zwei Schiffen mie 10 Mann Soldaten und 4
Do unterliegen müflen. Die tapfre Vertheibig
den 17. Juni 1807 ein Sriedensbünbniß ")- zu
Written mit dem Könige der Afhantees herbei.
densftab, den die Engländer dem Negerkönige in
ſchickkten, warb nah dem Kriegsbrauch civilifieter
‚genommen. ine Audienz bes Gouverneurs vom
m Lager der Afbantees und ein Gegenbefuch ı
beiden Mächte. Der Negerkönig zollte den 8
wunderung; feitdbem ſchenkte er ihnen volles Ber:
Verfprach der Brittifchen Flagge Reſpeet unb ih:
lingen Neutralität. Das ‚pinfterben bes Heeres
Afhantees sum eiligen Rückzuge aus dem Lande
die, febe gefchwächt, ihnen doch Rache ſchworen.
tees belagerten im Sabre 1809 die Städte Elm
Acerah. Aber 1811 Überzogen fle die Afbantees
"mit Krieg, jedoch ohne fie völlig zu vernichten, u
ſicht gewefen war. Seitdem aber ift ihre: politi
tige Exiſtenz verfhwunden. Durch biefe Begeb
‚find in kutzem alle politifgen Verbältniffe an be
völlig verändert worden, und da diefe nur um vn
‚uote der Aufhebung des Sclavenbandeln
gangen, fo iſt deffen günfliger, auf die frübern |
erechnete Erfolg, dadurch fehr gehemmt worden;
-fheinlih nur momentan. Noch ſtehen bie get
%) Meredith p. 147, **%) Meredith p. 204.
ſeuen Umſchwung erhalten, weil die übermüs
tee, ‚bei fleigender Macht, fie mie früherhin:
im Boume” en haben würden. ı %
Erdkunde biefer Umgeflaltung der Dinge ı
tniß vom Binnenlande ber: Afhantees.
Dat) yon meiden Mlinnebaßenae vinen Ah
ton nur einen. \
h Esliegt gwifgen 5 Gr: bis 5 Min. 30 @ec. N.
Eds
er
is
ga
5
se
53
2
Bo
‚om Fanteelande, von Akim und Acrah. Das -
Ba a eier
it und: fandig, der ion wi
—— ein wird der Boden frucht⸗
Gewächfe em; li: Das Elima
‚ gefund; die Zeit der dos iſt vom März
Regens vom Mai bis Auguft; die trockue
J Uebtige bes Johrs. Der Harmattanwind
Anfang Januar, jedes Jahr, zumweilem im Februat
4 6, Brbie 24 Tage. Meberall iſt Wald, der erſt nie
en werden muß, um Gulturland gu gewinnen. Golb
808’ ein,ige Mineral des Landes, Meis und Mais bie
kuptnahrung ; Handel ber Haupterwerb: Sprache, Sit:
1, Grbräucpe, Volk gleichen dem der Fantees.
77) Im Dften der Zantee nannten die frühen Bericht:
Ratter "*) am untern Rio Volta, bas Volk ber Akim;
ben höhern Gebirgen einft herabgeftiegen, die Aguams
ng dertilgten, und in unmittelbaren Verkehe
£ iflencolonien traten, bis im der Mitte des 18;
jthunderte, fie ein gleiches Loos traf, und andere Bergs
(ken, die Affianten oder Afbanters im: Jahr 1749: fle zum
mmol mit Krieg überzogen und unterjochten, Die Afes
Berfhiwaniben, ihre Handelsleute zogen ſich zurück,
ba fie vorzüglich ‚die Kunſt des Goldgrabens verftanden
em follen, jo —— auch der Goldhandel an diefer Küſte
ab, Die Akemiſten werden als ein ſeht braves,
Be redliches, wohlhabendes; Negerdolt bedauert,
men Bebieter aber von den ältern Dänen als roher }),
= vr ne Berichterflattern: chltivixter ges
H
5
Meredith p. 177._**) Ab tem ©.
en — Rahel a
4
516 Hochafrika. IV. Abſchn. 6. 15.
Bon dem Lande im Dften des Rio Boltä,'iſt oh
bie Rede gewefen. tn
Mach diefen Bragmenten über die eingelnen task
und Neger, fügen wir bie wigtigfen Bemerkungen Ei
den allgemeinen Brban biefer Käfenvuöl
und über den Berkehr ber@uropäer mit ihnen
zu, nach den gehaltvollen, neueſten Beobachtungen und
gaben des Gouverneurs von Winnebah *) }
Die Neger der Goldküſte geben ein treues Abbilb ig
Megerflämme des tropifchen Afrika Überhaupt, die in gwe
Hauptabtheilungen in Küflenneger und Binnenneger
Ien. Die größere Differenz unter ihnen bringt bie Werfiäe
Denartigkeit der Werfaflungen ihrer Staaten Hervor,
ier von der geößten Mannichfaltigkeit if.“ Die |
as Clima, beffen Einwirkung bier mehr gleichartig
nifch if. Gelbfi nach mehrjährigem Umgang, hält SR
Dafür, fey es doch fehe ſchwer diefe Völker richtig zu
zacterificen, da Europäer ben Neger immer nur als
delsmann kennen lernen, und dann nicht von ber vo
bafteften Seite, fondern als verfihlagenen, klugen
vol ausbauernder Gewinnfuche und voll Eigennup.
allgemeinen find in den Tropenclimaten, bei diefen
völkern , allerdings die Leidenfchaften heftiger unb
erregt als in älteren, aber auch ſchneller wieder unteren
fen’; aufloberndem Entbuflasmus folge größte Nieb
genbeit. Auftochende Rache ift fehnell verfühne. Die
find überhaupt mehr mißtrauifeh und zur Liſt geneigt,
niger vertrauend, ohne Kraft und Trog. Größte |
im Eſſen und Trinken iſt Allen gemeinfam; bie. lebhafte
bildungstraft giebt ihrer Sprache Schwung, Kraft, Berch
famkeit. Ihre ausgelaffene Freube läge ich im ’
fang und Duft aus; ihr Ohr if fehr Für Harmonie em
Pänglid. Die Weiber find ungemein fruchtbar, fräßeel
und arbeitfam. F
Die Fiſcherneger der Küſten find ben Europäern i
befannteften, da fie meift als Ruderer und Dastdlanger
ihnen in Dienft geben, und dadurch reichlichen We
haben. Sie find tücdptige Arbeiter, verlangen prempte IN
aohlung: Alle find zum Diebflahl geneigt.
Die Aderbauer im innern Lande zeigen fich redlicht
mehr wohlmwollend, ohne die Lafter der Strandneger, sau
ber Fantees; fie find fehr unverbroffen, fleißig, und fi
unter einander gleichartige. Die Könenneger find
oͤllerei und Senf
e
erwerbfüchtig, aber babei faul, falfch, dee
gerei ergeben.
*) Meredith p, 19.
318 Hochafrika. IV, Abſcha. 5. 15.
werben Ri erhoben zu Schutzgöttern der Famillen, gli
karen und Penaten der Römer und anderer Bolker.
gehören fie dann wohl ganzen Diſtricten gemeinfchaft
und dieß find gewSßnlich gewifle Werse, Bäume,
Näffe, Waflerfülle, wie wir daſſelbe am Kongofluß
en.
Der yolitifhe Zuſtand welcher burh ben Mer:
Bantee und das Uebergewicht der Aſhantees völlig |
ändert bat, wird für die Geſchichte dieſer Küſte, zum
ihres Handels, eine neue Epoche herbeiführen. Die 2
tee find die erfie Macht gemorden, deren Exiſtenz
Bin kaum bekannt war. Nur bas Innere”) des
lieferte bie Hauptpreduc’e bes Handels: Gold, E
und Eclaven; bie Küfte nie. Mit diefem Binn
der Afbantees, wo zugleich ein größerer Reichtum a
den und Früchten, und ein weit civilifieteres Moll,
efebenerer fehr mächtiger Staat, und ein ununterk
85. mit bern golbdreichen Nigerlande, find die €
ber in unmittelbare Berbindung getreten, und
Ach dadurch den Weg zur erſten Quelle ber Reich
und zum Danbelsübergewidht gebahnt. Bisher bet
ps aller Verkehr mit den Negern nur auf den KRüf
el. Bon nun an entmwidelt fich aber ein gang neu
Rem ); es wirb ein freier Verkehr mie dem Binn
nothwendig; die Küftenfeflungen müflen in Küftenm
verwandelt werben, aus benen ein Caravanenhand
den Innern belebt werden kann, mit welchem einı
gänzlich vernachläffigee Colonifation gleichen Schritt
m Die bisherigen Unterfiügungen bes Engliſche
laments, zeige Meredith, find nach dieſen Wechfe
unzureichend; er bäle Dafür, daß eine jährliche Er
Derfelden auf 4o bis Soooo Pfund Gterling von
Einfluß auf den Fortfchritt des Brittiſchen Hande
würde, und ein Theil davon ift fhon bewiligt ı
Aue Erweiterung befielben würden Gefandtfchaften
Könige ber Reger und Refibenten in den Hauptlädte
wendig feyn. ie würden freundſchaftliche Verbin
Inüpfen, und die Afrikaner mit dem Gebrauch G
Manufartuewaaren bekannt zu machen haben.
würde daraus ein wichtiger Abfay für Englifche F
gegen die reichen Landesproducte entfichen.
Freilich fehlen: der Goldküſte eigentlich die ſch
Ströme zur Verbindung mit dem DBinnenlande, un!
i8 in ſehr viele Beine Stämme und Staaten wı
An ber Küſte iſt bas Landen an ben Hafenflellen gu ;
*) Meredich p: 56. ) Meredich p. 206.
0 Weiland, Gofbkäfte, ang.
BEE —— —ã BR)
andern allen Strömen und Küfk
Andung F —— fe, — au drei
bis Xceraß » — weniger
faft auf dergangen: übrigen Küftenlinie bis, —
—— fühwärts bis zuni Cap: der guten
—— — die — * ——
—— (mer 83 inglich
— —— iffahtt —
Die fr —5 eg re Be ——
it ten un! erten Fantees
W iß des unmittelbaren Verkehrs
weil beffen Gewinn ‚bisher größtentheils
ben tar, und fie eiferfüchtig bie Guropker: vom
fe jichen, ie ——
— aufzugeben, um
—— dagegen aber das —— wdiſche Sort
erwerben, gegen
Ma, das * — dern als: bloßer — un:
liti äl rde ei
Bas ir eier role ndmli ie
enthums, die bisher jede Europaͤiſche
J
—— * * * imert — Der 2 felbft
u ha ar — Yen ihnen am
Ya ohne 23 alten, de deren Ginilifatien
— ee
Die erfte Wepithar weiche fie deu Lande
EEE ne
—— um durch dieſe
He: bes en an Handels *
bie Cemae von 20 bis 25000. u
des Cclavenbandeld auf 25000
Britt
der fen.
2 t worden, und en eb
m den Afhantees zeſchickt.
RT
55
=
3
wedich p. 311. **) Meredith App. 2 ö
!
„580 Hochafrika. IV. Abſchu. 5. 165. -
Erläuterung 5. Das Binnenland Im |
ber Bolblüße; das Rei der Afhantı
Ein Fortſchritt in der neueſten Erdkunbde ve
it bie genauere Kenntnif bes DBinnenlanbes ber-
zähle, im Weiche der Affianten ober Afbantee
welches die Writtifhe Gefandtfchaftsreife im Ja
durch 38 E. Bowdich, die erſten Racrichten
und Stelle, in der Refidenz des Königs ſelbſt, d
befreundet ward, einzuſammeln fich bemühte. D
durchaus keineswegs vollſtändig und beftiebigend;
nen aber den Blick in eine neue, bisher unbekann
und bahnen den Weg zur Landeskunde bis zum Im
Nigerſtroms. Bleibt auch bei dem Einfammeln dei
des Landes, bei dem Hypotheſenreichthum unb dem
allee naturbiftorifchen und geognoftifhen Beobachtu
Anführers der Brittifchen HRiffion nach Coomaſſi
vieles zu wunſchen übrig: fe find doch aus dem dicker
bande *) auch folgende, weſentliche Puncte als ı
giger Beitrag zur Ethnographie Afrikas dankenswert
auf einer bisher völligen terra incognita, |
Im Aufange des achtzehnten Jahrhunderts Ber
Name der Afbanteee, Affiante, Kaffiante,
tai, zuerft vor, bei Bosman und Barbot, bie
Yuta für gleichbedeutend hielten. Geit ihrem €
egen bie Akemiſten, im Jahr 1749, fprechen die D
Soritifelier von ihnen, als einem kriegeriſchen wild
dolke mit rothem Haare‘). Bald aber erſcheinen
cultivirtere Handelsleute zus Accrah, die weit aus ik
zen kommen, und ihren Meg Über ben Paß ber
colonie Aquapim und die Bergterraſſe zur Seekar
men **) on biefer, erzäblten fie, beauche
Lage Wegs, immer über Bergland auffleigend, um
Sen, menfchenleeren Wüfleneien, und dan 8 bie ı
um au ben erfien bewohnten Orten ber Bergneger
langen, u. dgl. m. Ihr Name verbreitete fich oftmä:
bis an den Hof von Dahomey, wo Dalzel fie
Börte, und der Muf ihrer Wacht und ihres Golbreic
brang mit.ibren Handelsieuten norbwärts, durch gar
afrika vor, bis Mefurata an der Küſte von Trip
Lucas von ihrem wert verbreiteten Landhandel zuer
richt erhielt. Seit ihren glücklichen Kriegen gegen
tees 1806 und 1807, die fie 2811 zum zweiten wı
*) Th. Edw. Bowdich Mission from Cape Coas
to Ashantee. Lond. 1819. 4. **) Rbmer Rad.
138. rn).ömes. a. a. D. ©, 91,
Dieß_dewog die Afcitanifhe Gomittee
— dem Pr der Afdanı
FA um eine Refidentfaft an feinem ‚Hofe nachs
und: außerdem noch mit der Miffion die Exreis
[3 iler und politiſchet Bwede m
mes erhielt die Leitung nn
‚feinem Poften nie. 8
ar nad —— Ber ne uud
— ken re Li
w
vom Gape Goaſt Gafle nal Gormaffir.
, begann Ubreife +) Über Annamaboe
en —X 15. 2, um u [2
[2
ze Deile im R. von Xinamab Reife
m einem — Zum ie, oe De Bitten
Aare, Imen, Bananen, und trat na 4
bog bei Bapatıce er so Min. so@. Kr.
e Berge befanden an en Mean
ern
teilen 8
Ze Dekan sin Kal nme
s2e Hochafrika. IV. Abſchn. 6. 13.
Die nächften ſechs Tagereiſen ”) waren fee beſch
lich durch, zum Theil pfadlofe, dicht verwadhfene Hoch
Dungen , in denen Kiesboben mit Sumpfungen abwechf
die von vielen kleinen Wafleefirömen durchſchnitten week
Der Baummollentaum und Eiſenholzbaum mie deu Pe
arten, bildes bier die fchattigen Wälder, Über deren U
eiwert, umgefallne und vermobderte Stämme mit para
den Gerächfen übermuchert ,„ in labyrinthifchen
mehr gellettert als gegangen werben mußte. Nur
Zagereifen waren bier möglich, zumal bei der Furchtſan
der Boten und Laftträger vor den Waldgeiflern, umB:
der wirklichen Gefahr vor ben wilden Beflien, die bu
Gehenl von allen Seiten fi laut ankünbdigten, in
Geſchrei der zahllofen Schaaren von Papageyen bie
der Bäume erfüllte Die Schaueer ber dunkeln EA
wurden burch die Schwärme von fliegenden
und Laternenträgern in ben Nächten ecböße, und bei
Nachtfeuern der Bivouacs glaubte fich Bowdich dfet:
Seenen von Dantes Hölle veorfegt gu ſehen. Wie a1
&r des alten Banteereiches, befien Grenzſtadt auf
ſem e Manfus gewefen, war jede Spur ber
lung umd ber Cultur dur die leuten Kriege gerflört,
Einwohner waren nerfpeucht, und Feine Lebenomitta
aben.
Auf der ſechſten Tagereiſe von Payhntree traten bie
fenben in das reizende Thal des Booſempra **), der
von Oſt nach Weſt fließt und die Walbwilbnif vom inm
eultivisteren Lande ſcheidet, das nicht die Zerfiörung |
Aſhantees erlitten Bat. tee zeigte fich die erfle rei
enehme Stadt Praſoo, und s Tagereiſen ne
bes Fiuffes, lag der Lleine Ort Afbaraman, wo im U
1806 die erſten Gefechte des Afbanteekrieges begannen. |
Drt legt unter 5 Br. 59 Min. so Sec. N. Br. und ey
wieber bie erſten Kornfelder ſeit Päyntree,
Von Bier fleigt die ganze Landfchaft weit Höfer
por, Eifenſteine bebeden die Berghoͤhen; Bier unter 6-
8Min. 50 Ger N. Br. betrat man das Grenzgebiet
bes Afbantesreiches; Bier iſt Bohmen ber Grenifluß,
Beredfamteit einträufeln foll; daher trinken viele
tees, die wach diefer ſtreben, jährlich einmal baraus.
it Gebirgsland, vol Berg und Thal, immer feige
bergan; bei Doompaffee, 6 Gr. 11 Min. 30 Gec.
einem bedeutenden Drte, fangen Die weitläuftigen
ven an, bie fich num burch die eultivirte kandſchaft bie |
. *) Bowdich p. ı8. “.) Bewdich p. 23, 2, ##%) Bo
dich pP: 27:
ımiwa von Afbantee, in melden au das
Disabin mit eingefchloffen ward. Die Haupt:
m: es ſolle Friede und Freundſchaft feyn zwifchen
Yanın Beben — — im Berglande um
- bee. ; di je vor ben fernerm.
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er als- Diener, eben fü an
— Mur
au ‚ofen Fach man
804 Hochafrika. IV. Abſchn. 8. 15%
England gu betrachten, dagegen aber follte dieſer ben Gcle
venhandel wieber erneuern, deffen Aufhebung
ibm nicht vortheilbaft ſey. ,
‘ Diefe —— Fa zu et Feder ar werben, an web
er bie erwachten Hoffnungen für and allerdings
tern können. Denn während Bowdich's Aufenehalt A
maflie wurden eintaufend Gclaven ") von Spanlern u
da ausgeführt, bie ben Afbantees natürlich großen Geuin
beingen. Die Ankunft der Selavenſchiffe an der Küfe 8
ihnen ein Feſt, und zumal ben Großen des Landes gewinm
reid. Denn bie mehrſten Sclaven in Coomaffie, wur
efendet, ale jährliger Tribut von den MWafallen bes
x nigs, aus ben Reichen Inta, Dagmumba (Degomba bei
Lucas) u. a. D. Ihr Verkauf fülle daher bie Kaffe bes
Königs. Die mehrften find durch Straßenkaub gewo
die Zahl folder weggefangenen Sclaven iſt fo groß, daß
hochſte Markepreis eines folcden, dort im Lande, nur
2000 Komries beträgt, oder fo viel als eine Dülfe (a
voll Gooroonüffe. (Sterculia acuminsta bei Palissot |
Beauvais Flore d’Oware I, p. 41. tab. 24.) Die Disb
fden und Holländifchen Comptoirs, welche ben Sclavenhas
I aufgegeben, find daher bier im Verfall, eben fo br
dieß dem Engliſchen Commerz großen Schaden, nb- ii
Gclavenhandel, den bie Spanier-bagegen fortfehen, wid
bei den Eingebormen ein widriges Licht auf die Ungläubeg
bie jeden Sclavenhändler abwehren. *
Doch beſchränkt fi der Handel ber Aſhanter nicht
auf die Guineaküſte, ungeachtet fie ihn eigentlich gar
als Speculation ober Erwerb treiben, fondern nur gu ide
eignen Bedürfniß **). Dennoch reicht er queer durch Afıll
hindurch, bis über den Nigerfitom und if ned in Ze
ſehr *igug Boldfaub iſt die Münze in Afhanten
in den Nachbarflaaten von Inta, Dagwumbe (
bah der Aelteren), Gaman, Kong, bagegen, ſind es
Kowries. Der Umſatz ber Waaren gebt von Gier lauhabı
zum Nigerfirom bis Houffa; wo die toflbarfien
en e seifenden Abfag finden. Cine Handelstabelle bee‘ de
efebenden Waaren und Preife ſiehe bei Bowbdich
Diefe Hanbeleverbindung macht bie Königefkabt bi
Afbantees zum Höhf merfwürdigen Mittelpuncte, im -ub
chem wichtige Nachrichten Über alle Gegenden bes Bine
Jandes einzuziehen find, wie dieß Bewdich gethan —32
denn 9 Hauptfſtraßen find von Coomaſſie aus,
nach allen Theilen des Innern. Won dieſem fund
*) Bowdich p. 339. **) Bowdich p. 550, 335. #+t) Bow
dich P. U. han, il, Geography —* 204. ) .
Weberei, Binneniand der Mffanser. u05
Elan kuchen Ehe fabe Meine suıe Den srl Bel
ben Königs, bie idee Krieger. gegen bie Fautee ans
terb
ſtehen. dem ſten unter Yen
de 3 bis a achte,
‚ee immer fremde rem, ſqiedenen
bes innern Afrika ve ihm s ſammen fanden.
beklagten bie Unwiſſenheit und das enthum ber
itee’s, und- gehörten fichei zw einer großen Mahomebas
iffion, die vom innen Nigerlande ip ausbreitet.
einem derfelben, dem Mohren Aposloa in Koomaffie,
fanb Bombich viele Arabifhe Banuferipte und
einige
Büder, worunter auc eine nd Bein war.
| Zrobition ber Afbantıe's nennt fe Emigranten
8 einem Lande, Ban ber am grade log; als
Pie Hätten fie die Intas und gwei Eleinere Reiche deflegt
mb dann bas iheige geſtiftet. on ben MBefiegten hatten
als von ben eultivieteren Voͤlkern, einen heil ihrer
und Bildung angenommen. Die Afhanteefprache
ibet fi zwar von; benem der GBoldkäfte, doch iR fie
em Fantee, Warfow, Akim, Affin, Aguapim,
ÜDiuster: ober
Modhter ober Dialect einer gemeinfomen L
r N Fr
Be re 8* — u
senn
jegenmärtig a il nen
er Igor in — — verteilt Ant.
Bo jet das Rönigsgefchlecht won Afhantee zum Stamme
ker Unnone, Bomwbih glaube hierin. die Patriarchaliſchen
Familieneintheilungen der Hebraͤer und ambeser Urnölter zu
® Meredich p. 158 ®)"Bowdieh p. 597. **#) Bowdich
2 9. +) Bowdich B- 22% 19 Bowäih Pas. »
326 Hochaftika. IV. Abſchn. g. 18.
{eden; doch Hat nur ein Theil von ihnen, die Afbantee
eceab allgemein die Bitte der Beſchneildung. Bon
ſechs Sprachen *), die auf dem Lanbflcich der 60 gi
Meilen von Apollonia bis zum Mio Volta geſprochen
den, Amanahea, Ahanta, Bantee, Affootoo,
crab und Adampe, ıft das Aſhantee die weßllaute
Mundart, die feinfte, und das Volk felbfk ſehr mufltce
Sehr viele Eigenheiten ») zeichnen bie GBefeggeb
Gebräuche und Regierung der Afbantees aus, Die im
Händen des Königs, der vier Dbern und der Verſamm
der Feldherrn liegt und daber eine gemiſchte, wos
hifhrarifoceatifie if. Bowdich Hat umflänbiig
von gehandelt, und die Gefchichte bes Wolkes **"*), fo
fie verfolgt werben kann, mitgetbeil. Wir fügen
Schluß nur noch die fehr merfwübige Sage ber Aſhan tees
ber Wahl des Guten und Böfen unb ber Wert!
lung ber Welt unter die Schwarzen und Weil
Binzu, und ihre Vorſtellung von bee Erbe, die alerd
beide einen merkwürdigen Antnüpfungspunce biefes We
tes an die Traditionen der Oſtvsller barbieten, und ba
von hohem Intereſſe find, da fie dazu den Weg be
eben biefe feit drei Jahrhunderten fo fehe mißbrauchten
verachteten Bölker, als unfere urſprünglichen Bräde-
vindieiren. Hierauf gründet Bowdich eine Hypotheſe
wir hier beifügen wollen.
Sage ber Afbantee +): am Anfang der Welt
Bott drei weiße und drei ſchwarze Männer und eb «
viele Frauen, und ließ ihnen, damit fie fpäter keine 21
führten, die Wohl von Gut und Uebel. Eine große =
baſche (Flaſchenkürbis) ward auf die Erbe gefegt uni
Encfiegekten Papier, und Bott gab den Schwarzen bie
Mahl, Gie nahmen die Kalabafche, weil fie glaubten
entbalte Alles; aber beim Deffnen fanden fie nur ein S
Gold, ein Seh Eifen -und andere Metalle, deren Seb ı
fie nicht kannten. Die Weifen Öffneten nun das ws
gite Papier, unb das fagte ihnen Allee. Gott lie
chwarzen nun im Gebüſch und führte die Weißen
dem Meere zu. Da ging er alle Racht mit ihnen um,
lehrte fie ein Schiff bauen, das fie in ein anderes
führte, von wo fie nach langer Zeit wit vielen Waarezs
rüdtamen um mit den Schwarzen su Handeln, Die
diefen Umſtand das erſte Volt der Erbe newefen feyn 4
den. Dieter Abfall bee Schwarzen von Bott, der bie 9
gen lieber Batte als die Schwarzen, machte, daß fa l
%) Bowdich p. 344. %*) Bowdich chap. III. p. 252 — 2
I ——— ai at. +) Bowäich a D. @.:
Wbnepb, Dimarnland de face. an
sten Geifteen umd Beti wenhei
„Wäldern, ® m ae id
imeinftüirst. Das rothe Meer nehme vers
en verfchiedenen Bellen an, non fichen
timen, die bineinfließen. Daher «Me
er Zufammenfluß der Ströme. Ein
fie Babare Nohoo, d. I, Waffen
‚fe Flut von. da ausgebrodgen feg.
a den Caudie; fie befchreiben Mn wie
Sifern umgeben, der aber von Beie in Zeit auflocht,
lutben auewitft, die das ganze Land umher über:
a, und Eruptionen wie ein Wulcanfee beiwirkt **),
Mn Erg
06) awifchen dieſem
die in der Mitte kreisrund baliegt,
Anntrfung r. Die Afhantees, alte Xethtepifge
m onderer; eine otbefe von Bombi
5 Bide er Apantees FAR keine Gregerppafegne 1, ihr Aber⸗
ich an alte Kes
Die Yuswanderungefagen ihrer & imme madten
dm nahrfgeintich, daß fie urfprünglih Abuffinifge Ker
‚Open waren, vermifcht mit Xegpptifhen Goloniften, bie viels
‚aus den alten Siden von Tahompfo , Meroe, Bojam vers
wurden; diejenigen Aethlopen vielleicht bie von ber Aes
Kriegerkafte bedräct und vom obern Nilfitem nad) dem
Bilen verdrängt wurden (f. oben).
= feltfame Succeffionsfolge, wie bei ben alten
Bowbich auch bei den Afhantees, Diebor fagt, dab
in ihre Reichen in das Waffer legten, als das ehren⸗
be Begräbnig, ober in ihre eignen häufen, Shen das thun,
edlen, bie Zum» Fum’s am öfttihen Riger, bie ihre
de in das Waffer festen. Am Gaboonfluß und bei den
‚Deren die Zobten aber in ben Häufern ihrer Angehörie
feht.
j et, (Yem:Yem) und andere Winnenäthiopen,
Aber von dem Innern des Gaboonfluffes norbofwärts hine
St gegen das alte Xethiopien d. h. bis zum obern Mil hin,
die wilden Xethiopen Herobots, bie Anthropophagen bes
6, welche mod) biefelben alten Sitten nd haben
—
*) Hutchison Diary b. Bowaich p. 408. _**) Bowdich
Mision p, 203. *) Om the Origin of the Ashantees
in Journ. of Science Lit. Arts, Nr. XIX. »Bao. p. 73-
3028 Hochafrika. IV. Abſchu. 6-25.
‚Die Afhantees, von dieſen verſchieden, hält Bowbich
die gebildeten Aethiepen *) bei Herodot unb Diobor, bie
gyptiſchen Coloniſten gegen Weſt gebrängt, don ihnen ſolche
r
‚Kenntniffe und Gebräuche annahmen, die uns jett an bı
von Buinea in Verwundrung fegen. Gine zweite Berb
durch Ptolemäus Euergetes, habe fie, noch weiter gegen I
flen gefhoben, und mit andern Völkern die früherbin mi
mittelländifhen Meere wohnten, feyen fie wohl nadma
durch Carthagiſche Erpebitionen, immer weiter lanbeinw
drängt worden, und, nad) dem Untergange Sarthagos ſelbſt,
feiner Bervohner an ben Niger gezogen. Hiermit flimme d
‚titär verfhiebener Voikernamen, in ber Nachbarſchaft der
ger, mit andern im Süben bes Riger, mie. fie Buͤache b
Karte zum Ptolemäus angegeben **) überein. So 3.
Mimakti, bei Prolemäus menig füblid von Zripoli, u
wieder im Weften des neuern Yarriba; die Rabathra
Broiemäus hinter Algier, und dann wicher wo jeht Dabon
olepes im heutigen Gebiet von Tripoli, und bann wi
das Regerreih Culla; die Blemmyes an drei Drten, 4
bifhen Wolf bei Rees Ageeg, an “er Dftgrenze Abyifinie:
im &üden einer Linie etwas oberhalb ber Barapanenftrı
Loango nad Niemeamay u. a. m. Gben To liegt an be
grenze ber Aſhantee ein Königreih Zalima, unb (nad b
nuferiptfarten weldye bie Mohren in Goomaffie abgaben) e
tes Takima zwiſchen Zombuctu und Fezzan.
Cornelius Balbus, bes Eroberer von Barama
damus (Bezzan) Erpebition zum Niger, der einige Zeit «a
noͤrdlichem Ufer binziehen mochte (mo jest bie Reiche
Yaoora, Zillani) hat, nah Bowdich Dafürhalten, fider ı
dortigen Urvölker zerftört und ihr Borträden zur Gäbf
Niger bewirkt. Unb fon vor ihm, trug wohl Suei
Paulinus, der da burdaog, wo Mungo Park bie Dı
Niger zu finden glaubte, im Lande ber Perofi, nah Pi
swifhen dem Gambia und der Küfte, gewiß auch zu biefe
dären Wanderungen ber Mittelafrilanifchen Volker gegen
ften Bieles bei. Die Wüfte Sahara bot bamals, wie mı
mehr gangbare Landwege bar, als man gewöhnlih auf
vorzeihnet, wie fi aus Scotts Wüftenreife zum See Di
giebt. (f. unten bei Rigerftrom).
- Auf dieſe Weife konnten au Aegyptifhe Ylüchtlinge
thiopiſchen Völkern allmählig zum Lande der Afbantee’s fo
auf Ähnliche Weiſe, wie es mit ben Xrabern gegangen ift,
Borgänger ebenfall6 immer weiter gegen S. 8. fortbräng
ten. Die Traditionen von ten Wanderungen ber Aſhant
Abyffinifhen Sitten und deren Vermiſchung mit Aegpptif
braͤuchen, beftätigen Bowdich diefe Hypotheſe SL
Auch die Araber, bie fih zu Plinius und König Tube
von Syene bis Meroe feftfegten, find feitbem weiter in At
vorgerüdt, bis Bornu, und biefer Fortſchritt muß eben
)a.0.D. ®.75 *) Versi. Mithribates 3. Th.
... @. 139. ***) Journ. of Science a. a. D. ©. 77.
Eaad, Dirnen land der Üffeniter. Bap
nancher Aethiopiſchen und Negerodlker beigetragen
ander Niätägnptifhe ber 3* ber Aſhanteec,
Kr Sq it Bowbid, Bir
reben.laffen, für Ninifch, Anderes aber für
‚das er von ben Garthagiihen Golonien ableitet bie
Meinung unter ihnen im Güben des Niger einfk
baben mögen. 3. B. ber Gebrauch ber. Libation bei
ters bei allen Gelegenheiten, nicht bloß bei. Opfern,
bei ben alten Garthagern und Trojanern, en fo-
ıpfer bei Phöniciern und Afhantees, bie auch bas
‚und ber Zauberbienft infpitirter, rafender Pries
D jentees foRen, nad Bowdich, den Aegyptiſchen Abers
in, monde Belege und Gebräude reiner, unter 9— mufber
rund erhalten haben, als bie Nethiopifchen .Nadbarn ber
— —— Pe ze ehe je mit
XR ei au en en. endes
de Hauptpuncte, erfklid, Er — mit den
vi überein; — — we
a limmen, wohl aber mit den Bitten ber alten er,
‚$robot und Dioder. + i ae
„de der. Afhantee fpriht nur durch feine Minifter,
1 — F — neh unfihtbar für feine
lfertfonen; mur mit feinen Hausgenojfen lebend, ift er ben Ue:
Mn feines Volkes faft unbelannt, Cs ift Hochberrath ſich auf
‚Rönigofig zu fegen. Er vertheilt goldne Ketten, Galsr
Ghwerter. Der Thron ift in der Familie erblih, nah
“nie in Abyffinien. Allen Rönigenamen wirb bie Würde Gat
‚304 (f. oben ©, 223) vorgefeßt, wie bei den Abyffiniern unb
em, wo cd fo viel als Ghah, König, heißt. Der König ber
inter hat eine Leibwache von Sclaven um fih, wie in Abyfs
Mm. Die Afbantees fehten nad Sonnenuntergäng nicht mehr,
wie bie Fegypter e& auch nicht thaten, Dem Urtheile-
it bei ihnen fogleich bie Hintichtung. Heirathagebräuche
dei Abyffiniern und Xfhantees biefeiben. Befchmeibung ift
ihelich in Abyffinien wwie bei den Afhanter, ine Tradition
EBalkis, Königinn von Saaba (Sheba) iſt bei ben Afhantee's,
4 dotqhiſons Setunbigung, wie im Orient,
Als Weberbleibfel Aegyptiſcher Sitten bei ben Afhanteers ſucht
Mebich folgende auf: eher man aus den en Gräbern:
iteee Goldſtaub und Slascoralten ans, wie in ben Ars
m Gatacomb Die Glasbereitung verftehen aber gegen:
ktig bie Afhanteı nicht. Diefe Glascoralfen könnten von
Efugiefen feyn,. aber aud viel Alter, von Phöniciern, da fie
d im Gühen am Sigerufer häufig gefunden werden. Die
lamtee Männer weben ihre Zeuge; fie haben eine alte Mufit
b Beichenbegängniffe die, beide Argnptifher Art feym follen,
He Anfläger werden bei ihnen beftraft, gleih den Schuldigen.
e een mit Fremden nit. Die Ajhantee'6 eſſen, wie bie Je⸗
ster, auf der Straße; fie laffen zum Krauer ihr Haar wachen,
rjene. Weiß iR eine heilige Farbe bei den Afhantee's wie in
sypten, iR eud bie Barbe ihrer detiſche. Gracobile find Heilig
sso SHocaftila. IV. Abſchn. S. 15.
bei beiden, fo auch mehrere andere Thiere. Die Werd
fer Thiere ift an gewiſſe Kamilien gebunden.
Auh viele Eigenthuͤmlichkeiten haben die Afhanteei
Hebraͤern *) gemein, wie 3. B. bie Gintheilung in zwölf
Hiernach hätte Aegypten nicht bloß auf Abyſſinier
auh auf andere Binnenodfler Afritas im Welten zurh
und es blieben hiervon vielleicht noch mehr Spuren im 3
entdecken uͤbrig. Im Norboften von Goomaffie, auf d
von de zum Niger nad Gaflina, liegt bie fehr gro
Dagwumba (Degembah ber XAelteren) mit dem S
großen Dralels, deffen genauere Kenntniß wichtig zu
rung bes Innern ſeyn wärbe, ba bier augleid ein Haup
rium °*) für alle Lanbfchaften Mittelafrikas if. Mr.
der als Refident in Goomaſſie zurädgeblieben projectii
eine Entbedungsreife.
Genauere Beobachtungen im Innern Afrikas, bie:
erfte noch abzumarten haben, werben allerdings erft no
ſeyn, um dieſe intereffante Hypotheſe au beftätigen 0
leichten Bau zu zerftören.
‚ . Anmertung 2. Banbelsflationen, von Eoı
aus, nah dem Innern, aufber Strafe nad
und nah Tombuctu.
Soomaffie im Lande ber Afbantee, ale Mittel
eines wichtigen Binnenhandels zum Küftenhanhel ins '
ift augleih der Sammelplatz vieler Reifenden, welche hieh
bringen können, aus den fernften Provinzen Mittelafrika'
ergiebt fi aus ber großen Menge von Beriäten, welı
did, der mit unermädetem Kleiße fie. bort während feines
Yaltes fammelte, wmitgetheilt hat ***). Da fie aber ı
Drientirung,, und in fehr unbeflimmten Ausdruͤcken abgef
und felbft öfter mit einander und mit andern im Wib
ftehen, fo gebt nod wenig Gewinn baraus für die Erdkt
vor, und fie find nur ale [häybare Kingerzeige zu betracht
ber hier, nur als Anmerkung, einige ber Notizen bie zuı
Amgebungen das Afbanteeland bis zum Niger bin’ betreffe
von biefem Strom gefagt ift wirb weiter unten, an fein:
berädfihtigt werden,
Soomaffie liegt unter 6 Er. 34 Win. so Ser. N.
2 Gr. ıı. Din. W. k. v. Gr.; von biefer volfteichen He
mit einem fehr' glängenden Hofſtaat und widhtigen Hande
Laufen 9 Hauptſtraßen aus nad allen Weltgegenden, gro
bie nah Dwabin, Akim, Affin, Warſaw, Bamı
to, Daboia und Sallagha führen, lauter bedeuten
vinzen, welche das Reich ber Aſhantees umlagern.
1. Gegen R.W. von Goomaffie liegt Tafoo +) u
lich eine Stadt ber Inta (ſprich Neta), welche den Aſhe
terworfen ift; benn ba biefe auswanderten, unterwarfe
mehrere SIntabiftricte, von denen biefer die Rorbgrenze ihı
) Journal of Science a, a. D. &. 85. **) Bowedi
sion p. 178 und 455. ***) Bowdich Mission P. I
Geography p. ı62—204. +) Bowdich Mission p
— —— u
Des aber io Volt, prallen zwei großen Stroͤmen;
hr dort Mdirei heit, und en eufafrem moK
din öflicher Buflup des Ski Wolta zu fern eben fo
ind seifenb woie-er, bei Dbenter fi in -ihn ergieft.
—— ein — hehe ', das als Schar
Magda Beste rd. 2. —— FR A *
1
F A une — HE
von Arte, auf der großen Handelt
RG oomafl ee Beate um gerkrom
1} Busst, Rune u. 4) A wit der Hei —*
Eanl
Yen im BO, — eig ders *
*22 8 Pe [3 Acer fon “a
? "als Goomeffle, und ihr König von den Muhamebar
5 Deren fi} fehr viele dort angefiebelt haben. Ber
1. Jat_ boher — längk den — als GShdgrenge übers
o daher Dee aus fon von Lucas ein mahor
tabt Yahndi oder Dagmumba
Saite ſeyn, weide der Handel bringt.
innern ——ã Afeitas ſirbmen da zur
„wo auch große Heerden von Kindvieh,
andern an Gegenftand bes Handels find. Bom
Rt.
diefes Mei folgt im R. O., wo überall offenes Land,
arem genenat wich, Liegt, eine Meihe anderer Könige
———
Ins Meium von Dagwımba eigentlich, bis zum —X
Im Merben von de liegt dea⸗ Reich Fobee, auf ber Straße
* 2 Zinnie im R. Sſteſt daran das Land der
— ‚non einem riegervoe bewohnt. Einige Tagereifen
‘m M. HegtGalanna **®) ivermutpli Galanfhee bei Im ⸗
) eine fehr große Stadt, und GEmporium, wie Yahndi, am
mes Berges, her [62 *8 an Eifen #, = zn Ei
-WBerfoigt man m weiter . O. fo führt
sum Miger und nad Houfla, ee
—A
HER
*
ser
dich Mission HR „„„zBowäich Mission p. 178.
1
55. Hochafrika. IV. Abſchu. F. 15.
5. Gegen Rorden, die Tombuctuſtraße, über
Konggebirge nah Jinnie am Nigerſtrom ). 9
Weg, welcher nad Tombuctu von Coomaſſie aus, gerabe g
Rorden führe, ift von ben Handelsleuten, welche insgeſammt
hamedaner zu feyn ſcheinen n weit weniger befudt als ber
a
gegen N.D. über Dagwumba (Degomba) nad Houſſa. Bier
größerer Reihthum ſeyn. Die Völker auf jener Strafe zum AM
ebirge find dagegen weniger civilifirt, nicht fo banbeltzek:
rmer, baber weniger befudht.
Rad den erfien 12 Tagereiſen von Goomaffie kommt
nah Buntooloo;z 7 Tagereifen gegen Norden weiter, feh@
über einen Grenzftrom des Afhanteereiches der gegen Welt
an 10 Minuten breit ift und bei den Mohren Zamma hi
den Aſhantees Eoom’bo. Won biefen Iegtern fo viel ihrer |
did, Eennen lernte, hatte ſich Feiner jenfeit über biefen Strom
aus gewagt. 5 Kagereifen jenfeit des Stroms, erhebt ſuich
Gebirge Kong, und das gleihnamige Reid. Der hohe Rh
deſſen Haupiitadt, Heißt Zeolile:feena; ein kleiner
Zagereifen weiter heißt Woora.
Die Bewohner dieſes Landes find Tange nicht To reich ald
Afbantee’s; ihr Markt wird mit Waaren von Houſſa verſch
Das Land ift fehr volkreich, hat viel Pfetbe und täglich wer
bier Elephanten erlegt. 7 Zagereifen braucht man von Kong.
das Gebirge Koon⸗koori zu paſſiren. Bon hier werben bie.
ſten Sclaven zu den Aſhantee's gebracht, ba. biefe auf dem Diet
in Goomaflie Dunkos oder Dunkoers genannt werben, ſe
man bieß für den @igennamen aller Völker jenfeit ber X
grenze gehalten. Aber es ift durchaus Fein kandes⸗ oder Mi
name, fondern ein Appellativ für die rohern, nicht zu ben
gehörigen Völker des Binnenlanbes, und heißt fo viel, im
der Afbantee, als Barbar, Eben dieſe find leicht erfem
durc die Hauteinfchnitte die ihnen ſelbſt und ihren Nahbau
Unterfcheidbungszeichen bienen. So hat bas Landvolk von Dagwn
jeder drei leichte Schnitte auf jedem Backenknochen, brei unter
and einen horisontalen unter jedem Auge. Die von Yahnbi,
ben brei tiefe lange Schnitte. Die von Mofee, drei fehr tiefe
lange und noch einen unter bem Auge. Die von Bornu, 9
viele Schnitte in der Stirne; bie von Marroma alles
kleiner Schnitte über den ganzen Leib; die in Fobee, Gala
u. a, haben ein Loch durch das Nafenbein gebohrt. Die Ciuſch
werden in der Kindheit gemacht und fetiſchete ober bezaul
Klüffigfeiten in die Wunbe hineingeträufelt, um das Kind
zu fichern, gleichſam ſchußfeſt zu maden. Alle dieſe fo beze
xoben Neger geben, unter dem Namen Duntos, auf die €
venmaͤrkte ber Afhantee's und ber Guineakuͤſte. 9 Tagereiſe
Norden von der genannten, wilden Bebirgspaffage über based
gebirge, beginnt wieber eine fehr volkreiche Landſchaft, Kay
mit einer Hauptſtadt beffelben Namens. 3 Zagereifen u
paffirt man den hohen Berg Seboopoo und einen ſehr bı
Klug, um in das Land Kyree zu fommen, Diefer Weg ift u
—————— nnd
*) Bowdich Mission p 181.
NDeſtiaud, Sierra Leouc. u :
ernölker fehr aeführig,
hat mödtige Reid G ar ⸗ o on di Te Hy
Mag in Netaguolia, refbist, jereifen weiter
— in dab "Königreich Doowarer befien @inwohner
Adırbau treiben auf eine rochen (Erbe; in ber
— ELTERN 0 oder Birzafoo (ob eine
nn 2% 5 Zagereifen im R. —* De Tommt
IF A (he Senn u Semi Bu, ei —ã* 37 —E
Erläuterung 4. Gap Sierra Leona.
den -begeichnenden Namen, und
wg bie Je der Trovadoa aber
GB
—8 Seiten im R. Lu rad I. Balz
RT äft noch. immer —8 jap Bars
and landeinmärts bis Rokani in die nbrhligere
is Rio Nunez 7), auf Üfern das flache Land
Bin vn 'ım Mio Grande und bie beginnt. Gegen
aber fälle die hohe Gierea in das flage Küfenland,
— ab, welches gegen bas Gap Palmas
— bleibt es zu bemerken, ba; lanb
— Sierra Leona —— as 5 & 30 Pin. Gasen 2) nie
der Sergterraſſe von * —
—— — Güpbreite) PA irgen Kon kommt.
wie von hier wenig Ken:
J i f
ee — Ferm, —
über das Veathtie für bie Fr Ver — nee
a diefes —E
** Mission p. 181, 184, 411. 22 Wadaröm Plan
ri free community at Sierra Leone. us
—— Cadamosto und Labat Relar. de ’Mthio-
T. As a ) Th. Winterbottom
57 ar the native the neighbourhood
ot
ver African Memgzanda, pı 354 -
534 Hochafrika. IV, Abſchu. &ıs.
ihres eteln, uneigennügigen ne Sr
Sharp, ihre enthuſiaſtiſchen @. 1
fitöm, 95. —— 2. . Bat
terbottom u. v. a., werden mit dem eines
foree die unperpestih feyn, wenn in ber nen
id auch ba Betrug und Deuchelei unter bee. Sum
Hals e einer Afrikaniſchen Zuflitution eingeſchlich
oſſten:
ter“ nmert. Berg⸗Neger, Strand. Rıger.
fagt Uns die Geſchichte, daß die Negeroöller aus bem inı
Iande immer weiter var: gegen bie Küftenlänber
ſelbſt bie ältern Bewohner theils ſich unterwerfen, all
aus den Sande ade, © ober bie wenigen Reſte ber #6ı
ven auf bie äußsıfken Wergebirge und Infelgruppen ver
8 na eierro * wehnen 3 — 20°),
errn des Lan egt nur no —— rigen F
Häumen; bie FR Simmaneee, va
fer Küfte, kamen aus dem Hochlanbe ab air —*
Bulloino (wenn? iſt undekannt). Jett nehmen ſle
Staͤmme; Die s · vnd Krangos, bie
Eeiches lhatten nerdınärtä von @ierra Be
den io Brande, bie aͤltern Küftenneger, bie Bi
— be Landes; fie, friskiiche Negervbiker, nazdeı
ufu (Sooſoo) Regern, einem Stamme ber Yuhlas ı
Fer Andi auf wenige- Dörfer umb bie Islss de Los (Le
Aber amd bie Sooſoos ſind nicht in ruhigem Beſi
benz ſchon find ſie feit etwa Bo sr von Manbingor
dee ſich als und maͤchtiges z angeſehenes ze
ge nt edlich als — niederlaſſen, im
und aus ihren erſten Sitzen verbri
ve. er hie Mondingoterra e.)
Achnlihes Vorruͤcken der Völker vom Hochlande zu
crraffe ‚zeigt 16 zund um dieſen Berfprung nad Beil,
her —— owmet bie außerordentliche Nenge Heiner,
ander durchaus verfchiebener Bolker im Mörperbau, ir
und Eedensart, wetche alle diejenigen, welche diefe AUf
an — Gambiafſſtuß beſucht haben, in gerechtes
egten ++).
den Arbeiten eines Afgelius, mn u
Pepe deren Rrfultate aus dem
an ee
ergeben taschen von biefer we
nie keine wei ber ante über bas innere A
6, Wıadeztm Essay om Colomisat. IL. p3 293, 220.
can Memeraında relative to a brittish settlomer
Bla Pi Bulsma w eultivar. and Arie. Slave
«ver. Lond. ı ö ne
Fer of Bierza-Leone. T. I. p # Wiınu
a. —— 6. V &. Bet vide 2———
Beaver Afzican Memozanda. pı 319
5 1% et an das
underis er: te vom 'hreem
* einer ae Getenfatien ver Rs
f twarf Dr. H. Smeathman im
185 einen — — in Drirfen an De. Knwies
sung für bie Dwafers, bie in einer Stunde
a allererft — — ige —**
von der —— diung deu:
— —
ie
ein. din. Indeß waren, während des 5 Amerikas
hr —* erſelaben frei geworben; ein Theil
ffen aeı ‚ine alten Herren und
It ju der Enalifchen Eh Sahne ee, wo Regerregi⸗
fi bilderen. Ein andrer Theil mußte feit 1785
fe Royaliſtiſch mnten, Se A weißen Herrn
Freiſtaat verlaffen, und biefen warden die
feln und Reuſchottland, als Aſyl augewieſen.
imelten nu viele diefer Hülflofen als 558 und
a Art, im Enzland an, und wurden
Londen zur Lafl. Es bildete
ittee u Unterflügung, an deren a BE
tanvilte Sharp fanden.
äle Dr. Smeathman den Plan einer et e
HiMeger auf un: ——— w te
ie Vorſchi ', und fammelte al
* — Neger, die bisher in a
getrieben: Hatten, aber ausgemantzre waren.
1787 murbew deren, 400 Neger und. 60 Weiße
viele fQlehte —— mit’ Proviant und
he) h; und bie Bei dev veuen
Ten Rai nn —* — PR. few 88
Li aimbanna ml en
von zwei Deutfjen Quadratmeiles (20 Fr
'@, H. Murray in Dr. Leydens Historie, Acsount of
Dieser. Wei. Ui chapı IV. p, 256-208.
e ——
x tn — ee
3
- ”
—
-
336 | Hochafrika. IV. Abſchu. $. 15.
Miles) zu dem neuen Etabliffement ab, vertheilte
durch Loofe an die Goloniften unter ber
jöhelt en Grundzinſes, erbaute ein Waarenhaus
bee Krankheit, Faulheit, Schlechtigkeit der Anftel
berte das Gedeihen; felbft das Hättenbauen gegen
He bee naſſen Jahrszeit war ihnen zu 8.
ſchon Mitte September deſſelben Jahrs war die
flanzer auf 276 herabgeſunken. Endlich, wach Abf
nglifchen Proviantſchiffe, wurden bie Zurfdbleibe
Arbeit gezwungen, mußten Korn und Reif zur Gel
sung bauen; bie Kranken wurben wieder gefund,
Saulßeit blieb in der Golonie gurüd, umb bie ı
nachdem fie ihre neue Habe und Waffen verkauft,
Gelbſete in Branntwein buechgebracht wanbei
‚in die benachbarten Gclavenfactoreien. Im Jahr ı
nichtete und verbrannte der Weberfall eines. Afri
benacgbarten Oberhauptes, um fich wegen mancher
zeien ber Goloniften gu rächen, auch noch bie ne
bäude, und die wenigen Reſte der Colonie rette
fromauf, auf bie Infel Bance, gu einem Negerfh
ich ihrer erbarmte. :
iefe fammelte einige Jahre barauf, Falcoy
zue Wicderherftellung der verunglädten Golonie, i
3791.
"0 Derfelbe an den Negerfürften gurüdgefallene |
won Gierra Leone, mußte zum gweitenmale echan
den, und bie neue Anlage warb gu Granville's A
macht, in einiger Entfernung von den Ruinen u
Town, Freiftabt, ber erſten Anlage Bu glei
conflituirte ih, unter dem Gchuge bes PDarlamser
den binherigen Unternehmern die Sierra Leon
pyagnie, auf 3ı Jahre vom 1. Sul. 1791: au,
fland aus 13 Bliedern, bie unter den Sclar
abſchworen. Die Regierung überließ ihr ben |
San Reich und bis dahin den ausfehliehlid
biefer 8 fie. Sogleich ſchickte die Compagnie 6
mit Lebensbedürfniſſen, Handelsartikeln, mit Dani
Soldaten zum Schutz und neuen Goloniften ab.
royaliſtiſchen Neger auf den-Babamainfeln und
ſchottiand, wider bas Geſetz, dort, von neuem in (
geraten waren, unb bas alifhe Gouvernement 1
antiefen, erhielt Gapitein Elartfon den Auftrag;
gufeisdenen an Bord zu nehmen und in ihre Heim
frika zurädzuführen. So erhielt im Jahr 1798
die Golonie einen wichtigen Zuwachs von 1200 |
Die Ditection derfelben ward ſehr chätig, vergrd
Gapital durch Subſcription, fandte immer mehr Wi
dahin, befücderte den einheimniſchen Handel umd fü
Weſtrend, Sierra Seo. der
Elabliffemnenes auch durch wilfenfenftlige Unten -
—— Zwei nordiſche Naturfi ee
de Wire, und Afzelius See
— der Ge, m 4
—* de F 66
ol —— efidenz des Neg
1, wo er bald am Fieber, zu Port Loge
Binde bie 4 Kan t no,
licum vorenthalten find,
3% Lage von Free: Komm wurde wieber, als“ De
ur Stadt, gewäh! he; I ee der unfrucht
Ran! — F —A DEN ataeliheit bee 3* —
3 artfon di
An — I öffentlichen eheiten Di
Se laufende Berichte in die 5* erftättete
im Afrika fon fo tiel Anfehn verſchaffte, daß
merffamkeit ihrer Nachbarftaaten erregte,. Pi von
Seiten —— ber Negerfürkten aus Ye
bes Landes erhielt. -
U September, 1794 drohete ein En Unpfä der
den Untergang, als Franzöfifce Gaprt, gegen
ker — und ihre Fattorelen er e
ſchen Küfte Ereuzten, biefes neue Etabliſſement übers
wspländerten and derbrannten.
: Committee ließ fi durch. dieſe Hinderniffe nie
ı von der Sortfegung idrer Antesfiätungen, ie
mehrere Agenten aus, zu den Nachdarn nad ber
a6, zum Gamarancasfluß, zu den Plantains
am, um freundſchaftliche Wer! —* mit den
—5 enzufnüpfen und Voruriheile und Ver—⸗
gen zu ten, welche die Sclavenhändler gegen
[3 — verbreiteten. Es gelang mange ber ins
a Imme, welche um Sierra Leone woh:
55* war 0: (iR ‘in der messer ef eine neue Golos
en, auf der fehr fendptbaren aber niebrig:
— Bulama, in ber Mündung des Ro
ade norbwärte, die ſchon ein Jahrhundert früher
Fraujoſen, von de Ia Brlie (1700), Demanet (1767)
wer (1787), zu einer Anfleblung defigniet war,
Sie fegelten nie #75 Goloniften dafin unter Ans
alsympfe. Die Sfet wurde im Jahre
= 2 ihrem. bisherigen Befgern, ben Königen. von Ca: -
s den König von England Äbertragen, und Bier
n sönkinßen Boden, Plantagen von Baummolle,
Zaback, Indigopflanzen angelegt werden.
Inufßeit der Goloniften hinderte auch hier bie
———— — viele gingen sn, davon, und Mr.
338 | Hochafrika. IV. Abſchn. 4. 15.
Beaver, als Chef ber Colonie, blieb nur mit no
zurück, babei 4 Weiber und 4 Kinder. Die legten
Schwarzen (Grumettas) gingen au baven, und bi:
lofen Cannabac's machten Ueberfälle. So wurbe Bea
der mit bewundernswürbiger Kraft und Klugheit bas
geleitet Satte, doch im 3.2795 gepoungen bie In
verlaffen, und nah England zurückzuſegeln nachben
Gumme von 10000 Pf. Gt. vergeblich ausgegeben mwı
Auch in Schweden vereinte fich eine pallantroı
Befelifhafe zu Norkioping „put Givilifirang Afri
diefen Küſten. Ohne alle politifche und mercantilifi
benabfichten, follte eine Zahl von 40 Golonifenfami
dieſem Zwei, unter Schwediſchem Schus, ſich in
aicberlaffen, aber unabhängig von Guropäifdem €
Kriege binderten die Ausführung, aber zur vorläufigen
der Miederloffung, machten Wadfeöm, Gparrı
und Archenius ihre BMeifen (1787) und fehluger
Derd, dann aber Cap Monte unter 7 Br. so Mi
Br., und Cap Mefurado, als die beflen Orte ber
Golonifation ver. Cap Monte, als ein parabiefifch
fertes Wiefenland voll Bäche und Quellen, wo Reis,
Dirfe in Ueberfluß gedeihen, und Dielonen, Mandeln,
gen, Dalmen,
Dos Cap Mefurabo, nur 16 Geemeilen fü'
ift ein eingelner Berg gegen ben Dcean unter 6 Gr. 3,
N. Br. mit einer GSteilfeite zum Meere und frucht
Senkung gegen das Binnenland, bewohnt von ein
men aber rechtlichen und tapfern Negervolte, das ſeh
zeich, aber bisher ohne Theil am Sclavenhandel
war. Der Mefuradefluß komme weit ber aus bem
nach dem Ausdrud der Neger aus Alam, d. B. azı
Lande Bottes. Am Fuß des Cap Mefurado babe
die Engländer eine Anfiedlung, Kings: Zomwn, m
nig Palmen und Bananenpflangungen, we etwas E
ſcheholz gefhlagen und Elfenbein eingehandelt wirb.
Ungeachtet bamals auch aus diefer Unternehmung !
Ernfllides wurde, und ben neuen Anfieblungen ai
fen Weſtküſten die größten Schwierigkeiten fi) en
ſtellten, fiegte doch die Beharrlichkeit ber Europäei
Die Lage von Gierra Leone war glücklich ge
unb das dortige Clima ſehr gefund für feine Wene
daher ſammelten fih immer wieder neue Goloniften,
bie Noth lehrte enbli arbeiten. Nach ben legten Ber
*) ©. Capt. Ph. Beaver African Memoranda relativi
brittieh Setilement on tlie Island of Bulama, Lc
1805. 4.
E Sen, Sierrg Beoug. E77)
it find gegenwärtig bort, bot Ion. y
N und —— —3* 8
dort feine Plantagen angelegt und im
Die Stadt hat, nebſt ber Umgegend,
8 it nen. zee:Zomn mit eis
enplaße, bat 400 ifer und 1700 Eins
nad der Bell: Lancaſterſchen Me:
4 Säulen,
oo Schülern (im I. 1818), davon fünf Sehe»
‚bie erit als Selauen Iosgefauft worden. Kin:
ie ten barin Unterriht. Die Kirde
gebaut, di biefer Art in Weftafrika, die
— liebhabertheater, eine Gas
erbaut, ‚Die Stroßdächer von 26 fern
eines ber 5 Johre in Schindeldacher vers -
harden, und zwei Drittbeile diefer Hänfer gehören
Negern. Dagegen baben die brfreiten Neger
land, bisher, ihre Wohnungen fehr vernach⸗
d in den zwei langen Straßen aus Häufern mit
melde fie bewohnen, And bisher unter bem
tünften, melde feit 2820 die Stadt in Gefahe
fünfe ausgebrodgen. '
der erften Freiſtatt auf ber Infel Bance, wohin
Imiften 1789 geflohen waren, iſt feirdem auch eim
Wollen entftanden, welcher durch feine günftige
it alle andern Niederloffungen der Europäer an
übe Afrita’s, nach den Berichten ber Committee,
er Die Infel liege 3 geogr. Meilen den Fluß
felbft eine Stunde lang, überall 200 Fuß Über
l erhaben, hat die angenehmfte Lage in einer
Sluffes, mitten in einer Gruppe Bleiner,
feln. Sie ift erſt meilenweit vom Walde ums
ihre Lage fehr gefund, und der Seewind eben
und frifch wie bei Sierra Leona. in Fort iſt
jem Ende der Inſel erbaut, das von einer Bat:
15 Kanonen vertheidige wird, und beträdtlide
bat, mit einer fpönen Wohnung für ben Aigen
mmittee, Die umliegenden nfelchen gehören
den Eigenthümern ber Jufel Dance; der ganze
It beträgt mehrere taufend Ader.
diefen Deten beſtehen noch mehrere andere im
‚Sierra Leone Gompagnie: Blouceflertomn**),
4 hit isren Kicchen; Regent: Zomn mit 1500 Eng»
Mm Einwohnern und 1700 ehemaligen Negerfelaven,
saten, eine Feſtung mit einer Kriegeſchule zus Er:
Gphem. VII. =. ©. 1] “*) Stein, Handbuh
[2 uns Erik, 1003. vu eu ®
2
340 Hochafrika. IV. Abſchn. 6.16.
ziehung junger Afrikaner, um fle als Officiere bei Afeile
En euppen anzuftellen, mit Engliſchen Lehrern. u
J. 1809 wurde eine neue Stadt Kings: Town angelegt
Am Buße bes Gebirgs Leiceflere wurben Afrikaner va
Stamm Bampera gu einer Niederlaffung in Leieeſter Mom
tain bewogen. —
Die Committee Hat Prämien auf den Anbau bes
Mais, der Yams, Pataten gefeht; felt Auguſt 1817 .
eine Zeitung in Gierra Leone und nach einer Angabe ul
1819 foll Die ganze Colonie ſchon 120000 Einwohner |
darunter mit Einfluß bes Militairs soo Weiße, in 7
meinden. Im Jahr 1817 wurden ſchon 2990 Tonnen %
Desproducte, wie Elfenbein, Bummicopal, Palmenäßt,
Goidſtaub auf 17 Schiffen ausgefüßrt. .
+
Drittes Kapiter.
Nordweflider Vorfprung von Hodafelks,
Hoi» Sudan, Ä
6.. 16.
Es bleibe uns nur noch der norbwefllide Bo
des Afritanifchen Hochlandes zur genauern |
. Kbrig, ein überaus merkwürdiger Landflrich, welcher
den Isgten Jahrzehnden uns etwas befannter geworben
und, wie es ſcheint, den zeinften Afrikaniſchen Typus
Dinfige feiner ganzen Befchaffenheit aufbewahrt Hat. D
weber fremde Cultur des Bodens, noch bes enfpen
fremden Erdtheilen, Hat bier no Wurzel gefaßt;
tur wie der Menſch feheinen Hier in ihrer ewig ſich
genden Seftalt, fo weit wir gurüdbliden können, fi
gleich geblieben zu ſeyn. Wenigftens if hier kein
aus der Sefchichte, und kein fremder Stempel. dem
aufgebrüdt, welder uns zu einem anbern Schluffe
figen könnte. Erſt ber neuern Zeit"fcheint das
ten ber mächtigften aller Gewalten, ber Religion, unb
Bier dere Muhamedaniſchen, auch bis in biefe größte |
und bis zu diefen Voͤlkern, deren Leben ſich unter
dem bemußtlofen Idyllenleben noch am mehrſten n
anzugehören. Alles andere, was wir fonft hier finden, fche
ei zeugniß des mätterlichen Bodens zu feyn, vom UWE
eg getragen und noch ernährt wird. on
No unbekannt ift uns auch Hier das Innere dei
Hochlandes, wir werden nur durch einzelne Thatfachen übe
feinen weftlicden und nördlichen Abfall belehrt. Diefe ger
währen uns indeß nach einer forgfältigen Wergleichung um
ter fih und mit analogen Wildungen anderer" Bänder einigı
¶ Wefrend, Buick; Br”.
— —— 2
F Ans ie (tan tue Berarain, p-
— ober 'ein — eine
ol die gegenfi
re: KR jenlitäten klar zu mı elleicht
je — gehörig vorbereitet a umher
Pre H —55*—
Aa
— af . ——
teite *
denen Ströme un je
— in u 55 follen, —
n. Da alle Hauptfträme, welche mit
2 zeichthum, das einem füßen Meere vergleichbar if,
x ir eilen, weder In Afiem noch in Aftita von einer
nen Bergertte herabflifen, fondern ein Hochlaud zur
en, ohne welches bie Wafferſchäte⸗ ic
fahe eim dem Kieflande ihre Seegen fpenden tem;
i wohl auch bier die gamge Breite, von ber Guinea
im * a jeigend, das umbefannte Land mit dem
N dan oder ber Schwarzen erfüllt, wie wir
. ‚Aenen Kann, da gerabe Hier dieſe Bejeichnung recht
Syon ob
fe von —8* Ir ng Bob, ae
ip gegen Morden auf diefer waffe —
ie duch weh —W
wefprämglich auf (ferm nethwenlicen zu Sanfe
bi terraſſe
wi —— Fer 32 — — en
und bonn “
en | vorfpringenden :gweiten rg
5 Hochafrika. IV. Abſchu. $. 16.
Erfte Unterabtheilung.
Weſtabfall des Hochlandes von Sudan gegen bas N
und das Kuͤſtenland.
Erläuterung 1. Terraſſe von Keembo; Aly
land der Fulahneger.
Bei Cap Sierra Leona (Serra Lioa ber Portugiefff
Entdeder )) ſtößt der Weſtrand mit feinem Abfall um
telbar an die Meerestüfte, und bilder Bier jene hohe, fi
oben angezeigte merkwürdige Sierra (d. i. Bebirge) I
dem Diese. Wie das Afiatiſche Hochland bei Lens!
und das bei Benderabaſſi und Trapezunt unmittelbar |
Meere vortrite ale Terraffe der Mantſchuren, von Farfl
und Armenien, und mie bas früher befchriebene Afrik
fe, am Gap der guten Hoffnung unb an dem Kara
paffe, als Golonieland, und als Vorterraffe bes Daß
aſch, fo auch Hier auf Ähnliche Weife, nur im Weften, |
andeinwänts bie Terrafle von Teembo, welde wir erfl g
kürzlich (buch J. Watts und Winterbottom im J. 1°
kennen lernten **). |
Eine Linie von Gierra Leona von Süben nos 3
ben trifft unter 12 Br. so Min. Norbbreite ben
from an dee Stelle, wo fich in ibn ber rechte Am
Merico ***) einmündet. Diefe Linie bezeichnet das Si
chen einer Gebirgskette, welche das flache Land der Al
serrafle im Welten von dem Hoclande im Oſt tra
und 40 Lieues von ber Küfle Iandeinwärts bie größte L
erreichen foll.
In ber noͤrdlichen Berlängerung diefer Linie liegen
wo fie bei Barraconda den Gambia dburdfegt, hie. u
tichfle Stromfchnelle in dieſem Waſſerſyſtem, weil es
Die tiefſte Felſendank queer durchbricht. Nur bis Iu Wi
©Stromfehnelle +) iſt es Europäern möglich geweſen,
ihren Fahrzeugen diefen Strom zu beichiffen; daher
zaconda bier ihre Ractorei geworben. Weiter im ÖR,;
ehe ber Bambia ven der Hochterraſſe herab, bie
Fach parallel fireichenden Züge dieſer Grenzgeb
durchbricht, bildet er ſehr viele, und darunter einige
bedeutende, Cataracten. |
%) De Barros Asia Dec. I. L. 2, c. 2. fol. 22,2. **) Wi
ström Esssy on Colenisation. Lond. 1795. T. II. p.
Golberry p. 327. *") Mungo Park trav. p. 354. h
bat zugure e Relation de l’Afrique occidentale,
pP
in fo turpheipt der Rio Grehde, v?elqer
Busaffe von: Errmbo emtfpeingt, mo er Dunfo Beißt
eine geogr. Meile norbiwärts von Dir. Warte und
Btoms Reiferoute, dieſe Gebirgstette, " und bilder einen
| Gatsroet, 10 Fuß hob, deffen Getöfe man in En
Keinen: Mastering Kiner nnd. ct neh ehe
au en
reitet aber in obgebachter Linie ebenfalls aus
— e we ber Gumiaftom, anterfah, Bersrane,
j wie ber 1.7 ons, um
von Pifania. Wenn beide Grimme
n Aectaſſe einen nördliggen Lauf haben,
fa wenden fie fich ee * dem
weten, in ſgorfen tin mai
ı ©. —3 ae 8 Bene —X u
5 andere e "), von D.
im Meere fließen, der Rio Nunneh, Ponge, Tafali, Em
mb Barreica, Gaffores und Logs; fle en en aber
Veſcheinlich nicht auf der Hochterraffe vom —2
m nur innerhalb des Mefladfale ber
und find u. von geringerer Bedentun⸗
{m drei Stellen lernten wir dos Dafeyn Bieter ren
g durch Reifende kennen, fo wie bie davon gegen
DR bin liegende Docpterraffe. R
=) Auffleigen von ber Käſtenterraſſe bes
Biafars bei Cacunby nad Fabey und Teembo*)
dem obern Laufe bes Rio Nunnez, 24 geogr. Meilen
(19 miles) Iandeinwärts von Cacundy, führe ein Haupt:
af, und wie es fiheint, ber beguemfte de nach Of zur
fe von Zeembo; hier fleigen bie Fulahearavanen LH
Hufig auf und ab, aber nicht mit teren; fonbern
fen tragen hier die größten Dal auf dem Kopfe,
anderthalb Gentner fchwer, des Tages zwei bis Drittes
geogr. Meilen keit, und knüpfen fo den del der
raffe von Zeembo mit bem flachen Lande R wie die
ei
NG:
vr
j
tafepmt en und Butanifchen Kafkteäger in
a —— ‚mbur, — rd, vn das ar bie
n feon, der Hauptmarkt für Die jaren bes
‚ zum Umtaufep gegen andere Webürfniffe, vor
Salz und Rriegemunition. Die kurzen Zagereifen
*) Nautical Map intended for the use of Colonial under
tkings at Sierra Leona by C. W. Wadström. 1794
**) Durand Voyage au Senegal. T. I. p. Golberry
Ban —— — of Mrs. Watt and }
m ttöm Essay. T. 11. p. 110, 4) Ph. Beaver Afsi-
cam Memoranda, not. P. 542 J
-
344 Hochafrika. IV. Abſchn. 6. 16.
(40 geogr. Meilen bis Labay oder Laby, in 16
ührten nun auf einer Strede von etwa 25. bie 30!
bee eine fucceffive Reihe von Süden nad Norden
ober tweniger parallel laufender Gebirgszüge, wie bi
acht Ströme und 11 kleinen Klüffe anzeigen, |
auf dem Wege Überfegt werben mußten; baven
einige als ſehr hohe, befchwerlich zu überfleigenbe
angegeben. Ein Theil biefes Weges war am äußern
ber Terraſſe wüſtes Land, jedoch beim Eintritt zu
dy *) Baummollencultur, und ein Clima für ben
baum, von bem bier a neue Species wilb wachſen.
Iandeinwärts aber fand fich vortrefflich bebautes u
oft fruchtbares Land. Gegen Laby, bie-Dauptflat
ber Hocterraffe liegend, war bie vortrefflichfie Cul
Landes; Reis, Mais, Yams, Drangen. Ueberall a
ganıen Wege Reichthum an Vich, Nahrung von Bi)
utter.
Laby mit Sooo Einwohnern, Teembo 7 Kagereif
ter im Oſten (15 geogr. Meilen; nad ber Karte <
&.) mit 7000 Einwohnern, find die beiden Haı
Sie liegen auf flachen Hocebenen, auf welchen heif
sage, oft fehr kühle Morgen und Abende, und Öfl
Palte Nächte (wie in Pefchaver, Kabul und Kanbapı
Hocßperfien) eintreten, zumal bei Oſtwind »). Da
mometer fand bei Laby den zuften Februar Mitt
o Gr. Fahrenh. (d. i. 253 Grad Reaumur); am !
* 5 Uhr nur auf 51 Grad Fahrenh. (83 Grad MR
a bel Megenftürmen fiel am ııten und ısten Mär
ben Jahres, unter 10 Grad Mordbreite, das Thern
einmal auf 11 Grad, das zweitemal auf g Brad 8
(5 und 4 Grad Reaumur). Dieb zeigt binlänglich,
Meifenden Watt und Winterbottom, auf der Zerrc
Teembo fich zu einer bedeutenden Höbe erhoben bat
wohl nicht geringer als die bes Habeffinifchen Alpe
ſeyn mog. Dieß Clima voll Gontrafte, ohne den C
des einförmigen Zropenclimas der Küfte, iſt fehe gef
der Menfchen.
b) QAuffteigen von der Küſtenterra
Suſis (Soozees), ober von dem Strande nordw
Sierra Leona Über Bareira, Tambacouria und Dye
aut Terraſſe von Teembo »*). Diefen Weg nahı
eifenden zur Rückkehr; fie fliegen ihn alfo bera
Er wird von ihnen befehwerlicher und gefährlicher
bert als ber vorige; wahrfcheinlich weil biefer Paß |
#%) Beaver African Memorandı. p. ur) Wadı
, D. *") Wadström p. ri 3 4 "
A Me; Feiah: 846
mie Worgmegren von den Rüßewegern. fehbüg
—
t gleichartiges en von Ge
ten, und Dürchfegen von Thalern, De ale non Gh»
Norden laufen; und die —8 hohe Sebirgo⸗⸗·
Nyingia feheint bie ganze Breite des "gebirgii
li is Grenggebirgslandes zu. bezeichnen, der nie
fengebirge, fonderm ein ganzes Syßem parallel
Orbirgstetten zw ſeyn ſcheiat, as bis 50 geogr,
Diefer Daß zur Zremboterraffe, welcher Durch bie ans
ten Meifenden,. und einem von ihnen mit deu Con
(6; die eine non den Fulahs verſchiedene Sprache re⸗
m"), und den Fulahe gefchloffenen tat gemäß, dem
stm Handel wieder geöffnet warb, iR aller 9 ſchein⸗
unter allen derjenige, welger den Curvpfern
liptefte umd. Lürzefte Communication mit bem KR .
dr don Sudan, oder mit dem Innern von Hodafrite
._ Micht ohne Erfolg werden fünftige Unternehs
1 — Leona Comgagnie in ſofern au für die
ul jeiben. ü
imerfung. Gufu h. Der Rame Suſu, melden bie
Ef ad erhalten, fheint als Appelotivum mehren Mölkern
Mlmmen; Major Houghton nannte aud das Wandingoland
Mo md d’Anoile Sufos,
!interuug = ALU eumbe Cimbo, Teembeo,
Nur wenige Nachrichten erhalten wie bie jegt über
W merkwürdige une, in wel e man
L Beittrung und Überall gaſtfreundliche Aufnahme
je)” Der Boden if größtentheils felfig und sroden,
IE ſehr gut angebaut; bie größte Ausbreitui
. icgen Alpenweiden bedeckt; Überall Rindvie
Mferbezucht bei den Wohlhabendern, die im Küftens
2 öllig unbekannt if. 0 auch Ueberfiuß an Maul
u sn Soaafen, Biegen. Zwei Drittheile bes Lans
n mer dieſes Alpenlandes, bie Fulah und
&, haben keine Plätfpnafen wie bie Neger ber Küften:
und zeichnen fich durch eine lichtere Jarbe aus, fo
m dem Neger und dem Mauriſchen Araber,
nach zu ſtehen fommen 4), daher fie J. Rennel
Bat Diehrwa tes III. Abth. ©. 149. °") Pı dings
I. 2.25. ...) ae m anı efüheten pr ©, —
) a Winterbottom. Ascoums. of Biesra Leone, T. I.
p· 288 J
546 Hochafrika. IV. Abſchu. $. 16.
auch für die Leucneihiopes des Ptolemäus und P
Salten will.
Diefe Alpenneger ſtehen in aller Hinficht weit
ben Küftennegern; zwar mit dem Pfluge noch unbel
bauen fie doch ihe Land durch Umgraben ſehr fleißk
fie ſchmieden Silber und Eifen, arbeiten ſehr gierl
Holz und Leder, und weben dichte Bee. ve Wo
gen find nett eingerichtete Häufer. ie find Mob:
Daner, haben Mosteen, Schulen faft in jeder Stade,
Schriftrollen. Gclaven machen fie nur im Kriege,
wie es fcheint, aus Roth, um Europäifche Bewehn
ulver zu erhalten, bie ihnen unencbehrliche Waffen
haltung ihrer Gelbfiftändigkeit geworben find. Gi
Ien 24 verfchiedene Nationen a Machbarn Baben, um
den Ungläubigen (Kaffern) führen fie Krieg; unb
Diefen nur gegen fie für rechtmäßig. Das Meich bei
nigs von Teembo fol fi 40 geogr. Meilen von ©
nach Norden, und 70 von Weſten nach Oſten Bin erfle
Auf ber Terraſſe von Teembo ift Silber und
in großer Menge (ironstone) und ven vorzäglichfier
aber Bein Gold; dieſes wird aus einee Lanbfchaft, 7 |
zeifen im Dften von Teembo, Bouriah, gebracht, m
wohl diefelbe if, die Mungo Park auf feiner Reife 9
nennen hörte ).
Bon Teembo aus find 30 Tagereiſen Über Belia,
riah (Boori bei M. Part), Manda (Wandinge bei |
nah Segu zum Nigerfitom.
Erläuterung 3. Nördlihftier Saum der Gı
gebirgstette gegen den Sambia am Neri
fluffe durch Tenda und Neola nach Ofen
Mur duch Mungo Parks Rückreiſe aus dem J
von Afrika, nämlich vom obern Laufe bes Niger uml
negal na Barraconda am Sambia, erhalten wir im
gen Worten bie erſte Beſtimmung über diefe Gegend.
Er war lange von Often nach Wellen unter 12
Mordbreite durch Wildniffe in einem walbigen Do
ereifet, aus den Jallonkadu⸗-Wildniſſen durch die
aaten Gatadu, Neola nah Tenda zum Neritefluffe.
An Satadu trat er aus den Walbungen des WE
landes (Tenda Wildernels) heraus, in eine andere!
ſchaft, und Hier verſchwand bei Tambacunda, auf der
ferfcheide gwifhen dem oben Faleme und Gambia
7) Afzelins to the Sierra Leona Comp. in ]
2793. ”*) M, Park travels in Rennell Appendix p
de 2ER! galab re
erbaumm (Schen toui ;
en — —— ——30
| B es 0. «8 von Ya
Memtmuhe. Gier abet zeite fi) die Mrfneräge bes
hbuums *).
Waterhin ®. flanden wieder Fulahdörfer vud
die, da — * Mandingoſtãdte are
im WB, als die Megercaravane zum Reritefl
(Mi, und über biefen gefeht hatte, - tiefen die €
ken freudig aus: nun ſey weg in 4
u") (Drcibent) eingetreten (land of the setting eun).
he wor man immerfort (Monate lang) durch fell
üenden gejogen; Hier war das Land ehem;
Jiben Eh und Sand. Rus a ü
baum verloren, es zeigten fich auf den Bäumen
eflm Affen (monkeys), bie hier eben fo wenig Me
ler Hodpter: zu bewohnen feinen, wie in I.
ihnen erfdienen am Blachufer des Neriko, bie «
i6oa), welche der Hoctereoffe fehlen und gegch
legt tmter dem Paß von Kamalia, bei ber Gerade
(b. n Stadt 8* ec eng jös
du ommen einen . t eginn
Banane Land mit der Ebene Kumbi Zutile
Kombi Toorila) am Genegalufer.
Erläuterung 4. Bulape.
Eine beflimmtere Naturgrenze für den Weſtraud vom
d Rige angesehen Merten: aber die farar
ꝑ ai 3
A, Se —E Phänomene hinreichend bt:
J bes Weſtabl
—3
De Barros) nennen :_ denn fie find ber merk:
weidger deffen — —— aut:
In ihrem Lebe ftimmen alle Beobachter überein;
eben fo weit über ihren Rachbaren in der Kiefe,
. Park oavdle p. 3b. 2 s Parka. 0. ©, & is.
. ler Aeite, 10
Witebeitem I p. P Te 38
38 Hoochafrika. IV. Abſchn. $. 16.
in ‚biefem. kleinen wilden Lande, find. auch fie! eiw: wii
Jägervolk, in jener Weftterraffe als ein geittetes, Kam
bauendes Volk befannt, das Viehzucht um
Nicht nur das Königreich Timbu (Temboo) b |
fie; fie breiten fid viel weiter aus, und machen bie
maſſe der Bewohner *) vom sten Grad Gübbreite aus,
gum Südufer des Senegal. Aber diejenigen, welche
wärts von bem — am untern Senegal um
und Morphil wohnen, ſind nur eine Colonie, welche
Bene und Poules genannt **), unter einem Weherrfl
eben, ber Siratick Litulirt wird ***).
Das mächtigfte Volk find fü im obern Flußgebiet
Bio Grande, wie wie oben faben, unter 10 Grab
“bereite und 5 bis 12 Grad öſtlicher einge von Ferro.
Berhin, vor dem mächtiger werben ber Mandingos, war
bein Ei ausgebeeiteter. Dieß ergiebt ih aus.ben
eſten Berichten der Portugiefen *** ) zur Zeit König.
ann III., bee eine Sefandefchaft an den damals ſehr
tigen König ber Fullas fhidte, welcher Temala bi
im Kriege mit dem König Mandi Manſa der
begriffen war. Um bdiefelbe Zeit, erzähle De Büarros,
fih in diefen Gegenden, im Jahr 1534, ein großer.
inoendio de Guerra) im Süden des Manbingo: und
ab: Landes. Don der Landfchaft, welche Futa (ob U
der Name der wilden Futa-doo 2) hieß, drangen fo gem
Schaaren von Voͤlkern hervor, daß fie bie Bäde trodl
machten, wo fie durchzogen; fo barbarifh waren fie, V
fo wie fle vorrückten, alles Land durch fe verwüftet wuwl
Durch ihre Grauſamkeit litten die Könige Mandi
won Mandingo und Temalia von Fulah, aufßeror
(wie bie Habeifinifchen Könige von den Sallahorden), mi
mehrmals bedauerte der König von Portugal dur
Geſandtſchaften, bie er an biefe ihm befreundeten
den fchidte, das Unglüd, bas fie und ihre Unterthanccẽ
art traf. Sollte auch bier im Weſten biefes nicht Mi
alles eine Epur der großen Afrikaniſchen Wölle
feyn, auf welche wie fehon oben, als von dem Gentrum
ochlandes nach allen Geiten (in ber Mitte bes.
abrhunderts) ausgehend, aufmerffam gemacht haben.
Art des Auftretens ber füdlichen Barbaren und die DM
ik ga biefelbe wie dort, und es feheint immer mehr, ©
dieſe Begebenheit als .eine bem Hochlande von Afrika 4
meinfame gu betrachten iſt.
®) Golberry p. 31. **) Durand Voyage au Senegal. Ti
.60, ***) La Barthe et La Jaille Voyage au Senep
P. 40. ****) De Barzos Dec, I, L.5 0. 123. fol, 38.
en Meſteand/ Zuloh· [")
dem ie) bie Werbaren" von
a er Bi
herr. daß a u
bes en — wie wie unten fü werden,
, unb gleichfam einen großen Reang-oder Bärs
‚einem in viele Eleine Otani sestheilten Bergvolte
isfes Hochland. bilden *).
dem ©: t und Gambia iR das
= Bergland — u hr ——
von Mandingos deherrſe
und Bor J un $ von IX und eben fe
8 te eu nn Au dire fie_eine mo
Ihbraune Farbe, eine Ma Me Geſich
reine a — keine traue Bo jolle, fordern feidem
silky soft hair), find ſchin gebaut,
aaa. 2 den Me — (ey nd
en au ben ‚eißen un!
ee eine Stufe umter ihnen firhend.
bir Il wildes
; —— he Dee ae, ne Bun
de Mandingo, fondern Fa 1 Pine
- Doc wandern fie aud, wie fo Bien ander ı
De. A Zulbaer, Aunergner, Throler, Gal
Bang —— 53
— — — zurlüdtchten. ® '
Bondu sie ei unbebent:
— ein, — a a und Fr
* 7 am een Senegal; Waſſela am obern
am Norbufer bes mittlern —
De SE ESS,
Seeten —— Baters +4) ſcharffinnige
be fich, daß fie noch weiter norde
uarits in Aber und Agades bis zum
N Rorkkrhe U} Br fen jaben _ ofls
—A Su wife en fie
a —— —X ni Kr 2 A
feinen fie no aue uns
— "der Folgier ſich ausgebreites zu haben,
—
„J Bennell in M. Park ıx. Appendix p ——— *
4 J 87. ura
nn Park ——— Fe. * und Append. p. ——
') Water Im Biene, akt FA ehe Anh, ©, 146, und
390 Hochafrika. IV. Abſchü. $. 16.
Wahrſcheinlich eben dieſe Verſprengung eine Beige ve
den Ueberfällen jener Barbaren aus Futa geworben; beim
unverkennbar iſt fie von neuerm Datums.
Anmerlung Fulahſprache; Afrikaniſche Alpes
völfer. Die Zulabfpradye zeichnet ſich vor allen benachbe
burch große Lieblichkeit aus, und wird mit der Italiſchen
ben Negerfprahen *) verglien. Nach Winterbottom ik
@ufufpradye ein Dialect berfeiben, der auf ber Kuͤſte 15
Leona geſprochen wird, auf der —— — — und in Je
kadu **); quch wird er von Mandingos, Bulloms und
derſtanden.
Dieſe Sprache wird dadurch merkwuͤrdig, daß fie bie exe
unter ben Regerſprachen, in welcher eine ganze Reihe ch
Religionsbuͤcher ***) zum Beſten ber Weſtafrikaner von ber.i
cieıy for Missions to Africa and the Easf gebrudt w
um bie Berbreitung bes Ehriſtenthums bei biefen wißbeg
Wöllern zu befördern, oder body der Ausbreitung bes Islam
gegen zu wirken.
Es ift wahrfheinlih , daß bie fo Fehr ausgezeichneten Mm
wohner ber Zeemboterraffe in nicht langer Zeit das erfle
liche Negervolk in Afrika feyn werben, unter weldem fein
venhandel mehr getrieben werben wird, WBenigfiens
wir uns durch bie Betruͤgereien eines Macauley in ber
can. Institution dieſe fhöne Hoffnung nit nehmen: Hr
dabei wünfhen , baß fie als wahrhafte Ehriſten aud eben
gaftfrei, rechtlich, menfhlih, bleiben mögen als fie es b
waren.
Die Einführung ber Unterridtsbäher in der Mu
ift ein wefentliher Vortheil für die Neger, um ber immer
tern Verbreitung einerfeits ber Arabifdien Sprache unter
buch den Koran, unb anbrerfeit8 ber Lingua geral,
ortugiefifhen Kauderwelſch, weldes hier was die 1i
ranca im Handelsverkehr im Drient) ihre Grenzen zu
Und fo wirb die fchone Eigenthuͤmlichkeit eines Volkes
mehr erhalten werben, bei bem alled bie glüdliche Anlage
einer hoͤhern Stufe der Gultur, als bie gegenwärtige ift,
zeigt. Hier auf biefer Terraſſe ift auch noch das vitterlicdhe
der Pourahbändniffe +), eines Kriegsvereins im vollen
weldye ganz unfern Vehmgerichten aus bem Mittelalter em
hen follen, }
Wenn wir fon oben überall auf bie Iocalen WBilbunfk,
der Alpenländer, und ihrer Bewohner Eigenthuͤmlichkeiten vr
ek
merkfam geworben find, fo fteigert fih biefed Intereffe bier
eine ganz befondere Weife, unb eine Parallele zwiſchen ben
Ferften Klpenvdlkern im Oſt und im Weſt, bis zu welden Ya’
*) Winterbottem Acc. I. p. 10. Golberry p.335. Ds
xaund Voy. J. p. 331. *t) Vocabulary of the Soosee
ı bei Wiwerhoxtam R: 362. **%) Siehe die Lifte bei Win
terbottem S. 218, +) Gcideray W. 33. Hub 40.
Weſttrand, Fulah. 551
Reli * —— An wwifden den
Kaſchmyr denen 55
faut biefe ea nicht gu ihrem
Sultur vr, Landes, Induftrie, gleiche korperliche
Schönheit it, nur in Afien ——
der — "des Gontinentes und dem Gang de
te Img bie fittliche Natur im ihren urfpränglichen
bei dem Foulah ift weit reiner und treuer als 3%
t in dem e, das fi fhon Überbüber hat und
eit und Sinuentaumel verfunfen ift. Die poetifhe
ie fittlihe brüden ſich wie überall fo auch im ii =
bie religiöfe in der Art wie die Foulahe die
: Religion angenommen haben, indem fie das Hlute
Herante berfelben,. vom ſich zuruͤckgewiefen und zus
che vor allem Religiöfen, aud vor de.n Ghriftene
nen begegnete, aufbewahrt haben *). Cie beob⸗
Schweigen, wenn Ghriften beten,
der Boulahs ift fehr poetiſch; ihre Kunft
“ — 5 J Yen jede bi *
F_Guropäer und Anderer, maht einen mi
fie, und jeder heftige Wedfel der Stimme fe ir
* bildfames Kat iturel ein. Die größte Beleidigung,
a Koulah zufügen kann, ift die, ohne Achtung vom
zu ſprechen 5 bieß fhon nennen fie „ihr fluchen.
umter ihnen die außerordentliche Achtung vor dem
io wie ber Mann in gewiffe Jahre kommt, —
3 Namen ben. Ehtentitel Bater: Pa, (3: B.
I; bie Frau den ber Mutter: Ma (3. ®. ae
13 der Greis den Ehrentitel Yome vor feinem
: ebrenvolle Anrede der Suſus ift: Kammay fog-
ter Mann), die oirbigfte aber: Tannum fooree
Großvater) u, f. w. Dieß nur einzelne Anbeus
arten und glücligen Drganifation biefes frieblir
hen Alpenvolkes unter den Tropen, ald Gegen»
herrlich organifirten kriegeriſchen Alpenuolts vom
meebottom T.I. p. Wadström IL. . 178.
63 “) Winterbbiors am angefügrten det.
Ar | Hochefrit . V. aAbſchu. €. 17.
gänfter Abfanitt.
Weſtlicher Nordrand von Hechafrika.
Zweite Unterabtheilung.
Nordabfall bes Hochlandes von Sudan gegen das um
Senegals Nigerland und bie Wuͤſte Sahara.
F. 1.
Erſtes Kapitel.
Mandingoterraſſe.
Es zieht fich vom tiefern Abendlande ber Neger, m
lich von ben Stromſchnellen des Gambia bei Barrcch
and vom Nerikofluß an, nah Oſt, gegen ben mittlern
bes Nigerfitoms bei Jabbee im W. von Gegu, ein berg)
Land Hin (hilly country). Diefes nimmt eine Su
von 150 geogr. Meilen (an 10 Brad) ein. Gegen Sü
flößt es an das hohe Gebirgsland, gegen N. fällt es im
tiefer hinab bis zu den unabfehbaren Ebenen, die meifl
in einer und bderfelben Linie von D. nah W. (unter 14 |
Mordbreite), in weicher auch die Felucataracten bes S
gal liegen, ihren Anfang nehmen. Gie geben von da
dern ganzen Körper von Nordafrika feine Geflaltung -ı
feinen Sharacter.
Diefer ganıe Landftrich ift es, den wir Hier na U
nels Vorgang (vast upland tract) mit Mecht unter |
Namen des Norbabfals von Hoch: Sudan verfichen mäl
Er ift dadurch characterifiet, daß auf ihm die mannigfl
en Megerftaaten in fröhlichem Woblfiande ausg
iegen; daB an feinem nördlichen Saume aber
Gürtel, non Mauren beberrfchter Staaten, beginnt,
ſich an das weite Sandmeer anſchließt. Dieſes iſt
dagegen bie wahre Heimaih ber Mauriſchen Horden,
gleichentflammt wie der glühende Boden, auf dem fie |
fen, gleichergrimme auf Beute und Raub ausgehen, wie
zeißenden Thiere unter den Würftenbewohnern, und y
r
verderblich den fanften Völkern bes höhern Landes,
Nachbarn, werden, fey es, daß fie im Krieg oder im
den mit ihnen zufammentreffen, den Sluthwinden glı
die aus gleicher Heimach kommend, Verderben und ı
bringen, wo fie bin wehen.
Aber auch biefee Geſamtabfall (slope of the
Belt of Mountains) bes ſuͤdwärts liegenden, weiten
Bertrand, Mendig: 68
b mit dem Lande gerech:
* kenne son "einander ns —— be,
umterfegiebene Terraſſen, welche wit als obere, mitt:
ae untere —— Intermediate, lowest level
i J. Rennel) Zerrofien, nach Anleitung des Entbeders
sfes weiten Gebietes und feines Commentators, genauer
ı betrachten haben.
Aäuterung 1. Obere Zerraffe; erſte Stufe
Reigen am Nigerſtrom von Oſt ber von Jab⸗
se nah -Ramalia, dur Jallonkadu, GBabu,
ontodu, durch das Gebier des obern Senegal
zum obern Gambia, nah Neola und zum
Nerikofluß.
a. Rab Mungs Parks erſter Seife 1795 bis 1797.
rn Aus ben weiten Ebenen des mittlern Nigerlaufes, in
Men Sesu liege, geigen fi bei Jabbi (Nabbee) *) bie
m Bergreihen, und obwohl noch innerhalb bes König:
Bambarta, Hört dennoch Hier. gugleih die Bambar:
de auf, und die Mundingofprae beginnt. Weiter
| seta gu, erſcheinen fchon wie Gipfel Hoher. Ge:
me). Bor Bammalu treten die Gebirge als fteile
Bien zum Niger heran, engen feinen reißenden, wüthen⸗
Strom Hier ein und durchfegen ihn; denn er flürst
in Gtromfchnellen über fie Hin, gerade in der Gegend,
u ee nach einem nördlichen Laufe Über fie herab aus dem
zebirge hervorbricht, und nun feinen weiten, fanftern
Be gerade nach Oſt, durch die Fläche von Nigritien bes
6”), von wo an er ſchiffbar wird.
fängt der Bergpaß von Kamalia +) an, mels
"#ellauf durch wilde Gebirge in das gaftfreunbliche Hoch»
dee Mandingos führt. Aber eben bier war es auch,
Auheriſche Streifpartien den Eingang in das Hochland
woll machten (wie durch bie Dazortas am Taranta;
Ward die Balla am Duanpaß zur Tigreöterraſſe; wie
u die Kurden gu den Päſſen Armeniens und ähnliche),
der unerfihrodne M. Park nur wie durch ein Wuns
| et wurde. Aber oberhalb biefes Pafjes liegt bie
Bensfiabt des Mandingolandes, Sibidulu, im (hönften
Beitasıhal, gefichert, im Frieden, der durch Beinen Krieg
Nachbarſchaft zwifchen Bambaranern, Fulahs und Dan:
| gefiöre wird. Bon bier bis zur Weſtgrenze, wo
Br Dit Worumbana ++) liege, reicht die herrlich cultivirte
wu
9) M.Pork travels P.227. Park 0.0 O. ©.209. ***) Park
ur - c. . nn 37. t) Park P- 24% +» Park ir, P. 324.
: 840. P. 278, 299
1Xh. 3
. * ke V. ll in -
. „ melge die Waſſe —8*
—5 & Ber — au
—5 mm,
‚ten ‚2 A das —* Ste eh em A
—— } Kama Mar tn aid — vart dur
haft tegers Karfa_*) feine Veveſe
und * zur Rüdkeht flärten RL, . uns
Bon der DMandingoterraffe fleft man ‚gegen
Me he Salon, abs *°) ih € din
a Bebirgsfläffen und von ©. nach . parallel j
gthälern durchzogenes Hochland, vol: Waldu
Sur vbefgwerliße bin und Gefahren —*
egercaravane WAR fo —X als lich
in ẽ Tagen wurden von Kenptakure am Rokora
üichſten Quellſtrom bes Gene; a, bis Suftto an
From im W., * geogr. ode —
—— *
+ ı0 Slüffe Burhfegt; BA *
Kur von fmwarzem whinstone fa
* eig Bafı chen), —8
Laubwaldungen, und in d Baflern du
busmälber- eg iber die Sa — Bambus.
Diefelde Beſchaffenheit des Bodens —*
weiter ®. fort, nur war er von Menſchen 5
Dann auf ber Mafferfepeide 7) des Bafıng
im Lande Worada und Konkoru, mar eim —
teres Gebitge zu_Überfleigen, das gegen 3* get
Endlich nad 9 forcirten Zagereifen ee einig
fallenden Rafttagen), Ankunft am Ufee bes hie
neben bis gem W. hin dieſes ganze Hochland
J ‚ößerer Kiefe binabzufenten beginnt (great
Bu jezeugten ſchon bie ſechs rechten Gambiauu
Neriko, Über welche Park fegen mußte, bevor
tern ertelpte. Bom Falımefuß weRmärts traf
u Aweite &eife 1805 in biefelben Dete wie
amd bt keine neuen. Bereigerungen der Erdkund⸗
Bank — vom’ Hlme ſ. unten &L5
vun Bere Bir, Abfall der hohen Zerraſſe een Ei
al 9
—— ——
) M. Park p. 253. #*) M. Park .)
23 DE rei. In ET in ae
pendix p. .
Mordtand, Mandingo. 855
ih fon minder hoch, auch dem mafleräemern
Urfprung giebt; bahingegen dem höhern
W der Niger und Senegal entquellen. Der Ab:
hohen Zerraffe gegen Oft, ober das innere Afcita
kitlen zu, iſt dagegen fehr feil und plößlich.
Erkundigungen an Ort und Stelle, entfpringen
lem des Senegal und Niger auf dem Hochlande,
von der angegebeten Garavanenftraße, in Entfere
om vielleicht einigen 50 Meilen; etwa unter 10
hrab Morbbreite, fo daß diefer Abfall vom Hodpfu:
LO verlängert, faft in demfelben Parallel mit
I von Hodäthiopien zufammenttifft.
erE. 1, Analogie in der Bildung ber Hode
Noch) iſt biefe ei und hoͤchſte Stufe fübmärts, vom
Garavanenivege, für und völlig terra incognita, und
I fattım mehr von ihr, als daß fie wirklich da iſt denn
Parks Tagebuch lernen wir bie Paffage ber Negercara-
Nordgehänge kennen, durch welche bie Gandels /
ienlandes des Niger mit denen am Küftenlande bed
um des Sclavenhandels willen, in Verbindung ftehen.
I wir fie mit, der oben befcriebenen, am Nochs
F Alpentandes Oabeſch, namlich von Sennaar durch Nass
en tamalmon vorüber, durch die Zuflüffe des Tacahze
l. über die VBorterraffe von Arum zur Meeresküfte, fo
PIr in jeder Hinfiht don ber Aehnlicfeit der Verhält:
Rotur im W. und D. am Norbrande bes Hodlandes
erden, wenn wir uns aus ber Mitte feines tiefen
bes, fen es mac W. ober nad D. hinbegeben. Die
® Länder, durch welde Mungo Parks Weg führte, ide
röiz, Ga-du, Kon-ka-du, feinen alle mehr oder
E Derwandte Namen von Appellativen zu feyn, deren
kan Kong *), d. h. Gebirge, erinnert, wohl nur ein
eu. fı m. belelchnend. Daher denn aud) bie Benen:
er nad Often bin auf unfern Karten gegeihneten
S . deffen hobe Werggipfel auch mirktih von M. Park
aut gefehen wurden, in füdliger Richtung ı0
x Geo.
Werte Vie diefem Hochlande norbmwärtd vorliegende
Babe, bleibt biß jegt mod ungewiß, Ginen etwas
Senden Gtrid, norbmwärts bes vorhergenannten Gas
S, nämtid duch Konkodu und Kulapdu, durdjog M,
rer zweiten Hinreife nad bem ns und den Nord»
Ben berliprte er mehrmals alf feiner erften Neife 11.
ve Gtufe). Senne rechnet, nad M. Parks Angabe,
Oder Fulahdu, Brofa, einen Theil von KRaffon, Ka—
das weltliche Bambarra zu der erften hohen Gturfe,
Wur zweiten, welche bann bie Geftalt eines großen Iris
ben würde, deffen größte Bafis in die Linie vom Neolafluß
dm Gambia, oftwärts bis Jabbee am Niger in Bam
Pırk Appendiz p. XI%
4
| 556 Hochafrika. V. Abſchu. 6. 17.
barra fallen moͤchte. Die Spitze deſſelben traͤfe an ben
taract bed Senegal im Reiche Kaſſon, wo deün die Wafſfſerſt
zeifden bem Baleme, Nerico und Reolaflub den weftlihen
ei des Dreiecks bilden würdes bie Linie von Jabbee zum |
cataract aber ben dftlichen. Zn
Indeß wollen wir diefe genauere Bellimmung einer |
tigen Berichtigung uͤberlaſſen; nur fo. viel bärfen. wir. hier
nigften® als ausgemacht anfehen, baß fig um bie geds
erite hohe Zerraffe ber Senegal: und Rigerquellen. biefe zu
‚ niedrigere, wie ein Kranz im Halbkreiſe herum anlegt, we
von Mungo Park durchgangen warb, indeß jene hohe Ter
bisher ungangbar geblieben zu ſeyn fcheint,
Anmerlung 2. Entbedung ber Quellen bes:
negal, Sambia und Rio Srandbe durch Mollien.
Eine neuere von G. Mollien *) mitgetheilte Reife iu |
Gebirgegegend, hatte zum Bauptzwed die Auellen bes ©
gal, Sambia und Niger (Dilli:Ba) aufzufudhen, und wuͤrde
nad) über biefe bisher ganz unbefannte Weltgegend wichtige ?
fhläffe zu geben gehabt haben. Aber ber Xuffindung ber M
yeien ftellten fie unüberfkeigtiche Pinberniffe entgegen, "umb
ellen ber vier andern Klüffe Senegal ober Bafing, Bali
Sambia und Rio Grande, fanden fih To bit neben
zwifhen dem 13ten Br. 20 Min. bis 13 Er. 38 Min. W. &.
Paris, und 10 Er. 6 Min. bis 10 Er. 37 Min. R. Dr., daf
insgefamt auf bemfelben Plateau von Zimbo und Labba nur
Nige Zagereifen aus einander zu liegen kommen follen. Die of
nomifhe Genauigkeit bei Angabe diefer Beftimmungen- Tißt ı
ſehr Vieles zu wünfdhen übrig, zumal ba fie von den biöheri
Angaben nah Mungo Parks Werichten metklich abweichen *
und bic Reife bes jungen Mollien ſelbſt Leine beſondre Gem
leiftung dafür giebt. Bieles bieibt in einen Angaben dunket
unbeflimmt, und bei einer fehr lebendigen Darſtellung und &&
derung aller eignen Schickſale und Abentheier, fo wie des.
bene und Thuns der manderlei Menſchen mit denen ber
in Berührung kam, bleiben doch die geogrophiſchen *—
fepr unbeflimmt, bie phyuficalifhe Landesnatur wirb -br
wichtiges Factum bereichert, und es geht Zein neues Licht
fere Erdkunde aus dieſen angelünbigten Snebedungen ber Sr
quellen hervor ***). Wer die großen Schwierigteiten ber
ebfrgsreffen nur einigermaßen kennt, und die unſicherheit 6
mmung ber Quellen großer Ströme nad) den Ausfag
Gebirgsbewohner, wenn ber Reifende nie felbk”
Stromlaufe aufwärts folgt, unb bie Berzwei e
ganzen bern Stromgebieteb zu überfhauen im Stanbe it,
4 J
») G. Mollien Voyage dans l'interieur de PAfriqui
Sources du Senegal et de la Gambie lait en 1818.
Paris 1820. T. I. unb II, 8. **+) Bergi. Eyrits Oben
tions geopraphiques sur les decouvertes en Afrigque.
Mollien etc, et sur la carte jointe & sa relation q. a.
©. 291 — 316. *?*#) Bergi, Quarterly Review May'ıf
P. 248. W 7
Morhrand, Mandinge - 557
kb es finden, warum .gerabe biejenigen geheim.
alle — trichterartigen Gewoͤlbe bie Mo —8*
u⸗ von erlofgenen Bulcan. hält, die Quellen bes Gambia
1d Grande ſeya ſollen. Bon feinem Einwohner des Landes
fährt dieß Mollien, ſondern erzählt ed auf die Ausſage feines
af ganz unwiffenden Führers Ai, der ihn nad) langem Herum⸗
ben durch die Wilbniffe am Abhange eines Bebirges, alfo niche
mal. anf einer Berghoͤhe, welcher bie aͤußerſten Stromquellen
tentfirdmen pflegen, biefe Quellen als bie ber großen Stroͤme
was, welde entbedt werben folen. Nicht mehr Wahricheins
Weit wirb für bie Angabe ber andern fogenannten wahren Quels
n des Senegal unb. Baleme dargeboten, und es bleibt daher
sfweilen wohl am gerathenften bis auf weitere Entdeckungen,
e Entwirrung ber ſchwierigen Puncte des obern Stzomlaufes
ler dieſer Gerwäffer der Zukunft anbeimzuftellen. Jede mahre
ng eines großen Raturverhaͤltniſſes, ift zugleich lichtge⸗
für eine ganze on verwandter Naturverbältniffe, fo daß
BE Eh dadurch von felbft zu rechtfertigen pflegt. Wenn Übrigens
m Bauptjwed der genannten Reiſe nicht ins Klare durch fie ges
werden if, fo enthält fie jedoch mande intereffante Beob⸗
son untergeorhneterem Werthe für bie Kenntniß des Erd⸗
zus und der Regerflämme von denen fie Rachrichten ertheilt, bie
a einzeinen Stellen angemerkt zu werden verdienen,
Erläuterung 0. Mittlere Terraffe, zweite
Stufe. |
Diefe zweite Stufe, welche fig um jene erfle hohe, als
is niedrigeres, bergiges Land berumlagert, erſtreckt fich in
a Richtung der Negerſtaaten, von Meola, eines Theils
m Tenda, Gatadu und Bondu, Bambuk, Kaabfchaga,
„Kaſſon, bis in den ebenen, nördlichen heil von
und Bambarra. Ä
Au Hier kannten wir bisher nur den Norbrand, und
mfen einen Blick in das Innere nah Bambuk; feit M.
Den jerite: Reife haben wir auch das äftlih an Bambuk
Land, Fuladu, näher kennen gelerns.
a Im Weſt vom Genegal. Mit der Landfchaft
°) um die Gataracten von Barraconda am Bam:
» fangen Über bem flachen GSenegalufer die fanft aufs
Iigenden Vorhügel diefer Terraſſe an, welche mie Waldun:
un ich decken, zwifchen beren Thälern zahlreiche Detfchaf:
e liegen. - Gegen Dft bin ſteigt Bondu, ein überaus
htbares Bergland, fchon weit höher **) empor auf der
Befjerfcheide zwifhen dem Gambia und Kaleme, welcher
duß durch hohe Gebirge gufammengedrängt wird, . aber bei
%) M. Park p.34. Durand Voyage au Senegal T. II. p. 289.
”") M. Pack p: 8. u N
558 Hochafrika. V. Abfchn. S. 17.
Kaynoura *)-als Stromſchnelle bie unterſte, durchſeheac
Sebirgskettẽ durchdricht/ die nur zur. Zeit des — Bas
fügfandee mit Nahen überfifft werden kann, om
16 gegen den Genegal, folgt das Bergland Kabi
von den mzoſen Galam genannt. WBergluft mb
int Hler überaus lieblich und angenehm, gefunder als
100 weflmärts zum Meere bin. Der Senegal tritt bier.
den Gebirgen des Innern °*) bevor, und indem er iR m
Gataracten von Govima und Feluh, bie legten queer be ı
fegenden Gebirgsketten durchbricht, bildet er bie pitterme —
ften Landfchaften und tritt unterhalb berfelben als bramei
fyiffdarer Strom in bas flache Land,
ee iſt alfo die Grenze des Norbabfalls diefer mm ef
Stufe, durch die Natur auf das beflimmtefte begeihne-s.
Um und oberhalb Govina (Govima, Govinea)
bricht ber Strom die Felsgebirge in vielen, zum Theil
hohen (bis 80 Zuß) Waflerfällen; ſpaltet fi in viele
fchiffbate Candle, die tiefer hinab (je nachdem man ven
ften oder legten Govimafälle annimmt, 6 oder so a
tiefer) neue Stromſchnelien bilden.
Beim $eluhfelfen *°*) (Flow), 7 geogr, Meilen re 4
halb dem Fort St. Joſeph, und bei Sami, art
ihn hinſetzte, zeigt fi sine queer durchſtreichende Keil
(von Bafalt? whinstöne), eine, wie es fpeint, -
Stromſchnelle.
Wie am Gambia unterhalb Baraconda bie —— 2
fo Haben Hier am Senegal unter den Feluhcataracien *
Galam, die Franzofen ihre Außerften Zactoreien, fo mid
bie Ströme ſchiffbar find,-am Nordrande der zweiten 3
angelegt, zur Betreibung bes Handels zwiſchen der -
und bem Hochlande. =
b, Im Of vom Senegal. Auf dem Dflufer 6
Senegal fegt die gebirgige zweite Stufe fort in das Meih--
Kaffon +) deſſen Höhen durch eine unendlide Menge um
Bergeftreuter, lofe liegender Blöde (nodules) von Yelrm
Granit ſich auszeichnen.
Ganz Kaffon ift erfüllt mit felfigem Bergland, wel
Ketten, jebinge, aus denen ein ſehr bern werlicher Zelfenpeß
binabfüßet in bie ebenen Flächen des nörbligen Karte ft),
Hier iſt die Naturgrenge der zweiten Gtufe, ober unterm
Terraffe: denn von hier an gegen N, und D, beginnt dee
*) Brie in Th. Auloy new general collecılon of Voyagen
and Travels, Lond, 1755 1.11. p. 147. *") M, Park wn.
P. 75 496)! Ronneil
5°hn, Park er. p 72.5 Yarand Vby. il. pı280. HM:
ak ir. p- 89. +) M. Park ır, p. 90, 99.
vı Morbrand, Mandinge. 869
Babiie Canbiwüften. Nur durch eine Waldreglon und
- (die -Deimash des Lotos) wird biefes_vom
ben im Süden abgetrennt. uf gleide Weife
ud am Saume ber erſten höher fe, eine Res
— mehr fumpfiger und feuchter ‚albungen das Hochland
k ikıtın; fie wurde von Park Sallenlada: und Tenda⸗
Bin genanme *
Yanıet, 1. "Analogie bier Bildungen fum figer
ie IR es niht mertuärhig, dap aud bier com
Paldieen Saume gegen den Seuegal unb Gambi—
id in
da Ba dm Shnbanie Kafdungen (Wildernefs): fo nie 1m
Aigen dem Niger zu, im Lande Kaarta und Bambarra, bie
dr Glephantenheerden und ber Blephantenjäger ift, wie
uber Koll und azaga in Habefch, wie bei Hurhiwar in Hins
Mi aiduasın
enden Do Zul egen ba lant je
Ir Kröpfe Cowelling of the glands Haren fiö
feüt wie in dem Gaume der Sumpfwaldungen von Bengalen,
r — —5 ee 10 % "harte ar
racteriftifäjen jeinungen: 3el
Gpur weiter, fo wie er das A, Mandingo erfiie
yen .
— 2. Garavanenweg. Es iR fehr wahrſchein -
, de⸗ die gewðhuiiche Reiferoute von Kemmu, ber Hauptftabt
Kaarta, nah Segu am Rigerſtrom in Bambarra, weihe
Park wegen bes Krieges nit wählen durfte, und darum
uber werbwärts in bie Gewalt der Mauren gevieth, längs bes
Mebrambes biefer zweiten Stufe hinläuft, als der bequemften und
tet Müttelkcaße zwiſchen dem Bebirgslande und ber Wüße.
biefem % je würde bie Grenzgebirgsfette ber zweiten
gegen bie Wäfte, unter 14 Gr. Rordbreite mit bem Rord⸗
von Hodhfudan, gegen bie erfte Stufe von Wanbingo und
Mentabu unter ı3 Br. Norbbreite in einen Paralleliimus won
u WB. jufammenfallen, unb fo eine gegen 30 Meilen breite
ben 159 geogr. Meilen lange Bergterraffe am N. bilden,
hr ein gemeinfhaftlihes Alyengebirgsignd zu diiden ſcheinen.
Erläuterung 5. Bambuk; Goldterraſſe.
ie Land in ber Mitte di Vergterraffe, das
ee —X Bambut, fon den Yes EM
nis und Senat: jäffen, iſt uns zuerſt näper bekannt
werden +). if trefflich bemäffertes Alpenland, voll
Iefweiden, Winderhersden und Aderland, we Mais und
) M. Park ie. p.337. **) De Barros Asia Dec. I. L. 3.
«8. fol. 52. b. und Park tr, 8: 5, 506. _***) Park ır. #
276. 6. Forster Voy. de Bengale od, Langles p. 243.;
Turner Embassy to the Court of Teshoo Lama in Ti-
bet. Lond. 1800. 4. p. 4o +) 8er Bens Reife nah Wamı
but in Eupas Sammlung, Ip. I. ©, 60,
60 Hochafrika. V. Abſchu. g. 27.
in de beißen. Die Wewohuer wi
52 — —— den, An aber zum
"Wegen des Reichthums an Metallen, vorz
vortreffligem Eifen mit hellem Gilberflang um
bearbeiten; noch mehr wegen ber Silbers. und G
Bat es von jeher die Aufmerkſamkeit dere Europäe
gezogen. Die Ältern Berichte von Compagnon
deren *), find. nicht glaubwürdig befunden unb «
von Suaffe und Le Vens berichtigt worden. 1
minen, welche um die Gebirge von Tambaoura **)
liegen, finden ſich in lodern, niedern Hügeln, in
thaͤlern, durch welche viele Bäche fließen, bie bas
den Hügeln waf.gen. Zum Tdeil wird es von X
im aufgeſchwemmten Lande in ao bis a5 Fuß tiefi
gegeaben. Die Hügel beftehen aus farbigen Tho
bie je tiefer liegend, deſto reicher an Golde wer
man bush Schlemmen aus ihnen gewinne Die:
der Hügel ift, fo beißt es, mit Eifenköcnern (viel
sin?) bebede. ben Soldminen gu Natacon
2500 folder ausgegrabener Schachte ober Löcher |
20 bis 19 Fuß im Umfang baben. In -Köchen a
blättern wird die geldhaltge Erde von den Neget
getragen, von den Weibern aber in Kürbisflafcper
tabafcgen gefchlemme. In den Minen kommen n
Menfhen um. Solche Goldminen kennt maı
Nambia, Gemaylla, Eambabirie, und nicht one B
lichkeit würde man auch bier noch viele andere fi
nen, wenn ihr Reichthum au nicht fo ungebeu
geben follte, wie die fanguinifche Hoffnung bes I
( Bouverneue am Senegal) feinen Lanbsleuten
machen wollte, daß bier nämlich geöfere Schaätze a
und Mexieo ganı an ber Oberfläche ber Erde Id;
Nichte bloß Bambuk zeigt Reichthum an bir
Metalle, fondern die ganıe erfte Stufe ſcheint reic
fiyn, benn es findet fich überall im Mandingoland
auch in Jallonkadu, vorzünlig aber in Buri, (B
Matt), 7 Tagereifen im Oſt von Teembo +7).
Auf dieſer Höhern Stufe, am obern Laufe bi
ift es zwar mäbfamer je fuchen, gwifchen ben g
felbiäden an ben Flußbetten, und findet ſich d
°) Labat N. Relation de l’Afrique ocoid. T
. ##*) Le Vons a. a. D. ©. 70. u. Labarthe ot ]
Vey. au Spgnegal. T. I. p. 57. *#*) Lelande
bad Innere von Afrika in Bruns und Zimmerm
torium. &h.1..&. 428. +) M. Park ır. p. 2
54. 7) Wars und Winterbottom bei Wade
Nordrand, Mandingo. 861
fg qu dann auch ‘öfter In grßern Stüden, zu a and
am allein in der Proving Konkabu, dem
L) auf ber Waſſerſcheide zwifen dem Bar
ud Foleme, fahe Park auf feiner erften Reife das
bin rjmaflen eingeſchloſſen, die man mit
et zerfblägt, und fo das Bold daraus gewinnt.
ber Selofein (Sanu birro) ber Neger, da fie hin⸗
DS and dem im die tieferen Gegenden beradgefüi ste
Im aufgefchwenmten Lande vertheilte, klein ⸗ und feine
We Go, welches fie bu Schlenmen und Yuswa-
minnen, Golbftaub (Sanu munko) nennen. Es
md alle dem, fo wie nad Parks zweiten Meifeberichs
Ye moßtfheinlich , daß ro bie obere Stufe bieles Verge
Fl, von weldem herab ber Goldreichthum binabges
M durch die firömenden Maffer, und weit ausgebreis
A aufgefpweramt tourde in den locern, golbhaltigen
Inımb fandigen, thonreichen, eifenhaltigen Schi@ten,
Küuch dier die Mittelftufe zwiſchen dem Do: um
ſande characterifien, wie in Monomotapa, in a:
im Akim, und wie mahrfpeinlih auch am obern
a und Mefurado, am MWeftabfalle, merüber. wir je
kt wenige deflimmte Nachtichten befigen *).
Inge um biefen norbweftligen Borfprung des Afıir
tm Hochlandes,, findet fi auf eine hoͤchſt merkmät-
Heipförmige Art, biefes edle Metall verbreitet, und
von feiner Mitte aus bie Verbindung ber entferns
Bölfer in Radien, bie nach bern Veripherien den Erb:
us einer — Mitte — So if bie
jöterraffe das Golbland für den Markt vom Kom:
von Anfang an gewefen, welcher, vor Johrhun⸗
wie noch heute, mit feinem Golbfaube die Mauren
tRüften des mittelländifepen Deeres herbeilodt unb
Barbarei bereichert.” ben fo ift es die benadbarte
waffe und das Land der Afftanthen, welche nach Süs
‚ bie Märkte ber Bolbkäfte (Jorge da Mina, Why:
min) werfehen, und bie Terraſſe von Bambut ift es,
zegen W. bin ben Faetoreien der Portugiefen vor
siten, und in newern ber Framzeſen und Written
negal und Gambia, ihr Gold fpenbete,
ı$ aber auch meiter nach D. bin das gange Hochland
ong, Degombah, Wangarad, goldreich ift, wird fich
—
axand Voy. au Senegal I. p. 188. und Wadström Es.
on Golonisat:, $. 651. nach Desmarchais und Dela
* wos Asia Dec. I. L.g. c.8. fol. 33. a.
ı Rennell Appendix zu M. Park p. V. und Da-
d Voy. I, p. 387. —
%
868 Hochafrika. V. Ada: 17.
aus ebigem, fo wie Ko tagleız unten amd: hei
von der Verbreitung bie e überhaupt e
Mineralien, Sb).
Erläuterung 45. Die Manbingee
So wie die Fulahs auf der Weffeite, fo find
dingo an dem Norbabhange von Hoch: Guben, fo
ſere Seſchichte hinaufreicht, das herrſchende Voli
im Gegenſat der oͤſtlichen Habeſſinier (die ſich dur
auf ihr Hochland beſchränkten und concentrirten),
allen Ritun en bin vom Hochlande hinab erg
ber die Nachbarländer. In biefen, wenn
rößte Maſſe, bilden fie doch ben wohlhabendſter
bildet en Theil, gleichfam den Adel bes Wolke.
tern Sernen aber haben fie ſich, wie eben bie Ha
fer e birigieten, als Handelsleute im Großen
ie Gibbertis im Ofen, fo, fie im Weſten, als €
i. ‚Dandeleleute, meift Sclavenhänbler, daſſelbe
Slate der Sudancaravanen), als Verbreiter de
Dabs, als Künſtler und Handwerker, als Fried
als allgemein geachtete Männer, verbreitet. Ein D
rieſter, Iſaaco, ward auf Mungo Parks gweiter 9
Sambia bis Sanfanding jenfeit Sego fein treuen
Dolmetfcher und tapfrer Begleiter ber fi ausg
Verdienſte um biefen geographiſchen Helden erwa
reichen fie bis gu ben Meeresküſten, und ihre &ı
zur Umgangsfpradye erhoben, i ausgebreitet von
—*— bis Gegu am Nigerſtrom ).
MR. Dark iſt bis jetzt ber einzige Europäer, |
mertwürbige Volt in feinem erſten Sige, der 9
terraſſe, am obern Niger, kennen lernte, von w
& über alle andern Provinzen verbreitet haben fü
Sollte biefes berfelbe feyn, den ſchon Leo Africanıı
Land Melli fo ausgezeichnet +). De Barros kennt
unter dem Namen Manbingo, als bas wigtigfte
volk im Innern von Afsica, von welchen das Sol
ortugiefifgen Faetoreien von Arguin und am
kam. Kr kennt eine fehr große Provinz unter ben
Manbdingoland, und barin mehrere Könige und |
Städte. Eine der volkreichflen Städte hieß Se
Darallel vom Gap Talmes liegend, 140 Legoas von
atte einen Köni oufa zum Beherrſcher. Dei)
ieh Mahomed Ben Manzugul (alfo ſchon damal
2) M. Park tr, Mæs· De Barros Dec. I, L.
. fol. 38, b.. ) M, Park tr, P+ 18. +) Bater
dates ulI, 1. ©, 136, J.
s
D
.- Morbeand, Mandingo. 365
«baner),. auch ein König im Mandingoland ber weiter
a» wei i
—* eye en ven de Beton ie ber De = Senchhe De x
at
Ki
elben n 15 —— Es eb *
t), drangen fie
im en Ze Jahrhundert der
der um Bambuk
Sambia, bis gegen bas Beer zu.
bis. zum Gambia vor, und lifteten
ıruntee bie am Nocbufer dieſes Fluſſes,
latr, Badibu, Yani u.a. als die befanns
Jahren ) erfchienen fie sum erfien mal
ulaßterraffe, eine Zagereife im Of
och kamen fie jetzt nicht wie vorber
—— als Coloniſten und als Prieſter und
oran.
Oſten fand M. Park die Manbdingofprache und
verwandten platten Dialect ‚des Bambarra, reichenb
abibu und Gila am Miger’'’), von we aus bie
ihm völlig unverflänbliche Senne: Rumme: Sprache,
| in feiner Hülflofen Lage vorzüglich zur Rückkehr ver:
Die ern andingefprache ber Hochterraſſe reicht
* fo weit nach O. wie dieſe, nämli bis Taffara
abbee. Sie iſt eine Gutturalſprache F), wie bie
jergpölter.
e Bildung der Manbingo if nicht gang ber befannte
* „dee Fre fo 3 e den dunkelfarbigen
als ſchwarzen Regern fi näbern FF). Die
Dunkle 9 arbe-gedt ins —R über; ihre Series,
if regelmäßiger, ovaler, feiner ale bie b her Nach
e im Sieflande, Ihre Geßalt if ſchoͤn, fi ne.
fie tragen Härte als freie Männer, und get en in
— un zu 2)
Golbe Fr, 285, *) Winterbottom Acoount. T.-I.
6: ne ) MI Park tr. ) 209, 229, BVaters Mithribates
1 I. r * 9) Winssrbartom Acc. I, p.30, 7 v Gol»
berry p.
564 Hochafrika. V. Abſchu. 8. 17.
Baummollenzenge gekleidet *). e. Meſen IE a,
*5 gut; ihr Benehmen — a
Hbegienig, mitleidig, gaRft ei
eine auogejeihnete | et *5 genießen
Seo Anſehn. Mit Reit behauptet daſß
gennägigfte [7 eundfi Tate und das —ã wel
deals fo 'unglädlige Park als halbnackter,
nd verworfener Landflreider, ja mach ihren Begriffen
Unglänbiger. unter ben Dianbingos fand, ihnen eime |
Stufe fittlicher Bildung unter ben Wöllern der Erbe
figern, in der fie vielen Europäern ein Rufe 1 n tön⸗
Sie verdienen in biefer ee Dinfißt gang ben Namen |
Yindu von Afrika, den ifnen biefer Beogeaph bei
Der Mandingoſtaat des Hochlandes Hat eime
eanifche Bertaflung, in allen eroberten Provingen i
buch den Bath der Alten eingefchräntte Monarchie;
ibeen Colonien ſcheint die Herrſchaft in einer I*
(dm —8 ch gu erweitern ). Mit ihnen
berall die mebaniſche Religion verbreitet, und
Gambia ) iR, wie Golberry meinte, jetzt fe n nicht-w
bie Geenzfepeide gwi gen dem Solamı Setifpike
Der Islam, mit dem Meger unter 58* Elima gebe
der Ri Poly amie geftattet, findet a ter **
das Chriſtenthum. Jeder Det bat feine ©
Der Koran gelefen wird. Sie find eifrige
wenn gleich no daneben voll Anhäng (Miet au ee
aber fie find Beine Zeloten, ſondern duldſam gegen dm
Glaubende. Gegen W. Tr) am Senegal ift ve je
ihnen über Wulli und Barraconda, unter bie Satamıı
bis zum Meere an Sambia vorgebrungen, wo das KA
veih Barre nur Mandingos zu Herrſchern bat ).
den von Mandingos nur beherrſchten —— ge
die große Mafle deo Volks noch zu ben Kafırm ober
re Stäbte aben einen erblichen Richter
u die ——— —* i⸗ q —
30337 en in fogenaunten Palavers. Ihre Be
ungspläge find * ve a nen —* unter
— en MDa — Ze Drocefie werben nach
men od er'nach dem Al garıa, einem Gommentar dei:
um, em entf@ieden, und bie erichtsmãnner find ſeht see
%), Durand Voy. au ‚Senegal L. p. 550. Golb p·
%%) Rennell Appendix in P. tr. p. XCII. **+*) M. I
ir. p. F Durand Voy. I. p ty. Golbeny Fı
* HM . Rark tr. p. 55, 2,916 Durand Ver. I P.
+3 Me Park u, p: 31,
t Nordrand, Mandingo. 365
am Herefgerfunft, fo find die Mandingo aus
nen allen. Nachbarvyölkern ee
Die unternehmendften, gewandteften, reichfien Kaufz
F bis zum Wellmeere. Der Goldhandel
but‘), der Selavenhandel, der mit Elfenbein, iſi
Lim ihren Händen und nur Sie und ba nehmen
fen, „Bewohner des Senegal: Küfienlandes mit
theil. WBondu.’*) im Mandingoftaat ift bier (mie
1b Randahar in fien) bas wahre Land ber Pafs
m buch beffen vielfache Engpäfle, ziehen bie mehr:
danen aus dem Binnen zum üftenlande, Da:
w hier dee Reichthum des Königs auf dem Zoll,
ven-Pafficendem eingefordert_wirb. 3
Sclavenhandel hat-bei den Mandingos eine gemils
m dadurch gewonnen, daß es ihnen nicht erlaube
n im Daufe bornen Sclaven zu. töbten oder ju
». Nur die. Kriegsgefangenen, und die aus dem
von Afrika werben von ihnen ausgeführt ”**).
re empfänglie find. bie Manbingo für —
dung, fo. bag Europaiſche Cultur und Sitte mit
1. von ihnen ſchon binaufgewandert iſt auf bas Dogs
zum Salemefluffe 1):
erfcheint der Stamm. biefes merkwürdigen, zur
tberufenen Bergyolkes, am noördlichen Abfall des
es; gleich merkwürdig ift die Erfcheinung ihrer ein⸗
olonien uͤnd Miffienen zur Ausbreitung ihrer Macht
3 Glaubens an den Weft: und Sübabfall, weiche
Hinſicht des Eifers und ber Kunft zur Erreichung
figten den Europäifpen Golonien und. Miffionas
fommen gleich fleben; ‚wenn fie. fie nicht in vieler
nod bie oder ba übertreffen.
e weftlichfte Golonie ift wohl das Königreich Barre,
m Jillifti liege, am Ausflug bes Gambia F}); der
on Barre ift ber mächtigfte Herrfoper an diefem
bem obern Gebafluß, welcher ſich are vom Rio
in bas Weftmeer ergießt, wohnt eine Golonie von
os +++), weldge nicht durch bie Zahl, fondern durch
eben ihrer Glieder, merkwürdig _ifl. , Sie werden
y ds i. Priefter, genannt, baffelbe mas in. Morb-
lara-butten, heilige Männer, find, welche wegen
ſmmigkeit von Abgaben befreit, nicht felten viel
dv. u . *°) M. Park tr. p, 52. D
en Feat Darand V. I pad HM.
54 — d I, p. 122, X Baavers
un Mamorands, p. 533,
866 - Hochafrika. V. wor .
ER ER
iſt ein Xheil des aRenpanbeis gie der Bene
Dog fe seifen , ‚ fins fe Säfte der
die AN
a fie fe üben , Dinte, Rohr und Papier fl
nung der 8 8
darauf Arabiſche Sentenzen aus dem Koran
s**) genannt, bie als Amulete bei ben Regen
ben Würden ſtehen (DR. Dark fchrieh als ſolche da
Unfer auf). Damit bezahlen fie die Baflfreundrd
erwerben fich andere Büter dami ‚
Auf der Terraſſe der Fulahs in Teembo ***)
diefe Mandingos, Nyanıklas (Nyalas, vieleihe N ve
lah?)) genaunts fie verſtehen ba die Kunſt
fen zu fi —— , ‚ und das Leber ſchon ee Mi
uzubereiten, und zu allerlei Be
Dibet 1 sen fie den Alam, und das —28*— Laut
Der ii * 1— * — rfen den
on wird für alten, *
migen frei Die Wahrheit fagen. enn zwei R rei
Kriege gegen einander zum Kampfe gerlifter ſtehen,
Nyamalah erſcheint, fo find die erzürnten Krieger v
—— nee Rede anzußören; % werden fie nid
e ee
An der Küſte von Sierra Leona }) Tiefen fid
binges er einige Tagereifen vom Meere ab in dem
des Ben! anbes nieder, iehrten Arabiſch, legten 4
an, erklärten den Koran; bekehrten viele Meger,
GSuſus zum Jslam, und zerſtörten dadurch bei bie
andern noch rohern Stämmen, wo fie fich verbreitet
fa ändlihen Menfchenraub, das Menſchenſchlachten,
beſtaͤndigen Fehden, wodurch das Land fo ſehr en
ward. Cie beförberten die Cultur, Indufttie und.
gelangten durch ihr Anfehn bald zum Bene großer
reiten, breiteten fich als Golonie zuerſt am ailfee Re
und gründeten fo vor etwa 1200 Jahren, den Anfang
zer nun Fu don en ich weit gebiehenen feiedligen 9
auf 5 ulahterraffe.
Der Ausbreitung bes Islam entgegen zw «
wurden baum in Gierra Leona bie u — E
in bee Bulahfprage gedruct (ſ. oben); M
N DarnaasalNlanaa „® Asaına nf Afalna rm r Ey As
I Nordtand), Mandingo. 367
durch Arabifche Catech ismen das Chriſtenthum
Pisten er Bel feiner zweiten Reife
er gern ibeln unter fie,
auf der Küfte von Guinea find diefe Mandingos
Binnenlond fon bis in das Königreich Daho—
—— wo fie Malleys —T genannt,
ls fehe nühlige Leute am Hofe des Königs mit
tung, aber als freie, umbergehende Gefangene zu:
m murben, benen die Ri ‚e in ihre Deimath
x. Ausfagen von ihren weitern Reifen *’) ge;
d bis ſeht noch umverbürgt, ober beziehen
ther auf Züge der Gibbertis von Habefch her;
da aus fand ein Verkehr ***) mit bem weltlichen
$ das Binnenland in ber Mitte des ſechs jehnten
zes flatt,
Ba Mandingo iſt an der ganzen Weſtküſte von
Ehrenname unter ben Negern gemorden, durch
n feder gern auszeichnen mödte. Im Binnen:
en fie als Verbreiter des Islam auch wohl uns
wandten Namen dee Marabu, Marbut, Maha⸗
erflanden. .
xi PBamilienähnlihteit;s Begenfag ber
'b BlähensReger. Es ift eine ‚in der gefamten
ihte gewiß fehr merfwürbige Beobahtung, die ſich Als
fe sender befuhht Haben, aufdrängte, var nämlich hier.
& ber Inbivibuen geringer, und bie Domogeneität der
Maffen betrachtet, ftärker umb überwiegenber hervors
andern Erbtheilen, Es hertſcht hier unter den Afri⸗
inwohnern eine große Nebereinfiimmung +), bie ihren
> wohl in der Einfachheit und Gleihförmigkeit ihrer
t bat, unter benen fie leben. Es ftimmen die weſent⸗
im Körperbau, Lebensart, Nahrungsmitteln, Tracht
er geiftigen Entwidelung, bie bei allen biefen Völkern
Be biefelben find, ja fogar ihre Spraden .und
ıffungen in weitefte Fernen hin +) mit einander fehr
m Kurz, es umichließt fie allefamt eine merkwuͤrbige
Mickeit, auf bie wie weiter unten wieder zurüd konıs
t (a national family likenels).
us ben cultivirteften ihrer Werhältniffe ein Beifpiel
die ſich hier bemerken ließen. _Dalgel, ber zwei Jahr
‚ 60 geogr. Meilen (300 miles) lanbeinwärts von
ehnte, fagt, daß in Benin felbft bie vornehmften
ıten und Minifter dem Könige fi nie anders nähern,
fie auf ben Boben hinkriechen und Staub auf ihren
eib fireuen. Jobſon bemerkte baffelbe im Jahr 1620
sel Binorz of Dahomy. p. 135. **) Bruns Erdb.
site. IH. IV. ©. 372... ***) De Barros Dec. LL.5.
!ol.58,b. +) ‚Mungo Park irav. £ 261. +t) Dlaus
miane &, 63 und Durand Vey. Il, p. 315,
308 Hochafrika. V. Mine. 5.7.
am Gambia zu Tenda, 265 geogr. Meiten dayan enefi
Browne daſſelbe in Dar⸗Fur, 600 * Meilen wei
und ſelbſt als Symbol iſt es beibehalten im Eeiche Be
D d ied In verſchiebenen Grup
befimmtee oon Pl abaefonbert. “ '
Die Käftenneger 'weihen fo fehr von ben Binne
eb, Fa F —— ——— — von dem !
. ee a un um et, 1
der unter feines len, und der. in Merbinbung mit
zu
Vl
Lebt, hat zwei gang divergirende Richtungen in feiner €
angenommen *°*). " '
Wicberum ift ber Bergneger ber Mandingoterra
Yulah völlig verfähleben von bem Neger ber Flaͤche,
som Solofen +), ber deftig unb EraftuoH wie feine S
und bebeutend iſt, dabei kriegeriſch und ſchwarz wie.
oder vom @eramulli (Saragolees ber Portugiefen, Sa
Srangofen) am Genegal in Kadſchaaga mit der glaͤnze
Fr De Haut 2
Aber aud bie Bergneger unter ſich finb wieberus
riſtiſch von einander verfchieben, wie ber dem MWanbing
ſehr nahe ſtehende Fulah. Do find gegenwärtig be
einander. im Kriege tt).
Merkmwürbig ift es, daß bie eingelnen kleineren f
am Nordrande diefes Alpenlandes, das wir Mandingo
nannt haben, in minder vortheilhaftem Lichte erfcheine
Dodländer ſelbſt, und aud als auf einer weit niebri
der Bildung ftehend, gefhilbert werden +44). Go t
(hen Kofjou um bie Beloucataracten, bie feigen woiäl
butaner, die rohen und bummen Roartaner und Bam
Zwar Tann bier bei der geringen Kenntniß diefer 1
zwifchen fbem Hoch⸗ und Zieflande noch von Feiner gen
racterfchilberung bie Rebe feyn, aber merkwürdig bi
die Analogie dieſes Baumes um bas Hochland Im Eh
Gürtel der Schangalla im Oft; unb au hier find ı
bort diefe rohern Voͤlker biejenigen, welde, ber größern
am meiften das Loos ber Sclaverei trifft. Auch fie '
ſcheinlich Trummer früherer Barbarenftämme, die in die
amern Gebirgsfäumen, welche bie Ratur felbft als fe
er Aboriginervölker in allen Erdtheilen erbaut su’ hal
ihr Aſyl gefunden haben gegen bie herrfchbegierige Ma
Volkeſtaͤmme.
2) Proosedings fof the Afr. Ass. II. p. 351. und
**) Winterbottom Ace. I. p. 206. **%) Daı
II. p. ges +) M. Park tr. p. 16. ++) M. Park
HH Ware und Winterbottom, +t+r) Golbe
145. usb M. Park p. 75 u. 0. D.
= Mohn; Manager -- 865
nenne MungoParPs guilteWeife über
temittlere eecafte be Vebiehslandes im Dflen
il onniree die um Minesfiuh
. Ein Sißerifger Berigr.
B mitgeteilten
pe —— biefe 555 * fäken
beteadpten, mas Fr weiter, uns
Wanderung jambuk fofens
, der ie Süeh fi
—— 5 — mad, und fir in:
—
Li
Hu —— am Nigerſtrom, wenige Donate
»ölig zu
on Gurte — A a cn eb
ehe de en ey; —X
— uns hehe Diefer @ebisgsfufe
‚erbörtritt, * aber nur as aedehule
rt * — Feiſebemne *) es find, welche
noch zurücfenden konnte, ‚ber Tod ihm ereilte,
biefe, * fragmentarifgen fatur en teine geos
je Berwebuug in ein nes wie laffen; fo wird bie
3 weni Mens als Bißosipgen t dem Schatz jes
legten Beo Obachtungen des feltnen > fenden bewahren,
VA Anbere über biefe Begenden mehr belehrt wers
Mungo Park, welcher der Geographie von Ah dur.
ES Bon eine neue © le — ee 4
jehnjähriger Ruhe, die er im Soofe feines
dr id ver hatte, gu einer. er gmeiten noch ges
wen, zum dem Niger, von deſſen Austritt aus dem
olande bei Bammaku an, gu beſchiffen, bis an fein
It. biefem großen Enefeplu —X bewog ihn bie, bei ihm
Zunerfiht gewordene, GHppothefe von der Iden⸗—⸗
It bes — Diaers und obern Congolaufes (f. oben
‚ab u.
we füheten begleiteten ihn And 2, en
1 Dekan ren als —* 6 "unge
Rombsieute und Freunde, vol GEnthuflasmun,
| I) The Joumal of a Mission to the Interiot of Aftica in
ihe Year 1805. By Mungo Park, Together with other
Documents etc, with an Account of the Life of Mr.
. Park, London 1815. 4, #*) Ascoant of the Life of M.
Park p. IV=-XCV
ug; FAVTEOHU, %
570 Hochafrika. V. Abſchn. 6. 17.
Dark wurde vom König von England zum Gapitain
Afrika ernannt, zum Beſten bes Brittiſchen Handels
dieſem Erdtheil, und Anderfon zu deſſen Lieutenant;
Reiſe eine Summe von 5000 Pf. Sterling bewilligt. 4
30. Januar 1805 verließ Park England, außer feinen 5
Freunden noh von vier Sciffszimmerleuten beglei
tanfte am Cap Verd 44 Efel als Laftthiere ein, warb ı
Erlaubniß der Regierung aus der Englifchen Barnifon
Goree, 35 Freiwillige zur Erpedition, mit dem MWerfpred
eines doppelter Soldes und des Abfchiedes nach der Ri
kehr, einen Öfficier, Lieutenant Martyn, und = Maı
fen, um bas zu bauende Kriegsfaßrzeug auf dem Nigerſti
damit zu bemannen (fein einziger Neger war mitzugehe
bewegen). Er ſchiffte dann den Gambiafluß firomanf
Kayee, in der Nähe von Pifania, von wo er au sum
ſten male feine Reife begonnen hatte. Den n6. April ni
in Kayee (fprih Raji) auf das befle vorbereitet, Hofftı
in 6 Moden (alfo Ende May) ”) nach einem Briefe
Hof. Banks, im Wafler des Niger die Geſundheit fel
Frau und Kinder zu trinken.
In Kayee, am Gambia, ließ fid ein ſehr tüchtiger
treuer Mandingopriefter, Iſaako, bereit Anden, als 8
ver und Dolmetfcher die Garavane ber Weißen zu begleit
die exfte, bie wohlbewaffnet, mit einem reichen Zransy
von Waaren, Geſchenken und Inſtrumenten verfeben,
innere Afrika betrat.
Die Abreiſe von Kayee, dem benachbarten Pifania ı
Mabina, verzögerte fib bis zum ı2. Mai, wo fchon
befte Jahrszeit zur Reiſe zur Neige ging; denn an die
Tage ſtürzten die erſten Regenſchauer mit den Torn—
herab, welche dort den Europäern fo gefährlich find, !
nach 4 bis 6 Wochen in die tropiſchen Regen übergef
welche den — Caravanen den Untergang dee
und auch der Europäifchen ihn brachten. Seldſt Mege
ravanen veifen in folcher Zeit nie, deflo gewagter war bi
Unterneimen. Nur die Alternative, entweder die fehr €
bare Reife noch 7 Monate zu verfchieben bis zum Mes
Ber und December, oder in größter Eile das Nigen
zu erreichen, ließ raſch den Entſchiuß zum Aufbruch fei
Unvorberzufehende Hinderniſſe hielten noch länger auf,
man erwarten konnte, wie das —I der Laſftthi
der Menſchen, Schwierigkeit der Flußpaſſagen, Streit
Negerſtämmen, mancher Unfall, zumal auch ein gerei
Bienenſchwarm "*), ber 7 der Packeſel toͤdtete, viele
Menſchen in den fchmerzbafteflen Zuftand verſetzte, bie ge
2) ©. Life 0, a. ©, p. LXII. **) Park Journal p. 3
Naordrand, Mandingo. 371
u. \ -
ie jerfistenigte,. und beinahe ber. ganzen Reiſe ein
Enbe Beheree R Abe ber. gungen Blrfe
: om ıı. Mäi bis 13. Sun, länge dem mörbliden
Bis Bantia (15 Gr. 22 Min. 30 Ser. N.
) ”), blieb DM. Park auf dem alten, ifm aus ber ers
Beife bekannten Wege, deffen mir oben gast Baben;
von Faufim in der Mäde des obern Bafingflufp
manbte er mit feiner Caravane weiter noch;
ts, umd wagte fich durch ganz neue Keviere.
det erfi genannsen Wegitrede haben wir nur Wer
—— Dbigen, ©.355,. zu bemerken.
enweg ging, wie früher, immer von W. nach
weh Madina am ordufsr des Gambia hin, doch mit
von Sehen Rrümmungen, den 14. Mai im Of
Kuffai (oder Sifefunda) Eintritt in die Simbani
llönisfe **). Den ı6. Mai tiber den Neaulicofus,
a Über ben Nerico, Jenfeit deffelden, Eintritt in bie
mb Waldmwildniffe, mo bie erſte Gebirgokette des
zambes der Bergländfepaft im Oft von Gutitabba,
ter 15 Gr, 35 Min. 35 Sec, N. Br. überfliegen wurde,
welcher der Nealo Robafluß fließt; ben poß
ite Park, wegen der ſchönen Ausſicht, Panorama hill,
bier an dauerte num die Berglandfhaft*“*), und
mir ihrer höhern Terraſſe zeigte fich wieder dee Schi oder
Bntterbaum; der eıfe im Oft ven Sibikillin, deſſen
feucht, mit der er reich beladen, Ende Mai noch nicht reif
‚Hier zeigen fi wieder Eifenerze im Boden, und Ei:
Igen der Bergbewohner. Im Of von Baba (Ba,
6), von mo an der Gambia feinen bisherigen, uns unbe:
term Lauf, von ©,D. her, gegen Weſt plöglich wendet,
jt eine felfige Bebirgslandfhaft an, bie überall mit
ezfelsträmmern und Eifenftein überſtreut if.
jefe Landſchaft führte der Weg über Suiifunda }),
deutende Stabt mit 2000 Einwohnern, durch welche
e Dandelsfirnfe von Bambarra führt, wenn bie andern
Mt duch Krieg verfperrt find. Die Bewohner Handeln
FErrdit, den ihnen Europäifche Handelsleute am Gams
6 Nunez und zu Kajaaga geben. Daher nennen fie
HFuli, im Gegenfag ber Slati over Händler, melde
air eigen Gapital handeln. Sie wurden vom Könige
im Futo Jalla zum Islam gezwungen. Die Handelelage
neuern Golonie ift fehr günftig, zwiſchen der Quelle
an Zufluffes des Gambia und der Waſſerſcheide
jaleme,
#) Park Journ. p. 65. *H Park Journ. p. 18, 29. 9%) Park
Jouzmal 2. 26. 4) Fark Jona) Pr: de
as “
573 Hochafrika. V. Abſchu. Pe 27.
Den 7. Aul. erreichte Park, jenfelt ber Wal
zwiſchen ambia und Senegal den Samen ”) b
linten Zufluß, welcher nerbwärts gu zum kei
feinen Nomen von den zahlreichen @ileg
die fich in feinen Waflern baden. Die
sterraffe die äußerſte, landeinwärts ar
elle der Elephanten zn ſeyn; bemn
* keiner weiter erwähnt bis ei wieder am
unterhalb Sammaku wo fich unter ben Nigerce
auf einer Inſel ein fehr großer Eier t zei ee os
| Nach Ueberfegung bes reifenden Balemme
Goldminen von Shrondo ), wo bie ger 3
kungen ber Tornabos⸗ und Tropent für bie
heit dee Europier einen fo furchtbaren Character au
(f. Climalehre, Tropenregen), daß (gen ı9 Krank
Garavane fich befanden, und ——
ein Zietern ihn überfiel bei vem Gedanken
Hälfte des Fr gemacht ſey. Diefer Det, Ki
liege an der Gübgeenge des &» Ideei Serbien
eine BViertelſtunde von ſehr reichen eg .
Darts umfländlicher Beſchreibung gang bemen. von !
gleichen x oben Bambuk, GBoldterraffe), und durch!
aus den leſen Sand und Quarztrümmern bearbei:
den. Auch eine Tagereife weiter im Dflen gu 1
fanden no giel teſche olbfanbwäfgpereien. ".n
wirb. an ten in suben bis 19 a Su
wonnen. Er gehört bem hr weumtn B
gebirgstette an, zwiſchen dem Iuß Zaleme 5
‚und Fluß Fing ing), ober dem obern Gere
bie — — zerſtreut liegen, und wd ve 8
eiben Erdart, mie Eifenfleinen und Duargkiefein
Kaubtueier abwechſelnd vorkommt. Die
reich; denn aus einem halben Pfunde Sand wufch, |
Gegenwart, bie Negerin, in Zeit von —5— Minuten,
Gean Gold, alfo mehr als zus. iſt ſehr bei
ba bie reichtten Goldwaſchwerke in Braßlien (ſ.
Trav. in Brazil p. 227) aus ↄ2 Tonnen an no Braı
d. i. nur za Theil des Cascalhao oder bes aufgefd
ten Sanbıs, ber das Braſili 9 Gold liefert. |
päifchen Bergwerken werben öfter Kiegerze auf Go
welche ums sscre Theil diefes DRetoles gebe
zwar mit Bortheil. Diefe Afrikaniſchen Belbmine:
treffen alfo die genannten bei weitem, und wuͤrden
dentlichem Betriebe unfreitig ſchon einen 1, ſehr gref
Park Journal ’p. 50, 142: **) Park Journal
und Addende —
675
Eproabe fen fand ame Dark, Bei hem
—2* aıfa aus. Romalia Im
Ianbligolande CH oben re Ft große Sammlung
„und birfe vermehrte er, zu beffen großer
a —— en Uceberfegung des Neuen
skamenses?), Deren DB. Yard viele Eremplare in dem
men ern
Ben biefem Dete beginnt bas wilde Zelfen ebir e Rons
Di, nie en bie von Park, a dem Gors
rn aniten befchrieben werden. Die Lands
ne nimmenE einen somantifhen Character an, voll
| wildes er, erteilten, Gulturgegenden *
⸗mit weiten —— don den Höhen
kuschwästs 0 tenen, Er mtbäler zum en J
‚und 82* ee“) anf bie Hochgebirge ber 959
* Streeiden nah M. Paris
— —— en N
berge von n t. uf dieſen en
* am, ebwohl in großer Menge am ZJuhe in der
liche Gonasdire e voll unwegfamer Strek⸗
8 feiner erſten ® Adreife Tonnen gelernt hatte,
een biefes mal vermeiden, und wählte
ia aus, einen nöcblihern Weg, : dee aber
fo 26 zu feinen Gunſten ausſchlug, und ſelbſt ein
sewefen gu ſeyn ſcheint. Wir erhalten Beinen Auf⸗
in feinem Journal über diefen Umſtand. Mon hier
ber Weg durch Konkabu und Futadu. Pafs
bag Selegebirge von Tambaura im R.D. von
Sajenimiia*"""), wo das mächtige Ober:
.n ontadız refidirt, umb ein flarker —e
wird, „unter 23 Gr. 35 rare De dus
on ba a⸗Li oder Ho ,
She e von Waflerfällen in einem Bette von Bas
— bildet. Fe Oſten T) deffelben, Dre
Aderland, bis wieder zur fe eisgebizgigen Waſ⸗
Ba⸗li und Ba: fing. teiche ˖ vol
die Wälder voll Affen. Das ——ã—
—M, reizende Landfchaften im geöhten Sl,
Pr Übestzeffen, „was Dart fonft geſehen. 6. Jun.
Ge fngfluf, Der im fchwantender Fähre überfhifft
we PA nur KR ef iffbar, veifend, 2 Fuß hoch ange:
noten edere Seemeilen ( pa) in
a eat ine Anwohner, bemerkt Part
.
52
He
H
v
H
*
ſeinem
«) Pırk Joumal p.58. **) Park Journal p. 6Go, *#*) Park
Joumal p. 7 +) Park Jourasl p. 76,
374 Hochafrila. V. Abfhu :& m
ebuch, find insgeſamt Diebe. Mon ba oflmärke,
—X Reife an .—
bee Erſch lagenen, aufgethürmt von ben Worliberreifen!
gang nach Art ber Grabhügel oder Caiıns im Da
math, in Schottland. Keine gebahnten *) durch di
Wildniffe, oft jerſtreute ſich die Caravane, die Bafttbi
+ Gepäd, Boldaten, Kranke, Müpe, neritrien fi, mi
„angefallen von reißenden Xhieren, - vorzliglich Wölfen
Löwen, oder wurden won Räubern beftoplen. Kramfe
ben, Gepäd verunglüdte beim gefährlichen Ueberfenen
bie reißenden Ströme. Dabei fürsten plöpliche Kornabed
Bald Soli auf’ die Reifenden herab, und jebeumal
‘ Gieberanfälle die Folge bavon,. öfter Deliricem umb,
mehrfachen Wiederholungen ber d. Die Löwen,
Wöife fielen im Lager Nachts die Padefel an- und
fie auf, andere Rürzten von den Abhängen, noch andere
matteten und fielen unter der Laſt; ebem fo bie Mferde,
wegen der unerhörten Anflrengung und. des Mifmuths
die Denfhen. Beim Durchfegen des reifenden Monda
fluffes_tonnten bie Lafkthiere und bas Gepäde nicht }
einem Tage übrrlommen; Jfaako, der Kührer, mi
von einem Grocodil erfchnappt, umd nur nach blutigen
Kampfe, im weichem der Ugerfprodene, ber fehon halb it
Rachen noch mit den Daumen ber Beflie bie Augen ein
fieß, wie durch ein Wunder, obwohl flärk vermumdet, Det
Tode entriffen. Allee bie bewirkte vielfachen Aufenthalt
Den 11: Juli nah Keminun'**) jenfeit bes A
ober Basli:fluffes, die flärkfte ummanente Feftung, |
bis dahin, Park in Afrika gefehen hatte, bermohnt von eind
BER habfäcptigen Oberhaupte, und von da an bie Gebi
— in Fuladu, von den feechften Diebrn und
Senräubern bevölkert. Die Befchreitung des Ducdm
ber größtencheils kranken Europäer erregt Sauber,
der aus ‚gefällten Bäumen gefehlagenen Notährüdte
den reifenden Ba Wulima, den öftlieeffen Arm
negel (unter 14 Br. ı Min. N. Br. und 5Gr. ı
= 2.), mußten dennoch don den dortigen Megern nu
gemiethet werben, um die Laſten Kinüber ju transporii
denn bie Dadefel konnten nur durd den Strom fc
men, bie ;opder waren aber insgefimt, ohte Ausmahm
J trank, Kein Wunder, daß unter dem borfigen Beranege
das Gerät von ber Garavane der Weifen voraus, J
ſey ein Dawmulafong, d. t. „ein zum Auffreſſen
sefandtes (a thing sent to be eaten),
*) Park Journal. p.81, 86. **) Park Journal Pıg6, ı
„= Rocbrand, Maubinge. 75
Geh, - in der Stabt Bangaffi, unter 14,8. N.
Be’), im: Meandingolande, die befefi 1 war wie Keminun,
ber oire bis fünfmal fo groß, fand Park bei bem bortigen
— dem Serenummo,, ber von dem Beilen
son bei feiner erſten Reife gehört hatte, wieder eine gafl-
kunblide Aufnahme und Verfprechen eines fiddern
Ileites im das Königreich. Bambarra bis Groo. Dapin
te ibm fein Sohn begleiten, welcher 300 Minkalli Golb'
WW Eribut an den König in Gego gu zahlen hatte.
Gier kauft Park neue Eſel und neuen Mundvorrath.
fünf Seldaten und die Zinmerlemte weigern fi weiter zw -
hen, und bleiben im Orte, muthlos zurlick; mehrere ſter⸗
B auf dem Wege. Die heftigken Tornados Überfallen
Caravame, Park felbft eematttt, muß der Treiber feines
Ka fen, das mit Reis belaben vor ihm her ſchieicht.
ie Ströme fchwellen immer mehr an, die Wege werben
5 und fchlüpfeiger, in den Nächten die Wölfe und
sablreicher, dreifter, ihre Weberfälle um fo gefäßtli:
; da fie Witterung von den hülflofen Kieberfranfen zu
Seinen. Den 30. Juli_waren alle vom Gambia
ntgenonmmenen Efel von den Beſtien aufgefreflen oder fonft
Me Ermattung Hingefallen. - Der Weg führte durch viele
Mden legten Kriegen zerftörte Städte. Auch Anderfon,
herts Squwager, wird krank, und diefer träge ihn auf feis
um Rüden durch ben Strom bes Ba Wulli, den er, obs
whl felbfk ermattet, noch ı6mal hin und her durchwatet,
mden ganzen Zug berüber zu fchaffen. Wei jeder Sta⸗
im bieiben nun Patienten ober Xodte zurüd. Mur der
lid des legten" Gebirgszugs **) und ber Sedanke, daß
fenfeitiger füblicper Fuß vom Nigerfitome beſpuͤlt wird,
km erflen Ziele der Meife, nur dieß exfällt Park mit Ef
und Kraft zue Ausdauer in ber grauenvollſten Lage.
Bon Sansafll ‚wendete fi ber Weg, der bisher von
nach D. ‚ging, wieder gegen S. O. Den 15. Auguſt in
mbila *"*) Bam Part's mandingoifcher Wohithäter,
Yo von Ramalia, der dort Kunde von dem Durch juge
ißen erhalten hatte, feinem alten Freunde hülfreich
Ütgegen, um ihn ® unterftügen und mit feinen drei Gcla:
Sego zu begleiten; ein Übercafchender Troſt in ber
von 2
Den 19. Auguft wurde bei Toniba, fübwäris, das
ge Gebirge +) Überfliegen, welches die Waflerfcheide iſt
viſchen den äußerfien NüböRtigen Bweigen des Senegal
ab Niger. Hier fahe Park zum. zweitenmal mis Werwun:
) Park Journal p. 115. **) Park Journal p. 115. ») p-
237. +) Park Fournal p u P P
f
—3769Hochafrika. V. Abſchurth. 15.!
derung den Niger feine ungehenern Im pi
währen, Er * — bit breiter, hle
an feiner Quelle, als ber Senegal und & !
Barte, obwohl «ine Engl, Meile Breit, do feine Ti
nicht Überfhwenımt, Nur mit Mühe Biegen am
Guft die ſchwachen Hefte der Garavane bie Reiler
Dinab, zum Ufer des gewaltigen Stromes bei War
Diefes Ziel war hocherwünſcht, aber auch fef
erkauft; von 34 Soldaten und 6 Zimmerleuten,
Sambia verlaffen battın, kamen nur 6 Geldaten
Bimmermann zum Niger, Überhaupt ven 40 Europ;
22. Unter ben Zurüdgebliebenen, welche den Ri:
ſahen, war auch der kranke Mahler Scort, dee ba
amd Anderfon Bam todtkrank zum Niger. Die (
erreichte diefen Strom erſt 7 Wochen fpäter als
am Gambia berechnet hatte, und der gu Abi
im Grunde allein der traurige Ausgang zuzuſchreib
def ließ Dark den Muth in feiner verzweifelten &ı
finten, da nun erſt die größte Gefahr deoßte; 1
feblten Zimmerleute, welche die Boote gur weite:
ſchiffahrt harten bauen ſollen. Indeß fchrieb Par
Tagebuch: es fey doch einer Caravane Europäer
großem Bepäde gelungen, durch eine Strede von ı
Seo Engliſchen Meilen in das innere Afıila durchzi
und aller Widerwärtigkeiten ungeagptet, ohne Blutv
immer in guten Vernehmen mit den Megern bleib
ey ferner nun ausgemadt, daß auf jeden Fa
ageenballaft, don ber Küfle und dem Gaı
zu Londe auf den ſchiffbaren Niger trausportiet
Lönne um von da auf bie großen Marktpläge bei
woeiter zu Seiffe fpebirt gu werben, und bei trocku
zeit begannen, würde, bei einer zweiten Sarapaı
defielben Wege, von 50 Mann, do nur auf einen
von 3 bis 4 Bann zu rechnen fon Ein vortf
Ausgang würde demnach für Eucopäifige Handelsc
unter dem use einer militaisifchen Escorte gu
zen feyn, wodurch bem.Brittifchen Gpeculationggı
Dinge, bei dem Ueberfluſſe ihrer Fabrikate, wieder e
Canal zum Abfage an viele Millionen Bewohner
nern Gontinentes von Afrika eröffnet wird. Dies
Colonel Borbon *") feine neue Erpebition mit |
egerregimenter von GSierra Leone gegründet, ber
ex nemerlich ber Afrikaniſchen —— vorlegte,
” or I p. 143. °) &, in Mungo Parks I
weile a " begann Part
DR a ne unten bei dem nie une
. wie nur ne ur Sorte), ne
ee.
Reiferonts erläutert, daß bi Imelfe
— A — 7* vyon
te il —* * er ta jur Geld —
et; eil aber
"qubern he * M. Park at dee
on mund, mit bewundernstaliediger.
afronomifge Breiten unb einige
cht und biefe mitgetfeilt. D
n guer Journal, Öftte die 830
Directienen gegen den Horizont, fo daß bie
nen als Grundlage der Karte angenem
fi ’ Dabur wurde aber Dark’s Reiſe⸗
e ven 1805 * weiter gegen Norden gerückt, unter
eu Deeiten, «is fie auf jener Rennellfpen Karte zu
a Reife, 1796, hätte ber werden müffen.
Geureheifang Berzeichnung der
Parts —* —*X im 3.2805. .
Bweites Kapitel.
7 He öflie et bei
a al TEE ge tfegung bei!
6. 18.
"Griäuterung . Das KRonggebirge.
‚ Biefer landeinwärts gebt unfere Fenntniß nit, und
Binnenland von ben Kong, b. d. Gebirgen, . unge
By ©. 7 © abe und weiter oflwärts bis zw
Kumri 8 fie uns noch eine terra incognita,
dl, I uns Sclavenhändler, Mauren, alte
und —— darũber mittheilen koͤnnten,
etwa Fo
Qur biefe 67 M. Park **) und keine andere
von Mara w om Nigerfieom im fernen ©. von
nämli 10 Tagereiſen im ©. von Gego, aber im
3. von Sibidulu auf der Mandingoterraſſe.
Das Winnenland gegen ben Niger zu, iſt alſo eine
abfehbare Ebene, uud wenn Gebirge und bas Hochland
) Park Journal Adrertisement p .6, *% M. Park ır. p.
940, und Bennell App. p.
576 Modafiite, V. Mh.
weiter gegen OF fortziehn *), fe a, 5 %
(Mgen en a PORAR DÄR a —*
ſicherung zieht dieſes Hochgebirge mit. gar Seiner,
doch ſehr geringer Unterbrechung, unter dem allge
Namen Al Kumri, von Aſchante bis Habeſch, na
einflimmigen Zeugniß allee Reifenden von Gudan
Dieſes Kong ift bas Gonjah bes Beaufey, uud -Gon
»’Anville. Durch die Meiferoute des Scherif Impamm
lernen wir im Oft vom Kong und im Gäd vom Nige
Megerreich Tonouwah kennen, beflen Hauptſtadt 2
ift (Affianthe der Wewohner ber Golblähe?), Ya
(Gebiete diefes Reiches, das nach der. Meeresküſte
das Land ber Chriſten ſtoͤßt, folge eine Kette von |
gen der andern, und mehrere baven ſollen von erß
bee Höhe feyn. Ein Theil derfelben iß mir dichten:
dungen bebeckt (der Nordabfall?), ein Theil ar
Terraſſe?), ein Theil if noch volllemmen Wühe,
größte Theil ift mie Weideland und unzählbaren H—
- von Küben, Ziegen und ſchwarzfarbigenü Schafen 1
welche mit Kom und Weiß die Hauptnahrung ber
wohner ausmahen. Dieſes Hochlend iſt im viele Mi
Staaten vercheilt, die meiſt monarcpifche, einige bavon
republicanifhe Werfaffung baden. in monacrchiſch
das Mahomedanifge Königreich Degombach, deffen
nee (f. oben $. 15. ©. 331.) duch bie Kun Eu
ten zu zähmen (Calfo wohnen fie wehl am Norbal
von Hoch: Sudan) vor ihren Nachbaren auszeichnen. .
ihre Land ift die Paffage der Mahomedaniſchen Ha
leute +) zu ben hoben Binnenländern, aus benen
ven, Gold, BHeilfame Nüffe (Gooroo) und andere
ducte auf die Märkte von Zombuctn, Kaſchna und $
gebracht werden, Dieß find die Straßen deren wiı
gebabt Haben, auf welcher die Mullahs nah Dal
und Aſchantee gelangten. .
Dier mögen auch wohl bie Gebirgsletten feyn,.
Marmol Fi) auf feinen Zügen unter den Maurifchen
deisleuten Quen (kong) und Alarb nennen hörte, '
oder noch weiter im Hl, im Süb-von Wangara, deng |
gara des Leo Africanus FF), müllen die bo en &
soffen liegen, von welchen au. Marmol die Nachrich
'*) Rennell Appendix b. M. Park p. LXXXVI, uni
. ceedings I. p. 220. *%) Jackson Account of Ma
2. Ed. Lond, p.® o. ***) Proceedings of the A.
tion. 1810. 8, T. Kr. 175. +) Proceedings a, a.
177. Y#) Marmol Africa. T. I, p. 33. 7) Leo
canus von Lorsbach p. 405, .
Nordrand, Konggebirge. 5.
m Handelsleuten erhielt. Um von Mans
Nigerlande), in. diefem , Goldlande Hatıs
* man über ſeht habe Gebitge fleigen,
lel 5 kein Laſtthier etwas. binauftragen
\ Alfo-muß.man Sclaven. dapu nehmen, welche
kund Mundvorrath in. großen teodnen Calebaffen
‚Benn jeder. 100. Pfund trägt, macht man fo in
Kg 3 bis 4. Stunden Wegs. Zugleich begleiten
Bmaffnete ben Zug, um vor den Ahfällen der
her. in dieſen Müftenrien zu galten Das Golb,
man auf diefem Wege nah Wangata bringt, wird
gmannt —32— Tibar, Tiber, heißt. immer Gold:
weler als Geld in Afrika courfirt und überall zus
Kmirbz denn 3. D. jeder, Manbingo trägt feine
Li 2
9. aus ER uns alle weitern Nachrichten
und wir erfahren nirgends durch Au, ragen en,.ob
Ainuität von Hoch: Suban mit 34 etbiopien
attfindet; oder ob bie Meinung berjenigen ges
if, welche annehmen, daß bier das Hochland durch
6 Xhal, das Nigerthal bis zum Guinea: Meerbufen,
ı umtern Gongofluf, oder nach beiben bin "burchbros
tmüfle (f. unten Nigerftrom und oben ©. 295.).
das Gefchrei nach Gold, Gold! ballt von beiden
m. Weft und im Oſt auf gleiche Weife als Tib—
bar!“ (f.,oben Fazufloterrafle $. 13. Erl. 3.). wies
ıb verkündet ‚dort und bier gleichen Reicpthum ber
eiche Begierden ber Menſchen.
erung a, —— auf
wir das Hochland von Afrika nunmehr nad feinem
Umtreife, fo meit fig mehr oder minder gebahnte
boten, umwanbert haben, aber nirgends ein
in baffelbe uns zur Betrachtung feines Innern
wen will; fo bleibt uns Bier nur übrig, über
kannte Welt ein Wort zu fagen, bas uns aus
inte der unglädlichften ihrer Eingebornen zugeru:
it eine ausgemachte Thatfache ), daß feit Jahr:
—* mientüfe — on en am des
els willen vwegelmäßig beſucht if; und zwar
9 Blanco im N. des Senegal Tübwärts bis um
mol Africa T. III. p. 69. **) Jackson Acconnt of
d. 1811. p. 296 u. a. D. *%**) Privy Couns,
'adström Essay on Colonis. p. 484.
zu Eunuchen
—— —
&b d D ter: Aegypoe
In Bornu Idea abe Sosbparsien auf In @
vrrr-oo ur --
meluden ihre Weider wählen.
Meit weniger giehen aus dem Lanbe ber 9
li mit der Sennaar: Sararane den Nil hinab.
(m werden einige hundert zu Abutige in ‚Dber
**) gemacht; eber fo viele im Belt
Dit der Mograbi: Saravane kommen wor: we
egen die Be er des Hochlandes ausgeräflet ı
Sen fo au. don Darfıe —* en Donga au di
bes Abiad ) und ſeit einiger Zeit auch dom
Fenan gegen die Tibbos von Denen. 73. er
Wie, der Engliſche Sonfat am Höfe
gan, von wo er ben Bey bes Landes Kauf eine fo
venjagd ge en dieſe Tibbos dem Often hin zu
3 — ſtand, ale ein Fieber ihn dem Leb
feines Aufenthaltes zu Nurzuck wurber
2 Fir * dortigen — $000 ſolcher
enen ünggligen gebr — *
e von Jahren hat di A
lichen Sclavenfangs, melde: rg —X
haben wird, im innern Nordafrika sang e überha
men, und ven 9 augen pelitifchen nd + x
gen in ni ge ——n dead set r
ofluß fo au er die ex
Pot Berhältniffe geworben, thinde
Communication mit Europäern, und ee Don
iMRepbeanb, Eonggebiege. 862
——— Obne fen Uni 8, baden Über
* würde der ‚mitten,
Yin sin Guinea, A je jedermann
—— * Edindurg. alfo eine ganz alls
te der Sagdpartien (Selaty) auf Gtiavenfang
— Theile 3% Die — von ae .
im weltliden von ber. Guineatü
oli Famen früherhin von —— vielen Selaven
ufuße Jühelid 7 bis 800 ), jett wahrſcheinlich 9 mr
1 ber Zahl fehr vieler Sclaven erfahren wir gar
0 Ya. je body verkauft werden; fo 3. B. theil
1: in Boos u Siourh und Egneh bie Sclaven⸗
ein mehrere Such ige, che die Garabanen nach Cairo
Attai d
ge anf, bie rite won et 2.
ei (ne Diet —X
aus bem (sit dem anten
betanne *"*). Eben jede wir
der Käfle Mozambik ziehen bie delegeſell ſchaf⸗
ee 255 bis —8X * ——*
gm ber Sclaven gu a deren —
In Mojambil F) 15 bis 16000
—* it über 4000 (f. oben ©. 166).
von hy an 8 3 und ©. daſſelbe Schickſal
wir nicht 1. B. am -Worgebirge der
ie fon —X* ehe hie eingeführt wurden.
der de rechnete man immer auf einen weis
Bogerfclanen, davon bie mehrflen von dee
— wurden t}). In Sraaf Reps
ie fggae Iede Bauer im Durchfepnitt feine 15
A ählung von 1810 lebten in der
. ), außer 19704 Hottentorten,
1
Ioraemann a. a. o. I. p. MAài. PR Jackson Account
"Marocco. 2. Edit. Lord, 1811. p. 290.3 Proceedings
"she Assoo. eto. of Afric. Lond. 1810. T. I, p. 51. und
ekson’s EI Hage Shabeeny Account of Timbuctoe and
zusa ic, London 1830. 8. p. 22e. ***) @eogr. Nue
Bi +) Fpid. Colin Notice Mozambig: ue in
ie ran Annal. IX. p- 3 Salt Voy.
Barrow tr. in 4 Africa. T. U. pı 209 a .
b Semphell 0. ©, 525.
562 Hochafrika. V. Abfchn. $. 18. 7
die gewlſſermaßen ebenfalls als fol anzufeheı
ber die neuern Weränderungen
Dieß yufammengenommen
Tante jährlich wenigflens gegen 1500
den Sclavenhandel unmittelbar. umb
mittelbar entjogen, bavon dem Hoi
alle geraubt werben, fait feiner
Seit der Anlegung ber Golonie von
der Sclavenverfauf um $ abgenommen
reien - — 3 BE 1. ——— n
dort ſich aufhiellen, Haben ſich von biefer Küfkı
Diefe Abnahme, fs wie — der Name Wilbe
das Haupt derer welche die — bes L
dels bemirkten, ge in dem fernen Benin fon eine
sen Sqhrecken bei ten Sclavenbänblern, die oft felk
nige (d. i. Kabofirs), oder A Reigen 2
hervorgebracht, daß Bet jeißen A
nen Commiffate des Milberforce Bielten
drohten, wenn ei unter ihnen nur eh
ei
en
Seninnfg itbem jeboch auch sn,
HASHELTLAM
—8 — 8BB
handel und erbotgenen, ihren Dort
geroußt. Englifche, Sranzöfifhe und
Schiffecapitains führen den ind
eine noch "geaufomere Art fort
‚größeren “aber auch mit geö Gewinn
ıt. Eine befländige ——— von 30 Linienſch
den Wei Afrikas **) yur e des Sclavenha
von Buena, würde nicht binreihen n denn Gefet
füllung. zu verfchaffen umd ben Menfchenhandel zu 1er‘
Die Procepko| ben Tribunälen von Sierra Leone
der Havannah gegen die Uebertreter bes Werbötes, |
Hundert Wei ingen und Yustwege. offen ftehen, ti
ungeheure: mmen toften. - Spanien und Mor
haben inbeß dem Negerhandel bisher fortgeführt.
legten Jahren er bei ihnen
ift bekannt, ‚A, 1818 und ı
Sclaven worden find, als in ben vier
henden Zahren, wodurch die Goloniften bee Infel
das —— dee Colonialwaaren von da erporth
ten En m. Jahr Br Die ee ruhe:
im fentlihen wol 8 jegt nor ine 12
änderung erleiden en (f. oben bei Kongo. —*
J
*
————
? ‚noll Lauer rom Old Calabar im Nabe 1806 in
oeedings II. p. 387. **) Jachson's El Hage 3
Account of Timbuctoo p. 269, 288. 5
"3 Gisrbeand, Konggebirge, | 585
BbOnölteenng ſtikas ſchã
ig ibn (Ad man nn nee Bohr
Bi: : einen großen en Xheil von Afcita und im
Inte’) felbfl, ‚wenigfens im nördlichen heile, ift
wi. an je am ebern Senegal und Gambia
r J har fir a we 22 ur ben
Bewohn Oorea ’
—* GSelaven (Jo ee⸗
w im nördlichen Binnenlande unau
mnd außer deu Selaven auch ſonſt noch vielen Men:
Ins Leben Lofer. Daher machte Park +) bie traurige
Hung, baß bei dem vielen Megerflanten durch welche
Ian kam, und deren Bewohner einander doch fo
wruendt find, meiſtens die Grenzen der verſchiebenen
immer dünner bevölkert als bie — zeig⸗
Sehen, menſchenleer, wie dieß bei den Königreichen
„Kaarta, barra, er
noch die vielen l
en Reihen ber ihr lichern *
Tyrannei und Grauſamkeit der unum⸗
ten Beherrſcher, wie z. B. in Zebew3 theils
bie abergläubiſchen Gebräuche und den Goͤtzendienſt,
mech bie immer bereite Rachſucht und andere Bar:
fallen, fo if es in der That bewunbernswürbig, daß
unenland, und zumal Hochafrita, fatt fi zu ent⸗
,‚ immerfort und faft von allen Seiten einen Ueber
a Boͤlkern darbietet.
s den kärglichen Spuren ber Völkergeſchichte des
ſchen Hochlandes, die wir im obigen an ihren Des
ebeutet haben, wozu noch bie Ausfage der Beetjua⸗
‚, komme, daß fie vom Norden ber eingewanbert
ensieht fih, daß Hier noeh vor ganz junger Zeit,
den Jahren 1500 bis 1600 eine von innen na
nach drei Ricptungen Bin fich erfirediende, R- emeine
amderung, aus dem Hodlande nach dem Teflande
funben; ur melde die Salla, Fungi, Nuba, Giaga
hagga, die Mandingo, die Horden von Sul, und
E no manche andere Voͤlker in bie Bergterrafſen
ten. Uber auch feitbem dauert an vielen Gtellen
Wrängen der Strandneger und Tiefländer burch die
der noch fort, am Nordrande bis zum Güdrande gu
Ibe So. *#) Giche Dlaubah Equiano Lebensbe⸗
7 * M.P —2 hl .23 ut} h +) M. Park
2 1, td —— Rein, ©. 032,
384 Hedefeite, V. —T [Te
ben Dattentott a J
a fe rd ur
Binnenlande, vie gegen den
Ein im Innern bewohntes und
mit Wüfleneien bedecktes Hochland,
* Eima und Lebensmitteln
AR iſt doch wohl nur im
—— und - er —* we
thümliche, gleihf hugrublichere
Kar in w, der Völker wie: ns fort unb
Sende Lacher —— e bier SneERe RER
—e— ar ai en. Bug, tm daß ein ei
enwär eine
Uch ausdehnt Die a er weiter merbmäste m
cells neueſten ntbedungsteifen, denen wie
en. weit bevölkerter gu ſeyn fcheint (ku
ranje
Eine altd Gage ***) von bem Wolke ber Zing
ues), wie es die Araber nennen, das im He
Areite auf ben Berghoͤhen von Alard unb Kong
in wilder t leben fol, berichtet, ve
außerordent A daß bi die gan ee *
Mr een te Bande — n der fe von 60 zu 6
e
mit and jesubeden pflege, "und alles „was Be tr
vorn —E zeigt ſich eine überw e Grm
Bieten nn fh in — ae ölke:
euren —X A — Srüße be Semi
* det außerordentliche Kinbere 38 bei jede
en Menſchenpaare, in biefem in
den Erb le überein. Viele fuhen es dur
ter andern 3 Golberry, daß bie € Regeren ereafie bi
basfte aller Wölkerraffen 4 Und je weiter nach
nenlande zu, defte 3* e ſcheint ſ —XRX
Auch ber — 9) bi
und bie. a Biete in Tombuctu fen ſ e deep
wor hi
ni Dlaubaf Grein e. 18 und 8 u. — Äh V
e
= —5 L Ya L —* An at Ä
" ji, 00 Aonggebiu. —
ididui irren San term dort nis
Beiſch! a hart * — J
ta
—* he lebt, eben dar:
Be in — Meinung treffe,
uch bei Seite geflellt, ur, mag 08 doch wohl
Erſcheinun —
ben das emala, no "Dafeym des
‚tu als einzelner M 18 Familie At
I Gebieten im ‘A ade einen‘ geringerk
Auge'des Menfchen ſelbſt Hat, in welchem bie
———— —— eine 'gtößere ſey
Es ſchant da nom ,
N erde Be Bas. "Hiper gefteigerte Prfine
Bei tom die‘ Birtung einer nach unſern
ad zume ſſenden unterdruten Gitelichleit, fon:
‚Weines — —
tn, noch ni —— v fehenlebene,
iur fe, in ne An En;
h m, in ihr tniffen zum
fern Yeh am
{ em, 5
In einen entgegeng Kun ae. Unfruch tbar
Geſchlechts eben fo Überwiegend. der Entwilhing
ilig ſeyn mag, wie dieß ſchon Hippotrates *)’ zit gei:
emühtesfo. fehen wir. im der iberſchweng⸗
tbnsteit und in der Menge" der Individnen auf
feſtaniſchen Boden wohl ehem erſten Grund ‚wat:
ea vom jeher: das" Menſchenleden dem Andern,
ber es felbft defiüt, den "geringern Merth Hatte;
mung, bie mur einer no u} nicht allfeitigen ‚Ent:
T lechts sängehören kann, wo ſie nicht nur
mei Individuen, ſondern in der Maſſe des Volks
Bouter als —— Hersontritt.
DE he vuirge So
—
te Kennenif len, mies non. dem Jnnern bes
ei wen es Eur opaern gelaͤnge, es gu durch⸗
efonnt ift es, daß faſt alle neueren, ifoliet Reiſen⸗
— ihrer Unternehmungen murden. Aüch bie jüngs
Kal —— amd Zaire aufwärts ſind ige aläaliäee
en wirklich ſolche von Eutopãern heſuchte Han⸗
en, wie man, nach einigen Klreen Narprichten zu
„üirrosn.nı äner. Ei Con p 9% .
2306 Selkafre. V. Mbfleuriäicle-
ensigt if; fo Gaben, den
—
Den Handelswe ve 3 on 5
das Land ber Anzitoler und Rimiemaler Ha
und Gampbell *) befkätige ae
ofale ı
Bon Mosambik und
richte eines Fo
wärtig eine birecte
—* —hren Colonien in u "Bo 6 8 X
tt, was auch Dos Ganctos (f. men ©
it berichtet; hr Mozambit und Gena kennen ih
Bagiefen aber nicht mehr (f. oben: S. 15a und ni
a8 Gegentheil behauptet Gorresa de Geres,
Gebirgsiand zwiſchen beiden Küften unfberfeiglis
Die Berfune ber Holländer anf der Hocht
Gapcolonie, dur) das Binnenland von Afrika .|
tapa **"*; verubringen, find unter Gapitahı
Anführung nicht gelungen ; un au in neuern
ben von ba aus die Werfuche ber Engländer, 18
Dr. Cowan und Lieutenant Denovan mit so |
da fie insgefame im NR. der Beetjuanen von |
fegens ermordet wurden +), keinen glädlichern
Sabt. . Won Durchells Reifen +7) haben wir w
genauen Bericht erhalten. Des Altern 2.0
urch das Hochland von ne 3. na
deingen, naterblieb, obwohl Re
Ben ber Küße ber Eemanlin, um a *
genw m von eine Garar
— das H —* in bie Mitte Afrikas +4
em » Ne von Narea aus Danbels
dura das Hediand na dem — Benin
neas Mrecbufen gehn, dur welchen Weg bie 3
bei der Entdedung von Benin (1469) N
Nachricht — M von dem Beherrſcher von Dal
annten Ogane oder Proste Joam) erhielt
—— „so Leguen (18 auf ı Brad, alfo 166 8
etter im Oft liegen follte,- und de ir Val
—8 von Denia gu ſeyn bekaunte. Do fi
ver Krite, © Cam 1 Polit. surve
"an 1I 51. 634. 3 Bao ir {n jr 48
Bennell Hlusrat, in M.P
We Reife und — ** iĩ
2381 216, „234. m» ie a *
es, Paris 1821.
nr Valentia ır. n. > ri
IN. p. 13%
.
DROheenD, Rongpebiege, em
— hen no tin Oueplen, THE
weitere Runde erhalten dt. oben
———
‚über Keng a
fen: ”), * u dem Bande
unb vom. — At im zur Goldküfte nach
jorbene beisft: “er -
® ar "Hodplandes ka, von
1b der saffe über Teembo, Belle,
„ Monda (Mandingo) nah Segu *"").
bie von allen Seiten ſo rege gewordene
lan dem Sunern biefes Erdtheils, uns & kurzem \
Auffpläffe liefern wird, „welche biefe bisherigen Nach⸗
die das tat won drei Jahrhunderten find, auf
eife erweitern müffen.
DeBarros Dec. L L.5. 1, fol. 38. b. **) Proceedings
ed. 1810. T. 1} * ind Mm. Ben 2) Wan und
Winerbopom bei Wadswom, Ess, p. 114.
£ba
Zweite Abthellune
Uebergangsformen vom Hochlande
Niederlande in Afrika. Die Waſſa
ſyſteme und Stufenlaͤnder.
Erſter Abfq nitt.
Die Stufenlaͤnder und Waſſerſyſte
don Suͤdafrika.
§. 19.
Par drei Ströme kennen wir bis gegenwärtig welcht
dem Hochlande Südafrikas dem Dcean zueilen und
geöfen ebietes wegen bei der dharacteriftifchen Bi
8 gapen Erdtheiles von Bedeutung find. Der Zai
gen W., der Zambeze asen D. bin, und ber größe
oder Dranjerivier queer durch die Suͤdſeite deſſelben,
falls zum Aethiopifchen Ocean fließend. Alle andern
von untergeorbneter Art; jene entfpringen innerbal
oberfien Hochterraffen, dieſe nur am Rande berfelbes
va Vorftufen. Schon jene brei fliehen in Hinfidt
afferreihehums nicht in, fonbern unter ber Claffe
erften Range, dieſe aber find nur Küftenflröme zu ne
von denen gegen &. bin, die mehrften, mwährenb ber
nen Jahrsſeit, kaum den Namen der Klüffe verdienen
deß fie zur naffen Zeit reißenden, verbeerenten Wal
men gleichen, deren Fülle nie fehe lange anhält. E
Sören 3. B. der größere Dlifantes (Elephantenfluß)
der Bergrivier gu den wenigen, welche immer flieh
Die gegen ©. und D. Haben alle große Sandbarte
ihren ünbungen unb find während ber Ebbezeit be
zu durchwaten); nur im Kaffernlande werden fie w
*) Barrow tr. I. p, 378, **) Lichtenflein R. I, ©, 82.
L sen. 3.20. Sranieſluß ꝛe. Sn
elieeen. Ä
ee Afrikas ve ſte ſich Häufig
m. Gieime Gaben das Ges
Er von © nah R. art 2 Tngenore de 9
ıde el); . beide: brechen in Waflerfällen- eh
a queer Durch, und Be fih eben ba, in r
n; der Baite eh, deu Zambrje nach DR:
beide Sue die DRitselterrafle Sem Dean in
m. Beim Austritt in das Tiefland d- üben
no Eataracten, Stromſchnellen, Eng⸗
— ** oberhalb Sena, ber Zaire obethalb Sun⸗
a dann ruhige ſchiffbare Ströme, die ihr kleines
emmung — befruchten. Ihre
eu gleichen ſich da daß die obern immer
en, die mittlern, ke. bedeutender politiſcher
wach — uutern hochſt fruchtbar und ungefund
enabar ift hier der Einfluß bes allgemeinen Pa⸗
bes ——— der Einfärmigleit, w welche
diefes Erdganzen wiederkehren.
uns. hier die genauere Betrachtung des fük:
n Waflefpheme übrig.
L:
wr
HH
erfes Kapitel,
Hoden. A großen Fluffeg ober
Dranjefroms.
ver. 6b bekannt
—— * I Fe a0. einmal
>
Sazeros Ach. Or. in Purck. Pilge, I. fol. 1543.:
N'Afr; UT. p. 229. Ihomann a. m.:D» Pigaferis
'e8 p. 9. 32, Si; abst Relat, T.1, P; 48:
Ye
welche bie W
Janſſens und Lichtenſtein (1805) m ſemem Ze
Seitdem drangen die Miſſionare an verthieben
bis zu feinen Ufern und weiter vor. Als Yohı
1813) »* D im Auftrag der Londner Miffionsgefe
e, verdienkvolle Gefchäft ber ee.
verfolgte, bis beina MR 3
erfolgte, naße zur 8 5*
Fein nicht nur von deu Stromlende 23
diefem dem Naturſtande fo gan
migkeit und Erfehrung, bie J. Campbell über
sichten über feine Entbeckungen gr efem Stra
Dueligrimen er inte co 1a, 806. > **
wis, als dem erſten, welcher ben
von DO. na W. Bin durchzogen 3.* bie aus
—— ie gie |
Seelenheil ben, d
2 —E— — fire 6 *
die Mi di bes b
vr beforlen erden. ir Fe —2 Pr
eit deſſelden iR uns leid Deſtinna
—28 — —* —E osweiten
Erläuterung ı. Oberer Lauf.
Der Urfprung bes Stroms if au ber DI
Donterafie ber Bosiesman, in ber. no unbetos
telBädde des Hohen platsaus, im Re der 4
an
u Qpaniefluß, Oochterroſſe· w .
kart Bere age Mine —X
die Stämme ber Tambo—
NE, aber die der Mathimbe, Mabuana
Bier —— lernte Gampbell hier kennen, bie
tn d, und &.D. fliegen, umb zwiſchen Dem aan
ae Süthreite fih unter dem Meridian
in ein Strombetie verfammelt
von D. nach W.. gerechnet, der Mal jalaseen, bee
dee Alesanders: und bee Sratdodfiug “ 3
ME Er ran
m geoßen Fluß fe D
—— der Malalaren hat EB al *
(Boostchuanas bei Campbell); die Kotanas mens
Bien und noch Andere nennen ibn das vor
Die gu verfichen ſey, wird mi &
— Ze haft an den n aufn biefes kroms
Baffer, Bäume und g — fich in man
igen, da rings ger al Sn — ft
fehlt. © gelbe up ik
pi — — Themſe —*— Nie Kim
eht an m und
kben fie. a der 36 de ber I —8 Bußröme bleibe
Be ft gleich lieblich
&s büntte Campbell hier ber —X Anblick von Süd»
Ra zu ſeyn. Uederau find ur Erbauung
Siãdien ges fihien leicht, Bi er Hide Be mo
BE in ber Nähe zu Gampbelldorf war ſchon eine
[ing gegründet, in welcher in Sprachen gefpre en
oländifch, Koranna, Beetjuana, Hottentottiſch
die jufhmänmerfpracpe. Nar anderthalb Tagereifen
Er des großen luffes, liege bie Miffien Klaas
melde ‚fpäter mit dem Namen Griquaadt ***) bes
Murde, In ihrer Nähe find die beſten Furthen duch
oßen Flaß, auf dem Wege, welcher queerd von
führt, von Graaf Rehnett nach Litaku (Latta⸗
Dei Campbell). - Alle Straßen, bie bie zu ihm führen,
nur mit den geößten Mühfeligkeiten und —R
bereiſen, umter denen Wal hemangel bei Menfchen
Bieh die drlickendſte iſt. Daher der Anblil feines
Aefpiegeig ſchon die größte Freude verbreitet, neues Les
STEH
rängenb hinzu g
ife feine Zeeude zu erkennen. Campbell fagt,
Agtenſtein 8. S. 67. Campbell ©. **) Gampbell
6.8, 300, 09. ua 6, Fu
—F
u
enter”), ber ihn zmifchen 03 bie oa Gr
Länge und unter a9 Grab _Morbbreite binrchfehte
in 2 Arine’getheilt, beten jeder 1800 Buß (öno 2
war, nebſt einer Inſel im ber Mitte; das Wall
And, eiß einen Wagen init fort, ungeaptet der |
Zeit der Üiberfegenden Korana, "Da wo ihn
öfiechfegte, batte er im Zuli eine Breite von
gt 20. Fuß tief, und felite zur Zeit den hob
anbes "eine, geogr, Meile breit unb 50 Fuß ti
Eid: 13 Meile abwärts der Furth drang der ©
die enge Schlucht zweier fleilen Felſen bindurt
anfchmellendem Waffer ben Strom aufftauen ma
obere Ehol’fhien ein großes Seebette gewefen z1
durch die Schlucht erft feinen Ablauf ſich bahn
and amdere Welsfchinpten treten oft fehr nahe a
des Stroms heran, und ua? ihn bäufig ein
im ref eingefhnitfenen. Bette dann Bäume u
mie. füre, fo thlirmk.et hier leicht Dämme auf,
Keen Wehren, duch welche ed- oberhalb oft in |
Zeit zu außerordentlicher gi anſchwilit
(8 Campbell, vom &. ber, ſich dieſen J
herte, zeigten ſich weit und breit unabfehbare €
er Burbars und Wilte Ebene nannte *"*), nur
bergaigfen, doahre Steppen. Cr traf einen-fal,
Btgt'genanmt, der einigemal verfhmwand und |
Vorfchein kam, ; vielleicht zur Regenjeit auch
{aß erreicht. ‚Die Annäherung des Stroms, di
mmenb, werfändete fich durch einige Hügel,
dutch Hehe; niebtige Bäume, da fildwärts :
Strauchwerk ih gi te. Der Boden: war ro
as erde überfchüttet. Der Strom gei
fit wie die Thewle bei London: Brüde, tief m
Hilfe’ war Raum und Weide für Millionen vor
amd Hnusthlereit, aber keine menſchliche Seele
weine Hilfe. "Unäbfehbare Sbenen +) mit Heide
zogen, das weite Thal voll Tofee Steinblöde,
tele bie Magen Frachen machten; Loͤwen umf
Lauer, und Dorngebüfch (Halt ein werig, gen
den Weg vetfprrete, Endlich fanden fig einige
Her und Korana an der bequemſten I Tage ı
Geſquaſtadt füprte, ur Hülfe em, 7
„.") Barrow a, e. D. Zarz und 375. ) eigtg
— 968. ee) Gaı ®. 16) und 373. :1)&
ei
BE
vor waastr Eentralmiffiön " Diefee
die Stadt Litafu der Beetjuanen nur 10 Tage:
5 bie Gremge der Gapcolonie gegen Süd nad)
Se zu ift ı= Tagereiſen ntferntz von der Quelle
Zaren bis zu ihr braudte Campbell 14 Tage. Die
biefer Gegend waren ein Gemifd von Mefihen, bie
Arbbottentotten nannte; bei ihnen ließen ſich Miffienare
che ‚cr nad fünfjäptigen ‚ Ermunterungen fierbahin
ni ie zu wandern, fondern fefte Hütten zu, bauen
vom u bearbeiten, ie ‚gingen mit. gutein-Beifpiele -
nen großen fruchtbaren Garten an, ber jhom
ae und im Jahr 1812 bie erften Trauben trug.
ın bepffanztem a m idee Heinen Gärten mit Nürs
Kohl, Bohnen, Erbſen, Hirfe, Mais und mit Kata
de hier wie auf den —— ** ee m
ebeiben. Bargen verbreitete fie “
ta Am mehräen * Kobad- PA au dem alle
aner eine "unswiberfichli jaben.
Fran 1868 Allee —8 jur — oecbit; eine au
zuft fie, biefem Sodlande im Innern vor
ip zum Gebet. Das Abendmahl ward gereidt, wor⸗
ee 0 sous L7 länder, Schottländer
Mar. tenfchen Haben hier ſchon lefen
nd hauen ey Ger ibel. Die Ba der Zuhören
Ihe made, wenn Gampbell prebigte, immer dr. hun
Pr a find überaus reblich, treu; auf hundert, —A
en ihnen die Bauern der Tapcolonie Greit. re fie
gaiot fhlau eng, fi vor den Veträgereien ven Beir
are zu fihern. Der Bauer ber Golonie
deine fie überall, Der Miffionar nannte fe weich, ems
# unbebarhtfam, Leicht: vergeffend. Diefe Miffien, fagt
»_ iR eine große Wohlthat für Suͤdafrika **)3 von ihe
Dften din, am obern Malalareen find Walapize und
Keul zu neuen Miffionen auserfehen, eben fo nad R,
®, mit Ginfiimmung ihrer Könige und Yauptleute,
„Rnig der Bertjuanen, fagte zu Campbell bei der Aus
ihm gab: „Säle kehrer, ich werde ihnen Water
We Zogereifen im W. von Griquaſtadt, bas biefen Ra«
Ben Hauptftamm. feiner Bewohner annadm, Liegt bie
Starion diefer Million, Borbcaftle ***), unfer ben Ads
‘s in einer fhönen Landidaft, von 385 Eliebern ber
% Gemeinde bewohnt.
eftabt wird fon darum für die Sulturgeſchichte dieſes
8* viqhtig werben, weil es die Gentrolmiffion zur Ver—
y Ghriftentyums im Herzen don Aftifa anı größten
U hier die Cultür zuerſt Wurzel gefchlagen und
AR d in 14 Artikeln verfaßt, von ben Afrika:
—
mpbell a. a. D. ©. 192 und 320. **) Gampbell a. a. O.
98 327,.293, 254. 9) 0,0. D. 6.327. +) a.0:0-
30, 327, 328, 384- . -
Kir
306 Ginfenland.. 1. Abſcha. 6:29
wen; —— ge
Yen x —S die |
"Gelänterung s. Mittlere Lauf. .
un a Bege an Arömt w große Fluß über Hund
ohne von feiner Normalbirection,
8 "een und sgften Brad Sühhreite, irgendwie
tend, I in feinem Gchlangenlaufe abzumeigen ;
Mündung am Ocean —* er feinen einigen Zufl
feiner Feiner Werhärtung. ein Mittellauf hat feine
——6 an ber Norbfeite weite Ebenen, meifl
En ce Saudwüſten, Fo der — niel
u; fern (contrepente, deren
— and DER
x um Gteom
Ufer’ entlang unmöglich machen.
"Dee Dranje zeige ih Ki, wie auf ba
ande, in feinem unentwideltften 5 3.
sung bat ee mit dem Senegal 8 Em ei, *
auslaufen mit dem Niger nur in 283
rection, und mit beiden, wie mit dem Ri
ch und an — pr nicht Tax
ef € Niger wenigfiens nit vom M.
eine in amdern Erdtheilen kaum wieder —
Wirges, —e— — noch fehlt dem Strome da⸗
bare Uferland; nirgends iſt ber Boden mit
Un den Quellen wie an ben Mündungen fanden
amd Paterfon den Boden weit und — mit Gtei
— —
Bege, und I ee et Dale en uul
ug Te binden je in den Weg *"), Fran Ya dan
ber bie am die Ase in Saud fanken. er
näß: breitet fi) vom vechten Ufer nerbwäcte, in b
‚ aus, umd sicht in unbekannte Ben
Be — fasten, Fu ff — =
—— la ih Bilde Bieionen, darin *
can fie e
u beätigeen Die Ri Beranas Cs ’ =,
©) Paterson Na. 7 · 68. *) Campbell .
D. 6.204 Im Sr. ni
— io ara win
5 drennt, alfo ber elulee Conteak von
— ‚alle Wechfel — in der
us — nt Ein nieberfält. Diefe Ba
a Dr BEE
— 19 —* ——— —— * wege
ever Graue. * —38
* a — verwachſenes — und
und ba in ber Wüfte, das mit feinen Hafen alles
— t, mas vorlber; wieht. ee jene Sefıpkangen
der baum mit. faftigen Aloeblätterm,
kis 12 Fuß im * vpyramidaliſch an n
nur ı6 $ AT fliehen a ae le
— E —3 —R 7 iele j
KH ie Zweige pflanzen bie v
of von der verſchiedenſten ah 5*
Korana, bie Hier im dieſen werlaffenften
a wie j. D. in 5* — Hulmans· Rotes
‚ hatten nichts zu thun als ſich wie ifre Hunde ins
al ju fireden und bis gumnäcpften Effen ſich im ons
fein zu laben. Sie fäen und pflanyen nicht, laſſen ihre
weiden, verfchlafen die größte Zeit, ſchienen dumm,
üdffanig, träge dahinyuflarren, ohne die geringfie Theil⸗
on den Sremden, bie mit Liebe ihnen entgegen ka⸗
Das Kommen und Gehen derfelben mar ia glei:
4 u fagt Campbell, find fie in das Herz dieſes gro⸗
jelttheiles eingemauert, daß fie nicht einmal etwas
einem Meere gehört zu haben feinen, Sie Hatten
Willen, weder ob fie Mifffonare haben oder ob fie
orten Gefege annehmen mollten; wie find, fagten
ein n gerheiltes Volk und können nichts entfeiden.
'), die in biefem Lande fo felten mie die Menfe
feinen Bier wie fie in Kraals zu wohnen: denn häus
e man an einem Baume ao bis 30 Reken und au:
zunächft in der Gegend keine mehr. Es find Be
fer, öfter von 4 Ellen Umfang, mit 17. Gingänı
und mehr, für die Vögelchen fo groß wie Stiralige
Anmerk. Griftallifationen; Mangel an € —88
nen. Das tete Uferland bes Etroms um Hardeaſtie
Öuferfte Rorbgegend um biefe Miffion, bis zu —E
Dan. Br, ")%.0D. 6. 344 367
a ©. 33% 337,196, 35%
556 Stufenland. I. Abſchn. 9. 19.
vordrang, bie Welt⸗Endecke genannt, zeichnete ſich burd |
Berge von Asbeſt aus, welche hier mit den ſchoͤnſten Farben, gri
blau u. f. w. prangen, und zum Ausbeſſern ber Wege gebran
werden. Gin Hügel bei Griquaftadt und ein anderer hei Kol
Kraal, waren mit ben fhönften Cryſtalldruſen (ob Bergkryſtal
bedeckt. Dieß ift darum befondere merfwärbig, weil ſonſt fı
Ort in ganz Afrika (die Gryftallgebirge in Kongo, bie arag
aruben am rotben Meere, und der Korundfand an ber Küfte v
Guinea etwa ausgenommen) wegen ausgezeichneter cruftallinifd
Bildungen bekannt geworben if. Sollte ba auch bie vollendet
orm unorganifcher Bildungen "feltner vorfommen als in ande
rhtheilen, wie es zugleich der einzige ahne Bulcan IE? Imm
kin bleibt es fehr merkwürdig, baß.während Hochaſien am A
durch feine Berylle, am Imaus durd feine Rubine u, f. w., I
Gehaͤnge durch ihre Diamanten u. ſ. w., auf ähnlihe Weile E
ropa und Amerifa durch ihre vollendetflen Groftallifationen m
Zurmaline, Vefupiane u.a. m. berühmte geworben find,
noch keinen einzigen Ebelftein geliefert zu haben ſcheint. Et
mir nirgends eine Spur davon in ben Altern und neuern Merk
zu Geſicht gekommen, fo viel audy im Innern Afrikas nah Ge
gefucht worden ift, wo man gewiß bie Edelſteine nicht außer Xu
gelaffen haben würde. Ihrer wird nie im Handel von Guhı
erwähnt, fie machen nie einen Schmud Afrifanifher Könige au
und feinen in der That ben Afiatiſchen Orient zu dyaracterifire
zit dem Afrika doc unter benfelben Breiten, obwohl unter ve
fhiebener Länge liest. (9. Mineralien.)
Erläuterung 3. Unterer Lauf.
Bon Koks: oder Driam: Kraal (ar Grab öoſtliche Länge
nach W. hin, wird bas Ufer bes Dranje, der von ben
wohnern nur immer der große Fluß genannt wird, fo &
Berordentlich felfig *), daB man große Umwege gegen *
Bin über die Berge machen muß, um zu feinem un«
Laufe zu gelangen. Hier fcheint es, muß der erfie IN
der Hochterraffe angenommen werden, welche bis hie u
einer großen Fläche ohne fichtbares Kallen fi doch a U
lig gegen W. ſenkt. Hier, oberhalb diefer Felspäſſe,
wärts bin am Gtrome , liege das Grigualand, unt —
derfelben nach W.. bin das Namacqualand **) Den
dahinab hatten vordem fhon 2 Europäer nehmen wem
fie fanden aber von den Ufern bes Stroms, bis auf
vere Meilen Ianbeinwärts, lauter Felsreihen ziehen,
welche Fein Wagen fegen Sonnte, und das Land fo.
daß fie es für unmdglid hielten weiter vorzudringer
nah Grigua zurückkehrten. Gampbell überwand mit WV
treuen Hottentotten alle ve die fi in den n
‚Seleklippen und mwaflerlofen, Beifen Sandwüſten entc
fieliten, in denen Löwen, Schlangen und Buſchmänn #
*) Campbell 6. 389. "9%, 0. O. S.324
Dean Hocheerraſſe· *
tt unſicher machten. Einige Zagereifen Im
Araai zei . Yandfeaft | Pr ge en
man tönnte bie Gegend bier, fagt. Gampbell,
der Felfen nennen‘), _ DViele-Di Yin weit
fe die Oberfläche, ‚dicht. gedränge und berall, etz
— made, fentreht aufn nd in taufend
und. zmifchen Be tiefen. linden ae
Sem, d Belsufer per; 60 ie wohl
die —— daſtehn (bie Beſchreibung et
— —— des — aus, Böhmen
‚fen bie Selfen Fk voll Auchähz
a —— uk wie gehen: an Be
m —— — San, any. fchwarz ‚ausfehend
Kifen € ob —— dort?) ‚gebildet
Die Scene * — Em graufenvol;. hohes
Hlangen; Waſſer ſtand zwiſchen den —J
Fi —8 von den Stromufern, immer tief,
inein. Am folgenden Tage ſah eine
—* gtoße chineſtſede Mauer, 9 Sul, Meilen
ine Re br — ei Se tt 5
je bier bie Äußerften Klıı etten umzog, ‚war
em, —— —— | handen
aber, und ‚die Bufhmä inner lauerten hier ber Ca⸗
fr tödteten auch einen Ihrer Führer. mit Gift en
große Fluß, fagten bie Hottentotten, follte hier
e bilden ;:4 Gampbell\-fahe nur 1 Kleine ———
ade Stromſchaellen in des graufenden Tiefe;
hier zur Beit der Wafferfpmehe- fie ſich
Re weiter oben ober unten liegen.
Feen Ku Gtroms fegen weil ram DE =
ge, ‚und bis zug erſten mie. der
RE *), zu..welder: man einen fangen
Ye Dis zu ihr brauchte © N
* 35 Tage jur Reife, Pen liege. eine Pd
w auf bürtem weiben Sandboden, ber nur mi
va Büfhen bedeft ik. -Die AA iR un
R, und O. von hohen, en, ſchwarzen
offen. - Die Ufer des Dranje find, hier ſo
pen bedect, daß man nicht an ihnen leben kann. -
uft,- die von der nd u ihm Sinfühes,
23 der achtmal verich want und wieder e:
le Slußufer: waren nadte Zelsengen ohne Gras:
! and ſchwarzfarbig wie im, Ofen gebrannı (von
1); ia wumderbarfter Structur, in ungeheuern
fleigend. Campbell flieg aus dem Srromepal,
. 6,361, 9%) 0 0.0, 8.364, 373, REN 273
598 Stufenland. T. Abſchu. 6. 19.
bas hier wie ein tiefer, gewaltiger Erdſpalt die Erbe ber
chneidet, durch eine andere Felskluft wieber Beraus; |
ildete eine ungeheure Selfentreppe, a Engl. Meilen len
Otufe über Stufe, deren viele bis Fuß bach und bafı
zu Pferde äußerft befchwerlich zu beeigen waren (wohl 2
zizontalfchichten oder Baänke eines — önacbiraes ?).
Iagen öfter nur wenige Ellen breit, Auf dem Gipfel bie
Ken breitete fih die Sandebene aus, mit Galpeter wi
erſchneit *).
ee Lauf bes Aroßen Fluſſes von Pella aus gegen R
fgeint ziemlich unbekannt au feyn; Campbell fagt nicht
Darüber; ältere Nachrichten "*): der Strom verliere ſich im
Sande, werde von den Wuſten eingefogen und werfchueiukt
ehe er bie Küfte bes Meeres erreihe. Aus dem |
fage bes Climas, an beiden Afrikaniſchen Küſten,
fih dieß zum Theil (f. Clima), indem der Strom 9
dann am mehrſten Waſſer hinabführt, wenn die faſt
zechte Sonne die Sandwüfe ausgedorrt umd burhalahe
dagegen wiederum im der falten Jahreszeit, wo Häufige
en an ber Weſtküſte Herrfchen, dem großen Fluß die
ehle, NG dur den Sand einen rg su bahnen,
Babe er gar keine eigentlide Mündung, und wenn es
auch einmal gelinge, bis zum Meere vorgubringen, fo weil
N Spur doch immer bald wieber vom Flugſande u
eweht.
3 Dagegen erfuhe Campbell **") in bee Gapfladt, baf di
dee Mündung des großen Kluffes eine Inſel liege, well
Das Gondernement einem Privatmann gefchente habe;
andere kleinere lägen umder, bie aber vielleige zur Be
zeit überſchwemmt feyen; einige Lleine Bäume 20
an bem Ufer, und es gäbe dort wahrſcheinlich auch B
nen. Cine Flußbarre laufe queer durch den Strom, bie
Saden Tiefe zur Fluthzeit habe. Am Ufer im ©. der DEM
dung ſey «eine Felsbucht, die zwei Schiffen Schug gewälll
und es fey möglich von der Gapftabt zu der Mündung We
hin 8 jeder Jahrszeit eine Sa ſeladun zu verſenben.
eide Nachrichten können ſehr wohl mit einander
ſtehen; noch find die feſte und fihflige Form hier im K
begriffen und Eeine bat bie Oberherrſchaft davon geten
Wir bliden Bier im die Urgefichte der Erbobe: ie
rüd;: der Deanje iſt eir. unentwideltes Stromſyſtemn,
boy ſchon zumeilen den Ocean erreicht. Noch iſt in fehnt
Wiege kein tief durchfurchtes Hochthal, noch har fein SIEH
sellauf im weiten Seeboben kein feuchtemgendes Land ai
#)%.0.D. ©. 379, 9°) Eichtenflein R. II, S. 66. #e*
8 p. 447. 4 Tune
: Dranjefluß, Hoctenufe. " u00
mp fiehe die Felemauern im.
bie lange Strece feiner Gtromengen
Ns vel-Rlippen und Stufen viele Tagereiſen weit 9
. Die Bufläffe feines Bittellaufes fehlen
wech, weil ber Kootoman s Are) Elus vom N.
eu, und der Gadrivier vom ©. her, die vielleicht nah
I Gabe vrienen, ————
Ind an feiner Mündung begegnet. ”
-Geläntesung 4. Anwohner des Stromes.
WdE Bilsung des Stromſyftems und bes Erdtheil—
reihen, in der Gtrede, welche man bort das Herz
zu nennen pflegt, die Bewohner; fie Ichen im bes
haftlofen Zuflande unmtridelrer Völker. Cie haben mes
ie Religion, Gefegt, no Bildung irgend einer Art, und
u itlich tiveber Tugend noch Laſter. Die einen ges
m D,, find von fräftigern, die gegen WB. von weicherm
ll, beide find Im hoben Grade für das Gute em⸗
li, mebmien, wos mit Liebe gegeben wird, freundlich
'„, und laffen fi leiten wie Kinter. Sie find eben fo
Beich, eben fo vergehlid, eben fo forglos; da fie aber wes
ber Dusch Religion erwedt, noch dur die Bande der Fa⸗
milie des Staats oder ber Befellfchaft veredelt wurden, fo
Ib Re mehr der rohen Naturgewalt untertban, und er
amd nad °) wird es möglich ſeyn, fie von derſelben
4 Nur wenn die vorangefiprittenen Völker ſich
weife Erzieher diefer Unmünbigen annehmen, ann un:
ds ‚Höfen Beiſiand eine andere Weltorbnung ihnen
hen; . je u kilung Ag ne Hi ah
on Wunder ge: ‚ unb es ift wahrhaft
die Feine des — aus dem Munde **) ber
Böller zu veinehmen. Aber mit der Erkenntnif
erſte nur ber Anfang ihrer Bildung gemacht, denn
beginne er der Kampf für fie, den ® früher nicht
In diefem, fie, die fid dann unmöglich noch
zu Helfen im Gtande find, wie dieß bisher an fo vier
Gegenden der Erde doc) unverantwortlicher Weiſe ges
e, miche zu verlaſſen, wich dann eben fo große YE
——
m, bie ſich jegt berufen fühlen, ihre Wohlchäs
2 fosger zu werden. Da wo das Gute
‚tete auch — das Schlechte ihm —
m Miffionen wird wahrſcheinlich gegenwärtig dort
as VThriſtenthum gepredigt, aber zugleich Baden fich auch
, Gampheil ©. 89, 101, 203. **) Gampbek ©. Go, 6, 89,
351 450m ‚
Ft) Stufenland. T. Abſchn. Ki 19.
don falſche Propheten, Betrüger (Stepfanss)*),
berbanden (des Afrikaners und J. Bloom, zweier
barer Anführer) dort eingefunden. Mit ber Garten
iſt auch die Tabackspflanze auf das Hochland geko
Kauchen und Schnupfen bat dort unter ben finnlich
mohnern die lebhaftelten WBegierden erregt, und bal
dee Bronntwein wohl nachfolgen. Im Handel wer!
unwiflenden Hochländer ſchon von Europäern Gbeclifl
ihrer Kinder beraubt. |
Bisher waren Mord und Diebſtahl unter den 7
nern des großen Fluffes (bei den umberzießenden
ännerh abgerechnet) unbekannte Lafter; Redlichke
Treue, Eigenfchaften, die einftimmig Allen zugefproche
den. Die größere Zahl führte dabei ein armfeliges,
ziehbendes Leben, das mehr einem !hlerifhen f
Teiche **), bei den ärmften ift es mehr ein bumpfe
üßllofes Hinftarren wie bei den Koranas in Filp:
Huimans: Kraal; bei den roheſten, den Bufchmänne
es mehr dem gierigen Umpberflzeifen ber Raubthier
Sutter und Beute zu vergleichen. Doc aus diefem S
mer find auch Einzelne ſchon zu feommen Gefühlen er
und Die innige Freude, bie fie dabei zu erfennen gab
das erfle Zeichen einer wahren Wiedergeburt.
Allgemein erfchienen die Fremden den Einheimifch
als Über ihnen flehende Wefen. „Dieſe Menfchen,
der König der gebildereren Beetjuanen, Mäteebe, vı
Mifflonaren, zu feinen Landsleuten, find vor name
ren worden , de wiffen mehr als wir; fie made
ſtumm.“ Die Hottentottin, welche nach einer Gen
verſammlung in Groene:Kloof wegen ihres heftigen S
zens um bie Urfache gefragt wurde, fagte, fie eöni
des Weinens nicht enthalten, wenn fie an Leute den
von einem fo fremden Lande herfämen, um arme
totten zu ſehen 7). Die Hottentottenfclaven bes
Boos, lehnten fich nach der Abſchiedspredigt ihres !
nars weinend und traurig an die Wand und fagten:
follen wir jest unfern Weg wandeln ?“
Se eift wie ibe Körper ift noch an keine a
gende Thätigkeit gemöhnt ++), und ermüber leicht.
die unglücklichen Buſchmänner find niche alle
Barbaren; weniger fiheinen es die im obern Thal
im Wiegenlande des großen Fluſſes zu ſeyn, als
*) Campbell ©. 491, 488, 493, 194, 216. **) Camp
47, 351, 50, 79, 159, 203. ***) Gampbell a. a.D. €
on enbaf. ©. 8 und go. 17) GEbendaſ. ©, 12
r++) Sbenbaf. S. 293, 373, 396. F
Dre
a TE
‚Karen und. der Rs im. untern Strom:
fie we * Honig, Wild und Beute
beim ſchwaches furchtfa⸗
AE Bier mit der Drt viele ber unbeſtimmten
re ——— Verhaltniſſe bes innern
Landes angu jet werben fie eheftens
umb immer mel indige werden, wenn
ben Kette an — queet durch das mittlere
on Fluß entlang 385 "Stande kommt, melde
———— er Oſt- mie der Meftküfte
r|
l it einlii €
* N — *
—* ——
3*
Erſtes Kapitel.
Du Bafferfyfiem des Senegal.
$.. ⸗20.
Gofplande ber Deandingeterräffe entquellend, Bes
Se —* Lauf bes —ãe— den, alla.“
D fü. (pente du kerrein) be des Aftikı
3 das mittels atlantifche Weltmeer, Ginen vo)
Duralieliemus mit ihm, hält fein füdlicher Nach⸗
ya dus Sambia, und mit diefem wieherum der Rio
pt in ann ve linentem ae, und mar
üu be — endung, font in allen we⸗
B Sersälmiflen eines Waherte| femme. Go verleug⸗
—* eilogie diefer Strombilbumgen. die Zamiliens
aid, zeide die N) pe Afritanifpe Natur das
Bere — Sam mliches Band ſcheint biefes
alle belebten und höher ents
ankam, ie N Bremen, Völker, taten,
fhlingen, mwoburch feine Kheile
Den iu einem 2 istartigen jerfireuen md’ mehr als
x des einen Erdindividuums gehörig, fon auf
BE P ‚einen.
—ñN
an, His 299, und 506 6i6 636.
[3 m ir be
402 Afrika, Waſſerſyſteme. IL Abſchu. 6.00.
Erläuterung 1. Oberer Lanfbes Senegal,
Die Quelle *) bes Senegal, etwa unter 11 Gr. M
breite, liegt an 16 geogr. Meilen (80 miles) im MW. ı
der Quelle des Niger, und 20 geogr. Meilen (100 mil
im OR vom Gambia,
Seine Quellieöme find ſehr zahlreich; ber Quella
zirk nimme eine Breite von 40 geoar. cilen (aoo
ein nie Binie, we * Dark er u *
er Mandingoterraſſe durchzog, durchſetzt fie in
ihrem gemeinfamen Strömen nach N. =. Diei von |
zeichnen fi ducch ihre Größe aus.
Der mittlere, der Bafing **), d. 5. in
ſchwarze Strom, fol der Hauptarm feyn. Park fi
fanf: fliegend und tief, bei Manna zwifhen Bambus
dungen; über ihn Bin eine fünfllide, temporaire Be
von Bambusrobren. An feinem Weſtufer mußte man ı
fehr Soße Gebirgskette überſteigen. j 1
- Der Öftlihe Zuflrom, ber Kokora **"), gwifchen S
ufeen ſtrömend, ſchwillt zur Regenzeit bis so Zuß fi
sechter Höhe an; in der trodinen Jahrszeit kann man le
duch ihn feßen; aber fein Name „Steom ber Gefa—
zeige ſchon an, was auch M. Park erfahren mußte,
ur Megenzeis faff unmöglich ift, die Meife bur bie I
ontadumwildniffe oder burch bas Senegalquellland zu mad
unb daß fie immer fehe gefabrvoll.
Der weſtliche Zuftrom Faleme +) war, ala Ba
oughton ihn in Bambuk paffiste, ganz ohne Wafler,
st an ihn kam, in der trodnen Sabrspeit nahe au -
nee Quelle bei Satabu, nur a Fuß tiefe. Er duch
det Norbwärts das Land Satadu, bricht aber an
Nordgrenze als reißender Strom durch Felſenketten
Dur , bei den Gataracten vielmehr Stromſchnellen =
Kaynoura. Unterhalb berfelben bucchrite ihn Mungo Zi
in der trodnen Jahrszeit. Das klare, fifchreige WEM
veichte ihm bis an die Knie. Rübault wurde von sim
Kameele hindurchgetragen. Der Falemö ift ber gröge”®
kannte Zuſtrom des Senegal. Unter bee Strom
von Kaynoura, welche jedoch bei hohem Wallerflande ”
Kanoes noch Üüberfpifft werben kann, wird ber Falemo m
für geößere Schiffe fahrbar, bis zur Einmänbung m .
Gernegal bei Tafalisga.
*) M, Park ır. in Rennell Append. p. XV. %*) M, Pa
- amp 11. #ee)Ybend, ©. 326. +) Proceedings I. p. 24
M. Park ız, p. 346. p- 61. und Duyand Voy, 2 p 315,
Ba. — Ep
re Erompinle ift das Auferfle Europäi
ierte erbaut, der Haupfmarkeplag für den
nn . orte
Bu Selen aut g Ind ®
— a en ug fie vereinen, ba durch⸗
en Cataracten von Govima, ..
sin tiefe Haut — —— Rrömend, in den
— ie. 8 rgemaner in mannigfald: fr
und Ekramt tel die be Barros mit,
vergleicht *"*). Mach. den ältern Anı in
\ » Gafaräcten von 30 Zoifen Höhe,
I), amd winden fi fo — ent
ı Geb — hindurch. Neuere Angaben geben
Mar zu .
dem Selupentaract +) liege bie Snfet 4
e Strom) gr int oberhalb Gami
er Sm A in fänes, — s
w sand über ein Bett von ie und Sanı
jünenderm Uferlande. Hier une
E ——— — der eluh⸗ und Bam:
‚und seite ein in das Mieverland +7); Hier wird
— iur im und Da Peine Furth mehr. Auf Bar:
aim:
Dferde und anderes Wied maß
auf. Vom Jelubtatatact bis zum Dei:
ie unter bem Selußcataract liegt das
Galam der Frangofen, das
huge) jeger +11), ein Name, der weit *
ds länger fchon bekannte von Galam feyn
3 ancenteieh ſich die Gewalt ber Europker von
ea Mauren (vielleigt Berbern) vom Rorden, ber
von DA her, und nur Europlifge Kunft muß
Riße, bei geringer Kraft, ein —
Bon Hier ans beginne der überaus ſanf: Lauf
ms; durch einen faſt wagtechten Boden, doch kat
Ki nosp eine Belsbant den Strom Hindurp.
act iſt im gexaber Linie 160 Lieues von dem Dee
Proceedings I. p. 250. *##) De
8 .
Relation de L’Afrique oceidentale. T. If. p. 157.
wand 9. und J. B. Poirson Carte du Cours du
„l depuis son mbonchure BE
4 fe ıgo=. +) M. .
2 p.69. Labar nonvelle Ki Ep
404 Afrika, Waſſerſyſteme. IL. Abſchu. $. a.
autferng Dr en Kauf durapmanbert aber = Dis atı
enes *), macht alfo faft den doppelten Weg **
fein Gerpentinenlauf. Das Gefälle des Stroms Mr:
unbedeutend feyn.
Schon beim Zort St. Joſeph (Dramanet ber Einwel
ner), wird baber bie Luft durch bie Ueberſchwem
und Sümpfe des Senegal fehr ungefund; bas Fort 5
eben darum in neuern Zeiten verlaffen worben feun ”
Noch mehr findet dieß flatt im tiefen Mittellauf bie Pe
hor zum Delta. Auf diefem Wege bildet der Strom
40 Infeln, davon die gegen bas Delta gu, vortrefflich
baut, fruchtbar voll Negerbörfer find. Gein Strom m
eine merkwürdige Völkergrenze ) zwiſchen ben
der VBerbern) am Norbufer und den Jolofnegern TH).
üdufer, welche feit mehr als viertehalb Jahıbum
mit den Fulahcolonien von Morphil, in vielen
gigen, Lleinen Negerftaaten bis zum Genegaldelta Bin mel
nen. Mur wenige Ausnahmen bauon finden Blatt, fo d
auch Hie und da wenige Neger am rechten, aber nehm
niger Mauren am linken Ufer gefunden werben.
Unterer Lauf; Delta,
Nach unzähligen Serpentinen bleiben die Wind
des Gtroms zur Regenzeit am Mord: und Güdaf
Der in ben Seen von Eayor und, Paniefoula
übufer
en
odhor, am Eingange des Delta, ein Franzd pi A
- liegt 60 Lieues vom Meere ab. Zur Zeit der Genege
ſchwelle werben bie beiden Nachbarfeen hoch angefülle bw
den Ueberfluß des Stroms, und überſchwemmen weit 2
breit die benachbarten Ländereien, gleich dem Möriskee -
Nildelta. In der Zeit, vom Mai bis December, weni
dieſe baburch fo befruchtet, daB fie mitten in den angg
enden Sandwüſten die reichften Mais: und Meifermm
iefeın, und ein reich von Negern bewohntes 8*
bilden ++4}). Das vorzfiglichfte davon iſt das Land
sot de Gayor, von 5o Stunden im Umkreis im Norbeui
Bis Podhor fleige Ebbe und Fluch landeinwärtec
Senegal; aber auch noch höher, wahrfcheinlich bis Dem
zur legten Felsbank +HHTT). Hier am Eingang bes EU
%) Labat II. p. 157. 172. Labarthe et La Jaille Vo:
R. 46. **) Golberry p. 095. ***) Labarthe p. 8
roccedings I. p. 252. +) Durand II. p. 60. ex
Appendix p: 80. ++) De Barros Asia Dec. I. L.g
fol. 93a. +tt) Durand II. p. 47. +tt+) Labanda«
‚De la Jaille Voy. p. 29. Hibs Golberry p. 56.
rn, Ganii.
ea ande Eecale du Desert‘*) genannt, Mi
Surumtmäldes, auf welpen
— (f, = (f. unten te Babe) Je: 2 ne |
ee
—R
mei den —2— ei # erden.
2* Eahara —— das ſruchtbarfte
de site fich vn — in mehrere Arme,
nae 2. sum Bece
Rt bei — fig, ars bas Neer ſiq
Ri, m einem zedhten Winkel es G. wendet,
Seite in das. Mer fe sup fie
ebue alle tärte i IE’
m
— 5232 eine e, — ping, Bunte
B, -weidge ide — — ms Rund
Ä bi a qinfopee bes un N.
ie — dicke —— m mı6 im
ed geräßeli I
eh ua —— a
‚es auch nur eringer iffe
64. ze fie Barre * fe mia.
nur Schiffe, die 10 Buß tief gehen, «inlaufen
Ve tiefer — auf der Rfsebe (legen bleiben
Hat das das Odiff e Barre Kbermunben, dann
Mi bis 8 Kla “ re und tönnte mit der Fluth
LE ‚Tanbeinwärts liegt auf einer ae vielen
fen bes De das Hanptetabliſſement
* nis, auf feinem bean Flugſande.
Beer ip if ber Enge al zu der 34
en en fahrbar; alam aber nur jur
t mit don 130 die 150 Tonnen, und auch
€ ofue Kun) Mit platten Booten ifk er. das
* fahrbar. Die —— der —A fuhr
40 Schiffen, vom Juli an, teom aufs
ud s onat um Die 280 Lieues enetang | x
e Belncatoracte zu gelamaen, einen Na Ir
? in 55 Tagen gu m denn Bird
GL. Joſeph 14 Tage ang FR 9 gehalt und
ie Waſſer fallen, wird bas 8 ‚zum Aufbru
and II. p. 113. Lebarthe p. So. #®) Golberry herıy p, 55
Durand IL, 9,47. +) Labarıhe “ jaille p»
406 Afeifa, Waſſerſyſteme. U. Abſchm. $. 20.
gegeben. ‚Dann ſeegelt die Flotte in 14 Tagen wiche
eu mit Waaren aller Act beladen; dann iſt Ber
bes Genegal immer unglaublich reißend, die Ruckſehrt v
fhleunigenb. 5
Anmert, Name. Der Senegal wird bei ben M
unb Mauren, Bafing genannt, von ben Naloffen, . bem
digen Urnegervolte zwifchen dem Senegal und Gambia aber Rd
aueh *). Bei andern Negern heißt er Genebec, in Aftern
auh Mayo, Solle, nad) ben verfhiedenen an feinen Ufern.
nenden Völkern. Gr foll den Namen Gena ober Banaga
naga nach de Barros) bei feiner Entdedung 1445) nad dem di
NMegerfürften, Sanega, erhalten haben, mit welchen bie
giefen früh in Verkehr traten **). *
Da Bafing in der Landesſprache ſchwarzer Strom **%)
und der Niger (eigentlich vom Puniſchen Nahr, woraus ber
ber Römer, weder zufällig auch ſchwarz heißt), daſſelbe
tend, an Zombuctu vorbeifließen foute, fo wurde dem
bie erften Jahrhunderte hindurch au ber Name Niger gegt
der fo viele Irrthuͤmer veranlaft kat. er
Erläuterung 2. Gambia und Rio Grande,
Die auffallende Samilienäßnligleit des vorigen w
Diefen nur: £ ejeen -Steomfoftemen und ihren no [AM
dern, nachbarlichen Küftenflüffen, fo wie deren gegenfeltk
Berbindung, vereinigt dieſe insgeſamt gu einer großen
sutform, die wir bier im Zufammenbange betrachten.
1. Gambia, oberer Lauf. Die Quelle des
bia (Gambea bei de Barros) liegt nach M. Parks Erf
gungen so geogr, Meilen im W. von der Quelle bes
negal +), und dieß ſtimmt fehr genau mit der Angabe
De. Afjelius sufammen, welcher feine Nachrichten am
Küfte von Sierra Leona einſammelte. Sonſt Biele
dafür, daß der Sambia biefelbe Quelle mit dem
babe, und no nenne man den Gaper als einen Dim
fee 17), aus bem er fließen fol. Bon feinem obern 8
mußten wie bisher nichts weiter, als daß er dur bie
lahterraſſe fließt, welche de Barros FF) noch mie gum'
dingolanbe gählte, daß M. Dark an feiner Dftfeite
ſechs Flüſſe fehte, davon der nörblichfle der Perico
welche insgefamt dem rechten Ufer bes Gambia
]
*%) De Barros Asia Dec. I. 1.2. e. 8. fol. Br und Gelbes
Fr. ch. 17. **) Cadamosto Navigatio b. Grinaens N
Orbis. Basil. 1555. fol. 13. u. Marmol Afr. T, III. p: 4
*”**) M. Park trav. p. 337. ) M. Park Append. m
Rennell p. XVII. und Wadström Nautical Map etc,
Sierra Leona. +4) Labarthe er La Jaille T. J. p. 21
tif) De Barzaa Doc. I. 1.3. c. 8, fol, 3a b.
u S
‚02.2 UL Ban ee".
er viele und ſche große Cataraeten ) boi
. Be da gebildet, Mer die umterfie
in im Sm Afrkanlgm Dichen or den fe
* —e— elter Relſe längs dem obern Lauf
wir ein paar 'erläufernde Notizen Aber
—— Unter 15 ®r, — 35 Sec, Be, und
10 Br. 59 Min. W. 2. d. Gr, bei dem Be 1
Sarıraas ba, beginne ** das — wel
ds Gambia von Balemeögebiere faheibet;
öhe Park, Ds der —— Auafiht, den Yana:
hen Mit diefen n zeigte fi auch Defes
wie bei der erfien Reife, bie Grenze bes Sihi
Km ie an denn bald darauf bemerkte man den
‚Hier ift €6, wo der Gambia m *
en durch ein großen Tiefthal
von Mucanta und von Futa Jallaͤ
et —— IM. Part mit dem der
andern Bemerkungen Parks liber den
35 Teider nur deflen Lauf von da an weiter
erifo 7 mit welchem die Simbaniwalduu⸗
er fl0ß unter 14 Gr. 4 Min. 51 Ste. in
a voß Bufchholz von Lönen bevölkert; der Flug
ie, Mitte Mai, 6o Fuß Breite; 4 Fuß Tiefe, unb fein
Mittags eine Tembetatur von 94 Grad übten.
hinab, 5 Stunden im Oſt des Dr ilu@e
von —— Wershöße ( ran hill genannt) f.
ambia in einer plößlidgen ung Ai
‚her me. S.B®. umbiegend, wie burch ben Profpeck
} geworfen. So ei Tandeinwärte , bis zu diefer
E, wo ber Strom 100 Engl. Yards Breite hatte,
no das regelmäßige Auffteigen der @hbe
eh, Teeilih nur bis auf 4 300, gegen alle Erwar
"Das Maffer wimmelte von Grocodilen; gleich an
le zählte Part ss 135 beifommen, und ‚neben
Ba otamen. järe Park nad Curopa yutldge:
t mürbe bie Zeich nung vom Gaͤmdialaufe wohl ek:
Fe erlitten Haben, Denn in einem
Rage den 06. April 1805 fehreibt ert}) an Sof. Bant’s:
Lauf des Gambia ift ſichet nicht fo lang als ihn die
lerten zeignen‘‘ und in einem zweiten von Baboo Bi
®% ‚Leber har N. Rd. ae YAkrique oceidentale, T.T. p. 506.
Pärk Joumal of a Mission ete. p. 36. **" Sem:
©. kt 4 Ebrnb. ©, 20. +4) Park Tocro. p.
408 Afrika, Waſſerſyſteme. IL Abſchu. 600
Tambacunda vom 28. May: „ich babe faſt den ganzenkuf
des Sambia beflimmt; in meiner früßern Karte if fein
Lauf au weit nah Suͤden gelegt. Auf ber Ferr⸗ kr
ich falſch gerechnet, jezt gu Pferde gebe es beſſer.“
2. Mittler Lauf; Mündung. Unter diefen Strem
fgnellen (rapides), die 950 Lieues vom Deere -aufwärts
liegen, wird der Gambia für größere Schiffe von 150 Tem
nen fahrbar bis zur Mündung *). Alle Verſuche ber Eng
lifhen Factorey von VBarraconda, dur Schiffahrt bil
aufmärts im Lande einzubringen, find vergeblich «
elbft die mit platten Booten. Auch in ben Älteflen |
hatte D. Juan von Portugal ſchon einmal eine Erpebiiied
uw den Cataracten bes Gambia gefihidt, um beren ’
ette durch Sprengung fahrbarer zu maden; aber bie |
[ielgeoh bes Unternehmens binderte die Ausf %
ei Medina fließt ber Sambia zwiſchen fanften
mit weiten Waldungen bedeckt, vol fruchtbarer Ufer.
Stäbten, aber tiefer Binab bewällert er eine ungeheum |
weite, gleichförmige, boch überaus fruchtbare Ebene, im ie |
sen Mitte die Englifhe Factorei Pifania liege. Bu
ihr dringt die flarle Ebbe und Fluth des Meeres vor ”
Bei dem höchſten MWaflerflande fchwillt Bier- bas Wa
(ben fechsten Dctober) noch 15 Fuß über die Flutähähe
und füllt dann, wie auch andere Ströme, erſt al Ä
fpäter plößlich bis auf einen Fuß in a4 Stunden. 4
Pifania liege 80 Licues vom Meere landwärts.: IB
Strom ift bier über eine Stunde breit und fehr tief }>
Daher reicht der Dcean in der That eigentlih bie h
Rauffahrdeifchiffe feegeln bie Pifania in 8 Tagen von
Gtrande aufwärts.
Unter Pifania bis Vintain ++) ift dee Strom
fhlammig, bas benachbarte platte Land ift vol
and mit undurchbeingliden Monglewalbungen (Man
bededt, beren Zweige in bie Waſſer berabhängen und
mit Auftern bebeden. Unter dem Fort St. James ifl
Mündung über a, ja nahe am Meere,-6 Lienes beeit
In der Regenzeit ill der Strom bes Gambia fo
baß es unmöglich ift, ihn bergein zu befahren; dieß ER
baber nur in der trodnen Jahreszeit, vom Bone
I Dr 207 2
Juli geſchehen TF}F}). Gleich anfangs, fagten bie
giefen, baß diefer Strom eine größere Waſſermaſſe führe ME
der Senegal 7411). 0
}
®) Labartbe et La Jaille p. 119. **) De Barros Dee. LU,
3. c. 8. fol. 32b. **"") M. Park tr. p- ı2 und 54. ) Geh!
erry p.286. +7) M. Park ır. p.6. und Durand I.p
116. +}}) Labarche a.a.D.; Golberry p. 287. jt}f) Le
barthe a. a, ©. ++tt+) Do Barros a. 4, D.
‚oe PER gar 2 wo
| - er Rio Bas» u en e Aue ber Ful.
‚Done — —— in SAH
110 dur bie Gren —— —
Ei Dee an je Gataract des Dunfo
— on der Küfte en Be —
— erhält er feinen neuen
‚var. Meilen vom Merre
fie drei Saden-tief, bis
> — Hal dum Dee ve 0
u a: don der Größe diefes Stroms
—— re der — SR nd
e % em
age ——— — at im
ieL don, Gapor —— nad) eine jung ‚ber
ganz eigenthümlihen. Bewohnern ** Strrtr
, amirden beiden gegen En hohe grüne Dünenland, Cap
Wendia zum Rio Grande folgt eine ununterbrochene
Ihe großer, tiefer Küftenftiröme , in denen die Fiuth weit land»
wärts, fleigt, die zum Theil 50 und mehr Meilen aufıdere
fidar — ‚Hien-kiegt. ziemlich, unbekanntes Gebiet, jo daß
ie B. pa —— no für, einen Arm des Gambia
S, und eine genaue Kenntnif vom St. Domingo
Geba hatı rn Iegtere aus ‚einem großen Ser entipringen
* ‚en eine Golonie der Mandingo fidh amfiebelte.
ifte bin miffen wir erft feit fürzem dom Tıten bis
en a SOMin. RN Br. FH), zeigt ji 8 nicht ein sufammene
sgembes Gontinent, fonbern eine lange Gruppe nicbriger, übere
B fructbarer Infein, die Biluga Siſſas⸗ mit den beften
en un Hafen; MDie nbrblläte bavon, Gap
bildet va füblide Worland der Mündung bes
2 ZBulama, wo eine Golonie angelegt wurde, if
übte Worlarıb ‚derfeiben om Rio Grande. Das tiefere
, AM von unzähligen Ganäten und Armen durde
1. Diele ganze Strece bifbet weit und breit eins der
Eänder, welges bie leichteſte innere Gommunts
on — und eine YA einlabendflen Gröfellen für Eus
eGolonitatten if.
in te bie le Mg :anzbfifchen BRegies
ae kan ie ber Btuptälfihee
er Benugung ber fahr:
u) 2 1% haben ipre Aufe
IF - Watt unb Wiiserbotsori bei Wadström. Golberry p,
37. **) Ph. Beaver African Memoranda. Lond. Te
P-316. ***) Labarthe et Deb Jaille p. 212. +) La-
Grit —8 ++) Beavers African Memoranda, p. 316,
I, 9. 240,.p. 158. Golberry p 266, 566
410 Afrika, Waſſerſyſteme. IE Abſchu. $. 1
merkſamkeit ſchon auf biefes intereffante Lanb bes Afrikı
Eontinents gerichtet, bas einzige, welches einft bas Afrita
Bengalen werden könnte, in dem Maximum ber Anni
on bie Afrikaniſchen Hinbus. Wegenwärtig aber gei
wifchen Senegal und Gambia noch zu ben Sumpfläubern,
be fehr ungefund und wegen Wangels an Anbau weit fd
evoͤlkert als das Innere von Afrika, nad Parks Verſicher
Erläuterung 5. Geſchichte ber Anſiedlo
und Entdedungen Ber Dortugiefen, Fran
and Engländer am Senegal und Gamb
VWVon ben genannten Waſſerſyſtemen Genegambis
feit dem Jahrhunderte der pelagifchen Entdeddungen 6
Park's legte Reife, für die Europäer, die mehrſte Ker
des mittlern Afrika und zumal feiner Bewohner der!
völler ausgegangen; anfangs buch Portugiefen,
her durch Franzofen, melde die Eingänge bes ©
bewadßten und dann duch Engländer, die fpäte
Gambia von größerm Einfluffe geworden find. Mit
ſchichte ihrer Anfledlungen hängen ſowohl ihre Eutbed
reifen nach dem Innern, als auch die gegeaphifchen B
diber dieſe Erdgegenden fo genau zuſammen, daß ein t
Werſtändniß der legtern, ohne eine Kenntniß ber e
nicht gut flattfinden Tann, und sur eignen Beurth
der Angaben unentbebrlih wird. Wir fügen baße
eine gebrängte Ueberfigt biefer Begebenheiten im 3
menbange bei, aus denen jebe neue Egpebitien bet.
sivalifirenden Nationen, längs biefee beiden Strou
eine nähere Erläuterung erhält, wie auch bie lehter
Dart, Peddy, Meollien u. a. m.
Mit bem Untergange des Römifgen Reiches wa
Afrika von den Europäern dergeſſen worben, bis Bi
sugiefen nach ben "viedererrungenen Biegen Über biı
ber auf der Pprenäifgen Halbinfel, nun au den !
gegen biefe Ungläubigen in Afrika felbft, vor Ceuta
alüdlich begannen, und bie Entbedung der Canariſ
feln und Madera's (1420) den Infanten Heinrid
ge Portugiefen zur weitern Umfeeglung des verſche
orgebirges Non (bis dahin das Cap Non plus
anfpormten. Dieß gelang dem Befehlshaber ber Köni
Slotte, Biltaneg im 3. 1435; man umfeegelte um
das Sap Bojador und entdedte das gewaltige Con
vom Atlantifhen Deean beſpült, das fi ohne Ent
wärts auszudehnen fihien. Ein großer Enthuſiasm
wachte; in wenigen Jahren brang man bis zum Wenl
*) Park Tr, p. Mi.
t; ber entdecte Gehrau des Compaffes un:
, bie Hoffnumg das feit langem im
Be
ee nr
an A ran
chnten Sapıpunderts ward. das Gap Werb um:
m tan
, verfäaffte Eugen IV, die Schen-
— — Bean ng enidedende —
1 ' Indien. Kunſt
—
\ r em
dert gelang es — — Sidcap
umf Auffin!
‚Küften, vieler u ber Ströme,
Ä die t, daß bahinwärts
—— aus ifrem Slam⸗
em Is
der a
ten, wurden verworfen, aber
ae Kenntniß der Jade des neuen Erbrheils Fonnte
hit großen —— erfauft werden.
Infangs, Tängs der Küfe der Sahara Hin, ſahen die
mipte, als eine weite, wild:, wife Ausdehnung
a Sandes mit todtem Sande bededt, vom Hinmel über:
AN, Wo nirgends eine Anfiedlung de wagen. Erſt füd»
6 vom Gap Blanco ward die Küfle wirthbarer, bie
At Sufel Argmim (1458 entde@t) gab hu gramm Ue:
‚md erlaubte ſache zur Dandelsverbmdung mit
‚anern 18 dahin fehten die Workugiefen ihre Kriege
re u 9 * al SER den
e fort; fie erfäplugen im den Baiete
, und raubten bie Menfchen, is Mahomedann,
(digen Feinde, und Tauspem fo die erflen biefer
nad) Liffäbon, Aus biefen Mäubereien ent:
Bald der Porkugiefifpe Negerhandel, als dief⸗
Mahomeda: 'n Gefangenen von ihren Anvet:
ten im Jahr 1449, dur Eraushaarige ——— Ne
MOM day Woldfkanıb ausgelötet wurden, Won Ar:
b Sgqi⸗ r. Entdeckungen. Halle 1799,"
—— ⏑—
wefens, Göttingen 1810. ©. 4. H, Murray Historic"Ar-
sognı of Discavories and Trav,.etc, Edinb, Vol. Ich.
Brenn ö
ausgefrage
frita, mannte er dem Könige die zeichen Hand
—— ‚And Sue Sinne), en
nicht Muhamedaner, noch Heiden, fonl je
are Völkern nicht PN? = *
Ausfage beftätigte De bas
RR, Priefter Johann; hi willtommen
;ohann IL, dem Verſtohenen feinen. © * an,
der- Bedingung, der Taufe, bie dee Sol —— ‚gela
DPriefter unterrichteten ihn, tanften ihn im
er wurde gun Pottugiefiſchen Grande erhoben, er
Wappen, leiftete ben Vafalleneib, und murbe num 4
en — —— —* Landiruppen
Dieſe Pro ge — bie erſte *
end
: —— Land Yen —5 Jehenn aa
vn Koma 1 ig * —— 73
Erfolg,
mit
aftli aufgenommen, und
na Suinen, Congo und endlich nach Indien,
12 er Are man mehr als vorbem auch ander
jen offen ſtand. Als jedoch Engländer und Sranzofen
— ahrhunderten dort —— fanden
ect am
BEENDET
‚bie
N en 2
414. Afrika, Waſſerſyſteme. IT. Abſchu. 6.20,
negal in Afrika ein, und erlangten von ae 4
Kenneniß als alle andern Europäer. Die
recsoren unb Ge ärefüpte: biefer Fran
compagnie, welche ihre Eomptoire von Arguin Bis 4
Leone errichtete, find es vorgüglich, denen die Erbfnude |
Hauptquellen ihrer Kenntniß Gentgambiens su verbapfl
bat. Die wichtigfte Sammlung darliber bearbeitete %4
Labat, aus den Memoiren A. Brucs, ber (dom 1697 9
unb zum aweitenmal von 1714) ale Director der &
fig ale ber thaͤtigſte der Frantoͤſiſchen Entdecker
nnete *), und bie Geſchäfte ber vierten Gocietät wait
führte. Andere Relationen find theils früher, - theils
ter 7 (Water Alexis von St. Lo, A. 1637; Ja
A. 1643; Villaut de Bellefond, A. 16695 Pater
1689 $ Lemaire, 1695; Adanson, 1757; Demanet, ı
Pruneau de Pommegorge, 17895 Lamiral und Sa
1791.) 1
Der erſte Bericht ***) won Jannecquin (1657) An
Nachricht von einer Waſſerfahrt auf dem Seuegal
das Ende feines Deltas zw ber Escale da Desert hei
Gummiwälbern, welche Gegend bamals von rethem
den Namen bes roten Landes (Terrier rouge)
Hier trat man in freundfepaftlichflen Verkehr mie bem
gervöltern; weiter lanbeinwärts war aber damals ni
befannt ale bu:-) DHörenfagen, da Andre. Brue im J.1
die Compagniedirection am Senegal übernahm. Gr b
Ordnung in bie verwidelten Gefchäfte und unternahm —
Fa aerenE ent Reifen — ©. Lowis, 1
tan en Houptfactorei an der nbun —23**
Die —*8 Erpedition (1697) mit dre I
mehrern Lleinen Booten, ging den Senegal au
mittelbar nach ber Regengeik, Ende Juli. Die
Ufer voll Felder und Menfchen, die Auen wol Anbom, Ü
genen Wälder voll Papage en, Affen und anberes
fegten in Exflaunen. An Morfil Cd. i. Inſel des
beins) vorüber, wo große Elephantenheerden, an D
und der Infel Bilbas vorüber, nach Kahands und
Bon da machte Brue feinen Befuh in Gumel auf
vechten Ufer, am Hofe des Siratick oder Könige ber
(Zulaße) ber ihn fehr günſtig mit Händefchürteln
und die Erlaubniß ertheilte, überall in feinem Reiche
N
9 J..B. Labat Nouvelle Relation de l’Afrique occidensal.
etc. Paris 1728. v Vol. in 12. **) Meusel Bibliochee:
Historica Vo). III. I. p. 159 etc.; und Eyıies in Mollie
Feiſe⸗Ueberſicht. ***) Claud. Jannequin de Rochefort Yoy
de Libye au Royaume de Senega etc, Paris 1648,
Me
getroffen Gefpäfte gingen die
win BD Br an ae
damals bis ns ben Belucataraddın vor. Wis
en und de vielen Nageihten Über das
r in man nach en Louis
t
en —— 33 ve
Die em Portugiefen hatten den "Senegal für eis
Biere iger 9 ale der aus dem nm
—— an gi
n men Ba: fin, . ee
— — fo war ihnen * tein- 8
linius und mg a iger, mit
— —* ittom fey, Glei de Warsos "), der
me ausdrüdlicp anführt (e posto) fi wuns
ıt, a een (Ganags) deffen —8 nur ſo
— be Meinung erhielt Brue bei feiner Reife nach
(dal von dortigen Mandingos beffätigt, —X Be al
— na Weſt fliefe, durch den See
Part?), a dann bei dem Drte Varakot⸗
# Urme theile, davon der eine ber Senegal, nn
—— an Gambia ſey. Diefen Jerthum m man
— auf, weil babu na Art des ale
m Ben gen -Spflems von dem Urfpeunge ber Mils
ic von erklärte, mie bie w u große auf:
fe des geoßen Nigers fig, nämlich :d wei Dim’
®) De, Barros. Asia Dei IL, L, 3, « VI fol. 82. ed. Lix.
boa 155
-
.
ı
416 Afeifa, Wafefoffenk: —X
in; de -
kungen *5 —e— — *
er ex bemerkt, daß er weit tie ——
u Wofler eis — und ſeine eisae
* —— —
Dagegen erhielt Beue dine zweite:
gengefehte Ra daß der —* gegen C
sie au ber abe Tombuctu, osr ben
id fpäter seuggt bat, Sat, bie eeheBecigei
m Weſtlaufe bi
ns — — bat, der —ã, von Sdrue’s
Der neueflen Geographen. Dagegen verwendet:
*— ——— ———— und b’Anvill
King m und Gritik auf die Sichtung und b
aterialien,. und fanden überzeu Grün!
Trennung der Ströme auf. Die fe; Dat
von findet fi auf. Delisie
2714 fen, we Niger uud Senegal F’Y *
ſaglebene Ströme, zweien benachbarten
biefer nach DB. alabend, 1 jener rg gegen DR en
tien, wie biefes von Edrifi angegeben wir
auste b’Xnville in feinem Memoire (A ı
ben vorzüglicgen Nachrichten, *8 je 0 Icde
ger litecariich bekannt gemacht worden find.
wie fein Vorgänger, ben Senegal vom Niger,
nen in ben Dicean, dieſen oflwärts nach War
See Reghebil fließen. Nur beging d’Anville wı
shum, init dem Genegal auch ben obern *
fo weit ex buch Bambarra flieht, zuſammenzuh
ee nahm bei dem Ger Maberia ( Dibbie bei P
zu dem Ende in zwei Seen feparizte, die
beider Ströme au. Diefe unnatärliche
a ängeru Fl des Senegal auf Koften bes Nige
Park's Reiſe —A und bas
u * —E ins Klare geſetzt.
e konnten 1“ die Franzoſen wi t Dior
| I Senegal, wobur ihnen i
* m 1 Olten —* von feinem G
im, Überengen:, abanfen (1756), Demo,
alande (1794) folgten noch ben altın.
ntität RR Niger en Genegals, und. feidt
Dark's Reife, hielt GLBlberry die Sache no
anegemacht. Labarthe nach La Saitlen na
| DR: De Barz su 4. D. *% D’Ahrville. Mamoik
rieur de l'Afriquo in Acad. des Inser, 7.20
Hanper jenen deiden open genannten gahrten auf
egal (1697 u. 98), machte Brue noch mehrere
:R bis Bulama am Nio Grande; er brachte den
del mit ben Maurenfürflen an ber Escale du
i Border in Samung vyunb fupts vorgügti ein
im Galem unter ben Selucatasacten einzus
* om Ai: — —8 ins
, nag dieſer Begend, von wei
bie ſchon im WBefig bes. en
— abzuhalten ſuchten. Zunor hiele
bie Anlage-einer Bactorei in. Galam, für
und ‘Hatte bazu ben Ort Dramanet vorge
auch 1700 eim Fort erbaut warb Sr at Safeo) s;
fin anterrsorfen war. follte dee
“ von Bambuk feyn, in deflen un
®
s
bi
*
et 1714 gruß der Franzoſe Gompas
ie. e en m — RR NET Schil⸗
5 dem dorti⸗ en nen, Bolbreichthume,
ie: Pläne, 2 wide, dem —* A. Brue zur Ans
Sun Des jolblandes: mit 1200
ten, un Sm Seanzöfifchen Bonvernement eins
Sefonders Unternehmen erfolge, und, bas
blieb das ii san tabliffement der
"Sein
net
Gere, 6 häste itig di 3
w einer. esta in Bin ‚m —X 9 7 pen
Ihre fpätern Unternehmungen — kin
innte, aber erweiterten nicht bie geogtas
imenip ber — unbekannten Segenden.
folgenden Ditetoren der Compagnie
N, Ku Mn s ſebr thatigen ‚David d (1744),
418 Afrika, Waſſerſyſteme. IL Abſchu. 6.0.
andelte mit großem Vortheile in Galam, m aber m
einen Reichthümern Schiffbruch auf der Rü ‚ae
entmarf eınen Reifeplan nah Tombuetu, und von da na
Moſambik oder Abyffinien vorzudringen, ber jedoch nie p
Ausführung fam. La Jaille befuhr 1784 die Küften d
©enegalländer, und La Barthe gab defien Beobach
heraus (A. 1809), zu gleicher Zeit mit Golberry, und
fen folgte Durand (1807) ber die neuchen En
n feinem Atlas Senegambiens fammelte.
Mach langer Unterbrechungen begünigee, im J. 188
der neue Sranzöfifche Houverneur am Senegal, M. be Fie
rieau wiederum eine Entdeldungsreife, nämlid die we
Mollien, beren Hauptswe war, die Quellen bes Gm
gal und Gambia aufzufuchen, oder einen Verbindun
zwifchen beiden (?), und wie weit bie Quelle des
abliege von der des Niger‘ (0b S. 356). |
Noch früher als die Kranzofen hatten bie Engiäi
ber *) ihre Entdedungsreifen am Gambiaſtrome begomme
der feitdem für fie gleihfam zu einer zweiten Heimath_ 4
worden ift, und von welchem alle wichtigflen newern
ſchungen ausgegangen find, am Senegal erlangten fie Term
befonsern Einfluß, Ric. Rainolds und Thom. Daffı
unternahmen zuerſt im J. 1591 (f. Haekluyt III 2 Ed. Lomi
1810) eine Fahrt zum Senegal und Gambia, um dort Has
dei zu treiben. Sie fanden am Genegal nur fehe *
Portugieſen, am Gambia aber eine ſehr ſtarke Bevölk
von dieſen Anfiedlern, die vol Eiferſucht die Engländer
ermorden drohten. Erſt nach dem Anfange des 17ten J
hunderts wurde, auf Koſten einer Compagnie von Da
leuten, bie den Sambia aufwärts nad Tombuctu in bi
Goldland einzubringen bofften, eine Schiffsiadung wow 183
Pf. Sterl. an Werth, unter Befehl Geo mpfeu
ausgefendet , Die zeug bei Kaffan (unterhalb Pi
im Gambia vor Anker legte. Der Gapitain reifete mie fü
nen Waaren weiter firomauf, nah Tenda, indeß bie
günfligen Portugiefen die gurüdgebliebene Mannfgaft a
mordeten und das Engliſche Schiff vernichteten. De
ungeſchreckt, forderte in England Hülfe, ale diefe mit bei
Schiffen unter Capit. Rich. Jobſon Im. 1620 au
war indeß auch er erfchlagen worden, Jobſon fegelte i
von der Engliſchen Sactorei St. James, an der Münden
des Sambia, ſtromauf nach Kaflan, bas die Poren Na
Bewohner indeß aus Furcht verlaffen hatten. Bon
tüdte er handelnd weites nach Jerakonda, Drante (w
*»): H,/ Murray. Histeric Account of Discov. etc. Ediab
1817. Vel, I. eh. UL, p. a10— 299.
Senegal, Gambia. "4
te Bartorei angelest hatte), mo Salz die Haupt:
fab war. Im Januar 1691 ſchiffte er weis
bafonda zu den Felscataracten, und wagte
b ı2 kleine Zagereifen fktomaufwärts bis nach
da Tenda bei M, Park), wo das Oberhaupt,
„ibm den Drt gany zur Betreibung des Hans
ie Engländer fanden hier fehr gaftliche Aufs
n Mandingo's, Fulah's, Mulatten und Por:
Einwohner ‚des. Drtes, und £rieben jene Art
n Handels, Salz gegen Gold hinlegend,
Mb andere *) ihn am mehren Drten im
‚ leenten,
fer wichtigen Entdedungsreife folgten fpäterhin
ieten,: wie die von B. Stibbs (1723) ,.
je), Moore (1758) und andere, die aber nicht
ı als bis_zu den Gataracten von Barraconda,
ıcherlei Nachrichten der Engliſchen Niederlaf:
tilen, deren böcfte am Strome aufwärts die
nba, dur Moore angelegt ward. Er zeigte
fpäftsführern der Königl: Afrikanifchen Gomez,
Ihre Xhätigkeit zur Erweiterung ber Kenntniß
und giebt die erfle genauere Auskunft über
ihre Preife am Gambig **), gegen melde El:
' und Sclaven eingehandelt wurden. Erſt mit
188 begann zur Erforfcpung auch biefer weitlir
nAftitas eine ganz neue Periode, deren Frucht
negambien angeht, vorzüglich oben fon aus
erichten Fennen gelernt haben, als nämlich in
Afritanifhe TE (African As-
conflituirte, die ohne alle befonbere mercans
ion, aus dem angefehenften und. reichften. Glies
ttiſchen Staates und Volkes jufammentrai,
eiterung ber Kenntniß des befondeen Erdtheis
nfenneniß bisher feinen eignen Bewohnern for
tanfegung und zum Merberben gereicht hatte,
er Europäifpen Gultur ummwürbig fhien, ih
iger Unmwiffenbrit über einen Haupttheil uns
ı und über ein wefentliches Glied des Men:
es noch länger gu verbleiden,
eu de-Muhammede Ebn Batuta Arabe Tingi-
Zeus gis 4 p.24. **) H, Murray Historie
. P- 858.
Dia
&
420 Afrika, Waſſerſyſteme. AL Abſqu.
3weites Kapitel J
Das Waſſerſpſtem des Risen. ;
Bor mehr denn ‚weitanfend Jahren tere $
tus bie erfie richtige Nachricht ber dem en.
Steoms von Afrika, das er von We n
des ıoten bis ↄoſten Grades Norbbreite Vard vr Pi
- nem nanfterblichen Werke auf; aber bie Folgezeit glau
nicht mehr, "bis died Waſſer von neuem entdedt ı
Unfere Kenntniß von ihm, hängt bis feut faſt nur
davon ab, daß aufer den Enid ungen bie —* ein ein
Hmoelsleute, ein einziger, KR a
Dr —— eine * Hr ru Me ielen
rittheil feines ganzen Laufes ausmach
Sowohl Quelle als Mün diefen € en
Stroms find uns bis jest immer
nachdem der Mittellauf von feinem —*—
zum zweitenmale wieder erreicht worden iſt.
Erläuterung 1. Oberer Lauf.
Nach Mungo Parks Erkundigungen , entfpring
Ei — die Mandingos nur das große Waſſer
und andere Neger wahrſcheinlich nur a 38
ũibi — *) nennen, um Sankari im Güh
Mandinyoterra e, unter 12 Grab Morbbreite wie d
in Habeſch. Nach einem Lauf nordoſtwärts, von etı
geogr. Meilen (150 miles) ffürzt er fih als ein ge
er, eei ender Strom herab von der Mandi —
ildet bei den Felowänden von Bammalu *”)
fpnellen, : bie jedoch bei hohem Waſſerſtande von 9
befoßren werden können, wenn file. mit Vorſicht bi
den Selfen hingeſteuert und mit Seilen am Ufer ang
werben,
Bei Bammalu fest man bei niebrigem Waffe
über ben Migen « auf das Sübufer; bei em Waſſe
aber, glaubt M. Park, ſey es auch Eurepi
Fahrzeug unmöglich, über den Strom gu fegen. I
unterhalb im ebnen Lande, bei Balaba, hatte der €
ſGon die_ Breite eines Sees *'*) angenommen, “
Größe wächſt tiefer. und tieſer hinab, und zwar fo nd
) Vater im mithribates II Il. 1. = Mu) M. Park
. 257. Benuell Ap . ) M, Park
Rennell App. p. Ki r
a Sübufer des Niger, von Silla an, aufwärts
e, fagte man ihm, dieß ſey unmoͤglich wegen
Slüffe_oder Arme und Gümpfe, und nur am
des Stroms fey es möglich zu reifen *°*).
* verfgmwinden zu beiden Seiten al alle Berge
—5 die unabſehbaren Ebenen
teomes aus.
ne —— aus M. Parks weiter Reife
mlauf erhalten, find nur menige;
jebt er gar Peine Nachricht. Mellien
ee endes: Gilf Tagereiſen u S. O. der
‚egal t), bie na öm bei FR li
N. Br. und 9 Br. . d. Paris ua.
! "06. 6 Min. R. Br. amd 158. 35 Mi
Yaris na Woliens Karte), peu ſich die —
finden, in den Waldern zw A Solimäg
PR ifo um vie miese km, jefken als man
ko; alf es weit, i
— ak a
m 8 und 9 ®r., fondern
se E von ‚Davis. Died Kuranto 11)
D entliche Reich Fonts
* tan * ni fm Ben da 3 is
gen ©. et unl
ee Sierra Dan En, diefer
liege chen mehte von Limio (oben
* nbeiẽ —— — —— Gegend beſuchen, wurde
nach dem Weſten zu
— X * von Megern, daß die Kurans
ie Bin .. einer fübäRlih ſich erſtreckenden,
ſeyen, deren Gipfel, beſtãndig mit
432 Afritka, Waflerfpftene. IL Abfchn. 6. 21.
und reichliche Waſſer zum Ocean fendbeten. Geliman (en
Mubamebanifcher Mame) heiße das Gebirge an ber Rerb:
oflfeite, von wo der Niger, dort Dialli:Ba genannt (R.
i. Joliba f. v. als großer Strom; Ba iſt Strom) g
Sego fließe, wohin die Fulahneger von Timbo viel 8
trieben, Zur trocknen Jahrszeit beſchiffe man ihn nue bie
Marcbut (unterhalb Bammaku) wo eine Felſenkette is
weitere Fahrt verfperre. Mungo Part erblidte den ı€
Auguft 1805 zum zweitenmale ben Nigerfirem ka
Bammaktu (f. oben), breiter als den Senegal und Gamm
bia ). Er fand ihn ſchon mit Waffer angefämollen ı db
wohl feine Ufer nicht Übertretend, eine Engliſche Meile uud
an den Stromfchnellen doppelt fo breit. Diefe werben
bildet durch eine Berglette die ihre Direction gegen sh
Bat; fie find ſehr zahlreich und correfponbiren ben vorſprin
genden Winkeln der Gebirgsmände. Es find drei
wirbel, an denen der Strom gewaltig rauſcht; d
tenarme vermieb fie das Canoe, welches Park mit ben Geb
nigen hinabführte. Auf einer der Inſeln, in der Mitte
der Stromſchnellen, fabe Park einen fehr großen. Elepfam
ten , brei Hippopotamen daneben, bie im Strome Waſſer,
wie Wallfifche, fprüheten, und Schilbfröten dienten
Nahrung. Die zweite Tagereife, am 25. Auguft, paſſirte
bas Canoe bie dritte Steomfchnelle, und lanbete bei Man
eaboo *) unter 13 Gr. 48 Min. N. Br. (das Marabut bei
Mollien). An biefem Orte flationirte Park bis zum 14
September, weil er feinen Führer Ifaacoo mit fehr Eofkhe
zen Befchenten voranfidte nach Sego, an den Manfen
König von Bambarra, um die Exrlaubnif der weitern &
auf dem Strome su erhalten, die ihm das erflemal ve
worden war. Kür bie richtige Beſorgung verſprach
dem Mandingodolmetſcher zur Belohnung alle feine
tbiere , Dferde und Eſel, fobald er im ae fih eingeſchi
| ns die nun alı
gemein geltende Münze des Kandes ein, nämlich a20000 Ke⸗
wries oder Muſcheln.
In der Umgegend von Marraboo wächſt kein Holy um
ein Boot zu bauen; bie„befle Zimmerdolzwalbung fleht zu
Kanktari, im S. von Bammaku, an- einem großen
baren Arme bes Niger; von da fommen faft alle Gans
der Bamdarraner und find aus Mahagony geimmert ),
Ant 13. Sept. wurbe Park von einem Krondiener, dem
Hoffänger oder Barden des Königs von Sego, KBoskari,
auf Canoes, die mit 38 Ruderern befegt waren, weite
baben würde. Einſtweilen Banbelte Par
®) Park Journ, p. 140. %*) Park Journ p. 144. *#*) Parl
Jouru. P⸗ 146.
’
Sünfligfie Anımort >) von Menfong, Verfpreen als
ichutes bis Timbuktu, und zur Rüdreife nah Weſten,
wmf dem pien gegen den Aufgang der Sonne.
uf 233 art den Ott Sanſanding, unterhalb
bez Befivenı des Königs; zur Erbauumn; feine Nis
. fdiffte an Jahbee und Ergo’s Sand
‚om *. ———— 5 une
Mahre früher als Bertlee erwartungen«
ven =7. slüdlih nah Genfending
im wistiern Raufe des Stromes liege. +
: @eldaterung s. Mittlerer Lauf.
Zeller wo die große beichte Caravauen⸗
rad Dem EA niit Au Senegal dur
5 —A um Niger trit Bier war ee, wo
em Reife, v. J vielen ausge ſtan⸗
le armer, ausgeplünderter Manz, wäh:
ermattetis — vor ih hintrieb, — den
1 mitte) —X in begleiteten: „on
"dt —X vᷣurde ).
Ki Se 8 N
Wie ig mit“ geöften Entzüden den großen Ges
mb me Cendung, De Junge 8 gina,
Bu e Mergenfonne daher,
ge und fanfe Arömend
ip eilte zu feinem Ufer, trank von
Rn * die meinen Dank im Gebete dem
„Da er mein Bemühen mit Erfolg ge:
ui
BORN PER
WUITUE Der ganzen umHegenden Wegen, warm
deutete auf einen Grad von Bildung und Wopllı
man ſich in dem Herzen von Afrika nicht u den!
Selbft der Beitte fand hier am Niger eher eine
tiviete Landſchaft, aus der Mitte feines Vaterle
der, als eine fogenannte Afrikaniſche u.
Bon Sego abwärts folgt am 5
Dit; 3 Bit unter Sego liegt
bis 10000 Einwohnern ; bier mar viel
20 große mit Waaren beladene Kühne; wei ih
Stadt Ninra; dann das reizende Dorf Madibu
Ufer des Strome, von —— man deſſen Lar
Stunden weit nach O. und W. überſehen ann.
rüne Auen Iiegen in. feiner Mitte, auf beten
Foulaps mit ihren ‚Hrerben wohnen, in Sicherhe
großen, rothforbigen Löwen, melde an dem bufd
des Stroms fo zahlreih und fo gefährli find,
ber Strom eine majeffätifche Breite, ezjauber
Aber ihn hin, reicher Fiſchfang tft in ihm. Un
hub liegt Silfah, eine große Stabt, im ihrem
muß_der Eranke Reifende im Anfang der Regen
die Sonne in ben Wendekreis tritt) F), umkehre
wie durch Wunder wird er gerettet don den Bei
der Menfen, und der zu beiden Seiten um ben
Wanderer gelagerten Löryen. Kaum arbeitet er
heraus, aus ben immer weiter fid verbreitenben
und Ueberfwenmmungen, die an jedem Tage mi
feßenden Megengeit wachfen, &o weit die erfle &
Wichtige BVeflätigung und Erweiterung ber
Nachtich en theilt uns, Darts zweites Rei
mit, das freilich, mein wie es mehr ausgearbeite
hätten, weit belehrender geworben feym würde. (
eigentlich nur umflänblicyeren Bericht von feinem
®) M. Park tr. p. 202. MR) X. 0.0. ©, 203, 9m
©. 208. }) Jickson account p · 504. *
Be * Wiger, Bill” - 7 ep
39 in Senfanbing, ber aber merk:
ie aufflärend j für Bie Wei weitere Kunde
FAR deffen Han! — er bie wi:
enth hät, bie tie bis jet befigen.
eh bei i Sanfanding vor Anker am a7. Gept.,
laufe des Volks, (Er giebt ber Stadt 11000
F dat a Mofgeen, ig aict unelegans gebant,
r in — 4°) (Bafar?) enthielt einen großen Neid:
von Waa
fen
u
wen im &Übtbeilungen (stall) gebragt, „bie
dad Rate ‚egen. die ———— Sonne gejhügt waten.
rt T führte jede Si Abtheilungen oder Buben
* einen a et tel. DM. Dark temerkte darin In⸗
in Klumpen, @lascoealen, Brue
— — * gan an vol rer um
etiöhen, andere voi fertinge, erringe
He immer jede Maare für. ſich in — Duden um:
In der vordern Häufereeibe am ehe gut
—— je von Marokko feil
N der Bevante gu feon (chien, und fiber —5 —
Eine des Plages nahm der Salmerkt ein,
eine Wafel (m slab , wahrfigeintih **) fee 3 Bafeln be de:
fat ziele zu einer Gameelsiaft aebören) hier mit
Iries bezahlt ward. Die Sleifchhänte fo fchön oe ke:
ie nur in England, Auf bem Biermarkte fanden oft 80
s 100 Galebe Tem jebe — ⸗ Selena, mit m Die gefütkt,
— Timbo ***), aus
kais dam, be ſer Ye das ifepe site genannt
kb. Dabei war der Matt, .n0 es unb rothge⸗
Etes Leder verkauft warb. er dieſem täglichen Bazar
noch jeden Zonngon⸗ in Sanfanding ei befonberer
we ten, an weichem für fo vieles —
ud desmal 16 bis ao Dapfen gefchlachtet mir!
— 83 auf die Canoes wartete welde ihm
Sage al a jen? hatte zufagen laffen, ent-
"rn faufen, und legte zu biefem
A nn Kowries zu — feine mitgebrachten Eur
— Saaren in einer Bude zum Verkaufe aus. Der
yanbel ging trefflich von flatten, vom 8. bie 16. Dctober;
w en fi je ſeßte er für 95756 Kowries Maaren
‚seeten, WBüchfen (barraloelo genannt),
3 ef — Sabei, Amber, Corallen, Agate,
Sem iſches Zeug), © ei und Silberbol:
a Hier Gelegenheit eente Park die Woarenpreife
„ Park Jonm. p- 158. Y Kosegarten Commt de Moham-
mede Ebn Batuta eta, Jenae 2818. 4. p-50. *"") Park
Journ, Addenda p. XI, —SE Aosount P- 72
6. Urifa, Wafferfofteme, 31: Abſche.
ber jörien im Sudan kennen, was allerdings,
—5 Speculationen von Bober —
bortige lebhafte — die Bajate, bi
die reihgefüllten Buben, bie Mertheilung ber W
- ‚ter gefonderte Händler, alfo die ſehr ap
sbeilung der.Urbeit, und der Großhandel
wie mit Marokko und andern entfernten Rüben
bieß beftätigte M. Park vom neuem die böherflei
— mit dem Fortſchreiten nach dem Innern
theiles
Aber M. Park’s eigne gute Gefpäfte erregten
Brodneid ber dortigen Handelsgenoffen; bie von f
mehl, als die Maurifhen Händler, San fi,
diöimnie,_ der Minifler aus Gego, Park naher
an den König Manfong, und verfprachen weit
Gefihente als die von Dart, wenn er deſſen 2
nehmen, ihm fei zu aus Bambarra wegfhiden obdı
ben wollte, ie Weißen, ech es, mäten nur;
ihn zu bejaubern. Zwei Dritiheile ber Einwohner
verlangten bieß nd alle von
benn Hatk verdarb ihnen
Wearen offenbar den Marke.
Eönig, Biie feinem Worte r
worher, obwohl — e kalt gegen ia gef
and ihn ee einmal et Br (Arne dem a
«6 wor aber, Ir die 3 andern, bie Park endlich
nige gefchide ehe, halb verfauft amd für ihn
ha x fegte alfo mit eigner Hand und mie Hi
ihm übrig gebliebenen — aus meh⸗
—2 ſeht —2 — a slädlih ein nen
jufammen, 40 u —2 flachbootig,
—ã einen Buß im fee ia = nm
tes ſhes Fahrzeu; tom,
Kin dien wi Te ae) 9 e gu
egen die Gpeese Tab enfgäffe der Gurte
ia a, vom Polen, Bo ie, weile zwiſchen Si
wer das. Diet — gzefahrvoll me
ten, kaufte V· —e Die er eie⸗ —*
‚Sahne — Unter —
t; am 98. Detober * s en
—* derfon, im feinen Armen, und — ——
gmeitenmale von ten
bes terımben Erbtheiles, nur noch von 4, qum X
ten, Guropäeen begleitet, in ber ſqreclichſien Bag
®) Park Jonkaı 5. 265, %) Park Journ, pı 159
2 ar Mge, Belle 4«47
$. Ben. um 8. Detober wer br ©
Era. EEE
* — 16. Ron. 38 —
bme; einen TEE Meifenden im
el. Diefer ae bie Kaj
Wenat nur allein A je
Be_ bes U ve
k _ m Übrigen werde das ganze einge Konafır
te ben Mausen Kr the Ca Daun) ee Men
B bewohnt, b urka, uebinst, Zuarid,
u ben fi igreihen, au ken ven, NEE
Namen führten, _ nt e Niger am
hr war Amadi Batoumas Ausfage, fo
euehter Hand nad Süden; aber
gefunden der fein Ende gefehen. Ju
Id in u ende er nidt.
mgegenden Des Niger bei umb ober
——*8 Park noch folgende ‚Rosiien is
bs * ale deren Hauptquelle ER die Ausfage
Dolmetfpers war, der nad Park’o Briefe am
folgende Länder beſucht Hatte: gegen Süben
Bin ana, Kon v a Gotto und Gap
ale (oben ©. 301); Ofhen abe aber vorgebruns
E bug Eimbuckn, —8R Nofte, Rafana
%
en (üblipern, bieher uns snbrtaunten
lernte Park — ten Ba Nimma Ent
. von DRarraboo in ben Kongbergen entip
E eine teife, im ©. von Gego Be
*
EEE
at
wat Auen Geitenfinf, der von bem füdlicden
was kommt, anf, und Ay unterhalb
in den Dibbie See zum Miger. Er ie
*8* fo * als diefer. Meifet man von &eg
y Miniana vom en, * Bi dung
[2 |} man n er er] ereiſe, e im
—8— auf $i ehem Aber biefen iron Ymme,
—
ul. Life p. LXXVIIL **) Park Journ, p. 166.
428 Afrika, Waſſerſyſteme. II. Abſchn. 5. 21.
dann über, uns bis jetzt nur unbekannte, Orte, in 7 Le
nach Miniana. Deſſen Bewohner ſollen Pferdefleiſhe
das deg ihrer Feinde, wie dee Fremden eflen, bie bei
nen flerben. Die Ruh, bie bei ihnen verehrt wird, fl
ger man dagegen nicht, und ißt fie nur wenn fie ger
ift._ Im Werglande Miniana wird baffelbe Korn gebaut
in Bambarra.
Auf der Südfeite bes Niger (wahrſcheinlich gegen
obern Minianafluß au, gegen Degomba) giebt Park |
Lande Baedoo, deſſen Hauptfindt gleiden Namen fül
eine viel mebr füblige Lage als bei feiner erſten Reife,
wie auch bem Reiche Gotto, wogegen fig aber Zwei
heben laflen“). In diefem Lande find fo wie auch in 4
barea, mehrere Juliſtädte, wie LTeng: gera, Item
NM'Kannu. Diefe Juli *’) vergl. oben S. 371), wel
wir (don fehr weit im Meflen am oben Gambia in A
funda erwähnt fanden, find alfo auch Bier gu fe |
Baben in Baedu den Namen Kirlo: Bimba, ®ie v
die Sprage von Baedu und Miniana, und werben bel
von ben Salzhändlern als Dolmetſcher und Möller |
braudt. Eine Monatreife im Süden von Baedu, foll bw
das Kinigeeig Gotto (vielleige meint Bowdich dur I
Gebirge Kong, welches Park aber nicht nennt) zu ChHrifl
füdren, welche ihre Häufer an den Ufern des Ba: &e
feene Cob der Dcean an ber Käfte von Guinea ober ı
innenfee? davon unten) haben, ein Waſſer bas weit gı
Ber ift ale der Dibbiefee, und einmal na ber einen u
Dann wieber nach der andern Richtung flie
(vergl. die Bemerkungen und Berichtigungen biefer Any
bei Bowdich Mission p. 184. unb Jackson Account.
4n3.). Von den Afhantis ſcheint M. Park bier gar kel
Kunde erhalten zu haben, was alerbinge nach obigen (I
331) auffallend ſeyn mäßte, wenn feine Mittheilungen ni
blos fragmentarifch geblieben wären.
Anmertungı. ErfteBefhiffung bes Nigerfiron
burh Europäer, und Mungo Parks Ende. Dorder!l
Ankunft am Niger,
Diefe Nachrichten, nebft den Marktpreifen von Sanfanbla
und den Abfchiedsbriefen an die Seinigen, finb bie legten Zeil
Darts, die er nebft feinem Tagebuche buch ben Dolmeliä
Iſaaco, Mitte November 1805, nad) dem Bambia zuröckſende
feitbem ift ec verſchwunden und keine authentifhe Nachricht du
n, über den weitern Lauf des Niger und zugefommen.
koͤnnen wir bie eingezogenen Berichte über fein Ende, unb bie ex
Rigerfahrt eines Europäers nit ganz überfehen, ba fie mand
*) Bowdich Ashantee Mission p.ı84, **) Park Jow
p- 44 166.
Niger, Joliba. Br 40
⸗
I
— Ganfanbing Im Derober 18700 1 an verdeteh
Em ae Krobifhen Gröählungen, and siht ohne Uebers
jener Sierwurderam Senegal aus dem Xrabifgen ins
Blite überfeht, und entpält Im wefentlihen Bolgendes °).
"Das gesimmerte Schiff des Weißen war DR) um 120
km zu faffen, e8 hatte aber aur 9 Bann zum rudern, 4 Wi
Bieutenant Martyn felbſt, 3 Negerfelanen un!
dem Dollmetiäer. tar reid -verfehen mit Eebensmits
Wumb großem Worrath von frifhem und gefalgenem Li Fr
Eibfaher geihahe von Sanfanding, —— ven 2 .
Er 2 Sagen nad Jinne, bann durch den Dibbiefee
y Bei’deffen Ducchfeeglung Samen 3 bewaffnete Boote mit
IE ud Zangen, die DM. Park mit Gewalt zurüdtreiben mußteg
aba (Rakbara) bem Hafenert Zimbuctus, 3 andre, auf
Urt, und wäher bei Biefer Hauptiabt wieber andte. "Jen
wurden viele ber ingebornen erfäoffen. Ienfeit, bek
, Kamen 7 Ganoes bie fie zurädihlugen; ein Weißer
Beder Ber Meberbleibenden Hatte immer 12 Binsteten fdußs
‚liegen. An einem Orte der Mefidenz des nit Gatotjege,
60 — Ganoes nad; fie wurden alle zu: eſchlagen
Diele rufen erfhoffen. Jeuſeit des Ortes Rand ein gro!
son Donlen am Stromufer, an denen fie ohne Handgemenge
feiiftten. In Kaffe anferten fie und ruhten einen Tag.
biete Weife geht bie Erzählung, ohne genauern Kuffhluß über
Feandfhaft und den Gtrom, weiter, bis an bie Brenze bes
Mies Doufa, wo Amabi verabrebetermaßen feinen Rädweg
wollte, Varf landete bi Yaour, wo Marabuten wohne
umb fandte durch dem Dolmetfcher dem Dberhaupte des
Fein @efhent, das ihm einige Eabung Neif, 3 Räpfe Honig,
Schaf und ein Rind bagegen ab. Wuch ſchickte Park für ben
Inig, der einige hundert Schritte vom Ufer entfernt wohnte,
ki Sem Ditevorfleher,. fünf Bibereinge, etwas Pulver und
Merfteine, als Gelenk der weißen Männer beim Xbfdhiede,
Eher Drtoorfteher fragte, ob Park zuruͤckkehren wurde, ante
miete er: er Fig Bi ee — Diefe Worte
wäten den Zob, denn bie jerung magte, daß der Mar
Bar ie Beihente fr 09 beftee, > Kiedt Bafzuma Die ie
Yark zeifete weiter, ber der König, erzürnt über bie
bes Sremben, ber keine Geſchenke gefandt, ließ den Dolls
|, und gab feinem Heere Befehl, den Weißen nach⸗
umd fie zu erihlagen. Bei Bouffa, wo hohe Belsklipe
rwis ein Thor den Strom verengen, und die Paffage auf dem
Gtrome be — murde das Schiff ven den Jeinden
* piten, Pfeilen, Steinen überfhättet. Zwei Seiaven
er pipe des Botes fielen, und nad) langem ermübendem
mpfe, aus dem Park keine Rettung fahe, ftürzte er fih mit
ı legten Weißen in ben Gtrom. Nur ein Gclave im Gance
) Amadi Fatouma’s Jonemal in Pırk Jonm, p. 08-216,
430 Afrika, Wafferfofteme. II. Abſchu. 6. or,
überlebte dieß Gefecht, und zum Könige gebradt erfuhr ad
den Ausgang , und berichtete ihn, nachdem er feine N)
halten, fpäter an Iſaaco. .
Daß Gerücht feines Unterganges, wenn aud nicht fo theati
liſch ergähtt, wie von Amadi, erreidhte ſchon im Jahr 1806 bi
Englifhe Colonie am Gambiafluß. .
Daß Park an Timbuctu vorübergefhifft_war, erzaͤhlte ch
Arabiſcher Brief aus diefer Hanbdelsflabt , ber im März 1806 ;
Mogador einlief *), und von Jackſon überfegt wurde. Gr
von einem freigebornen Sclaven M. Park's geſchrieben von Gif
vAbes Buhellal Faſi, und fagte aus: „ein Boot kam d
einigen Tagen vom Weften zum Bafenorte Kabra, mit 2 *
Chriſten. Einer, ein großer Mann, ſtand im Boot mit
weißen Flagge; aber die Einwohner von Kabra verſtanden
Zeichen nicht, gingen nicht an das Boot, obwohl es den
Tag vor Anfer lag; am folgenden Worgen war es fortg
Bon einer ganz andern Weltgegend, im Süden, in ber Haup
ber Afbantees zu Sumaffie, erhielt Bowdich, im Jahr 1817,
dem Sherif Ibrahim, als Augenzeugen, eine etwas
chende Nachricht von Parks Tode, in einem Arabifchen Briefe
defien Original im Brittiſchen Muſeum niedergelegt unb von
fon richtiger überfegt ift, als deſſen erfte Mittheilung in
Werke über bie Aſhantis. Bein Inhalt ift folgender ***): ,
Nachricht kommt aus ber Provinz von Houfa welche -Feaurkd
oder Yeaurie (Yaou: im obigen) heißt (fie liegt zwiſchen Zi
buctu und Bouffa).. Wir hörten und ſahen nit den Fluß g
Kude (d. i. Niger); aber wir hörten Stimmen von Kindern
fahen ein Schiff wie wir vorbem keins gefehen. Der Köni
PYeaurie ſchickte Lebensmittel In Menge, und da waren 2 M
ein Weib und a Sclaven, die zogen das Schiff. Darin
2 Weiße. Der Sultan rief ihnen laut zu, aber fie kamen
Sie wollten nad dem Lande Bufa das größer ift ale Yea
und plöglich wurden fie von bem Strudel am Vorlande bes Ku
aufgehalten. Bei ber Felsklippe konnte das Schiff nicht *
Der Mann im Schiff toͤdtete ſein Weib und warf alles ins
Dann ſprangen ſie aus Furcht in den Strom.“ Von dieſer,
weſentlichen Factum nach, mit Amadis Ausſage Übereinftimmenbde
Erzaͤhlung, weicht eine dritte vom Colonel Fit Glarence +) etwei
mehr ab, bie des Hadji Talub, eines Pilgers von Mekka HI
Begleiters zweier Pringen von Marokko, von bem Zobe 5
Weißen (Park und Martyn?) bie er in Tombuctu gebt,
welde im Jahr 1807 in biefer Stadt fehr freundiih aufgemem
men, aber an ben Folgen bes Climas geftorben feyn follten, - &
Tönnten bieß auch andre Europaͤer geweien ſeyn; vielleiht wi
Parks binterbliebenen Gefährten.
Nicht allein die Geſchichte, ſondern Insbefondere audh bie ei
Aufmerkfamleit auf biefe Wegebenheit, welde fih fo fepuell va
*) Jackson Account of Timbuctoo. London ı8e0. 8. p. 3ı9
vx) Bowdick Mission to Ashantee p. 91. ***) Jacksoı
Agcount ol Timbuctoo, Lond. 1820. p. 4. +) Ya
. Sphemeribeh VII. 1. ©, 134. ++) Jackson Ace, p. 415.
Niger, Joliba. 431
Marotte bis Wella, zum Senegal und zu ben Afhantis verbrei-
tet Hatte, * Tr — Ei fo far —2 —
gu
Peer.
jleihem Wege ihm voranı
J— un — —X feine
übertragen. Diefer war in De .
bes hoffnungsvollen Kummer **),
r en zu ben Dielen bes Kio anne gekommen, mh
fh den 15: —F —T —X ‚im Eager zu Mobaggn bei &as
Kummer baranf fi Lieutenant Sampbell-
7 ba, nad ee in iger aufbrechen wollen; von
e tion — ber Ghirurg Dorchard,
wenigen jer und drang ohne Hins
Senne — in ven e von Yadbi vor. Hier
—* ——. ne 28 der Reife von dem Könige
tonaten Martens, mußte er.
ben ee Sehe —8 bis Bammakıı zurädziehen, ven
* ee dom Mai 1819. England erreigten, in
{ —— weiter rwärts zu bringen Feineswegs aufs
—E ©ego war im Kriege mit —
*——— ——— lic ben Beketa) begriffen; feine beis
erften Ditnifter waren geftorben, felbft das Oberhaupt vom
—— bei Dorcharos Ankunft. ieh NR ei den
tem ben Aberglauben an ben’ übeln &i 6 der jen, ber
', am Niger, wie in Bambuk, und überal, in Augſt zu
— wo —8 dieſe zum erftenmale fehen ließen. Sie ers
2 ih fehr wi af in demfelben Jahre wo M. Park hier
ja —— auch — Wubibinni und andere Oberhaͤupter
em waren, bie mit biefen Weißen zu thun gehabt hatten.
fte Dorchatd in Yamina wie in Bammaku die gaftlihfte
je gefunden. Der Aufenthalt ber Fremden und Gefandten
am ken Wrenzorten iR, nad ihm, eine üblihe Gtikette, um bie
Siätisteir bes Landesheren baburdh zu erfennen zu geben, und
nicht damit beeilt feine Gäfte, für deren Pflege er forgt,
# zu werben. Die eaimsgrteit des Niger bei trodmer
i von Marrabu an, beftätig: Zerae er hofft, einmal
„ fon beffen Ende zu erreichen Im Yamina wurde
wie in Ganfanding, — Markt gehalten, und
t Radıfrage allen Arten Guropäifcher Waaren ift fehr groß.
je Beuge, Mandefterfabrifate, waren in Menge dahin
dur die Iimbuctucaravanen von Varokko aus, Beides
bie ſicherſte Scraze fen fol.-
*) Quarterly Review 1820. May Bi; “*) Rad einent
Briefe vom 16. Dec. 1816 an feinen Iruber Herrn Kummer
in Berlin, Berfetiger der erhaben gearheiteten Grögloben,
er) Quartkıly" “aD,
7m
noch nicht deutlich hervorgeht und wichtige Frage
bleiben; fo gewinnt dagegen babei die Entwidelun
kerlebens in diefem coloffalen Stromgebiete, bucch 1
cherlei Ausfagen bort bandelnder und wandelnder
erftatter, und wie thun einen Bid in das beichte
erbild, das bis jezt noch als Maffe auf —J
wirkt, von dem aber ſchon einzelne Gruppen ih,
allgemad zu mährrer Betrachtung und wit
Handlung den Vordergrund zu betreten beginnen
wollen wiederum, erft fummarife die ı K
ten aufjäßlen, und bann im einzelnen bie neue
richte beifügen, um durch hiſtoriſche Treue ber ei
nicht den Weg au verreunen und bie Art ber. Em
überfehen zu Sinnen.
. Der Rigerlauf unterhalb Sego und &
| bing; nach älteren Berichten.
Früher angeflellte Erkundigungen über den 2
Nigerſtroms berichten folgendes: zwei Tagereiſen
Sillah liege bie Stadt Jenne (Dfenneh), gei
Stgo, von wo fi ber Niger zwei Zagerrifen w
fawarger See (Dibbie) ausbreite, der fo geoß fey
Käßne, wenn fie von W. nah D. ifn ducapfepneih
einen Tag lang bie Ufer aus dem Gefichte verlieren
diefem fließen oßwärts mehrere Arme, bie fich ein
seite im Süden von ber greifen Stabt Zimbuctu |
ber Gem Zungubuto **) dee Poetugiefen, dem Til
ber Berber ober Schelluh) in. einen Arm vereinen
gefchiehe bei Kabra, dem Hafen und Lanbungspi
Zimbucku, _,
am TA.» autom E as. [:_ I 707 PREERERFER Alan
Wenns Be ps u
ii.bei De Barros) ;
bis Timbuctu er ıs Bf yn
Südufer des grofen Stroms, ber Bir alt
und Dippopotamen ernährt, ind mit ungeheu un
bibedft, in denen Bäume von außerordentlicher
B Schönheit fichen, zwifchen denen @i nem:
1) 9 “coloffalen Geftalten umherzie
oflwärts. den Strom 11 Tage b,
m si der großen Stabt Houfa, ober an.
auorte Butt vorüber. Bon dem fernern Often
Ik biejenigen, welche Di. Dark auf der erſten Reife
«ine weitere einen uud 44 Lande an Ort
* * ng m damals (1796) nicht
dee neue für ihn unnen
* ie bie —— jene bie
e Een * Kate ns
n.D. her, nad und uch, den
a 8 ne ne
von feinem en jen fol ur
ei un ad Eine te *° en⸗
km Part en un! le_ von fon
irt aus einem 1 öfligern Reiche Kaffina ger
äpl: Ü J d,
ER
te und Öteomfipnellen) in der Sqiffahet uns
werben, indem ex da twieder durch das Bergland
ie. wie Andere berichten +), au in
die Barken fuchen fd an den
halten. Sein er if fo fhlammig, 3 ein An⸗
nicht feſthaͤlt, N man ſich Kr jet Steine
bedient. Auf dem Wege von uetu mach,
er firomaufwärss 30 Togereiſen hält, nimmt dee
f Rt „feige Krummung EI Kos Nil, d. i. der
25 Tageeeii ellat), im OR von Limbuchs,
558 Se PN dan), Ri daß Sgiffe it
ihm fahren, bie 150 bis 200. J
jaaren tragen. Die Anwohner des Nigen —X
ln Sqiffer.
M. Pırk tr. p. a: »e·) Pro-
er rer 12; *
454 Afrifa, Waſſerſyſteme. II, Abfchn. 5. 21.
So wurde der Jolibaſtrom *) von Mungo Park fi
zuerft bis Sillah tereifet, von da on, durch ihn beffen ı
terer Lauf auf 80 gevar. Meilen (400 miles) erkunt
ſpärechin bis Sanſanding und Bouſſa. Go ſtrömt er
erften 140 geogr. Meilen von W. nah D., ober genau
nommen, zuerſt von S. nah N., bis er aus der Hoq
eaffe dur p die obere Stromfchnelie von Bammaku her
bricht, und dann von W.S. W. nah O. N. O. fih mı
ausbreiter.
Es bleibt nun von Houßa oftıWärts nach Dar: Fur
doppelt fo großer, une:forfchter Raum übrig, in weld
der Riger unter dem Namen Zab oder Gavıa **) in ei
Dreite won a bis 8 Stunden zur Regenzeit, dur
Land der Bauberer (Mabjous) fließen fol. n ei
neuen "*'") Werke wird die ganze Länge bes Niger von
Quelle bis Sillah zu 700, und von da bis Wangara
970, alſo in allem auf 1670 Englifhe Meilen angegebei
Zu dieſen frübern Ausfagen baben wie in dem ki
Jahriehend auf den verfihiedenften Wegen fehr mannig
tige Zufäge, Erweiterungen, Berichtigungen umd neue |
gen erhalten, die theils den eauf des Nigetſtroms felbſt
treffen, theils aber auch vorzüglich zur nähern Kennl
ber Städte, Reiche und Völker führen, die nahe an fet
Ufern fi) befinden, und zur Ueberſicht diefes Zuwachſes
Erdkunde diene folgendes. —
Anmerlungı. Aufzählung der neuern und im |
genden benupten Nuellen bet Augengeugen über |
mittlern und untern Eauf des NRigerfiroms, fet:
uferlaͤnder und Reihe.
Die feühern Nachrichten Über diefe Wegend bes Stromlan
außer den Erkundigungen Parks bei feiner erften Reife, beftau
vorzüglid nur in einzelnen Ausſagen von einigen wenigen Rp
ſclaven und Arabifhen ober vielmehr Maurifchen Handelslen
bie entweder aus ihrer Heimath vom Nigerfitom weg auf G
venmärkte des Auslandes geführt waren, oder, die als Kia
um bes Gewinns willen auf Bandelsreifen nad) Zimbuctu bier
bes Stromes befucht, oder von ihnen gehört hatten. Diefe i
glih man, nebſt M. Parks Erkundigungen, mit den ditern {
fhreibungen Arabifher Geographen, vorzüglih mit Edriſi (1
und Leo Afticanus (1500)5 gegen R.D. und D. aber mit
Nachrichten weiche Hornemann (1796), Browne (1792) und Br
(1768; vom D. her kommend gefammeit hatten. &o ergab :
aus fehr mähfamen, forgfältigen Vorarbeiten, welche vorzägl
Major J. Rennell unternommen, und mir fehr glädlicher Go
binationsgabe und gefunder Gritit durdgeführt bafte, bie Rd
von Afrika zu Mungo Parks Reifen (1798 und bie verbeffe
*) Rennell Appendix p. LXX. **) Hornemann Voy. i.
164. ed. Langles, ***) Aly Bey Reiſe.
RÖITE ige, goliba. 1 1773
86 1800), _wetdhe die Grundlage aller fpätern Daı
‚aalttlern Areifas geworden Ir ſer (pi “
‚eift >) der wahrfheinttd in Geuta geboren, in Spa⸗
dova irt und fein Werk in Bicitien ge| en
Nenfbenttgr Marke aumfnıt. Srakid er Im Brio
r e le anzufehin, obs er im Beni
© Irabifger Radriäten über Mittelafrika eine kr
Kin ınbe brachte, bie jeboch immer mit Borflı
R. Vorzüglich auf feinen Angaben beruhte bie Zeidh,
Gegenden am mittleren Nigerlaufe. Johannes
anaba, mit dem Beinamen ber Afrikaner ifE zwar
vanderter Reifender im Innern biefes Erdtheiles, (di
drend feines Aufenthalts am päbftlihen Hofe in Rom,
itiom Eco X., wo er fein Wert nieberfchrieb, doc üf-
‚ wahrfeeinlic burd das Aufehn der Gosmographen
beftodhen, mande Irrthümer zu behaupten, deren
dm die eigne Anfcjanung twiberlegt Hat, (?) wie 4. 8.
ee von. Zimbuctu aus gegen Welten nad, Iinne (Gi-
!Sen folle, da er diefen Strom hier doch ſelbſt ber
Ee waren arte aelar von Kar
und zugleich manderlei Studien zum Berftändn!
de derfeiben ja vorzüglich Eoradtemntaiffe, (#4
nis geworden: Zum zweifmäßigern und Leitern
ee bebeutendften biefer neuen Quellen diene folgenbe
uf die tnir ung fpäterhin beziehen werben.
verif SmdammebsWerihte überWornu und
m Rigerfirome (1790) "**). Erkundet zu Meſu⸗
biete von Zripoli, durch Lucas, der, während 16
gegi ‚er Biceconful in Maroflo genau mit dm
nd Werhältniffen Rorbafrifas bekannt geworben, {n
Afrilanifhen Socierät, im Begriff Rand über Mej-
Me nad) dem Sudan zu unternehmen, woran Araber:
naberten. Sein Begleiter nad; Zerzan war ein
zif diefes Reiches, Imhammed, der felbft Rei
den Regerländern gemacht hatte. Lucas breitete vor
arte von Afrika aus, die er dem Gultan don Ressan
fe beftimmte und lub ihn ein, fie an hen Stellen die
bert hatte zu berichtigen. Der Cheriff, durch biefin
ſehr geehrt fählend, ward rebfelig, und mußte getreu
ver felbft ben Neifenben feinem Herrn zuzuführen At»
fammelte Eucas bie Nadıriäten die in den Schriften
fen Societät a. a. D. mitgetheitt find; tie führen
na Ram Scherif Impammed an. . .
Uftändigeen Manuferi; Sherif
Geogr, ot Africa in Annals of
I. Jun. 1820. p. SZ, ") Jo-
ricani, tot. Africae Deseript; lib. IX.
556. 8. Lib. I. edit. Lug. Bar. El-
5;
„Ugberfegung F Epröbad. Herborn 1806
rp-
1633.
'roceedings of the Afrie. Assocjat. T. I. p. 127
456 Aftifa, Wafferfofteme. II, Abſchu. F. 2ı.
2. Salam Shabini Reifeberiht von Bez mı
Timbucta und von da nad Houffa (1787). -Mitgetfi
von 3. Gray Jackſon *), Profeffor ber Arabiſchen Sprad
und 16 Jahre lang Engliſcher Refident in der weſtlichen Barba
gu Marokko und Mogodore. Shabini aus Tetuan kam mit |
nem Vater ats Juͤngling nach Timbuctu und Houffa, we er|
ine 27ſte Jahr verweilte, ehe er nad Zetuan zurädging, x
dann Aber Mekka gep:lgert als Handelömann nah Hamburg
England kam, wo er mit ben @liebern ber Africaniſchen Socie!
bekannt ward. |
Bon Tetuan, wohin er zuruͤckkehrte, trieb er ı5 Jahre la
Handel mit Sibraltar, und ward fo bem Herausgeber belam
der aus dem Munde mander andern Maroffaner, bie in
gewefen, viele Züfäge liefen konnte. Seine grobe Kenntnif |
Mogrebbin⸗Arabiſchen, welches die ne prache burqh
Norbafrika und im Sudan iſt, machte Jackſons langen Auf
in Mogobore beſonders fruchtbar für Erbkande bes Guben *
Wir werben jenen VBeridt mit dem Kamen Shabini cite
Jatkſons Anmerkungen zum Unterfchiebe von feinem erſten ie
Jachsons Acc. of Timb. nennen.
3. Sidi Hamet’s Reife von Bedinun nad &
buctu und von dba nad Waffenah (vor dem Jahr 181
Mitgetheilt von 3. Riley, ber, ale Supercargo der Amerika
{den Brigg Sommerce, das Ungläd hatte, "an ber Weſtkuͤſte
Sahara zu fcheitern, und in bic Sclaverei ber Mauren ber M
zu geratben. Sidi Hamet, ben feine Hanbelägefchäfte bu
jene Eindden führt:n, Faufte Riley ***) ale Sclaven, um Ü
nebft vier Leidensgefährten, gegen Loͤſegeld in Mogobore bie Fi
heit zu verfhaffen. Er hatte dreimal, als angeſehener Hanbı
mann, bie Reife nady Zimbuctu gemacht, und durchwanderte ol
Hülfe des Compaß, aufs genauefle vertraut ımit ber Sternen
alle Wüften Nordafrikas. Diefer fehr verkändige Dann thel
im Haufe des Engliſchen Conſuls in Megobore, dem edein |
Wilfhire und Riley, feine hoͤchſt merkwuͤrdigen Bcrichte mit
die wir mit Sidi Hamet bezeichnen wollen,
4 Adams Beriht aus feiner Gefangenſchaft
Timbuctu (1810). Gin Rorbamerilanifher Matrofe, Ada
der 1810 im Dctober mit dem Schiffe Charles an ber Rebell
des Tap Blancos ſcheiterte, gerieth in Gclaverei ber Mauren,
dort vom Strandrecht leben. Is biefe auf Gclavenfang 49
Oft nad Seubenp (Taudeny?) dem nördlichfien Regerorte 3
reihe Bambarra gezogen waren, wurde bie ganze Gtreifger
*) El Hage Abd Salam Shabseny Account of Timbae
‚and Housa Territories etc. with notes critical, to whi
is added Letters etc. by J. Gray Jackson. Lond. 1820
*%) Jackson Account of Marocco and the districıs
Suse and Taßilelt etc, Lend, 2. Edit. 1811. 4, *") L
of ıhe American Brig Commerce wrecked an the V\
stern Coast of Africa in the Month of Aug. 1815 w.
an Account of Tombuctoo etc, by Jam. Riley, Lond
4 1817: p. 114, 7) Rileys Lols p. 347 —390.
Niger Febr -.-. 47
sw überwältigt, und in Feſ⸗ —5 nah Zi
Dart traf a en ie Boch im Haufe
ns nur eines Dber Monat in az Art
oaſtiich zu Ber er Fr feinem iſchen
jet, ale Belave zur Grenze Marsflo:s
ee Bam durd — .. * feine Ber et
er
wo er Beittifche Wicetonful 38 Wr —
hen jahrheit feiner feltfumen Gerichte
i m, wie fie non einfchtsvollen Gliederg
jocietät ihm abgefragt waren, gefommelt im Drug *)
Boll unfiherheifen , Bogen und Anfihhten eines ‚ges
umiffenden Matrofen, der Die Sprache nis verſteht, unb
Beläde wenig Aufforderung zur Beskadtung hat, Fönnen feine
— * a nn —— eintchto
2 —* en Männer in e gekelt
viele; unnerbägtige — und gelten
—— ae; “a Senäeigungen anderer
uf, Bi es E Mohammens Beridt von Nimbucte
theilt von Mr. Gatil von Rabat an bie Afrika⸗
— ‚Diefer Muielmann am Brunnen
einer Station in des Sahara auf bem 1 vd Kimi
F — Ba un) reg B. Dark iu Ganfene
bot fidh ihm als Wegiweifer vach Zimbuctu an und Keftd«
pa Iegte rt bis Gabra,
Dabdjı Ealubs Beriht von Limbuctu or
eich vom Colonel Ki: Elarımnca ***), der auf feinee REG»
fe aus Indien (1818) mit dem reiden Kaufmann Zalub, eis
Im Bessaner und Begleiter zweier Prinzen von Merotlo, auf
Rüdkehr von feiner Pilgerreife son Melta ufammentrof, und
igumgen über bin Suͤdan einzog, nad welchem Talub 3
verfchiedenen Malen von Bez jereifet war. Unter bemt
Nımen Habji Ealubs führen wir feine Rodrihten +) an, die
F1807 in Zimbuctu einfammelte.
7. Uler, Scott's Bahrr über den Bahar Zieb
Diäbie See) nach El Herih auf das Güpnfer bes Kir
efiroms (1311), Diefer Bericht iſt aus dem Munde des Reis
‚atıfgegeichnet in ‚Leverpool, von MBIU. Lawfon und Stewart
tr). Al. Scott, als Matrofe, ſcheiterte mit feinem Schiffe
—
) Babes Robert Adams Narrative of Travels in tha Interior of
„Alries. London 1816. 4. Bergl, im Quarterly Review u.
Ey Meray, im Historic. Account Vol. I. ch, 10 p. 468—
“ Murray Account of Discoveries and Trav,
is Arie. Bainb, 1817. T. 1. p. 435. *#*) Colon. Fitz
Glarence Journal of a route acrols India thronglı Egypt
20 England. Lond. 89.4 4 +) Ucberfegung in den geogr.
. eriden Vn. 1.9. & 133138. ++) Account of
the Captieity ‚of Alssander Scou; among the Wande-
zing Alabs eto. 5, Years. With Geagr. Remarks by Maj.
B ee —* ehe Journ. 1831. Jan, Nr.
Pı 225240
+58 Afrika, Waflerfufteine. 1 Abfchn. $. 21.
an ber Afrikaniſchen Kuͤſte zwifhen Gap Run unb Bojaber. Bar
da in Sclaverei gerathend durchzog er 6 Jahre Lang bie Mike
Sahara mit feinem Maurifhen Herrn, und Bam fenfeit bes Wami
barragebiete« zu einem großen Süß waffertee (Bahar Tieb),
en ⸗
der kein anderer iſt als der Dibbie, Park im D. von
Jinnie durchſegelte. Scott durchſegelte ihn ebenfalls gegen &%b
den, zu dem Heiligthume Sibna Mohnmmeds, bei weiden
fih feine Horde nebft ciner großen Zahl anderer Mkuhamebaub
fher Pilger als zu einem Wallfahrtsorte verfammelte. Wed
feiner Rückkehr zur Weftküfte der Saharah, entfloh er feinen gramm
famen Herren und entlam, 1816, glüdlih nad Mogobore. Nste
dem Gitat AL. Scott wollen wir feine merfmwärbigen Ausjegen
und Rennells Pemerkungen über fie anführen.
8 Bopwdich und Hutdhifon’s zu Sumaffie, im Lande da
Afbantis, aus dem Munde der dortigen Mullahs gefammelte Na
rihten (1817) *), von denen ſchon oben (&. 330 Anmerk. 3) bi
Rede war. Sie find zum Theil abweihenb von allen andern Ası
gem, als die einzigen, welche wir von ber entgegengefehten
n te des Yiigerficomes, nämlich von deſſen Sübfeite ber erhalte
aben.
9 Mohammed, Schulmeifter ia Zripoli, No
reiht vonZimbuctu, von®angara und dem Ifſa abe:
Nigerfirom (1819); in Zripoli aufgezeihnet von Ritqhie
Mohammed, in Zimbuctu von Mohamedaniſchen Eltern gebo
ren, hatte zmwifchen beiden Orten zweimal die Reife bin 'unb Be
gemacht, über Ghadames und Tuat, und tft Aber feine Heimat!
Zimbuctu als Augenzeuge beſonders wichtig. Beine Angaben
bie fih unter den Handſchriften in Ritchie's Nachlaſſe *") vorge
funden haben, werben wir mit Mohammed bei Ritdyie begeichwen
10 Habdji Hamet's Nachrichten über®ornu, Gen
baru, Kaſchna und Wangara am Tſchadi und Bälb
(1819). Aufgezeihnet zu Murzuk in ber Hauptſtadt Yezsan's ver
Ritchie ***), aus bem Munde Hamets, eines Fingebornen Bei
Bornu, am großen ober fogenannten Nigerſtrom, ber 5 Jahr
früher die Wallfahrt nach Meda gemacht hatte. Wit dem Eitel
Hadji Hamet's bei Ritdyie bezeichnen wir dieſe hoͤchſt merfwär
digen Angaben
11. Sidi Moufa Reife von Waday burd Wagen
me unb Bornu, ben Ländern am Niger, nah FYeıga
(1819). Mitgetbeilt von Ritchie +) in Murzuk aus dem Munkt
bes Zripolitanifhen Kaufmannes, ber von da zuruͤckgekehrt wer.
Diefe 3 Berichte, Nr. 9, 10 und II, gehören zu ben wihtig:
ften über do8 Stromfyftem bes mittlern Afrikas, md
welchen eine neue Gonjecturallarte beffelben entworfen wart
Yan] a onie in ben allgem, geograph. Sphemeriden mitge
thei
) Bowdich Mission to Ashantee. P. II. p. 181 — 204
**) Quarterly Review. London ı820. May p. 229— 331.
ey Keview ebend. p. 231 — 233. 2 Qua)
evicw ebend. ©, 233 u, fz +7) Allg. geogr. Ephemeride⸗
1820. VII. B. 4. Gt.
1 m Miger,, Zollbar RE
‚Beriöte, ar andern Borfungen die im
fer Re —2 des enaligen wlan
‚ ber im Märj 1819 biefe —— "cn
en Hoffnungen zur Erforfdung
ER K ale Elend in *
— tes au reife EN e
au A ent, 100 une u abınt %
1803 lebte er A in Kalona) *); dann wol fe
ı ‚vom Niger Afritanifde Sontinene durchfegen unb
— und das Fe der Afdantis — t ſtarb
uf. Db fein Freund und Nachfolger in diefem
— ‚Eyon dieſe Unterfuhungen Tortgefegt dat, if
Te ren dhardt tihten über bie Pänder
Sr an = Bun EIERN Diefe fammelte
* einfichtöpe) Bun aus dem Munde der Rex
f ag ‚ennen lernte. Cie find als
„Reife n in — ‚mitgerbeilt **) und beftärigen
auf, Ag — e Act —9 zutett Dr,
hten Gegenden des Wafferfpftems
Niger von * * dem Abiad des Nilftroms.
13 Mohammed Ghn Batuta's Afritanifhe Reife
im Sabre ber Hegira 753, obernad'Gheifti Geb. A 1359) Zu
m en neueren Quellen-über die, Geographie des mittlern
Ikite, wo ae noch er: — sangen Umfange Fe
wor „fügen. wir diefe fehr alte.aus dem ı4ten Kabt-
7% — 2. de erſt feit Marla en das Licht — iſt
den trı AN ‚gehört die wir qus dem Mittelalter befit-
Kenn fi ie ift_der Bericht eines wißbegierigen und viel gewan⸗
ie Augenzeugen, ve während 30 Jahren Wanderſchaft durch
und Afrika (von 1324— 1354), als gelehtter Moslem uͤber⸗
ftiche Aufnahme fand, und 9— ber Rütkehr in feine Bar
de enge —— dji) in der Barbarei, dem
ab wegwarf, und Bericht —* feinen Wanderungen nieder⸗
Die, legte, Reiſe war die nach Sudan, über Segelmeſſa
DR Sabara.nad Segn (Karssechu) und Zumbuftu, zum
om. (Nil); von da nad Dali, nad Zumbuftu Auräd, und
‚erfahrt auf dem regen Strome nad, Kufu, Bagherme
—— und Zekebda, Geine Nachrichten beftätigen bie An:
ben von Mithie und ei auf eine intereffante Weife.
iber befigen wir fie erft in Auszüge, ba bisher das Driginal,
Hdheb ungemein felten feyn. fol, aoch unbekannt geblieben ift.
Bu —— onnte es in Gairo nicht zu ſehen bekommen.
ben derſchiedenen Aucaaban der Tuner weile Ju-gleiger
Set
Y)H Murray Historic Acosunt, of-Discov.- Vol. I. ' *
. L.. Burckhardt Travals in-Nubis, Lona.
—— Nr. p. ET
440 Afrika, Wafferfufteme. 11. Abfche. dei.
3eit von Burckhardt *) in Gaflro (1816 und San. 1817), u
von Kofegarten im Jahr 1818 **) aus der Gere ee
ſchen Bibliothek (wo 3 Handfchriften fid vorfinden), entdeckt wer:
ben, weichen, fo viel wir fehen können, nur in den eignen Rome
von einander ab, die wir nad ben verſchiebenen Ausgaben mi
bem Namen 8. und ©, bezeichnen wollen. Eine vergleiden
Bufammenftedung beiher mit ben gegenwärtigen befannt gewerke
wen heutigen Ramen, ift in bem Quarterly Review *"*) verfaßt
Die große Mannichfaltigkeit und Berſchiedenartigkeit dicke
Quellen madt ihre Benusung auf einem To weiten Gebiete ie
Erdkunde ſehr Schwierig, aber zugleich bie Bekanntſchaft mit ihne
nothwendig, und zeigt den Kortichritt der Erbkunde in bem lehtn
Jahrzehnd auf eine überrafchende Weife.
a. Der Nigerlouf unterhalb Gego, nach neuen
erihten ber Augengeugen.
1. Sego, Karsfehu bei Ebn Batuta.
Unterhalb Sego und Banfanbing fhiffte M. Pe
an Jinnie (Iinne) durch den Dibble⸗See unb b
Kabra an Timbukltu vorüber; ber diefen Weg ſchick
er vorläufig mit feinem Journale eine Skitze +), weld
der Rennellfen frühern Zeichnung entfpricht, nur baf I
See weit größer als früher erfcheint. Kein anderer Reife
der giebt Über biefe Fahrt weitere Auskunft. Die Mu
lahs in Gumaflie ++) fagten, von Sanfanding nah Jinni
feyen 3 Ragereifen; dieß fey eine Infel im Niger. We
Jinnie fabre man in den Dibbir (Dibbie), an defh
Eingang liege Sanina; von hier nah Kabarra (Kabrı
zum Hafen von Timbuctu feyen zo Vagefabrten. Se
war der äußerſte Weſtpunet welchen Ebn Batuta
ſuchte; er kam dahin mit der Garavanenveife durch die &
Bara, über Sedjelmeffa, Walet zur Stadt Karssechu (K,
Kar Sendjou (B.) +++), welches hoͤchſt wahrſcheinlich keiı
andere ald Sego, die Hauptflabt des Bambarrareiches fet
Tann, die nah M. Park auch Sego⸗Korro, oder Ger:
ſikorro heiße +r+}). Nah Jackſſon's Angabe foll die
gerausfpracdhe biefes Ortes eigentlich Shagr'u, mit bem +
genthämlichen Quttural gr feyn, der noch durch das Au
iſche grain am nächften bezeichnet werden kann
Karssechu liegt, nah Ebn Batuta, am Ufer des
ber von ba nah Kabara und Sagha (Zagha B.) flieft
7) In Burckhardt Travels a, a. ©. Append, III. Nz. I
pP: 534. **) Mahommedis Ebn Batruta Iter Africanu
commt, acad. J. G. L. Kosegarten Jen. 18184 Qu
terly Review ı820. May p. 239. +) ©. Sketch in Pa
Journ. p. 165. ++) Bowdich Miss, p. 192. +t}) EI
Batuta K. p. 47, B. p. 536. t+tf) Quarterl, Ber. p. #
tritt) Jackson Acc. of Timb. p, 491,
— D »— U .
mar gigerlauk, Sego. ygı
6 Belle Hiehe der. Tingitanifche Beifende im
iu, feine Epifode über den Lauf diefes Stromes,
7 nach Argppten bin, welche wie wit feinen
bier folgen Taffen:
m Kabra *) und Sagha flieht der Ri’ ma
went, von ba nad Kot (Kuku, B.); von ba zur
Rai (Mouly, B.) ber legte Ort bes Reiches Mali.
nach $oi ow 1, B.) einer ber größten Gtäbte
im, das größte Pegerreig deffen Dberfan der
an aller Negerlönige ill. Dapin eher die Weißen
yenn vor ihrer Ankunft dahin würde man fle ums
Bon da fliege ber Mil na dem Lande dr Rus
»o Ghriften find, Aus diefem fließt ee na Doms
der geifeen Stadt der Nuba, beren Sultan Jon "
a (B.) ein Mufelmann ward, als El Raszer Mes
Den Kelaman Rn in Aeghpten regierte. Mor
der Nil über bie Gataracten Dfhenäbdel, mels
legte Det des Landes der Schwarzen und der erfle
ins Esmwän (Gyene) in Oberägupten if. An dies
le fahe ich Grocodile fo groß wie ein großer Kahn.’
fer Elteße Beript des Mittelalters nimmt alfe ohne
e als ausgemamt bie Identit at von Niger und
me ben erßern Namen auch nur zu kennen und
= Differenz der Ramen zu willen.
4 Karssechu, fagt Ebn Watuta, ging er zum 81
7 (K.), Sansera (B.), gu welchem man nit *
me Eriaubniß dazu zu haben. Er liegt 10 Engl.
fem von Baly der Brefbeng bee gestaltung.
ctu **) iſt eine Stadt des Meiches Maly; ihr
lier, der ein Neger ift, wird von Maly ernannt;
4 Milliarien (oder Engl. Meilen) vom Nil. Von
eie Ebn Batuta, in einem Gonoe, das aus eis
aumflamme gemacht war, auf biefen Mil ber Neger
Men, Lehrte mit feinen Begleitern jeden Tag in
tem ein, wo fie für Balz und Gewär; —9 Proviant
ten, bis er nach Kuku kam, bie 1 infte der Ne:
:, am Nil gelegen, wo noch Kowries als Münze***)
Hier, fcheint es, verlieh Ebn Batuta ben Strom
immer Ril, nie Niger nennt,
ne den geoßen Güfwaflerfee, den Dibbie ‚bei M.
wiſchen Jinnie und Timbuctu, deffen Ebn Batuta
— giebt uns nue allein Al. Scott folgende
bn Batuga K. p. 47. 48. **) Ebn Batuta II. p. 49.
aan” r4
448 Afrika, Waſſerſyſteme. II. Abſchn. $. ai.
2. Der Dibbie⸗See und ber Wallfahrtsort in El
Hezſch, nah AL. Scott.
Die gegen N. W. an dieſen See auffoßende Wüfend,
welche zur Sahara führt, iſt den Arabiſchen Reiſenden unte
dem Nanıen El Sharrag”’) bekannt, und liegt gegen has
Land der Bambarraneger, die fich hier weit nach dem Rep
den auszudehnen feheinen. Der Boden ift Bier mit klein
Sandhügeln und Thälern burhangen, von vielen brakiſchen
Waſſern durchfloffen, und mit Waldungen von Dattelpab
men, Cocos (?) und wilden Drangenbäumen bededit, bern
eäuberifehe Bewohner burch ihre Ueberfälle am Eingang ber
Sabara den Garavanenreifenden, bie von bier durch bi
MWüfe gegen die Marodanifche Grenze ziehen, ſehr gefähe
lich werden. (Der Name Bambarra foll ein verzerrter Us
deiname bei ben Mauren ſeyn, und eigentlih Bambugr
d. i. Menſchenfreſſer, heißen). Gerade an biefer Stelle i
es, wo ber große Strom feine Wendung von N. O. gerade
nah D. zu nebmen beginnt. Hier betrat Al. Scott,
nıchdem er 3 Monat laug die weftlihe Sahara durchzogen
hatte, nicht des Nigerufer, fondern piöslig die Geftabe es
nes fehr großen Sees »), und konnte bei heiterm Dim
mel demfelben gegenüber (alfo im Süd) zwei hohe Gebirge
ipfel in den Wolken ertennen. Das Seeufer war weiber
and, mit Gebüfch und Waldung, den Cocos ähnlich, bes
det. Bis dahin hatte man Feine Berge, keinen Klug, keine
feften Wohnungen gefeben, und die begegnenden Beifenben
hatten Atabiſch geſprochen. Am Geſtade des Sees lag ein
Dre auh EI Sharrag genannt, in welchem die Caravans
ihre Cameele zurüdließ. Dach Nennells Berechnungen über
den Garavanenmarf& (von EI Giblah dem Ausmarfh, bi
zu diefem See, an 1000 geogr. miles Engl.) kann dieſes
große Wafler ein anderes ale M. Parks Dibbie ſeyn }),
obwohl die Angaben feiner Größe verfchieden find.
In diefem Orte wohnten viele Neger; bie Heren abet
waren dunkelfarbige Arber vom Gtamme Drgbäbet,
weiche die Shelluhſprache redeten. Diefe find elfe
wohl ale eine Colonie vom Norden ber etwa aus bem füh
lichen Gebiete von Marodo anzufeben (f. unten Atlosge:
birge) und feheinen für die Kaufleute, die nach Timbrels
seifen, gefährlide Räuber gu feun +}). Ein großes, —
Boot aus rothem, dem mahagony aͤhnlichen Holze,
Eiſennägel gezimmert (wie om Niger um Bammaku, nal
Bart, f. oben ©. a2), mit Rudern an Grasſſeilen befeſtig,
*») Al. Scott p. 44. **) Jackson Acc, of Timb. p- 480.
***) Al. Scott p. 45. +) Rennell Observatr. p. 337.
++) Hadji Talub p. 136,
ii Seo . u 465
ikbekfaßre-für 70 bie 80 Mann
Bee —S — Ai big
man ab vom Ufer, irte id
Ihe Ser, woman einen Stein als Auker aus«
umb fleuere.danı wieder im geraber dmmer
J der zwei Berge as der Sübfeite,
trieh- viel grünes Ried auf feiner Diafähe,, darin
Ießten fi auffielten und viele Fifche; eine Menge
—— ducchtreuhte den See, aber keins, ‚das
mm tragen, konnte. Alle waren, Tag. ‚und
\ er dewArabern genannt Burgos, .. den Eins
na El Shartahs -aber Fluck( look), Die gie
bes — mo, feine Grenze fich zeigte, war von
LD. ürchtete den Urberfall_ von:
Bolte * ab'-von Meiner Geſtait, Pr
..des Sces wohnt, und 32988 den De
3 fheint. .- Am dritten Zage Nachmittags, edle
PH ‚das — enüber. liegende Ufer, da, me die fdmalfte
‚eit des ‚Muberns nad gu urthei heilen, Fr
u von 18 geogr. Meilen (60 Engl, miles)
€ mannten diefen a Zieb; e- —*
©. in eim ſaiziges (?) '£, das fehr groß und
mde fey; bort wären eine Menge Saffina el Ka:
. 5. große Schiffe) darauf, es hrife Bahär el Ka:
* großes Waſſer), und an ihm liege ein Hafen
zu welshem ſehr wiele Schiffe kämen. Da twären
Bear en Sram fen und Englät — geweſen·
ldern lägen —X — if
u 2 Br A Tee von Seclaven, die an ber
[} Besrestüße gem fen).
as jen HAN des Sn zu u Heute‘)
na FH seoh!, entweder ie * —* Gotto, oder
fel Jinbela, en. Igezarmen ges
Vie Park anı nieht, Ye Kanten alt waren eh
„ genannt,@ fach re mmed; der Name
[x en Stammes war el kahfider He f%.
nazbe dem Selaven Exott angetänbige, jegt gehe es
yegel Be m Sin. Mohammed, mo er ſich inüſſe
den laflen. Rom fandigen and thonigen Geeufe:,
= — Temtiletwal (Chianey wood?) ae
ifem Getfen hervorragte, führte ein enger Pfad bus
— tiiſchen zwei hoben Bergen 6 duch in pi
no Bäume mit Shigebenden pflaumenartii ten
2. (Shen ober Butterbaum bei.Part). Im gebüfci:
hale Rand ein niebsiges ‚Gebäude, : aus zothen Gelb:
1. Seo p.50, . ..
444 Afrika, Waflerfofteme. II. Abſchu. F.
einen erbaut, mit Rohr gedeckt, und ſchwarz mit
berwarhfen, ohne Benfler, das Grab Sidna Mo
meds, eines Verwandten bes großen Propheten bi
Uhrr Soel Heißt. Bein Kopf war gegen Aufgar
Gonne nach Mecca gerichtet, und umber waren die (
vieler andern in EI Hezſch Geſtorbener. Gehe viele
verfammelten fih Hier; von ber Sübdfeite des Sees
men fie auf Maulthieren und Gameelen geritten
alfo wohl feine Hemmung durch Wafler), teugen
Kappen und opferten Ziegen und Schafe. Biele ı
Büge kamen von ber NRorbdfeite, Über ben See gefbifl
weißen Hemden mit rothem Gürtel und metallnen
fen: in denen fie Bücher und Gchreiberei hatten, B
ntunft riefen fie laut ein Gebet, neigten ben Kop|
mal zur Erde, gingen dann gerade auf bie Thür de
bäudes gu, an deren einer Seite ein brauner Stein
zwei Zuß hoch (wie in der Kaaba gu Mecca), den all
ger küßten. In dee Umgegenb lagen no Ruinen
bis 4 großen Gebäuden aus rothen Steinen, mit’
flott Mörtel gebaut, die einen weiten Grund bed
Seott, der fi) weigerte ein Moslem gu werden, wurb
gefchloffen. Die Einwoßner in EI Hezſch Hatten vie
gerfclaven, lebten in Hütten, trugen blaue Hemder
be Sandalen ; ihre Nahrung waren "Datteln,
illau.
Nach einem Monat Aufenthalt an dieſer Stelle
ein merkwürdiger Wallfahrtsort, das Mecca fü
islamitiſchen Sudan zu ſeyn ſcheint, kehrten di
ger zurück; Scote*) ſchiffte auf demſelben Schiffe mit
ein wieder über ben See, und wurde bann durch Bi
aldung am Grenzſaume wieber in die Selaverei na
Sahara zurüdgeführe. Die Gchellubcoloniften wußte
türlih, da fie wohl ſelbſt Fremde in dieſer Gegend u
nichts vom Laufe des großen Stromes gu fagen. Die
lahs und Marabutten welche, nach Scott, vom Güdı
Tamen, gehören wohl unftreitig zu denen welche in Cu
bei den Afbantis fo genau mit diefen Gegenden S
bekannt zu feyn fehienen (f. oben ©. 385, 530).
Dieſer Wallfahrtort if, fo viel wie bis jege ı
der einzige auf dem Sübufſer des Nigerfiroms; er |
aus alter Zeit gu flommen. In diefee Gegend, fag
Batuta, von Sagha einem fonft unbekannten Orte
er nach Kabra feht, daß deffen Einwohner feit alte
Mupamedaner und fireng in ihrem Glauben fenen_ |
lims of old and strong in their faith) **); fol
*) Al, Scott p. 226. *") Burchhard: Trav, p. 55 .
I Migerfauf, Tantnen. 46
Een Be U} Zu
—
8* vb 1.B«
6bie (contr. Dibbie We dv. 5. Waffer voll
geih: h. dfegmud (trinkats) **'
jrieben werde Be ol famne [« Fr *
eiter von Ken es en
— u Sa *
* Dftindifgen Argipel — ern, ehe ihn ·
Eimbuttu, das große Em ie Ha mie
dels im Sudan am igerftr
Rabra+) Fentehat ana, —
amı ee aber
Ebie Eu — ent!
ubifipaften betaunı Syp auto ke Ha
* die Men diefes Remis, melerlei
immögen, oder —* ältern —— ars und
werntengt feyn —X
wollen. Das bala der Dar 1
ag dentige Jinbale Bet oder En
oberhalb des Bee Disk Sees,
Bi am Fiuß Genna b.i. aaa
früher ale Zimbucts von großer Bis
Bas Dirt liege: dieß ee, von jenem as
— — ie ve meh EEE
—— Er: bie Mandingos —2* weiche die
Cole. Colos. Fitz Clarence Journ. of a Route etc. p. TE *
—— ——
Gen) Jackson ara. of —— °
ed. Aa .
* —5 Fi FT DA
446 Afrika, Waſſerſyſteme. N. Aibſchn. §
hündler vom Guban und der Weſtküſte am Genı
um Arguin waren. De Barros fagt, er wife es ı
diefe Stadt dem Reiche ober das Reich ber Grade
men gegeben babe. Denn die Portugiefen pfleg
ange Land des Senegal ober Senegambien anfar
Guind zu nennen, ein Name ber jege nur für die
Küfte übrig geblieben if. Die Neger nannten die
am Nigerfirom aber Genna, Ghenea, Ginen |
Afric. *)., andere Jannil, Geunij und Jinne.
Name hat aber feinen m verloren und flat:
leuchtete eine Zeitlang überall der Name Tumbuc
Bedeutend iſt er immer durch jene Goldwaaren ge
die Hereſchaft in Sinnie fcheint Nautiſch au feyn, ı
Megent dort den Titel Mulai Smaera”*), d. f
Smaera führt und Mulai nie eine Megerwürbe ifl.
au in eye oder kein: — —
ric. ale bie tſtadt eines ſehr mächtigen Reiche
1500) am Nigerfluſſe genannt, beffen. Stifter Me
Moufe) Guleimann °*") A. ı213 (610 ber Heg.)
feyn fol. Sie iſt feitbern die bewunderte Stadt am
ſtrome. Daß fle zu Ebn Batutas Zeit (1350) fi
fand, von ihm Tumbuktu niche Timbuctu gef
ward, und zum Meiche Mali gehörte, Haben wie ı
ſehen. De Barros +) nenns fie immer Tungt
als die Hauptſtadt des Binnenlandes, 3 Leguas im
bes großen Stromes, weiche wegen bes vielen Golt
aus dem großen Lande Mandingo dahin zufammen
ein witiger Marktplatz für ſehr viele Hanbelsle:
Kairo, Tunis, Dran, Tremecen, Fez und Marc
Leo Afric. fagt, baf ein Architect aus Granada i
Stadt einen ſchͤnen Palaſt erbaute, daß daſelbſt
ſammenfluß vieler Rechtsgelehrten und Theologen: f
vom Könige ſehr freigebig unterſtüht wurden, ja, bi
bin ſehr viele Manufcripte aus der Barbarei gebra
zu den böchflen Preifen verkauft wurden. Sadfon +
bei feinen vieljäßrigen Dandlungsgefgäften mie I
ſich neuerlich na diefem erbundigte, fand bieß b
Hoffe da noch manche Arabifehe Ueberfegung alter (
aufzutreiben, aber börte nichts von Manufcripten,
einer andern als Arabifhen Sprache geſchrieben
Bon der Größe dieſer Stadt, von ihrem Reichthum
dei und von ber Mache ihrer Beherrſcher und dere
*) Leo Afric. ed. Antw. 1556. fol. 248 b, **) Jack
count ofTimbustu p. 193. **) Leo Afric. ebb. fo.
}) De Barros Aria I. e, 44) Jackson Am. of N
P. 304,
ıYouffe. Bon diefer Macht war aber das Reich,
er, in ber Mitte des ıjten Jahrhunderts Herab:
Es war im Verfall, als Kaiſer Muley Is
m. Thron von Marokko —4 (im J. 1672), hob
ieber vor dem Ablaufe deffeiden. Während bier
Regietun
—— mit Zi Mont
BE anne, — Eure
we — —
J
ne it hr dab Kintarge de de⸗
BE — 72
en
I ie Macs
ei Li
ei ——— A um Be
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0 au . Part Me gene Seite Te Bin
ini »
ae et 53
‚übe 1690
ee — m
ierm 100 J
—— —— ber. ER Er:
448 Afrika, Bafferfofteme, IT, Mſchu. §. ai.
buctu gebabt Haben muß. Denn für bes Befigent weit
—— Deädben, Menegaten, erhielt er vom fd pre
önige die Erlaubniß fi mit feinen Anfängern in Xi
buctu anzuflebein. Diefer Prinz warb einige tanfenb fdywarze
Banbarraniſche Krieger und zog mit ihnen zur Gray Die
roflo’s zurück, als eben fein Gegner geſtorben war, mul
Muley Jsmael den Kaifertbron beſtieg. Die m
brachte ſchwarze Armee fammelte nun ber neue M
unter feine Fahnen, und gewann fo, buch fie, eine
in Timbuctu. einer Uedermacht weichend, ließ Nd W
Stadt eine Eontribution auflegen, eine Maurifche Barmi
gefallen, und gahlte felbft einen jährlichen Tribut, um Ga
für ihre Saravanen und ihren Handel gegen die nördliche
Nachbarn zu gewinnen. Damals erhielten bie Muhamede:
nifhen Mauren ihre großes Uebergewicht im Guban. Ba
diefer Zeit zogen, wie wir oben nach Stuarts Geſandtſchafte
reife berichteten, die größten gablreichfien Caravanen, ga
zen Deeren vergleichbar, von Fez und Marokko zum A
gerftrom. Muſey Js mael Häufte große Schätze an Gel
in feinen Paläften auf; feine geprägten Goldmünzen we
ne bie angbarfke Münge . orba 3 gelten hent
noch in Timbuctu; die Kaufleute von ammelten
Reichthümer und legten ibre Sommanditen in Ft:
an, Moſcheen (Dfchamien *) genannt) wurden dort erbauß
Die Maurifche Beſatzung verbeirathete fi mit ben S
en, unb zerfireute fich unter ben Einwohnern der Staht
it Muley Jsmaels Tode (1797). wurde ber Tribut ni
mehr fo zegelmäfig an feinen Sohn Muley Abb AHch ga
jahle, und Hörte nnlit ganz auf. Aber Kimbucke.
einmal Mauriſche Bevblkerung, Maurifhe Gitte angenem
men, und iſt feitbem ber befuchtefle continentale Hafen all
Magrebi geblieben. Bis zum Tode des Kaifers von
solo, Sidi Mohammed (1795) *), der ein Water
nes Volks genannt ward, blieb der Handel mit ga
und damit auch der Arabifche Einfluß auf bie Herrſchaft ii
Lande von Bedeutung. Seitdem aber gerieth er —5—
in Verfall, weil der Nachfolger, Muley Soliman, d
Stadt die reiche Garavanenzufuße aus feinem Staats #
gemein erſchwert bat. Doch bleibt der Verkehr noch
von Wicptigkeit. _ R
Bei dee Befignahme von Timbuctu, im Jahr 1808
durch den König Manfong von Sego, berfelbe, weidet
M. Park 1796 und 1805 vorfand, mag wohl die Mauren
partei gendtbige worden ſeyn das Gebiet diefes Staates gu
verlaflen. Man vermuthee ***), boß ber neue dem Kaiſcn
&
*) Hadji TAlub p. 134. *) Jackson Acc. of Timb. p. 48a.
**+) H. Murray Acc, of Discover, V. I. p. 486, ‘
u I Digeriauf, Timbuetn. 449
‚feinbli nnte Stnat bes Sibi.bechem,
1810 * ſdabhange des — .
|’ ihm und der Meerestüfte bei Webinun
hat ,; die keine ‚der Subdancaravanen : vers
Fan, aus den Mauriſchen Flüchtlingen des Times
iches beftehen möchte. Sein Herfommen iſt fon
mt Bibi fd, 5: Kaifer) Heshem*) fol der is
eines Maurifpen Sanctus feyn. Diefer Pring Bat
be. von 6000 Mauren-und Megern, bie treflid fee
dem Kaifer von Marotto Trog bieten. , Er bat eis
ben jel mit dem Sudan eröffnet, und on ber
der 4 en einen Markt an — — welchem die
zodur € BeRändig ousgefe ‚and gu fo wohle
follen, daß die Dil es
ba ihre Einkäufe zu mi ‚als erh’
. au befichen. ie rn ©
len, mit wei ibi Das
a —
4 *
» verlor Zimbuein un
feitdem ee immer HE Mat
IE
iR
Ebe
fter-
|
it
a
}
H
von: 15000 1 arokto
En a kenn Fr Reper ae
sums erflärt «5 fi, daß vor einigen 30 Jahren,
f
8
un in Zimbuctu ein König mit
8 zegierte, kein Neger fondern ein brauner
wit alle, obwepl die mehrfien Einwohner
Moslems genannt werden. Der Palaft
1, in der Mitte der Stadt gelegen, foll dem von
ei feya und ben Ramen Kusbö, d. i.
5 et v N der 178 in Min:
. ort fhon einen von Houffa abs
—8 '), wie ein Batuta edendaſelbſt
von Maly (f. oben), der zwar von dem Tim⸗
gewäßlt aber ‚von Houſſa beflätige warb, diefem
‚eibut Ite und den Titel Sultan führte,
alub 144) (1807) fagt ebenfalls, ber König ſey
* Be fine De dmg dm Hafen Kabıa eat
3 ame (1810) fand einen alten, grau!
Zimbucte, ben ee fär den Könl; —X Bernd:
'er aber nme ein Statthalter befielben, mit einee
e von 30 Mann tt4}). Er wirb daher von deu
ie pe 105 TR) Mölummed 1 Riesbie 2.2507
Shebini p.22, +4})Hadji Talab p. 134, +41) Adamıs
Bir . er "
SER
HH
B
r | SIRIInmTErZ
u
450 Afrika, Waſſerſyſteme. U. Abſchn. 5. e1.
Negern auch Kaon, d. i. Statthalter, genaume ).1
DM. Darts Zeit ſollten bie Mauren noch bie Herzen in Mi
ductus fpielen; zu Adams Zeit waren diefe ohne «im €
Auf und nur allein Neger wohnten in.der Stadt, und fi
waren fogar daraus vertrieben. Dieß beflätige umn u
tommen Sibi Hamets jüngſter Bericht (vor 1815)°
Zu feiner Zeit waren ber König und alle Einwohner |
Stadt Neger und keine Moslems. Der König Hat dem‘
tel Shegar, d. i. Schah (f. oben ©. 339) ober Gala
Ale Mauren die nach Timbuctu kommen, müffen Ir Lim
tier in ber Maurenfiade nehmen, unb feiner wirb
fen in die Stadtthore, der nicht feinen Dolch ober
an die Thorwache abgiebt, von ber er fie beim Austritt j
züderbält, und überhaupt dürfen immer nur So unbe
nete Moslems, bie zu einer Caravane gehören, zu gi
Beit in die Stabe geben, ein Beweis des Mißtrauens
gegen fie entflonden feyn muß.
Diefe politifcge Umänderung Hat daher Timmbuichn a
feit Eurgem wieder, zu einem felbfiländigen Neg«
ſtaate gemacht, deffen WBerbinbungen mit dem
Banifhen und Maurifchen Norden zwar äbgenommen, ma
dagegen mit dem inneren Sudan ber Schwarzen ib erw
tert gu haben fcheinen. Daher die neue Hanbelsverbindg
Zimbuctus durch Garavanen auf der Südfeite bes
ſtroms nah Waffenap *'), einem mächtigen R
das allen Europäern und feltfi dem Namen {
ee dem Maurifchen Handelsmanne Sidi Hamet in ME
ucts unbefannt geblieben war, der uns feine erfie Ke
hr weraätten bes Königs von Zimbuctu dahin, befgrbe!
at (f. unten). 5
Auch erfheint der Shegar von Timbuttu, nad: U
neueften Berichte +), in ächt Afrikaniſchem Pompe; er
eine Leibwache von 100 Mann auf Maulthieren, mit
und 100 Mann zu Fus, mit Flinten und turjen
zur Begleitung. Er trägt ein weißes Kleib mit Gelb 9
Silber behängt, eine Art Turban, rothe Sandalen sw:
nen großen weißen Stab oder Scepter, mit einem geld
Löwen als Knopf, in der Hand; fein Anfehn if me. 9
eines Vaters als eines Könige. Er iſt ein großer 2
smann. J
Nach dieſem Verſuche eines Umriſſes der Geſchichtt WÜ
Timbuctu, der freilich ſehr unvolllommen leiden ah a
®) Capt. Lyon Narrative ef Travels in Northern
Lond. 1821. 4. Verneur Journ, de Voy. 1821. 38.
p- 358. **) Sidi Hamer p. 363. ***) Sidi Hamet p.3
vergl. H. Murray acc, 2. p. 502. +) Sidi Hamet p. 368,
€ 4 SA MRigeelauf‘, Ambucte, Ya
mange 5
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dortigen ebene .
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lat) im ©. . bei
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1 Bgerarintig mode dieer Fir geife Mine
—— PH Kg 32
nah Shadinis Berg! h of die — £
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ty haben; fie find vol €
ade, im Süden, if ein einer Bach der
Fuß tief ift, und na OR in den Wald A
im Sande verliert. &habini**‘) a D.
—— — — — bebauten Bohr,
er
El Beli D
In Behgte'Be fe tagen); woprfgriiig. Wohl De
Adams ſell gegen S. W. no ein großes Was
fun, das ee Mar Barah}), as Minuten et, nennt,
Hipt feinen eigenen bifferirenden +4) Ausfagen nach, ſe⸗
fh no unbeffimmt, ob‘ ı6 wirklich nach dieſer Weltges
ft, N —— nur de enter Arm des
5 fe feyn, der am biefer MWäftenede
als eine erlitten hat, . oder —28
kin bisher unbekannter, abrdlicher Zuſtrom bes Niger,
. Murrap und Reichardt auf ihren neuen dar
An Afeita ſchon verzeichnet haden. Wirklich nenne
Bidi Hamet +4f) einen fehr breiten Fiuß, den er im
(/) mu wenige Tagereifen von Zimbuckz ® paſſiren
Mitt, mit dem Negernamen Bogen-Bair (bei dem Ara-
EU MWadir Zeni]), und die Identität beffelben mie
Batutas Sean: ffara (f. eben) if wohl nicht gu ver⸗
ach fehtser ſchon ‚auf d’Anvilles Karte von Afrika
186) vergeichner Frhr): Dieb würde denn auch Leo Aftis
Mus Behauptung vom Nigerſtrome in etwas aufklären,
Hi
BIuHHR;
SIE
Ef
YBedfi Taob 7.184. Tackson Ace. of Timb, p. XUL.
#4) Shabini 8. 72%) Blabini p. 57. 4) Adıma Nar-
or. Acc, of Disoov.
za. p. 498. +1) H. Murra
VeLE Lgı8. Sidi Ha Men.
geh P 38 un aid A Pr 36% tttt) Men,
fe
. q
1
452 Afrika, Wafferfuftenie. IL Abſchu. Ge:
der auis eigner Schiffahrt wiſſen wid, daß man mit
Strome von Timbuctu na Sinnie gegen Weſten fehı
Doc bleibt hierüber immer no mander Zweifel 1
Es moͤchte mol etwas zu voreilig feyn, mit Warrem
H. Murray **) diefen hypothetiſchen Mar⸗Zaral
Adams und Eidi Hamet, im Norden von Zimsbuckn, |
weftlicher Lauf doch noch nicht fo völlig entſchied
eyn ſcheint, für den Fluß von Kaſchna und ben Wige
tolemäus zw halten, der, freilid von bem Miger bei
Dark oder vom Joliba, im Süden von Timbuctu (m
gegen Dften ſtrömt), noch keine Kenntni hatte und
auf ein neuefles Syfiem von gwei, verfchiednen
gtefieömen zu bauen, bie einander entgegen uml
ben einander vorüber, nad dem Weſten und dem
fließen ſollen, gefchieden durch einen Bergung, fo, daß:
und Stadt Timbuctu, zwifchen beiden gu liegen |
Zimbuctu, die Stadt, fhäpt Shabini andershall
‘fo groß als Tetuan (alfo faft eine deutſche Meile im
fang, mit 50000 Einwohnern ohne bie Sclaven, da T
236000 Hat) ) 0); Talub hielt fie für dreimal gr
Alezandrien in Aegypten, bie Menſchenzahl +) fepät
auf 60000; Abams rt) fehägte fie fo groß wie 2il
Calfo nur kleiner im Umfang ale Paris und London),
mit wenigern Einwohnern, wegen ber Zerfireutheit der
nungen. Sidi Hamet meinte, fie hätte wohl fechen
viel Einwohner als Mogodore (an 200000, da biefes !
Sat) tt). Auf folgen relativen Dergleichen beruße
miehrften Angaben, welche wir bis jegt iiber dieſe Grat
figen; Die neuefle, welche fie kleiner angiebe als Bu
im Reiche Fezzan, läßt vermusben, daß die ſehr große
fhiedenheit der Angaben über die Bevolkerung, von
roßen Wechſel des Ab» und Zuſtesmens ber Garen
rrührt, da zuweilen die Zahl ber Fremden auf ıi
15000 fleigt, die auf mehrere Monate bort ſich in Hi
und Märkten nieberlaffen müflen HF}.
Die Stabtmaner if nur ein Erbwall, 1a Fuß hed
nug gegen. die Ueberfälle der Mauren, mit 5 (oder 4:
Sidi Hamet) Thorn +HttH), dem Bab Sahara m
und N. W., dem Bab Nil gegen ©. dem Niger (MU)
genüber und dem Bab EI Kible nach der —**
gegen Oſt, nach Meca hin. Sie werden jeden Abent
. %) Leo Afric. L c. L. I. fül.2a. **) H. Morray Acı
Dise, I. p. 420. _***) Shabini p. ı1. +) Hadji Talo
254. ++) Adams Narrat. p. 472. +++) Sidi Hamı
365. +ttt) Capt. Lyon Narrat. of Travels in Ne
Africa. Lond, 1831, 4 +tt++$) Shabiai p. 10,
simdtigerlanf, Anbei... 465
ee a
ee ——
we nur-ans Erde; die € bee Armen une dus
we 'bebedt.
Matten > lag (Befar) mis
[ er KRafferea. Adams har keine ſolch⸗
* Gen * a lange als Hanbelsmank
mben eten dA don Einnohs
Wie auf 3 Monat zur Aufbewahrung. ber Maas
: Quertiete nannten fle Bonbac's, dieMeger aber
und viele derfelben gehörten dem Könige. Fremde
em immer in ber Gtadt. Sidi Hamet Mage **),
*. vol Kaufbuden, wo er Salz, Meſſer, Zeuge,
n.a.m. geſchen, und nach Rehamed if jeden
an Meorkttag > Die einheimifchen
Xhmbnetus treiben in der Machbarfchaft {ehr gu⸗
+) mus nicht gegen bie Seite ber Sahara bin;
auf ben andern ten, iß die Landſchaft durch
ns dem Niger trefflich bemäflert, ober buch Schäpfs
nBich m, wie in Aeghpten. Die jer
me ſenart (Allila), Indiſches Korn (ei
3), aber weder Weiten noch Gerfte; Neisausfant
Rund September. Die Neger haben nur bie -
ee ben primitiven Pflug, welcher durch ganz Nero
SGebtauch iſt, won den Arabern angenommen.
ms gewinnt man dort and Beigen, Ananas (Bro-
sonas, Pine Appies bei Adams), Datteln und
fe in großer Menge, welches lediere auch Hadſi
x Mol ed +++) beflätigeen. Ob es dieſelbe
Gpecies bes Indiſchen Cocos eder eine nur Ye
kt 1) bleibt —
liches Bewäds dieſer end im Guben
« find die Gurunäfle (Gooroo) zur
Berbefierung des _ungenießbaren Wüftenwaf:
FH hen o unse men —R Me rd
tayanen bis Bezgan und durı torbafcika eis
It)" em ausmaden, Zu
SFr
1
2 u den
) im Süden find fie unter dem Vamen
see) bekannt. Der Baum hat den Ram
ji Talab p. 134. Mohammed bei Ritchie p. 250.
» 4m: Ba) Sidi Hamer w ver) Wohan-
5. Ritchie p. 251. +) Shabini p:24. +) Jackson
% LE u Pr 119, Mohummod 6. icio p-
cas zoceedin; BP Y 2
4) Bopdich Mission p 3% 5 an 175 4
454 Afrika, ee I. Abſchu. Sa
ind en gute Schmiede, 3
uſter —— — er —— * 2
fe® von Timbuctu ſchildert Adams
‚Kart, eHätig, lebhaft, freitfächtig, —— —
ig, zum Kun) und zur u eneigt; fch
"Anzug, aber mit
Finger mit 8 en geſchmüct; ihre
Bebtusart 14 HERR einfag- fin 1,
is ber Hennapflanze ro
en ©. 2:
8 zur, so fie — Fun
Sn Me
slaeben, und — — Heilige verehren. Alle a4 Stunden
einmal, dabei den Mond ——
i⸗ drei iR sum Dahn — N} den
ee in Eptafe am ———
F —A—— eis Du um enden J
7 ——— ER un Araber, Pre"
ie mehr die Stadt bewohnen fönnen
—— — auch — im, a
Lnn@ßbeerlauf,- Tnbucen, 488
Negerbenölkerung ihnen das Leben wicht Ta|
fasten —— eben aber nad Ari
\Ealubs Berfigerung Chriflide Europäer
J Aten Eönnen; denn beide erboten ſich uf
hl Ritbie als Col. Fig Clarence bapin
"Dal jelbe beftätigten mehrere
peli, bie anfäf ind in Zimbuctu. Yu ältere
Zimductu Mubammebanifhe Gultane zu 7
ste, mar die Megierung dort in den
1"), der aus 12 Ulemmas beftand, bie ben —
haben mußten. Ihre Gewalt Baurste 3 FI
en fie zut Rechenſchaft gexogen werden; J
—— —ã— —
war in der Stadt ein Kadi zur said jedes
Finmohner waren aber ſehr friedli;: Eins
— war dc au Bee
mein; fonf war große er!
* der verfoie ebenen —X eligionen. ie Bremen
in ihren Rasismalteachten, und hen von
* der Stadt immens gaflih und Höfe
Dafür genofjen diefe das Worrept v "
ige werden zu bi —8X wie ihre befreundeten
Er ſch —A aber doch uubeſchnitten
29barn, die Folahs ), die das
h in — genoflen, deren Töchter
8 dem Selavenfang von Geiten der Ross
en. Nur bie — — —X
a waren damals bie eiferfüchtigen
s ber —— — und fe en jebe —8
—A——— [ vs Oberh Zi
is Zeit }), ale das aupt vom img
Data. singet jefegt ober vielmehr nur befk ward,
tar als Grenzort keinen Kerl hut an
—8* ſchicte der onarch von Houfla den
—8 nach Timbuctu. Dort wurden im Frie⸗
Baun Zußvoit erhalten, zu Kriegszeiten konnten
0 Mann ine Beld rüden. Den benadpbarten
nbeten Araberhorben bes Bratifhkommes
‚ Bessebes bei Gpabini) Ft), bie ing Morben bes
1} ber Sahara zu, haufen (fie follen (don im 38
ah Yt und, HR *
anı m werben, wurben eſchen! ema
or von Timbuetu Rand in len ci
mmed b. Ritchie p. 251. Bu Talub p. 157.
kson- Acc. of Timb. p. 300. Shabini p. 3.
bini p. 25. +f) Shabini p. 352.
456 Afrika, Waflerfufteme. TI. Abſchu. F. 2
ſein Palaſt lag in ber Citabelle (Kunde) im einer Edi
Stadt, wo er nach der Sitte bes Drients, an dem 1
ſehr oft mit feinen Söhnen und Nichtern zu Berichte
Er nabm aber Beine Befchente an, nad ber Gitte
Drients; er konnte nur nach dem Gefebe Urtheil fpre
eine Einkünfte erhielt er von feinen Ländereien und
oll der Handelswaaren. Der Ueberfiuß feiner Einkl
warb in Magazine (Matamores) oder Erbgruben gebı
Sein Nachfolger konnte nur ein Sohn feiner rechtmä|
Gemahlin werden. Die Bauptfirafe für Berbrechen
faſt die einzige war Verluſt der Freiheit.
Zu Sidi Hamets Zeit"), alfo noch fpäter, wa
König oder Shegar von Zimbuctu ſelbſt ber erfte Han
mann geworben; bie großen Garavaneın von Marokko
Zripoli waren ausgebliehen, weil fie verunglüde waren
fo hatte er Gummi, Bold, Elfenbein, und an taufend €
ven aufgefammelt. Er machte den Plan, ſelbſt eine C
vane mit Eifen, Sal; und Taback beladen, aus 200 Ga
len und 3000 Efeln beſtehend, unter dem: Schng von :
Mann Bewaffnung, in ein ſehr fernes Negerreich Wa
nah ) gegen S. O. zu fenden, been Gommando er S
Sidi Hamets Bruder, übertrug. Da biefer leptere
Meife mitmachte, fo erhielten wir durch ihn eine neue
dedung im inneren Afrika (f. unten). Handel if i
noch immer bas Bauptelement der Bewohner von j
buctu, und biefer wird nun auch wohl den Weg durd
Mitte Afrikas bafnen, wie er mit bem Innern im Ne
des Erdtheils uns bekannt gemacht bat.
Die Lage der Stade nebft ihrem Hafen Kabra
im allgemeinen genommen, bie einfiante welche fi
leichte im Innern des weſtlichen Sudans denken läßt,
fie im Maximum der Annäferung der entfernteften Eu
und Handelsländer Fezzan, Tripolis, Mare:
Senegambien, Guineatüfte und ber großen A
Houffa und anderer ihre im Dften, zugleich die zug!
life von brei Meeresfeiten ift, von bem mitte 8*
über Tripoli, vom Buineameerbufen übe
Aſhantiland, und vom atlantifhen über Wedi
und den Sambia. Aber auch im befondern ift die Lage
fee Stadt einzig gu nennen, da fie, ſowohl an ber wi
fen Wafferfiraße liegt, am Niger, die ihr nad
Seiten den bequemſten Flußtransport in die äußerften
nen des Sudan erleichtert (buc Nigritae navigio und
confluere solent) ***); als auch, eben fo, das Haupte
2) Sidi Hamet p. 369. #R) Sid; . rs
> Arie, l. VIL Bot, ss, ) Bid Hamet pi 369. 999)
safe von Afhanti nah Timbuctu, vom
Süden ber.
Büben ber, führt eine große Öftlihe Handelsftraße aus
der Afbanti, über Degomba nad Bouffa, und,
4 Zimbuctu, melde gegenwärtig
Ans smeise, welidhe, von Gui
denn 9 Zagereifen über biefe
2 si Bowarra(
kim Zogereifen
£ —e— in; 34 aldem aiſo a di bis zum Ris
afe vom Gambia und Senegal nad Tim
buctu, vom Weften her.
ver Hodterraffe von Zimbu fiehen bie Bulahs mit S
— te auen BVerkehr. Wir He ſchon Oben
—— nad frähern —R an⸗
ie bei Mollien **) überein.” Nach ihm
von da ohwärts über das Land Balia, ad man
m Niger nad Bourre, Rarabut, Zimbuctu einfhiffe.
BReife bauere 3 bis 4 Monat. » eo und Zimbuctis
— für die Fe von Kankan und Waſſelon
des Niger) feyn. Kanlan liegt 15 ZTagereifen im OR
Bue liegt an befien ur. u r von Mahome-
Das and iR teiher an Golk
le Neger graben dort lange und tiefe
die Erde zur Xuffindung des Goides, dad ſowohl die⸗
12€ Sclaven auf den Markt von ZTimbuctu. fendet.
Befen her Drang 1 M. Park auf ber ha⸗
ofen er Megerhändler (Slatis) ihren
B ober — von ania am Gambia,
iger nah Billa, bis etwa 40 geogr. Meilen
by’ von Zimbuetu nor, eine Strecke melde 220 geogr.
m at
455 Afrika, Waflerfofteme. II. Abſchn. S. ai.
An dem Waurenlager son Benown*), am Morbufer ke
Senegal, erfuhr M. Park durd den Sheriff von Walet, wilde
Salz von baher zuführte, daß von Benown nad Walet 10, ven
Walet aber nah Zimbuctu, 11 Tagereiſen find, die man
Dechſen zurüdiege.e Auf dieſem Legtern Wege finde man
Wafler. In allem alfo 21 Zagereifen von Benown bis Zimbuce .
e) Strafe von Webinun und Marokko vom Rock
weftennah Zimbuctu.
Vom Nordweſten, aus ben fübliden Grenzprovinzen bei
Marokkaniſchen NReihes, von Webinun, führen zwei Hauptwege
nach Zimbuctu; ein weftlidher, ber Küftenweg **), ben ge
woͤhnlich nomabdifirende Mauren s oder Araberhorben nehmen, iM
Rüden bes Gap Bojador und Cap Blanco vorüber, und dann em -
Suͤdrande der Wüften, über die burtigen Steinfalzgruben, nah
Zimbuctu ober au nur zum Dibbie⸗See, wozu fie 5 bi
6 Monate Zeit ***) zu verbrauhen pflegen. Davon bringen fe
4 Monat am Weftrande der Wäfte längs ber Weerestüfte zu, unk
durchſchneiden In 14 bis 2 Monat bie Breite bis Zimbuctu;
ganze Reife, bin und zuruͤck, Legen fie in ı5 Jahren zuröd
%
m;
rennen rn a kn >
»,yr';
—2
Rechnet man aber nur bie gerabe Diſtanz vom Gap Bleu
eo, an beffen Rorboftfeite bie Begend EI Ghiblah Liegt, ia "
welder Al. Scott in Sclaverei lag, bis zum Dibbies&er, |
fo iſt diefe natürlich in weit kuͤrzerer Zeit +F) zurüdigelegt. Grotte
Saravane von 115 bis 120 Perfonen, mit 5 bis 600 Gameelen,
brauchte in allem etwa 106 Zagereifen zu einer bdirecten Gutfer
nung don 200 geogr. Meilen (1000 Engl. miles) auf der fie täg
lich, im Durchſchnitt, etwa 2 Meilen zurüdlegte.
Die regelmäßig aus bem Marokkaniſchen, jährlid von Wo
binun, Tatta ober Abka abgehenden, großen Zimbuctucaras
vanen, welche Akkabahs genannt werben, und an biefen G
orten ber Wüfte fi) verfammeln, brauchen j++) 16 Zage:
Oſt⸗Tegaſa, wo fie 15 Tage raftet, bann zur Dafis und zum
Brunnen Taudeny in 7 Zagen, wo fie wieder 15 Tage bleibts
dann in 7 Tagen nah Aroan, wo fie gleiche Zeit raftet, unb
von da in 6 Tagen nad Timbuctu. In allem alfo, zue Bols
endung der Reife 130 Zage, über 4 Monat Beit, bavon aber wu
54 Tagereifen, das übrige Rafttage find. Kleinere Garavanıl
dnnen biefen Weg auch in Fürzerer Zeit, in 82 Tagen zurkdie
en. Hadji Zalub ++rt) verfprad dem Colonel Fig Basen
iefe Reife mit ihm, zu Pferde, in 47 Zagen zu vollenden;
einem ſchnellfuͤßigen Wüftencameele, einem fogenannten Heiri,
hatte er biefen Weg in 29 Tagen zurüdgelegt.
Rah ben Angaben der Saravanenführer und Dantell
Ieute +rFft), liegt TZimbuctu, im S. S. O., entfernt von Be
300 geogr. Meilen (1500 miles); von Marokks entfernt ai
e) M. Park Tr, p. 140. **) Jackson Account of Marocoe
p. 287. ***) Etucrt Geſandſch. R. &. 114. +) Sidi H»
met p.35 +t) Al. Score bei Rennell Observar. p. 37.
+++) Jackson Account of Marocco p. 285. ++}}) Hadyi
Talub p. 136. Yittr) Jackson Acc, of Maroeco p. 282.
1 in Ar wi
Wu“
Er TE U -_
= on Be
3 un MVAigecauf, Timsbucez. 489
Ahr Tafil milee)
er tt« u ——— Dee Ya ae *
ber. Sahara —*8 bem a er
—— an * —* Hr Dirertio a day
Eage ber Dafen aan int Brunnen, mehr ober weniger ab ”
) Straße von zeipoll unb Bessan, vom Rocden
ach Zimbuctu
Miete * großen —— wirb von Moham⸗
>*) vom Ze * — auf ber: geradeſten Strecke, nur auf
barunter bie Längfte waſſerloſe Whg
: eiwe 6 Zuge Le aträut. Bis Ghabames (nicht Aber Besen)
jr 14 — von ba bis Akably ber Hauptftabt ber
e Zuat 22 Tagereiſen; von biefer 30 Zagereifen bis Dias
k, und von biefer open — die größer als Tripolis ſeyn
nalen mad Kiutuche, We utem Wafler, ı5 Nas
er Bon 25 nen [sten süentene, Air Aber
9 eyn, n agen der
— in: Murzuck.
GStraßen von Timbuctu gegen dae⸗ Innere bes
—*8* nad ee Kaſchna, WBaffench
angara.
— — Angaben gegen den Oſten und bie Ortſchaften bes
ubans fehlen unss gar einzelne Ausfagen ber BReifenben
vy ven wir an, ba al jeograppifen erehnungen bier
u febe —— dh ausfallen
ahrt auf dem Ri igerftrom von Zimbuctu nad
alfa — nad Shabinis ***) eigner Erfahrung 8 bis 10
Vie Stadt Liegt ber nicht unmittelbar am Strome, ſondern
—X vom ufer.
"Ben Zimbuctu nah dem Reihe Kaſchna, ein Weg ben Mies
mund in feiner Jugend gemacht hatte, follen 28 Tage Zeit nds
B kn, nad Bornu aber 45 Tagereiſen.
Zimbuctu gegen &.D. 24 Tagereiſen liegt am Soliba:
ame ein fehr hohes Gebirge ++), das zu überfleigen, mit einer
—2 Garavane, man 6 Tagse lang gebraucht; jenfeit deſſelben
mE gegen S. O. 27 Tagereiſen entfernt, liegt bie große Stadt
Daffen ad, am Babifluß, mit zweimal fo viel Einwohnern als
Gig en Saden oder Säboſt find, von Timbuctu 25 Tage⸗
Wangara (alfo nidt, wie man bisher annahm, g 7
), von woher der Golbſtaub kommt; in dieſem ſcheint
arptſtadt Battagom zu liegen. Uebrigens iſt auch dieſe Xu
be wohl noch ſehr unfi da es wenigſtens brei ——
ſengaras im Sudan giebt, "die wahrſcheinlich, ned Gapt. Eyons
Net
) Mehammed bei Ritchie p. 230. *%) Ep. Lyon Kurz
eive of Travels in Northern Africa, Land, ı
Verneur J. de Voy. 1821. Cah. 33. p. 358. ‚ar) —X
P- . T) Mohammed hei Riichie p- 2351, 71) Sidi Ha-
mes P- 57%
460 Afrika, Waſſerſyſteme. EM.
a en
Der ee an Zimbuctn iß 2*
Diefen vor en Nachri einer genzen
ervortritt, boch nicht bloß in Beii auf. |
mbuctu, fondern für ben ganzen en,
Handelsmärkten der von Zimbuctu nur ber uns |
Repräſentant iſt, welcher wieberum den Di
Ganfanding, feit Parks bortigen Aufenehalt
*
an
läutert worden iſt af; oben ©. ana). Es if- fei
im Afrikaniſchen Binnenlande die Wichtigkeit eh
eines Staats nach ber Schönheit und Zahl ber
Bäufer, ober nach der Zahl feiner Säldlinge und }
der Paläfte u. f. w., abzumellen, bie Bedeutung el
aber nad ber el dieses auf ber Europäi
Iriter-eiunimmt. Dee fo oft geführte Streit &
ufälligteiten beweiſet —
angel an Auffaſſungsgabe der wahrhaft großen
racteriſtiſchen Lineamente der Erd⸗ unh Volke
eber Zone in dem Eigenthämlichleiten. Das
es großen Weltverkehrs, das feit brei Jahr
Biftorifch bewährt ift für diefe Gegend bes censcalı
wenn fon mit leichten Abwechslungen hin und 5
wu ben merkwärbigfien in ber Menſchengeſchicht
ennen , und iſt barum befonders auch für das W
Der Vergangenheit Intereflane, weil wir in
Hergang der alten Zeit, wie in Iran, Petre, Baı
zoe, Ammonium, Carthago, bir, Korokanda
(vergl. Vorhalle Europäifcger Wölkergefchichten vo
8. 1800. ©. 116 4.0.9.) u. f. w. bis auf den Hai
fortgefeet feben, zugleich aber für die Zukunf
eltverbindung die Möglichkeit erbliden, wie !
einer hoͤhern bee der bier aufginge, zünden, leu
wenn bier feflgewurzelt in feiner Reinheit, eit
gen bus die Welt ber Qeiven und Ungläufigen
ganze in Rede flebende Continent Seegen und H
gen. würde. Dann würde gu ber äußerst Befchrd
Gclaverei auch bie innere Erhebung Über biefell
©ittigung und Lehre bes Fuangeliume fi gefe
fomit eine neue Geſchichte des Erdtheils und feh
eginnen, welche durch den Islam einſtweilene
‚aber. nie durch ihn berbeigeführt werben konnte.
Dee Großhandel, von jeher ber Träger I
ideen durch dem gangen Orient, warum fellte er ı
von den erleuchtsten MWöllern des Abenblandes ge
#) Capt. Lyon Narzative of Trav, 0.0, .
sie die Golenien am Senegal und Gambia und der
fteie Negerftaat von Sierta Leone, wohl benugt,
a vorbandne wichtige Fortſchritte zur Realifirung
‚ee. Ein directer Handelsverkeht der Europäer
Märkten des Sudan, wie ihn M. Park und feine
R. Gambia einzuleiten facghten,
ein —* Di
8 ’
a da en u ja ta
aber — Ian — jeuerwaflen
hai
fern, um ifRonen GBeles
Belehrung Givilifation geben, wie fie in
begonnen hat. ine Folge diefer Untermehs
ıkıbe dann won felbft, vom Sinnen aus mach dem
gi die oflmäplige gänglie Vernichtung des
h I6 feyn, Beun Bier Bau Er u Subfis
eines andern Im andel
Aaprimifgen Rignfürten, Sem Gnupteisthafte
* javenoli beſtehen, worangehen,
Denen dur den Sommer; mit den Europäern nicht
me, und den Mubamebanern würde ber Vorwaud
Yemfongs genommen feyn, ba diefe, na ben
togens, den Sieg — die Bögendiener
A E
” en. e
— dee Neger des Sudan, weiße
2 erbinge fehe Deine und —8 werden,
* jede degänftigt und un
bisher aus ber erfahrung gejeigt, die merinen
en fie nicht erzwingen können,. wenn fon bie
Senn wielee taufend edler Privaten alle Shfee
Den umh nl alle @änine her Shriltmäeit fie
Po Melle, Baflerfoflen. ne s
| t
eten pi —— — — am Erichung fee —
—5 ben vollen Zwei auf
ad Fe er a ———
dan, dee 16 — —
Taravanenhandel nach Timbuctu
Diele dee obigen und folgenden Ne ten 77 fein
Eifer und der lebendigen —— ber Weſta
*5* uns „jugetemmen, vor kurzem ba
8* zu einer | FRA ı
Sonden eäfte, FA zum Wehen bes Erd
—* find, um die Civ lifetion von Afrila a
Iwere Baſis des fhon beſtehenden. 8:
els durch die Saßara und das Afdanktilaı
dem en ben, auf eine dauernde und fortfchreitend
b
ui ee Küfen, dee Sahara wie des Afbantilanbı
die fifchen Golonien ber Beoldtäfkte, find den Vri
gän ib. Der Reichthum ber yunäch anmößnenden
silifieten Wölker an orden von Gumaffi, wo eine
ſche Feſidentſchaft, ſowohl, ale längs ber weſtlichen
wo Mauren und Araberhorden hauſen, beſteht in
$ en die fie als Aiden zum Verkauf und zur DR
aravanen aufziehen. Nicht bie Zaufenbe 6 u
ern. bie — Ger Ssiffe ber Wäſté ode
unit da die Freiheit und den Wohlſtand des —
Als eh fucht ee Ladung; dem Kaufmann, ber i
wird ber: wildefte Maure und Araber bef
6 kbean fdon an den Gamweldepnts Ph
FR * den Küftenflaaten ein u glicheres
beres Welt, das den, auch für fie vo re
—*8 en ber Eu Europäer (don entgegen kommen wäı
ah Atta, Ein Webinun bie Araberiän
er Wuled, Abbufebah der Tejakant, wir
* ni N Zimbuche die Brabifh Araber. Die Eu
2* dann keinem Sherif von * keinem
von Tripoli, keinem Sultan von Marokko zu ſchr
uud koſtbare Zolle zu zahlen, wenn fie im &inverf
X dieſen Garananenfähre rern bie Herrfchaft vom Atlaı
"ee iger von Zimbuctu gewännen. Ei
ſuch er sopäer von ben Aſhantis nah Kimbue
—
Plau for the Gradual Civilisation etc. und Pro
* a Hr for forming a Sudan Company b. ]
ef Timbuer, Lond ı819. p. 247.
2*
H
HE
Y
In
sat
sit $
fen feom, wie vom Norden Ger
oder gänzlige ©: bes wi
mbglih — en 1177
fation dagegen (nad) Art ber am Gap der gutem
28 Bi ern, —— für Hr e nt F83
gefplagenen , oben ©. 290, 518),
Fan der weflligen Sahara, bie fich darch des
e über Zimbuctu in Rappors fegen könnten, würden
Hi Orte ale Emporien und Unternehmung unfiteiig
Ganzen an Sicherheit ‚gewinnen. Auf biefen an bin, -
R aus dee erfien Hand mit
Meiraren, mit Oftindifgen Waaren und Cole
skproduecten, feib [}
turen einen
vieler. Billionen zu eröffnen, die Ge me
und ‚andere Woaren zum Austaufi teen,
Jadfons Dafhrhalten eine neue Guba
agmie +reihers werden. Diefe würde die Dies
, die iffe ber genannten wär, aufm
FAR
——
me
und ı - dauernde Vortheile in ihr Intere
* —X —A— — Bee tem
’ in Nordafrika, der Maghrebis Ärabifhen
1, die.als der geiflige Scpläffel der in den Gus
ı füßet angefeen werden muß; fie würde eines tals
! Hetiem vorgefiredt, und einer tüchtigen Reitung, fo wie
der Afrllanifden Küpe ſelbſt, eines sursn Hafens ıw
r& gefunden Golonie, eines fihern Depots ihrer Baasen,
T quemen Aufenthalte ihrer Bebienfleten notwendige
‚ um von da aus nach Timbuetu zu agiren,
mnere bes Erbtheils weiter zu erfunden. Zu Diefem
& dürfte ein Hafenplad, zunäuft am ſubweſtlich ien
ie des Atlas’), um. Webinun etwa, oder im
anta Grenz an ber Grenze des Maroklanifcen
„ ja diefer von Marokko fo fehe Bintangefehte,
ıgiefen erbaute und feiner Natur na dem Bir
“vergleichbare, Hafen felbft (ber entmeder ufli
pehanbell, ober durch eine jährliche Mente an ben Kaifer
"Marokko in Veflt genommen werden möchte) bie allers
ıBigfle SteDe feyn; denn, von dieſer Begend, weiche ei⸗
wüch hertenlos ihrer natürlichen Localität wegen, aber
m.von jeher Beb Sudan, d.i. Pforte von &udan
Bf. unten), wärde, nicht nur der nähe Eingang
) Jackson Asc. of Timbasta pı 67.
ein vo
a.
.
*
464 Afrika, Waſſerſyſteme. I. Abſchu. F. er,
von ben Europfiſchen Häfen, ſondern auch bie kürzeße
Lanbfiraße für die Garavanen nah Timbuctu, der wahe
maritime Schläffel au Afrika, feyn, alfo den direckeſten Ben
kehr mit den Europäifgen Häfen begünfligen. Das win
Bier völlige Freiheit von aller amebanifchen 8
ewalt, und bei einigem Glücke würde dieſe .Golomie, im
efie des größten Xheiles vom Handel Gubans, nicht au
bald einer der erſten Stapelpläge des Erdtheils, ſonden
eins ber großen Emporien im Welthandel Überhaupt werben,
Der Marke von Zimbuctu, wenn fon
"mehr von der Wichtigkeit wie früher, ba er in feiner
len Blüthe Fand und ber Umſatz vielleicht auf wenigd
Drte vertheilt war, als gegenwärtig, bleibt immer von Be
deutung. Dieß ergiebt fi ſchon aus dem —55
Ankommen der Caravanen, die wohl einmal ausbleiben weni
ein befonderes Unglüd *) eintritt, ſonſt aber regelmäßig
Marokko im Avril ausziehen und in Ximbucte mie bi
Einkauf ihrer Subanwaaren im September ’*) fertig vi
werden fuchen, um vor dem Januar wieder in Fez umb
Marokko zu feyn. Im März und Dctober ſetzen fidh
im Norden und Güden die Sudancaravanen vegelmäfie im
Bewegung “).
Sidi ****) Hamer’s erſte Caravane biefee Art, bekam
aus 3000 Cameelen mit 800 Dann; ein Theil verunglä
von den Webrigbleibenden waren zoo Cameellaft Salz, ı
mit Eifen und Mefleen beladen, die Übrigen mit
Beugen, Seidenwaaren, Amber u. f. w. eine zweite
zavane gählte 4000 Gameele mit 1000 Mann Weglei
umb ihre Labung befland in Eifen, en ‚ Pulver,
Schwertern, Salz, Taback, Opium, Parfüms u. f. w.
für nahmen fie beide, als Rüdfracht aus Timbuctu,
ub, GSclaven, Elfenbein, Gummi, verarbeitetes
traußfebern, feltfam gearbeitete Zurbane u. a. dgl. m. -
Die Transportkoſten F) dieſer Waaren ergeben fl
folgenden Anſchlage. Bon Fez nach Tafilelt, so
teifen, koſtet ein Cameel Miethe zı Ducat; von da muB.
Drada, 6 Tagereiſen, 6 Ducat; von da nah Timbrett
45 Tagereiſen, 185 Dueat; alfo in Summa für 69
- seifen, 354 Ducat.
- Eben fo, wie nad Marokko, gehen au bie g
Garavanen nach Gairo und Jidda ab, usb viele kleincie
derwärts Bin. - |
*) Sidi Hamot #: 369. **) Jackson Acc, of Narocco p.
57 Hadji Talub p- 136. **ee) Sidi Hamer p, 30-
1) Jackson Acc, of .Timb. p. 7.
jr €i teinfal,
u Bmstanee wen 14 ARTE RZ
m ber MWüfte — — iR; —E ge *
be
Die. von Da eille, Genua, —X — und
be von Sealien und Spenien, -fenden über Alr
—— Ha TE, ed Bart m [
B Sammer, — — Kämme 10 ——
oralen,
Li Sa — —Se am mr ned In
ore am iantyaen Ducan *
: u Dfindi bucte:
E — FR Binmn Er: Kinr .
Start, Baus Ri —— ek
bifhe: Kabad,
innen Bine, Dimittiep, iambeic, It: en [
5 4 an@ifenmwaaren: Fluiten, gan, Dein,
« Blei, x tupferne und ee ‚und
‚alle "Kcten "von feinen und fuperfeinen Täcern yumal
1" —— Farben, Caſimire u. a.
> Die Ausfuhr welche bis jese Buneifge unt ——
‚elsleute aus dem Sudan nach der
enkade Golbfauk CAtesaryn)s Biere mo
darüber f. unten) find bie Münze des Landes,
auf jr Markt von Zimb te aus andern fern
gebradpt — ER . don ——
8 oufla u. a.
eingenähet verkauft, — jeder EN In de der —* 1
enthält, 25 Dollars an Werth. Ein Beutel, den j.
ini in Houffa: kaufte, war bort 7 bis s Ducat
fee als in Zimbuctu, Bleiben aber bie regelmäßigen
= oder großen Cäravanen in Kimbuctw aus, fo kann
Ankommende, wie j. B. Sidi Hamet, wohl für
Snupftabat einmal in Thubuctu ein nd
P) befommen.. Das Gewicht von Timbuctu um
fömsrer ale das von Marokko. - Außer Bold ın
mirb noch fehe viel in Ringen verkauft die aus
ira fommen, wo fie allgemeiner Nafenfigmud find.
allem aber in Menge und ausgezeichnet in Arbeit, find
Goldmwaaren und Ornamente (trinket) aus Wans
‚old gearbeitet, von Houffa und Sinnie fe oben);
Jackson Acc. of Timbuctu p. 255.) Shubini p20
— Hadji Talub p. 156, +) Bidi Kun 266%
1,28. s
466 Afrika, Waſſerſyſteme. II. Abſchn. $. zı.
„B. Beer in Geftalt eines Ablers, fo ſchͤn wie anne am
ariı und London, vorzüglich den Indiſchen Golbarbeite
nlich. Dieſer Goldſchmuck, bei ben Arabern El Herrel
(d. i. Zauber oder Talisman) ) genannt, beßeht imma
aus ganz reinem Golde, umd ifl, was bie einzelnen Gtäk
auch vorftellen mögen, immer in der Mitte hohl gearbeite,
um ein Amulet einzufchließen, gewößnlich gefepriebene Gt
len aus dem Koran, ober geometriſche Figuren, wie fie etwe
der König von Sego, um ſich gegen jeden böfen: Einfluß u
verwahren, in den Sand zeichnete '"), als ihm durch Iſea
die erfte Nachricht in. feine Reſidenz von dem weißen Sremb
linge, M. Park, gebracht ward. Jede Art biefes Schuu
Hat eine beſtimmte rigne Zauberfraft, und ber fidder fehl
alte Glaube daran, gebt durch genp Nordafrika, feibfl ch
dem Pferbeſchmuck in Marokko hängt zuweilen ein Dutzen
folcher Amulete, welche ben Zugang jebes Dämons 8
af
in Afrika Jin genannt, wie in Aflen, Genius, Dſchi
f. Borhalle Europ. Völkergefch. vor Herodot. ©. 100
wehren. Außerdem merden auch Bolbbarren ausge
und ber Reichthum Afrikas bat feit Salomons Zeiten, bei
feinen Jehovahtempel mit Afrikaniſchem Golde ſchm
bis heute noch nicht abgenommen. Nächſt dem Golde
Sclaven eine zweite Hauptausfuhr. Sclavenfang wich
ang regelmäßig au von Zimbuctn aus betrieben,
Adams ***) Sfter Parteien, zu 500 ausziehen faß, bie
einer Woche bis ı Monat Zeit, mit geofen Haufen
ben zurückkehrten. Sie foßen vorzäglid vom S. W.
kommen aus dem Bambarzranifchen (der Bambugr); au
dem +) aber auch von Houſſa, Wangara und den fübl
Gebirgen. Jagd, Krieg, Hunger, Vergefungen, bringen
in Feſſeln; Hein Einbeimifcher kann gum Sclaven gemall
werden, Verbrecher ausgenommen, fo wenig als folde,
Mubamedaner find, Jeder Gclave gehört feinem
mit dem Leben an; verklant diefen aber der Sclave wege
graufamer Behandlung, bei dem Kath in Timburtu, Mi
ann der Herr zum Verkaufe ++) feines Sclaven gez
werben. Eingekauft werden fie auf dem Markte jm
buctu jeder gu 10 bis 12 Dollars, aber in den Küften
der WBarbarei zu 70, 100 Dollars unb mehr wieder weg
tauft TIf). Er Schickſal ift dort nicht fo bare, wie
Oft: oder Weſtindien, weil fle nach fiebenjähriger Di
von jedem guten Muſelmann ihre Breibeit erbalten :
*) Jackson Acc. of Marocco p. 290. **) M. Park Journ
p. 150. ***) Adams Narrative p. 478. +) Jackson Asa
j .290. ++) Shabini p, 37.
Acc, of Timbucra p. 40 bin ? ı7 +1) Jackson
nz crigerlauf, ninberen 47
inal
m Den leſen lern fa Iran * ———
eet en den —** und Bambie i wehl ebenfalls⸗
len werben auch Golskans und
en Dandelsleuten su hohen Inte⸗
X —AE con — imbuctuern ausgelieſen, um
Bleroltswesem gu liefern, die fonft auf dem Markte
mbuttu immer mit 40 bis 50 Procent Du t *) feil
Ba dieſen Gewinn pin, 4 Fin he die ammeda:
öbten natürlich fehr
eignen — Pie ) Sommanbiten in Tim⸗
—* den, weichen eenmärtig, jumal zwifchen dieſem
es und Mur and *7 —* yY der Fall zu ſeyn ſcheint.
er diefen Erporten find bie bebeutend:
Dat nn FE gostidan ",, 1. Rhinece
uhamedanern 8 roßem Preiſe chen
—* und allen Waffenheften verarbeitet
3; Etron Ifevern, bie f@ hönften der Welt; W’kore
* ummi von Guban, ein ſehr gefuchtes
k; a Gebaramie, d, i. Römer von a;
a oder fi enannte Paradiestöme; Bummi Copal,
fafätibe benholz, Sandelholz, Indigo, Sum:
6 vom Genegal u.v.a. m. Diefe Waaren inogefamt,
en mit den Schiffen ber Wüſte zu den Emporien
ande ber Sahara, und in die Mausifchen Häfen, von wo
durch bie vierte und fünfte Hand, deren jede einen Ges
* von ao bis 30 Procent daraufſchlägt, an bie Europäer
men, nachdem: der Caravanenkaufmann für bie Befchwer:
u des Kransportes, nad) einem allgemein gebilligten Hers
nmen, daran fchon feine 50 bis 60 Procent gewonnen
nat dem vorgeflagenen neuen, biresten Wege, gu
en ber Sudancompagnie, würden bie Waaren fafl
e (State) je sablen, aus ber erſten gand auf
peifse Saf konnen, wenn Englifhe Comman:
Eimbuctu 9 ren, und mit ihren Caravanen nur
nen ehe Weg von 200, flatt 300 bis 3go geogr. M.
ett 1500— 1600 Engl. miles) alfo eine, um ein Drit⸗
* —8* Diftanz zurlidzulegen hätten. Diefem Vers
er.1er quellenmäßigen Dartellung defien, was bie neueſte
über diefe commerciele Mitte des Sudan's erfahren,
wie zur weitern Erläuterung diefes Emporiums, die
*. merkwaũrbdige Lifte M. Parks fiber die Marktpreiſe des
benachbarten Sanſanding mit einigen Bemerkungen bei.
en
*
) Shabini p. a1. * Mohammed bei Ritchie p. 230.
-x) Jackson Acc, of Timb. p. F
8 2
468 Afrika, Waſſerſyſteme. IT. Abſchu. $.:
Anmerkung ı. martepeeife su Sanfenbin
Vergleihung des Gold zum Siiberwerthe ine
As M. Park auf dem Nigerfirome zu Marrabu
einfchiffte, handelte er dort für feine Waaren Kowries ı
ren er auf bem Joliba als Eleiner Münze bedurfte, Ge
für Gorallenfhnüte von Nr. 4 und 5, für jebe einzelne ı
6o Stuͤck dieſer Muſcheln; für blaue Agatfchnäre von BLU
Gtüd dergleihen. Merkwuͤrdig war es ihm, daß Hier, 'ı
- bei allen andern Zahlungen das gemeine Hundert brat
. den Kowries das Pleine Hundert, nad bem aäͤcht Afrik
Nechnungsfyfteme, nämlich 4 mal 20, ober go im GSebraud
Zu Sanfanding verkaufte M. Park feine Waaren
et Proviant und Schiffsbebürfniffe brauhte.e Die Preife
folgende **): für Gorallen u. dgl. wie in Marrabu, für
tete 6 bis 7000 Komries, für eine gute Flinte 8000; für
tenftein 40, für ı Bouteille Schießpulver 30005 für einen
.&äbel 1500 bi3 20005 für Amber Nr. 1 1000, Nr. 2 &
Nr. 3 400 Kowries. ör blaues, Dftindifges Beug (k
Gtüd für 208005 für Scharladtud zo Spannen 20000;
Eitverdollar 6 bi8 12000 Gtüd Kowries.
Die Afritanifhen Probucte wurden bagegen auf {
MWeife bezahlt: 1 Minkalli Bold zu ı2 Shill. 6 Pence €
mit 3000 Kowries; 5 Minkalli zu 3 Pf. St. 3 Pence; ı
bein, ein fehr großer Zahn, bezahlt mit 10000, ein ®
mit 7000, ein Eleiner mit 3 bi6 4000 Kowried. Gin ©ı
ein Dann von erftem Werthe 40000, eine Frau vom erften
mit 80 bi® 100000, ein Mädchen miit 40000; ein Pferb mi
10 &claven; eine fette Kuh mit 15000 Kowries, ein G
17000, ein Schaaf mit 3 bis 4000.
Dierbei***) folgende Bemerkungen: Rad Parks Angab
ı Minfalli Gold = Bo Gran = } Unze Troy Bew. Dieß
faft mit dem Preis von ı Minfali zu 12 Sh. 6 D. Gter
ein. Rach dieſer Angabe würden etwa 20 Kowries 1
feyn, 240 = ı Ghill,, 4800 Kowries wuͤrden fo viel als ı
St. an Werth feyn. Die Muskete, eine gewöhnliche «
Kabrit Birmingham, an Werth ı0 Shill. 6 Pence, wir
Kowries in Sanfanding berechnet, einen Werth von 2 Pf.
bis 9 Shi. haben, eine belfere aber mehr ale ıL Pf.
En ähnlihen Preifen ſtehen Eäbel und die andetn Waarı
denen nicht diel mehr Profit, als 100 Procent gemadıt
würde. Der größte Gewinn wäre bei dem Indiſchen Zeug
Dagegen wäre unter den Afritanifhen Waaren bas
ſehr wohlfell, etwa nur „A, des Preifes in England. Pfer
ren ſehr theuer, weit man fie wohl fehr weit herfuͤhrt. D
pelte Preis ber weiblihen Sclaven iſt auffallend, uͤberha
Preis der Sclaven beiderlei Geſchlechtt größer als man a
ſollte, da ber Mann in Ganfanbing 8 Pf. St. 6 Spill,,
atlantifchen Kuͤſte auch nur 10 Pf, St. zu gelten pflegt. U
winn und Koftenerfag von feiner Reife zu haben, Hätt
— —
*) Park Journ. p. ı46. **) Park Jouri. p. 160. #*
denda zu Park Journ, p. XlU.
IR WUrEPa wie ı Ju 15, eine auperordentige winerenz.
“ Ball Hat das Silber in Afrika, das bie Natur am we:
bamit verfehen zu haben ſcheint, einen weit höhern Werth,
mb fonft wo in ber Welt. Die Einfuhr dahin würbe alfo
an En In Ghina war früßerhin, im vorigen
nis dis Sol um @iber, wie z
* * ve die ee Fra a
tb a Fr rg] Bla, wo — der
a
un, wie wie ihn Park zu ——e Fond. rag ’
wa fol Eos Data 9) aufn en te 334
re bene —S —
—— —* D ne ——— teinmenb
jan einen
—EæE von einem Gentmen
il
*
@
mgrtung 2 Gtarte Aunapme des Afrikanls
umal bes Sudanshandeis mit Broßdris
L —8 ber Abſchaffung des Sclavenhandelte.
—x de des Sudans und feines Seltverkehrée ſteigt
Inen_üeberblid des Danbels, einen —e——
Gensgambiens, von ber —WR6 und don
mit feinen era, da Diefe es ee
den Dafenorti te Grporten
en alten Wiehee = no Wr
fer ueberblick 0
ER ——— —&
470 Afrika, Wafferfofteme. IT. Abſchn. 6er.
in einem authentifdhen Aftenftüde, das M. Parks legter Keiſe)
von feinem Herausgeber heigefüut ift.
Seit ber Abfchaffııng bes Sclavenhanbels hat Großbritannien
Handel mir Afrika ſehr bedeutend zugenommen. Der wittim
Durchſchnitt des Werths aller jährliden Im porten von Afılle
nadı Großbritannien, 20 Sahre vor A. 1787, machte, nad im
Bolltarifen aus : 72000 Pf. St., nämlich, nicht bloß von ber gem
zen Weftlüfte (vom Gap Negro ı6 Er. &. Br. bis zur Girefe
Bihraltar) fondern auk von ben Häfen bes Weitteländiiges
eeres. '
Der mittlere Werth derfelben Importen von daher, währen
ber legten 5 Jahr, von 1753 bis 1787, betrug, nad benfelben
3olltarifen, jäbrlih 90500 Pf St. Hiervon ben Werth dm
Waaren abgezogen, die von Marokko und beffen RNachbarſchet
Eommen, bleiben 70000 Pf. &t für den jähbrliden Werth ab
Ier Importen vom weſtl. Afritas d. i. von allem Bande zwis
fhen Gap Blanc, 2ı Er. N. Br. bie Gap Negro, ı6 Er. ©. Br,
ne aubehnung von 900 geogr. Meilen (4500 Engl. miles) Ab
enftrede.
Der mittlere Werth jährliher Erporten von England a
bie Küften Afrikas, während berfelden Reihe von Jahren (bi
Exporten ausgenommen, weldye mit bem Gclavenhanbel in Be
bindung ſtehen) mögen eine Summe ausmaden, bie nicht viel kb
50000 Pf. Sterl ſich beiäuft.
Ueber die Sabre 1783 bis 180: ift, unmittelbar vor ber Xi
fhaffung des Sclavenhandels, Feine authentiſche Lifte der Kuh
und Einfuhr bekannt; aber wahrfheinlih war der Betrag nich
größer als er oben angegeben ifl. Leber die Reihe ber legtm 4
Sabre laͤßt ſich Feine Auskunft geben, ba bie Zolltarifsbücher fehlen
Aber bie Afrikaniihe Gomittee gab, auf Befehl des Gouvernn
ments, authentifhe Auszüge aus .ben Zollregiſtern. Aus biefe
ergeben fich, die
Grporten von Afrika nach Großbritannien:
im Jahr 1808, 974306 Pf. St.) außer Golbfkenb,
— — 1809, 383926 — — ber dem Tarif nidl
— — 180, 555577 — — ) unterworfen if,
Importen von England nah Afrika;
im Jahr 1308, 820194 Pf. St.
— — 1809, 976872 — —
— — 1810, 093911 — —
Die große Differenz zwiſchen dem angegebenen Werthe ber Yakı
und Einfuhr Liegt in dem Priſenweſen dieſer Jahre, welches %
Afrikaniſchen Producte feltner machtez da von % bis J erwa ge
capert wurden, und, well ein aroßer Theil ber Erporten der
bie contrebandirenden Sclabenhaͤndler geführt warb. Aber au
Die Erporten allein, im Banzen, für fi betrachtet, geben Hk
—— e eigen bes Afritanifhen Handels ein ſehr merkiwärbige
8 .
*) Park Journ, Appendiz Nr, VI. p. CXXVI = CXZIX.
wu wirpuenunning 180 win wunyunung vo Vuruuune
das Doppelte der" Einfuhr von der ganzen Weft:
ifrikas vor biefer Abſchaffung.
ſſelbe Verhaͤltniß ergiebt ih aus dem Sierra Leone
!L In ein Golonie warb A. 1812. im May ein Zoll⸗
Berigte bis Mai 2814 reihen. Der
trag
won 3 alu em — — 3 mu
daß die ganze Summe auf ss ober jäpre
y ‚St. berechnet werben nr Grperten in
de 91539 alfo, Yf. St 7 war die
bi igen Gtation fa eben fo groß,
dei ber — Fr yon — vn —
Gilavenhandels,
eb Sesethum ik von grober BVBebeutung.
en. Dieß war der Bad vor bem Er _ —
wernenunts in England und Rorbamerifa ben —
seat, m und er Fir ‚ankreih und Hollaud burd ben
ernitet, jahre fpäter bie Portugiefen
af ihre —* inte warden, fo blieb nur
aniern bi treiben übrig, der bis auf bie
händler te " 2 "Blogge als unbebeutenb angefehen
muß. fo — der immer noch FERNE a
van Bad Gteigm bed Gemmeries fi in 8
gegt Zu gleicher
ie Eolonie am Bu
antationen fo fg er
Konatmasren mh au bei älfte b des — V ze:
“
472 Afrika, Waſſerſyſteme. II. Abſchu. 8. 21.
4 Das Reid Houſſa, Namen bed Nigerfiroms, bi
Bellata Groberer ana, ober das Bolt ber
oulen,
Mie weit das Gebiet von Timbuetu gegenwärtig *8
iſt uns ganz unbekannt; eine frühere ſehr fonberbare
gabe iſt die, es gehe oſtwärts ) bie zum Baähar Subde
oder See von Sudan, deſſen anderes Ufer man nicht fi
konne; jenfeit fange das Land der Weißen, auf beffen
ufer, an, welche die Araber Nfarras azarener, b.
Göriften) nennen. Aus diefem Bahar Sudan fliefe dert
el Abid,
Auf jeden Fall iſt Kabra der Hafenort von Timbuch
ſchon feit Anfang des 16. Jahrhunderts **), wie Beute, ve
wo man weftwärts nach Yinnie, oflwärts nach Melli fAiffi
er ift mehr MWaarenmaga:in unb Stapelplag *"") zum Un
‚laden der Schiffe, als Stadt. Der Strom fol in ber tel
nen SFahrszeit bier mit einem Cameele durchſetzt werde
konnen; zur naflen Jahreszeit, wenn 65 en, wird ı
fehr läßrli; Mahommed giebt ihm Schußbreite.
ee Strom wird hier nirgends, meder von Eine
mifchen no von Fremden Niger genanns; biefer Mau
ift in ganz Afrika völlig unbefannt F), wird nirgends ve
ftanden, bei feinem einheinifchen Volle, und follte babe
fobald feine Kenntniß vollendet feyn wird, auch gan au
den Karten verbannt werden, wohin ee nur burdh Eri
und Leo Aftic. gekommen ift, bie fih den Europäern, zum
dem Dlinius und Ptolemäus, accommodirten,
M. Dark börte ihn felbft im Rande den FJoliba un
nen, welches nah Jackſon +r) kein Gompofltum etwa «u
Solisba feyn fol, wie man glauben könnte, da Ba
Mandingo boch fo viel als Fluß Heißt. Dieß iſt berfel
Name den er auch noch in Kafchna Fr) hat, nämlk
Soulbi, Bulbi nah anderer Schreibart. Ku
Iubs +44) Begleiter nannte ihn bei Timbuctu, Dan
Al Makriſi nennt ihn Dema:dem +r+4t); nach Mobamm
fol ee aber in der dortigen Randesfprache Sffa
enannt werben, wie ihn auch fon D’Anville und dl
‚Autoren bezeichnet haben. Bei den Arabern, wie g. B. ie
Ebn Batuta, Heißt er fohlechtweg Nil, und damals wi
*) Jackson Acc. .of Marocco p. 297. **) Leo Afrie. & ı
8. L. VU. fol. 251. ***) Capı. Lyon Narrative of Tra
a. 0. D. p. 350. +) Jackson Acc, of Timb. p. is
+r) Jackson Acc. of Timbucotu p, 479 +++) Ha
Hamet bei Ritchie p. 231. rt} Hadji Talub p. ıt
HN Langles Not, bei Horneman Voy, T, II. p. 3:
trtH) —— bei Ritchie p. 351,
6 Ale frühern Berichte bei Hornemann, Beaufoy,
', Fadfon, Park und andere find gegen diefen nur fehr
IRändig zu nennen.
Bhabini fuhr auf einem großen Boote mit einem
‚ 7% ©: el u Frei von nn 1) em. ap;
| geort nen er Muſhge ;
Bus Chrome s mar cite s ;
be Gewalt des Etums Art; ——
Kädfahet bei gutem Wind, von Houffa,
—* SE als die Hinfahrt. Wei Windflille wurbe
auf biefee Fahre mehr Weste vor:
* Fahrt zwiſchen Roſette und Cairo,
Diefe Boote find wie die von
a, "our ‚ von Planten mit Ribben,
ver B gesimmert, flatt Theer wit
Balfasert. Der Landweg von Timbuetu
* dauert 5 Tage; dieſe Reife iſt aber koſtbarer
ie und daher weniger befaßt. Shabini
te in afen von Houfla, von welchem bie Stadt
bunden ober 23 teifen gegen Nord ab liegt. Geine
eu wurben von Bier wie alle anbern auf Efeln und
en 5* 23* auf Gamerlen, von denen bie
mie ner Det it haben: „ Sameele find bie
m
Der Ril el Kabir iſt Bier ee Deeitec HH) ale bei Jinnie
Rabra, dem Nil au tens glei
N ch.
Beine Ufer Hub mit Robe bewadfen, ſehr niedrig, fo
474 Afrika, Waſſerſyſteme. II. abſchn. §. 21
mit Ebrifl, ſteht fein Waſſer am hoͤchſten; dieſe Fluth ba
10 Tage. Kon biefer hängt die Güte ber FReißernte
und wenn der Strom hoch hehe, haben die Brunnen
Landes das beſte Waller, natürlich wegen bes Geitendrn
wie beim Nil. Jedermann fagte dort, biefer Nil ery
fih in einen großen Salzſee oder in den Dcean, aber
ſteſsme bat er bier nicht.
Mas wir durch Parks letzte Fahrt über biefe &
mesftrede, nad feinem Tode bei Bouffa, erfahren Hal
ift oben angezeigt. Shabini fagt nichts von jenen gefı
zu Izwſchnellen, bie jenem ben Untergang gebt
aben follen. |
Das Uferland nach Houffa Bin, if reich bebauter |
den, voll Dörfer, beffen Bewohner ben Fremden als ©
feeund empfangen, und für ihn ihre eignes Zelt werla
um in des Nachbars Haus zu geben.
"Houffea*) die Stadt, an deren Dafeyn man fe
gesweifelt bat, liege O. S. O. von Timbuctu, iſt weil gei
als jene Stadt; Shabini lebte dort a Jahr und fi
nie ganz; Keira ift nach ihm J größer ale Houffe
Bat keine Stadtmauern, die Straßen find unregelmäßig
in Fez und Marocco, bie Däufer denen in Zimbucku d
lich, ſchwarz gemahlt mit flachen Dächern. Die Cital
oder der Palaſt Hat über a Stunden im Umfang, mit
len Thoren und Wachen.
Der König wird dort gewählt; auch ex erwählt fei
Math ber Weisheit, aus mehrern Hunderten, nicht ı
Wang. Er regiert bespotifh; im Uebrigen ſtimmt Bi
mit Timbucku überein. Doc find bier eigne Richter,
alle Streitigkeiten wegen ber Ländereien, ihrer Größe, |
und Grengen fdlichten; file Haben alles genau darüber
gefhrieben (wie einft im alten Aegyptenlande!) in der®
desſprache“), deren Schreibart aber fehr verfchieben if
der Urabifhen. Sie fehreiben von ber Rechten zur Li
wie auch in Timbuctu, aber Shabini konnte niches de
verfiehen. (Sollte es ein Reſt alter Dunifcher oder A
tbagifcher Spracde feyn, von welcher Biſchof Mn
felbft bei den Negern auf der Goldküſte, in ihren Da
noch Spuren vorgefunden bat **"); vergl. auch oben A
1. ©. 397. Sollten bie Römer, biefen Spuren felg
‚unter Cornelius Balbus Anführung, im Beſit Kartbagi
tinerarien, gerade darum auf diefem kürzeſten Wege
adames, Feizan, Tabu, vielleicht bis Caſhna vorgedru
ſeyn, fo daß daher Plinius feine Kenntniſſe und fein:
*) Shabini p.4ı. **) Shabini p. 43. ***) GHebräi
men auf der Tontäke —— bes —R I
.r2 h, mtpligerlun, Du 75
7 Niger eöpfte: Dikgri Bevio enden
— inte Bee netz
rer In die be Weaber *3
leiß, . —* — —3* *
a
Er
Seine Bintönn —— = —— ale Lundes, ‘
—
jaer ie, A
verſchaffen ſolle. Der zone Ir bis 7oodo Dann
iterei, und 100000 Fußdolt fiellen vas-
— elek amade ift. Der —8 287 *8
In Houffa, mie am weſtlichen iger, zumal der an Be:
dei gleicht hier dem Kimbuetu;
tete a * und Sera aus Zimbe ob Yan m
| im BWeften?), von Bornu, Mofhu (?) und
Yadia (2). Aus Bengala’(ob Beugalen 95 erhalten fie
da ihre Baummalle.
«ifensein, Teb bar ode Golbſtaub und Seladen
ehe,
t6bar ***) wird 3 bis 4 . Meilen 6 miles)
5 von der Wradt im Bande gi n, wo feine Berge
! Goabern warme ohne Sand, bede Et mit einer du a⸗
h bheaunen Erde. Emm if es erlaubt wie am
4 — (f —* . da Gold zu holen. Man
— air we Ei ——— um Mergiche
je en umbinbet,
Es denen, bie fü für ein Geringes das Gehen
Mlemmm. Gtlaven werden in Houſſa viele alten
verhandelt, Ber König barf Leinen feiner Unten
©claven machen; aber fie tommen nach year von
» Wansbarra, Iinnie, Beni Kilieb Cd: i. von den
der 2) and von den Beni Ari (d. i. won den
ver Raten), bie mehrflen find Rriegegefangene,
Won den Gtrafe geraubt, als Kinder gefohlen, ein dori
wohl von den Befegen art verphates
. De — bes Reiches Sea ou nach Sha⸗
N.Plin. Uin. Nat. Y N ==9, un$ Mennell App. dei Park
en P — jaokson Acc,'af Marocoo p. 292.
476 Afrika, Waflerfufteme. II. Abſchn. S. 21.
bini *) jenfeit Timbuctu geben, und an dee Morbfeite bi
Nil —8* ſehr — er meint =5 Tagereiſen im
Umfang. Zimbuctu und Afnu (f. unten) zwei Rinie
seiche find ihm unterworfen; ba werben im beiden Feine
Sclaven gemacht; bei Afnu nennt Shabini auch das Keih
Darfnil, als Nachbarländer von Houffa aber Wambarmse,
—5 Moſchu, Jinnie, welche alle von Negern bewehn
werben.
m Oſten von Houffa liegt Kaſchna, ein gufes
ei Ueber biefe Gegenden im Red Ofen von Kim
buetu und Houſſa bis Kaſchna, herrſcht unter ben Blau
fen Handelsleuten, bie fonft im Übrigen centralen Afei
ſehr bewandert find, gegenwärtig -eine geoße Unwifl:
denn durchaus nur unbeflimmte Sagen find ums
aus dem Maghreb jugetommen. Die Loͤſung biefer Gm
bechantiit geben Ritgies und Burkhardts neue: Be
e . "
⸗ Unter den Negerſt aAmmen dieſes centralen Afrikas,
in welchem einſt civiliſirte Reiche bei den Arabiſchen
von ähnlich denen in Houſſa und Timbuctu genannt wur
ben, zeichnet fich befonders ber große Stamm ber Geller:
aus, von benen diejenigen, in der Machbarfchaft von Bon
nu fih Wufelmänner nennen, inbeß andere Horden
ben Heiden geblieben find. Diefe Felleta ſcheinen im
ganzen Sudan feit geraumer Zeit fehr mächtig geworben
feyn, und haben fich erſt feit einiger Zeit (wie etwa
und Galla ihre Sftliden Nahbam, f. &. 298 und 254), !
Durch das ganze mittlere Gontinent verbreitet. Buch '
haroͤt fahe einen berfelben als Pilger in Dede, ber ihn
fagte, baß er fein Standlager in Zimbuctu Babe. |
meiftentheils Reiterſchaaren (ihe Herlommen alfe wehl
ſicher vom gebirgigern Hochlande, wo Pferde, wie in Habefü
and Bornu ***) in Menge vorhanden, im beißen STieflande
des Sudan aber allgemein Geltenheiten find) mit Pfeil und
Bogen fechtend; bie Bogen find kurz und von Eiſen, bis
Dfeile vergiftet, fo daß bie Lleinfte Wunde ben Tod bringt;
fie ſelbſt haben ein Gegengift.
Diefe Kellata haben Bornu und Kaſchna (Cams
na,Casena eins ber 15 Megerreiche bei Leo Afric.)
geplündert, Kaſchna vor etwa 10 Jahren halb gerfiört nad
alle umliegenden Länder find gegenwärtig, nach Dabji He
mets ++) Ausfage, ber felbf aus Bornv gebürtig, Dem
un“ Dur? Con eig m de — — — ie
%) Shabini p. 82. **) Hadji Hamet bei Ritchie p. 237,254.
Burkhardt Trav, App. Nr. II. p. 486. und Nr. J. p. 477.
.) Sherif Imhammed in Proceed. T. I. p. 132. 6 Lee
Afric, l, I, fol. 4 & 5 253 b, up) 9, O.
1 Mgerlauf, Houffak\. 7
n unterworfen, dem Seito u ds
—— ber. ale ein Afrikaniſcher Bona⸗
mit id dieſen gangen Theil des centras
Ei — Bes 3 — iſt gegen:
na, und wie vermuthen, baß fener ath:
Ben Batfina) der wie ein Safemnantı
€ Amuleten in Silber und Gold bebangen, in
m —— ae der Afdanti gegen bie Fanti, an der
Re, diente (f. oben ©, 395): einer der flüchtigen
en von Kafchna gewefen, der mit feiner Parthei
und Aufnahme am Hofe in Cumaſſie gefunden.
terdurdh Bären mandpe Macpripten auf, melde die
—J aus der antiteſidenz über das centrale Afrika
iten und u. mwbich uns mi it haben; 3
————— je Urfache der näl en epinbung. biefee
aats mit ber — ten ae Kite
33 das centrale *
en
—— ie ee mie — 0 Sa aan zur Bu
Pbellete, —A — steigen Yope
©.349), und aus en a
—
‚nur ſecundairen, — 32
—— berflammen, welches fie bei einer
aus dem Norden Garamanties oder
ip aufgenommen hatte. Bis je. haben wie *8 vo
an eile der auf Hoglande Timbo
— ward umflänblichere Nacht ichten gehtit; ber ganze
Erg muß aber wohl eine Daupsmaffe bes centenlen
Bermutbich. find von ihnen, als den Zeinden der v3
ammedaner des Subans, manche abenspewerlihe
; bahin regnen wir auch dieſe nad Daurifı de
«im Gebiete gmifchen Timbuctn und
Beb Houffa d. i. Thor von Houfſa —X
der Bebirgspaß am Niger bei Bouffs ſeyn, m
umlam?), lebt ein BolE mit Hente Oprade w
Araber den Engländern, wegen bes Geziſchels her Kr
das wie Wögelflimmen x vergleichen. te zeiten auf
Bätteln wie die Engländer und äderte Sporn,
, Fechten nur im Zweikampf, uberer u. fm.
Belle, But Zulap, Bl tee, auf. bern 95
Fearen bie| ieziehen mi unftreitig
felbe Bolt, welches arts auf feiner a
am fo feindlich ade ty in ara ———
) Bowdich Mission p ˖ 156. m Yakıon Acc. of Mizoc-
co p. 508.
473 Afrika, Waſſerſyſteme. IL. Abſchn. Srı m m,
von Amabi Fatuma und IfaacoPonlen*) genannt —
—— —4
weichem bie Verunglüdung Parks berihte
als einen Wormand gegen feine matäel ide, M
PDoulen*) sraciften haben fie mit einem Rriege zu
ateben, um ben Zod bes Weißen am ihnen zu et.
fol er, nad 4 Monat Krieg gegen fie, ihrer Lebe:
meichend, nach Bambarra zurädgekchrt fegn. Wernitar
ift eben bieß das Volk, welches M. Park in feinem 7
Briefe an Joſ. Banks, den Mauren ähnlich an Karbe,
Surka, Wahinga, Tuarik nannte, vor deffen Wür|
ex fih ein Zelt auf feinem Fahrzeuge errichte,
Bon biefen Poulen oder Ppelleta, velhe rn
buch bes gange eentrale Afcifa fi ausgebreitet —9—
teilt Mollien, der ifnen am Genegal, Gambia un 7,
Stande befonders häufig begegnete, folgende Beme:
mit, welde hier beachtet zu werben verbienen, als Ber
aue Geſchichte diefes merkwürdigen Volkes, deffen
men uns noch fo unbefannt if. —— 2—
a be fen A De
nauem Verkehr mit 0 umd Timbuctu (vergl. ei Pd
346 m. ©. 455:5 au hie andern Ländern (Y) er 3a
Afrita, bie andern Handelsieuten wenig bekannt find —
Daß fle, wie die Bewohner von Timbuetu, baffelde —
recht genießen, nicht zu Sclaven gemacht zu werben,
große Anfehn dort ed hatten, DH ſthon bei
fo wie ihre alte Freundſchaft mit den Mandingos.
der Afnligge Klang beider Hauptfiädte, Zimbu und
buctit, einen verwandten Urfprung anzeigen? Die
ner von Bondu find, nad Mollien, auch Poulen
fol nach Durand **"*) fogar ihre eigentliche eimath
fo wie auch das gebirgige Landchen Sulah:dw, am oh
Senegal; wogegen aber ſchon Rennell fel erregte
und wohl mit Reqcht, da ihre Ausbreitung Wr! das
trale Afrika gu groß ift, um fie aus einem fa kleinem 2
penlande Gerzuleiten. — —
Mollien erzählt +4), über ihr Herkommen laffe
nichts Gewiſſes ausmachen, aber es fen Gage, daß fie
bie feuchtbaren Gegenden Norbafrikas, des alten
midiens bewohnt Härten, als Zeltbemoßner, und bau
neben ihnen die Joloffen. Beide feyen aber durch bie 2
Tanft dee Saracenen mit ihren Gameels and Pfei
*) Park Journ. p. 209. **) Ebend. ©. 216. - [9 rt
Reife. ©. 334, 33% 97 #**#) Durand Voy. 1. p. ı.
} Rennell Append. zu Park Trar. p.
') Mollien Reife ©, 159, 78, 94.
Migerlauf, Houffen © 48
worden, auf die Südfeite bis Senegal und
‚ alfo ifo Jam Miger oder 6 — wo
verbrängs, vorzüglich die Serreres, mb
Baol und Sin geflifter hätten (ob viels
Yunife Bala und das Aftatifche Jin —
ienft und dämoniſchen Cultus erinmernd,
Namen von Zinnie, Jin: bala, Bimbale w. in
is die Mauren fpäter ihnen nachgerüdt, Kitten fi fe
ben am Senegal zur Annahme des Jolame und ar
eines Zeibats en Dirfe inden, den le ned
Beten. Aber chem fie ſich nur in den
Mäintern (clöRRän ten; denn *95 ben
Emm fiad fie in Biele Gruppen almäplih
Ewa, jun Zell gan eben, und wit den
— “ — — ha einem
wmzatnen Bunde, ol en
EiERepammedänet, # Bu diefen yet, [7 tin
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Rum De ©, . *) Melim Rıle 6, 105,
«
480 Afrika, Wafferfyftieme. II. Abſchu. 6. n:.
im Wet vom Dibbiefee) und mehrere Länder ie Des
von Timbuctw, nebft Kaffun (ob Kasna? Kefbna) imm.
baben folten, auch DOuaffelon, Gangarari, Boube
und Futa d'Jallon. Aber, an ben mebrften Orten mi
Negern vermifcht, Habe fi ihr Stamm, nur felten rein m
halten; ja die Kupferfarbigen unter ihnen wurben ge
genwärtig, obwohl von reinerem Geſchlechte, von der
Schwarzen, alfo den mit Negern vermifchten, für bie
fhleptem gehalten und verachtet Noch Haben wie keine
näßere Defareibung ihres Gtammesperwandten, ber fliege.
zeichen Ge
eta in Kaſchna erhalten, die won ihren Feinden
natürlih nur ale rohe Barbaren gefchildert werden; wie .
vermuthen jedoch, baß fie eben dieſer Schilderung bes Kl |
perbaues entfprechen werben, ba fle in der That das Bin
telglieb zwifchen den Bewohnern von Vorne, den Tuasif
den Habeffiniern und den Somaulis (oben S. 166) zu
Heinen, im Gegenſatz ber Neger im üben und ber
arbigen Voͤlkerſtämme im Norden, j
5. Sibi Hamet’d Saravanenreife nah Baſſenah au
großen Strome Timbuetus gegen Süboſten.
Gin Fragment. \
Die Berichte der Augenzeugen, welde als authen
ongefehen werden Lönnen, enthalten im Dften ber bis
betrachteten Landfcpaften von Houſſa, feine genauen Ange
ben mehr, bie aus eigner Anfchauung hervorgegangen wären}
fondern nur ganz allgemeine Ausfagen, ba eben im D
von Bier, biefe und jene Ortſchaften, Reiche, Flüſſe,
l
a
1
4
|
u. f. tw. gelegen feyen. Von bier an beginnt alfo Fe .
fern gegenwärtigen Standpuncte ber Erdkunde, gegen Oft, .:
das Land ber Hypothefen, bie terra incognita, wi
fie noch vor wenig Jahrzehenden mit dem ober
und Gambia begann. Won Bier haben wir nur ned
Ausfagen, ober umflänblichere Erkundigungen, die uns num
aber meiftentbeils aus 5ſt ichen Quellen zukommen, mie
den wenigen Ausfagen bie bisher meiflens vom Welten de
men, gu combinicen, und das Bahıigeinlisfte über den
weitern, untern Lauf des ſogenannten Nigerſtroms
hypothetiſch hervorzuheben. Vorher aber bleibt uns
ein einziger, vollſtaͤndigerer Bericht übrig, nämli die |
© amet’e nah Waſſenah, längs dem Nigerfizem,
der, wie wir bald ſehen werden, uns nicht nach dem fl
ſondern nach Südoſten führt, aber nur bis jet ned «ls
ein Sragment, ohne Verbindung mit feinen Umgebungen
— werben kann, das künftig wohl feine Aufklärung
nden wird.
Die große Garavane des Schegar von Zimbuckz, um:
ter Anführung Sidi Hamet's Bruder, Shelban, und
von
1
Nigerlauf, Waſſenah. 481
vom erflerm- begleitet, die beide nie von dem Orte Waffe:
jet battem, 409.0, Stunden von Timbuetu, fübs
tibaffzom, ben: Gjdi Bamet Immer Be 1{616*)
Won da, 6 —— in ebener Gläge, fein Ufer
‚zehten Danb habend, nad &.D.P. zur Bleinen
ämbinah, mo ein vorliegender Berg Bolibib
mebe gegen ©. D. drängte. Die Caravanẽ verlief nun
Strom, und v8 meht gegen ©. durch walbiase [ 75
iee nad 15 Tagen wieder den Serom,
wo ein feindli Megervolt Fr das aber in Sreundfaft
Band mit. dem Könige von Waſſenah. Sir waren zu (mad
um Miderftand zu. leiften, und. gaben ao Ochfen. Jenfeit
bi Stroms waren noch andere Hat bewaffneter
umb » Städte gelegen. In die Jdentität dieſes
— — * Ba a I gar 33
Bweifel; es Könnte bierin freſtich ein Jrthum vorhanden
on dem wir aber nicht zu prüfen im Stande find,
en
großen Strom nennt dee Araber Zolibib; * Akne
Sad acte Yan, wegen ————
in, weg e Stein
6 —
** Relam
£ wien mul re Yen Helm Beryeinten am
2 I 5 beim Herabfleigen von den
der wieder gu einem fehr engem Uferbette, -
Selten
D.
durch melde m
Üben Hier on —ã Pe a
und Ds 10 [em verlieh man das Gebirge,
Gtrom immer zur sem behaltend, dem viele
und breite Bufafle smeilten. (Er war vol Gas
ifehiffe, and auf feiner ae ſahe man gebe
3* — pebe faprt heit rr jaravane
und braup in ma Gttome wies
m 15 Kogereifen bis zue Stadt Waffenap.
. wurde die Caravane feeunbfchaftlih empfangen,
ie M Umwelung der Stadt in een! eh Baar te
, sınb verweilte Gier ⸗ Monat um Sclaven,
in umb Elfenbein zur Müdfrahe einzuſamme in.
" Diefe Stadt Waffenah *‘) liege zwifchen Hohen Ber
en am Gtrome, ff fen — den be 1 —X
und fo breit if, man faum die Ueberfaßrenden
= tigen Ufer ertennen ann. Die Timbuetuee nann⸗
sen ihn Zoltbid, bie von Waſſenah aber Zadi (wie der
Balee Enzabbi f. eben ©. 271, 2392 und 086),
—
©) Sidi Hammer 2.970, ®) Sidi A.met p. 873,
13%. 9”
Fr
v
464 Afrika, Waſſerſyſteme. IE, ubſchu. §. æ1.
Die Stadtmauern find aus Steinen Abereinander,
Mörtel, ohne Cement, gelegt, nach Art des Dertantıe
die in der Marokkaniſchen Provinz Habe. Sie find fi
di, Höher und flärker als die in Timbuctu (vergl. obe
©. 141.), man braucht einen ganzen Tag fie gu um
und fie bilden ein Viereck, auf Feder Geite init einem
Alles Land umher ift wohl angebaut mit Gerſte,
Heiß; umher wuchſen Bäume den Dattelpalmen
aber mit einer kopfgroßen Frucht die einen weißen
enthielt (ob die Socospalme?). Hier fanden fip im Uche
ga Dchfen, Kühe, Efel, aber Leine Cameele, keine Pferde
eıne Schafe und Ziegen, dagegen Federvich in Menge.
Bon den Megern erhielt die Caravane fehe wie
Neiß, Weisen, Milch, Fleiſch; Sidi Hamet konnte
nicht mit ihnen ſprechen. Faſt jeden Tag regnete es
rend des dortigen Aufenthaltes (März und April;
Regenzeit am Congofluß fällt vom November bis Januar")
an der Guineaküſte mit diefer zu gleicher Zeit).
Waſſenah Hat, na Sidi Hamets Gchägung, dep
pelt fo. viel Einwohner als Kimbuctu, und umbre liegen
gang in der Nahe am Ufer eine Menge von Städten ul
Derksaften. Die Einwohner find keine Dufelmänner,
beten ven Mond an, ſchreiben nicht, find ſehr ge ei, Wi
Zanz und Gefange ergeben. Sie fangen viele Fiſche
©trome, in dem fich auch viel Crocodile befinden; kw
Gances find hohle Bäume die 15 bis ao Mann Kalten.
Von der Garavane wurden nur, Ir gleidger Zeit, in
met je ao in die Stade gelaflen, welche jeden Abend ge
rückkehten mußten. Der König felbft bewohnte einen qu
beatifch gebauten Steinpalaft, hatte 150 Weiber und ı
Selaven; er war in rin weißes Hemd in orange f
been, nach Matrofenart, gekleidet, mit Goldketten 6
und mit frhimmernden Steinen und Mufcheln. Gr
den Titel OÖlibu (Olaeboo), d. h. der gute Sultan,
reitet auf einem ſehr großen Thiere bort genannt Ilfemonl
(Elephant), welches die großen Zähne liefert; ſtromab
len fie in Menge feyn. Den König umgiebt eine
Negergarde. | 2
Von ben Bruder bes Königs erfuhr Sidi Hamet
daß er in wenigen Tagen, mit 60 Booten unb 500
claven, den Strom binabfabren werde; erfi nah S.,
nach W., zu rinem großen Wafler, wo ein helles Wolf
großen Schiffen mit großen Kanonen bie Sclaven
für Hinten, Pulver, Taback. Er meynte nad 5
°) Tuckey Narr, p. 203, Mersdich Acc, p. 4. m) Bidi
Hamet p.'377. .
LEE. #72 3 Sg?
su I Ei genen kan wie ige Def Be
Rh — Sei [3 Ku a le ts
t vom Auoflu]
Ku ang m Eat
2
Sind ve effinaßfome mit dem Sum von
it, menigftens im Bericht angenommen; der Res
est — fie nu Parts Jolida, und fels
so er
5 Dame auf gleigem Bege in 5 Bosat ‚u
2.
tele: un shlige Sudan am unieıe
: Ranfe des Nigerßeomg
6 0
ung 5 - Dorn, Refana, Wangara,
Yen; — ———
von Kafchna, von Bornu und von
oder der weftlidde se far ee)
e (Sälsi) Fflide ( ) und '
KA (Bedi) IE .
Ben meine Kar —X 2 im
IR." Mile Unnen' Die auf Dem (fe welt Babe
en nur bie eingelnen Maceichten, wie fle
— ae
re
01 en
—* aiter un Ar t Zeit geb —— — find,
ie Gh ae pi
find fon io Miele gemacht, baß eine rang bet
m im der That bald zu ermarten fleht, ale, ara $
sehen ‚aber Abarfläffig exfcheinen.
ER — des centralen Afrita Abeig, inner
F "der weitere
’ Hai ve
eemn, — — 7 miui⸗ was.
a
484 Afrika, Waſſerſyſteme. 31, Abſchu. 6. ae.
drungen; "alle andern umherliegend daten n fiab 8
aus einige Hellung au auf die Nachbarſchaft *
im Weſt und Oſt von Bornu.
Sees wird verſchieden, von 4 bis 15 Tagereiſen an
oey beißen.
bee Mitte bes centralen A li ei
Bo * ſeit Elterer Beit bi ** * da be
kannt iſt, bis zu welchem authen enzengen v
tentheils nur von diefem aus
es bildet alfo dieſes, gewiffermaßen, ee
sen Punct in biefem geographiſchen Dunkel, vom 3
ihm wollen wir baber die etwas werwidelte
Beginnen und den Gegenſtand ins Licht zu ſetzen 3*
Der ren oder der Große Strom und bie —*—
Au⸗ Nachrichten ſtimmen barin überein, daß
nern von Bornu ein großer Süßmwafferfee“
befien Werfeite Birney erbaut if. Die
viele ſtesmende Waller gießen fih Binein; er if — |
und heiße Now, daher bas Land umfer Bor: Rom
Dfiufer wohnen Gögendiener, davon Die
A
‚Birnen ift nicht der eigne Name der Stade, found
es bejeichnet nur hie Daupekabe bes Londes in ber
nuſprache **), daher fie ebenfalls Bornu
gamet, einem eingebormen Zürfien von Bormu, iſt ine
egypten nicht fo groß wie Bornu; um von einem Afew
der Stade zum andern zu geben, meynt er, brauthe mas
bie Zeit vom Movgen u um Abend, Der geofe Strom, WW
im &.D. eine gebe agree von dieſer Stadt
fließt, ſey der Kamadkun A ämlich der Niger);
aber in ber —— ) das Appellativ Sms 5
Otromes überhaupt; und dieſer Name ſteht fon auf
dens Karte von Afrika. Dagegen N te ein anderer
ner von Bornu * heiße Tſad +) (Sabdi bei
oben S. 481, Zad bei Hornemann ++), Aſhabi
met), und 8Xea. gu gleicher Zeit an wie ber
— ja er uberſchwemme, non ‚Bornemann Liu
G©tunden breit, das ganze Land. Er 18 Dagegen ib’
Dan je nn hpetieiete Gchanin, —555—
t e ete
Ip, auf Mefehl Deo Rinige in ben Etrim gelänt
Fi
EF
.
Ri.
)JL. Burckhardt Travels in Nubia. Lond, 1819. 4.
end. 1. p. 447. *") Hadji Hamet p. 251. *#%)
es of the o and Bornou Lang. bei Bu
Trav. P. 491. Burckhardt Trav. App. Al. p. -
+4) Hörnemann oy, ed. Langles :Vol. I. p. 264.--
3
ar Bun a; 3 Pr
je, = und durch Diefes 38 a einßt
zu Mae h Sanıt nanze-Mie Eiaht an Dim Gehe
ws dieß rn Bamtaraı Nee Ränden
un!
m Eisle: „ga, feiner Karte von fat *
ii Barden el lee aber drfer Rah an Bene
er,
and Guban gefrämt,
teoms komme, — unbefaunt; DR von. Dem
ber Fluß Sharp in Im ei ein
in en von as (Ber
bei Sergen) daß der Otsem diefee Stadt fo groß
peifche er und . aan
Lund Steuer päi
en m Banc im
im Wi * Kafbna, m * u *5
ar joreibon Zeipoli pn
Bas ide er Güldi (elite ” *
jeften dieſes ae foren
— din, deſſen En: Mn —— "sad
: Gnobur (wohl Guber Su Ey) Sam a
UP: Basen, Meiti ( Ein Batate),
in; "Rind ee, ki Entferunm
en hm unbekannt; aber bey Nyffe liege ein gro⸗
Ems Er —— von Kimkncit fr
in biefen See von Nyffe ſich ergieße, fo m unbe:
iiefe Angaben, welche ans dem Rute eines angefe:
und’ einfiesvollen Bewohners von Boram
ber dieſe Gegend felbft bereifet und *5*8 ie
erflattet hat, ſtimmien volkommen mit —XR
ten bie ee im Sſten ſammelte überein, und
f& anbern: glaubwürbigen Berichte ihr RR .
Sucrchardt hat, nach feinen ſehr —X
ungen, eine Reiferoute: won Borgo(
IM von Bornu am Bahr el Ghazel) a fett us
—8 Case RB.) itgen eilt, aus weicher augen:
HINEIN
——
ni
a
Fed Han P. 251. 9%) Quastexiy Review ı820. May.
. 4B6 Afrika, Waſſerſyſteme. I Abfchn. 6.22.
qheinlich hervorgeht, daß bie Reihe Bagferme unb
oenu im Weſten“) biefes Weges bleiben, mub mi
egen Norden liegen, wie fie bisher auf allen Kartea
feilas, frit Rennell und Arrowſmith verzeichnet
Bornu komme alfo, nah allen andern
Burdhardts in Afrika, viel weiter im Welten, and
erade im Süden von Fezzan zu firhen, twas
Pornemann und Ritchies Berichten Übereinftimmt.
Auf allen Karten muß alfo erſt diefe — 3
Aeinung vor enommen werben, nach welcher wir,
ithies Angabe, bie Hauptſtadt von Bernn etwa
16 Er. N.Br. und 16 Gr. DO. 2. v. Greenw. fegen.
nem aber, etwa unter 18 Br. ı2 Min. N. Ur. und 7
bis 18 Gr. D,8. v. Greenw. **).
Das Land im Weſten von biefem Bornu iff es
welches von den Negern ſelbſt (auch (don im Weſt
Bagherme) bis Zimbuctu, bad Land Sudan **) im
gentlichen Sinne genannt wird, und baber auch ber
See bei Nyffe, der Bahar Sudan, d. i. das gro
Waffer des Sudan, und das fogenaunte Weangbe
bei Edriſt (ein Name der aber mehrern verfehirbenen
ländern als Appellativ zukemmt, dreien nach Capt.
im Süden biefes Bahar Sudans. Defien Lage muß de
ber ebenfalls weit nach dem Weſten, mit WBorner, verlag
‘werden }); denn arch Burdhardt konnte nirgends im DfieR
‘von Bornu ein folhes Wangara +) erfunden, fo wenig Mb:
fein Vorgänger Browne +r) in Darfur. i J
+ Diele Thatſachen ſcheinen nun nach dieſem wahren Be
ſammenhange ber geographiſchen Werbältnifle , Leinen Zuch.
fel mehr unterworfen u feyn; aber immer bleibt Die Iden
Kirät bes Niger bei Timbuctu und des Niger bei |
eoßen Zweifeln unterworfen, und Ritchie fagt ——
abe V Niemand gefunden, der als Augenzeuge S
richten Eönnen, daß der Strom der zu Kimbuctu Iſſa Heiß 14
dDerfelbe fen, welcher den Süfwaflerfee bei Nyffe
fließe, durch das Reich Kaſhna gehe, wo er Gälbt
und nachdem er Gano, Bornu, Kanem befpüle, weichen fi
wärts durch Baghermi gebe und den Shari *33
wo an aber, von neuen, ein völiges Aufhören von
ten dee Augenzeugen beginnt. Doc ſey eo allgemeine WM |
nahme dieß fey ein und berfelbe Strom. Au z
Ritchie und fein gelehrter Sommentator dafür, bei DER m
\
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Mania MIT
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*) Burckhardt Trav. App. H. p. 487, 488. **) Ritchie a “
) nart. Review p. —* he. ©. ara hurdet 3
sav. p. 450. +) Ebenbaſ. G. 234. tt) Burehharde In ,
p: 486. tt) Browue Travels Appendix J..p. 450, b
BE Aion Äiren. Arie se MR
iR dan, 5* anna \
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ra I, Seograpden, diefer — dig
it gebe, als fede dei
u bie, —— einer felisten Autor ber
' direete, tung, daß biefes W Ti
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rifen | n. ja), und bur: a fließe bee
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— je) **". ur J ji
hm — — ber verfändigflen Mausifi
i dan — waren. Auf Ya
m fal — nie Verderken , die 150 biß, ri
um! Tonnen Waaren tragen; bie Anwohner
38 bier die beften Schiffer.
füge vom Nil Abid und dem Ser von
insbefondere Ali Bey, nad Crfundigungen
a tigt FD, er giebt ihm eine ſeht große
A von ber. Quelle des Niger bie am
Gr. vom W. nah.D, und 20 Gr,
a ne er, e Peinen Fluß.in den -
Maäffer * ib deffelben fließen gegen
in den Bahar las, — ol
ber von der Größe bes canpifigen gem sol.
pwernme das Land wie der Mil in ap
erfheine dann wie ein Meeresarm, Er nehme. feine
iegen das Sunere Afrika, wo er ein Dieer bilde,
feinem omdern in Verbindung ſtehe, in welchem
jerbarken von einer Küfte jur andern 48 Tage fchilfen
ohne im Stande | feyn das gegenüber liegende Ufer
bmen, Dieſes Meer verglich ber Araber Buhlal,
diefe Ausfage hertührt, mit dem Mistelländifhen
Daß diefe im orientalif gen Styl etwas übertries
em abgefaßt if, ergiebt ſich indep wohl aus dem erſten
A fe Mi Ed. ch. *
zu aa
D
.
458 Hfeifa, Waflerfpfteme. U. Abſchu. 6, as.
ieſer See ſchei | einig |
un Bf tig tt ne
3 Monatreiſe ab *), jenfeit Baedu und Gotto (er fagt
Er
er feun ſoll als —F Gee Dibbie. € Kine etumal
der einen und dann nach der andern Direction, und
Ba Seafeena, (d. h. Waſſer der Schiffe «eh wo
Kr Ding m Bayer Suvcn Kin m Sem
nach Barnes, auch Weiße wohnen, bie 5*
n
wie
Mauren Heiden, Turbane tragen, aber nicht Arabif
Yen; nad andern Araber follen es die Weiße
welche fie Neſarrath +) nennen. Auch im Güben bes
Abid, an den Grenzen von Malli und Lamlamı, geht ie
Sage, daß bort die verlornen Stämme Israëſls
folen. Eben da, gegen S. O., follte das Neiternelt
das die Handelsleute den Mauren und Europäern Wı
hen, die auf Gätteln reiten (f. oben). Daß au am
‚von Bornu die Sage von Chrikenwohnungen
—* wie fo eben, nach einem ganz neuen "
amets angegeben. Daß fie aber au in Elterer
um den Bahar Sudan ſchon einheimifch waren, unb
wir um ber Weißen willen, unter denen man ſich zw
Laum andere ale die Europäer benken kann, ar same
Ba Gen feena für den Dcean an der Guineafäfe m
Balten haben, ergiebt ſich aud aus Ebn Batuta, im
ange vor der Entbedung jener Küften duch bie
fen, auf feiner Wanderung im Suban (1550), er u
Sego nach Mali im Of von Ximbucte ging, im Werft
Beupefabt bes Reiches, in einem Wirthehaufe bei des
eißen fein Quartier nahm und dort = Monat Kid
(abi in alborum hospitio diversatus sum) +f)., ht
auch im Welten von Kimbuctu wohnten gie feiner Zelt |
folhe fogenannte Weiße zu Saghar, die zur Gecte ber.
er Iten (K.) ober zu den Haeretikern Bpadha (B.)T
ehbrten. “
u Eine Ausfage dee Scherif Imhammed, von we
dem Lucas in Tripoli zuerſt einen Neifebericht, von Vi
b , K
Sen Gtrome elle HER), Demrstt, daß biefee MIT AU
*) M. Park Journ. p.ı68. **) Jackson Acc, of Timbacta
P. 447. . Murray Histor. Acc. of Discov. II. EM
”**) Jackson Aoo. a. a. D. p. 450. a Jackson of
Marocco Rz 297. Tf) Ebn Barata ‚48. +17) Gbenb. ©.
47 unb bei Burckhardt p. 556, +8 Lusas in Proce«
s I. p. 1237. ch, VI.
we. ale in 489
, weldien ber Sherif, ein angeſehener
1 sweimal an einer Stelle —
Ben RE
i —— ſeht —328
na niche iten, =
m nie Kt inne da da ni
I had müßte man all h
Be uf (dan, ſowohl vom —
* a in Nee N 8
bei —— zu finden (die man Ay beim
ie lange elnie, bee Bihır Ybe dem Diger
T HEN m a nl Wulce Demnap Bir
n egenlauf Dee 5 unterbrochen,
— Ball den Bahar Sudan er:
san —
—E Er mil hen
und ing —5— u tom:
⸗ RR Ken nd ie * u fo
n völlig unbefannt, dal ein oldes —2* dore
‚gut vorhanden ſeyn könnte, a bag Europäer davon
ie aber — wetligeWafferbaffin einen
tönnte es wohl nur der Strom von Waſſenah
Bad (f. oben &. 481), woflr Sidi Hamets —
side fprigt ”).
j Sun biefe Auſicht vom weftlihen Laufe bes Gulbi⸗
{ Kafepna , welche nur auf dem einzigen Zeugniß
mmeb beruht, iſt aber, entge; Ei bie obige
fluß des Kamabku oder Tſad in den
von "Bora vom Meften Her, fo wie Sidi Mom
s *”) ausdrüdlige Weftimmung, ber Mil fließe durch
17 2 —— — Dften, 4 Xagereifen in
tftabt von Begarme, wo er faft eine Engl.
je ee ee ſeht tief; er firöme von ba gen Süpdof.
te Sherif Imdammebs Strömun, ve Ro tafchna, viel
ur eine partielle, widerfinnige Wendung des Steom-
fe die eben barum fo beſonders reißend ſeyn
und bald darauf feine normale Richtung gegen
Be dieß gar nichts Seltnes bei Steömen’ilt, wie:
der en der follte dieſer Strom von Kaſchna ein
nordöftliher Zufluß des Bahar Sudan feon, fo daß diefer
genße Binnenfee dann entweder Beinen andern * ge:
Kr A. en —— ——— Asese. of Timbustu p. 514. *")8i-
Strom von Waflenah ihnen ein 6* meht
er, ber Joliba Parks und N euern if, wel
Kten von jeher unbekannt geblieben, oflmärts NE
Su je, ſey es zum Congo ober mit Reibarb
imeameerbufen.. Mit biefer. Annahme bo
Bye en An cn und Rennelleh
der Suba eentrales Steppehb,
fan. Wofferfülle ſich um ben
Ban een. ee auebreite, und. ba bei
bald bes flachen Steppenbodens. Nur würde |
penbeden, famt bem goldreiden Sumpflande
wicht in Often — zu liegen nen tie
bisherigen Karten , »fondern in Wellen von. Be
Kafhına. Auch tärbe es fich nit Gehe meif ge;
breiten, weil eine Gebirgsfeite, die, Sidi „Hamer
mußte, „bie, Wafferfcpeibe. zwifchen_ biefer. Kiefe den,
Sudan. und des Stroms von Waſſenah van m
KM biefer Keen nicht ſelbſt deffen Auslau
jeboch Es 13 sog Sidi — Re foräge,
ar
‚Hätte der Bahar Sudan aber einen. 3 unbet
ten, —2 Anlauf, gegen Bornu, fo
Strome von Kaſchna widerfinnig, gegen DI, mu
Süden fließen müffen, und die ellgeme ne Sagı
Maueifgen und aller Mahomedanifpen Handelsten,
ber Schiffbarkeit vs Jo liba bei Eimbucku,,
Dil Xrgyptens, wäre noch micht —8 — —
ſqhon der. Sal, wenn ber Emiffair bes Bahr
der dann Dieler Bahar Sudan ware, Inden Th
fü iR
eines dans erwähnt.
ær gerade don Pier an der bisherige Viame Folie
Falbi, ganz vesfohreinbet, nie wieber genannt wird,
in ganz neuer Name, Tfchadi an die Stelle tritt,
Fenbar mit dem vermeintlichen füdlihen Ausflug des
nämlich mit dem Moienzi Enzabdi Kongos (f.
a HA iden iiſch
—— — can Wehe
wäre, bie gebe von
fellte die al; Igemeine Sage: ber
; ah: 4 en R —— Gii am,
‚mit dem eguntens, dur gang A
wi fie. nur eine — feyn, ine u
DS ac era an bie Sabo DL pe
[4 je Kebla, b.
‚oder Den —— — bin, wie I;
Augben fagt. Oder follte es nur ein 38
Items: non Dornu ſeyn, fiber auf den Strom
Kiqbucku? Dagegen find fehe glanbhafte Zeugniffe
Pe
aa) il om
bes Neger erinnern, wozu noch folgenden.
Hach dem Arabifgen Manufeript des Sidi Mofammab
—— erhält ve Bliger im Of ber Stadt
achte, der Sädfeite zwei fo Kedeusende Zuſtrme
Boſſte das ganze flache Vangara in 33
oraſt — 585 follen,. Der eine dieſer Buf
fid in den Niger 10 Zagereifen (Erfallat)
met, im Df von.Zimbucts, der andre in Bengen.
ba an heile bie aanıe Maflermaffe Nil el Kabir
* *
.
492 Afrika, Waſſerſyſteme. IL, Abfchn: 5. ze.
Die Waflerverbindung zwiſchen dieſem SH dee Meg
Hei Timbuctu und dem Nil von Gaire wird als unbem
fele angefehen ) bei allen Mabommebanifchen belsle
ten bes Sudan; fie fagen der Landtransport auf Gameelt
ſey wur woßlfeiler und vortheilßafter weil bie *
berall durch ſehr —— angenehme und besddlkerte
aften gehe. och wiſſen di ſelbſt nie ED Jä
mint anzugeben, an welcher Stelle ber große We %
Mil den großen Oſtarm deſſelben ee, ackſon theilt dar
fiber folgende Nachrige mit ). laubwäürbige Dämm
berichteten ihm in Mogobere, baf im Jahr 1780 eine Ge
ſellſchaft von ı7 Einwohnern von Jinnie am Solibe, Ki
einem Ganse auf Handelsfpeculation nad Timuetu aut
Fuße, ihre Waaren mehrmals umfehte und nach einer Bi
von 24 Monat in Cairo ankam. ie erzäßlten, daß m
ben Ufern des Nil zwifden Timbuetu bis Cairs an 2000
Gtädte und Drte mit Fondaques (db. i. Carawan f
mit Moſcheen und Thürmen lägen, in denen fie fid
und dba um bes Handels und ber Neugierbe willen umfaßen.
An drei Stellen fanden fie den Nil, wegen abgeleiteter 66
näle fo feige, daß fie ihr Boot tragen mußten. (Ob anf
‚dee Wafferfcheide zwifchen Niger und Mil, nach ber Aus
füge des Afrikaners in Murzuk) *°*). Sie fanden auf i:
zer Fahrt drei bedeutende Bataracten; die größten an In
Weſigrenze von Wangara, mo fie ihr Boot vorkberies
:gen mußten zum See Merja (ob Baher Suban? Mate
ziab ?), der fo groß iſt, baß man fein fenfeitiges Ufer niht
erblidlen kann. Diefe Jinuieneger zogen von Gaire mit der
soßen Akkabah el Barbie Cd. i. der großen Wellcaravam
‚aber Barka, Tripoli, Zunis Algier und Angab gu,
von da mit ber Alta Cd. I. der großen Sudancaravane) nad
Stane zurid, umb brauchten zu biefem großen Cycius Werl
ahr und zwei Monat. BE
Das Hltefle Zeugnif für diefe Identität beider Ril
finden wie ſchon bei Herobot, dem Water der Erdkunde uni
Geſchichte, wo er ſagt +), daß ber große Gerom wie
die Nafamonen im Som der großen Wüfte im Lande
Schwarzen fanden, aus Libyen an dem Reiche ober, der Etabt
(zaga 82 zyv ol) vorüber fließe, vom Miebergange
den Aufgang, weswegen er mit bem Iſter zu vergl
ſey, indem er Afrika in zwei Hälften theile, wie jener
ropa. Schon su feiner Seit batte der Ammonifche Eteah,
ber ihm diefe Nachricht mittheilte, bie Hypotheſe, bag biefe
*) Jackson Acc. p. 360. **) Jackson Acc. of Marocco p
313, ##*) Horneman bei Langles p. 293. +) Herodatu
Histor. Ed. Reiz. T.I. L, 2, c. 32, p. 248.
ee ir andren Saden, aſten. Pr mg Aez
— — en
mit, was er —* in
des en mit dem Bekannten zu fogen
Bemerkungen wollen, wie
etwa zu der —
Ban oe —
ma flo äftie. ein ſtimmig * A je 6
— en übe — ne
——
fr ee 60 Saar al Län =
Hi Breite *
e drei Ba F el — NE a ihnen) 5*
= ') Ungara, erkenne ——
Ueberfchwemmung na Men gen amd ber Mil im
— fi — alle die, welche
‚das der geben haben, bahin, gras
fo wie das Wa en nimmt, unb jeder -fammelt Golb
Reiner arbeitet vergebens nach Edriſt, denn dieß Rand
Adreich, und nicht nur berühmt wegen der Menge, a
* megen * Qualität feines Goldes. Daher seit
—— Belab el Tibbar oder Zebr,
bland. allein fagt, daß an der ae Sm:
bie große Menge bes Goldes ſich finde,
ehe mwahrfcheintip if, da der Goldfand Geisha) *.
ben Niger, —— von den kleinern Gebirgsfirämen
füdligen Kon, gebirge dahin geführt werden wird, Im
—— 3 ennell große Senke Mittels
5* of Noch Afrike) }}). Na: * obii “a
Be goldteiche er an ı0 Kängengt,
— » Meilen weiter im Meften, als. es Auf Ren
Afrika — Hr — des De en ya
apt. Lyon +4+F) erfundete
—* drei BIstAIrBenE Wangaras (d. h. Sumpf:
ain gebe
Eure
Be
en
) Leo Afric. 1, VIL fol. a5. **) Hornemann Voy. ed.
Lane 7 —5 168. ee of Timb, ne
ja
DJ. Renaell 8 Fk Taer.A a.
p 31. Lyon —8
* — ge —
“
D
494 Afrika, Wafferfofteme. H. Abſchn. $. ee:
a. Kaſchna, oder, wie Rennell richtiger meint,
fina *), ſoll einſt viel wichtiger geweſen ſeyn als ein
das morbiwärts bis Fetjan reichte, fühwärts zum Niger,
mwärts bis Zamfar.. An Einfluß Bat es verloren feitden
Borna mächtiger geworben ift, boch follten nad GE
Imhammed no an 1000 Drte barin liegen. Gegenwärti
it es eine Provinz ber mägtign ellata schatten,
die Hauptſtadt gerjtört ***). on Fezzan
waßrfcheinlig vor Groberung bucch die Fellamm, | 08
Imäßige Süravanen nach Kaſchna ausgeräftet; fie
Eher gabe +), Fliegen won deſſen fandigem, fleinigem
in einen tiefer liegenden Sanbboden hinab, am Sim Zu
in ein liebliches Land voll Thäler, Hügel, Heerben. -
7 Tagen erreichten fie Kaſchna, die Hauptflabt bes
und gewöhnlich die Refidenz des Sultans, ber im ewi
Sinne ang Sultan von Sudan 77) betitelt —
Name der bei den dort Eingebornen aber eigentlich Aa fues
d. i. Land der Schwarzen beißt. Kaſchna fell 5 Tag
im Norden des großen Stromes liegen. Der Ork tueil
Handel, als Münze gelten Bier die Cowries, bie 21.
welche bie Araber Houeddah nennen, bie Neger aber
Marktpreife find Bier: 90500 Städ gelten ein Mitkal von
eyyan, db. i. 10 Shill. 3 Pence Stel. Die Sprade We
inmohner von Kaſchna iſt verfehieben von ber in
wie fihd aus Sherif Imhammeds mitgerheilten 3a
viele Affen und Dapageyen feyn, im Bornu aber "05
Kaſchna fehe man als bie weſtlichſte Grenze an bis-gm
er die Cameelzucht gedeihe und bie Trauben
5 bieß feine Richtigkeit hat ift zweifelhaft, vielleicht h4
damit nur die Cameelzucht im Gudan gemeint, benn
Maghreb iſt fie bekanntlich ſehr bedeutend. Die neue
Be natur wiffen nichts von Kaſchna im fagen. BA
am großen See bei Kaſchna fo Hs erusut ung |
Rorben feun +++), Ver 1803 in Kaſchna als Marabat
lebte; er war fiber Tripoli und en bis dahin vos
derungen.
3. Bornu. Die genauere Lage bieſes Meiches han
eng: d R im Obi
—2 ar dr ver Keabiipen Brogtaphen FA
*) Rennel bei M. Park Trav. yP,LIX Lacas in Pro
u.
fleme beider ergiebt. Er berichtet noch, in ae one a
caddings 1. p. 127. Hornemann Voy. ed. Langles. Vol.\.
284. *°*) Burckhardt Trav. App. p «86. Kr —
—— OF the Afric. Asıoc. T.T; c P- 165.
AG: 49 Qumterly Review "Ritchie. : ay 1820.
?
Murray Hist, Acc, of Discov, Vol, L: pi up“;
ET TE zea
TE u ſeyn. Leo Afr,
Br: au Xag & da sa rat
jean ar u 'von m 3 fe ab, das
ut Big von den Kibbos einem
=. Um feinen ei —— Nach bardoltern über:
hatte fig der König vom Bene u 2eo’s
—— — —
ferde in Bernu waren, fondern damale erft
aus ber nördlichen Barbarei einge
Su jedes Pferd zahlte er 15 bis ao La Ei
er
erhielt, So fau
ME Mr König — —— Ania
. er ie — Sultan des Sudan lernte ihn
bie "benachbarten Staaten von
in er Ani kkanım), ofau, Moro, Moffe,
\ jahlten ihm Zeibut. Daher more
est mhsmmer "*) fogen, €8 würden 50
ornu al Su fo sit als Völker
* Doch wären alle von demſelden Schlage, ganz
. Ge werden als —5— wilder, unwiſſender gefchils
als oh. zur Arbeit. Die Vornebmen en
je von Kupfer finde fi in Heinen GStüt:
Behr vote aller Handel mit gewognem Kupfer
jußer biefen einprimifchen Negern oder Aborigi:
mi eben aber auch viele en in Borna die nur
« umd von weit fchönerm Schlage als die
Be ind; unter ihnen zeignen fi die Stämme
E Be pre und Khoyem aus, die beide aus Arabien ein:
dert und in ber Arabifchen Ge hichte berühmt find.
HER 8 ſollen Sheriffe m: db. B. aus bem
Propheten flaımmen. sc biefen ſind diele
— verbunden, d. b. Neger mit Aras
Seh: ‚bie Nomadenmwirthfrpaft treiben. ° Nah der
—* ni lee fe dort, mit Gelaubniß des Sultans,
nen Zribut, bie Heerben zu weiben, ihre
auf, A [! von ihren Kühen, Gamerlen, Shafn
he — als 9 — a 5
mm der Gellata, welcher gegenwärt ie
jemale im Lande N (f. oben ©. Key . a
fes Verhäi der Eingebörnen findet hier über
— auch in * an Boinu unterworfenen Nachbarlän⸗
"ln ak Leo Afie. 1, ol, 256, '%) Homemann Vor. ed.
DEN * — V. I..p. 185.
u Fein 206 m» Bürckhunde 4 .D
2xarrte YiorDafriras. WIE
zen vermiſchen fidh immerfort den Arabii
und nehmen deren nomabifpe Lebensmweife an, abeı
zathet ein Bebuine, auch. ber geringfle nicht, i
ber. heidnifhen —85 em
ornu nennen bie
Sudan, Bahr el Ghazel. = 497,
je fe aufkochen und meithin das Landı
fe von Sifchgräten überbeden.
inte Eruptionsphänomen im tem vom Afrika
mie Wafler: und Fifhansmürfe der Vulcane
bie wit dur Al. v. Humboldt näher kennen ges
)., Biele kleine Infeln find im Ger, deflen
n fehen tan. Zwiſchen ihm und. dem
is fehr bober Berg a von deffen Gipfel
Ausficht hat. iefer Quolla nimmt
m der Marabuten in Afbanti, 12 Kar
DR Sees den Sharifluß auf, flieht dann,
Ami (Bagherme bei Bromne) nach Wa:
bai bei Hornemann), nah Sennaar. Dieß iſt
ige Beffätigung der Ibentität bes
aolla £d. i. der öflihe' Niger, Nil el Kabir, oder Nil
Mb) mit dem Nil Xeapptens, nach den. überein
nenden Berichterflattern in Gumaffie an Bow dich,
Baal ie, in Cairo und inNubien an
ar Krebs ‚
Die Bänber bes öfligen Sudan am Lfhabi:
tom und am Sparifluß; Bahrel Ghayal; die
Reihe Kataku, Bagberme, Borgu oder
" R Dar Saley.
Die Verfolgung des Grofen Gtromes von Bornn, be,
Mbadi (Babe Djad hei WurdHardt) ober Mole, führe
im der Darftellung der ihm anliegenden Landfchafien
k dem jornm öflih anliegenden. Bahr el Ghazal,
#3 den iebieten von Ratalu, Kanem, Bagherme
org, welde früherbin dem Namen nach wohl auf’
bekannt waren, aber erfi buch Ritiee und Burds.
BES genauer verglichen Angaben, als Slide Na
länder von Botnu, in der Erböunde des centralen Aftika
re Steflung erhalten haben, wobuzch dieſe in aller⸗
ler Zeit einen fehe wichtigen Bortfepeitt gethan Kat.
Der Bahr Djab*"), fügt, mit obigem volltommen
mmimenb, das Stinerarlum- bei Burdhardt von Sep
b Dörgw, ober der Große Strom, fließe gegen
a, d. i. gegen Mekka gu, -olfo augen Dften, und
n Bahr Shary auf, der von N. W. nah S. O.
"ber Verbefferung im Quarter]. Aeview. p. 235) ges
m Baghermi flrömt; feine Quelle, woher er kommt, iſt
Wekannt. - Bon der Grenze Bornu's bis zucn Bahr Shary
1b 15 Eleine Tagereiſen (libereinflimmend mit ‚obigen ı=
©) Jonrnal de Physique. LXI. p.243, #*) Burchbards Trar.
L a L. 2-47 si '
498 Afeila, Waſſerſoſteme. IL. Abſchu. 6. ee.
won Beni). Diefer Mae Charm, firkie
dem Lande Katakou im We um
Bahr el Ghazal im Often; er LM —E *
dene Zuflüffe und ſteht auf eine uns mo
liche Weife mit ben Gern Couga ober tere hal
bindung, welde man feäber e das de. ve dert
firömenden Waflers, nad den neueflen Berichten **),
für deſſen Ausfluß felbi zu beiten — Den Fit
lernte Hormemann als eine waflerr
von 4 bis 8 Tagereiſen im Umfange, je nachdem die
zeit iſt; denn u ur Regenzeit wie er dreimal nel ge
teodnen Zeit aber läßt er ein fehr ——
Cultur ũbrig ꝰ). Dieſe Verſchiebe
dehnungen nach den verſchiedenen J ———
öfter ſtatt finden, indem da, wo ſonſt nur «in
bald ein großer Strom ed), ein —— (
abi)
ea, Darfula), «ein See (Babar), ein *25*
meer Be und dann nach dem +1
wieder ein Sumpf, und zulegt eine über Belapreibum
fruchtbare Niederung mit Marſchland erfcheint, f wie bie
feise ven den m eigenthämtiche Be ung der
enfien Woflerformen mit dem weinen Austrude Bahar,
and a wieder die Eigenheit der Bewohner bes Ge
dans, demfelben Strome verfchicbene Remen un En
wie dieß fih am Nigerfirome fo auffallend
von jeher die Hydrographie biefes Sudans febr her
gemacht and fie bis heute in Verwirrung erhalten.
Der früßer fogenannte Strom Bahr eu © —*
oder, mie ihn ſchon d'Andille nennt, Wadi ei Ghalei, Bak
el Gäzalle bei Brown und nn », if uam
unbezweifelt berfelbe 8 wie der Shary, aber . 4
nom Burckhardt gegen üben, wo er durch A
auch Diyr genannt wird, was in der Aeghp Gen Aus
ſprache Gyr Fr) Heißt, fo iſt er wohl 48 au idek
sifch mit dem Gir des Ptolemäus, ben biefer zwiſchen fel
nem Niger Rigritiens und dem MH Nenpptene‘ am Nub⸗
Palus, der im Often bes Nigrites Palus liegt, auffähek
Den 7 em Waflergebiete bes ſüdlichen Shary (alfo,
Einfluß in den großen Strom) im Lande Bor
en, in der Regenzeit, zwei Monat d
72 Homeman ed. Langl. p. 251. —— Trav. App. 7
*+) Quarterly Review & a. Re —— e*
nennen
Denen YY- pr lan l. p. 169. Vor. ed
Fe I. 9,27 +) —E Review a. a. N
+ttt) —2 Trav. App. pP: 464. Hit) Burı
bad dend,
tsotäm On — —— m
e gefallen fo — immer noch tiefe
Stelen das
—F Als fi eine’grofe Ba von Ge
ppopo
mb
fol ft au der Bade ei —R
bloß ei
se un Ze *
be mas , dB. ahne .
"zn —— rt ir an *8
Darı Katatu **) che jet in Ri
der Weflfeite des © ‚ welches Fibut zahle
Iäptige Rönigreiy Borus; eine Stadt, über welge
der Weg: weilwärts a Bornu 3“
, 4 Xagerrifen vom Su Say, Fr von
— 8* ad — —
e' Bedninens
u —— —— te 337 von
Siamm Beni Haffem.
den Gaweiien!s von hs cd. 1. von En * aus
es ne aus dem Hedſhao befı die
mnaarjurnd Darfur fommen, weh im — ihres
m Almoſen ein zuſammein von ben Stammeseber⸗
% Sie ie baden Her —X pe and uäßıen fie
n Heben, iHen, emeeim "mit denen
dem ER der —X wie —— Srammenge
den Nilthalern, fo bier in die mgen dee
Be und der jung auffproffenden Grafung
ie it ng jiere wieder fett mache.
him ipee — etwa alle 5
Keinen, m Pferden, Selaven, Gene
den um von Bornu. Gie vermifhen Ay
sofnern von BDornu, Bagherme und Ber:
find Pan, men; Einige haben gweifgneidige Ede
Iuppenfüraffe (coats of ne), te nee ai er [3
üben bezahle wird. Sie wohnen in Sarım (Iah (Ishash
a BT en m Anm Is
vs tele und ei ei e en
Set —* HR Blnszape, Div Died cars Mannes
ad. wg, u Qleches Acc. of a
Auajı — m yo u
Jia
500. Afrika, Waſſerſyſteme. IL: Abfchu. 6. 28.
gilt für "den Ginheimifchen eine Gäßne von 100 Alten;
der Fremde aber muß das Doppelte zahlen. Mur
unter ihnen lefen oder ſchreiben, d. h. Hub Fakys; wr
biefe Ehre, bie bier fehr Hoch gehalten ,
muß in bie Arabiſchen Schulen eintreten bie in
Kataku und Borgu fi befinden. Handel treiben fie nick,
auch ziehen Hier Beine Caravanın. Sie tauſchen nur fi
ihre Heerben im Lande Wagherme bie blau: und vethge
fieeiften Baummollengeuge ein, die bort gewebt werben, und
einen eh Handelsartitel ausmachen. Cine
Scladin Hat bei ihnen den Preis von 10 Stͤck
Eiephantenzähne, ie fie nicht gu- brauchen wiflen, follen If’
iänen in Haufen liegen. Die wenigen Meifenden, bie fir
durchkommen, find mußamedanife. Megerpilger *) bie von
Horde gu Dorbe vorwärts bis Borgu gu kommen
am von ba bie Garavane.ber Handelslente zu treffen, de
aber Docben, er. ns Ich Pr
- Bahre azal* nt ‚kein eigenes
auszumachen, wird aber Auf art von *
men bewohnt, bie ſich aus as perfareiben e und
ri Raehuun 2 als ihren Ahn —*
De in ſechs Stämme, davon bie ana um einen
ßwaſſerſee (Bahr ma halu) wohnen, welcher ad
Dababe beißt, a Tagereiſen lang, halb fo breit it, ud
an feinem Rorbufer 3 bis 4 Tagereifen weit, heidniſche 0
ger gu Anwohnern dat, bie in 4 Stämme vertheilt,
dig von jenen Bebuinen überfallen und als Stlaven al ;
die Märkte ensfüpet — ji ’ ion entfent
©; agberme***) Liege is ere
vom Bahr el Ghazal, zwifcpen Katatı im Lager und Dasfat
im DR. Es iſt kürzlih von Sabun, dem RE 5
4
Borgu, erobert worden. Die Einwohner find mer
männer, baden aber i ipre eigene Sprache, und geil
ee „ihre Baummollenwebereien und —— 52
ärben mit einer einheimiſchen Pflanze, die nn
—* nit it, ihre Zeuge blau; bie Farbe fo
eyn als ber ndigo welder über Aegypten ——
en Nili, melden au biefes Pigment a
nbdien. da
Den em IK Sudan verfe e mit
urn Ben * gu pri und 1 sefeben fee dert
2 t ausmachen; zu dem abe.
Me Fakys innerhalb. Ye a bis 3 Jahre einmal eine greße-
#) Burckhurd: Trav.p.480. ) a. a. O. S. 479. ———
Iyt r. ‚App: I, 8.479. Hoxneman vor. ed, Laanglis.
T. I, p. 161,
BEIN Eve ll.
we 20 bis as Tagereiſen RR Dis: au
um dort ihre Waaren aby
ha mit gewaffneter Hand ihren.
‚er heibnifchen Neger erkämpfem. ı
ge murben viele nam *
une Kind fübmärts nad...
—— A mebrere anflebelten und vom 323
„andere in ihre Heimath — —— find;
e. Bagerme gig von Bornu. Dirfe |
Under folen Gilberminen.*) haben, die ba der großem
Afrikas an diefenm Metalle befonders merkwärdig
— vom Baghermi follen in Haufern mit
2* wohnen **); —— machen ſie ein Cuicuwen
es eanttalen Afrikas aus.
| Dorgu oder Dar Saley, auch Wadsi* ‚se
Diefes Bisher faft gar nicht bekannt geroefene
nach Bornu und Darfur; zum wichtigfte
des öj Sudans geworden, auch liege es De
Bi füdwärte. Dar Syaleyb (Selen),
— it der einheimiſche Name bei dem Eii
fon Seegen bei feinen linguiftifpen —
em > in Eaito kennen lernte. Bergu oder —RX
Name, den ihm die feindlich ara er
vom ib Warfare und Cordofan 5 baher fehon zonne
*5 ehe —8 a (Fin Mann
ara elte. Den’ Ramm
Babei, rrhält. daffeibe Land, bei di von dep:
In
1 Bande a a en ©. — Ph Bechte Pa
1.:0.009e Hi) ——— A Bromme
«u D. p. 464. Httt) B 6; Tr. php. :
sog Afrika, Waſſerſyſteme. HL Abſchu. $. 22.
| gern Rayeigten Über biefee Eanb weiches
ben 2 etigen —8 der —* die Pr eh
Sannte Güdoflede bes Sudan iſt, erhielten wir theil⸗
a Reife von Wabat —— *
und von ba. Über Moram (1i0
I Eeipelis theils durch Burckhardts in Gele von %
—
ande ⸗
t, b der aber größtentfei den
* ibbsberuinen if, weine — ⏑ ———— Io
- erh unter der Regierung des Königs Abdel⸗Ketich
der lange Zeit das Land beherrſchte, ift Dar Saley
ter geworden, denn er eroberte Bagberme, ſammelte ib ein
großes Heer aus Degern, erbceutete einen grlen
5 o0leusin den
unb erwarb ſich als Almofenfpender bei den
Namen Sabun el Fakir (d. 5. des Armen Geife) une
welchem er allgemein im Sudan betannı il. Sam
fein Sohn Jouſef im Regimente, welcher Deu.
Sultan von Wara (von ber Hauptſtadt) ober Jaſher
(fe beißt der offene Aubdienzplag) führt, und a:
eherrſcht, deſſen Oberhäupter ihm anar Tribnt zu
daben, aber nach Gelegenheit ihn auch verweigern.
Kerim warb vom König von Bornu au einem Feldeng⸗ *
gen Bagherme aufgefordert, zur Beſtrafung deſen
nigs, der, gegen das Gebot des Koran, feine eigue
fee geheirachet hatte. Abdel⸗Kerim eraberte gamı
erme, aber behielt das Land für fick, entführte deu gun
Gilberfepag auf aoo Gameelen na Ware, und ef
einen großen Theil der dort Anfäfligen, als Glenn.
sad Dar * austreiben. Doch machte gegen vr Im
erechtigkeit der Divan feiner Ulemmas wirtfame Becheb
ungen, Dennoch warb er wegen feiner Gerechtigkeit
griefen. Der Bey von Tripoli T) trat in Werbinbung
am und machte ihm ein Geſchenk mit Ferergewehe
anonen, bie früher bzi ihm unbekannt
Hauptmacht beftebt in Capallerie, die Pferde finb
die Reiter tragen Schuppenkuͤraſſe. Der Bebui
. in Dar Galey werden 193 genannt, son denen viele
feuchtbaren Lande Aderbauer gemorden find, Bon
dueten des Lanbes werden manche im Abeigen un
enannt; fo, in den Wäldern oflwärts, unter Dem
äumen IF): Nebel, Erdeyb ber die Zama
—
*) Sidi Mouea bei Ritchie, p. 258. **) Bunekhardı Irer.
App. II. p. 8 “*) Burskharde a. a. D. p,.480. Sidi
oa .b. Ri e Pa +) Burokhardı 0.0.0, B.4:
+) Send. ©. 481, . nr
Bir: —* Waren, -Bees. . Zu
baum, ber dort fehu gemein ifl, der Kom
533 "90 ‚Honig en PETER ipig,
— füge Feucht x h *
— su Beinen Taãfelchen
cd bie, Pilger ihre Gebete fcpreis
en der Beibnifcpen —** durch
PER, — ft der Butter
9 ba -Ueberfluß an
Fi in — efut, Fertit und Gr
Dar Saley find Elephanten, MRhinoce
Se opotamen und Gitaffen (vergl. oben ©.
e — milde. Boffalheerden in Menge,
buDde Finke Shi *5 rn grig —
ter ala em e
ig und ne Gebirgspiege Taytal, recht janb:
03 "Wara iR die Refdeng, Kauka *) ik aber einer ber
'‚ ‚im welchem die gelehrten Schulen find. Die
—— in Saley, wie in den Rändern öftlich davon,
die Öliche ———6
——— Dag alle andern, ge, und
—— die Magbreby: oder Kenzesge
m haben, welde in mehren Buch ſtaben
ichen abweicht, mas nach eine neue
2 Fehr wichtige Bemerkung if,
Die Herien von Borga treiben als Hauptgefhäft den
55 ) gegen Sehe en 1 Sup er
— ı5 von Borgu dos gegen Süi 1”
en, Die —— biefer Heibenländer werden
ulla, Be Biere 5 (Yars: yam,
> f stem & 397), 9 Ua) als das entfernte
ige —8 ribüt an Borgu in Scia—
um N —— A zo ne — I R den
) aber barum bo ni eſichert ge)
* Men die Slaven — in ehe,
ih an bie Moslems von Borgu, melde zum Ein
Su Kributs ir jenen Gegenden flationirt find.
fehlen der Pa Verbrechen, und für
Aug Jurt N diefe Ri ige große * chhaber find,
bie Ung! en in ee elaverei, Mit einer ei:
Kette —* [re als, werden fie, in langen Reihen
‘20 bis 30 am einander gefeflelt, bis Borgu transpontikt,
und von ba auf bie Märkte von Feuan, Tripoli, Augila,
Cairo und Dberägppten geführt, Viele von ihnen, ja wohl
#) Burckhardt a, a. ©. p« 481, **) Burckhardt p. 486.
DE
1
.504 Afrika, Waſſerſyſteme. IL Abſchu. $. oe.
die mehrſten werben bald Mosiemin mb arbeiten in Kupfer,
Leder und machen Töpfergefchirr. ar
Unm den Bortheil diefes Selavenhandels, ber befonbers
die Bewohner won Fezzan ſehr berei ‚ aus ber
Dand su genießen, haben die Einwohner der Dafe Augile
ganz kürzlich erft (18121 bis 1814), eine Entbediungsrife
mehrmals wiederholt, und fich den birecten Weg Ju
Borgu, in Caravänen, gebabnt; ein merkwürdiger
bes Fortſchritts ſelbſt der Volker bes centralen Afriken
Bon Fezzan aus werben von dem bortigen Bey jelape Ode
venfagden, tiber Bornu gehend, regelmäfig angefkellt, wie
RG aus Ritchies Leben **) ergiebt, ber mit einer felgen
Erpedition von Murzuk na Bornu gu geben im
war. Durch diefen Gommers, bee fich im Norden bes
Ban mehr belebt Hat, ſeitdem auf befien Südſeite die Rage
frage nach Sclaven feit ber "Aufhebung bdiefes A
Bandels abgenommen dat, it uns bie wichtige N |
über bie Route von Dar Saley na Fezzan zus
welche Burdbarde *"*) mitgetheilt bat. Gie geht
das Land der Tibbos, wovon unten die Rede ſehn wid.
Es feine daß jene äftlichfte Gegend bis zu welcher bis: jeht
noch kein Europäer, wohl aber Ebn Batuta fıpen im
14. Jahrhundert zu Waflee auf dem Großen Nil el Se
bir, ven. Zimbuctu aus vordrang, bie er Burdame!?)
(Berdamma 5 B.) nennt, diefes Burgm ober au Bagher
me war bewohnt vom Stamm ber Berbern (f. unten), une
deren Schutz dort, wie ned heute, bie Caravanen reiſeten. |
trat im Ort Tekedda (Tekda oder Nekda b. B.) ab, ber vos |)
rothen Steinen erbaut war, beffen Wafler über Kupferaden
Saufen und davon einen bittern Geſchmack erlangen (bafe
Bahrel Ahmar genannt) follte. Die Einwohner lebten nz!
vom Handel mit Aegypten, brachten dahin Schaven um '
Kupfer, davon fie eine große Menge befaßen. eben bet :
Stadt geuben fie das Kupfererſ aus ber Erde, wm.
m ten_es in lange Platten; die größte Menge diefs
etalis führten fie in die Länder der Neger ein. Der Euk
kan des Landes, ber Ebn Batuta ehrenvoll aufnafe ua
beſchenkte, war ein Berber von Nation. Auch heutt
"zeichnet fich diefe ganze Gegend bis zu ben Kupferminet
FerccH an den Monbdbergen — 3
aus. Von da nahm dieſer gelehrte Pilger ſeinen
nah Sedſhelmeſſa, gegen M. W. über die Daſe Iuet
(Tewät b. K.), welche er 70 Zagereifen entfernt von Ze
WW
X
#) Burckhardt a. & D. p. 490. **) Quarterly Revier.
0. D. p. 228. ***) Burckhardt a. a. D. p. 488. 7). Eba
Batuta b. Koseg. p. 4y. ı}) Browne Trav, App. p. 47%
ESuldan/ Borg: "508
Die Weg, don Wapdai nah Murgutibe
Fe Moufa’s neuefterm Berichte *) 45 Tage:
Fa mehr mordwärtd; mach Burdhardes
J icht man in allem 59 Tagreiſen; mit den
aber gewöhnlich 60 dis 70 Tage auf der
|: 08 die Entfernung von Borgu nach
‚ Hl nicht bekannt geworben. \
n Den wird Dar Saley von Dar:$ur be
Saley und Fur find Nachbarſtaaten, die in ums
ee liegen, wodurch bie Communication des
vie Nubien, ober des Weſten und Often, führer:
Bon Ril, einem Hauptorte in Dat: Fur,
ea **") in’ Dar Galey, gab Bromne die Eiitfer:
ie er fie in Robbe erfuht, auf 054 Tagereifen an,
et erften'g nodp auf dem Gebiet von Darfur bis
dintiefem, Nah Burkhardt +) if bie Zahl der
m, darliber er —* Borgu wand — m:
Hgegengefehter Richtung die Notiz erhielt, 13
—— —— Weg ber — Gebirg:
', wird wegen der Räuber wenig befuchtz "der
Weg führt erft mehrere Tage an brei Kleinen
rüber, und dann 15 Tage durch eine unbewohnte
5 jur Grenze von Dar:Fur. Diefen Weg kann
raue nah der Megenzeit wählen, weil ſonſt bie
th zw groß ifl, Anden Grenzen beider Staaten
n am Eingange dieſer Wüſtenei immer‘ Wachen,
e Pilger und Garavanen die ſich dort fehen Laffen,
ben, und ihnen jedesmal Pferde und Waffen weg:
Das erfte Gebiet von Dar Fur, das man hier
ib Taayfhe, und von da nach der Hauptflade
ind 5 Zagereifen. ?
rung 4. Die öflliden Verbinbungsglie:
(den dem Wafferfyftem des Niger: und
ms: der Batta, Bahar Miffelad, Dar:
Bahar:Kulla, oder die walbige Sumpf:
ion, und der te sum Nilel
ab,
dem wie ‚Hier zum erftenmale, für bie —
den Verſuch gemacht in ber ganzen Breite
salen Afcikas, „vom äußerften. Weften bis zum ds:
Men, fo weit nur immer die litterarifchen Quellen
Einhrimifchen und Fremden in alter und, neuer
Mensa p. 251. _**) Burckhardt Trav. App. II. p.
:'maey Hröwne Trav. App. p. 465 4) Burckharde
D. p- 481 er
⸗
506 Afrika, Waſſerſyſteme. IL Abſchu. 6. oe.
Belt reichten, bie Ufer bes Großen Stroms. bes Gr
dan unb die wenig befaunten Beflade feiner Geen,
famt dem dortigen Natur: und Wöllericeben und dem Ent
willungsgange bee Entbedungen, in ihrem wollen Zuſam
menbange zu betrachten, und durch bie im fo weit gewew
nenen Kefültate, die Hiſtorie biefes Erdtheils umb feine
Bewohner in ein helleres Licht zu fehen, als bieß biske
gefhehen konnte, fo bleibt uns nur noch weniges Bype
etiſche Über den 5fflichſten Theil biefes Kubregem
(gen Syſtems bes fogenaunten Nigerſtromes zu bemen
£ ®
Unflteitig würde Dar Saley ober Borgu das Lanb fan
t
phi
ken
von welchem aus zunädfk bie Er BR Ident
des Niger und Nil Arapptene tigt ober wider
legt werben Bönnte; aber bis jept iſt noch kein Eurepler
dahin vorgedrungen. Diefe im Maghreb und am Jolibe
allgemein im Obigen ſchon angeführte Behaup , wu
auch hier im Oſten burch einzelne Ausfagen be Der
Broße Strom von Bornu und Baghermi, flieht au,
nachdem er den Sharifluß aufgenommen Bat, neh
weiter oſtwärts fort durch das eich des Gultan von Ges
ley. Dort Heiße der Große Strom nicht mehr weder Ai
ee, Gulbi, Tſhad noch Nil, fondern Basta ). Gibi
oufa weiß nit wohin er jenfeit fließt, aber, fagt er,
ee babe immer dafür gehalten, er flröme in den Ril Je—
gyptens ein, auf ihm find Schiffe, aber keine gro
Bis hieher flimmen alle Berichte, bie wie bisher ner
lichen geben, im Wefentligen überein; von Bier an, gegen
Sübo von Dar Saley, folgt aber eine Terra incognita
bis zu dem großen Weſtarm bes Seaoptifgen Nilkroms,
der unter dem Namen bes Bahr el Abiab, oder des
Weißen Gtroms (nah Jackſon richtiger Nil Abid, bi.
Stream der Neger), von Nubien und Dabef aus, und
durch Bruce und Brown bis dahin wo er in Gennasr
eintritt, näher befannt geworden. it (f. unten Rilizem).
Die Entfernung beider kann in des Breite dieſer Terz in-
cognita nicht viel Über So geogr. Meilen "*) betragen.
Beides follen Ströme erſter Größen feyn. Wie follten
leihen fich bier etwa ausweichen, und einander vor
eiktömen? kaum etwas anders, als ein Zufammeın
fluß iſt Hier denkbar, und kein Faetum ſteht biefer Ans
nahme abfolut entgegen , für welches fo viele Zeugulfe
fragen. Die Urſache, warım wir von biefer Verbindung
gar keine Nachricht Haben mag feyn, weil kein BReifenber
*) Sidi Mousa b. Ritchie p, 335. **) Quarterly Review
a. a. D. p. 236. on ..
2.2
nd biefe Brsenben feinen a — Au⸗
29 Brenu 83 m an 23 2 eine
Aefen
——
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gern en he Pils und
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* Eee Em ER Ber he ei —
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iefer Bahe Miffelap grade die entgegengefehte ©
ng haben fallte als —E
np allen en usfagen 9 muß.
weitens fo 3 einer
m — Nom —X us fehe
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R en, a nwär nat oxl ehe ber
— ©.®., weil er —— Beptunärte a!
*) Beoyne Trav. App. ip - Rennsll Mem. b. Horne-
zaun Vay, ed, er ly Re-
—— er ) Quaruerly Re,
——
508 Afcife, Waſſerſyſteme. II. Abſchn. $. aa.
dehnt ober baumartig verzweigt, wie bieß Öfter auch ſchen
tolemäus bei feinen Strömen des Guban et
aben ſcheint, unb die Araber die Quelle bes Rils o (cn
Ende zw nennen pflegen, ftatt bes Anfangs. Diem -
würde ber Miffelad, ‚den Browne iu DarsRAulio me
aus Hörenfagen anführt, eine, gerabe feiner Angabe nah,
entgegengefehten Gtrömung , alfo gegen &.D. haben, ud
‚bie Mbtasung, die Senkung des dortigen. Bodens wärde
nicht gegen den innern Sudan, fondern allerbings gerabe
gegen den oberen Nil el Abiab gegen Sennaar 505
use
bortigen
fegn. Drittens, fo ift dieß merkwürdig, daß
: Barbe während feiner genauen Jorfegungen in ben
Gebleten, durchaus Feine’) Nachricht von einem. folder
"feparaten Bahr Miffelad erfahren konnte, dagegen abe
»viertens nicht nur die allgemeinen Beugniffe * sign |
diefe Identität des Großen Stromes und bes Ril el Aid
von den Reifenden in Borgu oder Dar Saley betätigt fanb, ;
fondbern auch, daß diefe Gegenden wohl bewohnt ſeyn folen,
und einem Ältern, bisher unbelannten Nubiſchen Besgeb
yhen, Selym*’) in ſofern bekannter gu feyn ſcheinen,
- er den Mil el Abiad aus geofen Seen im Guban
men läßt. Macrigi, der diefen Selim et Affonaug,
einen verloren gegangenen Nubiſchen Hiſtoriker benutt Sat,
fogt vom weſtlichen Nilarme, dem großen Mil ei Abyab fi.
i. Weißer Nil, nach Jackſon NIE der Neger), „er komme
"won Weften ber, fey tief, weiß wie Dil. Reiſende vom
Ä on rg * bei 7 er un —A
. und ſammle im Sudan in gro een (Derat,
Selym, d. i. der Plural von Biker: d. h. Ser), Vastmb.
ſey unbelannt, das er nachher durchfließe, feine
ſeyen da nicht weiß, und dieſe Farbe erhalte er vom
den ober von einem Zuſtrome. Seine beiden Ufer: ſeyen
aber bewohnt von mehrern Volkern.“ An einer zweiten.
Stelle ſagt derſelbe Gelym bei Macrizi ), über bie
fen obern Lauf des Nils dem er von Nubien aus nee
forfchte: „er babe darüber viel nachgefragt von Weitz
Boll, aber Niemand gefunden der bas Ende gekannt; am
olten die Wafler aus Wüfteneien kommen. Bet
ſſerſtande brächten fie aber Schiffstrümmer, Ä
und ähnliche Dinge, daraus man fließen follte, daß |
- Diefer Eindden auch Culturländer feyn müßten.“
. —
Dem.
—⸗
*) Burckhardt Trav. App. II. p. 484. **) Macriæi. nach Se
Iym el Assouany im App. NI. bei Burckhardt Trav.p.
498. und im Qustromöre emoires sur l’Egypte ec. Pı-
ris 1811. T, Il. p.2ı, **%*) Ebend. ©. 499
SR Ye.
‚as ED MiTelad, Dat Kukes > eo.
* N ms“ mit dem Milficem
* se —— Ye due 'De *
Behaup: J eimiſchen Mannes *
— —S—— wiſchen beiden ſtatt finde,
nie bee dein ER daß biefe- — —
fit gar nichts bedeute, — ——
par und nicht 'ollte diefe u. *
Jaehrs jeit nur Be sur trodnen nad *
—
ja, nur un Ir ala Filtration
— ud kannte diefer Erzähler den 3
dern Strom ni
—— e ars Kulfes, gefeßt, daß fe eine abs
us vr abfoluten de dee Lerraſſe von
Kun über dem Meere, nap Bruce).
ment er ».Humboldt's beriatigten, Ans
üben, weiche der oͤſtliche Nil el Abiad — würde, -
ach dem ——— Buftande unferer dieſer
reinigung des Niger: A Nüfteems. Gier al⸗
— maspen. Dieß iſt ber Hauptpuüct auf:
Kennell) ‚feinen Einwurf — die a:
Ströme geſtüht hat, ben wir auch noch
jen im Stande find, falls man nicht die ft Sole.
liche, bedeutende Seſamterhebung dee centealen Äfrita
ben Meeresfpiegel auzugeben geneigt iſt. .
Befieht aber diefe Vereinigung, "und wie ber Gunst
E fogenannten, Bade Miffelad_ wirklich = .
des Miger = als — nd ten hin .
*. fe ef en von Di
u — und dann nerbefkwärts die ,
2* id die Schwelle von Sennaar betreten. Die.
ten Nilguelen des Bahar el Atied im DR von.
auf den Komtibergen (f. unten bei Mil) nach Browne,
dann mus die Quellen eines rechten Buflcomes, aus
mu Aiblich anliegenden- hohen Gebirgslande, und 54 ber
— wide Rramae miele. md 7
er: e runs m mi er ie
Ir won ( oben ©.
va ln ange e Jtinerarium —
422 Bar genen fen
am über den ir — un nn th ehe
H ed. Langla.
©) Horammun Vorl, Lungn puae. per
Feiern er. ran BES
$ Areas To Topv. Ann pn ru
ap
mal größere Woflermaffe nah Nubien führen, eis
liden Nilarme zufammengenommen, und dan u
Einwanderung ber —— uf einer fo zul
far von Canoes (f. oben &. 25 | eines
ben Bewäffers bebur
e
nd he m
ara WE
er 555 Batar sun
be Land, Baher heist na |
Wortes aber 2 wie Dow
——— — —— und ee Ku (fi
Be
—* air „die —8 der Seen
# ltogether)“) und bem
3 gebraucht werde, um die —RX
oder mie dem oðſtlichen „il und alfe bie Eon
biefer er gu bejeichnen *). Es bedeutet ba
— Gl wie
an a ne ähnlicde
gara. Was aber die Aſhartiberichte
* rn ud Reh Quolla Haba nennen, if
ven Arabern Külla Raba, oder Rabe Kull
8 Bat von Knllie, (Kolla), kein eigne
reich fonderu nichts anders als bie Maldung dert
eegion, bie wir ſchon längſt am Nordraude
pa een Nomen kennen gelerut und ihre CI
bargefeit baden (f. oben ©. au |
— — ** sch en eroleihunn mit Dar Lullea
Niger, Ruͤckblick. 51
open Etanen kei meer mie ——
»
— — .
— re a & a m
fofbarlte. und mertmärhigfe Buhl
ii aa d. Das ie ndel
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sa: Mfrfe, Wafferfflenie. IL. Mbfe. Sm
[om fo viele Typatfagen *) erfahren Haben, "De fich kann
Bi HG ken, bern tate fo dm;
an, ut
— ex aber hier zur Wirklichkeit gelonsmen, herkim
muß uns bie Zukunft neue Uuffe geben; De Iäew.
fi zum woraus erwarten, daß auch bier manche local Bir:
dingung als erſte Bafis ber ganzen Erfpeinung, unter
fee befondern GBeftalt, nicht unmwirkfam geblichen feye
Das Waflerfyftem bes Niger if von fo rigener 4
daß es nicht ohne großen Einfluß auf bie dung 7
Ude Entwicklungegeſchichte feiner Anwohner im der
are Binnealont —* werden ‚gun *
Sein Zug nimmt nicht, wie andern Gpflemen, be-
Direction 24 einer Gteomlinie oder nad_ber Mündum,
an, fondern wie feine Woffer vom D. nah W,, und nom |
W. nah D., vom N. nad ©. und vom ©. nah M. pr
fammenlaufen, nach einer breiten und meiten Mitte, bem
Zieflande Nigeitiens in Houfla, Rafpna, Bornu; fo.auh
bie Wölfer, bie nach der Zeit ber Nigerfhmelle fi, eichtend,,
im weiten kande des untern Laufen, zu bet großen JM
rien zufammenftrömen. Im Wirbel des Handels und Mane
dels treiben fie ihren Umtaufcp und Abfıg, wie es bie bir
fengtenen Waffer des Niger. thun, bis fe ihren Antheil
oldſtaub und Eruchterde auf bem Boden abgefegt. Su
andere Jormen permwandelt, mit anbern Stoffen nerfeßen,
die Waller dann mit ber heißen Yahrszeit hei die,
fte, bie Handelomelt mit efaufchten Maaren J
bie Wöfe davon, nach allen Winden, zur Heimarh zurüd,
um zu gleider Periode im folgenden Kreislaufe des Son |
nenjahres wiederzuteßren, in ben Wirbel des frwehtbringen:
den Werkehrs für das Binnenland. )
Vetraihten wir das ganze Wafferfüftem bı6 Niger ne
genauer, fo glauben wie in ihm ben Zufland eines Mı
unvollenbeten, minber entwidelten Spftems ber ferämendein |
Wofler gu erbliden, das in feiner individuellen Ausbil 1
no nit gu ber haracteriftifgen Eigentblmlichkeit J
abarfalıtenm, leneBalben aasgewitkten Stromfyftemsige
8 gu fei nt. *
ern ed daraus laſſen fi alle Widerſprüche in m: -
Berichten Über ben Rigerlauf begreifen. Gein *
hängt mit dem Dnelense re bes Nils, und wie y
endiso, mit dem des Senegal wirkli —
—32 bie eine Hälfte des Jahres währen! Regaıı!
fi und es iR hier noch Feine abfolute —
|
fpmwelle
— nr
*) General Obserrat. on the Geogr. and Histor. of Non ""
Alzie, in den Proceedings IL, p. 555
Ed äÄα jger, tpte.v sis
BEE De nes IE in (ao dünn Ba ni u
no
ef m Oteöine es, Bit. et; Be *
feine Kunfl * — da zn all übelfen,
ee a 1
Die AR ei ſiet Ei = biefe
fon, 3. me ibre. Waffer bie Ge er} der
f ihre, Wiegen Überhaupt, mo dt ß
Tie uses haben, wie. u andern LH
“s fi jeinen alfo 'zwifcpen. dem Nil, und, dem Niger
fl — die der Jehrseit nach, dem
fteme angehören fönnten.,
Mn wenig inbividnalifiet fehen mir den Niger in
ittellaufe, wo er große Infeln, Seen bildet, um!
einem — bie, andere Hälfte des Jahres einem
iſt. + Noch. minder ift er es aber. an ſei⸗
Arm untern ‚ wo flatt der Mündung ein Süßmwafler:
See erfgeint, Affen Ausgänge noch hopothetiſch find, Ya,
‚bleibt: e8 gmeifelbaft, ob er wirklich ein eingiges Wafs
oder eine Kette vom’ mehren Stromfpflemen zu
—S — bie Geſtalt aller Urflröme ſeyn, che bie
—— ihres unteren Laufes troden gelegt wurden, ehe
feraewalt die Felsſchichten und Kiuftabfonberungen
offenen Erdganzen durchbrach, und ihren Ausweg
—— aden ſich bahnte,
‚ur vollendetern Entwidlung, ohne ſtagnirende
Fluthen gelangten Stromfpfteme, zogen
— des Mitte der Hocländer u den Dceanen; bie
entwidelten blieben innerhalb ber Mitte ber Conti:
ante , wnb indem mie diefe gegenwärtig als fo ges
— waflerzeide,, ſelbſtſtändige ei waffermeere betrach⸗
un, und ale teöme vom erflen Wange anerfennen, fo
7 dieſe Ehre doch nur auf Koſten der Binnenlän—
Ne —* — erlangt. Denn durch deren Unvollen⸗
bie Winnenländer ebenfalls im Zuſtande der
ne ie Rumpf wurde nit in Glieder gefbal:
5 an entiidelte ſich Feine ſolche Mannichfaltigkeit von
und Berpformen in ifmen, fie blieben ſchwer oder
55 ich, und das Binnenland trat in keine nas
ſerbindung mit feinem Geſtade, bie Mitte gelangte
sam Verkehr mit inter Peripherie und die Form des
entes micht mit ber des Dceans.
Ein folges unentwideltes Waſſerſyſtem, wie es auch
andere Erdtheile darbieten *), fcheint allem Anfchein nach
a ». Humboldt Meife in bie Xequinoctialgegenden
12% st
514 Afrika, Waſſerſyſteme. IL Abſchu. Sn.
der Niger gu ſeyn. Zwar nur einzelne Spuren und)
richten deuten darauf hin, fo wie bas in 34
was wie Über die Völker in ſeinen mi
Schließen wir von diefem zuräd auf feine Sorm, jo
es aus jenen Gründen unwahrfeinlid, ee
den wirkli fi einen Ausgang in bie falzige P
obwohl directe Ausfagen bafite ſprechen So
tönnen Erfcpeinungen eintreten, bie fo eigensbimlih
außer unferer bisherigen Crfahrung liegen, Daß um
SYläffe, die ſich nur auf Analogie gränden, bei ihnen ni
mehr anzumenden find. Ob der iger, ein mur vom
Sahara gegen Süden abgelenkter und zum Hoclande
übergewanderter Strom Ton mögte, fo wie ber
davon kann erft weiter unten bei ber Bildung ber
die Rede feyn. . .
Anmerkung. Radtrag; Habjii Wubeler
rarium von Futa»Zoro, queer burd ben Gab
— ⏑—⏑— — —8* —S
;0 eben erhalten wir durch ben jungen Pranı
ten Drientaliften und Beifenden, Den ur der uhr
November ı820 am Genegal, zu früh für die Mi ‚after,
ftocben ift, den neueften Zerigt eines Pilgers, gebi Bub
der von bem Alpenlande der Zulahneger aus, längs bem Jold
ſtrom über Eego, Zimbuctu, Haouffa, Bornu, Dar» Zur zum!
in Gennaar bie Dueerreife Burg Afrika vollendet, und daun Ü
den Hafen Sualim nad Mekka gegangen war, von mo er i
dem Rorbwege über Gairo und Marokfo zum untern Cape
rüdtehrte. Bier theilte biefer Fulah aus Buta-Zore an Rosi
feinen Bericht mit, der bei aller Kürze um fo mehr Best
ba wir aus diefem Sande bisher noch Leine Radricht biefer
erhalten, und Rouzce mit der Sprache des Bee
bewandert war. Mir wollen hier nur das darin wirklich Mm
und dasjenige mittheilen, was ald Weftätigung ober Mid
oben gebachter Angaben dienen Bann, ba ſich [N jenwärtig bie
tifge Maffe der bisherigen Daten fon cri überfehen
Die Neuheit manches Werihtes, ergiebt fi daraus, wirb bare
nicht immer Neues bringen; gewöhnlid werben eg hödfkens m
einzelne widtigere Data ſeyn, welde ben vortandenmn wäh
auzufügen find, und mir tönnen fhon hiermit bem
verftorbenen Rouzce erfüllen, feine Mittheilung bes Pigesd
ben fon vorher in Gurepa befannt gewordenen Angaben
au vergleihen und zu prüfen, um bas wahrhaft bereichrende M
aus hervorzuheben. .;
abji Bubekr**) reifete aus feiner Heimath Yutas
wo er als Wuhamebaner bie große Pilgerfaprt begann, of
U
®) Jomard Notice sur M. Ronzse Voyagenr frangeis
Malte-Brun Nouy. Annal. de Voy. Par. T. VIIL p. ı
— . ) Hadji Boubeker Itinérairo de Seno-Pa
ville de Fouta ü Ja Mecque a. a. D. p. 200.
- 2. Niger, Muͤckblick. 15
I Mon diefer Stadt in 25 Tagen gegen KRorboſt nad
im geringer Entfernung vom Gailoum (Tob der Gans
9), dnem arte Fluß den er für einen Arm des Djaliba
D
Aq) Hält, efen Strom ſchreiben die Mauren Djolba,
Deegee aber Dialiba *). Zimbuctu iſt gegenwärtig von
acſcks (wohl jene Phellata) unterbrädt, bie aus Tawat (Zuat?)
Dafe gefommen Fand und in beftändiger Fehde mit den Maus
Stehen. WBöhrige Umftände zwangen den Hadji über die Hans
Made Dienns (Iinnie?) nad Haouffa zu reifen, bas von
Legtern Dirte 30 Zagereifen entfernt it, davon er bie erfie
e auf einem Ganoe ſchiffte durch die Königreihe Kabi und
Zum Beide Haouffa gehören 5 bis 6 Staaten. Dieb
: aur von Daoufldern, d. i. Regern glei den Ioloffen,
nt, und von Mauren, jest aber haben den größten Theil
Muarits und Fulhas befekt. Diefe Fulahe, Ful hen (Poules)
wbnen bie ganze Weſtſeite der Stadt, bie baer auch Futhen
Dieſe Fulhen haben ganz dieſelbe Farbe, Züge und Sprache
die Vewohner von Zuta⸗Toro; eine Beßaäͤtigung unſers oben
.477) angeführten Satzes ber Ipentität dieſes weitverbreiteten
Mes, welches als eine merkwuͤrdige Mittelgattung **) zwiſchen
ı eigentlien Regern und den Afrikaniſchen hellfarbigen Natio⸗
ı eine größere Aufmerkſamkeit als bisher verbient. Sie ſelbſt
inen FE Dyomani. Hadji Bubeker fagt, fie feyen die beften
eten ber Welt, ihr Land fen bebaut wie Aegypten. Es fehle
nen zwar an Auderrohr und edein Fruͤchten, dafür aber hätten
einen Reihthum von Hirſe, Weisen, Gerſte, Baummolle, Hanf,
ıbigo, und verfländen in alen Karben zu färben. Haoufſa habe
ehr Danbelsverbindung mit den Landfchaften im DOften ale im
eften. Bon Zimbuctu ging bie Reife nad) Kaffina, bie größte
kabt am Gtrome Djaliba; fie ift die Eapitale des öftlihen
asuffareihes, wo Kaufleute aus fernen Gegenden zuſammen
men, 3.3. aus Zripoli, die man fogleih an ihrer hellen Farbe
W ben reihen Kleidern erfennt. n biefer Stadt find bie
aoufjaer oder alten Lanbeseinwohner viel zahlreiher als bie
widen und Zuarils. Bei den Arabern heißt die Stadt Kaſch⸗
@, bei den Regern aber, weldye ben Laut bes ſch gar nicht has
m, beißt fie Kaſſina.
- @ine widtige Beftätigung ber obigen Angabe (oben &. 486)
en der veränderten Lage von Bornu ***) befindet fi in bier
um Beifeberichte;s Bornu Liegt geradezu im Often (nicht im DO.)
Bm Kaflina, und bas Königreid) Bornu wirb in feiner ganzen
vom großen Djaliba buchfirömt. Die Einwohner von
u find fhwarz wie bie von Haouſſa, haben aͤhnliche Gitten
eine andere Sprade und find weit gewanbter, tapferer, geiſt⸗
Bon Bornu reifete Hadji Bubeker nad Wadaée (Wabai)
Rmer gegen Oft; bier begleitete ihn aber ber Djalibaſtrom nicht
pr zu feiner rechten Seite. Gr fragte wohin der Strom gehe?
an fagte ihm zum Nil, Andere, es fließe ein Theil bes Nil in
kn Dialiba ein, unb wieber Andere, bie aber bie NWereinigung
L )
®
?
F
RaIz
*) a.0.D. S. 202. **) Mithribates 3. Th. 1. Abſchn. ©.
143. **"*) a. 0. D. 6. 204. Pr
2
516 Afrika, Waſſerſyſteme. III. Abſchu. 5.23.
beider nicht leugneten, es fol ber Djaliba ſehr weit gegen Gähen "
fließen und fih in Aethiorien (Habeſch) endigen. In Matei m
gießen fi mehrere große Ströme in den Dialiba. Mon Mer
zeifete ber Hadji über Begharme, Kouk, Kur, Shendi in das Laub
Barbara (f. unten bei Rillauf\, wo er ein aferbauenbes Bel
fand, nad) feiner eignen Bemerkung ben Fulhen, feinen Lanbaiay
ten, ſehr aͤhnlich in Befihe und Farbe, das ben Arabern uni
worfen lebte. Bon biefer Gegend am Ril, bie wir burd Burb
part genauer kennen gelernt, wanderte er kber Guafim mi
hy effa, wohin er nad 14 Monaten Abreife von Ya s Zers ge
ngte.
Aus Ronzeos Echen geht es hervor, daß bie Franzdſiſche Ge
Ionie am Senegal ebenfalls auf geographifdhe Erweiterung bee
Landeſskunde am Nigerfirom ausgeht, unb zu bem Enbe zu &
Lonis vorzüglid Schulen zur Belehrung der Kärftenfähne be
Neger und Andrer, mit gluͤcklichem Erfolge errichtet bat, und inte
beſondere Fleiß auf das Studium der einheimifhen Spraden zub
ihrer Literatur verwendet wird, bie minder arm iſt als man iM
glauben pflegt.
1. rl ⏑———— — — —
Dritter Abſchnitte.
Stufenlaͤnder des nördlichen Afrika,
oder das Waſſerſyſtem des Nilſtroms.
$. 23
Kein GStrom der Erde, defien Name früßer in bee Ge:
ſchichte der Möller gefeiert worden wire als ber des Nike
kein Stromland, das mehr Wunder der Natur und
aufzumeifen hätte, als das feine. Wie bas fruchtbare
diefes werkthätigen Stromes ſelbſt erſt aus feinen
19 emporgeboben, fo fproßte auch aus feinem
lteſte Eultur der Volker auf. Und doch Pay bie
Beutigen Tag noch Niemand feine wahren Quellen
elbſt die kühnſten Wanderer ber neueften Zeit,
rowne nicht, die um diefes Zwedes willen zu
sen feiner Ufer fi mit beifpiellofer Anſtrengung
bemüheten. m ‚ nmeh
och immer wiſſen wie nicht viel mehr von ihnen 6
El. FA vor anderthalb tauſend Jahren, ber mE "
fügt, daß der Nil auf dem Mondgebirge entfpringe, ul "
als Herodotus, ber ihn aus dem een durch die us Ä
Der Schwarzen beevorfirämen läßt. .
Don bier nordwärts ziehend, durch unbelannte Wilde
niffe, nimmt ec auf feinem DOftufer den Habeſſiniſchen 3w
ſtrom auf, welchen wir bisher mit bem Namen des Rils
allgemein bezeichner haben, und nod tiefes hinab mänbet
fi ein dritter Hauptarm in ihn ein.
'$
P.
LT, 77T T Te
:
}:
z
gön
41 un
de
8.) ‚ag Nitro ; Vberkufi 87
Be bar ara
k * — M E Pr — —
Be a ner ==
De 81 Se ram ae
Ps F Erttes Kapitel,
Der Obere Lauf,
* d ein
Be IE
Belier Rilarm, Bapar el Abiad, ber
Reife Strom. Dirfer per aus weitefler Berne nn
delim aus Sandhergen ( heeebrimene, Dar
mm des Mil, entfpringe Pr vielen Quellen auf
Rondgebirge, Sibbel Rumei, weiche allefamt im Lande
udn, in den Einen Strom fich vereinen. Um an feine
jen in gelan, aelangen, braugt man von Bornu aus, gerabe
agereifen, won Gennaar über si ut 45
Be Sch & tirgen alfo greifen dem ztem bis äten
Mordbreite und in einer directen Entfernmg von 260 "
286 geoge, Meilen Aus: miles) En der Mündung am
länbifegen SR Meere. Diefen durchlaufen feine
fer anfangs in nordöfliger, dann ander in ganz nörd:
ET: » fo daß fle nur 27 Grad im W. vom Mes
— (unter 49 Gr. ©. £. von Ferroe)“)
aan dur art die_Wergterraffe von Bazuglo,
icht bie Seat ‚ge von Deie und Zuggala, das Land
gi, tritt in de bene, und nimme viele Ströme
, bavon ums folgende von R Regesfelauen gar jenem
en genannt werben: der — Indrey, Artamla,
Kell Barros (0b von den Harrazdergen kommend ?
wecönje Es u (maßrfcpeinlig der Nil B *
a ber MR welcher in den impfen om Su
cerieſſe von ren entfpringt, und duch Dizame Ei
) Browse zer. RL ®) Rennel Mem. in nom ewann
Voy. ed. La: sel II. p. 239. *9 @eegen negriäten
über Dear in von Bad MR. Sorr. 1809,
die Ueberfahrt se Kaflas von Dar Bar und
.. hier fo "breit, dag man das Gefſicht
iet
se dem ———— Ufer 3
Il die
nen auf dem Dflufer
ber DR.) SH DR.
BoU, ben mm. gu entrichten
von m —X aut.
78 —— —
1 Kant bei Holfeia auf, welcher Bleiner ***
—
ax .
— 3 t ſtimmen auı
— * ae en a
Sen tHtt) Im Rande, Eilpambra und. Aformafdhı
Mm mie — Mn
einigen 4 unter. Sumpfsöben, En
a ae ae hg
en ine
2% Se * ber Bands
bei dem Ort
fahala (Soccala nach, Bruce) *), war das Baro:
ı Engl. 30 ge , woraus man eine
‚Höhe do yon (1653 Zoifen) über dem vere
m fltöne der Mil don hier.
EEE EN
Kur Sin bilber er a
in der Eben von Soutto, in weicher
Kur ei Pi durch Kam en ie
2) 1 Oarsdan) 5 ben zweiten ju
ö —
L * —5 von Run) fließt der Nil in einer
ein, „und durchſtrͤmt ihn in einer
une — daß fein Sale fih nicht
it. den mifch! jen ber Schnelligkeit
wegen 38 — eigentl hen oh m feiner Xheile.
kan en! t in der Mitte eines. fehr it:
iten A Ana tan wie, das ee Ay
jede) einft Sechoden war. . nimmt eine, fehr
von Alpenfrömen- auf, Raute 20 gi
unde a bis 7.Breite (der Benfer See pi
in feiner Krümmung und. keine 9. Mei⸗
ach den Angaben ber nf inier hat. er 24,
—— und Bruce au bewohnte Infeln.. An
fern das ſich die Gultur bes Habeſſiniſchen Alpen:
«oncentritt,
Mil fröme mit fol tigkeit vom W. nach D.
Ka ua le 3* (transit un
, daß man feinen ‚Bug leicht am
vn — und andern leichten Körpern erkennen
it fortreißt Frhr)»
. zul, - Tele » ‚Fiat Br
4. Murray in Br. Te up ı8. +) Tellez 6.
- venor at —XW or a Ind His,
ab: 0, 8, +++) Telles b. Thevenot p. 23.
520 Afrika, Waſſerſyſteme. III. Ubſchn. 6. on.
Aus. diefem See (den Sregorius auch Ders, von I
Provinz des Ausfluffes und Bada nennt), ſtesmt ber 9
gegen 8.0. fort, und made eine große Gpirallinie
., W. und dann nah N., bis es nad einem Fr
n9 Zagereifen ſich wiederum feiner Quelle bis auf eine J
gereife, doch weiter ins Weſt genähert bat. Dieſes fo dus
ihn eingefeloffene Land Gojam, wird daher allgemein |
Salbinfel Gojam, Peninsula genannt ").
Mit Gewalt briht er aus bem fübäfklichen Winl
bes Sees in ber Landſchaft Dara hervor, uud files fü
nachdem er a Meilen weit gefloffen, in ben ber
Waſſerfall von Alata (die erfte Gataboupe der Portugit
der dritte Cataract des Bruce), ben Bruce *") auf 40
hoch fchäpt. Er hat die Breite einer kleinen Viertelſtunde (|
wenn er vom Regenwaſſer angefchweillt ift, und fließt in
nem ſehr engen, finftesn Selfenschlunte, über welchen bı
darauf die erſte und einzige Brüde (bie, welche Pi
cet bei Siout angab, eriftict nie) **"), weldge dieſer Sry
trägt, von ben Porlugiefen gefprengt if. Diefe
muß zu ben veigendflen Alpengegenden von Habeſch
werden. „Von bier aus," fagt Abba Gregorlus }), „ver
„nen fi nun alle Regenwaffer, ale Zlüffe und Steh
„von Habeſch (der Hanazo, Hawaſh ausgenommen, bie d
„tothen Meere zueilen, obgleich fle diefes nicht erreidgen
„mit biefem Könige der Gewäſſer, den wie Abay', ben U
„fen nennen, und bilden fein Gefolge im tweitern Bas
„So geftärkt, ſtürzt er ficd freudig wie ein Held, nach D
„Gebot feines Schöpfers hinab, um bas Land Aegyptei
„das keinen Regen bat, zu befruchten.“
Aber bevor er dahin gelangt, durchzieht er no
Bergterraffe von Fazuklo, das Land der Schwarzen e
der Shangalla, und durchbricht bie große Greusgehirgete
in 5 verfchiebenen Gataracten +4), bavon bie obere 280 J
& hinabſtlirzt zum Lande der Neger, die ana elle
ba, am Dftufer Guba heißen, dieſelbe Gebirgole
welche weiter im Welten Deir und Tuggala genannt au
Man kann fie au die Kette ber Gataracten-ı
Necht nennen, - Dberbalb biefee Gataracten wohnen
feinem Weſtufer die Balla, welche bei ihren Einfällen-
gen Habeſch leicht durch biefen Strom hindurchſetzen fell
F ns Tellez hier noch nicht größer iſt als der Kibert!
ei Rom.
#) Tellez ebend. 13. Lobo 8. I. p. 222. Bruce Tr. V.
5. #®) Bruce Tr. V. p. 105. ***) Poncer Voy. p
und Bruce Tr. III. p. 489. » Ludolf H. Acth. L.h €
+) Bruce Tr, V. p. 516, tt+) Telles in Thevenat
p 13, J
Mlftrom, Oberlauf > 2% Bun
von Habefh Beruutse ‚Beh
ES
2 Se felgen Meeiide tm bie
‚feinen Ufern *. — BE ae
uchtbares Streomthal, mit febn
tboben, voll weicher Kornfelder, die mefr ale Sue
em Ertrag geben. Mitten hinbuech Yale
, Ü
wie beſfivijch
8 es immer eure, daß bie
tens nach ber bung des Jar: els
‚dam Wabarı el» Abied,. den Ri des,
Wgsmein gekannt, m bis zu
—— — * —*
en A jterraffe ven lo *
Li
——— Be, Lr;
v8. 1.8. 6.288. „en Beus Tr. Tr. VL a B87-
Appendix *
ur. ner. Düne Fe
san Afrika, Waſſerſyſteme. III. Abſchu. F. 25
Sitz des Reiches von Sennaar, und Bat bei bi
©tadet nur eine Breite °) von 3 (nach Beuce) ober 341
gereifen (Browne), erſtreckt fig aber au noch weite
gen den Norden. Die Dfifeite dieſes Mefopotamiens;
som Tacazzefluß bewäflere wird, if uns wenig ‘Helen
Die Weftfeite deſſelben Zweiſtromlandes, wird vom: K
reich KRordofan begrenzt, welches hier das Greusge
ifegen, dem Reiche Sennaar im Diem, und ber Dafe ı
int reich Dars Sur im Wellen bilder. |
| on diefem Kordofen, das uns bisher, Brown
wenige Erkundigungen abgerechnet“), fehe
blieben war, giedt Burtharde folgende neueſte Ro
em ***) Das Land iſt eine wahre Date: anf allen
6 Kagereifen weit von MWüflentien umgeben, außer %
Schilluck am Weißen Rilktom, da von bieſem Micha
des Nils, bis dahin, nur 4 Tagereiſen Geudwähe n
Odeydha (Ibeit bei Browne) 'fe die Dauptfiabt u
Kordofan, das gegenwärtig unter dem Commando ein
Ufurpators oder drefeuim fleht, der ein Sclade bes Rlck
von Dar:Zur, nur deffen Statthalter, mit einer “
600 Reiten, if. Außer ihm warb noch ein
von Bornu, der den Titel König bee Telrouep (h
Mubamedanifde Neger) führt, in Dbepbha genannt, I
fig in die Gebirge von Haſhem geflüchtet hatte, und |
eine Zeit lang von allen Hanbelsleuten, bie hier
durchziehen, —* erhob, nachher aber ermordet ward.
dba iſt ein weitläuftiger Ort, mehr aus Hütten als v
Häufern beſtehend, beffen Bewohner Ader bauen und mil
sigen Handel treiben. Die zahlreichſten Einwohner I
Landes find Beduinenſtämme, bie wegen ber g u
derheerden Bakara heißen (Bakar d. h. die Kuh). Es werd
ihrer 10 verſchiedene Horden angegeben, die insgefamt An
bifch fprecden, ben Einwohnern von Dar⸗Fur im
und von Shendy im Of in Gitte und Lebensart
leiden, im Sommer den Ader bauen, ſich anfledeln,
Deren weiden, in den Zwifcdenzeiten aber die Wege ma
ongole und Gennaar fehr gefährlich machen. **
auf dieſe Märkte den beſten Weihrauch (Loben) gum
kauf, und plündern gelegentlich wo fie können. Wen d
Hauptſtadt Obeydha veifet man oftwärts zum Mil über b
große Dorf Dauma; dann 3 Tagereifen nah Dim Gaues
wo ein Zoll (öfter bis 5 Procent) für Shendy erhoben wlı
e teise man in bie Wäfe ein, bie nach 4
it bei Gerri und zur Ueberfahrt nach dem Oſtufer 6
*) Bruce Tr. VII. Append. p. 89. Browne Tr. p,4
**) Browne Tr. App. I. p. 457. *%) B .
App. L p. 482 und p. 257,
I, Oberlauf ri" 05
. Ra [ iR
Jertäuterung et — über —
betus, der Water der. Hiftotie Eonnte won. feinen
Be, Kpen, ned Salenen, Megrigeen Ihe he
halten, nur ein, Prieſter au Gais’), ein, Dies
„.wolte etmas Darüber wiffen, und nannte am
773 milden. ber Stadt Syene und. der ar
ine ‚mei feh, Reopbi. und Moppi
wo. der Nil tiefen Gründen entquelle, m
e füdwärts ‚nach Xeihiopien, aue Hälfte
‚nad: Argypten firömten. - Unfkteitig ward
die le. bes —— als ——— ».
ilcataı deren Bunt —* neueriich bekannt
2 ft. Von den pri een prfahe cr egem,
Ben uk ——
m Afeita vom 3, nab.D. Aröme, Grocodile ernähre, an
— es Volt lebe, das der
ey. ; 4 *
tũ 8 den
be —— na, a *
tr a — außerordentlien Weg von 4 Mös
ei )«
bie, Tiefe von Wangara, im welder ber Niger
—— ſtedendes Waffer bilden fol, fo. mie die H
[3 von Gennaar, welche Rennell und v. Humboldt
Bruce **),.auf mehr als 4000 Fuß abfoluter Meeres: .
‚glauben annehmen ju müflen, ‚machten diefen Zuſam-
— dem gegenwãttigen —— unferer Kenni⸗
Gegend ſehr unwahrſcheinlich.
Ein zweiter —2 A einen folden Zufammen:
item
|:
a Datıfur, da, eis
KH de ———
1 Fr lints won Boharsel« Abiad, vom Ofen gen
’®) Herod. 8 o. a8 BA “) Rumel se ‚Heohers bet
Bredew. ©. un deeten Ideen. -
. ix in M. er trav.' p- v2. Pi mi —
9 der Ratır, ©. 119. u, "Tr, 20 UI. 2.71%
n Bowm Tr. pm, ° .: — J
D. fließe; er kennt nur feinen Lauf von S. mad
gegen fetzt er zuerſt die Quellen des Nil unter
30 Min. Sübbreite vom Aequator, und ihm find
Heabif en und Guropäifpen Geographen gefolg
—*5 ..
un eidet einen NIT a ld
BF —*— von Pa 8
et 7), ber aus bem Coioeſee (Tzanaſte ) fließe. :
wengen ſiq aber wieder andere Jretpimer in 9
Berigte mit ein”). Diefe finb es, welche bei |
Vchen Säriftkelleen des Mittelalters, vor den Er
der Araber, allgemeinen Glauben gefunden;
Jactes Simocatta im 7ten Saec., weiß ni
Nils Herkommen zw fagen, obgleig er diefem
janzes Kapitel 4) in feiner Historia Mauritiana
t. Die Sage von den Höhlungen, aus denen
waffer fließen follen, melde er den Bolgieen
einem Troglodhtenvolke zuſchreibt, ſcheint biefelbe
rodot oben angeführte zu fehn.
Die Arabifhen Beographen und Ebrifl an ihı
ihren des Ptolemäus Erzählung weiter aus;
tab Güdbreite, heiße es da +f), emtfpringen a
den —ã— in 10 Quellen, die je 5 und
Seen fallen. 16 jedem Gee fließen wieder 5 8
die fih nahe ber volfreigen Stadt Tumi, unter
:quator, wieder in einen See ergießen. Aus biefi
genannt, fließt ein Mil der Neger, (Nilus ni
"wir aber nicht kennen, wenn es nicht der Wahr
" ®) Bruce Tr. VI. Aunendix ».nd. #9 d’Anwi
* .Ru⸗Dlilſtrom, — A 5
Ai
Be — ja amd 3 um m ra
vi an no genauere
Senfeir des Kran vn ae: 2 Er
ft u von den Queen wil man ante, mes die
„Pielmäus Darlber rüber anführen. Sen
10 Steäme, jeder 2 Brad vom ans
Mi Kom
; 8. Grab dee der pl)
—— Ken
em, bie fübli — En ad und Ber BL
Räuge. (us jebens dieſer
Aue imei diefer 8 me sr — andıe
bie übrigen 6 laufen germiute, um
HEN ee an Sant
er em r
Genf A Kerbreite, Ho
barans der Mil von Bar:
d. ie ——— eat; r be Barros, —5 — dei iR.
> ja fogar ein dritter gegen D., wämlig ber Dil vom
‚fon 14 2 * cin Fon
N aß der Nil von Ganaf me ein großer
from des wirklichen Niger if, den wir entweder mod nie
Immen, oder wielmehr der Bahr Miffelad **) ſelbſi, welcher
ud — en ee 5 ng R. W. u Se YA Bent
E zung eutgegeng Hiepe, bei
8 au un*er 10 Brad —ABE \ befindet. I
tigfte Umfland, Eber welchen wir H feine Auskunft
‚bleibt aber dann immer —* „daß der Niger und Fu
Iben Qurde fließen folen *
"Anmerkung. Bermuthlie ecwehslung. Die
[4 aane e Birmi des Wahren und FJaiſchen, des Bermuthes
hefgeintihen und wirklich Ausgemadten wirb erſt kaͤnf⸗
gefonbert werden Tonnen. - Wergleiht man indeß alle
emen Apgaben nach d’Anvilles.Razte vom innern Afrika
” Sahr 1746 }), wobei zur Geite die Tabula ad Prolemai-
descriptionem exacta, ferner no Menneld Karte von
Pr Karten und Rennelis Karte von 1802 ++), (unb
überflüffig, denn dieſe allein beruhen auf Bor«
8 I Sal fi ein Jrrthum ber ältern Beosraphen, ben -
pille u begeht, und der erſt durch Browne Beritiog
ih der: den Ril gegen feine Auellen hin immens
Ve ©. fo aus nad WB. zu räden. Re Gennaar
hi
1,3
seite
®) Rennell Herod. Seogr. 6. Brebow a. a. D. **) Browae
"Tr. Appendix. p. 450. ***) Rennell Illust, i9 Hormne-
: mann Voy. ed. Lan; rs E E! NM BMem. de l’Acad.
des Insoript. T 4b A Map shewing the
Be of Discove: rt Improvement in the 1
of North-Afrion by 5, Rennell, 1798 vorroesed 2808.
626. Afrika, Waſſerſyſteme. m. Abfchn. $. 24.
Kegt auf b’Anvilles Karte-um 4 Grab zu weit ‚gegen B., ib
noch weit mehr der obere Lauf bes weſtlichen Rilarmes ( Bu
bars el« Abiad) nad der Vorſtellung der Araber. Dadurch wurde
befien Berwedhslung mit bem Miffelab, beffen Quellen unter glei
dem Meridian mit denen bes Bahr: el-Ablab wirklich Liegen 4
(27 Gr. oͤſti. Länge nach Sreenw.), ſehr wahrſ ſchon Ye,
Ptolemaͤus, Edriſi und deAnville veranlaßt. Beil Mi
feld, wie und Browne und Hornemann gelehrt haben, allerdinge
ch den Fittreſee mit Wangara und fo mit bem Riger in Ben
bindung fteht, fo kam natürlich baburd bie Meinung auf, bei
der Nil mit dem Niger zufammenhänge. Gine Meinung, weht
darum fo ſchwer zu prüfen gewefen iſt, weil die Berbinbung pub.
Then Sennaar und Darfur, burd das wilde Korbofan, immer Dur
ſeht gefährlich und felten geweien zu ſeyn ſcheint. run m
gieie Hornemanns Angabe einer Communication bes Mil mdRk
‚ger in ſich nichts Widerfprechendes enthält, und dieſe bedE wen
Fcheinlich dur den Miffelad als Mittelglieb zwiſchen f
wirkt werben müßte, ja biefer fogar mit bem Wit ibentifd fee‘
Könnte, fo if dieß doch Brownes **) Angabe ber Steiferoute ven:
Gobbs nah ben Kupferminen von Fertit in das Duelllanb: bei: .
Miffelad ſcheinbar entgegen, fo wie fie aud durch Kennells
rechnung Über bas mittlere Gefälle bes Nil unb Abiad in Bew
gleih mit andern Stromgebieten wieber unwahrfdeinlid wit.
weites Kapitet
: Der Mittellauf bes NRIL
6. 44.
Nach der Vereinigung ber beiden Hauptarme bes web.
lichen und öftlichen Niles, Krömet diefer num vom ı6ten
zum 3oflen Brad Nordbreite in abwechſelnder beach immer,
nördlider Richtung fort, bis gu den Cataracten yon Eye,
wo er feinen untern Lauf beginnt. Auf dieſem Wege fin
Det er zuerſt die weite Wüſte (Nubien), tritt aber dam bei
Syene in das Zeil ); fo heißt bas fruchtbare Rithel
norbwärts von Syene bei den Araberflämmen, im
fag der Wüſte. Das Tell verdankt ganz allein dem RU N
. feinen Anban. | oo.
Aber bevor er dahin gelangt, nimmt er erſt ben einp⸗
gen großen Zuſtrom, den wir kennen, ben Tacazze auf und
ſenkt fig in vielen Stromſchnellen, von mehrern borigew-
talen, breiten Stufen in das Thal von Aegypten Binab. . '
%) W.G. Browne a Map ot ılıe ronte of the Soudan C-
savan fram Assiut to Darfür including some of the ro®
tes of the Jelabs etc. Lond. 1799. **) Route from Cob-
be etc. in Br, ır, p. 472. er) Bruce ir. II, p. 52.
Mies IL Pr
REST Sonate.
der a Hy Br iur A ——— _
tteibar unter der Vereinigung beider Haupfftrdi
ober Weißen Stroms don Sharan 0%
8 von — alfaig, cimige —
5* ftreicht eine — eihe felfiger Be: —
* * — Pilfzom , als weite Me ihm
perrennen * HL, iegsfpalt drängt fi him '
I. umd indem man fü je der Strom, der ng i
— Ban Smabfält, muß man :
u iefen Weg gebrochen ). 8
je rennen rn ars dürren ’ge
fiefel, der unbedeutende Det Gerrit
—25 fette, welche bie Acaba, d. i. * A
erri heißt (16 Grad 15 Min. Nordbreite).
4 ir lichen Terraffe von FR Heben
Datteln tragen; ‘hier beingen fie Si
je ar fie reife night. jeiter mordwärts im Thale
der etwos tiefen Stufe, liegt der Boden, ber auf der
Aaarterraffe mit Sand und Kiefeln, und näher zum Al:
imde, mit bem fruchtbarften , ame, fetten Hümus
be war, wie es ſcheint, mehr entblößt und ohne Etb:
da fi Hier überall Schichten von Marmor, Alabafter
wiele feel umb lofe liegende Wiöde von Gtein 1a
. Bier soon Ingt eine ambere Beit der Aus
Dem: u
ea Bit mnaer Elima). Hier d —
Kiel Ka, EHE SM
nämlid die Atbara, und unter dem Dek von
im Rerden Bas it Da sefaieden Mad,
f
7—
Hi €.
?
ie
Beräfme R
e edlen — — Nubiſchen Roſſe
Stämme der Ataber, welche nun meiter
ite Stufe bewohnen, find nad ihren ver
unter dem Namen Je lin, arbar,
a. mehr ober weniger befannt._ ie find
Herin der Nubiigen Wähe"‘"), in dee
et gilt: ae der Wüfle if ein Jeder des Anı
und wo der Gruß Salum alicum, Friede fey
die 8* —— falam, Friede iR um
B Tı VI. P. V “
m Foto
Hl:
in
m
3
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an GERE-MR ”
pr Afrika, Waſſerſyſtene. I, Abſchu. 6 2
Nahe unter der Acaba ober dem Paß von G
welche wir als ben Anfang bes Abfalls ber erſten
von Sennaar betrachten können, bildet ber Mil bie
Kurgos *), wo Ruinen liegen follen, unb einige Mags
siefer als biefe ergießt fi auf dem zechten Ufer bei
cazze, wahrſcheinlich in feinem untern Lauf durch eis
genthal vom D. nah IB. firömend, in den Mil.
Der Tacazze (db. h. Wofler oder Fluß) °*), bei
caree ber Portugiefen, Tekeſel des Poncet, im u
Laufe Atbara genannt (Astaboras bei Peolemäus)
nach Bruce, feine Hauptquelle auf dem Gebirge von 4
Hei Souami Midre ***), wo bas Dorf Gourri liegt.
weiter Hauptarm entfpringt an ber Grenze von
bi Dabuco. Beide vereint, durchſtrömen bie Tigret
om ©. nach N., fcheiden die Zigre- und Gheez- vo
Ampbara: Sprache, und brechen In ber Probinz Siré ay
rensgebirgstette in das Shangallaland. Da we bi
ravanenſtraße gwifchen Sire und dem Lamalmon übe
führe, iſt er in der trocknen Jahrszeit nur 600 Fuß
und 3 Fuß tief, ein heller, klarer, reißender Strom
Selfenbett, zwiſchen Tamarindenwäldern.
Nach den neuern, buch Me. Pearce und Ga
Ort und Stelle eingezogenen, Nachrichten (f. oben €
und 205), wird ber Dre in ber Nähe ber Tacazteq
Maizella genannt, auf den Grenzhöhen von Laſte
Angote; es follen ihrer drei ſeyn, davon bie eine Ait
care) (Cd. h. Auge bes Stroms) nur eine Halbe:
reife von dem alten Lalibala entfernt liegt. Schon a
Stunden von Bier, bei dem Drte Muttine, wird be
caqze 40 Zuß breit; er firdme nun immer nordwärt
zreuns das hohe Schneegebirge Samen im We von
lien Tigré, nimmt fehr viele Gebirgewafler auf, ab
hält auf dem Hochlande keinen größern Zuſtrom. Ri
feinem oͤſtlichen Ufer feheinen bedeutende Ortſchaften 5
gen, wie Socota, die Hauptfladt von Laſta, volk
und größer als Antalo, dann Maifaba u. a. Etwa
13 Gr. N. Br. febte Pearce in einer Zähre übe
©trom, wo er 600 Buß (300 Yards) breit war. Un
in derfelben Gegend, nur um ein paar Zagereifen nöch
berührte auch Salt FF) die Ufer bes Tacazze, wo bief
beiden Provinzen Tigrés, Avergale im Oſt von Gamı
Werft ſcheidet, unter bemfelben Parallele mit Antalen.
Sftliche Landſchaft iſt weite Plateaufläche, mit abwechſe
%) Bruce a. q. D. p. 445. *%) Ludolf H, Aeth.
®%°) Bruce Tr, IV, p. 346. +) Salt Voy. p. 268. I
ebend. ©, 354.
en, Mierelläuf 32*
uns Den. Eiedm Betede, we
Bamerinden un Boat ag
RT time 18 * SRellen (66 Sins) im
talım. Au De BWeftfeite Reigt
de. Samen empor, an feinem
iopiſche Sonne. Das Ufer bes Tacazie iſt
ei, (eb: en ‚„ der Strom ſelbſt duch eine ums
elsabfäge unferbrogen, fo, daß
-paffisen kann bei tr
7 mie fauftemn in 100 Bo und gleich ber
auge aber on nn eigten, daß in bee egal
—22 denn
An ben Be
: giebt dem —8* Kine welihtiun. benz
eften Flüſſe don Habeſch, davon er diejenigen
5 ber —— he Insgefamt aufnimmt,
em Nil dagegen alle Wafler bes Goglandes sus
Men. aufgetrodnet * was jeden Sommer ges
* g er doch noch immer fort. Zur Regenzeit
affee 10 Fuß Höher in feinem Werte, als
n ihn ergießt fich tiefer, in ber Ebene, bee
* * ſtlichſter aufaf welcher von ige berab
hn Poncet,"*) im Jahr 1700 mit Gefahr Übers
3 aber wenig gekannt iſt, und nur zur Regenzeit
mterbrochenen Strom hat, zur Sommerszeit aber
von der Klfle eine Krümmung macht, fig unter
ober wahrſcheinlicher im Sande dee Landfchaft
an in Koi nA: —8* * en) Pan
.. re
.
A
550 Afrika, Waſſerſyſteme. II. Abſchn. 5.
Dezhin verliert, wo Sumpfe, Waldungen und Saml
die Gegend unzugänglich machen.
Vom untern Laufe bes Tacazze wußten wir fe
nichté, als was Bruce uns fast, der in ber Näß:
&inmändung in den Mil, bei Gooz (17 Br. 57 Bin.
breite) Über ibn ſezte. Hier ift er eine Viertelſt
mile Engl.) breit, tief, und fo klar iſt fein Waſſer
Habeſch. Die Araber balten es für leichter und g
als das Nilwaſſer. Seine Ufer find kahles, wüſter
defien Boden vod Kiefel und Sand, wur hie und |
driges Acaciengebölz nährt. Er trennt das füblie
Arbara vom wörbliden Barbar '), An feinem R
liege hier der Gibbel Ateſhan, d. 5. ber Berg bes 1
und mie dieſem trete die Garavane in bie furcdhtbare
He Wüfte ein. Wen bier an fehlte Brot und 5
on bier an verläßt ber Nil feinen bisherigen Laı
RR. und wender ſich flatt deſſen nach W., gerade bi
das Land der Takaki und eine Gataracte des Nil bu
Araber angegeben wird.
Bon diefee Nordgrenze ber erften Stufe ober be
noarterraffe und von dem Untern Tacazzeſtron
Halten wir durch Burckhardts Reiſen, deſſen ſüdlichſt
gerade die Ufer diefes untern Tacazze traf, ganz me
mehr Aufklärung. Von deflen oben Laufe erfuhr e
nichts, und im untern Laufe warb ihm ber große
im Often von Gennaar zwar immer nur Atbara gi
(Astaboras), diefer Tann aber kein anderer als ber Ta
felbſt feyn. An deſſen DOffeite im SBreitenparalle
Shendy, liegt eine tiefe, wegen ihrer ungemeinen |
barkeit fehr berühmte Ebene, Belad el Zakta°),
EI Sofch bee Einwohner. Sie dehnt ſich 3 Tagı
von R. na ©. aus, und eine Tagereife in bie
Im Norbweft ſtoͤßt diefe Ebene Takaka an die Nul
Mühen, gegen S. O. an das Gebirge Negeyb, ba
parallel mit dem rochen Meere ſtreicht; gegen ©. sei
fid) an feuchtbares, bewaldetes Gebirgsiand an, Bu
oben als Kolla (oben ©. 245) kennen lernten. Zu
biefer Kolla und el Tata befteht nur fehr werig Werke
uns bekannte Meifende Gaben biefen Weg gar nicht
gelegt. Burckhardt wurde daran gehindert von vl
weiter ſübwärts vorzudringen. Er erfuhe nur von bei
berfiämmen, Habenbova, die si Taka bewohnen
füdwärss von ihrem Lager Filik, dis zu welchem
barbe vordrang, die Lager auberer Bebuiuenflämme au
*) Bruce Tr. VI. p. 454. **) Burchharde Trav, im.
p. B7. "9% Burchbards 72 P. ML ü
rm, Mile. 3
ander folgen tik tm Its,
— 55*— 35* t
it,
sefäßr.
su den
Baby Dmran, ı Zagereife nach Ayape, = ZTagsreii
Ras et il, m — 8 in Vie —X
biefer Gtredde wohnen viele 23* Die
srmittelungsgliedee-
"ee Abpffinier und ber Bere Be 55—
som feinen und viele @igent
rn
Zofa verfaßt und haben den —— der un
(Ungläubige).
Belad el Tata, den
große Fruchtbarkeit hd en —88 8 Kur
memmungen; ng
! at Eule Ei Südort ans Ben Baia ac ae are
Waller vom ©. mad
—— —* bie ganze weite bene, a bis 5 er var in
" Beroäfler überfchürten. Woher biefe nr tommen if,
nad Burddardts, Erkundigung, fo eigentlich nit bekannt.
‚Wie haltem bafür, daß — —8 ais die var,
aus ber Kolln Aboffiniens ſeyn Runen, ber, ie oben bes
— nach der altem Sage, nur ai no
—— Lauf bei
—— eim 38 a 75 5
jelim ei Aflonan en Det“,
—— — je, md na!
Zn mit lamm nie a, eanptem., Rn dem
— eh | Nefer befärt von den Beduinen, ame giebt
2 a ), lichten Durrab. deffen.
IT wien die das * Do bie Bboffe
nun me (Hier immer Atbara genannth, der im
I grenzt, Abzug habe, wied uns nidt
wermanthen wir wenigfiens einen tempeseiren
.. ihn aus die Altern Karten nen, denn bies
** 8 AH deffen Ufer hin. _ Im: ber
Bewohner vn ei Zale ifre
8 Er ka 40 Buß tiefen Brunnen, bie
*) Maciad dei Burekbardt App BIT p. 06 unb .
u Nabe lan 8 ke a.0D0.
552 Afrika, Wafferfofteme. TIL Ubſchn. 5. 04.
reichlich Waſſer fpenden, aber größtensheils 6 im.
Burckhardt fagt, die Landfchaft feb bors voll Raubthiere,
Panther, Leoparden, Löwen, Wölfe, Gazellen, Haſen und
geoße Schlangen; gang ber Natur der Kola gemäß, wie
wie oben von ihr berichtet; auch ein rechter Fi er
Deufgreden °), die von bier ans ihre verbeesenben
Derungen en Fr ; ri
n ben Grenzbergen von Rege n 8.8.
es viele GBiraffen Fieben (vergl. ben Er) de
dendoa, die einzigen Bewohner von el Taka, gehören mu
demfelben Menſchenſchlage wie die Bishareen unb ibn
haupt alle oſtlichen Nubier, von denen unsen die Nebe fegn
wird. Gie find nur temporäre Aderbauer, font Hieten wu
Beduinen, roh, ungafllich, treulos. Won biefen Lande ge
gen D.N.D. über das Küßengebirge zum rot
dur den Bergpaß Drbay Langay nah Guatim,
nahm Burdharde (1814) feinen Weg zum Arabifchen Bias
bufen*’), Er kam vom Weflen ber, vom Nil u
Durch ihn den untern Lauf des Atbara von el Koks ber
feinex Einmündung in ben Nil genauer Tennen lernen.
Mur a Tagereiſen von Filik weſtwärts, in gie
Ebene, deren Boden felbft der Farbe nad, dem — ——
ang glei iſt, fließt der Asbasa (Astaboras), an WM
et & 5 Rajeb auf dem Gübufer, vorlbee; Hier eb
beide Ufer wüſte, aber es lagen an ihm zwei ifolirte Högl
mit alten Ruinen *"’), welche die Araber Keniſe mau
sen Cd. h. Kirche oder Tempel), Burdharde iſt ber eb
Entbeder dieſes Monumentes, bas gerade Bier, in der
enb des alten Meroe, und auf der Grenge zwifchen Abk
nin, Nubien und bens Gebiete bes rothen Meeres vn
großem Intereſſe ſeyn muß. Leider wurde er, durch be
nächtliche Flucht ber Saravane vor Rfubern, gezwunmnen,
ohne Unterfuung beffelben weiter zu ziehen, workber dir
eftiger Schmerz ihn ergriff. Der die auf dem bie Kim
lag, fehlen 3 bis 400 Fuß Hoch zu ſeyn, aus Granit
Selsbläden umgeben, in beren len Hadenboa
wohnen ſollten. Die Mauertrümmer +) auf dem
fentrept gegen ben Strom gerichtes, fchägt Burckha
30 bis 40 Fuß bo; fie find aber fehr gut erhalten,
einem pyramibalen fpigen Dache verſehen, roh gebaut
von ſehr gm Alter. Indem benachbarsen Go zRerie
wohnen Danbelsieute aus verſchiedenen AraberKämmen,
auch Diesen find, Der Ort ſteht unter Sennaars
2
a A ER ET
zETER
u
*) Burckharde a, a, D. ©. 391. **) Burckharde Tr. p. 405
a 431. u? Burckhardı: Trav, a 579. 1) Burckhardı
rav, p. 382,
ee, Mitcheuf .-,. 635
‚umb ift ein Marktort, mie S heub y. Von dies
E iedigen Stelle, die unflreitig emp no michtigen
u für bie Antiquitäsen diefer Landfdaft barbieten
ie ber Uebarc oder Tacapge, durq vollkom⸗
h 53 en ‚und zum Theil reich bewaldet⸗
ke, bis zum De: bara *), und von diefem 9 Nagereis
Rn weiter Dinab nimmt er einen teten Zufluß auf, wei⸗
ke bier Dogren 86* Mogteb, mie Wruce fagt) ge
. ee Mogren entfpringt nicht, wie Alle. bis
BD genannten Zuflüffe des Nil, gegen ©., fonbern. er kymme
m Morbofl, von ‚dem Gebirge ber Bifhareen, vom
Bange **) des DOrbay Langap, alfo von der Küfienkptte
B totben Meeres Berab, als ein ziemlich unbebeutendes
ergmwaffer, bas im Sommer gan iu verfüminden feine,
erhält ber Atbara von diefem Eleinern Waffen,
ve bis Nil Bin, den Namen Magren, wie
ai Un ber % ad ME Meinen au = Rama — —
era Namen ogren ergie ee
m wirklich A Ril, Se Burdhardt vefuhe? Ber il
ER mit der Garavane vom Norden Arıtammenb, fübwärts
Buepfegen ""*) mußte, ie, mecben ihn jes
bier, um ale Verweslung zu vermeiden, als den
maptfieom ober den Zacapye, selher Name im unsern
ufe umbelannt wird, immer Atbara(Astaboras) nennen.
as Dorf Atbara am rechten Ufer biefes Stroms, bloher
m; unsefannt, liegt 10 bis ı2 Tagereiſen in bieecter Ent:
mung von Guatim am rothen Meere entfemt. Die
hüfte sunähft am Stromufer ift mit Quarzkiefeln Übers
ut, biept am Ufer aber erguidte das Auge ber Garava-
merifenden plögli@ das ünpigfe Brün reger Waldungen,
u frembiger lie
dui
ab zur dem —— — bee
wehef:. dem Tode komme das Paradies!” +). Auf
Cairo, d Hal ſtromauf ste
wdhsne sigts ie Im Kefnliges —8 — ee
Iamnidpfaltigleis ber Vegetätion am Ufer bes Ärtara: Dat:
ipalmen, Dumpalmen (Uncifera thebaica, Delisle),
imofen, Acacien, Nebel’s, Allobs (D, belebt
A
© durch bi den
Eee
. Knie. ei y
- Serame Srnnantı wird vom hundert Bamilien ‚ber
Burckb; ‚de ebd. S. 376.__**) Burckhardt Trav. p. 405.
a ee ——
Pr B 5
654 Afrika, Waſſerfyſteme. M. Abſchu. $. 24
Bishareen Araber bewoh:rt, vom Stamme Hammabal,
der untere allen der flärtfle feyn fol. Beltartige
mit Matten aus ber Dumpalme bebedt, find hier
die Wohnungen zwiſchen Abyffinien und Frappten- Dirk
Seduinen gleichen in jeder Hinficpt ihren Sklihen Rap
barn in el Kar, find von einem ſehr fe igen Dis
ſqenſch lage, aber eben fo treulos und ungaflfrei. \Y.)
tiefe einheimifepen äftligen Afrikaniſchen WBedineuherben
überhaupt, im Gegenfag der Arabi Bebuinen,
Arabifse Sprache fie auch Kanten Aue Ihnen ik ie .
Li
I
Weige *) werhaßt wie ein kranker er, er erfiheint
du fo HH wie der Teufel, $\ — ein Dev
jelave, was der muthige Burckhardt überall nur
8 feinem Naqtheile erfahren mußte. Dieſes Volt ik dam
une und den Ausſchweifungen ſehr ergeben, nennt fi}
Moelemin ohne es zu fepn; fie find abwechfelnb
und Aderbauer nach ber Ucherfhmemnmungszeit bes Atbarss
flroms. Ihre angrenzenden Wüflen find vo
Straufe und Maubtfiere. Mehrere Kagereifen im }
von Atbara, unterhalb ber Wereinigung des biäher unit
kannten Mogren mit diefem untern Xacaggeftrom, bar bit
fer bei der Durgfubrt des Garavanenıweges na Shmöy”)
bis 30 Zuß hohe Ufer; feine Höchften Wafferfiuthen feheinen
aber, nach Burckhardts Beobachtung, nur ao Fuß bach fıl
bei Bruce) au fleigen; er kann alfo dort nie das Band um:
mittelbar Übefäwemmen; doch finb feine Ufer grän un
reijeud. Er f@eibet "Hier bas Gebiet des Ras el Bary
oder das Land Werber im Norden vom Gebiete von De
meer im Süden, und hat an feinen Ufern gute Adercultun,
Diefe Landfpaften Werber im Morben bes Atbarı,
dann Damer und Shendy im Güben beffelben, Hierauf
das baranftoßende Sennaar, bas bis fübmärte bes Bafe
el Aprel reiht, find die vier von einander abhängige
Weide und Hanbelsfaaten, über welche wir nun med
durch Burckhardts Unterfuhungen nicht ummidtige mem
Belehrungen erhalten haben.
1. Das Rei Gennaer.
Seit Bruces Beit Bat Bein neuer Reiſender Gera
wieber befucht, wir beguägen uns daher hier mit ben Rebe
sipten die wie aus feinem Maclaffe erhalten Baben *")
und ben Zufägen, bie uns Lapanoufe und Burckhardt dan
über gegeben haben. Die Landfeaft haben wir ſqhon bi
der Schilderung bes Nillaufes kennen gelerntt, amd du
®
Edend. S. 376. **) Burckhardt ebb. ©.264. *) Brause
een. un. TV ande. ö
‚
2 nen, Smmanen . ... : - 656
des berti ’
Ei
m a
vo in Gennaar, don bene 8 — 13 warden; Ad
als —— kann di einen Bel nur
‚Min Sued des tönigligen
faufes bat das Bergen " bie@pre nur vom einem Prim
ka vorm Geblüte, dem Gib use Dingerihtet —
w dürfen: Sauce lernte ben Römis Achmed von Gem
kane Tenmen, dee als dem Drte Fapiglo geblirtig umb noch
Ben ke — = red hatte es
die ihn dur son je ge
—— biefen erhielt Bruce bie En
ung vom Grbirge Dyre umd Tegla (oben
— — fie von einer — dort errẽttet walc
Die Regentenfamilie find wahre „ deren Kaffe
HH "aber * rabiſchem Blute ge ri Es iſt Se
eg, daß jeder Nönig einmal in feiner Berslerungeiche ie
re Hand dem Ader pflügen and befden, mu muß,
» bason er den Kirel Boady b. —ã
Der Stiftet von Sennaae hub men, Son von
Mdelan; glei vom Anfang ar 6 Pr neubegrändete
Srade der Mitselpunct des Reichs. Die Fungi vecheitas
theten fi allmählig mit Weibern. von Arabiſe beuuft,
mb 2 und u. um Islam Über, one ſih aber
Sefege des Korans zu:binden“); fie er:
Ein enden nn um * Handels willen, und bliebm im
Sie fen in I —D fe en m
sweiesiei Bewohner vor, bie alten einheimiſchen Hirten⸗
WÜlter weige Bruce gu den Agaazi runpmets wir haben
ee ge Gromanisgenoffen hunde vom Damen Bajeb
eefh (oben ©. 959) ſchon Gray lernt, und bie
Srabiigen Debuinen, bie feit ber usbreitung des
Aegypten auf bis Nubien und Gennaar fi
verbreiten haben. Theils haben biefe den Vertilgungstrieg
a ten ‚Heiben geführt, theils als Bektaraber wie
a denjenigen eriginern ſich niedergelaffen,
die Ba 1] —— Ro in den jdten
ngefiebelt, Nã je vom Stamme 'ber Koreiſchiten, wo fie
auter dom Namen Jehalin, ale Glieder der Familie Mu⸗
„ ‚zum Abel des Bandes an Diefe haben
2 et dem int 68 A a * en
}, und zumal an bie 30| poRirt, ech welche
Mat fie ſadren den
je der Caravanen pafhesn mäfle
*) Bruce T. VI. 2.389.
die Mekka gegenüber liegt, jährlich bu
Innern den. Erdtheils. ie bem 8
YJTRSITIWYESE SLUDEIHINERIE VELITIGE ZyE uw
Cameelzuqht “), denn fie ziehen die Zaufende wı
Laftthieren auf, bie das unentbebrlichfie Bedürf
Horden, aller Heere, aller Landleute, aller Kaufle
und. der Pilgercaravanen welche diefe GSüboflede .
*
rũhjahe, Em!
ra Bruce, der von Abyſſinien herkam, - alle: bisfe
me fi$ in Bewegung feben, um, weil ba .biı
geit begann, mit ihren Cameelheerden aus dem fi
walbigen Süden von Sennar in bie trocknen mb
Wüſten im Norden bes Atbara gegen Nubien
&o lange die Gameele bier auf einem f@margen
weilten, wurden fie von Wollen von Bremſen mn
genden Sliegen werfolgt, . bie fie erſt verlaffen fobal
trocknen Wülen betreten, die nun den Cameelen 3
egen biefe Eleinen, aber deſto hartnäckigern und gef
443. dienen. Während biefer Wanderungen ver
Die Garavanenreifenden , bie gern ihre ermatteten
mit frifgen wertaufgen, ‚mit jungen süfigen Bud
bie su den vortrefflichſten gezähle werden. Im
Mai treten biefe wandernden Beduinen, gemwähn
ber Regengrenze nordwärts in bie trocknen Wuͤſten
ein, wo keine RKegenwolke fie mehr erreicht, im ©
aber pflegen fie wieder ihre Rüdwanderung gegen '
den gu verfolgen. g |
Bur Belt da Beuce in Gennaar. war, gebäı
tößere Provinzen mit eignen Königen zu Germmaar
ibus galten, nämli EI Aice (Heller Allais b. R
Besuglo und Korbofan, welches legtere, wie |
aben, aeaenwärtin an Dar» Kur unterworfen iſt.
nz zupfen, Senuaare ie. 687
vr im Bund von blauem —— — felherhin,
und ſigezer ——6 ig Garavas
von. ber. Küfte des — Bi er — —
——— Waaren/ mel 8
ntralen Afrika und dem an Des e — a
ED Laß Suatim auf Bu [2 Gasen
itfernt „ der Hauptpafen für —2
ber die Kriege haben dieſen et ef. ae un fe;
heit, af der Markt von Sennaar deswegen von den Gas
banen Öfter amgangen wird, ine Kafila, welder Salt
"Diran (im J 1810 oben. ws) begegnete, kam von
es Sue (20 Zagereifen von Gennase) und hatte, meil
tfes Land mit Sennaae N — in einem sicher
mmege Sennaar, weit gegen ange, wozu
Monate Beit gebraucht hatte‘*“), und war ar das füblide
ıs unbelannte Land —— sen
m. um zum rothen Meere
iR a ee dem — —8 füßet ward,
ich vie Sudanfrofe durch A fo = ——
tufehen, zumal durch die rtäub ud: Kader
uber Dallı fage diber den Bahr el »D, a
m fhpeine fi ber wichtigere Caravanenhani bel —X ch
an m Markte nad Shendy X gerogen zu haben,
hei
eit bed, di
Se Anfang nn — — tunen De
ae nennen aepann jebıs Sp 1 Argppten,
ER Burckhardts neueften gungen im
Vwendy ift der vd en von Sennaat längs bem —— nach
m Reden jang unterbrochen; alle zwei Do:
Samen aus m 6 en Kornlande Sennaar, Garavas
un non 5 bis Goo Cameelen mit Durtah beladen nah
Bhendy, und mit Gütern und Gclaven, etwa.auf 100 Gas
won Die ie Daupkwone find die Zeuge aus den Gattun-
nebereien ie die denen in germe gleich find.
Beide — liefern von dieſem Beuge, das dort Dam:
monz heißt; ſehr große Quantſtäten zur Ausfuhr nad
la, Korbofan, Dar: ur, Abyffin gr Argypten, wo
eine Randestr: old iR — iter Haupt⸗
boeh nur ale eo, denn nn open von
erhalten es aus Abyffinien wo Ras el Fil der
wihre Solbmartt feyn foll, und das Gold für Sclaven
—
. Mlrace Tr. Tom. VI. p. #; #*) Lapanouse Memoiro
R , Caravanes du Roy. de Sennaar in Mem. s. L’Eg. IV.
— Salt Voy. p. 436. *'**) Burckhardt Trav.
. Ebend. Ye! En th) ‚Lapanonse a. a. 9,
erde Tr. p. 509,
538 Afrika, Waſſerſyſteme. III. Abſchn. $. 04.
durch bie Ghibertis (Dieberts bei Burckharbt; vergl. abe
©, 243) in Sennaar eingeführt wird. Dieſes Bold wi
in Sennaar meiftentheils von Handelsleuten aus Guafıı
aufgefauft, bie dafür ihre Indiſchen WBaaren abfegen, de
Bold aber mie auf die Märkte von Diebba und in b
Drient bringen, Die Marltpreife des Geldes find, bie Um
Gold in Sennaar ı2 Dollar, in Shendy 16, in Gucll
30, in Djidda 2a Dollars; der Transport dahin ifl alfo«
vorsheilaft wie der von Silber nach dem Sudan. Beſẽ
ders werden auch Sclaven von Sennaar nad
zu Markte gebracht; es find meiflens Abyffinier =
Nuba’rs. Die Abyffinier find meiſt Sclavinnen, theils au
den Ballas, ober einige Amaaras (nicht Amhare, R
Bruce) ober andere der Abyffinier, die man dort nicht Pb
beſchh fondern gewöhnlich mit dem Namen Rekkatp‘
benennt. Dieſe Abyffinierinnen gelten für die fhönfken mi
sreueften unter den Schwarzen, unb find darum im a
Darems der Mameluden und Aegypter ſehr beliebte; bei
find ihrer immer nur wenige, etwa jährlich nur einfunbn
die von bier ausgeführt werden. Dagegen aber deko me
Nuba's (Gingul. Nebowy). Diefen Namen führen du
alle Schwarzen, bie aus den Ländern im Süden von Gau
naar kommen; die Gebirgsheimath diefes Nubaftamımes Ma
ben wir oben fchon kennen gelernt. Sie werben meil d
Kinder von den freien Araberflimmen der Gennaarfiufe, 5
ben ſüdlichen Gebirgsläntern weggefangen als Heidenkinde
Diejenigen welche Burckhardt fahe, bildeten einen Mitee
flag zwiſchen ächten Negern und Abuffiniern, Eupferfarhl
aber dunkler als die Sennary und Araber; ihre Yhylı
gnomie war nur negerähnlich, ihre Naſen nicht fo plat
das Haar zwar raus aber Feine Wolle, pe flage
weil) und nicht fo bretthare wie bei den Megern.
diefen DHauptproducten führt Sennaar auch noch Eifenbeh
Snsinoceroshätner Moſchus (?) und Ebenholz na de
orden aus.
Die Kriegsmacht des Könige von Sennaar beßes
nad den Erkundigungen der Franzoſen in Aegypten (1808,
aus 40000 Mann Fußvolk und 6000 Reitern; nur bie obe
Dfficiere harten Feuergewehr, bie andern vergiftete Ma
fen. Das Gebiet von Gennaar das von ſehr wechſelch
Grenzen gu ſeyn fcheint, erſtreckt fid gegenwärtig, nad I
Ausfagen der Sclavenhänbler, noch 10 Tagereifen gegen €
und ©.D. von der Stadt Sennaar, und wird bie EP
noch immer von freien Araberflämmen bewohnt. Au d
Ausdehnung gegen Norden ift feit der Hersfhaft Der R
*) Burekhardt Tr. p. 511. **) Lepanonse Mem. 0. ©.
We, Ehen, Dann. - nie
ie Die dee Semi. ve —— m am
Di Sing) nige)*) vonEpmir 8 Ber⸗
ey Balten von Sennuer ein und ab, fordert aber
we alle a dio 5 Jahr einen Wtibur ein’; ſeine Bes
| 3* die an Of Dengele ie ihm
che her M uckenſtagt dort em und
4 zahlen bie S und Beben im —* bes
ren Tribu = zZ
Keil a und der Priekerfaat.
end If eh Fe und Robbe *) m Dan
enwärtig ber bebeutendfte Ort im öfllitgen Guben,
Per als die Mefidenzen von Dongola und Rorbofen.
herrfcher ben Titel Diet, heißt NRur (. i.
kaun auch ans der weiblichen Linie den Thron bes
L den —* hut an Sennaar ausgenommen, ganz tıms
giest größte KK hi Biber ph
bunte Einen Zoll, er I
die Emporium am obern M 04 Hat
fſelbſt nur an 1000 Häufer Eos eine * ae
L auf einee Gambebene erbaut find, nach Art ber
m Nubifi en Ortſchaften. Den Ort nannte Bruce
), wärts don ber Inſel Kurgos mit den
e die Reſte des alten Meroe Hält (Au
ab von zugyos, Thurm, ein Wort das indeß in
che 7) mir der Bedeutung eines Kloſters ———
enge ngen u feyn ſcheint), von denen dber Burck⸗
achricht giebt. Bruces Breitenbeflimmung,
Sn. 35 Sec. N. Br, fcheint nach Burtkhardis
ns etwas weiter nah N. verriet werben zu müſſen.
erherrfchaft des Met von Shendy eifredt A nord⸗
iur Einmündung des Atbara ++) in ben Mil, wo
Damer, eine Hierarchie, gegenwärtig geer
Anfeba und faft zur Independenz gelangt
Norden, eine Zagereife vom —2** zu 6
rdboden überall mit Salztheilen burchbrumgen ; diefe
im einer großen Saline, welche hier der Mek bet,
bt, das Salz in Kuchen gebaden, und mis bi
tiger Handel burch ganz Sennaar bis Ras el 4
1; nardpardt fagt, daß bier ao Salzkocher vom
ben t find. Mur eine Tagereife im Norden von
ste zog Burkhardt an großen Sgutthügeln +9
die er
rchhardt Tr. B. 211. *») Burckhardt Tray, in Nu.
p- 277. _”**) Bruce Tr. V]. p. 436. +) Quatremire
m. s. I. Nubie II. p. 27. y Burckhardt p. 273.
) Gbend. ©. 275, 276.
u 640 Afrtrika, Waſſerſyſteme. UI. Abſchn. z.
vorüber, Bo Schritt breit, die fich aber mehr als eine
selftunde weit ausdehnten; dieß, fagt er, wal
ber einzige Dre wo alterthümliche Ueberreſte ſich gi
von benen er aber weiter Leine. Erklärung giebt. "
Stelle fällt mit dem Locale bes von Bruce genannte
nos fo ziemlich auf eine Stelle. In Shendy u
Norden von diefen Schutthügeln, bei Gabath, fahe
barbe zwei Grabmonumente von Heiligen, bie in ¶
von Pyramiden und nad bes Reiſenden Ausdruck
Sepulcra im uralten Etyl*), aus, an der Gonne
nen, Steinen erbaut meikwürdige Fingergeige find, M
den Aethiopiſchen Völkern bie Entſtehung ber pyracı
Form (in Habefch find überal Spigtbächer, und bei ka
nafil pyramtidale Gräber f. oben S. 186, a4ı) und %
fprung ber Pyramiden zu ugen fey.
Die Äuferfle Nordgrenze des Gebietes von Sheni
gen Damer ift bei dem Orte Howaya;, bie Cara
welche von daher in 3 Zagereifen bei Shendy anla
machen der dem Orte, an einer großen Dastelpaime, f
welche bie einzige und füblichfle in biefer Gegend ſeyn
da fQon von Dongola bis hieher Leine Dattel mehr us
Sie dient ale ein Signal der glücklich gurüdigelegeen 1
flenreife, und bei ihe kommen die Berwandsen und fra
den Garavanenreife..den zum Empfange entgegen. Bor!
gegenwärtigen Zuftande von Shendy und gumal von M
Handel, erhalten wir durch Burdharbe *"), der vom
April bis zum ı7. Mai 1814 ſich dafelbft aufpielt, felg
wichtige Nachrichten. '
Die angefehenften Einwohner der Stade ſind K
und Fremde, die aus Sennaar, Kordofan, Dar: 8!
Dongola, fich Hier angefiedele haben; die legtere Gel
Bat ein eignes Quartier von Sennaar inne, Die
miſchen gleichen ihren nörblicgen Nachbarn den Verben, |
aber woßlhabender. Die Concurrenz bes Marltes
dem Sudan, Abyffinien, Nubien, Aegypten!
dem Arabif en Golf, macht Spenby Beutzutage w
erfien Haupt: Emporium ***) im Süd von I
und im Offen von Dar: Zur in gang Oſtafrika. Au
daß hier täglich alles in 3 Reihen von Kaufläden fe .
iſt noch jede Woche, Freitag und Sonnabend, großer
sag, auf welchem die Spanifchen Piafter, do nur !
bie mit der Chiffte Carl IV. bezeichneten, ganghare |
Münze find, die fi immer tiefer na dem GudM!
verbreites aber nie wieder zum mittelländifegen Mer!
*) Zeihnung ©. 274. **) Burckhardt Tray. p. 277“
”.) Burckharde Trav, ) 255, B« 377
Yo u. ſ. mw.) die als Eleine Münze allgemein
pe find; mit Papier, allen Arten von Eifenwaas
amal Solinger Sabrilaten, mit Unsimonium,
fQwarge Schminke der Augenlieder algemeines Be:
k, mit Silberfpmud, Spiegeln wa. Diefe
seiftentpeils idelsleute aus Des
folg
genau Audi 60 bis 80000 Di
8. F \ 1 Me — [u bie Ga:
tämen und te Gteoßen
Em. t nein Ba Damen Sandy
abies und mit Kapneem | # F4 Br:
Gemporde fi 8 b „ei 8 mit den
Bu Machen Dante a —— —
um © pen jene se.
ten; Ireipften Handelsiente
Si fen gun 1 De N,
abfareba ‚Hodberame vo 8
rt ißen, Ye immer us
wo fe vie we abendſten und Ka
» die *8 bar Aegypter
Ei Baaren, Muffeline, —3 Br
nas a Gersürze, Motla u.f.w.
haflıe Pferde von Dongola, So und € Sclaven die
*
- Landes noch ziemlich gemäßige
Milufer dort nicht Überfchwenmat, aber aus
bewäffene, daher ift fie unfruchtbar und erhäl
vom ae Gemmanr. * une. nid be
e durchaus e
wehiupen Guban und
—— abee — — *
on Slim. iſt wegen der beden
Be
Nil finbes Mer gar keine Verbintnng 8 ki
—— "a ei a wel
Shenty und Damer foll rin Gataract wie bei?
und ei zweiter größerer weiter norbiwäste: un
ber im Lande ber Araber Mebatat.
—— von —*
* 2 unter ihnen find bie D er
die Ababde, und andere, die gegenfei
—ñꝰ in — Fehden vermädelt Mad:
Nachbarn im S. und G. W. den Stämmen
ry e und Kennt el, die ale Hirten mit den A
— gen, fie in der bitteren Feind
dieſen Auabern if Feen auch Die Behr
2* a Mar nt zu u ich von in
Dean oo * weht im einer auf
Be Se
e beſſer te
Gabe, die Bebumen fübwärts von Siont in
eo [ven Shuy, Demer. BK646
N nd
‘92. ipfben Miaberflämme gegen Genuaer hin,
per visie Eubonmietes ——* 7
iſche von ben ern, andere von ihren
— —— hlreichſte Btamm,
mar alein veden, fo wie be nahen -Derwandsen. in
mem, Dar: Zur und ben. Beni Heu am Bahr
|, ei. (che gutes Zu, worauf fie el ‚es
Eu Atatifcher Abkunft nennen,
(den weſtlich
und
9
ir ur rav e
Haare) ) an dem 3 bes Eu 8*
fer des A die Stille der Rat
re Zeosile prechende werden hier —*
im Koran — — Adjem —8 5. er
’ ;“ ven
im ofanı im de: bie 5*8*8 von At⸗
‚amd bie —A rothen Meer,
ber central —5 Blite der Ruba
u.a. m. Bon Shendy oftwärts u) Äthara I
brauchte Burdhardt 4 Tagereiſen.
Der Peieſterſtaat Damen
BE eine Tagereiſe an der Norbgrenze bes Reiches
5. 65 Stunden im Norden von Hawaya, liegt ein
— ehr beeipmtet geiftlicder Staat, der uns burch
ner ‚peilie keit und ber Zauberkraft feiner *
ehe Mn (tem Culturoaſen der Drakelorte
Ammonium erinnert, wo aud bie Bortheile,
tieerlehre und Handelsfpeculation barboten, auf
eife vereint, unter den benadbarten Wölkern zu
* und Anſehn verhalfen. Wir verdanken bie
es bisher ganz unbekannten Gebietes, wieder⸗
nen Laudsmanne Burckhardt, deſſen Be⸗
ne Menſchengeſchichte wie für kunde
ieh
2*
Ep
—
reſſe und vol Treue und tiefer Beobaq⸗
ufenthalt vom 10. bis 15. April 1814 )).
biet von Damer wird im Norden vom Atbara
nus ein Ort wird dort mit gleichen Namen ge:
wie r gut gebauste —5 Bat, bie
\ aumifaen beifammen liegen, und von gm r
Ans: tabien, den edle ja:y9bin bewohnt werden,
—
Pr Fr, ? 354. *#) Burckbardı Tray, in Nubla
— |
|
78
Art
644. Afrika, Wafferfoftense TIERE
davon: bit geßfere Theil zu ben Fobara
ober oe i. Mr ben „Scheiftzeleßr
zan‘ mie Ne enbegeift eines „Bettl
gesin gehört, bie im Rufe der Heiligkeit
Oberhaupt I nigt ein Sheikh, ſondern ein
(Saly el Kebir (db. 5. Groß Faky), amı
weiche die Necromantie verfichen foll. S
wifiend an: lebt als Eremit in einem €
tiſchen Gebäude auf der Mitte des Platzes vs
die obesften Fakys umher in großer Dſtentat
ligkeit. Burckhardt erhielt Zutrist zu ihm
niß zum Handkuß, und wurde von ihm über
im Koran befragt. Im Drte find, wie in B
503), mehtere Arabiſche Schulen, dahin die !
Dars Fur, Gennaar, Kordofan, Nubien **) ur
geſchickt werben um fchreiben, leſen unb bie €
san auswendig gu lernen. Diefe erlangen baı
ſehn In Ihrer Heimath, werden die Gcreiber ı
führer der Fürſten und Großen, und erwert
Schreiben von Sentenzen aus dem Koran, bı
Zauberworte, Grisgris für Liebreige u. f. w. (
flug. Die Fakys find im SDefige vieler Büch
Manuferipte, Commentare u. f. w., bie’ fie
taufen.. In der Mitte-der Stade liegt bie g
deren Vorhallen zugleich ber allgemeine Sar
der Ruheort für die anlommenben Sremden |
Tiegen viele der Bemächer für die Seudent«
und außerdem haben noch viele ber Fakys ihr
nen Copellen an den Wohnhaͤuſern. Die |
Stadt bat treffliche Ackercultur; alles Land
Menge von Waflerrädern aus dem Mil bewäfl
iſt allgemeine Nahrung, und Weinen nue bi,
men; Auferdbem wird Taback und fehr viel X
baut. Es wied Bier kein Bol für die Waarer
um balten Bier alle Saravanen an und det Dr
blũhenden Zuſtande. Viele der Fakys find fı
leute, und ihre kleine Hierarchie wird mit gr
gefuͤhrt. Auf allen Seiten genießt fie ben gri
Seldft die räuberifchen Bishareen wagen «6 nie
ie beleidigen, weil fie fürchten, dieſe möchte
edern deu Regen entziehen. Dögleich in
Ortes alles von SB eduinenräubern durchfhwär
iehen fig dieſe doch, ſobald ein unbewaffn
ravane vorausgeht, nachdem fie dieſem bie
®) Burokhardt Tr, p. 207, und 45. **) HMſr
pP. 266, 51, 287.
nam der Notdgtenge⸗
entgegen gedt..
leer feine Prie| 70 —
* —— ein Ort. bes Frie⸗
ublgen, unmwiffendften, vohe ·
einzige Ort, wo Burdharbe
Fe —— nach Shendy rine
’ je. fand.
6, Die Eolruri ober die Re, jerpin
er Sclavenhanbel aus bem — an
e Nitth
te biefer fo eben befhriebenen Ortſchaften umb
ichfat ve ‚smeierlel devfhiebenen fen
det Negerfclaven und ber Neger pile
a, oder der fogenonnten Zefrourt, fo ger
n, daß wir gerabe an biefer Stelle auf fie hinweifen -
x ie Kreuze und Queerftraße zwifchen bem Su⸗
und Mefka it, mo fid biefe — nie zu
w auch außerhalb ihres Vaterlandes, dem Sudan,
ient in ber alten Melt keinem beſſern Biele entgegen
-fnneı leiden, obwohl einem ganz andern als bei
Degen den Untergang ber Sonne näd der neuen
‚De Kokrurt ober Regerpitgrimme, @don
*) hat fie ung unter diefem Namen befannt gemadht, als
'w bemerkte, daß en biefer Daft und Mekka kein
a een —5— — viele — * Bm 3
J er Kaba zu mehmen pflegten, obgleich ber wı
Des für fie über Enakim Be, aber aud ber weit ges
Dengoch, Tagt nehmen mod oft genug bie Eos
{3 bie alfo fein befonberes, Volk bezeichnen, mie man bisher
1, melde von verfhiebenften Drten bes Subans gegen
fen ziehen, und in etwas bem Derwiſchen bes Nordens gleiz
als Arme reifen mit ledernem Brotfad und einem Flaſchen⸗
jenen Weg, und kommen gläcklich binburc. Gerauee
fe Burdharbt fennen, da fie Öfter mit Ihm in berfeiben
je fidh Hefanden, ind fie unter dem Druck der harten, Aras
Webteter im Bande, fi dis —* deradjtete Leldens·
tem gegenfeitig mehr an einander anſchioſſen **). Diefe die⸗
gi seen Zefayrne, vom Cingular Kefronrp,
ide Selrur oder Zofrur, telded:ehebem im
pbien ihre ward, fenbern vom Arabiihen Zeit
takoror, d. i. id) reinigen, wiebergesoren werben, heiligen
bie Wallfahrt nad ber Raabe, Diefen Namen erhalten
tegerpilger, welche aıs dem Sudan am bie Grenze von Dar«
tömmen, fobalb fie etwaß lefen und freien gelernt haben,
© ober Atabien giehen, und baher erhält aud wohl ein
oder felbft ber ganze Suban, weicher biefe Pilger jı
Hamen des Landes Zofrur *"*). Die meprften Eommen aus
*) Browne Tr. R 253, *) Burckhardt Pr. p. 463, 405, 469.
"#*) Burckhardt Tr. p. 45 U; b, Rouzee Itinsraize sie, p. 20:
12%. ' nm
546 Afrika, Waſſerſyſteme. III. Abſchn. F. 24.
den Schulen von Dar-Fur, davon bie wichtigſte zu Ronbjarı
bei Kobbe; aber aud) weiter vom Weſten ber, aus benen ver
Borgu, Bagherme, vom Bahr el Shazel, nur ſehr felten von
Bornu, wie fie Burchhardt jedod aud in Shendy traf; nod felb
ner aber von den Genegallänbern, wie wir bas Beifpiel jebod an
Hadji Bubeker gefeben, deſſen SItinerarium wir oben (©. 514)
nad) Rouzeed Berichte mitgerheilt haben. Diefe Neger, im Er
des Bahr el Gbazel, von Bornu und Zimbuctu, pflegen eher
mit der Fezzan⸗- und Maghrebcaravane längs. ber Barbarei khır
Kairo zu geben, wie ed auch Bubekers erſte Abſicht war.
Aber die Neger aus dem Öftlihen Sudan die fi dem Zulem
ergeben haben, und im Etudium des Koran vervolltommnen wel»
len, pilgern gewöhnlich auf dreierlei Wegen, 1. über Gioxt
in Oberägppten, 2. über Damer, Shendy oder Sennaut
buch diefes Reich, oder 3. über Abyffinien buch Gordar u
Arum ober auh Sala, nah Maffowa und Sualim, m.
ih von da nad Jidda und Mekka einzufhiffen. Am haͤufi
meint Burckhardt, nähmen fie den Weg über Damer, wo jährl
über 500 durchpaſſiren. Sie werben in ben Ländern durch weigt
fie kommen, meiften® fehr verädhtlicd behandelt, und haben, wie
etwa die Zuben und GShriften im Drient, ſehr viel son ber Rohe
zu erbuldenz vielleiht ein Sechſtheil von ihnen, meint Burdihatkt,
kommt auf ber Wallfahrt, bie immer mehrere Jahre bauert, m
Die Ueberlebenden ehren mit bem GChrentitel eines Habji in ihre
‘Heimat zurüd, find die Erfahrenen und Weifen ihres Vollkes, ge
nießen, gleih ben Marabuten, Anfehn, Verehrung, Heiligach
und erwerben fidy ein Bedeutendes duch ihr Schreiben und
theilen der Amulete und Zauberformeln.
2. Die Schaven (vergl. oben ©. 380). Auch ber äftlide .
Sudan fendet viele Sclaven über die Waffer des Ril In das Ari⸗
land. Auf dem Markte von Shendy allein werden jaͤhrlich über
5000 *) verkauft; davon geben 2500 nah Sualim, ı500 nad Is .
gyyten, die übrigen nus) Dongola, und zu den Bebuinen im Offen
nah Atbara und zum rochen Meere. Aus dem Hafen von Ga
tim **) rechnet B. jährlid 2 bis 3000, unb aus Maſſowah 3500
Sclaven Ausfuhr, nad) Arabien; außerbem werben noch viele aub
den Häfen ber Abpifinier und ber Somaulis ausgeſchifft, fo ba,
nad Burdhardts Ueberfclag, Arabien und Aegypten einen jähn
lien Zuwachs von 25 bis 20000 Gclaven aus bem Innern
öftlihen Afrika zugeführt erhalten,
Der größere Theil der Sclaven, bie nah Shendy Temmm,
find Kinder, unter ı5 Jahren. Alle unter 10 bi 11 Jahre heiſen
Khomaſy und werden mit ı2 bis ı5 Dollar bezahlt; bie, bee
ı2 bis 15 Jahr, heißen Sebafy, und die Über 15 Jahr, Bus
legb. Ein männliger Sclave dieſer legtern Claſſe wenn er bi
Moden gehabt, wirb mit ı5 bi8 16 Dollar bezahlt, ohne Mk
Pockennarben nur mit dem % des Preifes, ein weiblicher Sclut
bes Alters mit 20 bis 25 Dollar. Die Baleghs werden größten
theils ‘von den Beduinen zum Hüten ihrer DHeerden gekauft. _-
Ehe fie nad Aegypten kommen, gehen fie gleidy einem Gthd
Waare erſt durch fehr viele Hände; in Fertit oft für einen God
*) Burckhardt Tr, p. 324, **) Gbend, ©, 440,
een, Spehdy,;Damer. ... 847-
"som Durtohänbfer erfauft, fommen Re euf'bem Markt von
in Dar: Kur, von da an einen zweiten ‚Gclavenhändier
Bhati (Belati) nadı Korbofan, durch eineg britten nad
a, Bann Burd, bie Ababde Araber oder bie Daraoı'nad Aer
em auf bie Hauptielavenmärkte von Esne, Siout, Kaito ig
Aden ber Eclavenhändler, genannt Dfalsebsbjelabe bei
IE Drofee GI Nyher, wo nun die Unterkäufer fie fr Gmpyrac,
Bonftantinopel, Aleranbria einhanbeln. Ja auf demfelben Markte
T ie Ungrüdlihen oft mebrmals_verfauft und Rädweis
öBtt, zu a Rus Naghig, d.h. 10 Gtüd-Gclaven (in Genr
Maar ift — der allgemeine Name für Sclauv) wie das Wieh;
Rad) der werjdiebenen Heimarh erkundigt -fich, ber Händler ger
kam, weit jedem Böllerftamm befonders eigenthämliche, gute
böfe Eigen fften zugefhtieben werden, und eine lange
J Bi
ER
8
3
Ri
,; bap die Differenz der Inbivibuen eines me
ammes im ganzen vom geringerer Bedeutung if als
Hekskamniung bes Vorkefhlages fetufk. So gelten bie Rub.as;
11a® für fehe treu, die Amaaras (Amharas) für fehr lies
üichig, die nördlichen Abyffinter für verrätheriih und
;_ die von Werkit für wild und rahfägtig, bie von
Braun find am mebrften gefhäst, u.f.w. Die mehriten ber
, bie nad) Shenbu Fommen, find fon eine Zeit lang im
ſtande gewefen, wie dieß dle
fie fi faſt alle fon verftändlic machen Fi
Meser zum Gigenthum eines Mufelmanns wird, nimmt man mit
Bun Geremonie der Befcneivung vor, und giebt ibm einen
ifchen Namen. Co werben fie alle zu Moslemin, aber wenn
Thon vorher duch bie Ahyffinier zur hhriſtlichen Kirche gebracht
„ Bleiben fie Hartnädig bei ihrem Glauben, und werben nihe
je zu Gonvertiten. .
De kr un Bang ber grlaven vo a atte
‚anfüng! und mild, wie von MWätern, mie ai
Vcfen, fo'Lange ned Getegendeit yur Bindt bo Rs Tebaın
"fehlt, werden fie Hart und graufam; ber Unglädlihe Sclave
an das Gameel durch eine Stange be je, oder in lange
it einer Kette um ben Hals gefloffen, und mit der
von Rhinocerospaut (Korbabii), für jedes Beine Berge ·
sesäcähtigt; "dafür wirb biefer erbittert, rachſuͤchtig, emblicdh
und greihghieie, gegen den Herrn, der unzähligemal
Im allgemeinen kann alfo unmöglich ein günftiges Urs
‚über die Art diefer Gclaven gefällt werden; kod hält fie
t immer noch ähnlicher, ſeibſt gieicher Ausbilbung fähig,
Me Beiden * - ’
:e Gehr verfäieden ift das Loos das fle teifftz bie mehrſten er»
wenigftens ein erträgliciered Gcicfal ald ih den Amerikas
Plantagen, ba im Drient überall bie männlichen Gclaven
"Rinder des Daufes. behandelt werben und beffer baran find,
is die freien Diener; bie Gclavinnen haben gewöhnlich ‚mehr von
Wer @iferfudht ihrer Bebieterinnen di leiden. _Biele der Neger:
werden in Aegypten von Türkifhen Officteren gekauft, bie
fe erexcicen, jurichten, enrollicen und in Barnifonen geben, wofür
J
9 Burekhardı Tr, 2.559. -
ns
548 Afrika, Waſſerſyſteme. DIL Abſchn. $. 24.
fie fi den Sold auszahlen laffen, fo daß das Zürkendeer wir
Neger im Dienft bat, bie zu ben tapferften Truppen gehöre,
Sährli werben auf biefe Weife 6 bis 8oo Sclaven von ben Zän
kiſchen Ofſiciers gekauft. Das ſchrecklichſte Loos trifft unſtrei
bie ungluͤcklichen Kinder, bie zu Eunuchen gemacht werben;
geſchieht zu Borgu und in Oberaͤgypten in einem Dorfe bei GSient
— bei Frank), das vorzuͤglich von Chriſten bewohnt ik.
ruͤher wurden jaͤhrlich ein bie zweihundert Knaben auf bieſe
eiſe verſtuͤmmelt; aber während des Aufenthaltes ber Franzoſea
in Aegypten brachten dieſe wenigſtens die Aufhebung *) dieſer
ſchaͤndlichen Anſtalt mit, indem ſie alle zum Dienſt tau *
Reger aufkauften, bie zu guten Soldaten wurden. Ju —*
Beit waren nicht Muhamedaner, ſondern, o der Schande! zuc
Koptiſche Mönche die Meiſter in dieſer teufliſchen Kunſt, bie fe
als eintraͤgliches Gewerbe gegen Erlegung einer Taxe und vom
Gouvernement gefhügt trieben, ba fie bad Volk ſelbſt verachtet.
Bon 60 Knaben, die (1813) **) biefe Dperation erlitten, ftarken
aue zwei, fonft gewöhnlid nur 2 von 100; fie büärfen nur zwiſ
8 und ı2 Jahren alt feyn, und gerade bie blühenbfien
trifft dieſes fürdterliche Loos, das ihr ganzes Leben mißgeſtaltet.
Jaͤhrlich Liefert dieſer Drt 150 bit 200 folder Ungluͤcklichen der
Paſcha von Aegypten beſchenkt zuweilen die Harems bes GBeofful
tan mit 200 folder Geſchoͤpfe. Gin Sclave, der vorher 2 bis 0
Piaſter galt, erhält durch diefe Berſtuͤmmelung einen Marltyreit
von 1000 Piafter, der Operateur 45 bis 60 Piafter Lohn. Dice
große Gewinn verführt gu der ſchaͤndlichſten Berfündigung an bem
eignen Geflecht. Die Eunuchen bleiben felten in Actzypten, fer
bern werben alle in die Häufer der Großen nad Gonftantineped
und Rorberaflen gefenbet. Der Gebrauch fcheint uralt ***) unb
vorzüglih an Feinden ausgeuͤbt zu ſeyn; benn auf den altendm
pelbildern in Dberägnpten, zumal in Mebinat Abu if Emasculao
tion oft ale bas Siafal bee Gefangenen vorgefteflt.
Die Zahl ber Gclaven die nad Aegypten aus bem Gubes
eht, wohl unter allen Afrikaniſchen Laͤndern bie größte, wi
ranke +) genauen Korfhungen (1800) Faufte man dort jäh
nach einem Durchſchnitt 3 bis 4000 Sclaven ein; in ben ei in
Zapren, wo die Mameluden dem Hanbel fo viel Hindernifie ie
den Weg legten, weit weniger, nur an 1200. Burckhardt bereie
net (1814) die Zahl ber Sclaven in Aegypten beſtimmt auf
davon # männlidye finds von biefen flarben, 1815, in einem
an ber Peſt 8000 allein in Kairo. Aber weit größer iſt ihre
in allen muhamedaniſchen Ländern durch ganz Norbafrika.
tößte Menge hatten bie wilden WRameluden ++) in ihrem arm,
taate ga Dongola zufammengerafft, und handelten bamit, me
it gangbarer Münze, alle andern Bi ein. In Werber
und Bhendi ſahe Burdharbt in jedem Haufe mehrere 88 6
Gclaven, eben fo iſt das Berhaͤltniß bis Sennaar und Merk
*) L. Frank Mem, sur le Commerce des Negres an Cain
in Mem. s. PER IV. p. 126. **) Burckhardt Tr p
329. _ *+*) Vergl. bie Sage von ben Bebjas bei Macrlii
Burckli. Trav. & . +) Frank Mem, in Mem. s, JB
T, I. 228, tt) uxs dt Tr, pP 72
.
t
1
= —— — ——
ET a ra a te a re
7 Nitfieom, valer, Viſbarin. u 540.
Be Bean Haben eine große Selaven eis
Bun —— walk aller au ie ur an
ri au
Er Berber bis Sennaur zaßnet Bi bt nach einem
Kirste 10 bi8 32000 Gcioden, in Dar« nah Browse
ee eben fo M Bornu, Rafdna. auch dev Gclavene
de von ber Atlantifhen Menesfelte aufgehoben, fo befkcht, Die
je ma dem Orient buch) fort, da Gclaven im gegenmäi
ber Dinge ben Mufelmännern unen! — And, wie ie
— die Wolbdminen. Worden aber ee, fi
Grötheils für den 8 verſtopft fo x —
ser im Suban felbft fortbeftchen, und nur 8*
———— ober vielmehr "Shriftenthume FB. 3 —
ne — —8 jen —— nd
1. _beffen aud er| repa af Bari un
er Ehmad — er
Dac Hei Zepg uns die Wifforin, die
aiten W
von Seynaar 30 —7
IIND 28 —5* El ehe
—8 — — Staat won Gerber, ber u
den 00 Bleinen Königreichen **) (BReidume)
jüet, dern Bee sr 5 Sherhäupter, mehr —*
Nilufers, won Geumaae aus nord:
ts his ; Dablen m auf eine Strece von 35 Ka:
eifen v ve Gebieten im Nilthale und her fie der
3
ac eerder *°0) zeiche Im Süden sum du
des Akte —— Da um ng kr **
— —XX
binae Seumptigteit in tmosghäre ra:
nu: ziefen freudig one: Air 8 im wir tie
ien den Kr wieder enſte
x 8 Beine —— alfenee, * 3 2, ”
der asia open Garavanın, bee sung
h boten anf Mremetaren. Lunen Yin
er 8 een MR hem. 7) Berka En R
x.
Bergl. u. Güthe,
Een den. a ati nahe ih are Fin is
550 Afrika, Waſſerſyſteme. III. Abſcha. 6. 24.
Weg in 8 Tagen zurficklegen. Zu dem Gebiet vorn Bıs
ber, deſſen Oberhaupt fi Mek (abgekürzt von Delet, d.
$. regulus) nennt, wie alle Nubifgen Könige, gehörm er
Ser Ankheyre noch 3 ondere Or:fchaften ), m. Goz el
Sue (Goz heißt bei den Negern überhaupt jebes Dorf in
einer Sandebene) oder Goz -der Markt, 3. Bay cl
Funnye (wahrſcheinlich das Dorf der Zungi als der Ge
bieter in Sennaar, das zu Bruces Zeit in Bläthe wu,
gegenwärtig aber in Ruinen lirgt), und 4. El DHaffa eim
leine Stunde von dem Hauptmarkt gelegen. ruce, da
dieſe ganıe Landfhaft Goos ’’) nennt, fiheint den Nam
falfch berichtet zu haben. denn diefen kannte kein ***) Afık
Zaner den Burdhardt dort befragte, dagegen nannten Mt
alle die Landſchaft weldde eine Tagereife im Norden bes At
bara liegt, Berber, und derfe'be ift in Oberägypten gan
bekannt, mohin gegenwärtig jeden Monat Gürapanın ab
gehen. Auch wird dee Hauptort Ankhehre, felbf Ber
ber genannt, wie der ganıe Diftrict; denn auch bier, wie |
überall abwärts durch Nubien +) bis zur Grenze von de '
gypten, ift alle Landſchaft, geograpbifch, nach Whale !
bieten, Wadys, benannt, in welchen bie. beiſammen hie '
genden wenigen und mebrern Ortfbaften oder oft nur rs
pen von Wohnungen auch Dirfern a, 6, und fo viele derm
find, unter einem gemeinfsmen Ortsnamen begriffen wen
den, der denn auch der Eigenname des Hauptortes if, wie '
Bier, bei Berber. Bon dirfem Berber, am obem
Lommt es wohl, daß ın Aegypten überhaupt alle Nubier
den Namen Berabera (Pur. Berbery) erhalten haben,
den fie fich aber ſelbſt nicht beilegen, denn fle nennen fh
felbft den Nil entlang von Sudan nach Norden 83
Senary, ſo weit Sennaar reicht, dann Nuba by
Seboua, und won da an bis zur Grenze Aegyptens, Kt
nous tt), und bdiefe find es, welche gwar unter einander h
verwandte Sitten und Sprachen haben, aber eine von ihm 1:
nördlichen und füdligen, Arabiſch redenden Tachbarn, na !
verſchiedene eigenthümliche Sprache reden, davon zwei Die 1)
lecte +++) Kenfy der Kenous, und Ru ba der innen Au
bas, nördli von Dongola, uns durch Burckhardt belt |
geworden find. j . ti
Diefe dreierlei, innerafrikanifche Völker bir Go %
naary, Nuba, Kenous, werden von allen Aegyeten m
und Mubamebanern unter dem gemeinfamen Ram Br -
DU U er
u A
#*) Burckhardt Tr. p. 210. **) Bruoe Tr. T. VI: pt
**) Burckhardt Fr. p.68. i}) Burckhardt Tr. p.210 7-
+t) Burckhardt Tr, p. 25, 132. +++) Vocabulary of ibe
Kensy and Nouba Languages b. Burckh. p. 155.
Dlgren, Vetber— Wifparin. a
— alien mg chieden eine
Asabi m
Hanern felbft bat, und bedurch von den m
BR Kae ara
ee tig fü ren, ms do zu einer Seigigte
Be Bölkerftämme, Beige und Sprachen im:
wo
Die Landfgaft — IM durch einen ſehr feucht:
na Fond längs des öftlihen Nilufers —R
Bi nur ſeht (mal, kaum eine Stunde breit, aber -
(be dur feine Weltflelung Inmitten der Mihien, am '
ferreigm, em Steome und am eitner Hauptpaffnge ber
awanen, ſeht wichtig if. Ales Land im Weſten *) bes
[73 — jegenliber, ift völlig umbemohnt, ganz 162
€ Ber, geigt in ber Serme in üdrrall dem Auge
bie e —F einförmige, berigonen [e weiße Linie der Sand»
he, indes das Dftufer, zu Berber gehörig, mit Kieblichen
übern von Acacien (Sant), Ofcpeur (eine Art Asclepias),
Ham (?) SET und reiche, ‚Dutrahfelber aufjutwelfen
ag Hauptnabrung **); ber Dartelpalme wird
F 2. mit erwähnt, maß einig gebeißt [4 ur
en Plateau noch wenig, Da fle erſt im fi
an Zhalboden fo reidlis je Fruch ttrauben Hi
aa, ober Diet aus Ducrah gebraut, iſt das allgem, ne
', in dem fich alles Beraufge.
Alle genannten 4 Ortfhpaften liegen nur eine ei
umbe erg entfernt, am Eingang ber Be Fb
ß t aus einem Dugenk Bruppen e
denen alle. Laſter getrichen merken, 7 A Rah
it, wie fon bie ref Aal Zahl der Sreudenmäti A —8
* ie bier den Garavanen entgegenzieht, nach
Eananenfatlonen im_Sftlichen muhomebanife ſhen
——æe .5 diefer Berber iſt fehr fchön
und mit fhöner Form der @lieder, weiche
Kar A u die Php) — keineswege
Een mehr gri⸗ doch mit pen. jet
en TE —— —
Far f fla en at hehe
v ER algemeine Gitte diefe Send mit Bann di —X
⸗ſehr heilfem ift umd fie geſ⸗ dig erhält. tele der
auen fm Sqhoͤnheiten, nah —X uUrtheil. Diefe
Burckhardt Tr. Burckhardt Tr. p. 218.
2.85 Bürckh. Fra Pas, u , ih
52 Afrika, Waſſerſyſteme. IL. Abſchu. $. 2
Einwohner des Landes nennen fih ſelbſt Meyrefiah
fogen zwar, wie alle Bewohner bes Nilthals von
gupten bis Sennaar, fie ſtemmten aus dem Sherk
aus dem Oſten ber; aber tiefes Wort ſelbſt ik nigı
biſch, fondern aus der Bichareenfprade ee u
ſeibſt ſind awar wohl mit Arabern vermifcht, jebod
wahrſcheinlich ale Afrikaniſche Aboriginer gu betra
Do werden fie oft su ben Arabern gesäßle, Ih—
Tann eine Macht von 1000 Freien und 5oo bemaf
Sclaven ins Selb flellen. Unter ihnen haben fi, ı
Damer und Shendy, fehr viele Srembe angefledelt,
aus Dongola , und Ababde Araber aus Dberägnpti
doppelte Haushaltungen führen, auch Fakirs wie ü
mer. Die Meyrefiab, ober Betmopner von Beeber
Aderbauer, zugleich Hirten und Handelsleute, 5
gypten, Shendy und Sennaar. Bon Shendy komm⸗
alle Warren, die nach Aegypten geben, auf den Marl
Berber *); dieſen nähern Einkanfsplat ziehen die Ar
ſchen Hanbelsleute oft dem wohlfeilern aber auch en
teren von Shendy vor. Auf Shendy und Daraosı i
Dandel von Berber befchränte; von dem Zoll und be;
ſchenken der Garavanen bie der Mek fordert, Hat er
Daupteintünfte; an die Shendycqravanen, die aus bei
biete feines Oderheren kommen, wagt er jedoch keim
derungen au machen. Gegen N. We grenzt Berber a
Gebiet ber Scheyaya Araber, 4 Tagereiſen fern
dem es dur ein Gebirge auf ber Weſtſeite des MN
Diftriet Djohfa **) gefchieden if, gegen Weſt iſt alle
mumication durch bie legte Mameluckenherrſchaft in
gelab gehemmt worden. Gegen Norden beginne die
ubiſche Wüße und gegen Oſten dehnt fi die Lanl
Berber zum Gebiet der Bishareen:DBeduinen aı
Die Bishareen (Bisharye)
bewohnen norbwärts von dem Abyffinifgen Bor
der Shangalla, längs dem obern Mareb bis Belad el
wo wir einen Zweig berfelben, bie Hadendoa, #
Atbara einen zweiten die Hammadab fon oben I
gelernt Baben, das gange öſtliche Bergland zwiſcher
rothen Deere und den Qulturländern Sennaats unl
bers am Nilſtrom, alfo genau bas Land bes alten 9
ber Blemmpyer (Blemmyss) °**), bie wahrſcheir
%) Burckharde Tr, p. 254. ) Burckhardt Tr. ı
#0%) Strabo XVII. co. ı. p. .ed. Tssch, T. VL i
moire o. les Blemmyes J —E Mem, 6.VI
U, pı 227= ı61,
Nilfteem, Berber, Bifharin. 853
br Bieharten, te dehnen fich aber auch no
rend aus Me aus ibel 5 ed
Kor über gerade dahin, wo der Mil:
int keins "Großen Belteinmu im unten Nubien
m ber Annäherung zum ro —
— ‚Hier wird ihnen bas weitere Gebiet in ö
ve buch ihee nördlichen Nachbarn, die Stämme
en ffreitig gemacht, mel, x das Gefäft ver ee
ibn EN CH ——6
Beh und mit areen Inbigen
en längs ber Rüfte des rothen mins
Kogereifen nocdmärte der Küfteninfel
— me fig bafelbft auf gleine Weife ihe
en aus, ie find als die Fortfegung ber Hirten:
rar iu betragten die wir am Dftabhange von Habefch
—— dem Namen der Danakil (oben ©..059) lennen ges
ben, am bie fie auch gegen Norden geengenz; und
IR a nr —— wergleigungen die Water’)
Be ‚en Bocabularien ber Bewohner von
em ei En und Bishareenlämme anges
et Hat, beider Sprache identifp, nur im Dialeeten der—
bieben und mit ber Sprache von Dürfur Häufig yufams
kmfliimmend, Nah Burkhardt ſtammen aber bie Bis-
areen = ***) und bie El Sprache fehe 3
om einer gemeinfamen Wurzel ab, gleich vielen
te, welde gegen bie nöchlihen Grenzen Abpfiniens vors
— 28 find in age sie ziehe 88 me —
7*. Br are 5*3235 nBehe
—
Bi
4 altın Landes Eh der tr De Bun (k a con
Tr —— wie Maczigi +) le angiebt. * ide
Eulen ei ng ie alten Bebjas un
alt Etagen Y ea Blue —9— de
züpmen A6 (hen eher —8* lan
Be ft am fe m Sehiegen herab In
wa miithal,
bogen am vatßen MResıe gu, weil miele er für idre Deges
pre
Burckhardt Tr. ) Gpradiproben. eeipiit
Es s veigt. —A RE “ Zi
the Dialect ri the Ars! bu Binharye b. Burck-
—5 — — of 3 —————— ver. 8
7 F bei Burckb. A; :
1%) * = — —S dr pen, IE
.
564 Afrika, Waſſerſyſteme. 1III. Abſchn. $. 2
den iſt; aber zur Sommerszeit, we es an Queller
Waſſern fehlt, wandern fie gegen den Mil Bin, wo,
Brunnen fi finden. Schafe und Cameele find ihr ei
Reichthum; fie follen bas warme Blut der Schafe fri
und gelten für ein wilbes, böfes Volt, bas von Raul
Diebitahl lebt, und fepe häufig, auf den fanellfien ©
len beritten, bie Afrika nur kennt, bie fernften Rau
theien bis Sennaar und Dongola unternimmt. Viel
Mameluden wurden von ihnen ermordet; fie verbreiten &
Schrecken durchs Land; ihre eignen Etämme beraube
wie z. B. die Hadendoa, die ihren Heerdenreichthum b
auf den Drba: Langay bringen, auf die dortigen Alpe
in Schutz gegen ihre Stammesverwanbten. ur ve
Ababdes fürchten fie fih. Sie find noch ohne Feuer:
gegen die Grenze Abyſſiniens tragen fie Bogen und |
und fprechen Abyſſiniſch; nur wenige von ihnen fpı
Arabiſch. Auf ihren Bergen follen fie Baffreiheit |
einander üben und im Vertrauen leben; ihre Weiber |
fie der Semeinfhaft ber Fremden preis; file follen
chön ſeyn. Sie fammeln auf ihren Höhen Gennesbli
agen Strauße und bringen deren Federn, und Schafe
Berkauf nach Derr in Nubien und Aſſouan (Syen
Aegypten, wo file jeboch nie lange verweilen und aus
vor den Poden, bie gewaltige Niederlagen unter den
kanern anzurichten pflegen, ſich bald wieder in ihre
birge gurüdjiehn.
Erläuterung 0. Derber, Barbar, Urfprung
Volles, wie des Namens und Ausbreitun
Malabar in Indien bis zum Atlantiſchen At
Die Baräbra au den Nilcataracten.
Auf einige Hauptpuncte zur Entwidlung des geo
phiſchen und ethnographiſchen Begriffs von fi
ber oder Barbar müſſen wir bite vorläufig bei bem !
tommen biefes Namens im oberen Nilthale aufmer
machen, da wir gerade bier, geographiſch, von dem 1
telglicede diefes merkwürdigen Namens , zwiſchen
nördlichen Bärbern des Atlas, fo wie ber befan
Bärcbarei und den ſüdöſtlichen Berbera bee Gem
lie am Eingange bes rotben Meeres (f. oben ©. 165)
redet Haben, ber fich feit dem höchſten Altertbume auf
gewiß ſehr feltfame Weife weit umber verbreiter bat, fo
es zei vorläufig noch unausgemacht bleiben muß, ob.
in Stepbanus und vieler Anderer Behauptung ”').
U]
*) Ebend. ©. 423. **) Stephan Byzant, v, Barbarus ed. ]
kel p. 209,
2. Milicom, Berber, Barbar. 655
infileumen fol, daß anfangs ber Begriff nicht von einem
3 hr a von Ba Spas. Ale:
E pen DHezobst, dab die Gultur-Aegypter,
et ‚„.. welche nicht mit ihnen ‚gleipe Eprade
andet.. Darbar genannt hätten (Bugßugovs xalsovoı) *),
ab da-and in der Ilias bie Karier als Bupfagogeroı. vor:
— (2.11. 863), fo ſcheint dieß ben allgemeinen "bes
nEmten ion giefes a ehius F befläti * ig wii
au ) mer Da edrauchten. ndeß ſcheint
fer die erſte fpecielle Yumenbung deſſelben Bere auf
Kiasifge und Afrikaniſche, von ben bort einheimis
Gen Guitursölfen felbft ols ihnen fremd und roher
ngefehene Völker, dennoch eine etbnograpbifge Bedeutung
un .gleicher Zeit auzulaflen, da ſowohl in Aflen wie in Afrika
uRame als Tigenname gewiſſer Völker eben fo alt
ma mag und man felbfE die allerfrühefle Bevslkerung
Issyptens, vor dem Ginzug bes Prieſtervolkes, biefem
en Gchlage ber Berbern (verwandt ‚mit Kopten und
, aber ©. nı8) zuzuſchreiben genri e feyn kann.
5 der Name Barbar, am Eingange bes —X zum
Intiitgen Meerbuſen (Sinus Barbericus, Barbarice), und
wi dem dortigen Troglodytenvölkern (f. oben ©. 190. 246
£:@. D.) ſchon zur Zeit des Arrian, Ptolemäus,
Barcian Heracleota u. a. als Name von groben Ems
sorien bekannt war, haben ſchon Luc. Holften *), Wer:
kel, Salmafius geledet bewiefen, und daher den Namen
ber Rhabarberwurzel (Aha Barbaricum ***) ober richtiger
Rba Barbarae })) im Gegenfap von Rhaponticum (Aha
nticum) jenes vom Markte Barbarifes, dieſes vom
el am Pontus Bergeleitet, wie auch fon Galen
monde Medicamente von bemfelben großen Handelsmarkte
ia Aeihiopien zunächſt zum Indiſchen Dcean (üxo 5 Bap-
) benannte, uch kommen im Peripius des rothen
ses ++) bei der Einfuhr in Adule, Aegyptiſche Beuge
we, für ben Markt von WBarbarica (inira Bagpagına).
Dieter Rame war alfo ben Aegypten wohl befaunt, und
wegen bee ihnen feindlichen Meeranwohner, Troglodyten
mud GBebirgsbewohner baren Gegend er bezeichnete, gegen
Jethiopien hin, gewiß auch gehaßt und gefürchtet als alten
kinder vor Zeiten, fpäter aber verachtet. Daher waren
n bie eigentlihen Barbar wirklich feindfeelige, ver:
"}Herodot II. c. 158. %**) Luc. Holsten Notae ex Casti-
t. v. Barbarus et Raptae p. 62, 270. .. ***) Salmasius
xercit. ad Sol. ]. f. .&. c. +) Viricent Peripl. Mar
Erystr. 14. p. 5gı und ed. 1801. p. 398. ++) Vincent
Commerce and navigation of the ancient etc. T. II,
P. 1158,
—
de — ale
waras vertilge, umd aus dem Sitopoadefa nd
bar amgereben wird (Hitopadesa Lond, 1 aan
“.D.m Es mödte ah doch wohl das
um Barbarnelte pe ommen, bas von ber —
zesfeite und Ice am
un von 5 als —8— da
bein, Errascl, üben —
Ba vn Bir
Hi
R
ni
HA
ef
1
ii
al
I
ai
H
MNilſtrom, Berber, Barbat. 667
DE der heutigen Rabas.
bie zu Strabo’n*) Zeit, noch von
bei a — an bis gegen Aegnptens Süds
jeten alfo eben ale Anbersre
— Bann x ter - aus „Derobote
ir * — Den
el le Barbaren. geworden
el 1 in wohl eben darum. ni
me im Gebraud; ber
—— ns ein eben fo allgemeiner *
EA we in — — —
Beh —
ai m — —— —86
R —— af ein J il
ubiens üb
ER 3 le en
este es Bolt von [5
BEE I ——
in er glei andern un⸗
— Bean * inexlei Boden zufammengedrängt,
tem fgmerer ertennbaren Miet elfh lage zmifden den
jrungenen Wölkern geworben ift, der indeß immer
. aracteriftifch ns Era 8 Körperbau und Bitte
‚alter Afritanifper A ——— am m ſich beurkundet.
* ift num auch bie im. die menefle Zeit, am ber
grenze feiner Ausbreitung ber uralte, — — ſche
€ Barbar, Berber —A der, vom
ie heben, wenigflens den —— —
eſes — bis auf — Zag gegeben
im Werten bes nilpale im dande der nörd-
een (Barbarei, wonon unten beim ae
M im Süben befielben, ben Anmol Me der De
m und BER fübmeflligen Nachbarn im Eftlipen Su:
Bin: ne Dan wahrfheinli **) a bie eine
—— Haft zu einem der Haube⸗
[} +43 —— er Aftifas zufammengebören, wors
ein nur volfländigere Spracpvergleihungen
‚geben zen di. unten bei mn
ker erfle Geog graph, weldper wieder techt aus:
In di bes im * UT
—X wohl damals (1350) ih —X —
mbo au e a 8474: od, Tarchukke, RM) ie
85 Afrika, Waſſerſyſteme. EU
‚in bas centrale Afrika gegen dem Nigerſtrom babı
haben möchte, iR Ebn Baruta, derbieBerh
cher von Bo rgu (Burdama) nennt, die ba
Goravanenführer treiben, deren Schup fi «
nuta andertraute. Daß fie dort die Derefiher ı
ſich daraus, daß an der Sultan des Landı
war. Weber ihre Ausbreitung in » Fur m
in ben Dafen, ——— bei ara, 3
Datuta hafte aub von Aden aus, über Be
gange des — Meers das dortige grofie @
Barbara **) befugt, und als ein dunkel
kennen gelernt das zur Mositminfecte ber Shaf
gen war, er giebt beiberlei Völkern denfe
Ob fie darum auch zu einerlei Wolke geb,
5 ſeht orifeihaft und lähe ſich aus
nicht folgern, Aber ded Erbfaftsredhtes bi
diefen beiguordnenden Völkern, die diefen öflid
tipen Berbern benachbart lebten und- Sta
find, maſſen wir hier erwähnen, weil das €
diffelden, von allen andern Verfiebene , ihne
feitig .Gemeinfame, auf eiherlet Hettomme
ſcheint. Ebn Batuta finder bei ben Meffo)
melgt (Wale, oben ©. 440) offenbar eir
farame***) im Norden von Zimbuckn, den (
die äh nicht auf den Sohn fondern auf
fterfohm Übergehe, und biefelbe weibliche
folge +) mar nah Macrigi eine Cigenipi
Vedjas (das Voit der alten Derhern und
ver Bieharcen) welches biefe vor allen andegn
kn. 6a ſagt aber verwundert, daß er nie
nem weiten Keiſen irgendwo eine Aßnliche €
babe, als nur noch dei dem Beibnife al
ex Jeibſt auf der. Werküfte Dekan befucht Ha
vielleicht jene Warwar im Sanſcrit fen md
fan en Alten ein Barbaricum Indie }
seleberrimum fin Andusbelia, wie Hamilton
dem dort einheimifchen. Namen, bekannt wär
Barbar oder Berbern ein fomopl bei den
Argyptifhen. Pricfterkanten verhaßtes und ver
gewefen feyn mäflen, bas aber fon Weltha
eben Diefen vieleicht feiner Emigration Über
Deean ‚uerbanfse, was um & wahrfcheinlicher
man bedenkt, baß eben an jenem Barbarica,
—N ————
) Ebn Batata b. Koseg, p.4 Ebn Ba
A Et
J 46. +4) Macrizi b. Bnrekhatdt Tr
5 s. Exercitar. in Solin 1-f; 562: a
Peripk, DIL p. 851. »d, 1807, Vol, IL p. 581
DE AHDELELEH UND vor IHNEN MIEUELJUITEH ais jey 00
[
Völthen der Berbern (Berbery Sing. Bara:
lur. nach Geegen; Barabras bei Costaz), welches
Ye neueſte Zeit, feit dee Franzoͤſiſchen Eprpedition
len an'ben Gataracten von &pene Eennen —1 —
ft es worgliglich, welches zuerſt wieder bie Auf
HE auf biefes wei tDerbreitete, gan urts-
Hirtelalieb der Bevölkerung No jas pwiſchen
1» und hellfarbigen Menfmflänmen
Gehen, der zu diefem braunen Wölkchen auch
9 — die Pr —AE Be
ete an biefe zuer au di er⸗
Imns, Dar Fure und des rothen Meeres in Ber⸗
erkam bei Beple (oben ©. 165) an, und bemerkte,
caiter Tempel Oberäguptens Berräby heiße, ein.
vie Araber jedem der Bempel eben, nämlig
an melden das alte Land — erbern, nämlig -
ei zei iſt wie Aegypten. Er ſprach es en;
Niefe Berb ern einfl gang Nubien beuölterten
0 Aegypteno bis Raabe So wie fie im Pr
ie den wptiſchen “oem, nach den hen
3 z Bm su uxtheilen, weis en mußten, In us
ben Arabern und feit bem Einfall bi
ben fpäter herrſchend 333 u:
a Zetien pi 13 FH der Römer fpon al —2 Re
e (Nobatae ber Römer) vorangegangen waren, bie
6 Zeit aber nur tt) nach das linke ober weRe-
560 Afrika, Waſſerſyſteme. III. abſchn. 5. 24.
dung dieſer verſchiedenen Zweige dee Berbern in Libyers
an den Catsracten und am zothen Meere sisen
gemeinfamen Gtamme, obwehl ex meint, «8 bleibe Due (
weis eiß noch für Gerpens ‚Doporbefe su führen Aieig Al
Daher wir, hier, barüber beigebracht Haben,. wos mnriE ©
Dis jegt gefammelten Beobachtungen baflız barbietem ME»
tauben in den alten Bedjas und ipten Nodkommen, IF
eutigen Bishareen, wie in den Mubas bie Ucberini,g
Tomopl 5
—
im Hinſicht der Menſchenraſſe als ber Hi fe
Umgefloltungen und Entwidlungen eini, ne ec
alten in bie neuen Berbern und Nubier napweilemgn
tönnen (vergl. unten Blemmpyer). ..
v BR: fe — Bone von —EXE dabın der o.
iſchen Geographen, daß fie die Nachkommen ber PEE zw
und des Königs Goliath feyen, den David ſchiug, —
fan; und dahız Sabe Der Mrs Dielcatl Sucher Meran
jollen, un! aher Habe 3 er lout erher
Goliath Berber **)), zwifcgen Araypten und der Safe I
mah, wie Ebn Ayas berichtet, feinen Namen echte
No weitläuftiger läpt [73 über diefes Mährdhen ber
ſtãer in Aftlka und dem DMaghred, Shehabedbin (i N
1450 ***)) in feinem Perlenfpage aus, ber ihren Mi
vom wiberfpenfligen Murten ( erberne) opLE un
ihre Vorväter bie Amalekiter nennt. Mei
iR, daß die Berbern, nachdem Satip Dmar
erobert hatte, na Shehabeddins Erzählung, 6
Ei Amen, Gtatthalter von Aegupten, fenbeten, bem [ik |
exeie ftellten zur Annahme bes Zolam. Cie wurden je
Kaliph Omar gefcpidt, ber nur buch Dolmetfcher mit il
verhandeln konnte, da fe bie Sprache ber Araber ni
deien. Sie nannten ſich felbft Nakommen voh Magi;
und fagten von ſich aus, daß fie die Pferde lichtem, midi
gern Häufer bauten, keine Städte hätten, und dab ca au .
bei ihnen nicht der Gebrauch fey Zeichen an bie Drge u
fegen, um ben Keifenden bie Strafen zu brjeineit. (D
mbar ein Berberifcher Bebuinenfkamm, etwa mie bie Dies
hareen.) ierlüiber erfreut, nahm fie & Kaliph eh tenol
auf, und ließ ihre Mannfhaft an die Spike feines Dem
in Aegypten fellen: denn ihm war verheißen torben, Did
ein folhes Volt werbe feine Macht größ werben. b
Diefe_ Er blung feine die Vereinigung eines \
ber alten Beben imme mit benen bes Beduinen [7 —3—
Burekharde Trav. App. II. p. %35. Not. **) Ben A:
een, in Non er Euer. Tr vie p. 7; vergl. Kanal
in Hornem. Voy. Vol Il. p. 3% #8) Shehabeddin Ki-
tab Adjuman in Not, et Exır. d. Msc. T. II. p. 29%,
er fügt nun Ghefaheddin *) weiter, be .
33 A) ya, von
on jr
adan RL Wiereimen) dem Im
m
Neger. ben wir alfo deu wahren
een no In he Bin des *
aräbras *)ober Berbern ber Rilcataraeten
je, an ber Sübgrenge Xegpptens , find weber
, mord Uegopter, fondern ein Bweig ber Rus
die nörblichften. derfelben, fie Buri
in —— re ar ber nörblihften Aubiet
18 mitbegreift *"*). ie weichen. bi Sache,
ing und Space gang von ihren nörbligen Je⸗
Nachbarn ab. Sie Baden im wilden Belss
ee Nilcataraeten, wie in einem Afyle,- wahrfeeintich
itefter Zeit felbfiftändig erhalten, da dieß Klippen«
‚zu Rande ganz ungugänglich. für Gamerle und Pferde
auch tmegen der Strommindungen und Gtroms
rm don ber Maflerfeite ſehr ſchwer suginatt if.
[bft werftehen jedoch fehr gut mit Beinen Schiffen und
| geil den großen und kleinen Cataracien Sins
m.’ &o wenig ald mögli mit Andern in
lebend, zablen fie ihren Tridue in Datteln um
ben Pafcha Aegypiens, find fonft fanft mn)
nertheidigen ſich aber tapfer gegen geiwaltfüs
U auf ihrem Gebiete. Daher widerfegten a.
eis er — dem Vorrl
fr. ee, md fe ihtem Uebergange ı
Ibilae.,. Als ſie dennoch die Frauzoſe af a
ankommen fahen, ſprangen alle, feihft. Weiber und
in ben Mil, Ihwammen am das jenfeitige Ufer, machs
die Kinder und Zöcpter, bie ihnen nicht ‚folgen Pontke‘
— (ft oder verſtümmelt hatt Andere Reifende ndhs‘
men ihre Caſchefs fehr freunblig
Shehabeddin a. e. D. p. 14. Coetu Mein, a.9. 8.
2 gi. %>4) Burckhat 18 en Mm a EL
artalive of a Journey in Egypt and the Country be
. und the Chuarests, — 86, 4 pr. +1) TE. Lei
Pie RR
* Afrika, —— I. *
A
inli il
—— amt ——5 |
55 —ã— —8 nn
hatten nach ber Franzöfifchen g on Ja
viele Unterfahungen auf ber‘ (& ang
a waren, bie Abſicht, die Ruinen *
Sue‘
ben d den & ben
* edt meint, men di "Despotie dee PR
br drücte, fo m Sapten 2 fie leicht,
—* en Rad nen, |
und weit —e— "le biefe find.
Die Nubier find überhaupt gut ebaus *
musculds, mit feinen Gefichtsforme dee Be
befonbene haben mehr Europäifche Se ale rt 33
ahlen fich ie fogar Ri ben Ken WBötken
die be
arbe d ste ſteht um
fanwar m Mu er von 1 Gennder und d
basane) der Keappter in Said. Goſtaz beir
arbe als glänzend dunkelacajon (acajou poli fo:
95 nennt fie dunkel und die Haut gi 3—
aar „in Ion. leicht gekräuſelt, ohne wo wolis m
**) bemerkte, daß ihr Daarpus gumweilen s
zen gefräufele und mit Fett fleif * cht ſey
putz ber Sphinxe; Männer und Ge hen
wie bie Aegyhpter. Die Knaben gehen nackt mit eh
um ben es und die Mädchen mit einem Gau
Schaam, wie auf: manden —
—— enkel fig zeigen.
fer * — —V A frugibare —8 die
erbauer D: a führt
Ken Mn PR nee Serehrakel, Sr ——
eswegs von a ae don Ranborn *
Gegentheil, fie verlaſſen u. r
aber, begeben ſich gleich *3. ei —— Gel
vergnern, Tyhrolern und andern Bewohnern *
ftricte, auf eine weitere —— * *
terägypten nach Kairo. re find fie u
Ben an Ber kn el
nes, und Araber. Ihre un
ſo —* daß faſt alle Thuͤrhüter der 83
—
ses
——
Beer van fie nis, als —— She
"ger — — en gute 5 2 a en.
ER Durlgaus frei * den Gutturalen welche dem Kran.
L — fie iſt ſeht ſanft und —
n ift —— son dem der 06 ver
ienfofteme weiche Marcei —
u in —— iber Eorade
kannt; Gofinz meint, Diefe fey nur 3
am Nil und auf die Jafel Iephantine
Br ai ” 33
dae uge re und a —R
Ben jen an an a ja 7
n ’
——— verwandte
Baräbras find gegen bie alten unbe: ober
Kopten, wie wir oben gefehen, doch Buntelfen
men, mas fo unmittelbar an ber Güdgeeı
(ehe auffallend iſt, zumal da die a ahkee
‚seftaltet find als diefe Baräbras., Ih. Leg
”), daß unter Kaifer Diocletion ein ee
die Nobatae überredet wurden ihre Wohnungen im
erlaffen, und fi auf einer Landfirede oberhalb .
t8 Syhene und der Nilcataracten gmrafepeln um
des Römifhen Neiches zu bemadpen *
iantine ward jährlip der Bertrog zwifden den ne
I Nobatae mit Opfern erneuert. Vielleicht, daß
hen ferbigern Baräbras diefes ren; pebiete, gemifchte
n jener Colonie Libyfaher 6 ober zulege
Berbern, einft füblicher wol mend Gtammges
Ummiren. Eben biefe nächften Grenganwohner Jeghpteus
Macrizi Nubas +), fie follen "6; obwohl fie niche
teben, Do bes Herkommens aue Arabien zühmenz
gt ebenfalls Macrizi, aber auch Burckhardt Härte es.
ien ff); biefer Adelftolg ift jedoch den mehren dee dee
dart Ginpeimifcpen gemein, obwohl an diefer Angabe immer
ER Di Ir zweifeln if.
DE Lesh, Ni
=) Gibbon a ae Vol ala ————
App. III. p. 497. 11) Bi —
J un
664 Afrika, Waſſerſyſteme. II. Abſchu. 8. 24.
Anmerk. 1. Die große Infel Aloa ber Jacobith
den Eh rien: bas alteMeros, die Stabt, der Yeis
erſtaat.
Das Land ber drei Herrſchaften von Gennaar, Scheniy
und Damer, ift claffifher Boden, denn bort Iag Stadt und Zu
fel Meroe der Alten, der Priefterftaat, älter nadp Hersbot*). a
der Aeanptifge, und die Metropolis ber Aethiopen. Aber
zutage hat noch Niemand bie Denkmale jener Zeit bort wieberges
funden. Die Nahrihten der Araber aus bem Mittelalter gebe
Uns die Beſchreibung beffen, mas die Alten, wie 3. B. &Strabe,
die ſehr große Infel Meros nannten (voor v .
Meooyv "N%)); wir halten diefe für die Infel Aloa Gelim ul
Affouany’s, und für bas heutige Gennaar. u
In fieben Arme, fagt Selim el Affeuany bei Bacrii")
zertheile fih dort der Rilftrom ; in brei große Arme,
Abiad (weißer Nil), den Azrek (blauer Ril, ben er Afhber
di, den grünen nennt) und in ben ſchlammigen vom Dſten her
i. der Mogren ober Atbara⸗-Tacazze). Bor dem Zufe
der beiden erftern liege die Gapitalis von Aloa, von’ welder
milchweißen und grünen Waſſer beider Nitftröme, nod eine
reife Ceine Stunde bei Quatremere) neben einander hinfläffen,
fie fih völlig vermifchten. Zwiſchen biefen beiben großen
eingefchloffen, liege die große Infel (Bezira im Arabiſcher, wie
005 im Griechiſchen, ein Gilanb und Balbinfel), deren obers
Ende unbelannt fey, wie aud das obere Ende beiber
weil dort gegenfeitiges Mißtrauen unter den Einwohnern herifde
Denn auf der Infel wohnten viele mächtige Völker. Ginige ber
Dberhäupter von Aloa follen einmal auf eine &Entbediungireie
ausgegangen, aber nach mehrern Jahren zurüdgelehet feyp, chf
das Ende der Infel zu erforfhen. Doc lebte an ihrem Gäbcahe
ein Hirtenvol®, das am Tage gegen bie Sonnenhige geſchütt is
Sale feine Wohnungen habe, und des Nachts feine Heerben wehe
die Troglodyten unter den Shankala ber Alten! ). .
Außer jenen 3 großen, habe ber Nil bore noch 4 Tleine
Arme, die aud) vom Güden, etwas vom Oft her kommen, bewn
Urfprung auch unbekannt fey, aber fie ergießen fih alle 4 in bes
blauen Nil, Eommen aus Abpffinien; ihre Ufer find Insgejamt be
baut, fie ſelbſt ſchiffbar.
Die Außerften nördlichen Grenzburgen bes Königreiches Ale,
am oͤſtlichen Nilufer, nennt Selim Aboale, d. i. bie Pforten,
welde ein Statthalter beherrfche der den Titel Rahwah (Weh-
walı bei Quatremere) führe; aber bie Reſidenz bed Könige von
Aloa heiße Souba (Soniah bei Quatremere +)). Sie lisge
im DOften ber großen Infel an ihrer Rordfeite vor dem Zufame
menfluß des weißen und blauen Nils; und im Dften dieſer Stedt
Tiege der fhlammige Fluß ber auftrocknet und beffen Wett bıun
bewohnt wird (der Atbara, Astaboras),. Diefe Stadt entpallt
*) Herodot II. 29. **) Strabo ]. XVII. c. 1. p. 471. ed
Tasch. T. VI. ***) Macrizi b. Burckh. Tr, App. IL p.
497. mit Roten, und Quatremere Mem. s. la Nubie T. li.
p-21. 7) Maerizi b, Busckh. p. 500; 5, Quatremere p.25
2 Mlftkon, Miceelläuf, Meros. ' 666
jateR
— der Wehen (Sabier)", denen fie Ipole errichteten:
5 werben wie alle Nubas zu Ghriften, und find Jatobi
Genom jekiben. Shee Keitigen Bäder fa grinäiig, fe
k e. Eee
f
n
I fie aber in ihre eigene 1 Diefeb
auß ber. A soten Sahrhunderts (Geltm A.
Belim,‘ der Nubifhe Hiftoriograpy uns in biefen Morten
— une, dap fih Die GrihtigeRiräe daß Di ınm
jete von Meros ausgebreitet hafte und bort bie herrihende
Salb Wen Batrik, hatte bie Gecte ber Jakobs
dur ganz Nubien *) verbreitet, feit 743 der Heglı
IE. Geb. @& war ulfo das mi
eid jaae noch vor bem Ueberfall ber heibnifhen
Er wohl erft auf den Trümmern eined Krikliden
greiges errichtet, über weldes merkwärbige Backım und
©, had) feinen Berichten Uber Gennaar bisher im Dunkel
1 « Die Mufelmänner waren, wenigflend nad Macris
ein halbes Jahrhundert vor biefer Wegeb wege
liche Abnffinien erft ganz vom driftlien udrien
en und völlig ifolirt zu haben fiheint (oben ©. 195, 226),
. u ——— * Si tabt genden „=
jennaari’8 bagegen dem am gur en Dies
erhoben haben. Leider Eennen mir nod keine Raqhricht,
ie und über die Einführung bes Ehriſtenthums auf der
Aloa, in bem alten Priefterflaate Meros Beriht
'„ aus bdeffen Gultus und Aberglauben fo manches in den
tifftihen Jakobiten Staat mit übertragen worben gu ſeyn
int, und aus biefem in ben benachbarten bis heute noch befles
Bemben Mufelmännifhen Priefterflaat von Damer, fo
wir bier in biefem noch eine verbunkelte Weberliefi
Fang von Priefterherrfhaft und Prigfterlehre, aut
mer jedesmalden Sahrtaufenden zeitgemäß, dus
Ti umgeftaltet wieber zu erfennen glauben. “
„Dieß ergiebt fid unmittelbar aus folgendem, was uns &e:
Im ei Affouann und Macrigi von biefem Königreihe Aloe
And den veligiöfen Worftellungen des dortigen Boikes mittheilen.
Der König in Aloa **) herrfcht unumſchraͤnkt, beftraft, und macht
em Sclaven nad, Gutbünfen; Niemand wiberfegt fi , fondern
see wirft ſich vor ihm nieder, wie einft vor bem aöttergleid vers
— Königen ***) von Meros, und ruft: Lang lebe ber Nds
oh fein Wille gefhehe. Gr trägt eine golbne Krone
als fein Nachbar, ber König unterhalb Aloa, am
et,
Motra (Motarrah bel Quntzemmise) weideh wir im heutigen
dgrat +), zwifhen dem Neid, Werber und Dongelah wieber
feanen, Gr kann ein großes Heer ftellen, deun bie fruchtbaren
®) Elmaein Hist, Saracenic. Th. Erpenii. 1635,
"ee Macrisi b. Burckh. p. 501. *t*) Strabo
». 635. ed. Tasch, 4) Burckhardt Tr, p. 497. -
a, Waſſerſyſteme. III, Abſchn. —
sun dehnen fiö de & e
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: und Bier (9
als eine wahre Kan
vortrefflich
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ı Meroe und
N
fettitz
—gufeen, Mittellauf, Meros. 66/
ie ir Mänberoäfter, ohne Wafle, du Die Bei
= — — — a are
——— — ren,
» — RZ Affomanp ſprach fchr viele der Bewohner biefer
2 —— — bemerkt, daß fie gu dreierlei*) verfhiedenen
u X — gehörten, bie Einen erkennten Alish als den
"—_— 5 a or tt, fiehten aber Sonne, Mond und Gterne um
„x hm anz ‚Andere Tannten Allah nit, fonbern bee
Sonne und bas Peuer an (ob ein Gultus aus dem
Ner —— ned Andre bieten nur einen Baum
yie
ober ein
vw
AN, 4
— fie nur wollten, für heilig (einheimiſcher Fetiſch⸗
EIS AH Sinn Zheit?ber Salkinel Kind ip
— vdas Volk der Bebja (MBuja, f. oben ©.
Nazmımpäter der Beutigen Bishareen bie dis Dabei
£3 Üte Priefter nennt er Schamanen bed Teufels; fie mös
wohnt I jenen Mogiern loas gehören.
Sta) ılen diefet vorläufigen, für bie Wiederentdeckung von
e0& » Htwiß fehr intereffanten Bemerkungen, find wir gegene
ig noch nicht im Stande die beftimmtere Lage biefes als
‚elortes genau au bezeichnen. Hierzu würde an Ort und
miemand tüchtiger geweſen feyn als Burdharbt, beffem
(bei Bo3 Radjeb am Atbara, wie wilden Damer unb
am Nil) aufgefundene Trümmer wir of Thon anges
ben, Burdbardet ***) Hält dafür, daß biefen Ort zwl⸗
ben Nil und Atbara zu legen, wo Shendy, any unpafs
b zur Sandesnatur ſey, denn da Liege Leine Heuhtbare Infel,
ein nur ſchmaler Uferftrid mit Fruchtboden; alles andre
Sandwüfte. Dagegen glaubt er Herodois +) angegebene Dis
‚polen fehr gut auf die Befhreibung und Lage ber Infel
oa.bi 'elim beſchreibt.
ud paßt diefe Beſchreibung fehr gut zu Strabes fdilbfärs
d Eilande Meros ++) zwilhen Aftaboras (Atbara) und
Mlapus (Xzrek) dem wahren Ril, der aus dem Abyſſiniſchea
— Eomme, ober wie andere fagten auch zwiſchen dem vom,
verſchiedenen Aftofabas (wohl Abiad), was freilich einen
weiten Spielraum giebt, der aus keinem der alten Autos
m +t) fih game beftimmen läßt. Bruce ift der erfte, ber
Nie richtige Erflärung von der Infel Meros, als der aroßen,
de Aurdaung, ve umfloffenen kLandſchaft gegeben ++4+) aus
Anfhauung,. welde buch Burdharbt an ihrem Norbs
berictigt und näher beftimmt ft. Rad ihm und Gelima
Bericht, mößte bie Gapitali6 von Aloa, naͤmiich Souba, welche
ed) wohl fehr wahrfheintic; auf ‚bie Ruinen won Meros gegräns
®) Macrisi bei Burckh. p. 501.; bei Quatremäre II. p. 26.
'*) Maorizi bei Burckh. App. p- 50% *"*) Burckhardt
T. App. p- 52%. Net. +) Herodot II. 29. ++) Strabo
XVIT. c. 1. p. 472, c.2. p. 632. ed. Tzsch. ++t) Herod.
3. 29. Diodor 1. p.58, Plin. VI. ag. u. Deeren Ideen
A. 364 bi6 442. und Murray Dissertation om the Pro
- seive Geogr. ate, in Bruce Tr. T. VIL. p. 381-394.
rn) Bruce Ar. VI, 2, Edit, p, 445.
s68 Afrika, Waſſerſyſtemo. III. ubſchn.5. 24
det ſeyn möchte auf bem Mefopotamien ober Duab (b. I. Su
ſtromlande) beider Hauptarme des Nils gelegen ſeyn, wo heut
tage die Stadt Gennaar etwas weiter im Süden. Huf wei
fheinti hat aber die flache Spite diefer ſchmalen mefopotemi
ſchen Landzunge feit 2000 Fahren große Wechſel erlitten, wie bi
fo vielen andern Stromfyftemen, unb eben fo die Ginmändem
der verſchiedenen Nilzuflüffe. J
Sait), der an den Ufern bes Tacazze Betrachtungen ähm
Meroe anftelite, meinte, baß beffen Lage ziemlich weit oftwärtl
jwifhen Mareb und Atbara gefucht werben müffe, ba Ptolemäul
auch Arum mit zu Meroe Insula **) rechnete, und ein Bote von
rothen Meere dahin 15 Zagereifen brauchte. Dieſes wuͤrde ehe
ben vorigen Kocalbefchreibungen weniger entfprechend feyn.
Der Name Meroe findet fid) merfwürbig genug in ein
mehr nörblihen Gegend, unterhalb Werber nad Dongola Hin, #
dem Gebiete der Scheyaya Araber wieder, wo bis auf ben heuti
gen Tag bie Hauptſtadt bes Landes Merawe ***) heißt au
ihre gerabe gegenüber am andern Nilufer die zweitgroße Gtab
Kadjeba liest. In Merawe fol ein Caftel von B
erbaut feyn, 2% Zanereife von Dongola, und 7 Zagereifen DM
Demar auf Brüce's Karte. Ob Tonft Monumente alter Zeit bet
vorhanden, hat Burckhardt nicht erfahren, aud nichts von Bruce
angeblihem pradtvollem Riefenbau, Gäulengängen, unttrirbifäe
Brunnen unb Gemädern beim Orte Dermes, beffen Lage ‚ax
ganz unbekannt , von denen er durch Araber etwas gehört habe
wollte, woran aber auch Salt zweifelt. Es bleibt alfo künftige
Beifenden bier nody manche Entdeckung zu madyen übrig. Mero®’
Lage treffe wohin es auch fen, immer bleibt es gewiß, daß da, W
jegt größtentheil® nur unmirtbbares Ufer an bem ber Bebalı
und anderes Raubgefindel haufet, einft bie Wiege Afrikaniſh
Künfte und Wiffenichaften war +), wie Heerens vortrefflige ii
terfuchungen binlänglid gezeigt haben. ,
Meros war ein uralter Priefterflaat, regiert von eine
Könige, ben der Bott Ammon felbft aus dem Priefteen wähl
und feierlich beftätigte. Die Macht des Gtaates war auf Ma
Anfehn des Orakels vom Jupiter Ammon und auf den Haub
buch Saravanen geftüpt, weicher von ben Prieftern eingeleih
und gefhägt. von ben umherwohnenben, nomabiſchen Dirtenvdfle
als Waarenführer betrieben wurde. Won hier gingen bie Pi
flercolonien von Zheben und Ammonium aus, und mit ihnen wu
den auch diefe zu berühmten Drakeln und zu Hauptmittelpundı
des Caravanenhandels von ganz Afrika. So wanderte bie Eu
tur der hoben Sennaarterraffe oder des Staates von Meroe hä
ab nach dem tiefern Aegyptenland, wie bieß felbft nod in fi
DOrnamenten ber Aegnptifhen Tempel durch die Priefterprogeikt
mit dem Schiffe, worauf bas Bilb bes Jupiter Ammon gefragt
wirb, allegorifch angedeutet if. Von hier aus verbreitete kb &
Dienft des Ammon und Djiris (Zupiter und Dionyfos), die cı
loſſalſte bauerndfle Architectur, deren Bläthe wir in Aegppft
*) Salt Trav. p. 3. *) Prolem. Geogr. 1. IV. e.
##R) Burckhardt Tr. p. 68. +) Beeren Ideen a. D.
E = Brom, Dirtellauf, Märsen. > 8
Meroe len ee de
faniteit — In Bean EN ———
eroe aravanenhandel ſtand Zegypten vnd
neun mit Sudan, Xethiopien, dem glädtihen nd
| — = "Staat —— war Bu verbins
e ieb von Ar; ten ıml thio durch
der —— ——— die —— —
mn, mol ie Garavanenftraße wie nod heute wahrfdeini
Bm führen mußte, das ſo iemilch dd ber wen 11
Weges Liegt. Wielleicht daß eben darum die eine —2
wwlonie von Meroe ſchon vor der Koͤnigtherrſe in Arum ano
— wat, welche uns bekannt wirb, nahbem der Gtagt
ei Dos: * Bun, — * une (eieigyeitig mit dem
lem&er) bebeutend zu fepm ).
BER HTEE, ana mn
Be IR Ber Äitee deal untern von
ya! Ms 20) fape Aap ce ee ante De des Di Aalen
anfange; Gerobot lernte unb mit Ihm alle fefen
— in Xegypten kennen, aber viele andere — den gre⸗
fen —— Strome ebenfalls beigelegt.”
‚Borzüglich mehrere biblifhe Namen geben uns ben
daraus hergeleiteter Benennungen an, zumal Gihon,
wer neo Sphur*e)
bon (Gyhhoum) ber Gon von ar de der Beneht, bet
— ——— Sat waprfeheinlich dem jet Köptiigen Namen
eReön oder Kehön, bei Mof. Ghoren, veranlaft, und Im
a das rafche hervorfkrömende MWaffer (erump. en).
fol der weftliche weiße Nilarm Gihen, de —
en aud Phifon heißen. In den erſten qriftüchen
Junderten beißt der Strom * den Kirchenvatern a
Mißeus, Gibon der Tpebais +
Aus Rehr ober Ran (b. i. Flug) meiftentheits Ree
Reteraim eu Messr ber Araber) iſt wohl Homers Myuzıes
und X rayptus +) sieleich felsft ättefter Rame bei
— der Ar — auf das Zhal Äberteagen warb.
U oder Rekht (im’Wuc ber Könige und Jofaa)
—— ber Name Ril, Mitlos (Nuchnl bei Pomp.
* da KeppL im Hebräifhen fo viel als ein Engthaf bes
Ioifchen weichem hindurch eine Stromrinne Ikaft. Dios
er Tegie I 17. leitet biefen Nomen von einem alten Könige
ans —2 aber im —A — A er Kane
Manethon nit vorkommt. Aud me Nil,
Fer allergebräugglichfte im Auslande nenn iR, den un
en Hefiodus (Theogon au 12:
ber Bezeichnung vieler ER Gtchme,
Viper au, D. ne Diodor I. p. 178. **) Plin.
Lv. c. Merz Mem. in Deser. de l’Egypte
Er. Mod. I. 7 48. DL Cham; ollion VEgypte sous les
ons atc. Paris 281 T.L pr 136. Pinedo in
Ba Bya —
570 Afrika, Wafferfofteme, III Abſchu. 6.04.
aur zufällig überein, wo Ril, ben Gott Siwa ben blayen,
bezeichnet (in Nil Eswara, Neli Soram u. «. * Auch iu
Perſiſchen iſt Nil **) der Name der blauen Indigs Dr an
a imme
ohne Ausnahme ben Nil des Sudan und ben Ril ——— def
»iefem ins Arabiſche Äbergegangen, bezeichnet es in A
fen dftliher Arm Bahar el Azrek (von azorkah im Arabiſqhes,
biau) eine fononime Benennung hat. Zn Indien iſt ber Name
Ril audy mehrern FZlüffen gemeinfam, im Ganfcrit wirb aber ber
Strom Aegyptens immer Salt, d. i. ber bunfle, fdhöne, genanat.
An dieſe Bedeutung fchlieht fi der vierte biblifhe Name
Syhur »), im Iofua, an (Sihor, Sehr, b. i. dunkel unb
ſchwarz im Hebr.), nah welchem ber Ril bei Plutarch, Pk
nius u. a., auch Zepıs, Siris heißt, und in ber Ueberfegung bei
Aeſchylus norauos A:Hıoys, bei Dionys Perieg. Ausonius 8, &
MAHuc, Mello, der Schwarze. Man Fönnte baper aud ben Ma
men Niger bes centralen GStromgebietes von Afrika als chem
Segung herleiten, wenn dieß nit, wie Riebuhr berictigt, wiels “
mehr ber alte Puniſche Name +) biefes Stromes nämlich Kahır
db. i. Fluß, wäre, ben die frembe Ausfpradye in Niger verman
delte, was den Römern zufällig mit dem Farbennam̃en übertias
flimmte, daher aud Aethiopien in Nigritien (eigentlich Stroms
land) verwandelt, und daraus bad Negerlanb geworben iR.
Einer der älteften Namen, bie Diodor I. 19. vom Miſtren
anführt, iſt noch Nxecum (nit wusaros, von Dcean, wie De
Scholiaſt fagt +r)), was im Koptiſchen, nah Champollien
oukame, b.i. ſchwarz, dunkel heißt, oder nah Marceltit
von Ochsmau (großes Waffer) berzuleiten ift; daher, feiner
nung nad, ſelbſt erft das Arabifhe Kämus, b. i. Dcean, uud
vieleicht ſelbſt das Griechiſche Okeanos, bie Sammlung ber Ga
wäffer ihren Urfprung haben.
So verhaßt nun diefer falzige Dteanos, ben bie Aegpptek
den Tpphon nannten, in ihrer Priefterlehre, als die Xiefe aid
Möfen war ;f. Plutarch de Isid. et Osirid) fo heilig gebaltek
war von ihnen der Okeame ober füße Staom als Spender «ld
GSeegens in ihrem Lanbe.
Diefer Name entfpriht bem heutigen Ramen bes großen Ri
von Sudan, ber eben feiner Erdße wegen, mit bem b&
res Ril el Kabirtttt) von den. Arabern be
t wird.
Noch ein Rame, den bie Kopten bes Mittelalters dem RU
beilegen, if Pisautes, ober Autès, was wahrfcheinlid fein
einheimifiger fehn mag, wie Shampollion bemerkt, fondern ein 8
den Griechiſchen Ehriften der erften Sahrhunberte beibehaltner, des
Pr Be Dir Sic. ihm ei dene, A u. von ber
eit feines Stromes an gewiffen Stellen, ähnlich ber Menennung
‚bes Zigris von feinem Pfeilfhuß, ' |
*) Buchanan III. p. 10. *#) Tychſen Anmerk. zu MWruce Mel.
V. &. 352. .**) Marcel Mem. p. 49. +) NRiebube. über We
Geograp ie Herodots 1816, ©.216- D Tzetzes ad Ly-
cophr. Cass. V. 119. ampollion a. a. D. p. ı3ı.
Marcel a, a, D. p. Bı. ) Jackıon Acc. of Miirocke
p. 304,
‚„ Rifem, Mitselanf ; rn PR
Si ER 55
auche iſt, fol
&
ee — 43— den Kamen — Disbor
— jeftigen Pladregen her vie ie —X
tenebris aqua proſuensa).
Drittes Kapitel,
weite Stufe des Yo ober Mubien,
| Bandfhaft ee imehe aa Sup üb
"beträgt. Bruce giebt Ken ——
je eine rast: Meile tiefer ats has deren
» 41:0. Humbolde 12 ** 8ęẽ88
4200 Fuß (800 Teifen) abi —— uns J.Rew
| all Befkätige biefe dur hydrographiſch en
Denn würde ober wide nur Ernnant im een, ſoñ⸗
km die ganze Zerrafle im weitern Ginne, * oma
pentig ein großer Thril lonbeinwärts, auch Dar: Fur,
orgu und Bornu hier ein Plateau won 4000
Höhe bilden. Es verhielte fi dann biefes Hochland
Im mod hähern Aetbiopifchen hy der N. O.⸗ von 8
ben g. & F aan) 3 wie das Plateau vom
fen an der ©..: Aneifgen Hodlandes zu
= dort der eg fo wäre bier der Nil der
wermittelnde pen umd Tiefen; fo wie dort
177 fo wäre Bier Gennsar dos. alte Meros) das kan
„ und das weſtliche Kordoſan und Darfur, wie
enbaher (die Pforte won "Iran genannt), bie
mbels mit Sudan (Web Sudan). Die Ua
9 erri über ben Nil, entfpräche dann ganz dem
dee — (f. unten Hochaſien).
und 8 jar find weite, almälig aufe
länder one relativ bedeutende Bebirge, beren
erſt in der neuers Zeit anerkannt Di eben
BE — —— ———
Berreshöße ausmach
Ladolt Comment. p. 128, ®%) Aysen äkbery IT. p. 18
572. Afrika, Waſſerſyſteme. TIL. Mſchn. F. a5.
Mehrere Erſcheinungen ) auf der Senngarte
Bann ganz mit einer Thlgın Annahme überein.
irre Boden iſt weniger mit Stngfent (wie doch bie Tier
fen) als mit Kies und Gerdle Überbedt; Häufig liegt
ganz nadt als Feloplatte da; wo er Wegetation Lrägt,
es nur trodne Örasanger oder Gteppen. Hier unter
per Breite ift Abwefenheit der Palmen ; oder bie Datteln
reifen doch nicht. Die hohe Lage bewirkt wahrfdpeinlich ki
jroßen Hipgraden, do zugleich auch die-flarke AbEüpl
5 den ten: Es tritt nach den heißellen Somm
ven folche Kälte **) in den. Nächten ein, daß fie dem Zub
de Menfpen und Gamerle auf den Caravanı
ſehr ‚beförbert. Ale Übrigen Angaben Bruces -üil
und Höhen feinen diefee zu BeRätigen und eben:
Sommt wohl bei großer Gonnenfige bie verhält
Küple und die fehr gefunde Luft die Burdhardt —X&
der in ganj ien nicht einen einzigen Krau
Auch iſt die Peſt in Nubien ganz unbekannt. 3
Zwar zeichnen unfere Karten insgefamt Hier
ten, welde ununterbror von N. nad ©. N)
zorbe Meer entlang und zu beiden Geiten bes bie
&ie beftehen zwar und bilden dort, wie es ſcheint, ein
ges vielfach burdbrechenes —ã— aber es ift
% gewiß, baß Hier das Afrikanifde Geſamtiand ſich
©. nach N. abftuft, und daß bie Bergzüge alfo in -
jengefegter Richtung vom D. nah W. ftreichend, queet
m Nil ducchfegt werden. Dafür fprechen ſchon nicht nur
* bie terraffenförmigen Gefälle des Nils nad) ben
aller Beobagpter an Ort und Gtelle, fondern auch mehrae
merkwürdige Thatſachen, die dieß ſehr wahrſcheiniich magen.
Die fo oft als Urgebirge längs dem Weſtufer bes ce
then Meers genannte hohe Alpengebirgskette, melde man |
gan mit dem Kaukaſus verglichen hat, ſcheint bei mi
eleuchtung in ſolchem großen Zufammenhange wenig]
nie gu exiſtiren. Einige Europäer Haben fie in
Beit, doch nur an einzelnen Stellen paflirt. Da wo fie
ihren hoben Gipfeln Habeffinien gegen bas Meer zu be
jtenzen fol, bat fle durch Salts werkgerung fehr von bem
Kuhn der Höhe verloren, ben Bruce ihr deiſchafft hatty
Die Tigreberge liegen in Habeſch vom &:D. nah N.E.,
der Tatanta aber der in gleicher Richtung fireicht, Liegt ge
gen die Meerestüfle, if von gerin; 1 Ole und em
ãbſall (pente) der Zigreterraffe. Hier if überali How
ef
®) Bruce tx. T. VI. p. 4 . . D. Lu
An Be Brunn aD nn
* Nilſtrom/ Mitkeltenf, Rubin, . 475
Bee inte Uyman die ven N. nd ©. fine
A —8* + (16 rt gl *
die hohen Berge von
150° mon don er —
ne — Wet
r —— — Fig DR one FE
F neuem verfämindet, ds bei Fe 106:
des Abulfeda, ‚nico- Panczyses ber Alten,
Berge dem ge ie en die en 3 die
von —— he guiere
N
A — Ag ne der
heiterften Wetter durch die Rubii 109, märde
Kom Gipfel, 3 —9— ra 28 —
jeige haben, menn er welehe erblidt din: m
he Spur davon. Writer nordwäris — — [)
wieder gewaltig jertifiene Wei ten 8*
Inu Wiens Ben (eh ern ge 9
in bas hohe ebene Bergl even
iehen pflegen mit ihrem ‚Heerden, weldes an
Meite feines Weges a Tagereifen entfernt, ben Weg ent:
was na Aranpten ziehe. bier in gie ie — Ber und
auch ſchon Beraland,
—— Als ſolche ſieht man — das
jorgebirge an, das feiner Höhe we; vr fü
jettericheide bilden fol, was 8 aber eben|
fr Urt menigfiens nicht beRätige d: wenn ‚fon a
es Phänomen das Clima alles dortigen or &s
in Dinfiht des Regens garacteriſtet.
efheinlich iſt zug dirfer minder Beheusenbe
ige mod öfter ganz und gar vom D. nad gr
149 twie wir es fehon von Koffeir und — Drten in
= und Unter: Aegypten —2 —X
Soute es —— ſeyn, daß die Höhen. ie von
am NMerre in m gle em Parallgikreife,, gen I mie
z renze der © tufe, unter 3 Bu
"wit ber 55* von feinem Nordiaule Über &
der Batet! un tele —F —
Base Dr a ommen jollte ei fo fg
F
ſeyn, daß dir Käftenderge von Muımai unter a4¶
*) Valentia Tr. — 2b1. *#) Burekharde —
pe Ebdendaſ. — a Voy. Paris T. II. AH
tt) Braeo on, Vi. pı +?) Valında ” ku DB: 39%
574 Afrika, Waflerfnfteme. LIE, Abe: 6 5.
N. Br. als hohe Berge wieder die Aufmerkſamkeit rd
Auden wo unter ihrem gleihen Parallelkrei — die
ergkette der Cataracten oberhalb Syene bis Gebel el Gil—
lyh den Nil durchſezt? Er fließt gerade auch hier weiches
n einem Längenthale vom O. nach ®., ehe er RG vom
neuem über die lehten Selsflufen einen Ausgang im bes
tiefere Aegypten bahnt.
In der Nubifchen Wüſte bemerkte Wruce auf ber Ge
ravanenſtraße zwei Gebirgszüge, die Ketten Chiggre und bi.
von Gaficha, welche er Üüberfleigen mußte *), Die beide von
Dften nach Wellen fireichen. Es fcheint, daB Bier, ſtett
einer Kaukafifchen Gebirgskette ein breites, in immer
niedrere Stufen gegen N. gu abfallendes wäſtes,
an vielen Stellen plattes, am Rande aber gebin
iges Steppenlanb liegt, melges ben wahren Ue
sang vom Hochlande zum Kieflande Afrikas
bilder. Dieß beflätigt auch Edrifi*") in einzelnen !
(in confinio Nubae et Aegypti Mons est Genadijl, qua
parte Aegyptum respicit praeruptus, declivior —28
versus). ie Beobachtungen Burdhardts, welche Biere
als Erläuterung dienen mögen, bis ein Geognoſt diefe Ges.
genben bereifen und Barometermeffungen über abfı Di)
relative Höhen anftellen wird, find folgende.
Burckhardt ift feit Bruce der einzige Reiſende, weis
er uns Über die Nubifche Landfläche außerhalb de
ilchales, einige Nachrichten mitgetheilt Hat, ba es Bructes
Caradanenweg von Affuan (Syene), oder vielmehr von
Daraou, etwas nördlid davon, fübwärts bis 22 Beu
ber zurücklegte, aber von da an au oflmärts den Käfın
ebirgegug es Drbay Rangay, von El Taka bis zum
afen Suakim, überfliegen Hat. Beiderlei Reiferouten mis:
alten die neuen Thatſachen, welche auf Nubiens Stufen
and Bezug Baben, und pier anzuführen find.
1. Waffane des Drbay Langay von Ei Zale
am Atbara, aus DObernubien, oflwärts, zum He |
fenort Suakim am rotben Meere.
Ei Taka am Atbara liegt in der weiten, fandigen bene
auf dem großen Plateau von Nubien, das noch von ri
eeipen Straußen belebt iſt ). An. deflen Oftfeite
ſich die Küftengebirge bes Arabifchen Golfes bin, bis zu Bes
ren Eingange bie Garavane von Filik in Ei Taka 4
reifen gegen N. O. gebrauchte. Diefer Bergzug, fagt Durds
Hardt, ift die Hauptgebirgskette in Nubien, die von &.D.
nah N.W., von unferm Wege, zu beiden Seiten 4 bis 5
⸗ Bruce tr. VI, p. 464. und 497. **) Edrisii Africa cur,
rm P- * vr) "Burckherdt Tr, p. 405.
..2 R Med, Mittellauf, Mubien,: : Wis
* wi ei, und Davon ein uele XX
Der wi 16: Fuß bietet reigende
dans ift von vielen 555
ten engen, er
3 mean und Keane Rh Sie
BE feitt wan im vor
die Kt a 7 Bi Kanaren qm hg
et gen; >
Die abfolute Erbe tann alfe, wear
* den mag, nice fehe bebenteub
3 denn ſten Gipfel _ R 4 nur no etwa 300
über dem Bohn im alle hervor, we von dep..
gegen bas Meer, * gegen Nubien
Een Gebirgemaffer in ben Selst [23
'eitoa unter 18 Br. R. Br,)- if es, der
unse FH xbap d. i. Berg), und — see
en feloR für ganze das
Ma Burdhards’s —32
fang, bergab, viel Fehnlichkeit Ka hen
om F dem Libanon. Der ganze Zug if Urkalbs
‚birge, das nirgends Spur von — zeigt,
— wit dem reichſten Weideland bedeckt if; en %
ee mehr Duellen und Brunnen hat als egen g De
MSemalbere Oftabhang des Wergguges führt jur Küfens
Be nah Suatim *").
sravanınmeg duch die große Rubifge
u merimärts, von Berber nah Daraon un.
en lcataracten von Syene.
eg, den Burchardt 38 if Sie ge
RK 2 Senngatcaravane na Gapd —
im; fie wird von Berber bis zu dem —R 8
ae in 26 bie 17, mnd von da bis Darson in 5 Xagı
‚gufammen in aı bis. oa Tagen zurhdgelegt F); ein
uf Dromebaren aber kann fie in DE
Derber und defien Nilthale nordwärts, zieht ſich
v. gieichartige, fandige, mit ee sa einem
u uRe, bie ya dem Bibel Ofiare —
D %
‚_weii 8 ede für di
a ee ne
_—
ln. 6. Pr Fʒ ww} ige Tr. ib. &
196,
En
m ara; Bafaiıfene. 10. fe gi
wen ehe — Bi
* ie, alſo an; jeden von br
Den En dem Sie fer Een FR J
—* te Garavane brauchte 4
um biefen Baum, von Rarben Beamte,
Bin u Überfeigen. Burdharde fohı —
un Ruinen am die lade die Blüthe;
Bier auf der Hanbelsftrafe nad Aegypten
Zaupthanen und an ejnem Hauptbrunnen bes
r Bart veründeg Fönnen. Am ——
ſcheinlich in ——
ws des ge, zeigte eine milde
Shyamaen 3 Sebede, weile Hrineee Belfpuihebenn,
Kirn) ‚wei einere gel aha
3 Die Natur —5—— Klippenzuges, Hal Be
“ gang ben Porphyr· und —
en —* HR a
en ara! te) buch
ee
e dortige e Berg, au beffen
jeigung: er auf f gu a Reife © Sn —
Br halten biefen Berggug, von DO. na
ker Iaehrern (uborbinirsen sten. Gtufenabfälle der
davon oben die Nebe war,
— eolispe Hälfte der Tubifchen Wüfte *"") am
den S Bisecheegen and. den Ötenzgebirgsfett
jaburp verſchieden bon bee Mablien, va
Hau
‚Bere miß und Berträmmerung ber
Dberfäce J act, Rn — fo glei F mit, ch
gebedt. ift, aber weit mehr Mannichfaltii
die vorige, Er lt mehr als die große FR
4.2. zwifhen po und Bagdad; swifchen Di
— a5 mehe als bie von Guez, denn folk ie
in tn Dr einzelne Bäume, an. fporabifch. verteilten
Vennnenflellen. Rar an einzelnen Stellen find&
Bene
ufhungen von Se
ken Lande feltfam: —S Auferde 1
. %Barck und Te Pe 294. - 89) Gen, .. ——
hören Bee pinpkgen 1 Us Wie Eisenisten
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ngen inirhen ben
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affe —— vom Steembette. bis
? nah D., durchfeht. IR. ra
J— ler derfeiben Art dennen wir zum (don m
ie, eiina 5, mit diefem 6, die insgefame vom Milrhal. ofßr‘
et Meeresrhal ‚queer ale fogemannten Gebirgssüge
(meiden, wie dasjenige das von Ehfw nach dem alten
i bag nörblichere, mweldes von Kene nach dem
T x führt ‚und. bie brei nördlicgen Wransverfals"
er, Be aus Unterägunten zum Meeröufen von Guep:
I. 85. ©. as8) geleiten, .
j — von dieſem Wady Olaky bemerkte Burds,
eine gewali Bertrümmerung ber bortigem Granit⸗
‚dem A mac, wie eb eh unge en ents
5: fo beiden mafferreicgen men von Eat
’ bei der Gatananenflation Dampit, aw ber engen
+ bie er mit einem te Erdbebenfpalte
1, bat —5 — Regenthal Wiidbaͤche zum Ni
adp Om:el:Hebal, oder bee Kluft voll
je, bie nur an ben regen ernten ae 100°
RR * klippigt Seitenwände
e ſteigen. Dil € re 233
I ne & F der Grant pam von Afs
+, das Nur eine Tagereiſe davon im Weſten, von
ini den Arayptifchen Cataracten durchbrochen wird,
und weit bekannter als’ alle bisher genannten Erdftellen if,
teren Bezeichnung zuerſt auf Burähardts Karte w feinen
—
©) Butekkardı Tr, p:184. "9, Bureklards To pı 171
19 Ds
DAT) van ZDuffts uro acavıy
men est) *") gefüllt; bie —— ty Pi
Wüfte enthält die merkwürd gen Kängenvertiefi
wen die geniger Wofferftelen der Dafentette
ur, 208 ea, Gelime, ber DI 9—
Ballet des Bahr — ama einen
PR 8 en —— (an
Mfeite dieſes zafengu —X Du I Bond
*. ‚Dar, Bu: aus — inch
sr — Sohle en Pr 55 und Pa
merfenswerth; aber wi Te en des
zul Sromne ** ihn für den "Tine
fiten auf D’Anviles Karte.
vee Nubiſhen Lande war uns
Mil nur Jeht wenig bekannt. Als wollte es de
3 Rubi armen Waſte ausweichen ; er g
ern ber Takaki im von
wire en Dongola, bilbet einen Gran
an ber F renie biefer Stufe wieder in
dian Bela) ehrt, umger bem er beim Ginteitt
or Gataracten von e
eg am Ufer des Nils Hin ſol na |
fen (150 geogr. Meilen) betragen, .die S—
re
fen thai on;
Gage. Nub.) treflli bemäffert und —X
25 Fin, Drtienf, Abi 70
a 7
1 hab He miae m Elfen Pot werten Hekt, De
01 30B man Dee De Gi Jufanmentlappe (phanniand:
a
jet wurden no die MWafferfälle von Adeimn ades
jier fi kärglig ernährt, alles mır Greams
em, tie die —— Bon —— denn fen
erot it, ‚daß man von Elephantine 4-Nage
ae aber das Sci vu Stride nahe che
n — mãandriſchen Krümmungen bes
Bon den Wofferfalen des Mil bei fon (Syene) fing
R —— Landfaft an wieder etwas bekannter gu wer⸗
ven, ither bis dahin für uns eine wahre terra inco-
r war.
— Theif wenigftens it num dieſe wirklich durch die
löfen Sorfungen und Unidedungen ber ‚beiben iehten
hende mirklich verfihmunden, und es erfült mie Er⸗
in biefee vor kutzem noch. ale Wüfcnei geltenden,
p bgegend, einen Schat won Kunfwerken, ja
fall ununterbrocpene Reihe von coloffalen, meiferhaft
teten Monumenten ber Arhitectur zu erbliden, Die
Hin der vorgeſchichtlichen Welt Arguptens zum Xheik
verbanten, wie fie außer diefem Nilehale und
Beine andere Gegend der Erde aufjumeifen det:
Dertmale mit ihren feligiöfen Urkunden und gef
Infgriften, werden gewiß dazu beitrogen, bie dun⸗
Shiafie der Altern Merifchen, Wölfe und Gtaaten,
halte made aufzuklären, und ihre feltfame, ung noch räths
— u erläutern; daher wir denn auch
Lu
dem bisherigen Felde vol Sertdum umb Werwir
Rekem beflen der Erdkunde, fo vollftändig ale Mittel
ifte 8 erlauben, einen Werfuch der Anorbnung des
Richtigen und Wahren wagen, ber als der erfie
Ar allerdings noch vielee Nachülfe bedarf, aber,
m — vers ——— ee
erfhrittes im Mei ber Wiſſen, in
Runde des Menfihen if, ade
5
:
dw
——
N) Onsteeinäre de Quinoy Mem., 11. p.9. - **)- Edzisi Afrie,
Ü —— HL N. De V. Bruoe Tr. II.
Ib Me 2. a Er
. os
delt von Demphi6 Holten, fo unbefannt, af man au
banken fommen muß, die Aegnpter feibf ſahen, bamalı
Berfall ihrer Blüthezeit, die hdgrenge ihres Reiches au
Südgrenze ihrer geograppife 2 wi ſenſchaft an, na
—* war woh| Feria pi a —— Ki
sur Peı pres 5 en und
RER (Groberung ‚geblieben hause 353
ialonerriege gegen en bin an tiſchen Gultus,- bie
— aber nicht bia — Rubien und Aethiopi
‚eiten Pönnen, weil [don Kambyfes Feldzug gegen
Gau v. Chr. &) der erfle und einzige ber Perfer g
—X des Nitthald, To unglücklich und |
aa wat, baß fein zweiter verfucht wurbe. Die!
ern Jahren welche nun Aegppten unter dei
fremden Perſer and, bis auf bie Groberum Alerans
[Bein die er e Gäeibewand zwifhen bie veränderten |
zeanpt fen und bie unverdnderten, dem |
treugeblicl Bewohner des Rubifhen Kilthales «
* ea en je a in ai en und fmmez
täfer 6 iRellte,
es, eg Air ein ‚er ben
ar * ben sin x ie — Een; Pre
adhare®) fehr paljenb ind ge it, 100)
de Bö fer Our tten, @efe Bitte |
«etig, and im genaueſten polii ri bi
sel en haben mochten, zur alten Pharaonen Zeit, au
FR a6 alte en von ec een —
iens mehr ju derigten weiß, je folgenden
Kae der Vriechen —X
Rad Alranders Bet, unter „der berrſaett ber 9
2 Danmen rirlauf, Eublen. nr. 8a
— ea Hana
jan Nabstae die Gapitalis guten ach daß dies
A dem Beide gerlicten wäre,
—— et 11. 61.) galt, wie. CH Yıinins Bun. Fr
— een Due in ie als bie C) Kr
tolemän. rtefte X
3 über das NRublſche and feit wie * un
— ‚geblieben. Eingelae git ige di A
'aracten, gegen die die (ebiigen — je Blemmyer,
iet, denen eben fo wiele Micherfagen zur Geite —
blieb bis auf Kalſer Probus und Discletias
Helm Alten, welder legtere wie wir oben gefehen, nad Pros
4 En a: en um.bie Wilcataracten gegen bie
anzufiebein. fughte.
"Später, alf Kaifer — 330 ‚wieb, feit deolo⸗
und Gosmas Indicopl. hifortfgen Rabriäten, ber Name
benachbarten Nubifchen Ginwohner nit einmal ehe oe genanat,
denen aber das Niltyal aufwärts bie exften-Echren hes
fi um diefe Beit Ausaubreieen anfngen (dur %e
ee ra. Assomsmni), denn das fräpı —— —
Keen —* urch Philiopus an ben m Sina der
eih. 8. 27) fheint
— Aa Brangen die e Araber und: —
— ein (Amru Grol 639 n. &hr. @.) 2 malen
ide nun bas Afpı der Ghrißen, melde ben
[3 8 untern Rilthal entflohen. Nie ***) jarte Ga Geieait
Dberberrfäaft in Rubien gehabt, in heibnifcger —
er Ei eben fo wenig drangen bie Araber damals in. Rus
Ned Eutychius Alexandr. breitete fih aber num das
um unter den Rubiern ſehr allgemein auss fie verliehen
las und ergaben ſich ber Eehre ber Wonephpfiten,
Eüeman in Aegypten vorherrſchend war, und nun bie geflüde
ie ;opten und neubelehrten Nubier zu einer ie
[3 Gemeinfhaft verband, wie die vielen Lehı
und Geciefien Rubiens in ben Aotis —e — ‚bie
Zahi der noch längs dem Rubifhen Rilufer fe enden, ‚in
verwandelten, uralten, heibnifhen Tempel bes
und bie zahlreichen Griechiſchen und Koptiſchen Inſchriften
—— en 1 Niebuhr +) ) deren in
vedht fehr zu wünfden ij
Wubien warb auf allen Geiten von ben Wufe
uachen, —— ihnen ſelbſt aber ben Eingang bis sum 4
—
®) Gebe 1,.XVIl. Bze. ed. Tesch, T, VE: p.5i8, und Dio
LIV, 734 54. nd. Reim . fol. 11. Hamb, 1750.
ol — Geogr. LIV. c. 5. u. 1. *) Th.: Yo
Observations on a Fragment of a vöry ancient
Msc. on Papyrus with Inscript. from Nubia, —E
yc Britennica Lond. 1819. Vol. XIX. p. 167. t) A.
B. G. Niebuhr Inseriptiones Nubienses, Commentatio
lecıa 35 Conventu Academise Archssologise es. Bemas,
[5 P39 B
20 fee, Bafferfgleie, TIL AÜE |
des 13ten Jahrhunderts, wo endlich aach langem TfE wei
Un b tfabt Nubiens, N va
tan 8% Dee Bibur erobern ——*
mit dem König Daoud (David) tributpflichtig email
barauf fo 8 vernichtet warb (074 u. 639 ber De
ı9y5 unb 1290 n. Ghr. Geb.) *). Geit biefer Zeit
bie allgemeine Kuöbreitung ber Xrabifchen.
ia NRubien an, welche während ber WBerwirrungen bie f
eten Khalifenzeigen uͤberhand nahmen, leicht ein Trek
bem durch Iangbauernde Religionslämpfe an Malt
unb „von aller chriſtlichen Hülfe abgeſchnittnen Lande
en.
‚Wie nun ſchon bie Griechiſchen und Admiſche
nichts genaueres aus den oben angeführten Gtuͤnden
berichten Tonnten, fo war bieß auch ben hriflien,
nifhen nice möglich, da eben als bie Nubier ihnen a
Hätten befreundet und ihr Land zugänglidher werben Ebı
neuen Muſelmänner alle Berbindung der Rubier mit b
Ehriſtenvdikern von allen Seiten abfhhnitten. Aber Mr
auch bie Wlätheperiohe ber erfien Jahrhunderte bes
Sindurh ben Arabifden Geographen und Hiſtorike
ih" und bänbereiche Werke fi Aber alle andere &&
und Aflens mit fo großer Gelehrſamkeit verbreiten
unzugänglich als unbelannt, ba Religionsbaß und beftä!
Ugionsfrieg über ein halbes Jahrtauſend hindurch ihme
gang zu biefem Lande vermehrte. | |
Es if baher kein Wunder, daß auch alle hiſtoriſche
Bier fo Tparfam fließen, über ein Land ba ber widhtigfl
mente alter Herrlichkeit bodh fo viele dat. Denn, au|
Martyrologien unb Legenden in Rubien, wo une bis
"Beine einheimiſchen Annalen wie in Habeſch befannt gew:
konnte von chriſtlichen GSchriftftelleen vor bem Wiebe
ber Wiffenfdaften Leine Nachricht Aber bie Nubier gegen
unb nur Araber und Aegnpter hätten als Nubiſche Aumı
Geographen die mehrſte Aufliärung geben müffen, wen
tiſche und religiäfe Stellung dieß nicht aus jenen Grün
dert hätte. Daher ift es auch weniger bebeutenb was d
tal (A. 950), Ebrifi (1150, Geographus Nubiensi
obgleich er weber aus Nubien geboren worben, ned in”
grephie etwas befonbres Aber Nubien fein vermeintlid
nd gefaßt hätte "*)), Abb Allatif (1225), Eba
Gas) une ndere, uns über biefe Gegenden beridten
6.Benige was fie fagen immer bantenswerth bi
erfie Ausnahme fdyeint Macrizi (1440) ju maden, .
slädiih war, bie Schriften eines in Aſſuan einheimif
8 benugen zn können; der mit ber Geſchichte fein
en fehr vertraut geweſen zu ſeyn fdeint (viellieid
en Annalen?), «aber leiber bis jegt für uns verie
-®) Gelym el Assonany nad Maerisi' bei Burekh
II. .p. 3405 Dei Quazkomäre Mem. TU. ?-_98.
ei ca curav. M. Harıman od. alt. 1796.
.®
XXX Mitcellauf, NRublen. 583
ae dar bie Ereeryte bei Mactist bekannt IR. Mit
bdie Beige unferer neuen Qucllenſchriftſieiler über
ıXx
Kuba, Melre, Also, 8 Winia, meides
em dimofnern in wen uns Derr in
*), aber ae ende zu ar men *—
ie ib v.),
IE Bra an den side en St
Rubin, nah Burckhardts Urtheil. a —
Ibet im J. 1397 geboren, fein Wert EIKhetat, ba rin Son
Ercerpte Stehen, In ber Mitte des ı5ten Jahrh. för:
denuüte er biefe Quelle weit fpäter. Zuerſt bat fie Quarse-
Rue *°*) den Manuſcripten ber Pariſer Bibliothek in us
mitgetbeilt, und päter Burckhardt, nad brei
tin, bie-er in Kairo zu collationiren Belegen *
3.18:6)+). Die abweichenben Ledarten ber Kamen,
wollen wir immer nach ben verfchiebenen Gerausgehern
unb B bezeichnen , den Zert bei mar ab aber immer
men Ion Seiom Deal um —— — —— dee
en, Fran en und Deutſchen Bearbeiters dieſer
* einbeimifhen Duelle, fo viel wie moͤglich ie Eanigen
:%& Ch. J. Ponucet Relation abregee d’un V en
Bıkiepie 1699 - 17005 in den Lottres Edifiantes IV. Rec. . Pa-
üs ı aneet, gi Brangöfifher Arzt, ber in Wegleitung
Ins 7] Xavier do Brevedenz an ben Hof bes Königs von
Yubei berufen war, reifete im Jahr 1698 mit ber Gennaarcas
Woane durch bie Dafen und NRubien nad Sennaar und von da
4 Geonbars; ein Weg, der alfo ehebem am Weſtufer bes Nils
ba heutzutage bagegen die Strafe am DOftufer genommen
>» Poncet ift der einzige Europäer ber die Hauptſtadt Rus
Ks Döngelanp als Xugenzeuge kennt, bis biefe erfi ganz neus
wi von Caillesud (1821 im Januar) nad Bertreibung ber Ma»
wenden wieder beſucht worhen iſt. Leider IR Poncers Bes
von Nubien nur fehr kurz (von &. 8 bis 24) unb uns
was jeboch eher den Herausgebern der Letir. edif.
m fepn mag, als dem Reiſenden, ber ein Beitgenoffe
auch in feinem Sinn und @eif beobachtete.
Fr. L. Norden Voyage d’Egypte et de Nubie. Co-
e 1795 fol, T. U, unbe neuere Tusgabe von L. Lan-
avec Not. er Addit. Ill. Voll. 4. Rorbden, zu Gläd:
in Holfkein geboren, von feinem Könige, als Oiniige eäift-
* Burckhardt Trav. App. III. **) Quatremère
T. 1. p. 8ı. ***) Quatremtre Geographiques
et histor. sur E ypte eto. in bem Mem. sur la Nubie
T. IL ete, Paris 1811. 8. }) Burekhardt Tar. App. UI,
wu yuwywese ya mirtey wur vi wurgen Al we age
länglidy befannten Werkes, ift Bruceh Rüdreife aut
von Sennaar nad) ben Gataracten von Affuan burd
ide Wäfe enthalten (9 412 bie 510‘, welde biel
‚Hauptquelle der Geograpbien für Nubien angefehen u
ber wichtigſte Theil des Landes, nämlih das Rilthal
barin ganz leer aus. 5
Thom, Legh Narrative of « Jours
and the Country beyond the Cataracts. Lond. 18:
bebeutendere Grcurfionen ausgenommen, melde biı
während ihrer Befignahme Aegoptens um bie Rilcat
Syene aus machten, drang Feiner von ipnen während
jährigen Aegyptiſchen Aufenthaltes in Nubien ein, w
feindlich_gefinnten Berbern bei Affuan, fie flets von ih
sucäcdjufheuden fuchten. AL Aegypten dur bie Gier
länder über die Framofen (1801), an die Palda's («
Ottomaniſchen Pforte zuruͤckgegeben war, begann die
ber bisherigen Gebieter am Nil, der Mamelud
welde bis dahin eine ariftofratifche Herrfhaft über Ae
gehbt und endlich auch die Sranzofen vertrieben hatten.
don ben Paſchas ber eiferfühtigen Pforte hinterlifti
wonnen, ermordet, theil® gefangen, theild aus bem &
gen, sogen fi mit ihren Wameludengarben nad £
und als he auch ba verfolgt wurden, jenfeit ber Cat
Nubien zuräd, wo nun jährlich die verheerenden Feld;
ben Zürkifhen und Mameludenheeren ſich wieberhol
Nubien für jeden Fremden unzugänglih, zu einem ı
und Schlachtfelde madten.
Endlih, nachdem Mahomeb Ali Paſcha fiegre
unterägpptifhen Beye in Gairo eingezogen (1810),
ägppten und bem füdlihen Rubien, ganz erterminirt,
julegt bei Ihrim in Rubien (1812) gefhlagen und fi
jatte, ihr Beil in DObernubien zu fuchen, wo fie zu
einen neuen Mameludenflaat errichteten, ber ihre leg
2 MU Meieteſſauf/ Naben" dos
‚Dt, feit Sem letten Jahriehenb, ungemein gefüre "
Kiten der bie Xvinen ens unterſuqht hatte,
kom: weitern Borbringen in Rubien bei ben Rilcataracten
h Eifi Wei gehindert *) werben, aber doch fon mit
I Debod en, wo er. eine Jaſchrift copirte; aber
fang 18:3 krang x. Seo), ben bis Pe aus ben Ks
en Levante tiefer Ianbein vertrieben hatte, in Nubien
m leitgrn Gh. Smelt und Barthod, einem Works
er, bis Shrim, unter 23 Gr. in. MR. Br, alfe
ld Sr. Rorden vor, welches fie für bas Promis ber Als
e ber Blemmpyer erlanntm. Der legte Kärkifi
a fand damals bei EsSns; in Syene war ein A
uyerneur, ‚weil bie Tuͤrken einen Werth auf bie. Be⸗
g der Böfe legten. Die Rubier, welde ſelbſt gegen bie
den immer aufgebracht gewmelen, fanden in bieten Beits
nit ben Zürkifhen Truppen im Einverſtaͤndniß, unb biefew
igen Moment benugte Segh zu feinem gewagten
laufenden Beſuche von keinem halben Monat Zeit ik
(vom 13. Hebruar bis Anfang Wär; ı813). Bine Gtrede
erthalb Wreitengraben legte er auf einer einmaligen Nil⸗
Vaſſer, in 5 Zagefahrten bis Sübhoi (Gebua), unb
8 Tagereiſen zu Lande bis Ihrim zurädl, von wo AMe
je am. geratbenften ſchien. Die Befchreibung bes
m befindet fh im Kapitel 2 bes genannten Werkes, vom
is 99, in einem gebrängten, anfprucdpslofen, getreten Be⸗
er als der zuerſt erfchienene von Wichtigkeit tft,
John Lewis Burekhardt Travels in Nubis, yu-
by the Associstion for promoting the Discovery of
srior Parts of Africa. Lond. 4. ‚810 Ganz gelren
vorigen Reiſenden, denen er auf ihrem Ruͤkwege bei
(Bady Sebua, ben 28. Febr. 1813) begegnete **), unters
ıfer Landsmann Burckhardt aus Bafel, dr N ſchwere
men ber Wiederentdeckung Rubiens und führte es in
ch auf und abgehenden hoͤchſt mühfamen und gefahrvollen
o muſterhaft aus, daß ihm die Rewunderung und ber
Nachwelt nit entgehen wird. (Gr drang tiefer in Ku⸗
‚ als irgend einer feiner Borgänger und theilte bie größte
r hoͤchſt getreuen Beobachtungen feines Tcharffinnigen Geis
yollftändig und klarverſtaͤndlich in fo fruchtbarer Gebrängt«
Bollſtaͤndigkeit noch vor feinem unerwartet frühen Zobe
P 1817) mit, daß ihm der Name bes Wicberentbeders
ubien mit Recht gebührt, zumal ba er gleichvollſtaͤndige
: über bas Land, die Ratur, den Menſchen, wie über &
9 und die Kunftmonumente deren geſchmackvollet und
ber Kenner und Meifter er war, geliefert hat, unb als
er feiner Unterfuchungen zum Beſten der Menfäpeit gefals
RB. Legh Narrat. p. y. **%) Burckhardt Tr. p. 241
fo p. ZLIX, und Leg Narr, A 11. r
006 fit, Baferfoftene Tri
Le or cha Mile from Auemımn ar W
hs of Döngole p. 1— 161). ging yu tank
wau immer bad Ri
(unter 20 Gr, R. WBr.), nur 2$ Zagereifen von
—— des hamaligen —æ —33.
welchem ſich mehr su nähern Unbeſonnenheit geweſen
Gine Entfernaung von 86 bis go geogr. Meilen (490
miles), nad dem gewöhnlichen Gameelfchritt,. 6 geogr.
sehn Stunden zurhdiegenb auf eine Bagereift, ber
wärt 6 vom 22. Febr. bis-zum 13. März, vädwärs
mareh nad Affuan, In darauf folgenden 17 Tagen, alfo
tn 385 Kogen surchdigelegt warb; fo, daß Burckhart
dee angen Beit nur einen halben Tag Rafltag in I
mie ante. Diefe größte Eile war das ſicherſte
giädligen Beendigung, che die Rachſtellungen von a!
35 Ind Werk geſegt werben konnten; zugleig ı
gr akung notpwenbig, um weber Gier nad Beute
Auffehen. zu erregen. BDurckhhardt reifete *) mit zwei *
und einem Fuͤhrer, im blauen Kleibe eines Hanbelſsmar
aͤck und ohne Baaren und Geld, nur mit 8 Dell
Taſche ab, und kehrte mit brei Dollars zuruͤck; hati
fünfen bie a Engliſche Meilen zurädgelegt, und bie :
gabe der Reiſe mit Anlauf ber Gameele, brerloha
—8 Geſchenken, betrug nur: die geringe Summe
terling, in einem Lande, wo freilich an vielen Stellen
bes Belbes noch fo gus wie unbefannt war. Die H
Ichahe auf dem bftlihen, bie Rücteife auf dem w
itufer, fo baß bie zweite als bie Ergaͤnzung ber erſt
tet werden muß.
rare sweite upper Keyıe e (18
‚scripuons OL a Journe rom u er r ro
* of Nubia to Beiber and. — and 24
to Djidda in Arabia p. 163 — 474), ging ein Jahr
Daraou mitten buch bie Wüfte bes öflihen .Rubl
wärts zum Atbara, auf ber großen Gennaarflrafe ;
‚Meere, deren Hauptrefultate aus dem vorigen. Kapitel
ennt ®
Bon den Völkerſtaͤmmen in Rublen, von den Land
von den Nilufern und von bem ununterbrodenen Ruine
Defien beiden Seiten bat Burckhardt die vollftänd
ten, und von vielen ber legtern ſtitzirte Grunbriflı
Da er ganz vorzägliger Kenner ber Arabifhen Sprach
rn wir in ber Schreibart ber Ramen vorzüglich fi
‚Spiele folgen.
2%, H. Light Travels in Egypt, Nubia, Hı
Mount Libanon and pm in 44 Year 1814. L
1818. Der Engliſche Artilleriecapitain Henry L
das nörblihe Nubien im Jahr 1814 vom ıoten Map b
©) Burckhardt Fr; p: g. an:
kl] verd
et : Er Be: =
uh fammelte & t Inferiptionen
Fe in einem enge Air Erläuterungen erhal⸗
Belzoni Voy ypte et en Nuble, eon-
Röeit des Roche 6souvertes Arch
trad. de V’Angl. 6. *. Depping. Paris ıßaı.
‚Unmittelbar >= —5 Belzons ans
uf feinen Beifen (den 1815 bis — durch Fe ie
Nubien, und fegte bort bie von fü "
Burdharbt angefangenen an ——ã— Unterſu⸗
mit einem bis babin Seifpizllofen mb —
in einem, ſehr unwirthbaren Lande, fort.
en unb beiehrenden Bericht baräber gab er in feinem
glifhen Prachtwerke nebſt artiſtiſhem Atlas heraus,
erfegung leider erfi biöher uns zu Geſicht gekommen if,
ı wir und baher hier für jegt nur. beziehen Tönnen.
zoni madhte zwei verfhiebene Reifen von Affuan ben
zu Schiffe nad Rubien aufwärts, vorzüglich in ber Abs
unter andbergen verſchuͤtteten Zempel zu Ebsambal
al bei Belsoni) auszugraben und deſſen Inneres gu ums
zonies erfie Rubifhe Reife von Affuan dis su
eiten Nilcataract von Baby Halfa (18:6 iu
J. &, 104 bis 173). Gabe Auguft und September fi (gt
mehmende Mann mit feiner Frau den Ri au
Derr und Ibrim, bis zu den Zempelruinen von Gb:
*) die Burckhardt zuerft entbedt unb als zu ben
ten Sculpturs und Aröpitectun, Dentenien ber Xegyptis
thezeit angehdrig befchrieben hatte. anb er zu (en
twabungen keine Arbeiter; er mußte ui Rubier er
5 Geldes anſchaulich Fennen lehren; nun wollten fie ar»
Jegt durften fie nichts erft mußte ber Lanbesfürft Daoub
gewonnen werden "**) und als Belzoni mit biefem tw
aft getreten war, mußte erſt bie Erlaubnif won voflen
ü fein Kaſchef eingeholt werben, ber in der freu
Nubiens zu Eſchké weiter firomanuf ee Be
te alfo tiefer in Nubien eindringen. Gr erhielt hie Er⸗
>
b Walgoles Memoirs Landon 1818. p. 407 - 45%
Buzekhardı: Tr. p. 88,91. ")Balsoni oy.i.p. Ian
may Ahuan und Aegypten zurae, mit Dem zuma
vermwunderten Nubier zurüdzufehren. ‘Rie hat wohl
mehr bie Kunft bed Umgangs mit rohen Wötkern zu
feine Zwecke zu erreichen verftanden, als eben biefer,
Belzonis zweite Rubifhe Reife (1817)
astambat —— —e— bie
cavation; zu wei
7 mehrere —e— ——
Beadey vereinigten, mit 2 nten,
"baten, 5 Matrofen und 3 ©: ıngen. Die vielfel
: zungen biefer Erpebition mit ben Lanbeseingebornen
: einer weit genauern Kenntniß bes Mubifhen Wolfes «
herigen — eifenden. Der Hauptzweck ber Keiſe
„außersrdentlihen Anfttengungen erreicht. Im vorigen
ven 6 Tage lang, 40 Arbeiter, in biefem 22 Zage lamı
- einige 80, zulegt aber nur bis. zu einem Dujend babei
Der Eingang des ganm in Felfen gehauenen Tempels
drei Sandbergen bie ihn zugeweht hatten befreit, am ı
war bie Pforte entdedt und ber Ging in den kammı
fen Belfentempel und feine Ballen gefunden, ben feit |
tterthum kein lebendes Weſen betreten hatte.
SDeiligthum war unberährt, unverfehrt, feine Gcui
zeichen Bandgemälde waren feiih wie erft kürztih von
. feine jwei großen Saͤle mit Saͤulenreihen unb 12 auch
. nem Belfengemähern mit ihren Ornamenten verfegten |
ſchichte ver; mgener Jahrtauſende. Die groBe Site |
des Kempels, bewirkt durch die baräber gelagerte Band
- Derte für bießmal bie Mobellirung und itbung feh
mit Pinfel und Barden, ba der X nur fo aufel
» troff. Das ‚Innere des Pelfentempels nab aber fonk
| quarifhe Ausbeute. Murdharbt, Belzeni mb ü
TER Witte. 5 006.
Bus: auge iſt bi IR Unternehmunss
‚inip vom Nubifhen Alterthum -feht. erweitert wore .
‚Banbeshbewohner Haben Bin ver mit Eus ;
a su ihrem Radhtheile gewöhnt, ba fie von Ihnen ar⸗
baden und den, Grmwerb Eennen ernten, . PER
7% 4.8. G. Niebuhr Inscriptionss Nubiszsen, Com -
"ent lecta in Conventu Academiaa Archa »D.
en, !
y 820 R « Diefe_ 61 te
wie. bei = ehniiin dei berkfinten Bretehes falle !
ge wichtiger Andeutungen und Uni für. :
Rubiihe-Beibicte, zumal der Blemmyer, jur cam
— ‚Griehifhen Infcription an einge Sauie bes Tempels.
X —3 $e.°) in Rubien, weiße von bem Ircitecee
i dem Schotten Dov. Bailie dort ganz Eürzlich cas ,
tben war... Mir führen fie als bie it, ber arti⸗
‚Ärbeiten. unfere Candemannes Bau EL ten a6
über bie Denfmale Nubiens an, denen daß ausgeneiihnstee -
ni bes Werbienftes ſchon vor ihrer Grfdeinung dffente -
gegangen iſt &o. viel wir hören wirb.balb bie 2
ing unfiwerkes, von Gau über die Mubifhen X ı
‚nicht Tange mehr auöbleiben, und .Mubien Halb wie Ken :
Ken ein Stubium des Antiquaren , Hiſtoriters und Ppilelogen .
ns on a Fragment of a ver.
mt Greek Msc, with Insoriptions from,
in Archaeologia Britannien. Lond, 819, Vol. XIX, Pr -
Ebenfalls bie Frucht der Erklärung von Infchriften zu. Res .
Biche, copirt vom Gapt. Light. und erläutert vom Dr,
Eng, ber bie Gntzifirung der Dierogipphen Xegyptens und
'ens zu ‚feinem Studium gemadt hat. . B
22. Gailleauds Reifen in Nubien,. "zumal na
igolah (dar), Außer mehrern Gaglänbern wie. ai
, Buckingham, ‚Beachey, Slowmasn. Bailie-u. a. welde
bien befucht, Infhriften und Antiquitäten gefammelt, und Mes
se darüber vieleicht in kurzem Öffentlich "mittheilen werben,
auch fürzlic eine Anzapl von Branzofen im obern Xegupten
H Rubien auf, Reifen und Entbetungen ausgegangen, von berem .
Meltaten uns bie jest nur einzelne Rotigen zugelommen find.
Belzomis Reifen find mehrere Nahmweifungen darüber &
en, da auch das bis dahin verlaffene Nubien von der Eifexfu:
Ber in Guropa rivalifivenden Nationen nit unbeſucht bi
2ilfeaud, ein Kranzöfifcher Zumelier, der in der Mineralogie
95 Ehüler mar, und in Dienften bes Mahomet Au Palde
feanpten fein-Gläd machte, hat unter Tuͤrkiſchem Schuhe
ie im Öftlidhen und- weſtlichen Aeghptiſchen Lande .
Miniebige Entdedung gemadt, 3. B. bie der Smaragbminen
ülten, fonbern ift aud mit dem fiegreihen Türlifgen Heer, —
des den Mamelucenftaat in Obernubien verniätet hat, im
War’ sszz 86 Dougolah, ber alten Hauptftadt Rubiens vor⸗
Rungen, ber erfie Gurzopäer feit Poncees Duroeife (1700).
©. age bei Baschbard Tr p. 0,0: .:
‚Dffieere tn dem Gefolge des Mapemet Kl Pofde”
Marfhe gegen bie Mameluden nad) Dongolah, ante
Ri laneng ganz febterhafe gefunden haben, wenn
Berikiigunge jeilen Bu Den en Bei
ge: Bee Witten ——— —— Ne
* ————
je leſer ent
ir rin igfe Arbeit Hat N
Pr (in der —A un eyung car m,
f
5 Bat be en —— de 8
ai anal: — a die — gang —Sæe—
en —S — m 6 Karte
ans —X Deberfiht fliehen.
der Griechen und Römer Beriqten über Rubi
ande 5 möglih, ba fie von Läden und ©
Kamen und en ne ER —ã* weid
— Antonini angiebt —
—— — —eæe Pati at Ypi ne
von
rn ned T: —A ad Tal 8
A ophis XIV.; 'slmis VII
Ten ZU a 6 ad Pselcis Et ; 7. nah Core
nad Hiero Sycaminon IV. Aue biefe haben auf
Fa zumal Tafa und Corti ipne beftimmten Orte
der feiner Ränge wegen Dodeca ‚schoeus deij
33 m en-die 12 Schoenus (1 Thebaiſcher Schoenu
VI. p: 804 # Dr Aa Xrtemibe 6 Angabe u 6
amt bt ir em nes
3 na DE nelde wur@parhe
oh —— men ben, umRänbiih
— ——— ———
Ren * füblide Raturgsenze des
Venus gewefen. Won hier gehe am
——— Feldzug, unter-Cacsar- Augustuo
Ober 22 vor Chr, Geb.) von Paelcie aus, Aber
Ihrim) gegen das Dre der. Königin Camduoe,
Such * ve Die Cassins ryr varanmır
DÜbe einer Keftung wo AN mn
— 5 Rage dieſes DOrti gen
. Er Angaben ++) müßte hie fege weit
em gefuhht werden, da er nad) Nıros Mara bie &
3 Miero inon's auf 54 M. P. von *
‚aber, über 500 M. P, worin offenbar ein
E Pettonius nodı weiter nämlich 970 Mb. Meilen
Übt, was jenfeit Meros geführt haben warde, Kber
ieh ir bo's —— Kap fahr unb Zlarer
wabo's gonz
wit we ch Dio Ra [fin 6 vollkommen Äbereinfl
— Be baß.biefe Königsrefiben; (Napara) nidt;
j älterer Ausieger, eine Gapitalis von Meros war,
* Mehr, In son —8 —8 — Ibrim)
ereifen er Tag noͤmlich, wo te etwa bie im), ae
von Ebfambal, Denn®trabo nennt zwiſchen Premiß
to, Beinen Ort mehr, fagt nichts einer großen Ente
umb erzählt Petronius Einnahme biefes Ortes wie einen
Aeherfall von Premis aus, in weichem er nachher aud) —*
19 als Außerften fuͤdlichſten Vorpoſten zuruͤckließ
fagt Strabo ausbrüdlih, kehrte Petronius mit m
fangenen belaben in feine Präfectur nad Aegypten darum
ilufer wei ——— 3 147}
ri ngoowrigm); und wirttid
‚mbat das ed el ——
Mat tittt) Ion Selnms, das unzugaͤngilhe Sebiege⸗
ber zweiten Gataratten, das wir — 535 DIN
Bennen gelernt haben, Gtrabo's Worte, über ben Srund
tehr des Petronins. mit feinem Drere, denen aber auf.
fe, vauf das feuchtbarere Sand im Gäden, auf 1 alte
‚gewendet werden, Wir vermuthen daher gegen
a, D., baf die Rhmer unter Petrowius Ani ee
t Bis jenfeit der zweiten Gataracten vorgebrungen find
Ne Eroberung bes Landes norbwärts derfelben zur Scriuver⸗
——
Tr tab. adı p!89. ) 5A Tr. pP. 100.
„Burckhardt Tr. p. 14. Bu Dio Cass. 1. LIV. zu
4) Pla ir N VI. 5 29: ed. Hard. 255, Hi) Gnsbe
"TI. 830, ed. Tasch. T. VI. p. 618, +4 urchhards
Tr, p.3% 41. titti) Burckhardı App, LIE, p- 494
ei:
L
ii
Kt
Frhr
ih
Get. Weide; Bifferfofteme. FLAMBERE 0
y tiſhen Präfectun aber eine
Keen ae en
damen Feldzug von —— mai
“ gemacht haben würbe,
7 z*3 Wi Plinius (VI. c. 35. nad) bem
fee Meteo’ Erploratoren zır Nm. Mellen von
"dawon Meros no’ 360 weiter Fonts "Hatten
ein antnes; . el8 dab Napara bri Gtrabe, Yerz
Präfeet ‘von Xegypten erobert hat, nämlich für eine m:
exe, jmes für eine ubeblichere Nefibeny einer
jo, und Den Romen Napara nur für das %j ib
Denn auch bie Stationen zu jenem ndrbliihen ES
ins Heer bucchgeg, find von Häiero Sycamins
Yiniad eigner Xagabe ganz andre (nämlid; von Pselez
Nerd) Primmin, Aboceiu, Plilhurin, Cambusin, Attevan, 4
ein an den Gataracten) ald die, welche Mero's Boten am)
Syeaminon, Tamı, Evonomiton, Acinam,
um, Napata), bie nicht einmal ben Mömifden
in is nennen... Und ob die Königin Ganbace, beren
nius im nördlichen Rapata ſchlug, eine Megentin ind )
felden Staates mit der Ganbace im Staat von Meroe ik,
in demſelben Kapitel, nach Neros Boten, anführt,
an Babin geheit, da wir nicht wiſſen, wie weit die
des ungemein geſchwoͤch ten Mero« bamald norbioärte teichle.
je aber eben dort bon den 20 Fleinen Königen, ein
et % it (oben ©. 549) , fo war auch Gandace dir
weine Titel ber Königinnen jener Nubifchen Reiche feit
zander bes Großen Zeit") bis auf Eufebius*")teri
ti anfährt, und auch von ben Seitgenoffen ber erjtend
fer ſagen e8 Strabe und Plinius (regnare in insulal
To6 foeminam Candacen quod nomen multis jan annis
fi transiie ***)); ber Titel bes großen Reiches’ ging h
wohl auf bie Herrfherin ber Eleinen Gtaaten über, dir aus
re Ken — — J
ten Berichtigungen und Angaben zu einer
von Rubien, ee Berichten der Alten Claffifer und der 4
graphen bes Mittelalters, finden wir fo eben in einer fo
volen Abhandlung des f&arffinnigen "und geiftreichen
Geographen Malte» Brun +), welhe ber Darftellung von Bu
hardts Entbedungen und Beihreibungen gewidmet, aber
Dielen eigenthämliien Bemerkungen durchweht it, bie tik
X —
ſqhaten.
: Vom Lande Werber norbwärts, als wollte '
furchſd aren Nubifgen Wüfe ausweichen, - wendet
» Tostzes Chi, add. u we Bascbins Hisnee'
jeder U. 2.02 * poſtelt
9 Tablege a es Voy de
2.8 ia Nouv, Aunal. d. Voyag. Paris lee,
VB u Te VL pe
Nilſtrom, Mirtellauf, Nubien, 593
Mil weffwärts, und bildet einen großen Halbkreis, größer
; alle zumfere bisherigen Rartengeihnungen biefe Beugung
ber *), gegen bie —— Seaſe au, bis.er an der
ebarenge des N en wieder faß in dens
Aldian von her auxhlllchrt, unter melden er
inflof, um «hen fo, bie Bergkette der
T we von Affuan (Gpyene) durchbrechend, in Aes
Su — Du 8 * RR es Paite Din,
) etrage 40 jereifen (a: ogr.
I Die Ben aber duch die Sch etwa %
n teilen **). a
Ein Drittheil, das füdliche, dieſes Nillaufes if
won keinem Curopäer verfolgt, nämlid daa Rilshef
Berber bis nach Dongola; das zweite Drittheil
mittlere, welches unter der weigen (bene von
2 unterhalb der Infel Moſcho, mit dem Lande
Mr Mapa beginnt, wo wieder Felsgebirge das Erom⸗
SE eng. zufammenfchnären, bie durch ganz Batn el
Dibjar, oder das Felsland, bis gu ben Gafaracten von
by Halfa und norbwärts bis Ebfambal anhalten,
is jege nut allem noch von Burdharde (mahrfäein:
9 au. von Gaillaud) bereifet und befchrieben. Das
Mitte ober ınördlichfte-Dritcheil bieſes Nillaufes
A Nubien, von ben Gatarasten Waby Halfa's, ober
f nmien zweiten großen Nilcataracte, bis gue
Me Uegpptens, oder ben fogenannten erfien großen
taraeten bei Affuan, iſt der befanntefle Theil diefee
L Die Naturbildung des großen Stroms ſelbſt, beftimme
\ Bioye Dreifadpe, natürliche EHRT Sarg Re und
Heinere Cataracten, insgefamt Gtromf&nellen, - über
2 ‚e ber Strom immer aus ber obern in die niedere Stufe
u der ſchaft, hinabrauſcht, welche wir genauer als bisher,
Bier zufammenftellen wollen, zu Drientirtung am Nilfttom,
d ee Nubifhe Milcataracte ***): gwifchen
&hendy und Damer foll’derNil Stromſchnellen bilden, '
dei Affuan am Eingange Aegyptens.
=. Zweite. Unterhalb Berber, im Lande den Araber
Redatat,. befinde fi eine noch größere und reißendere
‚taracte, weiche Bruce unter dem Namen der Talas
i anführt,
3. Dritte. Unterhalb Dongola und der Inſel Mofpe,
an der. Nordgrenge von Dangola, bei dem Dxte Koke })
Burckhardt Tr. App, III. p. . #8) been HM,
EEE) Barebhard BR —
. 65.
1.8. 2)
694 Afrika, Waflerfuftene. TIL, Abſchu. 6. 25.
e bei Tinareh, bis wohin Burckhardt tam),
— en Wafferfänelte AM Dar Mi af
gun ein wahres Land ber Gataracten.
Neunte. Denn von hier an (eigen | * gan Bat⸗
ei Hadjar dicht beiſammen 6 verfi *5*
Tataracten, welche Burckhardt Bergen; 8
4. Baby Dal, 5. Dart Lamoule, 338
bigo, 7. ubdrdlich von Wady Seras bei Bay
ans bis zur gten ober großen Gataracte von. Baby
und NT —
baſelbſt faſt alle Schiffahrt **) unmägliep oder
—* för 446 ei gang ee hun ie vi
en kann. Diele legtere Gataracte war bisher allein
von dieſen, unter dem Namen Jan: Adel oder Bin
betannt, was jeboch ber allgemeine Ausdruck ber-Araber dad
Gataracte ift, fo wie ebenfalls Schellal (wie Dellalla
Kongofluß oben ©. 279).
Die gehnteNilcataracte if enbli an be den
* die berüpmteße von Aſſuan **") ober bie 8
dee Araber, die mit ihrem gewaltigen Brauſen (depeb
— ) genannt) ſchon Herodotus befaunt war.
Die zweite, dritte, neunte und zehnte dieſer, den Ri
ſtrom characterifirenden Cataracten find die größern, und ai
die Maturgrenzen jener Gtufenländer vom Mittellaufe I
Nils, Sennaar, Dongola, Batn el Dabjar >
Unsternubien anzufehen, deren drei letztere wir je
einzelnen genauer gu betrachten haben.
Erläuterung 1. Zweite Stufe bes Mittelleufe,
Mograt, Scheygha, Döngola
1. Mograt ober Wady arograt(Mokra, Makerni
Manuoygia),
Unterhalb Berber folgt im Nilthale aumittelbes n
eat ein kleines Königreich, deſſen Oberhaupt, ei
et, Naym genannt wird, und jegt nur bes fehl |
Raubüiberfälle gefürchtet iR. IR ograt liege drei Tages ı
en von Berber, we die Reſidenz Bedjan (an bie alt |
edjas erinnernd) heißt. Nur wenig Verkehr findet IR:
mis dieſem Ländchen ſtatt, das einſt unser dem Ramm
2) Burckbardt Tr. 1,48, %) Burckhardt Tr.
—* Browne Tray * De ”, Herod. II, 27. Tue
hardı Tr. p. 68, 258.
ee Seal ante Gehen fen
Mubier t, ber
nom Hefte won Wohnungen und kleinen Tem⸗
T deren Bewohnern (Kenz) auch jetzt no
veſte chriſtlicher Familien fich befinden. Einſt
yım,- waren bi akorrah alle Chriſen
‚ und bie Gtabt Doͤngola war ber
—* ie ne — von der ——
wa alle m über
ein Khnig biefes Makon ieh ber bei
een Iſaat) in Alexandria in einem Briefe
€ hering bie Zahl feiner Biſch Kfe ſey, ba nie
aurisanien zu veifen wagen koͤnne. In ben
je
iſſen wird Maxougse **), Ninazavgss, als
Nudiens genannt, bei Bonionr und sei
sieh aufgeführt unter dem Namen acu, WORK
Epifcopate gehörten: Korta, Ibrim, Bucorag, Dun-
Sai, Termus, Suenkur. Diefes Tafa, gebt de .
Rofes — haben, als deffen Einwohner na Gas
"Die
Een, ben Sternen Idolie errichteten. Rehr wird
Bogras wicht erzäßle.
a, Land der Sqeygyha. 4
Deiter abwärts, unterhalb Wograt, wo der Nil feinen
ganz von O. na WB. gerichtet hatt), wohnen bie
ygya Araber, deren Land zu beiden Geiten bes
ws 35 bis 40 Gtunden entlang Liegt, und dur ein
ebirg von a Stunden Breite, das dicht an den Mil
‚ im Weft won dem Gebiete Döngola’s gefchieden
ei dem Oete Dollago im Oſt beginnt biefes Land, und
gegen Dongola mit dem Wady Gos. Die drei gröf:
Date bes Ranbes find Roray, Kadjeba und Mes
: (q Zogesrifen von Damer und 9} von. Dengela),
es Iegtere, Caſtell und Refidenz, ũberraſchend die Wis
+
e®
H
=
Ar
Ibn Selym b. Burckh. App- B: 497, b. Quatremdre p.
6. **) Vier. Patr. Isaac u. in Histor. Patriarch Alexand,
. 178. 5. Quatremöre JI. p. 55. ***) Bonjour in Monum.
\eg. Bibl. Varicanae brevis Exercit. p. ı2; Wansleb
ist. Eccles. Alex. p. 29. b. Quatremöre T. II. p. 36.
) Burekhardı Tr. p. 68.
Ppa #
596 - Afıtka, Waſſerſyſteme. XI
veeitut der alten Namen buch alle M |
Beiten Sindurch beurkundet. Woher I
fe weit ins -Rorben zu liegen kommen? Gedmerli
alte Prieſterſtadt, fondern was N
licher Grenzort des alten Pri aates. hat
Brun durch folgende Erklärung der etwas yerwir
abe der 6 Jtinerarien bei Plinius ”) ‚(des Aris
Sion, Simonides, Basılis, Dalion), ver
Ftolem. Philadelphus, und bes fpätern 2
bosus aus Kaiſer Auguſts Zeit, ſehr wahrſcheinlich
Jene ger Beifenden geben für bie Entfern vo
nad Meroö an: 19250 Roͤmiſche Meilen; Sebefs
en, 1675. Beide Summen begeichnen aber biefe
dan **) wenn man bie erſte na Stadien gu &
eite nach Stadien zu 1111 anf einen Brad ber
et. Rechnet man aber 1950 Rom. Meilen:
entlang, fo reicht dieß Maaß etwas weiter fü
m Zufammenfluß des weißen und klauen Rils,
urd@darbt den Anfang ber Infel Meroc, wm
Selyms Inſel Aloa (Dimwa bei Abd Allatif *).
Druce's Halfa, Halfaia) annimmt, und trifft all
die Stelle der alten Prieſterſtadt Meros. Da abe
toſthenes für diefelbe Dikanz nue 605 und Arte
nur 600 Meilen nah Meroü reinen, fo haben fie ı
die Entfernung nicht von ber Gapitalis, fonbern u
vorderſten Grenzort, des Staates angeben weil
dieſes Maaß trifft, merkwürdig genug mit diefem A
bei Burdharde zufammen, der felbfE über diefen
erflaunte. Moͤchte ein Beobachter recht bald bis zw
merkwürdigen Orte vorbeingen.
-.. Das Thal der Scheyaya +) ifk nirgends Aber 15
‚ben breit, die Gebirge treten fehe nahe zum Strom
und bilden viele Lleine Gataracten. Hippopotame fi
nicht, nur wenig Gcocodile; bie Ufer bedecken Acaciew
Palmen Pub noch felten, Dhurra und Dhokan (das:
korn in Darfur und Sennaar) werden viel gebaut,
‚Band ift fo ſtark bevölkert wie der volkreichſte =
» eng. " . *
m Die Scheygya find reich an Korn unb
gaſtftei und völlig unabhängig. Der Baftfeeund
'gedelligte Perſon. Gie ſprechen nur Arabifch, und g
bar ihre Belchrten aus. Ihre Schreibſchulen
sawe liefen Manufcripte die fchönere Handſchrif!
*) Plinius H. N. VI. 55, **) Malte Bran Nour.
8 372. ***) Abd-Allatif Relat. de I Eeypte 'p 83
R cy. Paris 1810. 4. p. 24, 7) Burchhardz Tz, p, d
%
e Göiro aufweiſen die —X ſahe.
hie dahin ten, de den Ulemmos une _
tet und erhalten. Jeder Ulemma ver
we Den erg sp h un — — 33
erhalt for viele we ei ’ ie
treiben. Anal aus Dar Mafap und Sub
en Döngela, fommen fehr viele Knaben nah
„die 2 und A Jahte da auf biefe
a a Br Br
N an. ie tieren m er Aufer der rer,
jten ihre Sinber I. d ben.
Mate ”) von ann Senna, un Bei,
En — aus nach Arabien, Nach ©
54 een Krieger find berlihmte Bee mie bie
Bumeluden in — fie reiten auf ol ne malen
27 yffinier , mur bie — u
gel; auch ihre Sättel gleichen Eine
ragen alle uppenküicaffe die fie
ie. einkaufen, atın aue au Dehe 20 ann.
J Seuerge jenwehr, Unter enuntıe
— und dehnen ihre Raubliberfä A on
fe und Pad Salfa aus. Sie nd überhaupt das
h fe Bolt Er 5 Ir Bau Alm im
mperen Sha te vier Hauptflämme, ab,
Jgt — A wie z. B. El Hamdam, Esfoleys
m (Suleiman), El Ameab, One, Zebeyr, Menaſyr m.
ba M dextheilt haben.
„Roc. vor einiger Zeit hatten fle bie Oberherrſe
I: „von beffen Atem fie Tribut —
gen Raubüberfälle müde, traten Ihnen dieſe
box längerer Zeit die Hälfte ihrer neue
feätdem mit ihnen in Freundſchaft. Als bie ——
aus Leghpten — waren, nahm fie das Ober⸗
Der Eheygya, Mabmud el Abelanab **) als
eHrmvoll auf. Da fie erklärten, daß fle Sennaar
me wollten, beſchentte er fie mit Pferden, Gameeien
Belepeme und Eebensmitteln. Uber noch keinen Gina
Kot «ermordeten bie Teemlofen ihren Weplepäter, BE
Bas Land und traten in Verbindung mit gu
— — aus dem Haufe Zobeyr, der A
malt demmägtigee. Seitdem ftanden bie 3 min
Memelay denftaate, der Ah in Dongola en
—
VB uschhards Tr, p. 71. *) Burckhards Trı Pr 78 '
598 Afrila, Waflerfofteme. tur, Abſchu. S. 25.
brochnem Rriege, waren aber zuletzt öfter ſlegreich Über de
neuen Abentheurer. |
3. Dongola, oder Wady Döngsle (Köngel)
Die Refidengen Meroc, Rapata, Dongola.
er Mameludenflaat:
Inm Welt vom Gebirge der Sheygha beginnt bie Gübe
enze von Dongola, Wady Dongola genannt, weil das
Sehr fih zu beiden Uferfeiten bes Niſſtroms augbefnt.
gie liegt der erſte Dre diefes Reiches, Ambugo‘), bei
agereifen don dee Stadt Dongola entfernt, bie weiter
en Morden liegt. Im Norden diefee Stadt dehnt fi 5
ebiet über die Inſel Argo zur dicht darunter liegenden
rn Moſcho aus, welche an der Nordgrenze 8 ven
ongela liegt, wo unter der Cataracte von Koke das Laub
Dar el Mahaf beginnt.
Den Strom abwärts gerechnet folgen bie Orte nah
einander: Ambugo, Kennat, Hattany, Daffar,
Afar, Dongola. Im Norden von da: Handak, ch
Dorf, wo der Nil fehr viele Windungen macht, bie
Urgo, eine Zagereife lang mit einem Caſtell aus Wa
nen, dann bie Infel Mofcho mit dem gleichnamigen Dei
und das Dorf Hanned eine halbe Tagereiſe weiter, wi
die Kortfenungen ***) der nordweſtlichen Scheygya GBebisg
um Nil treten, welche die Gataracten bilden und Dar ei
abaß im Süden begrenzen. |
Drieſe Landſchaft ſcheint ein großes, trockengelegte
Seebecken mit den fruchtbarſten Ebenen zu ſeyn, oben mal
unten von Felfenengen eingefchloffen, durch deſſen Horijen
talboden der Nil in großen Serpentinen feinen Lauf et
5 Kagereifen weit nimmt, ehe er wieder in die Zelsengen
von Batn el Hadjar eingegwängt wird. Sehr weite, unge
mein fruchtbare Thalebenen breiten fih bis Danned aut,
und zwiſchen ben Stromarmen liegt eine Menge frudpibere
Inſeln, davon nur bie beiden bedeutendflen uns genau
werden. Hier ift nirgends Felsland. Zur eb
mungszeit F) treten die Waſſerflächen Bier 2 bie 3
weit auseinander. n der Übrigen Jahrszeit werben di
Acker dur Schoͤpfrader bewäflert, und der Reichthum eb
nes Mannes wirb hier nad der Menge biefer Mofpiam
berechnet, die er gebraucht ober derpachten kann.
dtamen follen Bier in Menge im Nil feyn, welche oft j®
Kite was der Fleiß des Landmanns gebaut bat.
*) Burökhardt Tr, p. 67. **) Burckhardt Tr. p. 65
_ ***) Burckhard: Tr, p, 68; +) Burckhard: Tr. 2.6,
, Blfiom, Mitrellauf, Nubien. , 699
Ber bie veichften Weiden mad i
—
fie vom erfien Preife
bis 10: Sclaven bezahlt. Weiter im
5 he f(eeibung, bie ** *
m Sorenſagen Hat, mmet Poncet
N, d 5 Bofas, nah Döngola 2 g:
en, Gene und Goloquinten fen,
b feine Gardvane, die aus ber weiliggen PR vo
üilen mußte um Zou su zahlen. Bon ba mw
1. fünb er.eine fehr angenehme Sanıf A
Die ihre Fruchtbarkeit nie bloß ben
verbankten, fondern aud dem lei der - un
mit taufenden der Schöpfräder die Keſerdoins unb
anöle iheer Ländereien füllten.
Eine Pe gr e.hm Befhreibung mat im z4ten
elym von biefem une, Be
Be ’ under, wegen
—* 4 nen Diftricte —* Da al ae fat ©
hier von D. nah W., bas Land iR
Et s In zwifchen feuchtbaten Ufe ren, Ga he
fern bie ohne Unterbregu u einander
” Sm Su rict Sefdykal liegen fo, 3 Arogereifen
, an 50 Städte ’“*) mit guten gu fern, rn
Biöftern. Hier find — ein, große
', „Wiefen, darin weiden röthe Gamsele won edler
—8 — ſich der König von Doͤngola oft aus
e nahen
im Süden biefer Stadt Asa
— — we Bapi der Gehe, Di Bund
a es, —— a Br Felder und en
fo —35* en die Länder der Bufelmönnet
nn hin; fr find hier ud Wildniffe, große
wilde — wie Lösen; bei einer großen
ſiſtroms follen Bergwerke from bei dem Orte
Seode 1 bow:&elap, Hi
re ee trete
Domen — — eh
in Seat, fe gilt, ſeitdem die Araber —8
8
r
J
®) Poneet Voy. in Leur. Edif. Rec. IV. p. 11.
hardı Te al. —8 “.) Gab, ei Die
sremöre T, U. p. 5
Seo fake, Waſſerſyſteme. TER Abſchu.
bert Jotren¶ bis zut Abhängigkeit ber
77 — Ran —
3 J
en Arabiſchen Gefhii er
Kg Yihgenbe und reiche Nefidenz eistes ſch
Beiches, in welchem bis Ende bes ı5ten Gi
tod die cheiflliche Kirche *) die herefchenbe blich,
bes Japrtanfend hindurch iwar dick im ©i
weichen Rhalifen und ihren Geſchlechtetn be
‘ —X u leiften, bis auch feine Beherrſcher
inneren Zwif und Zreulofigkeit als duch Aufere
‚Würze wurden.
. Ms endlid das Mupamebanerfere.vom Eu
her Bybars aus Ken ten gegen Nubien gefe
674 d: a: 1275 n. Geb.) zum erſtenmal
Dongola eroberte (denn im 31. I. b. 9
Chr. Bed. ward fie fchon einmal belagert ,,
erhöct und verlor wahrſchenlich ihren Tang
lang‘ als bie Paupefior Nudiene. Ibn 1
zähle ***),_ daß die Feidherrn des Bultan zum
Gen der Stadt und Nubiens domels zerfiörten
als Beute Binwegführten was fie vorfanden.
ihlreichen Nrümmer alter Kirchen im Nilthal
Wöngete, bis nad Aegypten bin, welge Burd
bemerkte, noch außer den vielen fiptbaren Zeich
and Infcpriften an den Ruinen, baß auch ber
dee dortigen Altern heidniſchen Tempel in chrift
verwandelt gemwefen. Zur qhriſtlichen Kirche ir
gehörten aber damals ı7 Episcopate insg
en (Niexamitis; Albadia i. e. Aloa; Marao
tra), bie von Arum (Niexamitis) nordwä
Brenge Arguptens reichten. Die Hauptlicche
nenni Maceigi +}) Sous (Yfus, d. I. Jefus);
ner aus Aidab und Aſſuan in Aegypten, bie
Sefangenfaaft gerathen waren, hatten fie erba
An golbnen Kteuzen erbeuteten bes Sultans |
Mroberung im Jahr 1975 aus diefer Kirche 4
an&ilbergefäßen 8666 Dinare, und anderes me
P —*— wi Jit, 9 Sort —R
wi wie nicht; fie int, denn vorher:
naunt, erſt na qh dem Ball von Rapata, bas
®) Ibn Selym b. Burckh. p. 515. Ibn Sel:
hardı p. 5 b. Quatremire T. vn 45. ”
Fl} Wansleb. Histor. Eccles. Alex. p. 29. 6.
IL. 56. +4) Maorisi Histor. deSultane Aog,
b, Burekk. p. 540. b, Quatzemöre II, 98,,
Rei, rät, Slebicn. coꝛ
ep Peßfect Aegyptens Petronius eroberte
— mie Nies De Bel
8; N ‚ von welchem
— Nubier herleitet. Dieſer Ort Nu«a⸗
uber zuU Jon Selyms Zeit nicht mehr von Be⸗
Bu fon, da er ihn gar nicht einmal nennt.
wei Befidenzen ber Nubifhen Majefläten find
überbanpe in folgender Reihe bekannt geworden.
>» &, 9. Napata, 3. Dongola, zw deren wenig
x Geſchichte wir hier einige Fingerzeige geben.
WMeros blüßte vor Theoth und bauerte wen
auf bie Brite Ptolem äus Dhiladelpyhus”
Tibenes .s. vieles von ihr zu fagen wußte. Di
205 Strabo nur wiederholt, denn zu feiner Zeit
ESoẽ fchon gefallen, die Theocratifche Republik war
Suig Ergamenes *) (dem Beitgenofien Konig
diſadelph.) der die Prieſter ermordete, in eine mis
se Monarchie verwandelt, wie Diodor ‚berichten,
unterging; denn zu Kaiſer Neros Zeit war bort
Mes gerfiört und gur Cindbe geworden, (aedificia
pauca) °**), und fein Schatten alter Herrlichkeit
wenn es nicht die Trümmer zu Dermes (ob bei
a im Aloa) find, die Abou Selah ***) wie einem
enipel der Thebais befchreibt, den Heeren}) pwi⸗
herri und Shendy, mit Bruce, am Nil vermus
if ber Weſtſeite des Nilſtroms.
Napata. Zu Kaiſer Auguſts Zeit wird durch dem
ſchen Präfecten Petronius, Napata als eine
ere Reſidenz der Königin Candace Nubiens bekannt,
en Lage wir ſchon oben geſprochen haben; zugleich
ip aber auch eine neue Herrſchaft im Oſten von
gegen das rotbe Meer Hin, nämiich das vorher eben:
ıbefannte Arum (f. oben S. 199), fo daß es ſcheint,
ı den Trümmern von Meros, deffen nun nie mehr
wird, feyen bie beiden jüngern Nubifehen Reiche,
den und Often, mit den Refidenzgen Rapata (Nuss
db Xrum (Niexamitis, Oxum, Acachum) er em:
aüht. Die Gebäude in Arum, bemerkt —8 +,
eftätigend, ahmen den Aegyptiſchen Styl nach, vers
aber ein jüngeres Alter da fie ohne Hieroglyphen
le lange Napata geblühet, willen wir nicht, deun
nem VSeldzuge dauert die dortige Herrſchaft zwar
iebuhr Inscr. Nab. Comm, p. 14. **) Died. Sie, I. 176,
‚6, * u? PNlin. N I, m vr.) Quateomötre
mw. T. 1. p. 34 eeren Ibeen 2. 35. ©. 379,
), Niebuhr —8 Nubiens, Comm, p,20, - |
2
Gen Mfrde, Weſleſſtene TIL Mbfhm. $%
—— Een da halb mu ein m
ed — —
An SE —— eh —
500 von auf
— vermanbeie; Fabee mt Dem Merfall des @
8 es fine rs bie Kenniniß biefer Dpmaflie amd ER)
—A— vo jener Rolge al Ole Ru!
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——⏑ ver ——— 55*
sine Bafilistos der uber (Bien Ausıhaue
and allerXethiopen aannte, bes En
en Belag a) und
ae die Wölker Ara *
veil
Erin —X ——e— Y
inx ). Die Farſten der Wälker ober, die an
eigkelien wollen, laffe ex nidpe im
Bi spalten Im Bipz Infanife, wei Die *
je erhalten in r eNiepup:
Unterfacpung fehe farffianig in die. Zeit Kaifer I
atans, oder viel mwährfgeinlicher Kaifer Sente
‚(wie vrrmuthen in das Ate Iapı! }) verfegt, al
merkiittigee Document gur” Befchichte dee
Griſtlich —8 Könige von Btubien, deren
— weder das ältere Meros noch bas ji
3 Bein ik wolle, fü
fey indeß wie ihm molle,: fo
‚wie Niebuhr bemerkt, Berwanbi
Galtur Diefes Nubifden — mit dem
en Kinanas, Fr2 ich —8 auf —
— — nig.der HAN (Basılsur) um
n arg 34 nannte (f. oben 195)
Best — *2 — 2 Er
on Meros emporgewachſen, au en Weligiengn
FE u RE ne —*
= ber Ares und (een) mu (an 4
®) Strabo XVII. 619, ed. Tzsch. t. VL Be
ed. Borkel. fol. ***) Niebuhr Jaser. N: *
zu t) Th bung Observar, on a Fragmens I,
357,
ganz en den alt A, oA, wit
—— ee
Schon feitbem, nı e den
fprebenden solemäer, Angppten befersft:
tem: fich auch die Könige vom mit Grie⸗
) wie dieß Diodor von Rönig Er
— — ber * * zen, Mar. — 8
false in Yrim (oben ©.093) im atrm Japıfı \
eb; verficherten. Aus diefer Infcrift von Kalahı
irn, daß die Griechiſche Sprache auch ben
nad Nubdien einwanderte, che fie
Chriften dahin gebracht warb, bie fie
meiner verbreitet haben mögen. Dow if das
diefer Juſchrift, ſowohl den Chardcteten noch
7 als au der Grammatik und tar nad,
abgefaßt, als die oben ang Uumi
denn, zeigt Niebuhr, fo fehr fey die fe
11 Spracpe darin verunflaltet, „wie etwa die
€ es feyn würde, wenn sin Sultan von Aſhauti einem
Sclaven der in den weſtindiſhen Plontogen fein
nRauberwelfch gelernt hätte, feine Taten in Sie
E bie Annalen feines Hauſes aufzufgreiben jebleten wärde,
Mor daraus, daß ber ftolze Gebierer und Meder Ger als
EP Methiopen ſich felbft lacherlich genug, nur den Zitel eis
Bafrliscos giebt, ergiebt ſich bie gr Unbelauntfgaft
BE der fremden Sr, * ua hr ae in Arm aus
EAänmterworfnen fleinern Gebieter en, i
jisto’s —* ſich ſelbſt aber einen — —
felbſt ſcheint Sileo auch als einen Sehn des Set
Ebetraciten, da er mit dem Sonnenftrahle den andern
BVerberben droht, und diefe Iufcprife auf dem ber
Nonne (Manduli Deo nach Bailiis Inscr.) **) geweihten
emmpel zu Ralabfhi eingeaben lief. Daß diefee Nubi
Dilco no bem Heibenthum anbing, aber bie alten
BE mit den neuen modifhen Namen benannte, ergiebt
mimittelbar aus bee Infcprift; damals war das Remy n
in Nubien aufgepflanzf; erſt gegen Ende bes Atem
iberts ließ Kaifer Abreoflus dee Große im —
ie salten heidniſchen Tempel fliefen (Cod. Thbeodos, XII,
Maas) und feitdem erft wochte wohl das Ghriftenthum
ibien gelangen, wo wir beim ofen Ueberfall der.
Mohammebs fhon einen Heiligen Staat
—* ohne zu wiſſen, wer die Apoſtel bee Nubier gewee⸗
at
3*
sie
24
®) Hisbuks Taser, Nab. p. 16. *%) Mlabahr'a, 4.0. &, 10,
604 Meile, Wafferfoftene. TIME
3 Dongela. Als bie Araber ige *
dem Kaliphen Omar, angeführt von Amin
Bes ns (richtiger Amr Ibn el Ras), aus.
Hiltbale- mit soooo Mann die Kriege A
nen, und gehn Jahr barauf unter elkeuns .
tiefer in bas Land vordeangen (31 3. d. Beg.,
Geb.), ba wird nun drittens Dongola |
Hauptſtadt Nubiens und die Reſſden; Kaley
lidourot, Kali dourdad, Bali daroub 5, Q. a
melung beffelben Griechiſchen Eigennamens in
denen Handferiften) des chriſtlichen Könige ge
wie alle folgenden Herrfcher Nuba's nebſt Grie
nen Namen den Berberiſchen Titel, KRabyti ı
der Große in der Shelluhſprache) € führt.
den; Dongola wird belagert; mit Schleuderm
fchmettern die Araber die dortige Kirche, erobet
aber nicht, und begnügten fich feitbem mit be
Bakt”**) oder Tribut von 360 Sclaven, be
Nubiens dem Kaliphen nal Aeghpten fenden fi
en diefe aus ihrer Kornkammer ben Nubiern «
egengefchen! an Kom und Rehensmitteln zu
verpflichteten.
Die Geſchichte dieſes Bakt ober Sclave
bat Jon Selym umſtändlich beſchrieben, we
ganze Kriegsgeſchichte zwiſchen den muhameh
yptern unt Nubiſchen Chriſten während ber fü
abrhunderte verflochten iſte Uns feheint es,
jährlidde, regelmäßige Transport ber 360 Aubift
für den Khalifen, denen jedesmal 40 für den &
egupten zugegeben wurden, bie erſte Ver:
zu der fpäterhin regelmäßig werbenden Einfuhr
felaven durch jährliche Sennaarcaravanen
‚wovon wie in frübern Zeiten keine Spuren
Haben. Macrizi führe von einem gewiffen 9
Anes an }), er habe behauptet weil ganz Nut
in dieſen Tractat bes Bakt eingeſchloſſen gewefi
nun nicht mehr erlaube in Nubien Sclaven
Aber andere Aeghyptiſche Rechtsgelehrte meinte
Die Sclaven welche ber König in Nubien mad
durch Fehden als Kriegegefangene dort entfiche
‚allerdings von rechtewegen erkauft werben; ab
Mufelmänner geraubten Nubier gu Laufen ſey
®) Ibn Selym b. Burckh. p. 511. b. Quatremär:
— Acc. of Timb, p. 380. ***) Ibı
. tb. urc „A D ua IE 7) e
are IL p. 4a,PP UL,.«.«8D. 7) Ma
= Min, Mirsctanf, abi. : og
‚Die Drerfpaft der Geifiigen Ränige Ri
war, — rad print wohl 38
Saum) ward dann immer Veranla neuen Krie⸗
— da 38 ale ver 0
B- am) de
— ee en
raber) w a : Belopere
n ucberfall de e Ruhe:
Ife geeilt, das die übets
Annaliften 582
am nderte. hindurch keineswegs
ickſal idrer riſtlichen Glaubens⸗
Bien unsere dem Joche der Angläurigen.
gern ‚Cinfädlen bie Re b in oerfuchten;
& ) der Ph ie Daien, 344
finan (d. i. nach EChr. Geb. 950, 955, g6e)
diefem letztern Jahre unfer Sfter genannter
a Gelym, die Mifflen som Emir in Ae⸗
aa * zum König Kyriakos erhielt, ihn
en’), Seine VWerſuche waren aber
X MT Sau ber mertwärbigen Unterrebung ers
‚db elym ſelbſt aufgezeichnet hat. Der Abs
j an va de andten zu, daß Aegypten blühender und
als fein Nubiſches Königreich ſey, dieſes aber volk⸗
lines und mächtiger am BE ruppengabl, tat ihn baber nichts
m Ueberszitt zwingen könne, dem Ibn Selym auch
forisht. Sehr TA it — Benehmen des
Bei dieſer Verhandlung, und duldſam, obwol dar⸗
hervoegeht, daß damals in Nubien der Islam ſich
X ensgebreitet batte.
v Das Konigegeſchlecht bes Kyriakus (Kiriko, Kirky
r· Archer) war ein angefehenss, einheimifches der Nubier,
Die Erhfeige ing auf die weibliche Linie über,
auf den Schweſterſohtn, wie bei den Berbern, Bedja,
here und Afbanıi’s (f. oben ©. 558). Dreizehn
Be vegierten die Provinzen; alle, ſagt Abou: Gm
), waren Dberpriefler uud lafen die Meſſe ſelbſt
Je frei vom Blutvergießen geblieben; eine Morb⸗—
* aber machte ſie dieſes Vorrechtes verluſtig. Der König
I) Recapitulstion of the Chronological Dates etc. b. Burck-
hardı App. UI. p- 5jo : **) Qusicemöre T, IL p. 82
ar) Quatzemize ' T. II. p. 8%
608. fee, Häfferfofteme:"TIL.MKbfe
malen Sek BieferSeremonte vor —
vo. wnb blieb fo lange unbede F
de empfangen hatte. Der Ki
waren hocpgeehrt. Sie bebiemren fl
‚Sereiiaen, Griechiſchen Schrift uns
neqh * eigene, nach itab a nn
ie gi F RER jen be,
mit bem ı1ten ebumdert, wo
(1080 nach Renaudot *)) 4
von den Arguptiffen Emirm mit dem
Seerrdes Die Gegend um Afuan und Glephan
end um Affuan und Eiepi
Nubiens, wo fi eine Kleinere Nubifd
any el Dowla, eine Grilide -(f.ieben) fol
in ben Jahren zı7a bie 74 in beeifach
te .$, 1975 **) (674) wer unter
tan Daher Bybar bie Stade
bemerkten zum erſtenmel erobert: und
ten,
dere Gameele aus beſter malen.
Bien ——— — —
— ue e vor
hören und vr andern iſte die die Befaten
vona on ae nn dei en is 78
von Afuan * n a
vor, weiches * Bien jeil des damaligen Ab
— win —
vorigen mi
= biefe (inet King foltte fo lange gelı
Qubieg Gpriften bleiben würden.
wurde vom Beneinnsfehten Könige Shekendey
- Mid befchworen, und ao RNudier als Geißeln de
nem Überlaffen. Die Zahl der Mubifgen Si
Pr Eile und aus dem. Lande getrieben
08 gemefen ſeyn, fo daß man nur 3. Di
sahlte, und doch ned von dem Deere 2C
art ——— su rt wurden. De abe
mit. feinem Far tar Diernuble
von da’ aus die errfgart wieder «
*) Niebuhr Inser. Nub. Commt. p, 20. *
Free P- 515 Quatzemöre ‚II. p. gu
u
Heeren ben von Neuem auf.
hatte die Nilcataracten niche
und mußte alfo berödbleiden; Daoud zeg
2*87 bie Stabdt Dongolah war fe vers
nur woqh "alte Männer und. Brauen wuräüdges
Die König Dasub „Haste fig nach der
(AHea}) ı5 reifen im S. von Dongele
— — der Bieger i ae
er en Aber bie Gren
weiter wach Aboab (die erſte Een: m is Aloa).
de Ge Heer unterwarf ſich Hier num
der — die Officiere und Prieſter
Geleit & nach Doͤngola, und untew
vn neuem J GStreuge des Tributs an ihes
de, denen fie zu Döngola im ber Haupt⸗
vs als König ein
e des Snitens zog nach Gaize mit un
urüd. Sieg war ben
wun auch die Rubifden | Könige bierdbur ger
We und viele Mubier damals ſchon zum 7
en ſeyn mögen, fo erhob ih I noch eins
l * auf karze Zeit, die chriſtliche Macht der
Dongola's drohend genug gegen Argppien zur Ber⸗
der dortigen Blaubensgenoifen, und A Patriar⸗
xandrien, wie uns @l Macin er Nam⸗
bes ı4ten Jahrhunderts begann —S
des Drucks für die übrig gebliebenen
akobitenmoͤnchen wurde bie er ſte Kopf⸗
abgefordert (A. 703 Heg. a sin m se. aureum at-
2 —— man tributum ont er . F— mona-
wofür nen das Zeichen eines Löowen a
Bates ee 7* ohne dieß —X ward, hund
Dam beide Hände ehackt. Diefe und andre Graufams
Em erwedten in ber a de de es hohrbunderte an einem
SU ufos von Nubien (b inig, denn dieſen Romen
Arabiſchen ee rs 37 Titel der Rus
en a einen Befchüger, de u einem
Aegypten rüflete und dau in cht von
(ei
Quatremöre II. El Macin Hist, Sar
Erpenil. Laugg.: PR, * 8 85, 99 c Berneom, TA,
äter, Gelten —— Se '
286, 89 m
I geben wu tn Darauf wurbe der Batt |
4
608 Afchke, Waflerfuftene Lunge
berttaufenb Mann-Zeitexei (A. 740 b. Bag... B.
Ehe. ©;) aufbzachte; duch deren Dreßungen er
u und ber Aegyp Ch
neuen Sultan Abbulmaler fehe er
dieſer Gelegenheit, ſagt Said ben Bateit,,
Höfe in Nubien Jakobiten geweſen, und von
ans ‚eubiniss feven.
ald darauf ſheint aber, nach Ebn Batutas
bes, nur etwa 10 Jahre fpäter in Dongola war,
Sige Veränderung vorgegangen zu feya. Denn
Reife ben Nil hinab (oben &. 440) nennt er Mu
Land der Chriſten (gegen 1554 nach Ehr. Gi
Dontolah als die größte Stadt ber Nubas. ;
herrſcher, ber jegt Ibn Kenz⸗ebbyn (alfe aus bei
ber. Kenz oder Kenous) beiße, fey aber ein Mu
geworden, als EI Melit Ennäffer Me
en Kalawun (EI Naszar bei Quatrem,) in
regierte.
Kein anderes Datum iſt uns von dem Uel
Zotg zum Jeolam bekannt geworben, als dieſes.
ynaſtie der chriſtlichen Ksnige Döngolas ſchein
Zeit ihr Ende erreicht zu haben, denn auch Macri
daß die Fehden und der Parteikampf in Doͤnge
fort gewüthet habe, daß mehrere der Könige felb,
but nach Cairo an bie Emir’s überbracht, und
Beiftand angefleht hätten gegen ifre Rebellen u
uhr zulegt aber gegen Ende des 14ten Zahrhe
owohl Oberägyhpten in Verfall geratben, als auı
und die Beni Kenfy (Kenz, Kenous b. i.
Stamm an ben Gataracten von Affuan) bätten
Nubiens bemädtigt. Um das Jahr 1396, war e1
unter Sultan Selym die Mameludenherrfchaft in
begann, bie ifre Grengbefagungen gegen Mubieı
Oualim, Say, Ibrim und Affuan vertheilten.
Seitdem beginnt nunmohl bie Zeit ba die Ar
dem fie ein Jahrtauſend hindurch der chriſtlichen
treu geblieben, und über ein balbes- Sahrtaufen!
im befländigem Kreuszuge gegen die Mohamedan
den, verlaffen won aller Gemeinfhaft mit andern
oslkern ohne Schulen und ohne ordinirte Prieſter
alten Unglauben zurldfanten, und zu Moslemir
Geitbem wurde auch ideen Habeffinifhen GI
noffen, welche ebenfalls Alexandria als ihre Me
und beren Patriarchen als ihr geiftliches Oberhau
)
.® Ebn Batuta b. Kosegarten 48. b. Burckharı
“*) Macrisi b, Quatromère II. p.227,
‚22 2 Men: Mietellauf, Nublen. "Sog
y Ber einfige Meg versenmt, auf welgem fie neue
—* ©. 396) erhalten Tonhten, die im
Sadthundert fpricht hulfeda, im ı5ten Batuf vom
m Mubieen als von Chrilen, und Wansleben ber 1675
(faire war, fagt, baf bie Rinpen in Subien noch vei
wären, aber gefchlofien weil es an Prieftern feste.
IT Burdhardt nirgends mehr Chriften vor, an
IE Grenge Gegbptens wenige Spuxren von ihnen. Bi
Seitdem drangen in angela, das die Einwohner
IEfE mit dem Xitel Dönzola el Adjouze, d. i. das alte-
ngola oder Tongot) wen, auch bie vielen mus
Innifeben Nomadenftämme ein, bie fig mie ben vom
ebenfalls chrifllichen Yirtenhämmen des Landes (f.
ja) vermifchten, zumal mis Den Ababde im Dften, unb
Kubapifh im Velten, bie von hier oft auf Gclavenfang
Dar: Fur zogen. RWorzäglich FH Bamilien_follen
den Erzählungen det Araber in Mubien geherrſcht has
bie Zebeyr im nörbligen, die Funnye**) im füdlis
Nubien (ob verwandt mit den Gennaati’s?), bis die
eDapa Araber die Obergewalt erlangten, und diefe
num wiederum von den Rameluden, do nur vor⸗
jebend, werbrängt worden find; denn diefe waren im
Sabejebend die Deren von Döngela. Die
ameluden, tele feit ben Jahr 1819 in’ Wegypten
| binterlitige Bemegel und offene Angriffe
Me Xürtifhen Gouverneurs, von sooo Mann auf wenige
Imbert rebucirt waren, und in ben Bergen Oberägyptens,
Bi Ababdes, die fie anfangs gaftlid aufgenommen für
Zreulofigteit und Barbarei gulegt auch Verrath und
lage gefunden, faßten plöplich den verpmweifelten Ente
Muß, mit dem Schrert in der Fauſt durch die Wüfe din⸗
fi ein neues Reich gu erobern. Unternubien '**)
af das Flrchterlihe Schidfal ihres Barpestenden Durch⸗
Mur dbreibumders weiße Mamelucken ſammelten
Wdm Gataracten Affuans ihre lepte Mat, erwählten
(brabim Bern, einen Parteigänger des bekannten
Sb Wevy’s zur Franzofenzeit zu ihrem Anführer, und es
Hang tänen, mit biefer geringen Mat, das alte Reih -
la u erobern.
ihrem Müdiuge durch Unternubien folgte Ibrabim
Nafba, Gouverneur von Dberägppten, auf dem Buße
a, und dee ganze Meg im Nilthal bis Fbrim war
Me Plünderungen, Scharmügel und Grauſamkeiten beis
Me erbittertem Heere bezeichnet. Id rim ward mehrmals
9 —S P: 67. *) Ebend. S. 71. *) Barck,
12% DT
Kir Meile, Waperfofeime: TIL
überfallen und. blieb zulegt nach CK
Bameluden zur Beute Duc bie
diefes lebten, von vielen Türken nten
dentlich bereichert, zogen ſich bie —*
Math und neuem Zulauf tiefer nach Nubien.
Weg ward. mit dem Greuel der Verwüfung g
Drittheil der Population ging unter und
"folgte diefem Gchredensuuge, wodurch ben I
ſchnelle Nachrücken aus Aegypten unmöglich v
seichten tie Mameluden bie Infel Moſcho
der Sheyaya Araber, nad deren Mifhandiu
angegeben ward, fie au Herrn von Doͤngola u
eilien ihnen noch alle zerfireuten Glieder ih:
die na Lights Wericht (ı8ı4) aus Ibrim *)
Mann anwuchs, denen ein bewaffnetes Cor,
600 Negerfclaven, die fie theils geraubt, thei
linge aufgenommen, zu Gebot flanb;. 8 Em;
Sransäfifge Ueberläufer hatten fich zu ihnen ;
nen Waffen machten. In ber Meinung, baf
fey, nach ihrem Vorgeben durch Gennaar mı
vorzurüden und von ba aus den Krieg gegen
Herrſchaft am rothen Meere zu erneuern, fd
(da von Aegypten im 3. 1813 eine Gefandefd
Sennaar nah Gondar, um mit dem Kaifer v
in ein gutes Derbältniß gegen die Mamelud
aber ber Ras Wellera Selaſſe, Beherrſch
(oben &. 217), ließ diefe, fo wenig wie eini;
ber den Enaglifhen Geſandten Salt, bis dahi
Doch haben die Mameluden idren Rüdz
Habeſch genommen, wie auch Burckhardt mei
in Döngola eine Zeit lang gehauſet, wo fie «
gya die bitterften Keinde fanden. Ohne neue
burch Georgifche Sclaven, aus benen diefe «
allein beſteht, ohne Zufuhr von Feuergewehr,
andere Waffen, die fie nur durch Handel ma
etwa Über Maflua oder ſonſt einen Hafen des
zes erlangen konnten, in alle Laſter einer au
Türkiſchen Miliz, die fie durch sam Nubien
ben, verſunken, ungleich mit der Sinnesart
und grauſamer Tyrannen, find fie eine Geibel
und ganz Nubien geworden, die auf biefe Weil
nicht lange Befland Haben konnte. Außer .
ihnen uur Rettung wenn fie fi eines: Ri
fens °**) bemädhtigten, elwa von Suakim, u
.*) Light Tr. p. 74. **) Burckbaxdi Tr, pı 308,
hardı Tr. p. 78.
S
> 2 Üapi, Den; Bibi." Ge
y_p eb \ wieber
| "land, — an * 5* e .3
Kia ber here Die —ãAæ& — ————— ——
‚, ja fie durch Faulfieber wege . rn
durch kei
38 ar ven Weueinden afabt, -Iiuf Sr
— Ne nebſt ihren Verbündeten auch bei Dan⸗
den pen des Mohammed Ali Paſcha von
ten en wurden, und daß ihre lette Macht nach
Defe, drei Tazereiſen im W. won Dongoia gefloßpen,
mu von da queer durch bie Libyſche Wüfe na Tripoli
Harofte auszumwanderu; ein Entſchluß, zu dem nur: bie‘
iflung anfpornen konnte.
fus. Gefolge biefes — — Sam der Franjoſe Cail⸗
a
de 1850 nach Dongela '), wo er in der Stadt,
me an Jomard, nur wenige Alterthimer
vorfand. Aber auf der benadbarten Infel
im Mil, ſtehen die Ruinen eines alten Tempels,
mei Golofien aus roſenrothem Granit gehauen, bie im’
Ben Stol gearbeitet ſeyn fellen. Unterhalb dieſer In⸗
u Gefee, ſtehen nach ihm von einem alten Tempel,
)- ‚ den Grunbmauern nad, 1080 Fuß beträgt,
ne 3 große Säulen mit Gchaften gleih Palm:
nen, von 10 Säulen, bie einfl den Tempel trugen.
sinem benabarten Drte, Nouri, ſtehen Ruinen von
mpeln und 36 Poramiben, und nie weit von Don⸗
‚ bei dem Dete Therbaä (hei Selipe, währfcheinli
eb bei Burdharbe *")), liegen die Ruinen eines ber
Ben Tempel, glei dem zu Karnak in dee Thebais.
et an 300 Breite, 90 Säulen bie 30 Fuß bo
und iſt mit Hieroglyphen bebeckt, die aber gerfkört find. -
Basreliefs an den Wänden zeigen, mie die Kegpptifchen
ee und Triumphzüge, in denen die Gefangenen mit auf
k Rhden gebundenen Armen, Neger und Inbier oder
fer, nal Caillauds Bericht, vorftellen. Au Burd:
foe vom rechten Ufer aus diefe Baudenkmale auf
u lmten liegen, ohne aus Mangel eines Kahnes zu ſei⸗
Betrũbniß °**) hinübergelangen zw können. Er
ihm fo groß als nur irgend einer der Aegyptiſchen
Bl die er gefehen, und er hielt ihn, wie wir nun fes
%itrig für das füpdlichfte Monument Yegyptifcher Ari:
I an der Mordgrenze Dongola’s.
— —
wasilland a. a. O. S. 127. **) Burchkhard: Tr. p. 75.
Burckhards Tr. p. 75, 379-
N Q q
612 Afrika, Wafferfufteme. III. Abſchu. S. 25.
Einf wird alfo auch Dongolas Umgegend, wie fe
Jahrhunderten ſchon bie Thebais, sum Schauplag bes tus
biums der Archäologen, ber Hiſtoriker, dee Techitecten ber
Spraßterf@et, bee Künfller vorgriechifcher - werben
mülfen.
Erläuterung 3. Dritte Stufe bes Miettellarfest.
Dar el Mahaß, Say, Sükkot, Batnel Helen
das Klippenland, und bie Felſentempel von
—X
Unterhalb Dongola treten wir ſogleich von dem Sum |
bis zum gten Waflerfalle In das Land ber Nubiſchen M⸗
Sührer feon wird," defen zu Eurger Durchfing Keilig pr
noch viele Prachlefe für kommende Reiſende übrig *
mußte.
ı. Darel Mahaß,
oder Wady Mahaß, wahrfeinlich berfelbe Name
auch die Inſel Mofcho (Machou) führt, bezeichnet das
thal gu beiden Geiten des Stroms 3 bis 4 Tagereiſen de
wärts, fo weit ber Nil noch gegen Weſten Bröme in bes
Nähe des Drtes Iran, welcher als die Sübgrenze des
daranfloßenden Diftrictes von Gay") ang n wirh
Nahe bei dem Cataract Koke, etwa unter oo Gr. R. Br
geitt der Mil in diefes Dar el Mahaß ein; a Nagereifen
im Weſt davon liegt auf dem linken Ufer ber Hauptect
Zinareb, blos ein Daufe elender Hütten, neben einem
sinbebeutenden Gaftell aus Badfleinen erbaut, bas eben von
der betruntnen Horde eines Erbgouverneurs von Nubien,
des Mohammed Kafdef einigen Rebellen entriffen war,
als Burckhardt dort ankam, wodurch er felbft in Lebens -
efahr geriet. Denn man biele ihn für einen Spion bes
obammed Ali Paſcha von Aegypten gegen die Be
meluden, beflen bier verhaßtes Regiment unferm Keiſen
ben beinahe das Leben gekofter Hätte. Die zwang ihn gut
Rückkehr und beraubte uns genauerer Nachrichten fiber
Darel Mahaß und Dongola. Ein kleiner Mek, de
Nubiſcher Fürſt beherrſcht dieß Gebiet; er ziehe bie Abgaben
ein, und zahle einen Tribut an die Erbgonverneurs vB
Nubien, ober an die Kafbefs, beren gegenwärtig 5 Bruũder
in Aubien die Gewalt Haben. Der Diele von Datık
in deſſen Gebiet nur 6 bedeutendere Orte liegen, war
* Belfarbig, von Langenträgern umgeben, beren Gefidtsbildung
weniger gutmüthig fich zeigte als die der nördlichen Nubier
#) Burckhardt Tr. p. 57, 65.
22 nn u
B 7 wriereiiauf/ Nubien vis
* —557
Eh
et km
ee }
en: D kr win
ne de — 48
—e— —— Andi dus Kahn:
is Bedai
| ale an ang Bewohner von
te find. Die bier vor et bis
Erg ketuen Handel mit dem weRligen Das
de oder Worms, wohl aber biefe Koreifhiten, und
Felavenbandel. in männliger Fam galt in Mm
25 bis 30 Dollar, eine Gclavin 30 bis ao; biefe,
‚ fie nach rk und a ie bort mit 150
Inn, bie Rüdla, Dan giebt & a bis 300 Procent A
kan, ba fie jeßt an die Mameluden den beften Rem anfab hats
u Kar ie Sclaven erhalten fie aus Woran,
der uefage eines Arabers as bis 50 agereifen gs
feun fol. Einer felgen Gclavencaranane *
A Ps (den es einmal Burdhor e ia =
m in ige te Mer a na — a een
ınde N
Ma Mil; wenn aber da Krieg if — er, gen: et läge
u Milufer durch die Wüfte von Mahaß nad vn em
afe, 35 Kagereilen m mei, und von da nach Siout in Gais
is Benfelden W Gonert einf na 2 Dongola ge:
Hamster Batte. In lm ie el Mahaß li wie wie
hen fchen angeführt Beben. auf dem linken U| hr bie große
mpeleuine von Goleb.
on 2. Das Gebiet Say.
* Pe te anf iR Mahaß von einer Hohen Gebirge,
D. nah W. begleitet, bie bei Sram herabfinkt,
» Y — ver Nil feinen weftligen Lauf verläßt und ſchneli
Ibirection nordwärts wieder gewinnt, der ex von
* am ohne bebeutende Abneigung bis um Meere folgt.
ben bei dieſer Hefe: Rechmendung wo bie Gebirge dicht am Of
te, ans GStünftein befichen, wie an der gten-großen Ca:
warte, aud wo fie nun-anf a bis 5 Meilen vom Gtrome
ctieten, ba Krömt biefer in das Gebiet von Sa9
m, das ale große Ebene ſich mordmärts bis zum Gebiete
2* Suttot ausbehnt, welches mit ber Siromenge bei
—— di Eintritt in- bie 16
em Sam wit einer Ben Beben Sal:
®) Burekhards Tr. p. 41: ) Burchhards Tr. p. 55 rs
614 Afrika, Waſſerſyſteme. III. Abſcha. $. 25.
feln überfiteuten Fläche bedeckt ift, theilt RG ber Ri
zwei Arme und fchließt eine große Inſel ein, welche ben
Kamen Say führt, bavon das ganze Bebiet den Ramen
Hat. Auf diefer iR ein Caſtell mir Hohen Wällen ans al
ternirenden Lagern von Quadern und WBadfeinen aufge
führt, deflen wenige Kanonen von den Mameluden erber⸗
tet worden find. Dem Nordende ber Inſel gegenüber lieg
der ifoliete Berg Ollaky (Diebel Ollaky) mitten im eines
warzreihen Ebene, bie bis Aamara mit Lleinen Kiefeln,
Eeucefteinen, GSarneolen überſtreut iſt, wie die Ebene um
Suez am rothen Meere, zwifcgen welder bee Ril in groß
Serpentinen ſich hindurchwindet. .
Löngs der Oſtſeite der Inſel Say liegt ein um
fruchtbarer Uferſtrich, Wady Hamydbe, ber von Areben
bewohnt iſt, feinen eignen kieinen Melekt hat, deſſen Liu
chen die am ſtärkſten bevölkerte Landſchaft zwiſchen Do
pi⸗ und Ibrim iſt. Auf ihm und an beſſen Nordſeite bi
o eyk ziehe ſich ein großer Palmwalb hin, an deſſen Geik
eine Menge von Grabhiigeln Nubiſcher Sancıi id *
Die Datteln dieſes warmen Nilthals, fo wie die bes
liden daran liegenden Sukkot, werben denen des umtem
Nilthales zu Ibrim weit vorgerogen, fie find ſehr bo gb
ſchaͤtzt als die vortrefflichfien, die Überbuupt von De
bis Alegandrien wachſen. Sie find von der längfien
gewöhnlich 3 Zoll lang; ba aber keine Schiffahrt buch
Batn el Hadjar führt, fo kommen dieſe koöoſtlichen Datteis
nur fehr felten als Geſchenke in Aegypten an.
werben fie dorzüglich an die äftlihen Nachbarn an die Dis
golawy und Sheygya Araber verbanbelt.
Auch die Infel &ay ift ſehr gut an ihrer Oflfeite ab
tiviee wo der Hauptſtrom fließt, an ihrer Weflfeite
ein Berg. Gay ficht unter keinem einheimifchen . Be
fondern wird von einem Türkiſchen Aga befeblige, der in
feinem Xerritorium, gleich denen zu Ibrim und Affuen,
unabhängig von den Erbgourerneurs Nubiens oder Wi
ben Kafbefs fchaltet und waltet, ba er ber Befshlehaber db
ner Bosnifch: Türkifchen Garnifon iſt, die ſich aus Sul
Selyms Zeiten herfchreibt, und Bier ihre alten Vorreche
behauptet. Doch Hatte au Hier Huffeyn neldel, “
Ebar, eine feiner zwanzig Frauen die im Lande
verfhiednen Daushaltungen vertheilt find, um auf
umberfteifenden Leben, das bie Nubiſchen Kafbıfs u &e
treibung bes Tributes führen, Überall eine Heimath vor
finden.
3. Sultot.
Zwiſchen dem Difteit Say und bem Batn t
Hadjar im engem Ginne, das eigentlich erſt ſenſe
“35 2 Moneu Mietellauf Dabiem: . a6
6°) mit bemsten Getarat am Berge Bamanle
Bamoule) beginnt, liegt das Gebiet Ontkor. &
Obie Hortfegung der vorigen Ebene vom Gay firomak, bie
mod mehr ermeitert, da bie Gebirge im Dflen in weis
ke Berne fle in einem Bogen einfchließen, im Weſten aber
en: mo. fi eine’unabfehbare Ebene aundrels
, bie unmittelbar in bie zunise mie übergugchen
Meint; dabinwärts führt ein Geitenweg dur@ bie.
ber großen Dafe. Am Güdeingange der Ebene von
it, liegt Aamara, am Ausgange gegen Norden DEas
3 oben ift mei Reinig, der Strom voll miedrer
felm; bie größte heift Kolbe, eine Stunde lang, auf
er der Sıh des Gouverneurs; [fe ſcheint eine einptige
I zu fen, buch einen tiefen Ganal gebildet. Auf ihe
eine alte chriftliche Capelle aus Badfleinmauern mis
ifcher Iufarift. Burckhardt ſetzie bier auf einer
e von ae ui en las
mem gabligen Rader, ganz fo wie alte Aegyptii
Mabgemälde es adbildım, auf bie linke Geite bes Grros
66, befjen Ufer er bisher von Tinareh aus nur zur rech⸗
a bereifet Hatte.
Flinmittelbar, ehe die Juſel beginnt, bei Waby Dal,
Eb ber Milfteom, durch gewaltige Granitblöde die verwirrt
einander. liegen und Selfeninfeln bilden , bucchfegt,
Abe er in Stromfnellen durchbricht. Die Ufer And mij
telpalmen bededt. Bis hieher zeigte ſich Sandſtein,
br fängt das’ Urgebirge bes Batn el Hadjar an, bieß find
E füblicften Vorläufer dieſes Klippenzuges.
Im der Thalweitung oberhalb diefer Gataracten lie
ergamotto, von wo nad Weſt eine Straße durch di
fäfte nad Selima führt, a Tagereifen entfernt, das _fei:
m Ueberfluß von Steinfaly nad dem Nilthale abfept.
arte ik dee Dauptort von Sukkot. Einf aber war Aa:
ea, am füblihen Eingange der Ebene, wohl von grd:
Webentang, wie die die Ruinen eines fchönen Tem:
bemeifen, ber Hier im Aegyptiſchen Style erbaut if.
Hehen die Schafte von 6 großen Säulen der Vorhaue
Kaltfein green, die Gculpturen darauf gleichen de:
Me im YHild und Dakke, find aber von fchlechterer Ar:
® de deſſer als in Dert. Gehe Häufig iſt der Ibis
se abgebildet, fiber jeder Gruppe ſtehen Feider, wie gu
afpriften beffimme. Die Grundmaner der Gela if aus
\ ine gebadnen Badfleinen aufgeführt. Alles ans
ze. aus Baltkein, als das einzige Monument die:
E Art merkwürdig, da Burckhardt fonk alle andern
&
ver
#) Burckhardt Tr, p. 50, 9% .
"55 Ufeite, Wafferfoftense: > U Man
Br Ben ya (den *
gehört vielleicht u den
* dieſer Art, doch bedürfte dieß m 5
fung. Ä
Bon der Lanbfaft in Gukkot besiunt,:
wärts, eine ſehr menſchenfreundliche
Lande der Barbaren für ben Meifenben, au
Sgypten, nur in einem größeren Styl, ich wiebe
eBt nämlich im kurzen Entfernungen am M
füge mit friſchem Waſſer gefüllt unter ein
um beten der Wanderer, und in jedes Dor
eſteht ein Stipendium zur Unterhaltung eines
lers biefer. Gefäße am Wege; wahrfheinlig di
tung fo alt wie die Tempel, aus den Beiten bee
Des ‚größeren Woblftandes ber Mubifchen Böolker.
uch ſahe Burckhardt an mehren Orten
biete däufige Brabfätten Nubiſcher Heiligen an
wäldern, en man viele irdne Befäfe, Dat
auf.ben Zumulus als Opfer legte. .
Bat el Habdiar, Dar el Habjar,
Klippengebiet.
Die Norbgrenze von Sukkot bezeichnet der
der Gebirgskette des rechten Ufers wo dieſe wiede
Nilſtrome tritt, und unterhalb Okame den !
bel Lamoule führe, zü beffen Weberfleigung
Weg im Thalufer war, Surdharde 6 Stunden
an deffen Norbabhang der Wady Ramoule.u
fünfte gleichnamige Nilcataract liegt. Die
eorrefponbirt auch auf dem rechten Nilnfer b
weiter flreichende Gebirg (f. oben &. 576).
Hier fleigt dieß Bebirge *) in feinen Gipfe
ger empor, unmittelbare unter Lamonle, time &
ete Ambigo, wo der 6te Cataract. So kuͤr
Süben das große Gebirge an, welches von bier
Ebſambal oberhalb Ibrim, beide Ufer des N
lich aber in größter Höhe das rechte begleitet
a Batn el Hadjar feinen felfigen Geb
Deun unter verfchiedenen Namen zieht «
wärts, fo weit base Cataractenland geht, bis |
ſchnurt den Nilftrom oft fo enge ein, baf er
wusibreite behält, dag kein Thalmeg mehr am i
$) Burchhardı Tr, p, 48;
‚223% ee; Diehleuf; khien. Gi
er BER ober bie Felfen⸗
[2 en Burn Strudel und Pemfoncden Kt
Freilich jede Art von-Cepi —— —RX
lüch an ek "hr dem * ——
wird.
—— Ambige len Belapat:
voe Araber Diehe A
ifle die te Cötaracte von Geras, und: nah eis
—— Gruppe von Kttppeninfeln’ die ste von Be
I Bis babin fehle alle re Zum 2 8 =
temdfte Dorf ul Klipp
feßt hie and da dn Tg aus Pre
Yet fallen; nur en eln — we im Si
Alterihuum, mie auch die einzigen bewei
A gemefen zu ſehn. A einer Befeben, melde
» Fond man ein großes Koptifdhes 55
Bet Sazellenhaut gefehrieben, das tm Wert
Provectis iff und von tinem einzig Hohen feyn A
Burdbardts Urtheil *), ion geigten
em andrer Mohnungen. Goldde Ufer, bie ie ae
In Mäubern durdjogen werden, gaben and im Act rpm
ine —
Nur erft etwa drel Stunden im Norden von Waby
dr, bicht über dem Wafferfall ur it ber Gipfel
auf — linken a Baby Samne,
en ein; alter Befaufungen in biefer lan⸗
—— ni een ea Ka Set Xelimmer
Badfleinmauern, die den ganzen Felfen
m — ie einer doppelten n Sauer oder vielmehr eis
tauer innerhalb eines Walles, urmfchloffen —8 derem
20 Eng di@ und 50 Fuß hoqh ift, die zweite
aus irregulär one Gement übereinandergelegten Pa
alt die IE jenog fs: ſtell nit ohne Funk übers
Aiſe eine Feſtuug, ficher wie
A —8 Yen de: Sohem Alterr! * die eine
e Golonie und mi a jeinde vorausfept, ob Niels
ER Yis gewaltigen Blemmyer, bie einft die Pricftercolos
* au fen —— und in idren Handelereifen
Fe eben mochten, ie fie fpäterfin von
Sr = —X und der Rämifhen Präfesten
—8 BBB
— Barckbardt Pr. p. 47- —X Burchbards Tr, p-LXXIE
*®e) Barekhardı Tr, p. 81, 83,
918 "Wfeile, Waſſerſyſteme. Ti
3 dieſer merkw J
ein kleiner aber
Arie dem tleinern Brand dm
Ye as Schritt lang, wit
ge wi * — =:
— a8 es in
m vn anne immer bem —
altern
Bar 5 Se — dieß
a Bireiße
Ufer dee Se —S Su r iu teänfın
m Dfufer Reigen bei Wad de
* ah. Keinen 6 word 8 ach wir
—
je gan e Dfte
er tlingo und F} —
Benat rallel den. Nil —8
er nordwäãrts — m ul J
mm In, und ungebeuce Quarzfeifen bei Seras. De
‚füßete ſeht ungleich auf und ab, ſt beſe
Bad erfbed iß_der Nil fo ei et) 5
Stänßeinfel Aral) daß — en Stein
Besten fonnte auf das Wehufer, mo er auf dem
jufer aus Badfteinn, ein.Rloffer und eine,
38 irche fand, deren Binde mit Heil!
mahit waren. Un dieſer Stille A fi das
einer kleinen Ebene aus, bie wieberum culturbar,
ganze vorherige Gtrede ganz arm an Aderland iR
Mn ten Mangel felbft am nothwenbigften
v leider. a6 felfige Ufer if nur hie uml
aim, Acacien und Tamarioken N ae i
aupt has 4 Batn el Hadjar nur fe
u de Ufer find meiftentheils zu
bewäffern zu koͤnnen, bo fleht. a daf Ay *
engen Schiuchten, die Wadys, buch
zäber gut galtiotet waren. Jett t) aber It Us san
Biet in größte Armuth verfunten. Wen der ganzen
garlı bes Beiten, meint Bur@barbt, märe
wärtig ni ia viel über 200 Ein: ER übrig al
Sun Hrn eine — Lt Mi * a fe u J
exiffe, vom echt ihres
Oberhaupt in Wady Attı balla n
in ‚nenne ſich nen König, — et, ig 0a
"-%) Burckhardt Tr.
? —S ——— Tr. 3*8 rg, Pack
2 De; Mierellonf, Mabien. : 61%
Febr bunkelbrauner Farbe, eine: e
18 md fine Fri fpreßen A ech % ge
aber made, beide lechter mit Amnleten um
'Dals, mit kupfernen und Arm: und Opreins
we. f.w., ohne alle Bildung. Die größte Zahl ihrer
nmmimagenoffen ift nad Sukket und Dongole ausgewan: .
5 um - — — der —
ie bier ie die nen Hauran Syrien,
| and nur Ginde magen, um fich felbf vor Ucberfäls
| Ben
. Moden von Merfhed wird der Mil wilder —
enber, voll Klippen, bie Landſchaft vergleicht Bar
bt *) mit ben Syenecataracten; noch einmal meiter ſich
E Rilihal gm einem etwas fruchtbarern, Eleinen ©
Bet & ge Länge aus, bis es ſich bei Fi —
on Mabı fa enger zufamı ul is 3
\ bie Sem) % ohen ie md Srau⸗
G@engebirge, aus dem die Branitklippen treten;
Dmwärts folge ausfpließlich wieder SambReingebirge,
indert bis zu ben Granitklippen 'der Aegyptiſchen
m gamj Unternubien bededt. Bon hier an ſenkt
@ Won bas Cataractengebirge in minder wilde, nur wels
1 orberge hinab im Norden von Wady Halfa. No
me Bergteite zieht fi von da welter oflmärts bie Bes
E98, umb fchlieft dem Nil noch einmal ein, giebt fi danız
bieder nad Oft in bie Wüfte gurüd, umd zeigt an ben Aus
1, mörblicgen Vorbergen, auf denen das Gofell Kalat
Bde *+*) Iiegt, die Felfen ans fepänen Puddingfeinen
© Quarz, Feuerflein und rothen Gandfteinen, bie ein;
‚Bart biefer Art, welche Burdhards in ganz Rus
bien Horfand, Da ift es, unterhalb ber Juſel Beyllany
Yane), wo am Ausgang des Batn el Habjar, und
= Einyange Unternubiens, gu beiden Geiten des Gtroms
Belfentempel liegen, beren zu @&bfambal auf bem Weſt⸗
fer om oben erwähnt ward.
> urdharde hörte bei niederm Waſſerſtaude das Brau⸗
fen der Gataracten in der Nacht doch eine Halbe Stunde
WEI, piele“tleine Wafferdeden waren‘ zu beiden Geiten auf
RE Spunde breit sroden gelegt und mit Zamarisken ber
Er fand +) fle war ſtãrker und ranfchender wie
Ray in —8 —A —* ale bie su As
war «u eigentlig nur ein Arm des Etzoms vom
5 den Wide, der 'ie —
m
®) Burckbardt Tr. p. 48. *%) Burckhardt Tr. p. 46. Bel-
aoni Voy..p. JB P · » Bi
— 2
62o Afrika, Waſſerſyſteme. IN. Abſchu. S.25.
drei ſehr reißende, her welche jeboch bie Araber bei win
derm Woaflerfiande noch Netze zu fpaunen pflegen um Sb
ſche darin gu fangen. Uber Belgoni’), bee bie Gate
zacten, fo weit ale ee nur möglich war, vom Norben Ben
Sommend, bei böchflem Woflerfiaude befepiffte, fand «in
weit größeres Schaufpiel, und hatte firomauf mit bem Eis
mente gewaltig gu kämpfen. Gr fand im Norden bie
daran ſehr viele Inſeln mitten gwifdden ben
viere davon zwifchen denen er hinfuhr, Givarth, Ba
narty, Genefach, Ennerty, mit Palmen bewadien, T
bebaut und von wenigen Menſchen bewohnte bie ihm im
Urſtande zu leben fienen, denn fie können währenb bes
größten heil des Jahrs nicht von ben Infeln 5
men, und nie weiter gegen Süden ſchiffen. Mainartt
war am ſtärkſten bewohnt und hatte 4 Männer, 7
und 3 Kinder gu Einwohnern, einige Schafe,
und am Sübende die Reſte eines Cafels. Die Menſqa
waren arm, fchienen aber ganz glädlich gu ſeyn. Auf
ner ber Felsinſeln, Gulgé, liegen noch dan
alten chriſtlichen Kirche, an ber ußerſten Grenze ber Shi }
barkeit des Stroms. Die unzähligen andern Inſeln lege
als öde Klippen umher.
Das Dorf Wadn Halfa an der Rorbfeite ber krems |}
qnelle iſt der Sig eines Gouverneurs von Mubien, bee IR
Abgaben eintreibt; bis hieher geht die Nilſchifſahet von de
gypten ayfwärte. iee werden Datteln und Ri uns
der benachbarten Wüfte eingeladen und nach dem Nesbek
verhandelt; aber nur Flachboote können im Sommes ii |
ſeichtem Wofler von Hier fchiffen bis Ibrim, w Der wm
len Sandbänke im Strome. Bon Wady Halfe, un u F
fen Weflfeite eine Eleine Zempelruine liegt, beginne B06 '
ebnere fruchibarere Land kber Sukoy, Dabrons, Ef
te, Serra, Karas, Fereyg, mo wieber große Palm h
wälber und Ruinen Griechiſcher Kirchen und Käfer um
Baneben Grabhügel Nubifcher Heiligen fi zeigen, bie eu
den Tumulis **) in Syrien und ber Helden auf ber Kris
Janifcben Ebene ***) gleich fehen. ha
Hier im WaryFereyg fieht man in bem nörblichkm ii
Vorbergen diefes Berglandes einen ganz in Felſen ge '
bauenen Lleinen Aegyptiſchen Tempel F), ber wie gang mes 1
ae feine Ge a if Ar: Sus lang 7 Fuß get und 18 \
uß hoch, wird von 4 Säulen getragen, mit Aegyp |
— auf jeder Seite mit einem Gemach. ee
®) Belzoni Voy. Tr. p. ı
9. 220) Vorballe duro
ot, ©, 248. 7) Ebend.
41,146. **) Burckharde Tr. p
päitder Voͤlkergeſchichten wor Her
. 38.
” in f Fi ” - . .
—— ———— Des Gm.
MR in. eine qriſtliche Kirche verwandelt, bie altem.
u eu ‚mit Gips überbedt, und biefer nit
nn at "ah Tu) State
* ‚Auf dem we (pen Nilufer, diefem *
—
z. colsfſale Felſenhanu von Ebfamba
onument am. Bingange von Untecnn
iſche Wunder mit feinen geheimnißvollen
werben beginnen, deren fohweigendes Dunkel von
n.bunter und redender Geſtalten belebt, bie umbes
Berwelt unverändert zue Betrachtung und
er. Nachwelt aufbewahren konnte, dem ſonſt
Deſete alles Vergänglichen in der Zeit trogenb,. weiß.
ickende Sphinz, die Libyſche Müfte, fie mit ihrem
m Bandgewande Üiberdedt hatte, deſſen Tleinere
bas Beheimniß glüdlich entbedend, von Belzoni,
rg nur auf kurze Zeit zurädgefchlagen wurden, ba
it: wie er od Feine regen a | eig
.sempel, Iſis un irie geweiht, von er
ihr Bau nur vieler Tauſende Werk ſeyn konnte,
größten Kunſt vollendet, bie der vollemderfien
hen gleicht und bo dem Styl nach vom Höfen.
Klter, nah Burckhardts eignem Urtheil*),. als
ern Tempelgebäube des tieferliegenden Nubiſchen
, zwei ſolche Tempel 'müflen wohl Monumente
Bluthezeit mächtiger Derifchaft und großen Wohl⸗
eines prieflerlichen Volles und Gtaates ſeyn, im
eltſtellung, bie an fich felbft nicht ohne Bedeutung
Banze feyu konnte. Wirkli halten wie dafür,
ange Configuration des Nilthals barauf hinweiſet,
e feit dem erflen Aufblühen ber innig verwandten
und Hanbelsflaaten von Meroö, bis zur Thebais
. Dofis Ammonium, ein Mittelpunct ber
igung für den Cultus wie für ben Handel, bie
wide unzertrennbar waren, flattgefunden haben.
beide Arten ber Handelsverbindung zwiſchen Me⸗
bee Thebais, fowohl zu Lande als zu Waſſer,
Ebfambal ber Hauptburhgangsort, bes
, das Emporium fepn.
on Burckhardt bemerkt, im boben Alterthume
mthlich der Dattelbandel"*) den Rubiern ihren
m, und Leben dem.ganzen Nilchal, wie Beute von
alfa bis Philä; denn biefe Löflliche Frucht iſt ein
khardı Tr. p. ı28, #%) Burckharde Tr. p, 119
142.7 zz mneE TRgeNn
den aber ftäbtereichern Baı
Gebirgsengen weifgen Bing
—A wurde au
von Meroc durch die Nubif
des Weges zu than war, vor
ehnung, der 2
Derr,. unterhalb Ebfambe
25 Zagereifen beträgt, dicec
Bil What die Sclavı
je Zeit gebraucht, und €
Nilihal wieder eintrifft. . Hier
far es alfo wohl, mo der a
Gefohren der Wäſte oder den
zeigt, zum Dank gegen die fe
ein neuer Umfag begann, mo
bais, aus dem Delta, aus
auf halden Wegen ent, egen &ı
Dpfer und FeRe fie in eieden.
fand ber Völker erhielt, wo
jeinde im Dften und Werten
durch Religionsideen und Peiei
eute noch im ſchwachen Wider,
f: obeu S. 543),
beftimmen - läge in welhem die
in Mubiens Abyton, erbaut wu
ellung des Drtes, nach den
turgefgicte der Wölter überha
von don am. ... x —
Nilſtrom, Mittellauf, Nubien. 625
‚ber Felswände mit Hieroglyphenſchrift, deren Erfinderin
Meroö genannt,mard, wege im. jüngern Beitalter der Pros
r "mobi: cher Briecifchen Su jonen hätte weichen
1» dieß Bufanmengenemamn, "läßt uns vermus
daß mir bier ein vorptolemäifges, ein mit’ ben Alte
u Merken der Ihebais gleichseitiges ‚oder mod älteres
emument erbliden, aus alteg Mercser Zeit, unseriedifd,
ungebeuer, ernft, den fpätern Jahrhunderten unverfänpl
in Bmed, Art der-Enskehung, Ausführung und der d .
ziebenen Urkunden, deflen Berärer nicht einmal bekannt
I, Belchmeige ber Mame des Erbauers, wie bei allen Denk
malen wralter Seit," das aber den Mamen eines fpätern,
ea eines Meflaurators führt (ZAMMATIXNI in Orig
Fsifehen Chorscteren, fleht als Inferipiion nach Belzoni,
rg les und Irhy an bisfem Xempel)*), bes Königs Pfame
esihas (A. 656 v. Chr. Geb.), dem die Jonifpen und
ben Hanbelsieute zu Naucratis wohl das Griedifihe
baber lehren, und durch deren Nilfcpiffahrt dieſes ums
— bann leicht den fremden Namen Ep fambol (Psamm-
= im Unzernubien und Aegypten zur Ehre ihres gnädis
2” jefpligern erbalsen mochte, indeß ber alte einheimifche
€ Borzeit,. den fpäteen Fahrtaufenden verlosen ging..
Aumerkung n Die Belfentempel der Ifis und
des Dfiris mit den Koloffen zu Ebfambol(Psam-polis),
„, Anberthalb Tagereifen unterhalb Wady Salfa, wo der RiL
einer Aiatun von S. W. nah N.D, duch Gandfteingebirge
Iebrnt, zieht fich auf feinem Linken Ufer nach Weſt ein Thal bin,
e Seitenwände aus zwei Reifen beftehen. Diefe Bellen
jeder zur Kagade eines Tempels umgeftaltet, welde in bem
Hineinführt, fo, daß diefer die Tempelhallen feibft, die aus
feinem Soneın gehauen find, mit feinem Dunkel umfhließt. Der
eine Diefer Tempel, welde den Namen Ebſambal oder Epr
YgmbotXpuambon, vielleicht von mau - mol, Pfammetihs
führen, lag noch 1816, bis auf zwei Drittheile, feit Jahre
tanfenden von dem Sande der Wüfte zugewehet; ber zweite lag
und wurde zuerft von Buruhardt befhrieben. Wir wollen
mit Burdhardt den Tempel der Jfis nennen, zum Uns
teefiebe von jenem bem Tempel des DOfiris, aus Gründen
Die fh aus der Beſchreibung ergeben werben.
‚2 Der Kelfentempel der Ifis. Gr ſteht 20 Buß über
"dem gegenwärtigen Wafferfpiegel des Nils, if ganz und gar aus
- ben fenkrechten Betsmänten ehauen, und it volltommen erhalten.
Sege führt keine Straße, Leine Anfahrt mehr zu feiner Worbie
*) Nouv. Annales de Voy. T. V. p. 4 **) Burckharde
r. p- 38, Dir Belzoni Voy. p· 151165 und
. 325— 345, Col. Straton Account of the Snbterranean
eple, of Ipsamboul in Bdinb, Phil. Journ, Vol, IH,
· 62 67.
e16 (Pronaos), bie 13 Gärift lang und die PAIfEE WE
H quabratifchen — — —* — deren Gapitale am
Zöpfen befiehen, mie die in Zentyra, nur mit einen
Kopfpuge. Aus biefer Halle führen eine große Pforte i
durqh die Hinterfte mit Sculpturen gezierte
innerfte weit einen Tempeigemach (Adytom),
auf allen drei @eiten, 3 EFleinere Abyta wie
eingehen. Dieſe Adyta mit 5
it Hieroglyphen bebedt; alle Figuren waren bi
Shwarzen Haaren, und. die Haare ber. Ifis mit
weißen Gtreifen. Es zeigen fic häufige Opfer, wo
Blätter ber Durmpalme und Lotos ala Opfer de
Den Briareus fahe Burdhardt hier zu ben Füßen
abgeben wie er in faft allen Nubifchen Bempelm ala d
Jeind fid zeigt. Der Styl ber GSculpturem fchien von bo
* und Det —X fs ein —2* des — ind
ſeyn, aber weit älter und wohl ſicher der geweii
Schritt im Norden bes Fınganı 6 von biefem X *
ein Basrelief, wo vor einem ſidenden Dftris ein
Arme ausbreilet; umher if alles mit Hleroglppfen bebei
ner Gage nad, die Burdharbt inDerr hörte, fol vo
‚empel, am Rilufer, bie coloffale Statue einer männitı
It mit bem Aegyptiſchen Kornmaafe unter ben
en, bie aber zur Zeit der Ritfpwelle unter Waffer gef
2. Der Felfentempet des Dfiris ſteht von biefi
200 Ellen entfernt und auf der andern Geite em
edoch etwas höher, nämiih an 100 Buß fiber. pi
ae u Se
dr vom Ril aus entgegenfleigt. Aber der re !
Vilſtroͤm, Mittellauf,. Nubien. :625
y etwa glei, mit einem Kopfſchmuck in Geſtalt eines Ae⸗
hen Kornmaaßes, mit bem Wilde bes Rilmeſſers barauf.
moorftehenden heile der .@lieber ber Statuen. waren mit
inpben. bedeckt, die tief und meifterhaft in Gandflein gear»
waren. In der Mitte zwiſchen diefen coloffalen Köpfen
te er einen. DOfiristopf mit bem Eperber und darüber den
iten Globus. Bier mochte, feiner Vermuthung nah, der
ig eines verfhütteten Tempels liegen, vor welchem dann
wahrſcheinlich vier Beftalten zu ben hervorragenden Köpfen,
ven ſechs vor dem Zfistempel, figen cder ftehen mußten.
den Golofien fand Burckhardt bie Felswand geebnet,
ieroglyphen mit einigen 20 fißenden,, insgeſamt 6 Kuß be:
ms Stein gebauenen Figuren. Die Bieroginphen fchienen
8 fpäterer Zeit zu ſeyn, gleich denen zu Derr; aber bie
ctur und Geulptur bes Gebäues felbft und feiner Orna⸗
zu ben vortrefflihften im ganzen Nilthale zu gehören.
Ind folgte Burckhardts Winten, und fand nad) vielen
gungen, bei Wegräumung der Flugſandhuͤgel, an ber vor:
‚onte dre Hauptpforte bes Tempels 35 Fuß unter dem Bant:
erborgen (f. oben &. 859) durdy welde nun ber @inpang
n war. Rad) beenbigter Ausgrabung ergab eb ſich, ba
ibende der Zempelfagade ein Felfenvorfprung von einigen
ı vorliegt. hinter weldhem bie Fronte des Tempels, 117
ah Gtraten 127 Fuß) breit, felbft ein wenig zurüctritt.
eſer, zu beiden Geiten ber Pforte, gleich gewaltigen Pfei-
igen fih. bie 4 figenden Goloffe, welde die größten unter
Stazuen in.Acgnpten und Nubien find. Nur allein die un—
e Epbint, welche vor ber großen Pyramide bei Memphis
reckt liegt, ift noch größer und verhält fi, dem Maaßſtabe
u dieſen wie 3 zu 2.
er Fels ber Façade ift braun von Karbe, ganz gleichartig
ıt zu behauen geweſen; bie hervortretenden Kelspartieen
elchen bie Coloffe gearbeitet wurben, finb weißer Eandftein,
I diefe Karhendifferenz eine fehr gute Wirkung madt. Die
e haben queer über die Schultern eine Breite von 25 Fuß
3 fie find 51 Fuß hohe Beftalten im figen, ohne bie Mitra
ein 14 Buß koch iſt, Das Geſicht iſt 7 Buß lang, der Bart
as Ohr 33 Kuß, bie Nafe 2 Buß 8 Zoll, das Auge 2 Rep
1lang. Ron den Schultern gu den Ellnbogen find ı51 Ruf.
nke Edulter der erftien Statue berührt die rechte der zwei—
ſ. w., fo, baß fie alle 4 die ganze Kacabe einnehmen. Nur
figenden Statuen find vom Sande befreit. Die britte ift
arunter verborgen und bie vierte ift zertrümmert. Die Zei:
bes Kopfes ift in Nafe, Mund, Kinn fehr delicat, die Mund:
| baben einen Lieblichheitern Zug, bie Körper find ſchoin ges
‚ halb nadt mit einem Gewande in Aickzackfalten bededt.
)ie Höhe ber Façade ift gegen 100 Fuß, die Pforte ift 22
och; ber Raum von ihr zum Arditrav iſt 66 Fuß. ileber
Jortal in halberhabner Arbeit ftebt in einer Rifche eine Dfis
‚gur von 20 Fuß Höhe, die das Kreuz des Rilſchlüſſels in
ren und das Flayellum in der andern hält, als die Zeiches
zohlthuns und der Zucht. Die darüber binlaufende Corniſche
t im Gebaͤlk eine Reihe ſitzendet “ie 8 Fuß hoch, 6 Fuß
r
626 Afrika, Warlerinfteme, III. Abſchu. 6.15.
becit, bie mit Schulter an Schulter ſtoßen; ihre Zahl IR kei
en.
Durd die 22 Fuß hehe Pforte tritt man in das Saas
Tempels, ber über 170 Fuß Ziefe nad dem Innern bei
hinein hat, aber vorzäglich in 4 hintereinander folgende
ien und in fehr viele Mebenfäle getheilt ift, die in Gamm
voße Felskammern bilden. Die 4 aufeinander folgenden
allen find: bie Borhbulle(Pronaos), zwei Beortemp!
und das innerfte Heiligthum, Sanctuarium ober Abytn.
Der Pronaos hat 57 Zuß Länge auf ga Fuß Breite,
Dede wird von 8 Pfeilern bie 22 Buß bo find getragen mi
Zub (8 Bub nah Straton) ind Gevierte haben. An jebem
lee ſteht eine Coloſſalſtatue ald eine Art Garyatide bie mi
Mitra an die Dede reicht und dieſe gleichfam trägt; «6
weht bie Priefter als Stuͤgen der Kirche zu ſeyn. ie haben
Arwie Treujweis, von jeher ein Zeichen ber Ruhe und bei
Friedens, gelegt, und tragen Rilfhläffel und Weißel, als
der Gnade und ber gerechten Zucht. Sie find benen im
su Medinat Habu Ahnlih, trefflih ausgeführt und mit
zoginphen bebedt, bie kuͤhner gezeichnet find als bie X
Sie find nackt bis zum Gürtel, bann his zum Kuie
Der Ausdrud der Phyſiognomie it wohlthuenb, heiter,
Jupiter mansuetus ber Römer (nad) Straton), bad ©
die Augenbogen ſchoͤn geſchwungen, das Auge groß und voll,
geihligte Augenlieder, das Kinn ift fein zugerunbet, bie
des Mundes tritt ein wenig hervor, ber Mundwinkel
gum milden Laͤcheln, bie Raſe ift erwas gebogen wie eime
nafe. Die ganze Gtatue ift mit einem Stucko bebedt, reih ah
rirt, die Yupille ift 3. B. ſchwarz gemahlt und aud bie
brauen, beren fdwarzer Bogen Über mehr als natürlide
hinaus gezogen if. Der Plafend des Pronaos ift blau um
gemahlt, in Feldern mit Borbüren in benen außsgebreitete
ſchwingen, welde das Eymbol bes Gebetes zu ſeyn fchein
ben Wänden find Mahlereien, in ausgezeihneter Reh
Friſche. Kin Heros im Gtreitwagen im Begriff den
vom Bogen zu ſchnellen; über feinem Helm fehwebt ein
Genius. Bein Gewand fällt Herab bis zum Knie,
und Gpangen (hmüden bie Arme, reihe Deden zeit
fellen den WVagen, ber blau, gelb unb roth gemabit if.
Benoftle am Wagen mit f&naubenden Rafenlödern, ohne Gi
aur mit einem Nafenband, find mit reichen Derten behängt. 1
Heros gleicht bem im Tempel gu Medinat Habu (d. $. *
Uge Gtaobt bes Könige Yabu, alſo nicht Medinat Abu wie
ber)*), in ber Thebaio. Ihm ß drei Bleinere u
und felne Leute ſtuͤrmen eine Feſte im Begriff ik a
geben. Ei dat —— andere Koh aus re |
e durchbohrten Yeinde herab, andere fliehen um
telgrund find @reife, in der Höhe —58— Frauen, vor der!
—— iſt ein Landmann auf ber Flucht und vor Ihe
in Burdt 5 tiere davon.
*) Burehbardı Tr, p. LXXVE
lauf - Nabien. 627
—
ea an 4.
et
a
RE
En hr der —*
— *
Seichen bes Safer
59 Der Heros ift ine
sl, bald ift er im Kriegers
iiengewand mit der hohen Mitra,
— ee Kr iſt ein Gefecht auf 7 Säladtiva,
— u Nom FE die Aufnahme des Deros unter bie
ben und auch in Scufpturen dargeſteilt iſt
nad, Straton, in ber Seuiptur, I
rn burhaus niht zurü —
dire sr praxiteleg, “lea —
* Färbung, fehr gefdm —
anatomifdjer Richtigkeit und Ausbru —
‚aber eu fehlt die Perfpeckive, die Seuppicun, bie Som.
E ber hinterm Belfenhallen: find folgende: ae
ist, de unmittelbar. auf bie ——* folge,
Hit, 25 lang, 22 hod, von 4 Pfeilern geflügt, die
[9 feine Wände find ganz mit A:
Der ; Min Setos if weniger ang aber aud) 3
Ki zus win Fühet der Gingang in dar Sanctıa
fang und 12 bri ‚er Hintere
einen pi örftat 4 —* „grisfaipatuen zeigt, deren
Br vollkommen erhalten find.
47 N? rechten Wand Ausgänge in
Maren ac © H rn ve een Yu
teit, ber ämweit
— S
jem beberkt. Aus ber Hinterwand ber —— —
—— amei Pforten, jebe in ein Wi Be un!
Pr
Innern bes, Berge in zwei Säle, alfo zit
in vier Welfenfäle, deren jeber 43 lang und
—3 mit_umberlaufenden Eigen in —
Re bes. Berges ift alfo in viele fir
jüngen verwandelt,
Feen und Beftimmung aller biefer @cjilberen
ird ein genaueres Stubilm in der Zukun!
8 der Br: Ki biefe Mast, im at
55 mebft ihren Heerden, nur zur Zuflucht, zum AfpE
——
528: Afeifa, Wafferfofteme. LIE Wfdn: 5.4.
hergebrächte Erntezeit if. Sie gehöten yu Den Don juNR
— die wüchen ber großen "Dafe — ing
öreen weiden. Cie überfallen auf ihren Erreifiäit
infel Argo,.dann das Land Mahap, Gulkot, bis Mabı d
Dere und Delle. Dann fleigen fie wieder ats bem Nil
Wüftenyopen empor, und ziehen fh gegen Eiout fo eilig ji
wie fic gelommen. 6 find gewöhnlid an 150 Reiter
und etıda eben fo viele auf Gameelen, bauen jich niemand
Serfegen wagt; bie Drssvorftcher maden biefen Mäubtn
noch Beſuche und Geſchenke. au Meberfälle [ind eine Hat
fage der Vermilberung diefer Rilufer von gany Bata eldu)
von der Welfeite, fo wie durch bie jäl m. Raubzige ber ON
gya Araber von ber Dſtſeite her. } h
Erläuterung 4. Vierte Stafe bes Mirkellau d
von Edfambol bis Affuan, Untermubien, dal
"sempelseige
a. aby Nabe.
Zwiſchen dem vorherbetrach teten Lande bis gu dm
taracten ron —T9 — am — Aeapptens, mel
Bisher gemößnli als die erſte Niltataracte I
wor, windet ſich ber Milkrom. zwiſchen hiebrigem ©
Reindergen in einem minder engen und meit fewchrlan
Thale Hin, in deſſen zwei Abtbrilungen bem Wady N
und Wady Kenous, mir feit kurzem firomab, eine ji
reiche Reihe von Orten und fehe merkwürdigen Dei
Bennen gelernt haben. bed unterhalb Ebfamdol
auf dem, linken Nilufer bie Ruinen, 'einer Gi
Kirche welche in eine Moſchee verwandelt if
Infgeiften aus den Zeiten der Bpyantiner träge; IC
den. abwärts von da liege ber Dre German E
wichtige Boumwollenpflangungen ber Mubier find, iR
jiefem Stromthale von Dongola bis Kenne in
isypsen nirgends ganz fehlen. Die Weiber mebrn dit
jrobe Hemden und handeln fi bafle Dhurra ein.
Sairaber bei diefem Dre Has noch viel Befchmerlicrs
en des Felſenbeties. Belgons, ber hier einen
der beftieg, erblidte von deſſen Höhe im IB. meite
fenzbene in deren Mitse er nur bafaltartige Kegel’gu
Serfgeiben glaubte. A
- Nordwärte eine — über Er me ne (Eruyne
Belzoni) liegt der Ort Eosto ), an der fübli
das ‚Gebietes von Fdrim, in einer Gegend voll Kim
Hiet liegender, fleiler, ppramibaler Gelfen, melde, [2
>®) Burekbardt Pr. p. 36. Belzoni Yoy. I. 127. ®%) Bar
Pnarde Tre pez6, Balkan Yorker
rom, Mittellauf, Unter: Rubien, 629g
t, ben Aegdptern wohl bie Idee zur Architecture
den gegeben Haben könnte. Einer dieſer gerfpals
n iſt zu einer Felsgruft ausgehauen, deren In:
niedere quadratiſche Pfeiler getragen wird,
:ohe Arbeit, aber doch, nebfl wenigen nörbiic
ns liegenden, bie eingigen.alten Sepulera
bis- Affnan, dagegen von da an ihre Zahl in Ae⸗
ußerordentlich zunimmt; eine ſehr merkwürdige
e Differenz zwiſchen beiden Ländern. Wo, bleibe
egeuden die Mubier ihre Todten? '
en abgeflumpfeen, puramidalen Reiben von
fen, die gang wie Menſchenwerk fich zeigten,
hardt nordwärts bis Wady-Boſtan. j
‚ $brim (Promis des P. Petronius briStrabo;
va, infra Cataracten bei Ptolem., deſſen Pro-
supra Nupata uns unbefannt il. Es ift das
nscription des Silco) *). Zu diefem Drte ge:
ÖBeres Beblet bas von Tosko bis eine balbe
Sübden von Derr reicht, und ſehr wohlhabend
ven Dattelreichtfum, dee einen bedeutenben Han:
ypten erlaubte. Aber bei dem legten Rüdiuge
Iuden wurde bdiefer andenig rein ausgeplün⸗
wet, ein großer Theil feiner Einwohner fortge:
adeß ein anderer fich geflüchtet hatte, und alle
: des Thales wurden ungehauen. In biefem
er Verwüſtung kam Th. Leah bie bicher, von
uinzukehren fich gendthigt fahe. "
s liegt auf dem Dflufer des Ril, am Sübenbe
getette die faſt als eine, eine Stunde lange
selswand am Nil empor fleigt und mit einer
f dem tfolirten Berge bebaut iſt. Die Stadt
efte einer beſſern Stadtmauer aus Badfleinen,
find aus Sandflein aufgeführt, bie Berge um:
„die Eitadelle liege in Ruinen. Light wik
en Trümmern das Maltbeferkreng bemerkt Gaben.
rflörung von Ibrim fälle in die Zeit Sultan
; Macrizgi und Abu Shamah "') Haben
Hte uns in folgender Nachricht mitgerheilt,
teten Befitznahme Aegyptens durch die Araber
Muan ſtets eine ſtarke Grenzbeſatzung gehalten
ubier und Schwargen, um Said, d. i, Ober:
befhügen; aber mit dem Untergange der Fati⸗
de diefe Sorge vernagpläffigt, worauf fogleich
ır Inscript. Nubienses Commt. p. 21. Th. Legt.
p- 76, 79. Burckhardt Tr. p. 53. Light Tr 2
lzoni Voy. I. p. 124, **) Quasremere T. II. p.&n.
630 Üfeike, Waſſerſyſteme. * wife. * “s
die Einfälle der Nubier in Kegupke
Nach einem folden ee der
fuan im 5. 568, b. 1a f. ehr. 1
san —M N Grube sa ee "Doulaß
einem Heete gegen Ybrim, bas er 3 Xagen erob
Auc die Feftung auf dem $ o 5* —— es ein,
eine ſehr fHöne der Wlan — \
einem großen Dom und Rreug Der or
werbeannt, ber Bifchof in die Geluverel gı
alle Einwohner ber Stadt und ber vg f
ber und Kinder. Die Üüberteeibenden Innifge
erichterſtatter fagen Mebenmalhunberttaufend,. Im Si
wurde ein Kurdenfürft Ibrahim zum T
fedt, der von bier am feine Weberfäle in ig g:
aber nie lange geherrſcht zu haben fheim 5
Beit lag Ibrim, das fon weit früher du:
(ben Präfect P. Petronius ein Römifhes 1
ten sm haben fheint, in Erhmmern:
Die heutigen Herren von Jbrim find gang
ja im Vergleich mit den Nubiern weiß zu nennen, MM
mmen von den Bosnifhen Garnifonen ab_bie ein
ultan Selym bahin gefwidt —— Au
kuuft find fie. fol; und liegen in beftändii —
den Nuba's Boch bemerdre Burdharbt der
Gesheit im Nilthale; die Dhurrahaufen bleiben au
ben Zeldern liegen und das Vieh weibet ohne
Nilufer. Die Batteipflanjungen hatten fi zuBel;
gt fon wieber erholt, weipten aber noch mict
‚oifen vom Ufer ab.
Im Norden der Stadt Ibrim, noch in
t die Infel-Rette, zwifgen fenkrehten
z5 gegen den Strom, in denen Belfeng:
*243 jauen find, nad Burdhardrs We B
je in oufa (im Peträifchen Arabien), un! et
Crane im ' vom Nilufer befindet fh
Sandſteinderge noch eins: dieſer in Nubien fo
geäber. WBurdhardt *) beſuchte es, fand «8 7 Gahril
5 breit, 64 bes; nebfl einer tiefen in ber Mü
weben eine tleine Kammer wir zur, Auf *
min. Die Seitenwände m mit guten —2
dect wie bie Felsgräber der hchais, > Dbmoh! de
sehalten. Zumal jeigten: fich dier Site em dem tn
dpie gebracht. — einer Seite 6 ein an
der eine Mumie eindalfamirt, und eine sieide Bis
einer Baogı, vor diefer «in Ein. In bem A
©) Burekherde Tr. 5.98.
ie —E
- ———— * —— Dit, 5 ——
———— Be, Die, is
' — von Caito’ bis Hi
a Be De er Bl
Anpängli an ben Koran
merte.
1 bi te feläs
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we Die) m fein Nach, ade & * J
4 Ei Torten
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3°
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8
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| fen; da iner Verminder
a rs ba Se HB m I in Bomane
—— —3 Haffan einen Ne
— alt, Inc foge ihm im erh te, reicht ihm
ter Bi
— Beim, Hand und, die fie an Diae Gen
Uebe — lieh Diefer —
— meuen Heren unb ging mit
nah bie biefe Wis
auf den milden —2 —— hatte *—
—
b, Wohnung bes Derei,
RN na
652 Afrika, Waſſerſyſteme. IL. Abſchu.5.
iafter an Werth. Auf der Stelle gab er Exlautı
Ibrim vorwärts gu gehen, was vorher verweigert m
Dferde und Cameele. . Auf ähnliche Weiſe erlangı
zoni feinen Zwei nur darch das ſiberraſchende
eines Spiegels, ber, nur ı2 Bol Boch und 10 30
aber ber größte und wohl ber erfle diefer Art in
war; baber feine Wirkung that. -
Norden gut bier, wegen ber ärgerlicden Sti
ten die ibn auch am Weiterreifen hinderten, nichts
ten können. Th. Legh entbedte ein einziges Monu
eine Felsgrotte mit 4 Säulen am Eingauge, und
lerreiben in der Vorhalle zu je 3 auf beiden Seiter
ins Gevierte. Diefe führten zum Sekos, dem zur
Kammern, davon eine einen Sarkophag in Kels
enthielt. Light, und vorzüglich ber Architect Ga
von diefem Dentmale vortreffliche Zeichnungen.**),
parde bat es beſchrieben und einen Grundriß dav
en. Belgoni fand es ſehr gerflört, Hält es abe
nen Öfiristempel.
Nach Burckhardt liegt biefes Denkmal hin
Dorfe am Felſenabhange und ift von fehr hohem
lange vor den Tempeln gu Karnac und Bourne
melche bob höchſt wahrfheinlich zu den älteften
menten in Aegypten gehören. Der Anblick des grı
hen Tempels Über die Grabflätte ven Derr Hi
Baus Zeichnung, erfüllt mit geheimnißvollem &
er ift ganz in Gandfleinfels ausgehauen mit Pr
Sekos, &ella und Abpton. Durch den majel
Morticus der zum Pronaos führt, tritt man ein
Dunkeln Schatten bes Felſentempels. Die 6 Pfi
Dronaos find 14 Fuß hoch, und vor ihnen figen
wie zu Bourne und Theben, mit der hoben Mitta.
Mfeiler zeigen noch die Kindheit der Architectur; vi
relief8 umher find fo wie bie Statuen gemahlt.
innern Wand ber Cella ift eine Thür mit dem ge
Globus ober dem Welt: Ey. Diefe leiter in das €
nerfte Deiligtbum bes Tempels ober Adyton, in wı
ſidende Figuren ausgebauen find, ſo daß ihre Rüd
mit bem Seifen sufammenbdängen, ein Borlommen
mehrſten Nubifchen Felſentempel characterifit. 3
Briten feinen Sepulera angebracht geweſen
in denen Light einige chriſtliche Snfcriptionen «
Dis Innere des gangen Tempels ift voll Basrelie
einem berfelben zeige fich ein Heros im Wagen d
*) Legh Narr. p. 81, **) Gay neuentdedite t
— tab. 50, ® ete Dent
Nilſtrom, Mittellauf, Unter-Nubien. 653
zend, der ſich in ein 2 Sumyfland qurfi:iche
ee FA fe obe S4 über bie
mas
ng un Ta -
——— *
ae
—— A auch
t, weil die dort‘
Die
m) Norden Y. 7.1. plan Dan, de ER, —
ee BR ee
654 Afrila, Waſſerſyſteme. 1N1. Bra 5. *
Nur wenige Stunden im N. von Sn)
—8 bei Norden und 2). Busen |
8 ehe 28 aa * Pr
ur ardt en rum! Li 3
bie —* unten — g ee **
en. Auf dem linken
min vergraben, ‚t08 Witt bas er
liepmeißen ee mit einfachen
834 lnifſen angenchm für das Ange hervor, umb
Pe VBorhalle und Gele, wie Gau bemerkt,
edle Befimmung erraten; eine Kuppel im der Bitte,
tet auf eine chriftliche Kicche, in melde eink ber —
Tempel verwandelt wurde. Die vordere Seite des
sets iſt dem Mil zugewandt; bie Uebersehte der
fan mei, nach —* ſcher Art,
ſtten —* (Propylom genannt) weile
si —ã Donn folgt eine Halle (' — an
Brit lan mie & Beben ——— ‚Heiler, deren
en en bie ſchenw jugemauer!
ehe je vor dem @ii la bat 4 den Doks
fürn pe, runde Eiahen vi die jünger, eingefügt De
ine Ehür mit ſtarkem Sturze in ber Mitte der
Sellenwand, führt aus ber Vorhalle in ein finfleres
bal, barin drei Eingänge zu brei verſchiedenen
find. In bee mittlern und größten biefer Kamme:
alle Hierogipphen zum Theil noch mit einem Bemi
Erde bededt, Diefer aber wieber mit Briedifdpen Heil
bildern farbig bemalt. Die Pfeiler in bem mıitelerm
der Tempelhalle find mit Halberfobenen HPie RF
dedeet, die beiden Nebengänge aber mit — in
Min Et mar Such Arie ert. 3
t nur dan ie eöffnung, bie mittlere
der das Ganctuarium aber — — Licht von A
— wei kleine in ber Dede ang jebrate Di
wie die 4 Mebentammern auf Shnli ide Weife.
Länge des antiken Gebäudes beträgt 75 Fuß 3 ah
Die Deeite 29 Fuß; es gehört alfo nur zu ben Kleinen
Bi älern. Medreres jüngeres Mauerwerk, —
iegelfeinen,, if umpergedaut und bilder gei .
Bea eimft die Wohnung chriftlicher Priefter, —
Theil ee mit Sale — Ey har — 3—
Terraſ, Inf, melde
Anlage bei Sitten ken — en und Ae — iſchen Tem
ee, und vielleicht * — lag
®) Norden Voy. 1. fol. Laph Namur: 8. Bank
— * Tr pin a en
m
als
j Ei der Ri elle ee To en erhcht.. Da
ardts
: ngbıe und
2 ahure 1 HER ee wet er ei HB
‚ba bon Siem, un um! n
aby Seboua ober — Yin 5*
Eibhoi b. Regh, Seboo d. ? Ay
H Ei, unterhalb ber vorigen Orte beiden Geis
n ® der Mitte einer ungemein Lands
Bewohner nit nrubles, fenberh Kine Golanie
Ira Ele sen ebjas find,
da Berge Oinal Ibn. Or we aan inte
rüber * jenen, ſprechen Fr J
e find ſeht deistente, mn
— wit dem tg ch Pr Arbara im
bie 8 Kagereifen af dem
{p) * on ‚en entfernt iſt tommn &
ameele von Werber mit usa ——— an,
{ mi Gelaven, Elfenbein, Gummi, ©
iele, die fie vom bier auf Erin tens
Sie fhichen gem: A den armen eine
R le dor, mit denen dieſe ihten
den, und banıı den Gewinn mit ifuen —
jeden Winter ſenden bie Handelsiente von
ST, — 30 bis 40 belobenen Gamerlm, Ws n
Rairı Vom Nil aus erblidt man hier 5*
am den Drte gegenüber, bie auf der iX: romo
ige Jiegen,. den nur eine fü je vom
fe jet. Durch biefe führt vom eine Dope
llegenden &
—— era: et in
HR der Nafe dis zum Shmanz 11 8uf Kr Legen
9 Barckhirde Tr ‚Norden Woy. 1. fol. aı
ERDE er De
536. Mia Bafkffenn A A
ahnt) ‚Am
‚in Trümmern da
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s en Thor ih
der aber zu | ti Iitre San
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ax Band ehtenfphinge I Bar fe
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ut) a. a. D. . G.. ) Burekhardı Tr;P, 2468.
BE wegen.” Mk *
u 4 5
FU. vr ben Salsa mi
ar Vuetenuaf the) w
wi 5 Baby el Ren
Atts ‚von Seboıta bid %ı uan. san die Bands
abgKempus, weil’ fie von dem Arabern Kenous
nfy) ') bewohnt if, die ſich ans Medjeb her
“ anfiebelten ale ber große ee
en Magbreb verbreitete. Gie-
ir rim bie Dijowabere und El Yen
‚großer Eiferfumt: und Fehde umter_einander
2 Bergen u — bald —* den —*
mern (Werben s Gprage-|
* —58— A won bieferh j6i Bir
‚anterfceiden BD
En wird überall —8 * 77 -
—— Bo mann Mary inf am Dorfe von Aſ ·
| a viele ber Renom:
) BR an beit haben. Die alla weine
pet ie zeim Arabiſch beibehalten.
en an Nuba’s Kun acht mei — ver
die Dialeste"").der-Nubifchen, won bem Arabifagen
fiednen Sprache, . welche nur norbwärte bis zu
jegebenen. Brengen gelten; fonft „uabetonne iſt
e LAeghpten nur das Arabiſche rede
ja Herlommen diefer, Demohner des. —E Rus
‚giebt Macrigi‘'"), den fie immer. bie- Kinder Konz
iKenz) fonft guch Kenz⸗ — nennt, fol:
en sam. ı Sie ſtanmten yon Aradifpen
ie Rebioh (Habyah) her, die u fü aber fon uns
Umeu teictigen Antheil an der Ersberung auptune
it, wohnten, ſagt ex, ehedem in Yemamap, b. i. im
Food und tamen unter Khali site
b.: Deg. (854 n. Chr. 8.) nach Hegypten. Ein
8 fi im. obern Said an, ale ve feindlichen
a das Sftlipe Said, verwüreten.. BDiefe Araber
bla en die Bebjab im Zaume und var ten ſich
ip mit ihnen. . Sie nahmen mit Be sn
im. G@ibel Alaty-(f. unten), ten
— im Sande bie N ‚A: Remwane 4
J it, wo. fie Brunnen gruhen. Naë ‚ vielen imnern Sch
dm "br Gefpleipt der Kenzs eb Donlap unter -
| I — bon dem ji ale den: Namen führen,
“einft waren fie weit mächtiger und- bedeutender ale
je. als fie um auch in Ponfgppten. ) 2%
—
L} Barckhardt Tr. — — Yocabalsey of the Kensy
78 Nuba en Becken Ay ...) Macriet
I R.B4. ori . Burkhardt,
— —X
638 Ufrila, Waſſerſyſteme. II: Abſchu. Su:
mädtig und die von Affuan waren, bas fr 1" |
2588 (790 b. Heg.) erobert hatten. Aus bdiefem un
u. fie 1419 & b. Deg.) ſchon wieder durch ben |
au |
phlngen und Geitdem liege Mies u
rümmern, bie Bent Kenz haben 33 aber bereiten
bebält in di 8
—— — —— *
ſteinb durch, ber im allgemeinen weit
En a a Se —* ‚fie Sırem di 1.
teigen der Nilwaſſer bebauen bie
de Gebe mit mit Dhurra und 28 ofen, *
F We — —— q
n wie in en, beim 5*—
einer iefe * 15 bis so Pet Waffer, die
Mie faͤut im —8 ordentlicher Regen, «ls nur U
vorübergehenden leichten Schauern; nur im una
Getreide Nubiens iſt außer dem —*8 Pre ie
Getreide Dokhen, welches von Gennaar und **
mehr gefäct wird. Es ſcheint alfo nur 7
lande der Mittelfiufen anzugebören.
wo überhaupe die erſte Ernte vorbei ik und bie zweite
foat beginne, die im Juli reift.
(eine Art Asclepias ?) find das allgemeine Be
ai auf den fleinigten DBergfireden wägf *8
Hamm ber melde viele
Beit air gie Gataracten na Rubien
cher 5* ung; KL GStromhbett fept Immer
went er dur Sandbänke gehemmt. — wo Sr:
der ng, bei niedrigem —84 ande,
af, von „unldeigem Geſchmack und —* dd Im
Iande findes eine kurze Regenzeit flatt.
an algemrine Nahrung if, aber fchon in
hier nur wenig gebaut und veift Ende Bin win unb
Dumpeimen, Geisguintiba unter Dihen ie
ennapfiange (Senna Mekke) deren officinelle
nad Argupten ausgeführt werden, und Dattelpalmen
deren Pr anzungen bei jeder Wohnun wieberteßren.
Kühe, Schaafe, Ziegen, felten Büffel find das
Bieh deu Nubier; Eſel haben nur die Feichen,
finden fig als Zuchtthiere nur in Wady Gebun, —“
einzelnen wohlhabenden Araberſtämmen. Auf den
Gebirgen lebt, nad Burckhardt des Schweizers
sung, dee Steinbock der Alpen (Taital in Qber
Areal in Shenby, Beden in Arabia Petzäa nad
owara vertrieben ,
ſſnan gerörten.
be
®) Barekhardı Tr. p.23, **) Burckbard: Tr, p. 28:
‚22 Mllpnan; Mitelanf, UeteerPiubinn. Ss
on Mi Ganionbeerten a ber —R
— Be Se SEE
Er Kenn. Fr Hr Bey
4,
‚heißen v fi —* den.
—— — ET Reis
ner, am Nilufer wie Sänfe, Gebr
er (Ralgam), Kr ven in — de
die Sperlinge, Ne, mit
m. mehl ein Dril — wegl⸗e
— — der — en ud
ilbet wi
Bee — men —
el me
—— "au um. * i 8 bie zwei
i: ang —WB
— Ar N
—A ‚pam u m das Deuter”) dee Mia
Fall beller angebaut iR als das Werufer, und wo es
Boden bes
dem
if Auch Weftufer hat diefen, aber ex ii Immer
Bm ame * Wire Aberſchattet, die Bier —
5 geist, X diefer hier ihr die | Ind,
Norbwerwinde, im
vi, Men nr alles Land damit, umb mur wo Sr
ba iR Gultur. Dos Ofufer iR heut
ge weit ne ale das Wefufer; ‚aber alle bes
IWendere Dentmale alter Tempel und Driſchaften
om nur auf dem Wefufer. Gin allerdings recht
Umfand, ber vielleicht nah Burdhardts
merkung darin feinen Grund hatte, daß man durch dies
ı Anbau dem zoerterben ber Wäte entgegen wirken
Ite, eder XZypßeon, dem BR welchem im
ser. —— der erhaltende, els der gabens
Wa Mil entgegengefegt wird.
Die fat —— [u e ber mertmärl Denk⸗
— ————
127 ung Unternubisns_ve
Farm. die Ruinen von Tun Moharrata *"*), u
Mithai wine befonders große @rweiterung gewinnt.
wrheben ſich umher große Sqchutthü Fri san) aus
a — weiche Beweis PA —
e an in Oben
nem ind bie Se vieler er beofgafırn aicht aus dichten
pi
Barehbardk Tr. p. a5, 99) @bemb. Barck-
kardı Tr, p. 16. 2 ” un.
645 Afeita,; Waſſerſyſteme. 'IRL, Abſcha. 3: 2,
Bodfteinen, fondern zum Thell aus. Steinkeügen *) (mit
au befannsli die Mauern des Circus maximus in Rom)
erbaut, bie Übereinonder gelegt und mit chim verkättkt
find; diefe Mauerwände find weit leihter als aus Vaditei
nen, und es wurden vermushlich auch in diefem Waty den
Teigen angelegt‘, daher bie großen Scherbenberge, Auf
85 Legh*) beobachtete fle, und in ihrer Mitte die Rub
nem einer qhriſtiſchen Kirche innerhalb ber Wille eines Io
pptifchen Tempels der mit Hieroglyphen bedeckt im einem
Fglechten Styl aufgeführt iR. Die Gapitale bearbeitete
man hier ccf nachdem die rofen Gteinquadern gelegt war
xen, was fid) daraus ergiebt; daß viele derſeiden nicht als
endet find. Legh nenne diefe Trümmer Allagbi.
Ganz in ipree Nähe, mur etwas füblicyer liegen.*")
die Tempelruinen von Mobarraka, die Bucdharbtum
ter dieſem Namen befcpreibt nebft Werzeihnung des
riſſes, welche Light Uffebbuni (Ootfeddoonee)
nennt._ Es ift ein no flehender Porticus aus 14 q
figen Säulen, mit Capitalen verfhiedener Größe mh
Serm im Atkgnptifigen Styl, welde eine Brauer umläuft
bie durch die Bmifpenräume ber Säulen gehend doch.i
fammenhänge. Der Tempel hat einen großen und
tleinere Eingänge, und in der einen Ede ein Tiepp,
tas anf die Höhe führt. Mirgends find Hircogluphen !
fh va fonft auf allen Accyptiſchen Tempeln finden,
aber Bilder Briehifger Heiligen mit Sriedifgen Suferi
nen; barauf der Name Johannes vorkommt; au
diefen noch andere Griechiſhhe die Light aber nicht em
fern konnte, Au fand Burdharbe no andere
ſchriften bier, melde er mit den alten Wegbitifchen
rieteren auf den Pepyrusrollen vergleiche. Dinier
Dortiens Meht auf einer Lerraffe von maffinen
8 Fuß hoch gegen den Strom gerichtet, und hier if
hohe Eingang, aber keine Stufen führen hinauf,
Ti war er daher nur zur Zeit der Milfgwelle hei a
Waſſerſtande zum Anlanden der Schiffe eingerichtet.
erreicht gegenwärtig das Nilwaffer diefe Höhe bes
nit. Gr if 15 Schritt lang, g breit; nichts brpeiigk'
nen Aegnptifchen Urfprung als etwa die Palmblättern
den Säulencapitalen. Doch 63 ee grandios und mahefiht
U, nap Burkhard ts Dafüchalten, aus. ber ı
@pode ber egppuifgen Architectur. in ber
ſteht noch ein Dritter Tempei, gang verſchleden vor
®) Burekbardt Tr. p. 103. **) Th, Legh Narrat. p.64
DE N ordons Härte vom Aitkoem ab. ebur. . + Lig
Tr. pı 8
:- Bieten, MWitteltenf, Unter Nableu. "6F:
n 8 Die Sculyturen
Kon Lege in'erha ner Arbeit wie ju Ama
Me · alfo Verfchieden won ben vertieften Arbeiten in
> MWielleicht, meint Burdbarbt, ein Werk der
, :weldge Handel und Saiffahrt — felbſ bis
⸗ diaein beglinftigten, auch jenfeit ber.@renge ihres
Bir vermuten, mit Eeake, daß Hier bie Stelle
=9 alte Hierön ‚Sycaminon bes Itinerar. Antonini ifl.
Dia unterhalb Waby Moparrata liegt die kleine
el Decar, und ie gegen N.W. auf dem linken Nil:
bemertt Burdparde bei Korti*) (Corte im Itin.
ton.) bieRuine des Bleinfen Tempels unter allen bie
Ein Nubien gefehen. Diefem Dre gegenüber, auf dem
bes Nils, erheben fich die jüge von: Bibel
aty, bie von bier an Yom Rilnfee fg nad Oſten
bis zu den Küften bes rothen Meeres, und dur bie
EIbbrrgmerke bei. ben Arabifgen Autoren berühme
Dee Nil führte: hier in feinem Sylımm viel gelbe
mmerblättchen, wie Burdbarde bemerkte, In
Bergen, welde von Ababdes bemehne (ab: jatten
Mameluden ein Afyl gefuge Am Fuß der Berge
Flatp, im Nilthal, breitet fi eine vernadläffigte Culs
Brebene aus, buch welche ein jegt derfauner Ganal geht
Seinft yur Berväflerung berfelben diente. Dit daran
bem Dftufer ‚liegen bei Kobban bie Trümmer einer
em mit einer Mauer umzogenen Stadt geseteinlig
Contra Pselcis), bie aus bloß an der Senne getrock
ten Badfkeinerr beReht, ähnlich den Ruinen zu Edfu in
— umd ‚etwas weiter unterhalb auf dem linken Ufer
die Ruinen von Date. .
Baby Datte‘) (Dede,, Dukkey b. Light und
( Güsren dei Motben, wohl das alte Pselcis b. Vol. IV.
unb im Itin, Anton.). Auch bie Ebene dieſes Wady
Sruchtland, wie die Erdfſchicht beweifet, die aber
3: Buß bocd.mit Gand Aberf@ättet if, der Aufenthalt
Gazellenhrerben,. Denn Hier flöße jegt die Wüfe dicht
bas Ufer, das mit .feltfamen, kleinen Erhöhungen bedeckt
bie, nady Lead, if der Ferne wie Pyramiden ausfahen,
ale, wären bie Pyramiden Unteräguptens Bier abge:
ie, abgeftumpfte eine und bahin verfehte Berge.
ae — — Si guedhat mit
inften im al, und na € ind es die
jaltenften'im; GSäden von Aſſuan. % der Fronte,
Burckhardt Tr. p. ı «,_**) Burckhardt Tr. p. 163.
Veh Narr. p. 6a 84 Liehe 2. p · 69. Nordet von
p. 219.-%. tab. CLIV. Belsoni Voy. I. p. 21% B
1.25 ©s
642 Afrika, Waſſerſyſteme. ILL Abſchhu.
die gegen den Strom gerichtet iſt, ſteht ein große
Ion. er wei pyramidalen Maflen beſtehende
Thore in der Mitte, ganz wie das zu Edfu, vo
ein Sptinzfragment liege. Dieß Propylon If a
bach (ra Legh), 75 Fuß (30 Schritt nad Bur
lang, 40 bereit, na Light, uns in feinen beide
führen Zieppen auf deſſen Dihe, a fo-mwie im
za Philä. Im beiden Flügeln find unzählige
mächer von unten nad oben, und an den Wän
bas Thor eine Menge von Eculpturen und Bien
Sechtzehn Schritt entfernt von biefem Pr
weldges als bas hohe pyramidale Thor, ſowohl bi
fen als auch faſt alle Nubiſche Tempel character
findet ſich weft der Eingang in den Pronaos
Säulen, die Halb in der Wand ſtehen, welche bie
pitale haben wie die im faſt Griechiſch einfachen
Tempels zu Philä (ſ. 5. Denon), welche man
gends in Aeaypten fieht. Zwifchen den beiden &
geflügelse Scarabaͤen und unter den Wandgeni
ein Durfenfpieler.
Der Pronads feld ift ein Iängliges Ne
Schhritt lang und 7 breit, deflen Dach mit ungebe
bern von 15 Fuß Länge bebet if. Zwifchen ®
bem Adyton liegt em nur 4 Schritt breiten
welches in ſeiner engen Geſtalt den Aegyptiſcher
fehlt, aber mehrern Nubiſchen eigenchümlid
leicht eine Art Cella, deren Zweck unbekamnt.
führt eine reich verzierte Pforte in das Adyton
einen Seite deſſelben iſt eine dunkle Kammer
tiefen Todtengruft, über welcher an der Wand
Löwe in Stein gehauen iſt. Auf der andern €
eine Treppe nach oben. Hinter dem Adyton dig
viertes größeres Gemach, das. busch eine kleine
einem engen Bange communitist, der den gamı
umläuft und dur «wine dide Quadermauer ge
die den Tempel auf 3 Geiten einſchloß. Im I
mach liegt ein großer Sranieblod, der m R
geoße Seltenheit iſt. Länge dem Boden ber %
Rotosblumen in Blüthe, das Symbol der Wiel
verjüngten Lebens, bemen Opfer vorgefegt find.
nern bes Tempels find Beine Hiftorifche Sculpt
bas Aeußere it ganz damit überdeckt; fie flellen
veligiöfe Geremonien vor und find ganz meiſt
tet, wie die fhönften in Hermontis und P
einer Are Terraſſe, die vom Tempel Binab zum
fübrt, befinden ſich zwei lange Infchriften, bie ei
roalpphen, die zweite unmittelbar darunter von
Meipel, aber in einer Aegpptiſchen Euef
B re
-#M . ı
FRißyen; Mittellauf, Unter-Nubien. 645
X ian character b. Burckharbt) wie auf den.
mauzellin, welche ſehe wahrſcheinlich eine Ueberſetzung
Kern ſeyn mag. Aus den Briechifgen Auffariften, -
N @ighHe Bier copizte, meinte er, bier ſey Merkur vers
warden. Die ganze dufßere Seite des Tempels iſt aber
MBurdbarde und Legh mit dergleigen bededt. Die
Wichtigkeit biefes Monumentes ergiebt fi von ſelbſt
Biefer kurzen Befreibung; Hoffentlich werden wir in
ur durch Sau befier darüber belehrt werden. WBurd:
Re plc Dafür, daß biefer Tempel von Datte nab dem
= des Tempels in Phila, nur in kleinem Banks
Eu -aber noch vollendeter und fchöner erbaut fey. Er ift
erbalten, und ſteht wohl an ber Stelle des als
s Na einer Bemerkung ’) Niebuhrs zu ur
‚bie ib wohl auf eine Inſchrift gründen mag, die
nicht kennen, ward diefer Tempel von Schif⸗
tolemäus Evergetes IL und Cleopatra
erbaut. ’
Wehy © ıfde (Garbe Girshe 6. Norden, Guerfeh
in db. Isegh, Tuteis im Itin. Anton). Im Noıben
Dekke wendet fi der Nil etwas gegen N. D. und hat
—— eine dee wenigen Furthen die Burckharde
wurden; jenfeit erweitert fi das Thal mehr als
mise bis Afiuan, nämli auf. eine kleine Halbe Grunde
ülte, und im biefem erweiterten Thalboden liegt ber fpar:
— Wady Gyrfſhe mir feinen Tempelruinen
jden Beſchaner, ihrer Einfalt und Groͤße wegen, in
Muunderung ſegen. Im geößten Contrafte ſtehen fie mit
bdellendeten Bauten in Dakke, da fie aus ber Kinds
Biber Architectur herſtammen, mo man durch das Goloffale
F@randiofe zu erreigen ſuchte. Der Tempel, der bei
onen Djorn Hoffeyn genanns wird, if zur
je in den Fels gehauen; um vom Ril zu ibm zu ge:
R mon, na Belzoni, dur die Schutthügel
mmerten Stadt geben, die den Abhang der Höhe
bebeden auf weicher der Tempel felbft fit. In
Säure fand Bejzoni vier Lömenköpfe In Stein
en, und manche andere merkwürdige Antiguität.
Dem Tempel liege ein großer Portiko vor, in bes
me mit 6 runden, aus mebrern Quadern beflehenden
bien, und au beiden Geiten mit 5 quabratifegen Preis
Die aber aus. dem Felfen gehauen find. or jedem
Kiben ſteht ein Coloß, 18 Fuß Hoch, aus Sandſteinfels
>
4
) Niebuhr Inscript. Nubiens, p. 16. °*) Burckhardt Tr.
. 21, 307. Norden Voy. p. 217. tab. CLJJ. u, CXLIK.
h Narr. p. 62, 85. ight Tr. p. 69. Belsoni Voy.
L p̃. a12..
©s a
644 Afrika, Waſſerſyſteme. -IIL Abſchu. $: 25.
ganz unverſehrt, mit der Geißel in der einen , Nee
dere heradhängend; es find Priefterkatuen mit dem fs
len Rinnbart und der Sphinxmitra, ihr Gewand war *
gemahlt und vergoldet, ein prachtvoller Aublick. Auf
den Seciten find offene Hallen oder Bänge in Fels gehaus
Vier von jenen GColoffen enthalten Gruppen von u
tuen, gleich den Iſis⸗ und Tfirisgeflalten. BE
Ein großes Portal führt aus diefem Porktico ım ba
Pronaos (6 Fuß lang, 35 breit, aa bo nah Kegf
mit zwei Reihen ungebeurer Pfeiler, ohne Gapitale, 5 u
7 Fuß ins GBevierte, je zu drei auf beiden Seiten. M
jedem diefer Pfeiler ftcht ein Coloß über ao Fuß Bed,
nen Sünsling vorjtelend, mir dem Kornmenf als
fhmud, mir Nilfhlüffel und Beißel in ber
Die Kindheit der Gculptue if in dieſen rohen Bealk
nicht zu verfennen, aus denen nur ein Aetbiopi
Ideal ſpricht; die Glieder find weniger correct ge
als in Wady Gebua, die Schenkel befichen meiß nur u
eunden Blöcken. Doch erſcheint alles in biefen Felchete
gewaltig. Stillſchweigen gebierend, Gtaunen e 1J
n den Indiſchen Grottentempeln auf Dekan, Burqð
hardts und Th. Leghes Uertheil. 3
n den Niſchen des Pronaos fanden 4
männliche und weidliche, ähnlich ben yptiſchen;
Statuen und Coloſſe waren mit dickem Stucko &
und bemahlt gewefen. In ber zweiten Felskammer (Get
oder Gella? 34 Fuß breit, 15 lang, nach Legh) Kehen ei
gewaltige Pfeiler in der Mitte, und ihnen zur Seite
zwei Selsgrüfte, wahrſcheinlich für die Todten; im ber We
ten Selstammer (11 Fuß breit 15 lang), bem e
Abyeon, mit zwei Beinen Gritentammern, if bie fin
terfte Wand mit einer Felsbank verfehen, auf melde ww
coloffale Figuren nebeneinander figenb aus dem Felfen —
hauen find, fo daß ihre Rücken noch mit dieſem
hängen. Sie ſehen einander nicht ſehr ungleich; Leah Hill
fie für Iſis, Oſiris, Apis, Serapis; wahrfdei
Bötter denen im innerſten Heiligthum bie Opfer 6
wurden. Sin diefem außerordentliden Dentmale if
aus dem feften Kelfen gehauen und unverrüde ſtehn 3
ben; aber die Ornamente, Hieroglyphen u. f. w. m
kenntlich geworben, vom Ruft und Rauch ber H |
* Seutintage dient es Hirten unb Heerden gum
aufenthalt. *:
Wady Gharbi Dandounr“), d. i. das weſtlich⸗
Dandour (Dendonr 5. Norben, Garba Dandorr
*) Burckhardt Tr. p. 10, 110. Norden Voy, 216.
Narr, p.62, Light p: 68, Belzoni Yoy, T, au, _ *
TE
+ lflechn, Mittellauf, Unter-Mubien. 645
b. Fehr sch tabul). Das Nilthal enge
Hr von a: fehe er Alben gu at enge
38 ns wieder einigen Culturbeden
alten Bewohner Nubiens
kann. ve ie * bie 60 Fuß tief in den Stroms
„ beffen Gewalt zu brechen und das dahinter
Ufer er om ügen. Bon diefen finden fi auch bier
‚us beiden eiten bes Stroms, theils verfallen,
** bis heute erhalten. Nur trockne Res
55* Bier zu beiden Seiten ber oͤden Berge
Ailihal hinad, und auf dem Vorſprung der Berge und
bie fparfamen Düsen der Beutigen Nabier,
no durch den Däuferbau bas wenige Aders
‚ehe
ee ne auf dem weftlichen Nilufer ein ein
| ten sehen wohl erhaltner Kempel '), mit
9 „sei singende | Corniſche auf zwei Sin:
1 in Tentyra gleicht; ber
hr, A von Dette äßnlich; über der Pforte
en Elan oder das an :&ı, he e Drnomente
mi Im 2 6 deden 24 nf ae 7
Rohr edts large —A— r —*
* * * Innere des Tempels if, nad
hie:
} Kt nicht beendigt. Beſonders zu bemer:
es. nach —— Ruidhenht yon —* In großer
Quabermauern eingeſchlo Kaum, 36 Schritt lang,
den (100 Fuß tung, 60 breit ". e), ber gegen den
WE zu, eine große Cu at urdbarbe fonft
mends bemerite. Bist IX biefen Ran Kaum als die Trüm⸗
des Portico an. 2 fen mag er wohl zur Wer:
| ber ** &iffer be befim
met gewefen | n,
wohl Belzoni Leine bafinführenden Geufen me Ar
u Touute. einer hinter dem Tempel liegenden Bei
‚ bie eſcheinlich der Aufenthalt von Chriſten g
Ur TH. Legh JInſchriften mit bem + N.
alas LI et Gennentempel, (Man-
Catch s Pr ine Beigmeng; be ei
N) e b. t wo eine 85
ein Grundriß Bei Gm, tab. 14 u. 26, ‚gie
Talmis ir Co Talmis im Itin. Anto
*
>
a3
®&. Zeichnung b. Light tabul, d. 68. *%) Barckbardt
* p. to, 10, Im. Neem ws 215 Leg .61, 88.
Light p. 64 nebſt be Bello I. 118. iebuhr. In-
t
er. Nub. p. 10. Bau ueuentbedte Denkmäler Rubiens.
646 Aſfrika, Waſſerſyſteme. LIE Abſchu. 6: 25.
Der Wady Kalabſhe folge unmittelber auf De:
dour, nachdem der Mil bei den Orten Meruvrau (M
rosan, mo auch eine kleine Ruine, f. Norden. ©. sı6; «
dritte Wiederholung des Namens Meroe!) und Abugh
vorüber gefloffen, und fih im pittoresten Thale, we
erfienmale wieder Granitfelfen zwiſchen bem Gaud
gebirg hervortreten, majeftätifch Derameigt, und zwifden I
vorfpringen Granitbergen auch Inſeln bilder bie mit Trä
mern bededt find. Die dortigen unbebeusenbern Stro
fhnellen nennt Light au einen Shellal, oder bie (
taracten von Kalabſhe, die na Budinghams
obachtung gerade unter dem Wendekreis bes Krebſes J
An den Gehängen der Granitfelſen beobachtete Light
in diefem Thulkeſſel, abgelngerte Bänke peteificister Dfi
citen, morıuf er die Vermuthung gründete, dieß Nil
müffe einft mit dem rothen Meere communicies haben, a
mit Meerwaſſer bededit geweſen feyn.
Die ſchwarzen Grauitfelfen im erweiterten Malleh
die dunkeln Zufeln im reinen klaren Steome, die ſchen gi
nenbden lifer vom Mär bis Juni, machten auch auf Bat
de rbe einen reizenden Eindrud. In den benadberi
cacienwäldern der Bergfehluchten beobachtete Belzomi |
Köhlereien der Ababdes, die von hier aus, Aegppten a
Holzkohlen verfeben. Auf dem Weufer biefer Landſe
liege das größte Dorf zwifigen Derr. und Afiuan, ad
lid Ralabfhe, welches dem Wady den Namen. girl
Schon Norden bemerkte, daß bier, etwas füplich von f
labfhe, viele Hütten der Einwohner aus Gteinen ganz U
Hieroglyphen bedeckt erbaut waren, und Yon einem lang
Quai am Nilufer auf der Öftfeite bei Sherd Obohnt
(Abughor?) fpricht er, der aus Quadern erbaut, diea
prismatif® behauen und fo trefflich verbunden waren, J
man noch Peinen Zmifchenraum in den Fugen feben kenn
Die Umgegend des heutigen Dorfes Kalabfbe ik
und breit mit Trümmern aller Art überbedit, welche Bupi
bardt für die Weberrefle des alten Talmis und Copt
Talmis anfpricgt, einer Stade, hie, an diefer Lecalität, ni
Such Aderbau, fondern nur durch Handel und Shiffeh
emporblühen tonnte, da das Stromthal oft kaum 80 |
200 Fuß breit ift. Br
‚In der Mitte des Dorfes Kalabſhe, vom Rüdl
bis zu dem Fuße des Berges, liegen, nach Light, ei
180 Fuß Über dem Gpiegel bes Nilſtroms echaben, bie
nen eines großen Tempels, die mit denen von Dat
nah Burdbardts Urtheil, die vortrefflih fen Des
male des Nubifhen Alterthums find. Beine fi
nad ift er zu vergleichen mit ben Tempeln won Xentt
und Edfu; feine Säulen baben die Capitale von Phil
“ui
Dilſtrom, Mictellauf, Unter-Mubien: 647
Maticen find auf das vollendetſte cenfruirt, fein ©:yI
in Blake der —A ch
"ber Yufenfeite des Tempels lanfın lange Mauern in,
melden Belzeni noch Spuren alter Priekerwohnungen
Efeben. glaubte. Ueber dem Rilufer liegt eine gepflaßterte
erzaffe Urea, wie zum anlanden bei hoher Wafler:
Mb. Bon bdiefee führt eine Treppenfluge hinauf zum
emapel; umber liegen mehrere Krümmer von Gppinzen,
ber Ligbt glaubte, daf hier eine GSphinzcolounade einft,
22 ie Ban zum: Eingange bes Tempels führte. Ums
E liegen mehrere Gepukta; and an ben Wänden ber
erker Burkhardt mehrere Epbinzköpfe. Die äufern
[ imände find mit — Aberiaben, und mit. Co⸗
wie zu Zenipea und Ebfu, bie aber weit roher gear:
€ find als-bie Biguren im innern des Tempels
Dieſer Zempel ift nit in Fels gehauen, fondern aus
erbaut, aber fehr zerttümmen. Das noch fie
Yropylon if won großer Schönheit und Einfalt,
» pyramidalen Maflen ® beiden Seiten und bem gro:
Cingeng in der Mitte der Fronte, von zıo Buß; von
Gänlenpalle if nur eine der Göulen
—Aã tehn geblieben; die andern
ern uwher.
Ironte des Peonass hat 4 ſeht fhöne Säulen und
die gur Hälfte in der Dauer fichen, wie in_ben
len zu Mebarrata, Dakte, Danbour, Kar
2 Debot, eine Gonftuction die au den Tempeln
il& und Tenthra angehört. Mur an der Front:
Id Gculpturen, fo at der gweiläpfige Beia:
vphon) unter der Bewalt des Siegers, beſchützt
fire. Unter den einzelnen Theilen des gufammen:
Amen des Tempels (f. Grundriß bei Burdhardt)
fonders ganz kleine Gellen mertwärbig, bie für ei:
m Menſchen 7 —2X8 mit einem Steine gemacht
Ei *
gli
%
U
< 2
— —
w, wie zum eines GBefängniffes ober Rä|
sehaltene Thiere.
je geoße Gella und Adyton find im Innern be:
mplt und ganz Frifch erhalten, weit volfommner als zu
BuilE, weil der Bops mit dem fie früher überdedt waren
⸗ gefcgägt mnd erſt fpät obgefallen ift. Die Gemälde fand
jeljoat feifpfarbiger als alle andern in Aegypten; fie
ügen voth, blau, grün und ſchwatz. Der Ofiris mit
ma Gperbertopf iR hellgrün gemalt, fein Kleid fehe bunt:
nbig. Ginige Weiber mit dem Lorus find ganz ſchwarj,
[7 Ey: — oder blau, die Zwiſchenräume ihrer Fin»
sv find toth u. f. w.
Auf einer dee Säulen dieſes Tempels ſteht Silco’s
Wafllistos Juſchrift, von der wir oben gefgrochen, und
648 Afrika, Waſſerſyſteme. III. Abſchn. S- os.
die zweite welche fagt, daß Hier Manbulis der Games
gott verehrt wird. ie Griechen Batten ben Tempel a
eine Griechiſche Kirche verwandelt, wie noch jetzt bie Keil
lichen Wandbilder beweifen, bie hie und da auf den
übergug gemahlt find, mit weichem bie Chriften bie feitab
ſchen Bilder zudeckten. Der Zempel it aus einem
feinen Sandſteiln gebaut, den bie Zeit keineswmegs verwis '
tert, sernage oder zertrümmert bat; aber bie tſam
Zertrümmerung von Menſchenhand iſt Gberall Aditm;
wenn? durch wen? iſt unbekannt. Durch bie Perſer une |
Kambyfes allerdings nicht, wenn es wahr wäre was Beh
zoni vermutbet, daß Aegugter dieſen Tempel umter ka
Leitung der riechen gleichzeitig mit denen gu Dhytä,
Edfu, Tentyra erbaut, nicht im Altern giganti few
dern im jünger vollendetern, edlen, einfachen, 9
Aegyptiſchen Styl.
Nur eine Viertelſtunde von dieſem großen Tempel liegn
gegen N. W. die Ruinen eines weit kleinern, des Darsdı |
Waly’) Um gu ihm gu gelangen geht man durch Me
Trümmer der alten Stadt hindurch bie voll Quader, Bis
ber von Coloſſen, vol Gcherbenhügel, «ine Leine belle
Stunde weit fih ausdehnt. Unter: diefen fanden Eis
die Einwohner eine mafliv goldne Lampe mit ber Kette ww |
Griechiſcher Arbeit, die auf Griechiſchen Cultus beutet,- abet ;
von den Türken eingefhmolsen warb. |
Diefer Heine Tempel Darsel:Waly, der in Zelm!
gehauen, iſt nicht ſowohl durch feine Acchitectur als duth
die Sculpturen bes Innern ſehr merkwuüͤrdig. Burdharkt:
ift der Einzige der ihn befchrieben bat. Durch die offen
Selfenpalle tritt man in die Cella, 15 Schritt lang, bet‘
ede von polygonen Säulen getragen wird; auf dieſe fait,
das Adytum. Die bierogigpbifchen Gculpturen im fun |
find fo roh wie die in Derr. Die Bruppe bes Briatent
ift wiederholt auf beiden Geiten des Eingangs. ÜDiekt|
feindliche, viellöpfige Sigant bat in Nubiens Seulptunk.i
überall das Haar gefchnitten wie bie heutigen Nudel,
und Bewohner von Dahaß, denen auch Ohrringe un) ME;
andere Schmud gleiht. Sollte, meint Burckhardt, bike
fer Briareus aus einem ber Dberbäupter ber Wüfe mb
landen feyn, den der Herrſcher am Nil-befiegte, ben W-
tiefter zum vielkspfigen Ungeheuer machten, weil ein &iM-
ber ihn noch Bein Sieg war, wie jegt gegen bie Bebuiank..
horden, von denen Heute noch das Sprichwort im Lim
gebt: ſchneide Einem den Kopf ab und es fpringen Lafit
fogleich Hundert Heraus!
*) Burckhardt Tr. p. 116. Belzoni Vog. I. pa,
is Run, Mittetlanf, Unter⸗Nubieun. 649
Sene deſes Kemapels und feiner Vorhalle find
| bebedt. u
u si orifgen Bildern
e der einen Wand il ein Schlachtſtuck; der Heros
Se⸗ *) vom 4 Heugflen gezogen, wie in Kars
—7*—
die beſſegten Feinde in Haufen vor er;
Nehen na einem au das Yihte PA
„ breiteblärerige Bäume unb andere von mannichs
"Gehalte, wie Fruchtteauben und Affen auf. ben
‚(ep che Land, wie etwa bie Kolla gegen Abyffis
nn un giefem en Date y. tedod auf Sau’s
kpaun e Spur; fie nt. ein Fragment ;u fe
— — bu die Doppellinie zur vechten Hand Han
wer if). Hinter bes Heros Wagen folgen a andere, Te
Euon a Pferden gegen; darin flieht ein Weib und ein
uüeniente |
r.
"Ei einem andern Gemach fit Dſiris, in halbver⸗
HErter Arbeit aus dem Fels gehauen, auf feinem Throne “°)
m vor ihm geht ein Bug der Gieger mit den erbeuteten
| ‚vorüber. Nackte Männer tragen große Gcheite
)
at I koflbares Eb I; aus Aecthiopien, welches
De Sn m Ben
e der Thebais vorgeſtellt IR); einer führe eine
ide Hsriege, ein zweiter einen Vogel Strauß,
ein
deter hält ein großes Echild (wahrſcheinlich aus Rhinoce⸗
chaut) und eine Gazelle, ein vierter bringe Affen, ein
mfter trsgt wieder ein Stück koſtbates Holz (ob Aloeholz?
lekam oder Kena? ſ. Macrisi b. Burckh. ©. 498. App.
M Roten aa und 23), und treibt > große Düffel,
Wetter wieder ein Stück Holz auf dem ein Affe reitet,
am folge eine Siraffe mit dem Führer, zuletzt zwei
üßrer mit Sefangenen, bie ein Kell um den nadten Leib
mgen. In dem Zelde darüber folgt die Fortfegung dieſes
nges, ein großer Löwe, eine Antelope mit geraden Hör:
sen, Büffel find gu ſehen und vor dem Königsthrone lie:
a eine Wienge von Köchern, Bogen, Elephantenzähnen,
len, Häuten und ganze Reiben gefüllter Kalabaſhen ıc.
An einer andern Wand gegenüber ift der König ſitzend,
n:Satberhabner Arbeit"), wie bärtige Gefangene
Bit gebunbuen Händen vor ihn geführt werden und darun⸗
tee ein Zug weiblicher Gefangenen, Gclavinnen in langen
neten Kleidern mit einem hoben Kopfput. Gin anberes
Wild +) zeige das Dpfer eines Gefaugenen, bie Belogerung
mes churms, wo einer mit dev Art die Wand einhaut.
©. Bau Taf. 14. Nr. 3., balbvertiefte.Arbeit auf ber Fels:
wand won Kalabſhe. **) &, Bau Taf. ı5. ***) Bau Taf.
14. Rr.2. T) Bau. Taf. 14. Ar. 2.
wärts von Meros vorgefellt, na Ze
des Rhamfes au Zhebä, wie ihn Zacitus
dert befchreibt als Zeichen großer Hertſchaft, ber
Mömifge und Parthifhe gleich flellen kann. €
jeinde find Wilde in Selle gekleidet; ihr Kopfp
appe, fondern dicht abgefchnittenes Haar, wis
fübligen Nubahs getzagen wird, Der Kpurm |
umgeben möchte vielleicht bie Gaftelle der Ni
Batn el Habjar bezeichnen, von denen aus Die
wiß öfter Einfälle naı Aegypten madten. Di
Rüde und Giegeszüge, welche man auf ben I
Luzor und Karnak im heben abgebildee find
auf minder entfernte Büge am das KÄroi
Baby Tafa**) Teffa b.Rorben, Taee|
Ganıs b. Dlympioder, 7464: _b. Pkol.), Zum ort
telbar an den Ruinen von|Kalahfpe ſahe Burd
‚&teindrüge, aus denen die Quadern em Zemy
Stadt geholt waren; u. Belzoni befagte fü
in ihnen eine große Benge —— In
—2 von den Steinmetzen imter ben |
ingehauen.
der kleinen fel Darmut
Turge Strecke bie PR am Ruhe 9
Nähe von Tafa wieder weigen, und ben vor)
Gandfteinbergen Plap machen, aber unmittelbaı
den von Tafa treten biefe Belfen fo dicht und
Strom, baß fein Fußpfad an diefem vorzeifüßt
daß man erſt eine Stunde Wegs Über die Be
muß, um wieder zum Stromufer bes Wady f
on...
“ Milſtrom „Mittellauf, Unter⸗Naubien. 631
IEn Stunde Länge unb halb fo viel Vreite, ſind Ruinen
onireitet, weiß And von Privatwohnungen, in:
We mit Quadern, Pforten, Bogen, Gchaften bededt,
denen die neueen Hätten fichen. it Eher
alte Zaphis auf dem Wehufer, und die Zelimmer auf
. Dfkufer Contra Taphis. Die Einwohner fagten
Burdpardt, fie feyen früher Chriſten gewefen die bei
Eroberung durch die elmänner den Jolam ange:
uamimen bätten; mebrflen ihrer Brüder wären hinge⸗
üddtet ober entfioben; Re hießen daher Dulad elRufara
agazeıth) b. achkommen der Ghriften. Gin Arabiſches
pt der Pariſer Bibliothek Nr. 138. fol. 100, fagt,
a hier ein fehe Schönes Kloſter fiche, das Anfun Heiße,
mb von hohem Alter aber von außerordentlich fefler Bauari
; bei Diefem Kloſter dem Berge gegenüber lägen 15 Doͤr⸗
von denen freilich jetzt nichts mehr zu feben iſt. In
Bitte des Dorfes fahe Light die Trümmer eines Pro:
6 bee im eine primitive criſtliche Kirche verwandelt
| ‚, und in ben benachbarten Felſen deſuchte Burd:
DE 9 Lleine Tempel bie no mit Griechiſchen Heiligen:
übermahlt waren.
.. Wady Kardaffo. (Hindau b, Norden, Sardah in
Z1 Umbarakat b. Legh, Gartaas b. Light, wo s Zeid:
zungen von dem Ifisiempel und den Steinbrüden), Im
orden von Tafa bis Dehmyt heißt das NRılıbal Wady
el Mebarakar (el Umbarakat b. Leah), deflen Einmoh:
wer ein Stamm der Kenous find. Das Land iſt nur dünn
beuältert, die Menſchen wohnen meiftentbeils in Höhlen.
Arpöhen find überall mit Senna Melle dewachſen.
ie enge Zhalebene wo Karbaffy 4 Stunden im Norden
von Tafa liegt, ift über eine Stunde weit auf beiden Bei:
sen mit Schutt und Trümmern bebedt, wohl ficher die
Gtelle einer alten Stadt, deren Namen uns unbekannt ifl.
Biele Ruinen find ſehr fonderbar, große wit Bauern
| chloſſene Räume, in deren Mitte Trümmer liegen.
Legh zählte deren allein an zwölf verfchiedene. Einen von
Biefen befreibt Burdhardt, einen andern vermuthlich
kight. Dice am Nilufer ſteht ein eingeſchloſſener Raum,
130 Schritt lang, 100 Schritt breit, in defien Mitte ein
HOaufen Gteinhäufer liegt. Der Eingang zu ihnen iſt eine
Ä Bi Pforte wie an der Fronte bes Tempels zu Merovau.
Mauern find 10 Zuß die, am jeder Aufenfeite mit ger
hanenen Quadern bekleidet, deren Inneres aber nach ME:
mer Art mie Mauerſteinen ausgeworfen if, Hieroglyphen
%) Burckhardt Tr. 5* 122, Norden Voy. p- 213, Legh
Nas. pı 61, g2. Lighe p. 56. nebſt wei Safeln.
652 Ufcfe, Waferfofteme, HI. —TX
finden Mich ba nicht. Mar dieß viel Aunrümg:
ber Römer ober Aegypter, unter Droimin
die Ueberfälle der a ——e
— maß Light aus; fie ha ke
| eb: Geite ins Sevierte, und * 16-48 Di
naänge an der Nord⸗ und Gübdfeitez..die =
Senf bis 10 Sus im lichten, davor liegt
Wachthaus.
Anf einer Anhöhe liegt die Ruine eines *7
pels, ber dem des Oſiris zu Philä ähnlich iſt; &
Ta noch ein Stüd des Portito mit 6 Gäulen,
ehr ur vollendete Gapitäle tragen. Zwei bavo
She mie dem Kopfpus wie gu Teatyra, abı
Ohrenſ ud. Das Gebälle das fle Kragen Hat
von 16 Länge, und Über jebern Kopf. einen Mo
tempel als Ornament. Die vier andern Säulı
verf&iebene Gapitäle mit den Lotusornamenten, u
zue Hälfte in ber Mauer. -Die Ornamente ber
wechfeln nad den antgegennefeht m gan ab, bie
der Gäulen gegen O DOrmamıent bi
mit Weinlaub zum Relief unter der Voluta.
Be —F it eine ine Pforte. Die Säulen ſt
Bafen, 10 5 uf weit auseinander; ihr Du
if beri u Die n elite Fronte bes Porticue
Zuß bie ei: 36 33 Länge. Nur an einer der
bemerkte Th. Legh Hieroglyphen.
Benachbart diefen Ruinen find Steinbrüche
nem Sandftein, aus welchen, nach Burckhar
Ruinen zu Parembole und Philä erbaut gu fü
pa Es find darin noch viele Sculpturen vorhau
angene Berte. Lighe fahe einen Monolithenten
0. ee Pole; Überdem eine große Menge von J
nen wie in den Brüchen bei Zafa; aber weit went
ptiſche Suferiptionen als Griechiſche von denen ei
tee hunderten mehrere copiete, weiche insgeſamt d
von Prieſtern — Eine Tagereiſe im O
Kardaffy, erfuhr Burckhardt, ſoden die Rui
Stadt Kamle in dem Gebirge liegen, die bis |
unbelannt geblieben find.
Debor**) (Deboude 5. Norden, Debobd 58
bou bei Light, Parembole im Itin. Ant). Die
liege (don im Granitgebiete bas nur bis
reicht, wahrſcheinlich an ber Gtelle bes alten Pa
*) Light Tabula of Greek Inscriptions in the Q
Gartaas, 3 Burckhardı Tr. p. iab. Norden
212, Leeh- arr. p. 95. Light p. 57. u. 9%
— * Gas:
N ae: big: Krümmen, eines FTempels,
ken Rubifgen Lande, das uns.
mungen. von denen zu Phil, ſind ie
Sm = find wohl erh aus —* ie.
e und Sculptur ſchon in Berfal waren.
. u Merowan int: a ‚mit dieſe
er ausgearbeitet au ie
in verf@iebenen Difkanzen ——— — lie.
ie Saoabe des Tempels 60 Fuß dreit, ben ein.
it 4 Säulen bildet, deren. beide mittlere,
le haben, als die. beiden äußern. dem
t eine Pforte im den Pronnos mit Seulvtu⸗
hem deu ganze. Tempel ſich der einge et ıo
mehrere äder — ne,
tulpiuren verſehen find. —— 8 —
leine —— — —— ltig
ans einem einzigen Grani aus
ommen erhalten, bavon der e 12
md 8 hoc if, mit einem gefiügelten Bio *
in welcher man noch bie der Angeln
‚fo wie in Phila, aber verfleden von ben
ı Gaon (Antaeopolis) die wei nb.
andbilder find, wie überhaupt Wr te Zeil
ehr gerfiört. Länge dem Milufer be
ı Kempel bin, einen fhönen Quai aus.
on dem neuere Meifende nichts bemerken.
blick auf die bisher betrachteten [9er
geigt, daß unter ihnen fs Beifpiele aus
i@lungsperioden und
echitectur vorfinden, bern Geſchichte
e inNubia felbfi ſtudiet werden kann,
alle Weberbleibfel der Tempel Au
Ime wenige etwa .audgenemmen, ſchon einer
I@elten Blütheperiode biefer RK ihr
ten. Das große und mühſame Unternehmen
nannes 6 Gau aus Klin, der Hei:
her Bau eunft, jene in ihren Monumensen
mb in Maaß und Därfiellung befanne zu
et daher zu den wihtigfen und erfechl ich ſten
ie für bie Kunſt⸗ und Menſcheng chichte, zu
atbeddungen in der Erdkunde dur uedharhe
ochen hatten. Wenn Bau’s Prachtwerk voll:
d, dann wird ſich ˖gründlicher die Alters:
Dentmale überfehen laffen, welhe Burd:-
il in folgender Stufenfolge chronologiſch an⸗
Edfamdal, Gorſhe, Derr, Oamne,
eren bee Aegy⸗
+
Terra ‚Insognike war. Sie lie |
654 Afrika, Waſſerſyſteme. III. Abſchu. 6. 25.
Ballyane, Haſſaya, Sebona, Aamara und Re
labſhe, Dekke und Mebarate, Kerdaffy, Mer
wau, Debot, Korty, Tafa, von denen wie die beden⸗
tendften im Dbigen nad ihrer geographiſchen Aufeinondern
folge dem Bbefentlichen nach fo vollſtändig characterifirt bes
ben, ale die bisherigen Beobachtungen es erlaubten. Um
terbalb Debot wich das Nilchal fo enge, daß kein beque⸗
mer Be füe Cameele Sindur führt, darum iſt Bier eine
der 6 Fähren bie Burckhardt Überhaupt nur am RU
Der gar keine Brlde zu Haben ſcheint) kennen lernte, me
edboua, Dakke, ——— Kalabſhe, —I
Debot. Birbé am linken Nilufer iſt der letzke des
no unter der Gewalt der Nubifhen Kafbefs ehe, er if
der Grenzort Nubiens, fo wie wit ber erfien ber Ins
fein ber Nilcataracten von Affuan, nämlich mir Ppilk
(Selwajoud ber Einwohner) die Grenze des Aegyptiſchen
Landes beginnt feit den Zeiten Herodotus bis beute.
Anmertung 1. Unter: Rubien im Mittelaltee
oder Marys das Südbland, nah Ibn Gelymi We
fhreibung {im roten Jahrhundert.
3ur Erläuterung des heutigen Buftandes von Nubien und ber
Geſchichte diefes in der neuern Geſchichte und Erdkunde ganz vr
fholfen gewefenen Landes, fügen wir Ibn &elome m
dige Nachricht darüber aus Macrizie EL Khetat
sag
Burckhardts Meuefter Ucberfegung, bei, bie fo wie alle übrigen |
Berichte ber Arabiſchen Hiſtoriker uns nun ziemlich verkändlid
fegn werben.
Die erfle Stadt von Nuba, fagt Ibn Selym, ik Ei
Kaszer *) zwei Stunden von Affuan, und eine halbe Grunde
davon liegt die legte Beftung ber Moslemin. Bon Affuan bi
Bela find mehrere Sataracten bekanntlich die Aegnptiiäe)
welche zu Überfchiffen man Eundige Piloten haben muß. Bir E
eine Befatung der Glaͤubigen an ber Pforte bes Bandes ber A
ba, oder am Paß nah Nubien,, und von da zur erſten Gate
racte ber Ruba, find ro Zagereifen — Die iſt wirklich gerade
die Entfernung zwiſchen Affuan und Waby Halfa’s Gataradt,
welche alfo die Araber bie erfie Nubifche nannten. El Kas
yet ift aber bie Infel Philaͤ, welde diefen Namen von ihre '
rachtruinen führt, dba El Kaszer (Al Kasr) ein Gaftell, wm
vorzugsweife ein ſchoͤnes Schloß bedeutet; daher aud heben!
ben Namen Luror von EI Akszar **) oder El Kaszr
den Xrabera erhalten hat. Belhak war eine Stadt bei ber Ja "
fet Phila, wo jetzt aber nur noch Trümmer liegen. Dieb kanl
ber ba, fährt Ibn Selym fort, wird häuflz von ben Bit
lemin um bee Handels willen befudht, ben fie bis zu ben —*
liegenden Ländern am Nil (bis Gennaar treiben, wo auch
von ihnen anfäflig find, Dieß Bebiet ift fehr eng und vol Mergti
*) Ibn Selym $. Burckh. App. p. 493; 6. Quatremirte Il.
P. 7. **) Burckhardt Tr.'Nor 2519. e
«BA; Wett) mi übten. wer
viele Braten ber Wäße Ice VAL be Din
——— — —— Ser) de dem Höhe Höpern rem!
au. Mill die Ufer ıu dog Mad, äberfänwenmmt der *
— Gere und
MIR Hllken. Br weni bun Bf a a m
Rand im üben X bort Merys (Mi:
Bi kn een rm Me El
Be aach Mafudi Def —E —2 an
— "Aegppten (gmaue ve
Er ne — cm gorurg Di, Me
Ye Dia don
MDR Noise Sehe mie dem Dafen ONoa (Adak- Eden fr}
822 — 238* und Jonas (Dionl-Run Yadım
5 feyn- aan und wo ein wunberuoller Birhe
bs uatrenwöre) deht — bieß Abd oc Hält Burdhardt
ms Wale Abbe (klar a ober alb des — Tem⸗
Erſamboi, ‘ber vermuthlich uni ieſem Birbe berſtanden
NR —8 reſtdirt ber Statthalter, welcher dom
eiageſeht, mb ber Herr vom —
ir einer ber wichtigken, ba er ben Paß des
en die Dufelmänner besagt. Diefer Statthalter Atem!
feine WBaaren ab, „uahte im be mm dafür a
ver nidt weiter vorräden, * —X
t, darf bie Perſon des Könige von Ruder Fr Die
Moslemin pflegen von I Kasır bis zur Gtabt Takoa
bie an der erften Ruin Gataracte (b. i. Baby Hal«
„.weiter Aromauf barf kein Moslem fahren ohne Grlaubs
88 Deren vom Berge. Bon hier zum obern ——
5 Zagereifen (bis Suttot find 4, alſo iſt «8 —XFR Mal
n bauern ben ganzen Weg firomauf, and di
den Ibn Gelym in Rubia gefehen. u {+
ner D· ie und Worgebirge, fo daß der Strom N
Jeifen herabftürst; an manden Stellen ift er nit über. 50
Weit von einem Ufer zum andern. Das Land voll hoher
iger Paͤſſe ift nicht zum reiten. (Dieß iſt alfo uns
een sels Habjar! Diefe Berge find die Beften der
haben fie een "Haupifug ‚gegen bie Angriffe der
Ye gilt fein Geld, Tein Denar, bieß Tennt man
jalb. ber Gataracten (alfo ganz fo wie Belgoni neh
ia Gbfambol fand!). Oberhalb weiß man nidte vom
und vom Bezahlen; da ift nus Taufahandet mit Bid,
nen, Gifen unk Getreide. J
e Grlaubuiß, ober es ergeht über inte der ih. "zu
Mufelmänner in Aegypten nichts don tem was In
r) suträgt, und von daher geſchehen Öfter plöglihe ebeefähe
welche Hy die Bebuinen auf Ihrer Hut ſeyn mäffen.
Kur
a
Bir
i
in
3
—
Jurckhardt Tr, App. p. 4 · J J
une ver uwrgem Waeuue vun gwens me
töf: herab. Dann folgt die Stadt Yofto (fomost
als dieſe Stadt if uns unbefannt, vielleicht wäte ei
meint Burdharbr), bie legte Stadt von Merys, mo i
bes Landes Mofra ift. Won Dongola, nah Ibn Be
wie oben ſchon das nöthige berichtet. .
Erläuterung 5. Die heutigen Rubier, 1
be's; die Blemyer der Griechen und.
die Bedja der Araber.
2. Die heutigen Nubier im Nilepi
Die gegenwärtigen Bewol Nubiens 1
ans der — t dr wir bei KH u
im Wady el Kenous gegeben, ein Gemifd
Ältern, Nubifcgen Völker, wie ſich ous den ©:
der Rubas und Kenousfpraggen ergiebt, die voch
warten, (davon noch puren in Tafa und Gerie)
en mit jüngern Beduinenſtaͤmmen, vorzüglich
wabeen (oder Diaafern) und EI Sbarsen
fih vermifht, die als die Mufelmännifggen
und nach jene chriſtlichen Nubier vertilgtem ober
ginger zum Koran in ihre Bemeinfhaft aufnaha
größere Theil dee chriſtlichen Nubier, deren Ri
teite wir bis Dongola kennen lernten, entfloh «
arfalagen, nur verhältnißmäßig wenige gingen wi
am über.
Die beiden mufelmännifgen Stämme der Dj
Mapa. tete fanden
Aa raberart, im def
fo daß bie Könige von le diel
tofle erlangten, ‚fie tribatpl be
hevon ben Dijomabere san un: 17
‚gäife im a ae One alten. Öe
—* * "hilfe. —Se— —— Suubent
senifhe Solbatın *) unter Be —
4 der Kberal un Rjwalere bis D
— * del ip jet nah vn cre
perfgreitt. Statt der. Shardye erhielt
Yan dem Namen dr Ds — 233
ne ne ee atom Die Gebieter, 8
den Seflegten_unb Fremden, .
te, wurden anfäflig, aumal, um — nenne
—X cTe⸗icliani S us
Nubiern Dawenli [ei — * — und
ieter gedoldet. afhefs ober
won von Rubien —* bie * mmen ihrer nm
5 immer bemerkte -Burd ardt on. ihnen die now
q tebildung, die bellere Farbe; 8 seine
jaben- fie dergeflen. - ‚Uga’s And
bem fie nur unser. dem Sultan, en 9 —
hig refpestiren; bie eindeimiſchen Rubifchen Könige
ıts find — Rh auf Nein und.liee
ändig im Streit wider fe. je — — lig dieſes
Berh gltniß für den Kulturzu ſtaud yo exe ine
giebt fih ‚von felbft. ‚Den. Heutige Bu
Burdharht. vorfand,. AR; gen: eier m — Cds
ik; ‚Matt ihres Waters find. jegt deſſen drei,
die drei Kafhefs von — Heoffenn, 8
Robammend. hr KZirel iR Kafpef, Melde
Mikes Borfteher ‚der Diftricte
20. Pfund Sterling Tribut nad —* w- Jah
Pr Mic von Nubia, ten ber-Pafa. an bi .
anliefern Hat. Burkhardt bemerkt, baß_ ihre
nur aus 100 Mann, ons 200 Mann
[1 17 wein Selaven, die von. ihren Wermandten
weokbarde Tr, p. 134.
B 2
it jedes Sakie 6 fette Schafe und 6 Wurf‘!
er Datteldaum s Fruchttrauben und außerdem
Fi Basteln beladene Schiff feinen 20 rpı
38 nam non fo wiel al Gain fo wi
en,
BE 7 ale ah eine 55
Li nad Schafen und
= dem Mind wnauf —* Die ——
tpeannifp, dosmchig
—— —
en B
ds Nils wien Kuspım, auch überfwdmmt
Nubifche Land nie Hoch genug; wur an wenig 5
im des ke * Me Fa! ae Rt
d Bewäffern: canäle, 2.7. }
Überel Sehpfeäve ‘
Ausfant iſt D ——g8— — —* —
BWoflers. Die Ernte it im December und
auf die zzur Bewafferung und
lgt die 45 De) Km a
oh äer en fi gegen
we Ei oder — Steinen, immer am *8
in 8ei getrennten u für ben Damm
Hana Grke, Im Ba en Dem, ae am
Leinen oder Slauem Baumwolenjruge; im Sn
Derr, in Sukkot und Babel schen beide €
“ans nat. Saum einen et um ben
* u — ken
— ift u
ee — von *—
BE, 5*— —— —
en velches Beu oe t, *
Ad Arch gang ‚allgemeine Getränke, bie im
die mehrften ——— zue Vellerei
mit feiner ung, ei in
'e Kegyı — Bart am a
der. Arbeit im — * x kaufen ihre
den ——— bei den um
‚von 19 ne Pa after, ei nen
uslichkeit m pe alarm ine Sitte, Freuden⸗
die wer 5 Aaheral am Zaufenden, werben in
jeduldet, außer zu Derr, en da find es
— Die ’ära Frauen * robe, * am ra
Ben a —— au 8 fäße; Teppiche
id: Dieh find-bie Pe
ae usland fender.
Nubier haben viele vorzügliche Eigenfchaften;- fie
unb durchaus nicht zur Dieberei eneigt, mie
im insgefammt, zumal bie urdharbe
Üleniegends etwas. Sie find. babe Gehe, —X aus⸗
bie Kenous und Einwohner in Sukkot. Sie
janbelsfprculanten; daß die Aermern von ihnen
Aegypten wandern, haben. wie oben gelben,
ar ie fie für kühn, unternehmiend —*
be fie — unbe andern Verfaftun
tem ge jachbarn werden,
Ian von Basar bis Affuan, we
„Über 200 geogr, Meilen lang, und etwa eine
Bälde, felten ganze Stunde Bee, ſchaͤtt Bura⸗
ein einmalhunderttaufend Seelen,
heutigen wusitgen Benobnet außerhalb
dem Nilthale: Ababde
Ina dem Nilthale Nubiens und - tothen Meere,
‚anbere Hircenflämme von denen wie im obern Rande
Tat fan die Bifbareen. kennen lernten; berem
m und Stommesderwandte in Unter:
mh % jabde **) welche Diefelde Landesſtrecke zwi⸗
Vereklunit Tr. 26 19 Burskbarie Trav. p 10.
. s J
— —
— —
J —
heimifgen 3 ——
te vor
* —R— ren Fr
— von Daraou nach Berber kengen, —
pain nigt die vortpeil [%
jete Ababdes Haben
* im Nilthal, am — von
Kenne, angefiedelt; aber der
der Offeite als Veduinen, [3
Gennaararavanen, und führten eben fo reisen
fenden von Kenne om Nil nah Re Wi {7
fee ‚exe je durch die Araberfämmme,
ey ve t wurden, bie dem Paſcha Kegyı
“o a einen Pacht zahlen. Yaben' €
— udpt zumal Dromedate, umb Meet ea
u —ã von Acacienhetz gebrannt, die
Benz und binnen. 7
Kal re ‚Donptftänm ame bilen 81 € otare
PB [2 a m, leitern
N von Du ande
dardt 38 Kae Bat PA
nennamens, in Eid gilt ihnen
ur Bra oh ——— erwerben. |
Merafenfäberbehrurane Wüten. "Zie Bam ber
3 Millrem; Nubier, Abebbee. 66
Sur rg und Diän bie. treulofen
| .: 3 en eigen U u retten
„Folgenden *25* be effen, borzüg ch diejeni en
06 ,- ee Dierägnpten bewohnen, ba biefe a
‚in Unter⸗ Rubin nur ein und daſſelbe Welt a
6 fügen wir fie an biefer Stelle bei, um ben Zu:
jes mertwürbigen Volkes im Sanıem überfchauen
Ubabbe’s werben . in * pten faãlſchlich mie
rabern gerechnet, ob edninen-⸗Lebensart
; beun fie find in Pen Hd Sprache, Fieibung,
gang von allen Arabern verſchieden ). Sie leben
Ackerbauer und Handelsieute in der Wüe
ens bis gung votheu Meer bei Koffeh; von da
nad Nubien hinein, 3 können böcflens an
bis 2000 wehrhafte Bänner ſtelen **) ie find von
GStamme mis ihren „(dligen —XE * Biſha⸗
Am Ril Haben fie zwiſchen Affuan und ghru an
Drten ſich angefie ke, — al gu Daraon, a NN.
17 Bord enüher wo gewöhnlich die
ihres Shen —* End die Dauptnieberla e ie
en, aus Acacien und Mimofen, ihres Gumm's, ib:
‚Gennesblätter il. Banz Aegypten verfehen
Körennmaterial bis Cairo; au Nubifhe Sclaven füh⸗
fie. na Xegupten. Außerdem lirfern ihre Berge und
nen noch merkwürdige ‚Danbelomanren die fie
‚weit umd breit verführen. ãmlich A laun, Natron,
aus Zopffiein (Daram, eine Art Steatit, ber 7
muben im DR von Afiuan gebrocden wird), Eifenglim:
F- man über ben Gataracten findet und zu Augen:
ft führen fie bis auf die Märkte von Kenneh.
le (gumal bie kleinen Dromebdare, bie leichteſten
Equines enannt) **") find ungemein gefch Säge n
54 en und —ESE — und dienen den hab:
Se welche die Caravanen immer zu escortiren pflegen.
e Farbe ber Ababde’s iſt ſehr dunkel ins Schwarze
md, aber der Körperbau ift nicht ngeandia, fondern
K:dem Europäifgen Schlage weit näher r Baar „Me
natũrlich gelodt, nicht wollig; fie tragen es mit
3 albe wie die Nubier, in Herabhängenden alpfen
) lt wie Rorksicher nn ’ obne weitere —XEXE
ehe
—* meiß bis gum Gürtel nad, falben ben Leib
— —
Duabois Aymé Mem. s. I’Rg. T. II. p. 280 . Descript.
de VE Eey to Etat Mod, T. I, p. 196. **) Rozidre Desecr.
de la so de Kosseyr in Men, e,l’Eg. T. IA, p. 267.
*##) Dubois a, a. D. p. 282.
662 Afrika, Waſſerſyſteme. M. Üble. S
die Haare mit Hammelsfett ein und ſetzen |
nenden Sonne aus. Nur um bie En 8
nen Schurz. Ni: geben fie ohne ild, Lane
krummes zweifchneidiges Mefler. Sie leben in bei
nach Bebuinen : Art; oft ſehr ärmlich; wo es i
gütten fehle, Tagern fie fih auf den Boben ı
hatten der Sameelfättel, auf Lanzen und GSkan
über die fie Schaaffelle hängen, ober in Berghöle
bei Koffeir. Zu ihren Vergnägungen gehört ber Te
der geile Aegyptiſche, fondern ein Kriegstang mit e
Schwert, wo fie die Stöße mit dem Schilde «
wen ber Stoß trifft bat verloren. Zumeilen &
Tänzer gegen einen der Zufchouer und feht mit Ge
Lanzenſpitze ihm auf die Bruft, rettet fig biefer |
Ausruf Abbabbe’s, fo gebt der Tanz fort. Gier f
Mandoline und lieben Sefang und Poefie; fie be
Liebe und die Helden ihres Stammes. Sie rl
ihrer Kriegsluft, geben fich ſelbſt den Ehrennamen
d. i. Krieger. In der Befolgung der Geſetze bes
fie nicht gewiſſenhaft. Ehedem beerbigten fie ihr
indem ſie ſo lange Steine auf die Leichen warfen
sugedbedt waren; noch fetzt iſt dieß ihre Beſtattun
von Koſſeir, wo man ſolche S:einhaufen ale Gräk—
Dier iſt es auch ſehr ſchwer eine Grube in den Fe
au graben, dagegen alles mit Etemen überdeckt if
Nah Roziere wohnen drei Dorben von ihl
Beni:Waffel, Mahaze und Howatat, a
viel weiter im Norden, bis genen Unterägypten;
die erfien um Monfalut and Minieh, bie zweite
Parallel von Fajoume*), Beni:GSouef und!
im Dflen gegen das rothe Meer, und die brittem |
ber Grenze gegen den Iſthmus von Snez. In N
ten Ausdehnung kann es niet fehlen, daß fie in
Fehden mit den Arabifchen Beduinen verwidelt wer
fogenannten Atounis), die in diefen Bergen län
then Meere Bin, im Oſten des Nil, weniger gaplı
ale die Ababde's, aber beffer bewaffnet, riegeri|
meiftentheils zu Pferde, fo daß bie Ababdes imme
berzabl bedürfen, um ben Arabern Wibderftand gu
Von den Wegen von Kenne nah Koffeye
wie wir oben dur Burdbarbdt erfu ren, als 6ı
führer durch die Araberffämme verdrängt werben;
Gennaorftraße find fie es noch geblieben, un
hatte Belzoni **) auf der Strafe von Edfu
) Belzoni Voy. T. II, p.4s, %®) Belzoni Voy,.
53, 42, 49, 68. Pa T
—557 — 5
een. bie dort if. dertheilt, fin
— — han mn In Magen:
e. ‚fh. in ‚den fAmerzugänglicen Ber, feneien
unabı von ale Karte ersfpoft- ei Ara je
en zumPil um ibe mothwendigftes Lebensbedürfniß,
tea, einzubandeln. Gie Berheiratl en nie außerbal
€ Be und feiern ihre Hochzeitfefte in dem
U be 3
A Ne wenigen Drunnenorten | alten.
f ichden leben auch biefe mit den —
— * ie t bie Reifenben angreifen He fe. sen
t, ‚fo bilden ihre eighen
—* taten, auf bie Gscorte ihrer Bandsleute
x maßen, and ‚ohne Verluſt aus. ihren Behiet Rn
‚if immer al an befondeses @lüd zu
" Er rechen ihre eigne Sprache, om a 4
he Ieaypkee unverftändlih, auch fi 13
j 84 ſigkeit ihrer Dromel F oft a
| 200 Stunden ‚in ‚4 Zagen zur. EUER — ae
tomebar, das zugleich auf dem eatıel Be
Ba Yes — trägt, ben einen es Ken
m ool Mehl, ben beiten vol.Maffer.
ber Grenze Nubiens und Aegnptens Ya
bite diefer. beiden merkwürdigen Länder uns bier
einer, Unterfuchung, über die Hiteren bisher gg 12
rfannten und immer vermorzen befchriebenen
‚er dieſes ——— auf, melde unter dem Namen
ar den Griesen und Römern, und fpä:
ebjab, ben Arabern, Über ein Zahrtaufend
roh, nicht. nur. bekannt ſondern au furdtbar ‚waren,
ümmer und Uebertefte bis in bie gegenwärtige Zeit,
dunkle-Gefchichte in ber Borpeit, fo.wie ‚deren Ein:
if auf bie Eulturftaaten im mittleren und untern Nilipale,
nun fon. etwas näher beleuchten und barüber wenige
v vn ben Annaliften uns verfländigen lecnen Rönnen.
F Die Blemyer de Seisnen und. Räner,
(Biipvus) .
"au — em uns erſt feit dem Zeitalter
isst
Her,
egrapbich befauneer, - da
ionyfins ee vo —A als Anmohner der Nils
meacten nennt, und mad ihm etwas genauer Strab o,
mit den mai ben Biegabarl Gnitee): in den etaberai
y Serahe KV 55 5 bin ad. Tasche
a tn, Bft au.
a Metininen, amme um Shendp, nah 8
ige * noch fortzuleben) Nubasn
HAI in den Aethigpifhen Wölkern rechnet,
Gataracten von Asa als Nomaben —
ae fan früher Eheoerie*) (ado v.
als die Gebirgsnölker des obern *.
In den Dionpfiacis unter ben Ptolemäeen
ons en vierten Jahrhundert ung von N
dewahrt IR, find fie als bie Beinde den D
wat, und! tephan.-Byz. **) leitet ihren |
"in dem fabelßaften Imriig- —
Dias m san einem der — J
foß.
Semi Den hen MN am *
ſpãtern Autoren
Em, Ptolemäus IV. 8. nur —
wenn dr nigt am odern Nik, wohl abe
olk am fernen Atiasgebirge. Jade
d des Werfalls des ſchen Reigen,
nahen dr am ber Donan,.auch unter den |
‚ber vor, melde bie, Bimike. Provinz Legyp
(gl sen, und im he Drops des eis!
Domit. gurelionun, des Wi Rellens
6 Inıper. Rom., werden (875 m.
m ni Aromiten —X on
autgefühet fer Yrebus hatte indeR diefen
Städte Piolemais (Dermi) und Koptos, be
heben, erft wicher gu entreißen gefucht, m
Acgyptiſchen — drang fritbem mie wi
mermaßt vor. Ausdrädii nennt Vopiscue |
Ei Ra ton ale der
om bu € fe jes ner
DR farchtbaren Ra
andringenden Germanen und bin Par
Pr — war es daß Kaifer Die
vecapins die Bibpfgen Nobataı
Dofen gu verla| fen und fd an den Jergeſ
— dort, wie mir oben e.50
en Sarabras
ber th jeten,
die Einfälle Biefer lemper zu ve
obatae wuede bamals alles Gebiet des BRi
u „4 Togerifen mele gegen Eikden bis zus
. .9 Thai 14. VL. 216
el. p. 206. 0. not. Niebuhr ——
—— ———
—* er ehr
Dodecaschoenus) 5 und für die
ein jährliges jene gegeben, wie den
3 irbaren einft am ben Donsugsehjen, Diefe
€ mögen num vroirklich weft re, vielleipe
2 R m andefiebelter "Mubifcher Stamm, ober ges
He Nubier vom obern Mil gemefen, und von Proco:
RE aus Srechum ?) in eine Dafe verfeht worden feyn,
Y jolgen beider Wölkerftämme, ‚bie Grengbefagung und
nben Bleimper aufammen, denn unter u
— d. füng. und — —
lemter vereint“ in die Thebais «|
Mliffen durch- ein neues Bünbnig (Sacrum Isidis) 8
* HH jährlich gefeiert, das erſt unter Kaiſer Fur
ben ward, in Zaum gehalten werden. Is
ien bie Blemper oberhalb ber Gataracten zw
1, ‚wohin auch Digmpiodor von ihren Wahrfagern
intern geführt ward (Olyimpiodor’ Hist, ap.
od. 80. p. 112. ed..Hoesch; m. Niebuhrs —8
bin mancher Etemit und Mench der Thebais
ner geſchleppt warb und als Märtyrer blutete.
fee Zeie wurde die Macht der Blemyer wie uns
zu Kalabfhe gelehrt Hat, durch einen bins
je, Mubifcps Aethiopifhen König und Krieger,
np Sileso gebemhtbige; fpäterhin, als Kaifer Ju⸗
Kinlanus (565 n. Chr. Geb.) wird der Name ber Dies
feriniche mehr erwähnt, und mis dem Einfall ber.Araber
iſt er gang verfhwunden *°), und nur Nubier
diefe bort vor. Die Koptifchen Chriften haben jedoch
Raı Der Form Balnemmboui (Iißui-rumeov)
Sicher waren bie Blemper damals mit ben Nubiern
Keinem gemeinfamen Wolke zufammengewachfen, und bes
no in ben heutigen Barabras und Berbern (f.
fo
Blemyer find. Schon Steph. Byz. nemut birfe
er mis Recht ein Libyfhes Barbarn Molk
I KOv0t Bupßagınöov Aidıms), um ſie dadurch von ben
baren Aethiopen zu unterfeheiben. Daher konnte ach
Finius fie bis zum Atlas hin onsbehnen. Sie gehörs
a4, ben dunkelfarbigen, Innerafeitanifgen
ben Melano: Baetuliern, bie in. fo weiter Verbreis
in ungäptigen Stämmen no heute als biefelben,
1 das ganze Aftikaniſche Flachland, das fandige und
®) Hisbabr Inser. Nabiene. p:38. #*) Niebahr Inser. Nub,
pe.19 °*9) Vita. Beri. Schenondi in Kopt. Ms. b. Qua
ssembre IE, p, 297: +) Niebahr Inscr. Dub, pi
hi, Biene Br
ie 564) 'welde umftreitig bie Nachkommen +) ber -
[4
666 Afeifa, Wafferfufteme. III. Nbſchu. F. 25.
oafenreithe, Ichen, vom Niger (oben ©. 479, 495) *3
Atlas, nordwärts von Bornu, EI Bilme,. die
ſchaft der Zibbe , die Berdoa und Warte (f. unten
weite bei ben Arabern Tu arik heißen. Libheer hieße
fie vorher, ein Name ber in Leo Afrieanus Levatm
Lebetae feine Wivacität zeigt, wie ſich der deu Libyfge:n
Blemyer auch noh im Namen bes bes bez
nömlih in Bilma erbhilten zu haben feint, beffen Be
wohner nad ber Arabiſchen Ausſprache) El: Bilemy
Plur. El⸗Blemye beißen würden; denn daß au mul
ihnen das Land benannt warb welches fie bemoßnten, be
weifet der Name Blemenia (Birueria 1.0. regio
den Epiphanius **") mit den Ländern Aesbiepia, Aun
bitis (Arupßlıp i. ©. Nabia) Blemenia und Xrumili
anführt. Daß die Berbern (in Wady Kenous) einen Die
fect des Nubiſchen reden, haben wie oben (G. lie
|
daß diefe Berbernfprache aber auch wie wie ſchon
gedeutet haben (oben &. 557), ſich burch ganz
bis su dem Atlas, den canarifchen Infeln, bis 4u bem de
pptifchen Dafen und bie zum Niger, als diefelbe
prache verbreitet, bat neuerlich der Schwebe Lidman be
Rätige, wobei Niebuhe*"") bemerkt, daß hieß alfo nal
der Slavifhen und Arabifhen die am weiteflen über da
Erdkreis verbreitete Sprache und alfo aller Aufmerkfami
wohl wertb ſey (vergl. unten Berbern im Atlas).
. Aus der Gefchichte und Lebensart ber Blemper gilt
fich Leiche die Erklärung zu den verfchiebnen Angaben WS
ihren Woßnfigen, bei ben werfchiedenen Autoren, und RB
‚ ben Uebertreibungen und Fabeln die von ihnen erzäßlt win
den, welche wir bier übergeben. Nur bemerken wir Yes
copius Angabe, daß fie den Sonnencultus en, MR
und Priap verehrten und ber Sonne Menfhenepht
raten.
Sie find auch die Vorfahren der Bifbareen und Abebbt
wie fich aus dem folgenden ergeben wird.
4. Die Bedjah der Araber.
Der Name der Blemyer verfchwand zwar mais Im
Einfälen der Araber in Aegypten, aber das Volk damen
in Nubien fort und wird ba, feinen feftgefiebelten
ms: theils mit unter den Nubiern begriffen, ober
mehr Eriegerifchen Nomadenhorden nad, zu dem mä
Volk der Bedjahs gerechnet, welche aber die &
*) Malte Brun Nouv. Ann. V. p. 368. **) Epipheiu
in Ancorato c.58. b. Luc. Holsten, Nor. et Castıig, in Ste
phan, p. 68. ***) Niebuhr Inser, Nubiens. p, 16,
MAr me (fegetannte Fred Bi Lam
16, Obesägyptens und mancher Gegend bes
Mimertandee fegn iefe Bermuthung
3J *3 ), et; Burckhardit s Beobach
wer hie der vorigen lUnterfuchungen * bieß
Ve aetum weil außer Zweifel geſett, wenn
gende man
Die Elteke Spur des * ber Bedtah finden
de (des Ko⸗
Inſcription
Ehr. 8 welche wir oben anges
"(oben ©. 195), we bie rebelliſchen Bofja' and
er na unferm MDafürbalten Leine andern find, als
tr and EI Kata (oden ©. 531, 555 u, 0.D.m)
usbarc. a Name it alfo, was bieder unbeadptet
fh aisiaysitie mit dem der Blempyer,
iönet damit König Aiganae den, ben Aethiopen
i ſudſtlichen Zweig, indeß der Baſiliskos
leᷣo den nötbligen Zweig defielden Stammes, gegen
in, Blemyee nennt.
ame zeamt auf perf@ichene Art geſchrieben bei
Autoren und Ihren Ueberfekern vor: Bode,
ae eb Ederifi (1150), Boin, Bujja bei
ba Kr arbi as), Busipe — 88 8
ajehubei eve ut al (950), Bedja bei Ibn
m (965) und Macriti; Balui (1405) —* ibr 5
bs: —*3 . ) fie pi ein Aethiopiſches Volk. a,
‚ foge Ebu —* 1*) liege gwifchen Habeſch
uud Aegypten am rothen Meere hin, bie zu den Bold:
2 a llami. (vermuthlich Ollaki), fle leben nicht in
tem no Dörfern, find dunkelforbig, und beten —*
. Genauere Nachrichten giebt Yon Selym. Die
Bedjas ſollen, ſagt er, von ben Berbern}) herſtam⸗
men; fie wohnen im Lande ) zwiſchen Ae ppien dem
Meere bei Dahlak und Suatim bis Habeſch, an bas fie
gen. Ihr Land ift rei an Metallen on Gilden,
Sapfer, Eifen, Blei, Kieſen, Hamek, (? wird um
gebraucht), und an Gold; aber nur uf diefes *
Are wird von den Bedja —6 ge bauf.
a Iy 7 Defien el Mafoubi’s +4) Zeit (330 ber fe,
a 8. 45 0. Ehre. ©.) Hatten ie viele der -Re ia$ |
—— die gu den PB pe . sehörten, wit ben
n Pie T. I. *”) Bakoui in Notic. at Extr.
2, en ibn in hal Dr. G. p. 15. })
I. 5, Selysn db. Burckh. pp:
p- Sc +5 Mich —ez U. p. 15%
ANIEE IANEM ueven map vie erne⸗
blieb ihr Glaube immer no fe ſchwach. u — %
zungen der Araber in Aegypten, wie vorher, mi
immer Einfälle in Aegypten; aber Khalif Sans)
us er Ei 8 ũ. 1 hr. —* * fi
Mn F —
ee em ——— —
2 . gefürteten Bedja
. Bufeiminnee bei den Solbminen ne
biefe gewannen Goldſtaub in Menge, Seitdem en
— Verkehr mit dieſen Goldbergwerken, bie a }
— — am Berge giun in ber Räpe we
nm —* e des alten vergl. dem ss
enons am — oben — 571)
ae mann, =
*85 Griechen ober vielmehr —8 Dtole
KR "de Dekanat br beasbeist, und ET
Ba M ne Bainen feinen fie ———
BR} die Benaf telin ge 3
bebaut gu haben; fekterfin — — 7
am megen der Wenugung biefer Qoll
ein — ae v —8 *
iiaie Omarandminen..in benfelben Gebin
Nilſtrom, Blemyer, Bedjars, 659
Hußerbem, fogt Mafudi, wohnten auch bie Bedja's
V den SIafeln Se —— wo fle einen eignen Kö⸗
’ kt en. —— find freilich die Städter von
sa ein Gemiſch von Arabifden, Türkiſchen, Aegypti⸗
B BDanbelsieuten und Schiffen, aber, nach Burds
>& „ haben alle Drte der dortigen Meerestüfle von
2 a mm bis zur Bedja Bali *) nur Namen aus bee
wwren Sprache, alfo ale Bedja Namen. Sin dem
BE a2 Bekannten Hafen Bibel Olba, zwiſchen Suakim
Po ffeir, haben die Bishareen einen eegeimäßigen Markt:
=> eine Hauptanfledblung ; im Gebirge Dlba foln
5 Len und Wohnungen feyn, das Werk der Kafern -b:
ee Deiden (Troglodyten ber Küfle). Etwas weiter
zes an der ebenfalls bieher unbelannten Bay Bas
wo), die Burdbarde beſuchte, mohnen in ben
SE Birgen Ababde's, die Köhlerei treiben; alfo ebens
2 aahlommen der alten Bedja. Die wahre, heutige
E ze +) ber fegt feintfelig getheilten Nachkommen ber
BE- am diefer Stelle, nämlig der Bishareen im ©.
Bew Ababde im N. fept Burckhardt, wie wir fon oben
Esr Haben 8 Tagereiſen nordwärts vom Bibel Makouar.
unn Axts von diefeer Bay lag der Dafen Aidab +}) dee
mUgen Zeiten berühmt war als der Ueberfahrtsort auf
aradanenwege von Kouft (Koptos) am Nil zum vos
eer na Jidda und Mekka in Arabien. Deffen Eins
er Sagt Macrizi, find Bedias, die Schifferei treis
uw die Pilger nach Arabien überſchiffen, aber für des
Beben nicht ſehr beforge find. Diefer Hafen liegt na
aulal neh im Lante Bedjartr), nah Ebn Bas
Land Edrifi hatte er zur Zeit, da er fo außerordent⸗
ax von Pilgern und Dandelsleuten beſucht ward,
be Deöerhäupter. Die Bedjahs, welche ihn bewohnten,
ER ihrem eignen Kinige EI Hadraby zwei Drittheile
: Dem Aegyptiſchen Statthalter ein Drittheil der Abgas
| z König der Bedjahs, fagt Ibn al Wardi ),
DE aber dıe Obergewalt, denn er ſchütze die Handelsleute
D Searbeiter der Bergwerke gegen die Einfälle der Ha⸗
Hs » der Sultan von Segppten mußte aber die Lebens⸗
gitel Berbeifchaffen. Die Bedjas waren alfo im ı4ten
ih., dose unter diefem Namen noch fehr mächtig; fie
Men fogar ale Edn Batuta dort reifete in einer Fehde
——
9) Masoudi b. Quatrem?re IT. p. 54, 154. .*%) Burekhardt
Tr. R 450 we) Shendaf. ©. 464. +) Ebenbaf. ©. 469.
tt) Mac.isi b. Burckh. p. 521.; b. Quatremere II. 169. .
4++) Ebn Haukal p- 28. Ebn Batuta b. Burckh. p. 5a
+ttt) Ibn alWarli b, Salt Tr, in Abyss, App. p. LExV .
golnsag (Hierla Dongolo), we Wurdparhs*
daß ber a ———— en mei
22 ſe il en le sonen
Lin Grkimug wis! uemadt min. Die 2
jelnen
"fagt, fie hätten ae 4
di Seßanden, —— *
essuußfaden gufommengebunden gewefen, E
Datteipeimpolz befefige und mut Fifpiärem |
el waren ans Palmblättern gefischten, "wie
Hardt dort mod jehe Matten flott
n fen von Aidab, Du; j
8
B
®
z
Nilſtrom, Blemyer, Bedja's. 671
Cr gi’) erzäßlt, daß gu Sultan Saladino Zeit, Ei
2 EI Er [1 Feines Henmale) im Sahı Luke
r [4 Peafenm Kolzum und Aidab am rohen Meere in
DIE Gar, und fo den Garavanenpandel von grrien nd
— Mil unterbrach, durch welchen bie Sultane von
—— damals: geoße Reiihlimer fammelten, als bie
über Syrien durch bie Kreugfahrer und bie rif:.
E a ‚oft in Paldflina gehemmt war.
- * ie war nun wohl bie glänzendſte Periode der
— — xcqaft, die ſonſt immer nur als Hirten uud
'en auftreten, und Ihn al Warbi‘") (A. 1348),
btitgenolfe, Eonnte fie daher wohl Handelsleute
welche zwifcpen Habeſch, Nubien und Aeghpten dem
She leiteten. Wr fagt von ihnen, fie feyen nadı, ſchwarz
iendiener; ihr Land in viele kieine Diſtricte getheiltz
fehr gefellig, gutmüshig, ſehr wohlmollend gegen
te, Sie Hatten keine Städte, feine Adın Ihe
Beine —A aber am ee A
— en um fenden befugt; das Li a
m bie Weramerte, hatte eime ſehr ſiarke Beviteruug von
— ‚ten Einwohnern.
5 diefes Thal gingen alfo damals unter dem
ED S@me der gafligen Bedjah's, bie fon Überal nur
= Ws Mäuber ober Barbaren erfoprinen, wie heutzutage ihre
e Satel uud Urenkel, die Bifhneeen und Ababte's (Ababbia’s, -
SZ Doadia’s, Bedjas), die Waaren der Kaufleute ano Indien,
— Demen, Habefh und Aegypten, gingen und komen zum und
_ = wow Nil. Damals herrſchte die größte Sicherheit ***)
— tu diefen Wüfen; man fand auf den Eoravanenfraßen am
Kz Wiege geobe Ladungen von Gewürzen, Zimmt, Pfeffer und
'ız Waaren, und niemand der Worlberziehenden griff
am_bis ber Eigenthümer fie holte. Go legen, fage
nedbarbt, —8 jegs noch die Einwohner von Dar Fur
wem fie ihre Cameele auf der Aegyptiſchen Straße werlies
wen, ihre Ballen in ber Libyſchen Wuͤſte nieder, um ſicher
ie wieder zu finden.
Dee Hafen von Aidab, fage Macrigit), war das
mals ber erfie Hafen ber Welt, die WüRe Aidab (Aisab)
warb mehr bereifet als das reich ſte Fruchtland; Indien und
Yersen fandte bahin feine Schäte und die Pilger firömten
aus dem innern Afrika dahin zufammen zur üeberfahrt nach
Fidda und Medium Was Aidab war, ward ſpäter Aden,
—
Fa
ji ih 4 "j 4
) Macrizi b. Burckl. p. S42. **) Append. b. Salt Trav.
im Abysı. pag. LXXVI. **) Macrisi 8. Burckb. p. 519.
b» Quatremöre Il. p. 162, +) Macrizi 6, Burokhacdt p.
520. b. Qnatremöre I. p. 165. ji
Da en
r
672 Aſfrika, Waflerfufteme. III. Abſchu. 5. ag.
Hormuß, Soriflan und feit dem An des 15.
(800 d. Des. 1417 n. Che. ©.) ward die Wäfte Aidab
ber leer; der Dre war gu Macrizis Zeit nur nach die‘
Haufen armer Hütten aus Baumzweigen. Lange Beit wei
uns dieſe Wäfte ber Bedjahs, ſamt dem Hafemort Ach
alte Berenice) völlig Terra incognita geblieben, Ni8
—X im J. 1816 dort zuerſt wieder die 6 |
und Belzoni darauf die Hafenflellen und bag alte Ban.
nice entdedte. Nur sin Bleiner Theil tere jape wurde
Durch dieſe Localitäe in der damaligen Hanbelstwelt bekanmm.
ger, ber größte Theil Areifte wohl, vor wie nad, ale um
bändige Beduinen umber, von benen bie Arabifchen Auier
zen eben fo viele feltfamen Yabeln erzäßlen als Ylipies.
und die Mömer von ben Diempeen. ”
Die Arabiſchen Autoren rühmen die Viehzucht ber Bch
jahs, zumal ihre röthlichen Gamerle von guter Race
oben Bichareen, ©. 550);-audp haben fe ſchoͤnes
und Schafe, deren Milch fie trinken. Außer der Vichupt
geeiben fie auch, wie wir oben gefeben, &diffebrt und:
Bergbau, da fie die Goldminen und na I Diafetf
auch die Smaragdgruben bearbeiten.
Die Bedjas find von fehr vollkommnem Kärperben,
- aber mager, und von gelblicher und dunkler Farde (beide
Farben werden ihnen gegeben, Burckhardt ") giebt fu
Die. der Dabeffinier, mis der die ihrige auch Üübereinkimmi)
Wirklich nennt fie au Balui ein Geſchlecht der Jethie
gen ). Sie find ſehr ſchnell im Lauf, was fie vor Anden
auszeicgnet, wie auch ihre Cameele ‘’'). Dieſe find um
Gefecht abgerichter, das die Bedja's mit ber 2
(@idt führen, vor ber gefallenen Lanze knien
nieder. Die Bedja’s find immer im Aufrußr; de
fi Macrizi ausdrüdlich außerordentlich redlid Dr
di Game
»
— u a a An Men RER Mn An. nn - m
sei. Ihre Hauptwaffe iſt die Lanze (Sebaye) mit
pige, diefe 3 Ellen, ber Schaft 4 Ellen fang, alfe 7
her der Name, denn Seba heißt 7). Diefe Langen I
e nie aus der Hand, fie werden von Weibern g
ie keinen Umgang mit Männern haben, außer denen, weile
Die Langen von ihnen holen. Die Töchter welche fie dans:
gebähren treiben wieder der Mutter Geſchäft, bie 1
up,
— nn —— nn — — — —
aber werben umgebracht, weil die Männer ihnen n
Sn atn Ara); von Geitehen Deblae Cm.
Der Infel Dalak). bre Bogen find vom Holge * |
%) Burckh. Tr. App. p. 510. *°) Bakoui in Notices F
Exer. II. p. an *+*) Ibn Selym b. Burckh. p. 505, b.
“ Quatremere ll, p. 140
%73
2 iumb die Chwer y
* wine et Fran ec es in bannen,
ie ibre Pfeile find, — ad. been auf der
8* Kriegeprophetem bie den Mi:
teen die glüdligen ee —*
acht aufsufen; diefe find
R u: bBfen Geiftes etptben 3 Ege Im nat
famı Iung bot ber Caſtration bei ben dh
in: hen, der einen Bruß beiden Weis
bel den —8* führt Macrigi an, u. m. a.
LEN die. Bebjas, einen ‚gemeinfamen König ber
a Bedia-(d. i,.zwifchen Yrbara, Wegten und
Debjer iD, wohnte, und bie Erbfolge aus wie
Berbern fi erwähnt ‚Haben ©. 558),
—5 — über. mäctig Boname ber Volle:
i ie nicht mehr in Nubien vor, aber noch
£ Ei Taka Fr Theil iſt, woͤhl 5 a
int; Pa beißt der 5 dee Yandıs
uam Berber Kir Dongola, ‚und Web Ira
‚lom,.. war ie map un
Iberhaupts von Merys ubien im Eiern von
ertung 1,:Die.Smäaragbgruben3aboura der
'#, im Gebirge DlTafi in der Wüfte Aidab, auf
en Strafe non Koptes nach Berenice.
u Kous, bei Kouft (Nöptos), am Ril bis zum Hafen
waren had) ‚den Wrabifhen Autoren‘? Tagerrifen (nad
Satuta nut 15, nach andern mod weniger), queer durch dab
ıd.v0m Dil zum rothen Meere, etivas nördlich des Mich
(als von Affuam, und auch als bie’großen Handelscarar
‚bier ein Ende nahmen "blieb in dieſer Direotion noch Lange
— *#) ° In derſelben Richtung rechnet en die Alten
en * und Berenice 12 Tagereiſen Rah Caiiteaud
eljon errungen biefes Sransverfalchales, bleibt
VAmeifel übrig, daß die Alte und berühmte Handeisfirage von
os nad) Beremicert?*) unter ben Ptolemäcrn, wie fie
ige b’nville aufsfeinen Karten vergelhnet hat, bier
if; die im Mittelalter durch die Wuſte Aidad und das Land
Bebja bon Mon s oder Mouwft nad Aibad führte ıf. in
Anmerbumg und das’ fermere unten). - Pier bemerken
„daß biefer "Straße die Smaragbminen ia⸗ J
bearbeiteten/ oder don andern bearbeiten I
tet Seht Diel- von ihnen geſprochen worden +), fo waren fe
Innt geblieben; .. bis Gaileaubs fie Im I. 1816 wieder
Ausgefhitt von Mohammed aumatse und auf
—
*) Burckhardt de Tr. 387, a65: ;b. Maerizi am, 1: a4. .
'r. p- 5aa. App., **) Sabo Kir
— 595 ed. Tasch. +) Memo;
raudes b, Quasremäre U, p. 173— 180,
1,29. un
674 Afrika, Waſſerſyſteme. IL. n. (. 05.
ale Weife mächtig unterftügt, reifete der Franzoͤſtſche Bkineraisg‘
von Edfu am Nil ab, und entbedte fie, nachdem er 7 Zuge
fen gegen Dften, auf einer antiken Straße, wo nod viele Anis
von Ortſchaften, Brunnen, GSaravanferais, Stationen aus alt
Zeit, wohl feit Ptolemäus Philadelphus, wie Etrabe I
merkt, und aus neuerer Zeit fi vorfanben, gereifet war. 4
Fuße des hohen Berges Zabourah liegen fie, im Ba
ande ber Ababde's, auf ber Brenze von Oberägpnpten und R
bien nur in etwa 5 geographifhen Meilen birecten Abſtande u
der Meeresküſte »y. Ihre Rage fand Gallleaud 4 Zagerfl
im Süden von Koffeir, woburd ihre Stelle auf der Landlaı
siemlich ſich beftimmen Iäßt.
Cailleaud entbedte fie in einem engen Thale begrenzt
GSranitbergen, zwiſchen horizontalen Schichten von Glimmafh
fergebiege, burdy welche die Gruben in das Innere dei
führen. GSie ſenken fid) mit bem Streihen und Ballen ber
merſchicht die oͤfter nur 3 bis 4 Buß mädtig if, und weiter fi
die ausgearbeiteten Bänge dann auch nicht; wo bie Blimmerfal
mädtiger ift, da wirb das Dad) durch Holzwerk geſtuͤgt. Rehe
der GBruben fenten fid) 400 bis 500 Fuß in den Berg hinein 9
innern bderfelben fand Cailleaud criftallinifhe Stuͤcke bes geſucht
Steines vor, welche der Paſcha erhielt. Der Weg welder zum
“elbar zum Eingang biefer Bruben fährte, dem jegt bie Ababl
beherrihen war in Fels gehauen, ein mädtiges Werk, dert
boura genannt, dit an den Gruben, deren gegen 60 find. |
der Raͤhe find große Baffına in Granit gehauen sun Auffeng
ber Regenwaffer, da bie nähfte Quelle über eine Meile ent
liegt. In der Nähe der Gruben, am Buß des hohen Mergs 3
boura, fliehen die Ruinen von Wohnungen, im Thale, bie Sei
leaub für prähtige Trümmer ber alten Stadt MWerenice gehe
ten hatte. Belzoni, der Hald barauf dieſelben befuchte, fe
nur unbebeutendbere Refte geringer Hütten *ı die Galtet
und wahrfcheinlidy ber Aufenthalt der alten Bergleute waren,
dort im Lande Feine Spur eines großen Emporiums wie Ba
nice war. Sechs Stunden von biefer Stelle der Bruben u
Baboura, follte fi eine zweite finden, ebenfalls mit ei
gewiffen Anzahl Gruben unb andern alten Mauerreften, bie Cai
leaubd aber nicht zu fehen befam. Bielleicht find biefe biejenign
welche näher am Meeresufer gelegen find, in gleichern Breitengrab
genannt Zumrud bei den Arabern, von welchen Bruce fe
gefabelt hat und bie er auf einer benachbarten Inſel im
Siberget wiedergefunden baben will. Belzoni hielt bei
Bereiſung jener Meereskuͤſte doch die jegt namenlofe Stelle,
24 Gr. N. Br., wo Lepte extrema und b’Anvilles Merenke
gelegen, für Bruce’s Sanbungsftelle auf feinem Wege zu
ragdgruben. Dod hat Belzoni noch an drei +) andern
* var Baboura ebenfalls Spuren alten MWergbaus
un
1
Mr
*%) Burckharde Trav. p. 588. *) Belzöoni V
T. II. p. 66. ***) hekort Voy. II. ), 57 Atlas Mg:
ar. 7% %) Belzoni Voy, T. U. p. 98.
2 Milton; Smoragdgmben. 675
Meib dieler Eatbeckuns, über welche wie asch Gails
h be 8* gencuern Berißten ent A ir}: vom
auf eine zweite Erpebition zur Auffuhung ber Bolbmis
und zur der Gruben am oura, mit einem
ab 200 Arbeitern ausgefhidt, die aber bald buch ihre
m — den von Kr vi föten en den
Kairv ukehren en. unger ur trans
heiten erfÄnserten De die Bicheran ahme alten Bel
8
Ws Belzont im darauf folgenden Jahre dieſe enden
, fand er 50 Arbeiter fer Gruben, bie felt 6 Monat
Teinen Smaragd aufgefunden hattenz ihre Rada
**8 ihnen vom Ril zugefuͤhrt werben, konnte aber ieicht
ben Ababbe's abgefänitten werden. Die befihwerlichen Brus
hatten fie mehrmals aufrährerifd gemacht. AHe alten
r **) waren don obenher zugeſchuͤttet und man kounte
wucch Eleine Deffnungen hineinfriehen. Mer Gingang gli
Zobtengräften von Bourne bei Zhebea; bie Gruben folgten
BRarmor: (?) und Blimmerfhichten. Die ausgewors
Squtthalben zeigten ſchon bie außerordentliche Tiefe des
. Aber ein regelmäßiger Plan fdien nad Belzoni das
alt befolgt zu feyn. Die Arbeiter fagten, die zwei Mare
mechänt: fen denen bie Slimmerfchichten 1äg en, liefen cons
jegen einander, und im Maximum er Manäperung Täge
‚geßein des Gmaragbes. Alle Marmor» und Blims
;ten neigten ſich gegen das Innere des Berges. Erſt nad
8 Dortjepn will man wieder Spuren des Smaragdes, aber
jeringer Güte aufgefunden haben.
Bei einer genauern Betragtung ber Heinen Truͤmmer von
atier (Sekler) #r*), eine Meile von ben Gruben ,. ergab ſich
fie wirklich wohl bie Stadt ber alten Bergleute geroefen. ie
im enaen Thale das amphitheatralifg von Zelfen umgehen
bie 800 Buß im Halbkreis hat. An bie Selten der Belfen
einige 80 Häuschen angelehnt, die, alle, bis auf eins, Fieiner .
als eine in Feld gehauene Sapelle die 30 Buß tief und 2o-
if. Unter den feh6 Sriegiſchen Infsriptionen weiche Bel
BER bier copirte wirb ‚auf einer aud bes Gmporiums Bes
nice erwähnt, welches einige Tagereiſen entfernt von dieſer
ie, bald baranf, am Geftade bes rothen Meeres, als mächtige
ftabt, von Belzoni wieder entberft ward.
Diefe Minen find nun unftreitig die Gmaragbgruben
arbah ober Kherbe im Gibbel DlIaky ber Arabifhen
ben, von welchen Mefalek al Abfar +). nach Macrizi,
en Kactor berfelben eine Racricht mittheilt. Sie wur⸗
Ben auf Soften des Aespptifhen Sultans bebaut, in ben Bergen,
Berkh böchften Gipfel er Karkasfhenbah nannte, mitten in der
Möte der Bebja. Die Bebirgsart in welcher die vielen Gruben
id, befinden, die Irrgänge wie Labyrintpe darbieten und Leicht zu⸗
ei
Belzoni Yoy. T. N. p. 21. **) Belzoni Yoy. T. If. p.
KR N
tremöre T, IL p. 17% *
“s
u ‚Riem, Sa Smaragdgrubei, , u. 879 .
% um alt. Bes Aust erklären Fonnten, wo, er aber
e Smaragbminen von Aafoura | Bun
Kin ie 23 Altertum bebaut worden waren, IH
rirte Sorte bes —— gefunden
"ertium —— Aegyprüi scil, Smaragdi-hnbent,; qui
Intur circa Copton oppidum Thiebaidis in collibus, ex
Unfer Sat. * wie fan obigen ausgeſprochen eng
‚bis. jeet, im Gegenſod des fo ehelfteinzeichen tropifchen
Ameritas .nod feinen. Achten Chdeiftein aufzuwelfen
deher durch dieſe neue Entdertung.nod niht ald wider:
1345 obwohl die Zukunft ung nad; eines andern beieh-
“ fo a doc) bis jent diefe Eigenheit als eine dararteris
fir den Suban der rde zu beraten,
. Biestes Kapitel. n
atere Nillaut in Oberägpptem
on Ba.
eberſiqct.
————
—ã nf als wilder. Bebirgefkzem,;
[? fein und Belsengen, van des
ApBild bis ihr re rg mb tobend
Gataracten von Byene, 5 in sine .mene
en ae —X ‚Dem es. mn
al In ſeegnen —
wäßer handert Meilen —* —— —
eere fortgleitet. Mi fd Garavane, De.
die Heiße, starken ‚ waflesirene Nubiſche
die ſee Bi fo werden Di
— X su —5— Rau; *
HE:
wie le J I vlnr
8* a Eur te A .; .
her bewachen. Schifft der Meifende aber auf der hl
aus Nubien in Arappten ein, fo iſt ex ſchen var? die
Bar. XVII. ed. Her d.
De Browne mp 4 Dank In yılerad. „
ihren Trlimmern überdeden und in Hügel Sr
Ein Ueberblid über die Gefamt:
Ba Landes wird uns auf diefem Boden
—2
orientieen, bevor wir zur genauern Kennen
em Teile und des Gteomlaufes felbft
wir dire weg en ihrer — —
uge fen haben.
u bi 35 wo die
bar il * Ipal —— — RR
von —9
sein u ame de PH vergleicht * Su
weich, FA en — das
en jene na
—— ober Drei Wagereifen); ber
von Libyen auf und zieht. wie cin —
Damm, den Nil entlang — ale
Affione und ber gehen Dat
Diefer Wall von Aegnpten +) “che —
das Rilthal gegen die Müflen bes wege
welche man von ihm Binabzufteigen, '
Peae Bei ‚dem Gebel Rumli, wo le En *
fee weſtliche Wall von oe Auch ai
gm Bi Yung Ctalus) gegen Oft
5 — —5 Yan ige —
ise caupee A
darum rA nt Yan Känge, ‚Gebel
* Oberàgypten, Syenecatatacten. 679
ubin Nagel Biecela
—E un D. Ras —X Pa
3* Communication vom Nil mit dem rot M Meere
Darunter zumal das Thal zwiſchen Keft (Kop.
18 Kofleyr °) und das Thal der Verirrung zwiſchen
so umb Euez °°) wegen. ber indurgachenben Tatava⸗
ſeaßen am befamntefien find. er außer ihnen finden
noch fee viele mehr und —* breite Schluchten
ee). ober. Zabel, welde den Mokattam von Zeit zu
ie und von ihm zumeilen in bes Nilthal
flex an großen Moflen von Sand und
— * führen *
Auch der Libpfche * von Aegypten ſoll ähnli
ee 8 die Dafen Haben; FR —8 k
e eine in ——— das Thal von
* wo ber Ri siefee), weiches ſich weflwärts im
jepale .. Baper e en A — Pr
uf o aſſer fostfogen
eibofde Whfe Smeimihe H. ‚fe
Die ſchrge Böllung der eisofden n Bergtette wirft
—— IIDR in feinem genen E auf De
de Geite bes — ſo daß he feinem rech⸗
Ufer bie ſteilen Felswände dicht emporſtehen; nue ſelt⸗
liegt feine Stromrinne in ber Mitte bes Thales.
Diefes N aber immer von geringer Breite, am ſchmal⸗
in Ober gagppten (& 109 ber alten Thebais von Gyene
Kenné (GShinnah)
Es liegt Hier nn 1m eingi e Inſel von Bedentung im
e, weile Bamban heißt. An einer ber breitefteu Stel:
ji die Ruinen von Xheben, noch Beute, bas ganze
breite Thal von D. na W. aus, und bebeden
bis zum Weftwalle mis Ihrem Gänlengängen,
X en, — und Obelisken
In Mittelägypten (Woflani), wel es von ba an be:
st, wo die legten Tempelruinen von Denderab (Tenty- .
Die Ufer des Nils fhmüden, erweitert ſich bas Nilthal
as von Siouth aus. Doch wirb es nicht über
ieues-t+}}), .und an ber weiteflen Stelle bei Bajoume
5 geogr. DE akdıen breit, Ader von Bier an giebt ſich bie
) Rosidre description mineralogigue de la Vallde de Kos-
seyr Mem. sur DE pie Ill. p. 227. **) Girard descr.
sopogr. de la Vall&e Be l’egarement Mem. sur lEey ‚Byp%°
al. . 30. ***) Reynier in den Mem. sur ’Egyp
+) Andreossi Men:. sur la Vallde des a de Na.
ron in ben Mem. sur I’ te. I. p. 225. +) Browneo
er, P. 228, ++) Reynier Mem. sur l’Egypte. IV, p- $-
Pieineren aber und Ife gan) Benadbait
ee a en Ge
Sr. 34 Min. 16 Sec » u v. * na dee
Se nbesließen Saft b iY hie
die —*8 —ä ——
3 oataractis jacot) +), biefe ee
wieder nen ebenen Zpalbeden gewinnt, a
— mit berehiuim Saufe fa in die. tiefere
. Die — vbita, vpitat, Anas el
Kahn
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123
. FL Even abe aber m * 84 2*
WE en 1258 ee
an 2-.MMßwom; Oberägypten, Phila. 681
up, der. Jaſel Elepfantine Weßeg w. Ir
ud ie Beiten hinomf, und bie Pracht
maumente fegt Beute noch in ihren in Feine am ine
“ der —— en Wäße in n —— Die Iafel war
legppteen ” fahrts- um! er große
ıDeemgrt; dert alte ba @ b Ma Dfieis PR
binue Priefter allin —8X An Im vozbeingen;
ee und.fedszig (fo viel lee das alte °
—2 haben) * Dfkis da gr tet, welde
Pe —— u Zehn von Er mit Mi
(nenfung von beketen füllten. heute finden
1“ Be ‚die Nuinen, eines großen en] deffen Bände
Fallen Seiten mit Seuioturen übderdede find, bie auf
I od. bes Dfieis bar MA, den. Die Boltsfage es
te, Sfis habe ihrem be zu Ehren bort-einen grgs
FfEempel erbaut, und ber ur „bei dem Dfiris
Bam in begraben liegt,‘ war den Jegyptern
aumverleblicher Eidfgwur (Ma Fr iv Gllus Dorgıs) ***).
* en Yin orten —8 De denn
t tPila im Koptiſchen, erne Brenz.
Er —9 von.jeher, bie allerälteſten Zeiten der Diarase
a1?) eine —— wen wpten weiter gegen den
Ban wein —* war Der egpptens Scheide von
er bein fie bei ben Arabern, weise die
ppeife jen viel gettener beibebielten als bie
een 8 die no Fi —X — © Art alle Namen ver:
mamelten. und, nad ihrer —88 verbrehten, Bilaf;
m, Öciedhen naunten fie Ppilä (du b. Gttabe, Vs
Wiutarg, Ole hei Steph. Byz. Filis in Notit. "Digni-
R was man ictig von mil, bie Pforte, als den Ein:
en Hat ableiten wollen. Die Tempelzuinen,
want ie! en, haben ihr bei den Anmohneen guch den
jegiret el Birbe, b. i. Snfelder Tempel
— Denn im Thebaiſchen Dialeıt bes Ko, pri en heißt
s Kempel, Perpe, Birbe tt) (vergl. oben &. 559.).
* rinem wahrfpeinlip jünger rabifpen Mähren,
ien es bie Luforte eines Könige Wodjoud gemefen feyn,
"m wie dieſer ſich zu feinen Gehen erbaute, daher Burd:
y Dioden, ‚Sie. 1. a2. Plutarch de Ind. er Osirid., Berabo
a. Laneret Deser. p. 13. ***) De insula Phi-
siridis sepulchro Comsecrata p. 165, Unb Sacra
P. 182 in Fr. Crenzer.Commentationes Nero.
. Lips, 3018. 8 Seal. Symbol 2. Kung. 29. 1, ©
268. 4) Chsmpollion lo Jeune I'Egypte sous les Pha-
faons. Paris 1814. T. I. p. 354. Quatremöre Mom, 1. 7.
+4) Erenzer Commentat, Hexodotere $. 14. p. 175.
er lmpeilton ı- pP 158.
& "cine um bie Infel felfungsartig' eijabeh, Al
ER der Nilwellen feit Ann tragen.‘
ee ift Hier, wie auf Elephantine, von fehr ı
IBer arsen das Sunere ber Safe
from, comder
Sim, s id und ben Drud
eine Bauart bie, fo viel uns
vn ya Haben, 10 fc 5 Sehr
jeachtung umferer Wi
a gar Juſel iſt mit Tempels bebeilt,
un Ren Kadme en die bie teich Re Beta
lerhaltendfte
— ungäpli Benabbarten Eure alle nie nie
— nie Teimm mi en —8 —8
ern liegen,
Sitten — we —8
e zweien Hau) ein a
— ber Selonneben hen H FR
inden, und aus andern hinzukonmenben
gleigen Beiten, nach einander eı 55
uf dee ſüdiichſten Feifenſpite ber Fufel Aber
alle Monumente derſelben: rechte um
— a Ann m — urn
großer Tempel des Dit an befien Seiten nie
sen dee Worabras angelehnt f find, ‚und, neben isn
mann han
Rt
iin, Ohmigeen, Pinasis sen
EHEN id we Weite Plätsene - ve
5 an Bir dem grofm Dfisistempet‘)
Siulenhallen hl}
em 35 Oärien vn Be a nenn
En den Kempel 7* find abs
bie —— Er ei —— ‚mit dem
Rotusblume (lotiforme)' oder ber Walkr onäÄ⸗
ae — 5* ——
altgothiſcher Urt, ohne
|- . Den Eingang gue ten Gäulenpalle Bil
% maicfifciger Bau inet susbeetißen, poremielifg
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au Äheer oben ginn De Ein für di
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at, Ueberfcpwem: geieie, Gtem md Bondes
* — Ran. Die orfe $ —ãA—
er Bei and. 61
Bund nur 5a Buß do iR Jose der Hlihfe der
fehenden Bauten, bie Meine Inı fammens
Fans mejenän genug, ia ıjam erheben ae ee
im Kleinen find, ten im Großen A
berbolt. Dod tragen ER (hr Garacteriftifg ale Eigens
em der Argoptifcgen —* dem abe enden Rrang
obern Gebälfes,adie an den Eden bee Dolane Ieeblen
len Rinnen, biefelhen Ornamente und lpturen.
m Polone find figende Gottheiten — vor yam
ende Prieer mit Opfergaben; jede Gcene
(8 Bild und if’von.dem andern durch vertikale Ru
„mit Legenden voll Dierelupben 1 gef! ee | mut
el des Opfer eines
iten ei it das von 30 Sqchl A —5 m Verwal
meree Beftalt, das Kanczet befcpreibt u: PR
Pylon umranfen Sotusomamente. Afe Mauerwi
I von. oben bis unten am Staunen des
a a Bol dben, und biefe einzige
ite bes 2 Bolon bietet ven ale allein fe —E ie @ han
) Laneret Deser. p. 8, **) Deser. T. I, ch, L p. 26. 4,
eier 7. Ri
Wär brbea bedede und kaum meer id DIR
—— ‚aus Wertflüden erbaut, an deren inmern &
vom oft verkehrt, ‚alyı
und
iebto@ Liege, - ein Eu: mit einer
ante Pla en a,
uns, iten —3 — —
del des Me
TE gel indem er * ——
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thio pien — "babe.
W — Oberaͤghpten, Philã ·666
egnende und Te
» jo ge in eg — Glauben au tt
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we Ben gegen ine fen, wie Bil
ee ra — *
N den Alten als noshmwendige leitung 8
m ibſt u ei Bl ein das
9 m) oder ein bie —— mungezeit bes
— je word der Köine vom
m ele die aA Ye Bufencigipums be
nöen Co Gommerfifftluns. gap:
li m ten ommen
a Ki —3 ve Kun —
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Almen je Im welchen ber der 9 *
Bee Bone. gr anien alten von au
Achyrtens (f. unten Teniota) h #
m —3 (Ente Ze Ben —*
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Ki It ven ae vis ———— a —
t am Hlmmel, wmrefen bie 0 —*
I (halten und Cornifgpen) Tange Gatten
Eher die Mauern — bis fie
kunde, beim fentrechten, 1A ften Sonnent
en {m bunkeln Schatten ne A, ig
Eder Glut der — —
agsrube in Todtenftille nerfin
B.dom jenem großen dem eis — liegt
er Eleiner, von ihm 'fehe verſchiedner —
„äuf allen Seiten von Portiten oder Gäulenze
die duch die eigenthlimliche Ordnung fig un ia
jem und Mömifsen uns befähnten fehr unterfepei
Be en baß die Bwif Henweiten (em
s)'der Säufen bie Au Hi nem Drittheil
erg find, wodurch vie in eine Yan
IE werden, erlangt das —— dieſer Porti *
Balsounfel und —— Kanon, welches bei
ber Säulen weniger der en Eleganz und
ver Sãulenarchitectur entfpricht, aber, „gleich. dem
rot Derer. p. 58 Fonrler- Men, ” Kanosst De
3 Pit *
Fe) feription in welger die Priefter Et A
I su atra megen ber Soldaten und
i —8 Sinn Mr, Beechey nahm eine
der Nähe fand Belyoni 10 Grei
breit, welche
eine Istempet*”) fh, wei
mer — PR rl
Rp wie ga aus d
wurde er
m 3 ae —
Dede), theils Griehifk
iR einee —— Bei) Sei engl
Silo Sei: Eher * en SE Bruni
lfizem,Dberägypten, Syenecataracten. 687
; Mamen ber legten berte, auch die ber
—— Römif —eS Ycc——— em. und
ander ste nah der Weflegung bee
‚ft in Stein gehauen findet, neben Nouets
ee. Beflimmung der Breite und Länge ber Sins
„die wir oben angegeben haben.
. der Nähe. des Nordendes ber Infel, bas allein cul⸗
Bingen Grugtboten hat, den ber Nilſchlamm anfchwemmte,
auch Befle von griechiſchem Mauerwerk mit Teigly⸗
ne umb ein unvollendeter, Romiſcher Triumphbogen, alfo
| 5 aus allen —ã auf ben zn cite ges
eu ein großes Ge e) übsig, das gleich beim ers
= asus ber ee durch feine Seite und belle Farbe
swsezleugtet, und bald durch bie Eleganz feiner Formen
wießt, fü befonders in dem. (planten Bau ber Säu⸗
u zeigt, zum Zeichen, daß auch ber Aegpptiſche Styl dem
nerfeprist ) nicht widerſtrebte. Indeß ifl diefes nur am
Gtellen mit Gculpturen gejiert. ei näherer Bes
sihEung zeigt es fich in feinen meiften Theilen erſt ange⸗
' noch unvollendet, und fo erwedt es bas Böchfle In⸗
fie an ihm, die Mechanik und Technik ber Aegyptiſchen
| slunf zu Audieren, deren Werfahren Bier noch be:
een zus beobachten if.
ch an biefen Tempel find die Hütten ber WBarabras
lehnt, wo vorher Hütten der Mufelmänner, vor ihnen
liche Capellen, und, vor biefen, die Caſernen Mömifcher
new fanden. Nicht leicht wird irgendwo ein fo klei⸗
w. Baum mehr Deta zum rorüberziehenden, biforifgen
Iipattenfpiel an ben Wänden darbieten, berem erſter Auf:
is, in biefer Fülle wie in einer Gapitale in Eeflaunen
da ber Boden nur ein kleines Infelchen an ben äufers
m ‚renzen bes Meiches, am Eingang der Wüfle von je
= war und noch if.
- Die Nilcataracten von Syene; die Sgellatl
Ä ber Araber.
: Unmittelbar anterhalb Philä fängt das romantifche*"")
gebiet der ſchäumenden Nilcataracten an, ein übers
des Öchaufpiel, nicht fowohl durch die Höhe ber Waſ⸗
fälle, denn es find nur Stromfehnellen, deren Bröße
an früherhin außerordentlich Gbertrieben, und von benen
an feit Herobot bis in die neuern Zeiten ſehr viel ges
Weis Hat, als vielmehr durch bie Wildheit der Umgebungen.
De Lech Namar, 5 8 “) Beleoni Voy. I, p. 316.
ſchloß. An beiden Beiten deu Thals Feige die €
birarkette in groteafen Kormen empor, fie füllt der
nıt gibhllofen Klippen und Inſeln, dic bei hohen
mehr und mehr mit Strudeln bevedt find, doch gü
auch dann no einige so große Inſeln ) gwifche
bin Häufige Strudel unb Steomfhnellen son M
minderer Stärke ſich befinden. chon bei Phil
man das Getümmel und Getöfe der Nilwaſſer gwif
Klippen, bie vorzüglich am rechten Ufer aufflaeren,
linfen noch eine lei@ptere Fahrer während des hob
fer gewähren. Blei der erſte Stromſchuß bei
Barabras bewohnen Inſel Schellal, unterhal
bat denfelben Namen erhalten; er liegt im erften ;
der Diſtanz von Philä bis Syene. Der Nil bat
genau die breite bes Niagacafalles, nämlich eine
ttunde, aber keineswegs deffen Höhe, denn tiefe HL
bedeut nd zu nennen. Belzoni ber diefe Ge:
Mai “), alfo bei niederm Waffer, aufwärts befr
eine ber Dauptcataracten von 30 Fuß Länge und d
ferfpiegel ſchoß unter einem Winkel von 15 Gral
zısine Kähne konnten alfo au hei niederm Wal
Stelle befahren. Bei hoͤchſtem Waſſerſtande fub:
dem Rückwege die ganze Gataractenfirede, von ®
Syene, in einer Stunde hinab, und gibt an, von db
feite gefehen betrage das ganze Gefälle 300 Toife
Fug?), und der Wofferfpiegel Habe eine Neigung
bis 35 Grad im Felfenbette, was doch fon vor
Wehontunn Fenn mid. und aenausss Raraınmıstorm
ni: Oberbgupren, Epenecataracten. 689
ge, Berabfalle, aur 7 bis 8 Fuß Hoch im vers
ne elſen von einander getrennten Armen, mit
Geteſe. Wei ganz hohem "Waflerflande ver:
er der Fall gang, wo denn alles zum breiten
rde, dem die Varken und die Nubiſchen Schiffer
Heizfläßen obwohl nicht ohne Gefahr doch zu
verſtehen
eſer Strecke iſt daher natürlich jede Waſſerfahrt
nicht ganz gehemmt, doch ſehr erſchwert. Ein
licher Gebirgswall thürmt fig zu beiden Seiten
Anbau der Landfehaft iſt Bier unterbrochen, und
wenige der Inſeln find nur bier und ba vom eis
en armen Fifcherfamilie bewohnt, bie noch zum
er Barabras gehören. Aber auch Hier erinnern
Suferiptionen und Hieroglyphen“) bie in bie wil⸗
(blöde eingehauen find an die Zeit des hohen Als
wo ſelbſt diefe Einoͤden von frommen Pi'gern bes
werden mochten, wie heute noch die Gangesca⸗
nd Bangesquellen in Indien. \
Juſel Elephantinez'Djeziret el Ehag.
etzte, nordlichſte, große Inſel am Ende dieſer Gas
ſt Elephantine welche man mit Recht den
von Aegypten neunen Bann **); bei den Arabern
mit gleichem Recht ben Nomen El Ehag (el
h. der Blumengarten ober die Blüfhen⸗
0 Wirktich. bietet file mitten zwiſchen ben grauens
ppen und Wüſten einen ungemein reizenden Ans
nach dem Uribeile aller Reiſenden +., da fie mit
Jalmgrappen, Gärten, Maulbeerbäumen,, Acacien,
Dum, Dattelpalmen und Sykomorn bededit, ganz
ft, unb dabei ihre Wohnhäuſer, Mühlen, Candle,
d Zempelruinen bat. Gie if im Grunde ein
t, um welchen als Kern, fich eine fruchtbare Ebene
blamm angehäuft Bat; auf dem Altern Granitkern
= wie auf’ einem Plateau die Trümmer der alten
8 zu. welcher Vater Herodotos wie er ſelbſt be:
wandert war. Es iſt alfo in der That der erfle
nterhalb der Rilcararacten und des Klippengebietes.
®, ‚ Köni tichos. Zeit TH),
—** | Seenzbrfasung end, ihr a,
omard Descr. p. ı6. **) E. Jomard Descr. de !’Ile
phantine in Desct. de l’Eg. Antig. T. I. chap. Ill.
*?*) Champollion T. 1, p. 150 +) Legb Narraı.
‚ Belsoni Voy. I: p. 95. +}) z erodos U, 50.
x
jeDoren werven. wıne groge wu wu
in Fels gehauen befinden ep sier, die einzigen 1
ganz Aegypten; im Süden und im Norden ber Ji
bie —X bon im e Ie De de
‚bee mich und aus fpäterer pefger Bei
PR vorzüglich der I en HA
der if, aber auch manche fpätere Zufäge hat. , ZU
liche Beſchreibung hat Jomarb ge; aus m
nur befonders hervorheben, daß im feiner end
Peripteros mit umlaufender einfager Gäulenre
Vitruv) und Form +) der Urtypus ber älteflen, ei
giſchen Tempel nicht zu verfennen, und daß feı
innere wie feine äußere Seite mit ‚Biereatgpben I
"Auf den äußern Wänden zeigen fi ein Jupiter
und eine Jfis die ihre Hinte auf einen Fans
der wahrſcheinlich den Horus (der ‘ Eohn, d.
rates) vorflellt; daneben Opfergaben/weiche Yen
bilde mit dem Wibberkopfe und der Ifis geb:
Unter den innern Wandfculpturen bes Tempels
gefamt bemaßle waren, befindet fi eins von
licher Größe, nämlich zur linken des Eingangs
welches zugleih wegen bes Reichthums und
der Arbeit wie bes .Gegenflandes zu ben
Überhaupt gehört. Denn es hat hier wie ein Afı
großen Tempel zu Philä (f. oben und Grenzen ı
var, auf iR 5 an A Dıraye —
ppelte, imythologiſche und unfkreitig ai —8
deuiung. Der —E in ie aroße
.Ä
HP
gnftroi, Oberaghpten, Syenecataracten. 691
„ ber gegen den Eingang bes Tempels blickt. Sie
auf einem Altar ohne alle „Dieroglppben; in ihrer
Bitte iſt ein kleiner Zempel, sum theil verfepleiert, ber
3 Ni i lle in d befeflige
Be bie Ik ange Knie f wie eine HH
überhaupt mehreren des Hier Abgebildeten an bas De:
de Rituale erinnert) *) auf den Schultern getragen
wurde. _ Dem Schiffe zur Seite fliehen sine Menge Opfers
, 4 große Gigna mit der Lotos blume decorirt, A
e dem Widderktopf, eins mit dem. Löwentopfwe.
—* ,Ueber ber Arche ſchwebt ker geflügelte Globus. An
m Hintertheil der Arche werden große Opfer gebracht, und
eros mit Helm und Scepter, gleich ben Königsgeflals
, im den Paläften von Theben weidet feinen Ecepter, fiber
fpuct ber heilige Sperber. : An dem Vordertheile der
ſt Daß en eine Prieftergeflalt mit den Kreuze ober
Nilſchlüfſel (crux ansata), mit ähnlichen Geremonien
ige. vor dem GBötterbilde mit dem Widderkopf bas
gemaßle if.
Strabo fagt, daB auf diefer Inſel der Tempel des
wpbis*') und ein Nilmefler fih befinden. Eufebius
ee °°*), dort verehre man eine menfchliche Geſtalt mie
Widderkopf und der runden Scheibe mit den Hörnern,
Me Blau gemalt fey. Diefe VBefchreibungen entfprechen
jenen Zempelbildern, und biefer Xempel ift wahe:
li ber des Strabe; Cnuphis, Cneph, b. 5. ber gute "
| „ begeichnet den Oſiris mie dem Widderkopf den bie
en Jupiter Ammon nennen, unb blau war Bier
Bis Zarbe des guten Gottes und ber Schlange, feines Sym⸗
Bels, wie in Indien am Ganges. Dier auf Elephantine,
wis in heben, warb alfo DOfiris ber Sonnengott als Su:
Er mmon verehrt; der Widderkopf und die Scheibe mit
be rnern bezeichneten die Conjunction der Sonne
| Mondes, wodurch das Herbfläguinoctium"f)
eben war, unter welchem der höchſte Waſſerſtand des
Rate finder, alfo die Zeit ber hoͤchſten Befruchtung
yptens.
"Die Bedentung dieſes Tempels dem guten Gotte,
Eneph, dem Seegenſpender am Eingange Jegyptens ges
t, wegen feiner geogeaphifchen Lage, gebt Hieraus beut:
genug hervor. Daher war Elepbantine dem alten Aus
toren auch recht wohl bekannt, wie dem Herobotus, von
dem es jedoch immer auffallend bleibe, daß er dee Heiligen
®) Laneret Descr. de Philae Ant. Vol. I. p. 26. **) Strabo
1. XVII. p. 003. ***) Eusebius Praepar. Evang, Par,
2638. 3, Ill. c. 2, P. 117. 7) — Deser. p,715,
x a
IM 1KILOFETG gEAFIgE warye, HOMI DEE TEIREmE:n
einem einzigen Öranitblo@ (ölxnua wovrölsser) **
mit bdeffen Transport aooo Männer 3 Jahre Hi:
dem Nil, von Elephantine bis Gais, beſchäftigt
ter König Amafis Regie Außer dem Uchi
pprifper Baumerke finden fi Hier au andere
Kine erbaut zu ſeyn feinen, gt a 6
eine ſehr große Dauer bie als k
anzufehen if. Daß Überhaupt die um dem Gear
gefönemmte Infel, feit älterer Zeit, zu ihrer
mit Quafs verfehen if, die vom Zeit — reſta
den find, fo daß deren Erbauungszeit nicht im
anzugeben fegn mag, ergiebt 9 ans der Betrag
Ufer. Aber auch fehe antite Mauertheile find um
davon einer }}), von 45 bis 50 Zuß Höhe um
Länge welcher na Art des oben bei emä
convepe Confteucrion hat. An diefem Quai Yinat
führen 80 Stufen mit einer Scala an der Wan
ein zur Angabe bes Waflerftandes diente. Di
Rilmeffer (Nadourgıor) +4) den fon Ser
Tempel bes Cnuphio befcpreibt, gu einer Zeit ba
ler Tpätigkeit war und zur öffentlichen An; [}
und hohen Wafferftandes benugt wurde. !
war babei intereſſirt den —— Trlbut
dern. Daher wurde die Angabe der Wafferhöhe
jur Ueberſchwemmungszeit Übertrieden, und des
Sum Nilmeffee war nur wenig Cingemeihten geöffn
au den Prieflern des Gerapis gehörten, unter I
-
Mitſtrom, Oberägypten, Gyenecataracten. 695
Rornmaaf (Mobius), ale Symtol ber Befruchtung, bas
Biederum in —— a an u
* enfalls en 8
L Biefr Milometee *), 38 Bude
ben. Die Natar des Stromes bringt r- .
: Nilthal ſich immer mehr erhößet und alfo
jäude begräbt, wodarch die Gakaracten immer nie⸗
fe werben, ba uud) bas Gttombette, wie fon Derober
u gleicher Zeit- erfebt, Die Höhe bes Waffen: -
es Tann alfo heutzutage um hie Befrugtung ber Lands
bezeicpnen nie mehr am Nilmefler von GElephans
Hefen werben; er iſt alfo gang unbecuqh bat und dar⸗
jeffer worden, bis die Europäer ihn wieder auffans
e Mac Girards Berech nung kann ein Milmeffer übers
nur etwa für ein halbes Jahrtauſend, der Natur—
Tr a. e einen Höchftens, innerhalb folcher Periode _
f& bleibenden Wafferftand des Nilftromes, brauch:
. Die Ruine des Nilometers auf Elcphantine ſou
ee weiter unten, din Verbindung mis andern Nils
zu ronolögifgen Vergleihungen der phoficaliſchen
a gage in oi Ba ir Me — 4
imfel ſelbſt nur ne . merfwürdige Antı
betrachtet werben Tann. " ” "
Affuan, Souan, Syene ber Sriesen.
Säuge des Iehten Granitblode *") Bat fi die
Elrphantin» im Pil, von Mubien her, allmälig ans
unterhalb beginnt alfe Aegypten wo ber, Grauitbo⸗
aufhört, aber ihr zur Gelte am rechten oder äfllichen
fer liegt die erfie Grenzſtadt Affauan, in einer Ent
r von etwa aoo Stunden von Kairo, eine Diftang
bie in 24 Wagen zurüdgelegt zu werben pflegt.
Die Araber En in iprem Affouan (oder Os: &ouan) -
Koptifgen Namen Souan *"*) beibehalten, welder
Uegoptifche ift, daraus bie Griechen Syene (Zum)
2 Der Name Souan (im Koptiſchen aperiens, aperte)
t bie Eröffnung Aegyptens; der Ausdrud vom
Fafoti (nachher Alerandria der Hafen feit Alexander dem
*) P. S. Girard Memoire sur le Nilomdtr# de VIle d’Ele-
phantine, Deser. de ’Eg. Antig. Mem. I. p. 8. ” Gi-
zard Observatious sur la Vellee d’Egypte et sur PEX-
ire da Sol qui la recouvre; in den
'Academie Rö les Sciences de.l’In-
stitus_ de France, Annde 1817. T. II. Par, 2819. 4. P. 185.
*@*) Champollion I. p. 161.
Iiffipopn, Oberagypten, Syenecataracten. 6gs
pe war Aſſonan ein Drt von großer: Bebeutung
Kiwi Mittelalter *) während der reberherrfebaft, wo _
w Hauptgrenzort von Said (Oberägypten) im Gübden
. Ibn GSelym fagt uns, feine Umgegent babe größs
Meberfliuß gehabt an Kom, Weisen, Obſt, Schafen,
nm, Comeelen und allen MWaaren die es durch den Hans
mit den Nuba's erhielt. Won da wurden bie Kriegs:
‚gegen die Nuba’s betrieben. Im Jahre 1189
‚d. Heg.) brachte der Hafen von Aflouan an Zoll 95000
sce ein, der jetzt nah Burckhardt, nur no ben
en Zheil diefer Summe etwa einbringt. Affeuans
ine lieferten damals jahrlich 30000 Erdeyb Datteln.
bem bortigen großen Gerichtshofe flanten Bo große ges
e Kadis, im Jahr 102933 (620 d. Heg.) zählte ber. Autor
He —* m. a a
u ellern auf, und an 100 Sheriffe wohnten das
vom reinften Adel aus dem Geſchlechte ihres Prophe⸗
In Affouan flationiete immer eine ſtarke Beſatzung
Iraber zur Khalifenzeit, bis unter den Fatimiten
e Doften ſehr vernacpläflige ward. Bald Üüberfielen ihn
Rubier, bald warfen fi innere garteien duch blutige
—2 Fi Herrſchern auf (die Beni Kenz f. oben &. 637),
de Stadt immer me! in Verfall gerieth und mit. bem
1405 (806 d. Heg.) dur eine Au große Hungers⸗
und Peſt wie auch viele andere Städte Aegyptens fafl
entvöllert wurde. In Affouan allein flarben Bamals
Macrizi a21000 Menfchen, fie muß alfo ſehr bevoͤlkert
ſeyn. Seitdem hatte Affouan keinen eignen Gou⸗
me mehr und ſank zu einem weit unbebeiutenbern Orte
»**), blieb fogar eine Zeit lang wüſte liegen. In eis
AIhnlichen Zuflante finden wir ihn heute obgleich «in
unter bes Pafcha von Aegypten dort ben Tribut eintreibt.
Daß Affouan noch feit den legten Jahrhunderten Zer:
en erlitten bat, ergiebe ſich aus Leo Afrikanus
9 von großen Tempelſtructuren, Pylonen (altissi-
turres yuas Bayba vocitant) ***) die er bort gefeben,
denen gegenwärtig keine Spur ſich eigt Als Burck⸗
Ft}) zpiese bier, bei ſehr niederm Waflerflande bes
‚im April verweilte, und den Nilarm zwiſchen Affouan
ber Inſel Elephantine faſt ausgetrodnet fand, bemerkte
nen bisher noch weniger beachteten Nilometer an der
nmasee angebracht, in einer quadratiſchen brunnenähns
Sel el Assouany b. Burchh. Tr. App. ML p 51%
Quatremöre T. 1. u 4. **) Burckhardt Fr. a. a O. p.
18. »»*) Leo African. )J. VIII, fol, 283, ed, Antverp.
1555. a. %) Burckhardt Tr, p. 1351.
696 Afrika, Waſſerſyſteme. III. Rbſchn. 5.26.
fiden Deffnung, in welche Stufen Sinchführen. Lim hich
dieß bisher für eine Römervrüde; Burckhardt erllär
für einen Garacenenbau unter RKhalif Maouya errigrer, a
weldem man fehr bequem das Steigen und Fallen des Rik
waflere abnehmen konnte, daher ihn die Ginwohne auf
Mekyas (d. 5. Nilmeffer) nennen.
5. Die Granitregion Aegyptens mit den Su
nitbrüden um Syene.
Außer den genannten Orten mit ber fo großen Mey
von Merkmfirdigkeiten, welde von wichtigem Einfluß m
die ganze Landesgeſchichte waren und no find, iſt die
wenige Stunden breite Gediet der Nilcataracten noch beſen
ders durch feine geologıfhen Eigenheiten, für die Cd
turgeſchichte Aegyptens. febr bedeutend gemorden, denn bie
zu Dei:en Seiten Yes Nilſtroms if die Urgebirgskette
mit den un:£hligen Sternprücen, aus denen die alten Je
gypter den größten Schnud ıhrer Tempel Heraus irdeitete
und den Nil wie es fine auch ſtromauf nach Nubien, gt
By aber ſtromab fhifften bis zum Delta und zur Med
e.
Schon vom Schiffe aus flieht man viele diefer Steh
bruche liegen, aber insbefondere dicht beifammenuedrägf
liegen ihrer fehe viele auf einer Strede von ı3 Stunde
m W., &. und O. der Stadt Syene ). Ueberall zeige
ch neh die Meiße'hiede und Spiltungslöcher der alır
erkzeuge. Sie ziehen ſich auch tiefer landein; denn Bel
zoni befuchte drittehalb Stunden im S D. der Gtut e
nen ſolchen Bruch "*;, wo er noch a a:oße Baſſins in Eu
nit rund um ausgehauen, doch noch feit im Felſen flchen
fand, auch eine angefangene Römifche Branitfäule mit Jı
f&riften aus der Zeit Antonins und Geverus. Gr übe
zeugte fi davon, Daß die Alten mit ihren Meifeln gw
Bol tiefe Rinnen in den Fels ringsum den Block au ham
pflesten, um ihn dann vermittelſt gewiſſer Mafchinerien aı
einmal und gewaltfam abzufprenden. In - einem amden
näher am Ufer, beobachtete Rancret, an einem angefa
genen Odelisken und dem roben Blo@ zu einem Golof, d
54 Buß lang und 16 breit iſt, daß die Aegypter yuglei
ſehr Zeſchickt die natürligen Ablöfungen und Gpaltungsfl
chen Der Belsmaffen gu benupen verflanden, wodur.: narl
lich ihre Arbeit fehe erleichtert wurde. Aber eine doppe
groden Granitblock entdedte Jomard, etwa goo gi
m S. O. von des Stade Spene, welcher ebenfalls zu eine
*) Lancret Deser. p. 10, *) Belsoni Voy. I. p. 173.
v
..Nilſtrom, Oberägnpten, Syene. | 697
Hop von 68 Buß Höde poor zugerichtet war und auf hal:
Ms Eransporte liegen blieb. An ihm ließ filh ebenfalls
eGSteinmetzkunſt der alten Aegypter in der Entwidlung
pee Probucte beobachten "). |
Eine genauste Unterfuchung des Nilthals hat gelehrr,
9 in Dberägypten beeierlei verfhiedene Regio:
ei”), in geologifcher Beiehung, zu unterfcheiden find,
liche eben fo wichtig für den Styl der Monumente wie
e Die Natur und Cultur der Landſchaft ſelbſt find.
ı. Die füdlihfle, die Scanitregion, herrſtcht
”, von DHilä durch das Cataractenland bie Syene, fo
$ die Infel Elephantine ihr nördlicher Felsblock im Nile
5 ihre Ausbreitung ift alfo fehr gering, dafür liefert fie
einer ſehr pittoresken Landfchaft das fchönfte Material,
n Sranit oder fogenannten Syenit, as welchem die größe
ns Menolithe gehauen find, ſowohl Säulen und Statuen
6 auch ganze Tempel, Goloffe und Obelisken.
=. Die nörblichfte, die Kalkſteinregion nimmt
w untere und mittlere Aegypten bis einige Tagereiſen im
Üben von Theben ein, und bildet die einförmigfle Land:
vaft mit den fleilen Uferwänden aus Kallgebirg, welches
IH den Kern au den Pyramiden, und unflreitig gu einer
tenge von Gebäuden das Material bergab, bie aber größ:
neheils den Augen ber Nachrselt verfhmunden find, weil
ı den nachfolgenden Barbaren bie auf die heutigen Araber
den bequemften Kalkſteinbrüchen dienten, die nun feit
sehr ale einem Sahrtaufend, nur aus bearbeiteten
zerkſtücken den Kalk ***) gu ihren Mauern, Moſcheen
nd Wohnhäuſern zu brennen pflegen. Dadurch wurden
sfe Kunſtwerke aus den Kalkſteinquadern größtentheile ver:
tet und nur der Schutt blieb von ihnen Übrig.
3 Die dritte, bie Sanbdfleinregion, liege in der
kitte zwiſchen beiden, in einer Breite von Syene, hinab
gen Norden, bis gegen End, alfo etwa einen Breiten:
ab (15 Meilen) weit, wo Ganbfleingekirge den Ueber
Ing von den Granitgebirgen zu den Kallfleiiigebirgen bil:
m. Diefes Gandfleingebirge hat die größte Maſſe von
Luabern zu ben Zempelbauten Aeghptens dargeboten, die
He wegen ihrer Unantaflbarkeit zu anderweitigem Bebrauche
a gegenwärtig feit Jahrtauſenden fat unverändert er:
liden, Diejenigen ausgenommen melde etwa zu den weni:
) ©. Zeichnung Antig. 1. Vol, pl. 31. **) M. Roziere De-
ser. de Gebel Selselch et des Carritres qui ont fourni
les materiaux des principaux edifices de la Thebaile.
A. 1. ch. IV. p. 15. _***) Roziere Descr. a. a, ©.
p- 19. " '
698 Afrika, Waflerfyftente. III, Abſchn. $. a6.
gen neueren Bauten verbraucht wurden. Bei ben Cata
comben von Theben, die in Kat fleingebirge gehauen fint
dei den Sandſteinbrüchen von Gebel Gılfelch were
wir auf die VBefchreibung ihrer zugehörigen Megionen gu
rũckkehren, für jetzt aber bleiben wir, nach dieſem Webe
blide, bei der nähern Betrachtung dee merkwürdigen Bsı
nitregion fteben.
Die Steinbrüche in den Bergketten ber Granitgebigg
waren überall fo leicht gugänglich ale möglich angelegt, wı
Syene, Elephantine an den Gataracten hin bis Dil, i
der benachbarten Wüſte und ſelbſt im Felſenbette bes Nilt
ja man wählte oft ganz ifolicte Klippen oder pe (o0gı
riffene Maffen aus. Hier Überall liegt alles überſäet mi
Klippen des fehönften, roſenrothen, ober fogenannte
orientalifihen Branits (Granito rosse der —**
dem Plinius vom Fundorte den Namen Syenites.(Syı
nites Plin., verfieden von Werners Syenit) giebt. €
zeichnet fich durch feine ſchönen Farben, durch has geoft
nig ceyffallinifche feiner Gemengiheile und durch Härte, li
eine in Politur annimmt befonders aus; er iſt bar
die Prahtfüde, welde auch an den Obelisten in Kom hi
mwunbert werden, in ben Gabinetten der Antiquitäten I
kannt genug. Der rofenrothe bis zum Incarnat und is
Biegelcaiß bergebende Feldfpath, macht etwa 3 der Me
aus, befien Zwiſchenräume ber metallglängende Blimma
und ber glafige burchfihtige Quarz ausfällt; nur felten 4
finder fiy auch Hornblende dazwiſchen. Da aus ibm and
viere Monolitäe und Obelisten unter ben Ruinen wm
Theben fich befinden, fo hat ihn Plinius"") aud Lapı
Thebaicus und wegen feiner flammigen Zeichnung Pyro
oecilon genannt, bie ganze Sranitregion befteht aus Wu
Im ſchoͤnen Urgefleine, das oft in den ſchönſten Farbe
wie mit frifhem Bruche ſchimmert, aber durch die Bermil
terung eine dunkelbraune, ernfle Schattirung aunimmi
zwiſchen denen die grünbewaldeten Thalſchluchten dem ei
zigen froͤhlichen Anblick gewähren.
Der Strich —A — — — eht Bier que
durch den Nilficom, vom Ofen nad den"), abe
eigentliche Schichtung und Schichtenſtellung iſt nicht wah
zunehmen; auch nur zu nächſt zu beiden Seiten ber Gata
racten finder ſich das Granitlager in der angezeigten Ad
denn tiefer hinein in bie Wüſte, gegen Often, verliert e
*) Roziere Descr. des Carrires qui ont fourni les Math
ziaux des Monumens anciens etc. in Append, D. Eg. 4
I. Nr.ı.p.2. **) Plin. H. N, XXXVI. 8. **% Bo
zitre Descr, des Carr, p. 6.
Mllfieem, Oberägppten, Eyene: - 699
fülum Character. Dee Granito rosso hat alfe
Kar din fehr beſchränktes, locales Vorkommen, ſcheint
eine bloße Einlagerung zu ſeyhn, durch deren Mitte
ber Nil die Pforte nach Aegypten brach, deren aufſtar⸗
e Selspylone iu beiden Seiten bie füdliche Vormauer
Sen —* landes und Prieſterſtaates wurden. An
Seengen biefee Einlagerung des roſenrothen Granits,
nen auch viele andere, noch auf kleinere Räume bes
nette, Barietäten deſſelben als Uebergänge zum Nachs
e, dem gemeinen Sranite, vor, mit mancherlei zus
ven Barben, Gemengtheilen, und bald von gröbermi bald
feinerm Korne, aus welgen benn bie Aegyptiſche Bilb⸗
rkunſt mit feiner Auswahl eine- große Menge von Mei:
Acken zu verfertigen verſtand, welche in fafl allen Mus "
unter verfhiedenen Namen zu finden find. (Granitello,
Senig; Syenite gris, mit grauem Felbfpatd; Granito
» @ bianco, wegen bee weißen Feldſpathe und fchwarıen
nmerfläggen; Basalte antico, ober d’Egitto; oder Ba-
> orientale, wegen. der ſchwarzen, homogenen, kaum
Wuppigen Maffe, die in großen Nierenftüden in den
wothen Granit eingemwidelt liegt, und offenbar dem
bersfhen ber Glimmer⸗ und Hornblendtheile über bie
fpatbpartieen feinen Urſprung verdankt, ohne vulcanis
s Urfprungs zu ſeyn. Zuweilen nimmt felbfl der Gras
wenn er ſehr glimmerhaltig ift, eine dunkle Farbe an,
an ben zwei Golofien zu heben bie Hinter den Obe⸗
m von Luxor liegen, und nicht immer hat ee das fchöne
senat wie 3.8. an dem großen, ungemein fchönen Gra⸗
den, bas der Here Staatsminifier W. von Humbolbe
Dem Tiber für die Spree erwarb (jetzt im Königlichen.
feum in Berlin). Eine Aufzählung ") der Monumente:
diefem roſenrothen Syenites oder Granito rosso ges
m, meiftentbeils in colofinien Monolithen, von den Obes
na die no auf Philänund in den Steinbrüchen von
me liegen , binab über bie Zrümmerebene der Thebais
geanitifcher Coloffe, Obelisten und Säulenwälder, hinab
: das Delta bis zu den Granitobelisten bes Pharao zu
jopolis ), zu dee granitiſchen Riefenfäule des Pompe⸗
vor Aleranbria (63 Fuß hoc), zu ben beiden Nadeln
len) der Gleopatea (ein Dbelist 66 Fuß Hoc) ***),
e Zandmarke der Schiffer auf dee Wahre nach Aes
tern, ſetzt wirklich durch ihre geoße Menge in Erſtaunen,
al da, gegen das Delta hin, wo bie Reſidenzen ber gros
ı Rozitre a. 9. D. p. 13 —ı18. *%). Abd Allatif Relation
del’Egypte p. de Sacy. Paris 1810, 4. p. 226. *#*) Clarko
Trav T, Ihr. p» 253 255.
um die Copitalen u Rom (me allein 5 greße
und unzählige Säulen aus diefem Granit aufgerkı
Gonfantinopel, Antiodia, Alerandria
und viele andere Städte und Paläfe in Syri
Aften, Gräcie und Italien damit in fomüden
darin noch in_ den fpätern Jahrhunderten |
Hauptfädte Curopas , tenigfiens einige Runfı
vn —WR aus den Granitgebirgen Sper
fen daben
Ein merkolrdiges Factum ſcheint es zw ſer
Add Allatifs Vefcreibung (im I. 1) er
dung der dritten Phramide von Diizeh ganz amı
then Granit von Elepfantine befand, fo wie die
mide des Mycerinus, welde feitbem ganz abhand
men if, fe baß nur am Fuhe derſelben neh
vorfinden, melde bie Wahrheit biefer fage ı
berts Unterfuchung beflätigen. - .
Nice bloß die Farbe auch die Politur und A
fes Steins hat feine allgemeine Verbreitung und |
bedingt; viele ber daraus verfertigten Denkmal:
unberhhre geslieben, und haben heute noch np
vor ein und zweitaufend SJahren- beibehalten.
am Balken (trabes wie Plinius die Dkelisten n
von fa 100 Buß Küng Haben keinen Spalt, und
geflürzten Obelisten, Säulen und Goloffe zu Phi
den, Gais, Alerandeia, find nicht zerfallen
durh Sewalt gerfprengt +). Die Yolitar und ei
Nilſtrom, Oberaͤgypten, Syene. 701
nitſtatuen zeigen. (Sie iſt 61 Fuß Hoc, und 05 Fuß breit
in. den Sarıım, Er Bee mitcoloflen, aus
inte, welgen De a
nah für das
as Trocken bebaie
tig fehr viel zur Erhaltung der. Politur bieſes
Bteines bri,, denn tweiter abwärts. gegen die Men
, wo bie größere Feuchtigkeit — das Gefüge
inited eindringen und bie Maſſen gexfegen unb- az
, haben fie auch allgemeiner eine dDi⸗⸗
immen, die zum Theil ſelbſt verwittert if, wie
vorzüglich an den unzähligen Granitmonumenten
bria zeigt, die befonders weit meht ais die Oben
der feuchten, folgen, ‚mechfeinken Meerooluft
J gewefen find. Die bei ltenften. Meikterüde
im alfo immer aus dem obern Aegryten zu del feyn,
f befondeer Sut dem Kunftmerd zu Theil
, tie 3. D. dem liegmbden großen Dbelisten zu Ale
mbeia, ber obem gegen bie Luftſeite gang verwittere
', aber als ihn bie Englifgen Xeuppen, nach der Ver⸗
der Sranzofen, herammälsten °*), ‚auf ber unterm
in ber Erbe, feine Hieroj Iopben auf das volfoms
{ altın hatte, bie ⸗ tief eingegraden wa⸗
"Um beften haben ſid überall die ſeiakirniaen Maffın
(Gtanitello), Aber auch in Obsrägypien hat dag
Anfsblagen bes Flugfandes ***) aus ber Libyſchen
an bie Zempelmände, hir Jehrtauſenden fortgefegt,
i 8 BE ale: der ne —38 an
trieben. un Li; er Berfegum teins bus
| Bein ber Atmosphäre eine Balls bereitet, weicher ben
d it inmal all lich iſt,
ik ober al napafe ot ne vie De
Erläuterung 5. Said, Hberägppten, von Soen⸗
bis zum erfien Transverſalthal, oder der Strafe
Bon Edfu na bem alten Berenice. -
Urberfi cht.
Teiet man aus der Granitregion Bei Epyene 17
— — fe zeigen fich ſogleich die Feilen Sandftein
e beider Nilufer zur sechten und linken, in denen nun
*) Iollois et Deyilliers Deser. generale de Thäbes in D.
F Eg.A. I ch.IX. p.9. Legh Narrıt. 2.4 „,Pelnoni
Voy. TI. p. 79. a1, _ *®) Clache Traı 7.
“) Bosän a, 2. D par ’ ” r h u
-
yon MWfeife, Waſſerſyſteme. TIL WÄRE.
die-un en Steinbrüche folgen, aus wilden
Baht u empel und Paläfe Yen . erbaut *
einanber gegenüber ſtehenden Be laufen von |
RR, im einem gegenfeitigen Abſtaude von Ya Bier
wodurch in ber Tiefe des Thales immer uur ein
fer es —V u. übrig * *
es eſchränken nur auf wenige
—2* die Inſel Byban bei Ombos iſt,
rismöter) unterhalb Syene. Won da am ned 4
| (a myriam.) tiefer hinab, nähern fid die belden &ı
etten, in welge der Ril fig gleichſam wie einge
zum haben ſcheint, fo fehr, baß fe wirklich wilden
die Wafferbreite des Stromes übrig laflen. efe
sap welcher ben oberfien, erſten txe elegt
oden, ober das oberſte Stufenthal Diberägypt
Norden, begrenzt, iſt der bekannte Djebei Sei
oder das Gebirge ber Kette, an welchem bi
Bequemlichkeit des Waflertransportes auch an bei
wänden bie ungeheuerfien Steinbrüche aus zubret
Veranlafſung Hab. Darin wurden die coleflalen 3
für bie Kieſentempel und bie unzähligen Goleffalfaı
De Pilaſter, Gtatuenalleen und Golennaben der
ausgebauen **). Noch liegt ber Bloc eines colefjalen
dort am Nilufer, bereit eingefchiffe zu werden, ſeit
fenden. Die Länge diefes engen gelspaff es am
Selſeleh beträgt nur 4 bee vorigen Breite, näml
3600 Fuß (1200 mötres), Unterhalb dieſer Stron
weitert fich das Nilthal wieder um weniges, aber
erhält fih nun das rechte Ufer als verticale Steiln
bed am linken die Anhöhen mit fanftern. Abhängen
‚gen die Wüße siehen und meiftens erfleigli fin
e zweiten Erweiterung liegen die Städte Edfu, a
den (10 Myrism.) und @sne 30 Gtunden (15 N
von Affouan entfernt. Nur 4 Stunden (os Myria
serhalb der lehtern Stadt, ſchließen fig die beide
Reinfetten zu einem zweiten Engpaß zuſammen
Defile den Namen Gibeleyn ») db. 9. bie
Berge trägt, und. fo unzugänglich ift, daß felbft ©
pfab vorüber führt, fondern der Reiſende einen g
weg fiber die Berge nehmen muß, um jenfeit des
in die dritte Erweiterung des Nilthals, aber
») Girard Observations sur la Vallce d’Eg. in B
PAoad. Roy. de Se. Par. 1819. 4. T. II. p. 186.
Observat. p. 187. ***) Jollois et Devillien
d’Esn6 et de ses Environs in D, Eg. A, Dex
ob. VI, p, 1, .
ie, Said sis Ef. 08
X
yon Erment und Byeben gu treten, welche
urch feinen graben Lauf vom ©. nach R. faſt
ften jerfehneibet. n biefen Gibeleyn endet
eingebirge, und bie Kalkſteinreglon nimme
ang; ge erit fangen die beiden Ufer des Nilthals,.
im Paralletismus fortzogen, (nad Art allee
ı Quaderfandflein, wegen ber kubiſchen Abſonde⸗
n, zu divergiren, und loflen fomit eine geds
weite zwiſchen fi, in deren Dorigontalboden ſich
tbare Ebene von etwa a Kieues (ı Niyriam.) Breite
onnte.
iR, ſeit dem Durchbruch dis Nils durch das Ca⸗
nd, bie erſte Stelle’), wo eine zahlreichere Bäls
Ih anbauen und feflfiebeln konnte; ba bereitete
ben Boden vor zu einer ber älteften, berühmteſten
sürdigfen Städte der Melt, von Theben, derem.
Igenmwärtig die ganze Thalbreite überbeden, SU 5 es
40 Lieues (20 Myriam.) von den Gornecatarncten
eben fo weit wie Memphis vom Meere ab liegt.
kibyſche Berglette, an deren Fuß, an der
: der Thebais, die Trümmer bes alten Remno:
jegen, und in deren @ingeweiden bie Hypogäen
r unterirdiſchen Todtenſtadt verborgen find, beſteht
aus Kalkſteinbänken, eben fo wie bie gegen⸗
ade Arabifche Bergkette, welche biefe Monumente
uweifen bat. Diefe Gebirgsart ‚begleitet num
ochen zu beiden Seiten das Nilthal, und nur in
Selfen, hie und ba, tritt noch einmal dee Ganbs
ve, mehr jedoch na der Wüſte gu als: gegen das
£ .
ilt dee Nil nach 1a Licues (6 Myriam.) Lauf un⸗
heben m Denderab vorlver,. und wendet fi
‚vom D. nah MW. bis Abybos, wo er wieder
liche NRormaldirection gewinnt und eine fruchtbare
sweiterung bewäflert, die Gulturebene mit reich⸗
etfchaften, in welder die Städte Girgeh unh
iegen, die legtere 60 Kieues (30 Myriam.) unters
en.
Syout “) an, abwärts, entfernt ſich bie Libys
immer mehr und mehr vom Ril und wendet fig
Ben, das Nilthal wird breiter und geht allmäliger
ufche Sandwüſte über, welche dagegen durch bie
nden Welt: und Nordweſtwinde getrieben ihre
n gegen das Nilchal weht, wo ihr gegen Weſten
phocanal (Bahr Doufef) eine Grenze ſetzt.
1 Observ, p. 188. %**) Girard Obsery, p- 189,
704 Afrika, Waſſerſyſteme. IH. Abfchn. S. 26.
Mit diefer Veränderung der Landſchaft endet auch Yan
eigentliche Dberägppten, im engern Ginn, welhen
die Araber allgemein Said (Ssaid) *), d. 5. das auffrik«
gende Land zu nennen pflegen, mit welchem Appeleilpk
gegenwärtig allgemein bezrianet wirb, was in bei altike
Beiten zur Thebais gerechnet wurde. Nordwärts von Kia,
beginnt der Maturbefchaffenheit nach Mittelägyptenm
weiches im weitläu’tigemn Sinne auf wohl mit zu Diem
ägupten gerechnet zu werben pflegt, und bis sur -Etremmm
fpaltung der Nilarme reicht, wo Unteräggpten beginaten
Zur Zeit der Pharaonen reichte bie eigentlige
Thebais mit ideen 10 Diflticten oder Nomen (Dogam
der Griechen °*) Prhosch ber Kopten oder Aegypter)
von Syene, Philä oder vielleicht noch weiter vom Öko
ber in urältefler Zeit bis gegen Abydos, unterhalb Deal
rah, alfo etwa zum 28 Gr. N.Br; von ba folgten die 4
Nomen Mittelägyptens +) bie Kerlafore, au der
fpaltung wo nun die 10 nördliden Nomen Unterägypteng
bis zum Deere lagen, daher war alfo ganz Aegypten unapz
den Pbaraonen in 36 Nomen getheilt, eine Einrichtung, 24
nah Diodor Sic. +7) König ARE ——
(d. i. Seſoſtrie) getroffen Haben ſoll, ehe er auf feine
berungszüge nad Afien ausging, um duch die Nomeramy
die er jedem Nomos und feinen Toparchien (die Unter
fecten hießen Toparchen) vorfehte das Reich deſto bei
üderfehen zu können und Gerechtigkeit gu pflegen. i
diefe Einrichtung ſehr alt, vermuthlich noch älter HHH)C-g
Gefoftris, und von Widti..keit für den ganzen Grat =
mußte, ergiebt fih aus Strabe’s Nachriche, der fügt, 2
nach ihrer Zahl die vielen Hallen des Labyrinthes einge gm
tet waren, bie vermathlid außer relisiöfen und aflrenszm«
fen Zweden auch eigentlich zu religiöfen Gtaatsverfansst
lungen nad ben Nomen errichtet gewefen feyn mögen —
das Labyrinth grade in der Mitte zwiſchen 18 Nomen a
Morden und ı8 Nomen im Süden lag (f. unten), WE
jenem Mittelägypten welches im Norden an die K
bais ſtößt unb von Strabo fo (H zerati) genannt wird,n w_'
uns aus der Pharaonenzeit Bein eigner Name überlie — V
worden; auch Herodot erwähnt diefer Abtheilung nie"
auch werhfelt nit felten die Zahl und Eintheilung dee ®
men. Aber fpäcerdin wird von Griechen und Römern
felde Theil Mittelägyptens von Hermopolis magu
) Champollion PEg. s. les Pharaons I. p. 144. ”., pZ/e
rodot 11. 164, iodor Sic. I. 66. ***) Champollios
V’Eg. Lr. 66. +) Sırabo J. XVII. ed. Tasch. P. 4
tt) Diodor Sic, I. 55. ttt) Champollion I, p, 7i.
& ulm, Said. bie Erf. 9085:
BE up. der. Joeſephoeanal t) His Mewphis norbs
a den —— fieben Provinzen bie
«>mis, auf Heptapolis, genannt, fo daß biefe Ab⸗
1 2, gan naturgemäß unfeem pdnficalifgen
> ldap entſpricht, auf den es ung Bier
unlemmst, ba fiber die gelchrte Unterfachung des Des
ey Unterabtbeilungen des alten Aegyptens ambere
iz ahgufchen find (f. Champollion u. a.).
u der obigen —8 es. Nillaufes. in Ober:
@ u, tem Said der ber, welches eben fo wie.
«f. oben) bei den Kopten auch den Namen Mas
u. h. das Subland führt, ergiebe ſich die Eigen
Lügkeit feiner phyſicaliſchen Raturbeſchaf⸗
E @ in Beziehung auf den Nilſtrom, die aber ſehr bes
B und fol zu ſehr eingeengt feyn würde in su Arms
arturfpranten, wenn nicht noch eine neue Gonfis
U on des Terrains zum engen Stromthale hinju⸗
wWelche dieſem erſt zu einer Bedeutſamkeit der Welt:
B> de Driente, verhilft, duech welche allein Thebä
Weltſtade emporheben konnte. Wir meinen
EU dung der Transverſalthäler (oben ©. 577),
Bas —* des Nils in die Queere von Weſt
IE, am verſchiednen Puncten, burdfegen, und bie
Everbindung zwifhen dem Nilehal und dem ro⸗
eere herſtellen, alfo die Zugänglichkeit, auf bem -
DER eaurjeſten und bequemflen Srge, für die Völker
© dents von ber Ecefeite gu dem Sudan nach ber
ben Lanbfeite, und dem Dccibente, gegen Norden
BB Nilchal aufwärts bedingten, fo, daß die Thebais
u Centrum dieſes nach außen fi ihm gemäß anges
Wen Weltenverkehrs werben konnte und mußte in der
Bluthezeit der Kropenländer, als die nordifchen
ber Erde no im Dunkel lagen.
DExfe Kransverfaltääler find wahre Gebirgsſchluch⸗
Georges transversales b. Girard) welche die Seitens
! des Nilthals queer durchſchneiden; fie finden fich fos
Bf dem Weſtufer *'") des Nil, wo fie nach den
d Der Wähe führen, aber nur unbekannter find, als
beffen Oftufer, wo fie zum Arabifchen Golf die eins
bequemen Wege für die Caradanenzůge barboten, bie
Mar faſt ganz verlafien find, aber im Altertbum von
5 größerer —2* waren. Erſt ſeit kurzem find fie
G die unermübeten Bemühungen der Reifenden in jenen
rn
' tig. T. 1. *®) Champellion I. p, 143
> Gm Observer. 6.0. D. p. 188 - Dat
) omard Descript, des Autiq. de l’Heptanomide ch.
a pe TChampollion I o-
9 -
106 Afrika, -Waflerinfteme. ILL. Abſchn. 6.26.
labyrinthi Jrergängen der Arabi VBergketten
(Sen — — dom Golr wieher —— worden; ei
nnen ihrer vorzüglich drei weldde vom zothen Deere zu
im Norden da
Thebais führten, ſowohl im Süden als im
Stadt Theben.
1. Die Strafe von Edfu na dem alten Berenite,
gegen Of.
2. Die Straße von Esne zum alten Hafen von Rof
feir gegen N.D., die Girard nennt, von welder uns
aber noch Beine nähern Nachrichten bekannt geworben find.
3. Die Straße von Kopt oder Kenne nah Koflır
gegen Of, von welcher wir fo wie von ber erflern weile
uunten bie befondern Nachrichten mittbeilen werben.
iee nur fürs erſte im allgemeinen, daß diefe Aue
ſchluchten vor den Übrigen 8oden Gebirgswäüflen den Ben
theil haben wegen ber Winterregen bewohnbar
feyn, weil durch jene fich darin einen heil bes Jahrs
dur Vegetation erhalten kann und Brunnen Aberl
in der Tiefe fi bilden, die hinreichend find, für bie Be
duinen mit ihren Heerden wie für durchziehende
An den Ausgängen (debouches) *) Biefer Queerſchlu⸗
ten, ſowohl gegen das rothe Meer wie gegen das Ri
bemerkt man Haufen von Rollkieſeln, bald in Horigenmk
ebenen ausgebreitet, bald in hohen Schichten aufgeſchwenct
welche unfleeitig nue einfl im vorgefchichtlicher Zeit ein
herer Wafferftand und Stromlauf auf diefe Weiſe ablagem,
und aufſchwemmen konnte. Diefelben Rage von Heolkiefis
und groben Kieſen finden ſich an ben Eingängen ber Shine
sen der Libyſchen Kette; fie bilden an beiden frudehe
zen Thalrändern der Nilufer bie eigentlide Fee Natun
grenze wo die Wäſte landeinwärts, ber Bas
nothwendig beginnt, welche aber firommärte buch bi
Klugfand dee Wüſte oft überweht und fo das Gebiet
Typhon oder des Boͤſen auf Koften von Iſis und DIB
zis immer mehr und mehr erweitert wird. Dieſe mike:
lere Strede des mit Sand überweheten Feuch
in welcher wir Typhon und Öflris in beſtändigem
erbliden, gleich den alten Prieſtern Aegyptens, if J
Digen Wechfeln unterworfen und leidet ſelbſt tägliche Wen
änderungen buch die Well: und Nordweſtwinde, Nie fe
auch gebildet haben.
Wir konnen nach biefer allgemeinen Ueberſicht au bi
Hinabſchi des Niles von ſelbſt darbieten genauer ins
#) Girard Observ. p. 189. w. Roziere Deser. mineralogigne
A Valle de —8 in Mem. 2. S'Eg. T, III. va.
en ©tellen und Drtfchaften, wie fie fih beim -
en
2 Filet, Geh bis Of;
2.967
Bee u een.
mumenteh DIT: uno vergegenwärtigen auch feine
u Entmikiungen wie bie ber mit
7 ifeiaaſten unk Künfe immer zichtiger
a. Dmbos, Roum Duden.
Bon Alfonan abwärts führt bei hohem, Ei
[73 — bie Eh w3 * Y en
€ Gataracten nimms ber Mil einen wußigem.
mf am, auf feinem Linkin Ufer ift Wüftenei, gar keine
altur **), der Anblid dee Libhſchen Bergzüge iſt gelb von
- Sanddünen bie fi da Über die Klippem hinbetten; bie
7 auf dem Oſtufer fteigt ſeht hoch empor,
mit wenig ‚gräner Belaubung. Das Flußbett
eine enge Stromeinne, nur bei dem einzigen Dorfe Kous
—J F t man Palmmgruppen; 9 Lieues (44 Myriam.)
b Affouan liegt Ombos, Koum Ombou**)b.
€ WE ber Araber, ein Det geäßtentheils mis
'tmebht, von welchem kein +) altägyı er Rome
une ik: in ber Notitia Dignitatum Imp. R. feißt es
1. Die öde. Ebene um! IE a Eirues ; im Sep⸗
fanben ble Sranzöfifhen Soldaten (18. Geptb. 1800)
im Sande dort ſo gtoß (54 Gr. Reaum. Therm.),
je &ier barin fieben fonnten, Ein alter Gawal ber hier
Spuren. von feinem ‚Durapaan dur die alte Stade
laffen,. bat ſich feitdem in een Nilarm voswandels
bie geoße Infel Byban oder Manfeutyep gebildet,
dem Gere vorliegt; der Nil eif einen Theil der Gtadta
mb Wempel mit fort. Nicht nur das MWaffer, auch
Feuerbrand feint das alte Ombos das ganz in Krünme
Hiegt vernichtet zu haben, - und nur 9 empel_fichen
fa gun mit einer Umwallung von einer 54 Fuß (&
) bien Baditeinmauer umgeben. Gie ift aus Badı.
don ungeheurer Grdfe gemauert, ein Aegpptifches:
bat einen Umfang von. 450 Fuß (150 mötres), und
einft nicht fowopl die Stadt Ombos als nur bie
mpel bie noch. ſtehen. Die Grenzen ber alten Stade
fen. fi in ber Ueberfaßerung mit Sande jegt nicht mehr
Die Angabe ber Entfernungen N) melde bie
Belzoni Voy. I. p. 52. *%) Light Tr. p. de. Cha
en emer] Beieripn. d'Oinber Bi des Bullen:
in’. Eg. 4. 1, ch. IV. p.1. #) Champollion I, p. 167,
FH Chebiel er Jomd 2. Dr Mon L r.
a
BD
708 Afrika, Wafferfoftenie. kan
Alten biefer diefer Hauptſtadt des Nomos Ombites:
sonen m mit ber heutigen von.Koum' Den
Der große Lemon au Dubee iſt aus fehnem ed
r ee eine —8 i w
ae; fle find von —— er |
der Dauer wegen mit Bitumen überzogen. gemefen.
ganze — iſt jedoch de serlört. Es umterfcpeidet
von allen andern Argoptifchen Kempeln badurd, bag
Seren neigt I, "und Dap Die Are Rakt Dura Du
Dee GP forsen 16 schen, Die iäufen felk una ie
Sn en durch nf techts und links amel
. aan Bde von bin ten Pe, 11
— in der gangen ine 1 Min
jaher ihn wohl für einen Tempel von Col und
" von Dfltis und Ei in der Gonjanction beiber
im Derbfiäguinectium jur Beit_bder
6 oben b. Elephantine ©. 603), 60
IJ in RT peidender Grund vor T
Du a
t, echen und Römer en
daß Diefes xdier hier abgöttifg —X
@ufebius*) anzeigt, auf den ienft, ud
tus in ihr, bdeflen Symbol das Grocobil war
des trintbaren Waflers, weil es nie_tief
fi findet, wo das Fiußwaſſer fehlt. er
als Symbol der Bemegung, mit bem Grı
wech sin fon dern bas Zeichen des firömenden Mi
ildwerken bezeichnet.
‘ "ne Xheile des großen tnempels ‚find ie cat
und Gemälden überdedt. Eines der Dei
ei nicht ganz beendigt, man flcht die mi 1
sm zu ben Figuren, bie der I am
im quadratifche, roth gezeichnete Beiber €
alfo nach einem Beute nach genau
zen, die einen Bieratifchen Typus Bet —
der übereinftimmende Character aller Ir peisberligen m
— — HR Ar — ———— pt Beine We
als die menfegung
ber — ber Berhältniffe — größerm 2
nerm Maaßſtabe erlaubte, die ber Aegypter, als Erfinder
Geometrie früh erlernt haben mußte. Giner ber
des Tempels *°) ift noch ſehr gut erhalten, feine blaue
—E Eusebius Praep. Evan, vg. Paris 168. LIL 0, 21.
ii 318
—
ach eh
4)
44
hi
“*) Chabrol eto, B 7.
ne RE, —— ‚m
‚ber er fiber ift wie nen,
Be Fu
lügeln, dem Symbole des GBebetes „7 CH Sie:
19, (hweben und allerlei Symbole in ben Klauen
— v0. Sleroglyphen find, wie die —XRX mit den
Uegpptifhen darden bemahlt,
ar Ameite Eleinere Tempel” *) Hehe im NR.W. des vo⸗
mar bermuthlid, wie jener dem Ofitis, fo ie dee
— — — faſt ode ‚Dinamunte Ba
jerfbwergmung, und Horu
mie ——— — et Sroge des hehen Bike
5 Ombos, wo vor dem erſten Eaßpaß des
er en Ich bie Boben Berge dicht zum Ni “ traten,
‚einer berfelben Djebel a in et . 5. dee
2: Gewitterflürme, weil an il dm * m bei:
BE lauen Himmel, in der Glutpige ng pi
sufammenzugiehen pflegen ‚(wie ae 8
ebite der guten Hoffnung, mie an Dem
von Sierea Leone), bie mit Donner und ‚Bi ke
Pia in das Nilthal und bie Barken gegen bii
ee anal: merfen. 2 851 r in
ier haufen nur wenige einſame leubew ner
inäben, denen auf ihren Klipprneden nur diefe Stürme
und Gaben zuführen. Unserhalb ber ſchwarzen
jeinklippen biefes Gewitterberges, der mit dun
Ben @ifenfteingängen überall durihfegt iR, fol se
Imbbänte, an bdiefen das Dorf Hammaän der Ababdes,
D darauf die Sandfteinfelfen des Eugpaffes von Gelfeich,
Diebel Selfeis, eignet: die Sande
„Dan wo RE. am zuoften auf uſammentreten und
einen Raum von 3000 Zuf fi dem Bu —
wird die Segend von ae nee edel
d.h das Gebirge der Fette, am aller
Ku nennt, weil man grfahit Kat, in 1 auf
8 8438 den Nomen obers und unterhalh
Kein eiferae ette von den Aegyptern gefpanne mer
te, welge bie eaiftebtt —X oben und . sehemme
©" Aber Beine Spur vom dlefer Angabe | at
in bee Etymologie des Ramens, welche nur auf
man Antlange mit dem Koptiſchen Namen der Gegen
) Chabeol a. a. D. p. 10, m Chabrol & 8, D. p. ar.
ro Afrika, Wafferſyſteme. *
Stolsjel ) zu berwden ns
a —4 ae und —
vtifche Rome war, dem bie Araber
Imp. R. heißt er Sit), ri
änderung naih ihrer Eupbonie,
Yenapbart Im Rorden biefes es liegen
oder vielmehr nur der Schutt, einer Gtadt, 1
mer, poliete Stein rother ©
vn nen — us en a.
v en jetzt no an
Ba, "was in bie Araber mit Al-Bou ei
-J) ete "Überfeht haben (von Bab, Die —*
De mit run,
Gebirgo: umd * — te liegt 16
riam,) unterhalb Aſſouan, umd gerade wo d
maſſen am dichtelen über dem Ruß zuſamm
fieft man an der Naturgrenze, bie von jef
Thebais von dem obern Gataractenianbe fi
bie Heute in allen Kriegen ımb-
vn feat, bie — mg “is fien e
A am ptenlan e für alle Hauptte
Re arena
ie außerordentliche e ber "
Aa Engeweiden ber Ganbfteinbe
er eine weit größere Ren
en —— — hervorgingen, —X wir 35
e
a gech Gand Kein leicht nad niet
Oeognofen +) m Da Raßerfteine von von KR
n
ebleau), E no Du
Sandkein Molasse de Gen&ve); er if
Oltmmerthetlen durchgogen und fdeint feinen
kommen nach eher zur Duaderfandfleinform
gern Slögbildungen zu gehören, bie in fo groß
gen verbreitet ift, als etwa zum ältern bm
ober. zu u * ältern Flbꝛlagern. Er iſt gewsl
Yen seh en weiß ißlichen, gräulich en Fach
sur bei einem Web von —Ae—
oxiden an ben Tempelmänden ein dunkles
Die A verkanden es befenbers S
unter ben ——
Dieſe beßehen aus ungemein homogenen
astige Theile und * Yon und —2*8*
re
*) Champollioen IL p. ı7ı. *%) Champo
“++, Rozitre Descr. de Gibel Selseleh et
n Rositre Deser, p. 2
— Send Edfa. gun
un no Sie ds
je Veoh Sehoteuf ausbauersen.
fe r vr und leicht fr —E und wärbe
gut in den Ärgitectuen der Zeit wis
wenn nicht bie Dberfläge der mehren
r⸗
| f
E gGieinen nur öffent! Sehäube, aber % nds
* aus —— Baus in saut. worben 4— ſeyn.
mimmt keine Politur an, iſt aber ſehr bequem zur
we der Hieroglyphen, daher er ungemein weit verla⸗
aede zum Bau ber Tempel bis über die Sandſtein⸗
abwärts bis sah und Abydos nach
te —* Stein brüche ) liegen offen zu Tage, alle
ſenkrechte ——— | bis 50 ee und an te
28 ee Meiß en I im. —*
and. Löcher der e man e
— ber Steinbloͤcke. Aber viele * auch als
eu und Sonterrains beitet, deren mehrere dann
Der gerichtet ſind, ober gu Tobiengrüften
ammiungsfälen unb
id ar ieroglyphen und Malereien, unb —8 it —*
enge. Zumal L dem linken Ufer find viele
flaltet mit Sculpturen *") unter Dean
·B. —— — und Frau ſieht, die fich um
F —. Lotosblume halten, das Zeichen ber. ei:
im Todesnachen in bas Land ber Schatten, und das
bol der Unfterblichkeit ***). "Lug mit Mahlereien b
8 dieſe Grottenwerle ausgef&mädt, zu besen
ung eine ganze Voͤlkerſchaft von Bergleuten und Steins
Fi yo! wendig war. Diefe Arbeiten nebfl den Hypo
—F— von Theben Aue wirklich in Erſtaunen;
den teinbrüdden muß man bie Anorbuung ber
en Mafien, bie Beflimmtheit in ihrer Geftaltung,
nigkeit in ihren Werhältnifien, wie fi dieß in den
Sliebenen Bugen ſehr gut erkennen läßt bewunber
die Größe der —— ln bie —X
Gliederung, den Reichthum ihrer Ornamente,
rordentliche Anſtrengung, Arbeit, Ausdauer, die
ag BR und —— ber ital. je die
eifterfchaft ber Aeguptifchen Kun bie au in
Bebanit des — eben ſo reiche Gelegenheit
Rosiöre p.a0, 9) Eiei, 6,23 209) —* nk.
87.
712 Aſfrika, Waſſerſyſteme. Hit. Sof. $
des Gtublums barbietet wie in ber Runfk bes Au
Denn wo fänden wir in Irgenb einem Laube ein.
Beifpiel wie Bier, baß durch bas Gprengen umb Wi
leich zweierlei Arten von Acchitectuem Mb 5
Wolkommenpeit entwidelt unb gewiffermaßen bie
lien verdoppelt bargeftellt Hätten, wie Bier bie
diſchen und die unterirdifhen, für den A
im Leben und im Tode, welche lebtere wie no
ſtromab genauer Eennen lernen werben. Und bi
fiructionen reichen in unenblider Zahl, im immıer
tiger Vollkommenheit nah einem umabänderlich in
f&bloffenen barmonifchen Typus, in pas hochſte A
Binauf deflen nur Menfchen gedacht“ haben; bie
(Entftehens der ätherifchen aus ber terreſtriſchen A
bee Aegypter bat jener im allgememen einen um
zen tellurifchen Typus gegeben.
5. Edfu, Apollinopolia magne,
An dem fÜüdlihen Eingange ber zweiten Er
bes Nilthales, so Lieues (10 myriam.) unter Aſſo
eins der geößten Dörfer im Said, Edfu”), auf
ten Nilufer unter a4 Gr. 58 Min. 43 Gec N
30 Gr. 35 Min. 44 Sec. D. 2. v. Paris, etwa de
Runden a? vom Mil entfernt, in eine
nerſten Winkel der Thebats, ein früherhin faſt un
Ore, der doch eins der erflen Wunderwerke ımte
chitecturen der Ecde enthält, das durch feinen Pla
Reichthum des Schmuds, Ausführung umd DR:
Ganzen aus ezeidnet it, und im Laufe ber Jal
von ber Zerft rung durch Zeit und Menſchen faſt
„ berührt geblieben ifl. '
Edfu’s Umgegend wird von vielen Ababbe’e
©. 669) bewohnt, ber Drt felbft von Mohamede
chriſtlichen Kopten, bie größtentheils bas Köpfergef
Jas) für ganz Aegypten verfertigen, wobei ihnen
Tradition ber Kunft von ihren Vorfahren gu gut
denn fomohl die Brennofen find bie alten Aegyp
auch die Formen ihres Geſchirrs biefelben find, u
fo Häufig auf den alten Monumenten abgebildet
Edfu ift unterhalb dee Syenecataracten
seite Dre von Bebentung, wo man wieder eine
arte für Lebensmittel findet. Aus allen 6
%) E. Jomard Descr. des Antiquites d’Edfou in
. ch. X. p. 1. **) Antig. in Descr, de l’Eg,
Vel. U. p. 92. III, pl, 15,65 u, @, "
„ur Hätten.
dem Ramen der alten Stadt Kebö im Kopti⸗
woraus —z Edfoü entſtanden, find nur
— erkennbaren ücherteh
Sitabo nennt fle zwar Azolluros ne
mellino
magna bei den fpätern ahnen daher
x nipen von von ihr, und Herodot Kat fie nie
annt. a zebot bat eben fo w
E —* — Dm Tentyra und andere anges
gekannt, die une E gegenwärtig fo fe e wis
** yet arte daß La RL t ſchon in
Bu je in Schutt und Xrämmer lagen.
umsen Thebais nur ber auptfabt heben. Sr
uugenmerf seht auf das u Mempbis.
eg rnthalten alfo bie gwei er een Bücher feines Mei⸗
s von dem, was damals in Aegypten doch vorhans
ax und wovon er vielleicht auch darum weniger fpres
Dalite, weil vor ihm fon: buch HPekatäus) von
e Geſchichte ber Thebais bekannter geworben fon
Be Aus Diodor nenne Edfu nicht; wie fpät alfo
doch eigenelie) erſt —D dem Auslande befaunt,
He vieles feiner ältern Geſchichten warb gar nicht im
sein ber Weltgefchichte eingetragen, d bie Pros
jener Zeit uns als Wunderwerke entgegentrften. So
Die zwei Tempel zu Edfa, welche zu den prachtvollen
au des Alterthums gehören, obwohl fie über bie Hälfte
ande begraben liegen.
nei Tempel im cehten Winkel +) zu einander gerich⸗
ade beifammen, fliehen auf den Schutthügeln der Als
I füßer.
er ee Tempel. dominiet bie ganıe Bes Gegend, ba:
KQala b. 5. die Gitadelle genannte wir roͤßten
des neuern Dorfes haben die Fellahs A bie Ter⸗
Beffelben erbaut wie zu Pbilä, Dean a. D.
eus Bebäube, umgeadter feine pradtvolle agade bis
2em Drittheil mit Säurtpaufen bebeckt if, frappirt
xXMßte Harmonie des Theile und die Vollendung der
ihrung; es ift fat dem Styl⸗ nach bas arzhte Mei⸗
Emmi .
Champollion I, p. ı %*) Sırabo XVII. ed. Tzich.
ig Her) 8. Geier by 5
mbolik und M — 3. Ausg.
89. a1, 6,240 uf. +) E. Jo ser, p.
*
Cadet und des Quais, von welchem eine Treppenflugt '
% R "
2104 Afrika, Wafferfyfteme, EL Abſcha. 6.26
EEE SER
Se aa a
gegenden orlentirt), aber
Eich Tempel Überhaupt
en tirt find, ſondern nur ſpeeie
imsgemein ihte Vorderſeite zuwenden. Der
pelt je long als breit, i
ehen, ober 157 bis 138
us 84 107
:& im *
bie
—B *
Dis 27. 8 Gebäudes seht fen aus biefen
hervor; das Innere iſt — efcpättet,
ob ‚ bie .
3* Desiyi-fhıen Def fen * * 5*
v Tenwe
Yon en getragen, alten e Lie vu) Dee]
im Plafond; da aber auf biefem 7
. Hätten des Dorfes liegen, fo bemugen De Geiciug
D Unrat$ less
Een as Sauer —— damit ziemilg
Des zeigt ſich noch immer bas
"Beute, De auferorbentüg Reihe hits
tray‘, in ben Gapitalen, in den Gäulen
menten). Hier zeige fi im Tempel ſelbſt das
. Uenpptifge Pelmentapitel in feimer- voR
Schönheit; es ift die Krone des Palubaums *
m (nen Korbe bes Gapitals gebogen find, mel
dbentl I — ber Natur getreu nachgebil
"De 3 7 bee Blätter, die Fruchtſtiele ber Dottein,
. Schuppen des Anfages und Stammes ib beibehalten
ber gange Schwung der Rronenblätter in deu
| Bergegsben b * al in ber Perſpectioe Die ſcſte
Fung Thun. e Flächen find volſlkommen gleich ech⸗
Der die — Linien vollkommen gerade 2 |
" gleihlaufend wie wir es in ber Deutſchen —
Ei eufgfähe, bewundern. Die Pylone ſiud im
a ufaetäh rt
nordnung des one Tempels IE fchr el
e Aufeinan Aa He
gell fonmreteifeh ;
ſehr paflent. Es if, um es en zu fallen, in Sn
.ı
Jomard Deser, p, D . n
"19 Jomerd Dise 7. & =") Jorgard oscz, 2.7 2
7 Bir, Ef > gas
eeben von Säulengängen mit = vorliegruben Tem:
flem 1umd 9 Portiten Ober Bart allen; 3 —
verun eine große Tempelmauer, an deren Ende
Sarupepforte zwifchen den beiden ppramidalım Ppienen.
! awoge Raum zwifcen biefen und dem 8
MER if mit dem Perifty! und defien Säulen gefüßt.
Bee, die Pylone mit dem Periigl zufommengenommen,
J Die Proppläen *) diefes Tempels denen nur in ans
P ändern nod diejenigen von Perfepolis" zu vergleishen
Fr Die ebenfalls mit Hülfe Argnptifcper Meifler erbaut zw
S Conſtruction und Dispoſition des großen Ganzen
die Decoratiom, die dang Im Aegnptifgen Sivi
Error untergeordnet if. In den 30 Shulencapiekten
—— wie im den 30 fehr verfdjiebenartigen Gapitär
FR 'w VPortikos, zeigt ſich als die allgemein worheres
um bie zweite national Aegyptifipe bes Lor
(lotiforme, lotoide) welche bier allein noch wit
Imenform (dactyliforme) abmwechfelt. Diefes u
förmige Lotoscapital, ganz verſchieden von
Sormen, ift eben fo getren aus der einheimifhen
genommen, wie dad Palmblatttapital. Es iR das .
Id der Lorosfeudt (das Ciborium ber pbaca
fewohl wie Nymphaca coerulea, oder Nelembiam
iosum im Syſtem, nach Sprengel Hist. Rei Herb, I.
"30, welche beide in Megypten au Haufe find und Formen
ben Pflangenornamenten bergaben) , als umgekehrte
(cloche renversee), Die mit jenem —æe
Aegpptifper Säntentnänfe; jedoch mit ſehr vielen ſe⸗
abmeipenden Drnamenten **). Auch eine beitte
iomale Form davon, eine Nachahmung des Lotoskel:
(ereusee en gorge; baher crateroide, teriforme
Be in den Gapirkien findet fi bier, fo wie überhaupt
—— Lot o s blu me Nyiphees eoerulen aber
mbium speciosum) ***) mit Senamenten in Stielen,
‚ Anrepen, Blättern, Blürhe, Keichen und Früch⸗
, diefenmhßkempel gteichfum übermuchert hat, und überall
ie bie editrerur und Sculptur die lieb lichſten
jenen und Modelle, als auch für die Aftronomie, fie,
oglopbenfihrift und Religion bie reichhaltigen Botive
Symbolen barbot. Denn dur diefe Wafferglanze +)
der Offeiempthos in das Meip der Wegetokiem ein; in
— —
” Jomud Deuer. ER Y “) Jomur a Devon pa ee
wi Li +1. p. . s.1. Lo-
‚Loks orBgypre tn Atan). d Mei, Welle, mas, Grauer
+4, 6,282 u 1.
Proclus, der Meuplatoniter, de Sacrific, et May
cin. Tornaes p. 276 sq.), daß bie Rotespflange Ü
iufammenfalte im Dunkel vor Sonnenaufgang,
Kafyuna ih entfalte und gegen ben
Hand immer mehr öffne, he bei
wieder zuruickzog, worin man 20 .
ein vegetatives, ipmbolifches Anbeten Pr
Art dee Lip; enbermegung unk des Faltens der
grenfaen Sa erben wodurdp deum
608 zur heillgſten Pflanze der Negypter gemerbı
in taufend Gombinationen auf allen Bildern und
zen erfheint. Schon barum mußte fie den Aegpı
feoheRe und dankbarſte Gemüthsftimmung verfe:
das junge Sproffen bee Saat und die DbRHIE:
Dervorſproffen aus dem neugetränkten Nifchiamm
Das neue Leben, ben neuen Ecegen für bas
yerküimbete, und fie fo felbR zum Symbole ber
it warb. .
Ale Wände des Tempels find decorirt mit €
und Bildern in außerordentliher Menge, bad
Descr. de PEg. allein 03 Kupfertafeln *) mit «
lien Gujets und 10 mit allen Hieroginphenfdri
füllt find, wo benn auch das weitere mebil ben &ı
maczufehen if. Wie führen nur an, ba ei
ment an diefem Tempel auch noch das Auge if, ı
baß an der Weftmauer, nad Beljoni's Beobahı
Einhorn (licorne) **) abgebildet if; daß alle deri
dung fand. Uederdem hatten Die Aiten 27
en Miliſtron Cu. -- 217
en der — in ben ü 5 der Tebeis
en —— über —— wigtie
m diefem Tempel die ** * ae it ber
hichen Fabel ganz 5
hen Monumenten 14 wlan, aus — nen
ergiebt, daß fie wein qroenologiſe und 8
* EAN (das je vom 2461
Win cin Suviiner FR, Bean, en
dergthure her neuen Erden, 5*
Mi Milhtige Mefultate übe das Are Mies Das
und die Erbauung der Zempel ber — —
Hirt *) des Landes feldft ergeben, die —X oma
Fourier ins Licht zu fegen füchten._ Einer großen,
L sl jen Epoche, mal der Erneuerung eines
of isperiobe (bon 1462 Jahren) umb der — vo
indenen großen Heier in ann verdankte Diefer-g
firistempel, nad Somarde fi und
Unterfacung darüber fein Dafepn:
Ganz in feiner Nähe fleht ber re, nie —
der von ganz verfipiedmer Anlage *
1, aber völlig I reinkiramend m mit 35* &
pein au Pie Denderoß a. a. D. iR, die man im
mfah von jenen, Tpphoniem*") nennen kaum: "Denn
ya mieberholt fich das Bild biefes_bämonifchen Bots
Mr des Böfen ***), mit feinen 79 Geſellen, der als der
kann, als ber Feind bes Dfitis und alles Guten, als ber
Be ——— als die Wüfte, als die därte Beit,
beife Sluthwind, Gamum, ber die Herrſchaft ®
et, befonne if. Dieſe Bleinen Typhenien mit fehe
imlipem Styl, Relisfs, Ornamenten, find insgefamt
— alfo gleihfam wiberfinnig, gerichtet un die
Zempel der — Götter Carus 16, — ‚fo
Imbos, Philä, Karnak, De beral
Fals das Uebel, das Gute. fa Edfu ift der —
% beiber Yrem machen, glei 90 EN De —E 1
en &., der bes Thphon gegen DR. allen S
aufn Befindet ſich bier das Wild des carkcaturartigen
Dbon, und in feine Legenden find die Begebenpeiten auch
‚guten Götter verflodten, fowoßl in der Gculptur wie
= — +); und in feinem Gefolge ei en fi ier
Beobile, ffel, Hippopotamen und aı ihm gew
here von denen das zuleht genannte in den ehten
—
Jomard D: d’EAf. 30. ji
Yan Cr “) Tomızä De vo⸗er. a. see
* Kr Cymbolit- I. I. ©, 359. 269.
Gpmb, I. ©. 259,
718 Afrika, Waflerfofteme. M. Abſchu. 5. 26.
underten aus Aegypten wenigſtens derſchwunden
—* Tempel beweifen buch —ã ihrer ——
daß ſie —— zur Feier von Iſts und Dfleis, der Seu
in ihrer hochſten Kraft und Stärke, bes Gommerfelfitium
un eier ihm —— aan *5*
ils beftimmet waren, wodut ei ie Wie
sung des Landes, bie Wiedertipe und der Gieg —58
über das Boͤſe, die Verſüngung der Natur und bes
Cyclus, die Auferſtehung Dfleis aus dem Grabe u
flerbligkeit mit gefeiert wurden. In einiger Gntferam
dieſer beiden Zempel bat Belzoni *) einen dritten bich
unbetannten entdedt, zu welchem eine Sphinxallee Füße
Von den Hauptdimenfionen bes großen Tempels
Edfu, nach Länge, Breite, Höhe, im Ganzen und allen
zeinen Theilen, bat Jomard in den Zahlen der
won: Tempel felbfi genommen find, eine Ueberfiche **)
ben, aus welcher erhellet, daß die Aegypter im all
in den einfachſten Verhältniffen am bäufigfken i
ten conſtruirten, was ihnen bei den außerorbentlidgen
fen doch die fchöne, aroße Harmonie und Einfalt giebt,
dem veligiöfen Zwecke bee Tempel und ber em
fidern, ſtrengdurchdachten matbematifchen Priefterwi
ihrer Erbauer vollkommen entfpricht.
4 EI Räb, Elethyia,. |
Das Dorf EI Kab ***) liege nur o Stunden m
halb Edfu auf dem rechten Nilufer, gang ridptig ba, wei
D’Anville die Stade der Lucina, Latopolie, Bin TR
won ber uns die Alten nichts berichtet Gaben. Sa 8
Ebene zeige ſich eine Art Ummallung, innerhalb wi
Gäulencapitale aus der Erbe hervortreten, und bie
barten Berge find wie ein Sieb durchlöchert mit Oi;
brücdhen und Selsgrotten. Die Ummallung }) if 3 Bu
Hoch, Über 34 Fuß did, aus Badfteinen, bie an ber
ebaden worden, erbaut, und umläuft einen vierekist
aum von 1990 Fuß Länge, oder 2110 KrS +r) nad DW;
zoni’s Angabe. Bei einer fo ungebeuern Waffe F
fi erſtaunt, woher den Thon zu ben Backſteinen nı |
und wie viele faufend Arme waren zw ihrer Bearbeit
in Thätigkeit? Im heißen GSandboden, deſſen Pike R
noch im September oft bis 50 Br. Reaum. Therm. Faß
*) Belzoni Voy. I. p. 90. **) Rapport des prineipale &
mensions du grand Temple in Deser. p. 56. ** Bunt
. Genis Descript. des Rnines d’El-Kib in D. Be. 4 L
ch. VI. p. ı. +) Antiq. Vol. I, pl. 66, & 2. fi) Ber
ai Voy. I, p. 353.
\
t worden.. ine zweite
eue der w in Umfang 7680
hr der
a nun bei jedem Tempel, Palaſt, ja b
A Aeghptens wieder it. Heute h
fer großen Ummallung die Hätten bes Dorfes EL
umgieht einen Raum in we
men, eine Stadt für 10000
m gefunden Haben wärhe.
neben e nander, nach Art eines Dfisiums und.
en no «ein ober zwei andern kleinern
:
wit,
"die ü d let ſtreit
te Melnalta ), aud mer VrOtadı wohl 16.
dieß — die außerordentliche Menge von Ga⸗
ale he ne Val ehe
3 —2*8* waren. Denn die Hänfer der Lebens.
m Städten ſahen bie Aeghpter nur ale Ba
jiebender Pilger an, und hielten es nicht dee -
td fie befonders zu verherrlichen, auf bie Woh⸗
: Kodten aber, in den Eingeweiden ber Berge,
brem Blauben für die Seelen ber Aufenthalt.
lange noch Reſte des Körpers vorhanden waren,
n fie alle Mühe, Arbeit und Kunſt, fo daß bie
sale unter ber Erde in Aeghpten — —
und Kun
n Zahl, Reichthum der Ornamente
noch übertreffen mögen, wovon beſonders bie
ber Thebais ein merkwürdiges Beiſpiel geben.
n GSteinbrüchen und Felsgrotten gu EI Nab fin
ußer vielen Mumienreſten (nur von Landleuten
id nah Belzoni's UrtHeil), und andern Merk⸗
n, insbefondere gwei Tobtengrüfte, bie fi
n Überrafgenden Reigtbum der aflen
en bei Theben gm vergleiden, auszeichnen, welche
flich erhalten Haben, und nicht, wie in den Pas
Kempeln, Gegenflänhe bes prieſterlichen und Pries
tbens der Aegypter barftellen, fondern eine unbes
ü Voy. L. p. 353
ee Kab. 7490.
ie | mit den Ruinen — -
? bes Heilige Bet, ber Temenes, um |
ı gu ſeyr A beu-jept in Gandhägeln wi indeß
tadt det haben mag, we den \
——ã— —— und ber Erahtı
emmungen des Mil dienten, wie biefelbe
gem, . nach unleren
555
Fülle von Scenen aus dem bürgerlichen Leben”
790 Afrika, Waſſerſyſteme. TIL Ubfhn;$:s6;
felben, wodurch fie ergängen was bie alten Hiftoritir
—8 dem Te Run der Rilanwohner
Haben. s find nur a Bleine Grotten *), nice
24 Fuß lang und halb fo breit, in Fels gehaum
eößter Liebe für den Berſtorbenen mit allen Wi
es bäuslichen Lebens in faubern Bildern, vielleidt von
nee Mahlerfamilie, gefpmüdt find. Man ficht
Details des Aderbaues des Pflügens, ens, der
Eente, des Ausdreſchens, des Einfammelns ber
Derjeichnung der Summen in Regifter Calfo Scrilt
Renung); abgebildet find der Kifhfang, das Einfal
d, bie Aufoemäpeung, des Wildpretts, die
ufbewahrung in den Weinkellern, das Abkühlen ber
sränte, das Hirtenleben, die Rückehr und Pflege der
den, die Schiffahrt, das Gergeln und ubern, bie
dung der Warken. Berner fiedt man viele Handepie
mie das Mäften und Schlagen, alle Aeten ber
Ber und Gewerbe, endlich auch bie Mufit, bas Zanım
bas Einbalfanicen der Dumien. Alle Figuren find in
En
nit geſchleben nad neuer Gitte des Orients von
ange mit den Männern im bürgerlichen Leben; jedem
fte ſteht ein Vorſteher wor, bee A durch Stand
jürde auszeichnet, alles iſt durch Hiero glyphen erlü
und in dem frifheften Farben gemaßlt, bie Yahrtauf
um Trot jeht noch unter der Erde in Bilderm
jaben zum Studium *") für die Nachwelt, . mas die Wh
fichte überging und die Verwüſtung vernichtete.
Bei EI Rab beobachtete Belzoni*") noch einmgt
sen Pafenort, zum Einfiffen von Waaren bequem gelogt
und Ueberreſte einer Landſtraße, bie von Hier ofkmärte zu
sothen Meere führt.
5 Das KEransverfalthal von Ebfu mit ber alte
Caravanenfirafe nach Berenice Nah Geik
leaud und Belyoni.
Dei EI Rab und Edfu eröffnet en DR W
Nil aus zum rothen FAR et ah d
Zeansverfalthal, weldes heutzutage gi bem twiet
aufgefundenen Ruinen bes berühmten poriums Wet
nice führe, das unter den Ptolemäcen für Kegppten — —
), Saint Genis Deier. p. 7. u. planches 6— 71. €
star Memoire sur los Grottes d’Elechyia in Deca
Egypu ***) Belsoni Voy. I, Mu L 2.35%
Nilſtrom, Edfu. 7421
se duch den Gechandel mit Indien erwarb;
iſcheinlich iſt aber derſelben Werbindung des Mil:
dieſem und Ähnlichen Wegen, mie ven Völkern
6, fhon weit früber, vor ben zerſtörenden Ues
ab Unterjodungen bee Perfer, die hohe Blüthe,
»Herrlichkeit dieſer antik: gppeifen Städte zue
geit zugufcheeiben, aus weiches die beſchriebenen
en herſtammen, auf und an welde unter den
ıd ausländifegen Namen, von Elethyia und Apol-
magne, El Kab und Edfou, fich die jüngere
nafdem jene viele Jahrhunderte ſchon in Staub
gelegen, angefiebelt Hat. Schon die hohe Bevoͤl⸗
obern Niithals, bie ſich aus den ©teinbrüchen,
mern und Ruinenreflen ergiebt, machte ihre Er:
ber Thätigkeie über die Schranken des Miltbales
thivendig, wenn wir auch bloß ben analogen Völ⸗
iffen folgen und nie Müdficht nehmen wollen
wbinbungen, welche dee Deros Seſoſtris, buch
eszüge nach Indien, mit dem Auslande Enlipfte,
od aus den Monumenten ber Thebais unbegweis
hatſachen ergeben (f. unten).
eit ein paar Jahren wurde bie alte Handelss
8 dem Thale von Edfu nach den Smaragdgeuben
deckt von Cailleaud, und dann ihre Fortſetzung
enice von Belzoni, beren Berichte wir kürz—
tistheilen wollen. Genauere Nachrichten wird bie
3 anderer Meifenben in ber Zukunft wohl geben;
eine Karte diefe Straße nach Berenice bezeichnet.
leaubd *) ging (1816) vom kleinen Dorfe Rebe:
babde’s, im S. O. von Edfu ab, und kam am
end zu einem Brunnen; auf der weiten Tag:
ve gegen Öften hin, fpaltete fih ber eine Wen in
von einer gegen N. O. nad Koffeir führen follte.
ein antiker Tempel aus Sandflein gehauen glei
den Monumenten, von 4 Pfeilern im Innern
getragen und von zweien am Eingange; an bei:
n des Hanptfaales mit Lleinern Gemächern, und
ı Adpron mit drei coloffalen Figuren auf ber Din:
ı Sels, genau, nach Burckhardts Urtheil, wie
l gu Dere, au mit Hieroglyphen und fdhönfar:
aälden bededit, wie in den Königsgräbern zu The:
mit Griechiſchen Inſchriften. Bon bier an fan:
mn in Entfernungen von je 8 bis 9 Stunden,
rothen Meere zu, immer quadratiſche, maſſive
die an einem Wege mit Meberreften antifer Con;
:aud Voy. in Burok# ırdı Tr. zer p: 638.
8
7es Afrika, Waflerfufteme. IL. Abfchn. $. 26.
firuction lagen, und einft fider zu alten Wtationen inf ie
g:oßen Handelsſtraße nach dem Meereshaſen dienten,
aber lagen keine Brunnen mehr in ihrer Rähe.
des genannten Tempels fanden fi auch Iänss de
GStraͤße an mehren Geiten des Gebirge Tafeln in Geis
fels ausgehauen mit Hieroginphen und Gculpturen. Dei
Tagereifen vom Nil entfernt traf Cailleaub uf mm
große, alte Straße die von N. nach &. giebt, fehr berit ul
ein großartiges Werk ift; die Araber fagten, an |
lien Ente lägen große Ruinen. Wohin fie führte, Rum
noch unbekannt. Gailleaud überkreugte fie gegs
und Tom am ten Tage gu den Gmaragbgruben, von WE
wir oben geſprochen haben.
Belſoni, der bald nachher benfelben Weg zurklk
fand «ebenfalls diefelben S sationen zwifchen dem Ril ww
dem Meere, und urtheilt von diefer jegt in Wäfrad I
enden Gegend , daß fie alle Merkmale einfligen grep
—** trage). Die Stelle wo er bei einer Go
flation einen Beinen Xempel fand, nennt ee Bualıl
Minah, und hält diefen für eine Arbeit im Styl Iafie
lemäer erbaut. Nach der vierten Tagereife von Ede I
er ebenfalls zu einem Thale, das fi von R. ng B.
und das die Araber Bizak nannten; an beffen Re
bezeichneten fie als einen magifchen Fels eine Granit
mit Hieroglyphen bedeckt; Belzoni Hält dieß für ei
Poſten der Straße welche d'Andilles Karte von Kopti—
nah Bereniceangiebt. Dieß wäre denn nach Strabti)
Angabe die Runftfiraße, welde Prolemäus Philed
phus eröffnete, mit Brunnen und Garavanferais
auf welcher bis auf Strabo's Zeit ein fehr Lebhafter Kram
port Indifcher Waaren und wichtiger Handel nach Aryl
betrieben wurde.
Von biefer Stelle kam Belzoni mit feinem U
gefährten Mr. Beechey, gegen S. D., in ein ſandizes AU
zu beiden Geiten mit ſenkrechten Felswänden begrrast,
von Marmoradern durdfept waren. Nah einigen Grm
Weges zeigten fi die Mauerreſte einer alten Gtarien,
Samount”‘*) genannt bei den Ababde’s, welde die ai
jigen, fparfamıen Nomaden dieſer Wüſteneien find.
gegen Oſt folgten reizende Acacienwaldungen. Nach 3 Cl
den zeigten ſich auf einem Plareau wie zahlreiche Trümmt
einer großen Stade mit Zelfen umgeben. Aber \
fehen war es eine Sandebene, aus welcher Granitklippe
wie Infelgruppen bervorragten; bie Stelle des Se
*) Belzoni Voy. T. II. p.36. **) Sırabo II. ed. Tıxc
p. 595 ”**) Beizoni’a, a. O. } 39. zVIL ©
Nilſtrom, EI Kab. \ n23
nur der Sand ein, fonft glich das Rocale aan
Althalsſchlucht im Lande der Sataracten von Phil
ie, und brachte Belzoni auf den Gedanken, daß
der Nil feinen Ausfliuß zum Meere nebmen mochte
n Geitenarm , wovon mande unbeflimmie Gage
und neuen Zeiten im ‚Munde des Volkes gebt.
itklippen wurden bier bald dur Porphyrklippen
geologifches Phänomen das jener Hypotheſe nicht
fi, indem fie als jüngeres Gebirge durch eine De:
unten bervorgedrungen den Nilarm gegen Welt
fein jebiges Bette zurkddämmen können (f. Ver:
es Porphyrs). Nah a Tagereiſen von hier über
a Guerf und Dwell, erblidte Belzoni in ber
rothe Meer *), und erreichte dann gegen S. W.,
z etwas rückwärts gehend, die Smaragdminen
(f. oben ©. 675).
Often diefer Bergkette folgte Belzoni einen
I ®imel genannt, der gegen &.D. endlich aus
itunden lang engen Schlucht, zwiſchen Ma:mor
ı Granitfelfen, zu einem felfigen Engpoffe, Charm
Ld i. der Cameelsſpalt führte, der ein durch
and in Fels gehauenes Kunftwerk ift **). en:
ben erweitert fih das Thal, deſſen aufgefpfilte
a Die Annfherung sum Meere verfünden. Bon
ihrte eine kurze Morgenreife zum Spiegel des ros
ces, deſſen erhabner Anblid um fo überrafchenber
dem Austritt aus den Wuſtenlabyrinthen und ben
ten. Der ganze Käſtenſtrich, dem Inſelchen
vorliegend, beftand aus einer Maffe petrificirter
tler Subſtanzen die Al, wie Fels, aus Meer:
irzeln, Madreporiten, Coralliten und Mufchelreften,
a mit Sanddünen überdedt, als Klippen weit in
reichten, und durch ihren Anwachs jeder Schiff:
Landung vermehrten. Nur Fifcher auf ar.sgeböhl:
amen der Dowmpalme umbherfegelnd barpunirten
hren Langen ſich Fiſche zur Nahrung. Unier die:
ete ſich ***) ganz beſonders der 14 Fuß lange Fiſch
ı blau und filbeen die Floſſen, roch am Kopf und
der dem Benne des Nils jo ähnlich lebe, und
Alten ſehr befannt war, da er in den Wandge—
B. au ber Königsgrüber in Theben fo häufig
Batüirliden Farben gemahlt if. Erſt in einiger
19, ſüdwärts von dieſer Gegend, an dem Schwe⸗
rl Kabrite und ber Inſel Suarif vorüber, ge:
oni a. a. O. p.4B. *%) Belzoni Voy. II. p. Cı.
3elzoni a. a, ©. p. 72. vergl. Anıiq. Vol, J, pl. 87.
332
724. Afrika, Waſſerſyſteme. mi. ubſq. Gr,
langte Belgoni nad drei Tagen zu ben Buinem‘) da
alten Stadt, deren Häufer zum heil unter Ga we
hüttet find. Diefe können wohl Leine andern als W
rümmer des alten Berenice feyn. Merkwürdig iff et
nur allein ber Tempel aus Sanbfleinguadern t,
aber durch Verwitterung ſehr viel gelitten haben; Wie ki
gen Wohnhauſer aber find aus der Petrefactenmufk iu
Gftenftrandes erbaut, die dem Travertind ber altitali
Ruinen, z. 8. von Fakum, gleich fehen. Dieſe alte
war einſt offen gegen das Meer; an ber Dftfeite dahin
erhoben ſich die Berge amphitheatraliſch, und nu u
M. W. breitete fich eine weite Ebene aus. Bor ber
dehnte fid das Gap El Galahen aus, und gab
gegen die N.W.: Stürme, fo daß ein febe fGöne
efhünt dahinter lag den jetzt eine Gorallenbont
er Eingang bes Hafens war ficher, ſehr gut für bie
Scäcchiffe der Alten, obgleich jegt mit einer Ganbbarı m
zennt. Belzoni maß die Länge ber jetzt gany uk
benen Stadt, von N. nah S. auf 1600 Fuß, bie
von W. nah Oſt auf nooo Fuß.
Der Tempel in Aegyptiſchen Styl erbaut dat 100
Länge 45 Breite und 4 Säle Eine kleine ar ber u
demfelben geigte bald ſehr gute Aegyptiſche Gculpturm I
Bautzelief und Hieroglyphen, weiter fortgefegt würde
ntdedung bier zu maden geweſen fenn. Bisher
man noch keinen Tempel im Aegyptiſchen Style am cefl
Meere; die Ebene umher fcheint eine gute Culture
ſeyn, doch ift die Serluft dem Wachſsthum wohl fi
ünftig, auch fehlt füßes Waſſer fegt wenigſtens in g
Dräbe. Die Däufer find nur ſehr klein ohne Nebe
bie größten nicht über 40 Fuß lang und mo breit, ihre di
beträgt vielleicht an sooo, fo daß mit den umhberliegenie
Landhäufern die ganze Population vielleige «ink bi a
10000 Bewohner ſtieg. Auch liegen einige —
der Nähe. Noch iſt Bein directer Beweis dafür da, N
dieſe Ruinen an ber Stelle bes alten Berenice *
aber viel Wahrſcheinlichkeit; die Brände daflr hat De
z0ni**) fihon beigebracht. Die Lage ſtimmt gut mit BE
villes Zeichnung auf feiner Karte vom alten Aegypt
überein, etwa unter dem nördlichen Wendekreis, . weld
Angabe Reichard auf feiner trefflicden Karte A
et Arabia Petraea 1818 auch mit Recht gefolge iſt.
wird künftig noch manche Entdedung in diefer feit mand
*) Belroni Voy. T. II. p. 76, %) Belzoni Voy. T. U.
78. Nota.
..., Rilſtrom, Gaib, Thebais. _ yas
Maren Vergefien gewefenen alten Danbelofttafe
dutesung 3. aid, Dberägupten Bortfes
ung: die Theba
L Eon, Saa, Latopolis.
sn&*) auf dem linken Nilufer, die Hauptftabt bes
Aeguptens, liegt na Nowet’s efimmung unter
un a ı Ger. D. v. Paris unb unter 05 Gr
58 Gere, r\ Br. Dier ermeitert ns 2. *
Nilthal gu einer Breite von 24000 Fuß; fanft
Ebene gu den begren — Kalkbe 55
Fl3e
ie
sabifhen Y: * wi fi eine
e die gegen
mob von en Elropder angen —* *
Boden der Ebene von Esne iſt * u erhaben,
Nil bewäflert gu werden, o sl be er bradhe *
en ©. des Ortes iſt er feuchtbarer und
t. ben da acgen fi bie Reſte eines alten
beifen Bernach ng auch bie ganze Ebene
wurde, aus der Hifi heute die wenigen dort
abenen Ginwohner befländig auswandern. o& bat
no immer einen thätigen Hafenplag mit Nilbar⸗
6, die Stadt liegt er einem Schutthügel 30 gut
en Geiten ber eeißende Nilſtrom ofe je hi
‚at manche Fabriken, zumal vom Shawis (Melsye *
haumwollwebereien, viel Toͤpfereien; er iſt ein Ma
ie die geflochtnen Matten und Köche der Barabras,
Stapelplap für die Büter der Gennaarcaravane, bie
von ben Ababde’s und Daraou escortiet wird.
war Esn& für die in Unterägypten unterbräds
Iarteyen ein Afyi, fo für bie flüchtigen Bey's in dem
ı Beiten, bie durch bie große Entfernung won Gaire in
ı il ihren n han weniger gefährlih find. Geo
tie
R ur.
len
* zur Zeit der Franz far a Mur Bey
erden, aber nad Een
‚„ mit ihren nen zurückgezogen.
Mameluckenreſte wurden von den Franzoſen gang vers
Pre — un —X a alters Sons auf
auffplugen, wo en er
sfchaften su Gute kamen
atten fich na, Dsman
olleis et Deren Deser. d’Ems6 er de ses Environs
> ag Ali ch VII. ##) Jollois a, q O. u. Girard
n26 Afrika, Waſſerſyſteme. III. Abſchn. das.
Der Marktplatz oder Okel zu Esns ik, ak
‚nem Schutte und ten elenden Hütten und Buben,
der?! swifhen antike Manern bineingebaut Find, fi
ſtaunenswüedigſten Zempel *) Aegyptens fo weh
e8 sur Zrit unmöglich iſt einen Weberblid von fen
Zug.in Geſtalt zu gewinnen, bafür fee aber fein Jana
beim Eintritt noch immer in Erflaunen. Ein Portions we
gerzalen don 24 Säulen die Über 33 Fuß Höhe, ı6
in det Deripberie haben und in 4 Reihen ſtehen. Dit
theilung des Tempels gleicht ber des Eleinen Temps 4
Philã. Dieles Innere iſt an allen Theilen, ringsum,
d „mien, am Architrav, an den Säulen und Haupt
ten mit Sculpturen verziert, und Überall mit Hieroglapl
fiberde tt, die in horizontalen und fenkrechten Banden
gan.e, ungeheure Zempelgebäube durchlaufen, und, fe!
fich jenen läßt, fand daffelbe au auf der Außenfeit }
nur mit dem Unterfgiede, daß bier, wie zu Kalahfhk
oben), alles vertieft, dagegen im Junern alles erhaben
in Streit ausgearbeitet iſt. Die Hauptfigur unter
MWanppidein wie unter allen Ornamenten, ift das Gi
Bild mie Dem Widderkopf, der Jupiter Ammon ber |
hen, dem unſtreitig diefer Tempel geweiht war. An
frinen Trüämmern fegt er in Erflaunen, benn alles ik
Riefenguanten grandios erbaut, die ohne allen Möıd
einander gelegt auf das vollkommenſte gefügt und bau
find. D-bei iſt die Oberfläche des Rieſenbaues fo dich
drängte mir Hiecoglyphen, diß wirklid eine außerorden
Zeit una Menge von Hinden dazu gehörte, fie nur u
den zu Sönnen, Denn nad einem genauen Uederſchlet
trägt. die Tempeleberfläche nicht weniger, ale 5000 D.
trex o er 45000 Quadrotfuß. Konnte ein Steinme
ein Zehntel Qurdratmeter in einem Tage mit fol
rog.ıpben dedecken, fo waren doch 50000 Zage zur
. gung der gan:en Decoration nothwendig. Zum
—* icus maren allein über 027000 Gubicfuß (3500 (
metre:) Quaderſandſtein norbwendig, wonach man fid
Voritellung von den Selemaffen machen kann, die d
naa barten Bergen entriſſen werden mußten, und w
großen Anl.ge des Grundbaues auf einem tünfl
Esutthügel im angeſchwemmten Schlammboden, un
fenkrechten Mauermaffen zu tragen, von benen bis
ein Härchen aus dem Senklothe gewichen il. Bin
diefen Tempel haben fih indesß Schuttberge fo weit
bäuft, doß er mit diefen bald gang zugedeckt ſeyn wi
*) Jollois etc. Deser. p.5. **) Antig. Tom. L
*+#) Jullois etc, Descr, p. 30, pl. 80 B4 £. 83.
: Müfem, Seip, Thekais. 727
mon zu befueien, würde ein gunee Biertel der
tabt: Gone demelict werden müflen °).
Siertelkunden im Norden bdiefes großen Tempels,
uf vom Nil ab, liegt ein zweiter, weit kleinerer
r pel, der weit mehr zerteümmert il. Er
erbaut zu ron war vielleicht nur ein Drafel:
Berhalb der Stabt, iſt aber buch viele feltfame
a und aflrongmifhge Zeichen merkwürdig. Es—⸗
Tempel liefen zu den aſtronomiſchen Bildern
en "") die von Wichtigkeit und durch bie weib⸗
aufgezeichnet find, die fie wie ein Rahmen (als
ter) umfe@ließt.
nf dem Dftufee des Nils, Eone gegenüber, liegt
Tempel auf einer Anhöhe in Tümmern; fein
5 läßt vermuthen, daß er dur Feuer gerflöct
wovon mehrere Epuren fich in den Aegyptiſcen
en zeigen, bie an bie Zerſtärungswuth bes Der:
ambufes gegen bie Aegyptiſche Prieſterkaſte und
n Zempeldäufer erinnern.
e Südfeite der Stadt Eone liegt ein Koptiſches
‚, das durch bie Gebeine des chriſtlichen Marty:
ee unter Kaiſer Diocketians Mordbefehlen fielen
er. Beb.), bis. heute ein wichtiger Wallfahrtsort
and einft von weit größerm Umfange war als es
Babrfcheinlich kam es wohl durch die Schule des
bomius in Aufnahme; dieſer Held der Kopti:
e wanderte wenigfiens mit feinen Mönchen und
in der Mitte des Atem Jahrhunderts (340) bis
iasor) oder Sna, welches der Koptifehe Rıme diefes
en Koptifhen Legendarien it). Der neuflingende
ne oder Asna der Araber, ift daher der alte Ae:
ınd ein neuer Beweis der Vivacität einheimifcher
rſchiedene Hahrtaufende und verfipiedene Völker:
ndurch, indeß die fremden aufgebrungenen,, wie
Briechifehe Latopolis, Beineswegs haften. Sa
npollion vom Koptifchen Worte ab welches einen
yeutet; der eine Tempel auf dem Oſtufer bem
polis gegenäber war woßl Contra Latopolis ber
eit ber Erbauung von Esne if unbekannt, ber
nad zu urtbeilen gebört es zu hen. älteflen
berägyptens. Won Nubien herkommend iſt bei
s Deser. p. 14. **) Jollois etc. Descr. des Monu-
Astronomiques döcouvertes en Eg. in 1). Eg. A. 1.
J. p. 1. u. Plauch. 79, 87. Vol. IIT ***) Jullois etc.
p- 21. Quatremöre Mem. s. l’Eg. T. ı. p. 272.
sremere a. 8.0. Champollion T. I. p. 189.
728 Afrika, Waſſerſyſteme. UII. Abſchn. $. 26.
Gene bie erſte bedeutendere Erweiterung bes rei
einer größeren Gelonifation ; aud find wohl bie auf
Erhetung des Schutthügels der Stade über dem
des Nilfpiegels und die tiefe Verſchüttung bes Nempce,
Beichen ihres ſehr hohen Alters.
Der Styl des Tempels ſteht dem telluriſchen Lrfgrung
weit näher als viele antere, er iR viel einfacher, names
und ift dem Grottenbaue verwandter in feinen Formen; a
ift gebrüdter, bat in der Ausführung ber Ornamente we
niger Graciöfes und Weiches, auch bei groke: I)
Fleiß weniger Reichthum im Beſondern als die Tewpel is
Denderah und andern Orten; Überhaupt zeigt fick übmel
in der Ausführung ungeheure Kraft mit größerer Rehhel
dee Kunſt. Auch der Zodiacus von Esne zeigt nach
Erläuterung der Franzöfiſchen Antiquare und Afkrommmm
die ältere Epoche eines frühern Gyclus an, ale der I
kreis in Denderah, und die aſtronomiſchen Wasreliche is
Thesen. Daher möchte dieſer Tempel zu Esnoͤ ouch ul
noch Älter feyn als jene Gebäude. Alle Städte Argppteit
find auf Schuttbafen erbaut; diejenigen, welche vom Rik
waffer zunächſt erreicht werden können, find auch wohl WM;
älteften Trte, weil fi da die Bodenebene am hochſten wi;
geſetzt Hat, weil feit längerer fi die Schutt: und M
ſchlamm-Maſſen bedeutender erheben konnten. Ge sieh;
es ſich bei dem Eleinen Tempel von Esne in melden NW:
felben Zeichen und Bilder des Zodiacus fich befinden wie iR
großen Tempel daſelbſt.
9. Erment, Hermonthis.
An der Stelle des alten Hermonthis, unterhalb be
zweiten Engpafles den Gebeleyn (f. oben &. 02), in
ber dritten Grweiterung bes Nilthals oder dem Whale wm
Theben, liegt 1800 Fuß entfernt vom Nilftrom bas Dei
Erment*) oder Armont der Araber. In beffen Räh
in ber Mitte gewaltiger Schutthaufen eben bie Ueberreß
eines Tempels der weniger durch feine Größe, als durch U
eigenthümliche Dispofition und bie große Eleganz der Si
len und Eculpturen ausgezeichnet ih umgeben von ein
Umwallung, welcher an ber Sübfeite ein großes Baflin ve
iegt das mit Quadern ausgepflaflert war. Be
ängerung der Axe bes Baflins liegen die Reſte einer
en Straße, von jeber Seite begrenzte durch Schutt
am Ende mit der Ruine eines alten Thores, bas wohl eh
*) 2. Jomard Descript. d’Erment ou Hermonthis ia
Eg. I. Antig. T. I, ch. VIII. pP» l,
*
Milſtrom, Said, Thebais. 709
oüte Hermenthis beſchloß. Dreihundert Schritt Fübli
da age a 8 d ne — ae
mich einer erſten Chriftenkicche.
Heemonthie war die Hauptſtadt bes Hermonthiti⸗
n Memios, ganz nahe bei heben, einft der Gig eines
Biden Biſchofs, und noch jetzt hat es Chriſten zu Ein:
mern, bei denen das Grab Mary: Girg&s oder Sanct
vorgs in großer Verehrung iſt.
Haft alle Tempel der Thebais liegen in Nieberungen;
ww, vwerfchieben von allen andern im Gegentheil ganz ifos
‚mb Fr ihn Fe töfere My bominitt; feine
anken en geichnen ang frei gegen den
ı Umgeben von steuern 8. bern und den msi
ı fe en erbaut, if ber Tempel gegen WB. gekehrt,
parallel mit dem Nil, 245 Fuß lang, 655 breit, feine
Gänlen Aa Fuß Hoc mit etwas mehe als 5 Fuß
Durchmeſſer. Gr ift aus Gandflein errichtet, aber an
‚MBorderfeite fieht man, daß die Quadern ſchon einmal
herhin zu Altern Gebäuden gedient, denn auf ihnen fin⸗
"ip zerſchnittene Hieroglyphen wie gu Ppilä und ans
an den Geitenflächen, welche in ein weit böbenes
eu der Aegyptiſchen Baukunſt zurückweiſen. Der Tempel
eboch einer ber älteſten Aegyptens, nad Jomard's Urs
„ obwohl er ſelbſt zertrümmert if, und zwar gewalt⸗
Is denn neben dieſen zerſchmetterten Theilen, wie z. B.
umgeworfne Colonnabe, iſt er an andern wieder trefflich
alten, wie z.B. im Innern ber Tempelhallen faſt un:
Im Bau gleiche der Tempel den Thyphonien; babei
tee viel Eignes in ber Eintheilung feiner 3 Hauptfäle
hin ben breierlei verſchiebdnen Säulenorbnungen bie fly
e wie in keinem ber landern Aegyptiſchen Tempel vorfins
u Geine Sculpturen gleichen (eh: denen am Typhonium
6 Eigenheiten unter diefen haben wir oben ſchon ber
* * * sine onbere iſt F * olung der mit
und ber en Armen a men um ein
Jes Geld Berumfaließenden weiblichen Schale *), in wel:
m mehrere Wilder bes Thierkreiſes vorgeſtellt find, ganz
ı bie um dem Bobiacus zu Esné.
Eben dahin, auf aftrologifhe Dinge zielende Wanbbil:
: finden ſich im Sanctuarium bes Zempels, wo Ifis
burt des Horns ben Aufgang ber Planeten aus dem
ıbefeuchteten Erdſchooß vorfielit, zur Zeit des Winterfol:
) Jomard Deser, &,0,0, p.9% Antiq. Vol. I. pl. 91-96.
um,
730 Afrika, Waſſerſyſteme. III. Ubſchn. $. 26.
flitiums, wo bie Sonne am ſchwächſten und niedriefim u
dem Horizonte ſteht (mas Horus als Kind bezeichnet, weh
Plut, de Isid.), mo aber auch gugleich die junge Gaat u
dem Schooße der Erde keimt und aus ibm hersorfprefi
Auf diefes Bild, mo Sfis als Symbol bes Winterſelß
tiums und des Sruchtkeimes gilt, folgen andere wie Hei
gefiugt wird und eine ganze Meibe, bis wieder bes
des Sommerfolftitiums in dem Taurus und nndere befan
Geftalten auftreten, fo daß fib bier im Tempel a Hi
montbis gleihfam eine ganıe Scala oder Reihe Calente
fcher Tempelbilder, die zugleid von höherer Bedeu:ung Ma
vorfinder, welche die Symboliſirung ber 4 Hauptepeq
des aftronomifchen Jahres darftelen *), daher Steabo fa
bier werde Apollo und Jupiter verehrt, Las ik Dfir
und DHorus der Iſis Sohn.
An der Südfeite dieſes Tempels bat ber Durham
des dortigen Baflins deffeg mittlere Länge; es Hält fa i
Gevierte 80 Fuß, bat auf den 4 Eden Treppenſtuſen u
der Tiefe und ift von Aegyptiſcher Conftruction ); eb
aber als Nilmeſſer einft diente wie neuere Reiſende a
ben ift nit ausgemacht. Moch dringt allerdings im
Mitte der Vertiefung das Nilwafler dur Filtrarien d
und dient den Weibern zur Wäſche, dem Vieh sum Tl
keplaz. Wenigſtens 23 Zuß Hoch ift jegt noch biefes B
fin mit Schutt gefülle; da es fo fehr weit vom Mil abliq
fo ift es wahrfcheinlich, daß einft der Nilarmı näher an
monthis vorüberfloß und ein Canal zu diefem Waſſerbes
führte. Das hohe Nilwaſſer fleigt heute jedoch nur ei
7 bis 8 Kuß unter den Rand des Baſſins, rechnet m
dazu die künſtliche Tempelterraſſe die noch um 3 Fuß PU
liegt, als dies Baffin, fo ergiebt fich, wie forgfam bie ai
Aegyptiſchen Baumeifter waren, tie Tempel über das 9
veaun des höchſten Nilftandes zu erheben,
Dieſem Sebäude zur Seite liegt eine chriſtliche Kirche“
aus den Trümmern von Hermonthis erbaut, mit Gerind
(hen Säulen und auch fonft im Griechiſchen Sy; di
zugehauen aus Quadern mit Reſten älterer Hierogl
und Ornamente deren Figuren Hd an dem Gebäude in“
len Richtungen durchkreusen. Noch ſtehen und liegen 8
ber an funfjig Granitfäulen, bie nad Jomards
sen nicht aus den Granitbrüden Syenes herik mm
fondern irgend einem Grieifchen Tempel entriffen fi
müffen, wie die Sandfteinguadern ben Aegyptiſchen. DI
aus Trümmern erbaute Kirche liege aber noch mehr |
) Jomard Descr. 4.0 9. p. 12. **) Jomard a a. D. r
Pl. 97..ig.g. **®) Jomard Deser. P. 35, pl. 97. 5. 3.
Nilſtrom, Oberägypten, Theben. 751
Wrimmert ba, als die ältern Aegyptiſchen Zempel, die ihre
hbauer f ‚om zertrümmerten!
J ser der alten Aegyptiſchen Dentmale iſt be:
ebig, fie hängt nicht blos vom Zufalle der Bes
ober dem Gchidfale ab, das über fie von Zeit
erging; fie tropten der Vernich durch die
Ihftändigteit und Einfalt ihres Charakters, durch die Aus
fofigkeit des Mareriales, durch das Gewicht der Mafs
und durch die Meiſterſchaft der Gon ion. Dies
vorzüglich die Erhaltung der Monumens
'beb&, welge das fpähende Auge von ber Höhe bes
Ibaches auf Hermonthis herab, gegen ben Morben hin,
Gerne erblidt. ”
heben, @üßas (bei Strabo) Onfn (bei Steph.
B93.); Tap& (der Kopten) die hundertthorige
- N Königsfladt.
a. Ueberſicht der Landſchaft.
4 N. von Erment breitet fi die Ebene von Kher
), ober die Thebais im engern Sinne, im Dften und
m des Nil aus, bis zu dem ferneren Berghöhen. Die
Ihe Bergkette ift von hier aus nur an wenigen Gtels
ingli, faſt Überall zeigt fie Steilwände, die Ara:
iegen eine Menge von Anhöhen auf fanfterem Ge:
ge. Der Mil macht hier eine gr Wendung, fon
jalb Ermene ein Knie gegen Ofen, das weiter im
den, unterhalb Denderah, fich wieder gegen ben Weſten
der, dadurch Kat der Strom der alten Stadt ayen
Lauf von S. W. gegen N. O. Die Libyſche Kette,
e im Süden von Ehen iemlich fern vom Nilufer
eht ſich im Norden der Er dicht an fein Weſt⸗
Gournah, und drängt den Strom —
DR berüber; eben da, enden bie Ruinen bes alten The—
find. Die Hradifge Kette FRößt dagegen im ©. von The
in am dus Dflufer des Nil, verläß: dies erſt wieder bei
Dorfe EL Naharyep, zieht fih mehr nad Oſt und
fo der Thalebene voll weitausgebreiseter, antiker Herr:
leiten, einen freien Raum, fie fi im großen Bos
im Morben ber alten Stadt, bei dem Dorf Med:
mod, bem Nil nähert, wo ebenfalls wieder die nörds
fen Mefte der alten Stadt ihr Ende zeigen.
Beide Bergketten bilden alfo gegen den Strom weiß
Bogen, deren Eingänge in die Thalebene faſt von gleicher
| —
) Joillois et Dövilli
Deseript. generale de Thöbes,
Deser: de V’Eg. antig,
T. 1, ch, IX.
- -
u.
eu, In 7] CD 0 da
-
co... m.
zZ > wm
”
u. .ır
nach allen Richtungen, bie und da find Adı
Zuderrohrpflangungen, Gruppen von Dörfchen
Hütten und viele Raramanferais zur gaftlichen
der Meifenden errichtet, mit Palmbaumgrupper
Die nebft den majeftätifhen Ruinen ben einzige
eben gegen den brennenden fentrechten Sonnen
Bi ben Sandboden bis zur Gluthhitze von 54 C
eigen macht.
Mehrere Dörfer ) liegen in bee Ebene,
mon fennen muß, um fih in den Ruinen &
Zheben felbft orientiren zu lernen. Zuerſt au
feite **) soo Schritt vom Nil liegen 1. EI
wo ein Caſtell des Landesgouverneurs; weiter
Libyſche Wüſte abwärts, liegt a. Naga Abou
mit Erdhäufern in Palmgruppen; dann 3. Kour
zät, fchon auf den Trümmern des alten Theber
am Libyſchen Gebirge das Dorf 4. Mebyner:
ter 30 Gr. 17 Min. 32 Sec. D. 8. von Paris ı
49 Min. 58 Sec N. Br. auf den Trümmern
heben, daneben ein neues, aber wieder verdd
Am Nordende der Ebene liegt 5. das Dorf €
noch Beute von Troglodyten bewohnt, bie fich i
zeichen Zobtentammern zurlidziehbn, wenn der M
werben fol, wo fie dann durch die hintern Au
Durch die Vorberge gebrochenen Catacomben in d
Wüſte Leiche entflichen.
Auf der Dftfeite dicht am Ufer des Nils
am 6. Zuror, aus niedern Hütten erbaut. vol
Milſtrom, Oberaͤgypten, Theben. | 785
An biefen Det flößt gegen N. 7. Kafe, 8. Karnak,
be gwifchen Palmgruppen, nur wenige Hütten, aber von
ee Ruinenmaffen umgeben. Noch weiter gegen N.,
m Fuß ber arabifchen Bergkette zu, liegt das Dorf
Medsa:moub. ,
So zeigt ſich heute biefelbe Ebene, bie einft von einer
€ ungeheuern Stadt bededit ward, welder an
mumenten feine andre ber Erde girich kommt. Zwi⸗
ra den Dörfern 3 bie 5 liege‘ noch alles vol Trümmer;
To 4 und 5 liegen zwar feine Araberhlitten, aber die
? Meberlieferung nenne diefe Begend base Memnonium.
f-dem Dftufer des Nil zwiſchen 6 bis 8 liegt alles voll
mheruinen, und bis 9 ſtehen noch einzelne Golons
vbie nördlihften Vorpoften der Prachtflabt. Das alte
da reichte vom Nilufer, gu beiden Seiten, bucch die
ge Breite bes Thals bis zu den Bergketten; die ganze
ufche Felswand am biefer Mochweilfeite iſt voll Hypo:
n oder Höhlen, vielleicht bie Behauſung der älteſten
gloduten, wie ber jiingftien Bewohner der Thebais. Dier
ıd Homers Hekatompylos, die Hundertthorige, Hier vie
atue des Dfymandyas, bes größten Koloſſes, den Aegyp⸗
je fabe nah Hecatäus; A war der große aſtrono⸗
che Kreis von Geld, eine Elle hoch und 365 Ellen in
fang, baran der Auf: und Untergang ber Tag: und
hht⸗Geſtirne zu fehen war. Hier lag No Ammon der
wäer, die Diospolis der Griechen, bie Stabt voll
altiger Tempel, voll Prachtpaläfte der weifen, Aypptis
w Könige; bier fland die Statue des Memnon, bir, mit
s Auffleigen der Aurora, fo viele Männer des Alters
me, }- B. Strabo*) mit Aelius Gallus hatten tönen HB:
Aber bas Voll, das für die Ewigkeit baute, ift per:
sunden, ja nirgends zeigen fich die alten Mauern der
m Stadt, welche Belzoni **) nicht einen Aufenthalt
Menfchen, fondern die Stätte der Riefen nennen mochs
:wohl aber liege ide Inneres vol Maflen, Trümmer,
npel, Golonnaden, Obelisten, Pplone, Coloſſe, Catacom⸗
‚ Mauern, Scuipturen, Gemählde, vol Ornamente und
mbder aller Art, chaotiſch und wild burcheinandergeftärzt,
emajeſtätiſch bucch eignes Gewicht auf alter Bafis cur
dB, und wieder als Grundlage dienend für ein ganzes
geres Jahrtauſend, daß es eines längern Aufenthaltes
ef, um dort nur einigermaßen eimbeimif werden und
in diefer Trümmerwelt orientiren zu lernen.
Dur die Arbeiten der beiden legten Jahrzehende find
Trümmer von Theben, bie vorber fehr wenig bekannt
ızabo XVII. ed, Tzsch. p. 599. *%*) Belseni Voy. L
— — er 7er — ——
— —
agyptiſchen Tanded UMD Boires, ſo WIE DIE WEIS
der Menſchheit überhaupt immer klarer daraus
b. Ueberſicht der Monumente über be
Bei einer allgemeinen Ueberſicht b
von Theben zerfallen diejenigen des Weſtufers,
in 7, die der Dftfeite, in 5 größere Ruinen
über der Erde, und außer diefen find no |
gäen oder die Monumente unter der Erde in
geringerer Anzahl als diejenigen über derfelben au
1. Der Hippodrom. Bon El Agaltef
fi zunächſt eine weite Unmmallung von mehr alt
(2000 metres) Länge und 3000 Fuß (1000 meı
te ***), welche den Hippodromus der Aegypter ei
welchem Wettrennen zu Fuß, su Pferde und au
balten wurden; er zeigt heute noch eine große
Deren, und war ringsum von Palatien umgebe
mwärtig iſt er Aderland geworden, gleich dem Ci
mus in Rom, durch einen Canal, der bimdurd
und das Nilwaffer bei hohem Stande dahin f
Südende diefer Ummwallung liegt’ ein Pleiner 8
eine große Porta in Zrümmern, die vielleich
Süntbor von Thebä war. Der Weltrand bie
Iung flöße an die Vorberge ber Libyſchen Kalkſte
9. Medynet:Abou +). An dus Morden!
podromus reihen fich die Ruinen von Medyn
Nilſtrom, Oberägypten, Theben. 755
«ee. Stadt Abu an, die, umgeben von einer Umwal⸗
Laune Quadern und rothen DBadfleinmauern , majefläs
auf einer Schuitterroffe zußen, an deren Fuß ein Eleis
Zempel liegt. Sie kündigen fid groß und prachtvoll
De Reſidenz von Königen an, die einzige diefer Art in
Aegypten; Belzoni hält dafür, daß diefe ganze fo:
ante Stadt zwei bis dreimal nach einander wieber aufs
nt ift, und zwar immer wieder aus den Ruinen älte⸗
jertrümmerungen. Die Ueberrefte des Pallaſtes fliehen
sei Stockwerken übereinander, deſſen obe:ftes gleich eis
Nauerkrone mit Ausfchnitten verfehen if. Nabe dar⸗
jegen Norden, fliehen im ernften Style des höchſten
tbums Proppläen vor einem Tempel, deren Alters
liches umwiderftehlich an fich zieht. Am gewaltigften
ı bier die Gebäude auf der Weſtſeite gegen die Liby⸗
Rette hervor. Ein Riefen Pylon, von bekannter Py⸗
yalform, führt in einen vieredigen Säulenbof, an defs
Rod: und Eütfeite große Koloffe vor den Pfeilern
Säulen fichen, eine Art Caryatiden, voll Majeſtät, die
m Gebieter des Schweigens und ber Ruhe in dem
ufte des alten Volkslebens. Ein zweiter Pylon endet
s Säulenhof und führt zu einem zweiten, einem prunßs
3 Periftyle, deffen Seitengallerien aus doppelten Gos
den mit Caryatidenpfeilern befteben. In diefem Rau:
inden ſich Bauwerke aus allen Jahrhunderten beifams
‚ auch eine chriſtliche Kirche aus Altern Monolithen⸗
u von Granit, beren Wände mit Heiligenbildern über
lyphenwaände bemahlt find, melche aber felbft wieder
ne DMofchee verwandelt ift, «in Bebäude, das bei aller
ye und Größe doch durch die Überfirablende Einfalt und
be des Ägpptifiben Gäulenb iues gen niedergedbrüdt
Eine Mauer von ungebeurer Größe, zwiſchen den
Bligen Trümmern verfhwundener Tempel und Pals
‚ IfE ein mahnender Weberreft von dem, was einft da
. Ueber alle diefem grauen Schutt und Graus erheben
m ätherblauen Himmel, die hellen Felswände ber is
en Kette mit den dunkeln Pforten und Deffnungen des
ıgäen, dor deren dunklem Hintergrunde fehr mahlerifch
ellgelben Monumente ſich erheben. Denon, Hamils
und die Gelehrten der Franzoͤſiſchen Expedition haben
Werke genauer befchrieden und abgebilder.
5. Die Koloffen: Trümmer Bon Mebynet:Abou
dem Wege, der nordwärts längs der Grenzlinie der
e binläuft, liegen zu beiden Seiten eine außerordent:
Menge Trümmer von Statuen, Säulen u. f. w. links
vieredige Ummallung von Badlteinmauern, nur mit
ımern von Koloffen und fehr fchönen Dierogiyphen:
turen Angefülle. Alles ift bier bis auf den Grund zer
n36 Afrika, Waſſerſyſteme. III. Abſchu. 6. :6.
ſtoͤrt und gerfchlagen. Denn das Materiale wer Kaltkee,
der zu Kalk verbrannt worden If.
4. Das Memnonium Strabo's (Strab, 1. XVH,
. 599. ed. Tzsch ). Rechts ab von diefem Wege breit
Fo ein lieblicher Acacienbain hier aus ( Acac, nilotiza),
deffen Grün mit der Wüfle des Bodens im veiymk
Gontrafte ſteht, nad der Erndtezeit, wo Bier wie
das Erdreich vor Hitze zerborſten if. Bei jedem Scqhutt
im Acacienwalde ſtoͤßt man auf antike Fragmente von Eis
tuen, Arme, Schenkel, Torfo’s, insgefammt won Kelle,
und Monolithe aus Sandflein, Marmor uud Granito rom
in fo ungeheurer Menge, daß fie allein hingereicht ätten,
alle Pläge einer großen Kapitale damit prachtvel m
ſchmücken. Auch einige Säulenreſte chen von einem PR
gefcehütteten Tempel nur um meniges hervor. Dieß IB ie
Memnonium bei Strabo ). Am äuperßen Dirt
diefes Wäldchens erheben fich die beiben emnRosth
Loffe, die figenden Statuen, TZama und Chama ")i
den Urabern genannt, bie man ſchon aus ber erst, +
Stunden weit, glei ifolisten Felstlippen in der Mih
bee Ebene fi erheben ſieht (61 Fuß Hoch, ober ao mitt
die bei Sonnenaufyang, wenn auch heute nicht mehr I
nen, boch zum Erfiaunen des Schauenden weithin HE
Miefenfchatten werfen auf die Lybiſche Bergwand. Wie ie:
men diefe aus einem einzigen Granitfels bei Syene ) 4
Bauenen Monolithe bieher? welche Bafls wurde KM
Blöcden untergelegt, deren jeber mehrere Millionen Pia
wiegt, und fehwerer war als die Pompejusfäule bei AP
andria If. Niedriger als jenes Memnonium liegen M
Vorhallen feines Tempels, bis gu welchen jegt nur die W
überſchwemmung reiht. Doch kann dies einfl JF >
lage gewefen feyn, baber alfo Hier der Boden bes |
te8 offenbar erhößet if. Hier war es, wo Belzoni
das Bruchſtück eines Koloffen aus Granit, nämlih IM
Kopf eines jungen Memnon von außerordentlicher HER
heit auffand, dort Caphaney genannt, und ibm mit geefkt |
Kunft und Arbeit, ein Gewide von gwölf Tonnen, a
Mil bringen ließ, und ihn bei hohem Nilſtande zum Cie
nen der Araber glücklich firomab entführte, bie er ai
Hülfe Salts und Burkhardts zum Gefchent an I)
brittifge Mufeum nach England gelangte. Eben Fir
e8 zwifhen dem Memnonium unb Medynet⸗Abon, m
Salt in ben letztern Jahren einen großen Tempel
2) Strabo XVII. ed. Tzsch. p. 599. **) JoHois a, a D-
P. 9. *"*) Belzoni Voy. I. p. 61. +) Belzoni Vor. k
p- 59 79, 211.
Nilſtrom, Oberägnpten, Theben. 737
den Bat *), In welchem noch 30 Säulen landen. Dier
ug Belzoni feine Wünfchelrutfe. ein, und fand gleich
zweiten Tage eine der fchönften ägyptiſchen, koloſſalen
stuen, einen fisenden Memnon voll a rogipphenfepeift
‚ geauem Granit mit goldfarbigen Slimmerblättchen;
Kommen erbalten bis auf das abgefchlagne Kinn mit
s Barte, Alles umher war voll Koloffragmente; bie
4 figenden Kolofie hält Belzoni nur für die Wächter
Eingange zu einem Vorhof, in welchen a andre colofe
ı Demnonsflatuen faßen, deren Fragmente nur noch in
‚Binie der erften Koloffe zu fehen find; die ganze Direc:
8 Diefee Monumente läuft gegen die Bafen jener 30
nien los, bie * ſtehen als die Baſen der Koloſſe,
von welchen elzoni glaubt, daß fie gu dem eis
nelihen Memnonium der Alten gehörten:
5. Das Brab des Oſymandyas. Norbiwärts von
em Acacienwalbe voll Koloffenfeagmente liegen bie langen
immerbaufen, welche ebenfalls noch bas Memnonium
tannt werden; es find Pylone von außerordentlicher Hös
halb zerträmmert, Miefenfäulen, Riefenpfeiler mit Res
en von Börterbildern als Wandflatuen, Pforten von
warzem Granit, in den Bemächern ganze Dedenbilder
t Sternen befäet, golden auf Azurgrund, Statuen von
enrothem Granit, alles zerſtört, mie MWüftenfand über:
krter. An den Wandbildern finden fich Kriegesfcenen,
Slachten, Stromübergänge, Jagden u. a. m. Das ift
j Grabmal bes Oſymandyas, des Sonnendelden, des
mgebers Memnon. Ismandes (Usmandi, Voruurdung,
surdns) °°), des großen Eroberers, der mit dirfem Bau
e Prachtbauten der Erbe Überbieten wollte. Noch find
wall die Ueberbleibfel antiker außerordentlichder Werke zu
en. Gin ungeheurer Granitfels auf die Erde binge:
Be °*"), zeigt erſt aus weiter Kerne, daß er das kolofjale
Hd bes Oſymandyas ift, zum Trotz der flolzen Sn:
rift biete Pharao auf feinem Maufoleum.
6. ee Sfistempel, bee GSyring und die
phinzallee +). In NW. von da, in einer vorberm
ergfehlucht der Libyſchen Kette, ſteht ein Eleineres Ge:
ude, ifolirt, wohl einſt der Iſis geweiht in der Mitte ei«
zT ſehr wohl erhaltenen Ummallung von Badfleinmauern.
jer zeigt fich in kleinerm Maaßflabe ein ſehr liebliches
jert, im Gegenfag jener Koloffe der Architektur, Leiche
Id angenehm zu Überfrhauen, mit veichen Frieſen, zierlis
%) Belzoni Voy. II. p. 15. **) Diod, Sionl. I. 47; Cham-
ollion 1. p. 250; Greuzer Symbol. I. &. 281. ***) Light
rav. tabul. p. 323, +) Jollois etc. Descr. p, ı0.
I. Th. Aaa
nördlichen Abhange führt von &.D. neh N. W.
Meihe Eleiner Trümmerſtellen, in denen man ball
einer doppelten Spbinrallee erkennt, zu einem
dicht am Fels der Libyſchen Kette, aus dem |
daß die Kunſt des Wölbens den: Keayptifchen
ſtern nur noch in ihren Anfängen bekannt war.
7. Pallaſt und Felsgallerien von G
Weiter im N. jenfeit der Trümmer zweier St
ſchwarzen Granit, zeigt fih bei Gournah ein a
laft, deſſen Porticus eine Säulenreihe ähnlich d
ſchen bat, die aber unvollendet geblieben zu fe
Die Höhe und Weite der Säle, das oben einfall:
alles weicht mehr ab von den Übrigen ägyptiſch
menten. Meben diefem Königshaufe erheben fi
die dem Schutte nah zu urtheilen, einft Wohnt
en. Gegen Oſten derſelben if ein Palmmall
rümmerflätte bineingewadhfen, ber bie Thebaif
die gegen Nord lieblich begränzt, unb oflwärte
ilufer reicht. Doch, noch ein wichtiges Monun
nordwäris von biefer Stelle zur Beſichtigung üb
2400 Fuß (400 Zoif.) unterhalb Gournah, fire
Fuße der Libyſchen Bergwand, wo ein quabearii
hof in den Berg durch die Kunſt ausgebauen ifl,
fen Wände eine große Menge ron Pforten als
su Felskammern in den Berg Bineingeben. Da:
fi toppelte und dreifade Gänge, Stollen und
die zu Mumiengräbern führen, und jebt das Aſyl
2 .: Mlfivom, ‚Oberägepten, Theben. 739
U Buzor ). Reich und Kppi bie Land⸗
* ſ bier am Mr die un und bebaut
besiten Strome, ben ‚bäufig fergelnbe Barken dur
neiden, bie Fellahs mit ihren Neben bucchfpäen. n
a Ufern ſteigen die erhabenen Bauwerke im edelſten Sthl
koloſſale Maſſen in den hellſten Lichtern und
teiß chatten, am Mittag, hervor, an fie lehnen fich
arabiſchen Hütten au, mahleriſch umgeben von
Gruppen ber Palmbäume, hinter deren beweglichen
un Die Gonteure der Arabiſchen Bergkeite ſich am
Darizonte abzeichnen. Nur durch bie engen verbaus
1 hen des Dorfes Luxor, gelangt man bucch Die
fen Hätten zu den Monumenten. Zwei peachtnolke
Belisten, jeder aus Einem Granitblock gehauen, von
3 75 Buß e, Reigen als Symbole des Gonuens
und der Fenerflamme in bie Luft auf, dahinter figen
samitkolofie, jeder bis 44 Fuß bob; dann folgen .hie
Maltigen Yplone, So auf hoch und dann erſt bucch lange
menfipie die großen Trümmer bes Tempelpallaſtes. Alle
ef kelsfialen Waffen find in nihtparallelen und ums
metrifchen Linien neben und nacheinander geheilt;
t der einzelnen wärde für fich betrachtet, ſchon in Wer:
kmberung feben, alle deifammen verwirren gleichfam den
des Betradters, Die Obelisken find wit Hierogly⸗
bedeckt und fein ausgemeißelt gleich Bemmen; ihre
„ edle Form gebietet feierlichen Ernſt. Die Pplonen⸗
de find mie Kriegesfcenen bededt, mit Gtreirwagen,
Blachten, Gtromübergängen und Einnohmen von —28 —
m, im denen immer derſelbe Heres (Seſoſtris) ſiegreich
merci. Das Innere der Monumente wächſt immer
bie in der Anſchauung, je näher man Binzutzitt; fo z. B.
a fi im Periſtyl in einziger Anblid, von mehr ale
0 Sulen, von den verfchiedenflen Modeln, bavan bie
kürften noch aufrecht fichen, beren eoloffalfte bie 10 Fuß
mötre) im Durihmefler Haben. Alle diefe Bauten find
iM Zrümmern umgeben, die ſich weic über das gemeinfas
b Niveau der Ebene erheben. Noch liegt im ©, D. von
etwa eine halbe Stunde fern, In gleicher Breite mit
Dorf EI Dayadyeh, eine große Ummallung, ſehr
mlep der des Hippodromos auf der Weſtſeite des Nils,
9. Kafe Karnalı, das Dorf, die Sphinzallee.
dus Austritt bes Dorfes Luxor duch bie Strafe vom
kapteingange nerbwärts, gelangt man bald au das Ende
e künſtlichen Schuttterraſſe, auf welcher dieſes ganze
») Joillais etc, Doter. p. 11.
) Joillais etc. Doter. p Xu
740 Afrika, Waſſerſyſteme. TEIL. Abſchn. 5. 26,
Quartier bes alten Thebä liegt. Dieſer Weg sw
Norden iſt fehe breit und zu beiden Geiten mit
reſten und Sodeln von Sphinxkoloſſen Überdedt. Jr m
man ſich nerbwärts, gen Karnak nähert: deſto mehr
men diefe Fragmente u. Im Dorf Karnak liegen
Zorfo’s von Löwen mit Wibberköpfen, fe daß in einer
Dehnung ven 6156 Fuß (1096 Toiſen) Länge, cine &
son mehr als 600 Sphinrkoloflen von Tempel zu
pallaſt fand, zu beren beiden Geiten die Beifes:l
Schutthügel zeigen, daß fie einf als Gebäude bie bel
ernen vereinten. Sie führen zu einer fehr p
artie voll Hügel, Gruppen von Bäumen, —
ten, bie mit jedem Schritt new und immer übt
wechſeln. Diefe Eine Sphinxallee fpaltet ſich
gwei, deren linker Arm eine eben folche Golonnab
gender Widder bildete auf gewaltigen Sodeln, Be
aem Triumphthore von der eleganteften Form enden, 4
w einem Tempel führt, der in antiker Simplicität |
KiteRen Dentmälern *) der Thebais gehört, und u
der aus Trümmern älterer Monumente erbaut if.
diofe Lineamente, ein offner Portitus, Leine fchlanten, (
&ifchen, fondern maffige, ungeheure ägpptifche Günlen I
Ernf im äußern und dunkel im Innern bes Baus:
ſchwarzen Sandſteinwände bei dem Mangel alles
einfallenden Lichtes. Diefer Tempel flieht, dem Gi m
im größten Contrafte mit jenem eleganten Sfis ]
Weſtufers; fie bilden gleichfam die beiden Pole 4
tiſchen Styls. Doch ſehen die Quadern dieſes
in Kaft Karnak wie neu, eben aus ber Werkſtatt komm
aus; die Wandfculpturen flammen aus der Kinbfeit DM
Kunft Her, indeß die bes Afistempels die voll
Kunftwerke barbieten. Dur so Arbeiter, die Belze
zu Nachgrabungen °*) in biefen Trümmern augefleht, |
warn er in kurzem ı8 Gtatuen, 6 Gpfinze, einmf
ſchönen Altar mit 6 Bötterbildern und vielen andern Au
werten, bie jegt im Brittifhen Muſeum zu fehen Mal:
10. Der Pallaf von Karnak. Der *
jener geſpaltenen Sphinxcolonnade führt zu einem Zu
merhaufen, deſſen Avenue ſchon vorläufig bie
Sphinxſtatuen aller Ruinen zeigt, hinweiſend auf ver &
an welchen einft alle Magnificenz verſchwendet war.
Propyläen beftehen hier nicht, wie fonft wohl, aus S
Ien, fondern aus einer Reihe kolofjaler Pylonen, wen
hen Kolofialftatuen ſtehen, indeß andere fipen;
zeigen fi bie ungeheuerflien Dimenfionen in den Zum
*) Jullois etc. p, 12, **) Belsoni Voy. I. p. 186.
3: Mitrom, Oberdgnptem, Theben; : 744
8 bie größte Mannichfaltigkeit und t des Ma⸗
‚> unverkennbar s Liefeliger farbiger Sandfein, dich:
more, fehöne roſenroihe und mir Granite aus
eme om ben Kolefien. Geibft die Pforte des erflen Py⸗
5 if ganz mit demfelben fine Granit bebedt, *
pturen, -bie in gleicher Vollendung ſonſt nur an den
en vorkommen. Alle Pylone find mach verſchiedenen
en orientirt, von verſchiedner Dide; fie haben großer
Heungswuth dennoch wiberflanden, noch immer machen
u gewaltigſten Eindrud; fie fefleln unmiber hei die
ae unb bannen. bie gefpanntefle Aufmerkſamkeit auf
jel Hin, zu dem fie nur Bahn machen. Dies iſt nun
von Karnak *), ber nach ber Seitenanſicht
Den Blick in eine gertrummerte Welt barbietet, deren
sung niche mehr gu erlennen if. Eine ungeheure Zers
smerung überall von Mauern, zerbrochenen Gäulen,
Ammelten Kolofien, umgeworfuen Dbelisten und ats
; Diefee Drnamente, die noch auf ihren Grundlagen fl
ben; bazmwifchen unermeßliche Gäle, beren weite ⸗
lächen von einem Säulenwald getragen werben, baver
ten und Pylone, die an Höhe alle Gonftructionen bies
Irt übertreffen. Die Verwirrung wirkt verwireenb, bie
‚am Morbweflende der Muinengruppe einen Weberblid
das Ganze gewinnen kann. Der Eintritt in den Pals
von ber Weffeite ber iſt außerordentlich, ein nicht
digter Pylon bildet den Eingang, bann folgen lange
enteihen, Pfortenreihen, Pylone, Ballen, alle in der⸗
% Age, fo daß die Perfpective bes einen Baues ganz
Kleine ſich Iufammenengt. Alles zeigt Eönigliche Pracht.
ber Dkitte fieht man eine Avenue von Säulen, bie 70
Höhe (a3 metres) Haben, alles Monolithen, aber alle
umgeflärzt bis auf Eine. Der zweite Pylon führe
inem Saale, der 318 Fuß (103 metr.) lang und 159
(5ı metr.) bereit iſt. Die Dedenquabern ruhen auf
Ken, die von 134 flebenden Säulen getragen werben,
bie dickſten 70 Fuß Hohe und 11 Fuß (34 mötr,) im
Mineflee Haben, die Kapitäle 64 Fuß Car metr.) im
ang, fo daß auf ber Platte einer jeden einhunbert Men⸗
ı bequem beifammen flehen Eönnten. Durch den drits
Dylon tritt man in einen Hofraum, in welchem zwei
listen, 69 Fuß Hoch {as mötres), baden nur einer nor.
t flieht, und der vierte Pylon führt erſt gu eine
v zertrümmerten Saale, ber Golonnaden von Ca⸗
iden hatte, in deren Mitte ber größte Obelisk aus eis
Granitblod ſtand, der exiſtirte, gı Fuß (30 mötr,) Hoch.
Jollois Derex. p. 14.
NADEN, Doeiltsren, Dautenreſte, Ja rerne wege
bais Bat fo viele Granitmonumente wie biefe co
aber alle hat die Hand der Barbarei zerfchlag:
Die Felfenmauern haben ihr mwiderfianden. Dies
fammtüberblil der Acditecturen der Thebais
Erde, ihnen entfprechen in Umfang, Bröfe, 3
nigen unter ber Erde.
. Anmerlung ı.. Die Banbienipturen
netsAbou; Sefoftris Sroberungssz g*
Bon einem befonders geographiſch-hiſtoriſchen
die Wandfculpturen und Bemählbe im Innern und
Dallaftes von Medynet:Abou. Im Güden d
fiebt man im Grunde der Eäulenwand auf dem b
in der Biegespompa von Aegyptiſchen Kriegern 4 R
ſchiedenartiger gefeffelter Gefangenen geführt, baven
en Bärten, 3 glei ben vorigen, aber mit lang
anteln, und noch 3 andre; daneben viele den Erſ
Behauene Bände, bie von andern gezählt unb auf e
rolle verzeichnet werben. Ale biefe Gefangenen fi
gemahlt, und verfchiebne Bewänder tragen fie, inde
tifhen Krieger in weißen Kleidern mit rothen Gtre
ben. Der Deros zicht auf einen Gtreitwagen vo:
Metall vorüber. Aehnliche Sculpturen bebeden bie
des Pallaftes gegen &., wo ein’ koloſſaler Herose
bilde breierlei Gruppen von Gefangenen barbringt,
dem Federſchmuck und ber Tracht gu urtheilen, Im
Erpthräifhen Meere find. Der Heros fährt dan
Tpanntem Bogen auf einem Wagen von Gllaven, |
mit Eotosftengeln umgeben, hinter ihm iſt Schlach—
dem er überall mwieber fihtbar ift. und an ben fhlär
Nilſtrom, Oberägppten, Theben. 743
L, unter den Gefallenen find aud Löwen von Gpießen
* Die feindlichen Krieger find ſehr characteriſtiſch durch
dene Trachten und Waffenarten unterſchieden, und bie hi⸗
en Banbgemälbe find uͤberall von einander durch Hierogly⸗
degenden geſchieden, bie vielleicht die Erklaͤrung enthalten.
uf dieſes folgen wieder hiſtoriſche Bilder anderer Art; der
M vom Streitwagen abgeſtiegen, über ihm ſchwebt ber
Hierax, Wegen fchreitet er einher im Aegyptiſchen Style
Hd wie ein Apollo, der den Python eriegt hat, vollkom⸗
ıb fhön in Zeichnung und Sculptur. Alles umher iſt bes
veller Thaͤtigkeit, vol Empfindung ; Waffentnappen unb
‚ ae Eene, ſelbſt die Federbuͤſche der Streitroſſe, mit dem
at.
)
eiterhin zeigt fih eine Seeſchlacht *), die Stellung einer
iſchen Flotte gegen eine feindlihe. Die Aegyptiſchen Schiffe
em Eanbheere unterftügt, find mit Löwen am Borbertheil
dt, ihre Mafte enden in Rotosblumen, und die Mannſchaft
ſtet, ganz übereinfiimmend mit Zenophons Schilderung ber
er in der Kpropädie. In der gefdlagenen, feindlichen Flotte
te Berwirrung , bie Feinde haben doppelte Tracht, Helme
erbäfchen unter bem Kinn zugebunden, bie Andern Eiſen⸗
laugemahlt, dem Kopf angepaßt, mit Eleinen Hörnern vers
Die feindlihen Schiffe Haben ganz ben Bau Inbdiſcher
fe, und ihre Mannſchaft fcheint aus zweierlei Kaften ober
zu beſtehen. Das Waſſer als falziges Meer ift ganz au⸗
weichnet ala das fäße geheiligte Wafler ber Kö, au
gyptiſchen Geefchiffe find ganz verfhieben gehaut von
fhiffen die auf dem vorigen Bilde vorlamen, wo bie Ae⸗
m Nilbarken, wie fie auch zu Glethyia gezeichnet find, zu
ab (f. oben u. pl. 68). Auf diefen Sieg zur See gegen
andere Dipferfcenen. Doch dieß reicht ſchon Hin für das
su ziehende Refultat **), daß Diobors Hiflorien von
zis Giegeszügen in den Orient bier auf ben Wänden
ſte von Mebynet : Abou bargeftellt waren, dieſes Heros
ten durch foldyee onzeiu zu verherrlihen. Daher ftellen
Iber feinen erften Eroberungszug als Sünyling nad) Aras
32, wo er auch ber Loͤwenjagd oblag; nad bem Tode des
und der Thronbefteigung aber feinen Siegeszug nad Ae⸗
en, unb von da auf bem rothen Meere mit einer Blotte
Gergeln bie Kahrt nah Indien, die Landung, und bie
ng Indiens bis zu ben Sie jenfeit des großen Stromes,
nges nad Diobor. n berfelben Ordnung in welder
utor bie Ihaten des Seſoſtris erzählt hat, finden fie fi
den Wänden bes Palaſtes wieber unb enden mit ber fieg«
Rüdtehr in fein Reid, und zu den Göttern feines Landes,
' den Tribut feiner Groberungen barbringt N). Was
ois ete. Deser. p. 55. Ans. Vol. II. pl. ı0. **) Jol-
etc. 6. VI. Comparsison des Actions guerritres at-
n&es par Diodere et Herodote a Sesostris avec les
nes mulitaires etc, a Medynet- Abou et Notions qui
esaltentete, p.59. *"*) Jollois eco, Compar. etc, p. 65
744 Afrika, Waſſerſyſteme. TEL Abſqu. (x
Herodot und Diodorus nah Hetatäns und ber Kiii
berichten von Gefoftris erzählen, ſcheint bemnad, hard Ne Gub
pturen beftätigt zu ſeyn, und bie biöher für Fabel geheime Us
oberungszüge Jegyptiſcher Heroen, find bemmadı in ben euhiub
ſchen Annalen der Scuiptur bie keine Phantaſien fega Unze, is
Rötigt, als Hiftoriihe Zacta, denen au Gtrrabo zit wie
fpricht, obgleich er nur Herkules, Bachus und Alerendk di
oberer von Indien gelten Laffen will. Der Palaß vn Rıiiy
not» Abou mag daher wohl mit den Schägen Jodien ala
ſeyn, und bier empfing ber Xegpptifche König ben Trüͤrt 4
beſiegten Nationen. ber zur Zeit ſchweigen hierüber wi
Annalen ber gleichzeitigen Voͤlker. Die Untexrſuch
wird noch umfaffender aufzugreifen und tiefer gu ——
©. Die Catacomben, oder bie Hypogäen herkia
baig. Die Königsgräber in Bebanel Raleul.
Die Libyſche Bergkette erhebt fich bei Theben feil ml
vorfpringenten Anhoͤhen Soo bis 400 Fuß hoch.
ner, mittelbarter, fehe homogener Kalkflein *), treffliqh
&culptur und zum Ausbau zu benugen, bildet hie 1
Berg, und nur felten legen Verſteinerungen wie
en und Ammonshörner der Sculptur Gchwierigkeiten
Den Weg. In diefem — J— zunfchſt von A
Abou längs dem Memnonium bie Gournah, eine
von 3 Stunden Länge, bis zur Höhe von 300 Fuh,
Diefer ganıe Raum von Strede gu Gtrede überall md
allen Höhen burch lange Stofen, Gange, Gallerien bad
ſchnitten mit Kammern zu beiden Geiten oder Gälm, U
Bweigen und Mebengängen, bie am taufenden voran
fig labyrinthiſch dersweigen, den ganzen Berg dur
oder in fich felbft wieder zurũcklaufen *’) Gteile |
ſchwerliche Fußpfade führen zu ihren Eingängen bin, |
ale Hohe und tiefe Pforten, Portale, Bogen, Arcaben '!
gebe pelt in vorfpeingenden Felswänden fich zeigen, und
ie Bergkette von N. nah ©. reicht, meiRensheils ı
Oſt ber in den Fels führen. Die geöfern Eingänge
Vorhoͤfe in Fels gehauen unter freiem Himmel, be
Wände dann polirt aber fonft nicht decorirt find. Anl
hren unmittelbar in den Berg hinein. Die einf
iefee Todtengrüfte liegen auf der Höhe, bie prachtee
q — en
E. Jomard Derer. des Hypogées de la Ville de Tht
Descr. Antiq. T. I. Sect. X, p. 313. und barnad ©. N
die Satacamben von Theben in Br. Buchholz N. 1
hr. für Deutſchiand 1831. Juni ©. 186-233. v
** ron “ ch —— Caverns all
nb, « Jaurn, Vol, UI, p. 0. *°) Jos
Derer. dab. Pı zoß- 2 ii
Nilſtrom, Oberägupten, Theben. 745
ıfe bes Berges, und fo verſchieden if der Abſtand
fte der Armen von denen der Reichen, wie der un:
» Wobnpäufern der verfcpiebenen Stände. Denn bieß
te Todtenſtätten ber alten Bewohner ber Thebais,
mf der Weflfrite bes Nils, Fein einziges Grab *)
ten deflelben. Deutzutage wohnen da bie Fellahs von
ab, früher ſuchten die Anachoreten der Thebais, hier
elt zu entfliehen, doch fanden diefe erfl noch das pro:
Bögenihum bee Aegypter zu überwinden. Mit Gyps
; fle die unbeiligen Bilder der Alten gu und mablten
eiligen Darüber. Eben da, wo einft bie Aegyptifche
ıpompa, da feierten dieſe Cönobiten feit der Mitte
en Jahrhunderts ihre Kirchenfefle. Auf die Todten
eiefter folgten alfo Gönobiten und auf diefe die heu⸗
Troglodyten von Gournah.
iefe, ehedem an 3000, jetzt "*) nur noch etwa 300,
saber ohne Mofchee, fie wohnen felbft in den Ein:
; biefer Satacomben und haben barin bie Ställe für
eerden, Büffel, Ziegen, Schaafe u. ſ. w. Sehr eifer-
‚, geben fie nur felten den Fremden den Zutritt, und
auß fhon fehr genau mit ihren Ränken und Schli⸗
ertraut ſeyn, um in das Innere der Grottenwerke zu
en, durch deren Befit fie das Monopol des dortigen
itätenhand:ls haben, daher fie unvernünftig im ihren
ungen für Reſte des Alterthums find, zumal für bie
usroden die ſich dort vorfinden. WBelzoni erhandelte
wei prachtvolle Brongevafen, 18 Zoll ° vol Diere:
n, alte Opfergefäße von Korintbifchem Erz, die ein:
biefer Art; der größte Theil Bleiner Zeonptifcher An.
em iſt durch ihre Hände gegangen. Gewöhnlich woß:
e in dem Zwifchenraum von dem Eingang ber erſten
ıgeuft; im hintern Ausgang, den fie mit Erde ver:
t, IE gewöhnlich nur ein Loch zum Durchkriechen für
e und Ziegen in den intern Stall. An den Eingang
fie gewöhnlich alte Aegyptiſche Bilder vom Fuchs,
Symbol der Wachſamkeit. Line ſchwache Lampe mit
ffett genährt im Winkel, erleuchtet den büftern Wohn:
n dem fich jeden Abend die wilde Familie ber Fellahs
melt, wo bie am age gemachte Beute und der Fund
s Schutt bee Brüfte gezeigt wird. Diefe halb nad:
chlauen — erzählen a da idre Sata,
st auf die Schädel und Mumienreſte aus den Zeiten
baraonen und Ptolemäer; ihr Huhn braten fie am
aus den KZodtengebeinen und Mumienfärgen, und
ı auf neuen Fang für den folgenden Tag. Belzo⸗
elaoni Voy. T. I. p. abo. **) Rolaoni Voy. 1. p. 250, 288.
DDer EDchachten unterorochen u. J. w., GUT GUTE Wer
verſchüttet, zugefallen, ſchon chaotiſch durchwühlt in
Jahrhunderten, die Gänge öfter nur Hoch genug gun
triechen auf dem Bauche, dabei eine weit hoͤhere 1
tur **) ale in freier Luft, oft große Hite, gemäß
sa Gr. Reaum. Th., größte Trockenheit, baber |
Luftraum erfülle mit den widrigen Ausbänflumge
saufende von ausgetrodneten Reichen, erfüllt mit bem
lichen Staube der ſchwarzen Mumien, die zu viel
derten und taufenden in allen Winkeln und an all
den aufgefchichtet liegen, und famt vielen Ormame
fie umgeben, wie Mehl zerfallen bei ſtarker Berüh
daß der Fuß der auf fie tritt leicht durch mehrere $
leiber hindurchfinkt, und oft ik kein Schritt gu thı
eine Mumie in ben Staub zu treten “). Zu af
noch das dampfende Licht ber Kadeln, welches üb
den Winkeln die Schaaren der Fledermäufe aufſchr
bier in ber unterirbifhen Wärme, in dem Duntel
Xodtenflille gu unzählbaren Schwärmen fich vermei
Einft herrfchte freilich in diefen Behaufungen
ten eine andere Ordnung, das beweifet ihre Ein
Schon die Häufige Stellung der Eingänge zu je gw
mehrern dicht neben einander unb in gleicher DS
an der fäußern Felswand eine gewiſſe Sorgfalt bei
an, und etwa ein Dugend folcher gleichgroßer benachbar
ungen, von fern geſehen, wirklich ben Löchern der Pi
nlih, erhiele auch den Namen bes Syrinx bei
ten +), wabrſcheinlich nicht ohne emen realen Grm
“ E07 Oberdguptein, Theben. Hr
eine Wit Heer nackeifen Garmanle
Kan ent Kine wege Bon pätih Im
A m
Hypogäi —E en Ken
ud waßefä:
0
113 einige Aehnlichkeit, keine v
in : e J
Arie alte
aller Künfe unl 8
6 der A 5, die Bonnmente bes
© unter ber Erde, wie er
ie, _bie-des Gtaates wu! en
Zodtengräften und nicht in ben Bur⸗
m, war ba * ei
Ieditete ut Br das —ã
ven Aufenthalt angenehm — —
Wk was das länfepensn I und ben
u des Tod feiner ach⸗
Jömiard Descr. a. a. O. FR «) Jollois ete. Dose.
34. *) Dieder, Sic: Bet, DL. pᷣ· 60.04, 1746
Königsgreäber bei. j Eu
Das Thal DBeban:el: Malout im ©
Goutnah ift eine Felsſchlucht der Libyſchen Keı
die berühmten Könignsgräber") ber Zhebaii
das Felsthal wendet ſich erfl gegen W. dann gege
dann gegen S., wo es fi in zwei Schluchie
davon die eine eine Stunde nah W. g, d
aber mehr gegen ©. fidy nach allen Richtungen wi
in ihren Zelswänden die Cingänge zu ben peu
KRönigsgräbern enthält, die ale mit großen aber er
sen tief in den Fels gehauen find, gleich jenen bei
Hier ift alles wie dort nur im größern Maafflab:
niglich. Einige, etwa 9 ber vornehmſten, liegen
geöffnet da, andere etwa 5 ober 6 find verſchütiet,
leide einige ſcheinen noch unbekannt unb verborgen
Doh meine Belgoni, viel mehr fegen ihrer ni
18 bis ao welche Strabo anflihrt, und wenn grö
angegeben werden bei den Alten, fo müſſe man ı
Sournah mit hinzuzählen. Diefe legten
ältern, die, im Thale der Pforten ber Kbı
ber (dos heißt Beban el Maloub)*"") aber die j
auch finden fich Hier noch einige erſt angefangene.
insgefamt in einerlei Styl gearbeitet, lange Gall
Hallen die fih allmälig in immer größere Kiel
sbeils durch allmälige ober plögliche Abfälle, oder |
abfleigende Treppenfluchten, durch unzählige Thu
mächer, Säle, Corridors u. ſ. w. unterbrochen, in
üfren, Dberägypten, Leben, n49
J „Statuen ; m inden. Dis
sgräber fanden bie söffchen Gelehe⸗
$ (112 mötres) weit in ben Berg hineingenrbeis
Be Geile derſelben find mit den künſtlichſten
und Gemälden überbedr, in denen man vor⸗
Bläthenperiohe ber Aegyptiſchen Maplerei
nerei erkennen m
Enb fie alle au en vieles zerſtͤrt, und
den älteſten Zeiten ſchon oftmals der 5 Plände
ven En Mur dadurch, daß Belgoni
bießer 0 eräffnetes (oder vielleicht nur
efter Zeit leertes) —— rat: eut⸗
uns der —23 Inhalt dieſer alten Katacaiks
se geworben, und wir brauchen nur weniges von
xn anzufüßren, um bamit auch bie Ab: au
a, wie fie einſt waren, und bie Aufm —22 —
te bes muthigen Entdeckers ſelbſt leiten.
ielen Anftrengungen entbedte Belzoni, untes
e eines Regeribaches, in Biefem Klnigerhale ben
pn 9 Fuß breit und 36 Euß lang zu einem
je welches nur für Dasfenige * akt 9 am Ä
muthis) oder feines Vater
ben kann, nach Dr. —2— larungen ver
kten Snfeeiften +), Ein en tool grmaßlter
und eine 25 Fuß lange Treppe führte in ei
ridor, und an lief über eine tiefe Gruft *
en Halle von 4 Pfeileen getragen, deren Wände
Stucco überzogen find. Darıı fanden fi das
nes Apisfliers, einbalfamirt 4 Asphalt, eine
se von mumienäßnlichen Deljfigune: mit As:
ogen; viele Thonbilder waren da, glafirte, blau⸗
enißt u. a. m. In der Mitte ber Halle Hand
tüd, ein Sarkophag aus dem ſchoͤnſten orientäs
afler, nur zwei Zoll did ausgearbeitet, alfo garig
nd Binter dem Lampenlichte, 9 Fuß 5 Zoll lang,
. breit; aber ohne Dedel, deſſen Fragmente
en, ein Zeichen, daß das Grab ſchon ein⸗
—* vor einem —— plũndert war.
die Mumie, aber der Ala u. war an ber
äußern Wand mit Seul ee & erdedt, nf
ere hundert kleine, = 30 abene
idenpompa mit allen ——— bolen
vargeRelit find, unflreitig eins ber koſtbarſten
rundriß f. b. Ibeler a. ”) Belsoni Voy.
md. +) Bexgl. 84 Review Dec, Bw
750 Afrika, Waſſerſyſteme. ILL bin 6.6.
Gtüde aus bem Alterthum. Dieſer —— ſtu
einer Treppe, die zu einem Souterrain führte, 28
lang, hinten von Schutt und Miſt von Flebermünſen n
—*8 war, und ven da wohl noch 100 GSqritt weile,
aus dem Kalkflein in das Schiefergebirge 33438
Aus den zweimaligen Vermauerudgen der R |
fih, daß wohl feüber fhon von Eingeweibeten felbl,
ſcheinlich, einf die Schäge diefes Sepulccums entweik
enn mochten. In Delzonis genauer Beſch w
odellirung aller Gemäßlde, DBasreliefs, Statuen, De
mente u. f. w. dieſes einzig, wie gang friſch erhaltuen?
numentes aus bem Altertbum, u man bas Befall
darüber nachfehen. u
Belzeni zählte bei der Mobellirung biefes Muuug
tes in Wachs allein 180 Figuren, die darin”) in
Größe vorlommen, mehr als 800 Figuren von 3 Bi 4
öbe, an aooo hieroglyphiſche Figuren von ı bis 6
dhe, woraus fich ſchon eine MWorftelung bes *7
gibt. Dr. Wicci MT. der diefes Königsgeab mit ala fi
nen Figuren und Hieroglyphen gezeichnet Bat, b
Monate dazu, und fanb im erften Gange allein saooo
roglyphiſche geilen. Ueber dem Eingange ber Pfr
zwei ovalen Vertiefungen find die Namen von Rebe
Dfammis, Bater und Sohn gefchrieben, nad einer
rung, bie Dr. Doung vorgenommen Bat. Auf em
andgemäßlbe ***) befinber fich ein feierlicher Zug, im mm
chem aufer rotbfarbigen Aegyptern noch breieslei
fehaften als Gefangne aufgeführs werden, 4 bättigt
den, 4 Derfer oder Chaldäer und 4 Aechiepi
Meger, denen wiederum nadte Völker folgen, Außer
fem finden fich viele andere Infchriften, welche zu dem
sigften Theile der uns von ben Aegyptern lübriggebliches
Litteratur gehören; Dr. Young hat fie zu emtgiffeen u
zu erklären verfuche }), woraus ſich eben ganz |
mend mit Herobot und dem alten Teflamente ergibt, |
Bier die Thaten von Water oder Sohn ——
Denn nad a, Chronik 55. Kap. so ®. führte
cho wirklich, nachdem er König Joſias gef za
die Juden ale Gefangene nach de ypten, us K ur
as nach Rap. 56.5; und nah Herodot führte Rei
riege fiegreih in Syria und Aflen, wahrſcheinlich alfo «
in Acıhiopien, wie das Bild angibe. Unter Amaf
Apries und Mecho flieg aber die Blüthe bes Aezn
*) Belzeni Voy. II. p. 18. **) Ideler in R. Wkonett
F; 209. —) Belzoni Yoy. 1. p. 590, ı. Die
ein au Belzonis Atlas, +) Quarierty Roviow ıdge,
P- .
.
“
R Miſtrom, Oberagypten, Theben. 75%
und ber KReichthum ber Könige auf ben Hi:
Die * ken Grgenflände welche man außerdem noch
een Gatarombrn fowoßl in Beban el Malouk, als
surnaß gefanden Bat, find unftreitig die Mumien
‚nad bie Pappyrusrollen. Die Mumien (vom
Kurs Moumya) finden ſich, nach genauerer Beobach⸗
„Aberall, nit nur nad den drei verfchiebenen Glafs
so * rens vor, deren Studium ſchon merk⸗
ſt, ſondern auch geordnet nach ben verſchie⸗
— unb Koften ber Aegypter, vom Bauer
55 Bel hot fand file theils in Gärgen
33 teils ob ne biefe, theils in Gypslagern,
25 —— ermumien immer mit
ber die elegten Armen, bie der mocnche
gi Snige,der ———ã— Klaffen ohne Kiften, we
Here zu jenen ber Vornehmen der Zahl nac etwa "9
sen wie 10 gu ı uf. w. Er vervollkändigte f
wi diefes Gegenfantes, auf welchen zuerfi die
en Belchrten *"*) viel Aufmerkſamkeit Aemenbet Hatten,
e Bamen alle Diumien nach Europa aus den Gatas
a von Mempfis in Unterägnpten, wo fie aber ohne
eich weit fchlechter aufbewahrt und zubereitet find, als
teren in Ober gppten und bei Theben, von wo alles
ums bes alten Aegyptens erfl ausgehen follte. Bei
Epebaifchen Mumien ift die Phyflognomie auf eine
aft merkwürdige Art erhalten, und flimme mit benem
Bandbilder und Statuen in Theben auf bas überra:
fe ganz überein, fe geigt felbf die größte Berwandt⸗
mit dee Befihtsbilbung +) der heutigen Araber in
gppten, weiße von der Syenecataracte bis Theben
#. Die Breglot lodyten von Gournah Haben ganz bie
unomie der enkspfe die fie herbeiſchleppen; breite
‚ rg —* ‚ breite Sechläfen, vorſpringende
ochen, große ugen, großer gutgebildeter Mund,
—— — gleiche Zähne, wenig dicke Lippen, feine
‚ ber Geſichtswinkel von 76 bis 80 Br. ganz wie bei
seopäern, anben Memnonskolofſſen und andern Statuen
w den Köpfen der Arabifhen heile. Die Stirms
die bei den Bewohnern des noͤrdl en Europas mehr
Jllois eto. Dissertation sur la position ge 45 phique
e. de Thebes, in Antiq. Desc. p. 455. **) Belzoni Voy.
p- 263. *"*) E. Jomard aur les Momies des Hy spogdes
Thibes. D. Eg. A. I. p. 37 - +) Jomar
‚ p- 342. und anches. — ol. u A 51 aebſt
sscr. don Delille und Savign
752 Afrika, Waſſerſyſteme. III, Abſchu. 6. 26.
vorteetend iſt, bei den Griechen aber gerabe
und fall.
ſteht, ift bei. den Mumienköpfen nebf ber Rafenlinie real
zurüdgeneigt, was den Hauptcharacter berfelben ausm
en Peint⸗ der auch auf allen Seulpturen nit zu wem
nen ifl. *
Die Papyrusrollen?) insbeſondere find ſeit kun
wichtige Documente für die aleägyptiſche Litteratat
den, ſeitdem man fie in der Thebais häufiger a
und ihren Inhalt kennen gelernt hat. Belzoni behahl
tete *°), daß die Mumien in Särgen Leine folde
haben, wahrfgeinlich mol, weil ihre Inhalte auf deu
gemahlt warb, der fehr oft ganz Eberdede if mit Hi
phen und Infchriften. Dagegen twurben fie gemöhnlih WE
umien ohne Särge beigegeben, und unter das Reit ga
Red, zwiſchen bie Schenkel oder unter bie Achfel gel
Schon finden fih viele diefer Papyıusrollen in den Ems
päifhen Mufeen zerſtreut, aber in den Sammlungen u
Gairo, bei Drovetti find ihrer 170, bei H. Galt gem
100, beifammen im Befitz des Generals Meun [
Minutoli find 50 u. f.w. *"). Diefe Paphrusrellen
ben aufgewidelt öfter eine ſehr bedeutende Größe, wie }
die von 28 Fuß 4 Zoll Länge in der Franzöſtfchen
lung +), und bilden daher nicht unbedeutende Beiträge d
altägnpsifcgen Bibliotheken, bei denen bie Gelcheren
dem Lefenlernen erſt wieder von vorn an beginnen
Dr. Young bat zum Lefen fon ein fehr brauchbares
zoginphenlezicon ausgearbeitet, das Profeffor &cholz in Cab
bei Salt gefehen Bat. Schon als Manufcripte an ib I
fie nah dem Evangelienbud auf Papyrus, NT
sten Saec. der Marcusbibliothet in Venedig, und nah
Ausuflins Epifleln die älteften bie wie befigen, die v
ten Manuferiptrollen aus Herculaneum ausgenommen, DE
aber außer Hie roglyphen und Argyptifher Bu
benfriftaudmituner @riebife Surfiofärifta
halten, foift durch dieſe höchſt wichtige Entbedung und En
zung der Gelehrten, ihr Werth noch erhöht worden
umal durch diejenige von ben Deutſchen Pfilologen Bö
—* und Buttmann ſo ſcharfſinnig und glück
entzifferte und erklärte, die 1995 Jahr ale iſt und 104
vor Chrifli Geburt niedergefchrieben warb, als Urkunde
ben Verkauf eines Grundſtückes das ein gewifler Nechnt
[
*) Jomard des Manuserits sor Papyrus is D. Fg. A.L
357 — 376. **) Belzoni Voy. I. p. 270. ***) Ideler a
ee ” Jomerl Deser. p. 560. ++) %. Bi
einer Aegyptiſchen Urkunde au rus in
ſcher Curſtvſchrift. erl. 1821. 4. t vapp
Nilſtrom, Oberaͤgypten, Theben. 753
Bauft hatte, bei deſſen Mumie hoͤchſt wahrſcheinlich bie:
Deument. gelegen haben mag. Es iſt gewiß, daß Bier:
der Runde ber Aegpptiſchen Litteratur aus den Gräbern
bais eine Hanz neue wichtige Quelle entſprudelt ift,
be noch ein weiten litterarifches Feld zur Befruchtung
Rt, wenn man auch nur an das große Fachwerk der 4a
enf&aften dee Aeghpter denkt, von benen die Prieſtee
6, welche bie Philoſophie enthielten, auswendig lernen
ten, nah ber wichtigen Stelle des Clemens von Ales
rien *), und bas eben angezeigte Factum, daß fir Urs
den enthalten, deren eine einzige durch ben bewun:
Imürbigen Scharfſinn bes Erklärers für bas noch fo
elhafte Bolt ſchon fo wichtige Aufliärungen darbos.
NMäcblick auf die Hundertchorige Konige—
— boris
Auf der Si: über den Gatacomben gewinnt bag Auge
‚eRaunten Beobachters einen beherrſchenden auferor:
gen Ueberblid, über die ganze Trümmerwelt der ein:
u bunderttborigen Thebä, über das Gentrum urältefter
böafler Civilifarion des Alterthums, Über die Stade
Baliften und Zempeln, vol Schäge Über und untere
Erde, von einem zahlreichen Wolke, von dem tüchtigfien
Bergefchledhte, und von mächtigen Herrſchern erbaut,
wben durch unendlien Fleiß, theils aus dem Schooße
Erde, gewonnen theils durch einen blühenden Dandel
Verkehr vom innerften Lande der Neger und Herpiopen
' Arabia und den Erythräiſchen Drean bis sum Andus
Ganges, dazız noch dewahrt, veredelt, verherelicht durch
M und Wiſſenſchaft, welche als bie Lehrerinnen der VI:
aller Zonen und aller folgenden Johrhunderte in der
8 bier in ibren einfältigen Elementen und Einheiten
echt und Rübrung ermeden, burch bie Ahndung ihrer
Ichergewalt auf das Beifterreih oUer Zonen allee Jahr⸗
herte Auch in den feiniten Verbältniffen zeigt fich bier
Darmonte der Entwicklungen, welche jedoch ofı erſt die
R der Betrachtung oder ofe nur allein bie Anſchauung
Haufıufaffen vermag. Go z. B. kann keine Befchreis
y und Zeichnung, Sein Grundriß und Aufriß den eigens
slihen äſthetiſchen Character der Aegyptiſchen
itectue wie ibn der Ueberblid von Theben Bier darbietet
ergeben. Auf jenen erfcheint dem nordiſchen Auge öfs
ils fchwerfällig, ja plump, xob und feltfam, was an
und Stelle felbft dem Auge ganz paffend, leicht und
Greugse Symb- I. &, 246.
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unter dem Aegyptiſchen Himmel aufgeführt, |
ger als in ihrer Heimath befriedigen, und geg
die Würde und die Monotonie dere Aegyptiſche
&berali bei der größten Eleganz und Vollendun
iſſen Düere, Gchattenlofigkeit, Unbebeusem
rechlichkeit nicht entbehren. Daßer if, wie e
den des Aegkıfchen und Joniſchen Reeres bie @
fo au bier bie Aeg hptiſche Km im Mi
mifh und zu höchſter Vollendung empergefii
nen, auf eine Y eigenthümliche Bife, wi die
sit nur aus ihr felbf über fie commentiren
kann. Nirgends aber Gas die Kunſt fi wohl
fo glüdlihd an das Wefen der Landesnatur ange
ift aus ide, als ein Lönigliches Gewächs, alı
Dflanze emporgefoflen, wie hier im Aegyptif
Mur der räumliden Ausbednung ı
ein genauer Vergleich mit den Monumenten
des anftellen **); aber da treten 4. B. alle Br
bäude weit url ‚ ſelbſt bie geöiten. bas 9
Kemyel u Dikum, des Zeus su Olympia
gegen ben einzigen großen Hofraum des Palat
nat, der allein alle Monumente der SIufel |
faffen könnte. Mur die Ruinen von Palmyra
in Syrien leiden fon einigen Bergleich, eb fi
weit zurũckſtehn, da fie nur Ifolirte, obgleid
Styl vollendete Kunſtwerke zeigen, babingege
von Karnak wiederum von einer ganzen Stadt
[4
Nilſtrom, Oberägupten, Theben. 765
Umfang gegen 45000 Fuß (14 bis 15000 möätres) be:
* Do verdanken beide Städte ihren —ãA
Meande, daß fie Reſidenzen und Emporien zwiſchen dem
diſchen Orient und dem Dccident waren. ur die Eu⸗
Kite Roma, bie prunkvollſte Stade der Erbe, erinnert
ſer neuem Gtädten °), durch ihre ſpätern coloſſalen
meen wie das Pantheon, Colofeum, Theater, bie Bäder
Dioecletian (darin ein Baal 180 Fuß lang 74 breit) eis
wrmoßen an jene ber Thebais, doch find alle Alten Mb:
zbauten darin, insgefamt, etwa nur zu vergleichen mit
w Wempel im Güben von Karnal. Die Peterslicche gu
we (Asa Fuß body). faft fo hoch und breit wie die Pyra⸗
beu von Memphis, und mit dee Golonmade 1491 Fuß
Wauer 497 mätr,) lang: it doch noch um 1 Buß (37
* kürzer als die Diſtanz zwiſchen den Sphinxen vor
r WBelipforte des Palaſtes von Karnak von denen vor
ı Dfpforte. Under ben neuern Gebauden reiben fich die
lsſſer von Gaferta, Escurial, Verſailles, Loupres und bie
Wersburger wohl zunächſt an ben Palaft von Karnak an.
Die genauere aſtronomiſche Beflimmung der geograppis
em Rage biefer Monumente verbanten wie erfl ben Frans
Gelehrten. Rab Nouet liege
*), unter 30° 19' 34'D.8. u. 259 4a! 57 N. Br.
zer, unter 30% 19' 38 — — 559 41 57" —
hmanbpas Grab, 30° 18 6 — — 959 43’ 97 —
edynat Abon, unt. 30° 17° 32” — — 25° 4a’ 58 —
Das alte Theben lag alfo nach den Kranzöfifhen Mef:
ngen mit Desobots Angaben übereinflimmend 18000 met.
800 Stadien) entfernt von Elephantine, und wenn man
n Biegungen des Nilfitoms über Deliopolis und die Pe:
Hide Mündung folgt, 68000 mötres (6800 Stadien) vom
gere. Das alte Theben Hat, nach den Sransdfifchen Mef:
ngen, ohne den Dippobrom und Med» amond, einen Um:
Bg von 14 bis 15000 metres und nach den Prieflerangaben
| Diodor Sic. 140 Stadien, was wiederum fehr gut
egeinflinnmte und der Umfang war dem des alten Diem;
is und Alexandria juet ähnlich, aber boch noch Überlegen.
eine Quadratoberſlaͤche beträgt 1008 Quadratheetaren (doch
Bewen die Ruinen einen etwas größeren Raum ein), der
B febigen Kairo beträgt deren 7795, von Paris 3414. Alſo
Abheben etwa einen doppelt fo großen Flächenraum
s als Das heutige Kairo, einen etwa Bald fo großen als
sis, doch nur na ben großen Denkmalen au urtheilen,
®) Jollois etc. p. 297- %%) Jollois eto, Dissertation sur la
sition geographique et l’etondue do Thebes ote. in D.
5 A L. pP: 417 - 4:9.
Bbb 2
tend wit Urbs fl, oder von Teybah d. 9. ars,
die Aeghpter fegten, Sonne und Re ißre €
feyen auf Warten nach Aegypten gelommen, mw
Sie aftronomifhen Gculpturen darftelen. W
iR ir Bam: dus die — 8 Auslaı
und allgemein geworben, tote burı [ni
men bie herrſchenden wurden (f. oben ©. 4
- für gmr der Name von Thebä durch die
on nannten bie Propheten in Joraei
eröhnlid No:ammoun db. i. Ammonsftabi
832 inta mit Megldu Anpar, Beſizihum des
mon, Überfent hat; nach Champollion heiße
f$en Thbaki-anti-pi-amoun, d. f. die
mons, ober des Erhabenen (amoun im Koptifd
ria, sublimis, celsitudo). Die Briegen über
in ihr Diospolis, Aber fon zu Gtrabos 3:
alte Theben in mehrere Städte gerfallen, und ı
berrefte auf der Oflfeite des Ril wurden Dioapol
genannt, die auf der Weſtſeite aber Memnoni
dem fpätern Werfoll_zertheilten ſich au biefe n
nere Bleden und rfer, wie wie fie heutzu
Der hat Luror, eigentlih EI Akſae, bi
Namen vom Caftell (f. oden ©. 654) erhalten
dynat Abou d. 6. Etadt Abou (wide wie Bi
fogifitte Medinat-tabon, nämlid bie Seabr
Thebö) , Heißt eigenlih Medynatı Habon
Stadt bes Waters, oder bes Helligen Bı
na. Kabon. im Itiner. Antonin. ein Sanctus
Miſtrom, Dberägupten, Koptos. 757
weten Zuſammenhange ſteht. Der Name ber hun⸗
rigen Thebä (Ixarouzulas) *), den Homer, fo
I. begeichnend, der damaligen Welthauptſtadt
Jer alle folgenden Jahrhunderte hindurch von allen
a Wölkern der Erde ſtaunend wiederholt wurde, iſt
re Zahl nad weniger wie man gu thun pflegt **)
Thore bee Stadtmauer gu berichen, bie uns ganz
ne geblieben, ale auf die große Zahl ber boden
m der Tempel und Paläfte, bie noch heute
(one), als bie eigenthümlichſten Werke über alle an⸗
e alten Thebä emporragen, deren Grabſtätten
gt noch ben Namen der Pforten ber Könige
el Malouk) tragen, welches allgemein im Lande
ne bee Königsgräber bie Beute geblieben.
t, Koft, Coptos; Kous, Appollinopolis
a; bie Transverſalſchlucht, oder das.
Querthal von Koffeye.
s bee Norbgrenze der Ruinen Thebens zieht fich
m Oſtufer des Nils, mehrere Stunden weit bis
eu Wellmendung diefes Stroms, die fandige Ufer:
n, in welcher nad einander auf dem rechten Ufer
e Keft, Kous, Kene liegen, den Ruinen von
b gegenüber. .
t, das berühmte Coptos*’"), Hat biefen alten
ben Namen auch noch bei dem heutigen Arabern
en. Es liegt zwifchen dem Nilufer und bem Fuß
iſchen Kette, von wo ein Thalweg die Garavanen:
dp Kofſſeyr zeige. Erſt feit den Zeiten der Pro:
a Könige gelangte biefer Drt, als das große Em:
ı der Indifchen und Arabifchen Waaren (in höchſter
ma Strabo's Zeit F)) zu allgemeinerm Ruhme, aber,
u früber, zur Zeit dee Pharaonen, wenn uns
bekannt, doch von großer Wichtigkeit war, beweifen
inen. Bon ihnen ſchweigt zwar die Geſchichte, ihre
npel nebſt der Ummwallung zeigen aber ſelbſt ihr fehr
ter an +}).
ı zweite Ummallung aus Badfleinen, welche fi
e, enthaält die Trümmer einer jüngern Stadt, die
pen, Römern und Baracenen (vergl. oben ©. 670)
ı EX. v. 381. **) Strabo, Biodor, Juvenal, P. Mela
f. Jollois a. a. DO. p. 4350. **-) Champollion l’Er.
Ies Pharaons T. 1. 223. +) Stırabo 1. XVII. p.
ed. Tzsch. +t) Jollois et Dewilliers Notice sur
Ruines de Keft et de Qous in. D. Eg, A. U, ch. X.
I dä, pP» 3.
755 Afrika, Waſſerſyſteme. m. uiſcha
in die alten Aegyptiſchen Teümmer Yineingebeut
fo leer ift wie jene; fo, daß Bier die KRunfibent:
vier verfchiebenen Blüthenepochen beifaumen
jege nur einem elenden Araberborfe zur Unteriag
Die Trlimmer der zwei Tempel find beuen gu
oben) fehr ähnlich. Won den fpätern Werken if
chriſtliche Kirche Übrig, aus alten Aegyptiſchen X
dern aufgeführt; fie wurde bei der Chriftenuerfel
fee Dioclerians zerflört. Auch in der Um
ten Stadt find die Spuren ihres alten Beil
handen, 3. B. in dem Dorfe Kymaͤn flede der Ue
nes alten Tempels.
An der S. S. O.: Seite des ——
noch eine ſchöne Kunftfiraße *), welche bie tie
Stadt gerade burchfchneider, und an deu Fuß der :
Kette anftößt; ficher diente fie einft zur Ucberfchw
zeit, um bie Garavanen, die von Berenice
Merreshafen famen, trocknen Fußes zur Gtabe |
führen, auch ale Damm zugleich das Ueberfhm
waſſer flilftehen zu machen. In diefer Straße fl
3 Brücken; bie eine aus 7 Bogen mit alten Qu:
Hieroglyphenfragmente errichtet , daher wohl au:
Zeit von Römern oder Soracenen gu Stande gebrad
fiebt man noch 1500 Fuß von den Ruinen ber ©ı
einem großen Wafferdaffin, an welchem die Kunfl
in zwei Arme theilt, die Reſte großer Gebäude
Anfchein nach die großen Waarenhäufer bes Emp
om Milbafen gewefen feyn mögen. Gtrabe**)
daß zu feiner Zeit die Stadt Koptos ſchon gem
lich von Kegpptern und Arabern bewohnt worden f
Araber in Aegypten angefiedelt vor den Grobers
Muhamebdaner.
Kous, Rös:Dicbie *), Apollinopoli
Im Norden des vorigen liegt diefer von Chriften
Ort, der jetzt ebenfalls im Verfall noch feine al
beurfundet, in einer Entfernung von 4000 Zuf |
. ufer. Die biefigen Schutthügel beweifen, baß
eine Danbelsflation von Wichtigkeit lag, und
feda’s Zeit war Kous bie wichtigſte Danbelski
ptens, nach Foftat (Kairo). In der Mitte ber Se
eht noch eine große Porta F), ganz ifolirt, ähmil
enderad, einft der Eingang eines großen nun gaı
sen Tempels. Die noch fichtbaren Baureſte w
*) Jollois ete, Notic, 2.65. *0) Strabo XVI
>), Champollion T.l.p.219 1) Jollois ei
p- 66.
Pu
Milſtrom, Oberaͤgypten, Koptos. 769
XR denen von Denderah ähnlich. Dieß iſt Beweis
2 R ifre einige Wichtigkeit, bie ber Ort wohl dem
Die Sreiemäifgen Könige belebten Handel Oberägy:
verbanfte. ns der Gegend von Kous, 3300 Fuß
ben entfernt, in ber Breite des Dorfes ober Kafe Dar
49 iR eine Khalfhludt, ‚welche wie die von Kop⸗
8, queer buch den Mokattam oder bie Arabifche Kette,
f vi see Caravanenſtraße nah Koffeyr und Bere:
e füßr
iee befindee fich wirklich jenes zweite bebeutende ges
bin in mehrere Seitenarme zerfpaltene Trans
shal, bas den Nil mit dem rothen Meere verbin⸗
7 Stunden im Norden von dem alten heben er:
n alten Aegyptern aus feinen Steinbrüchen wich⸗
Baumoterialien lieferte, und gleich dem Wege won Edfe
oben) einer Daupspanbelefteae der Thebais
dem „rient diente. Diefe Transverſalſchlucht iſt unter
Kamen des Thales von Koffeye *) genauer be:
8 geworben, welches von Kenne bis Kofleye eine Weg:
von 42 bis 45 Gtunben beträgt.
Das Querthal von Koſſeyr.
' Raum eine halbe Stunde im Oſt bes Nil fängt fon
e Wäſte an, welche die erfien g Stunden weit ganz wafe
Bios if, bis Guitta (Leguitta, Legheta). Der Cingang
wm NMil Ger, von ben Orten Rene, Kous oder Koptos
eine enge Schlucht, deren Vorfprünge aus Trüͤmmern
E Raltberge des Mokattam beftehen, die allem Anuſchein
9. Bier Einf ununterbrochen fortfiricden, wie bie weſtliche
Ge Nilkette, als das Thal Dberägyptens noch ein En
N
se
+ |
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Offener Seebobden war. Je tiefer in die Schlucht b
De erweitert fie fich zu einem breiten Thale, Über beflen
remzende Vorböben gegen &. die Höhere Arabifche Be:
Be, weiß, fteil und Boch hervorragt. Das Querthal
ter eine weite, trodne Ebene ohne alle Wegetation mit
MB und Kiefeln überdeckt, aus weichem Sandſtein, aus
RB auch die Bergzüge zur Geite beſtehn, bie fih bei
Kitta wieder der Garadanenfirafe nähern. u beiden
ſtürzen die troknen Betten der Hegenbäche herab,
I Bier im Winter reichliche Regenfhauer fallen, wenn au
wNilchal ſelbſt ohne Regen bleibt.
Bu Guitta finden fi 3 gemauerte Brunnen mit gu:
WM Regenmaffer, und umher ſtehen mehrere Ruinen alter
häude, auferdem keine. Inbeß fpaltet fi das Quer
) Rozidre Descript. mineralogique de la Vallde de Kor.
seyr in Mem. s. l’Eg. T. III. p. 237.
ss
Bo”
⁊ - n . » „» —h. a. _ mu .—
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uure u VL ν En EEE —
von Wegweiſern. In dieſer Loealität iſt alf
Handelsſtraße“), deren Strabo gedenkt
dar; fie führte ſüdwärts, wie wir oben ſahen
zenice, oſtwärts, nach dem Hafen Nyos Ho
ches das fpätere Koſſeyr des Mittelalters if.
Eine Stunde im Oſt von Buita**)
beide Gebirgsketten fo ſehr, daß das Thal ſth
Fuß zuengt. Die Bergwände werden weit
San ſtein nimmt eine roſtſchwarze Farbe an
Bruce +) für vulcaniſchen Baſalt, ale er bie €
Karnak ſahe, die aus ihm gehauen ſcheinen).“
6 Stunden in Often, werden dieſe Sanbfleis
Broccien und Puddingſteinmaſſen verbr
Gefüge immer grober wird, die Schichten imme
die graue Karbe geht in das Violette und GBrü:
Ber von Reiſenden öfter votber und grüner-:
nannt), Marmor und Porphyr Anden fi bie
aber weiterhin folgen feinkörnige Sraniemaffen,
eien von der fhänen grünen Farbe (Verde d
antico der Antiquare), darin Mollliefel von
Porphyr eingewidelt liegen. Der Granit hat
gen Slimmer und roſenrothen Feldfparh, wie der
aber viel Lleinkörniger ; unter den Porphyrki
jene Breccienmaſſe eingebaden find, finden fie
5 verfchiedene Varietäten, sum heil in gro
umd von fo außerordentlicher Schönheit, daß
aus biefen ihre edelſten Kunſtwerke arbeiteten,
er
—“
m. -
wu. Bu b+
. » .. ® nm „
L 228298
1:75
—
Miiſtrom, Oberagypten „Koptos. 761
Mänitt der Arabiſchen Bergkette Mind, folgt, wohl ı0
s weit, zum beiden Seiten bes Thales Schiefergebirge,
Hrer für ben Weg nur enge Schluchten übrig läßt, fo
ber fchlängelnde Felsweg oft nur für a bie 3 beladene
sele breit genug iſt. Die Bergmände fleigen Reil em:
nd nade, ohne Gewächs, wild durchriffen, von weißen
tggängen durchſetzt, welche die Trümmer nebartig durchs
fen und su Maſſen verbinden, inde die Gipfel feltfam
iftet und zugefpist find. Der Thalboden mit dies
krümmern Überfchlitter, ift überall ohne jähes Auf: und
igen, fa in gleichem Niveau und fo bequem wie bie
Europaiſche Kunſtſtraße. Die Franzoſen fanden zwi⸗
dem Mil und Koſſeyr nur eine einzige Stelle, näms.
im Iflichen Ausgange gegen bas Meerufer, die für
Artillerie befchwerlich zu pafficen war. In den Mes
Hiuchten und Thalwinkeln ſtehen wenige Acacien und
wuinten, in der Mäbe der Brunnen, welche El⸗
eb *) heißen, und 253 Stunden Wegbiftang von Ken:
gegen Oſt und von Koffeye ı7 Stunden ge Welten
1, alfe [gen näher gegen das Arabifche Meer zu, als
ı den Nil, Diefe Brunnen haben fih in etwa einem
mb natürlicher Selsfpalten gefammelt. Bon Eis
&5 folgen nun immerfort, bis 3 Lieues diffeie Koſſeyr,
Schiefergebirge von der mannichfalticften Abwechslun
ald Horizontal liegen, bald geneigt gegen üben fals
An der Auſſenſeite dieſer Schiefergebirge, gegen das’
e gu, dehnen ſich Gyps: und Kalkgebirge an, melde
se, befonders aus angehäuften verfiinerten Auſtermu⸗
s (Ostrea diluviana nach Rozièere) beſtehen. Je eins
iger Übrigens die Maſſe der Kalk: und Sandberge ges
Bas Nilthal fich zeigte, deſto mannichfacher wird fie das
sin den plößuch wechfelnden Bebirgsarten und Webers
en des Thales gegen bie Meeresfeite. Drittebalb Stun: -
in W. von Kolfeyr, gu Lambageh °*), mo bie nörb:
Strafe, welche Bachelu nahm, wieder in bie heutige
wanenflrage eintriffe, liegen die Quellen eines klaren
ſes, dee jedoch nur zur Megenzeit bis Kofleye zum
se fliege, fonft aber ſich bald wieder im Bande vers
»). Hier zeigt fig, nad lange vorhergegangener
re, die erfte (hine Vegetation wieder, doch nur eine
pe von ı9 bie ı5 Dattelpalmen Bier fon eine große
enheit, Mimofen, umd ein Bleiner mit Pflanzen und
räuch bebedter Raum, mo fich die erfien Vögel wieder
n, wohin Gazellenheerden aus den äden Berghöhen
Rozitre 4. 0 D. “.) Rosziöre a. a. D. Nr. IV.
'#*) Dubois a. 8. ©). p. 27%
"62 Afrika, Waſſerſyſteme. IIL, Abſchu. 6. 26.
inabfleigen, ihren Durft zw loͤſchen. nm 2.3. vu
ier liegen hohe Sranitgebirge, deren Waffe has Grund
lager jener Granitkieſel gu ſeyn feine, die weiter im
als Trümmer in die Breccien eingewidelt liegen, und ale
auf eine Revolution Binmweifen, bie burch Dieeresbew
entflanden zu feyn ſcheint. Auch zeigen n. Bier eine
ge berabgeflürzter Granittrümmer unb bie Felsmaſſen fe
find in regelmäßige, natürliche prismatiſche Theile gli
get. (Diefe hiele Bruce für angefangene Obelisten, de
ber er, und mit ibm Browne, Bier von Greinbrüden der
Aegvopter fprechen. Dieß ift Irrthum. Die obigen Rade
sichten zeinen, daß die alten Aegypter bie Maſſen, bie fe
in der Näbe en nicht weit herbolten, bier dagegen, im
Thal von Ko
Steine, den Alabafter, Porphyr, Steatit, fogenannten Be
fat, Breccia d’Egitto, Verde antico u. a. m., jun I
kleinern Meifterftüden der Sculptur *).
eur, brachen fie nur die fhönern, Eleiners
Im Df der Brunnen von Cambagéh kommt ie.
unwegſame Stelle, die einzige befehwerliche in dem
30 Meilen langen Querthale, und gleich jenfeit be
erblide man zwiſchen Kalt: und Gppsbergen bin has ca
the Meer, und bald darauf das Fort von Koſſehr, ab
dem Drte in einem weiten Golf voll Korallenklippen.
Einen andern Weg als diefen genannten, den Bed '
res bereifet bat, nämlich einen etwas mehr nördlichen
nohm der Engländer Bromne**); und Bruce ging dar
das Thal Terfaoued. Hier find keine Spuren eines 66
nale, auch keiner alten Kunſtſtraße, doch Hält WBromne den
Weg felbft durch die Felſen für gefprengt. Karamanen ne
men beute no von Kenneh, Benout oder Kons bi
Koptos diefen Weg nach Koffeye, und legen ihn in v
Stunden zurüd, wozu fie 4 Zuge Bin und 3 zum Bi
wege gebrauchen.
Die Gegend um Koffeie***) ifE gang wäfle, ber Be
den ift Sand, das einzige Grün find einige Koloquintens
bäume; einen Brunnen haben die Sranzofen erfk gegr
3000 Fuß vom Fort und 600 vom Meere; jeden —*
er für 600 Menſchen Waſſer, das aber ſchlecht iſt.
erſte Quelle iſt eine Tagreiſe fern, und die erſte gute ih;
kein Haus des unbedeutenden Hafenortes bat eine Tiſtewe.
Hier war ehedem der Hafen von Myos Dormos +). DU
nahe Lage dieſes Hafens am Nil, alſo feine Weltkelumg
a) Rozitre Deser. p. 261. *) Browne Trav. p. 145 |
er) Dubois Ayme Notice sur Kosseir et ses environ
in Mem. sur I’Eg. T. III. p. 273. und Descr. de l'’Eg
Etat mod, I, p. 195. +) Goffelin 6. Brebow p- 190:
!
|
Nilſtrom, Oberägupten, Denderah. 7653:
ns zu feiner Wläthe verholfen, denn auf ihm fand ber
ee Verkehr zwiſchen Indien, mit Oberes wie mit
2 Jegypten flatt. Daher ift diefe Wüſte wohl von jes
K belebt geweien; feitbem aber am Weflausgange der Gas
B umb die Strafe von Koptos verfielen und der mehrſte
Andel ſich in das Nildelta zog, wendete auch die Karawa⸗
nftraße ſich weiter nördlich nach Kennéh.
Kennéh, Ghinneh; Denderah, Tentyra, Ni-
Tenthöri.
KRennef °), ein guter Dandelsort auf dem Oſtufer
Ri, we biefer feine große Werbung gegen Weſt nach
Bittelägypten beginnt, iß ein Hauptfig ber Gouvernements
k Dberägnpten, berühmt durch fein Köpfergefchirr, das zum
Ahlen dee Waſſer trefflich dient. Der Ort ift noch im
we eine Waarenniederlage °*) für Koffer, Baumwolle,
Achmirzeuge, indifhe Waaren; über Kenneh ſchickt ber
von Aegypten jetzt noch Koen nach Arabien für ſei⸗
Demanlis, und Hier iſt eine beſuchte Station für die
nach Welle. Won Bier aus unternahm: General
ed feine Expedition gegen Koffeye, der wir bie obigen
Iaprichten verdanken, und bie Franzoͤſiſchen Gelehrten ent:
Miten von Bier aus die Ruinen am Weſtufer gegenüber,
is gise, bie gu ben größten Meifterflüden gehören welche
ie Aeghptiſche Baukunſt hervorgebracht Bat.
Denderah, das Dorf, liegt umgeben von einer Men:
e von Dattelpalmen und Doumpalmen, bie nicht viel weis
ve gegen Norden gefunden werben, eine Viertelſtunde vom
MM, ud 9000 Fuß weiter gegen W. die Ruinen bes
lien Tentyris (Terrupa) **"*) unter 30 Or. so Min. 4a
dek. D. 2. von Paris und 26 Gr. 8 Min. 36 See. RN.
je. nach Nouet (26 Br. 10 Min. na Ptolem.), wo gu
* abrians Zeiten noch ein Tempel von Bedeutung
. Der alte Name bes Ortes if in ber toptifeben Bes
mnung Ni- Tentbori +) aufbewahrt. Die Ruinen vom
Imtpra nehmen einen Raum von 5100 Fuß (17700 matres
n, in ihrer größten Länge, von 2400 Fuß (800 metres
eeite, und 192000 Fuß (4000 metr.) Umfang FF). In G.
dm WB. werden fie von der Libyſchen Kette begrenzt; ges
w Norden find cultivirte Schutthägel, in denen viele
) Jollois et Devilliers Descr. des Antiguites de Dende-
sah in Descr, de PEg. Antig. T. II, ch. X. p. 2.
®*) Belzoni Voy. I. p. 58. ***) Strabo XVII. p. 593.
#4) Mingarelli Aeg. codie. relig. hei Champollion L
p: 234. +4) Jollois etc, p. 3.
Bleinerer ‚Lempel, das Ayphontum, und eime Zune
Porta mit Ummall:ngen und andern Mauerrefte
fcheinlich befinden fig binter biefen Ruinen in
ſchen Keite die Catacomben.
Der nöcdlichft gelegene Tempel gleicht feine
tion nı® dem örtliden Tempel gu Philä ); bie
orta ſteht allein, ifolirt, ohne Polone aus Se
aut, in einer Schönheit ber Verhältniſſe umb 9
der Arbeit, die alles übertrifft, was Oberägypten
bietet, und mit dem reichſten Teppich von O
Aberdeckt iſt. Eine Hauptrolle in diefen fpielen
masquen und alles was auf Ifis und Öflris S
Das Typhonium ift ein Peripteros, ähnlich dem
das Aeußere bat keine Ornamente, das Innere
ders wichtig dur die Wandfculpturen, Die ben
treffen, und bie ganze Geburt und Ersiefungsgefe
Ha pofrates und Horus darftellen **) Die €
diefes Typhonium haben die mehrfle Analogie |
gu Dermontbis.
Den ıiefften Eindruck macht ber Portikus ***)
naos des großen Tempels, befien Facade im Kup
urirt worden ift: er ift von der größten Ein
ürbe, Strenge und böchfler Vollendung. Die
find berühmte, fie befichen aus vier Iſismasken
4 Seien, über jedem Kapital ſteht ein Würfel |
eines Zempeldene. Das Ganze wie das Einzelr
verbient das genauefle Studium. Wie das Aeu
auch das innere mit einer Pracht und Schoͤnbe
Nilſtrom, Oberägnpten, Denberof. 765
entionen Haben, blau gemahlt mit goldnen Sternen unb
wch die aſtronomiſchen Wandgemählde *) fo berühmt ger
seden find. Hier ift nämlich su beiden Geiten des Pla:
abs der Zobiaktus, deſſen Erklärung in neueren Zeiten
-wielfältig verſucht worden iſt. Die große weibliche Figur
Minbes fich bier wieder, die ohne alle Verhältniſſe gezeich:
rt, ale Rahmen fi um bie ———— ausbebn:; das
elige Zidrod, Symbol des Waflers **), mit Lotosblumen
Idee ide Bewand, eine Kugel mir © perberflügeln ficht vor
wem Munde und bie Spange des Gewandes ift der Beis
ge Scarabäus, ale Symbol der Generation; fie felbft iſt
afreitig meh! Iſis als Mutter des Weltalls. Daneben
ws die Warten mit ben Börterbildern und darauf beginnt
eu Thierkreis ) mis dem Sternbilde des Lönen.
In bem Innern bes reich ausgefhmüdten Tewmpels
fh, iſt ein Gemach befonders merkwürdig burch die Him:
wisfphäre, welche an der Dede vorgeflellt ift, wo alle er:
— Conſtellationen abgebildet ſind; auf der einen
Llte die des nördlichen Himmels, auf ber andern bie des
Bdliden +). Ein ganzes Gemach ift ganz mit aſtronomi⸗
* Wandfeulpturen angefällt, fo daß Bier vielleiche bie
ung eines Dberpriefters feyn mochte, ber mit dem
eiligen Studium und Gultus ber Aſtronomie beauftragt
we, ober ob vielleicht hier eins der vielen Gräber des Di:
6 zu ſuchen ift, die in vielen Tempeln Aegyptens nertbeilt
wen. Won den äußern Zempelbilbern find viele zerſtoöͤrt.
Das Frifche bes Baues und der Farbengebung, bie
Jellendung des Meißels in der Gculptur, das Correcte dee
eichnung unb bas Graciöfe derfelben, macht es wohl fehe
ahrſcheinlich, daß diefe Gebäude erft in der jüngern und
IaRen Blütezeit der Aegyptiſchen Kunft aufgeführt wor
m And TI). Ein geologifcher Grund fcheint dies zu befläs
an. In ber Thebaiß liegen die Terraſſen der Tempel,
cehedem unſtreitig üder bem Spiegel des Nilwaſſers
wen, ibm jest gleich; dagegen liegt die WBafls des gros
m Tempels von Denderah noch 4,57 mätres, alfo ges
m 24 Fuß Über der umberliegenden Bodenfläche erhaben,
wurde er wohl erſt in weit jüngerer Zeit als jene ber
bais aufgebaut. Jedoch keineswegs darum, wie Wiss
met und nach ihm Welzoni TI}) angenommen haben, er
m Griechen ober Romern. Unſtreitig, behauptet Joi⸗
®) Atl. Ant. Vol. IV. tab. 18. *%*) Borhalle Curop. Vol⸗
kergeſch. ©. 161 u. f. ***) Jollois 23—32. +) Jollois
a. a. D. p. 52—44. ++) Jollois eic, Descz, p. 55, $.X,
ttr) Belsoni Voy. I, p. 38,
Bapın, inneryaus 2 SOTEITEM| *
AR Andere er plögtich an 9 Meilen weit feine
gen W., bis er in der Höhe von Abybos**),
den unterhalb Hoü, mieder in feine Normal
tritt und feinen Lauf gegen NN. fortfege.
An biefer merkwürdigen Gtelle liegt 36
Gtrabo***) ein die gmeite Stadt an
aber zu feiner Zeit ſchon zu einem elenden A
funten; doch war hier ein Pallafl des alten A
non (oder Jsmandes, d. i. Ofymandyas, ſ.
ben 737.) und manche andre Mestwärbdigkeit,
no aufführt. Unftreitig derdankt ber Det
thümlihen Loge im Mpalbogen, ber dortige
itroms und des Thales feine hohe Bedeutun
Stadt, welche jept fo ganz verſchwunden if, i
Zrümmer EI Birba }) bei ben Arabern gı
Stelle bezeichnen, deren altägpptifer Name ı
mal übrig geblieben ift, lag nicht wis bie aı
am Nilufer, fondern im Binnenlande, an be
Gulturlandes an der Libyſchen Grenzkette, fo,
wohuer im ber Gefahr vom Sande ber Lib:
Überfepittet zu werden, ihm auch deſto meh
leiften mußten. Abydos wurde von einem
mäffees, ber jege nicht mehr lebendig iſt, d
Wette aber von bier auf der WWeffeite des
vorfindet, von hier bie um Marestis:ı cr
mehrern Gandlen zur Grundlage dient, die ver
men tragen. Er beainnt fchon in ber ebern |
MNilſtrom, Oberägnpten, Abydos. 767
r -
de veranlaßte fpäterin Diospolis parva, b. i. Klein;
zu ne eben da wo — dee Ort Dow
Weide ältere Drte, Diospolis parva und Abydos,
sihten, erſt als bie Ptolemäer biefer Gegend einen neuen
5* gaben, der jüngern Stadt Ptolemais Platz,
trabo mit Memphis vergleicht.
Im Mittelalter der Araber iR die Stadt Girgeh
Heiweit von Preolemäis, jegt Menehyeh, 4 Stunden
n Norbden, und von Abydoe, 4 Stunden im Güben vom
V, welche auf die Trümmer einer gegen Stadt ers
‚ und vom Ganct Beorgenktlofler den Nas
erhielt, nicht weis im Norden von Abydos, die Kapi⸗
s von Baid geworden, und bis Heute geblieben. Dafe
Lokale, einige Stunden auf und ab, ift alfe immer ber
der Kapitalen geblieben, bei allen politifgen Wech⸗
in, ein Beweis des Einflufles der Configuration bes Ter⸗
auf die politifchen Verbältniffe.
Mirgends wie bier am Mil iſt diefe geograpbifche Lage
5— für Stäbteanlagen geweſen, weil der Strom
ſein Ufer das ganze Land ausmachen, Felſen und Saud⸗
fonft unüberwindliche Hinderniſſe find, und alle Wege
Straßen fi nach dem Flußlaufe rihten. Dende⸗
an und Abydos Erbauung *°) find durch gbeiche phy⸗
galifche Verhältniſſe bedingte worden. Abydos bat noch
m Borzug, unter gleicher Breite mit ber großen Dafe
Wa), alfo im kärzeſten Abſtande vom ihr zu liegen.
durch bie Franzoͤfiſche Erpebition ift die Lage von Aby⸗
os zu El Birbe wieder entbedt worden. An ihrer Stelle
Ingen nur elende Hütten ber Dörfer El Kherbeh und
araba, nur einige Palmbaumgruppen fchüßen fie wor
andung, und aller Vorſorge ungeachtet iſt bas alte
ine ——n— Weit an dieſer Stelle 6
ine Thalſchlucht gegen We an diefee Stelle bat ger
bem Bande vom WeR ber von jeher freien Spielrasm
ben, aber die alten Aegypter verflanden es, an folchen
- fih_gegen ben böfen Feind, diefen Typhon durch
gen, Mauern und Kanäle zu fihern. Gebr Häns
Soben bie Aegypter gegen bas Borrüden des Wüſten⸗
| Backſteinwaͤnde **) aufgeführte, an den Mündungen
ke @eitentbäler. Daher zeinen fih an fo vielen Stellen,
m Gingange der Libyſchen Wäſten, große Mauerwänbe, die
NbR tief in die Wüſte Hineinfiehen, wie z. B. in der gan⸗
m Deptanomis, wo fie den allgemeinen Namen Hays
2) gomurd Descr. a, a. D. p. 2. **) Jomard Dosor, a a,
p- 4
zum 2)0r7 Yarade hin uegen; va
ten, Refle nes Granitkoloß, Refte Fine —
Reſte eines Kloſters, genannt Deyr Mafäı
Der Umfang aller dieſer Ruinen der alten Refi
nicht weniger ale 21000 Fuß (1000 metres), &
NW. nah ©.D. B400 Fuß (2800 mätr.)
Fuß (900 metr.) Breite.
Am Güdende liegt ber Pallaſt, bee bafb ı
det feyn wird; er ft feltfam genug halb au
Halb aus Sanbftein erbaut **). te Außenfeite
jugebedlt, das Innere dagegen iſt fa volltom
Kader erhalten in Scuipturen nad Bandyemäl
fonders merkwürdig iſt er Durch eigenthümliche
nen, 1. B. gemölbartige, die man nur hier unl
beobachtet hat. Diefer Memnonspallat zu |
ungeheuern Gälen und Dekerarionen, ann feh
den Prachtbauten Thebens beflehen, umd zeige
die Eöniglide Memnonaftabt, Diospelis patva,
faß jener zu Theben. Jomard vermut| Kg)
Abydos fey erbaut von einer Aethiopifben
in Aegypten einft herrſchend war, und daß fü
Emporium der Sklavenkarawanen gedient e
ben wir von ſolchen feine Gpur im Alterthun
wie heutzutage das benachbarte Syout. J
®) Jomard Doret. p. 8. Plan des Ruines Au
— 122 J0mird Dar. gi: Ang
Nillauf, Mittelägypten. J 769
Fuͤnftes Kapitel. |
er untere Nillauf in Mittelägppten,
$, 27%
Veberfige
Tach der großen Weftwenbung bes Nillaufes von
derah bis Abydos, in welcher wir bie Fortfegung
ransverſalthales von Koſſeyr weiter gegen Weften bin
Innen glauben, nach der im obigen angebeuteten Bes
snfignration dieſer Länderregion (ſ. oben S. 678.),
der Nil, im Norden von Abydos, nun allgemad wies.
iner NRormalbirection gegen Norden bin, zwiſchen
eiben begleitenden Seitenketten der Libyfchen und Ara⸗
u, bis er in das flache Land des Nilbelta eintritt, we
uch dieſe Bergzüge gänzlich verlaffen. Diefen gangen
ich fehen wie als die natürliche, mittlere Abtheis
des Nillaufes in Mittelägypten an, und nebs
biefen Begriff Im weit ern phyſikaliſchen Sinn, bem
cheinlich ein auch bie älteſte Aegyptiſche Eintheilun
andes entſprach, obgleich nach der ſpätern gemöbnli
ber obere Theil diefes Kandflrichs mit zu Dberägyps
erechnet ward (zur Thebais), der untere Theil defs
von dem Beginn bes Joſephskanals an, aber, na
Igiechifeden Benennung der Hleptanomis bekannt, als
gu Mittelägypten gerechnet ward, eine politifche Eins
ng, die Überhaupt jegt ihren Werth mehr verloren
und für unſte allgemeinern Betrachtungen, bie das
ate der Ericheinungen zu umfaffen fuden und nicht
sen Zeitmoment, ohne diefen gerade unberüdfichtigt zu
‚ nice bindend ſeyn kann. Doc ift auch heute no
ie Landfchaft von Syout bis Kairo hinab, wie ein
tncopolis bis Babylon, der Name Mittelägypten
ben, denn das bedeutet der dort gebräudliche Arabi⸗
Name El Boftani (Land der Mitte) *).
Bon dem Wiedereintritt in die Normaldirection bebäle
dilthal nun, nordiwirss, feine ganz gleichföürmige Cons -
tion bei, nur daß die beiden Seitenwände weiter vom
om abſtehen, und bäufigere Seitenfchluchten zeigen,
welche das Anrücken der beweglichen Sandwüſten dem
ale immer gefährliger wirb, und eines immer erifles
lampfes dagegen bedarf. In der Höhe bes Ortes Das
:selsSheryf wird das Nilthal fo breit, daB auf
ſomard Descr. des Antiq. de I’Heptanomide, p. 8.
ch Gcc
gegen R.D.
* al. Aber im innern Ei dieler
——T El Lahoun genannt, nordmeitwi
38 ae mit dem Niithal;
—* ab, bie num eim ak
— —V Baſſtu
den lt 7 833 —3 oder bag.
vum Baffin, gleicd einem alten,.
sten jeeboden, wird im Nerden
die wm een der Libpfchen ——
die Be einem —— qm Ben, ge f
16 gegen den Süden fo fo gen in
Be an ein watt bob er 6 EN
tengen, ar bode
(m Bablen von 3 bis 4 Stunden [4 Fr a
ze) and allen Weltgegenden faft
de itte bildet eine flache Landh 38
Ing zu einem langen, flachen Thale Fr
et, welches ber Mache See Kerum (Birket ı
öeis, Molgidos Aug bei Gtrabe) gr ganı im
zur weRlichen Ehpfaen Bergeette.
foume im concaven Wogen, in Nord A
en Gteilmände, bie im Cüden und
fi fanft bis zu ihren Gipfel, ber 30 bis
(15 bis 16 Myriamd:r.) vom Kulturboden emtfı
Ienfeit der —— Ei a⸗un d. 5
Be nd ———— —8
Niiſtrom, Mittelaͤgypten. m
⸗ es cheidet. Die erften Pyrami⸗
ftromab aus Said kommend, erblidt fichen
raude diefes Plateau’, anfangs nur wenige,
e, bald mehrere, zumal bei Sakkärah, def
alte Memphis dominieren; erblich folgen
n, bie großen Piramiten von Aboufir, die
legte nordlich ſte Vorgebirge der Libyſchen Kette
von Kairo kronen durch ihren Wunderbau.
jscanal zieht auch hier noch dicht an der Bir
Bin, aber der Raum zwiſchen ibm und dem
ı bis ı$ Stunden eingeengtz doch iſt diefee
noch immer breiter als auf der öftligen, Aras
wo der Iboden ſehr ſchmal if.
difge Bergkette hat hier mehrere Querſchluch⸗
ro Meere führen, aber unbefuche bleiben,
ijegt ein Koptiſches Klofer an ihren Eingängen,
und Mittel gynten nd fi alfo noch dam
ß es enge Thaler find, durch deren Mitte das
t, von ber Inſei Phila His zu den großen
vom 24 bis 50 Brad N. Br., oder (jeden Brad
15 geographiſchen Meilen gerechnet), ein bis
ind von grade 6 Breitengraden, oder 28 geogr,
deß nah den Biegungen bes Stromlaufes bie
wicklung zwifcgen beiden Puncten, eine Länge
ues °) (86 Myriem.) oder 105 geographiſchen
ige, fo daB die Krümmungen ein Viertheil des
5 ausmachen, Jenſeit bes Borgebirgs ber gros
en, wender ſich nun die Libyſche Bergkette ges
dagegen die Arabifche oder der Mokattam nad
m Winkel, leich jenfeit des Thals der Vere
na noͤrdlichſten ber Transverſalthäler bie zum
e führen.
Bebirgetetten von dieſem ihren Wendepunete
t, bilden einen nordwärts gehenden, ſtumpfen
beiläufig 140 Graden, der eine ſehr große Bucht
in deren Mitte fſich bie zum Mittellaͤndiſchen
Delta Aegyptens hinlagert. den Hier im
a pipe diefes flumpfen Winkels if es, we
6 Lieues (a5 Kilometr.) unterhalb Kaire,
auptarme fpaltet, wo denn bie Lanbfchaft von
‚ten beginnt.
wichtigen Beitrag dur Kenntniß der phyfitali⸗
ltniſſe und ber Bildung dieſes Thalbebens lin
Mittelägupten, von welcher bie ganze? Landes⸗
e der gegenwärtige Zuſtand Aegyptens völlig
n. . O.
Cee a
um verechnet [ImD; [IE SOTIER Typ rg
en, “
an Querfection des Rilfluffes *
lout ). Das Slußbers if bier —
fee if Wie gt in der d
PR ber Ober| Fre des
in Sceunde,
einer
Fanindi teit glei 0,60 metre. Die:
Kun (tafıs) im Verhälmiß.wie a zu 2, elß;
—8 des niedrigſten bi6_Aum Fe
Waflerhandee, ettbei t dem ah
beten. Geine Breite wat im ICH
Wofferdurgfnitt (Section vive)
metres, bie mit er ae fe windigt ie Yen os
einer Gecunde, -multiplicirt, ein 558
bus: mötres Nilwaſſer geben, welche be
Kegenube bei Monfalout fortwält, im —
ſerſtande.
1. Querfection bes Nilthale gu €
Die totale Breite des ER Ein
Fr die des Nilbettes etwa ber gwälfte
nãmlich 800 mötres, welches 3000 ale u von H
and 6000 mötres von ber Arabifchen
den Geiten liegen Ganäle, ber en
©oouäqueh, 160 met, breit, —* Bub ie
Kette Bingiebt, in welcher bie Gatecomben von d
Auf dem Sk fer, 600 met. gb vom! a &
nai (150 met, breit), bann 500 met. ab,
Nilſtrom, Mittelägnpten. - 778
w Seite die Waſſer bes Canals El:Gaoudägqueß
; er erhebt fi 1,20 möt. über den Horizont ber
ınd ragt auch zur Zeit. der hoͤchſten Nilüberſchwem⸗
Hy teoden hervor. Am Dafenore von Syout gab
mg eine mittlere Geſchwinbigkeit der Strö:
on 1,91 M., das Waflerbolumen welches in einer
fortgewälge wird, beträgt (den 28. März 1799)
ifhe met., eine merkwürdige Uebereinflimmung
Reſultat bei Monfalome zur Zeit des niedrig:
ſſerſtandes.
3 anders verhält ſich dieß aber bei hohem Nil⸗
wo das Waſſer gewaltig zunimmt, die Geſchwin—⸗
bis zu 1,97 met, in einer Secunde wächſt, und
ffeevolumen welches jede Secunde vom Strome
ze wird 10,247 cubifche met. im Herbfläguinog
gegen die geringere Summe im Frählingsägquinoe
inen Unterfchied wie ı zu 15 giebt. Und bech bat
Mil oberhalb, im der Thebais, zwiſchen Syout
ene, ſchon fo viele Wafler an die Canäle abgeges
ß man fein Wafferwolumen im Mäarimum
wenigfiens um ao mal größer annehmen muß
Rinimum feines Standes *). Es befindet fi
Aeghptenland, in den genannten Zeiten, in der
ganz entgegengefehten Naturverbältniffen, verſchie⸗
den andern Ländern ber Erbe.
Nivellements der Ebene von Syhout zeigen,
faft vollkommner Horizontalboben ift, der etwa 27
net.) erhaben liegt über dem tieffien Nilkande,
Beitencanälen die sur Zeit der Nilfhwelle ſich fül⸗
n daher das Waſſer für das gange Jahr hindurch
ere Zeit auffpeihern als im Nilbette felbfl, wo bas
bnelleen Ablauf a als in den Candlen. So liegt
I EI Saouaqueh der Ganalhorigont, im Monat
: 5 metr,. niedriger als der Horizont des umliegen:
bodens; ber Nilborigont dagegen zu gleicher Zeit
iebelger. Die geologifhe Befchaffenheit des Thal⸗
nd feine Entfleburg kennen gu lernen, wurden von
zu Bergkette, in der ganzen Breite des Thals
er.) Bohrungen nach Brunnen angeftellt, an 13
en Drten**), welche folgendes Refultat gaben.
liegt im Nilchale eine mächtige Schicht fehwar:
Ifchlammes oben auf, die leichtefle, ange»
e Materie, welche biluirt das Nilwafler rörhlich
Diefer Nilfhlamm if auf Schichten von grauem
rd Observ, pı 211. **) Girard observ. pag. 213.
tab. hg. 5 Ä
Wiunnen singen ya cu —
ten Canalberte EI &aı am Fuß der
iR wärts, gegen bie Mitte des in
fen Regularität; dagegen infilteiren auch du
Wienerum, vom Ufer aus, durch den Geitend
ss ee gewifle Diſtenz (wie fh aus den Be
. 8 ergiebt 4 Deo Mieten befe el
näher am ande
ſat des Nilf$lamms; das Brunnenwaffer dead |
dem Quarzfande herwor, der aber, wie ber
Nilberres felbft. kein urfprünglicher fondern ei
Adfag ift. Die Schicht diefes Auarsfandes
Bohrverſuchen bie in eine Xiefe von 53
Binab, und dis dahin findet fich nirgends 9
dieß iſt alfo die geringfte Höhe des jüngeren M
das natlirlih weiter gegen bie Linpiche Kette hu
wo ber Kaltflein der Gatocomben von 7
ner Tiefe des Bohrers von 65 möt. fer
Schich ten diefes Lidpfen Kalkſte ins verläi
immer größere Tiefe gegen ben Nilfttom; 4
gu einer Zeit als die jehige Dronung ber Dinge
im Rilthale Behand hatte, zugededt mit den |
Schattmaſſen, melde die reißende Gerömum
Grande war weiter ſtromab zu wälzen,
5. Querfection bes Nilthals gu
Die Meflung und Brunnengrabung gab hier di
fultate wie hei Gyour**"),
4 Querfec:ion des Nilthale gu €
Nilſtrom, Mittelägypten. yng
Lgiebt Ri ") aus Diefen Beobachtungen, daß ber
« —A welcher Prag den fruch
vptens bebedit, überall gleich if, und auf glei:
er rubte auf dem ſchwerern Stremablag
sam; derfelbe, gleichartige Gand if, von der Süd:
@gyptens bis au ber dung an der Meerestühe
Iferte und Damiette. Die Nilſchlammſchicht
fo mächtiger, je näher fie den Bergketten oder je
: an den Rändern bes Thals liegt; fo, daß man zus
kerirdiſchen Waſſerboden (nappe souterraine d’ean)
r Brunnen dort eher ſtoͤßt, bevor man woch bie
Hepe erreicht, dagegen nahe am Nil bie MWaflerbruns
Rerſt zeigen, fo wie man die Sandſchicht anbohet.
mterirdiſche Waſſerboden wird jedes Jahr, da Bier
e Regen gelen, nur allein ernährt durch bie Ganäle, -
der Ri efgmemmmung und durch bie Geiteninfils
und den Geitendrud bis auf eine gewifle Diſtanz
come. Daher oscillirt der Btand biefes unterirdi⸗
aflerbodens nach ben Jahreszeiten, und nach dem
inde bes Fluſſes. Weberall, in der Mitte bes Nils
simme der aufgefdwemmte Boden eine Döhe
bie 36 Fuß (10 bis 19 mit.) ein, an dem äußern
anbe bes Gulturbodens aber, finden fich die fefs
enden KalkfWichten ber Bafle, ſchon bei einer
m ı9 bis 15 Fuß (4,19 möt.) unter ber Ebene, und
Iefhichten find da unmittelbar dedeckt mit Schichten
lükieſeln, Kieß und Mergel, welhe durchaus
e Ab fay find, und Tein Probuct ber gegenwärtigen
baung des Nilabfages, weil dieſen Schichten alle
? fehle mis dem feinen Sande und Schlamme den
värtig der Nil mit feinen Wellen fortwälgt.
Ihe Folgen aus biefen Beobachtungen in Ober⸗
n für die Bildung Unterägnpptens herſfließen,
Ge die ganze Stromgeſchichte, wird fich weiter uns
ben, wenn wir zuvor die einzelnen Hauptorte
werden kennen gelernt haben.
erung 1. Der ſüdliche Theil von Mittel
ägypten.
myn, Shmin, Chemmis, Panopolis; bie
tabs deu Steinhauer und Leinweder,
ı Denderab aus, nerbwärts, verlieren fick all
jene großen gewaltigen Denkmale Aegyptifcher Ars
für das Auge; nicht, weil fie nicht vorhanden ge
ard ebend. p. 227.
fhöne Mofeseen, die freilig aus den Hulned gl
pel aufgebaut wurden. >
In der Nähe zeigen fi die Ruinen zwei
aber gang gertrümmert. . ,
‚Aus dem Kopsifpen Namen Schmin, Cha
ben. bie Araber durch Worfegung ihres m&
Athmpn gebildet, darin man bie
Xepnıs bei Gtrabo und Diodor ***) nicht werke
(vermur i$ von der Wurzel Khmom, i. e. pei
virile in der Siwah : Spracpe), der Aegupi
ber Stadt des Pan, die baher won den Grieche
lis genannt ward. Chemmis war ein Begleiter
nk jerodot ſtand Bier eine Statue des Perf
fand das eine Kriegercorps des Seſoſtris, die
ter im Quartiere, und nad Strabo war bir
trefflich bebaut, die Stadt bewohnt von den S
en und ben Arbeitern in Rein; Beweis di
ıete Weodlterung und ihre hohes Alter.
dwebereien macht man jekt dort nur
VBaumwollenzeuge; Hanbelund Aderbau find ab
mer im Blor. Zu Abulfebas Zeit ſcheint bi
von dem großen Tempel geflanden zu haben,
gut von Hamat nennt ihn, einen großen Wer
st no ein anfehnliges KioRer der Propa
und «8 leden hier an 2000 Koptiſche Katholiteı
eher Hier durch bie Emyın & ügt waren +), |
mir Chriftenfelauinnen vermäplsen, und, ihnen |
Nilſtrom, Mittelägypten. 777
Baber fs dieſe Anfiedler Hier immer gegen bie Chris
Beit duldfamer als andermärts gezeigt, meil fie eıner
ID bedurften gegen bie Zürkifche Obermacht. Dieſe
etw find Nachkommen der Dauritanier die von den
Ben vertrieben ng in Oberägypten anfietelten, ihr No⸗
Eu Leben aufgaben, @erbauer, Handwerker wurden, Dör⸗
Ba ganze Städte bewohnen und von ihren eign.n oft
Ban ähtigen Emyrn beherrſcht werden. Die Kopten find
Dürr ſehr zahlreich. in Klofter der Märtyrer liegt
um antiken Canale der fo alt wie die Staat und ein
es Denkmal des Altertbums ift, das noch jetzt dem
ern Akhmyn feinen (hwagen Glanz erhalten bar.
ganze Arabifche Gebirgskette bei dieſer Stade ift voll
ter Grotten, die Afple der Ehriften zur Zeit von Dios
lang biutiger Verfolgung. Gegen das Koptenklofter
8 Boud bin vermehrt fich ihre Zahl, und diefes beftche
K nur aus einer Reibe von Ezcavationen, bie ehedem
Ike Grabſtätten waren, bann zu Eremitagen und Gellen
ı der Welt abgeflorbenen Mönche dienten, und heute noch
Sarhibarer GSteile Über den Abgründen ſchweben. Sie
26 den Umfang und die ſtarke, einſtige Population
u Chemmis deutlich genug.
"Räon, Tkôou, Antaeopolis; Kampf bes
Sruchtlandes mit der Sandwäſte des Hex
tules mit Antäus oder Typhon.
- Weiter firomab liegen die Ruinen bes Dorfes Käou
däon) ) zwifchen Gruppen von Palmbäumen, ein Porti:
Fund Säulen, deren architectonifcher Typus, die Pals
mform, augenblidlich bervorfpringt, fo wie man fie nue
m Nil aus erblide bat. Sie find flromauf, aus dem
lea kommend, die erften Ruinen von Bedeutung welche
3 Auge erblidt.
Das Dorf heißt Qäou, Gaw el Kebir bei Legh **),
El Kharab, und El Charqyeh, d. i. ber Öftore
il es auf dem Dftufer liege. Der jegige Arabifihe Name
02 iſt offenbar der alte eindemifche Koptifche, Tloou***)
bei das der Koptifche Artikel if. Nah Prolemüus
bie Stadt nicht am Nil, beute aber wird fie vom Nil
—— denn ſein Strombett hat ſich hier wie faſt überall
NMiithale gegen Oſten gezogen.
So befpülte der Nil einſt weiter unterhalb, die Mauern
a Meyläouy, dem Kornhafen für Mekka, von weldem
) E. Jomard Descr. des Antiqnites d’Antaeopolis ou Qäou
in D. Eg. II. Ant. Deser. p, 2. "*) Legh Narrat. p. 4%.
”*) Champollion I. p. 271.
778 Afrika, Waſſerſyſteme. IL. Abſchu.
gegenwärtig der Nil faft 7000 Fuß (3300 mätr.) g
abgewihen ift, und weiter firomab ifl feine
gegen den Oſten noch bedeutender. Die Reigı
ganzen Gefälles ift allgemein vorherrfchend 1.
feite; die Auen feines Weftufers und feiner
mit der Libyſchen Geite zum Gontinent sufammm
öftliche Uferland dagegen wird immer mehr gergli
infelt, fo, daß 3. B. gegenwärtig die Juſel Kaoı
Barä, offenbar ein abgeriffenes Stück des Oftufe
die Zempelruinen, melde einſt fehr entferne vor
Ingen, find jebt der Gefahr ausgeſegt, von ihm
w werden. Gegenwärtig if Kaou nur ein Dorf
Beinhtufern erbaut, von faulen Fellahs bewohnt.
gegend verödet.
Der jegige Quai am Nilufer ſcheint aus Du
titeg Monumente erbaut gu ſeyn; bie Öypogäen
Sem Umfange liegen in einer tiefen Felsſchluchte
fchen Kette. Einer der dortigen Steinbrüche if ı
ordentlicher Größe, 600 Fuß lang, 400 breit, bas
digſte darin find Inſcriptionen in Hieroglyphen w
racteren der Qurficfchrift ber Papyrusrollen, bie ;
beachten wären. Die Zelstammern find in mehr
werten Über und untereinander in ben feinften,
Kalkſflein ausgearbeitet, aus welchem auch ber g
pel *) erbaut war, von welchem jedoch nur
Mauren faſt unkenntlich umherliegen. Die Pe
gen ) jedoch die * Aehnlichkeit von denen
derah, können alſo nicht unbedeutend geweſen
zeigen dahinter ſich die Reſte von drei Säuleneei
+ 6 Saͤulen, die 8 Fuß im Durchmeſſer haben
Kur boch find. Der befterhaltenfte Theil ber €
ein Menolithentempel, gleich andern Tabernakeln
Kou, Bouos, Ss u. a. D., aber in ſehr eigu
ein rech:ediger Felsblock mit ungleichen Seiten ı
ner vierfei:igen Pyramidenfpige zulaufend, etw
bot, uarz das Mobell eines Dbelisten (a
Kaltflein na Jomard, aus Branitnag R
Auch die Eonftruction des Tempels felbfi hat vi
beiten; darauf befinden fich griecifche und fatel
ſchriften. Ueber dem Portilus flieht ) Arsam,
taenpolis der Griechen, melde Typhon ben _G
Mörder feines Bruders Dfiris +) mit dem Na
niyen Riefen, Antäus, belegten, ben Herkule
) Jomard Deser. p. 3. **) Antig. Planch.
vss; Jomard Descr. p:- 19. 7) Diod. Sicul,
I. p. 24. ed. Wess.
NNilſtrom, Mittelaͤghpten. 779
ma bieſer Stelle ſoll, nad Diodors Erzäßlung, ale
um Worb ihres Gemohls zu rächen ausgegangen war,
m der Böfe mie feinem Anhange gefchlagen worden
weander alfo ber Tempel als ein Siegesdenkmal ers
In dieſer Sage mag die gbofitalifee Geſqh icht⸗
wine aufbewahrt {egn in dere Symbolik der Aegypti⸗
»EAeſterlehre und ber Landeskultur: da, Dfiris, als
E— und Iſis als die fruchtbare Landſchaft, in bes
"zur Rampfe mit Zypbon der Arabifchen oder
SE» en Wäüſte und ihrem Flugſande flchen, der an ven
en Lanbesfkellen die Bewohner allerdings zu den
An ngen und Arbeiten aufforderte, dem Ein-·
—— wr Re ſich entgegenzuſtellen. Den Flugſand, wel⸗
ke Weſtwinde unaufhörlio in das iledal wehen,
BE jedes Jahr das Nilwaſſer mit feinem fruchtbaren
Uaumme *°) von neuem. Um aber diefen Prozeß zu
Eeuen und dem Uebel zuvorinfommen, baute man eis
kKenuzal, fehte dadarch dem jetesmaligen Worräden des
Bnfandes feine beffimmre Grenze, leitete obenein
Las füge, trinkdare Wafler (deffen Eymbol das Kıokas
die zu dem beflummten Drre bin, legte da die Stade
deren — den Kampf gegen Zypbon rertführten,
mg ansten, und den Unbolb zu beſchwi
R das Heine Typhonium erbauten, des —* Fri
um Gnade su erfichen aver das Dflrium, den gres
M Ermpel, in voller Pracht und Herrlichkeit errichteten,
Ye befhligende Gottheit der Aegypter (oder um im Indi⸗
Gen Styl zu ſprechen, die Incarnation, ber Avatar des
Weis) *°), welche dem Canalbau vorſtand als eine Sproffe
s Offris und der Iſis, überſetzten die Griechen in ihren
malien, der auch berühmt war durch feine herk liſchen
beiten zum Beſten unb zur Gultur ber Menfchengef Us
ft, und ließen ihn Bier im Kampf gegen Antäus aufs
nen, um bem Aegyptiſchen Myrhos, ben Diodor bier
Deutet, zu entfprechen.
In —2* rzaͤhlung ſtellt ſich uns in der That das
ber Aegyptiſchen Landes: und Culturgeſchichte bar,
il überall biefelben Erſcheinungen ſich ganz gleichartig
ederholten. irklich liegt KRaou ), gang dieſer Ans
»e entſprechend, in einer langen, tiefen Schlucht des Mos
kam ober der Arabifehen Bergkette, woher bie fürwrers
ben Drkane und Gandwirbel (die fogenannten Typhone)
umen, welche bier zu beiden Geiten des Milchais bes
2) Bergl. Borhalle Europ. Bölkergefh. ©. 166 u. f. Vor⸗
halle Europ. Voͤlkergeſch. © 48 u. f. *%*) Jamard Deser.
p- 21.
EESUIr LUD Dyuggus vre
Eanaldaumei tee), der Diener von uns 3
Mord — * m Grgner Bd wie e
Antäopolis. —8 dee Sanbbänı
:} Seltene, we war ben Aegypten
er, nl je Biden zei.
lrfen Feind g ft werten.
a. war hier ein ſolche
36 hai ae WOHER
am ng.von Fayoume) erbaut
Nil Ehen N” vom Rofetteaem, ber Ren
baher au von dee Mündungsftadt Heradlı
eleotife hieß, und no ein Geitenzweig von si
rakleskanal (jest Canal ——
Mareotis, den er vor dem Libyſe =
auf der Gyrifchen Geite an ber En *
der dortige Ganal bei Heracleopolis
Culturland vor dem Arabifhen BWÄI
bewahren folte. Wenn auf der einen 8
wie 5. B. heute *) auf ber Weſtſeite des Jı
nal gelbe brennende Sandwüfe, auf der andeı
lichen, die lachenden grünen Wicfen. und die
fich ausbreiteten: fo erhält der Cultus im Tyoph
Dfleium der alten Gulturflädte Argyptens, bie |
m gleiten Siege des Herkules A Über Anckus
vn und gu reichen Mittelpunkten ber Giwilifatiı
dadurch von felbft feine Erläuterung, und es blı
bedauern, daß der ee avptiſche
grãciſirten altaͤgyptiſchen Hi nirgends aus
dhume, ‚ame überliefert —2
ine Mlenchaun umsnchalh Bann Wabsah
terli
Kraft
Nilſtrom, Mittelaͤgypten. 781
loſſen in Kalkſteinfels gehauen, eine fitzende Figur, gleich
Beet von Kanal. Tiefer Binab zeigen bie Be a
in und Schutthügel, die Trümmer einer alten Stadt, bes
en Name uns unbelannt ift; vielleicht Pesla. Ueber alle
fen, auf dem boben Berge Gebel Sheytb el Has
»by,.auf einem Vorfprunge, liegt das Grab eines Arabis
Sen Deiligen und Wunderthäters, das von Pilgern ſehr
BasE beſuche wird, und eine heilige Schlange verwabten foll.
3. Affyouth, eyous Epeopolis, Stadt und
efte.
0: uf fgoutp ber Araber, oder & ayout bee Kopten *),
: Wie Hauptſtadt ber heutigen en able [de ie
gyptens, welche leutere 40000 Familien zählt, jede zw
b- udividuen gerechnet, eine Einwohnerzahl von 200000
Beelen, mehr Männer als Krauen, deren Abgaben zur Frans
zeit jährlicd 370000 Franken in. Silber und etwa- eine
on Franken in Korn einbrachte. Die Natur bes Tha⸗
s8 Baben wir bei diefer Hauptfiadt ſchon im obigen bei den
Weflungen kennen gelernt. Die Stadt eu liegt, nach
denet, unter 07 Grab 10 Din. 14 Sec. N. Br. und 08
Bead 55 Min. no Sec. D. 2. von Paris *"). Sie ift eine
bie größten Städte in Sberägypten, hat eine fehr pittos
woße Lage zwifchen dem Nil, ihm in Welt und dem Bes
Wege; nur zur Ueberfchwemmungszeit reicht bas Wafler bis
- Gtredt, fonft if das Dorf Cl Hamrap als der Ha
ort anzufchen. Sie bat fchöne Däufer, einen Bafas
ws alten Baumaterialien aufgeführt. ie iſt der Haupt⸗
markt "*") für die Karawanen von Darfur und Gennaar,
mb treibt einen wichtigen Zwifcgenbandel mit Kairo. Gie
zugleich der Sitz des Statthalters von Oberägpten, jebt
aim Paſcha, welcher den Vorlauf bei der Ankunft dee
janen bat, und die Preife nach Belieben feſtſetzt. In
einem Bureau dienen die Kopten als Rechnungsfüßrer,
Wer zitternd und in Angft unter der Zucht eines Zefter:
we, da die Türken felbft fih mit dee Gchreiberei niche
m.
Der Haupthandel betrifft außer ben eingebrachten Waa⸗
zen aus Sennaar und Darfur veegien⸗ kein, Natron,
Dytum, Zöpfergefaicr, Oehl. Der Aderbau umher ift aus:
But net, Gerſte, Weiten, Durrah, Kein, Bohnen, Opium,
% te, Dalmen, Citronen, Orangen, Feigen, Grana⸗
) Champollion 1. p. 280. **) Jollois Descr. de Syeut
etc. in Descr. de l’Eg. T. II, Antiq. ch. XIII. p. a.
: @*) Light Trav. p. 435. Legh. Narr. p, 55. Belzoni
Voy. I. p. 48.
dem Mil — Incn "Seitenimeig in
Die Hypoaaen find ſehr zerſtort durch den Uecherm
—— sine fehr große — wol &xı
[Qeint ein Tempel gemefen wi 1 allen
683 die Rifaen für Ben
golden Ketıe — — man
feuptbare Nile n Morgen:
m auern und —* Yen auf vr
bleibfel einen Coſtells feyn.
Lycobolio ***) eine alfa ſche De
Kara vonenftroßen in die Wüfe und na
Grabe lag alfo im Xhal, die_$ei
ide, and ’in den Katacomben finden le
mienreſten auch —— viele von rd
daher wohl die griechifche Benennung Lpcapelld, du
Kadt, kommen mag.
Node unterhalb Syout, bei Monfalout,
ns oe —X 9» — en *8
omab, bei Kart e erpf, begimut
Bahr Doufef, der Sefepbscanst,
4 Achmouneyn, Chmoun Chommis, P;
polis magna, dem Thorh gewei
Antinos die teömifee Raife PR
Die Lage d ti %
mn Be Se Kr Zur Kamen
wannlia maorıa 44) fhsreine auch asien Mh =
| Nilſtrom, Mittelaͤghpten. 983
d Hömifcher Bauwerke, in deren Bitte aus einer
ein Aegyptiſcher Portikus von Eoloffaleer Größe
@gt. Achmouneyn ift daher wirklich auf den Ruis
2
Hl]
t
Hermopolis erbaut, aber, obgleich einſt eine
von Bedeutung, iſt es jetzt zum Dorf geworden, und
Stelle als alte Hauptſtadt der Provinz fin» jün⸗
ädte getreten.
opolis magna *) war nämlich eine ber älteflen
anptens, die bis auf Kaiſer Trajan und in die
riſtlichen Sahrhundsrte von Bedeutung blieb, mit
hofsfige und umgeben von vielen Klöhern. Ihre
in ber Mitte des fruchtbaren Thales, zwie
l und dem Babe Jouſef, in einer ber größten
des Deptanomis, die Bier beginnt, und der Thebais,
achte FA jeher zu einer ſtarkbewohnten Dauptrefideny
B. Yelferten. Uber die allmählige Waſſerabnahme im
Be Joufef, mußte die Abnahme ber Volksmenge von
olis magna nothwendig zur Folge haben; fle rebus
te fh auf das Dorf Achmouneyn, früßer Medinat Ach«
an "°) genannt, von Chmoun, Chemmis (Xeuuıs bee
f. oben b. Athmyn ©. 776) bie Stadt des Chen
» (dan). Gtats ihrer concenteirte fi bie Population
s Stunden weiter fübwärts, in die Stabt Meylaouy,
im Mittelalter der Hauptfig der Präfectur war, des
s ern noch im Jahr 1720 vom Nil befpüle wurden.
ww der Steom verlieh fie feit einem Jahrhundert und fo
mderte der Sitz der Präfectur mit, und Minyeh wurde
Mefidenz in dee Provinz, welche immer noch, wenn ſchon
E Drt verfhwand, den alten, Aegyptiſchen Namen Achs
uneyn beibehalten bat, wieder ein Beweis der merfwürs
ven Bivacitäc der antiten Namen durch die Wechſel fo
Her Jahrhunderte.
Die Ebene um Achmouneyn iſt trefflich bebaut, überall
w Gandlen durchſchnitten, die mir Hülfe der Deiche das
unge Jahr hindurch die Ueberſchwemmung beibehalten. Die
swobner des Dorfes find zahlreich und reich. Ein großer
amm lehnt ſich Bier an den nördlichen Joſephscanal an.
Der Hügelfchutt der alten Stade ***) ift ſehr groß, dun⸗
Marbig, ja fchwarz; alle Blöcke voll Griechiſcher und Rö⸗
Hiper Sculpturen; fehr Häufig findet man Scherben, Am⸗
joren, Urnen, ſehr viele Römifhe Münsen, Antic’glien
ler Art, Granitfäulen, Mauern u. f. w., und dazwiſchen
e Trümmer eines Lleinen und eines großen Tempels.
E
4
ben
%) E. Jomard Descr. des Ruines d’Achmouneyn ou Her-
mopolis mapna in Descr, etc, T. 1I. ch. XIV. p. 35.
) Jomard Deser. $. VI. p. 16. ***) Jomard Desc. p.5
784. Afrika, Waſſerſyſteme. LIE Abſchu.
Der jetzige Umfang der Schutthügel beträgt
Moeum von 19380 Eu (6500 met.) *). Der I
Ueberreſt ift der Porticus, mit doppelter Colonna
pofantem Eindrud, da die ı2 maffiven Gäulen
als die su Denderab, und Überhaupt bie geöf
gupten, die coloff -Iften in Theben ausgenomm
ganze Gebäu hat den grandiofen Character ber
nen von Dendersh, und erfcheint doppelt majef
der Wanderer vom Norden der aus ber Römerf
noe kommt. DBelzoni‘') hält diefen Temp
als die Gebäude in heben. Anch Somard de
Biefer Porticus viel Eigenthümliches in ber B
Das Innere war einft ganz gemahlt wie bie Bet
ägpp:ens, zumal in roth, blau unb. gelb. Der?
aus dem Kalkſtein der Libyſchen Kette erbaut, ba
fo ſehr zertrümmert ift. Er war (wie ber Ken
anorer analog Flingender Orte) einfl dem Aegypt
Zur, Chemmo oder Thoth zu Ehren erbauf, de
der Künfte, Woffenfch sften und Gewerbe, nad ı
ne die 4a Miffenfchaften der Priefler (f. oben
erle des Dermes genannt wurden. ach 9
Bericht (de Isid. er Osir.) wurde Iſis, nach
die Tochter des Merkur als Erfinder der Gram
Mufit genannt, nach Andern die Tochter des 3
ols Quell der Weisheit und Klugheit. Daher r
fagt Plutarch, zu Hermopolis, die erſte der 8
Sfis und Themis. Diefe & die Weisheit
den heiligen Wiffenfchaften die Hierophoren und
beiebre. Iſis und Dficis waren allgemein burd
ppten verehrt, aber Chemmo oder Herme
arte feinen Particulareultus bier in Hermoz
wo der Cynocephalus und ber Ibis ibm
Thiere waren. Dieſer letztere Vogel war felbft
bol des Hermes, des Erfinders dee Aftconomie, :
Mathematik, Geometrie und des Aegyptiſchen MR
wodurch er unfterblich mwurde, wie Plato den ©
Phädrus fagen läßt, Symbol war der bis, wei
wohlthätige Vogel, felbft ein natürlider Geom
feinem flerchartigen, pathetiſchen, gleichförmigen |
mir jungen Rilichlamm überdediten Boden durdhf
jedes Jahr gleihfom von neuem abmaß, immer €
Schriet in gleichen Intervallen, wie Ael
einen Qubitus burchfchreitend, Auch Clemens
sandrien fagt es, daß der Idis den Aegypter
*) Jomard a, a. ©. p.7. **) Belsoni Voy. I.-p,
Narrat, p. 35. **%*) Jomard Descr. p: Te P
Nilſtrom, Mittelaͤgypten. 785
u von dem Maaß und der Zahl gegeben, daher er dem
Rp als Erfinder von beiden geweihet f'v. Daher Hers
F Abbild in der Menfhengeflalt mit dem Ibiskopfe
keus Iincdpe im Hymnus). Der Ibis, der gegenwärtig
t gang verfchwunden iſt, muß einft wohl bier im
ge gelebt Haben. äufig kommt ter Idieſchrite und
"Bußtapfe diefes Bogels auf den Hieroglyphen vor, und
„nah ZJomards auf den Ruinen angrilelten Meſſun⸗
immer 0,251 mötr, oder die Hälfte von 48a millimdt,
Simandergeiteilt, die Hälfte von Arlians Angabe. Dee
E su Dermopolis war alfo einft dem Thoeh geweiht,
er der Arithmetik, der Geometrie, bee Maasſy⸗
der Aftronomie, der Muſik, der. Schrift, der Gram⸗
welchen Standpunet mag alfo einſt diefe Stadt in
—— — dee Menſchheit eingenommen baben,
F wie vieles verdanten auch wir biefer Localität des Nils
Pionier von Achmouneyn liegt, etwas gegen Norden
h, Zaba el Amoudenn (d. h. Zaha ber Gäu
’ an ‚der Stelle des alten —*8 ober ber Ibis⸗
| ——8 blieb eine ſehr bevolkerte Hauptſtadt Mit⸗
tens, bis Kaiſer Hadrian, ihr gegenüber, auf das
Nilufer die große Stadt Antincs **) erbaute; feits
verfiel die alte Aeanptife Gtabt und die neue MRömis
Biäßte auf. Gehe überraſchend ift es allerdings Bier
| fauter einheimiſchen, plöglih ganı fremde Stru⸗
zu feben, die unıer einem fremden Himmel entflans
gleich ausländifgen Stauden hieher an den Nil vers
& wurden. Nicht Koloffe, nicht reihe Geulpturen auf
Pforten finden fich bier, aber lange Roͤmiſche Stra—
wit Golonnaden, Triumphbogen, Thermen, Amphithea⸗
ei äßnliche in Aegypten fonfl fremde Werke, in bies
"eguptifhen Roma am Nilufer, wo berfelbe Gharac:er
ansſpricht unter dem verfchiedenften Himmel, wie in
Krierifhen Roma am Urer der Moſella. Kaifer
Deian bereifete Aeaypten, bewunberte Thebä, warb er:
von ihren Miefendauten und führte feitdem äbnliche
iR Europäifgen Provinzen auf; Bier am Nil aber,
fein Bünflling Antinous ertrank, erbaute er eine Mös
g Gtadt ihm zum Andenken Antinod, Antinoopolis, a
Me Erlimmern Heute das Dorf Sheikh Abande *"*
we bei Enfene. Man brauchte damals einen Mitte
=) Jomard Descr. p. ı1. **) Jomard 3.0. D. unb ebenb.
Descer, d’Antinoß, in Desse, de l’Eg. T. ll, ch. AV. pP» 8,
r. Pr, Legh Narrat. p. 34. Dip
= Dippedrom
—X und — er
weinen und edeln claffifchen, und Pr
war die Saophe valmbst Met *
—— a an ver —— wi
— ——
un Ipuncı
Mlmern, und blieb es au unter dem
ward Bilgofem und blieb Metropolis ber’
die Berörung dur die Araber. Ahulfede
erizi rühmen au im Mittelalter nacp--ihre €
Über nad Edeifi ließ Sultan — 8
ner Zeit, die Pforten von Antinos D.
damit die Pforte oder Bab Zoueyle _ —V—
nad Macrisi —8 ſogar dur die Su
—— eriſſen und die der neuem Capi
aufgebant. find die — von Autinos
Scho
von ihr 7 5
Ketten m ſehr weicläufge
FA —— us m Tate Bun:
rinthe auf viertel und —X — long aus,
Nilſtrom, Mittelaͤgypten, Heptanomis. 787
Imterung 2. Der nördlige Theil von Mit:
Bypten: Ducflony, Woſtany, ober bie Deptas
wi). Das Bewäfſerungsſyſtem von ben
und Mittelägypten.
Mer nördliche Theil von Unterägnpten iſt es, welchen
Mlten von dem großen Längencanal, Bahr Joufef, an,
Dez Griechen und Römer Zeiten den Namen ber Depta:
Big, oder der 7 Nomen gaben, aus welden Mittels
IDten beftand. ap andern Angaben bei &trabo **)
26; daher, weil Oberägypten 10, und Unterägypten
omen Batten, Die verfehiedene Eintheilung nad vers
f Zeiten bald in a7 Nomen ober in 36, von benen
B die Siebe war) ““). Noch bis ‚heute ifk diefelbe Dres
atheilung feit den Araberzeiten geblieben, und jenen
men: a. Hermopolites, 8, Cynopolites, 3. Oxy-
Fachites, 4. Heracleopolites, 5. Crocodilopolites ,
Aphroditopolites und 7. Memphites, entſorechen bie
ven Achmouneyn, Behneſeh, Fayoum,
Sa und Gyzeh, nur daß zu Achmouneyn die Nomen
ud a, zu Behneſeh aber 3 und 4 geſchlagen wurden.
B Grenzen find im librigen biefelben ber alten Zeiten ge:
Yen.
5 diefem Gebiete finden wis weit weniger merfwürs
E Monumente des Alterthums als in Oberägppten, nicht
hl weil fie in alter Zeit gefehle hätten, fonbern weil
Der Wuth der Zerflörung mehr ausgefegt waren, und
er früßer zertrümmert und verſchwunden find. Denn
mtlich iſt das ganze Land voll Trümmerreſte 7) die nur
us und unfennbar geworden find, daß wir fie hier
unferm Gange ber Darftellung nicht meiter beachten
um; aber an vielen Stellen geigen bie Hopogäen und
ttenwerte die große Bedeutung ber verfhmwundenen
Bdte der Deptanomis an. Ueberall find Hypogäͤen und
tinbrüche die untrüglichen Fingerzeige, daß in der Nähe
Dte erbaut waren.
GStatt aller übrigen führen wir hier nur bie merkwür⸗
Ben von ganz Mittelägypten an, die Hypogäen von Beni
an, Speos Artemidos ber Alten, weldhe 18800 metr.
.W. von Antinoe liegen, unb von einem großen jet
falls verlaffenen Dorfe ++) ihren Namen haben. as
ef liegt auf Schutthügeln welche die Hefte der alten
y E. Jomard Desor. des Antig, de l’Meptanomide in D.
Eg. Antiq. Descr, T.II. oh. L p2.1ı—e. 20) Sırabo
zu. ed. Tzsch. p. 478. ++) Jomard ga. a. D. p. 2.
+) Jomard a.a.©. p. 12 - 24. Tt+) Jomard l’Heptanom,
p: 24. Legh Narrat. p. 54. Kun von Aecgyptiaca.
a
UND da muthwiuig OUT, Drameıng n
seffantefte von allen ift die —A
jier wie zu Theben und Lycopolis öfter mit Him
emahlt, die Pfeiler darin find wie zufammengebi
Be de PA Ra ee ii E
a
e ulen 7 ei J
alſo wohl hier ihre analogen, — o
wie die Dorifaen und Corinthifhren Sep
Polmtısme ähnlien. Die mehrftien Bilder
wie nlich in den Hppogten, Aiuslihe S&
u Elethyia ; unter den Drmamenten find viele i
Style, was allerdings bemerkenswerth if,
“und andere fehr lieblice Zeichnungen. ii
Hypogäen hat einen Selfenfaal von 60 |
Fuß Höhe, an deſſen Güdfeite 17 Eleinere
liegen. Bon den 10 Säulen bie deſſen Dede I
4 eingeflürgt m. f. w.
ehnefeh **) liege weiter ſtromab auf 1
Nilufer an dem Sofephscanal, am ber Gtelle
Oxyrhynchos (vergl. oben ©. 605). Dieſe dii
ganz mit Sande bededt, eben fo eine zweite jünı
und gegenwärtig ſelbſt wieder bie Aufer bes fa
fes Sehnen Immer rüde dee nähe w
gm Maafe find diefe Gegenden mehr umd mehr
berfällen ber Beduinen ausgefept; denn fo weit
zeigt auch bie Domaine der nomabificenden Arab
aame Benend der Deptanomis bar fehr viel m
Nilſtrom, Mietellauf, Heptanomie. 789
Fifche Oxyr nchus, mit der fpigen Schnautze erhals
re fehe häufig auf Aegyptiſchen Wanbdbildern und auf
us abgebilder ift; ficherlich kam er bort nur als das
ol des füßen Nilwaflers vor. _ Da er nur mit dem
terhaltenen Wofler bes Ssofephcanals dahin kommen
„ fo forderte ex immer zu deffen guter Unterhaltung
Ans Mißverfiand machten die Griechen wohl, wie fo
‚ die Kabel daraus, dort werde biefer Fiſch göttlich
» Der Aegyptiſche Name des Ortes foll das Kopti:
msje geweſen feyn, daraus die Araber Behneſe
306 nafa machten *). Im Anfınge des fünften
ınderts war dieſer Ort durch feine vielen Monaflerien
tiralel berühmte. Nah Palladius (A. D. 407) und
2 D. 410) **) tonten dort alle Mauern wieder
hefange der Mönche, die Tempel, das Gapitol, alles
we vol Moͤnche, innerhalb flanden 1s Kirchen, um
ıze Stadt viele Monafterien; in derfelben follen 5000
e gewefen feun, und außerhalb eben fo viele. Das
mfpenden des dortigen Bifchofs zog 10000 Mönche
ıppelt fo viele Nonnen dahin. Dieß war zu einer
8 man in Aegypeen mehr Mönche fahe als bie zahl.
n Deere der Könige ausmachten, als die Thebais
mit fo vielen Monafterien umgeben war wie Feſtun⸗
nd das Mirakelwefen dort im höchſten Schwunge war,
b nebft dem Mönchthum befanntlich, feit dem dritten
ierten STabrhundert auch Über Europa verbreitrte.
ben die Nubier den Griechen gu Behneſeh zu Hülfe
als die Araber zum erftenmale einfielen haben wie
efeben. Bald aber änderte die Uebermacht der Mus
ner alles ab, und fiatt der ſehr volkreichen Stade
nchus blieb nur ein elendes Dorf an feiner Stätte
Bnas***), bas alte Heracleopolis magna liegt noch
nordwärts in ber Heptanomis, am Eingange Fayou⸗
einft eine ſehr große Stadt, von ber gegenwärtig gar
Ruinen mehr vorsufinden, in der That die größte
ürdigkeit if. Als Etade am größten Eanale von Ae⸗
erbaut, eben dba mo er zunächſt an die Libyfche Wüſte
»o alfo ein Typhon aus dem Felde gefeplagen war,
d natürlich der Vorſtand des Sanlbaues, der Agyptis
erkules verehrt. Mur allein der große Canal konnte
tadt und der Provinz ihre Blüthe bringen. Als
bampollion I. p. 304. *) Aegypstior. Monachor, Hi-
ria siv, Paradısus in Ecclesiae Grasc. Monuments,
ıtet, Paris. 1636. p.’175. und in Cod. Theodes. T. V.
523. Lips. 17356. *"*) Jomard l’Heptanomide p. 60.
Bitden Berglette Dinflcht und Hu auf DEM AU
Thaidoden orig läßt, welder durch bie Bemälferun
uchtbarften und breiteflen Kornboben *”*) Ar,
Da gerade hier, Nee wichtige Land.
zung durch mehrere locale Werhältnilfe
wird es an biefer Stelle ade fen einen
bli@ auf bas gefammte Bemäfl
gyptens u werfen. a”
Die Eanäle biefes Landes find wohl bort u
die allerälteken Monumente; durch fie wurd
Kand zum, Brucdtboben, an ihnen erbaute man di
Yen und großen Städte; ohne fie hätte Aegppter
— — N — en!
aber auı on für bie e ber Urgeit
Intereffe, von befondrer Bedeutung für bie erfln
aiffe der Gegenwart. 4
Bu beiden Geiten liege dit am Nilufer ein
Zandfirede, welde etwa a Kilometer breit, umd |
er ift, als die Höfe Rilfepwelle; es ifk der vom
jelök immer höher und böher aufgehänfte Mil
iefe Landſtrecke wird bei jedem Dorfe von einem
ober particulären Ganale bewälfert, aud bu
und Schöpfwert. Aber verfieben vom Liefer |
breitet fi von ihr eine andere aus, bie zum Fu
baren Bergreihe, welche eine boppelte Senkun)
eine naı Se jegen die Werglette +
nordwärts melde gleich dem allgemeinen @
5. Nilſtrom, Mietellauf, Heptanomis. 791
e Beben dert wenigſtens 6 Fuß (a möotr.) tiefer liegt, als
5 Hohe Riveau bes Nilwaſſers, daher diefes zur Webers
zeit jene Senkung gleich einem See oder Meere
5* pflegt. Die Urſache dieſer Senkung liegt eben
daß die Landfirede zunächſt am Nilufer, nebſt dem
| ſelbſt, Ah immer Höher aufgeſchüttet hat, jene
dieß aber nicht in gleigem Maaße su thun vermochte.
: Diefe Dispofltion ber Geitengefälle und des Nordge⸗
Mes Sat zweierlei Arten von Canaͤlen *) in Oberägnpten
endig gemacht; die großen führen die Wafler vom
M map ber Weflfeite bis zum Fuß der Libyfchen Berge,
‚größte Ferne kann baber dort noch die fruchtbarſte Lands
ſeyn, wenn diefe Ganäle gut verwahrt werben. Die
nen bilden tie Zweige ber großen.
. Dieß natürliche, doppelte Geſenke des Nilthals, made
x die Wafler überall, nad allen Seiten, von felbft
u
reiten, und es kommt nur darauf an ſie eine ge⸗
e Zeit hindurch feſtzuſtellen. Zu dieſem Zwecke
b alle Bewäſſerungscanäle von Diſtanz zu Diſtanz mit
werdämmen (digues transversales) verrennt, welche
ge häler fchief durcho ſchneiden, und fich gegen den Nilſtrom
Die Waffer welche nun ber Canal gegen einen
nen Damm führt, ſtauen ſich da bis zum Niveau bes
Afteomes auf woher fie kamen, fo, daß zwiſchen bem
mm und bem Mil ng ein See bildet von größerer oder
ringerer Breite “). ſt dieſer Raum hinlanglich bewäfs
R, fo öffnet man ben Damm gegen ben die Waſſermafſe
bh Küste, und diefe ergießt fih nun erft in bie Bortfegung
B Ganals unterhalb des Damms. Aber in einer gewillen
Bang wird fie durch einen zweiten Damm gehemmt wie
ach deu erfien; fo bewäfleen fie nun ben zweiten Raum
» fo allmählich weiter bie Landſchaft bis zur größten
zue vom Nilfirome. Diefe Querdämme welche fo von
Kkanz zu Diſtanz aufeinander nilab folgen, gehn von eis
Dore zum andern, fo, daß felbft zur Zeit des Hohen
erlandes alle diefe Dörfer durch ſolche Dämme mit
sander in Verbindung ſtehn. Zu gleither Zeit bietet das
me Nilthal Oberägyptens, zur Zeit bes Ueberſchwemmung,
Behuf der Bewäflerung den Anblid einer Beide von
idee ober Eleinen Geen dar, bie flufenartig (par Cche-
ns) Bintereinander, aufwärts, aneinanbergereihet liegen,
sabe in entgegengefegter Orbnung wie biejenige, welche
‚ einer Entwällerung dienen würde.
") Martin Deser, hydrogr. p. 199. *9) Girard Observa-
I jons s. 1, Vallee —*5* es ur Vexhaussement seculaire
ete. Sect. I. p.202.,
"92 Aſfrika, Waſſerſyſteme. III. Abſchu. S. :7.
Weiter abwärts, wo das Nilthal breiter wird, wie auf
dem linken Ufer Mitteligyptenis ven Gnome bis Eins
gange von Kayoum, ändert fih bicfes Ganalfokem in
fofern ab, daß dort mehrere große oder Hauptcandlie
iegen, die pnrallel mie dem Laufe des Nils gezogen
um bie Landſtrecken zwiſchen ihnen unmittelbar auch
niederen Nilſchwellen defto leich er zu bedecken, ohne weiten
große Queerdämmungen. Dann gleichen dieſe Garäle meh
Nilarmen, weiche ihre Waſſermaſſen zwiſchen bie fecunbär,
tleineen Dämme und Duge ausſchũtten.
Die größten unter diefen Parallelcanälen ſtad be
kannt unter dem Samen Bahr Joufef und Bahr Bes
then *); fie ziehen vom ©. nah N. und haben dafer@h
bert, d'Anville und die frübern Geog: aphen, beuen EI
Sayoum weniger befannı wat, verlercee, ihr Mordende fr
den Möcısiee det Alten zu halten. Der Babe Jorſeß
auf den neuern Karten als ein geradlinigter Canal ven
36 Stunden Ringe verzeichnet, von Meylaouy bis zum
Eintritt nah Fayoum, ift nichts anders, als em alle‘
Nilarm, mit eben folchen Serpentinen wie der Nil fehl,
von gleicher mittler Breite 300 Fuß (100 metr.) am
teften bei dem Dorf El Haze. Wie der jegige Nil Im
Fuß der Arabifchen Kette, fo beipült biefer fein ältere
Bette, vor feinee Wanderung genen Dfien, ben Buß ders
bufchen, und ergießt fich nordweſtwärts nah El Fayoım.
Ueberall ift fein Bette niedriger als die Ebene, deren Heü
zont niedriger ift ale das Niveau des hoben Nilwoflk
Bur Zeit der Ueberſchwemmung communicist biefer Je
fepbscanal mit den andern Parallelcanälen, und bebeait
mit ihnen die Länder zwifchen ber Libyſchen Wüſte un
em Nil.
Der Bahr Bathen Hat diefen Namen nur uneigeab
li erhalten, denn alle mit dem Nil parallelen Ganäle, «lt
mittlere, zwifchen dem Nil und dın Libyſchen Berg
werden Bathen, d. i. im Arabifchen Die Mitte, der Bar,
genannt. ein eizentlichee Name ift Fyad, um ibn ve
den kleineren Bathen **) zu unterfcheiden, die insgefamt nut
wenige Stunden lang find, aber in großer Menge ju
in der Prorinı Genyfeuef ausgehen, zwifchen denen nah
ihrer verſchiedenen Größe und Entfernung eben fo die fand
fhaft von vielen großen, mittelgroßen und kleinen Diss
men durcbſetzt wird, deren durchziehen allein 11 große if
der Provinz Brnifouef die ganze Zhalbreite, indes umjl
lige tleinere dtefe großen Absheilungen im lauter klein
#) Martin Descr. hydrogr. p. 200. **) Ihre Befdraitun
bei Martih ©. a0ı — 203.
— —
j—
Nilſtrom, Mittellauf, EI Sayoum. 795
seien gerfchneiden, und von dem Nilufer aus jebess
i6- unse Anhohen Binlaufen auf denen alle Dorfs
a ſtehen.
Bie nun biefe Canäle und Zwifchenfelder fi mie
en füllen wenn der Nil ſteigt, eben fo müſſen diefe
uch wieder aus denfelben zurückziehen, um die Kelder
Anbau zu erhalten. Diefe Entwälferung*) ge
t dadurch, daß bdiefelben Dämme welche ‚die Waflers
ins Frühling flufenweife aufitaueten nun, im Herift,
ih durchbrochen werden, um ben Abzug der Gewäſſer
bem Delta zu bewrken, von wo fie denn eben fo ges
tie Sümpfe und Maremmen der Meeresküfte geleitet
w. Auf diefe Weiſe ift alles Land Ober und Mits
Iptens, der Nil mag nun febr bos fleigen oder au
n mittlere Höhe bleiben, unter Waffer zu feßen und
feuchten, aber freilich iſt dabei die aufmerffamfte Er⸗
ng ber guten Ordnung bdiefer Canalſyſtems no bwen⸗
und die DBernachläffigungen im @in:elnen sieben nas
b die größten Nachtheile für das &anıe berbei, indem
mdungen und Verfhlämmungen vorn liegender Ganäle
eitläuftigen dahinter liegenden Srufenländer auf das
ne feben , Berftopfungen dagegen aber röhrenartige.
burüche in der Tiefe und große MWafferfälle, Durchs
in bee Höhe und E tsracten bewirken, deren Zerflös
a in michtigen Progreffionen weiter ſchreiten. Bei
woßen Sorglofigkeit der gegenwärtigen Negirtung ges
biefes Irrigationsſyſtem, iſt es daher kein Wunder,
: und Mi.tel: Aegypren, fo reiche Korntammern fie
hie und da no darbieten megen, doch gegen die alte
der böchften Blüthe und Population in einem Zus
} ber Berwilderung, Atmuth und DMenfchenieere zu
en.
Kuterung 3. El Fayoume, ber Babe Jouſeph
sb der Birket el Keroun; der alte Nomos
Arsinoites mit dem Labyrinth und
dem Moͤrisſee.
Eine ganz für fich infelartig von dem übrigen Nilthale
teläguptens abgefchloffene, weite, faft Preisrunde Thal⸗
ıng bildet das Gebiet von El Kayoume, das die Als
den Nomos Arsinoites nannten, ber bei ihnen fo
hmt war, wie er durch alle Jahrhunderte des Mittelals
und der neuern Zeit hindurch foft gänzlich vergeſſen
ven iſt, bis er ducch die Franzöflfchen Gelshrten zu Ans
Girard Observat. p. 204. _
Bekimmung der Se des — tſines, - dee‘;
fen nis sier vorzügtig, pät ehätig Strass, rei
won Fayoume ten ff Zomard***), vw die &
und Antiquitäten 274 nt, befonders siä
de der Alten ‚amd
der Ruinen bes fo beräßmten Labprinthes
* zugzleich die Herten Bertre und 88
eigen Unterfuhung ber Alterthlimer zur
en na bem Giege are lebers bei 4
Über die Osmanen, nad ber Wiel Derbefehung
(April 1800), als größere Side it in mie,
Tehrt_ war, und das Fefunt zu aieo
ber Chorographie und ben Antiquitäten
fgärkisen anfing, erhielten bie Hydrotecten
Waſſerſyſtem = Nils gu unterſuchen, zn —*
nieue 9. D. Martin bie Bereifung und X
Provinzen Benlſouef und Kar
teifete zuerſt den ame, Mörisfer, und
ten zu ben beridtigten Karten. biefer
Ins wegen eine der Beit feinem &
% H —X von mehrere
innen... Ep ie in feten mehrere aufmerkfem
acpter diefe dor Eurzem moch_als terra ii
Randfepaft, zulept gab au Welzoni barkbes fek
*)_Herbelot Bibl. Orient; p. 550. '%) Gireıd M
Nilſtrom, EI Fayoum, Mörisfe. 995
t fo, daß wir auch hier wie überhaupt im größten
RR Aegyptenlandes A Stande fied, "das geld der
Hienfhaftlichen allgemeinen Erdkunde um ein Bedeuten⸗
9 gegen frühere Verſuche zu erweitern.
Ungeachtet EI Fayoume gleich allen heilen Aegyp⸗
n6 turch den Einbruch bes Sandes fehr verloren bat, fo
Res doch noch immer eins der fruchtbaren Länder ber
Zelt »). Reich if es on Weiten, Weis, Gemäfe aller
ee; große Dattelbaine befchatten es, Dlivenwaldungen,
efenplantagen find bier, aus denen Roſeneſſenzen für den
fiten Drient bereitet werden. Außerdem wird Bier in gros
© Menge Flachs gebaut, Indigo, Denneh, Saflor, Baum:
se, Toback, Zuckerrohr. Auch Weinberge, welche ſonſt
E gänzli in Aegypten fehlen, finden fich hier; eben fo
rigen, Gactus, Dfirfich, Aprikoſen, Pfeumen und alle Ars
n von Obftwälder. Dennoch if EI Fayoum oft in
BIßter Roth und Verarmung, weil es den Ueberfällen dee
ebuinen aus den Libyſchen Wüflen mebr ausgefebt ift, ale
le andern Provinzen Aegyptens. Tritt eine ſehr bobe
Nifchwelle ein, welche bie Landſchaft befruchtet, fo wird
wu zugleich ihre Communikation mit dem übrigen Aegyhp⸗
w auf a bis 3 Monat unterbrochen. Dieſe völlige Iſoli⸗
mg wird dann für bie benachbarten Beduinenſtämme bas
Kanal zur Ausplünderung von El Fayoum'*’). ur
e Erbauung einer immer trodnen erhabnen Landſtraße
mw Mil, bei Beniſouef bis zu ben Dörfern Haouarap
ad EI Lihboun, am Eingange von Fayoum, wie Mar:
in fie vorfchlug, würde diefem Uebel abhelfen, um immer
dife in Bereitſchaft zu Haben und bie Provinz gegen fol:
e Ueberfälle ficher fellen gu können. '
Mur eine einzige Thalſchlucht bildet ben Eingang aus
me Thalboben bes Nils in das Baſſin von EI Fayoum,
Kmlich diejenige, durch welche ber Joſephscanal dahin ein:
Be, an deflen Eingange, innerhalb der Thalſchlucht auf
ma ſüdweſtlichen Ufer des Canals der große Fleden Da ou:
rad el Kebyr liege, auf dem norböflichen das Dorf EI
aboun, melde beibe Dörfer eine Steinbrüde aus brei
jogen in Verbindung feht, bei welcher mehrere Reſervoirs
u vorfinden, um die Waflerfülle zu regwlarificen, welche
ach Ci Fayeum eindringt. Wir werden dieſe Localität
e Eingangsfhluht EI Laboun}) nennen; fie liege
k Stunde in W. S. W. von Benifouef, an der Grenze
re ifolieten Provinz EI Fayoume. Tritt man burch
®) Belzoni Voy. U. p. 142 —ı62. **) Jomard Deser, a.
h
a. D. p. 2. ***) Martin Descr. Hy F- p- 204,
+) Jomard Deser, du Nom, Ansin. p. 5,
füdliche Abdıchung beherrſcht, HE nun ein Cem
legt, der von jener Brüde an der Eingangaſchlucht
2.-houn gegen Welt bis zum Gentrum der Provi
Hauptſtabt Medynat:el Fayoum (kürzer au
dina genannt, b. i. bie Stadt) führt, Er behält
Bin ven Nımen Bahr Joufeph bei, —8
Stadt, und theilt ſich an ihrem Weſtende in
einer Gandle, vorzäglig in 9, welche nun nad all
tungen fteohlenmäßig ausgehen, und das MWafleı
Ländereien der verſchiedenen Dörfer verthrilen, m
die Ebene fowohl der Abdachung gegen Güten a
Norden bebedr iſt. Dieſer Haupteaual Liegt alfe
ner als der übrige Boden der Provinz Baponme, ı
fehe merkwürdig ift, er liegt ganz im Felsberte u
fieht ganz deutlich bei niederm Waflerflande, daß
die Kunft fo aurgehauen iſt. Alfo das Nilwaſſer
iu biefens Zandrüden von Fayoum ein Gefälle habı
Ginhauen des Ganals kann nicht ohne vorherg
Nivelemmt zu Stande gebracht feyn *). Diefi
müſſen demnadp die alten Xegypter gut verflande
da tiefer Canal unzweifelhaft ein Werk des hohe
thums if. Denn gu beiden Geiten liegen Mon
die dieſes wohl bzweifen.
Bei dem Derfe EI Lapoun liegt an dem Ei
fblucht eine Pyramide *‘*), aus Kalkflein erbaut, we
Backſteinen üderded: if. Ihre Wafls non 60 metr
ge auf jeder Seite, ſteht auf einer Squtttertaſſt.
Nilſtrom, EI Fayoum, Mörisfe. 797
weit. Auf fie fepeint allerdings bie Inſchrift an paſſen, bie
Derodoe von des Könige Afochis Pyramide anführt:
‚mich Haben fie erbaut aus Badfteinen aus dem Schlam⸗
ne des Seegrundes.“ Im Nordoſt diefer Pyramide ſteigt
je öftliche Wand der Libyſchen Bergkette zu einem ſehr
weiten Plateau auf, welches das weltliche Baſſin von El
ſahoum von dem öſtlichen Baſſin bes Nilihales ſcheidet.
Yas Dorf El Lahoun bat eine wichtige Poſition an ei«
era großen Kunfldamme, welcher die Nilwafler aufflauet.
Nie Lage feheint diefelbe des alten Ptolemais Portus, oder
es Ptolemaidon Arsinoitum ber Tabul. Theodoe, *) zu
mn, welches 6 Milliarien von Heracleopolis (jege Abıräs)
ntfernt lag. Auf die Erbauung bes dortigen Dammes deu⸗
se Jomard die Griechifche Inſchrift der Papyrusrolle,
fe man im Jahr 1778 zu Gyzeh fand. Sie wird im Mu-
eum Borgienum verwahrt und enrhält die Lille und Na:
sen vieler Arbeiter an einem Damme und an zwei: Kunfl«
enden, (fossa Phogemeos und Argalidias), bie vielleicht
tee zu ſuchen find. EI Lahoun gegenüber, auf der Süd⸗
wftfeite des verlängerten Bahr Jouſef, liegt das Dorf
Jaouarah el Kebyr mit der genannten Brüde Etwa
000 metres davon, gegen NW., liegt auf temfelben rech⸗
rm Ganalufer das Dorf Haouarab el Kebyr mit ber
mannten Brüde. Etwa Bodo metres davon, gegen NW.,
egt auf bemfelben vechten Ganalufer das Dorf Daouss
ab el Soghayr. | |
Bei diefem befindet fih eine Brüde von 10 Bo:
ma °*), welche parallel mit dem Bahr Jouſeph läuft: bei
lederm Waſſerſtande vertritt fie die Stelle eines Dam:
es, weil dann das Nilwaſſer niedriger im Bahr Jouſeph
e als ihre Srundgemäuer liegt. Bei hohem Nilwaſſer
men aber bie Waffer quer durch bie Brüdenbogen, und
Men jenfeit derfelben mehrere metres (7 mètr., Oder 21
uß nach Martin) hinab. Dieſe Loealität iſt die erhabenſte
ber der ganzen Provinz in Weſten; ſie liegt nur um ein
Ge Geringes niedriger als EI Lahoun In Oſten, wo ber
e Jouſeph in die Thalſchlucht eintritt. An diefer Stelle
mp man wahrfcheinlich die Pforten (Schleufen?) fuchen,
sec welche, nach den alten Autoren, der Eingang wie ber
usgang des Nilwaflers in den Mörisſee regulirt ward.
n ber Nähe diefer für das dortige alte Canalſyſtem
Ge wichtigen Localität, flieht man im Morden des Dorfes
ſaonarah el Soghayr, eine zweite Pyramide‘**)und
eit umher find gewaltige Trümmer zerſtreut, welche man
#) Jomard Deser. p. 11. 4, 25. **) Jomard Descr. p. ı0.
“"e) Jomard Descr. p, 11.
5 Afrika, Waſſerſyſteme. III. Abſchn. n- va 6
x bie Ueberrefte des alten Labyriuthes erfaune hat. X ru
Poramide IR weit beffer erhalten als bie erkı; am i. SEanEn,
Zpıge iſt etwas zerflört, Cie wurde von den Imagsınaz,
‚ie Doramibde des Labyeinthes genannt, umfer ar r
alen andern zu unterfeiden, ein Name, ben wir kiRazn.g !
ten wollen. Sie feht 8116 mötr. von der erſtn 2
mide ab *). Gie if bierecig, jede Seite an der Bafıt arymz,,!
metr. lang, und 60 mötr. ſtuktecht hob. Die iin men *
aus Quadern gebaut, das Übrige aus Vadfeinen, dr wäcg 7
der Sonne gebrannt find, deren Form bie Bägug my. di,
Prramide felbß zeigt. Cie Mind aus Them mit Ueli gun.)
Strap bereitet, und mit einem Ralkmörtel gerränkt Be
lus drang dur) einen unterirbifhen Gang in das ner > Me
der Pyramide ein, wo er eine Galzquelle und einen &
tophag fand. ie ehr auf dem Vorfprunge des Rally y mm, &
piateaus (nad Beloni dod nur 30 Fuß erhaben übern Si,
Niveau des Ganale) **) der Siorgen Kette gms —
ende der Eingangsfhlugt. Der Weg von Veniſe
Medina, der Hauptfladt von Fayeume, führt an
füdlicgen Zufe vorüber. Die Lage dieſer Pyramide
Plateau bietet eine bemundernswürdige Ausficht bar
das gange Baſſin von EI Fayoum, das von fehr viel
nälen durchzogen, mit Dörfern und Detfchaften befin ar
die zwiſchen den teigenden, grünen Seldfluren, ben
and Palmenhainen jerſtreut liegen; ber größte Gontrayf,
dem dürren Libyen umher, der Impofantefte Eindrud,
man bedenkt, daß die menſchliche Kunft diefen Paı
ten durch das Ganalfpfiem ber Wüfle entikeigen
Im Norden und Weſten biefer Pyramide entdedten Di
tre und Jomard im I. 1799 bie großen Trümm
fen, welche feitdem als die üederreſte des Rabyrintl
ee Alten, 100 Stadien entfernt von Arfince nah
bo) *) anerkannt find}). Sie nehmen einen Raum von
300 metr. Länge und die Hälfte in der Breite ein;
ũberſchaut fie als ein großes Parallelogranım, mit zwi
gen Geiten, denen im Norden eine Ummallung
die aber gegen Gübden offen flieht. Der größere Thel
unter Sand und Schutt begraben, Überall ragen Ref
Gäulenfäften und Quaderſtücken aus Granit, Eyenit
andern Eofbarern Gteinarten herdor, weldpe an biefer
Beweife des fo merkwürdigen antiten Baues find. €
*) Martin Descr. Hydrogr. p. 207: Jomard p.25 *) .
zoni Voy. II. — 5) Strabo xvi. 580. dl.
Tasch. f) Jomard Deser. des Ruines avec les Det.
du Labyrinthe Sec, P. p. 9%. Martin Deser, Hyd
graph. pı 224,
driiſtrom, El Fayoum, Moͤrisſee. 799
E06 jetzt unmöglich geweſen, den Grundriß bes alten
mebanes nach ben noch vorhandenen Denkmalen an
W Stelle aufzunehmen. Wir müſſen uns baber auch
we mit der Dinweifung auf Jomards umfändlich
Hrte Beweife von der Identität der Lage die
men mit denen bes Labyrintbes der Alten im Als
> begnügen, wie Herodot, Diobor, Strabo
» fpätern Autoren fie angeben, fo wie mit der Erins
an bie berichtigte Eonftruction bdiefes alten Wun⸗
=, wie ibn Letronne aus den Blaffifden Stellen
gu enzeugen meiſterhaft entwidelt hat ").
EHt nur in antiquarifdger 1 Hua ſondern au in
‚&fcher und geographifch : bifkorifcher ifk die Lage bes
byrinthes und der Pyramide wichtia; denn in ihrer
refinden fich die Mefle ber größten Ganalbauten bes
azıns. Denn durch bie Brüde von 10 Bogen, bei
Krab el Soghanyr, ergießt fi, wie wir oben bes
u ber Ueberfluß des hoben Nilmaflers aus dem heu⸗
Sofepbscanal in einen gewöhnli gegenwärtig trods
'isscanal, dee durch die Kunſt gearbeitet und eins dee
Pen Werke der alten Aegypter iſt. Er nird Babe
Ba, d. i. der Fluß ohne Waffer genannt. Im
Durchſchnitt, fo weit er bis jegt noch fichebar ift,
nan, daß er gegenwärtig häufig bis 7 metr. hoch mie
mm zugefchlitter if. Er war alfo ehebem fepr tief,
gegenwärtig noch in grader Richtung von bier ges
orden 35000 metres lang: denn der Waſſerüboerfluß
Eda in ihm, während der Ueberſchwemmungszeit ges
nordwärts, bis zum Dorfe Tamyeh, das an ber
ite des großen Sees von Fayoume liegt, unb von bies
Dorfe fließt es etwa a Stuͤnden weiter in den See
L Diefer Bahr bela ma bildet alfo gegenwärtig bie
he Communication zwifchen dem Joſephskanal und
eoßen Gere, dem Birket el Karoun *). as
j etwa 2 Stunden vom Oſtende diefes Sees, iſt dee
ichſte Dre In Fayoume überhaupt, und 151 Lieue im
m Abflande von Kairo, das erſte Dorf, welches man
m Wege von diefer Daupeftabt buch die Wüſte im
me betritt. An der Weffeite bes Dorfs zeigen ſich
m eines alten Seebodens, fo daß chedem der Möriss
ohl ficherlich bis dahin reichte, und unmittelbar am
Boetronne Essai sur le Plan et la disposition gen6-.
le du Labyrintlie der. d’äpres Herodote, Diodore de
cile et Sırabon in Malte- Brun nouv. Annal. des Voy.
‚VI. p. 1833= 154 **) Jomard Deser. p. m. Mar.
1 p- 208.
lich diefem Bahr bela ma, DM"
die Woehrheit diefer Angabe des alten 7
Dagegen würde es immer unglaublich geblieh
man diefe Ausgrabung des Sees, wie J
danıe Baſſin des Möriefers pi be; 1
too Hätten dann die 330 Milliarden
hingebradpt werden follen, bie beffen
geben Baden wärnen ***); —*
Mac dieſer Berichtigung älterer Vorſteln
genauere Deffungen, Kor * und —
tungen dardieten, und nach dieſer HRS
zobotus, beffen Angaben mur von dem en
punkte aus aufgefißt feyn wollen, um &
wahrhaft zu berrähren, gehen wir zu der Lara
fee Haouärah el Soghahr, als dem &
alten Ganalfpftems von Fayoume zuräd.
Nice weit in Weſt von diefem Dorfe 1
ange zum Bahr bela ma, liegt das Def
fi welcdem ein zweiter Selscanal }),.de
ſchenhand gegeaben ift, beginnt der in noch gı
onen, wie. jener obengenannre gen Weſten
ner Mordferte liege in der Richtung ber 2
neue und Gedmoueh ein coloffaler Stein
mödtres (8500 nab Martin) +}) Img, der |
mädtig, oft reſtaurirt ifl, aus Duabern um
mit großem Zleiße erbaut ift. zuiegt wohl di
mitifhen Suitane, aber figer urfpränglich ‚am
Miccchums horlamme [br Anton nie Mai
gulſtrom, CI Jayoum, Mörisfer. son
egi des Nordcanals, bes von ihm im rechten
ee, Norden ab, nah Tamheh gebt. Diefer
ze el Wady ift 60000 mötres lang, In tiefen Kals:
ebauen, bei El Aryn 16 bis 17 metres tief und 2oo
“), oft bis 6 mötres mit Schlamm gefüllt, ein Bes
feines hoben Alters. Er fließt 6 Stunden grade mefls
bis zum Dorfe Abou Gondir (Abukandyl), wen;
dann plöglich nordwärts, mo er bei dem Dorfe
\eb 400 mötres (über 18000 Fuß) breit, und 10 bis
deros tief if. Won da fließen feine Waller zum Shb:
des größen Sees oder Birket el Keroun ab. Diefe
en gewaltigen Arme gegen N. und W., welche bie
ı bucch den Kalkfeleboden trieben, führten alfo vor
taufenden die hohen Nilmaffer hinab zum Mörisfee.
Berfonbungen und Verſchlemmungen bes Miles und
leghptiſchen Canale, auch Ihre Waſſerabnahme brach⸗
wit der Zeit bier Aenderungen hervor. Der weflliche
mf ward unbebeutender unb verwandelte fich in den
eu Babe Joufef, dieſer führte nun bie Nilwaſſer
en ſpätern Jahrhunderten in das Libyſche Baſſin ein;
den jenen beiden Armen, gegen N. und W., ent:
ı feitdem innerhalb der Provinz Fayoume, ein mitt:
2, weit Beinerer Canal, bie oben fon angeführte
ige Fortfegung des heutigen Bahr Jouſeph, weis
ebenfalls von EI Hasb * ausgeht in der Die onale,
kn enen beiden, wie gefage buch die Stadt edi⸗
durchſetzt, und fich dann in die vielen kleinern Ca⸗
weriheilt, von denen oben die Rede war. Den Ueber:
von diefen fammelt, 14000 mötres im N. W. von der
babe. bei dem Dörfhen Abou Kefch **), ein künſt⸗
s Baffin aus Badfleinen, zur Araberzeit erbaut, das
Me Umgegend eine ähnliche Beſtimmung im Kleinen
als Reſervoir für die trodene Jahrszeit zu dienen,
bee Mörisfee zur alten Zeit im Broßen war.
Durch diefe Geſammtüberſicht dieſer fo fehr merkwür⸗
r Randfchaft, wie fie fih uns aus ben einzelnen dur
ten WBerichten der verfchiedenen trefflichen Beobachter
6, iſt auch bie Natur des Bodens und feine ganze Cul⸗
melärt, in befien Mitte die neuere Hauptſtadt liegt.
Medinatel Zayoum, d. h. bie Stadt von EI
sum; Crocodilopolis, Arsinoö. Sie liege uns
8 Brad 4ı Min. 9 Ser. vr von Dar. und 29 Ge.
Hin. 48 Sec. NR. Br. nah Martin *"*), in der gefeg:
[U]
Martin Descr. Hydrgr. p. 317, .**) Jomard Descr, p, Q.
—— Deco! Hyakke, 1'206 7 rn,
E&ıe
1 Befae und und für bie für die Socatıl
Sabpeintdes angefprochen **), weil er ba ſehr
merrefte fand. Er nennt den Dre Zebmin el.
., Det der Kirhen. Ein kleiner Canal au
oufepp‘ theilt ihn in ⸗ Npeile, Danen ber ei
det andre von Boritarn
sid, die in aller Ruhe beifonumen
find ſehr arm; fle find nur a rn *
fetiptes von einem Theile der Bibel, bes Fr
aufbewahren. Nach einer Tradition “
Behnuuten uufbanten." dien he) fühete
mu
die Mat weiter begründete Bermuthung, bie d
nen möchten Ueberrefte des alten Labyı 1
ii di di der
u Sefnwafir in aaa, m ih
Bine Bam af un tete jedem Vers !
zen damit bem
deutende Samımm ein)" HA nen
verneurs.
Die heutige Stadt iſt zum Theil in die I
alten Grorepitopolis —— welches erf
mãus Philadelphus feiner Schweſter we Ehren
Arfinoe erhielt 1). Won bem alten Crocodil
fagen Herodor ur und andre febe, wenig; Died
RUE , El Beyonm, Morieſee. 805
* Name, ba im Kopt , „Biom
Br Werd Phiom. bei — viel
Biſche Bahar, nämlich jede große Waſſerſamm⸗
eignet, alfo Meer, See, breiter Strom, was
erdings den Character ber Provinz bezeichnet. Die
wugegemb der Stadt ift vol Schütthaufen; Kefons
te gegen M. find bie bebeutenbfien Buinen von Axs
d- a liege alles voll. Backſtein⸗Quadern, Säulen
Ipturen, verflümmelte Statuen, Branitblöde, und
= und in ben Trümmern bes Labyrinthes Branits
die einzigen in Unterägypten. Belzoni fand häu⸗
hmolzenes Blas, und hält dafür, die alte Stade
p Zeuer und Schwerdt jerſtoͤrt, und die Stadt eine
eutenbfien von ganz Aeghpten geweſen. Noch fiehe
Hiele Theile der Moſcheen aus ben altın Quabern
pet. ie Schutthaufen nefmen von ©. nach R.
e von 3 bis 4000 unb von W. nah D.-von a .
)o mötres ein; Sie dehnte filp wahrfipeinlich bie
uinen von Bayhamon **") aus, mo nom gegens
a coloffale Zußgeſtelle won großen Kalkſteinguadern
8 mötres lang, 10 he), die unfreitig den Thebai⸗
liege Eoloffe trugen. Sie flefen 100 mätres meit
mber Nach Derodbot, Diobor und Plinius
von mehreren Königen um den. DR örisfee die Ste:
zrigeet worden. Diefe beiden Wlöde nennen bie
n Bewohner rigl Faräoun, d. i. bie Füße Pharao’s,
tig machte ber Obelist von Begyg 7), der nur
Hiertelftunde im Gübden von Medine umgeſtürzt be
einen Theil der Prachtwerke des alten Arfinot aus.
jegt in a Theile zerbrochen, aus dem ſchoͤnen, rothen
ſehr Eunflzeich bearbeitee und geichnet fig dadurch
aß er a ſehr ſchmale und a boppelt fo breite Seiten
fe bat. Die fihmalen ſind ohne alle Sculptur, bie
‚ gang mit Hieroglyphen bedeckt. Auch zeichner fich
DHbelist vor allen andern dadurch ans, baß er fich
a eine Beine Pyramide wie die Übrigen endet, ſon⸗
weinen Gylinder, deſſen Baſis auf einer parabolis
Reümmung ſteht. Es fcheint das einzige gut erhals
danſtwerk aus bem alten Arfinos zu feyn, das ſehr
entbümliches darbietet. ' |
ieler:eleKeroun, ber Mörisfee. Es bleibe
bh ber große Ger, welcher ben tiefflen Raum ber
bampollion I. p.-524. Qustremöre T. I. p. 591-416.
) Jomard Descr, p. 7. Belzoni Voy. II p. 162.
') Jomard Descr, p. 8 T) Jomard Deses, p,8. u, 45.
Be "on Eee Ze
wırv. wir wuyeyenv ap pup
jegt aber mit Sand überbedr. y
nen bier die Dorfbewohner von Nazleh aus
nen bei bem genannten See zu ziehen, weld
und an der Sonne verbampfen laſſen, m
‚en ”
Bender man fi) von Medynat eig
jen gen Norden, fo zeige fi eim ;
dinge rien fi 19
in der Mitte *
wunderung Ken muß.
- Die eindeimifhe Sage —
vor Jofe Jakobs Sohn, I
Defence "ein Wale som SH erhie
be einen Damm im Nilıhal bauen Taffen,
fer von feinem Einftrömen in diefe Provil
Seitdem fey das Wafler aus Fayoume (P|
Meer abgefloffen, wodurd fehr ſchnell das gr
Fayoume troden gelegt und in einen
verwandelt fey. Der surüdbleidende
mele fi nun norbmwärts im yutigen 8
toun, fühmärts zum Birket:Garap, bie
welche nun allmählig abnahmen und Meiner ı
das fichende Wafler aus ihnen durch die So
ward. Diefe merkwürdige Sage, welde Ma
Möris erzählen hörte, hält er für Beine mı
— — erentligen übertakten ne
ee im fen: er ‚ eo
enthalten, auch die Erklärung zu geben von |
Müßrem, EI Jayoum, Maͤrisſee. 805
Fx See Kere un nimmt —— den Norben
von EI Fayoum ein, in der Richtung von W.
a einer Ränge von 11 Lieues. Zunähft an feinem
r liegt das Dorf Zamyeh, bei weichem der Bahr
* und gegen eſtende an dem Güdufer liege
J
7
8
esoun, eine alte ptiſche Ruine. . Weide bes
bie beiden . Hörner des Sees an feinen Enden.
Übliches Ufer fireicht heutzutage fa parallel mit dem
en, denn es. ift nirgends fehr breit; fein Mmfang
Deutzutage an 95 Lieues "). Seitdem ber Joſephs⸗
hs nur ſehr wenig Waller zufenbet, Hat er gegen
Belt, wie fi aus der Matur feiner ——
he asgenommen. Ehedem ging ee —2 Stunden weis.
en Süden, wo er nom A. 1675 im bie Nähe bes
——ã— ee Ai Die oben bie
auf ihm iffte. Der Woben bies
Bes, fo wie ber Drte u ‚Abos HL ib
y el Roumman, weide s bee SGüdfelte auf
Exrdräden (or&te tranchante) **) in graber Bis
D.N.D. gegen W. S. W. liegen, zeigen bie Linie
a und troden gelegten Seebobens au. Dieſer ſenkt
den genannten Orten nordwärts gegen den jehigen
ab, iſt meiſt ſandbedeckt, mie Lagunen, Salzkruſten
m, ohne Wohnung, gang unculturbar, nur mit
— Gefräug und Tamaristen hie und da befegt.
‚ weit der See fih nun an feiner Güdfeite einges
6, fo wenig iſt dies an der Nordſeite gefcheben, an
fein Stand durch bie Fleile Bergkette mehr feflges
ar. Auch an der Wellfeite, bei der Ruine Eaffe-
w, die eine halbe Stunde von ihm entferne liegt,
se ber gefchloffenen Natur bes bortigen Ufers na
eiter ſich erſtreckt haben. Gegen DOften aber iſt es
ſahrſcheinlich, daß er in ber Ebene bis zum Derf
reichte. Mach diefen beflimmten Daten von dem
und ältern Umfange des Sees, ergibt fich nach ber
genommenen Karte **"), daß berfelbe See vor Zeis
we geößten Breite nach 4 Lieues, ber Länge na
dem Umfange nach 40 Lieues hatte. Dieß möchte
don cher wohl ber geofe Umfang des Gees ſeyn,
teabe ihn bemumbernb befreibt: denn er deine
fe Aache etwa ber —— Sa ä e bee
} ees. Heutiut t der sisfee
durch ein gewi . 304 ber Kürten dr
nard Desor. p. 5 **) Martin Deser. H drogr. p
###) Grande Carte topograph, de l’Eg. in Etat
L Vol. I. pl. 6. |
* — wu.
8 und v6 währen Mafferzufluffes dı
Zeufepd, fein en des Umfange
— e, it die Geſchichte zurücbenkt.
Aufmerkfamkeit rihtete Martin *)
PR: des Sees. An ihm fegt bie une
——
eigte ier Beine
ve Bergterte, keins jortfehung eines feäi — Ham
‚angenommenen Bahr: bela: ma, mie nn
ner Karte A s antiqua und mi Ai Under
Kae Fan cus Auvius bejeichnet Haben. Et
Xpalöffnun; n fegte bie Bergkette fo weit di
Pond yayıı S. W. fort, und
2 kai, Biegen 1“ befinte |
—
nirgends
lche dee alı fein al
* — —V ke *
pt an bie Wergwand an, daß die g un fe
6 — mit ei ten —5
Bee —— vie ge ar —
a
Tamyeb, von deſſen Kocalität wir im — 4
Bicptigfte angegeben haben. Hier if nun im Gi
das Thal der Libyſchen Be: te Keinesmegeg
fen, vielmehr ift das Kalkeinplateau, weiches
von Unterägppten ſcheidet, durch ein großes Ki
welges Martin *°) guerft embet t, —— —
Gem nah Sheith Aiy's Ve sfaeeng,
nah gr am Nil und nad Alegandria —X %
ges ber Bahr belä ma weiter fortfegen fol, der ı
deeoffy’s *"*) ganz mit biefen Rachrichten übereh
dem Memoire, auch bei den Natronſeen wieder |
ſchein kommt. Ob bieß der Weg iſt 33 Eh
"angiebt, von Gnzeh kommend, über Rama PX}
zn, von Metanyeh vorüber, gegen
konnen wir u Beit 2 nicht beurtheila
5** a Aber vie —— =
y eben würde; Jomard felbk war
bekannt, als
—— ———
) Martin Deser, Hydro, 215. **) Martin” 1
drogr. p. 312. 9 Fab Mem, sur la‘
" Lacs de Natroum et celle du sans can
E. M. I. 9.286. +) Jomard Deser, p. 5,
.:: Neem, El Baydnm, Moͤrieſee. 807
i anf bee Wehfeite an der Stelle don b’Anville‘
be 2 den — —— fondern dee j
a ımmer anfleigt ſo liegt bier, nah Marks
eg
Datum, der Ausfiuß des alten geoßen Möris⸗
Buach Unterägypten wohl klar vor Augen; benn
tinfin des Nilwaflers in den Mörisfee befand: un⸗
Br An Engſchlucht von ElLahoun im Fels⸗
€ Jonſeph, wenn biefer auch, nach feiner
BR, weſtlichen Zortfegung, erſt von füingerm
w if. diefelbe konnte unmöglich- auch z u⸗
2 wicht zum Auslaf ber Nilmafler dienen; au
Strabe blume une ehe ee
—XXX en ſpricht die e
8 die wie oben angeführt haben, beun das Nilwafler
Sinab unter den Brüdenbogen. von Ha o us
eh Kebyr; das Canalbett welches es auffänge, liege
ndten Fels, feine Höhe Hat fich alfo nicht -geäns
: Auch bei der. großen Ausdehnung bes Möris zu
1b 0’5 Zeit, deſſen Perimeter man daher nit mit dem
ven Umfange vergleichen: barf, lag bas Rivean biefes
offenbar unter dem Boden des flachen. Landrädens
Bebynatsel Fahoum. Der Joſephscanal bominirt aber
wärtig bie ganze Landſchaft, da er die culminirende
des flachen Plateaus Hält (f. oben &. 796), bie Waſ⸗
6 Sees konnten alfo unmöglich burch ihn oder auch
feine ältern Arme nach dem Nilthäle, burch die Eng⸗
be-von El Laheun wieder zurüdfliefen. Dahin⸗
Is konnte nur etwa ein freies Spiel ber Waſſer hin
her Rattfinden, als noch bas ganze EI Fayonm, nad
hen guacfübeten Tradition (vor Joſeph) einem Golf
affer glich.
Die offer melde Ober: und Mittel: Kegypten burdp
Aagſqqlucht von El Lahoun einſtrsmten, mußten
‚einen andern Weg wenn der hohe Waflerfiand der
dwemmung faul, wieder ausgefeömt werben;
tonnte, nach Obigem, nur durch die Fortfehung
Bahr bela ma in ber Thalſchlucht von Tas
7) gegen Unterägypten geſchehen, weil bies tiefer
als wittelägypten, und als El Zayoum. Go wurbe
Vie Kunſtarbeit ber Felscanäle, alfo durch Menfchens
. allerdings ber Nomos Arfinoites zu einem Waſſer⸗
‚ ermeitert, in welches Oberägypten bei hohem Rils
feinen. Ueberfluß fenbete, ber Unterägypten verderblich
den. feyn wärde durch das Uebermaaß; im Nomos zus
krabe XVII. Pe . ed, Tasch, #%) ‚Martin Deser,
ydrögt, pı 225. - re
Fryen_ Antoren 10 gUT vie —e
Wenige Bemerkungen bleiben uns weg -&
bes heutigen Birket el Keroun und feine®
An feinem Sudrande, tn runden, er Fr
mipefe zumal em em
* in einer Brappe von Yalmbäunen P)
einzeln. —X Dre Ian Die aut Da
An jelne erh
Ich Seiten auf einer Warte dr *8
immerwerk war, länge ber Sädküſte
daffelde Per eine fo große Menge
Babe Joufeph in den See gefendet, deß w
3. äpnlihen Phänomenes erinnerten;
jaffer jdhilich ſehr viel [1:3 Fra
— —E daher auch 83 L A
weniger deffen Boden und fferfkan [X
nad ben bort beobachteten Erdſh
** bafkı
jetige Dorf Sennoutes auf eine alte
erbaut ift, und daß ebenfalls a
Mähe wohl die Iufeln bes Sees
88 mit den Phramiden ang! Ai ae
AG auch am Morbufer des Sees. WBelzoni“
im Ger jedoch auch eine Infel EI Hear, u
ganz öde liegt; ofmärts baven wil zum Fax
im See bemerkt Haben. Das Ballen
hei und Par, brakiſch, air a 55
gute Fiſche und vieles S t.
Bein tommen bie Fr er aus *
ihre X auszumerfen.
Am Dftufer des Gere kennen wie ae sn
nam Wammık mise Moe 2 mau.
s
> Erben, CI Bayenm, Macieſce. wog '
sen ‚ eibpfche Kette Im Norden
—3 5 I Beben war mit ..
en Kreide —5 r-weldhe bie Araber zum Farden
bie Ruinen eines Babes
eh Baman nennt. Gr fanb be —
ben etwa 40 über dem jegigen Nivean bes Ge
berdeckt mit Diufgelschen , ** —2
ſandes in der H
eiter —— no das Ile Gebirge © mem Gee⸗
It, * Der Dibe bes Die
ı einer
Stadt.” bie bedeutend
es Palatium 3 Die —* aben in
©. eff e Kofhäraf, —5 Zaff ara
se
imroub, bie Gtad
Ba 0 bei
dexen ber etwa 20 centii
nd 7 bi war, alfo volkommen age 3
die Hälfte der Dimenfionen ber a
von EI Lahoun Hatten. Auch 6 je
wen. Die Gtelle biefer Kir A & it auf der
Kichen Karte angegeben.
refhieden von biefer, aber weiter 43* Auch, ob»
In ganz ähnlicher Localität am
I bie zweite veröbete Stadt auf dem m Dietes des
ers, welche Belzoni entbedte, die ihm von den
—** +) genannt ward. Mr hält fie für das
as des Ptolemäus. Bielleicht iR biefe wohl De
5 bes Prolemäus, welche mit Dienyfias unter v
ner wit, aber unter —— —— (60
ı Ger. daßer Joma mit Deslemin
abt am — gragfee nämlich — en
: Dionyflas dält. WBelzoni’fahe dert eine m
nee Däufer und hohe Mauern umher, als Geabtwall
ackſteinen. Die Hänfer fanden nur 5 bis 4 —*
——— De riesen ——— srofen
w er We ste u
ni Ermpele ' nu cs ———
d ſich die innere Einrichtung ber
ner sis: von Backſteinen, eines Then⸗ — **—
* P. aı2, Belsoni Voy. m. . 256. ya .
'#9%) Jomard Dieser, p. 1 olem. IV. 0.6
j » Belzoni Voy. IL p. 8* nebſt Tafel.
x
500. Norden Der Wiebe zegE 8
ealtivict war, EN aber mit Sand Re
Welten biefer Stodt am Greufer find
Be a ea
exoum gegenlber, 9 am dam
Aredneter Frankie ‚ IR —
Rage jegen, und gegen. das |
» ehe no ber ſchmale mit
Straud kommt, ſtehen am. See hin LT
den Weg verfperzt aber Zeichen des
und bdefien Cultusfäpigkeit anzeigt.
Der merkwärbigfte Punct am Ehdufer |
Reeoum, eine Stunde im Oſten von feinem
Kaffe Keromn (Qasr-Qeroun) **), mit fein
Tewpeltuinen, welde Be yoni Kaffa
wennt. Gie liegen 6 Lieues W. N. W. vom Di
in ber Witte einer alten zerſtoͤrten Stadt, von
mmber eine halbe Stunde im Umkreis, vol i
gun Sãaulenteſten, Gteinblöden u. a. m.
‚Heil ift mit Sande bededt. An ber Dffeite
ber bie Gegend Beled Keroun nennen, fi
Pforte als Drtogon, und daneben eine Terraſ
Beinen. el, ber dem quadratiſchen zu Phil
Belgoni hält ihn für einen Briechifggen. Au
It viele der dortigen num jerfidcten Bauten
ionftructionen, oder für folde die doch reitau
Belzeni bemerkte darin Krümmer von Warn
8
E
.. "Mifteem, El Fayoum, Moͤrisſee. 811
nam gelegenen, längs dem See, welche bie Araber Kaffe
enät (Kafle Kophou und Kobal bei Pocode) nannten,
E füngerer Art, weil umber keine Exrbbede fich befinder. -
Die Haupteuine, Kaffe Keroun liege auf einer Blei:
m Anhöhe, an welcher ebenfalls Spuren älteren, hößeren
Rertesftanbdes fich finden, fo daß ber Fuß ber Ruine wohl
nf beſpült werden mochte. ie ift nicht durch die Zeit,
mbern durch Menfchengewalt abfichtlich — bob nicht
Inzeihend, sum nicht den Character bes Gebäubes noch ers
muen zu koͤnnen. Seine Façade *) liege gegen S. O.;
u ſteht auch der Meft des Dorticus aa Zu tief mit 0
weßen Pilaſtern von 5 Buß Dreite welche wohl ein fpätes
ke Zufaß find. Kein Aegyptiſches Bebäube Bat bergleihen,
ſteht eine Griechiſche — barauf, mit dem Pas
ermuthis, welches bie Heilige Schlange bebeutet.
Bau des Tempels zu welchem der Porticus führe, ift
8 Fuß lang, 58 breit und 29 Fuß beach, fo daß das Ber:
Aliniß der drei Dimenflonen, nach Höhe, Wreite, Tiefe
ie ı, a und 3 ift, das einfachfle das fi denken läßt.
e ganze Höhe der Mauer ift aus 4a Quaberfchichten
bereinander gehäuft, welche insgefamt alle aus Quadern
va völlig gleichen Dimenflonen beſtehen, einen einzigen
ein ausgenommen ber weit größer ift, in ber Wand des
ramctuariume ſteht, von dem bie Araber glauben, daß in
zus das Gold verborgen fey. Alle DMauerwänbe geben py:
mibaliſch zu, haben eine Böfhung im ächt Aegyptiſchen
bepi; alles im Aeußern und Innern geigt fih fommetrifch
magerichtet, über dem Eingang fehwebt bie Weltkugel mit
) 5 ſonſt iſt das Aeußere ohne Ornament, ohne
|
phe.
Ss Innere iſt ganz zertrümmert, doch erkennt man
ch5 Hallen, davon die legte das Sanctuarium iſt. Die:
w enthäle Wandfeulpturen die meifterhaft gearbeitet find.
darin a Bloben von Schlangen getragen, das Fries ganz
We der Form der Lotosfrucht (Ubaeus) gefchmädt. Unter
u Wandbildern zeigt ſich der Apis. nter diefem Ge:
Bauch befindee fich eine verborgene, fehr Hohe ganz dunkle
md ſehr fonore Kammer, gu welcher nur ein enger Schlupfs
für einen Menſchen führt, der wit einem Stein
gchloflen werden Tann. Dieb warb von Jomard für eis
Bu Deakelort erkannt, aus dem bie verſtärkto Prieſterſtimme
wech Refonanz in den ganzen Tempelraum verbreitet warb.
Wo bie Zerfiöcung nicht bingefommen, da hat fich bie
Setrefflihfie Sculptur wie new erhalten; Pie ſchwerſten
uadern von a4 Fuß Länge, welche bie platten Plafonbs
®) Descript, de P’Eg, Antiq. Planches Vol. IV. pl. 69, 70,
Sıa Afrika, Waſſerſyſteme. HI, Abſchu. F. 07.
ber Hallen bilden, find durchaus nicht aus ihren Fugen ges
wien. Noch finden fih in dieſem feltfamen Gebäude
Seite ber Hauptfäle, 5 andere fchmale Zimmer mit bie
einfaden Mauerwänden, die jetzt voll Schutt liegen, ben
die Araber ganz nad Bold durchwühlt Haben. omard
vermuthet, daß biefe wohl einſt die Behälter ber Grecabile
gewefen ſevyn mögen, die im Nomes GSrocodilopulis fo ver
ehrt waren, daß fle von den Prieſtern gezähmt muchen wie
Strabo es felb bemerkte.
Im Innern des Gebäudes führen Treppen zu ein
gweiten Etage mit Zimmern, In weldden bie einzigen menfhs
lihen Geftalten im ganzen Bebäube ausgebauen find, eis
Eee sit er mern bem ein Priefler Opfer bringt,
es ſehr zerſtört.
Der Hanse Tempel ift aus feſtem Kalkſtein aufgefüßt
der den Boden von Nazleh bis zum Gere conflituirt, um
eine Art Politur annimmt. Er iſt ein Aegdptiſcher Bez,
dem Wefen nah wie die in Oberägypten gu Philä un
Theben; aber ihm fehlen die reihen Gculpruren und His
roglyphen, daher Hat man ihn für ein jüngeres Werk ange
proben; doch auch zu Theben fichen Tempelrninen 2
bnlicden Werhältnifien, deren Hieroglyphen nicht beeadig
find. Die Zeit der Erbautıng, fagt daher Jomarb, wi
ſehr fchwer zu beflimmen feyn. e allein durch bie erſe
—* dringt Licht in den Tempel ein, deſſen mpfifge
unkel gegen ben Hintergrund immer mehr und mehr ze
nimmt. ie tönende Sprachkammer, der Ofiris Ammms
unb die Lage von Kaffe Keroun am Eingange zu den Def
des Jupiter Ammon, machen es ſehr wahrfeheinlich, We}
Bier ein Orakelort war. Es wäre möglih, meint Is
mard, daß ber Tempel feinen Namen Kaffe Keroun
(Palais Cornn) von den vier Hörnern oder Wüften ie
obern Keamigefimfes erhalten Hätte, welche greih Ammens
hörnern im Bogen an den vier Eden des Tempels in ie
elle Luft vorfpringen und ibn fehr auszeichnen, da dieß bes
ame ift, welchen bie Araber den architectoniſchen Sqhach
ten an den Corinthiſchen Capitälen zu geben pflegen (Abo
ueroun) *). Darnach hatte denn der Eee ebenfalls hs
Krabifhen amen Birket el Keroun vom Daup
Kaffe Keroum erhalten. Aus diefem neuen Mamen, It
alte ift uns unbekannt geblieben, haben die neuern Eiyme
logen ein Schloß und einen See des Charon gemadb
indem fie dem Aegyptiſchen Fährmann ber Numien übe
den Strom den Namen der Griechifchen Zabel beilegten
und in dem Birket el Keroun unb dem Möris, einem mp
#) Jomard Deser, p. a3.
NMilſtrom, Et Fayum, Morioſee. 818
eribſen See bes Aegyptiſchen Habes zu finden glaubten,
srauf bie Pyramideninſeln und die Grabſtätten ber zwölf
dauſoleen im Labyrinthe hinzuweiſen ſchienen. Neuern
zederholten Reiſen und Beobachtungen in dieſer ſehr merk⸗
Sedigen Seitenprodinz EI Fayoum dee ——— Nik
bes, fliehen gewiß noch mande wichtige Entdedungen
wor Über die Natur, Befchichte und Antiquität biefes Gas
sllandes.
Die geöften Hinberniffe der gemauern Erforſchung fept
ler bie Unfiperbeir ber Landfchaft entgegen. In der Haupts
abe und der nächftlen Um ebung wohnen friebliche, fleißige
anbbauer; in den mehriten Dörfern haben fih Araber
fiebelt aus ber Horde ber Sammalu,"), dee einzigen,
ia: fefte Woßnfige in EI Fayoum gewonnen dat &
axd *") läßt fie aus gweierlei Zweigen beflehen bie er
Iergban und Semelnhous nennt. Diefe haben fih zu vers
edenen Zeiten aus ben weſtlichen Staaten der Barbarei
ergegogen. Die einen baben ihr Leben im Zelten mit
eu Romadenfitten beibehalten, bie anbern haben fih in bie
Dösfer vertheilt und die Lebensart ber Belabe ober Aegy»
Fiſchen Bauern angenommen. Die Zahl ber verfchiebenens
Beämme dieſer Dorden beläuft fih auf 8, bie in 17 Däks
em wohnen, 505 Dann Reiter, gıo Mann Fußvolk ftellen,
mb 1085 Kameele, 7050 Schaafe im Befitz Haben oder hats
5 ale Martin *"*) ihe Land beseifete. Außer ibnen bes
nen noch 5 andere nomabifche Stämme biefelbe Provinz,
weiche 1500 Mann Meiterei und 1055 Fußvolk Haben, in
en ne 3500 Kameele und 13600 Schafe zu jener Zeit
efanben.
In der Nahbarfchaft von Fayoum wohnen mehrere
Keaberfiimme, welche nach ihrer Art gegen einander in bes
wdigen Fehben liegen, und fich vielleicht unter einander
ft ſchon aufgerieben Haben würben, wenn nicht die Ern⸗
and Heerden der Randleute des wohlhabenden EI Fa⸗
houm, ihnen eine noch fichrere jährlidh immer wiederkeh⸗
sende ea len van ihr and nl zoll e
Krab mme fallen er mit ihren Sncurflonen alljährli
bom Dften und Welten den Einwohnern von EI u
ſichr deſchwerlich.
Dieß find vorzüglich die Dafe:Araber von Benys
onef, welche, wenn die Nilwafler ihre Wohnfitze bei den
m Menfaſt und Ubneyt erreigen, im zahlreichen
%) Martin Descr. Hydrogr. N; 210. 7 Girard sur les ha-
bitans du Fayoume in Niem. sur 26, T. HI. ago.
®*°) Martin Tahleau des Arabes de la Province da Fa-
youm in Descr, Hydrogr, ote. p, 226.
814 Afrika, Waſſerſyſteme. LIT. Abſchu. 6.08.
Erpebitionen diefe verlaffen, und über Kampep nah Ei
Zayoum bereinubregen pflegen, um bas Land auszuplän
dern. Eben fo machen es au bie Bergen: Araber
welche die Wüften von Aleranbria und Bahhreh
die dagegen von der Weflfelte, bei Kaffe Keronn, in da
gu ttbal in großen Schwärmen bereinbreigen, und bi
Scfer der Sammalu (Semenlhous an beranben 9
So iR der heutige Zuftand bes im Altertum fo
ten und gefeiesten Nomos Arsinoites befdpaffen.
Sechbtes Kapitel,
Der untere Nillauf. in Unterägppten, bai
Nildbelta.
6. 28.
ueberſicht.
Aus Mittelägypten tritt der Nil am Vorſprunzg ie
Libufchen Kette, welchen bie Pyramiden Erönen, no
in Unterägppten ein, und burchfitäme *) von ba
unabfebbare 28 aus Sand und Fruchtſchlamm aufge
ſchüttet, ohne Berg, ohne Hügel, obne Feldſtein. Das
eben von da wendet fih bie Libyſche Bergkette von.
Meormalbirection gegen N. ganı ab, und sicht gen R.U;
die galt Arabifche aber, der Mokattam genannt (d.i. da
gl nittne Berg), wenbet ſogleich jenfeits des Thals ir
erirrung (das nörblichfie aller Zransverfalthäler, bie zum
zothen Deere führen, (f. oben S. 577.) im rechten Wi
egen Ofen; fo, daß die platte Släche von bem fluw
In Winkel von 140 Brad an nordwärts, in immer weiß
enber Breite ſich Binlagert in Delta’sgeffalt.
Der reiche Aulturboben dieſer Fläche erreicht im
Morden aber fo wenig unmittelbar bas Meer, als bes
Fuß diefer genannten Bergketten, welche einft die primb
"tiven Ufer biefer großen Bay bildeten. Gr iſt davon ge
fieden im Sübdweſt durch einen fchmalen Wüſtenſtrich aus
ugfande, der aus der Libyſchen Wüſte herbeigeführt werk
und in S. D. durch einen ähnlichen Wüſtenſtrich, ber au
der Sandſtrecke ber Landenge Guez bis bahin reicht.
Eben an der Südfpige diefes Delta’s theilt ih be
Nil 95 Kilometer, d. i. 5 Stunden in N. von Kairo, ki
dem alten Kerkeſura, bei ber Stelle Batn⸗el⸗Bake
®) Girard Observ. sur la Vall. ete. in Mem. de l’Acad, d |
8c;, Paris 1819, T. UI. p. 198.
w
DS Wildelle, Hobrogeographie · s des
—D m such (Vextre de la Vache) in zwei
e eine gegen X. W., fich sen
17,53 u erchalb Be ete (Bafpib) Im das Meer
Der andre gegen Norden giehend, iR noch N
> A ‚teil ilt Unterägypten ee in zwei gleiche Hälfs
ee unterhalb Damiette PER im
eer. eme erhalten heute die Namen von den
* an ibm Münbungen, ein gielen fie, der bei Kos
e der Bolbitiniſche, der bei Damiette ber Buko⸗
ſche Nilarm (Macmetiſche bei Strabo). Zu beiden Gets
liegen, in Wefl des Nils, das flache Land Ba N wo
ganbdeia, vor beffen Thoren aber ſchon die Libyſche
innt, und in Dften dqas flache Sharkie 8*
chtbarer, wo jedoch auch hen in Off von Del ey⸗ die
mdwäfte von Suez an ne:
Herodot nennt 5 nätütliche unb rabene Mäns
gen ) (die Boͤlbitiniſche und Butolififhe): —* füßre fe
n Ramen nad, aber nicht in ihrer — *2— iſchen Folge
3 einander auf, baber einige Unbeſtimmiheit Km 88*
6 ganze Alterthum aber nennt bie Be
Pen Ganopif: ade eſt de "Font
lufiſchen IR Oft a ee *) —*
ı Flachland des Deita, ob ne die gerin
‚ nur bie und dba mit einigen Eünftigen —RX
* ie Dünen und Moräften am Meere, im Innern von
nälen rain. Nach den genauen Mefjungen ber
ſiſchen Aſtronomen und Ingenieurs bar das Delta,
E feinee Sübfpige bis zu den Mändungen bei Roſette
ED amierte faſt 30 Stunden (i6 ııyriam.) directe -
nung; bie beiden Rilarme haben aber mir allen Gers
or eine Stromentwidlung (developpement) von 46
Stunden (93 und 24 myriam.); die Bafis des
Mes mit allen Krümmungen der Küfte beträgt etwa ag
buben (145 myriam.). In directer, gerader Linie chen
Pe die beiden MR lindungen. bes Roſette⸗ und Damieite⸗
ws um 13700 metres von einander ab. on
Wir wollen zuvorderſt dem Laufe ber fieömenden W af⸗
Fand ihren Vertheilungen folgen, weil dieſe das einzige
— angeben, ſich im Delta, ſowohl der altem’ als der
Seit orientiten zu lernen. u
— II. c. 17. **) Du Bois —** et Jollois Vo-
yage dans l’interieur du Deltz, contenant des Recher-
che s sogr hiques u —8 ues Villes anciennes oto.
N Descn de | E. M. Livrais.. IU. p. qu. nebſt
br Cams hydraulique * Del nn den 1 gend | neuen de
meffungen. ..
n6 Afriko, Waſſerſyſteie. AIE: Ahſchu. 6. =
arm ı. Die beiden Hau
Riis son Ko : ette und Ye
gebieten. ybrographifeg » Logegrappifie
berſicht antet —8W nad den neuen wi
Ä alten Armen und Ganälen
2. Der Refettsarm mit ‚(einem Tinten a0
biete"). Diefer A re:
® Lib Bü 8 *
von yſchen * anf feinem Sera
Fi endet
bis Terraͤneh, wo er
bare Landf liegen:
aörblihfte Ende des —— welcher hier El
rah oder Gaual ber Pptamiden genannt wich,
an um anfang: —ã——
reh, nden myrıam m wiberfegt
2 Nil felb dem en bee Sandm
auf. Der Kanal Bahyreh,
bis sum Gere Darpyout
allein beſtimmt gu feyn egppten gegen
gu fdäten, indeh ber Bofettearm e (iR ar,
e Ebene giebt, bie er durch
Ableitern befruchtet. Die bebeutenbfen Ren won Diefen |
Kanäle ı) von Damanhour, 2) von Rahm
und >. Deyrout. Der erſte von biefen if 8
(4 myriam.) lang, und endet bei ber gleichnamigen &
Unterhalb diefes s befpält ber Roſettearm am wi
Ufer die Ruinen ber ehemaligen Hauptſtadt Gais, &
Kopten, jest SA el Hagar, mo bie meitläu &
Bügeln noch die ale söße bezeichnen °°
KRahmänyeh bewäflert ben the arften
innern Delta, und dient ugleid — die „Stan
Alexandria mie Nilwaſſer zu verfehen
manyeh ) theile fi nömlig der —
Hauptarme, und bildet eine Reihe von Juſeln »
15000 bis 18000 mötres Länge. Der Oflarm iſt
fie, und bleibe immer fchiffbar,; ber Weſtarm, d
ebenfalls immer ſchiffbar war, hatte er gan ge
fand breiniertel Theile bes Jedıee gan;
Ufer liegt-eigentlich der Det Rahma nach ort (
Arme, ı900 mötres unterhalb des Ortes, ng ber
®) Girard Observ. p . 195: “) Dobo Dubois Aymı
R: 116. und Ania. ser. ch, XXV. ”)
habzol Mem. sur le Canal d’Alexandrie
V’Eg. Et. mod, Livr. III. p. 185.
J Nildelta, Hydrogeographie. 317
andg an, vdn welchem weiter unten das Nähere folgen
». Der beitte Kanal Deyrout ergießt ſich in den Set
öu. .
. Adgopten tritt zwiſchen der Libyfchen Wuͤſte und dem
fettearıı niche unmittelbar ah das Meer, fondern iſt
en aethieden buch 3 Küftenfeen ode Lagunen,
den W. nach O. in folgender Reihe liegen! 1. der See
areotis, 9. det See Madyeh oder von Abukir und
See Sdku. Der erſte und zweite find von eins
her dutch eine ſehr ſchmale Landıunge gefigieden, au
e ber untere Lauf des Kanals von Rabmänye
von Alerandeien aͤngebracht if. Diele beiden Geert
d vom Meere geſchieden durch einen Strich von Kalkfel:
w.welche die Zortfehung det Küftenkerte von &. W. ges
RD, find. Der norböftlihfte Ausläufee derfelben bils
den Hafen Alexandrias, Die Klippe ber alten In⸗
haros und frat 4 Stunden (2 myriam.) jenfeit bis ®@
Bee von Abukie fort, vor welchem bie legte Inſel⸗
be bieſes Küfterisuges gegen N. D. liegt. Das Aegyp:
@ Geflade von Abukir nad D. Hin *), hat durchaus
en feflanfiedenden Boden, welcher dem Wogenandrang
erſtand leiſten könnte: dort it nut Sandſtrand, der ſich
w über den Meerhorizont erhebt, und hinter welchem
Tiefſte während der Hohen Nilfchwelle unter Waſſer
BE wird, von Mahmänyeh bis Roſette. Diefe Lagune
BE nun den oberi genannten See EdEu.
4. Der Damiette:Arm mit dem Ufetgebdiere
iſchen ihm und dem Rofette:Arm*) Das eü
ige Delta oder Zwiſchenland der Biflueng der Nilar:
Mirb mäannigfaltig von Kanälen durchſchnitten, welche
Mebrfien Wafler aus dem Damietteſtrom erhalten. Dee
Uche ift i1. der Kanal von Menouf, der d Stun
r miyriam.) unterhalb ber Stromſpaltung beim Ruß:
(Bat: el: Bakarah) begihnt, und fib unterhalb
Kräneb Int den Roſettearm einmündet. Er fihneider bie
des Delta's fhief durch, da et 10 Stunden (5 my:
K) Burchläufe, indes der Roſettearm bis gu derſelben
nung sum Kanal bei Terräned am Dörfhen Naptr,
den (6 myr.) gebraucht. Durch diefen kützern Lauf,
in dies flärkere Gefälle werden die Waſſer had und
in den Kanal von Menduf gezögen, der bald der ein:
€ Strom werden würde, dem fie folgten, wenn nicht deu
m von Faraoundgeb, der am Urfprunge jenes Ka⸗—
9 zur Regulirung der Waſſer erbaut iſt, ſehr forgfül.ig
Girard Observ, p. 195. *%#) Girard Observ. p. 196:
2. Sr
S
818 Afrika, Waſſerſyſteme. M. Abſchn. 8. at
erhalten würde. Das Totalgefälle dieſes Kanals von
nouf beträgt auf eine Stromentwicklung von 37250 mi
nach einem genauen Rivellement, 3,9 mötres *) Di
wie alle Nivellemenis des Delta’s beweifen eine Be
mung bes Waſſerſtroms von Damiette, eine allgem
Tendenz aller Waller nah Weſt zum Hofettearm
daß es (ehr wahrſcheinlich ifl, daß die ganze Delte
e — eine Neigung von O. nach WB.
uüherhin war der Zuſtrom in dem Kanal Menen7
veißender, fo, daß ber Nil bei Damiette ſchon einmal
verarmt wars Deswegen wurde vom Gouvdernement üz
ro diefer Kanal gefchloffen, bis ihn die große Ni
im Jahre 1800 wieder gu Öffnen gebot. Seitden
gleich einem großen Nilarme fchiffbar geblieben, dem
vorher nurt für Nilbarten und auf ein paar Monat im
ewefen war. Beide Geiten des Kanals umgibt di
Kulturland, das weich mit Dorffchaften befest ik. B
Nilwaſſer flagnirt hier in ber Spitze des Delta el
gere Zeit; daher if die Luft bier heitſamer, die en
ger gefährlich als seen die Baſis des Delta's hin, im
en *). Die Uferländer des Kanals Haben zeige Kl
an Weisen, Gerfte, Reis, Durtah, Indigo, Blade, SA
Klee, Hülfenfrüchten, Bampyeh (Hibiscus esculentel
Meloutbyeh (Carchorus elitorius), Argon Colscafl
Gurken, Melonen, Hanf, der hier als Toback gerandt d
als Opium zum Beraufchen gebraucht wird. Dieß gi
Bild der Adercultur bes fearberen Deltabodens, wi
Fleiß ihn zu benugen verflcht. Die Grade Meneuf
ale Hauptort der Provinz in der gefundeften Lage, vi
bes ſchnellen Woflerabflufles, ift Heute doch nur em in
tiger Drt aus Backſteinhäuſern, mit etwa 4000
nern, meift Weber. Deffen Lage hält Dü Bois Amt!
die bes alten Nicii im Nomos Prosopites des Itin, Aub
Weiter, den Damiettearm firomab, 6 Kilometer w
halb des Kanals Menouf, folgt 2) ein zweiter Ab}
ter gegen N.W. zum Innern des Delta’s und der U
Chybyn:el:Koum +), von welder er den Naum
hält, fonft auh Kanal Kargneyn genannt vom &
enden gleichnamigen Dorfe. Er erfcheint zwar jeht
anal, war aber, wie auch der Stadtname Chybin fi
anzeigt, ehedem ber Sebennytiſche Nilarm des 6
bo; er has immer Waſſerreichthum, rafchen Lauf, 450
%) Du Bois Ayme& et Jollois Voy. p. 95. **) Du!
Ayme et Jollois etc. p. 96. * "Du Bois Ayme '
D. P: 4. +) Girand Observ. p. 195; Du Bois 4
et Jollois etc. p. 100.
Nildelta, Hydrogeographie. 319
a8 (150 bie soo metres) Breite, bildet mehrere In⸗ .
send bewäflert links und zechts in vielen Armen das
In der Nähe der Stade Chybyn⸗el⸗Koum lies
ch utthũgel, ficher die Reſte der alten Atarbechis *),
zes bei Hetod., Arappınıs bei Steph. Bys. Atarbakı;
yeiße im Koptifchen die Stadt) »). In Norden von
Stelle fpaltet ge dee Canalarm in einen Zweig ges
WB), der nad 18 Stunden (9 myrıam,) Bonf 4
arestäk (oberhalb dem berühmten Sais) in den Ro:
ma ergießt, dee andre Sftlihe Zweig, Kanal Melyg
nt, fpaltet fi ven jenem ab bei den GSchutthägeln
ilten Biblos, °**) und firöme direkt gegen Nord
Mepallet el Kebyr (Cynopolis), der wichtigften
kſtadt im heutigen Delta, und vereint fi von da 5
(25 Kilometer) entfernt wit dem großen Kanal
—R Mehallet el Kebyr, db. d. die große
&, ift die Hauptſtadt von Gharbyeh, und ſehr groß,
ber mehrere verödete Quartiere. Ihr Handel iſt fehr
I, die dortigen GSeibenmwebereien """") find die einzigen
tens; in ber Nähe liegen Schutttrümmer. .
Diefer Kanal El: Xabäanyeh +) if der dritte weft
: Ableiter des Damiettefiroms. he dieſer Da:
earm noch von jenem zweiten Kanal zw biefem
ten gelangt, durchſtrömt er ein gt bevölkertes und
tes Fruchtland, wo nur wenige Bäume flehen, aber
an Ader liegt. An Athrid(Athribis). und Bouſyr
Ne Schutthügel von Boufir Tr) liegen, fließt er
I, Igue Stadt Semennoud (Sjemnouti der Kopten,
ınytus der Alten, von Sjom im Koptifigen Deus, Om-
ens) Ft). Diefe Stade ift die bedeutendfle am Nilufer
ven Kaico und Damiette, aber boch nur mit 4 big
Einwohnern +++) ; im fruchtbarflen Lande, umgeben von
Menge Ganäle weldhe den Transport ungemein ers
men, verfammeln fi in ihr die volkreichiten Märkte.
links zur Geite liegt Strabo's Inſel Chois, und
bald der Stade bei.dem Dorfe Bahbeyt, nur einen
enſchuß davon entfernt, liegen die Schutthügel des al:
üdıs Oppidum (wahrſcheinlich Naisi der Kopten) Tttt}).
entbedte Du Bois Ayme die Ueberrefle der alten
ettttrt). Esizeigte ſich eine große Umwallung im Viereck,
Herodot II. 41. _ **) Champollion II. p. 171. ***)Du
Jois Aym& et Jollois p. 102. ****) Girard Observ. a.
.D. +) Du Bois Ayme et Jollois Voy. p. 108. +f) He-
odot 11. 59. ++f) Champollion 1 fl. pag. 191.
ttt) Du Bois Ayme et Jollois Voy.p. 105. +4 HH) Cham-
ollion 1}. p. 105. tt!++}) Du Bois Ayme et Joligis
oy- P. 10%, .
| örfe
Beo Afrika, Wapferfofteme, TIL, Wipke.
569 mötres lang, a4ı breit, deffen Bauen 9 M
Di und an mehrern Stellen noch bis no mine
der Bit de ©4u
Dr a baren Dramäit, Bam
cäle mi es .
Gore Bei ha ie bieder Ari en *
* he \ foßberen —— —
Ruinen doch nur Aus Frage rg
Fb, - Wahrfepeinlig baute man im Delta m
Pracht und um der verwitternben Dbesceslufe
eöfere Dauer entgegen gu fehen.
rämmer entbeddte man mehrere 5* side
fernen; und einen u aus BSaſalt
er zu den vortrefflichſten Sculpturen Aeghpten
fol, 3* durch General Biere Bemühen in
efinde
Von der Stadt Semenndud gegen. Weſt
datt el Kebyr, find nur o} Stunde
Ä eine Tagreiſe gegen S. W. ganz in ber DRi
"merkwürdigen Irrigationsfoftens, liegt, Faß im gie
fernung von Kairo, Damiette und Born, als ı
Gentralft :de des Delta der neue Dre Kante
Equriit ein einer alten Stadt, die bei den Rep
o *) heiße, deren ale Aegyptiſcher Rame uns u
geblieben iſt.
Zanta”) von Schutthöhen zum Shus ı
Ucberfhwemmung umgeben, iſt heutzutage bie “
Stadt & Unterägypten, hat_aber boch nur 10000
ner. Sie bar ein heiliges Grab bes Achmed ei |
ber su Fez geboren bier im J. 1199 (596 ter dep
und iſt ale Wallfahrtsort, im Srühlingsäguinor un
merſolſtitium, alfo ganı nad alt Dr Ban,
buch eine große Menge Pilger 3. der ran
und Abyffinien —8 Tu
pet entflanden iſt. Zahl ber Pier —
Moſchee des PL zuſammenſtt
250000 Sremde, und den Gewinn rin das Land
tigen Umfag davon trägt, fehlägt man auf 10000
erth au. Die Umgegenb iſt ungemein fruchtbar '
näle und Dämme, bie Überall mit Dörfern befe
Die Adercultur ift bier die alte, einfache Art in h
fhlamm * ſaͤen. Culturgewächſe ber Umgegend
comorn, attelpalwen, ananen, Tamarinden,
5 Champollion II,.pı 2 *%*) Du Bois A
My F p- 112, 11% — in Mem, sur P
Nildolta, Hydrogeographie. Bei
zangen, Gitronen, Geanaten, Baum⸗
Boben nur Im erften Jahre gedeihen fonft aber fett
3u3 Saamen bringen. Ohne Nilſchwelle würde
dden völlige Einode ſeyn; keine freiwillig mac:
fangen fm finden ſich hier vor; durchaus nur von Men:
efürtes, ſo daß Dee die Da tuenenetann gan
Alice Begetätion verdrängt bat. Daher Ameus
oberer von Kegupten Befareibung feiner neuen Pros
ie den Khalife mat; „aergppten’ift erſt ein
heures Staubfeld, bann IE füßes aA en
und dann ein Blumenbeet. “ Bur tro
eit if fer Boden Kb ſchwer zu bereifen, we 3
ofen Erbfpalten im welche die Oberfläche zerberſtet,
berfhwemmmungszeit aber gar nicht, wegen ber Hem⸗
aller Strafen und Wege pa der one *
wemmten Waſſerflächen. Nur bei hehem
die Einwohner ſuͤßes Nilwaſſer trinken, ſonſt
8 —8 Brunnen nur brakiſches wohl in *
er . te weRli e Ableiter des Damiettearms
Ganal Tabänyeh, Hat wie wir oben fahen feinen
ıg zwiſchen den St dten Gemennoub und Dans
ni und werliert ſich 22 Stunden (6 myriam.) von
Urfpiunge im See Burlos.
iefee See Burlos (Butos der Alten) *) une
nad O. mehr ala die halbe Bafıs des Delta's
gt dem weRlichen Nilarm hei Roſette näher ale
lichen. ine bloße Landenge trennt ihn dom Meere
Ihem ex durch eine -einzige Deffnung, ber —
uͤndung der Alten, in Verbindung ſteht. An ſei⸗
eu umher liegen mancherlei Trümmerhaufen.
ge außer dem angezeigten Caualwaſſer au alle die⸗
andern im innen Delta befindlicgen Waffer, welche
telbar aus dem Nil ſelbſt; ober mittelbar aus
woßen Ganälen, von Menouf, Ghobyn el
i —* und El⸗ Tabänpeh fi aus reiten. und
h Bew Herung confumirt werden, „uihe verdunften
ven Abzug ı Nehmen. Die größte Linge diefes
elos, vom Dorf Berembaär, bei Rofette PR
D. ). um Dorf Beltym an der nördtigften @ ge
ns, beträgt 12 Stunden (6 myriam.); feine größte
B Ötunden; feine. Oberfläche iſt mit "ıiner enge
bedeckt, das Aſyl der Fiſcher. Die Landzunge welche
a et Jollois Voy. p. 119. bund Obier-
pr 3
Se eig if. es, + Europätfche —88— in
Y ang Argppteniand. Wegen ©
fiü nun dieſe —X — wieder gu ı
gandehune —X vom ° Stunden Br ae
jrenge wird, ge
aan) 5* —X sum Altar von
Grm sie Breaie —R ey
Minden; ven ati einfuhr, Ian in
Ratona: 8. Buto, liegen, mit dem
ber Amme bes Horus genannt
Buts bei Plutarh), den fis in biefen Een
ber (dmimmenden Infel GC PR —
8 des Typhon verbarg. erde
—— ng ben ex vn
sehnet. Die Trümmer von Buto ne %
"Süpdufer des Sees, noch immer zwifhen Sim
vum, in benen au Pfammetich Ya fein Ei
3 Dee Damiettearm mit feine
ufergeblsen Die beiden erfien Gandle Hab
ng noch sperbalß be des Kuhbauchs, oberhalb
—* des Nil
Der er ſte Wauende Canal von
we —8 von Cairo, geht ***)
Hiepotis die er bemäffert, 7 sam Birke
oder dem Pilgerfee, ber dieſen Aamen tr
erſte Station der WB — ei
den Dften nach dem Hafen vom Gue;
die Ruinen ber alten deliopolis von a 3
trägt, nur 6 Stunden im R. bes alten Mei
mar Biete Bannenflaht. melde im ale
; Bat
Nidelta, Hydrogeograpfi :.. 23
E bendlkerten Delta’s. Sie war berühmt husch ihre
{ a und die Prieflercollegien in denen bie vhhern
nfhaften gelehrt wurden, mo man’ aud, ale fchen
T te Priefterhersfchaft verſchwunden war und die Stadt
3 immer lag, zu Strabo's Zeit noch ‚die len zeigte,
a Eudorus und Plato einft fiudirt Hatten‘). Gtrabo
Tr. it biee umftänblicg den fehr antiken Wempel mie
em Sphinralleen, die Dbelisten, und ſogt don ben dortigen
Jandfculpturen, daß fie den ältefen Ertusciipen und Brit:
chen Berken ſeht ähnlich ſahen. Wirklich finden fi
DM Heut zu Nage bie Scqutthügel bes alten Heligpolis
ei Dre Matbariah, welder von einem bartigen
Zell, der vermuthlich die Veranlaffung zur erflen Erban⸗
! j, auch ben Namen Yin el Shams führt, dk.
onnenbeunnen. Nach ter Koptifcden e fen
an diefem unter einer Sykomore bie heilfge Fawilie
ber Blücht nach Aegopten verweilt haben. get
550 "") und Pocode if biefe Gegend von vielen Weis
den befoprieben worden, auch fand man je dort noch
je des Sonnentempels vor. Abb; Altatif (Anno
60) ***) fand noch viele coloffale Sphinge die theils Ran:
[8 umher lagen; ee ſahe noch die Pforte des Tem:
mit Snferiptionen bededt, er befcpreibt mi 2 ſehr
Be Dbelisken, deren Gipfel mit gewaltigen Kupfermaſſen
00 Gentnee ſchwer nad Macrizi) bededt um we
um Eleinere, nur halb oder rin Drittfeil fo bed
', in fo großer Menge fanden, daß man — leicht
erzählen konnte. Doch waren bie mei von ihnen
umgemworfen. Der eine ber beideg großen Dhelisten
je fon zu Macrizi’s und Abb» Allatife Zeiten (feit 1260)
jeflürgt, bee andere ſteht noch heute, Euch audern
gelchen einft Kaifer Auguft auf den Campus Martius na
Rom bringen ließ, Hält Zoöga (de Orig. et Usu Obelisc,
1,602) ebenfalls für eines dee bier — Seſoſtris errich⸗
een Kunfiwerte. Wirklich fehmilicdten Augufus feine
fidbenz Rom, und Gonftantin die feinige, Gonfanti:
opel, mit den Kunftwerken von Helfopelis aus. Des
fe zu Tage dort zu Mathariah noch ſtehende Obelisk +),
‚60 bis 70 Fuß dag, aus einem Blod rothen Granites
ib enthält Hierogipphen, ‘die an Strabe's fogenannten
eirnschigen Styl erinnern. Die Form des Kreuzes (Crux
ı) weldpe darauf vorkommt, hat insbefondere die Auf:
"®) Sırabo 1, XVIT. ed, Tasch, E
a
Tate "ad, Lond, Teil.
553, 559.9) 26, e
1818, A. p.
re .
824 Afrika, Wafferfufteme, III Abſchu. 6. as.
merkſamkeit ber chriſtlichen Antiqugre erregt. Dieſer Obe
list iſt das einzige noch ſtebende große Monument in jenem
S:mpfboden des Landes Goſen; bei hohem Niimaffer frei
er gegenwärtig in einem See und die ganze Grundlage bes
alten Sonnentempels wird durch den Canal von Delispeli
mit Waſſer überdeckt. Don bier ergießt fich diefer erh
Kanal der reden NMilfeite, nad 7 Stunden (3] myriam,)
Lauf gegen N. in den Ganal Abu: Meneggp.
b. Kanal Abu-Meneggy, db. i. der Pelufifche Ri;
nem. Der zweite “dleiser zur Rechten des Damiettearm
it der Kanal Abu:Meneygy *), Er füäng: erfi 2 Grum
den (10 Kilgmeter) unte: hald Kairo an, gehe 4 Gtunde
(3 myriam.) nach N.; dann bei Belbeyr vorüber an %
Grenze der Wülle bin bie zum Xransverfalrh I des Bar
Zumilat (f, Erdk. II. ©. 028), welches bie Refe
alren Canals der Pharaonen enthält, der ein vom
durch das Baſſin der Galzmoräfte (Lucus amarus)
duch zum rothen Meerbuſen bei Susz führte, und (m;
ganzen Iſthmus von Sieg ducchfchnitt. Die wahre
fiht und Entwicklung der dortigen Nerrainverhälmfle= z
echt aus der Gefamtconfiguratian Aegyptens, des r
Meerbufens und Arabiens hervorgehen, baber wir F
nauere Nachweiſung der für die allgemeine Phyſik ee
ehr merkwürdigen Werhältniffe jenes Ganalfofteme u
andenge Suez, melche auf der Grenze zwifchen Aisa
fien liegen, der fpätern Unterfuchung am Shlus 3
Erdkende Arabiens Überlaffen haben, und hier nur —
felbar das Gebiet des Deltalandes weiter verfolgen,
aus der großen Mannichfaltigkeit ber dortigen Verb z
ein klares Bild der weſentlichſten berfelben bervorte ae =
laffen. Unftreitig ernäbrte einfk aus dem Nile diem & «
nal Abu Menegay bei Belbeys, jenen Canalꝰ
rothen Meere, den berühmteſten des XÄlterthums.
waͤrtig ſelbſt führe er nach bei den -Höch ſten außer —
lichen Nilſchwellen die Waſſer, von Belbeys au —
wärts in den Wady Tumilät hinein, und dadurz ı
eben im J. 1800 das alte Ganalbaffin der bittern E
(Lacus amari) wieder entdedt. In gewöhnligen NRe Ze
Ien fleigt das Nilwaſſer dur den Abu: Dienegy xy,
bis 9 Stunden nordoftwärte von Belbey's durch das ag
biete Thal bes Wady Tumilat his zu einem dortigen Day;
t) Girard Obserw. p, 197. **) Roziere de ls Geogr. m
Ex. et de l’ancien Etat de la Mer rouge Deser, ätt.
4, RB. 138. Le Pera Memoire sur la communtkatıa
de Ja Mer des Indes avec la Mediterransg etc, in Dew.
E, Et, Mad. T. J. p- 59:
Nildelta, Hydrogeographie. 625
I800 aber, als das Waſſer noch a Ellen Höher
im Jahr 1799, durchbrach das Nilmwofler diefen
nd drang viel weiter oſtwärts vor, fo, baß es nur '
Stunden von Suez entfernt ſtand. Diefes Factum '
ten die Franzoſen, bie Wiederentdeckung bes alten
re Dhgraonen war fo wie bas meiftsrhafte Nivel:
wiſchen den dortigen Waſſerflächen eine Folge die:
hung. Bei gewöhnlichen Weſſerſtande bringe
Wilmoffee des Sanals Abu: Meneggy nicht fo
. fondern wird durch ihn nordwärts abgeleitet
I Duftaf, b. i. das alte Bubaflos, und jem
nt man in feinem Zuge kaum noch Me Spuren
iſchen Nilarıms, bis zu den Pelufifhen Süm
Da: verliert er ſich nach einer Stromentwicklung
Stunden (16 myriam) ganz in dem oͤft lich ſten
‚ den bie Zeit fa ganz verwiſcht bat. .
Ruinen des alten Bubaſtos *) hat Malus wie
Pt; Araber bewohnen fie. Ungebeure Geanitmaf:
ieroglyphen, mehr oder weniger detſtümmelt, find
derbar aufgebäufr, fo daß es faft eben fo unbe:
ift mie fie zertrümmert werden konnten. Viele
euen Baufteinen behauen aber wegen der Schwie⸗
s Fransportes liegen geblieben, Gewaltige Bad:
Ten machen die Baſis diefee Stadt aus, wie bie
unterägpptifchen Städte. Die Badfteine find
von einem Fuß Länge, diefe fird es welche die He:
3 Then arbeiten mußten in ihrer Gefangenſchaft
of. 1, 15), Der Umfang biefer künſtlich erhbhe⸗
s von Bubaſte ift 10 bie 1400 metr. nach jeder
Seiten hir ausgedehnt, Im deren Mitte befinden
ıem fehr großen Baffin die Monumente der Stadt,
Herodort‘’) der Diana geweiht war. Hier faße
leinen großen Quader ganz mit Sternen bededt,
e Plafonds andrer Tempel zu Baben pflegen., Uns»
efer Ruinen zwifchen zwei Armen befleiben Canals
Inſel Mycephoris, welche in alten Reiten von Las
n oder einem Theile der Kriegerkaſte bewohnt
Heute iſt fig eine gut cultivirte Ebene voll großer
dee und reicher Dörfer, unter denen auch das Dorf
‚ von welchem der —128 Arm des Canals auch
en bat, Ueberhaupt ift die Landfihaft bier beines⸗
; das Canalwaſſer fpendet noch immer Seegen
d'un Memoire sur l’&tat ancien et moderne des
nees arientales de la Busse -Egypte par. feu M. Ma-
8 Eg: E. M. live. IH. p. 305.7 00) Herod. II. 59
150,
8:6 Afrika, Waſſerſyſteme. 14. Aeſcha.
amber. So liegt am Canal 3 Stunden unter VF
die kleine neuere Stadt Hehyeh *) vom’
dern umgeben, bie ben neuern Geographen fen
befanne IR ‚ in beren Näße aber rechter
Ageicultur iſt, fo daß die Landſchaft einem ECu
Garten gleicht. Die Stadt bat gute Mertheidigu
die Einwohner fand Malus fehe gaflfeei und ı
ale ihre Nachbarn. Zur Ver eibigung gegen
Haben fie an beiden Seiten dieſes Canales ne ı
zahl von Thürmen erbaut oßne Pforten und Ze
außen, aber oben mit Schießfcharten nerfeßen,
Weiter unterhalb, gegen das DReer zu, ift heut
das Land an dem Ausgange bes Ganals gegen bas
lufſum gu, eine Sandwüfle oder Sumpflaud. Zu
Der bes Großen Zeit war diefer Rilarm nei pi
eine Flotte fegelte von Ghaza Her darin ben
Sept It er ausgefüllt und auch die Meeresküſte vo
wit Schlamm gefüllt. Einen wichtigen Autheil $
die Küſtenſtrömung, welche regelmäßig an ber Ay
Küſte vom W. nad) O. gegen Ghaza ſtreicht, ws
bei Weſtwinden verſtärkt gewaltige Anhäufungen
ſchlamm an der Pelufſiſchen Mündung verurfagt,
Babinwärts immer mehr und mehr bie Küfle ermeit
Heutzutage ift das Ende bes alten Pelufifpen
fo nur ein Shlammcanel*') zu nennen, |
die dortige Einöbe zum Meere get An deflen U
wahrſcheinlich aus den Zeiten Öultan, Selyms, be
Tyneh, defien Name im Arabifgen ebenfalls fo
Schlamm bezeichnet, was zulus der Griechen hieß
Felusium. Der Aegyptiſche Name war wohl unfı
Koptifhe Name Peremoun (vom Koptifchen Fere
Schlamm) +), daher auch die Araber gur Zeit Ir
ung biefen Schlüffelort Aegpptens Faramah ober
mah nannten. Auch hinch ober Tyneh bezeichnet
biſchen daffelbe, daher der Dre beim Eyechiel Sin }
die Veſte Aegyptens.
Jenſeit der Sand- und Schlammbarte, am ]
ber Pelufifhen Mündung, iſt bebeutendere Waſſert
Binzeichend zur Stationirung von kleinern Kauffei
fen. die Hier Contrebande mit Syrien treiben. Di
im Oſten von Pelufum breiten fid weiter aus.
*) Malus a. a. O. P: 308. **) Andröossy Mem, a
Menzaleh in D. Eg. E. M. I. p. 268. ***) And
« ©. p- 276, Malus a. a. D. p, 506. +) Cha
T. U. p. 8a. H) Giehlel 30, 8.15. +44) And
0. O. Pı 277.
. > {
” ..Milbeleo, Hybrogeographie > 807
uuägpäets von ber Pelufifchen Küfte aus werben bie
Demirfe im —— — immer felner, aber die
EEE che bedestt fig mit einer Galzrinde und zeigt, baß
E> ams Meetwofler während einer Zeit im Jahre Stand
WE een pflege, nämlich aur Zeit des Sommerſolſtitiums.
— WE zu .diefer ebenen Begenb beobachtete General Andreofin
Be Siinomen der Buftfpiegelung (mirage) ſehr ſlark und
Be zumal eine "Halbe Stunde no Sonnenaufgang.
Bteaso’s Angabe hatte das alte Pelufium ao
E en im Umfang und lag in derfelben Diffang vom Meere.
Beh, faogen Anbreoffy und Malus bat gegenwärtig
EX zmmauerung des alten Peluflums Giao Fuß (1020
> Das iſt noch fo viel Stadien im Umfang aber das
= legt viermal weiter von Peluſium entfernt als zu
"wm 60'8 Zeiten, 4000 Keifen. _ Do if heut zu Tage
= Gpur von Vegetation auf biefem Woben in der ganz
WD elufifhen Ebene. Nur eine einzige iſolirte Bleine Ans
* er! fi dort mit einigem Gebüfh und eben an die:
Seele fanden fig einige Säulenfchafte im Sande liegen.
- ©, Canal Moneys, d.i. der Tanitiſche Rilarım.
ER dritte öftliche Ableiter weicher aber der erſte unter:
d des Stremſpaltung am Kuhbauch iſt, nämlich der
mittelbar aus dem Damiettearm hervortritt, if ber
nal von Mouens*‘) (Mo-6z bei Andreofig), ber
Be unterhalb der Trümmerhaufen von Atrib beginnt,
N.D. fließt, die Provinzen Sharkyeh im DA und
ſeurah im Weften fcheidet, und nach einem Laufe von
h Stunden (13 myriam.) im Gere Menzaleh endet, vors
‚aber erſt no an ben Ruinen von Zanis (15 kılomötr.
(6 der Münbımg) vorüberzieht. Diefen Canal erfan:
Malus und Anbreoffy als einen Reſt des alten
Anitiſchen Nilarmes, beffen Mündung ans dem Gere
zaleh man in dem heutigen Ausfluffe beffelben, bei
m⸗Fareg, wieder erkennt. Ä
"Den Geogtaphen der neuern Zeit war. bit Lage biefes
ms ganz unbekannt geblieben, bis bie. Sranzöfifchen
lehrten, welche überall Rivellemenis zur Neconfiruction
alten Ganalfyfems, zur Schiffahrt und Wewäflerung
Delta begannen, und zugleich militairifche Routen nach
en: Seiten, fo wie telegraphifche Linien von Cairo zu den
enflationen anzulegen verfachten °*), amch biefe Zecali:
she wieder entdedten. Malus zuerſt verbanten wir bie
wichtige Entdedung biefes früherhin völlig unbekannte ge:
Blichenen Nilarme, durch welche alle frühern Kartenzeich⸗
4 Girard Observ. p. ı Du Bois Aymö et Jollois
ey. p. 9. Malbs Bo, 4. Km. p · I06,.
828 Afrika, Waſſerſoſteme. 117. Ni
nungen vom Delta berichtigt werben find, and
Sillet je, derkes hier Überall an Richtigkeit fehlt,
alte ale neue Zeiten, fo wie allen ihr nachgeahm
Unterägyptens. '
‚Das Dorf Atrib wo dieſer Ganal von M
Ende der Provinz Kelyoub beginne, if das alte
eine ber Dauptfläbte bes alten Unterägyptens, ze
au ein Nemos benannt war *). den
fie Athrebi, oder Athbröpe"), nach Zosga
die Stade Athor's. Nah Nounets Beobacht un
ihre Ruinen unter 28 Gr, 55 Min. D. 2. v. Par
re. 28Min. 50 See. N. Dr.; fie haben 4800 Buß (
Ausdehnung nach der einen Geite, und 4500
tois.) *°*) noch ber andern, find aber nur Geputtl
sen Kalkfleinguadern größtentheils zu Kalt verbr
wie bie vielen Kalköfen zeigen tie auf h
Eine Stunde unterhalb biefer Ruinen liege das D:
ens, fo wie der Anfang ‚des Ganals von weid
einen Ramen bat. Als Malus, Mitte Decem
ort befand, 3 Monat noch ber hohen Nilſchwele
Domiettearm Bier Sco mötr. breit, ber Ganal Me
rade halb fo breit. Aber ein Theil des Rilwaflı
hiee mit fo großer Schnelle und ſtarkem Gefälle b
. nalmeg na S. O., daß Walus auf den erfien |
nicht ale einen künſtlichen Graben fondern als ba
Tanitifchen Nilarm, mit flahem Ufer ganz i
der Ebene, erlennen mußte. Die Einwohner fa
verliere fih in geringer Ferne in der Erbe; aber
den weiter hinab zeigte fi Überall ſehr fetten |
von Gandlen burchfegnitten, das überall das treffli
kerrohr, Betreide, Mais, Baumwolle u. f. w. träg:
dem Drte Denyeh verzweigt fi ber Hauptarm
zere Mebenarme die mit dem Peluflfchen Nilsugeige
nicieen, im Marimum ber Annäherung von beiden
weiter, unterhalb, echeben fich in einer Sumpfte
biefem alten Nilarm die Schutthügel einer alten
welche die dortigen Araber Qourb, Drb, nenn
Dorf daneben aber das fie bewohnen Horbeyt. J
Trümmern welche nur den vierten Theil des Umfa
alten Stadt Wubafte Haben, aber voll Säulenſche
Granit und Koloßfragmente find, erkannte man |
bis dahin unbekannte Lage des alten Pharbaethus
Däasbait +) der Kopten, welchen Namen die Arab
e Aopiration ‚beibehalten haben. Eine Stunde ma
®) Herodot II. 166, **) Champollion T. IT; p.48. ”
lus Exır, p. 306.- +) -Champollion T. IL, p. 3.
- Nildelta, Hydrogeographie. - 8:29
Ruinen liegt ein ſehr reiches Dorf Kafs Fonrny-
e65 *). Diefes fieht man im Lande als die Grenze bes
nieivirten Deita’s an. Nie baten die Barken bes obern
delta «8 gewagt, tiefer hinab zu feiffen, nie umgekehrt die
srtigen es gewagt firomauf zu führen. Diefe Naturgrenze
Et beſtimmt, daß ſelbſt der Canal Moueys da feinen
en verliert, und nun den Namen Canal von Ban
amimmt. Die Dörfer jenfeit find weniger reich, das Land
deniger bebaut, aber gang mit Thürmen befegt in ſehr gro⸗
ge Menge, ſelbſt ale Wohnungen find mit feſten Mauern
wugogen. Jedes Dorf bat nur noch eine Pforte, die Ein:
Bohner geben immec nur gemwaffnet, felbft bei der Feldarbeit.
Ban glaubt im Lande der alten Kalafirier zu feyn, welche
Nee bie alten Pforten Aegyptens gegen den Eindrang Afiens
a bewaden Haben. Von dem genannten Dorfe Fournygeh
wWirb der Canal fchmaler, behält nur noch 180 Fuß (6o
nöder.) Breite; die Tiefe bleibt aber diefelbe bis zum Men:
Bfee; wo der Canal ſich auslabet, beträgt fine Ziefe
8 Ametr, Don dem alten Pharbaetäus, dem Dorfe
orbeyt an ift das Land coupire, auf beiden Geiten von
Menge kleinerer Sanäle, Teiche, Moräfte, fo, daß jede
unication bier ſehr erfchwert if. In diefen Lagunen
bie Wafler 6 bis 8 Monat. Auf bem linken Ufee
Ganals zieht fi vom Dorf El Lebaydy ein ſehr
ee Eee bin, der durch mehrere Arme bes Canals 8 Mo: .
at im Jahr fein Wafler erhält, während welcher Zeit er
a ſchiffbar iſt. Er ift vom Menzalehſee nur durch eine
le Landzunge gefhiten, communicirt nicht mit ibm
dehnt ji bis Abu: Daoud aus, Bevor fih diefer Ca:
von San in den Menzalebfee ergießt, —* er zwei
nden zuvor an den Muinen von San, dem alten Ta⸗
Bis € vorüber, das bem Arme den Namen gab.
- Gän ber Araber ift das Tanis der Griechen, das
R:: deu Debräer, deſſen Erbauung Mofes*"*) 7 Zahıe |
jäter als Debron fegt,
das man für die Mefldenz einer
tifhen Pharaonen: Dynaftie hält, fo wie diefer Zanis
e Nilarm in ber Zrabdition als derjenige gilt, auf wels
Moſes als Kind der Wellen preis gesehen warb }).
ee iſt biefee Ort im Alterchum berühmt durch feine
, dur die Monumente der Könige, durch die Wun⸗
ber, bie Mofes vor Pharao that; die Propheten drohen ihe
mmerung. Noch jest TF) fieht man unter den bor«
Ti
Malus Extr. p. z08. **+) Malus Extr. «. Cordier
en de Sänt At. D. ch. XXIII. Nr Mofe Kp.
13, B. 23. Ezechiel Kap. 30, ®. 14. +) Champollion T
ll. B, or tr) Malus a. aq. D. p. 509, Andrdossy Mem.
pP: 3
weiter HIMAD unrerya DER FR WORTT
nal, ber nah Gälchyep rüber, "aber wur.
dinburch ſchiffbar if. Die Ebene *) im Merk
bie zum Menzalehfee und gegen Mendes hin,
FAHUR) nad Girard, wird von eimer
Kanäle ducchfepnitten, die fi nach allen | i
treu! und fie 8 Monat unter-
PR ene bite her vun vr — ein,
tunden weit mitten m hindurch
mer feinen Strom und fein Gtrombett, 2
Waffer id mit denen des Sees mifhen, da %
Tiefe von etwa 3 Fuß (1 mätre) hat Le
gürer man leicht das Bette des Kanales, dei
infange bis zum Ende, alfo in feiner gamge:
nung fchiffbar if; für Leite en das
für größere (Germes) nur 8 Monat. BWähen
ten des Jahıs läuft das Nilwaffer durch biefen
zum Menzalebfee hinab, die 5 Übrigen Monat
en das falzige Woſſer des Sees in das Inner
dien, Um dem zu begegnen, baut man jedı
dem Dorf Kafı Moueys einen Damm, ber für
nate bauern fol; bennoc fließt das falyige 1
8 Stunden weit landein; daher iſt das Bafı
nals doch bis in die Höhe vom Dorf Ei 8ı
falyig In Bi welche der Höcften Niiſchwelle
iengefei R
ss Unvertennbar ift alfo der alte Xanitifde
diefem Kanalſyſtem wieber aufgefunden, und $
bis heute feinen Beſtand; Malus *) flug
ſchiffung zur nähern und bequemen Kommuı
Nilbelta, Hydrogeographie. g31
werubt und für jeden Fremden faſt um sugängtih ges
Noch ift zu bemerken, daß biefer Kanal Moneys
‚Wften Theil der Landfchaften auf feinem linken Ufer
» xt, wegen der allgemeinen Neigung des Deltas von
nc& D., und daß der Damiettearm baher weiter kei⸗
‚Wleitenden Kanıl vom Dorf Moueys 2o Stunden
szılam.) abwärts Hat bis zur Stadt Manſourah.
Kanal Ahmoun. Bei diefer Stade Manſourah
: fi oflwärts der Kanal Ahmoun ") ab vom Das
surm, ſetzt durch eine Enge kulturbaren Landes, die
Euren eingefchloffen ift, durch die Moräfte Dagußs
im Norden vom Menzalehſee, in welchen ex ſich nach
Burgen Laufe von ı2 Gtunden (6 myriam.) ergiefr,
2- —*28 Orte Menzaleh, ber nur 2000.
»Hner hat und 6 Stunden von Damiette entfetnt ift.
Bortfegung °") feines Laufes dur biefen Ger er:
"@ General Andreoffi durch Häufiges Sundiren, und
Bee dadurh in diefem tiefern, fubmarinen Flußbette
eBerreſte des alten en Nilarms, def:
Yeffnung sum Meere bei Dybeh liegt. Der Damiets
un des Nils fließe von Manfourch nur no 14 Gtun:
7 myriam.) bis zu feiner Mündung, die etwa 3 Stun:
25 Kilometres) unterhalb der Stadt Damiette liegt.
Delta zwiſchen biefem Nilarm und ber Pelufifchen
Bung iſt gegen bie Meeresküſte buch den großen
ausgefüllt, der feinen desioen Namen von der Gtabt
rzaleh führt. Diefer See ift voll Inſeln, die zahl:
und einzig kultivitte Gruppe bderfelben find die von
taryeh bei ber Stadt Menzalch, auf benen etwa 1100
ner mit 500 bis 6co Barken wohnen, die von Fifches
md Wogelfang leben. Der See ift von R. W. gegen
I, von Damiette bis Pelufium, am längiten
jſedehnt 11 Stunden (5% myrianmı,) lang, aber viel we⸗
E breit. Nah Andreoſſh's genauer Angabe von N.
nah S. D. 43000 Toifen lang, und bie Pleinere Di:
flin querdue in die Breite vom S. nach N. 8722
en. Beine Waſſer ergießen fih in zweierlei Deff:
gen durch den Dünendamm hindurch, der ibn vom
ere ſcheidet. Diefe Deffnungen find von W. nah D.
Anet, von der alten Peiufifchen Mündung bei Tyneh,
von Omm⸗Fareg ober die alte Tanitiſche, und
Dybeh, welde dem Kanal von Achmoun und bem
u Mendefifchen Arme korreſpondirt. Die Fortſetzung
Wofferlaufes der zuführenden Kanäle dur den See
Girard Observ. p. 108. **) Andr&ossy Mem. sur le
ac de Menzaleh in Deser. de l’Eg. Et. M, T.I, p. 261.
dze Afrika, Waflerfyiteme, IIL Abſchu. 6. eg
hindurch, erkennt man bei Ueberſchwenmungszeit leibR
fügen Wafler in ihrem Kanale, indeß bag andre II
im See weit falgiger if. Dennoch ifl biefer See kein
ritimes Waſſer, wie eiwa die Lagunen von Larguetef,
Rouſſillon; denn fein Boden if Nilſchlamm und era
and nur aus dem geflörten Gleichgewichte der Wales
eere und derjenigen im Tanitiſchen und Mendekige
Nilarme. In der Mitte des Sees liegen ne einig J
fein, bie vor alten Zeiten bemoßnt waren, und wrün f
rer Anhöhen Berge gertannt werden, fo Gibbel Zraayi
Tounach, Samnah u. a., die aber Städte auf ikta
Schutiterraffen *; waren, welche zu dem jept verſcalen
Tontinente gehörten. Die flachen Infeln bes Seet fa
dagegen mit Geepflangen überwuchert.
Die Waſſet des Sees find nicht fo bitter ald Mu
Meerwaſſer, felbft trinkbar während ber Nilüberfäuen
mung, boch brakiſch und phosphorescirend. Die akt
fehe gefund und die Inſulaner von Mataryeh haben
mebr ald 30 Jahren Beine Peſt gehabt. Der Ge EM
flach, meiſt nur 3 Fuß tief, nur in ben Duschgieheie
Slußarmen 6 bis 15 Fuß tief (a bis 5 metres). Der Ü
den des Sees ift Thon mit Sand an den Dänen
ftwarzer Schlamm zunisft den Kanälen Dybeh und
Sarea; im Übrigen der Boden Muſchelſchlamm und on m
len Drren mit Eergewähfen bededt. Der See if
fifchreich, feine Merresmündungen werben von Meerſ
nen (Delphinus phocaena) befucht. Seine baden M
dungen bei Dybeh ( Mend sius) und Om-Farey (T
cus), find noch immer ſchiffdar. Zwiſchen beiden bike
fih noch a andre, die mit Pfählen und Dämmen wer
melt und niche ſchiffbar find, die falfchen Mündungen (Fa
—QX bei Strabo) der Alten. Die Zanbzunge M
Nehrung, melde den Ger vom Meere fcheidet, hat di
nur 4 Durchbrüche auf eine Länge von 92000 metres,
ſchen Damiette und Dobeh ift fie ziemlich breit; wii
Om: Fareg und Pelufium nur ſehr ſchmal, fehr wien
ohne allen Anbau, nut mit Srepflangen Übertwagfei. D
Küſte bietet bier überhaupt wenig ausgezeichnetes bir, '
bat keine Molikitfel, Peine Steine Überhaupt, nur Me
en werden au iht aufgehäuft, auch an Muſcheu
e nicht reich, nur zweifchalige Mufkeln und Erurmb
ben (Buccinum) fahe Audreoſſy dort an das Land u
fen. Während des Sommerſoiſtitium bei berrfchendeh
W.: Winden’) wird Das Meer an den bortigen si
2)
#) Andrceossy Meın, sur le Lac de Menzaleh p.
+) Ebendaſelbſt p. 267. eanaleh pad
= Nilbelta, Hydrogeographie. : 855
tens auf längere Zeit aufgeflauet, und macht: ben
alchfee Giberfließen über feine Inſeln und Küflen; denn
richer Zeit erhält der See die hohen Nilfchwellen durch
andie zugeführt. Diefer hohe Waſſerſtand läßt nach,
die ME .: Winde weichen, und der Seeſtrand wird
‚ weil auch bie Nilfchwelle finde, wieder trocken in ei⸗
Imfreifung von etwa 200 metres; an den beiden Mün⸗
en gu Dybeh und Om-Fareg bilden fich aber Ein:
en zum Meere, die eine Geſchwindigkeit von 3000
es in einer Stunde erlangen, wodurch denn die See:
g.nodp weit fchneller zum Sinken kommen. Das Dels
Boyptens befindet ſich alfo in gweierlei entgegen
sten Zuffänden; wenn die Wafler die Oberflächen
ten und wenn fie ganz abgelaufen find. Zu gleiher
wenn diefe Verſchiedenheit dee Niveaus auf biefe
e wechfele und fidh contrebalancirt, da fand Andreofs
na Gpiegel des Nilarmes im Damiettearm noch um
es über dem bes Menzalehfees erhöhet (am ten De⸗
betrug dieß 35 Centimetres) *), woraus fich das eis
Bümliche Irrigationsſyſtem um Damiette erklärt,
li$ eine doppelte Art von Kanälen dazu notbwen:
B. .
Da der Nilarm von Damiette (ber Bukolikiſche
Phanitiſche), wie fchon aus Herodot fi ergibt, von
ſchenhand alfo Lünftlich gegraben ward, fo konnte er
nfang an lange nicht fo bedeutend feyn als er es
if. ahrſcheinlich Hat fih fein Volumen fehr vers
ze auf Koften der Pelufifchen, Tanitiſchen, Mendeſi⸗
Arme, fo fehr, daß diefe zulezt ganz verarmen mußs
und das WBleichgewicht mit ben Meeresarmen nicht
zw halten im Stande waren. Geitdem mußte alfo
Meereswoffer eindringen und aus dem fruchtbaren Del:
de der Sumpf von Menzaleh fi bilden »). Dieß
@ bei ben Aufflauungen des Meeres durch bie conflan:
R.W.: Stürme um fo leichter gefcheben, und auf glei:
[ee it wohl auch der Burlosfee im Weſten von Da:
'e entflanden; an verwandte Bildungen vom Jahr
‚an ber Maaß in den Niederlanden, hat Andreoffy
wert. Auch die Verwahrloſung ber Kanäle an ber Ka;
, Mendefifchen, Delufifchen Nilfeite Hat hiezu un:
ſehr viel beigetragen, fo wie die Neigung bes gan⸗
es des Delta von Oſt nach Well. Dennoch, fagt
weoffy, Haben die Nilwaller die Tendenz beibehal: -
Ich in ihre primitiven, öfllicden Arme zu ergießen, fo
Andröossy Mem, «, a, ©. p. 268. *%) Andröossy Mem.
ts 0. D. P. 270.
— Gss
354 Afrika, Waſſerſoſteme. M SIEGE,
daß es nicht unmöglich ſeyn wärbe, Ne is :volla
derherzuſtellen, und wären diefe u wiebe
fo wärbe dann das Projeit den Menzalchſee
und in einen fruchtbaren Kornboden zu Yerman
auszuführen 5
Die Berfumpfungen unb B
les von Unterägypten gingen
Syriſchen Landſchaften, aus den Gäu ud
Eroberer und Feinde vom Oſten Ger: Agsver,
die Zerſtörung des Landes bezeiguete, welcher E
folgte, woraus denn nad und nad bie
Kanäle una Gtromarme eine nothwendige Folge
gegenwärtig bemeifen die dortigen Stuinen der €
wie zum Theil ſchon angeführt Haben, bie
sion zue alten Zeit; felbft innerhalb des Gel:
alabfees die Ruinen der a Städte Thennys
de liegen in bee Bitte der Waſſer auf ei
Schuttmoſſen; ber wenige Boden um fie Ger
Dhanse, fondern if mit einer Salzkruſte bebrdi
den Büßen kracht wie Schnee.
bennys, Thennesus ber Alten, viellei
nach Ehampollion*), die Stade der Sfis, ;
wärtig ſehr bedeutende Ruinen **) von Wäbern,
Backſſeinmauern, Vaſengeſchirre, Blas, Porzella
mit welchen bie mehrſten Moſcheen und anbı
der Umpgegend ausgesiert find; 4. B. die Schw⸗
ferne in Damiette, die aus dem Fragment sine
von daher befteßt, u. del. m. Tounah, w
Thöni ber Kopten, auf einer benachbarten Fr
ift. von geringerm Umfange gewefen, doch fan
auch Hier intereffante Kunſtwerke auf. Die |
der Bewohner, die um ben Menialehſee herum
Drtfchaften °”"), bie an deſſen Strande gelegen
nen, fhäste Andreoffy etwa auf 32000 bis 33
Die Nilmündung bei Damiette hat das
nete, daß fie wie bie von Moferte auf einem |
Iande ſich befindet, welddes gegen Norden in ba
läuft, an deſſen äußerſten Epite fie erſt ihre
den Meereswellen vermiſcht.
Unterägypten zeigt fi nach Diefer
phiſch-topographiſchen Ueberficht «is
trianguläre Fläche, von ©. gegen N. von dem
ſtroͤmt, mit einer Stromſpaltüng an der Spil
Hi
) Champollion T. UI. p. 142. **) Andr6oss
©. p. 975. *"*) Andreossy Mei. % .D.
. —*** Kaffee . BB
—*24 atken Richtungen if es am
un, die 1. am Er Fi ee
®@ - e
** * —e ige — — an
ii
won &&
Die —2 * "ih im einer großem Kuw,
—— bis * elufium an 60 Stunden (30
7) Kũſtenentwicklung weis tat: eoenvex gegen
R. ment wie Spitze von Abukir umd. bie swei
bie Außerflen Worlande bilden, Ges
u: der —— — beiden liege Kap Bun
Die —— Aegyptens, im Meridian
Sue, 50 enden (18 myriam,) weis
Mocben. Dos a Aegyptens alfo, zwiſchen *
d9 Min. and 31 Grad 55 Min. 30 Ger. N.
son) Aeghpten von ben Epenecatoracten bis Kap
He ervallum von 7 Grad 30 Min. einnimmt,
3 von 2,100000 taren tulturbaren
per allein dem Ri ee feine Fruchtbarkeit
nteruag .. Das Aufwellen ber Rilwaß
Das Auffhwemmen- ber Erdfhichten in
es, Mittel: und Unterägypten, bie Erbaws
Ag. der Städte nach geologiſchen Daten;
* das Nilwaſſer.
hpten und insbeſondere das Delta iR nur bedurg
dewohnbar, weil es ale Bett für die hohen Nilwaß
mi; ben cberfgwernmungen haben diefes Land e
emacht
Die Ueberſchwemmung entſteht, wie Herodot ſchon
de, durch die tropiſchen Regen, die in den Habeſſini⸗
Yipengebirgen und bey une unbefannten Aetbiopt;
Binnenlande fallen. Sie fegen dort (ſ. oben) „Die
des weitläuftigen Hochlandes untere Wafler,
fließen in das Nilbaſſin ab, als in ihr letztes Reg
daß das einzige Nilbett mir der gewaltigſten Waf:
e eines fehe weiten Landfleiches ns des ganzen
les des Öflliden Hochafrika, auf 15 Längengrabe,
280 Meilen, beladen, den ganzen Tribut zum
e durch Aeghtenland führe. Die geße e Hitze Aegyp:
Nubiens und Aethiopiens, während der legten en Bei.
nate, wo bie Senne ſenkrecht Über jenem Gegenden
y Gisard Obsezv, p. 209,
9 05V, p. 200. Sn
ward wängert, vor nehöm Befuihiit ti
her ee Diele mie dem Anfang *9
feinem Grabe und die Beier ging durch das
der Ril flieg num regelmäßig, daher Hatte: bei
Namen Nails, d. 5. im Kopiifhen van gemt
er: wm — die Lotosranien, bie Botschla
jene GBazelk aber floh aus dem Mpat in-Uie
langenarten, die Krokodile ber gem
Sommerfolfitium (Horus). und Herbfläquine
und fiel nun mit ben Himmelsgefliinen fe rı
Zanbesflrom, als wenn er ihr Trabant auf Er
daß man ihn den iedifhden Mimus*) naun
temmber am der Höchfte Waſſerſtand und ber I
Dämme durchbrohen, die Schleufen geöffnet ı
verbreitete fih wie heute noch ber Jubel dur
Land. &o lange die Kanäle und Gteöme ©
fo lange dauerten bie Panägyriſchen Feſte oder
fahrten **),:die Herobot fo umflandlich auffüh
Sinken des Nilwaffers begann num die ander
Jahres. Naqh unfern heutigen genauen
en ergibt fich daß man gegen das Gommerf
Infang des Milfeigens unter der KRataracte
sueeft ***) bemerkt. J
Der Bahar el Abiad führte ben größten
der jedoch auch durch bie Eroprnzepen rraelmäl
wie dee Mil in Aegypten +), obgleig er fig nm
dert wie der Bahar el Auet #. er Kacayı
on Meanine Pape
Nilſchwelle, Aufſchwemmung. 857.
EBerſchwemmung in Oberägupten finden wir zu Sa⸗
nesterhalb Edfu. Auf der Inſel Elepbantine befchreibe
@ ben älteftlen Nilmeſſer. Im April fleigen ſchon
Nüffe des Habeſſiniſchen Hochlandes an; aber erſt im
‚Find alle vollufrig *), fepgwellen um bie ganze Som⸗
% gu den gewaltigften Gebirgswaſſern an. Drei Jahrs⸗
B treten demnach in Aegypten nad dem Stande des
affers ein; vom December bis März, niebrigfter Stand;
Upril bio Juli Anfchwellen oder mittler, vom Auguft
Ronemiber Böchfker Waſſerſtand, und dann beginne der
E man in ben erflen Tagen bes Julins; beobachtet
e von ben Sranzöfifchen Hydrotecten ) deſſen Gang
ilmieffer, der dort auf bem Südende der Inſel ou:
eht. Die erſten 6 bis 8 Tage wählt ber Nil faſt
etbar, bald täglich weise flärker und immer fchneller.
ü den ı5ten Augufl erreiche er gewöhnlich die Hälfte
"ganzen größten Höhe, und biefe legtere erreicht er
mlih den often bis 3often September. In biefer
erhält er fi in einem gewiſſen Gleichgewicht w
MTagen. Dann fängt er an abzunehmen, aber weit
ımer als er zugenommen bat. Den ıoten November
. gereöhnlich wieder auf bie Hälfte feines hoͤchſten
bes gefallen, und fo ſinkt er num allmäßlig bis zum
Mai des folgenden Jahres. Dann hören die Wech⸗
e Waſſer auf, bis wieder zum Gommerfolftitium.
ber Mil in Aegypten bei hohem Wafler ein, fo iſt er
vol Sand und Schlamm, und zötblich von Farbe.
lt die gange Zeit der Ueberſchwemmung an und
6 ficb erſt wieder mit dem Rückzuge ber ſſer in
ette, wo fie denn ganz klar werden.
Yie Geſetze des Steigens und Fallens ber Nilwaf:
a ben en 1799, 1800 und 1801, nach ben ge:
Ren Melfungen, die damals zum erflenmale ans
worden find, bat-Birarb in eine Zeichnung ger
‚, und dur eine Kurve **") bargeftelle, die nach den
edenen Jahren verfchieden ausfallen muß. Das Jahr
var die Nilſchwelle nur gering, erreichte den azſten
mber bie größte Höhe, nämlich 6 metre,857 über
iebern Waflerftande. Das Jahr 1800 hatte fehr bo:
Jafferfland, erreichte den Aten October bie größte Ho⸗
Das erſte fen der Nilwalfee gu Kairo be⸗
ruce Tr. V. p. 333. **) Girard Observat, p. 200.
) Girard Observat, Tabula Sg. ı.
jeiopt une ms Kiere itt
I ingaben herborgi I ur melde |
—2 — das Volk beide.
Serobotus °*) bis auf Fr
Anm —5 3 De 16
Aegupifhe Ellen, IL}
gutes Getreibejaßt zu sm. *
Krk Die gefehliche 55* muß de —
en e F at — Dale 5
dun⸗ J s heute
der Et 8 lan Gubitus am dem RI
as, ber das Minimum ber Rilgöße für
gigae „das Waffer des Sultansl
—XX vi Ni etwa bie pe
Dann wird ber Damm bes Kanal
bald der Scheikd des Megyäs die Wrocan
at daß ber Nil die XVIte Elle ige
u gefeiert; der Mil fleigt dann Le
und XXIV. —X im *
ten bes Aufenthalts der Frauzoſen
mitte man am Megyas den
tus und a Zoll, und denn u. er wird
Über 18 Gubitus hoch +) von der unterfien
Eolonne des Nilmeflers anzufangen. Dee |
in Unterägupten trifft nach einem wmittlen
von 30 gen My nie er 83 ale d
smeite Woche des September. .
dann wünfpt man fi gegenfeitig Sie;
wird in Kairo mit großer Beierligpkeit durch
beginne die allgemeine Benutzung bes Rilm
—
Nilſchwelle, Aufſchwemmung. 889
vr als Infeln hervorragen. Wit dem Oktober ver:
mer allmählig das Waſſer wieber aus dem Argyptis
Bande; es if befruchtet, die Ausfaat "beginnt ohne
nes und der Landmann iſt feiner Erndte gewiß *).
Es befand alfo feit längerer Zeit eine Werfhiebens
t —* ber Länge des Cubitus auf dem Wegyas und
EAnge des Maaßes der öffentlichen Proclemation am
3 sil.von Kairo. Alle europäifchen frühern Reifenden,
muur die täglichen Prodamationen und deren Angaben
era, ignoristen völlig die wahre Höhe am Mes
©; fie Batten alfo Beine richtigen Data, und alle ihre
wigate mußten irrig ſeyn, aus dem Grundirrthume
Der Nil ehedem auf 16 Cubitus gefliegen ſey, ind
Beute bis 23 und 924 fleige. Der Sgarffinn bes ber
unten Meifenden 8. Niebuhr entdedte im J. 1768
ER, daß die täglichen Angaben des Nilfteigens nicht,
Summe nah, mit dem wirtlichen Steigen über:
—— und audre Reiſende nach ihm, wie
, faben nun daſſelbe. Aber richtigere Data konnten
ir erhalten. Alle frühern Berechnungen und Hypo:
Pan über den Wachsſsthum Arguptens, bie auf dieſe fals
Bin Seundangaben berußen, müflen wis baber gänzlich
en.
Sa, auch ‚bei der täglichen Angabe am Morgen und
end des diurnen Gteigens der Nilfluth nah Zellen, iſt
Jegyptiſche Politik, ofter einige Zoll zu verſchweigen,
> dann plöglich zu ändern, zu addiren, um fo eine übers
hend große Summe anzugeben, und in gewiflen Mes
uaten die Hoffnung einer guten Ernte unter dem Wolle
Hauptſtadt defto lebhafter gu eraltiren; denn bie Wirs
ag zeigt fich fogleih. Die ganze Aufmerkfamkeit aller
E: iſt nun auf den Nil gerichtet, und er verbreitet
und Freude, denn von feinen Waffern hängt das
eines ganzen Jahres ab. Daher flieht der vereidete
ee am Moqyas immer unter dem Einfluß der Polizei
Kairo °*). Diefelben Motive der Politil, die im Alters
za nur den Prieſtern die Wache bei den Nilometern ans
traute und das Volk davon abhielt, fchließen auch Beute
38 Eingang des Moqyas auf der Inſel Roudah dem
DIE der Aeghpter zu. Der wahre Wafferfiand wird
uch falſche Angaben verborgen gehalten, weil der Fis⸗
s die volle Erhebung ber gangen Abgabe jes
s Jahr, bei jedem Nilſtande gu erlangen firedte *"*).
ı) Herod. II. c. 14. **) Browne Trav, p. 72. °°*) Gi-
zard Observat. p. 258.
1. Die Erhöhung des Kilbetetes.t
ten. Dee Nil erhäle in feinen mittlerm ı
Laufe keinen einzigen Zufltom, der fein natürli—
mobificiete oder Die Form feines Betites. Gr $
großes, aber ganz ifolirtes. Strombette, *7
unb Wecgfel daher leichter gu ſtudiren
fie minder compliciete Phänomene barbi |
ner anderer Gteöme findiren deren Geſchichte wie
Aeghpter, denen er bie einzige Quelle IJ
war, harten ſehr frühe ſchon an feinen Ufern O
rien erbaut, und durch deren Hülfe Regiſter
hen Wechſel gehalten. Die Grundmauern
[etatotien wurden, wenn jene auch längft ſcho—
sümmern lagen, für die Nachwelt nun felb|
Scala der Nilerhöhung nad, den verſchiedenen
ten. Wie Aegypten ein claffifher Boden, fo w
sin claffifher Strom, und an ihm wurde |
und Studium Jahrtauſende hindurch verwirklich
ſten der Dpont der Ströme überhaupt, in Be
die Dberflächenbildung unfers Planeten wie |
ber Hydraulik und Hydrotechnik. Die Nilmeſſe
wahre geographiſche Obfervatorien, von denen
tage nur noch einer im Gange if, - nämliip
Infel Roubah au Kairo. Außer diefem iſt n
zweiter, der auf Elephantine wieber aufge
den, wie ihn Strabo beſchreibt. Es beſtande
andre, wie z. DB. zur Ptolemäer Zeit gu He
Elethyia (oben &. 718), deren Monument:
nachzuweiſen find, ohne befimmte Maaße bat
MNiilſchwelle, Aufſchwemmung. 841
mwärtis Pr befimmte Data für die Erhöhung bes Nilbets
Birard entdedte den Nilometer auf Elephan⸗
ime am ber Mauer des Küftenquaies, wie ifn Strabo
jqreibt (f. oben S. 690). Der legte Cubitus hatte dort
SGriechiſchen Ziffern die Zahl a4 *),-unb bezeichnete uns
zeitig yptiſche Cubitus, Deren Gebraus als alt Ae⸗
pti aaß fich unter den Ptolemäern erhielt. Dicht
nter der legten Nilcataracte zur Zeit der Erbauung dieſes
Hlometer fliegen alfo die Milwafler dort nicht über dieſen
erminus hinaus. Girard entdedte aber am 95. Juli 1799
en Nilometer nur, weil der Waſſerſtand noch ſehr nies
Fig war; einen Monat fpäter würbe der ganze Nilome⸗
w ſchon unter Wafler geflanden gaben, und alfo unfichtbae
mwefen feyn. Die heutigen böchften Nilfchwellen fichen
Wtlich um mehr ale.7 Fuß (a metr.,aı3) hößer, als bie
u GSubitus der Briechifchen Inſcription ). Alfo iſt ber
Bilboden dort um biefe Höhe gewachfen, feit der Errich⸗
ung des Nilometers bis heute; denn es ift in ber That
rine Urfache vorhanden um anzunehmen, baß ber Bang
se Weltorbnung fidy geändert und Las Regenquantum in
uuffinien, und wie es von da bervorftrömt, abgenommen
‚ umb ein anderes fey wie ebedem. Eine Inſcription
8 Kaifer Septimius Severus Zeit (195 bis a11 nach Chr.
Beb.) die fich an ſener Scala des Nilometers befinber, giebe-
mw, daß unter diefem Kaifer die Fluthenhöhe um mehrere
halmıen über jene 24 Cubitus gefliegen ſey. Alſo damals
Men Überfliegen fie den alten Terminus. Gicher war dieß,
m. 3. Jahrhunbert nach Chriſto, fon ein gewöhnlidges
nomen geworden, das nur ber unwiſſenden Mömergars
in Syene als außerordentlich erfchien. Diele Waller:
über die 94 Cubitus betrug o metr.,31. Seit &e:
mus Geverus, ober feit 1600 Jahren, erhöhte ſich bas
e des Nils nach biefem Datum um 2 metr.,ı2, alfe
ede hundert Jahr beträgt in Oberägypten bie Bloden:
HöBung bes Nilbettes gleich o Min. 130. Ä
Ä Unterägypten fiebt der gweite NRilmeffer, wel:
Ber uns nur beflimmte Data geben Tann zu Kairo, auf
eu Südende der Inſel Roudah ““). Es iſt eine weiße
Mermorfäule in der Mitte eines vieredigen Reſervoirs, das
ep eine Waflerleitung mit dem Nil communiciet. Diefe
Bäule, Megyas genannt, ift in einen Maaßſtab getheilt,
*) Girard Mem. s. 1, Nilomötre de !’Iloe d’Elephantine,
D. Eg. A. I. p. ı0. Girard Observations p. 261. **) ©.
bie Tafel bei Cirard ig. 8, **') Girerd Observat, p.:265,
& 9 . . .
reihen Sabre 1800 aber auf ı8 Guß. 5 Bell.
Differenz der Nilhöhen in guten Jahre
Epoche der Erbauung des Megyas bis heute, be
»Gub. 3300 d. i. gleich M., 249. Alſo gwif
Epochen bes ältern und neuen Waſſerſtandes zu
das Rilbett Hiernach um ı M., 149 oder nm
5 Fuß echöhet. Der Megyas ward aber zum
zeconfiruirt unter Khalif Motawackel ), ta
n. Chr. Geb. (0235 der Heg.); alfo in ber M
Jahrhunderts. Alfo beträgt die Säcularerhö
Nilbettes welche bei Elepbantine o M. ı
Bier bei Kairo nur o M. ı20; alfo eime gering
awifchen heiden Drten im obern und ‚untere 9
Die Urfache diefer Verſchiedenheit liegt natürlich
des Stroms, in den Verbhältniffen der Duerfer
der Geſchwindigkeit des Waſſerlaufes, die fo «
und gegenfeitig auf einanber einwirken, und bı
Kändigen Dscillationen zwifchen dem Maximum
nimum ihrer Wirkungen die Effecte ausgleie
mittlere Erhöhung des Nilbestes & 5
gen Nilthal beträgt alfo gwifchen Elepbantine
Durchſchnitt die Summe beider halbiert, nänalid
a. Die Erhöhung des Nilthales im
nen von Theben, Syout, Heltiopolis,
DOber:, Mittel: und Unters Aegypten.
einzelnen Localitäten Aegyptens zeigt ſich gewäh
die Erhöhung bes Nilthales in emem verſe
Berhältniß von der des Rilbettes flieht, ber
uunftreitig die mittlere Erhöhung des einen
mouinsn aueh his ho anhorn bonn .meil ie ME:
ae. miſchoeie, —E : us
* re
=. Bu Theben ‘)- Die Bofın Bafen en Sörmimcnt u
find zum Theil wit lfm bebedt, a
ee a ee de Kr
Br erbauten die alten abe übte Derter und Dos
iente fo, daß Yo yo dr — —
ea ——5 BE
je te des Jal a Im es
fand, bas 50 Sch ng Epr. Geb. ne undebrdt
Demnad läßt a sten wurhhung feit 1600
a beflimmt, im M., 904 berechnen, und
Säeularerhöhung da Mo, oder in den
Sahrhunderten nur auf o M., 100, da biefelbe im
je Unteräggptens doch RD em Mittel OM., 126
berrug, worin eine fehr gute Deoenfeitige VBeRätigung liegt.
5 Forum des Memnoniums lag aber umflteitig auf eis
tünfligenSguttterzaffe gieich allen aubern
pptifhen Dörfern und Gtädten, deren Boden aus gang
terogenen, Tufommengefteppsen Beefen fehr bekiimmt
unterfcheiden ift von dem ri aufge
memmten Boden bes Nilthals, der ans homogenen
fen in Horigontalfgichten Beide, die. san) —
Be fHwarzer Nilfplamm fin
Aus ben Sphinzksloflen zu Be —5
5 unter Aderland begraden *) li Kr
ehultat hervor, woraus Mar ind
Theben zu beiden Geiten ber A, an — —X
een, in gleichem Niveau lag. Die —— 11.73
terrafle des alten Stadttheiles y welgem bie Sl
y * durch neuere Naı en an 181
Dt gefunden, wo fie denn auf berkionee:
Bin ilf en an anfgefeut iſt RR unbekimms
bare Tiefe hinabreicht. alfo ber antike. upars
jont des Nilthales 2 die Stadt Theben *8
baut war. Geit der erſten Suntantage der I
Epeden «uf diefer Rünflichen Terraffe, Hat fig das Nil.
®) Girard Obeers. 9,68, *).Girard Obsermas. 2275
0
844 Afrika, Wafferfofteme. III, Abfchn. 6. 28.
sbal alfo um 6 mötres erhoben. Auch am Palaſt
Zuzor zeigt: der Unterbau der Duabern und des Grund
wo der Nil fie freigefphle bat, daß die Differenz |
beutigen Niveau’s der Thalfläche Theben’s von dem al
Niveau etwa 18 Fuß (6 mötr.) beträgt *). Xeider f
die Geſchichte nichts von der Blüthezeit Thebens, no
niger von feiner Erbauung oder von der Zeit ber Aufh
fung der künſtlichen Schuttterraſſen voe Erbauung
Stadt. Die Vorarbeit der Hufdämmung bes Bodens g
uinflreitig dee Blüthezeit voran, und ift wohl als «eins
surälteften Dentmale menſchlichen Fleißes zw betrat
weicht in die ältefte Culturzeit Oberägyptens hinauf.
Über diefe aber die eigentliden chrondlogifchen Data feß
fo läge fi auch aus ber Differenz bes alten und ne
Thalniveaus die Säcularerhöhung des Nilthales nie
rechnen, wohl aber durch Analo gie einiges (Alt
Wenn nämlihd das Mittel ber GSäcularerböhung wis,
- aus dem Obigen ergiebt im Niltbale gleich iſt M.
ß geht die Aufſchüttung von 18 Fuß (16 metr.) auf,
ahre Bor unfere Zeitrechnung gurüd, d. i. 2960 C
vor Chr. Geb., ober 418 Jahr nach der Sundfluth.
mals alfo fiedelten fih die Menfchen wieber am Ar»
an und fierten ihre Wohnungen durch Schuttt
gegen die Nilüberfchwenmmungen.
Mit diefem für die Menſchen⸗ und Eultur: 6:
hoͤchſt intereflanten Refultate, welches ein reines?
niß fehr eracter, geognoflifcher, bydraulifeger und am
ifchee combinirter Beobachtungen iſt flimme auch USE
ung des DObelisten zu Luxor **) überein, der m
metr. im Schuttboden des Dorfes Luror flieht, d =
wiederum feiner künſtlichen Schuttterraffe nad, bie
Unterlage dient, fall 4 M., 60 ũber der jegigen PR ⸗
Baben liegt. Diefe Döhe von 4 M., bo ift aber be
ganıe Nilchal etwa die normale aller tünfs—
Eminenzen, auf welde ale alten Städte und 77
— erbaut find. Hatten die alten Ortſchece
ilihal dieſelbe Höhe über den Aderfeldern, fo
Zeit der Erbauung von Luxor, nach den bortigen Nilſc
fchichten gu urtheilen, die Plaine von Thebäã fig (HB
8 mötr. erhoben feit der Zeit der allererfien ur
Schuttterraſſe. Dazu war etwa eine Zeit von 18 4
Qunberten notbwendig, und Luxor ift biernach est Mm
. 1400 vor Che. Geb. erbaut. In den Schuttſteinen ie
Mauerwerke von Luror bat man jedoch auch mir
Sragmente mit Hyeroglyphenſculpturen gefunden, fo Wii
*) Girard Observ, fig. 12. **) Girard Obsexv. Sg. If
: Miele, Moffhmumnung: MB.
ker Base dag soß ans Kekamern Alte Biene
—— Seit ber erfien
Einrich
In Ganäle Dberägyptens iſt keine Eueidiung be Bew
im WBewäflerungsfüfleme Aegyptens. vorgegangen
dort feinen feſten fihern Bang und Stand ge e
Grgentheile Hätten bie einen Acerbeftger wer
m gewinnen mäflen, und es hätten Fehden, innere
Revolutionen erfolgen müſſen, vom denen wie krine
ur Bei wert * ne ale —* bist,
ur Zeit. der -Urberfchwe a
ir en.ber au ben GBeiten mie Bil — Ar,
unneügrabung durch biefen Da
It erſt be 3 M.89 unter
ſchlamm. So hoch iſt alfe, bie —X una wi fett
mung des Dammes von Syeut, wozu
ihr aufwärts gehören, d. t. 2200 Jah us. (Ge.
enn die Säculacerhöhung die ch
6. War alfo bie — des alten —* oder
von Lykopolis gleichzeitig : mit bem Damme, ' fo
fe Stadt nicht älter .ale 1200 v. Chr. Geb. ſehn,
t jünger ale Theben. Eben dieß ie ber Mei⸗
/ Alterihums und umferer überall im Ob iger nach⸗
en Anficht gemäß, daß Dberägypten weit fehjer. be⸗
Bu Heliopolis.. Der Obeliet hu H —XRX
u Heliopolis. r u Heli
ı von Kairo P entfernt, liegt belist 1m Bel ber aler
oben fahen den Leberfebinem mungen susgre Er
auf einem Sandſteinquaber ber g
6. das jegige Niveau der. Rilebene lie 32
der oder die Baſis des Obelisken er t. faft: im Ni⸗
‘ dem alten Pflafter ber Stadt (der Abfag bes: Rils
6 beträgt. ı M.,752). Die
m Boden, ber Ebene von Deliopauin um 1 2:
su heben um ı M.,924), - 36 md:
tiopolis noch bewoßnt als late
Erhöhung, ſollte man haben 8 unbe, mh ee art
feyn in Deliopolis ale zu T
Rilwaflermafle feige su Hel —X 1 ker —
über die allgemeine Fläche Höher empor als vu app
e.die Waſſermarken es au angeben. Die Di Dice
ilabfoges an Schlamm correſpondirt aber
er Ueberſchwemmung. Daher Kr re bie
n ber Gchlammabfäge ober .bie::Gäruinrer
a des Bebens aach ben Blue in Buben, in
ard Observat, p. 290 u. fr
846 Afrika, Waſſerſyſteme. III. Abſchn. $. 28.
denen in Heliopolis, wie 1 M. gu ı M., 50, fe baf die
Gäcularerbößung bei der Memnonsflasue in heben,
gieich o M., ı0, bei dem Dbelist gu Delinpolis, gie
oM., ı5 feyn würde. Zu ber Anhäufung ber Riliplomm
fit von ı M., 739 Dide anf ber Bafs bes Obelicke
waren etwa 1200 Jahre notwendig Aber bie geößet:
Hemmung *) und das längere Aufflauen ber Waſſer in üs
terägupten, weiche duch die ſtuſenweiſe Verkettung im
Waflerbeden Hinter ben Rilbämmen bewirkt wird, muß ia
der has au eine ärkere Sfäcularerheshung in
Wobenfläde von etwa oM., 126 im Delta Jeghptene ie
wirken, wobucch bie —W Berfirllung von km
jungen Alter des Delta’s beflätigt wird.
Masten wie in dieſer vergleichenden Ueberficht Ka
das Anfhwellen der Rilmaffer und. über das Auf
ſchyvemmen der Erdſchichten nicht wie bisher mm
Ay — Ann ud fonbern w ui ligen
atfachen ausgegangen ‚ die mathema
gemeflen und durch die Keitit bewäßrt find, au® 2
nah Sirards Angaben bie wahrfcheinlichen chronologi
Daten der GStädteerbauung und Kultivirung des Ni
in den Dauptpuncten abgeleitet haben, fo bleiben uns neh
die übrigen mitwirkenden Naturkräfte zur geogeappk
fen Entwidlung der Bildungen im Rilthale und des Dik
talandes zur Betrachtung übrig, um an der archäologiſha
Geſchichte des claffifhen Nilſtroms ein Maſter aufınfeim
gur Bergleihung mit allen verwandten Localitäten des Erk
seifes.
Nine bloß der Schlammabfag und die Waſſer änberin
die Oberflächen Aegyptens ab, fondern, auch die Winde
trugen unabläffig durch Derbeimehung ber Sandmaſſen j
ihren Umgeflaltungen bei. Die vegetationsleeren, erhigten
Lipyfchen Wüſten (bis 56 Sr. Reaum. Therm. fleigt bee
die Dike im Bande) und der — an Regen über ie
großen Landſtrecke zwwiſchen Atlas, Rigerſtrom und Nil, fe
ext die Hite und Verdünnung der dortigen Atım h
he, daß zur Herflellung des Gleichgewichtes faft aufım B-:
auf der Nordküfte Afrikas ein Nordwind weht, ber ba FE:
die Rage des Atlasgebirges und anberer Umfände wege
in Aegypten herrſchender W. und N. W. if, zur Zeit ii
Sommerfolfitiums aber geradezu Rorbwind, weil DM
die Lühlere Norbluft in den erhigten Aethiopiſchen Kim
mit befto gedlerer Gewalt einfegt. '
... De B. md R.W- nun unabläffig bes uw
Elugfand der Libpfepen Wäfle vor firh Her, und wärk
*) Girard Obsery, p, 28g.
Nilſchwelle, alufſchwemmung. 847
ten wohl längft damit überſchüttet und zugebeckt Gaben,
ne bie en im Weften beflelben ie fih überall
| wo auch nur einzelne, kleine Dornenbüſche oder ans
ze niedere Gewächſe, die einzigen geringen Hemmungen
bieten. Diefe wachfen in der Mäbe der Kanalufer, ba:
we bieten diefe dadurch ſchon den Wuͤſten natürlide Bar:
seen dar. Ganz befonders wurben aber au biefem Zwecke,
uch obigen, der Joſephskanal in Mittelägnpten, der Bas
yeehkanal in Unterägypten als Kunfldämme angelegt, dem
oetfehreiten der Wüſte Grenzen zu ſezen. Wo aber foldhe
anäle fehlen if die Wüſte über das Kulturland hereinge⸗
ochen, und bat fo das Nilthal verändert, vielleicht felbfk
burch in Dbers und Mittel: Aegypten durch das befläns
ge Anhäufen dee Sandmaflen im Wehen, das Strombette
Ss Mils felbft gegen den Oſten zus Arabifchen Bergkette
mübergedrängt.e.
- Außer diefem Wüfenfande trug auch ber Flußſandb
a der Nil von Oberäghpten berabfehlemmt zur Umgeflals
mg des Nilthales bei; denn bei jeder Brunnengrabuug
igte fi, daß die Nilſchlammſchicht auf einer Duarıfands
Hiche zußet. Diefer Duarzfand, verſchieden vom Li⸗
hen Flugſand, ift mie Glimmertheilden und magnetis
ben ifentheilchen gemengt, den der Mil unflreitig ber
andfleinregion Oberägpptens entführt und den Nubifchen
romufern.
Der Thonſchlamm *) welchen der Nil mit fort
hlemmt kommt wohl noch höher Berab; denn unmittelbar
‚nter der Epyenecararacte finder ſich Fein folcher Thon:
sden vor. Mur bei ſtarkem, reißendem Strome kann ber
Band mit fortgetengen werden, wo er rubiger wird fällt er
deder als Sandbank, das Waſſer fließt noch ruhiger darü⸗
we bin und fegt auch Nilfhlamm ab, bilder nun Kultur⸗
and. Auf diefe Art ſetzt der Nil in dee ganzen Breite
ns Nilthales einen Boden ab, den die Waſſer leicht durch:
Mechen können, wie ibm denn dieß auch mehrmals bes
nanet ift, doch fo daß der Nil im allgemeinen gegen die
Irabifhe Kette im Dften hinüber gedrängt ward. Der
Bil reißt daher eben fo leicht feine Ufer wieder ein, wie er
ndere aufbaut. „Der fchmere Kies tällt guer und plögs
nieder und bildet fleile Böfchungen, die leichtern Sands
taffen ſetzen fi oben auf in geneigtere, mehr convexe
urden. Da der Abfag in vorfprikgenden Kaps nad dem
tanern dis Fluffes zu gefchicht, fo wirkt der Stromlauf im
tgceffiven Ricocheiten auf feine Ufer, und verfegt immer:
we die Maſſen von Stelle zu Gselle, bis er fie hinab zum
®) Girard Observ. p. 289.
843 Afrika, Waſſerſyſteme. IN. Abſchu. 6. 26.
Meere führt. So modificirt er ſelbſt fein es Bet vn
Strecke zu Strecke, und bat allmählig auf diefe Art di
t.
ganze Breite des Aegyhptiſchen Thales durchfurch
Dieß giebt die Erklärung, warum in allen Brumen
(giaren der ganzen Querfection bes Nilthales, überall ein
ch lammſchicht auf einer Gandbfchigr derfelben An
lag wie im Nilbette. Aber merkwürdig iſt es, baß dk
Nilſchlammſchicht immerdeſto Höher ſteht je näher
das Thal der Wüſte rüdt. Immer da wo ber fnelife
Lauf der Wafler, alfe zunächft dere Stromrinne in ie
Mitte war, da ließen diefe auch die ſchwerſten Sanbmefs
allen, bagegen ef am Rande gegen die Wüfle we I
affer mehr und länger ſtagnirten auch bie feinern, leich
tern Waffen, den Nilfhlamm. Seitdem nun ber gegen
wärtige jüngere Zufland der Dinge zur neuen ger
Nilthales geworden, wird nur noch der mittlere
des Nilthals vom Strome durchſchnitten und bur
.. aber ber entferntere an beiden Thalrändern bleibe in
und befleht daher aus Horizontalſchichten.
Anfänglic erhöht der Nil freilich mehr die Wide
Ufer weil er fie auch früber und längere Zeit bededie, AM
mit der Zeit änderte fih das Verhältniß um, ba bie ab
ferntern Ländereien, nach ben Xhalrändern zu, tiefe‘).
liegen, und dort das zugeführte Kanalwaſſer alfo au lie
ger ſtehn bleibt als auf den Höher gelegenen dicht am Otte,
bie wirklich in der Mitte des Thals einen Lonvezen Be
en bilden, auf deſſen größter Höhe im ber Witte ie
teom läuft. Da aber biefer Lonvere Bogen aus |
Term Sande aufgebaut ift, fo bringt das Nilmwaflee uf
feitwärts ein, fiſtrirt hindurch durch den Geitendend, u
bildet da gleichfam einen unterirdifchen Gecboben (
‚souterraine d’eau) "*) den man in einer beflimmten A
dafelbft au unter ber trodenften Oberfläche findet, e
aber zu beiden Seiten gegen die Tiefen nad den begi®
zenden Bergketten zu, hindurchſeigert. Hicburch wird PP
nächft dem Nilſtrome ein trodner, den Ueberfchwenmung
gar nicht ober doch fehr wenig ausgefegter, und dabei WR
unten her beroäfferter Boden gebildet, welcher nur zus
tur bes Zukkerrohrs, des Indi o und der Bau
wolle befonders geeignet iſt »5). Im überfhwemmiß
Boden follen diefe nicht gedeihen können, und ihre Lalts
daher erft in neueren Zeiten möglich geworben feyn; A
war dieſe den alten Aegyptern unbelannt. 20
#) Reynier in Mem. s. PEg. T.IV. p.ı3. *®*) Girard Nas
s. VEg. T, I. p, 16. ***) Reynior Men. p. l’Eg, IV. p%
- - Milfchweile, Aufſchwemmung. 849
Der Überfhwemmte Boden. bagegem if das gefeg:
: Aderland und hat von jeher ben Reichthum Aegypıens
gemacht *). Wenn bas Nilmaffer die eine Hälfte bes
zres darüber geftanden, fo ift ex für die andere Hälfte
Ernährungskraft durchdrungen, "auch obne baf ein
wfen Thau oder Regen vom Himmel fällt, wie bieß
a ben größten Theil von Aegupten der Fall iſt.
.. Die. Quantität des Waflers"*) während der Nilfepwelle
‚na einem Mittel neunmal größer als während ber
wen esreit in dem Strombetie; in biefer ſtrömen
rehser Sekunde 789 Cubikmetres, in jener 6524 Kubil:
Mes zum Deere. Aber bei dem börhften Waflerftande
Met fi nach den Meflungen bei Syout, bie wie oben
haben, ein MWaffervolumen im Nil das ao mal
e iſt als dasjenige bei nieberm Stande.
k-®ei ungetrübtem Strome bat der Sluß das reinſte
Bier; es dient in ganz Aegypten ale Getraͤnk, kann zur
reitung der Speiſen und in Fabrikanſtalten die Stelle
deftillicten ober des Megenwaflers vertreten °**), bie
ie nur mit Mühe oder gar nicht bier zu haben find.
wu iſt es volllommen klar, und die Alren ſchon find un:
Böpflip in befien Lobpreifungen (nullı fluminum dul-
” gustus est; Seneca — Mulierum partus insigniter
mwat; Galenus u. a. m.). Auch beute iſt es in, der
Me das Symbol des Sanften, Lieblichen, Süßen, wo:
-_ Ep ſelbſt die freiern Kadankas in Fezzan +) in ihren
gen gu entſchuldigen pflegen, went fie den Weberre:
men der Liebhaber nachgeben.
Wenn der Mil zu ſchwellen beginnt, Hat er noch das
nfte Bebirgswafler ; dann wird es grün, wie man glaubt
F- Mlanzentheilen aus ben flagnirenden Eümpfen der
ugalla; zulegt wird es roͤthlich ++) von den erdigen
Bälen, die ee mit forstreißt aus bee Gennaarterraffe.
WB dann noch iſt fein Woſſer zum Trinken nicht ſchädlich.
Dann iſt es vorzüglich befruchtend für das Rand; ber
Lamm, den es in großen Duantitäten aufgelöfer enthält,
Tet fig in Horisontalen Schichten wie eine Dede über
b ganze Land aus, und hält vorzüglich düngende Thon:
@ (slumine) und fohlenfausen Kalt und Magnefia (Cars
Mate de Magnesie) 147. Gchon Pr. Alpin fagt, die
Über würden dadurch fo fett, daß fie gar keines Düngers
übten. Nach Regnault’s Analufe enthalten 100 Theile
————— —
"3 2.98. Moſ. 41. *8) Girard Mem. 's. PEg. I. p. 16.
*29) Regnault analyse de l’eau du Nil in ben Mem. sur
#Egypte. II. p. 41. +) Hornemann Voy. ed. Langles.
3. p. 131. #) Sotira Mem. sur l’Egypte IV, p. 185.
L 1 Mem, sur l’Egypte, I p. 851.
Datte, zumal fo lange dewuuder WERUETTEN
Urſache davon nicht deutlich m. tennte.
Salzig wird der Nil zu ofette 4
— 5 teodnen Een gun Y
genug find, Hu
— — au erhal tm‘
fee an diefem Orte — —XRS —
Barken kaum ben Arm von [2]
*. Untiefen. Dann tritt das Meerwailn
jerein.
Über zur Zeit der Nilfepwellen iſt es
Bat-er and tiefes Wafler, und das if die
iffe et, ben Nilſtrom aufwärts mit den
bis nach Dberägppten. Won Kairo gelan
immer ſchon den adten Tag bis nad ‘
Anmert.ı. Meinung von den Kit
Dieſe Rilwaſſer führen offenbar bie Maffen von —
und Schlamm von den Sebirgen Habefjiniens
guptens hinab in das tiefere Land, wie der —
den Departements des zertruͤmmerten m Branpfic a
in bie Rieberlande und Holland. Mi el
tik, daß fon im alten Zeiten bie Aerl —ãñ *
Argument bin, ihre Anfprüche auf ei Kribut
geindeten, wie .dieß die Tethiopiſchen —e
— I — in Delhi +) verſicherten, ual
zem no: gleichen Grund auch ein anderer De
Tprüde auf: olland geltend zu machen fire. as
den Anhängern des Islam befept wurde, 1b die
überal! verfolgten, fol ein Habeffinifher Kalle (&
Miſchwelle, Aufſchwemmung. 851
als einem ttum, Sultan Muſtan⸗·
—* —— * en gefiit yabeı mit gro⸗
jenten, damit ber König ben Damm zernihte, worauf
folgenden Jahre die Ueberſchwemmung wieber eingetres
o
eBorſtellung, wenn aus nur Bloße Gage, ſcheint feit
F im Lande fehr herefhend ewefen zu feyn (anıiqua et
fama ost) *), und überhaupt baß der Nil nit mit
ınzen Gtrome nach Aegypten hinabrinne, ober body durch
geleitet werben Tönne. Daher ſchon jene oben angezeigte
von einer Gommunication mit dem Niger, daß nämlich
: Arm in das Land der Schwarzen, ber rechte nach Aes
ie. Daflelbe verfierte auch Abba Bregoriuß, daß uns
n Arm bes Nils, durch Is Wah ober bie Das
— Sote pfiehe, welches jebod durch Browne
er worden iſt
ug Meinungen ren berefchenb über die Wögtiötee
nad bem rothen Deere binabzuleiten "**), ‚
ſchen dem Ril und dem dafen Koffeir keine Spur eines
m Kanals ober Pluffes, wie man früher glaubte, ob⸗
m völlig ebenen Moben » bis zum Meere, doch nicht
ar vom Nilſpiegel aus, der tiefer liegt, als ber Wa er
Strafe. Etwas ähnliches beutete Belzoni auf fe
ri das Thal von Werenice an (f. oben ©. 723).
) Unterfuhungen an Ort und Btele, glaubte ber Ber:
‚ ber Histoire du Canal du Midi ſich beredhtigt ans
I, daß einft, wenn nit der ganze Nil, doch ein. Arm
. feinen Lauf weſtwaͤrts buch" bie Libyſche Wuͤſte genoms
m müfle, unb zwar durch das hal von Jajoumé und
*. a ne Bahar «el Farygh, d. i. leerer Fluß),
affer
u bewog ihn Herodots Bericht won ber Aegyptifchen
gi der — fe älteften 3eiten feinen Lau f dırs ee
Wöüfte genommen habe; aus „gretesi he Thatſachen bes
ihn, und bie Wahrſcheinlichkeit, daB eben ber heutige
Nils duch den Schleuſenbau am Wörisfee, und durch
‚ge des Jouſefkanals, erſt auf bie rechte ober äfbliche
rüber geleitet worben fey. Seitdem erft babe bas Ri:
chen und das kuͤnſtliche Kanalfyftem, famt den 7 re
Mündungen bes Nils fi bilden, feitbem erſt ber
wägyptene beginnen können.
gewaltigften Dämme durch weldye dergleichen nur geſche⸗
te wurden dem König Menes ++++) zugefchrieben, wohl
n Seoräfentanten ber alten kraftvollen Zeitz fie erregen
Heute noch Bewunderung (f.. oben Bayoume) tim.
dolf Hist. Aeth. L. I, c.8, Bermudez in Parchas
I. £ol. m **) Langles in. Hormemann Voy.
aan Tr. III. p. 710. en) Browne Tr. p. 148.
Andreossy Mem. sar l’Egypte. IL $: ‚225. +4} 'Hor-
ann Voy. Ed. Lange, I. Fr 20. u. Ronnell ebd. p. 197.
) Herodot II. 99. ttti g s. 1, irrigations, Pa-
2
\
850 Afrifa, Wafferfoftente, TEE: t
. Die Berſuche aus bem Delta i ben: SE mit dem
Meerbufen in Berbindung zu ſehen, werben erfk m
von ber Lanbange Sue; als Brengianb seeifiden
gapien und ai Sandıweg von « en un Aſcit⸗ die
| 5. a8.
Erläuterung 5 — * be
bdi b welqchen
a a a LE 5*
ganzen Erbe überbe berel ers Ken
wir ats Zu us elprug fee *
——— * —— ein Gef Bi L
s wert en Stromes (
wie koͤnnen nun gm * —55
Deiteos ein! e ——
Einſt 6 ee Bee in "das Dei!
niet vorhanden. ar flatt deffen ein negatives Di
eine weite Strommändung (f. oben foßteme
fin vorfand. Die Naturbeobachter welche Acgppta
anterfuchten, Eonnten fi nicht des Bedantıns a
daß einft bas gange Nilthal eine — (sie:
bif@e Golf noch Beute), und bie bes Seutigi
p fden — und Pelufum der Breite —
tiefem Golf (söiros Salucems) *°) =:
und den Fri hen VBorhägeln bildete.
| een en bes en m 12 —8
orizontalen |Riffen um ungen
Tungen vr Fluthen zur Zeit diefi vs Übenonhe *
widerſprechlich (weit ——8WB
des eaux +) auf ber e des Pre bei vu.
Baben, au viele © anbere ne preden nis
der Waſſerſtand au
miden, 70 bis 80 af Fe als der * 4
fpülte, fo muß eine geraume Zeit von ba am IH
verfloſſen ſeyn, in welcher das Delta fich bilden kei
Aber die find Zeiten bie weit Über alle Befhihtt
— und deren erſte Erwähnung iſt auch mut
ung
iculture er le commerce de Fayoume ia Men
1.
9 —* U. De su zı. *®) Herodet IL e. 10: _'
nier Mem. s. l’Eg. T. IV. Saussure Vi
les Alpes ed, Neufchar, ı7 «L ch. VIL
: +) HB. Brost: Bredow. P+ 698 Tut. HH Bend
. Bllbungsgefchichte bes Nildelta's. 853
Bom Eintritt dis Nils bei Elephantine in Aegypten
zum Kap der Pyramiden füllte der Nilſtrom guerft in
Urgeis das Aegyptiſche Thal und auch den vorliegen:
Meerbuſen des Delta’s aue. In Dberägypten mußte
durch die Enge des Nilthales verftärkte Stromesgewalt
Schuttmaſſen mit fortreißen; ader bei der Erweites
ig des Bettes *) mußten dieſelben Maſſen mehr zu Bes
Pen, und fi als Schutt anfegen, den der Strom
t weiter zu wälgen vermochte. Da diefe in der Mitte
Giromes vor allem nieder ſank ale primaire Sands
k und als Deltaland, fo wurben bie Waflermaflen bas
b alsbald in zwei Ströme links und rechts getheilt,
bas Product von dieſen mußte nach und na bie
zomfpaltung ber zwei Nilarme werben.
In der Mitte jedes biefer getheilten Waflerfiräme bils
fih bald eine fecunbanire neue Schuttbank, die jeben
an Umfang gewann und enbli mit der erfien zuſam⸗
wachfen mußte. So bildete fih als Stützpunkt bes
Ba’s deſſen Sübſpitze, nach voran wurde biefes immer
Ber durch die Divergeng ber Arme. Außer dieſen zwei
Strömen bilbeten fi zugleich au intermebiaire, bie
nach jenen richtend doch anfangs immer fuborbinirte
. mußten, jebod mit ben mannichfaltigften Wechſeln,
mun wieder Arme, Lagunen, Tiefen bilden unb füllen
ten. Indeß die Wechfel von biefen ber Nachhälfe oder
Widerftandes, alfo der Kunſt bee Menfchen unflreitig
er mehr bedurften und auch burch fie bedingt werben
uten;, blieb dagegen die Ausbildung dee 9 primitiven
se mehr der Natur Überlafien, weil bie Kunf die größere
dalt ihrer Waſſermaſſen nicht gu zähmen vermochte.
Brei urfpeünglichen Hauptarme find unflreis
äußeren bes Deltas, ber Kanopifche im Wes
und der Peluſiſche im Ofen gewefen ’) Weil fie
gs foß das ganze fläffige Volumen bes Nils zum
we wälsten, fo mußte als fle im Bange waren 9 an
n Mimbungen faſt allein der Stromſchutt des Deltas
gen, unb swar ausſchließlich. Beider Ufer zogen nam
zwiſchen zwei Sandſtrecken bin, bie ihr eignes Bert
m, ihre Mündungen rückten aber aus dem Meerbuſen
6, immer weiter in das Meer gegen den Morben vor
bie übrige Kauſte. Ihre Otromentwidelung wurbe das
immer geößer, ihre Gefälle aber in gleicher Proposs
eringer.
Bi if als die dritte Periode der Deltabildung angus
s, denn nun mußten die Rilwafler in bie intermebiären
IXCXXXX
Girard Observations p. 295, **J Girard Observ, p, 294.
tommen Ind: Aumahrig
mung an ben Außenfeiten bie n
des inneen Deltag, die Rofette: und Dami
haben num im ihrer Reihe, in ihrer Peris
ihre Pi hungeländer —E
eflofen ; fo, daß fie gegenmäi
Spfteme Arayptens in einem gleiche
amd gleiche Function haben, wie
Pelufifpen Arme als ihre Waffer zu t
fich nad dem Innern des Delta be
fle weit ſchneller das Nildelta gegen den Mor
als Heutiutage. Denn einft wurden im 10
die Städte Rofette und Damiette an bie D
—— angelegt von denen fie heute faſt
ent liegen.
Vergleicht man bie Stromentwidlung d
figen a bis zum —
ſdeau mit dem Mittellänbifhen
heutigen Arm bon Damiette, fo ift beider 2A
mie 17 zu 18. Wenn * heut jutage bie ]
wiſchen Kairo und der Stromſpoltung am
hemmt würden, fo müßte ber pet eK
feine alten Functienn eines Heuptarmes eh
Wirkiich baden die Nilmaffer des Dam
Tendenz fid in den Kanal Menouf
deffen Stromentwidelung geringer iſt |
fpaltung und der Mündung als die mi
Rofettearms iwiſchen benfelben Bu
Wildaugegeſchichte des Mildelta’s. 865
u Wenn man die Dimme und D
mn Wouneys Tania) pe a moun Yon
sruachläffigte, bie fi beib e ergies
Doun wärden ih bie — * * este in Lagus
zswandeln gleich den Gern Menzaleh und WBourlos;
Heß hindern enwärt "bie Kunftwerte ber Deiche
a de A —* a der Ratur wird.
aft dieſe Periode herbeiführen e su lan
on Arme von Roſette und Damiette, N eren —2—
der Sauttauffülung des Rilbettes um m mehr und
er reden endlich doch wieder ihr Waſſer vers
Im ſqnellern Gefälle‘ einen kürzern Weg sum
v —* die —6 ceefſide in v
men bas aufgef üttete Ita, osciHiren nun
ı den Weg au eere auf derjenigen Limie pn |
veiche jedesmal | das färkfie or Ge hat, und biefe
(5 der firömenden Wafler modifitirt nothwendig im⸗
die FR Art Art A bes Delta’s, ohne darum feine
merfbar a
ef iſt das Befen der Bildun ichte bes Rilbelta’
ie feine äußere —— bie Me *
N] —— Spiel der ddũnen bedarf bo
eſtimmung get Bollendung dieſer *
—— Darftellung.
üftenfizede Aegyptens gegen Beh von der Liby⸗
Fer bis gegen den Ausfu des alten Kanepiſchen
es bei Abaughbyr oder Abukir, oder die Alexan⸗
e Küfte Unterä gntens, welche außerhalb
| Ita liegt, m. an, u gepeitfeht von ben Befs :
Mord: und Nordweſt: Winden; ohne die Kalkfels⸗
„die in n Imehremn niedern Ketten dieſer Küſtenſtrecke
*) berall vom Meer gernagt und gertrlims
* ae von dorther en linterännpten | Gen längf Fe
überfluthet feyn.
; nicht bloß der —* — en, A
9 der vorliegenden Garne der Alexandriniſchen
ippen. Das Kaftell von Ab⸗oughye ift auf ber
n —XT Selsfpige dieſer Kette baut, welche
pt als die legte Grenze alles ſoliden Felsgrundes
tanifchen Befllandes —* * Be ſt von
'm und weben nun Wellen und ben Mee⸗
He auf, und bir Dünen ı —— pa —A—
auf, RR e y ee
eitee gegm S. O. gewo werfen. So entſtanben bie
axd Observat, p. 297.
Male DEnDzuugEen vulmer ——
Id Meere —8 "Binde © Een
ben biefen Legiern ihre Form und Dieection; |
wird ber flüchtige Sand meit nad bem Bon
Burlos hinüber gemorfen,
—* gun 4000 $ı Fufmeik. Der
nd and Oberägupten herab
Men „ber vom Gere Burlos komme,
fen binabgeführt nad Damiettt, Ar
po Ber Iußriegel und DBoghape
Bent jung einen Rreislauf>) °y, ur 2a
in Reit des dortigen. Dünenfandes
— geworfen, der ſchon
fen würde, wenn bie Denpenfden, ui
en Nilarme ihn nicht gurli m: —*
PR a He ham ar id
jelufium geworfen, fo ai 4
——
die Dünen bes Jahmus von GSuez confituiirk,
Die Wüfen des Iſthmus im ‚bed
werfhieben von denen im Weflen des Delta,
Libyfge Sandwäfte bietet nur — —
vom Winde dahin geweht wird.
Sue °*) bage, en fi eine ebene A aus
feln, deren Maffe dem Winde von W. und
nichts zu —8 gibt. Seit
Std ſchon rein gekehrt, und bie de 5
allen Seanh und Finaſank fan Kinn nach hu
Bildungsgefchichte des Nilbelta'ſs. E57
eresfrsmungen dore noch arbeiteten und 3 begegne⸗
Der eine führte vom mittelländifchen Meere den
met herbei, der andre aus bem rotben Meere; an ber
Ue des heutigen ZAhmus fig treffend, festen fie fi
Gleichgewicht und in Ruhe, wobei fie notbwendig bie
nttmaflen fallen ließen, bie fie von den Küfenklippen
weriffen, längs benen die Directionen ihrer Strömungen
en.
a dieſen Thatſachen liegen bie Urfohen vom gegens
etigen Zuflande bes Aegyptiſchen Niltbales und fei:
Deltalandes, das mechfelsweis von werfchiebenartigen
ffer= und Schuttmaſſen überbedt, in immer neuer Pros
sgeftalt gegen das Meer fi vorfchiebt, und balb als
adififer Fructboden, bald ale Sumpfland oder Wüſte,
. Kampf zwifhen Ofiris und Typhon beginnt nad nrals
aber immer wieder ermeuerser Weife, nach welcher we⸗
dem einen noch dem andern mweber ber Gieg no ber
upfplatz ausſchließlich ange bört.
Nach Herodot war das Delta in älterer Zeit lange
durch, außerbalb dee Thebaiſchen Landſchaft, ein“ großer
ımpf (2205) *), aus welchem unterhalb des Möriefees
s Land hervorragte. Diefer verwandelte fi in Marſch⸗
d, Menſchenhände zogen Bewäflerungstanäle, erböbeten
Dämme und es begann die Kulturgefpichte des Delta’s
t GSefoftris Zeiten, wo man balb anfing, bier bie Land⸗
ckeni bis auf Orgyen (Klaftern) auszumeſſen *). Die
schtbarkeit des Deita’s machte bas Land zur Kornkam⸗
ep, erſt der Nachbarn und fpäterhin der Weltſtädte Mom
dBhyjanz; oft ward es dadurch ein entfcheibendes Ber
e in der Geſchichte der Weltmonarchien. Mit Ver⸗
(äfigung des Kanalbaues mußte ein Theil wieder in
mpfe, ein anderer in Sandland verwandelt werben. Auf
fem Puncte ſteht gegenwärtig das Delta, deſſen Rand
R den fichenden Flachſeen ober Lagunen Dienzaleh, Burxs
I (Berelous), Edku, Maadieh und Mariut umgeben if.
9 bewällern immer viele Kanäle das Land: Tourte
»6 zählte einige go im Delta. Ehedem gli es bem
ideen Sarten voll Ortſchaften und Reichthum, no
e des Franzöfiſchen Erpedition in ben erſten Jahren bes
ten Jahrhunderts war es fo gut wie unbekannt ***) in
nem Innern. Seine Bewohner waren in ewigen Seh:
s begriffen; in gwei Partheien getheilt, bie ne ad und
Jaram nennen, unb bis auf den Tod daffen, tämpften
ber einander, obne den Grund ihrer Entzweiung zu wife
») Herodot II, c. 4. **) Herodot Il, o. 6, 0. 102. **9) Gi-
sard eur la Delta in Mem, e. l’Eg. T. IIL, p. 366.
provinz werten.
Zur Vervollftändigäng der wichtigften
Berhältnifles —9— — 2 N ort
ee
ik iegen Oſten und Weſten die
durchfegen, nämlich das The a
zung gegen das tothe Meer und das I
tronfeen gegen bie Libufhe Mülte bin, fo m
Weſtſeite des Nildeltas die Befhreibung ber
Mariut mit Alerandria, Marentis ber Altı
9J Uebergang Unteraghpiens zur Sandwüſte b
ilbet.
1. Das Thal ber Berirung, Sal a
Kairo oſtwarts durch den Mokattam zu den Ga
im Süden von Suez. Es hat feinen Ramen wor
dition bes Auszugs der Jeraeliten aus ——ã
rothe Meer; — —e— — € Ra
sard und Du®
vefanistung, Sea, Be ehe 5
ier völlig übe und unbebane gel
— —AA — ——
FRE ve verbot, von Kol ur u 1
ah m am, vorhen Berge
Ledr iee —e
bebauen, oder Theile davon zu 55* u
tern Berge brachten die erſten Mufelmänner in U
AVnteragyptein· Alerabeia, Biateseit: 859
sur zur Grab ſtätte ber —— — Seflimmt ſeyn.
* if ie jegt eine Wäftenel gel
Ib Kairo bei dem Desfe "Beretin 9)
ng in diefes el Er Zieß 233
—* zabern bemoßnt vird.
nach bie zum on Bere, — CR} —
J 2, amd zieht in faR unmerkligen Gefäße in gie ms
w
Du
auch flatt fand, von Weh nay DR, fo Daß bei
iger Erhebung des tothen Meetesfpiegels ein Meexess,
Be En PS
ht, al ten
—— — — Vier einen
darbietet. w D 2
| amulegen, doch noch unäl inberniffe fins
ba immer no eine gewifle on der Mitte
je8 fiatt findet, wenn biefe [ en bem bloßen
nicht merkbar iſt
Am Eingange von Bezetin in der mit
N NE
J er im en
fberge, die zu beiden Eeiten von ©. und von N. nähere
jentreten, der Thalgrund iſt mit Mollkiefeln übers
tet, nirgends angebaut, Senfets diefee Berengerung
© biefes Defile’s,, nuE nog eine von 180
Weite übrig läßt, fleige der Boden ein ne an Er m
h 3 jmweimal wiedetholt fi eine ſolche Werengerum;
Bien Defiles, alfo 5 En
len, vom denen ber —— —
id den Maffertheiler par —2 dem Ril und dem rothen
‚bildet. Ar erfchent auch er noch immer
Bläe, umd ift aarg init Rena 1; Hlien Überbedt, zu:
nit er cieten doppelfchaali, en
: fo daß man — faſt noihwendig ein eins
E38 Durhfluthen eines Meeresarmeıs —V Quer⸗
—— muf. Don biefer end, deren Näße
nen Guendelßp liegen, jt-man num wieder
5 “llmählig hinab zur Ebene des ro Meeres, durch
weites Eat, in /deffen Bitte ein Kegelberg von Gene
Legt, F 450 uf (so m — —9 und 10 —
res) in Umfang, rabern Graiboum
z R — — Ken Eee ar a
boden mar, in-bri X
| man durch eine Int, Die nur 180 bi
u era Teile den —E übrig läßt, aus der Ges
1
F Yet ua O. pr
860 Afrika, Wafferfofteme. III. Abſchn. 6; 29.
birgskette biefes eigentpfmligen Mokattam hinaus; denn
oftwärte von dieſem letzten oftlichen Defile breitet ſich die
freie Horizontalfläche bie zum rothen Meere aus, die mit
lofen Gips, Kalt und andern angefpwensmien Maffen über
zogen if. Von ba führe der Strandweg norbwärts an bez
Salzbrunnen El Tonareg vorüber nach bem bekannten
Hafen von Sue}.
a. Das Thal der Natronfeen unb bas Thal
des Bahr:bela:ma. Alte, bei ben Hiſtorikern aufıe
wahrte Gagen und bie allgemeine Tendenz der Rilmafler
bes Delta’s gegen den Welten Bin (f. oben ©. 818.)
es (che wahrſcheinlich, daß vor alten Zeiten der Au
im Wehen durch bie Libyſchen Wüflen einen X
bahnt hatte, ehe ex auf heutige Weiſe bas Delta bes
mit Schutt und Schlamm füllte. Die Arabiſchen Ges
geapben nennen bocthinwärts ein trodnes Thal Libgens,
den Bahr bela ma, db. h. Fluß ohne Wafler, bie ei
mifchen Araber aber den Bahr el Farigh, d. i. ben
ven uf, Die Richtung diefes Thal⸗ 8 von &.D. meh
N. W.; 38 wah rſcheinlich iſt es vom Süden der bie Furt
etung des Möristhales von Tamieh, weiches au in Ei
ayoum bdenfelben Namen führt (f. oben &. 800).
Norden abwärts führt diefes leere Thal nah Marient
(Mareotis), 4 Stunden in Ghbwellen von Alezes
Dria *), wo 5 tiefe twafferreiche Brunnen an feinem
liegen, die von Arabern bewohnt werben. Der fladde Be
den der Provinz Mariout flößt Biere unmittelbar an M
legten, nördlichen Vorläufer der Libyfchen :
aufgeſchwemmter Boden wie der innerhalb bes De
seichten alfo bie Nilfhwellen bis dahin, und es ſcheint
wahrſcheiniicher, daß diefe Gepenb vor älteften Zeiten Kf
des Rinnfaal des Bahr be ä e
— — —
a mä ihre
bielt, als dur bie heutigen Arme —
es dieſe Direction des Bahr beia ma, welche die
nen der Mareotis zu verfolgen pflegen, bei ihren Eis
fälen in El Fayoum. .
Auf der Offfeite diefes Babe beiä ma Liege ifmbift Ihe
an ein Paralleichal, mie ihm in völlig *5* Dies
tion, das von den Balzfeen auf feinen Grunde das Thel I
der Matronfeen genannt wird. Deflen Wieb
Eung und genauese Unterfugung verdankt bie Erblunbe 8
General Andreoſſy ) und feinen Wegleitern Wertheb
let, Fon rier, Redoute, welde im Januar 2799
eine Erpebition ins Werk ſetzten.
KEN
®) Andr&ossy Mem. p. 286. *%*) Andr&osssy Memoire ıu
la Vällee des Lacs de Natreun et celle du feure sm
eau, in Descr. de PEg. Eı, M. T. I. p. 27929. —
Unterägupten, Alerandria, Moreotis. 861
2: Das Thal der Natronfeen ift durch ein nmiedriges
Baltfeinplatenu vom Nilthal gerade fo gefchieden wie
E Sayoum; deſſen Breite beträgt in. gerader Linie von
Berränch am Roſettearm bie zu ben Natronſeen in dem
Male 14 Stunden. Es ift auf der Höhe Überall eben, fe:
Kalkfels, mie Kieß, Agathen und Rollkieſeln mancherlei
Art überdeckt, nirgends aber mit loſem leichten Sande;
an dieſen haben die Weſtwinde längſt in das Nilthal ge:
weht. Dben iſt Wüſtenei, Vegetationsleere, Bein hier
£ da leben, nur wenige Pflanzen fand Andreofly Nitra‘
3a Schoberi Linn,; und Hyoscyamus datura (Forsk.)
ge man nach 14 Stunden Weg gegen W. de Ber:
Siefung binab, fo zeigen fich in derfelben von S. O. nach
| 6 Eleine Seen, zwiſchen bepen in ber Mitte ber 5
| liegen und 3 ſüdlichern ein altes, zerſtörtes Kaftell Heat:
affr, mit 4 Eden und runden Thürmen aus Bruchſtük⸗
von Ratron aufgebaut. Diefem Kaflell gegenüber, an
Suͤdweſtſeite bes Thals, liegen am bortigen Abhange
Griechifches Klofter, El Baramoms, und ein Syri⸗
Klofer, Amba⸗Bichay (Ambabicoi). Die WBreite
des Thals zwiſchen dem Kaffe und ben Klöflern beträgt
Bach einer Triangulirung 7231 metres; fie ift mit Flug:
überzogen, und darunter treten fefles Geſtein von Kalk,
ps und Kreibefchichten bervor- Die Klöfter find armfes
ge Ueberreſte aus jenen alten Zeiten, als Im vierten Jabes
dert bie Libyſche Seite Unterägyptens von Mönchen
Winmmelte, ſo daB Kaifer Balens im Fahr 376, zur Wer:
idigung des Meiches, aus dem Nomos Mareotis umd
ütriotis allein, an 5000 Mönche aufheben unb in Con:
tinopel unter das Herr fieden eh. Sie gehören gu
häufigen Kloferruinen, die ſich in biefen Libyſchen Wü:
vorfinden. '
Die Direction des Thals macht mit dem Stand ber
wetnadel einen Winkel von 44 Brad nach W., und bie
Balsfeen liegen mit diefer in gleicher Richtung. Sie find
kurze Sandftreden von einander gefchieden, unb lie:
ern als Salzkruſte das Natron. An ihrer Ofifeite trifft
mau beim Brunnengraben füßes Wafler; da ihre eigne
Bberflähe bis Ende December: fi etwas zu erheben pflegt,
Bann aber wieder abnimmt, und dieß in einen gewiffen Raps
mit dee Nilfhwelle gu fleben ſcheint, fo bat man dis
othefe aufgeftelle, ihre Füllung möchte eine Folge ber
tenfiltration *) dee Nilwaſſer zur Ueberſchwemmungszeit
Die Seen find keine 3 Fuß tief; einer der Seen
© blutrothes Waſſer. Nur der vierte ber Sem von ©.
*) Andr&ossy Mem. p. 288.
862 Afrika, Waſſerſyſteme. LIE. Abſchu. 5. 29.
gegen N. gerechnet, wird zum Natron benupt. Man bricht
die Salzkruſte, die fi auf feiner Oberfläche bilder, wit
Brecbeifen entswei, und die dunkelfarbigen ter von
Terräneb paden dieß auf dem weißen Galsfelde ihren Ra:
meelen und Efeln auf, um es gm den Rorten ausufh)-
zen und nad Alerandria und Bofette zu verhandeln. er
Gewinn beſteht jährlich in 150 Kameelslaften und 5 -bis
600 Efelsiaften. Die Fellahs von 6 Ortſchaften, die zum
Diſtrikt Terraäneh gehören, find mit bieſer Acheit be
fehäftige und bezahlen ihren Tribut in NRatzonfläden. Die
er Natronhandel ift nicht unbebeutend "). Die Flora uw
une biefes Thals iſt ſehr arm ). Nur Giilfmaltım
gen von hochſtämmigen Arundo donax ſchmücken wit ib
zen lebhaften Grün die Ufer biefer Seen in der 8
Wüfte; Typha latifolia if in den Sümpfen das wugre
fie Gewächs; im Waſſer leben Bleine Schnedenarten. Bea
Palmbäumen zeigen fid im Thale nur wenige nicbeig
Stämme, oder vielmehr nur bilde Büfche, die Beine Frust
tragen. Waflerhühner, Enten und Geflügel mancherlei Art
belebe die Seen, der Xhalboden wimmelt von großen Amer:
fenarten; in ben Wüfen zeigen fi nur ellenheerden
Im ganzen Thale bemerkte Andreoffy, außer einer ab
‚sen, verloffenen Glashütte, in welcher man die Gobe be
nugt batte, gar Feine Spur alter Kultur.
Im Welten ift diefes Thal ber Natronfeen burd einen
niedern Landrüden begrenzt, an deſſen Weftgebänge bes
Thal des Bahr bela ma liege; von den Klöffern beauft
man nur 15 Ötunden, um aus bem einen Thale in ds
andere su gelangen ***). Diefes zweite ift mit Band über
ſchüttet, und man braucht von bem Landrüden etwa ie
Minuten, um in feinem Thalgrund Binabzufleigen. Die
Thal des leeren Fluffes if ganz dde, ohne Quellen, abet
es liege darin fehr viel verfeinertes Dolz, ja in gen
zen Baumflämmen, bie bis 18 Schritt lang find, und de
der von den ältern Meifenben für alte Maftbaunıe entiir
luvianiſcher Schiffstrümmer angefeben wurden.
©tüde von diefen finb in Agath verwandelt " Au far
den die Franzoſiſchen Gelehrten bie petrificirten Rüden
bei eines großen Fiſches dort vor, Außer dieſen Naſſe
zeigten ſich überall Rollliefel, bie nur Kiefelarten uud Ur
gebirgsmaflen Dberägnptens anpugehören fcheinen, und uw
da herabgeführt feyn möchten. Eine Verbindung zwilde
biefem trodnen Zlußbette und dem Nilchale habe ale Wafe
ſcheinlichkeit für ig, und alle Beobachtungen führen der
) Andreossy Mem. p. 284. **) Andreossy Men. p. 255
*R*) Andröossy Mim. 5 IE. 8 286, ı ?
Unterägypten, | Alerandıia, Marentis, 865
ein große Nilſtroͤmun en bie lie
Ente See Bere Sefanden haben, oder Nil wah he
Up in dee Höhe des Moͤrisſees fiy in mehrere Arme theils -
Se, die ih genen Libyen wenden. Anbzeoffy glaubt auch
auf der Weffeite des Nilthals felbft von den Pyramiden
Son Gyzeh nordweſtwärts am ande ber Libyſchen Kette *)
iu folches altes Strombert nachweifen zu koͤnnen, welches
3 der Direction des Bahr Joufef gesen Nordweſien
ſortſetzt, und nur unter andern Namen (Ei:Leben, Elaſſe⸗
za) Die Bortfegung diefes alten Nilarmes ſelbſt, bis zum
I Bahyreh ift, ber nad ber Provinz Mariut
fiber. Ginft fioß der Strom bahinwärte, und Albuquers
Hues Plan, Aegypten zu veröden, inbem er den Nil zum
wuehen Meere abwenden wollte, wäre in ber Ausführung,
€ Andreoffy, nicht fo unmöglich, wenn Man nur Das
fiee, flate nach Often, nah Wehen, zur Libyſchen
WBäfe lenken wollte, wohin es durch Geitenfiltration fchon
nen ſelbſt vorbeinge und bie Nateonfeen fallen und fleigen
Roc 5 ſtarke Tagereiſen weiter im Wellen des Babe
selaä ma follen, nah Anbreoffy’s Erkundigungen **),
woße Waflerfammlungen feyn, an denen große Schilfihl:
mungen fichen, deren Ernte die Araber zum Verkauf bis
ach Terraneh in großen Maflen bringen. Wo fich diefe
kocalität vorfindet, Haben wir feltdem nod nicht genauer
wfahren können.
= Der Bahr bela ma if durch feinen Längenzug von
3.D. nah N.W. fo gelegen, daß alle Weltwinbe den Sand
ver Libyſchen Wüſie in ihm aufſpeichern; ba er au tief
hegt, und der Sand aus ihm niche weiter gegen Oſten ge:
mieben werden kann, fo bildet er eine Barriere für ben 8.
when Sand, und fhüpt das Nilchal auf dieſe Weife vor
vemmufelben. In diefes untere Nilthal können tie Weftwinde
fe nur denjenigen Slugfand wehen, ber auf dem 14 Stun:
vew breiten Kalkſteinplateau liegt; es ift alfo der Zeit nach
une gewiſſe Grenze da, nach welcher Unterägypten mehr
uud mehr befreit feyn wird von biefer Plage, vom Bande
gshrlich Überfchürttet zu werden. Diefe Grenze hält Ans
Desoffy für ganz nahe, da nur noch wenig Flugſand auf
nous Plateau fich vorfinder, und überall fon die Rollkie—
Red, der grobe Kies und der Kalkſtein auf defien Döhe nackt
wwb blos gelegt find. |
. 8 Die LT: ſte von Klerandria und Mariuth,
Dder die alte Provinz Mareotis. Unter bem Aras
bifchen Namen Bahyreh (Bahhry, b. 5. eigentlich bas
») Andröossy Mem, p. 287. *") Andr£ossy Mem, p. 289.
864 Afrika, Wafferfuftense. II. Abſchu. $. a9.
Mieberlanb am Meere) °), wirb 37 e bie n
Landſchaft auf ber WWeflfeite des Ri eltas er
son der Meerestüfle Alexandriens begrenzt wird,
größten Theile nach aus dem alten Nomos Marn,
des heutigen Mariuch befieht, und In
Grenze zur Libyſchen Wüfe und dem Lande ber frei—
berffämme gegen S. W. in bas Land ber benagamm
Dofen übergeht. Daher Hieß diefer heil Un
ſelbſt ſchon beiden Arapptern Niphaiat‘), einfm ,
die Griechen mit bem Worte Libyen begeichnetes,
die Bewohner von Mareotis das Orakel bes &
fragten, ob fie nicht zu ben Libyern gehörten ).
Die Woaflerverbindung, in welcher diefer pi
den Kanal Po A und den von Alerasttk eg
dem Nil Rebe, Haben wir oben ſchon angeführt (Berg
816). Der letztere verdient bier einer nähern
Dee Kanal von Aleranbria begann vır fang
Iegten Erweiterung duch Mobammeb Ali, ‚Yılsem
Aeghpten, 1200 meötres unterhalb Rabmänyeh am 8
fetteaım, ale ein ı5 bie 18 Fuß breiter Braben, be de
dann breiter wird, und etwas abwärts noch Eyımmb I
2er Gonftructionen von balblreisenundben Une
bauten Bat f), bie in einer Breite von aso Frl
in alten Zeiten gu Anterftellen ber Ranalfchiffe dienen meh
sen, und einen großen Zufammenfluß von Barken ink
fegte, gu einer Zeit, ba Aleranbria bas grefe um
des indiſchen Handels war. An biefer Stelle liegt ie
sige Damanhour, einft Hermopolis parva, (Timi-a-
im Koptiſchen, b. i. die Stadt des Horus +}). Ya
zeigt bie Umgegend überall Verfall, einige Meilen wrt
der Kanal etwa 60 Fuß Breite, die Ebene ſenkt fd %
Kanalbette dagegen liegt höher als dieſe Ebene, u ef
eine halbe Gtunde vor Alerandeia liege beffm DM
wieder tiefer als die Ebene. Dann gebt ber
verſchiedenen Breiten bis in die Nähe von Abontit, w
wendet ſich dann dicht am Bee bin, gegen Alepanitik
wo er am Buß ber dortigen Trümmerhügel in bei
ausgeht. Bein Nutzen für biefe Stadt mar bisher, 9
ide feifches, füßes Teinkwaffer brachte, am ber «6 dr MR
fehlte. Zu dem Ende wird dies dort in 308 Giferum |
bem 360) aufbewahrt; waren dieſe erſt gefülle, je wert ®
erlaube, die Dämme zu buripflecden, um auf on
*) Champolliou II, p.6, **) Champollion IT. 266. “Be
rodot 18. — er C Jabrol Mem. sar I (> ’
nal d’Alexandrie in Descr. de I’Eg. Et, M, Lim DL |.
. Pr 286. 14) Champollion L. P- 250
Vnteragypten, Aleraudria, Mareotis. 865
Waſſer zukommen gu lafſen. Da dieß ber ein
ervorcarh Alesandrias ift, fo bleibt der Kanal im:
mächtiges Mittel zur Bäbmun dieſer Stade. So
Miscletian bei Belogerung ber Grabe ihr die Aquä⸗
B und fie mußte fich übergeben, eben fo viele andre
um. Über nur fehe hohe Nilſchwellen Roßen biefe
im Kanale vor, bis Alesandria. Gewöhnlich *)
w NRilfchwelle eiſt vom ıoten bis soflen Julius bei
myeh metkbar, im Auguſt treten bie Waller ein in
mal don Alerandria; wegen feiner vielen Krümmun:
ızıchen fie einen Monat Brit, und gelangen erſt ben
September zur Hafenſtadt: denn ber Kanal iſt an
amden lang, nbgleich ber directe Abſtand Alexandtiens
abmänpyeh nur 16 Stunden beträgt. Da bei die:
teen Stadt die Abnahme der Nilſchwelle aber (dem
em Detober beginnts fo folgt, baß bie Säifsarkeit
Tanals nur etwa no bis 25 Tage baueım
t einmal einen Monat lang im Jahre,
or Anlage diefes Bafenortes dur Aleranher das
ie feine Rage t von einem Nilkanal, der feine Waſ⸗
£. Mareoris geführt hätte; vermuthlich befand eine
Beräflerung weiter ſüdwärts gegen bie Stadt Ma⸗
da bie Nachricht von dieſem Orte ſchon zu Hero: .
Beiten darauf binweifet. Der Kanal don Alerandıia
; wohl gleichzeitig mit ber Erbauung der Hafenſtadt
a; &trabo ’*) gibt einige Ragripten barüber. Zu
Beit erhielt der Mareotifche Gere mehrere Kante,
er heutzutage nur in jenem Einen verwandelt fcheis
daher diefer auch p große Ummege mat. Die tiok⸗
legte Landfchaft ift daher gegenwärtig Wüſtenei; noch
Rittelalter gu Abulfeda’s Zeit waren Bier paradis
Landſchaften. Ueber ben Kanal gingen zw feiner Zeie
ı Nähe von Alerandeia allein 4 Wrüden, ein Zeigen
arten Verkehrs. Zur Zeit, da der Kanal von Suez
ange war, und bie Kanalbarken mit Indifchen Maas
m Suez, duch ben alten Königsfandi in ben Nil
us dieſem durch den Alexandriakanal in diefen Welt⸗
elaugten, mußte bie Landſchaft umher wohl ein au⸗
—*8 haben. Uber noch gegenwärtig bilbet bdleſer
| lange Zeit hindurch die einige Verbindung ber Stadt
em innen ÄAegypten, war aber feit langem fehe vet:
iffige, und näherte fich feiner Vernichtung durch das
ifen der Meerwaſſer. Denn erfl - nad Yonifede |
to, -als
‚Anctet:et Chabrol &, &, ©, d. 199: **) Berabo XV
‚493. ed; Tuch. tn u ;
gegen ause —X mu
» hat
Kent, Gemat; "as — 268 FE
Sarfdarmanung fü
— Ali met f-
—A Mei — *
je fel je Blacpbosı
1) vr ee, indung ** —8
ef ließ
eine de
— Rh Ellen N
färdern, umd bald darauf auf des En;
nes Bring Wi . 8
R.D., in Liniı
— ——
oceilghpten Alerandria, Mareotis. 367
| We Ele anbeia, das Karthag
neden Kom an Größe a Barthegee „arte erſte
€ des Altertfums war, daher auch ihre Katakomben,
längs biefee Meerestäfte Hinliefen, don ber größten Aus:
— ſeyn mußten, wie fich aus Strabs's Nachricht
der fle die Necropolis nennt. Viele derſelben
— felb —* älter zu ſeyn, als bie- e Gründung dee
gen Stadt, und gu ber Reihe der älteſten Mo:
neunte an den Meerestüften zu gehöten °), Ye von Kars
und Spree dis nach Aegypten, und an ber
Küfte nordwärts zur Gilicifchen Kleinaflens,
bis Telmeſſus reichen. Die ganze Weſtküfte Alex⸗
aeigt folche Katakomben, deren DHaupteingänge ver:
Die aber von dee zertrümmerten eeres ſeite
Eindre eg et und augängli geworden find.‘
auf der eite von al Fe auf der ſchmalen,
Land 8 die bis Abukit er t, und *
ik, daß fie mit einemBlid überfehen Täge, la:
Drei Geaͤdte nebeneinandee, Nitopolis, Klein:
se iste Ne Ganopus 30 ra »); gegenwäts
kaum mögli yn wegen enge! art
Em; die eßenpente bar fi ek er febr
wernb verändert, und bie gegenwär —34
en. auch den Wellen niche lange Widet and leiften zu
ER der Gtelle des heutigen A butie füge Me „Art
geber bes Strabo (Strabo ed. Oxfo t. p.
B. 11. 31. 1.) zu beweiſen, habe —8 —
qtvollen Ruinen und Felskammern nach Denews
ng (T. II. tab, 8. f. =.), werben für bie von Klein
JUL und bie ausgebaueneh Zelsbeden, in we
eeresizellen einfpülen, für Bäder gehalten. Biraed
> Die Reſte von Nicopolis auf “). In einiger Entfer⸗
von da, it dem Meere, ſieht man die dem nte *
lyturen und Architecturen, Reſte von —5*—
Tempel ſtehen, die Colonel Squite und. dur ts
=) an das Morgebitge Zephyriam erinnerten, 10 einfl
nis Hand , nech Strabo. —3 aber auch, daß
n zu den unter Saladin durch ben Gouver⸗
Agranie ing Dert geworfenen 400 Gänlen gehören,
bie Meeresbrandung dezähmen und die Mauneru von
Beanbrie "inf ſchuͤtzen mr auch ben feinoligen Suiffen
9) Clarke Frar, v. Tom. it. di 1,308. “+, Strabo avıl
Tzsıc ’ ä
an T T. a “P: 305: —* Fon Aelan {N hir. de
Me pin Jiis |
[1 J beweißſet
—AA daß eher Arne *
iht durch die Wellen verſchlungen —X Auf
iR es —X ſeht fanieeig ohne Vie gen
e J J
Eliten SE
merkſam auf folde Werpäl: fi
Fre und Phyſit der Erde in
BE ie mit bem felfigen Käftenufer
t eine.
ee
* m Beige ap ſtreicht, ni m!
—8 ——— Diefer Klig
N alten $ von Alerandria, auf be
Stadt ein, und läßt nur 4 tiefe Zwiſchen
te. Auf ber Dftfeite biefer ehemaligen
melde Alezander durch einen Damm
nente gu einer Halbinfel van e de: !
der Stadt, Am ganzen Morbufer bi L}
Weflwärts bis zum Beigen Rap (Bag el Bu)
ebenfalls gernagt, und die Ratatomben am 9
Jnſel find vom Deere blos gelegt **)..
In Fo a a ù*? bes 8
Sandwaffen [6 fehr au
anders, daß hier das eufaefghtiee
x
. Umterägppten, Alexaudria, Wiareotis. 869
‚uiben, ber bie Heutige moderne Türken ſtadt
et von der Jraberſtabt bes Mittelalters, welche
* GStabde ——— ehe wor. Viefer Bei:
en Alesanbria’s Baben eben wegen biefer
en Dee st Wechſel keinen vr Untergrund, auch ift
liche neue Hafen den Dfwinbden, der weRliche
‚den Nocbweflwinden ausgefegt. Da Alesaube s
Büften umgeben gleich einer Inſel liege, fo if diefe
erheit der’ Hafın allerdings masehrilig. Dach treibt
seömung von Weſten her die Schiffe dem Hafen zu,
* Ko tiſche Ocean gegen England, das Saufge
ndien, und die Stadt wird leicht immer d
a Worräthe Gaben koͤnnen, wenn ſchon bas ummits
e Einlaufen *) in die Häfen auch Beute noch eben fo
verlich iſt, wie nach Joſephus es ſchon ehemals ber
war. Auch von fern Ber kommenden Guiffen if bei
get borherrfpenben Nordwefl:Stürmen das Landen an
üfle gefahrvoll, weil ber ee weiße
) ie Führe und Leine Landmarke ein fornes Gignel
Is im Weſt etwa der Araberthurm, und gegen Alegs
) | Srappra von Dattelpalmen und bie Yompriusfäule
ofephus Verficderung warf einſt der Leuchtthurm
haros fein Licht 300 Stadien weit von ber Küſte
auf das Meer, und diente fo, an der gefahrnellen
‚SB gen welche Winde und Strömung von N. W. ber
N ffer herbeiführten, ſchon in großer Ferne zum weifer.
la ben genauen —— wel die
liſchen Naturforſcher Dr. Hemprich um hrens
H au der Küfte bei Ale andeia im 53 1891 ans
a, beftebe biefe aus Sandie in voll Muſchelfragmente,
* r feſtem Korn bei den Katakomben, von gröbern und
dern Korn am Feigenkap (Ras ei Zin). Bei. dies
tern MWorgebirge gleicht ber vom Meere ausgewors
Band, ganz den felfigen, erhärteten Maflen, bie 18
8 am Ufer emporragen und Trümmer alter Paläfte
fee Dügeltette an ber Küfte beſteht weiter im Br
einen Sandflein, ber n fleil zum Ma: -
e u W * rümmer bildet, und ſich etwa
ber den Meeresſpiegel erhebt. Dieſelbe
* * an gegen S. W., 9 bis 10 Stunden weit,
m Arabert hurm. Doc tritt bei ber Inſel Me
‚egh Narrative p, 5; Fl. „Josephus de Bello J adaico.
. X, p. 1204. 9 Hudson. **) Rad einer pand-
iftliden Mittheilung durch bie oerren Atademiter und
rofefforen Lichtenftein und Lin, S. 38,
"
sunwInwur® vr yıyımı eurem
zroving Mareoris- 16 nad der Sit Rack
eh duch bie Fran fiſche Epeoirion wieder
den iR. General Dekaing drang im
Yane sin, ‚Gral Sion: —8 1801 zu
Torre dei
gast, Laneret und —A
area entbedte, Lepdre‘) 8* —5c
über biefe bisher ganz dergeſſenen Gegenden
fon Gelehrten 5 em pri⸗ und Ehrer
ðvorih⸗ — als ausgezeichnete Raturforfcher
wu. Fine und Li 2
über bie Bestosie, jegetation und ı
2 heit dieſer Erdgı Art germadt, die
Bemerkungen bes leiber fo früh verfochene
Liman aus Berlin hier, gus handfcpriftiiggen
mitgeteilt werden Bonnten. Diele Gelchtt«
wit Unterflügung des König, ‚Praltarı
Der Academie der Wiſſenſchaften den Herr
yo Binutoli auf A; anaäolegifgen
egypten, und wollten ft 1800, von
maus bis Cyrene a ae warden
dem fie vom ıoten bis saften Dxtober wefhwärt
ber ** bis zum Brunnen 33. ea r-!
fen KR! legt —8 En va here 8* Ar! |
e oben €
yeige mar, um OR Rüdwege 38
sen, von wo fie nach Mariut
hi
Ve | 61)
BE Sape Demuliß Ime Mn lie ml un *
a, ei — ju erwarten al mie
TER 5
“reo
| und Stationen ‚, bie er — erh
| renzorovinz Mariuth ——
| * wüſte, nur von irrenden abetbieten 83
9a Zeiten im Jahre dahin wandern. Naqh
Be allea u zum Mareotifchen Nomos —2 —*
fihen dem Thal der Natronſeen (Nomos Sitriotis), dem
‚ dem Mareotisfee und den a Kanälen
st mit Bun
run Sopitalis Marsa dem Nomos und
Die Ufer waren burch die Dlivens
—*X berũhmt. — führte viel
nn neh Kom aus. Die GStadt m de Ki bass
**).909r Kambyſes Eroberun Se
29 mern nad Cheifki — ware vn
umtie omas fehr Karl von Chriſten bewohn
Baer Berti ungen ber Donatiflen und Arianer a Pi is
en von Maren, Libyen und Theben zurlidigogen.
Mie großen Veränderungen, welde bie Beit hier ders
wehrt Bat, Pe: en eo bis jegt nur 24 mögli eins
E Gtellen biefer Wüflenei zu —— vwelche überall
Artiamer gen Einden een mittlere Ein⸗
das Meerwaſſer mit dem Gere Mare stis
beftand Hier ſeit alter Zeit immer ein
af, ber aber feit 1802 außerordentlich
wurde, als die Engländer bei der‘ Welnge
wir, im April 1801, den bortigen Uferbamm
von Abukir, auf welchem ber Kanal von
"Sinläuft, durchſtachen, und fo bem Dem BMesıe
Be se bas Land Suͤden er Das Meer:
te gemalttam dus ben utisfee in bas
* En + Mareotisfee's bineln, und brauchte
een Monat, che es id ine © ——
Durqh biefe Wafleranfällung wurden viele 2 *
Ex * und an einhundert und funfjig €
e oder größere Ortſchaften und Bieieerien serkört, os
— —
dre Mem. p. Stıraba XVII. „ed.T
ee] Heroder IE ad. DB RILTLnET. *
Ber
|
mus mit ber Küftentetre, I
M.D. gegen SW. binsieht, am äußerfien
bis eine halbe Stunde von Abufir (T:
Thurm der Araber. Die Sandbügel die
rennen, tragen an ihrem Abhange bie und
wilden Dattelfträuder, bis zu 12
Durchmeffer; auf ihrer Höhe nd N
lichen Fuß gegen ben ausgetrodneren Mat
areotifchen Eimmpfes wuchern viele fuhhe
zumal Salicornien bie der Fläche einen ge
tice'n und Salfelen welche ihr einen grü
son geben; doch auch die nadteften Fels: un
find Hier noch mir Flechten Übersogen, zu
weißen Parmelia die den ganzen Boden
den Anblick einer mahren Schneefläche Hiek
Süpfelte zu, fo weit das Auge ven dem ni
ben am Mareotis reicht, erblidt es nur una
— Wüftenfläche, ohne bie geringſte Abw
aum und Strauch, bis auf fparfam jerſt
(Salsola tetra; oma) ”),
Der Ehurm ber Araber, Torre dei
Beduinen El-A’moud**), d. i. die Säulı
ols Landmarke für die Schiffer und Karavas
diefer Grenze Aeghptens gegen Libyen allgen
—— ———
inem tigen Vorüberreiten, für
a, jäle “pn für einen Küftenthurm,
mnhaue Mama has Üihufium Mn ma &
Unterägypten, Alerandria, Marestis. 875
gegen ſich Grundmauern alter Gebäude, an denen man
Deustlich gemauerte Stufen entdedt. Diefe Stelle heißt
—X bern Kum⸗Abuſſhe, Buſie, md es if uns
Bey "Faposiris bei Diedor, Strabo *) amd’ Drole .
FB «dB. i. Grab bes Dficis, wie wir ſchen eins im Delta
Bun gelernt; f. oben ©. 819), two noch im erſten Jahr⸗
ee nach Chriſto, wie Strabo meldet, ein Heiliger
Elfabrtsort an der äußerſten Libyfchen Grenze war,
au Philä an der Mubifden (f. oben 681). Benach⸗
@ Monumente mit Dorifhen Säulenreften find höchſt
zfcheinlih aus Juflinians Zeit, da wir aus Procos
8 Nachrichten erfahren, daß diefer chriſtliche Kaifer, ges
Den Alexandria rebellirt hatte, die Stadt Taph⸗Ofi⸗
möüdte mit einer Curia und Bädern, \
Mie Breite der Hügelreihe, weiche den Mareotisfee
Üefer Stelle vom Meere ſcheidet, beträgt nur 3000 bie
SD uf, und iſt voll Grotten, offne Gifternen und Kata:
Sen, welche zugleich die Steinbrüche ber Alten für Ales
D wia waren. ,
Wie Bildung ber weitern Landſchaft gegen Weſten
pr es fehr wahrfcheinlich, daß diefe ganje Gegend nach
: nos som Deeie — en dem 6 enbar —*
en eer hinlaufenden et, feine äußerften
Erin waren. Denn, wie das Bett des Mareotis, lies
e en W. no zwei ) Thäler, gang in derfels
a Sichtung mit derfelben Bildung; bas letztere
Elche derſelden fol, nach den Ausfagen der Bebuinen
E Vortfegung des Thales der Natronfeen ſeyn.
Nefe Thaler Erümmen fich gleichfärmig nach dem Meere gu.
jebem berfelden fanden bie Preußifchen Naturforfcher;
Fig Dindurchsiehen, große Lager freier, meif verwitterter
Rermufcheln, ganz biefelben Formen, welche am Rande
a liegen; do& Halten bie beiden weſtlichen
ergegenwärtig Beine Waſſer. Die etwas erhabnere, felfige
Renplatte ihnen zur Seite, enthält ganz benfelben Sands
wie an ber Mareotis, undindendortigenröthlichen, kalki⸗
GSeſchieben befinden fisd eine Menge Mufcheireſte vom.
iz eingewachſen, ganz den heutigen lebenden Helixarten
eich, welche die Sträucher ber Wüſte zernagen. |
Un dem Südufer des Mareotisfees, in gleicher Breite
se Buſir (unter 31 Er. N. Br.), nur weiter gegen dem
Men Sin, entdrckten bie Stangöflfegen Reiſenden, an ges
wuerten Brunnen die Ruinen von 4 alten Gtädten 7),
) Strabo XVII. p. 536. ed. Tzsch. **) Procopius de Ae-
difhciis . Justiniant, Venss. 29. lib. VI. c. 1. p. 490.
*5*) Ehrenberg und Hemprich Dfcpt, vergl, Lepere Mem.
p: 14, +) Lepere Mom, p. 15, |
Ki
Woffer elafl füllte, die A jept erwa 6 DR
ber trocknen falzigen Fläche des Seebodens er
erkennt man die Mefle von Straßen und Poı
ie’ ind mit Pracht aus Quadern erbaut, a
und Granit ,: und find der alten Kapitale |
würdig. Im der Mitte des Gechaffins, 3600
im ©... vin Waren, liegt. no ein fehr
Monument, das 150 bis 180 Buß lang umd 60
if, und nichts anders gu ſeyn fepeint, als di
Kr Ducis von Rası, gem Biden Fr \
boden zur Aufbewahren, iffe a
Bon diefen Trümmern auf Der Ghhfrite Te
dem, auf einem kleinen gepflaſterten Dammn
"Araber hier wie häufig,aud an andern Laguı
legt n, buch die feichte Marentis Hindu
En Weg nordwärts gegen ie
shdlehren; auch ragen ſeit dee Unterwaflerfegu
1801 fehr viele Infeln aus ber Mareotis bern
Schuttterrafſen der Überfhwemmten Städte
And. Es iſt alfo vorauszufehen, daß auch biefı
wieder zum verpe| umpfe werben -wisb
Berkelung des sen Sanafpkeme He? Pant
es al janalfpflem:
Garten ber Mareoti
paral
wich. reiche Webuinenhorden haufen
biefen —ã bene ra Landes ——
Sranzofen von weitern Entbeckungen im Libye
Nilſtrom, Ruͤckblick. 874
Euterung 5. Rüdblid auf den Nilſtrom und
nenEinflußaufdieefgichte des Menſchen.
Seit dem boden Alterthume hat das Nilthal, durch bie
akteriſtiſche Eigenthümlichkeit feiner Bewohner, durch
ſonderbare Abgeſchiedenheit von allen Übrigen Völkern
Dem größten Verkehr mit ihnen, und durch einen hoben,
F aufgeſprochenen Grad ihrer volksthuͤmlichen und mif:
baftliden Kultur, die Aufmerkfamkeit aller Beobachter
fi gezogen. Ja das fo Höchfk eigenthümlich entwits: °
? der menfchlicden Natur und ber Öffentlichen und häus⸗
m Zhätigkeis unter ihnen, bat eben weil das Veik da:
4 für Andersgebilbete unverftändlih und hieroglypdiſch
b, auch fein Land lange Jahrhunderte hinburch gu dem
be der Wunder gemacht.
Gehen wir auf den Beitrag, welchen die pänfifche
Uung des Nillandes zu tiefer &arakterififchen Entwid:
> geben konnte: fo zeigt fib auch ſchon im Großen eine
ſo lokalifirte Eigenshümlichkeit dieſes Waſſerſyſtems,
De ganz dem daraus hervorgegangenen Geſchichtlichen
autfprecden ſcheint. So einzig kaſtenartig geſtaltet wie
w, eben fo eigenthumlich iſt auch die Weliſtellung wie
Meftaltung des Nilſyſtems, das fidy auf der ganzen Erde
@ wiederholt. Wenn auch wirklich nad der Unterfu:
ag mancher der ausgezeichnetfien Geſchichtsforſcher, die
ug Keime der Aegyptiſchen Kultur nicht einheimifch ſeyn,
ren aus dem Driente übertragene feyn follten, fo bleibe
Entwidlung derfelben doc wenigſtens für das Nilthal
3 eigenthümlich, und auf biefe baden wir jegt einen Biick
werfen.
Der Nil iſt der einzige Strom ber Tropenzone vom
em Mange, welcher mit den größten und regelmäßigfien
hwellen, alfo mit ber überwiegendfien Bedingung zur
sbarkeit, ringsum gu beiden Seiten von feinem obern
fe an bis zur Mündung, mit der Kultur unfähigen
iflen umgeben if. Nur mit dem Indus bat er hierin
e entfernte Achnlichkeit. Er iſt zweisens der u}
penfrom, welcher in ein Mittelmeer fich ergießt, d. 9.
Ger ein nicht-oceaniſcher if. Ganges, Iubus, alle
nefifden, Amerikaniſchen Hauptwaſſerſyſteme, find ocea⸗
e Ströme, ihre Anwohner find auf oceaniſche Welt⸗
ältniffe angewiefen, durch den Dcean zu einer ganz an:
n Zhätigkeit berufen, Hinausgelodt ins unbeflimmate,
te, unendliche bes oceanifhen Himmels, ber oceaniſchen
segten Flächen, bie eigli aus der Kerne in Luft und
affern, als Ebben und Fluthen auf hunderte von Meilen
das feſte Land eindringen, und die Herrſchaft bes Dceans
F in die Eontinente hinein erweitern (f, bie Waſſerſyſteme
876 Afrika, Waſſerſyſteme. ui. Abſchu. 6. ag.
2. B. des Ganges, Hoangho, Miſſtiſtppi uw. a.). Debe
konnte dem Aegypter das Meer als unrein verboten fen,
ohne feine Zhätigkeit zu hemmen.
An den Mündungen des Nils iſt Feine Ebbe und Flut,
die den Dlick des Aegypters vorwärts *8 und ſeinmn
Ideenkreis dahinwärts erweiterte, aber eine Nilſchwele, hie
aus dem Binnenlande ſtrömt und den Blick rückwärts gie
ein.ig dahin, von woher alles Gegen des Landes ihm
kommen ſcheint. &o iſt die ganıe Thätigkeit der Rilan
ner fefigebannt an bie beengte Form; kein Naturtrieb rege
fie an zur Ueberfdreitung der Grenzen bes gegebenen Ede»
plages ihrer Thätigkeit. Die Flufſchiffahrt leitete fin
nicht zur Meerfahrt, nicht zur Weltſchiffahrt Hin, fondem
wurde nur ein Mittel engerer Verknüpfung der Banıfırk
ten, ba die Hauptfiröme ber Erbe fonft Überall gerade Is
Entgegengefegte bewirken, beide Stromhalben von einonıer
mehr fdeiden als es Meerengen thun, und das Binnenln
zum Weltverkehr treiben. Ä Ä
Gerade der Impuls ber Naturgewalt, ber ben Weib
Rrömen einen vermittelnden Charatter des befcpräntmies
Koniinentalen mit bem erweiternden Deeanifchen giehh
mußte alfo hier wegfallen. Aber eben barum entwideis
fi bei ihrer Innern Kraft auf dem durch die Natur ale
befehränktern Raume und in dem befcpränfteren Felde ba
eentbätigkeit, ein deſto geößerer Reichthum bes irdifh
ewaltigfien und WBollendeten.
Nur die Wolga: und die Donauftröme faffen fich, g⸗
zer Stellung nach, mit dem Nil vergleichen, aber am i
Ufern, tie im untern Laufe nicht fo charakterifirt find, und
die kein sropifches Anfchwellen auszeichnet, bat Ah ah
noch eine roltethämliche, hoͤhere Kultur entwickelt
. - &o weit unfere Geſchichte guridreicht, kennen wie
Beute noch ein, einem Hauptſtrom anwohnendes Kulm
Volt, in deffen Geſchichtlichem die lokalificende Grönater h
ſchacf ausgewirkt erfgiene, in welchem die Ratur Ir
terlandes fo Überwiegend bebingenb in der Entwidiung Mi
Aeußern und Innern bervorträte, in welcher bie
Kpätigkeit der Individuen mehr gurüdgebrängt wire is #
Iem, was im Monument aus jener Zeit darüber zu uiß
prechen vermag. Wie das Acguptifche Bätterbi zur I
egyptiſchen Porphyr ein wahrhaft vollendet
ſches ift, 8 erſcheint auch das Aeghptiſche Voll zur
aus ſeiner Nilthalnatur hervorgegangenes, an das
land gr ebundenes Urvolk der Erde zu feyn.
8 ift daher auch wohl in ber ganzen *
nur ein einzigesmal bie Eigenthümlichkeit ber Au
Entwicklungsgeſchichte Servorgetreten und biefe kinm MW
wit der Bildung im Waflerfofieme des Milfireme MP I, ©:
Milſtrom, Rüdblid, - - | 87
2, ” jebem andern auf ber weiten Erbe mußte fie
ere ſeyn.
der eigenthümlichen Alpennatur -am obern Laufe
ie wenig; auf dem Zweiſtromlande (Meros und
) des Mittellaufes, finden wir die erflen Spuren
Rullur wie überall bei ähnlichen Bildungen paral:
illingsſtröme. Die Stellung beflelben zum Guban
oben mit der des Pandſchab zum Iran und
deutet worden. Giniges mehr läßt fi in Bejie⸗
f den untern Lauf in Erinnerung dringen.
' geigen Fi im mitsleen, mehr noch im unterm
und in Oberägypten von der Grenze der Sgiffbar⸗
des Nils, den Srenzinfeln Philä und Elephantime
derah und weiter Binab, eine faſt ununterbrodene
a Denkmalen ber Architektur des Volles, welche
bt ihrer Menge, ihrer iefengröße, der Vollendung
ht ihrer Ausführung und ber ben Jahrtauſenden
ı Selfenfefligkeit, den erſten Rang unter allen bes
auf der Erde einnehmen. |
: liegen bie Kempelgeuppen von Soleb, Ebfambal,
Derr, Sebua, Dakke und andre, ferner die von
Hepbantine, Ombos, Gilflis, Elithyia; bier der
au von Edfu (Apollinopolis), auf defien Trümmer⸗
neue Arabiſche Dorf fich angeflebelt hat. Gos
m fie über Esne, Hermontis bis zu ben Ruinen
ı Königsftadt Theben zu beiden Geiten bes Mils.
n Trümmern, die fi von der eitten Bergkette aus
ieben, fleben heutzutage in weiter Gerne von
He Arabiſche Dörfer, von Bergkette zu Bergkette,
m noch unterirdifhe Bräfte und Katatomıben bei
m Stadt diefe Dentmale in bie Ziefe der benach⸗
zerge fortfegen. ol
e Reihe in ernfler Einfalt und erflaunenswärbiger
ufgeführtee Prachtgebäude, bie um und um mit
den geziert, wie gewaltige heilige Sehen aus ben
Sandflreden in ben blauen, nie getrüdten Himmel
en, endet gegen Norden bei Denderah ober Tenty⸗
dem Sfistempel, an beflen Dedenplotte ber bes
Eplertreis eingehauen if. Dann folgen fa nur
sümmerte — gewaltiger Tempelſtäbte de⸗
werke mit Sande der Libyſchen Wüſte zugedeckt
find dieß Monumente «iner fo eigenthümlich bes
nd entwidelten Kulturwelt, eines uns fa unbes
Momentes in der Menfchengefchichte, in welcher
yem Materiellen bedingte Darftellung ber Produk:
nes ganzen Volkes fo qharakteriſtiſch hervortritt,
ı der folgenden, auch nom fo univerfell entwickelte⸗
“
875 Afrika, Waſſerſyſteme. TIL. Abſchn. $. 09.
von fie weber hat im ihrem Weſen gang begreifen, mod |
weniger in feinen gefoffenen und faffenden Kunfitreis |
- wieder mitaufnehmen und regeneriren Bönnen.
Aber Drt und Etelle ſprechen es aus *), daß fie einf
Mittelpunkt eines mädtigen, reichen, bodhgehildeten Stat
16 und Volles waren, teffen Eoloffale Ginheit vom ie
Grdoberfläche verſchwunden if, feitdem WBölferwerkehr di
Kräfte vertheilte und die Nationen nicht mehr aus figtlit
großen Bliedern, fondern aus adgelöfeten felbfkftänbig ns
widelten Individuen beſtehen.
Tiefer Hromadwärts verſchwindet diefe Art ber Monk
mente als Refultat lokalifieter Entwicklung mehr md meh
doch nie gang, doch folge num inshefondere bas Land IH
Kanäle Sf deren fyftematiſcher Bau auch jegt noch in ik
sen Ruinen gleiche Bewunderung erregt, und auf ihre dit
ige hohe Wichtigkeit ſchließen Täßt. Zn Ausgange Unten
igyptens ziehen fe hin _bis zu den Meerestüften (f. obm).
In der Nähe der Stromſcheidung, bei dem alten Mat
Bis, erheben ſich wieder andere Denkmale, die ber Zodtim
D ſtehen zwifchen Ghiie und Kairo auf einer Gtrdk
von 8 Meilen, die 400 und mehr Fuß hohen Ppramibit,
Bald einzeln, bald gruppenmweife den Mil entlang. Da fir
ben Me auf dem Tobtenfelbe, dem Felſenboden voll Grit,
der weit dineinreicht in die Lidyſche Wüfte, und fehom find
fie zum Theil mit ihrem Flugfande Überfchlittet, trog Ü
toloffalen Gphinze aus Felfen gebildet, die bier am Et
ang dee Wüſte den geheimnißvollen Boden bemadet
us die Pyramiden wie fie jedt flehen find ſeidſt der Buhl
nad nur noch Mefte einer einft weit geößern Menge meld
de Barbarei des Mittelalters gerflörte.
Noc tiefer Hinab in dem Delta, das fein elanes DU
feyn einer jüngern Zeit verdankt, find auch aur Werte Mi
tenfhen aus jüngern Zei: en vorhanden, oder *
Wandelbarkeit diefes Dodens auch ſchon wieder 5
Denn wie bie künftlihe Anlage und Pflege bes
daues Hier mächtige Staaten hervorrief, fo wurde aud
Boden der Hauptflädte dei feiner Wernachläffigung
in Moräfte verwandelt, zJ. B. die Gegend um
felbft die zu Herodots Zeiten in der Blüche ftand als
ben fon gefunten war, fpätechim aber zur Wüfte murk
bie Araberflädte Foſt a t und Kairo aufdlüchen. Seldt
nacläffigun en ajrehieren in Unesrägppten vielleigt
Staͤdte als die Berheetungen feindlich eindrechendet
So wie ber Rilfrom vom ©. nach N. flieht, fo
in gleicher Folge au der Anbau des Landes und bie [3
) OSeeren Ideen 3. Auflage ZH. II, S. 507. **) Bromat ih}
P 122 u, 168, '
Rilſtrom, Rackblick. . 879
es feiner Bewohner, immer weiter fr Nor⸗
vum D .
' Die 4— — Peiefßeekolonje Weroe Gerabwärts
Ote Elrphantine feyn, ber erſte große und mte
* war die Thebais und MAN in in Dbesigppten. >
. ext unter des glänzenden Periode ber‘ * en
7* das Delta noch Marſchland war, von dfkeps
begrenzt, jent mit Aderland und Dattelhainen Aberzo⸗
fi wird —— an der Stromſcheidung die Bitte des
us en Staats, wo auch ber Bunte: des Fl ,
ammerich wird es erſt Gais, woburch
* e Kultur durch den vollſtandis ſten Kanalban her⸗
25 ward.
Fir nun der Königefig, und bie anite des Staats
weiter nordwärts, an bie Brenje bes Eonden, an die
dung bes Srummf ems wandert, zum fichern Dofen
1 —— ee die enthũmlichkeit ee
die Ptolem IE dee Handel Alerandrias wit In
Balı tſchiffahrt, ibee Kunft und —
egyptiſchen me F fe gehbeen von nun an
Pad fine 2 eltv
Nur das eingeſchloſſene —8 ach ein Sit feſter
maten, zu beiden Seiten blieb das ganb, das nicht von
nw Gteome befeushtet ward, ewig wäfle, und bis Beute
b nomadiflsenden Hirtenvdikern bucchfhwärmt Nur im
Ken Nilthal entwidelte ng die 8 gefelliger Kultus,
ber Barbarei Ber le
Seine Fruchtbarkeit füllte bas Thal mit Wilken und
ernaͤhrte eine ——— Menge von
and gab ihnen Ueberfiuß auch Für die Nachbarn.
BE n im gentigen, herabgeſunkenen Zuſtande,
entl ER ſehr ſtark beudltert und- wit et⸗
u befeßt. Von Kairo * s Aſſiont, innerhalb 8 Tagen
efabet, t, 459 &hlt man am Dftufer 160, am Weſtufer a2B
tädte, ohne die, welche man nie erbliden
ne) Bl fie zu beiden Selten dem Auge verftedt lie:
Im Nilihale iſt der Ertrag bes eldes immer
die der Abfag an Einheimifche umd rende einen
t, wie in Seinem andern Lande. Alle fer
Fa: — dem Bewohner des Nilthals Herb
Re nahe die Städte am Nilſtrome wurden Ir
des 85
Kun nie,
—— weier Erdtheile und der ver⸗
——
egugter derließ feinem heiligen
> Diodor I, 57, u, Browne TrCp. 17 9% Brewne Tr.
pP 14.
Im Nomen Randen Sonne, Mond, »
cher Verehrung. Ja, mer im Ril ertrinke
dem einer —* Eu kit Babe
er wu gepriefen *). So lange dasi
Anfphlungen des Nil gebildet, no f
gr ben Andrang der MReereswellen, fo
fegpptifchen Randengtter mie’ dem
em Meeresftuum) ©), —8 aber werde
die Erfinder der Künfte und Wiffenfchaften
bleiben im Kampfe mit bem Libpfepen Kyp|
ſturm bie fie ihm unterliegen.
Aus ber zegelmäßigen Wiederkehr des 9
widelte die Beobagtun und das Bedürfnij
Jahreszeit, von ber Jahreseintheilung, wem
Lad yrinth hatte NR bie Einrichtung des 4
der Aftrognofie und Afttonomie *"*). Die jä
dedung bes Grundeigenthums, worauf ber
des Shuemen berupete, Ichrte Hier Beomet:
verwandten Wiflenfchaften erfinden, dal
der ift, wenn mit dem ſchwierigſten Theile,
kunſt; fih überhaupt die Baukunſt ik
tommenpeit entwidelte, da zugleich ein &
seiaikfen Leben besfetben den großen. Char
dohe Wich tigkeit gab.
Die ũei mwernmungszeit ſelbſt ſtarte
Ruhe des Landes, erneuete den Boden; u
gen Ruhe geweiht war, mußte außerhalb D
NMilſtrom, Ruͤckblikce. 882
bie Tobten in ihren Wohnungen ihr Leben nur im’
Frieden Fe mödten. — _ " '
egen kehrte ein Leben im zweifacher Geſtalt mie
hre in dem Nilshale ein, dasjenige, welches auf
new Lande ber Arbeit und dem » mme
das_auf dem Wafler, in welches die Zeit ber Hoff: .
) der allgemeinen Bewegung l.
trockne Zeit feſſelte jeden Aeghpter am fein Geund⸗
Yie Leichtigkeit der Waſſerder inbung made, daß
edem noch heutzutage bedeutende Landſtraßen das
entlang laufen. ine einzige Spur tunftvelles
en aus bem Alterthum, Hat fi an ber Grenze
8 neben dem Katarakten von Philä gefunden, wahr⸗
weil dieſe von keinem belafleten iffe befahren
) Derodots Zeugnif *) fand en Bier eine f
ir Flußſchiffahrt als binnenlänbifche Per
itt, daß nus bie Aflatiſchen, China und Indiens
etwas dem Aehnliches ——* haben. Die
e bildeten ihre eigene Kaſte, zahlloſe Barken und
bedeckten die Waſſer des Ril, auf denen man now
is zum Meere 19 Tage lang zu fehiffen Hat.
diefen Waflerwegen nur konnten bie flets großen
, Kolofie, Obelisken unmittelbar aus ben —*28
an alle Orte ihrer Beſtimmung gebracht werden.
empel *’) aus einem Felſen in Oberägypten ges
er Dinerventempel, ein ſolches ölxnya novsclsden,
kllen lang, ı4 hoch, 8 breie), konnten fo von @les
bis Gais gelangen, wenn gleich 2000 Schiffes
abre Zeit dazu erfordert wurden. So ſchwammen
Tempel den Strom abwärts, wie fie: in ben beilis
effienen der Tempelhieroglyphen fo oft als bebems
le, architektonifche Ornamente vorkommen.
Zeit der Ueberſchwemmung, während ber. einen
es Jahres, war Argypten ein meites, im Meere
mbdes Land, wie Venedig eine folge Stadt if.
ufte da bie Eigenthümlichkeit, und ſchärfer no
llem ausfprechen. Dann ragten bie te aus
Infeln im Aegäiſchen Meere über der Nilläche be .
Wenn dann die Zeit bee feßlichen Wallfahrten
fo gran die Züge der Schiffe mit Geſang und
x Mufitbegleitung dur das ganze Land, von
s Gtabt, in folcher Menge, dab ſich auf ihnen bis
Dunberstaufend Argyptifhe Männer und Keauen
nfanden.
od. II. 0.96 8. 97. "*) Herod. II. c. 175, *#*) He-
1], 0, 97. c. 60. get
täder Über die @elder verbreitet. Doq wii
Kairo auch jept noch, wenn der Rildamım |
eine andre Geſtalt an, und die ernflen Anl
überlaffen fig, wenn au nur einige
dem Zaumel ber ausgelaflenften
genwärtigen Weherrfcher Argyptens ein |
mehr dem trodnen Boden ‚ören, und
feuchten Elemente verwandt zeigen, fe
om ou Über fie, auf feinem (Bebiete, |
walt_ aus. Zur Zeit der Nilſchwelle if
Rärtfien belebt. Dann wehen in ber fe
die Lühlenden Nordwinde, mit zeigen a
mit Sicherheit und Gchnelligkeit ma
Dann fammelt ſich die Handeinde Welt von
Aegypten um die dortige Hauptſtadt Affios
mit den Karavanen nach dem Sudan gu zi
oder Oſten. Ueberall ven ſich dann ein
Jeh roreit minder einheimifches Leben. T
die Barken mit Seubineilen befpattet, wı
@efange ihrer feiernden Sgpiffer, währen!
Seegel ſchwellt firomaufwärts; ber nügt
der zweimal Biete Meife machte, geſteht, daß
das treffendfle Wild bes lächelnden Bläde im
genblide des Lebens fey. Der Mittelpmte
hptens iſt Kairo, mit deſſen berühmte
4 Pyramiden °*), wie mit feinen vielfach a
Pätenffen ie Im Sem ngterm Saßrepenben fi
B u,
——. 4 =
km
gm
[7
Dritte Abehellung
bie getrennten Gebirgsglieder in Afrika,
1
Atlas. Gebirgsland.
$. 30.
ARE im ber nörbliden Hälfte bes Erdtheils, von welchem
B die Rede iſt, koͤnnen wir ein getrenntes Glied auffus
m. weil das gefchlofiene Bebirgsgange, in dem Sinne,
: wir e6 oben kennen gelernt — die gene fübligge
IFte ſelbſt ausmacht. Und au in ber nördlichen zeige
F ur ein einziges von fo bebeutendem Umfange, daß es
R als eine darakterifi he Dauptform des Erdindividus
MB betrachtet werden müßte. Diefes Glied ift das —8
wb von Mauritanien oder der größte Theil der ſo⸗
munten Bärbärei, oder Berberei, welchen man ges
lih das Atlasgebirge gu nennen pflegt, obgleich
eine bloße Gebirgskette darunter verflanden wird, da
och vielmehr ein ganzes mit Bebirgen erfülltes Land iſt.
wre gleichbebeutende Benennungen, bie alle mehr hiſto⸗
und lofalen Urfprungs find, werden weiter unten
jeführt werben. Ein zweites, kleineres getrennten Bes
lied, jeneng analog nur im kleinern Maaßſtab und
im Oſten liegend, ift das Plateau von Bart,
wie feit kurzem erſt Eennen gelernt haben, das zwar
eorbnetee Arc aber doch merkwürdig genug iſt um
er unten noch befonders beachtet gu werden. Die flas
Syrten „find die Grenzſcheiden zwiſchen beiben ganz
Das Plateau der Barbarei, oder das
Erfim Kapitel. |
Umfang und Bergzüge bes Atlas,
Den nordweſtlichen Vorſprung des Machen Nordafrika
es im N. des Zoſten Grades Mornbreite ‚fi zwifchen
8
wäber über die gelder verbreitet. Mes nie
Kairo auch jept noch, wenn der Nildanıma |
eine andre Geſtalt an, und die ernflen Anı
überlaffen fig, wenn auch nur e
Srnwsetigen —
jenwärtigen Deherrſcher Aegyp
Site vn trodnen Boden angehören, umb
feuchten Elemente verwandt 5: , fe
m auch Über fie, auf feinem Gebiete, |
Walt aus. Bur Beit ber Rilfgwelle- if
irkſten belebt. Dann wehen in der he
ie kühlenden Nordwinde, mit welden a
mit Sicherheit und Gchnelligkeit ma
Dann fammelt w die Handelnde Weit von
Aesypten um bie bortige Hauptſtadt Affleı
mit den Karavanın 24 dem Suban gu
ober Dſten. Ueberall vege ſich dann
Saprsgeit minder einheimifes Leben. Z
die Barken mit Laubzweigen befcattet, zu
@efange ihrer feiernden iffer,
Berael — —ã— 8 a
jweima! fe Reife machte, gel
das Ketendfe di bes I: indem —X
genblide des Lebens ſey. Der Mittelpumte
N —
en Poram I» wie mit feinen vielfach ı
Hältniffen wir in ben legten Jahrzehenden faı
Dritte Abtheilung.
Bie getrennten Gebirgsglieder in Afrika, .
Das Plateau der Barbarel, oder das |
0 Atlas» Sebirgsland.
$. 30.
Per in ber nörbliden Hälfte des Erdtheils, von welchem
w die Rede ift, koͤnnen wir ein getrenntes Glied auffus
R, weil das gefchlofiene GBebirgsgange, in dem Sinne,
°.wir es oben kennen gelernt haben, bie ganıe füdligge
Üfte ſelbſt ausmacht. Und au in ber nördlichen zeige
Fnur ein einziges von .fo bedeutendem Umfange, daß es
R ‚ale eine charakteriftifhe Hauptform des Erbindividus
& betrachtet werden müßte. Diefes Glied iſt das Hochs
ab yon Mauritanien oder ber größte Theil der fos
mnnten Bärbärei, ober Berberei, welchen man ges
lich das Atlasgebirge zu nennen pflegt, obgleich
eine bloße Gebirgskette darunter verfianden wird, da
Soc vielmehr ein ganzes mit Gebirgen erfülltes Land iſt.
dere gleichbedeutende Benennungen, die alle mehr hiſto⸗
ben und lokalen Urfpeungs find, werden weiter unten
leführt werden. Ein zweites, kleineres getsenntes Bes
glied, jeneng analog nur im kleinern Maaßſtab und
im Oſten liegend, iſt bas Plateau von Barka,
Mes wir feit kurzem erſt kennen gelernt haben, das zwar
esrdneser Art aber do merkwürdig genug iſt um
Ber unten noch befonbers beachtet gu werden. Die flas
Syrten ab bie Grenzſcheiden zwiſchen beiden ganz
en Maflen.
Erſtas Kapitel,
Umfang und Bergzüge bes Atlas,
Den nordweſtlichen Vorſprunq des flachen Nordafrika
Hiper im N. des Zoſten Grades Morabeeite , fich zwiſchen
a
"ind biefer großartigen Aufiht wollen
wahrhaft aus der Natur des Landes
bleiben; denn hier erhebt fich nicht eine eimj
Atlas genannt, fondern in der That eim gı
Ungs dem wittelländifgen Weere bis zum |
Es beginne mit den tiefen Einbuchten b«
kreinen Öyreen von deren fehr Madden €
es fih ſehr almäßlig, weilwärte bie Um
lägen, aber immer höher und höher; als
niedrige Bergketten fällt es nordwaͤrts gegı
meer ab, füdmärts aber gegen bie Überall ı
0. Gegen W. in bas Marokkaniſche Lan
ih, und felbft in ben atlantifhen Ocean f
#0 in Dergfläden, Felsküſten und unzäpli
Ynab die das —8 — Küſtenmeer von
ſtraße von Bibraltar fülen z). Rur i
bes Landes allein, jwiſchen den Gtäbten |
zotto, erhebt es fi zu den hoöchſten Kege
di range diefe hochſte Erhebung d
entfpi ieſe fe ung
Gebirgeinfel gang dem gegenfiber Hegenden
En — " Andafaften und Granada,
Plateau von Spanien fein Bauptae m
egen W. zum atlantifchen Deean hat, bas |
Abfällen zum Mittelmeere; dagegen bei
der Berbern_bie weiten it en des Ha—
gen DR zum Mittelmeere gerichtet ſcheinen
Atlas, Paten. 885
Es tritt daher biefes ganze Plateau ber Werberei eis
'. ganı heraus aus dem Gharaßter ber Nordafrikani⸗
ı Raturbilbungen, ober vielmehr es iſt Beine ähnlich
kblihen Afrika zu finden. Denken wir uns den C
es Mittelländifhden Meeres sroden gelegt; fo ſchließt
Nefee Bergland in der That gang natürlich durd feine
E Bilbungsart an Europa am *). Daher es denn auch
den Arabern % als der von weißen Menfchen bes
se und ebelfte heil von Afrika befonders gerühmt und
fen wird. Mir könftten es, wie bas Europa mehr ges
te Plateau von Kleinafien, fo biefes mit gleis
Hechte das Plateau von Kleinafrila nennen.
Erläuterung u Grenggebirgstetten.
Der größte Theil des Oſtabfalls diefes Berglandes *”*)
BG von ben ſeichten Gurten nordwärts, bis Tunis
das Cap Bon, in fandigen, reich mie Dlivenwäls
bededten Ebenen, von W. nah D. in das Mittelläns
"Meer Binab, und die Hauptſenkun deigt Bier das
$ des Ziegfluffes an, unb ber See Lowdejah
ah, Tritonis), welche vor älterer Zeit waßrfcheins
w Zufammenhange mit dem Meere geſtander haben,
ı auch der Golf von Kabes (die kleine Syrte) ches
tiefer landeinwärts reichte +). |
In der Norboflede biefee Küfle, dem Cap Bon (Mas
), dem Promontorium Merourii bee Alten, weldes
s benachbarte Karthago erinnert, reicht der Bi -
iterm Dimmel bis hinüber zu ben Gebirgen des bes
sten Giciliens (15 gedgr. Meilen oder so Leguas
nt o
die Wooſtgtenjen dieſes Dealanden (Meinen nach une
etzigen Kenntniffen die Bergsüge von Ghuriand,
er fchwarge Harudſch (richtiger Haruſch nach Jak⸗
»aroudje nach Zanyles, Mons ater der Alten) im
2 von Tripoli und im Weften der großen Syrte (is
der Golf von Kibbir, auch Kibli) bilden zu müſſen.
zarawanen Überfeben diefe, wenn fie den Bergweg von
an nach Tripoli, nicht den Küſtenweg Über Mefus
aehmen It). Diefe Berge von Ghuriano (Guaria⸗
ennell Observat, im Appendiz p. LXXXII. **) eo
ric. b. Lotsbach p. 2. u. 0. D. ***) Th. Shaw ırav,
d Observat. relating to several parts of Barbary.
ınd. 2 Ed. 1757. 4. p. 89. +) Shaw_a. a. D, und Ron-
I Herod. Geogr. b. Bredow, p. 679. 7t) Shaw Tr.
p- 89. ttt) Lucas in ben Proceedings of ıhe Ass,
of Africa T, J. p. 59. u. ſ. w.
Dem geurigen gejjan (mo ver DW
©. und ©. @. nad Bavames (Cidamie, €
sen) führen, und giiafam den Ereuerpah
meere der Sahara und des afrikaniſchen
nannt werden,
Eeläuter. u. Bauptgebirgszäge bi
Wir tennen gur Zeit nyr noch die &
nur erſt noch einzelne Züge biefes ganzen
haben uns neuere Quellen barüber nicht bei
terfcheiden aber einfweilen Hier den groß
nen, den hohen Atlas, bas Mittelli
Seen gegen bie Sahara, bas Zeil
gerid.
ı. Großer Atlas. Grenzberge
Barca. Bon dem Xrauerpaß.Harudfch we
mannigfaltige Wergsüge, unter verſchieden
uns feinen Aufſchiuß Über ihre Beſchaffe
nach W. hin, bis zur Küfte des Atlantife
den Landesbewohnern werben fle die groß
duacal ***) genannt, und feit Ptolemäu
allgemeinen Namen des Großen Atlas (
erhalten. Bon diefem Bergiüge gile es, d
hang den weiten Ebenen des battelreichen
dem Beledulgerid zufällt; aber Bier if
an eine infammenbängende Bergtette 1u,d
Atlas, Plateau | 887
ei *) als unfre älteſte Quelle fagt: ber Atlas
Lanita) nimmt feinen Anfang im äußerften We⸗
ı Dcean bei Sus (Sus alaksa, nomen ab extremo
te totius Africae situ), und gebt fi von ba ges
jen Oſten, bis er fi an die Berge von Nofufa
d von Kaffe Gabb, am Golf von Kabes) anfcpließt,
m Namen Nofufa annimmt, und ſich in die Berg
ın Tripolis (Mokra bei Edrifl, jegt Phuriano)
Bon hier fält er in die Ebenen gegen Dften a
t fein Ende erreicht (dehino in planitiem vergit et
omnino),
ı Sus, der Marollanifhen Provinz Suſe, bilder
ve Bergland des Atlas den weßlichſten Vorſprung
n fleilen, faſt unzugänglichen Höhenzuge, welcher
fentregt und furdtbar im Gap de Ber (Mons
n Polybius Käßenfahre*"), Afernie der Araber, un:
Brad 38 Min. Norbbreite) in den Atlantifden Ocean
irzt °°*), und den Zugan de den füdligen Provins
arokkaniſchen Reiches — uſe, Tarudant u w.)
werlih made, daß deflen Bewohner, die Wedis
adurch zu ziemlicher Unabhängigkeit gelangen. Auf
en Bergebenen (plains) diefes äußerfien Weſtzuges
eglandes, Haufen bie Priegerifhen Berbernkämme
helluh genannt) Ebautenam ****).
der Südfeite diefes fehr hoben Vorſprungs, wie ihn
anno +) auf feiner Küftenfahre bezeichnet, den er
6 Meer in gewaltigen Brandungen an ibm
nit Mühe in a Tagen umfdiffte, beginnt mit ber
on Sancta Eruz oder Agadir (Leo's Gargueſo
em vdielbefirittenen Gerne jene Urkunde, die Natur
ten und flachen fandigen Nordafrikas. Daher wird
zolf und Hafen von Agadir au mit Recht bei
abern Bab Sudan, bie Pforte zum Lande ber
gen im Süden genannt tt). — .
mer. Küftenlette gegen bie Sahara. Kon
ammenbange dieſes Bergzuges des großen Wtlas, quer
8 Gontinent, zwiſchen Guſe und Tripoli erfahren wie
eiter, und wir lönnen biefer Angabe bes Edriſt, bes Leo
armol-und aller Neuern nur nadfpreden. Nur möchten
6 Hochland nicht nody weiter fortfegen, und den Namen
8. gegen O., zu ben Grenzen Aegyptens ziehen, wie Abul⸗
risi Africa 8. IT, regio 8usalaksa p. 40. °*) Plin.
N, V. c. 1. u. Gossellin b. Bredow. p. 65. **"*) J. G.
kson Account p. 7. ****) Jackson Acc. p. 18,
Gusselin Recherches b. Bredow. p. 51. ++) Abulle-
Geogr, in Buͤſching Magazin IV. p. 176, .
|
nennt Hier find aber Feine Gebirgetekten, TARE1
denreichen Bergebenen mehr zu finden, welche dad
Berberei fo fehr charakteriſiren und zu einem Afrül
Lande bilden. Durch Della Gella's Käftenreife um
GSprten IR bie Unterbrechung zwifchen den Gehir
und Ofen serfeien dur den Augenflein bei
(1817) "tee. .
[ find die mubammebanifhen Xeaser f)
große Gebirge fogar bi6 Wefta, das Biel Ihrer
serfhaft, als aufammenbäng:nd fortzugiehen; aber
ne erfheint ihnen das Ganze nur ais Gegenfag
zo, nämlid als Küftenkette von Bergen, Sinnen
Höhen, Truͤmmern, gegen biefes unwirthbare
tanbe fie dinziehen, weil fie da vor Zeit zu 34
ümpfe, Quellen, ja Dafen und liebliche Statione
in dieſem Sinne ftimmen fle ganz mit der Angabe d
überein. Diefer fprict von einem Höhenzug, ben ı
Ufer, einen Rand über der Wüfte nennt, an bei
von Theben aus die Ammonier, bie Augiler, Gar
vanten bis zu den Atlanten wohnen.
»,, Aber eben fo wenig können wir mit. bem
pille +++), der jenen Itrthum fon früh rägte, b
dehnung bes Atlas durchaus mur auf einzel
beihränten, welde bie Provinzen Fez ımd Mare
mefla, Zofttet und Darad ſcheidet; denn bieß mwä
nen ben Sprachgebrauch der Arabifchen: Geographı
do@ faft einzig die Kenntniß biefer Länder derdaı
terfcheiben conftant einen Elefnen und einen großen
fie beide. nur fehr unvolllommeu bezeichnen.
Den frühern Angaben der Griechen und MR
aber weit weniger folgen, ba ihr Atlas zwar b
deils ganz fabelhaft erfcheint, ober bei Plinius nur
eine neue Groberung. gut ertlichuag ber römis
ft auch über feine Hochpäffe die römijhen Adler hin⸗
u baben, vorkoͤmmt, ohne daß wir über bas wie
verd belehrt würden. W
tdaher rathſamer, um einer Gprachverwirrung vor:
alten Gebrauch beizubehalten, und jenen Weſtzug
be des großen (d. h. langen) und kleinen, den
ı6 mit ber einheimifhen Namen Daran gu nennen.
:inee Atlas. Die Küſtenkette gegen
lländbifge Meer. Verſchieden von dem
en wir dieſe Küſtenkette niche durch bie Bons
raber kennen, welche hen. langen großen Atlas
feite ber zuerſt erblickten unb überfliegen, ſon⸗
bie Küſtenfahrer. Weit fpäter erfi als jener
rhielt fie als Begenfag, ben Ramen bes Elei:
) weiß, daß er vom Worgebirge Kotes (am
GStraße von Gibraltar, in ben Dcean, nach
dur Maruflen bis gu ben Syeten laufe,
wie Della Gella beobachtete, daß er wie kie .
ihm gleichſtreichenden Gebirge bewohnt ſey, im
arufiern, welter im Innern bes Landes
ten Libyſchen Voͤlkerſchaft, den Bätulern,
fich bie gu den Eyrten erſtrecke.
ern I in ir aber verfichen unter dem klei⸗
**) nur dasjenige minder hohe, aber fleile, zer⸗
ngebirge, welches von bee Straße von Gibral:
die ange Küfte der Berberei, durch bie Staa .
rokto, Algier und Tunis zieht. Es ſchließt
ın den hoben Atlas von Fez und Marokko an,
ber, nachdem es bie durch Zittern s Provinz, im
IIgier, mit dee Küſte ein gleichmäßiges, paralle:
ı batte, biegt es fi vom Surfuragebirge
.D. herum. Diefe Wendung gefhicht an den
n MWannougab und Zaite, welchen weiterhin
vieder mehr parallel mit der Seeküſte, die Berge
m, Muſtewah, Aureß und Tipaſa, im Staat
olgen, bis gegen den Golf von Kabes.
jerfte, weſtlichſte Gronzſtock des Eleinen Atlas,
fleingange dee Straße von Gibraltar die eine
des Herkules (Hoaxlea ornla) der fiebentöpfige
), unfer Gap von Ceuta, welche ben Alten
des Dcsans (ab his ora interni maris) . und
. XVII. u. Gossellin 6. Bredow p. 55. **%) Mar-
ika I. p. 13. *"**) Shaw travels and Obssrvat..
) Plin, H. N, V. 0,2, Herodot IL, o. 32.
[4
un wusugguysy yayuı ve ——
fein Daueifeher Jibbel arif iR wohl daffelde
Von hier an weiter im Oſten längs dem
Algier, vom Cap Melila bis gegen Tunis
der kleine Atlas im allgemeinen, in gm de
al auffleigenden ‚Hügelreihen, die Bawım
.fentrechte Höhe haben, großentheils mais
feuchebäumen bededt find, die nur hie und
jelstwände am Gehänge der Berge und burı
vorragenbe Klippen auf ihren. Gipfeln unt
den +). Er hat durchaus keine betentende @
Höhe, und fo weit der trefflihe Shaw fie
Iebte 12 Jahre lang im-Gebiet von Algier)
taum ie der Höhe feiner vaterländifden Berg
uf der vordberftien Hügeltette, bie ſich b
jepet, im W. am Maluviafluffe if Klem: fa
fan (Tremecen faͤlſchlich) erbaut, und geradı
jebirge_ fi Iandeinwärts an die fleilfen At
hohen Atlas Ichnen. An ihrem Abhange if
und auf ihr find um biefe Küftenfkadt bie fe
jungen aller Acten von Fruchtbäumen, von
ih vw. a.m., Aderbau, zumal Gerftenfelder
lihften Viehweiden f*7h.
Im D. von Algier wird bie Küſtenkette
felfigee und rauher, darum fle ſchon Abulfed⸗
bie Höhe genannt Hat ttRP. ier fpringen $
ufer als hobe Caps in was Meer vor, und b
Golf von Bona, das Gap Roſſo (bei La Eule
Atlas, Plateau. ⸗ 891
Galita, und der Sübfpige von Sardinien gegenüber
eſchaudervollſten Felspartien. Gin ſchwarzer, poröfer
andſtein (grès A filtrer) von tauſendartigen Höhlen und
rotten durchbohrt, voll ſcharfkantiger Rücken und Spitzen,
ird hier unaufhörlich von den Wellen gepeitſcht, in Na⸗
In und Zinken zerſpalten. Die vom Meere ausgehölten
eiten Grosten reichen wohl halbe Viertelftunden weit land:
wärts; in ihre unterirdifchen Gebiete Kürmen die Mee:
ae ein. Mur die eifenbaltigen Adern, welde ben
an
fammenzubalten. Hier fenten fi die Sandſteinbänke
un ©. nach N., und ſtürzen oft fleil in das Meer. Ihr
teeichen mag alfo wohl von W. nach D. geben. Noch
iser nach D. dauern Über Tabarca, Gap Nero u. f.w.
fe Klippen fort, die für den Schiffer um fo fürdterlichee
d, meil buch ihre Trümmer unzählige Sandbänke an
a Küften entflchen, die keinen wirthlichen Hafen bdarbies
a, das Schiff in ber Gefahr aufzunehmen. Die war
> wefllide Schuzmauer für Kartbago.
Das Cap Blanco *) (das Promontor, candidum der
ten, Ras el Abend der Araber) hat feinen Namen von
ein nach allen Richtungen durchziehen, feinen ihn -
ran,
ns Vorfprung der weitleuchtenden, weißen Kalkfelfen an;
ner Spiße erhalten.
3. Der mittlere Atlas; das Plateau. Kiefer
nbeinmwärts °*) zwifchen den beiden Darallellesten bes klei:
a und großen Atlas, bie beide vom MW. na D. ziehen,
reichen viele andere, mittlere Bergzüge, theils in gleicher
ichtung mit ihnen, theils in mannigfaltiger Verbindung.
ie bilden ein breites, hohes, von vielen Thälern, Ebenen,
untern Flüſſen und friſchen Bergweiden burchzogenes
ergland., Sm ©. von Gonftantine bis gegen die lange
wenzeette Buzara der Sahara, if es nur bügelig, gegen
3. zum hoben Atlas fleigt es terraffenweife immer höher
ff. Durch feine erbabene Lage Über dem Meere und den
lhewüſten, gewinnt es eine überaus milde ***) Tempe:
wur, bie von ben Arabern fehr gerühmt wird. Edrifi +)
laudt, daß keine Gegend biefem Berglande an Fruchtbar⸗
8, weiter Ausdehnung und reicher Bevölkerung ([requen-
a domicıliorum) gleih komme. Ä
Leo ++) fagt, daß fich die Berge und Hlgelketten bes
einen Atlas von der Küfle aus, landeinwärts, an 100
Reilen, bald mehr bald weniger erweiterten; und von ihnen
*) Shaw tr. p. 74. **) Desfontaines Flora Atlantica Prae-
far. Ip. 1 etc, Shaw ır. p.45. Marmol Afr, I. p. ı2.
ar) Hoͤſt Nachr. von Marokos ©. 78. +) Edrisi ed. Hart.
zuaan p. 140, +7) Leo Afr. von Lorsbadh, ©, 49.
Be us quanhaltign Grbiegescen
aber aus quarzhaltigen Gebirgsarten,
im üben von Al, z und Dran mi
emirı @anc, Da werfen fadıe
Fine * EN „anbpeı.Gumel Eige
—ã ber. ilex, "ooocifera sul
er fü leander (nerium oleander) wi
X den Höhen hinauf.
5* wife iſt im der weſtlich ken Prod
e der Jurſura (Mons forratus ĩ
in Rlichften, der höchfle-biefer Bere ")
te Behänge, aber fein Rüden wird durch
5 jette nacter Felfenwände und Äbhg
m Winter mit Schnee bededt, und bal
Ei, HN vu " für — —
wiſchen den Bewohnern ihrer beiderfe
** —8* bie ſonſt immer in unverföhnlid
Die noch fteiler abſtürzenden Werge von
dieſen beiden, Bilden fa unzugänglid:
pen, welche von ben Bewohnern als Zuflı
Burgen, zumal als Speicher und Magazine |
ihrer Kormvorräche benugt werben.
ueberhaupt ſcheint biefe Stell! ve
feße enge, ſenkrecht eingeriſſene
gietig bis in bie Xiefe der Xhäler
joralanko. unh Colhlt Kom —X Weine m 2
Un
Me, ber Fücchterlich ſteil (wahre Spalten), fo daß wer
e Menſchen gangen Heeren hier. leicht den Eingang vers
een würden. Daher werben fie von den Arabern Bes
u (db. i. Pforten), von den Türken Demir Sapy
ferne Thore, wie in Pain, am Kaukaſus, im der Tär⸗
im. fe mw.) genannt. ehrere diefer Päfle fanden fi
WB. auf dem kurzen Wege von Algier nad Conſtan—
ne em. | u
4. Hober Atlas; Daran. Unter dem Hohen
—8B wir nur allein von der ——— ee⸗
te hin meiſtens durch Europäiſche Reiſende kennen ges
me haben, verſtehen mir die höchſten Erhebungen diefes
ebieges, die in der Nachbarfchaft des Atlantifchen Oceans
? fruchtbare Küfkenterraffe des Kaiſerthums Marokko
ıDd ER von den füdlichen und öſtlichen Provingen & us
„Tarudant und Sejelmeſſa fehriden. Sie follen
“einem großen, zufammenbängenden Zuge mehrerer parals
en Gebiegsketten, vom kleinen Atlas in Errif gegen ©. W.
Yen, und zwifhen dem Drabafluß und dem Gap be
er in die Fläche der Sahara abfallen. Ä
us. 8 und nina ie ale nur mittels
erge, in denen ber edelfte Menfchenfchlag wohnt, aus
al g —* Ausnahme, von ber —R di
nd.
—*8 Marokko, der Reſibenz, aus, fleigen bie Ges
ds: gegen Oſt fon in einer Entfernung von eines
Tagereiſe **) auf zu ben Gipfeln, bie bei biefer
Wade die Namen Ulftan, Orika, Emsfiva, Tagan«,
raga, Suitana, Gedmeva, Rgagaia, bei Fez aber
suVias, Itata, Zaimbdbi m. a. m. führen '
. Die höchſten Gipfel, weile man von Marokko aus,
B gange Jahr mir Schnee bededit ner ziehen in einer
Ahe nur 6 Deutfche Meilen (30 Engl. miles) in Of
m biefer Stade vorüber, und von Mogadore, der Küftens
bat, 28 Deutsche Meilen (140 Engl. miles) weit, fiehe
au noch ihre Kegelgipfel an heiten Kagen*’”). Die ewie
Schuechöhe fegt unter 34 Grad N. Wr. eine abfolute
Be von 10800 Fuß über dem Meere voraus }); dach
Binen nirgends weitläuftige Gchneefelber die Höhen zu
a. nur einzelne Gipfel ragen in dieſe Schneeregion
e tt).
J ck A 0 68, ne b 0 0 vne pP 1%
I N. v. on „ A. v. —8 —52— tm
. after Banb. 1808, p. 111. Tr) Jackson Account p. 10,
HÖR Racht. von Diarolles, pP, 7%
ipfel' von WRarokto **) aus wı ee
diefer Stadt gi ſeht a wird,
auffallendes 17 letfcher finden fig nirgen
Die Pälfe; Bebawan. jeit merke
uns die aufesorbentlich gerin je Breite ber
fepn, deren ſchmales joe, feitwärts
finnreich Alezander v. Humbolbe**) bi
Küftenfaprern wie eine einzeln flehende luftig
Rüge (alora so oügeos) erfihen. Aus den
Nordweſt; zu denen der Südof: Seite zu gelaı
kein Reiſender felbf Leine’ auf fo befmerlü
langſam giehende Karawane, mehr als brei
Leo brachte brei Tagereifen zu, als er von di
fetna von ber Morbfeite Über den Arlas nach 9
ei ze a ei mi el — 5
fe Hena (ob gleichbedeutend m [!
Dee Paß Über den Hohen Atlas auf der
Marotko nah Tarudant, das 4 deutſche
Engl. miles) entfernt von feinem Güdabfall in
nen, aber uncultivieten Ebene liegt, wird als ft
lich befcprieben. Uber gegen die Europäifchen
en iſt er unbedeutend. Lempeidre t) pıfl
odember; vom Fuß an flieg er von 6 ühr DB
wärte; drei und eine Wiertelftunde dauerte biel
feinigen, fleilen Wegen; um ımei Uhe Dittag
wieder bergab. Den zweiten Tag am Abend m
hohe Atlaskette wölig Überfliegen.
Atlas, Plateau,’ 896
Morbfeite faft ſenkrecht auffleige, auf dee Südſeite in
bar fleilen Marmorklippen (wie Dover:Eliff, nur zehn⸗
wöher) abfalle, an mebrern Stellen nur 15 Zoll breit
5 daß Pferde zwar einzeln hindurch koͤnnen, aber ber
= abfleigen muß. |
Mit foichen gräßlicden Steillläften ift die gange Berg:
ves Hohen Atlas, welde die Ebenen Marokkos
>enen in S. D. trennt, überall buschriffen. Hierin
Wich ein Charakter des Hochlandes der Berbern, den
mich ſchon oben berührten.
Venn man von Tafilet (Tafilelt nach Jackſon) na
okko zu, Über die Bergkette giebt: fo führe der Weg
flen fünf Zagereifen tiber volllommen vegetationsleere
-n, auf benen es nie regnet. Dann Überfleigt man in
Tagereiſen im hohen Atlas einen ſolchen Daß *), der
Wie Ruinen von Pharoah, und dann nach Fe Ki
gelse Däffe geleiten von Sejelmeffa eben dahin.
Diejenigen Horden, welche im Beſitz diefer Pälfe find,
we wohlhabend und reih, burch die Zollabgaben ber
nloramanen, welche durch diefe Pforten hindurchzie⸗
rüffen in dos Küftengebiet.
Ein folder Paß, ſchmal wie durch Felſen gehauen, 14
3 Stunden lang, leicht durch wenige Mann zu vers
gen, liegt in der Provinz Quenana, sunähfl an
meſſa auf dem Due nach Fez, und Hat feinen Eins
am Zisfluß; drei fehle Burgen vertheidigen ihn, Ta⸗
gcoft am Fluß, Gaſtir am Fuße ber Ebene, und
Bel auf ber Höhe. Ein folder Daß iſt bei Agmet,
welchen Numidiſche Horden alljährlich im Oktober mit
ein und Kameelen auf bie Märkte von Marakko gies
Aehnliche Päffe durchreifen die Karamanen, bie nord:
B bis zum Pleinen Atlas und bis zum Gap Blanco ih⸗
Beg nıbmen.
[nmerf. ı. Ramen Atlas und Daran. 1) Atlas,
die Bedeutung des uralten Namens Atlas **), ben fchon
x Eennt, mit dem ſchon Derobot den Außerfien Berg im weſt⸗
Libyen am Salzmeere (ülos) unverkennbar bezeichnet, ber
® Gage der Atlanten wie in ber Roͤmiſchen Geſchichte eine fo
Holle fpielt, koͤnnen wir uns jegt nicht in Unterfuhungen
en. Die Marokkaniſchen Etymologen ***) wollen ihn balb
vem tla, welches Auffteigen bedeutet, und vom Aufgang ber
e gebraudt wirb, bald von Jibbel Artils, d. h. Schneeberge,
ten u, dgl. m. Auf jeden Bol ift es uns merkwuͤrdig, daß
Marmol Africa T. II. p- 23. 1 u. I. P. ig Jackson
Ice, p. 21. *°) Homer Od. I, 52; Herod. IV. c. 184;
lato; Plin H. H. V. c. 1. *r*) Höf Racht, p« 78
sckson Acc, p. a-
ahrt, - DEE AUCREN, UTTUNDE (SWIWER OO u
8. "und nad Goffellin weit Yen) ‚ aber diefe
der Rame Atlas nod gar nit vor.
Epätere Erzählungen von ber untergegange
des Plate im Zimäus; die Gntbedui vn
Gerne und anderer; die erſte Radriht des Ge
Juſeln der Geeligen (quas Fortunates purau
Ganarifgen Infeln (fon biiniue nennt ein Bolt
des Atlas, dab bie dortigen Wälder bewohnt: Eı
ren einftiger Zufammenhang mit dem Atlas des
eine Lieblingshppothefe. ***) bis auf bie heutigen
Küften wurde; dieß alles dehnte bald den Ram
(fabulosissimum atlantem), bis zu feiner Gäb;
de Ger aus, Bon biefem if nun durch bie Arabift
fein Gebiet que durch das Gontinent hindurd,
Wüften hin bis gen Zripolis erweitert, und von
bis Aegypten und Mekka hinauegezerrt werben.
So ging es mit der Erweiterung biefes 1
dem fo vieler andern in ber Geographie ber a
Zeit, eben fo wie mit bem Namen der Pyrenden
Berges Taurus in Gilicien, wie mit dem Xltai,
dem Kaukafus in Hedafien, u. a. m.
2) Daran. Ptolemäus nannte den hir
Atlas Rüffasdirons nad Solinus, Guftathius
art waren bie älteften Ramen bes Atlas: Dy
Adiris, Abderim.
Plinius +) fagt ausdroͤclich, daß Darts!
des Gebirges am Wiorfluffe fey, in der Rähe vo
Sals oder Sta unter 34 Sr. 5 Min. R.Wr.), u
ver Wohnungen zwiſchen Weinbergen unb Datte
„los, Pla. 897
a), oder Taur (Taurus), oben wohl noch früher vom
ir ober tiram-Berg, ab.
‚bius lernte auf feiner Küftenfahrt nad der Zerſtoͤ⸗
Karthago den Darafluß, gegen das Bergland die Gae-
, und die Aethiopiſchen Daratiten kennen, die Acıhio-
irae; nämlih im ©. vom Cap de Ger, in Sufe, wo
Fluß (Darah?), der aber heut zu Zage fih nicht
m atlantifhen Ocean ergießt *y, fonbern fih im Sande
elcher von hier. bis zu den Küften in hohen Dünen auf:
Edriſi nennt den Atlas Daran, wie ihn noch heute
ohner, die Berbern, nennen.
find Benennungen, "bie mit dem Stammworte in ber
iche **) verwandt find, wo heute nod, Jedrarn, ober
und Astheaar, das Dra ober Dahra, Berg, und
r im Pluralis, Gebirge heißen. Ja die ältefte Form
irdig genug, noch in dem witen Namen bes Pik von Te⸗
ya:Dyrma aufbewahrt.
3weites Kapitel.
sfäumungen des Plateaws und beffen
Bewohner,
$. 31. |
terung 1. Bilebulgerid, Zell, Sahara.
* Namen find als Appellativa durchaus nur Lokal⸗
ngen, bie fish nach keinen genauen Grenzen be:
laffen, aber doch beflimmten Gegenden tiefes ife:
erglandes zutommen. Denn Zell ***) iſt hier wie
ten alles bebauete Land, meift derjenige große Bo—
[cher in einer Breite von mehrern Tagereifen bie
ifte entlang, die Berberei einfäumt, der von Städte
den Arabern und Mauren bewohnt, ganz eigent:
ee der Derrfchafe Arabiſcher und Türkiſcher Sultan:
ter ſteht, die tiefer landeinmärts als diefer bebaute
um, nicht viel mehr bedeuten fol. Diefes Tel ift
rn breiteen im Süd von Tunis, um Gonftantine,
ven, und am Weſtabhange des boden Atlas, wo bie
bes Kaifertbums von Fez und Marokko in ber
on 20 bis 30, und in der Länge vem Cop Gpar:
Gap de Ser, an 80 Meilen in Hinſicht der Frucht: -
keon Acc. p.g. Ldeo Afrik. b. Lorsbad) S. 450. **) Ven-
Vocabulaire Berber bei Langles. II, p. 442. X%. von
ıboldt Anfichten der Rasur. I, p. 112. ***) Shaw tıa-
. 2
F ein
898 Afrika, ILL Abtheilung, Gebirge, 5.51,
barkeit und Cultur ben Lombardiſchen Ebenen *) mit Muh
yergligen werben. Das Zell iſt Bier bie Küſtenterteſe Im
ateaus. Ä
, Dies iſt die erſte Ahtheilung bes Landes zu das
bots **) Zeit, welche, ba noch Leine Aflatifchen Araber Ne
fen süße eingenommen hatten, ihm guf
mit dem bed Berglandes.
Biledulgerib, bie Numibifchen Ebenen m Ep
gen ber Alten, in welchen die Meuterodlter tamals,
noch heut zu Tage die nomabifchen Araber umhe
liegen wie jenes Zell, aber gröftenıheils ohne
am Fuß des Südrandes des Dochlandes ber Bern. ©
ift Derodots zweite Zone Libyens, bie Wildniß, ers
tbierreiche ***), welches an die Sandwüſie
feinen Weiden bie Aablreicpen Heerden von Vic,
und Kameelen ernährt, obne welche bie Kom
der Bewohner des Binnenlandes unmöglich wäre,
der Aufenthalt mancher reifenden Thiere ſehn meh.
Leo +) erklärte umfländlich, baß bie Araber mit MB
Namen Bilebulgerid vorzugsmweife diefen Strich,
die reichen Dattelländer bezeichnen wollten. Bil
fänge in D. mit ber Stadt Elwagat (Ze) A
und sicht fich gegen W. bis Sufe, und zum Gap Aut
am Wells Dcean, flößt gegen N. an den Atlas, mm
S. an die Wülfte, (f. Dattelpalme). Worgugsweie
fo die weiten borlgontalen Zlächen in &. der kleint
und um Sejin: Meffa und Tafilelt genannt, duch
falzige Flüſſe den Wuſten zuſchleichen.
Da indeß nur hie und da an Quellen, die
pflanzungen, obwohl bie herrlichflen gedeihen,
größte Theil dieſes fhdlichen Steppenſaumes des Plu—
ber Berbern gegen das Sandmeer, beflo trockner |
barer Natur bis auf den Flugſand, fehr verwandt ıu Mi
fiheint: fo muß man geneigt ſeyn Shaws Meinung ib
zupfliten, welcher es lieber durch WBlaid:el:Seri
trodnes, bürres Land überſetzt ff) und verſichert, vaf
Beutigen Araber biefen ganzen Strich, das eine Jerid
dem Golf von Kabes ausgenommen, ebenfalls Gaharı mE:
nen. Andere haben fälfchlich geglaubt, daß es
kenland (von jeräad)heiße; Jadfonttt) ſqhreibt eo Bo
el-jerröde und läßt feine Bedeutung, ob trodne WE
um
®) Leo Afric. B 99. Marmol I. p. ı2. **) Herodet Il
c. 32. ***) Herod, Il. c. 32. u. iv. c. 181. +) Leo Abi
oan b. £orsbad) p.3. u. Marmol Africa I, p.24. +HSbr
De * - +}t) Jackson Account p. 5; Marmol Abit
Pp. 26.
' las, Bewohner. 890
and, in Zweifel; bach biefem Sinne nt:
‚das arabiſche Wort nıht. Das Bilebdulgerid iſt zu:
egen W: in Segin: Meffa, Zafilele und. Öufe
egenwärtig noch immer ausgezeichnet durch Dattel⸗
num. 2
ie Steppenflüſſe Shir, Ziz, Kafilele *) und
durchziehen dieſen Steppenſaum, deſſen ſanftes Be:
gegen‘ ©. ae Sahara durch ihren Lauf bezeichnet
‚in einer Breite von 10 bis 15 Tagreiſen su Pferde
lat) oder bie 80 deutſche Meilm. Am ZToafileltfuffe,
breit wie die Themſe bei Pueney iſt, beſteht die
e aus weißem Zhonboben mit Salz geſchwängert, wel:
efeuchser, feifig wird. Diefe Steppe ift von ber. Stadt
I6 gegen den Atlas Fünf Tagereiſen weit, völlig ve
meleerr. Der weflichfte beefelben wird. vom Draha⸗
ewäflert, ber zur Zeit bee Waſſerſchwelle, Laili ge
(in Bilebulgerid regnet es nie), zeißender Strom ıfl,
Waſſer aber wie dasjenige fa aller Flüſſe die bem
entquellen und gegen Of ige Gefälle Haben, falsigen
nad bat: Er verliere ſich heut zu Tage. (zu Poly:
keit noch nicht), wie alle andern mit ihm, am Bande
äfte im Sandmeere.
inf wurde Biledulgerid**) in ber Blütezeit des Kha⸗
wegen feiner zableeichen Burgen und Schloͤſſer, we:
x großen Städte, wegen ihres Reichthums, ihres
19, ihrer Villen, ihrer lieblichen Gärten und Palmen:
hoch gepriefen. Jest iſt diefe Herrlichkeit verſchwun⸗
noch digen fih viele Ruinen; aber fafl nur in KXafl:
em Gammelplag der Sheriffe und dem Mittelpuntte
aramanenbandels iſt nur noch einiger Wohlſtand, wo
in den neueflen Zeiten bee Kaifer von Marokko
auung eimes prachtvollen Pallaftes ben alten Glanz
herzuſtellen verfuche bat.
ebrigens irren in den baumlofen, unendlichen Flachen
nigerids, die fi wie das Meer ohne Grenze bis zum
met ausdehnen, heut zu Tage nur wenige Araberhor⸗
mber, die bald Bier bald da unter Pationaicen Zelten
ger auffchlagen (f. unten Bauten). .
0 Bewohner, bie Berbern, Baͤrbärn.
Ye Völker arabifger Abkunft, bie erſt feit dem ten
undert fih dort anſiedelten, find nicht bie eigenthüm⸗
achson Accotınt p. 22, 9. **) Edrisi Afrio. ed. Hart-
ann. III. terra Barbara p. 145; Jackson Accouns p. 3.
% z
— Ella
900 Afrika, III. Abr
Tipen Bewohner biefes
ber fruchtbaren Felder m
gen gegen bie Meerestüftı
ten und Staaten anſiedel
mohner bes Landes, bie
Kampfe befiegt hatten, ıı
Lande behaupteten,
Das Gebirgsland fe
nur no von dem Werber
oben ©. 554 u. folg.) ber
auf daſſelde befehränkt fin!
Meife, ihrer Sprachverwa
nen, wenn auch nicht zu
bo füdmärts in die Sahı
öftlihe Aftita bis zu den
Doc bilden diefe mehrere
ten erſt die Rede ſeyn kan
Rede war. Hier nehmen
en Rüdficht, welche noch
Hihen und Thälern bes X
gewurzelt erfcheinen, und
umberwandern.
Bon den älteflen einhı
bes, den Ribyern, kaunten
die Gätulier und Garaman
Römern durch Gornel Ba
wurden. Aus ihrer Verm
fern, follen (nach den alten
dern und Armenien bie D
doch geſchahe die ſe Vetwiſch
Später liefen fid Pho
balen, Araber, rings um
und drangen mehr oder wen
um bat man bier, von jeh
fen Böltern wiederfinden wc
ben Mannigfaltigkeit finder
aur eine große Einförmi
jegt nach den neueften gen
einzige, oder höchitens, na
verfshiedene Stamm ſprachen
die der Berbern, welche al
früher bekannt war, und di
erſt fpäter kennen gelernt ba
Dieß ift um fo auffallen
Hoch landes und der Sahara
*) C, Sallustii Bellum Jugu
ee IR Bewohner. og
‚Wirt ywifgen Iinnie und Tombuetn ofiwärts,. bis
8 en 55 verfhicdene en Y,
Ben werden follen; das Arabiſche, welches au von
eſtküſte des Atlas burch das ganze Hochland bis zum
w allgemein ift, Lönnen wir aber nicht gu ben einhei⸗
u Sprachen bes Plategus ber Werbern rechnen. Es
: die Religions: und Schriftſprache, und darum find
tefe des Kaifers von Marokko, nach den Verfigeruns
s Bifhofs Giarde don Jerufalem in berfelben Spras
ı abgefaßt, in welcher die Beduinen am Jordan zu
n pflegen, obgleich in der Schreibart bes Oſt⸗ und
Heobifchen mancher Unterfipieb flatt findet. "Das
u der Stäbdtebewohner längs ben Küfen, ober ber
anten Mauren (moors), wie in Marokko, 8 Ta⸗
y Algier u. ſ. w. iſt ein verderbtes Arab a s...
der weniger; vorzlglicher iſt eu 5. B. in Zeipolie.
te WBerbernfprache FT) vereint ih gegenwärtig ben
ı Theil dieſer Voͤlkerreſte, und iſt eniweder felbf dar⸗
ſammengefloſſen, ober behauptet vielmehr eine Gelb⸗
Brit, eine eigne Priorität, vor allen biefen Fremden
16 Meer Dergelommenen +4) und Bat nur hie ümb.
szelnes von dem frembdartigen als_einen zufälligen
btheil in fi aufgenommen. .
je Berbern lernen wir ale [9% räftige, eigenthüm⸗
zebirgsvolker kennen, von denen aber, was immer
irdig if, ſchon Strabo +rF) verfihert — alfo vor
Inwanberung ber Araber — daß fie ben Arabern ſehr
feyen. &o wie alfo, was wir fihon oben angeben:
en, das ganze Plateau der Berbern nicht innerhalb
gefchleffenen Form des Afrikanifhen Typus eat
menig find feine Bewohner unter dem rein Afri
Charakter mit begriffen, fondern, fo wie au das
mehr dem Orient und Dccident zugewendet. |
o Africanus +tF}) unterfcheider fünf verſchiebene
se ber Berbern (f. unten Tuaryks), von denen er
f die Gebirge von Mauritanien’ fegt, die Masmus
usmubä) und Gumeri (Gum era), die übrigen
Tiefland. Ben jenen kann vorläufig Bier nur die
yn.
ich Leo wohnt der Stamm ber Gumera auf bdem
tlas, der der Masmudä auf dem hohen. Sa den :
ıkson Acc. of Marocko. 8 Ed. p. 371. **) Ebenb.
. +) Ebend. p. 327. +) Water im Mithribates,
ser Theil, erſte Abtheil. 33 tr) 2eo Afric. b. Lors-
p. 23. +t+) Sirabo LXVIL p. 55. TITH) 8eo
c. b, Lorshach p. 14.
J
nenjucht; find Rolı auf ihre
Vom November bis Februar wohnen
Stationen; lieber in Hölen und unwiı
at Serben als daß fe fih din
ip in die Thäler zögen, wo fie abl
Nach Sadfon follen diejenigen
Landbau treiben, Kabylen genannt me
ture ***) aber Gabaglie, Bebalis go
haily, Horde oder Stamm) und Dieb
wohner). Die VBewohner der Ebenen
VBerbern heißen (Er.caz heißt in der Berl
Auch Dr. Shaw lernte unter dem Na
im Gebiet von Algier und Tunis zuerfl
Beinen Atlas Tenmen, mit vother Gefi
tar und eigener Sproche. Cham biı
jenflämme. Diefelden heißen auf bem
von Algier, fo wie auch ihre Gprade,
neueften Schriftſteller +4) über Algier n
g fo au über fie weniger zu fagen
*gezfon fat une, Sb mh
adfon fagt uns, baß mehr a
Stämme ber Barden, welche er fo vie
nennt, den Atlas bewohnen; einige v
At: Giewan, Ait: Amor, Zapan und |
Die ausge zeichnete ſten. Diefe Kabylen
den einen Theil der Heere der tane
Atlas, Bewohner. _ | 905
rue, wauben und. plündern, umb geben mit Beute bes
ia "ihre Gebirgsthaler zurüd.. die verachtetſten ums
zuen follen die Kit: Amor als bie treulofeften Bars
feyn, deren Herkunft die dortige Sage von den Amos
herſchreibt. Diefe wohnen in N.D. von Ber Ein
> Stamm oder Kabyle, die Zimurgh Shellech,
suen die Ebenen zwifchen Fez und Mequinej, und find
8 ſchoͤner Menſchenſchlag in welchen Jackſon eine
byſtognomie *) vorherrſchend fand. Dort lie en
rfen am Buße des FR die Ruinen des Kaffe
a (Dharao’s Schloß) “), aus denen ein Theil von
dus Er Abtien aufgebaut iſt. Die Ueberteſte has
ckſons Dafürbalten den maſſigen Aegypti⸗
an in idren Schutttruͤmmern finden f viele Aus
äten. Die Kabylen des hohen ſchneeigen Atlas, ber
eichartiger Hoͤhe ohne befonbers ifolinte Gipfel fort⸗
ye »), leben vom November bis M ME in pt en;
ihnen gehen viele leltfame Sagen **** Zieflanbe
w. Dben auf den Höhen, wie im Sen Aftatifchen
aſus ſteht Kabyle gegen Kabyle, ober Stamm gegen
um, ja Dorf gegen Dorf und Haus gegen
ndigee Fehde. Die Blutrache 23.. a enlien
macht diefe Volker gu ben vobelen Menfihen
‚oft 9.2 en bie Beamten ſich burn und ——
bern Kaifer fo aſt jäpelich gezwungen, von Rarokko aus
ı die Atlashöhen zu Felde gu ziehen.
adfon Hält diefe Bälter für die alten Mauritanier,
Salluſt beſchreibt. Gie find ein raſtloſes, nie bes
8 Volt, Haben zwar die Muhammedaniſchen Le sen
wmmen f), trauen aber weber den Neger: noch
w Teuppen ber Kaifer, wenn biefe ihre ractaten *
auch auf den Koran beſchwoͤren. Berbern waren es,
eren Hülfe ve Araber die —— eroberten +}).
— En, ep
ı bie Bergbewohner oulous oulouhhs,
—2 Schilde ‚6 De) ‚ oder cd
vie jene, nur mehr in feflen, mit ® AN ——*
haften; fie find ein kraftvolles, nicht, wie bie benach⸗
s Mauren, entnervtes Volk; trefflide Jäger und
* Dub auf “ ee fa roglod fie (As
ze Nahrun ehr einfach; nur Gerfle
ı unter —*2 men als Gruͤtze ober ger *
Isckson Acc, + Tomb. * 120. ®) Siehe
a a —
en er
Hdidte 2. 2. 74 ’e. 255 DE Acc, he 243,
enture a. 0. O. I 06 priöre Tour p. 181.
904 Afrika, Abtheilung,
(Zimeta) und Honig iſt ihre Nahru
denn Fleiſch ſpeifen haben fie nicht,
Ihre Sprache it nah Jadfe
dene Sprache *) von dem ber Ber
ture und Vater *) nur ein Di
ſelbſt. eo fagt, fie beige Aquel A
bilis, wohl, ein Ehrenname des €
fon fagt, daß man fie Amazire n
felbe Wort feyn mag, das Marst
Zadfon verfihert auf das beftimi
der Berbern im Norden, und di
las, füdmwärts von Marekko in J
beſucht, und mit mehtern hundert
be, daß beider Spragen von einan
feyen, giebt auch eine Eurze Probe
lub ſelbſt find nicht fo kräftigen
bern, und weniger athletifch gebau
verfpiedenes Volk; ihre Sprache
det in ber Sprache der öflichen ;
dem bortigen Berber viele Schell
fübweftligen Atlas. Jackſon fu
leisgung ber Sitten +) ber altı
Sanarifeen Inſein, mit denen be
1ud's darzuthun, daß dieſe, unt
Stammpäter von jenen waren, N
alfo, mas nach den fibrigen Auto
von ber Verwandtſchaft der Bert
gefagt wird, inabefondere auf bie €
soohner des füdweitlichen Atlas anı
iſt unſte Spracpkenntniß von den €
fon no zu wenig gründlich berei
fand in fein volles Licht zu fegen.
genauere Unterfuchungen hierüber m
Nah Venture's Unterfuhun
berſprache auf bem Atlas, in Sufı
gefprogen, in ben Bergebenen v
auf ber Inſel Girbe am Golf ı
Aber auch im Diledulgerid unter |
noch weit hinein In die Sahara.
Angaben reicht fie oflwärts bis Ob
mutbet fie auch no unter vielen
in Jinnie.
) Jackson Acc. 2 Edit. **) Mitf
©. i2. *"*) Jackson Acc. p. 3
+) Ebend.-p. 378. ++) Ventw
Berböre in Langlos Mem. sur
. Atlas, Bewohner. 905
Water ) Hält fie für einerlei mit dem Sunzah ober
zuchday am Niger, in dem Lande, das Leo Guber nennt,
o ein Dauptzwein der Bernbernfprache einheimifch war,
Emlich die Sprache der Sanhaga. Und diefes Land Su:
* if vielleicht das Vaterland des zu Leo Zeit im Atlas
ubeimifhen Stammes Gumer.
Diele Berbernſprache charakteriſirt recht fehr ein
lergvolk des Kontinents, das feine Ausdrüde für aufges
ngene Religion und Künfte, wie alle Abfiracta für bie
jede, aus dem Arcabifchen aufgenommen Bat, oßne Con: |
metidnen fpricht, Feine Namen für Stade (Mebdinar if
eabifch, Beinen für Welle, für Meer (elmeubja, lebhar,
nd arabifch) **) Bat, die fie nicht kennen; Leinen für Neiß
rt Ans Dinge, die ihnen erſt durch die Araber zuge:
nd. '
Über e8 zeigen fich viele verſchiedene Dialekte in ihr,
nd dieſes iſt nothwendig bei einem Wolle, das in fo viel
eden und Stämme vertheilt if, wie es Thäler und Berg:
e des Dlateaus giebt; die eben fo ſcharf von einander
Ichieden und ifolirt leben, wie es die Klippenketten, Fels⸗
e, Steiltdäler find; die, wo fie fich gegenfeitig berüßs
w, immer nur in Fehde miteinander ſtehen.
Aber. ganz befondee Aufmerkfamleit verdient ihre
prachverwandtſchaft, in Beziehung auf Gegenflände aus
e phyſikaliſchen Exrdbefchreibung, mit den älteften Bewoh⸗
en ber entfernteften Landflriche und Inſeln.
Anmert. Antlänge ber Berberifhen Sprachge⸗
ſſenſchaft im fernen Often und Weflen Wir vers
iſen bier über das, was wir von den Öftlihen Berbern fon
en bei den Bewohnern von Nubien gefagt haben, unb fahren
ne mit der Bemerkung fort, daß aud in allen ndrbliden Daſen
e Sahara von ben anfäßigen Bewohnern die Berbernfpras
e gefproden wird (f. unten Tuaryk, bei Sahara ***),
An der Oftgrenze ihres gegenwärtigen Berglanbes liegt bas
kannte Gebiet von Barsca; ob fie da einheimifh find, wiſſen
e nit. Aber von da an lanbeinwärts Liegen die Striche bes
9, in welde er bie Berbern fest. Da findet fi die erſte Syl⸗
Ä bicfer Rebuplication überall wieber, in Barsca, in Ber⸗doa,
Bersgu, Bir⸗gu, Bur:gu, in Bor⸗nu, kurz in den bebeus
nbften Landfhaften. Da wohnen bie Is ouarsit. Daß t ift _
mw Kerbernſprache eigenthämlih +), ale Vorſat ober Rachſat
* Worte. Dieb wäre alfo ber B:ouar: (Hovarahs) Stamm
6 Leo, oder bie T-war⸗ik, t:barsi. Das i, am (Ende des
0) Water Mithridates III. iſte Abth. r 50. 9°) Venture
ocabul. p. 438. ***) Marsden Letter b. Hornemann
" Voy. ed. Mangles 1. p. 405. +) Venture a. 0. D, p.
416; und Vater Mithribates III. erſte Abth. p- 51.
906 Afrika, TII. Abtheilung, Gebirge. $. 31.
Bolks, im Begenfag bes Landes ohne i am Ende. So anch den
in Berber und Berberi.
Der Berberrmame Daran (f. oben Atlas), d. h. Berg, Zarıı
bant, der Bergſtadt in Maxrokko, Elingt auch in Oft am Gingang
von Habefh im Tarantapaß wieder, den bie öſtlichen Berne
fämme der Hazorta beberifhen. Er erſcheint fehr häufig wieber
in bem bergigen Binnenlande Afritas in Deir und Zouggala, is
Dar » Bungara (dem Bergland der Fungi), in Dar Mara, Dan
Sur, in Dar Kulla, und reiht wieder bis nad Agabes (me ii
Touarike wohnen), in der Landfhaft Daura. Im allen bieks
Strichen finden fih aud Drtfhaften, die Tacrur, Zocrur, Ze
vol u. dgl. heißen, von dem Lande ber Bareclaniten *) des Eicif
wahrſcheinlich auch Bar⸗ke laniten) bis zu dem alten berahmtes
Gen Zecrur bin am Mittellaufe des Nigerfiroms. «
Wenden wir uns nun nad bem äußerfien ® hin, an ke |
Dcean, wo das Gap be Ber liegt: fo ift es merfwürbig, baf en
ihm, bem Surrentium Promontorium, ſchon Polybius **) af
feiner Küftenfahrt den Namen Bar: ca kennen lernte.
Die einheimifdien Namen bes hohen Atlas, Ay» Duccal uub
Dyrin, finden ſich merfwürdig genug, beide in Guanchennamen bei
Pik von Teneriffa wieder, der Ayas Dyrma heißt.
ine Horde mit Namen Kanarier fand Suetonius Panlised
unter ben Berbern, auf dem Gontinente im heutigen Gufe, ber
Inſel Kanaria gegenüber. Zu Leos Zeiten lebte der Stamm Ge
mera, in N. WB. des Fleinen Atlas; nod jest wohnen die Gomera
auf der Afrikaniſchen Steilkuͤſte ***), die Malaga gegenüber liegt,
Gomera ift aber bekanntlich auch eine der Kanarifchen Inſeln
Hoara (Havar, Houar bei Edriſi) ) nannte Leo Afr. eines
ipree Stämme, ber fi jegt nod Beni Hoarin ++) (mit Xrabers
iſcht) nennt, und zwifchen Agabir und Tarudant wohnt. Abe
eni Hoare nannten ſich auch die Eingebornen der Infel Palme.
Telde tft noch eine alte Rurg im Oſt von Agadir, ımb eben
fo heißt die Altefte Burg auf der Infel Kanariaz von einer fok
Gen Bergfefte ward der Kegel von Teneriffa, Pik von Zee
(fpäter in Teyde verwanbelt) genannt.
Viele andre Wörter find der Berbern⸗ oder nad Zadfon ber
Shelluhſprache +++), weiche er bie alte Libyſche nennt, unb be
©pradhe ber verſchwundenen merkwürdigen Guancdhen gemein 9)
Hier nur die Uebereinftimmung ber Übrigen zur phyſikalha
en n8 gehörigen Segenfände, ber erſten wife )
ormen. j
%) Edrisi Afr, ed. Hartmann p. 135. *0) Plin. H. M. V.
e.ı. #**) Conde Xerif Aledris. p ı51. +) Edrisi Ak.
ed. Hartm. p. 145. +}) Jackson acc, p. 232. +44) Jach
son ace. p. 380. tft) Jackson acc. p. 232. Glush»
story of Canary Islands 4. p.174. Bory Sı. Vincent kb»
toire des Isles fortundes 4.; und Water Mithribates 3. 2
1. Abth. ©. 59,
. i Atlas, Bewohner. “ 907
bei® ers ern
ober bei Buanden:
Spellup. Gen
anan denum, auf Eanzerote.
v amen abemon
el tigot 1 |tigot
⸗ Plur. — an dtitogan, auf Ganaria.
m’turn acoran
er. faquair faycayg
el, talmogaren | almogaren
r, tigamin tamogitin
Haß, tagarer tagarer - ⸗
mann, kabira kabeheira
aya aya
—*— dyrma
athraar thenar
Thal, douwaman abeyhaman
ꝛ, als Hauptnahs, tezezreat tezzezes
bei beiden, tomzeen temaſen, auf Lanzerote.
(iritieum triffa, auf Lanzerote.
n, der Römer) teihen auf Teneriffa (0b
| Triffa, bie Weizeninfelt)
baum, taginaſt taginaſte
von Binſen, carian' carianas, auf Canaria.
Feigen, atermufe archormaſe
etes Gerſtenmehl, ahoren ahoren (hordeum?)
enmehl in Oehl,ajamittanajzomotan
‚ bas Hauptthier
eiden, ara * ESanaria,
iharan, auf Canaria,
f, — * (g-ana- do im &pas
nifhen bie Heerde),
ein, tamouren tamacen
acho (lac b.|$ abo
' Römer) ahemen, auf Gomera,
Kndere Guanchenwoͤrter verfhiebener Infeln flimmen wieber
ndern Dialekten der Berbern überein.
Daß nun hier noch größere Mebereinflimmungen zwiſchen dem
m und Often aufgefunden werden könnten, wenn man einmal
en Berberftämmen felbft erft genauere Bekanntſchaft gemacht
ı würde, läßt ſich wohl erwarten.
Das merkwürdige Bolt des Mauritanifhen Hochlandes, iſt
verſchieden von den Afrikaniſchen Aetbiopen in Bitbung
Lebensweife, Tehr nahe verwandt bem Araber , ber fpäter
u Im eingewanbert ift, und in feiner Rähe ſich angefies
yat,
Der phyſiſchen Stellung und ber Form bes. Plateaus nad
w El: Magreb ganz bem Guropdißden Hesperien zugewens
im Form, Vegetation, Thierwelt, Tlima der Gübditalifchen
Spanifhen Natur weit näher verwandt, als der des Afris
hen Hochlandes der Schwarz. Diefes merkwürdige Ber⸗
olk fheint, wie Mars den bieß zuerſt andeutete, der Ur⸗
n ber Wevdlkerung bes weiten nörbliden Afrika’s zu ſeyn,
908 Afrika, II. Abtheilung, "Gebirge. J§. 3i.
Fa den Groberungen auswärtiger Guropäifdger unb Aftatifer
ce.
Auf welde Weife aber jener große Wölkeraärtel ber
bern, den eine Spracgenoffenfchaft zu —— *
. von dem Arabiſchen Golf an rund um Rordafrika, über Rubin,
bie Dafenzüge , die Atlasketten bis auf bie Ganarifde Inſa⸗
gruppe fi um das flahe Sandmeer ber Sahara anſchloß, Das
bleibt andern Nadhforfhungen vorbehalten.
Erläuterung 35. Die maritime Küfenunfie
mung des Atlasplateau’s; Fragmente,
Die Aufmerkfamkeit der Europäifhen Mächte auf hie
bekannten Staaten diefer Küftenumfäumung, welche fe
Jahrhunderten in ununterbrocdener Fehde *) mit den Chr:
lichen Staaten des mittelländiſchen Meeres und allen Ei
ropäiſchen Marinen ſtehen, hat eine nähere Kenntaif ii
Nordgeſtade ſehr wünſchenswerth gemacht.
wie geſtehen, daß wir bei manchen ſehr oft wi
und neuerlich auch hie und ba bereicherten Nachrichten übe
eine Menge Einzelnpeiten, doch noch über viele der wie
tigſten geographifchen Verhältniſſe diefer Küfenumfäumung
ganz unmiliend find. Das mehrfle was wir darüber zu für
gen hätten, können nur Anfichten der Seefahrer und Das
delsleute von ber Küftenfeite genannt werben, und einge
fammelte Notizen der Gonfuls von ben Dandelsplägen aus,
b: daß immer durch ein einfeitiges Intereſſe, nur
egenflände zur Kenntniß gelommen find, indeß andre
Üiberfehen wurden, und eigentlich feit Shaw 6 Unterfi
gen kein wiſſenſchaftlicher Forſcher jene Landfchaften nähe
beobachtet bat.
Die allgemeinen hiſtoriſchen und politiſchen Raifonne
ments, mit benen wir bei ber wahren Armuth geünd
Thatfachen Über dieſe Gegenden deſto reichlicher verf
find, laffen wie bier zur Seite liegen; aud die eigentli
matitimen Verhältniffe welche nur allein aus einer ui
fenderen Darftellung der hiſtoriſchen und phnfkalifchen Ge
famtverhältniffe des mittelländifcgen Meeres herv
können, wie wir fie in der Folge in Verbindung mit
Geſtaden Gübeuropa’s geben werden, verfolgen wir fie
nicht. Wir können Bier. nur Eingelnes neues Bemerken⸗
werthes hervorheben, fo weit es der Raum nodp erlaut,
amd auf einige Quellen verweifen wo das Weitere gu fin:
den if. .
% .
%) $. Herrmann über bie Seeraͤuber im Mittelmeer und üR
Vertilgung. Lübel 1855. 8. .
Altlas, Küftenumfäumung. 909
1. Provinz Sufa *). Bwifchen dee Wüſte nords
lets bis Tarudant und Agadir, im Saden des Koifer-
ums Marodo, ift Suſa eine merkwürdige, independente
Äftenlandfehaft am Eingange der Sahara die teinsamene
ehe zu jenem Reiche gebört, obgleich fie dazu gewbhnlich
zähle wird, und auch früher ihm unterworfen war. Sie
"dicht an ber Sahara und dennoch von ausgezeichneter
nachtbarkeit, reich an Aderfeldern und allen Obfhainen.
as Land iſt in ihr ganz vol befegt mit Meinen Städten,
den, Caftellen, die alle ſtark befeftige jedes fein Dbers
upt, feine patriarchalifche Herefchaft hat. Die Einwohs
e, ſchoͤn von Geftalt, And alte unvermifpte Araber, mit
ten Sitten, erinnern in allem an bie Nachbarn von Kas
an; fie find ſehr fleißig, tapfer, ſtrenge Moslemin, und
I auf ihre unabhängigen Pleinen Staaten. Bet ihnen
AWohlſtand, fehr großer Heerdenreichtfum, alte Patriars
mgeit. Dieß iſt die Provinz mit ber Stade Wedinum
3000 Einwohner) welche Yadfon zur Anlage der neuen
abantompagnie *”) vorſchlug. In bem benschbarten Ats
igebirge bei Tarudant iſi Detotireigtäum. 3. Riley vers
«e einige Zeit in dieſer Provinz Gufe als Gclave und
ae als Augenzeuge mande merkwürdige Nachricht über
mit.
3. Deceanifhe Weſtküſte von Marokko. Dom
iche Marokko haben nah Höft und Lempriere, Jadı
m und Ali Bey lefenswerthe Nachrichten über den leb⸗
w neueften politifhen Zuſtand mitgetheil. Den hohen
las fügt Ali Bey auf 13200 Zuß abfolute Höhe ).
ich ihm ift der ganze flache Küſtenſtrand gegen den atlans
Hen Dcean ein Werk der Meeresanfpülung, der oceanis
en beftigen Brandung des Grundfandes und gufammens
vadner Thonmoſſen, den er für ein Produkt fubmariner,
itaniſchet Wirkungen (Zuffa?) Hält. Mergelfcpichten
€ animalen Subſtanzen haben ſich darüber abgelagert }).
efe nüfen Strandtüften findet er am ganzen Gübrande
» Atlasplateau’s, gegen die Überall abfolut tief liegende
is der Sahara, wieder bis gegen die Syrten hin, und
Aärt diefe flache Strecke für einen vom Meere verlaffenen
regrund; das Atlasplateau zwiſchen ihr und dem Mits
meere felbft für die alte Inſel Atlantis des Plato, am
ten Dflfeite die Syrten fih in die Tiefe gefenkt hätten,
Al er da einen vullanifchen (7) Boden gefunden haben
®) J. Riley Loss of the Brigg. Commeroe ↄte. Lond, 1817.
4 P-4 53. Tuckton Abe. P- —& Jackson Aco.
PB. 249. p- u. *") AliBey Trav, T.J, p. 157.
—
Bi
gier (Tanja), ober von @urope
braucht man nur vier oder weniger Stun
ier im dieſer Exrbnäbe einen Unee ſchied di
Bud at en Im Sollte, Bam a 8*
finden Ucbergang geffufen der Wölker art; —
die beiden Eytreme der Gieilifatiem. u
tunden teeten die Differenzen von
safpend hervor **). Die Sühe diefer
eftehen, nad Ali Bey, aus Lagern eines
nites * der geſchigtei if und mit nid
felt. Die Granitſchichten riden,
F en N. geneigt im Winkel von 50 bis 71
anderthalb bis a Fuß mädtig. Sie erheben
40 Buß Hoc, fireden fich aber bis in ben £
Zangier, und reichen ofwärts bis zu den cı
hen bei Tetuan, wo jünge 8 —x — ——
iefe fe Segegenb Häle Ali Bey für plögli
auf die S maflen vom Horde Her gi
in fich ae rad, und fo die Deffn
fe entſta feyn. Die gu Ro sei
wärts bis pa taat von Aısier läng läng:
Ru Deere iſt uns ihren Natroerpälknif,
annt geblieben wie fie es vorher gewefen
4 Küfe von Algier. Won ben
Ranbflaatıe haben wir zwar verfchiebene Bel
fit hoa hofannten Bhama PlaMicken
Atlas, Algier. 912
» Die lebten Kriegserpebitionen *) haben bie Aufs
kſamkeit wieder auf die Dauptflade und den Raubhafen
er geführe, über deffen Verhältniſſe Pannanti **) um:
dlich fpriht. Von ber Übrigen Küfle weiß er jedoch
neues Faktum zu fagen, und der Schiffskapitain
squiere, ber befle Keiner der Raubſtaatenküſten, ges
e feld, es würde thöriche feyn bei unfeer großen Un:
itniß im biefem Lande, dort auf eine genauere geogras
We Beſchreibung eingehen au wollen »). in neuerer
sco de Gamaſ) dat einige lefenswertbe allgemeine .
rachtungen Üiber diefen Staat hie und da belannt wers
lafien. Shaw bleibe die ältefle, erfte befannte Haupt⸗
le über diefen Küſtenſtrich, zwiſchen ben Flüſſen Mas
a im We und Zaine im Oft, welde auch Pananti
Die Grenzwaſſer des Algierifchen Staates angiebt. Die
e Reihe von befländigen Raubzügen zu Lande in ber -
neproving zwifchen Konflantina und ber alten Grenze
Zunis, bat jedoch die dortige Landgrenze zwiſchen beis
NRaubſtaaten in Wergeffenheit gebrachte, unb bie fonft
bevoͤlkerte und fruchtbare Landfchaft ſehr verändert T}).
ee dieſen oͤſtlichſten Küſtenſtrich heilt Blaquière bie
ern Berichte einiger Augenzeugen mit.
Gonftantina, die Haupftſtadt biefer oͤſtlichſten Pros
I des Algierifehen Staates batte noch immer an 30000
mohner und liege in einer fehr fruchtbaren Landfchaft,
gegenwärtig ‚unter der Gewalt eines eignen Dey’s ſteht,
ein Deer von 20000 Mann aufbringen kann, aber doch
von Algier abhängig ift +t}). Die Statt liegt unge:
u feft, bat viele alte Römerruinen, gaftfreie Einwohner,
von da an, gegen das Innere des Landes, foll fichres
'en feyn. Bon da nach der Serküfle gu, gegen ta Cala
Zabarca, am Grenzfluß Zaine gegen Zunis, ift
Idreihehum, bier eine große Seltenheit, die bops
en Werth für den Schiffbau bat. Der Det La Eala,
an La Francia, war nebft Gap Bona vorbem dee
einer Sranzöfifch: Afritanifhen Handlungskompagnie in
e ungemein feuchtreichen Küftengegend, und mit Fe:
gsanlagen trefflich zus Schiffahrt gelegen FHH}). Die
A. Salamé Narrative of the expedition to Algier. Lond.
1819. 8. **) 8. Pananti Narrativo of a Residence in Al-
giers eıc. ed. by Edw. Blaquiöre. Lond. 1818. 4. ***)Pa-
nanti Nota p. 108. +) Vasco de Gama b, Jackson Acc.
p- 453. +r) E. Blaquidre Letters from the Mediterra-
nean. London 1813. 8. T.I. p. 199. tt) Blaquiöre
Letters. T.I. p. 45. ttt}) Blaquiöre Letters, T. 1,
p. 139-
gıa, Afrika, III. Abtheilung, Gebirge. $. 51.
Engländer verfuchten durch einen WWertrag mit dem Da
von Algier im Jahr 1806, Für eine jährliche Zahlung ug;
21000 Pf. Sterling diefen Were fi anzneigaen; um cam
Militaicpoften in Ya Cala par Unterflügung ihrer Grehem
ſchaft zu Maltha zu geminnen. Es gelang ihum dia
nicht *); die Bombardemens von Algier find feitbem Ik
kannt. Auf der Grenze des Algierifden und
Staates an der Mündung des Zaineflufles liegt die
Tabarca, bis 1798 von Genueſen befegt, die feitkem
von den Barbaresken vertrieben wurden. An bieſen Buße
iſt die wichtige Korallenfifcherei **), bie vorgägi “
Branpofen und Stalienern von Gagliari und rap u
etrieben, oft durch die Korfaren gefört wich, den
Bigen Zeiten über 500 Boote und an 9000 Menſchea ſ
fehäftigen kann. |
5. Küſte von Tunis gegen Morden. Di
lichte Serküfle des Staates von Tunis behtant
Blaquiere, mit dem Gap Rour (37 Er. R.
9 Gr. 30 Min. D.2. v. Gr.), siehe gegen Oſten Ks
Gap Bon, von da reicht defien ORkühe füdmärts iu
fruchtbaren Inſel Jerbi (Meninz, b. Plin.).. Die EWR
Küftenentwidlung von etwa hundert Meilen Länge, ir PL
gen das Innere des Landes kaum no bis So Weil |
i .... N üb di , .
hekannt ift ***) ur über ie Dafenorte die Pr 7
=?
beiden HDaupsflüffe des Wad el Quibie (Zeine
des größern Mejerdah (Bagradap), erhalten wir
neuere beflimmtere Nachrichten. Aber auch diefe Find I
ſchränkt genug, und an eine nautiſch richtige Karte g
Küften ift nicht gu denken, noch weniger an eine ven
Innern bes Landes. Sowohl Shaw's Karte if hie
lig incorrece, als auch die neuefle Italieniſche Gpreieltuf
von Tunis, ift, nah Blaguietres Urtheil +), fo fü
wie alle vorigen, -
Der Wad el Quibir ober Grensfluß Zaine, e
fpringe in ber Nachdarſchaft der Stade EI Kief und ®&
gieße fih bei Tabarka indbas Meer. Die Stadt EI Lu
liegt etwa ı2 Meilen landein im ©. von Tabarka, in
Mitte der herrlichſten Walbungen, melde das trefl
Schiffsbauholz geben. Die Stadt iſt fehr bedeutend ai
faft unbelannt Tt). 4
Bizerta (Hippo Zarytos) liegt 12 Meilen im M
von Tabarka, ‚an einer tiefen Meeresbucht, die mit Ex
londein liegenden großen Landſeen (Palus Sisara b.
*) Blaquiöre Letters T. I. p. 149. **) Gbenb. I. G. 16
—72 Send. I. ©. 136. }) Ebend. I. &, 157. +}) Ga
v ® 2 1
Atlas, Algier. - 918
Windung ſteht, bie einer genaueren Wefchreibung bes
n. Der erfle Bat 14 Meilen im Umfang und ift noch
eefchiffe fahrbar, der gweite ober der dritte, wenn
vie Meeresbucht mitzäble, bat noch 18 Meilen im
9; beide find ſehr fiſchreich, von fruchtbarſten
haften umgeben, aber faſt unbekannt, unbeſucht, und
E WBigerta mit Sooo Einwohnern *°) ein fehe wichtiger
Isort, ber allein im Sabre 1800, au 130000 Quarters
w in verfchiebene Europäifche Häfen ausführte.
ns Oſten von da ergießt fih dee Mejerdahſtrom
Meer; es iſt der Bagradas ber Alten, zwiſchen
m W. und Karthago im DR. Seine Quelle?) ik
anefeen ganz unbefannt, er foll 40 bis so Meilen -
erfommen, aus G. W. von ben Bergen: Mejerdah,
me ungemein reiche Landſchaft burchfrömen, Die auf
rrlichſte bebaut iſt mit Kom, Weipen, Dliven, vol
Bienen u. ſ. w. unb die mebeften Ausfuhrartikel giebt.
jewohner jener innern Landfehaften find ein ges,
Idusftrieufes Voll, dunkelfarbig, von. ſchlanker, edler
t, würdig im ihrem Benehmen, bei denen Fabriken
(rt, Webereien in höchſtem Flor find. Dieß iſt die
d des alten innern Afrikia’s, wo auch weiter im
e Araberſtadt Kairoman ""*) erbaut warb, die jetzt
Soooo Einwohner Haben foll, und Haupthandel mit
ztädten Sfax und Suſa nach ber Oſtküſte treibt, aber
ıft unbekannt gerworben if.
a ber Offeite bes untern Mejerdah iſt die volkreichſte
Hope Landſchaft, voll Städte, Dörfer, Araberflänme,
roßer Reichehum an Kom, Weigen, Gerſte, Vieh,
„Dehl; in den Bebirgen find reihe Gruben für Gil:
Rupfer, Blei, die ganz unbenuge liegen; bei Porto
na findet man in den Vorbergen Quedfllbererze
biefem allen wußten bie Kartbages einft beffeen Ge:
gu machen, als die heutigen. Zunefer.
Ye Ruinen auf der Weſtſeite des Mejerdah, welche
&r die des alten Utica +) anfpricht, werben ale Stein:
benugt; vor kurzem geub man dort eine fehr große
e der fehönflen Statuen aus, unter denen aud ein
Ser Auges und Ziberius waren, die in die Samm:
bes Engländers agan, Conſul in Palermo, gelom:
Ind. Zunäschſt nördlid, an der. Mündung bes Meier:
biegt Porto Farina +}) mit gooo Einwohnern in
laquitre Letters I. p.ı56. **) 0.0.0. &.136. *"*) Ebn
sukal Orient. Geogr. p. 19, 80, Marcel in Descr. de
£g. Et. Mod. livr. Ill. p.85. +) Blaquiöre Letters 1.
200, ++) Ebend. &, 158.
. Ä Mmm
\
912. Afeifa, III. Abtheilu 9%,
Engländer verfügten buch kr
von Algier im Jahr 1906, flre
11000 Pf. Sterling diefen Bing €
Militairpoften in ka ——
fhaft zu Maltha zu gr——
nicht *); _die Bombardr 33%
Tanne. Auf der Steme⸗ gz
Staates an der Mind sus
Xabarca, bis 1798 444
von den Barbaresfer a8
iR ve miäche —
ſranjoſen ⸗
betrieben, oft 54
N
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⸗
4
⸗eediffe iR it do
„e (36 I —
ee D.p. he)
’ fa, bis zum
vie Bugr (ir. ne Wie me m
ng ‚ae, liegt La Goletta (36 8. 59.
ii, 98. Or. 5 Min. 50 Ger. mag D.D.G)
Aarte Sefte von Zunis mit dem erfien
tabafen bes Reiches, der jede lanbein wm
gr Hügel beherrfht wird. je IR dos que
Zunefen; mit item Sqiffewerfte, zu wel
‚der von Tabarka und bie Adriatifgpe "zihe das Aimu
iiefern, das von Aeensönte en und ga L
bauraeiftern dur Üpriftenfe w taubfepifien ven
tet wird. Ban Goletta zu dem Mauern ber Hay
Zunis beine fih ein flaher See *"") aus, wm
6 Deilen im Umfang, mit der Fuſel des Lajaretho
Bitte, ber beändig von Warten belebe iR, anf bım
Zeansport ber Waaren und Menfpen vom Mer
Moenı gei@ieht. „ Die geifte ice dirfen Zunsl]
Sees if nit über 6 bis 7 Buß; er ik «
Küfenlogune durch im Oft vorgelagerte
sefchloffenen See nach und mad geworben, und Dies
nur als Galine; feine Ufer werben wom Heerden vu
mingo’s bewohnt. Wusgetrodnet wärde ber
Sumpf zw einem teigenden Garten werben. Es
genwärtig an feinem Gübende, die Refiden Iunis
ungefundefte und ſchlechteſte Lage, bie durch einige:
®) Blaquidre Letters T.I, p. 159, _**) v. Zach Ca
Astron. 1819. T. Irz ***) Blagniere Lauem
20 Chateaubrien, 6raire, Paris adıı, 8, 7
p. 126.
mie, Karthago. 915
n Meu:Karthage, und auf ber
erhob ſich ſeit dem 13. Jahrhun⸗
entige Reſidenj Tunis, die Lud⸗
ngriff, Earl V. 1535 eroberte,
vals ber Zürkın und feirbem
liegt auf weißen Kreidehür
viele Kräfte verwendet
* Stadt *) mit ihren
r Shriften, und mit
gtieben, Ihre Um:
‚n der alten Karıhago,
„et am Cap Gartagine
„ufen) **) ift das Bajä der Zu:
‚pften Getreibefluren, Dlivenwäls
ine, Rofenweldungen und Weine
andhäufern, Gärten aller Reichen,
Zunis, welche die Ichönfle Jahre:
friſchen Seraeftabe genießen,
„das noch ben Namen ber alten
Gartagine, liegen fehe viele
Biederauffucden des alten Tyrir
b aufgefordert haben; jedoch ohne
a bier die vielen Refte Roͤmiſcher
Inferiptlonen unverfennbar die
Aartbagifhen Kolonie ber
ehr großem Umfange find, fo hat
ie Grundmauern ber alten Ep:
er zu finden geglaubt, zumal, ba
ten Karıhago mit den Quabdern
ıw aufgefüßrs find.
‚ine Anſicht aller bisherigen Rei:
ıffifchen Boden berrasen und uns
erdungen wmittbeilten, denen frei:
ärfe der Kritik und die Wergleis
t den hiftorifhen Quellen fehlte.
ein feharffinniger Fotſcher, ber
andnen Quellen über die Eopo
x als alle feine Vorgänger ***)
„161. **) Gbend. S. 165, 168 bis
en 1.8. Leipj. 1765. ©. 73 u f.
‚ Montoiche, Campomanes, Stan.
Coronelli Ragguaglio del Viagg.
Barberia Vol. hi Mediolani 180°.
d Itineraire T. II. p. 286 — 195.
. p. 168. Noah Trav. in Europa
1819..8. Camill. Borgia Mscrpt.
906 Afrika, TII. Abrheilung, Gebirge. $. 51.
Bolks, im Begenfag bes Landes ohne i am Ende. So auf fürn
in Berber und Berberi.
Der Berbernname Daran (f. oben Atlas), d. h. Berg, Zars:
bant, ber Bergſtadt in Marokko, Klingt auch in Oft am Gin ang
von Habefh im Zarantapafß wieder, ben bie öſtlichen B
ſtaͤmme der Hazorta beherrfhen. Er erſcheint fehr häufig wich
in dem bergigen Binnenlande Afrikas in Deir und Zouggala, in
Dar » Bungara (dem Bergland der Fungi), in Dar Mara, Den
Sur, in Dar Kulla, und reiht wieder bis nad Agabes (me ih
Zouarike wohnen), in der Landfhaft Daura. "Im allen bisfs
Strichen finden ſich auch Ortſchaften, bie Tacrur, Zocrur, Zum
vol u. dgl. heißen, von dem Lande der Wareclaniten *) des Cie
(wahrſcheinlich auch Bar⸗k⸗laniten) bis zu dem alten berühmies
fen Zecrur bin am Mittellaufe bes Rigerfiroms.
Wenden wir uns nun nad dem aͤußerſten & bin, an m
Dean, wo das Gap be Ber liegt: fo ift es merkwürdig, baf es
„im, bem Surrentium Promontorium, ſchon Polybius **) af
feiner Küftenfahrt den Namen Bar:ca Fennen lernte.
Die einheimiſchen Namen des hohen Atlas, Ay: Duacal u
Dprin, finden fi merkwürdig genug, beide in Guancennamen bed
it von Teneriffa wieber, ber Ayas Dyrma heißt.
Eine Horde mit Namen Kanarier fand Suetonius Yaullaad
unter ben Berbern, auf dem Gontinente im heutigen Süſe, ve
Inſel Kanaria gegenüber. Zu Leo® Zeiten Iebte der Stenm &&
mera, in NR. WB. des Eleinen Atlas; noch jest wohnen die Gomers
auf der Afrikaniſchen Steilkuͤſte ***), die Malaga gegenüber lieg.
Gomera ift aber befanntli auch eine der Kanarifchen ZYufeln.
Hoara (Havar, Houar bei Edriſi) }) nannte Leo Afr. eiam
ihrer Stämme, der fi) jegt noch Beni Hoarin ++) (mit Arabeın
ifcht) nennt, und zwifchen Agabir und Zarudant wohnt. Abe
eni Hoare nannten fi aud die Eingebornen ber Infel Palme.
Telde iſt noch eine alte Rurg im Oſt von Agadir, und eher
fo heißt die Altefte Burg auf ber Infel Kanaria; von einer fob
Gen Bergfefte warb ber Kegel von Zeneriffa, Pik von Zee
(fpäter in Teyde verwandelt) genannt.
Viele andre Wörter find der Berbern⸗ ober nad Jackſon ber
Shelluhſprache +++), welche er bie alte Libyſche nennt, und be
Sprache ber verſchwundenen merfwürbigen Guanchen gemein HHf}).
Hier nur die Uebereinftimmung ber übrigen zur phpfifaiiikges
Erdbeſchreibung gehörigen Segenfänbe, der erſten Bu ub
Grdformen. ’
*) Edrisi Afr. ed. Hartmann p. 155. **) Plin. H. N. V,
ec. 1. #***) Conde Xerif Aledris. p 151. +) Edrisi Ak.
ed. Hartm. p. ı45. ++) Jackson acc. p. 232. +44) Jach
son sec. n. 380. TtYtf) Jackson acc. p. 232, Glas >
story of anary Islands 4. p.ı74. Bory Sı. Vincent k»
toire des Isles fortundes 4.; und Water Mithridates 3.2
1. Abth. ©. 59.
7
Actlas, Bewohner. —
907:
vei® er ern
oder bei Su :
Spellup. anchen
janan denum, auf Eanzerote.
amen abemon
( } tigot | | tigot
⸗ Plur. —aniltitogan, auf Canaria.
m’turn acoran
e, fäguair faycayg
l talmogaren | almogaren
‚ tigamin tamogitin
a8, tagarer tagarer ‚
nann, kabira kabeheira
aya aya
635 35
athraar thenar
Thal, bouwaman adeyhaman
„ als Hauptnah⸗ tezezreat tezzejes
bei beiden, tomzeen teneen * Eanzerote,
... riffa, auf Lanzerote.
1, ee Kömer) keihen auf Teneriffa (0b
Triffa, die Weizeninfel?)
aum, taginaft taginafte '
von Binfen, carian' carianas, auf Canaria.
Feigen, atermufe archormaſe
tes Gerſtenmehl, ahoren ahoren (hordeum?)
amehl in Dehl, | agamittan | agomotan
ben Haupfthier ara ara -
tiharan, auf Canaria
f, — jan (g-ana-do im Spa⸗
nifhen bie Heerbe),
in, tamouren tamacen
aclıo (lac d. Faho
Römer)
achemen, auf Gomera,
ndere Buandenwörter verfhiebener Infeln flimmen wieber
andern Dialekten der Berbern überein.
Jaß nun hier noch größere Uebereinſtimmungen zwiſchen dem
n und Often aufgefunden werden könnten, wenn man einmal
en Berberſtaͤmmen felbft erft genauere Bekanntſchaft gemacht
wuͤrde, laͤßt ſich wohl erwarten.
)as merkwürdige Bolt des Mauritaniſchen Hochlandes, iſt
verfhieden von ben Afritanifhen Aethiopen in Bitbung
tehensweife, ſehr nahe verwandt dem Araber, der fpäter
s hm eingewandert ift, unb in feiner Nähe fi angefies
at.
yer phyſiſchen Stellung und der Form des Plateaus nad
e El: Magreb ganz dem Guropäifdhen Hesperien zugewen⸗
In Form, Vegetation, Thierwelt, Flima der Gübitalifchen
Spanifhen Natur weit näher verwandt, ale der bes Aftis
hen Hochlandes der Schwarze. Diefes merkwürbige Ber⸗
olk feine, wie Mars den bieß zuerſt anbeutete, der Urs
ı ber Bevrdlkerung des weiten nörblihen Afrita’s zu ſeyn,
908 Afrika, IH. Abrheilung, Sebirge. ‘51.
en Eroberungen auswärtiger Guropäifdger und Aſiatiſqher
er.
Auf welche Weiſe aber jener große MWölkergärtel der Be
bern, den eine Sprachgenoſſenſchaft zu einem Ganzen meqͥt
von dem Arabiſchen Golf an rund um Nordafrika, über Nubie,
bie Dafenzüge , bie Atlasfetten bis auf bie Ganarifche Yafks
gruppe fi um das flahe Sanbmeer der Sahara anſchioß, de
bleibt andern Nachforſchungen vorbehalten,
Erläuterung 5. Die maritime Küflenumfis
mung bes Atlasplateau’s; Fragmente.
Die Aufmerkfamkeit der Europäifchen Mächte auf be
bekannten Staaten biefer Küfenumfäumung, welche fat
Jahrhunderten in ununterbrocddener Fehde ) mit den Ghrif:
lichen Staaten des mittellänbifhen Meeres und allm Es
eopäifchen Marinen flehen, dat eine nähere Kenntniß biefe
Mordgeftade ſehr wünſchenswerth gemachte. Doc
wir gefichen, daß wir bei manden fehr oft wiederholten
und neuerlich auch bie unb da bereicherten Nachrichten über
eine Menge Einzelnpeiten, doc noch über viele ber wiße
tigſten geographiſchen Werhältniffe diefer Küflenumfäumung
ganz unmiffend find. Das mehrſte was wir darüber gu far
gen hätten, können nur Anfichten ber Seefahrer und Ham
beisleute von der Küftenfeite genannt werben, und einge
fammelte Notizen ber Sonfuls von den Dandelsplägen ans,
b: daß immer durch ein einfeitiges Intereſſe, nue
egenflände zur Kenntniß gefommen find, indeß andre gan
überfehen wurden, und eigentlich feit Shaw s Unterfugun
gen kein yoiffenfchaftlicher Forſcher jene Landfepaften nähe
beobachtet bat.
Die allgemeinen hiſtoriſchen und politifchen Raifonne
ments, mit denen wir bei ber wahren Armuch gründlicher
Thatfachen Über diefe Gegenden deſto reichlicher verf
find, laffen wir hiee sur Geite liegen; auch die eigentli
matitimen Verhältniſſe welche nur allein aus einer u
fenderen Darftellung der hiſtoriſchen und phyfſkaliſchen Ges
famtverhältniffe des mittelländifhen Meeres hervorgchen
Zönnen, wie wir fie in der Folge in Verbindung mit ben
GSeftaden Gübdeuropa’s geben werben, verfolgen wir fie
nie. Wir können Bier. nur Einzelnes neues Bemerkens.
werthes hervorheben, fo weit es der Raum noch erlaußt,
und ge einige Quellen verweilen wo das Weitere gu fin
en ® .
7 .
*) %. Herrmann über bie Geeräuber im Mittelmeer und ijre
Vertilgung. Lübel 1855. 8: .
‚ Atlas, Küftenumfäumung. 909
1. Provinz Sufa *). Zwiſchen der Wüſte nords
ürts bis Tarudant und Agadir, im Güden des Koiſer—
mıms Marodo, ifi Suſa eine merkwürdige, inbependente
üftenlandfchaft am Cingange der Sahara die teineenene
he zu jenem Meiche gehört, obgleich fie dazu gewöhnlich
zähle wird, und auch früher ihm unterworfen war. Gie
E dicht an der Gahara und dennoch von ausgezeichneter
suchtbarkeit, reich an Aderfeldern und allen Obfhainen.
Yas Land _ift in ihr ganz voll befegt mit Meinen Städten,
jeden, Gaftellen, die alle ſtark befeflige jeden fein Dbers
aupt, feine patziarchalifche Herrſchaft hat. Die Einwohs
er, ſchoͤn von Geftalt, find alte unvermifcpte Araber, mit
sen Sitten, erinnern in allem an bie Nachbarn von Kas
Ban; fie find fehr fleißig, tapfer, ſtrenge Moslemin, und
olz auf ihre unabhängigen Lleinen Staaten. Bet ihnen
HlBopipand, fehe großer Heerdenteichthum, alte Patriars
vemjeit. Dieß iſt die Provinz mit der Stadt Webinun
50000 Einwohner) welche Jadfon zur Anlage der neuen
5abantompagnie *") vorfchlug. In dem bensqchbarten Ats
igebirge bei Tarudant iſi Detatlreichefum. 3. Riley vers
bie einige Zeit in diefee Provinz Sufe als Sclave und
heile als Augenzeuge manche merkwürdige Nachricht über
e mit.
s. Deeanifhe Weſtküäſte von Marokko. Dom
deiche Marokko haben nah Höft und Lempriere, Jads
oa und Ali Bey lefenswerthe Nachrichten über den legs
m, neueften politifchen Zuſtand mitgetfeilt. Den open
las fchägt Ali Bey auf 13200 Fuß abfolute Höhe ).
bach ihm iſt der ganze flache Küſtenſtrand gegen den atlans
gen Ocean ein Werk der Meeresanfpülung, ber oceani:
beftigen Brandung des Grundfandes und gufammens
tbadner Thonmaffen, den er für ein Produkt fubmariner,
nllanifcper Wirkungen (Tuffa?) hält. Meigelſchichten
lt animalen Gubftanyen haben ſich darüber abgelagert }).
Niefe müflen Strandtüften findet er am ganzen Südrande
ts Atlasplateau’s, gegen die Überall abfolut tief liegende
je dee Sahara, wieder bis gegen bie Syrten hin, und
jet diefe flache Strecke für einen vom Deere verlaffenen
Seegrund; das Atlasplateau zwifhen ihr und dem Mits
lmeere felbft für die alte Infel Atlantis des Plato, an
nen DOflfeite die Syrten fi in die Tiefe gefenkt Hätten,
ib er da einen vulkanifchen (?) Boden gefunden haben
®) J. Riley Loss of the Brigg. Commeroe eto. Lond. 1817.
—8 147._**) Jackson Aco.
2% iBey Tray, T. I. p. 157.
9:0 Afrika, III. Abtheilung, Gebirge. 551. —
will. Früherhin deutete man bie vulkaniſhhen Canary,
3 im Deean at; als —e nr da
Der ſchwarze Daru . unten t dazu bei, biefe
fit —* alı Ben geoßer Atlantis, die wir fr m?»
fon ein ifolirtes Plateau genannt haben p
machen. Ron ber Zertrümmerung ihres Dflendes 7 ,
tiefen Buchten ber Syrten, nimmt Al Dep bie 2
Klippenbänte von Kerkena in der kleinen Gyrte oe
legten Meberrefte ihrer verfuntenen Stellen an. '
potbefe verdient bei ihm nachgelefen und bie Local m
nauer unterſucht zu werden.
3. Tangier. Bon ber Europäifchen Küſte EU
gier (Tanje), ober von Europa nach Afrika zu
braudt man nur vier ober weniger Stunden, —
bier in dieſer Exrbnähe einen Unterſchieb der Rem 2.
kaum auf den zwei Erdhälften. Vom Often her, „.,.
bien über Syrien, bie Türkei, Ungarn, Deutfchlaszs , a
finden Uebergangsfiufen der Wölker ſtatt; aber hier
fih die beiden Extreme ber Givilifation und in umge
Stunden treten die Differenzen von SJahrtaufenden Fee
raſchend hervor““,. Die Käften dieſer Morbfpige Akt
beftehen, nach Ali Bey, aus Lagern eines fecundärn eꝛ
nites ») der gefchichter iſt und mie Thonfchiefergebitg
felt. Die Granitfchichten flreigen von W. nad D.,
gegen N. geneigt im Winkel von 50 bis 70 Braten, —
anderthalb bis 2 Fuß mächtig. Sie erheben fih side Di
40 Fuß hoch, fireden fich aber bis in den Ocean hin
Tangier, und reichen oſtwärts bis zu dem erhabneren ZUR
böhen bei Tetuan, wo jüngere Bebirgsarten fih a
Diefe Erdgegend Hält Ali Bey für plöglich gefunten, WW
auf die Bebirgsmaflen vom Norden Her gegen den
in ſich überſchüttet, und fo die Deffnung der Gibt
raße entflanden ſeyn. Die ganze Mocrdküfle von hiet,
wärts bis zum Staat von Algier längs dem mittel
fden Meere ift uns ihren Naturverbältmiffen nad fe @
befannt geblieben wie fle es vorher gewefen +).
4. Küfe von. Algier. Von den Ländern beit
Raubflaates haben wir zwar verf@iebene Befchreibunn th
aber feit des befannten Shaws Llaffifchen Reifen, fein
Augenzeugen über das unzugänglicher gewordene Land P
#) Bory de St. Vincent Essay sur les Isles Fortante. Pr
ris An XI. 4. **) AliBey Tr. T.I. p. 3. *«*) Geh
©. 36, BI: ss ben acc. F 19. Riley Narratire $
. a en u, Bemerkungen über Algier. Arab
3%. 1798. 8. . ” ag
Atlas, Algier 912
Ne letzten Kriegserpebitionen ) Haben bie Aufs
eit twieber auf die Hauptſtadt unb den Raubhafen
führe, über deſſen Verhältniſſe Paunanti **) ums
ſpricht. Von der Übrigen Küſte weiß er jedoch
es Faktum su fagen, und der Schiffskapitain
Sre, ber beſte Kenner der Raubſtaatenküſten, ges
ſt, es würde thöricht ſeyn bei unſrer großen Une
in biefem Lande, dort auf eine genauere geogras
eſchreibung eingehen au wollen ***). in neuerer
de Bamar) bat einige Iefenswerthe allgemeine .
ingen Über diefen Staat bie und da befannt wer
. Gham bleibe die ältefle, erfte befannte Haupt:
er diefen Küſtenſtrich, amifhen ben Flüſſen Mas
Wet und Zaine im Oft, welde auch Pananti
Srenzmwafler des Algierifcgen Staates angiebt. Die
ihe von befländigen Raubzügen zu Lande in der
vinz zwifchen Konflantina und ber alten Grenze
is, bat jedoch die dortige Landgrenze gwifchen beis
bfaaten in Vergeſſenheit gebracht, und die fonfl
Ikerte und fruchtbare Landſchaft fehe verändert TF).
fen öſtlichſten Küſtenſtrich heilt Blaquiere die
jerichte einiger Augenzeugen mit.
‚ftantina, die Hauptſtadt dieſer öoſtlichſten Pros
Algierifchen Staates hatte noch immer an 30000
eg und liege in einer ſehr fruchtbaren Landfchaft,
märtig unter der Gewalt eines eignen Dey’s ſteht,
derer von 20000 Mann aufbringen kann, aber doch
Algier abhängig ift +4). Die Statt liegt unge:
‚ bat viele alte Roͤmerruinen, gaſtfreie Einwohner,
da an, gegen das Innere des Landes, fol fichres
yn. Bon da nach der Serküfte gu, gegen fa Cala
ſarca, am Grensfluß Zaine gegen Tunis, if
eichthum, bier eine große Seltenheit, die dops
zerth für den Schiffbau hat. Der Ort La Gala,
La Srancia, war nebfl Cap Bona vordem der
e Seanzöfifch: Afritanifhen Handiungstompagnie in
zemein fruchtreichen Küftengegend, und mit Fe:
agen trefflich zur Schiffahrt gelegen T). e
alamé Narrative of the expedition to Algier. Lond.
8. **) 8. Pananti Narrative of a Residence in Al-
eıc. ed. by Edw. Blaquiöre. Lond. 1818. 4. ***) Pa-
Nota p. 108. +) Vasco de Gama b. Jackson Acc.
I +t) E. Blaquidre Letters from the Mediterra-
London 1813. 8. T.I. p. 15%. : tft) Blaquiöre
rs, T.I. p. ı45 tttt) Blaquiöre Leiters, T. 1,
)
912, Afrika, III. Abcheiti
Engländer verſuchten durch⸗
von Algier im Jahr 1806, fl
11000 Pf. Sterling diefen Be)
Militairpoften in Ka Cala =
fehaft zu Maltha zu geminn
nicht *); _die Bombordemene
Eannt. Auf ber Grenze des
Staates an der Mündung des
Zabarca, bis 1798 vom Geni
von ben WBarbaresten verttiebe
iſt die wichtige Korallenfifche
tanzofen und Stalienern vor
etrieben, oft durch die Korfa
Bigen Zeiten über 500 Boote
fchaftigen kann.
5. Kaſte von Zunisg
Tichfte Seeküfte des Staates
Blaquidre, mit dem Cap
9 Gr. 30 Min. D.2, v. Gr.),
Gap Bon, von ba reicht deſſ
feutbaren Inſel Jerbi (Meni
Küftenentmidlung von etwa hu
gen das Innere des Bandes: E
bekannt it ***). Nur über bie
beiden Hauptflüffe des Wad
des größern Mejerbah (Bag
neuere beflimmtere Naripten
ſchrãntt genug, und an. eine
Küften ift nicht zu denken, no
Innern bes Landes. Sowohl
lig incorrect, als auch die new
von Tunis, if, nah Blagui
wie alle vorigen, “
Der Wad el Duibir ot
foringt in der Nachbarſchaft de
gießt fih beitabarta in bass
liegt erwa ı2 Meilen lanbein i
Mitte der herrlichſten Waldun
Schiffsbauholz geben. Die S
faſt unbelannt tt).
Bizerta (Hippo Zaryto:
von Zabarka, ‚an einer tiefen $
Iandein liegenden gtoßen Landfı
u) Bi 53* Letters T. I. p. ı
end. I, S. 136, G
1. S. 155, ja
Atlas, Algier. - 915
bindung flcht, bie einer genauern Wefchreibung bes
a. Der erfte Bat 14 Meilen im Umfang und iſt noch
eefchiffe fahrbar, ber gweite ober der dritte, wenn
vie Weeresbucht mitzäble, bat noch 12 Meilen im
g; beide find ſehr fiſchreich, von ben fruchtbaren
—15* umgeben, aber faſt unbekannt, unbeſucht, und
Bizerta mit 8000 Einwohnern °) ein ſehr wichtiger
‚sort, der allein im Jahre 1800, an 130000 Quarters
m in verfihiedene Europäifche Häfen ausführte,
m Oſten von da ergießt fi der Mejerdahſtrom
Meer; es iſt der Bagrabas bee Alten, zwiſchen
u W. und Kartbago im Of. Beine Quelle’) if
anefern ganz unbefannt, er foll 40 bis 5o Meilen -
erlommen, ans S. W. von den Bergen Mejerdah,
me ungemein reiche Banbfepaft burdrämmn, bie auf
erlichfte bebaut ift mit Kom, Weitzen, Dliven, vol
Bienen u. f.w. und die mehrſten Ausfubrartitel giebt.
‚ewohner jener innern Landfchaften find ein ruhiges,
duſtrieuſes Volk, dunkelfarbig, von fchlanker, edler
?, würdig in ihrem Benehmen, bei denen Fabriken
(rt, Webereien in höochſtem Flor find. Die ift die
d des alten innen Afrikia’e, wo auch weiter im
e Araberſtadt Rairoman ***) erbaut ward, bie jetzt
50000 Einwohner haben fol, und Haupthandel mit
ztädten Sfax und Suſa nah ber Oſttäſte treibt, aber
unbekannt geworben if.
n der Oſtſeite des untern Rejerdah iſt bie volkreichfle
iſche Landſchaft, vol Städte, Dörfer, Araberflämme,
roßer Reichthum an Kom, Weitzen, Gerfir, Vieh,
„Dehl; in den Gebirgen find reiche Gruben für Sil⸗
Rupfer, Blei, die gang unbenutzt liegen; bei Porto
na findet man in. ben Vorbergen Quedfilbererze.
biefem allen wußten die Karthager einft beſſern Ge.
zu machen, als die heutigen: Tuneſer.
Ye Ruinen auf ber Weftfeite des Mejerdah, welche
Re die des alten Utica +) anſpricht, werben als Stein:
benugt; vor kurzem geub man bort eine fehr große
r der (hönften Statuen aus, unter denen auch ein
lee Auguflus und Ziberius waren, die in bie Gamm:
bes Engländers Fagan, Sonful in Palermo, gelom:
Ind. Zunädfl n lie, an der Mündung des Mejer:
liegt Porto Farina +p) mit gooo Einwohnern in
laquitre Letters I. p.ı56. *0) 0.0.8. &.136. ***) Ebn
ukal Orient. Geogr. p. 19, 20, Marcel in Descr. de
g. Er. Mod. livr. Ill. p. 85. +) Blaquiöre Leiters I
100, m Ebend. 2 158.
. Mmm
914 Afrika, 111. Abrheilm
einer außerordentlich fruchtbaren
erſte Seearfenal: der Tun fiſchen
det, und nur von einer Garnifo
Doc ift bier noch ein Schiffswe
tung eines Sms fifgen Baumei
6. von Eu
Golfvon Zunis if einer de
telländifgen Meere. Im Weſt
linis Prom.) begrenzt, im Dftı
oder Heımacum —— hat
von 24 Meilen (120 miles), übe
den vom Ufer den beiten Anterg
Halbkreiseund geſchloſſenen Baſſi
Größen au allen Jahrsjeiten de
ven ?). Bür die großen Seeſchif
vom Cap Eartagine (36 Or.
Min. 50 Ser. D. 2, v. Ferroe n
mwärts.bei EI Marfa,
birge, das die Bucht fehließt. €
Gartagine, liegt La Goletta
.Br., 98 Gr. 5 Min. 30 Sec,
die farte Feſte von Zunis mit
Handelshafen bes Reiches, der
nahen Hügel beherrſcht wird. 4
der Zunefen, mit ihrem Schiffe
der von Tabarka und die Abriasil
liefern, das von Zeannäffgen !
baumeiftern durch Chriftenfelaven
tet wird. Wan Goletta zu bei
Zunis dehnt fih ein flacher (
6 Meilen im Umfang, mit ber |
Mitte, der befländig von Barker
Transport der Waaren und Men
fidvenz gefgleht. Die größte Ti
Sees ift nicht über 6 bis 7 Fuß
Küftenlagune durch im Oft vorg
gefploffenen See na und nad ı
nur als Saline; feine Ufer werbi
mingo’s bewohnt. , Ausgetrodne
Sumpf zu einem reigenden Gart
genmärtig an feinem Südende, 4
ungefundefte und ſchlechteſte Lage,
®) Blaquiöre Letters T. I. p. 159
Asıron, 189. Tl, p.yg. *#
160. Chareaubrisäd Ieaerai
p- 186.
- Atlas, Tunis, Karthago. 915
tengt wird. Meben Ren: Karthago, und auf der
des alten Tunes, erhob fig feit dem 13. Sabıhuns
Araberſtadt und heutige Bendeng Zunis, die £ub-
te Heilige 1870 angeiff, Carl V. 1535 eroberte,
14 w in bie Gemals ber Türkın und feitdem
ebaresten fiel. Tunis liegt auf weißen Kreibebfr
auf ihre Befeſtigung find viele Kräfte nerwendes
© fehr feſt zu machen. Die Stadt *) mit ihren
Einwohnern, barunter 15000 Gpeiften, und mic
Reitwürdigkeiten iſt vielfach befeprieben. I Um:
gegen Norden, zu den Hügeln der alten Karthago,
r seigenbe Landfhaften; bort am Gap Gartagine
t EL Merfa (d. h. Hafen) °*) if das Bajä der Zu
dort liegen die reichſten Getreidefluren, Dlivenwäl -
Mhaine, Drangenpaine, Rofenweldungen und Weins
befäet mis Villen, Landhäufern, Gärten aller Reichen,
‚ und Gonfuln von Tunis, weiche die ſchoͤnſte Jahrs
et an dem kühlen, friſchen Geegeftade genießen.
ı diefem Worgebirge, das nı den Namen der alten
idt trägt, apo Gartagine, liegen ſeht viele
1er, welche zum Wiederaufſuchen bes alten Tyri
Rarthagos vielfach aufgefordert haben; jedoch ohne
genden 'efolg. Da Bier die vielen Reſte Römiiher
uren mis ihren Inferiptionen unvertennbar bie
dere Römifhen Karthagifipen Kolonie ber
und an fich von fehe geoßem Umfange find, fo bat
ier im ihnen auch die Grundmauern der alten Ep:
m Karihago wieder gu finden geglaubt, zumal, da
iche Werke der neuen Karthago mit den Quadern
m Kartbago offenbar auf ee find.
ieß war die algemeine Anſigt aller bisherigen Mei:
welche biefen tlaffifchen Boden beraten und uns
B ansiqnarife Bemerkungen mitiheilten, denen frei:
9 Überall die Schärfe der Kritik umd die Verglei⸗
dee Monumente mit den hiſtoriſchen Quellen fehlte.
PR ganz kürzlich hat ein feharffinniger Forfcher, ber
ven Reifen bie vorhandnen Quellen über die Zope
Karthagos genauer als alle feine Vorgänger ***)
laquiere Letters I. p. 162._ *") Ebend. ©. 165, 168 bis
%
* Cha Reifen 1.3. Leipy. 1765. ©. 230 f.
i 5, Stan-
de Nangis, Montoiche, Campomaneı
Jackson; Coronelli Ragguaglio
un dilestante nella Barberia Vol, 1f. Medio) :
& ihm Chateaubriand Itineraite T. I. p. 286 — 195.
aquäere Letters T. I. p. 168. Noah Trav. in Europa
1 Africa, Wow York 1819..8, Camill. Borgia Mscrpt.
ni Esıtup,
916 Afrika, II, Abtheilun
flubirt Hat, uns durch feine gel
shum gegen: und hoͤchſt wicht
tlaffifchen Boden gegeben. Mit
en fehr unbeflimmten Angaben,
inmertung nur bie Refultate d
dung, In foweit fie jut allgemein
4 (am umd auf bie in Hinfipe d
erhaupt fehe wichtige Bleine €
verweiſen ). Ihr iſt auch ein
pographie von Karthago beigegeb
| Anmerkung, Diekageb
tbago. ‘Die Ruinen des alten ZT
| man bisher vergeblich gefucht; Teibf
Ungewiffen, und weder. die Peutinger
A älteften Karten ber St. Marcusbibl
| fdäge noh neuere Gpecialaufnahm
bie dandſchriftlichen Arbeiten des C
[i ber biefe Libpfhen Küften bereifete,
zu fHreiben, aber zu früh ftarb, f
@ftzup bei Ausarbeitung feiner Ab
Dos Tyriſche Karthago er
) mifdje Zeldberr P. Cornel. Scipio
F U. c.), und fprad) einen Fluch üben
m aus. Mehrere Verſuche ein meues
fhahen dennoch unter Cajus' Gracch
Zrümmern bes alten Rarthago's.
dort fehr fchnell eine neue Kolonie
Fluch) des Gcipio zu meiden, an ein
Auf ihren Münzen hatte fie bie Ach
{ verus gab ihr bad Jus Italicumz
biefes Neu: Karthago den hödfte
Banbalenkönige und im I. 706 vom
lifen Abdul Weist Ben Merwan zer
madt. Aus den Muinen wurde dad
ju Leo Afritanus Zeit (1500) ı
Dorf EI.Marfa (d. b..Hafen) eine
net, nur ned etwa 500. Hütten üb
mit feinen Trümmern, als bie Stät
i man fennen um von da bie Tprifde
} Zu ben wahren Nuinen biefer $
gehören: 1. ein Aquäduck, der ve
wan, Zeugitana) im Weft any
gebt, wo feine Waſſer ſich noch heu
vertheilen, die im Winter gewöhnlich
riſche Karthago hatte eine folde Mai
Estrup Linene Topc
jecundum Auctores
hica duxit ete, Hafui
op. P- 24.
Tine, qu
Topogra
Line 7
Atlas, Tunis, Karthago. 917
Bius, Diodor und Appian fagen Fein Wort baven, daß
mer einen Aquäduct zerſtoͤrt hätten; wohl aber thaten dieß
subalen unb bemäcdhtigten ſich dadurch der neuen Stadt, wie
-ian einſt Alexandria's. Nach einer Münze ſcheint Kaifer
Geverus ihn erbaut zu haben; fein Ende mit ben Pisci⸗
gt alfo bie Lage von Reu⸗ aber nit von Alt: Karthago
- Gin fehr großes Baffın, die größte Gifterne 140 Juß
50 breit, 30 hoch, weldhe am Gübenbe ber dortigen Halb⸗
egt, könnte vieleiht ein Puniſches Monument ſeyn, da
ad Appian in bem alten Karthago, zumal im Theile Mies
ie Dachwaſſer in Gifternen ſammelte. Doch bleibt dieß fehr
Daft. 3. Am Gap Gartagine, jett Sidi Bufaid, von einem
Den Heiligen genannt, Jiegen Mauertrümmer, bie aus ber
Socletians zu ſeyn fcheinen. 4. Ein runder Tempel 60 Juß
ehmefler ift Römifcher Bauart. Alle diefe Römifchen Gons
men beweifen, daß bier die Römifhe Golonieſtabt
‚fo eben darum nicht die Tyriſche Karthago Hier ges
ı haben kann, ba Fein Römer fih dem Fluche ausfegen
Dieſe ältere Stadt lag alfo außerhalb der neuern
ich EftrupsBeweifen, unflreitig am Rordende ber gans
albinfel (Chersonesus, Penineula). wie alle Autoren
:alität nennen, und nit an ihrem Suͤbende gegen Z uni
o man fie bisher geſucht bat*), Die Halbinfiel auf
? die Tyriſche Karthago lag, und auf deren Gübende
ie Römifhe Karthago erbaute, war durch einen ſchmalen
nus mit dem Afrikaniſchen Feſtlande verbunden gleich einem
„ und in &eftalt eines Hammers lag ber Sherfonefus felb
alb ber beiden Hörner (Prom. Apollinis und Mercurii
ofen Golfes, mit ihren Enden gegen R. (Say Samart) um
ı Woletta) gerihtet, und gegen Gicilien im Oft mit bem
m Gap Gartagine (Sidi Bufaib), wo ein heil bes Wors
ed vom Deere eingeriffen iſt.
deffeite, auf dem teten Ufer bes Yluffes Bagrabas, ift nur
inzige Lage moͤglich; es fragt fid) nun, wie fich bie Zope»
e der alten Tyriſchen Karthagd auf bem Norbs
Liefer Eocalität nachweiſen läßt?
trabo giebt ber ganzen Peninfula innerhalb der Stadtmauer
umgab 360 Gtabien; der Iſthmus nahm bavon nur 60
m ein. Gtrabd maß diefen, nad feiner eigenen Beſtim⸗
‚ wo er am breiteften war; Polybius maß ihn unter ber
mauer wo Gcipio Africanus bei der Melagerung von Meer
eer einen Graben von 25 Stadien hindurch zog und ſich ver»
te. Die Meerfeite des Gherfonefus gegen Gicilien war
ifer; daher die Yunier ihre Stadt dort nur mit einer eins
Mauer befeftigten. Den Iſthmus aber befpälte, nad Ap⸗
auf ber zweiten Geite-ber Lacus Tunetanus (auf ber
ite) und auf ber dritten das Stagnum, eine Lagune, bie
Scipio’6 Flotte beſchifft warb, in welcher bie Taenia, eine
2 Lanbzunge zu dem Gtabtwinkel führte, der am leichteften
tärmen war. Dieſe Eocalität mit ber Taenis, dem Siagnum
Esırup a. a. D. ©, 18.
⸗ Era: Ca
—
gr
[2
uLyELsEı, zus Aumjuysusy IyLEO WULYUVERD,
Einſt war das Stagnum weit größer als
linen; der alte Strom Macra , wie ibn Polybi
Bagrada der Römer (daraus jegt Mejerdah),
nern Tommend, binberte bei feinem teißenden X
Zeit dfter den Webergang aus ber Tyriſchen
Gontinentz ja zu Leo Afrilanus Zeit (150
fhwemmte er noch bei hohem Waſſer bie Werl
von Zunis, alfo bis in fehr große Sntferanng
woran jegt nicht mehr zu denken if. Daher f
fe8 Stroms offenbar fein Deltalanb weit geg
geſchoben, bie Küfte ift gewachſen, Bas Stagnur
eigner Strom ift von Karthago weg, gegen
dert. Diefes Utica lag einft auf Hügeln am
Dafen; jest tieaen bert aber Leine dergleichen
geſtade. Die nähften Hügel am Meere find
ter, daher auh Shaw fchon die dortigen 9
Stabt für die des altenUtica hielt, und mit
Hügeln über Utica’8 Stadbtmauern nahm Scipi
ift es, bei Bu:fhatter, wo Nahgrabungen
Zageslicht gebradht haben (Noah Trav. p. 32:
ter bat fi alfo das Delta des Bagraba feitb
vorgefhoben, und Eftrups Hypotheſe **) iſt
baß ber Bagrada einft, in fehr frühen Zeiten
floß, und ein wuhres Delta bildete, nämlich re
tigen Manubaz und Zunefifhen Seen, und I
cenfifhen Meerbufen, fo, daß der Karthagiſch
Karthagifd;e Peninfula mit dem Delta bes |
immer in der Breite mit bem &chuttbeben v
verfhwinden mußte.
Mit biefen Daten laͤßt fih nun nach den
Atlas, Tunis, Kartfage. - 919
tus angiebt, bie Theile Byrſa und Cothone mit Mauern
‚eben; fpäter erſt wurde vie breifahe Mauer angebaut und
® un ber Diodonia Urbs in V., wo auch das Stagnum lag,
. gegen bie Bandfeite bin. .
srabo’s große Mauern von 360 Gtabien bezeichnen une
Eäg diejenigen, weldye rund um bie ganze Peninfulg gezogen
en, fit Mdioffen bie ganze ‚ bie fogenannte Magna Cartbago.
ale drei Gtabttheile ein. Aber ber eine ihrer Theile, Me⸗
@, mar wegen bed Reihthums feiner Bärten beräbmt, unb
war unftreitig ber fäblihe, der nit mit Stabtgebäuben
Welten bebedt war, der alfo auch nicht zertrümmerte und in
mmen aufging, über welchen auch Gcipio nit ben Fluch aus⸗
Sp, unb an befien Suͤbende fi daher die Roͤmiſche Kolonie:
„ Nova Carthago anbaute, wo noch jeht bie Zrämmer von
> ne unb von El Marſa in ben parabififhen Gaͤrten zer⸗
egen
Die Wohnungen der 700000 Yunier, deren Stabt, wie Flo⸗
erzählt, nad zweijähriger Belagerung erſt buch 17 taͤgige
webrunft in einen Afdyenbaufen verwandelt ward, biefe lagen
E unftseitig in den älteften Stadttheilen, Byrſa und Gothon,
Mordende der Peninfula, an welde, wie Diodor Sic. ere
E, das Suburbium Megara erft durch Mauern befonders ans
ofien ward. Rei ber eigentlichen Groberung ber Stabt wer:
Bon Seiten ber Römer, nad ben Autoren, auch immer nue
Theile Cothon und Byrfa als bie ſchwierigen genannt. Diefe
> in Weft durch die dreifache Quabermauer mit doppelten
sen und doppelten Gtodwerfen gegen ben Iſthmus vers
erh darin die Ställe für bie 300 Glephanten, 8000 Pferbe
Gafernen für 20000 Wann Fußvolk fi befanden. Zus
erſtieg Laelius ben Stadttheil Cothon, und bann erft Byrſa.
als ber Hafenort war ber berühmtefle Gtabttheil; biefer
me bebeutet nad Feflus Avienus und Servins ad Virg. übers
»t im Puniſchen einen kuͤnſtlichen Hafenort *) (GSchiffs⸗
>, Molo, Damm), baber auch Habrunet und anbere Orte den
wen Cothon führen. Dort lagen zwei Häfen ber alten Tyri⸗
xKarthago, davon ber eine gegen Weft ber Innere, bem
ze offen lag unb nur ginen 70 Fuß breiten Gingang hatte,
mit eifernen Ketten gefhleffen warb, indeß der Keußere
Kauffahrdeiſchiffe beſtimmt war, jener aber für bie Kriegs⸗
Diefer innere Kriegshafen lag in ſder Stadt verborgen
hatte felbft in feiner Mitte eine rundliche Inſel, mit Arfes
m verfeben, und im Umkreiſe um dieſe, Stationen für 220
fe: ‚Die Schiffsſchnäbel hatten jeber ald Ornament 2 jonis
äulen; fo baf alle zufammen in ber Peripherie nad außen
it, um die Abmiralitätsinfel einen Portilus von 440 Saͤu⸗
Sildeten. Die Infel felbft war erhbaben, bee Abmiral konnte
ihrer 3 das Ganze uͤberſehen; der Eingang zu dieſem
en lief zwiſchen 2 Mauern bin, fo daß jebem —** der
k dahin verſchloſſen war. Außer dieſem kleinen Kriegshafen
ſtte bie große Karthagiſche Flotte auch noch wohl anderwaͤrts
Estrup a. a. O. p. 35.
ee Er Per Fin feyn
alten y
welchem fo viele neuere bie =
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je von der Gtelle bes alten
Ta 34 en
das haben ihe wol it — ba al
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Shıfa ber we jang zu wehren.
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er fü Sötter, mar ber dritte Gtabtı
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jete, und auch zulegt erobert warb, \
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ten 50000 Karthager, als bie übrig:
und mit ben 8oo en auf den Te
fe — —— — —*
amnmeh und Rüinen bie;
Diefeb Wazbende ver Sarbinfet würbe be
=
Atlas, Tunie. 981
vieber feit bet Araberherrichaft an bie jüngere Tunis abgks
bat. Die Einie des Aauäbuctes ſcheint in der Mitte des ür⸗
‚lien Segmus, ber Länge nach gegen bie neue Kolonieſtadt
ogen zu ſeyn.
. Die Ofküſte von Tunis. Bom Gap Bon
sad „Min. 45 Gel. N. Br., 28) Gr. 435 Din. 45 Get.
v. Ferroe nah Capt. W. 9. me) ) fübwärts bis
nfel Jerbi reiche das Gebiet von is, bis jenfeit des
von Gabe s oder der kleinen Syrte, und überall zeigt
in reichesRäftenland, das unten einer milden: Herrf
Aßten Wohlſtande feyn Lönnte. Auch unter dem Top
Yespoten liegen Hier viele} bedeutende Dertfchaften **).
tpia zuerſt mit 4000 Einwohnern, dann Damamett
000, ein reicher Hanbelsort, faſt unbebaut. Suſa mit
. trefflichem Dafen und den reichſten Dlivenplantagen
anzen Küfte in ber reizendſten Landſchaft. Sechs Meis
avon in W. bei El Gemme fließt ein coloffales, faſt
ımmen erhaltenes Amphitheater. Die Stabt Monas
nur 4 Meilen weiter in &. D., bat 12000 Einwohs
einen wichtigen Dafenort, Webereien, unb bebeutens
Dandel. Sfax mit 6000 Einwohner, ſteht in ſtarkem
ehe mie Malta und der Stadt Kairouan im ern
andes.
Bei den Doppelinſeln Kerkeni, die durch eine tiefe
ſtraße von der Küfte getrennt find, beginnt der Golf
Gabes, oder die Eleine Syrte (Leptis parva'), eis
unbelannter und von den Schiffern schteter Meer
1 *2). Eine große Bank, bie reich an allen Fiſchen
ab durch eine ordentlich eingerichtete Fifcherei vom gro:
Gewinn für Malta und Gicilien werben würde, ziehe
von ihnen bis sogen die Inſel Lampedufea him.
€ Bank bilder bei Sturmfluthen biche an den Inſeln
ekeni ein gang ruhiges, eres Meer, und vettete
Beys Se vor dem Scheitern }). Aber das Landen
wer wegen ber Untiefen, bie Blachinfeln find in der
ve nur burch ihre Palmbaumgruppen ertennbar. Etwa
Fiſcher leben auf diefen Inſeln unter einem a.
killee Abgefchiebenpeit, und zahlen ihren Tribut in Fi⸗
s an ibren Oberherrn. Die Iufel Jerbi liege an deu
darenze des Golfs, ift aber yon B0000 Einwohnern, den
ſigſten im ganzen Tuneſiſchen Reiche, in einen großen
ten verwandelt: der Ankergrund iſt er gut; mit ihren
ducten verfehen fie Malta und viele Oreſchaften, ihre
Blsquiöre
65 w)
*.) Blaqg se Letters. 7. I. P⸗ 1864.
Y⸗ J. Pe 228.
. Zach Corresp. Astron. ı .
Fer. T. Ip, ale. Ka
p) Ali Bey No
ge2 Afrika, III. Abeheilung, Gebirge. $. 31.
feinen $abrilate aus Wolle, -Lein und ihre Ghawis sche
durch die ganze Barbarei.
Im innerfien der halbkreisförmigen Syrte liegt bie
Stade Cabes) mit 30000 Einwohnern beren Handel mit
Kairouan und Tunis ungemein wichtig if; Doch fürchten
alle esifer diefes Meer ale verberblich. jefer Küſten
Provinz fleht ein eigner Sheikh vor, der 20000 Mann Rei
gerei aufftelen kann, befonders follen die Bewohner ber im
W. benachbarten Gebirge kriegeriſche Möller ſeyn. Alk
diefe Gegenden find 0 faſt terra ıncognita zu nennen.
s Die Köfle von Kripoli. ie Zripolitanif
Herrſchaft reicht längs ber Küſte von ber Inſel Jerbi,
wärts, bis gm ap Rayatin und zum Dafen von
Bomba (33 Br. ı n. R. Br. und 23 Br. ao Bin. D.
2. v. Greenwich nach Blaquiore) **), eine Küftenentwi
von 160 geogr. Meilen nah AliDey und Della Gells
bis Aegypten ***). Landeinwärts ifl ihre Ausdehnung fee
ungleich, weiter gegen DA Bin ſehr befchränte, im © vs
Tripolis reicht fie bis zur Dafe Fezzan Hin. Hier nur ven
ber Küffenſtrecke bie bis jenfeit des Cap Mefurate wi
zum Meerbuſen von Sydra oder großen Spree, md
ptis magna) fi ausdehnt, weit mit dieſer auch bie
umfäumung des Atlasplateau’s zu Ende gebt, und im &h
ben der Bucht von Gydra ein tiefliegendes Flachland ie
ginnt, von dem naher die Rebe fegn wird. Auch bier F
alles geozraphiſche Willen nur noch Stckwert, obglei iR
Umgegend von Tripolis wohl unter allen der Werberntäßes
am Zufigften von Europäern beſucht iſt.
ennoch wiſſen wir durchaus gar nmichts von ber gm
Ben Küfenftrede gu fagen, bie zwifchen dem Golf von
bes an ber Weſtgrenze des Reis bis zur Hauptftadt Te
polis liegt, und Blaquiere made auch Gier auf die Wis
gel aller Seekarten ) zwiſchen Tripolis bis Alegandria ask
merkfan. Die Franzoſen, Hält er dafür, ſeyen im
ber mehrflen Beobachtungen an biefen Geſtaden. Die
emeinen Nachrichten +F) wie wir fie Säufig finden, übers
en wir hier, da fie unfre Erbkunde im ganzen fehe went
edorn.
Erſt ber wiſſenſchaftlichen Erpebition bes Tifgen
Göiffstopitain W. 8u3 — ** Küfen, —
®) Blaquièrs Letters’ T. I. p. 18. **) Blaquidre Letica
T.I.p.2. ***) AliBey Voy. I. p. 245. +) Blagsien
Letters T.I. p. 3ı. In laquiere T. L p. 35 — Ur
Rich. Tully Narrativö of a ten Years Residence at Tri-
poli Lond. 1817. 2 Edit, 4. Paul Lucas in Pror.
of ıhe Association for promoting etc. Lond. 1810. V
ll. p.47—85 Ali Bey Voy. L p. 235—244-
—
Atlas, Tripoli. gas
e die genauere Ortsbeſtimmung von Tripoli (30 Gr.
Bin. 13 Sec. N. Br., 30 Gr. So Min. 30 Ge. D.2.
Fexroe)“), wonach die Lage der Küſte auf La Fie's
zte mediterrance verbeſſert werden muß. ie Stade
E nur 25000 Einwohner, liegt auf einer Landzunge im
er auferordentlig fruchtbaren Gegend. Ihr Hafen iſt
DE ſehr geräumig, aber für das ganze Jahr vollkommen
ver und groß genug für jede bedeutende Kauffaßrteiflotte,
für kleine Sregatten. Die Umgegend liefert, wo Fleiß
‚ alles im Uecberfiuß was die Umgegend von Zunis giebt;
er in geringer Entfernung der Stadt fangen bie Wüflen
3 und von ihr gegen Weſten bis an die Tunefiſche Grenze
zfen nur Bebuinenborden. Die Küſtenfahrt **) iſt Hier
De fo gefährlich wie die Unwiſſenheit der Seefahrer fie
Bgiebt doch sieht fich meiftens Vlachſtrand am Ufer Hin,
B& die berrfchende Küfenfirömung gegen &.D., wie bie
eheerſchenden N. und N. W. — im Herbſt, Win⸗
und Frühling, bringen die Schiffer häufig ins Verder⸗
u, da ihnen eine genaue Küſtenkenntniß fehlt. Dieſe Ge⸗
je nimmt gegen ben Dfien zum feichten Meerbuſen der
Ben Syrte allerdings fehr bedeutend gu, unb hindert das
ıfblähen dieſer Küftenfirede, bie von der Landfeite, auf
ie für fie gleich nachtheilige Weife, nah dem Syſtem bes
— despotiſch beherrſcht, d. h. immer von neues
rt wird.
Von Zripoli bis Cap Mefurasa ) find an 30
'eilen längs: der Küfte bin, ber beſuchteſte Landftrich, ba
ser Mefurata ein guter Hafen liegt, in deſſen Dorf und
ıffell ein eigner angefehener Gouverneur feinen Gig hat,
se Weg dohin führe über Lebida (Leoptis Magna), wo
; ®ucas intereffante Ruinen +) fand, die na Bla—⸗
rädre 3 Engliſche Meilen lang und = breit feyn follen.
Usher Meſurata ziehen die Caravanen von Tripolis
bwärts nach Fezzan, 9 Tage entfernt; fie nehmen dieſen
nweg um die Hochgebirge von Ghuriane zu umgehen,
elche hier als das Äſtende ++) des Atlas Plateau's zum
jefland ber Sahara abfallen (oben ©. 885).
®) v. Zach Corresp. Astronom. 1819. T. I. p. 68. **) Bi=
uitre Letters I. p. 28. ***) Blaquisre Letters I. p. 18.
Lucas in Proceedings II. p. 66. +1) Blaguidre Lew
tes I. p. 18. Della Cella. . |
ae 2* en
neue, ige Cut! h
Le dern eh von keinem neuen
re ausgenommen , ber ſchon
air ta Ele
je u u
wife, ae 328 —W *5
— Baer fo 3.* fri
tgleipung fehlen, für K put allein
nal bem |
En a
ek
. „Die 1 Geliar der mit den Werhät
taates im Dften genauer als
vr —æ een Selegenpeit Hatte
jollemenge felen nur auf 650000
gittorole von Tripeli — — sum =
eine Strecke, na il 235 geogr. 9
de: 1 EA —* von *
find, bis Wera u Dena
Mlfehien welche fi um die große Syrte
L
Plateau von Barka. 985
mdernber Webninen bei benen jedoch bie Sitte ber Gaft⸗
rundſchaft nicht mehr einheimifch if, wenigſtens vor Bes
ubung und Ermordung nicht weiter ſchützt, als über bie
senze des Weideplages hinaus.
Kein Wunder, daß diefe Gegenden, feit einem vollen
ihetauſend von Europäern unbeſucht blieben. Der Kriegs:
Br welchen der Paſcha von Zripoli im Jahr 1819 gegen
wen rebelliſchen, älteflen Sohn Mhamet KRaramalli
unternehmen genöthigt war, führte ein Zripolitaner Heer
w 120000 Bewaffneten in die alte Gyremaica, und bie
ste Della GCella. Der widerfpenflige Gohn war we:
u feiner Vergehen vom Water aus Tripolis verwiefen, in
B Exil geſchickt, am die Oſtgrenze bes Reichs zum Bow
gueur der Provinzen Bengafi und Derna ernannt”).
were dort angelangt, 'flellte er ſich an die Spike des res
Htrenden, ſehr ilicigen Beduinenflammes, ber Zoagi,
: am bie große Gyrte wohnend, ben Tribut nach Tripo⸗
verweigerten. er zweite Bohn des Paſcha, Bey
zImet, wurde daber zum Feldherrn gegen feinen Bruder
sannt. Ein Befehl an alleWeduinengäupter (Sche-
er, Plur. von Sheik) feines Staates gebot einer Anzahl
w Beduinen, fih auf der Strafe einzufinden, welche der
ig des Heeres von Zripoli gegen den Often nehmen würde;
r Dberbäupter oder Scheer. mußten in Tripoli fig ein:
Ben, um die Fahnen aus den Händen des Paſcha ſelbſt
ı empfangen. Die Marabuten oder Heiligen bee Reſidenz
nd der Wüſte, wurden überall um ihren Math befragt,
nd ihre Wohnorte au auf dem Marfche beſucht. Der
xiegs zug ging längs der Küfle bie zur Oſtgrenze des Reichs,
rt rebelliſge Sohn wurde aus dem Reiche vertrieben, und
rebelliſchen Horden, wo man fie vorfand, wurden niebess
n oder erfpeengt. Dies find die Äufern umflände
Denen hd ella Gella’s Unterfuchungen richten muß:
I da er ale Arzt den Bey Ahmet begleitese.
1. Küfte von Zripoli bie zur großen Syrte.
F—üdem Wege von Tripoli bis gur großen Syrte erhals
wir fon manchen Matrog zu den frübern fparfamen
wmeaphifhen Nachrichten. ine gute Tagereiſe im S.
Tripoli erheben 3 die Gebirge von uriane ”
äw der abfoluten Höhe von etwa 1500 Fuß (500 mitr.,
= den Meeresfpiegel, und 8 in großer Gleichfsrmi
: gegen Dften hin. Auf ibren Höhen liegen die Dörfer
» ueiano und Tavarga (4 Stunden im &. von Arar,
= Drir, wo bas Ciſterne des Prolemäus mit ui:
nn
d Della Cells Vieggio p. 20. **) Della Calls V, p. 29-
yeurge LEUEUG Zu, in vir STTHIHpRE DE
roße Menge von alten Brunnen bie in Se
Lauen und mit ſchoͤnen Marmorplatten gebed
viele Mauerrefle, zeigen die alte höhere B
fer Gegend an. Die Ruinen von Lebebda(l
ptis Magna) find gum heil mit Sande
bie ne. jew chtbaren Trümmer +) a
mit Gäulenreften_von rorhem Granit und Di
Darifhem und Penthelifhem Marmor, fe
aus den fpätern Römifchen Jahrhunderten ı
u Kaiſer Sufinians Zeit war fo
Theil +T) der alsen Römifgen unb wohl auı
Stadt unter Sande begraben, und Juſtini
vier Kirchen auf. In bdiefen Ruinen Hat (
Nachgrabungen kürzlich angeflellt, deren Mefa
Begierde entgegen fehen. Bon Bier aus fud
gen Güden eine fogenannte verfleinerte
—X das Nas Gem, im S. von Bengafl;
en ©. 139. 6. Abfehnitt, bis 246), fanb a
elenden Ort Ghirraa (30 Br. 37 Min. 30
3ı Gr. 48 Min. 30 Sec. O. 2. von Ferroe) }
dernen Hütten; in einem Graben daſelbſt,
Mefte von Gräbern und Architecturen, die
©odel, die Basreliefs wie geraspelt; in
Stadt Saratilia ohne Wafler, welche nur
litairſtation gewefen zu ſeyn fcheint, um die (
mit Ehabante, nach dem Innern Libyen
Plateau von Barka. 927
Gegen S. O. von da, in einem ſchaͤnen Thale,
ufentbhalte der Antelopens und Gtraußbeerben, fand
bh einen plumpen DObelisten mie fünf Gräbern und
w Sinferiptionen. Diefe Muinenbaufen liegen gang
um Garavanenwege von Fezzan gegen Tripolis gu,
wrben bader von den Garavanenreifenden die aus dem
7 Afrita’s kommen, mit Verwunderung betrachtet
belhaft Hefchrieben, woraus denn, wie Empytb fagt,
= Geſchichte von Narboun (9) verbunden, bie Gage
everfleinerten Stadt im S. von Lebeba ent;
u ift, nach weicher ſogar Pilgerfahrten gemacht wer:
md von welcher bie Abergläubigen, Gentengen copiren
is Gebeten verfehen, um bafür bie Ruhe ber Seelen
-fleinerten Moslemins gu erflehen. -
rei Stunden im D. von Leheda ergießt Mich ber
Fo oder Wadi Quaam, ein Gebirgsbach ber oft
gelegt ift, durch fleiniges Felsbeit zum Meere bin,
Lagunen und Gämpfe bildet. Es iſt am Morgebirge
rata (Cap Cephala) der Kinyps (Kıry) des Des
) (die Mündung unter 32 Gr. 35 Min. 05 Sec, N.
»2 Er. 54 Min. zo Sec. D. 2. v. Ferroe nach Siyth).
bo bemerkt, daß die Karshager Über diefe Gimp
tromes Cinyphus (Xivvges) *") zur beffern Landkom⸗
tion mit dem Oſten lange Mauern und Wrüdenbes
fführten; die Pfeiler von dieſen beobachtete dier noch
2 Cella**”*) in derfelben Localität. Da der Strom,
erodot, von den Bergen der Grazien (Xagisur) her⸗
‚ welche durch ihren ſchönen Waldreichthum ſich vor
macbarten kahlen Libyen fehr vortheilbaft auszeich⸗
ſo haben wir hiermit auch einen’ wichtigen Anhalt:
im Grbirge Ghuriano für die Wöllerkämme der Lis
ei Herodot gewonnen. Aber biefe Berahäben liegen
us nicht fo wie die Landkarten fie der Küſte gang bes
ee angeben, nah Della Gella’s ausdrücklicher Be⸗
ag, fondern ganz richtig nach Herodots Angabe, 200
m von der Küfle entfernt; fie find Beute noch wie
rodots Zeit durch ihre Bewalbung ausgezeichnet. Die
e auf der Dftfeite bes Cinifo iſt von außerorbent⸗
Seuchtbarkeis; drei große Dörfer liegen bort, welche
amen Sliten +) führen, und ganz von Juden und
uten bewohnt find, welche lehtere, bier, bur ben
» ihrer Heiligßeit bie gebietenden Deren geworden
on denen die Juden in einer Art Sclaverei gehalten
» Die genannten brei Doͤrſer liegen nicht dicht am
5. **) Strabo XVII. p. 683. ed. Tasch,
erodot IV. ec. ı
Vinggie P- 47. 7) hm, ©. =. ’
) Della Ceolla
928 Afrika, III Abrheilung, Gebirge. 6. 52.
Meere, weil ber Dünenfand die Küſte unbewohnbar
daher waren fie bisher unbefannt. Die Ebene if nn
dewäflere, war es aber unfceitig zu Herodots Zeit mh
mehr. Berfiteute Mauerreſte beweilen noch heute ihee fi
ere Cultur und große Bevölkerung; Deredot icht Di
ruchtbarkeit diefer Landſchaft mit ber Wabnlonifgen, ud
giebt der am Ginyps vor allen Libyſchen den Ber, Fi
Zebe dreißundersfältige Feuchte’), Gr * i
gen Sruchtboden ; auch Beute, ſagt Delle ‚ weils
dort Palmen: und Dlivenbäume wild ohne aße wR
faulen Einwohner. Die Fruchtbatkeit Hält 6
weit gegen Meſurata bin an, wo das Dorf Zautmaztit
no ı Stunde vom Cap Mefurata entferne, in einem mb
den Haine aus Dliven und Palmen beftepend Liegt, u mb
chem eine Menge Brunnen quellen. egen Ft # !
dieſe Fruchtſtrecke duch Ede Ganbdüänen vom Ment
ſchieden. An diefera fanbigen Worlande am Gap
(Kıpaln bei Strabo) liege bie Stade Mefurata““), m
welcher auch das Gap eben fo genannt wird.
fehle allen Karten bie ridptige Drientirung biefer
und die ſehr —T genauen Angaben der claffifgen ib
soren Über diefe Begenden, 3. B. bes Gırabo, find m
unfern jegigen Karten noch unerllärbar. Die undeiniut I
Stadt Mefurata, ift als Garavanenflation nach Feum Mt
Länger befannt geworden; aber die Communication tan ® Ä
ſehr oft unterbrochen dur bie Zprannei der Zei
den Herrſchaft gegen die Bebuinenhorden biefer Gegrabe
— Im Ofien von hier beginnt das Gebiet ter le
en te.
‚ 7 Die Geſtabde der großen Syrte (Syrum
a). Das Gap Mefurata Bar won feinen 3 Gpiker,
tolemäus ben Namen Trierorum Promontorium
von welchem er diefe Syrtis Bar Sr »2) beginnt.
üderf@aut man +) von diefem Gap, inm euflenmel, WM
Weſt herkommend, den weiten großen —*ã* der Ol
mit ihren einförmigen Wüfteneten umbsr; ein gra
Anblid. Eine Uferkette von Klippen ſchneibet am Gap
eine fichere Hafenflelle für Schiffer zum Cinloufm
Stuͤrmen ab, für welche Kafe Hamed, bas Grab
Morabuten, bier bie Landmarke abgieht. Weiter im
aber lenkt jeder Schiffer von dem Meerbufen ber
Brühe ab. Das völlig einfärmige, ade Ufer met
fede Unterfcheidung in ben Entfernungen vom Dem
unmöglid, und vermehrt Die Gefaht Der Fahrt übe 5 \
©) Herod, IV, ec. **) Della Cella Viaggio i
aan) Pool, IV, 6. 2°) Delle Calle Vinggie *3
Plateau von Barka. 929
ıfen der Gyrte. Die alten Autoren wiſſen viel von
n Gefaßren zu fagen, und gumal @utabo, Plinius
Rela, von einer Ebbe und Flutb, die hier den Schifs
Berderben' bringe (Tertius sinus dividitur in geminos
um’ Syrtium, vadoso ao reciproco mari diros) *),
: man auch den Namen der Syrte vom @insiehen
ger, trahendo) **) abgeleitet bat. Aber von ſolchen,
wittelländifpen Meere fonft fremben, Iunarifhen Bee:
»wantungen von Ebbe und Zluth, fand Della Gella
Spur; au die Sciffsfapitaine Smyth und Laus
u *’*) erwähnen ihrer nicht. Der Mame Shrte ges
aber nicht bloß dem Meerbufen an, fondern auch der
Büden daranſtoßenden, müften Käftenlandfchaft, bie
> noh Gert heißt, was Della Gella für das alte eine
iſche Appellatio der MWüfte (desertum) hält, wie es
dort im Arabifhen noch dieſe Bedeutung hat. Die
» glutheiße Wüfte dee Sahara tritt hier am Südende
Syrte zunähfl zum Meere heran; in bicfe tiefe Eins
ıng bes Gontinentes ftürzen fich mit verftärkter Gewalt
Bühlen, längs der ganıen Mordküfte Afrika's vorherr⸗
Ben Nordwinde, zumal die Winterflürme von Norbitas
Ber, um fi mit der Durch die Hige rarificirten Atmos⸗
® über der Sahara, ins Stigenigt zu fegen. Diefe
»winde, melde mehr oder weniger während drei Vier⸗
en des Jahres anhalten, treiben dis Meerwafler ſtark
au den Güden, fchwellen es dort auf und maden, daß
= viel weiter Über die eigentlichen flachen Südgrengen
Syrte landeinwärts ergießt, und die anliegenden Güds
de in Salzſümpfe und Salzmoräfte verwandelt, die
Ben den dortigen Sanddünen die traurigfte Weltgegend
m. Die Repercuffion diefer Meeresfitömungen, weiche
dem öflich anliegenden Steilufer der Pentapelis oder
Dlateaus von Barka gegen den Weften geſchieht, vers
SE die Gefahr diefer feichten Untiefen, und hat wohl zu
rzäßlungen vom regelmäßigen Fallen und Gteigen dee
Bauf ben dortigen Sandbänten die Gelegenheit geges
die vorzüglich bei Procopius }) merkwürdig beſchrie⸗
find. Am Wefteingange diefes Trauergeftades der Eyrte,
© die Horde der Beduinen, Uled: Aly, durch ihre Räus
len und Grauſamkeiten lange Zeit hindurch diefe Ges
—
Plin, H.N. V. 4 Ne} Chr Cellarins Noti
“ Lips. . T. I. lib. IV. 3. p.
her REN intorno alla ce Poce del Golfo
della Gran Sidra del Capo Mes: ° 7'100
Lat. Bor. bel Della Colla p. 214-219. +) Procopius de
Acdificiis Justiniani, Venet, 1739. R VL e. 3. p. 471.
nn
Capt. Lau»
woprtengemade vouig von den DOPER pur
en iſt.
a uns hier alle andern Geograpfen :
sigen Karten verlaffen, fo können wir nur
des Wanderers auf biefer bisherigen terra
Nach 5 Stunden Wegs im &.D. von
Arar, wo der Boden. aus einem Gonglom
feinfels und Mufchelfragmenten befkeht, in
nen eingehauen find. Uederall filteirt in bief
ne Di Zen, nd 3.
ritanien ſehr bäufig, was Plinius fon
tamen haud die les binum ferme cubitc
altitudine) **); und was au Delle Gell
Beweis fubtercefier, ſtagnir⸗nder Waſſer ar
dem brakifchen Geſchmacke der iefioen Br
metheilen, nur etwa ein Wiertheil Meere
üb: füßen Quellwaffer erhalten. Am |
gen nur von den Meereswellen und ben '
mengemehete Sandhoͤhen, bie vol Mufepelfi
vom Geſchlecht der Trochiten, und nur mit
tien ud einer_quedenartigen Faſerwurzel
deren fleifcgige Knollen den Beduinen zur F
Ihr Geſchmack ift dem Cyperus lontu:
Araber nennen fie Temeri‘'").
Jenſeit Melfa_ und. Uenat e. Machaba,
Minesia, ift der Boden einige Kagreeifen
tiefen &lmofen Äherinaen. voll finkenber fı
Plateau von Barfa. 951
denen die Hige im Schatten bis 03 Grad Reaum. flieg,
die täufggendften Rimmungen (Mirage) öfıer die Wans
s irre führten. Dazwiſchen, auf trodengelegten Serek.
„ dreiteten fich wie weiße Schneefelder die Salgincens
@ aus, auf denen die Schritte der Ramerle-und Pferde -
ten und ihre geringe Dide von 3 bis 4 Zoll oft durch⸗
gen. Aller Sand zwifgen diefem Boden ift mit Mur
Itrümmern erfült, eine eigentliche Sommunication biefer
Imoräfte mit dem Meere bemerkte Della Cella nicht;
wien fchneiden fie vom Deere ab; dennoch iſt es unfkreis
das deranwogende Meer, welches vom Norden her in
bs Nieberlond indeinge und es fo unwirthbar macht.
d an Gewäcfen und Thieren iſt dieß Geſtade ſehr arm.
einzige giftige Sqlangenart foll fich in dieſen Sum⸗
waufbalten; umher zeigten ſich Strauße, Gaiellen und
kleine Art wilder Stiere (tauro selvatico?) *) mit
darzem Schwanzbüfcgel, die, alle drei hoöchſt flüchtige Bes
Der der Wüfte fi hieher wohl zu den Waffern verir⸗
u Im Sande wurden große Schaaren von Flöhen die
Bprplage der Menſchen.
“Das Heer machte Halt in der Gegend bie Lubey ges"
—* wird, an einer Stelle wo die beſten Karten, wie die
wille's von Afrika, einen Golf Zuca verzeichnen, der
wnad Della Gella gar nicht vorhanden ift, au von
ige, der jene Küfte bis 30 Br. 97 Min. N. Br. res
itte, auf jener ganz einförmigen Küfe nicht gefehen
Vielleicht, daß er zur Winterszeit bei flarten Nords
en vorhanden und nachher nur als Lund der Lagunen
t. Dieß iſt wahrſcheinlich biefelbe Gegend wo zu
0’8 Zeiten **) in dem Buſen dee Syrte Infeln lagen.
Stunden von dieſer Stelle, bei Matrau, zeigten
eine Stunte vom Meere entfernt bie erflen grün bes
men GErdftellen mir Ranunteln (Ranuncul. asigticus,
MC 3) überzogen, balo auch wieder Brunnen gutem
Is, und hier fanden fich die Weideſteppen von Zaf⸗
ben, auf weldgen wieder Beduinen mit ihren Heerben
Bme wo das Zripolitanifcge Heer am Gten Tage:
ern Eintritt in das Syrrenland, immer den Weg ges
.D. gerichtet, Halt macte.
ine Stunde Wegs im OR von Zaffran ſteht eine:
ſich bohe vierfertige Eäule auf einem Sodel von Sands
» deflen Inferiptionen auf allen 4 Seiten leider vers
bere find. Mehen diefer Säule befindet ſich nicht weis:
’® Diften bdje Ruine eines alten Thutms. Diefe Gtelle.
Delle Cella V. p. 71. *) Strabo XVII. p. 687. cd.
asch.
ji
50 Min. R. Dr., und gegen D. des mi |
mit nıedern Boden, mas alfo eim bedems
ein gegen D. wäre, als unfere bisherigı
angiebt, . Bezeichnet das heutige Zaffe
alıen Aspis
fo it der alte Thurm kein
uns bei GStrabe), als der
£08 ('o Ergyürsas zögyos) "'), und wie
Grenze gwifpen dem Gebiet der
zenier wiedergefunden, wie fie nach &tr
Beit ber Brolemärr no Behand hatte,
tern der Üprenäis geworden waren, und
ber diefe drei Grenzfäulen vorgerüdt hatt
Drei Stunden von Eibenia traf Di
nen emer Stadt ***) an, die er für bie
Emporiums Eharar hält, wo nach Str
Wein, Opium, Gilphium (Asa foetida?)
jwifden Karthago und Cyrene getrieben ı
Benaica aar, wie wie ſchon durch Herodot
weinreides Rand, Drei Stunden in OR
der alten Stadt liege Eneuma; weiterl
GSümpfe, welche dur Dünen vom Mecı
Dinter benen niedres grünes Hügelland, Ä
hegt, von Bebuinen bewohnt, Diefen wu
Kameele und Pferde abgenommen, dafür
Bungerte Wied des Heeres ausgeiauſcht,
mußten nod für die Gnade danken, daß I
Ehre des Beſuches in ihrer WüRe anger
Tine Mankhanen um Mohim hie Kosana
Barka, Cyrenaica. 935
freut liegen *), auch Gypslager von kerziairer Bil⸗
mit Steinſalz und Schwefeladern durch ogen, daher
capitain Lauthier auf feiner Küſtenfahrt den Meer:
nie Schwefelftaub bebedt fand, der wohl unftreitig
er durch die Scirocco’ oder Eübwinde gegen dem
gewebt wird. Der Weg winder fich Hier durch viele
thiſche Bänge zwifchen den Sanddunen bin, und um
zurecht zu finven, haben die Meccapilger von Stelle
He Steine aufgeftellt, gu denen die folgenden Pilger
neue Gteine Bimulegen; diefe Signale ‚ge en für
folgenden die Wegweifer ab. Heuſarreckenſchwärme
fich Bier und wie die alten Nafamonen fielen die
sten, die’ Beduinen unb die Neger über biefe leckere
ber. Der Sandboden dur bdiefes Dünenlabyrinth
Zaufenden bee Maulwürfe und Gpringdafen (mus
durchwühlt, und daher den Heeren zu Pferde und
meelen ſehr gefährlih. Bei Judia, 8 Stunden vom.
entfernt, liegen 10 Brunnen guten Waſſere; dann
iniger Boden über Mahiriga, Allabanbafa bis
„wo heute die Grenze swifchen den Provinzen von
li und Bengafi iſt **).
n diefer Stelle find 9 Stunden Weges na Mih es
e mit einem ganz feinen, zöthlichen Flugſande fi
Den beginnt; dieſer flieg je weiter no S. in ims
yere Dünen auf, die bie Wege verfperren und das
ſehr gefahrvoll machen. Sie bilden bier den nörds
Vortrab der großen Sahara, bei Scirocco: ober
id, meint Della Gella, hätte das ganze Tripolitani⸗
ee leicht Können lebendig begraben werden. Die
be Sonnenhige flieg am ten März zu faſt uners
7 Höhe. Nah 7 Stunden Wegs von Mbenal
man nah Barga, wo ber äußerſte, innerfie Wins
großen Bufens der Syrte erreicht ifE (30 Grad, 7
»Sec. N. Br. auf Arcomfmith Karte). Bis hie⸗
Della Cellas Weg immer gegen &. gerichtet ge:
:eft bier wendete ex fih nah D. und N. Hier fand
: Bein weiter gegen den ©. vorbeingender Meerbu⸗
ch frühern Annahmen auch Fein Zritonfluß, wie
Dlinius angiebe *'*), und fo weit das Auge gegen
te, durchaus feine Spur +) von Gebirge, das
5 Höhenzug das Plateau des Atlas durch die Bes
huriano mit dem äfllichen Plateau von Barka im
ung geſetzt hätte.
a Cella p. 85. ++] Ebend. V. p. 88. Mt) Plinins
NV. 0,4. 4) Delle Colla Viaggipı 92.
954 ‚Afifa, III. Abtheilung, Schirge. 6.
Gerade hier ſcheint alſo eine abfelat he t
Erdſenkung, ein weites Tiefland in Das
hara Sineinzuzichen, welches wohl das MDelalamb,
emedten, alten Xritonfluffee, dee mum aber
gem verftopfı wäre, ſeyn könnte... GBerabe bies-
sinterlihen Norbwinde, Die bier por Geftig mb
brochen gu weben pflegen, Dem röchligen Si
der Sahara feine Gremien, welcher an der
E gang wie tiefer in ber großen üße:
nn Sinne er bier N er wen
ten geſchwängert, und die
eldzuge der Dfplien, bie im innerſten Winfel |
mohnend, als ifre Wafleshehälter wertuadinet wen
ben feindlicden Südwind (vorec) ”) zu Felbe 09
von ihm Nnter dem Gande ben wurden, je
wande ber Fabel eine genaue Bekanntſchaft wit &
phifhen Rasur der ſyriſchen Landſchaft. MMermei
men bie Pfyllen is ihrer verzweifelten
sation in das Land. der Beramanten (de
and war aber dor Herodots Zeit au der
den Nafamonen eingenommen worden. An d8
Bucht biefes „rtifoen Meerbufens atebt Streis
des Caſtells Automala an, von weichem aber d
keine Spur mehr vorfand; neben biefem ne
Hltäre der Brüder Philini (Dinisor Bunci), nel
nue Sandhägel (ad Philaenorum aras: ex m
eao)*"), unter denen fi diefe Karthager lebendig
ließen, um die Grenzen ihres Baterlandes zu em
‚ Nur a Stunden in N. O. von Barga liegt -
Sumpf, Haen⸗Agan, voll Schilfwaldung, am |
Sondbügels, welcher ber legte, 58tlichſte in dieſen
ven Sandregion if, von welchem 6 Stunden ge
gelboden mit Blumen überdedt nad Murate
Murase ik bie erwünfchtefle Station für
wanentreifenden und Pilger dur das GBeftabde |
Syrte: denn Bier findet ſich wieder bas erſte F
in 8 bie 9 Brunnen in Kalkſteinbänke
bier in mächtigen Schichten beginnen, und bie
len bes Sflich anliegenden Kalkſteinplateans von
feyn feinen. Don Murate rröffnen ip nun
der eine führt längs der Küſte dis na
dre dur das Winnenland, mehr fübwärts, w
bis Land Barka nach dem. Sflihen Küſtenorte
sum Meere,
anf d
. #) Werodot IV. c. 275. **) Plinige HL ]
ne) Dolla Colla Visio p- 36
Barka, Cprenaic 035.
-
Bon Murate führte der Weg in 5 Gtunben nad
[re Aduhni °) mie Ruinen, wo ein rundes Kaſtell
einem Sraben umzogen, ganz in Fels gehauen’ if, und
n böhft merkwürdigen Eindrud machte. Reſte einer
htvollen Pflaſterſtraße führen eine Anhöhe hinab, und
n auf einem geſprengten Bogen mitten durch den Gra⸗
Am Eingange bes Caſtells ſahe Della Cella Fels⸗
pturen und Inſcriptionen mie ibm fremden, unb ea
mten Charakteren; ber Mauerſtein iſt Muſchelſand⸗
derſelbe, welcher der alten Felsburg zur Grundlage
Ben bier bis Berch ichamera zeigten fi) am Tage
zoten März erſt nahe beim Wege no zwei andre fols
uralten zertruͤmmerten $elsburgen, und bann längs
B Strecke von 7 Stunden Wegs nimme die Zahl alter
wen von Gebäuden faſt ununterbrochen, auf das Übers
vendfle zu. Einige biefer zerſtörten Gebäude zeigen fich
fo großem Umfange, daß man 400 Schritt braucht, um
Mauern gu umgeben. Berhihamera *’) iſt ber
ne des zufammengebäuften Ruinen einer fehe weitläufs
z alten Stadt, in beren Mitte die Zelte bes Lagers
efglagen wurden. Ueberall geigten fih die Reſte deg
n Straßenpflafiers, ungeheure Quaberblöde lagen viels
zerſtreut umher; überall zeigten fid Brunnen in Fels
men und die Spuren einer ſtark bevälkerten Stadt.
t lag fie ganz öde und wüfle, ohne Einwohner, obglei
{ner grünenden ungemein fruchsbaren Ebene, bie fi
: gegen N. und ©. erſtreckte, mit zahlreichen Heerden
ben Zeltlägern der Beduinen bededit war. Gegen den
m erhebt fi die Ebene allmählig in Bergland, das
egen S. O. weiter fortfegt in unabfehbare Ferne.
Sir beginnt, mit biefer neuen zeigenden. Landfepaft
weidenzeihen Ebenen Ericab, gegen Dften bay
s
Hebare Plateau von Barka, das reiche und flarkber
este Bergland, ber Eyrenais, vol Quellen und Weis
„aus welchem nun die Dberhäupter der Stämme ſchon
Murate und hieher dem Gebieter aus Tripolis entges
'amen, der, wenn er zum erflenmale ale Paſcha von
yoli dieſes Grenzland betritt, nach einem alten Herkom⸗
. das gu einer Korderung geworden, ben Tribut (Tribu-
lel Bernusso) eintreibt, welcher im Zehenden bes Heer⸗
und Guüter jedes Stammes beſteht.
Della Cella Visggio p. 97. **) Ebendaſ. p. 98:
936 Afrika, III, Abtheilung, Gebirge 6. gr,
5 Dos Plateau von Barka Keikabiar und fein
Weſtküſte, von der innern großen Errte über
Bengazi und Tolemeta bis Cap Ras Len.
Mit den reiienden Wiefenfluren von *ricıb begin
nun ein neues Bebiet, die berühmte Landſchaft Cyrenaitt,
welche nad den alten Autoren in-arlamt, m Bf k
zur großen Gorte reicht, gegen Oſt aber werfhiebrarig
ausgedehnt :ırird, bald bis zur Chersonesns magna Inn Der
nis nacb Ptolemäus, oder bis Catabathmof nod Yliniıs
und Str:bo*). Eogleih beginnt eine ganz nu Een
Im Dflen ter Ebene erheben fich die erfen Barhile,
welde den Weſtrand eines Platezus (il cigzlio i
una spianeta)) *°) ausmachen, des ir ciner mittlernls
hebung von etwa 1500 F :B (500 me&tres) über Die
des Meeresfpieg:Is emporfleigt und auf drei Seittn IM I,
M. und D. von dem Meere umfpile ird, gleich einer lan
geſtrekten Hribinfrl, die in Meilen AbRürgen und $
den gegen N. im Cap Ras Gem und gegen Di um
Golf von Bomba, zum Niveau des Meeres hintbſek
An diefem MWeltrande beginnt das Gebiet vun DIR
gafi, weldes ven dem Ha’enorte den Namen tet
an ter Weſtſeite des Sp Rıs Sem der heutiue Ei IM
Gouvernements un des Haupthandels if. D hn
auch auf den Ebenen von Ericab die erſten Hülftuche
von Bengafli su dem Deere des Paſcha's.
Bei Belleigung des erſten Vorhügels an der Th
breitete fi eine entzückende Landſchaft vor den Aug
und in den Seiten des Berges entdedte Della Cılı
ein in Fels gebauenes Gebiude, und bald darauf, SM
ganze Berg mit einer Menge gleichartiger Felsaragitertun
befegt war, deren Styl ihm der Aegyptiſchen el
feulptur ſehr nahe zu fliehen ſchien, ohne Hieroglyph
F mit Infcriptionen ibm unbelannter Buchflaben'
verſehen.
Zwei Tagereiſen von hier, gegen Oſten, liegt ſchonn
ten im Berglande der Ort Labiar F) in einer überaus
zenden Landfhaft, die durch ihren Reichthum an Wa
brunnen ausgezeichnet ift, die alle von uralter Conſtert
in Fels gehauen find, einige davon über 100 Fuß tief.
Dergböhen find mie einıe Art Thuja Ouniperus phoe
Della Cella) bewachſen, die mit ihren dunkelgrünen 9
dungen das ganze innere Bergland Cyrenaica's chatect
ne iu are TEE WS
*) Gallat Geogr. Antiq. T, II. 18 0.2 . ui “)D
ella Viaggio p. 99, *"*) Della Ce jagg. P-:
}) Gbend. ©, 202. ir
Barfa, Cyrenaica. 987- |
nah Delle Cella's Dafürhalten bes Plinius bal:
Baum der Magierin Eirce ſeyn fol, . \
uft auf diefen ſchattigen Höhen von Labiar, zwi⸗
Sandwüſten Afrika’s mitten inne, ifl rein und
as Hügelland if ſtark bevölkert von den Bedui⸗
ach patriarchalifcher Weife bier in großer Einſam⸗
(dgefchiedenheit von den übrigen Wölkern von ib:
enreichtbume leben. Bier ließ ber Bey alle Be⸗
bäupter zu fich entbieten fein Gefolge zu bilben;
igte ficd im größten Glanz und Putz, gab täglich
echte, Jagden, Zurniere.
Seduinen diefes Hochlandes um Labiar finb ſchlank
iager, haben eine broncirte, ins Gelbe fallende
Geſichtsfarbe, gegen welche ihre ſchneeweißen Zähne
abfiehen. Die Weiber find Häßlich,, die Männer
igen Blid; beide Geſchlechter Üüberdeden Kinn,
Beine mit ſchwarzen Arabesken, die fie eintättos
)ie Weiber färben fi die Nägel gelb (mit Law-
tmis?), die untern Lippen ſchwarz mit Antimos
den Armen und Füßen tragen fie filberne Ringe,
hren öfter bis 4, und feldft die Knaben tragen
afenringe mit Blasfchmelı. Die Männer bringen
Nomaden ihre Zeit in Unthätigkeit zu; hingeſtreckt
oder figend, kauen fie Tabak und Natron; aud
sen fie wenig, nur Straußenjagd. Die Weiber
‚be, wollene Zeuge (Baraccanı). Ihr Reichthum
den Heerden; zum Einkauf von Rindvieh kom:
Jieber die Englifcgen Sonfuls von Maltha, Ben: -
den uniliegenden Küſten, um bie Englifchen $lots
ı den Mittelmeeren flationiren bon Bier mit dem
Hluchtfleifch zu verfeben "). |
Labiar lernte Della Gella zwei Wege duch Gy:
nnen; den einen längs der Küftenfirede gegen
iber Bengafi und das Nordcap Cyrenaica's na
ı, und den zweiten mitten duch das Berglan
aus gegen N. O. nah Chrene hin; dieſen letztern
ı Heer des Beys zuerſt, wir wollen aber um im
jrapbifchen Ordnung fo viel als möglich zu bleiben,
eſt verfolgen.
iſtenweg von Labiar über Bengafi na
ß dem Norbcap Ras Gem. an *
en N. von Labiar erblidt man von deſſen größten
as mitteländifge Meer’), und zw deffen Lieblicher
la Colla Viaggio p. 114. **) Ghend. ©, 17%
Iemäer erhielt, hieß der Ort Hesperides ı
zifgen Gärten, ein uralter einheimifher Na
bei Scylax; Auunv "Eonegiden bei Strabo; Br
tis extimo carnu est, quondam vocata ]
bei Plinius, wo ein heiliger Hain und bie C
periden). Della Gella fand bie_ Werd
Stylaz und Gallimahus von biefer Rü|
Baterlande bes legtern, volllommen mit
übereinflimmenb.
Die ganze Küftenftrede bis Bengafi,
auf unfern Landkarten verzeichnet finden, z«
ven alter Bevölkerung **); überall Brunnen
Bauen mit dem trefflichſten Wafler bis zu
Fuß tief, auch größere alte Baffins, Refte v
amd häufigen alten Strafen, die einft woh
nern des Berglandes zu den wehlichen
führten. Bon biefen legtern hat Gapt. Lau
nige Lagen als Seemann genauer beflimmt
vorher Einnten. Die fübliepfte ***) Stati
an ber ORtäfte des Golfs der großen Syrte
jeworden, liege unter 30 &r. 35 Min. st
Err von ba liegt nach dem Innern b
von Garcora ein ſehr tiefer Felsbrunnen,
wafferarmen Weften bertommenden Küftenfd
bekannt ift, daß man auf Treppen gu ihm Bi
10 Stufen hinab finden fid Infcriptionen, ur
bee brauchte Sapt. Lauthier ein Geil von 85
Mentimmicchum Malen am aumeid
Barfa, Cyrenaica. 959
3 weißer Dünenfand, 15 Geemeilen weit bis zum Bafen
Tajuni unter 31 Gr. 58 Min. N. Br, wo nach Lauthier
auch für große Schiffe eine offene, fidere Rhede und guter
Antergeund if. Endli folge 5 Seemeilen weiter gegen
den Morden ter Hafen Bengafi, unter 31 @r. 15 Min.
5 ec. N. Br. *,, am Steilabfall des weftlihen Plateaus
zandes zum Meere, deffen Einfahrt wegen vorliegender Klip⸗
pen für größere Schiffe pr befehwerlich und ohne genauere
Kenntniß nicht möglich ift, weswegen Piloten bier bie Schiffe
-geleiten müſſen. Fär Meine Schiffe ift der Hafen eine
dere Stätte. Vor hundert Jahren ſcheint er noch zugäng:
licher gewefen zu feyn als heute ““).
Der Meerbufen an welgem Bengafi liegt iſt gegen
Den Norden geöffnet; neben ber Gtadt liegt ein Teich der
durch einen engen Kanal mit bem Meere in Berbindung
eht und für kleinere Barken zugänglich iſt; jetzt halten
& dort Echaaren von Sumpfoögeln zumal die rothen Fla⸗
mingos auf. SE Bengafi, wie es bie alten Trümmer
wohl bemeifen, auf welche die neue Stadt erbaut if, bas
alte Berenice, fo würde diefer Waflerbehälter ber Tri:
toniſche See +) bei Strabo feyn, in welchen bie Inſel ber
Aphrodite lag. Aber von einem Fluß ber Latona der fich
‚pie ein ergoß ift keine Spur mehr vorhanden; vermuth:
‚li war es ein Wabi ber außer ber Jahrszeit troden liegt;
denn von Bengafi bie zum Nordbcap Ras Gem (Phycus
. Promont ) ift feine Spur von einem Bade zu finden.
Die Etenen um Bengafl find größten:heils unbebaut;
ie und da ſtehen Palmbäume und Berftenfelder; die Sand:
ſinen am Ufer find ein &piel der Winde. Die ganze
&sadt liege zwifchen den ſchoͤnſten Ruinen und bie ganze
Umpgegend ift mit Quadern überdeckt, die von den heutigen
Bewohnern immer mehr gerflört werden, um ihre elenden
Hütten darauf zu erbauen, Die mebrflen (nad Lee Maire
im Jahr 1706 etwa 1000) find aus Thbonmwänden aufgeführt,
Die Dächer mit Aigen bedeckt, welche jede Regenzeit leicht
von neuem berabwäfcht. Eben fo elend ift das Gaftell des
Beys von Bengafi gebaut, das mit g Kanonen verfehen ifl,
aber beim erſten Schuß eines Europäifchen Kriegsfepiffes in
Truͤmmern zerfallen würde.
Bengafi, jetzt der Sig eines Beys, hat etwa 5000
Einwohner; diefe Bevolkerung iſt erſt ſeit kurzem eingezogen
*) Lauthier a, a. ©. N": 219. **) LeMaire Memoire d’un
Voyage dass les Montagues de Derne in Paul Lucas
Voyage dans l’Asie mineure si er en Afräque. Amsterd.
1714. T. Il. p. 95. **"*) Della Ce iaggiu p. 184,
+) Sımbo XYU, p. 6g0. ed. Tzsch, ee
x
940 Afrika, III. Abtheilung, Gebirge. $. 38,
als eine Beduinenhorde bie Stadt pläglich überfiel, Bet
von den Häufern nahm, und die alten Bewohner austrieh,
um die fich denn ber Bey auch nicht weiter bekümmertt,
da die neuen Eindringlinge ihren Zribut fo gut re
wie ihre Vosgänger, und derfelbe Tribut in einem
weimal eingezogen werben konnte. Debräer, etwa bie
älfte der Einwohnerzahl, find die Handwerker, dürfen
keine eignet Häufer Haben, und leben im Drud und
dee Muhamedaner, aber der gewinnreiche Handel feflele fe
hier. Die jahlreichen Kraberflämme des Syrenaifihen Berg:
andes bringen hieber ihren Ueberfluß an Vieh, Wolle,
nig, Gtraußfebern und handeln dafür ihre Waffen, Feuer
ewehe, Pulver und Zeuge ein. Die Straußfedern made
iee einen ſehr wichtigen Handelszweig aus, ba fie aus In
erfien Band von den Bebuinen erhandelt werben koͤnncn
wofür die Hebräer, um im Beſitz bes Monopols zu bleiben,
dem Paſcha jÜhrlich eine bedeutende Summe zahlen.
Großen Wohlftand könnte die Stade gewinnen, wen
überhaupt Handelsfreiheit und Sicherheit des Beſitzes Fett
fände, wie einft im Mittelalter, als im 13. Sabrhundet
Bier die Senuefen im Beſitze des Großhandels waren.
Viele Antiquitäten der Stadt find ficher fehon in fi
frühen Jahrhunderten na Benua unb andern Ha
fädten Italiens geführe worten. Während Le Nlaire's ib
tigen Aufenthalte (1705) °), ließ er Über 200 Selsgeäht
öffnen, die mehr als eine Stunde im Umkreis um bie Stat
liegen; in mehreren fand er die fhönften Todtenurnen, das
unter eine zu a Fuß hoch und ı5 Fuß breit mie Mafle
zeien, in der Nähe febr viele andere Afchenurnen mit Ge
beinen und Kupferplatten zugededt, auch große Sarkopfag
mit Basteliefs u. dgl. m. In den Gehölgen gunähf In
Stadt, ſagt LeMarre, lägen die Ruinen von 5 bis a jew
pirten Städten; im Drte ſelbſt fammelte er eine gu
enge von metallnen und auch einigen goldnen unb fldes
nen Münzen. Auch Della Sella*’’) bemerkt, baE MM
bort viele intereffante Kunſtwerke vorfinden, ſeldſt im Ggat
ber Stadt häufige Bold: und Silbermünzen, und vorzüglich
viel Gemmen, in deren SBearbeitung die Enrenäer befonders
berüßmt waren. Der Englifche Viceconſul Roffeni im
Dengafl bat von biefen letztern Kofkbarkeiten bost eine fer
auegenei@nete Sammlung zuſammengebracht, die, theil⸗
in Bengaft gefunden wurden, theils von verf@iebenen De
duinen aus gang Gyrenaica hier zuſammengebracht fie
Della Sella bemerkte, daß. unter ben vielen Köpfen auf biefa
*) Le Maire Mem. d’un Voyige bei Paul Lacas II. p.%
«) Dülla Colla-Vingg. 19% - . -. - -
Barka, Cyrenaicie. 94
emmmen und Münzen, durchaus keine Afrikaniſche ſondern
ir @uropäifge PDiyfliognomieen fich zeigen. Durch bie
agländer von Maltha aus ift neuerlich *) biefes Bengaft
r häufig befuchter Hafen geworden, won tweldem n
mer manche Schiffsladungen mit ben Landesproducten
ich den Häfen von Malta, Zripoli, Venedig, Leghorn und
karfeille gehen. Von Bengafl nordwärts längs der Küfte
ıden ſich viele Ruinen alter Städte auf kurzem Raume
ifammen, bis zum Nordcap Ras Sem. Nah 4 Stunden
Jens von Bengaſt die Trümmer von Zeiang; dann na
tunden die Stelle von Adriana, wo Kaifer Habeian eis
w Ort nach feinem Namen erbaut haben fol. Jett if
e Gegend ein ödes Jagdland, der Aufenthalt zahlreicher
asellenheerden und ungeheurer Schwärme von Rebhühnern
id wilden Tauben, bis zum brunnenteichen Orte Berges,
Drei Stunden norbwärts von da liegt dere Ort os
ira »), in deffen Namen die Vivacität des uralten
euchira unvertennbar ifl, das unter der Ptolemäer Zeie
a Namen Arfinos erbiels. Hier breites fih an dem
Beftgehänge der Berge eine Gulturebene von drei Wiertels
unden Umfang aus, bie mit einer großen quadratiſchen
Bauer, mit runden Thürmen an den Eden, caſtellartig eins
faße ift, die bei genauerer Anfiht die alte Stabemauer
Iöft und mit der einen Flanke des Vierecks gegen das
keer gerichtet iſt, ein grandiofer Anblid, Der ganze Hügel
if welchem diefe Stade liege warb nabe an ihren Mauern
s Gatacomben oder Felsgräbern auegehöhlt; ihr Inneres
ver ift ein großer Trümmerhaufe. Aus deffen Mitte feige
w quadratifges Monument aus coloffalen Quadern em
ve; auf jedem diefer Quadern iſt eine Infeription in eis
em Lorbeerkranze eingebauen, und daneben die Ruine eines
bachustempels der mit architectonifhhen Ornamenten vor
Beinlaub und Trauben fehe ſchoͤn becorirt if. Die Mauern
ad mit Briechifchen Infcriptionen tapeziet, als wenn Bier
e Annalen der Stadt Sffenslih zur Schau ausgeftelle
ren. Leider ift hier das Material ein ſandiger Kalkiteim,
mw ber Vermwitterung weis mehr unterworfen ift ale deries
weiter im DOften. Die Gebäude in dem Beutigen X es
tea find nebſt ihren Brabmälern gen wie bie in Cyrene
baut, auch fagt Herodot, daß beide gleiche Gefege hassen,
nb die Stade lag nahe bei Barca.
Don Nogire find 6 Stunden Wegs gegen N., längs
6 bergigen Geſtades bis Tolemeta *"") das alte Bess
mais. Am äußerſten Oſtende ber Ebene bie dahin führt,
@) Bilaquidre Lett. I. p, 9. Ali Bey Voy. I. p,
en) Dells Cella Vase, Rn 198. *e0) Ghend. ee *
942 Afrika, IL. Abtheilung, (
liegt ein quädratifcher Thurm von
Stunden entfernt liegt. Diefer Di
Ebene, tbeils am Beragehänge, das
Bergen im Of fi zum Meere nach
nen diefee Stadt find über die Sur
Umfang: verbreitet, und haben nach
unter allen in der Eprenais, die er
Character. Der quabratifge Thurı
Maufoleum, wahrfgeinlid eines Pri
einem granbiofen, quadratifchen Bafa
die Flanken des Berges eingehauen i
der Thurm aus dem colofjalfien Qu
Der Eingang ift dreiedig, und im Jı
Gallerien zur Aufnahme der Verftorb
der Bürger von Ptolemais find gang
Gprener; fie liegen zwiſchen den heut
gerflreut, und zwar in fo großer Mı
ihrer Über 4000 zählte. In der M
auf einem Mofaitboden noch mehrere
aus Gplindergliedern beftehen; unter
Soutereain mit 9 langen Gorridoren,
getbeilt, die ihr Licht von oben ber «
Gorenaica findet ſich in ber Architecu
der auf Aegyptiſchen Bafen zu ruhen
dem aiten Ptolemais zeigt fi, nad
der. Aeghptifche Styl mehr im Ganyı
vollenderfte, fonbern der ältere colo
drüdenden Mauermaffen.
Ehe Ptolemais diefen Namen er
Ptolemäus Physcon (VII), be
nais hatte, als fein Bruder Phil
getan) bieß es, wie Steabo und
arce; aber Prolemäus fagt, es
Städte gewefen, was Scylar dadurd
jüngere Srolemais als die Hafenfta
nennt, die 100 Stadien von ihrem
log: Das alte Barce, der Star
Barcäer, war eine Golonie der Ey
als. 554 vor Chr. Geb. unter König A
aber nach. Herodot auch ſchon wieder
Statthalter Aegyptens Aryandes erob
es. im Befig Aeghptens gekommen w
eit ſcheint bie Stadt noch geflanden
deutiges Daſeyn muß man allerdir
») Bed allgem: Weltgefh. L S. 684.
©. 24
Barka, Cyrenaica. 945
ſeyn ), bis neuere Unterfuchungen weitere Auffchläffe geben.
Della Cella glaubt indeg auch diefe, = Stunden gegen. ©.
von der Hafenfindt, landein, auf den Bergen gefunden zu
haben bei dem Drte Merge, wo Gräber und Mauerwerk
* vorfinden auf einer ebenen Bergfläche, deren ſehr tiefe
runnen das beſte Wafler geben. Die Lage dieſer Gegenb
N ſehr einfam, wilder, gleicht der Landfchaft des Plateau's
der Cprenaica; von diefer Gegend, feheint es, bat das gange
yobe Bergland den neueren Namen Barkla erhalten.
Tolemeta ift die legte der Städte bie Bier von ben
Niten an bem Gteilabfall biefes Küftenufers erbaut iſt;
weiter gegen N.D. verfehwinbet die Küftenebene gang, bie
Räüfte ſteigt ſteilauf zum böhern Gebirge, und wird ganz
wngugänglich vom Meere aus mit dem Morbcap des Die
aus von Barca, dem Cap Ras Sein (Promontor. Phy-
eus), an deſſen Oftfeite nun bie Nordküſte ſich hinzieht,
in deren Nähe Cyrene liegt.
1. Der Landweg von Labiar über das Plateau
von Barka nach Grenne, Cyrene ber Alten.
Von dem erſten Eintritt auf das Plateau von Barka
er Labiar, führt ein zweiter Landweg, wie wir oben gefehen
ücht an der Küfte fondern mitten über das Bergland n
Irene; in ber Richtung mehr gegen N.D. dahin nahm
RnB Zripolitanerheer gleih anfangs den Weg, um auf ber
Regeften Route den Mebellen bis zur Oftgrenze des Reis
des zu verfolgen. Auf diefem Wege trat ber ganıe Reiz
pe erbabnen Gebirgslandfchaft des Barkäiſchen Plateaus
ervor. Ueberall waren die Berghöhen mit den Thujawal⸗
ungen gelrönt, die mit der Majellät eines Hohen Alters
eſch mückt waren. Von Labiar führen 4 Stunden bergab,
ber Höhen und Shäler, zu ben Ruinen eines Caſtelles
Ibenia*”), das quabratifch erbaut, 58 Schritt lang unb
ge Inſeriptionen in fremden Gharacteren geziert if.
meper Selsgräber, umd in der bufchigten Ebene Schaaren
ws Waldtauben und Feldhühneen (Alchata) bie mit ihrem
bewirtenden Fluge bie Einſamkeit diefee Wälder jeden Aus
ab lick unterbrechen. Weberall zeigen fi$ mehrere Tages
iſen weit, ganz — liebliche Thäler an Thäler,
diſchen Hügeln voll Beduinen und Heerden, voll reicher
datten, Weiden, Brunnen und Quellen, und faſt bei je⸗
zw Schritte Ruinen, welche die Macht und den Wohlſtand
2 alten Cyrener bezeichnen, Kein Berggipfel ber: nicht
J. P. Thrige Historia Cyrenes. Havniae 1819. 8, Comm,
3: 159. san. **) Della Gella Viaggie. p. 106,
die eine fehr große Arbeit vorausfegen. Mei
am Anfang der Berge von Gprenaica, beftehi
Schichten der Vorhöben nur aus weicher
fandRein; aber weiter im Den hört bief
der gange Kern des Plateau’s von Barka iſt ei
dYiter Kaleſtein, dem feinkdrnigen Mara
iR gsi, ein fecundaicer, oft Höhlenkalt m
erhält wie diefer durch Oxydation an der Kuft
vothe Färbung, umd enrhält Perrefacten. T
ganz Eyrenaica das Material der Architecturen
Die Umgegend biefer Höhen muß ungen
volkert gewefen feyn, denn hier reiſete man mı
den wie Über die Ruinen einer alten, große
Stadt hin. Dlivenbäume in größter Ueppigkei
wild und bededen in Wäldern weite Regionen
den Beduinen benugt zu werden. Ein Aberg
daß fie au Fremde hindern diefe Frucht zu p
Bönnte allein bie Benugung, dieſer Dlivenmal!
widgtigen Ertrag für Europäifche Speculanten
Her wuchern auch gigantifde Zeigenbäume, Car
sien, wilde Birnbäume, und alles zeige bie üpi
barkeit. In der That iſt es auffallend, baß bi:
Guropäern unbefegt, unbefucht blieb, ja felbft eı
entdedt werben mußte, nachdem Phönicier, Kar
Gen, Aegypter, Mömer dort ſchon einhein
waren.
Eine Europäifge Kolonie die ih auf bie
mulichalen line Kunde Kia natIhelicden Mmmsa i.
‘
Barka, Cyrenaica. 945
Honig würden bei ihrer natürlichen Feſtigkeit leicht zu
kBeibigen feyn. Dlivens, Dattels und Weincultur wie:
. ben Haupterwerb abgeben, die Bebuinen ‚müßten freie
'tenflämme bleiben wie in den alten Zeiten Herodot fie
Idert; file würden bie erften Bebürfniffe an Vieh, Kleifch,
ste, Milh, Wolle liefern und noch bie Producte der
Id. Die alten Städte derPentapolis (Rerenice, Ar-
©&, Ptolemais, Apollonia, Cyrene) würden mit neuem
anze aufblüden.
In der Gegend von Slanta liegt bas Grab eines bes
bunten Marabuten Sidd Mohammed Emeri al Ghe⸗
em”), dem gu Ehren wurde vom Bey ein Ochſe ge:
tet und bie Erde mit Blut befprengt.e Kon bier
ein hoher Gebirgsweg immer gegen Oſt über das
u, und ſteigt erſt bei Derna zum Meere hinab; aber
Ber liegt eine Hauptſtraße gegen N. ab nah Cyrene.
- Diefer Weg führt durch ungemein reisende Berghehen
—V 33260 “"), mo wiederum alle Gipfel mit grandios
r Bebäuden und Gräbern bededt find, in deren Nähe die
Rlichſten Quellen ſprudeln, bier lebendig aus den Kelfen
Faugend, die erſten die Della Cella in Afrika erblidte. Auf
ergen wächſt manches unbelannte Kraut. Ploͤtzlich
eDden bier viele Kameele krank und fielen um; dieſen
>» holten fie ſich durch ein Futterkraut der Beraböhben,
. bie Araber Koinon nennen. Della Gella *"*) hält
es Doldengemähs für das berühmte Silphium der
-enäer, das Andere für Aſa fötida Halten, Thrige jedoch
27
Won Spaghe führt der Weg nah Slughe, das noch
tunden von der Stadt Cyrene entfernt liegt, aber ſchon
>. gtoße Ruinen hat, die von hier nun an ber Strafe
BD der alten Hauptftade nur zunehmen, überall gerftörte,
> Gebäude, viele Gaftelle, Sarkophagen, Geabflätten,
> außerordentlich große Menge dieſer Schlöffer liefen
' Kia Cella daran zweifelh daß es, wie er früher dafür
Enten, Wohnungen der Reichen waren, ſondern cher fefte
wegm oder Afyle zur Landesvertheidigung. Der ganze
"gu dahin ift mit lofen Madreporiten bedeckt, die auf dem
[boden zerfireut liegen, und nur die Abfäge alter Mees
bedungen obgleich in ſehr bedeutender Hähe feyn koͤnn⸗
» wie fie häufig bie und da auf dem Plateau von
u za vorfommen. Nur eine Stunde ber alten Haupts
BE Gprene im Süden, liegen im Umfang eines halben
— —
'> Della Colla Viaggio p. 119. **)&bend. &.126. 40) Ehb.
G. ı27. Thrige Hisserio Erronen p. 238 —297,
08
.2.
946 Afrika, III, Abehei
Stunde fehr geanbiofe Rui
Serge, deren Wände, durchgı
"Soreophage, Der lieblige |
nen, Nerium Oleander) in
dete umber die Gebüfche üı
Trümmer zerftreut liegen.
ber, halb in Fels gehauen u
weiten Linien fichtbar, gie
Seine Mauern bilden bie fi
reihen; jeder Quader träge
aug einem, für Della Cı
und die Buch ſtaben bildeten
bängende Reihen bie ſich bei
wiederholten. Diefe, fon
bende Inferiptionen, follen ı
Alphabete angehören. Soll
Aliejten Bewohner biefer Laı
gang ohne Widerſtand, wie
neue Briechencolönie um das
enommen zu haben ſcheinen
den viele Kanäle und,Baffin
diefem großen Aquäbucte ern
Reben noch die underfehrten
tifhen Zempels, beffen Eins
lieten Säulen gegiert ift un
Knaben abgebildet find, wie
ber läuft eine äußere Maueı
Zrümmerftadt ſcheint völlig
Ueber dies Bergland ft
Morbabhange nur ein weniger
fo weit das Auge teicht, eine
gar mit Trümmern einer weil
vollen Stade ***) Überbedt iſt
der raue Boden ift mit M
fpidt, lange Refle von Stra)
mit Grabmalen und Sarkopl
wuchernde Gebüfd von Dlear
preflen zwifhen den Trümme
zwifchen ben Ruinen’ und Baı
Belte eingelner Bebuinen mit
Eintritt in diefe Region in ei
Dieß find die Trümmer
der Pentapelis (der Fünfſt
#) Della Colla Vinge. p. 156.
ne Ed S
Barka, Cyrenaica. 4
leitet von onen "Arollevog, der Quell Apollons) *)
ste noch unter dem Namen La Greune bei den
den, auf der Homfläche bes Küftenplateaus in
Kocalität liegt, daß Strabo beim Worüberfgife
verfelben recht qaracteriſtrend von ihr ſchreiben
fie liege auf der Höhe eines Tafelberges
ralns dv vganılouder nedly menden) 9).
"öde Trümmerfadt ſcheint, einem verzauberten Orte
ee fremden Welt anzugehören. Eine Straße, die
ella befuchte, iR ganz in Felſen gehauen, zu beis
n mit Brabmalen flankiert, die quadratifh bis 10
alls äfter ganz aus dem Belfen gehauen find, äfe
Hönen Quadern erbaut. Sie fheint eine Art
vefen zu feyn, da an ihrer einen Gerte mit großen
en Bucpftaben dee Name-Hippikos zu lefr if.
ſter war tief ausgefuept von Wagengleifen, vet
der berühmten Gprenenfifchen Wageneenner, die in
Den befungen werden. - Alle Gtraßen der Stadt
de Radfpuren, wie befanntlih guch einige des
jegeabenen Dompeii, An beiden Seiten der Strafe
Ach große Baſſins zur Aufnahme der zufammens
n Regenmafler, und mehrere bie Straßen hinabe
Aquäducte zeigen, wie forgfältig man bier alles
ı fammeln bemüht war *‘*). An der Npedfeite
s ſteigt eine kleine Anhöhe auf, deren hvangang
srachtoollfien Ruinen bedede ift, vol langer Maus
snnenzefte und Bafen, die fich weithin ausdehnen
iten und Marmorarten, wahrſcheinlich die jüngern,
a Arcitecturen, a
‚er Weſtſeite der Stade zeigen fich fleilauffeigende
ände, die im rechten inte behauen find, aus
te ſprudelt mitten aus dem Felſen eine ber reiche
ſchoͤnſten Quellen hervor, bie man nur fehen kann;
iu jeder Jahreszeit ununterbrochen fort }). Ein
ausgehauenes Gewölbe führe * ihr tief hinein im
halle; umber ragt das chrwcbige Bemäuer wohl
en Apsllotempels ‚hervor; an biefem berühmten
gen Quell, wo nach dem Ausbeud ber’ Libyer +)
’6 geöffnet war, wo bie Cytenäer ihr Drakel und
nie gründeten, und die Stadt erbauten. Hier, am
memel diefes Worns dichtete Kallimakyus feine
an Apollo und Pallas. Gegen We, mo bes
ige Historia Cyrenes $. 25. de Cyrenes Urbis no-
76. et Worbaie ©, 18. 9°) Sirabo AVIl.
ıd. Tasch. **) Della Cella Viagg. p. 248, HLa
» p89 ti) Herodos I Fr
on
048 Afrika, ILL Abtheilun
getoaltige Fels im tiefe Schlucht
Seiten der Felswände in Felsgri
gehauen, und au bier drechen
falucpten zwei reihe Quellen be
ausgebauenen Felsftcafe find Inf
Die Nordfeite diefer Felsmafle i
tet, das aber noch bis mehren
An ihrem Fuße bin, fo weit £
Häuft von D. nah W. eine langı
Fuß (400 metr,) abfolut hoch üb
auf dem Plateau liegt, und durd
fallende, hehlenteiche Felswändı
nannte Nordfeite jener hochliege
wohl an 600 Fuß (200 mätres) |
fläe, und iſt in diefer gangen ı
läuftigen Grabflätten ausgehöhlt,
feile Felswand, von oben bis un
2omben und Grottenwerk, deſſen
Grabeingänge bilden, vor bene
Gänge, Altane, eingehauene Por
Drmamenten überdeckt binlaufen,
und zu allen Etagen bie ganze
Sinnen. Die Felfengräber find
Deden von mehrern find bemab
neu, in vollfommner Lebendigkel
kophagen hatten mitunter fehr fchd
‚alle Haben SInferiptionen die ofi
ärtliche Sorge für die Todten, d
h diefen Ruinen einen febr feier
Die lange, bis 2200 Fuß 5
flaͤche ſcheint zu den Blüthezeiter
teichbewäflerter Luſtgarten gemefe
fie pflanzenteich, obwohl unbenus
zum Meere hin zeigen ſich mehre
Seitenwände in Zelsgrotten 'auı
Baumgruppen übeffpattet find,
Felsſchiuchten quellen reichliche T
en Plateau ernährt werden, bo1
ibyer, die bier abgefshieden vc
eſchützt vor den Ueberfällen der $
ichen Ziegenheerden leben. Ab
Samilien find dieſe Grotten und
von den heutigen Rotoseffern
den Lotophagen Homers un
) Della Cella Viagg. p, 144. *)
ek) Herodot I Be 4
Barka, Eyrenalca 949
1a Cella mit dieſen für identiſch Hält *). Die Frucht
Ahamnus lotos, der bier Üppig vegetirt, ift auch bie
angenehme Speife dieſer Klippenbewohner.
Dliven und Eypreffen find bier, wie gu Xheos
Ms Zeiten, noch Bäume von größter Schönheit, es
[he in ihrem Wuchs eine fonft nur felten anzuteeffende
ge Fülle. Eben fo war einft die Rebe und der Wein
ein Hauptproduct, no finden ſich überall in allen
Ipturen die puren des alten Dienftes des Bachus.
worte Beſchreibung der dreifachen Ernte der Gyrenäer
ben verfihiedenen Stufen des Küſtenſtrichs, der 1200
hoch erbabenen vorliegenden Bergplatte, und bes hohen.
ide * durch die beſchriedene Localität die ge⸗
run ” .
Die Botopda gen dieſer Klippenwände bewohnen dies
u Küften die, Malen gegenüber, den Odyſſeus aufnebs
mußten als ber Nordfiurm ihn nach Libyen warf.
leben heutzutage faft unbekannt, nur ihre Namensbrüs
an bem Golf ber großen Syrte find als Räuber bes
ter, doch find beide verfchiedene Stammpgenofien. Diefe
Zen Cyrenäer nähren fi vorzüglich vom Honig ber
nen, bie in außerordentlicher Menge in ihren Selshößlen
a; durch dieſes Hauptproduct Saufchen fie ſich ihre
gen Bedärfniffe ein,
Steigt man burd bie genannten Gelofpalten und
lände von dem mittlern Plateau hinab zu dem Küſten⸗
ude, fo treten aus ihnen die abfließenden Wafler zur
a tiefliegenden Ebene die ſich noch 3 Stunden "**)
E gegen ben Meeresfirand hinzieht. Auf der Weftfeite
ven die hoben Felfen auch dicht bis zur Küfte bin, und
ben bis zum heben Ras Sem (Promont. Phycus)
„ den Strand volllommen ungugänglig. Auf der Oſt—⸗
> siehe ſich auch nur ein ſchmaler Strand bin, der ganz
elswänden flanfirt wird, welche die Baſis jenes Dias
is ber Stadt Cyrene ausmachen und bes dahinter noch
re auffleigenden Hochlandes. Der Fuß diefer Kelswände
mit gewaltigen Maſſen herabgeſtuͤrzter Trümmer Übers
ittet, die gegen Oſten jeden Fortſchritt hemmen. Au
em Strande liegt an einem Meerbufen von hoben Klips
umgeben, bie Bier in das Waſſer hinabſtürzen, der alte
ten der Cyrenäer, Apollonia bas gift Emporium +).
ppenreiben fegen vom Ufer in das Meer fort, und auf
e berfelben flieht man noch bie Baſen bes alten Molo’s,
von diefer Geite den Hafen vertheidigte. Am Ufer lies
) Della Colla Viagg. p. 152. * Herod. IV. 109. *%*) Della
Colla V. p, 1255. 7) Sırabo XVII, p. 692. 3 Tzıch,
⸗
3
948 afrita, U. abcheiu nung
emaltige Fels im tiefe Shind ER. y
eiten der Felswände in Ge” %
gehauen, und aud hier P
ſchiuchten zwei reihe Dr. Ya
ausgehauenen Feloſtra⸗ BL; 9 m,
Die Norbfeite biefer ” P‚ Dei; Zn
tet, das aber ned zuft, 2 Yen ii
An ihrem Sufe B’ machen, 4 Miele
läuft von D. up . GEharucierel ie den 4 Amtetı
Fuß (uoomätr „genmärtig if DT un; Dere 5
auf dem Pie’ ‚ur die Stämme ber (0 Bee
fallende, F „giebt Dur Räuber aus MR Velf von Be
nannte SP überfallen werben, mo Ve tarmtligen |
wohl ar ‚Ar Kite von Barka find, Die Arad a
ie. /yen heutzutage Darza: Gufa, d.\. Hafen!
Er Ggsioten Ruinen und bie Mache nah Sur
2 mac Strabo von Nauſtathenes 180 vım
* Phyeus, und So Stabien von äürrene)
. 5 at übrig, daß Hier der berühmte Hafı
er an biefem Hafenorte aufgeworfne Sand
sallenroche Barbe, und zeigt unter der
Eertaärbigteit baß_in der Xhat Korallent
ein Deittheil der Sandmaſſe aurmaden, und
rafpendroshe Farbe geben. Es find Fragm
Heinen, ſchönen Koralle (ob Isis nobilis, oder p
in Dirfen großen Körnern, mit Poren, Winteln
ern aller Art, Außer diefee rothen finden V
Menge Fragmente von Eellularien, Eecara,
Tubiporen oder Möprenkorallen in bieſem Sande
sertrümmerte einſchalige und zweifchalige Mufg
gan unverfebrte, ähnlich benen in dem Hügeln
ie dort Soldani gefunden hat. Dieſer Sand v
nia, in Säuren gethan, braufet mit gi Kaltg
in faſt ganz auf und zeraeht; der Sand vom |
Goifes der großen Gyrte genommen finkt aber de
ändert zu Son Daher beide wohl, nad D
Urrheil, von ganı verfiedenem Urfprunge find
ein Product des Meeres, ber andre, legtere aber,
feinem Herlommen nach aus dem feinen Flugſai
nern Aftita herflammt, und erf in die Cprte eii
am feyn feheint.
Ale Gebirgsart, aus welcher das ganı
Ploteau von Barka befleht, fo weit Della Cela
lernte, iſt dichter Mufpeltaltfkein ‘"), m
*) Dells Cells Vingg, p. 157. °*) Ebend. &, a6
Barka, Cyrenaica. 951
er bildet überall die uniforme Bafls
nur auf den Höhen mehr oder wer
Bruch, Härte u.f.w. Aber
30 Fuß Höhe über den Mees
Ko .refacten gefpidt (Cardien,
von Älterer Art, als alle diejenis
sen Dünenfande, ober in den jünz
‚nglomeraten bie dort aufgelagert vors
ꝓelkalkſtein des ifolirten Plateaus
beine auch, nach einzelnen Exemplaren zu
Della Cella von den Bergen im ©. zwis
nd Tunis beobachten Konnte, identifch mie
Bergzũge gu feyn, und überall längs bee
? der Berberei von Algier über Tunis, bie
ene und Katabathmos, gegen das Dfende,
Betten bes Araberthurms, ſcheint Muſchel⸗
chend su ſeyn. ber die Bafis am noͤrb⸗
r süßen e ift ebenfalls, Überall, mit jes
ve vo Körallen: und Bufchelseken ned
onglomeraten überdbedt,
es Plateaus von Barka überDerne
s zum Bolfvon Bomba.
: gegen Oſt führen über die Höhe bes Plas
Swege nach der heutigen, modernen Haupt⸗
Die ganze erfle Zagereife, 8 Stunden ents
a*), zeigen fih Ruinen von Gebäuden,
en gehauen umd tief ausgefurtht durch Was
ich ſeit langer Zeit Bier Teine Wagen mehr
Reifenden nur gu Fuß gehen oder fi dee
a. Bei Gobba iſt eine trefflide Quelle,
einem Portikus umgeben, Kon bier bie
Ih der Weg zmifchen hoben Felswänden,
Kelsfihluchten und Gppreflenwäldern bin.
us diefen Selspäflen fleigt man ſehr fleile,
m binab, in das Bebiet von Derna,
um fruchtbarer Ebene, am Strande eines
‚ im M, begrenzt vom Gap Bon Andrea,
ı Selsgebirge bas im Kreiſe den Meerbuſen
diefem abgeichloffenen Küfenraume if ein
sten voll Öliven „Weinreben, Beigen, Gis
ngenbäume, wo Dede Cella au bie erften
asa paradisiaca L.) an ber Libyſchen Küfle
Viagg, p. 168.
942 Afeifa, TIL. Abtheilung, €
Liegt ein quäbratifcher Zhurm von |
Stunden entfernt liegt. Diefer Dr
Ebene, theils am VBerggebänge, das
Bergen im Oft fi um Meere nach
nen diefer Stadt find über die Sırı
Umfang: verbreitet, und haben nach
unter allen in ber Gyrenais, die er,
Character. Der quadratifge Thurn
Maufoleum, mwahrfgeinlich eines Pte
einem granbiofen, quadeatifchen Bafar
die Klanken des Berges eingehauen ij
der Thurm aus den colofjalften Qu
Der Eingang if dreiedig, und im In
Galerien zur Aufnahme der Verflorbe
der Bürger von Ptolemais find ganz
Gprenerz fle liegen zwiſchen den beutii
jerflreut, und zwar in fo-großer Me
ihrer über 4000 zählte. Im der Mi
auf einem Mofaitboden noch mehrere
aus Gplindergliedern befleben; unter
Souterrain mit 9 langen Gorriboren ,
getheilt, die ihr Licht vom oben ber ei
Gorenaica findet ſich in der Architectur
der auf Aegyptiſchen Bafen zu ruhen
dem alten — zeigt ſich, noch
der Aeghptifche Styl mehr im Ganıe
vollenderfte, fondern der ältere colof)
drüdenden Mauermaflen.
Ehe Ptolemais diefen Namen erh
Ptolemäus Physcon (VII), der
nais hatte, als fein Bruder Phile
gta hieß es, wie Strabo und
avce; aber Prolemäus fagt, es
GStäbte-gewefen, was Scylar dadurch
jüngere Ptolemais als die Hafenftab
nennt, die 100 Stadien von ihrem
Tag, Das alte Barce, der Stam
Barcäer, war eine Golonie der Cyt
als 554 vor Chr. Geb. unter König Aı
aber nach. Herodot. auch ſchon wieder
Statthalter Aegyptens Aryandes erobı
fes- im Befig Aeayptens gekommen mc
Zeit fpeint die Stadt noch geflanden
Heutiges Daſeyn muß man allerdin
*) Bed allgem: Weltgeih. L S. 684.
@. 24
Barka, Cyrenaica. 943
ey”), bis neuere Unterſuchungen weitere Auffchlüffe geben.
Deila Cello glaubt indeß auch diefe, a Stunden gegen. ©.
vom ber Hafenſtadt, landein, auf den Bergen gefunden zu
yaben bei dem Drte Merge, wo Gräber und Mauerwerk
ich vorfinden auf einer ebenen Bergfläche, deren ſehr tiefe
Brunnen das befle Woafler geben. Die Lage diefer Gegend
®& ſehr einfam, wilder, gleicht der Landfchaft des Plateau's
vew Gprenaica; von diefer Gegend, ſcheint es, Hat das ganze
zohe Bergland den neuern Namen Barka erhalten.
Zolemeta iſt die leute ber Städte bie Hier von dem
Kiten an dem Gteilabfali biefes Küfenufers erbaut iſt;
weiter gegen N.D. verfchwindet die Küftenebene ganz, bie
Rüfte Reigt fteilauf * höhern Gebirge, und wird ganz
in zugaͤnglich vom Meere aus mit dem Nordcap des Pla⸗
eaus von Barca, dem Cap Ras Bein (Promontor. Phy-
as), an defien OÖftfeite nun die Nordküſte fich hinzieht,
w deren Rähe Cyrene liegt.
» Der Landweg von Labiar Über das Plateax
von Barka nach Grenne, Eprene der Alten.
Von dem erflen Eintritt auf das Plateau von Barka
bei Rabiar, führt ein gmweiter Landweg, wie wir oben geſehen
nicht an der Küfte fondern mitten über das Bergland na
Byrene; in der Richtung mehr gegen N. O. dahin nahm
das Tripolitanerheer gleich anfangs den Weg, um auf ber
Bürzeften Route den Rebellen bis zur Oſtgrenze bes Weis
Mes zu verfolgen. Auf diefem Wege trat der ganıe Meig
ber erbabnen Gebirgslandſchaft des Barkäiſchen Plateaus
or. Ueberall waren die Berghöhen mit den Thujamals
gen gekrönt, die mit ber Majeftät eines hoben Alters
Kemis waren. Bon Labiar führen 4 Stunden bergab,
Höhen und Zhäler, zu den Ruinen eines Caſtelles
Bibenia*"), das qguabratifch erbaut, 58 Gchritt lang und
mit SInferiptionen in fremden Characteren geziert if,
Wenher Felsgräber, und in der bufchigten Ebene Schaaren
son Waldtauben und Feldhühnern (Alchata) die mit ihrem
ſchwirrenden Fluge die Einfamkeit diefee Wälder jeden Aus
genblid unterbrechen. Weberall zeigen fig mehrere Tages
reifen weit, ganz gleiartig lieblide Thäler an Xhäler,
ifchen Hügeln voll Beduinen und Heerden, voll reicher
Betten, Weiden, Brunnen und Quellen, und faſt bei jes
dem Schritte Ruinen, welche die Macht und den Wohlſtand
bee alten Cyrener bezeichnen. Kein Kerggipfel ber: nicht
J. P. Thrige Historia Cyrenes. Havniae 1819. 8. Comzmt,
7 Fre æn) Della Gella Visggie.p. 16,
944 Afeifa, III. Abtheilur
önt wäre durch Ruinen, b
sfchloß, und keins bas nicht
derbaren Felsarchitecturen im E
ben märe. Und je mebr man fi
beito mehr nimmt der Sry id
Character an,
In Zardey *), 7 Stunde
uf bie maffigen Selspfeller,
als Eräger weiter Selsgemächer fl
a1 Stunden von Zardıy, ſeht bi
Erftaunen welde in eine Felsm
einen ganzen Berg füllt, Nu
Slanta zählte Della Gella ao
die eine fehr große Arbeit voraı
am Anfang der Berge von Eyri
Schichten der Vorhoͤhen nur
fandftein; aber weiter im £
der gange Kern des Plateau’s u
dichter Kalkflein, dem feint
iR — ein ſecundaiter, of
erhält wie diefer durch Drvdatis
zothe Färbung, und euthaͤlt P
ganz Corenaica das Material di
Die Umgegend biefer Höh
»ölkert geweſen ſeyn, denn bier
den wie Über die Ruinen eineı
Stadt hin. Dlivenbäume im gı
wild und bedecken in Wäldern
den Beduinen benugt zu werde
daß fie aub Fremde hindern bi
2önnte allein die Benugung bi
wichtigen Ertrag für Europäifc
ber wuchern auch gigantifhe Fer
sien, wilde Birnbäume, und allı
barkeit. In der That ift es am
@uropäern unbefegt, unbefucht b
entdedt werben mußte, nachdem
Ken, Aegypter, Mömer dort
waren.
Eine Europäifhe Kolonie I
anfiedelte, würde durch die gefä
die Steilküfte im N. und die 9
jeden Feind gefiert feyn, " un!
die Wüfte Sarka jeden. Feind
Die wenigen zugängligen Ha
®) Della Cella Viaggio p. 117.
Barka, Cyrenaica. 945
Monia würben bei ihrer natürlichen Fefligkelt Teiche zu
theidigen feyn. Dliven:, Dattels und Weincultur wür:
den Haupterwerb abgeben, bie Beduinen ‚müßten freie
tenflämme bleiben wie in ben alten Zeiten Herodot fie
Idert; fie würden die erſten Bebürfniffe an Vieh, Kleifch,
ter, Milch, Wolle liefern und noch die Producte der
3%. Die alten Städte derPentapolis (Berenice, Ar-
De, Ptolemais, Apollonia, Cyrene) mwürben mit neuem
anze aufblühen.
Sn der Gegend von Slanta liegt das Grab eines bes
mten Marabuten Sidd Mofammeb Emeri al Ghe:
m”), dem zu Ehren wurde vom Bey ein Dchfe ge:
achtet und die Erde mit Blue befprengt. Von hier
vet ein hoher Gebirgsweg immer gegen Oſt über das
ateau, und fleigt erft bei Derna sum Meere binab; aber
Der liegt eine Hauptſtraße gegen N. ab nah Cyrene.
Dieſer Weg führt durch ungemein teisende Berghoͤhen
W pasde “), mo wiederum alle Gipfel mit grandios
R Bebäuden und Gräbern bedeckt find, in beren Näbe bie
sslihften Quellen fprubeln, bier lebendig aus den Felſen
mgend, die erften die Della Cella in Afrika erblidte. Auf
Bergen wählt manches unbelannte Kraut. Ploͤtzlich
eden bier viele Kameele Trank und fielen um; dieſen
> Bolten fie fih durch ein Zutterfraut der Berahöhen,
. die Araber Koinon nennen. Della Gella *"*) hält
es Doldengemähs für das berühmte Silphium der
'ender, bas Antere für Aſa fötida Halten, Thrige jedoch
’®. Ä
Bon Spaghe führt der Weg nah Shughe, das noch
Stunden von der Stadt Cyrene entfernt liegt, aber ſchon
. gtoße Ruinen hat, die von bier nun an ber Straße
D der alten Hauptſtadt nur zunehmen, überall gerflärte,
Gebäude, viele Caſtelle, Sarkophagen, Grabfiätten.
außerordentlich große Menge dieſer Schloͤſſer ließen
Ya Cella daran zweifeln daß es, wie er früher dafür
milten, Wohnungen der Reichen waren, fondern eher fefte
wegen ober Afyle zur Landesvertheidigung. Der ganze
A dahin ift mit lofen Madreporiten bededt, die auf dem
boden zerfireut liegen, und nur bie Abfäge alter Mees
Bededungen obgleich in fehr bedeutender Hide feyn könn⸗
» wie fie bäufig bie und da auf dem Plateau von
u zta vorfommen. Nur eine Stunde ber alten Haupts
BE Ghrene im Süden, liegen im Umfang einer halben
————————————
> Della Cella Viaggio p. 119. **)@bend. &.126. *10) Ebb.
©. 127. Thrige Historie Eyrones p. 235 — 257. }
ep. Oo o
946 Afrika, III. Abrheilung
Stunde fehr grandiofe Ruinen
Serge, deren Wände, durchgraben
Sırcophage. Der lieblige Diea
nen, Nerium Oleander) in voll
dete umber die Gebliſche in bei
Zreümmer zerftreut liegen. Ein
her, halb In Fels gehauen und 5
weiten Pinien fichtbar, giebt do
Seine Mauern bilden die ſchönſt
teiben; jeder Quader träge mad
aus einem, für Della Gella,
und bie Buchftaben bildeten uni
bängende Reihen bie fich bei jedı
wiederholten. Diefe, fo wie vi
dende Snferiptionen, follen einem
Alpdadete angehören. Sollte es
älteften Bewohner diefer Landſch
ganz ohne MWiderfland, wie bie
neue Griechencolbdnie um das Jal
enommen ju baben fcheinen **) 3
ga viele Kandle und,Baffins hiı
diefem großen Aguäburte ernährt
ftehen noch die unverfeßrten Mau
tifchen Tempels, teffen Eingang
lieten Säulen geziert it und m
Knaben abgebildet find, wie fie T
ber läuft eine äußere Maxerwani
Zrümmerftadt ſcheint völig unbe
Ueber dies Bergland ſteigt
Morbabhange nur ein mweniges hin
fo weit das Auge reicht, eine weil
gar mit Trümmern einer weitläufi
vollen Stadt *"") überdeckt ift, bie
der raube Boden ift mit Mauer
fpidt, lange Reſte von Er 1
mit Grabmalen und Sarkophagen
touchernde Gebüfch von Dleandern
preffen zwiſchen den Trümmern vı
zwoifcgen den Ruinen und Baumgr
Belte einzelner Bebuinen mit ihre
Eintritt in dieſe Region in eine fı
Dieß find die Trümmer ber
der Pentapelis (der Fünffädte,
*) Della Cella Viagg. p. ı36. *",
a ie Ya
Barka, Eyrenica - 97
abgeleitet von xonn"Anollaros, der Duell! Apollons) *) |
ye heute no unter dem Namen La Greune bei den
eimifhen, auf der Homfläche bes Küftenplateaus im
lben Localitär liegt, daß Strabo beim Vorüberſchif⸗
vor derfelben recht characteriſirend von ihr ſchreiben
te, fie liege auf der Höhe eines Tafelderges
we meyalns dv voanıloessder nedle nusudung) **).
Diefe öde Trümmerſtadt fcheint, einem vergauberten Orte
» einer fremden Welt anzugebören. Eine Straße, die
la Gelila befuchte, IR ganz in Felſen gehauen, zu beis
Beiten mit Grabmalen flankiert, die quabratifch bis 10
ebenfalls äfter ganz aus dem Felſen gehauen find, fe
ws Schönen Quadern erbaut. ie fcheint eine Art
D gewefen zu feyn, ba an ihrer einen Seite mit großen
Hilhen Buchſtaben dee Name Hippikos zu Iefen if.
Dfiafter war tief ausgefurcht von Wagengleifen, ver⸗
lich der berühmten Cyrenenſtiſchen Wagenrenner, die in
ars Oben befungen werben. - Alle Strafen der Stade
u ſolche Radſpuren, wie bekanntlich auch einige des
esaufgegrabenen Pompeli. An beiden Seiten der Straße
ben ie große Baffins zur Aufnahme ber sufammens
senden Regenwaſſer, umd mehrere die Straßen hinabe
ben Aquäbucte zeigen, wie forofältig man bier alles
fee su fammeln bemüht war *"*). An der Nordfeite
enes fteigt eine kleine Anhöhe auf, deren Sübdabhang
den pracptoollfien Ruinen bedede ift, vol langer Maus
Golonnenrefte und Bafen, die fich weithin ausdehnen
Sraniten und Marmorarten, wahrfcheinlid die jüngern,
sifehen Architecturen.
An der Weſtſeite der Stade aiiaen fich ſteilaufſteigende
felswände, die im rechten Winkel behauen ſind, aus
s Sufe ſprudelt mitten aus dem Felſen eine der reich⸗
und fchönften Quellen hervor, die man nur feben kann;
Jeßt au jeder Jahreszeit ununterbrochen fort 7). Ein
soll ausgehauenes Gewölbe führe F ihr tief hinein in
Beifenhalle; umher ragt das ehrmürdige Gemäuer wohl
älteften Apollotempels hervor; an dieſem berühmten
Beiligen Quell, wo nach dem Ausbrud ber Libyer tt)
Uranos geöffnet war, wo die Cyrenäer ihr Orakel und
Kolonie gründeten, und die Stade erbauten. Hier, am
Gemurmel diefes Dorns dichtete Kallimadgus feine
men an Apollo und Pallas. Wegen We, wo des
Thrige Historia Cyrenes $, 25. de Cyrenes Urbis no-
mine p, 76, cf. Borhalle ©. 118: **) Strabo XVII. p.
2. ed. Tzsch. ***) Della Cella Viagg. p. 140. +) r
aire p:89. +) Horodos IV. zus
vo.
— — er
wohl an 600 Fuß (200 mötres) Teaterde 1
päse, und ift in diefer ganyen Höhe faR
äuftigen Grabſtätten ausgehöhlt. Go bi
teile Felswand, von oben bis unten, ein u
mben und Grottenwerk, beflen Fenfer
Grabeingänge bilden, vor denen
Gänge, Altane, eingehauene Portiten, Gru
Drnamenten überbedt hinlaufen, um nad
und zu allen Etagen die ganze Ausbdehu
Zönnen. Die Selfengräbee find_alle zerſtö
Deden von mehren find bemahlt mit Fa
neu, in volltommner Lebendigkeit. Die |
kophagen Hatten mitunter fehr jchöne Basreli
alle haben SInferiptionen die oft vermitte
ärtliche Sorge für die Todten, die fich übe
diefen Ruinen einen fehr feierlichen Ein
je lange, bis 1000 Buß Ho erhabe
fläde ſcheint zu den Blüthezeiten der altcı
teichbewäfleeter Luſtgarten gemefen zu en,
fie pflangenreich, obwohl unbenugt. in ih
gm Meere Hin zeigen ſich mehrete, tiefe @
jeitenwände in &glsgeotten "ausgehauen :
Baumgruppen Üübelfpattet find, In diefen
eloſc —X quellen reichliche Waſſer, bi
een Plateau ernährt werben, dort wohnen
ibyer, die hier abgefsgieden von ber übr
gefchügt vor ben Ueberfällen der Beduinen,
. Barka, Cyrenaica. 940
1a Gella mit dieſen für identiſch Hält *). Die Frucht
Rhamnus lotos, ber bier fippig vegetiet, ift auch bie
angenehme Gpeife diefer Klippenbewohner.
Dliven und eltern find hier, wie zu Theo⸗
Rs Zeiten, noch Bäume von größter Schönheit, es
pe in ihrem Wuchs eine fonft nur felten anguteefenbe
ge Füle. Eben fo war einft die Rebe und der Wein
ein Hauptprobuct, no finden fih überall in allen
Ipturen die Spuren des alten Dienſtes des Bachus.
wets VBefchreibung der dreifachen Ernte ber Gyrender
ben verſchiedenen Stufen bes Küſtenſtrichs, der 1000
Hoc erhabenen vorliegenden Bergplatte, und des hohen.
— wi durch die befchriebene Rocalität die ges
rung **).
Bir Lotophagen dieſer Klippenwände bewohnen dies
n Küften die, Malen gegenüber, ben Odyſſeus aufnehs
mußten als der Nordftuem ihn nach Libyen warf.
leben Drasgutage foft unbelannt, nur ihre Namensbrü⸗
an dem If der großen Syrte find als Räuber bes
ter, doch find beide verfchiedene Stammgenoſſen. Diefe
tem Corender näßren ih uiälin vom eig, bee
aen, die in außerordentlicher Menge in ihren Gelshöhlen
mn; durch diefes Hauptprobuce Laufchen fie ſich ihre
gen Beduͤrfniſſe ein.
Steige man durch bie genannten Selsfpalten und
lände vom dem mittlern Plateau hinab gu dem Küftene
we, fo treten aus ihnen die abfließenden Waſſer aue
m tiefliegenden Ebene die ſich noch 3 Gtunden *"*)
t gegen ben Meeresſtrand Bin; — Auf der Weſtſeite
sem die hohen Felſen auch 8 is zur Züſte hin, und
hen bis zum hohen Nas Sem (Promont. Phycus)
‚ den Gtrand vollkommen unzugänglid. Auf der Ofls
? giebt ſich auch nur ein ſchmaler Strand Hin, der gang
jelswänden flanfirt wird, welche die Baſis jenes Si
18 der Stadt Cyrene ausmachen und bes dahinter noch
re auffleigenden EX londes. Der Zuß biefer Kelswände
mit gewaltigen Maſſen herabgeſtuͤrgtee Trümmer übers
ittet, die gegen DOften jeben Bortfcheitt hemmen. An
em Bteande liegt an einem Meerbufen von hohen Klips
umgeben, bie hier in das Wofler hinabſtürzen, der alte
ien dee Cyrenãer, Apollonia das ger Emporium }).
ppenreihen fegen vom Ufer in das Meer fort, und auf
x berfelben fieht man noch bie Baſen des alten Molo’s,
von diefer Geite den Hafen vertheidigte. Am Ufer lies
) Della Cella Viagg. p. 151. *M) Herod. IV. ) Della
Cella V. x. a he Alp DR Tuch i
950 Afrika, III Abtheil
gen mafeätifche Ruinen zerfl
auffteigenden Stufenbaue.
umgemworfner aber fonft unbe;
sbelifhem Marmor, große
fleden nod Gewölbe. Bon bdı
zur Hofenfladt, Ueberall be
feriptionen die Römerberefibaf
und wäre leicht finder zu mad
tionen mit fremben Chara
uinen. Noch gegenwärtig
ein fichres Afil für die Stämn
dieß öfter gefchiebt durch Räut
un etmuthet überfallen werde
nefter dieſer Klifte von Barke
biefen Dafen heutzutage Mar;
Die grandiofen Ruinen und t
Stadien nach Strabo von Ra
torium Pbocus, und 80 Sta
Leinen Zweifel übrig, daß hi
zene's liegt *).
Der an biefem Hafenortı
Torallenrotbhe Farbe, un
Merkwürbigkeit, daß im ber
ein Drittbeil dee Sandmaſ
Überrafgendrothe Farbe geben
leinen, ſchönen Koralle (ob ]
in Hirfen großen Körnern, m
nern aller Art, Außer diefer
Menge Bragmente von Gellu
Zubiporen oder Roͤhrenkoralle
jertrümmerte einfchalige und
ganz unverfehrte, ähnlich bei
die dort Soldani gefunden ba
nia, in Säuren getban, braufi
in faft ganz auf und jergeht
Golfes der großen Syrte geno
ändert zu Boden, Daher bı
Urtheil, von gang verſchieder
ein Product bes Meeres, der
feinem Herlommen nach aus
nern Afrika herſtammt, und «
am ſeyn ſcheint.
Alle Gebirgsart, au
Ploteau von Barka befteht,
lernte, ift dichter Mufchel
*) Della Cella Viagg. p: 157.
Barka, Cyrenaica. 951
etitengrotten; er bildet überall die uniforme Bafls
anzen, und zeigt nur auf den Hoͤhen mehr oder we
Differenzen in Farbe, Bruch, Dörte u.f.w. Aber
auch bis 1500 und 1600 Fuß Höhe Über den Mees
gel, if er mit Petrefacten gefpide (Cardien,
sten, Ammoniten), von älterer Art, als alle diejenis
B Littorales im lofen Dünenfande, ober in dem jünz
Jand und Thonconglomeraten bie dort aufgelagert vors
n.
ieſer Muſchelkalkſtein des iſolirten Plateaus
arka, ſcheint auch, nach einzelnen Exemplaren zu
en, bie Della Cella von den Bergen im &. zwie
Tripolis und Tunis beobachten konnte, identiſch mit
er bortigen —AI zu ſeyn, und überall längs ber
ı Morblüfte der Berberei von Algier über Zunis, bie
w bis Cyrene und Katabathmos, gegen das Dfenbe,
ben Kalkketten des Arabertburms, fcheint Muſchel⸗
In vorberefchend zu feyn. bes bie Baſis am noͤrb⸗
dufe biefer süßen e ift ebenfalls, überall , mit je⸗
eeresfande voll Khrallen: und Biufchelcefien nebſt
jüngern Conglomeraten überdeckt.
ſtſeite des Plateaus von Barka über Derna
. bis gum Bolf von Bomba.
ton Cyrene gegen Dft führen über die Höhe des Plas
die Gebirgswege nach der heutigen, modernen Haupt⸗
Derna. Die ganze erfle Zagereife, 8 Stunden ents
is Bobba*), zeigen fi inen von Bebäuben,
m in Felfen gehauen umd tief ausgefurcht dur Was
eiſe, obgleich feit langer Zeit hier Teine Wagen mehr
‚ md alle Meifenden nur zu Buß geben ober fich bee
le bedienen. Bei Gobba iſt eine Erefflide Duelle,
zefaßt mie einem Portilus umgeben, Bon Bier bie
windet_fich der Weg zmwifchen hohen Belswänben,
‚ fleilen Felsſchluchten und Gopreflenwäldern bin.
Austritt aus diefen Selspäflen fleige man ſehr fleile,
Felsklippen hinab, in das Gebiet von Derna,
ft ein Saum fruchtbarer Ebene, am Gtrande eines
ufens hin, im W. begrenzt vom Gap Bon Andrea,
E dur ein Kelsgebirge das im Kreiſe ben Meerbuſen
et. In diefem abgefploffenen Küftenraume iſt ein
eſiſcher Barten voll Dliven, Weinteben, Feigen, Gis
und Drangenbäume, wo Della Cella auch die erſten
äume (Musa paradisiaca L.) an ber Libyſchen Küſte
Ycila Cella Visgg, p. 168.
952 Afrika, III, Abthe
mit aftatifdper Ueppigkeit m
zeichen Gruppen von Frucht
von Derna, über alles al
Palmenhaine mit ihren rei
Die Strafen *) des Dr
aber niedrig, Elein, ärmlich,
Caftell des Bey’s von Derm
die von Andalufifhen Maurı
nien verlaffen mußten **).
Wafferbrunnen aus den Fel⸗
einem Aquädust gefammelt,
wäfert bie Ebene; die zweite
befruchtet eine Vierteiſtund⸗
Bemenfura. Sie heiße
Bemenfura, b. h. das 2
Bewäfferung und das gefchlil
von Derna einen über alle $
Character. Derna, Dar
Ueberfluß an Lebensmitteln;
Araberhirten dom benahbar
reiche Aderfrüichte, die Gärter
Die Felsklüfte find mit unfä
bie einen großen Reichthum
wohner von Derna find mi
überfälen, bie oft bewaffnet
leicht weniger drüdend find,
Häufig wird mit. den Sremdı
gebracht; fo daß die Benö
von 7000 auf 500 Einwohm
Die Nordamerikanifchen
Jahren ben Plan gehabt, bie
dem Paſcha die. Stabt mit C
ließen fie ben Ort wieber; |
7 Kanonen ſtehen geblieben
Mangel eines guten Hafens
ber Mächte, denen es fonft
einen feſten Punkte in der D
ces finden zu koͤnnen. Dern
Mhede, da diefe mit Klippen
gerfchneiden, und ber Hafen
defege iſt. Doc veranlafte
Sabre 1799 den General Gi
dung zu verfuchen, bie abeı
von Zripoli vereitelte. MWahı
*) Della Colla Viagg. p. 164
*"") Blaquiere Lac, PB
| Barka, Eyrenaica 955
son ba einen Landweg nach Alesandria ſuchen. Während
bee Expedition des Lords Keith in Aegypten ließ biefer feine
wu en Quellen von Derna mit dem beflen feifchen -
affee verfehen. Ä
Aber gegen bas Ende des Cap Bon Andrea bildet das
Meer einen weiten Bufen, in welchem felb gang große
Schiffe ficher ſtehen würden vor allen Stürmen. Die Lage
Reſes Dafens fcheint keine andere als die des alten Nau-
sathmos zu ſeyn.
Eine antike Baflion welche noch heute bie Stadt Dema -
don der Meerfeite umgiebt, bezeugt ihre hohes Alterthum
uud die Identität ber "Lage ber alten und neuen Gtabt.
e bisher rebellifch gewefenen Bebuinen von Derna unters
fen fih bei Ankunft bes Tripolitanerheeres fogleich dem
fcha, und es blieb nur noch übrig dem Feinde auch noch
iter oftwärts bie zum Golf von Bomba nadautüden.
Bon da flohe der rebellifche Prinz ebenfalls zurück gegen
es Dften nach Aegypten, wo 2. Burdbarbe *) feine nähere
deEanntſchaft gemacht bat.
Der Weg von Derna nah Bomba *’) mußte ſehr
Lig urüdigelegt werben, und gab daher wenig Gelegenheit
t —————— das Land iſt überall dorthin undebaut,
er Laſſen, wüſte, ſonſt aber bat es gen die Nature und Fülle
es weftlich)en Cyrenaica. Es iſt Alpenlandfchaft, mit fehös.
era grünen Cypreſſen, Thuja, Carroben, Funiperusarten,
Roſſalen Lorbeer: und Myrthenbäunien ; bo mehr in
Bruppen zwifchen Felſen und Schluchten ſehr mahlerifch
Ertheilt, als in anhaltenden Waldungen. Der Boden ift
derall coupirt, Be voll Weidelond und Jagdrevier,
Bas immer Bewohner herbeilodt. Die erhabnere Waldres
ion diefer Öftfirede Hat noch gleichen Reichthum an fri⸗
Sen, reinen Waſſern und Quellen, wie der weſtliche Theil
yrenais.
Nach 8 Tagereiſen von Derna, in Eilmärſchen, gegen
Sof gelangte Della Cella zum großen Golf von Boms
»a *'"),. der von hohen Bergen umzogen iſt bie das Gap
RMezat (Ras a tin) bilden, und gegen Oſt in fanfte Hügel
abfallen , die in der Kerne das Anfehn einer weiten Fläche
gewähren. Bei dem genannten Gap fleigen aus dem Meere
3 große Klippen hervor, bie wie Inſeln fib im D, bes
Wolfs zeigen. Della Gella bält ihn für den Menelai Por-
tus der Alten, wo aber keine Ruinen. fichtbar find. Die
Beduinen fagen, tiefer landein foll ein See liegen, mit eis
ner Inſel auf deren Mitte fehe große Ruinen fichen,
#) Burckhardt Trav. Lond. 1819. 4. p. VII, **) Delle
Colla Visgg. p. 175. ***) Gbenb. &. 176.
954 Afrika, III. Abtheilung, Gebirge. 6. 58. ıc,
Diefen Bolf Hält Burdharbt für bie erſte Anflebelung der
Griechen mit der Infel Plateia *),, Er gilt ſehr mndes
immet als bie politifche Brenze zwifchen Aegypten und
ripoli, und ift daher das Afyi der Ueberläufer und Räuber
von beiden Zerritorien. Dieſes Raubgefindei hat bier fein
Zelte aufgefchlagen, von da aus werben bie Raubexcurſie
nen begonnen, wozu bie benachbarte Straße der Meccakars
vanen, im Süben von Fezzau nach Augila umd Arguypten, |
Bäufige Gelegenheit giebt. Beſonders fegen fie ben Gi
ihen mit Goldſtaub nah, welche die Pilger aus dem In
nern bes Sudan zu haben pflegen, um fich bei ihrer Reif
durchzuhelfen. Bei der Ankunft bes. Eripolitanerheeres
en diefe Raubbedninen ihre Zeltlager auf einige Wei
In die Berggegenden gurüd und liefen die Truppen be
Bey friedlich vorüberziehen, bis zur Grenze des Legypti
ſchen Gebietes des Paſcha; dann kehrten fie im ihre alte
©tellung surüd.
Die Kenntniß bes Hafens von Bemba if neq
unbelannt. Als Admiral Bantbeaumes Flotte im
1808 von Gorfn der Aufmerkfamteit des Englifchen Amui
Lord Gollingwood und feiner Kreuzfahrer entging, fand ſe
ein fichres Afyi im Bolf von Boınba und lag de
Beit der Aufmerkſamkeit ber Britten ganz Yerborgen.
die Piloten von Maltha kennen bis jegt die Einfahrten m
diefem Deerbufen.
So weit gebt unfere jekige Keuntniß bes kleinen Pa
el von Barla und biefer merkwürdigen Libyſchen de
enküſte.
» Hoerodot IV, © 151. Burckhardt Tray, pP» VII.
en
Bieree Abtheilung.
s Tiefland -von Afrika.
er
Ueberbiid
nigen Erdräume, welche außerhalb ber oben beichries
Formen bes DHochlandes, der Gtufenlänber, - ber ges
mn Gebirgsglieder, im meerumfchleffenen Köeper von
liegen, müffen wie Yon ber geringern abfoluten Ex
‚ und vom ber vorberrfchenb flachen Geſtaltung der
de, das Tiefland oder das Flachland biefes Erdthei⸗
inen.
ier wird es nun ſchon rathſam ſeyn, bevor wie im
nzelne dieſer Form eingehen, einen allgemeinen Blick
en Erbtheil als Individuum in Beziehung auf bie
Verhältniſſe feiner Befamtform gu werfen, um nach⸗
erall das Befondere Im Allgemeinen uns vergegens
m zu können.
iefee Erdtheil, welder feinen Namen, fonberbar ges
von einer Leinen Karthagiſchen Landſchaft Frigi,
isa an feiner noͤrdlichſten Spige erhalten bat, ill,
wie ihn im Ganzen überſchauen, feiner Geflale nad,
großen Körper oder Stamme ohne Glieder zu ver⸗
n, unb unter benen bee FSſtlichen wie ber weftlichen
fle in der That der einförmigfle aller Eontinente gu
I, wenn das feines Innern nad uns noch fo gu
ıbefannte Veſtland Auftealiens, ihm darin nicht einſt
ielleiht den erften Rang flreitig machen follte.
jeine Küftenperipherie, die fi$ unter allen am mehr⸗
r kreisrunden nähere, ift im Wergleich zum Flächen⸗
einer Länder weit geringer an Ausdehnung, als bie
en, Amerita und Europa. Die Berührungen bie;
adveſte mit den befpflenden Meeren und durchſchnei⸗
ı Strömen, find unter denen aller ähnlichen Erbin,
m, am Eirglihfen ausgefallen "für die Entwidiung
956 Afrika, IV. Abtheilung, Tiefland. $. 35.
Der größtmöglichften Mannigfaltigkeit im ber horizontalen
Theilung. — andern Erdtheile erſcheinen überall von ties
-fen Buchten, Merrbufeen, Meerſtraßen eingefnitten, in
vielartig geftaltete Serraturen, Worfprünge, Landzungen,
Halbinfeln zerfpalten, was dei Afrita’s Geſtaden gan
fälle; ja in ihrer Nähe liegt zugleich die geringfte all
von Nachbarinfeln, die felbft nicge einmal, nur Diadagas:
kar an der Oftfeite ausgenommen, in einem beflimmter nad«
zuweiſenden Verhältniſſe zur Rüftenbilbung fliehen, wie bed |
ganze Inſelketten und Infelgruppen aller andern Keflä»
der, felbft von meit geringerm Umfange. Dier hingegen
And ſelbſt die wenigen, einzeln in den Afrikaniſchen Küfes
meeren eingefprengten (fporadifen) Infeln, auefeplieflig
nur Produkte unterirdifcher, chklopiſcher Gewalten (fir
unten vultanifche VBildungen), und in einer, DMadagasız
ausgenommen, ein etwa don dem Gontinente abgefprengts
Glied zu erkennen.
Der fefte Körper. des Erdtheils Bat nur zwei übermis
gend große Hauptformen, die ibm feinen genzen Grundge
zacter geben, und in bie er feiner ganzen Erſtreckung nf
faft gleicymäfig getheilt ifl.
Das Hochland im Süden bes Aequators, mit überaus
gleichartig nach drei Winden abfallenden Rändern gum Drum.
uch gegen Norden ſenkt es fih in den beiden Geitenfb
gein von Dabefch und Mandingo, eben fo gleichmäßig mi
ort berab, jedoch nicht zum Dcean, fondern gur weile
Hauptform, dem Tieflande, das in wunderbarer Ginfirwig
Teie und Weite, die größere Morbhälfte ven Afrika em
nimmt und fi wie ein breiter Zuß mit den untern Ri
flufen und dem niedern Plateau der Berbern gegen Kfm
und Europa vorfchiebt.
In jenem Hoch: wie im Tieflande find immer nur h
zwei vorherrfchende, ziemlich ebenmäßig vertheilte Haupb
formen, die in einem unverlennbaren Parallelismus, nah
einem Hüben und Drüben, vertheilt find. Dort an dem DB
und Weftrande Afrikas; die Mittel: und Küften : Kerreffen
von Morden nah Süden fireicdend, queer durchbrochen WR
den kurzen Küftenfirömen ; bier die waflerarmen Wüſten
und Gteppenflähen von Oſten nach Welten ziehend.
Aus den Combinationen biefer wenigen, gleichartig WE
breiteten Hauptformen in ihren Stellungen zum Bl Des
Meere und der Luftfchichten, wie zum Sonnenlaufe felbf, gi
die gange Mannigfaltigkeit der Afrikanifchen Natur berust,
Im Leblofen wie im Lebendigen, tritt baber hier Ib
Bleichartige des Bemeinfamen mehr hervor, als bas in
gleigpartige bes Befonderten. Die ſcharfe Gonberung sad
eſtimmt charaeterifiete Individualität bes gan 2
macht, daß bie Eigenthümlichkeit feiner ie mb ale
= Meberblih, Wuͤſte, Eingänge. 957
ſſen, was er hervorbringt und deſſen Träger er iſt, mehr
tüdgedrängt erſcheint. Eeldft alles Belebte iſt hier mehe
lieb des Aftikanifepen Erdkoͤrpers, als ſelbſtſtändig entwil:
Ites Individaum. Die Species verſchwindet hier mehr
gen das Genus, und das Individuum gegen die Species,
3b das Ganze uͤmſchlingt alles Einzelne mit dem vorfe-
enden Character der Familienaͤhnlichkeit im unentwidel:
a Zuftonde ihrer Glieder.
Diefer Familienzug wiederholt fi in dem Berg, ber
Yäche, im Strom, Pflanze, Thier, Menſch, Familie, Volt,
d iſt um fo weniger ju vertennen, je mehr das Beſon⸗
we in der Helmath fegemuraelt, unb kaum von ber Maſſe
gelöfet, zum individuellen Leben gelangt ift.
Bon jener angebeuteten großen Einförmigkeit bes Erb:
eiles, finden unter den großen, räumlichen Kormen, nad
aferer biehrrigen Kenntniß nur drei Ausnahmen in feinen
Bi, Mords und Wefteden flatt; nämlich das Gebilde des
atern Nilthales, das Vergland der Berbern nebſt Barca
nd das untere Senegal: Gambialand. j
Durch den culturreigen Xhalboden, im engen, untern
aufe, dur die Plateaubildung ber niedrigen Kt (im
1 Magreb wie in Spanien), und dur die Binnenſchiff⸗
Sie mehrerer natürlich zufammenhängender, durch die oces
uiſche Ebbe und Fluth gefleigerter Flußgebiete (der inland
avigation der Engländer), entfernen N diefe am meht⸗
en von der Afrikaniſchen Grundform, und fcpließen fig
mt dem durch fie Bedingten, bem Aflatifcpen und Euros
Bifchen Character näher an.
voch iſt auch in ihrem verjüngten Maaßſtabe Über
mmpt, fo wie insbefondere im engern Niltfal, bas nur
gen ein mittelländifches Meer fich Effnet, im niedern Pla=
au und den wenigen, Saum ſchneehohen Atlargipfeln, im
rafferärmern Gambialande, das noch immer einem Benga⸗
en und Ginefifchen Sunderbunde zu vergleichen 'R
t gu verkennen, daß fie dennoch ber einförmigern, mwafs
wärmern, gefehloffenern, alles minder indiwidualificenden,
ſrikaniſchen Veſte angehften.
Und erleuchtet, erwärmt nicht felbft die Gonne in ih⸗
mm Gpirallaufe, bie Mord: wie die Güdfpige dieſes Erds
ie, wie in feinem ber übrigen, auf die gleichförmigfte
fe, in dem ſonſt überall wechfelnden Kreife des Jahres,
fie von ber breiten Mitte biefes Erdtheiles nie ſich
et.
Betrachten wir nun bie Form bes Plattlanden im
dorden won Afcita, fo fehen wir, daß fie don bem beibew
beunbformen bie überwiegende in ihrem Einfluffe auf bie
ms bis jegt bekannte Afritanifcpe Natur und dort ei
fepe Geſchichtsentwicklung if.
958 Afrika, W. Abrheilung, 9
Nie nur darum ift dieß etwa
am nädften Hegt,. und felt ben d
wurde, ſondern auch, weil fie tro
am zugänglichften gezeigt hat. für di
ter den Einbeimifhen wie mit dem |
Das flache Land verdient daher
dere Aufmerkfamteit,
Der natürliden Befhaffenheit ı
dei Oberflägen an; bie ber pflanzen!
Müften, und bie ber weitgedehnten
und Strauchbededung.
Inn diefe, die Steppen, und zwi
liche, welde der große Nigerftrom &
nerfeits vom Süden herwärts, dem
das Hochland Herab, in großer zum
ter Weite, bis gegen den ı5tem ı
beeite; ambrerfeits in die nördlicher
ledulgerids, das Bergland vom groß
geringerer Erfiredung gegen den Sü
Bwifcgen bdiefen beiden grünend
ausgebogenen Uferrändern, die ſich
durch die ganze Breite bes Eontine
waflerarme und vegetationsleere Obe
Sandocean ber Erde.
Au feinen Küſten umber be
nadte Rlippenreiben, fein furdptbare
nur alkin mit dem Echiffe der Wi
Bonn, aber auch nur darum, weil e
in Reiben, Grnppen und fporadifh
und gränender Infeln, Dafen mit P
quellen, im Gandmeere zu neuen M
—8T und der WVölkerthätigkeit
tenfchen und Thiere doppelter Spar
und gefahrvollen Irtfahrten find.
Rund um dieſen Sandocean I
minder breiter Saum von frudtbar
wieder bas Meer umtreifet, und au
Rultue Ihren Boden finden kann,
Duncten völlig verfagt ſcheint.
In wiefern fi aber bie gegen
Plattlandes immer dichter zufammen
in den mehr bergigen Landſchaften B
an bas sbere Nilftufenland, oder an
— een mag, bas u
ern auf diefem fo ſchwer zugänglid
fand ber Forſchung, über den wir &
ben Binnen,
Ueherbli, große Wüfe, Eingänge 59
Ueberſchauen wir num das Ganze in feinem Zuſammen-
umge, fo ergiebt fidh uns, wie von der, bie ganze Aftitanis
de Ratur aracterifitenden Ginffemiktet, Biete nun
if alles übergeht, was mit ihre im Merbindung fleht, um!
te fie ſich als Familienäpnlichkeit au in dein einzelnen
Benfchen, in dem Volk, den Völkern, Gtaaten, und im
= Gefihte des ganzen Erdtheils fpiegelt, melde ein
sechgebender Familienzug zu einem großen, Icbendig fig
ıewidelnden Ganzen .verfnüpft, das durch die Erbnatur
ze am eigenthämlichien gebunden, durch ben Erdathem
W eigenthümlicgfien belebt erfpeint.
Doq bevor wir zu biefen allgemeinen Mefultaten Über
Yen, Haben wir erſt das Einzelne des Tieflandes in feinen
erfwärdigften Differenzen ſeibſt näher Eennen zu lernen.
md diefes genau zu verfolgen, find wir um deſto mehr aufs
fordert, weil wir damit zugleich ben Typus aller vermands
w Gebilde der Grboberfiäihe mit betrachten, wodurch die
wffcpläffe über alle diefen analoge Erſcheinungen und Eins
irkungen gegeben find.
Erſter Abſqanitt.
Sahara, die große Wuͤſte; oͤſtliche Halbe.
5 34.
Die im Vorigen allgewein ange bene Lage, der, vom
eife fogenannten, großen ® {ir vonMorbafrita,
je in der That die größte und furdptbarfte der Erde if,
ril ſie unter dem lothtechten Stiahle der Sonne liegt,
an in ihren äußerflen Breiten, zwiſchen bem ı5ten bie
Grad im Norden bes Aequators beflimme werben.
nimmt hie und da mit Benigen Unterbrechungen, wohl
me wirkliche Breite von 200 und mehr geogr. Meilen ein,
WvonDd. nach W., wohl;bie und ba, noch größere Längen.
och ift ide Inhalt noch zu wenig erforfcht, um überall in
mauere Berechnungen dieſer Art nach Zahlen einzugehen.
we fo viel müffen wir nach unfern jegigen Erfahrungen
von zugeben, baß bie kleinere, äftliche Hälfte derfelben, weit
imfiger von infelartigen, waflerhaltigen, fruchtbaren, ſelbſt
m Steppen unterbrochen ift, als die weftliche größere
je, welde ein wahres Flugfand: Meer bildet, und den
wbatifhen Namen „Sahara bela ma‘'*), d. 5. bie Wäße
we Wafler, vollkommen verdient, den bie Araber ihr geben,
Lucas in d. Proceedings ‚of the Associat. for pramei
a Allen Dad ae aan Fremeilag
rn
960 Afrika, Tiefland.
wenn bie Seele von dem Grau
es ein Wunder, wenn bie Erd
legte Kenntniß von dem Afril
Sudan, zu dem bie Wäften bi
wöhnlichen, neugierigen oder
dankt, fondern dem großen U
biefem Bwede eingerichteten Bei
fane Kräfte ſcheinen nur alleiı
Wordtingen in einer Region de
deu zu geben, in welcher das
verſchwindet, wo ber Menfch fe
divibuum weniger Derefhaft ül
die Völker mehr den Character
tifchen Natur tragen, und wo f
Europäer, der fi allen Ränder
nicht im Stande feyn würde,
als Einzelner vorzudringen. |
und neueften (feit 1788) Zeiteı
in das Binnenland vorımdringe
Anmerkung ı. Wüfenn
Der ältefte Name für beiderlei
Afrika, it, da den Alten, fowoßl
‚Herobotus bas ganze Land im
das müttelländifhe Libyen *) (neue
hin. Er befcreibt es fehr beftimn
arm, ohne Regen und als ein Lan
nennt er den nädften Theil, der a
bie Sandregton, Ihredtih, waffer!
Durch die Römer **) wircde
Migerfteppe, Nigritia, unterſchi
Afrita von Aethiopien trennte, un
ropäer. B
Bon ben Arabern wurde ber ı
don ber Rilfeite, wie von bem &
feinen Küften Bennen Ternten, das u
niät die Wüfte Sahara) genannt,
er, jegt allgemein angenommmener
ri; "Araba in Eehaama berfkam
blieb doch biefer für das. Afiatifd
zeichnend/ fo wie ber Xusbrud Be
bee verbrehte Name ihrer Bewohn⸗
nen, Söhne ber Müfte,
ben fo wurden aus dem für
(Bahara, Ssahhra, Sarra, Sahaı
Sahparacin (Saracınen) +}) 8
*) Herodot IV. c, 185. II. c.32.
"**) Edrisii Africa ed, Harım
Mittel-Xfien, I.%h. p. 327. Cı
car. prof, p-XXIY, 41) Langl
Große Wüfte, Namen, 961
gen eben biefelben Heut zu Tage auch Maggrebin (Muggres
a) bie wandernden Gtämme des Weflandes heißen. Kaugles
i£et aracen (Charäqyn) aud von chargy (orientalis) ab, fo
5 es ein Appellativ Heinen wuͤrde wie Kaghrebi. Sahara
tfasma, bie wafferlofe Wuͤſte Sahara-ul:asti, bie voll
mwimene Wüfe, wurden nur Gteigerungen des Begriffs, indeß
azelne Diftricte ihre beſondere Bezeichnungen erhielten.
Der Griechifhe Name Liby& (Anden) iſt im Arabiſchen in
ebeta, Lewata *) im Often von Hugila bis zum Rilthal ger
uchlich geblieben; Vie weftlichfie Wüfte gegen ben Atlantifhen
Sean nennt fon Edriſi mit einem eigenen Ramen Lamtuna
ssertun? ; Leo und bie fpätern nennen fie wie die Portugiefen
m Wenegal, naͤmlich Sanhaga (Zanhaga, vermutblid nad) ih:
m Bewohnern) **). Jedt ift für ſie Sa hel (Sabeel) d.h. weite
de, der fehr allgemein bejeichnende Audtrut. So heißt fie da,
r ber mrordarene “") im &.D. ber Marollanifhen Provinz
mfe, fo in der Mitte, wo Walat (Bualat, Ei Waladia) liegt;
da wo bie Gummimälder bes Genegal, und an der @üdgrenze
2 die NRigerfteppe, wo biefer Ausbrud von M. Park darum,
Jackſon zeige, fälfhlih für die Wezeihnung des Rordlandes
halten wurde, ba er überhaupt nur fo viel als weite Gandflähe
Heiner.
Rach ber Art des Bodens, find ebenfalls bie Benennun«
PA Müften verfcpieben, wie ſich bieß wegen ber Sigtigkeit
fee Eigenfchaft für den Ginmwohner und den Fremden leicht bes
fen läßt. Gtreden, bie mit groben Kies, Kiefeln und Ge—
en (pedregulhe m-ndo em modo de grosa arca) **)
Wedt find, werden im engern Sinne Sahar}) genannt; bie
#8 eintörnigem, vblig vegetationsleeren (area menda bei De
karro8) Lofen, tiefen Blugfande bebecktten, heißen im engern Sinne
apdel oder Sehel; diejenigen, welche noch trodne Graͤſer und
Auter tragen, Az s ar (azagar bei De Barros); die völlig trod:
= und unfruhtdaren Xyaoab; bie wo gemäßigtere Luft herrfcht,
® ie +}). Jeſfr, Sazr, fol ein eigner Name ber Wüfte,
"22 wahrfheinliher eine Aplürzung von Gezira, Infel, Dafe,
Ke, feyn. Die nadten, klippigen, felfigen, zeiriffenen Hügel:
‚Men, nannte man auf den Garavanenftraßen, bie Hornemann
Thgog, Harutfd, (richtiger Harudſch, Harudie, nah Langles,
weufde +++) nad Jadfon, weil bie Araber bas harte tſch nicht
izaen). Jagſon verfihert, bad damit, überhaupt genommen,
@_Hippigen Bläden Afritas bezeichnet werden +++), welche mit
“faltgeftein bebedt find, «is fo viel Werkzeihen früherer Cube.
—
=) Leo Afric. 6. Lorsbad) p- 472. ) Edrisii Africa. ed.
Hartmann. Sect. Il. p. 8 und De Barros Asia Dec. I.
L. *) Jackson Acconnt_of Marocco.
'*) De Barzos Asia Dec. ILL. 3.
Marmol Africa 6ol-
Langles. p. 81. Beaufoy in ben Pro-
eeedings ch, 6. +ttt) Jackson Account, p. 46 u. ı51.
us Lil]
962 Afrika, Tiefland. J. A
zenolutionen, beren Spuren niht nur
au in andern Theilen Norbafrilas an
Anmert. 2. Der Name Sup
ber Wüften- ift feit Bafui*) und Abı
nicht), unter allen Afritanern and Ori
bad Land der Schwarzen, ganz dem N
hend, im Gebraude. Die Bewohner
heut zu Tage fo, wie bie Aegppter u
zotfo. Die Dftafritaner, zumal die 3
zorjügtid) diejenigen Schwarzen und d
am nädhften liegt ; in Dar: Zur wird «
zur Bezeichnung bes Weftens.
Abulfeba gebraucht et beſtimmt zur
im Süden ber großen Wüfte. Er nenn
Sand Suban, und ihm ift es gleichbebı
engern Ginne wird nad Ass Cherif
auch ber Sultan des Binnenlandes Kaſch
&ultan von Suban genannt, babingeı
felbft das ganze Land, weldes bem Si
gritien der Römer entfpriht, Aafnu
nod auf Bas Bübufer bes Niger bi
Asna "**), wie in der Englifhen, nid
fhen Ahtgabe don Hornemann ftehrs |
DM. Park einem einzelnen ber Maurenft
beilegt, Iafnoo, wohl eine weitere Bel
Aber nicht bloß ein fo weites kand
haracteriftifhen Worte, weldes für Afı
ans Europäer ben Occibent und Orient,
Dtt von Aegypten (Monfalouth), bei
vane in das Land fritt, wir das The
dan, Ber-es-Sudan genannt; fo?
Dar: Zur, ben biefe Garanane betritt,
den Ort Zuilap (zu feiner Zeit-bie S
Dezzan: ben Eingang von Sudan.
Jacuti nennt es Zavila al Sudan,
wird der Marokkanifche Hafen Agabir
än weldem alle Waaren und Gefhäfte,
WBinmenland liefert, und der fo redt am
tavanenftraßen nah befjen Innern lieg
Diefer gemeinfame Name an allen Gren
ehr als taufend Meilen muß doch wol
bes Ganzen beruhen, und kann nit bl«
*) Edrisi Afr, ed, Hirtmann pet
pref. XXIV. *#) Rennell Apf
trav. p. XC. Proceedings T.I, p
Voy. ed. Langlos, T. I. p. 471.
+) Harımann nota ad Edrisian,
+ Jackson Account,
Große Wuͤſte, Eingänge, 963
Erſtes Kapitel.
O ſtkuͤſte des Sandoceans.
Rahdem mir fo im allgemeinen uns mit dem Umfang,
jebräuchligen Benennungen, und ben Pforten oder
ingen zu bdiefem mittelländifchen Libyen, befannter ges
t haben, wollen wir nun, we mir belehrende Wegwei⸗
inden, eeft am Monde der Wüſten umberwandern, dann
vielgereifeten Arabern in ihren WBerichten, durch die
ten ber Wüften folgen. So werden wir uns vom ber
ir dieſer gewaltigen Flächen, im Umfange von wenig:
bald Europa, von mehr denn 50000 Quadratmeilen
alt, die man in ihrem Zufammenhange füglich ben San d⸗
ın, ihren Xheilen nah Gandmeere nennen könnte,
immer mehr und mehr richtige Anſicht erwerben, um
von biefer Form zu begreifen, auf melde Stelle in
Beihe der Wildungen Überhaupt, fie in Beziehung anf
Exdenrund und deſſen Bewohner geflellt ward.
Euterung 1. Die Eingänge von Aegypten gu
N großen —RB —
LT. Bon Kairo zum Thal der Natronſeen.
nordoſtlichſte Winkel der Libyſchen Sandwüſte beginnt
halb zroeier Tagereiſen *) von Kairo, bas befanntli
ver Spite des Delta oder an der Siromſcheidung des
v erbaut ift. Won dem Nilthal weſtwärts bis zum Thal
Natronfeen, liegt ein 6 geogr. Meilen (30 milen) breis
niedriges Plateau **), das wir ſchon oben näher ken⸗
gelernt; bei den flachen Matronfeen felbft befindet man
an dem Gingange ber Libyſchen Wüfe.
Gegen Weft *** feine diefer, lang und ſchmal zwis
r Kalkklippen fich hinziehende Kelsgrund, mit dem ſchil⸗
1.Xhal von — drei Tagereiſen im Weſt vom
in Verbindung zu ſtehen, welches weiter nah Weſt in
Belegrund Mogarrah bei Biljoradek einftößt, und zu der
ormemann bereifeten Nordküſte des Santoceans gehör:
jegen Süd ıft auch das Thal von Fayoume, durch ei
des Plateau vom Nilthal getrennt; am Weſtende diefes
5 befindet man ſich am Eingange in bie Libyſche Wäßet),
on oben bie Rede war.
Hornemann Voy. ed. Langles. I. P.7. _**) Andreossy
Mem. sur la Vallöe dos Lacs do Natron in den Mem, sur
T’Egypte. I, p.224. ***) Rennell z.Hornemann Voy. ed,
Lasdles L p. 305, 206 1) ir Lucas U. 306.
va
964 Afrifa, Tiefland,
Gegen Norden fegt dieſen
bis zum mittelländifchen Meen
Welt von Alerandrien über be
Strede lang felfig ift, bis mc
Baraton (Paraetgnium) I
ber Wüſte trifft, der bier am
grün bewachfen ift, doch muır
sen, und durch einige Thitre
Shilbkröten und Springhafer
und Strauße belebt if.
9 Bon Dberägpptei
Dafe. Bon Affint **), dem
bes Sudans von Oberäghpte
Mordbreite) muß man den
Egypt), ber fi als fenes fla
Dberfläche, bis hierher berabji
vom Nilthal die erfie Stunde
in Heinen Märfhen auf
Stürmen bewegten Fläche, 4
vierten Zag, beim Jibel Ru
Llippigen Bergwand von Kalkı
Binab. Der Weg ift rauf un
bar wie durch Kunft zugänglic
Kameele oft in Gefahr zu flü
geladen werden. Die Caravan
um biefen fo befchmerlichen Pa
Höhe muß alfo fehr gering fei
gang aue Libyſchen üne a
jesert) am Zuße der wöllig nc
fi ausbreitet. So meit baı
nichts als Felsklippen und S
Ferne einzelne Gruppen von T
tionen weit auseinander liegen
mit Waflervorrarh, liegt 44 S
Paſſes, und heißt Aine Dize
nördligen Grenze der großen £
Erläuterung 2. Länger
" Dafenfeite am Oftra
Norden naı
Eine Tagereife weftwärts ı
Die erfte Waflerquele, und in
fi weiter nah N. wie nah €
eine Reihe ifolirter Waflerorte
*) Browne trav, p. 15. **) Bro
***) Poncer Relation in den L
Große und Heine Dafe. 0.968
ſtreichenden Klippenzügen, welche wis mit Ideler zum
biede ber “andern die Aegyptiſche Dafenkette
wollen. ,
iefe rund um ihr Centrum, das fie belebt, bebauten
rölterten Stellen, bilden die merkwürdige, ben Kos
tfeen ähnliche Reihe von Korallenoafen *) an
küſte der Wüfle bin, welche man in bie nördliche
liche, oder in die kleine und große fich getheile
Abwohl fie in der Natur nur einen und benfelben
1g, parallel mit dem Nilfteom gegen bas Mittelmeer
nd bilden. -
se nörblide und füblide Dofe, EI Wag
vnd El Kibli
e füdliche ober große Dafe, EI Kiblki oder
eh, liegt überall 19 bis zo geogr. Meilen von Gaib
e nördliche oder kleine, unter dem Namen EI
ekannt (EI Wahat im Plur.) liegt ı9 im W. vom
08 oder Behnefe, ober drei (nad andern fünf)
fen von Fayoumé °*).
e Breite diefee Dafen iſt fo gering, daß keiner ber
and neuern Berichterflatter, es für werth gehalten
anzugeben. Ihre Längenerſtreckung geht vom adſten
en Grad Nordbreite oder vom Parallel von u
‚, bis gu dem von Thebä, nah den Alten ).
en Meuern aber wohl noch weiter norbwärts bis
fien, ſüdwärts bis gegen den sSflen Grab Nerd«
ılfo an 45 geogr. Meilen von Norden nach Süden.
e DBefchaffenheit der nördlichen Dafe war: früherhin
etannt, weil Leine regelmäßige Garavanenflraße bins
jt. Ihre nördlide Richtung geht zum Mörisfee
a Thal von Bahr bela ma; ihre füblichfie bewohnte
deren geogr. Breite uns indeß noch unbelannt ges
ift, Fol 8 geogr. Meilen (40 miles) von dem Morbs
er füdliden Dafe entfernt ſeyn 7). Diefe Dafe iſt
durch Belzoni befucht worden. - u
de find in dieſer Strecke durch eine Wüſte von eins
trennt,
fiheint, daß dieſe Dofe, nach Browne's Längenan«
ı 35 Meilen, ungeachtet fie die kleine Oasıs parva
doch wirklich von S. nah N. länger ausgeſtreckt
ıwne trav. ed. Rennell Herod, G. b. Bredow p. 632.
Rennell bei Hornemann ed. Langles 1. p. 213.
Langles Memoire sur les Oases p. 355. Ideler, über
Dafen ber Libyſchen Wüſte, in Zundgruben des Orients,
IV. G. 393 bi6 432, +) Browne travels p. 158,
966 Afrika, Tiefland. LU
„U als die füblichere, welche gemäh
magna, genannt wird; wahrſcheinii
den Nachbarn dur die Garavanenft
ibee ganze Länge lang hindurch fühn
wird die nördliche aber wohl darum
fie nur wenig Quellen hat.
Die Arabifpen Geographen €
machen keinen Unterfhied zwifchen
ober zwifchen ber fogenannten klei
der auch nicht in der Wirklichkeit ft
auf dem etwas größern Verhältnig
zaumes *"*) berubet, Diefer iſt 14!
ler rt) mit Pocock und Diympiodor
ſche Meilen, da bie größte Entfer
innerhalb der füdliden Dafe, nur 7
Die füdlihe Dafe +}) EL $
©. as geogr. Meilen lang; diefe U
fünf Heimen Zagereifen zurüd, ind
zu Station-geht, deren jede don d
unterbrochen if. So reifete Bron
savane in ihrer ‚ganzen Länge bene
Dige, 8 Stunden lang burh Mü
ElCHarje unter a6 Gr. 25 Min.
von da durch 6 Stunden Wüſte bis
ben dritten und vierten, von da ame
den dur Wüſte bis Beiris, und
Stunden durd Wüfte bis Mugbe
und MWafferort der Dafe unter ai
Eine minder ungünſtige Nachricht
ber fie 1698 befuchte, Aus dem 9
fuhr Seegen +7), daß bei ELCH
tertblimer und einer Stadt liegen fı
Mord ein Kafe oder palaftähnliches
Ellen hoch, aus ungeheuer großen |
Kammern, Figuren und Sufcheifi
Auch befinden fid andere ſoſche Get
Don der nördliben Dafe El W
El: Duäh bei Martin), erhalten w
hunderte, feit Ebn Haukal und &
Martins +rtr), Erkundigungen in
nis dortigen Beſuch folgende neu
*) Rennell f. Hornemann ed. Lang
ed. Harım. p. 18. _***) Renn
) Beler d.a. D. ©. 416.
"F}) Monatl, Gorcefp, Bd. XIX. |
tin Deser, de l'Eg. Et. Mod, Li
Große und Pleine Dafe. | 967
tin liegt fie 34 Zagereifen im S. W. von Mebine ber
ptſtadt am Mörisfee, bat mehrere warme und kalte
Um und 4 Ortſchaften jede mit 150 bis 200 Einwoh⸗
‚ die von Dattelpflanzungen leben, auch Reif, Durs
Geigen, Bananen, Orangen bauen. Durch die Araber
y aus Bahireh, transporsirem fie ihre Probucte und
den dafür Zeuge, Eifen, Korn ein. Das Clima iſt dort
fund, ihnen fehlen größere DHeerden. Der Weg dahin
von Medine aus dem Kayoume an dem ©aräßfee vor⸗
‚ und dann an den zwei Brummen Rayan el Kabyr
el Sogheyr Hin an welchen ein ähnlicher Tempel
wie bei Kasr Kerun am Mörisfee; von ba find noch
2 S. W. 04 Tagereiſen durch vegetations: und waflere
Wüften zurückzulegen.
Belzgoni*) war fo glücklich die Dafe El Wah fſelbſt
nterfuhen. Er brauchte von Benyfouef 64 Tage⸗
a um fle gu erreichen, auf einem uns bisher unbelanns
Wege, der ihn im Süden von Fayoum, gleich am ers
Rage, über Raweje:XToton, die Ruinen einer ſehr
ı Aegpptifchen Stade führte, wo die Kalkſteinquadern
Aegyptiſche Figuren und Bierogipphen fi zeigten ;nur
Stunde von ba liegt ber Drt Talet-el-Hagar,
her aus jenen Trimmern aufgebaut erfcheint, mit Säu⸗
und Granitrefien. Am Abend wurde in einem Det,
Rharrak, Halt gemacht, wo Quellen waren und Korn,
rah und Klee gebaut wurde. Diefer bisher unbefannte
ang in die Wüfte gegen W. iſt vom Eopsum ganz ges
ven, aber noch von einem Arme bes Bahr Youfef bes
xt.
Die zweite Tagereife führte in bie Wüſte, an eine hohe
er, die gleich einer Stabtmauer mit Mauerreften in
Mitte unter Sand begraben lag, und außen herum
teodne Baumſtämme und Meben fliehen Bitte, die
Keim Berühren wie in Aſche zerfielen (Y). Das Dorf
ren Kelsklippen hieß dort auch Kharral,. Auf dee
m Zagereife führte der Weg zwiſchen hohen Felſen am
> nach Rejen-el-Caſſar““), wo einſtige Ackerfelder
Reine Stunde ins Gevierte mit Sande Überdedt find.
? Machgraben finden fid Quellen in Menge; aber das
er ift beatifh, Datteln und Mimoſen wachſen bort in
ge; auch liegen die Trümmer eines Aegyptiſchen Tem⸗
dort. Bier traf alfo Belzoni in die von Martin an⸗
te Straße nah EI Wah ein.
Die vierte Zagereife führte aus dieſer kleinen Dafens
von El Caſſar über eine große und hohe Sandbank,
Belzoni Voy. Tom. II. p. 164# **) Ebend. ©. 173.
968 Afrika, Flachlaud. 1.9
in eine weite mit Kiefeln überfireut
niedere Anhöhen gerheilt eine Men;
parallelogramme Erhöhungen zeigte,
haufen gebildet und mit Erde, wi
waren, Es waren ihrer an 30 und
um au hundert Todie gu beherberge
ns Angabe hier gewiß am 3000 $
Nah der Ausfage der Bebuinen f
Entfernung noch eine große Menge
ten fi ihren Reifenden dabinzuführ
nicht die Erzählungen non Kambyſe
zeten Kriegsbeere bis auf die neuer
Goravanenzfige ein. Kembyſes fehid
Theben aus (50006 Mann), um db
Ammon zu zerflöcen 5 nah 7 Zaı
Stadt Dafisi(mohl keine andere
Ben Dafe, welches fo ziemlich in bei
nad. der Ammoniſchen Dafe liegt),
fogt Herobot, war von Gamiern <
Stamme bewohnt, und die Gegen
feln ber Glüdfeligen (Mexigu
follen fie_ auf haldem Wege zur «An
einen Südwind mit Sande begrabe
ſtimmt der Rage nach höchſt mertwü
Reichenfelbern.
Die fünfte Zagereife führte Br
zontale, mit dunfelfarbigen Kiefeln
bis am Abend fib ein trednes 5
mn) ) zeigte, deffen Grund gang c
und Steine lag, und dazwiſchen Sp
and manderlei Reſte von einem ei
Wofferftandes, wie 3. B., daß aller
fes Niveau’s, weit hellfarbiger ſch
meinen ſich zeigte, fo. daß diefem
auch die Infelechebung entſprach
Bahr : bela: ma Ift vom ©. nah N.
Verlängerung wirklich bis gu ben N
bie Araber verficherten, doch 2 bis
des Mörisfees zu liegen fommen.
neten Flußbette fand Belzoni verſte
felfteine mit häufig eingefchloffenen
Die fiebente Zagereife führte fı
und Sanbbänten vorüber, Mittagı
von biefem fahe man den Felfen der |
*) Herodot II. 26. vergl, Sheler a.
zoni Voy. II, p. 477%
Große und Pleine Dafe. 969
en Reiſenden zwei Krähen wie Boten entgegengezogen,
He mon dort als die Anzeichen bes Quellwaſſers betrachtet
Corvi waren es, bie Aleranber zur Daſe des Jupiter Am: ,
won führten, complures corvi agmini occurrunt *), unb
sorvi nannten die Araber die Aftikaner; vergl. Schultens
Mästor, Joctanidar. P 128; Salt Trav. p, 4595 Vincent
Viser. Not: p. 7. T.I, in Peripl. Ex. Götting. Bibl.)..
Mittags war die Dafe EL Wah, auh El Caſſar genannt,
wreicht, die offenbar als ein Theil zur kleinen Dafts
Bir. Sie ift ein Thal von Felſen eingefchloflen, etwas .
ber 6 Stunden lang und 14 Stunden breit, deſſen Wek:
eite jedoch nur cultivirt iſt und ſchattige Palmenhaine
ſeigt, obgleich es einſt Überall wohl angebaut geweſen zu
eyn ſcheint. Thonboden, Anhöhen mir Gebüfch, Quellen,
Dattelmald mwechfelten ab, bis am Abend das Dorf Zabu
wseicht ward, an einem Bach wo Reisfelder, Pflanzungen
son Dattelpalmen, Aprikofen, Feigen, Mandeln, Pflaumen
and Meben fiehen. Die Einwohner des Drts waren zwei⸗
felßaft, ob fie den Fremden aufnehmen follten; aber Bel:
ni delidte ihnen die Hände nach ihrer Begräßungeweife,
gagte nach den Sheikhs, breitete fchöne Teppiche vor ihnen
zus, machte den freigebigen Wirth, ſchenkte Kaffee Gerum,
ber Bier ſeltne Delicatefle it, theilte Tabak aus und ges
waun die Meinung ber Zweifelnden für fih. Das ganie
Dorf, im Halbkreis umher verfammelt, fagte zwar, bei ibs
nen ſey gar nichte Merkwürdiges zu ſehen, wohl aber in der
andern Dnfe, welche 4 Tagereifen gegen S. W. liege (uns
zeitig Siwa, welches fie ebenfalls mit dem Geſamtnamen
doc) nannten).
m folgenden Tage °*) fahe fi$ Beltoni bei ihnen
nm; den mißtrauifchen Bewohnern, welche meinten er fuche
wach Bold, verfprach er dieß abzuliefern, wenn er es finde.
Dur einen Dattelwalb trat er in eine offene Kläche mit
einer Salztrufte wie mit Schnee überzogen. Dazwiſchen
Rofien füße Mafferbähe; bier lag einft eine alte Stadt,
und in der Nähe waren Felshöhlen den Aegyptiſchen Catas
comben ähnli. Sollte dieß die Stade Behneſe ſeyn, von
welcher Ebrifi und Abulfeda ***) fagten, daß fie eine Stadt
in El Wahat fey? Weiterhin flanden Ruinen eines alten
Bebäudes aus getrodneten Backſteinen, und bie benachbar⸗
gen, A Grottenwerle nannte man die Wohnung
Des Teufels. Belzoni fand darin einige Sarcophage von
Thon mit Dedeln, darauf Menfchengefichter von Weibern
*) Q. Curtius Ruf. Hist. Alex. M. 1. IV, VII. €. ı
2) Belzoni Voy. II. p.ı90. ***) Abulf. Aegypmus p. t
Edris, p. 106. nnoch 5* a. a. O. ©. 415.
970 Afrifa, Tiefland,
und XThieren abgebildet waren
Bei dem Dorf Babu liege ein
in 04 Stunden ſchwarz fürbe,
Dafe gekleidet geben, die. Shei
weiße Tracht haben.
Dattelpflanzungem find be
Dofenbersodner, weiche dafür il
Büffel, Kühe, Ziegen und Sc
fehe untoiflende Mobammebaneı
jepiancaravane bier durch.
Einwohner des benachbarten Z
Stunden entiernt auf ber A
liegt. In einer geringen Entfi
mitten im Sande die Ruine «
rohen Badfleinen, auf denen G
und feine halbe Stunde weit
Ruinen einer andern Stadt; h
Eultur.
Belzoni überſtieg an eiı
Felsrüden, von deſſen Höhe
Ausfiht auf das Dorf El Eaf
Dalmmwalde liegt, der von Eul
Annäherung der Fremden mid
Unglüd fürdtend; aber aneine
Belzoni zur Mitte des Ma
Zhor. Der Kaffe gewann alleı
des Dorfs ſtehn die Ruinen
wie es fiheint auf der Bafıs e
Tempels errichtet. Der Vater
nen Silberfhag an Dollars in
darum wollte biefer niemand zu
fid der alte Geizhals den Fren
bert Schritt Hinzuführen. Der
lang, dein: nur aus Trümme
alten Gebäudes aufgeführt zu
Ort eimahm. Die Beobachtu
aus ber Ferne und kaum mit |
aber bald auch als magiſches
Um das Dorf El Eaffar lagı
bis 4 unterirdifchen Kammern
phagen aus Thon, mit Mumten
fHlechter Arbeit, auch die Mu
widelt und ohne Asphalt.
Quelle *), die heiß und kalt fer
in einem Palmhain liegt, 8 Zul
*) Belzoni Voy. IL p. 217.
Dar - Zur. . 971
kleſe Hatte. Nach Gonnenuntergang fand Welsont diet
Baffer warm, um Mitternacht ſchien es noch wärmer zu
mn, ‚eben fo am Morgen vor Sonnenaufgang, Mittags
ber tühler, fo, daß etwa folgendes nach er Schägung
er Kemperaturmechfel wäre; Abends 60 Gr., Mitternachts
00 Gr., Morgens 80 Gr., Mittags so Gt. Belzoni
‚Slt:nun biefen irrig für den Gonnenbrumnen bes Herobor,
iſo dieß @I Caſſar (nicht Siwah), für bie alte Ammonifche
Dafe, auch pafle dieß fehr gut mit Aleramders 9 Tagereifen
de er vom Tempel des Jupiter Ammon bis Alerandria ges
zauchte, denn jede der beiden Dafen, fowohl Siwa als
ieſes EI Caſſar lägen 9 Zagereifen von Alerandria entfernt.
Bon bier nach dem mweillihen Siwa wollte kein Führer
Belzoni geleiten; ex zog daher gegen ©. W. in eine kleinere
daſe, El Hair‘), die unftreitig eine Forıfegung derfelben
Jasis parva ift, aber diefem Namen nach unbetannt, zwei
karte Tagereifen entfernt legt, aber menſchenleer zu feyn
bien, obwohl dort fehr viel Datteln, Apfelwälder, Ruinen
iner einen Stadt, ein Bad, Mömermauern u. f. w. die
rühere Gultur bezeichneten. DBelzoni fand m. die gut
shalsenen Ruinen einer Griedifhen Kirche im Kreug ges
aut vor, mit den Stellen für 2 Alräre, mehrere Hallen
imber, und in der Nähe die Ruinen eines Koptifchen
Rlofters; der Name iſt unbefannt. Am näherer Unterfur
hung Binderte ein Ueberfall_ von Bebuinenräubern, dem
lzoni glüdlih nach El Caffar entfloh, und von da zum
Ril zurhdeilte,
Von der großen Dafe durch Dar: Zur bis Ril.
Bon Mugheß oder Megges **), der Suͤdgrenze der gro:
len Dafe, reifet man immer gegen Süd mit geringer weſt⸗
icher Abweihung bis zur nördlichfien Wafferflelle des Lan:
ns Zur, welche Walde beißt.
Die legten 15 Tage auf biefer Tour zieht bie Cara:
ane von der Salzs und Natronquelle bei Bir el Malha
wech eine ununterbrochene Wüſte ohne alle Waſſer. Den
wößten XThell ***) diefer Strede, zur Seite der Straße,
sehen eine oder mehrere niebrige Klippenreifen, vom N.
ah ©. (a ridge of hills or rocks not memorable for
ts ieh), melde ſüdwärts von Dar: Zur und Cobbe,
po fie Tega und Wanna heißen, bis Ril}) unter den Pa:
‚alleltreis von Gennaar reichen, mo fi an ihrer Seite no
in nie verfiegender Zlachfee anfammelt, mı Wagereifen im
Be vom Bahr el Abiad.
" 2) Belzoni Voy. IE. Be. 20 Brown m po aan. 00) Eben ·
def. ©. 234. +) Browne tr. Appendix p. 45ı. ü.
972 Afrifa, Tiefland: JI. A
Diefer Klippenzug ift völlig nad
(0 weit Browne ihn verfolgte, weni
von 60 geogr. Meilen ein; er liegt
dian wie bie Weflgrenje bes Nilmal
Er hat überall diefelde Naturbefchafl
tommen parallel mit ber Nordtich
der Sennoarterraffe und ber im Mi
in der Breite der Nubifhen Stufe
her der Mil feinen Bogenlauf nad
diefer Rlippentug weniger cdharacteri
ſeden; vielleicht fogar zum Theil das
ſeibſt au bilden,
Diefer Klippenzug, welder au
Ausdehnung von beinahe 17 Breiten,
Meilen) gegen N. bin bis zum M
weiter zur Meereeküfte bis Klein:
werden kann, muß bier als die natü
Sen Sandoceans angefehen werden
mwahrfcheinlih aus mehren parallell
beftehende, bie und.da durch Seiten
mehr und weniger zerriffene, völlig g
geſehte Uferküfte, bie im DON das Ge
grenzt, im Weſt dureh die kärgliche |
und Quellen, die an ihrem Fuße fid
tion anlehnt, zugleich die bildende 1
ift_(insulae terrestres in arenoso ı
als der zugänglichfle und mafferreichi
Bein die Straße der Garavanenzk
ben iſt.
3 Dafe: Fu
Auch bas Lan Fur") (Dar
Dafe, doch nicht in einem Korallengi
rern beftehend, betrachtet werben, bie
den Gruppe liegen. Im Oſt iſt fie ı
und Wanna begrenzt, fonft ringeun
fireden und Klippengügen. &ie ift
aur eine Station der Garavanenjlg
wandert von Dit zu Drt in ibr, ur
Ange find gegen N.D. und M. geri
itte; Sweini imMorben der Sar
nach Aegnpten; Nilim S.D. der m
bia drittehalb Tagereifen weit im M
P Tudolf Commentar. Er ———
‚erod, Geogr, b. Bredow p. 632.
235, 254, Pr a
‚Große Wuͤſte, Libyſche Eingänge. 973
Die Dafe Zur Hat keinen Fluß; nur Seen und Bäche
Wadi), die ſich jedoch nur in ber naflen Jahrszeit (Has
f genannt) erſt füllen. In ihrer Nähe finden fi die
sen Brunnen, aber auch die entferntern braucht man
Ihe tief aufzugeaben. Sie halten mei trübes Waſſer,
nd alle —8 gegen das Ende der trocknen Jahrszeit ab.
Yann ift Waſſersnoth ollgemein; bleibt dann auch der Re
en aus, fo nehmen die Bewohner wohl ihre Zuflucht zu
zaumzweigen, die fie in Dörfern gerkampfen und von be:
m Brei fih zu nähren fuchen.
Weiter gegen Süden können wir die Grenze bes are:
en Sandoceans nicht verfolgen, denn 4-Wagereifen fübs
Arte von Gobbe, sicht ber Weg zwar yoch durch fandigen,
kan aber von Dar Marra an durch felfigen Boden, vier
kage bin, bis zur erfien Terraſſe des Hochiandes der Fungi,
ach Dar Rungare. Daß aber Dar» Zur noch nicht außer
nid des großen Sanboceans liege, zeigt die Caravanenſtraße
on Ril, weſtwärts gegen Wara *) in Bergu, wo man 9
agereifen durch Sand unb Felsklippen sieben muß, bis
Mebara, und dann noch 16 Tage auf gleiche Weile.
Wir können alfo bie Dafengruppe der Furianer
ber Dar: Eur ale an der füdäRlichften Küftenede des gros
en Afrikaniſchen Sandoceans liegend, mit Recht betrachten.
3weites Kapitel,
Nordküſte des Sandoceank.
$. 35
Alle Kenntniß bes Binnenlandes gebt hier von dem
aravanenıvege aus, der von den Grenzen Aegyhptens nach
man führt; wir werden nur bie Hauptthatſachen angeben
amen, weil uns der Raum zu ſehr beſchränkt, um bie
epergegangenen Unterfuhungen des Gpeciellen mitzu⸗
eilen.
eläuterung 1. Eingang vom Ofen Ger, ober.
von den Natronfeen bis Siwah nah Hor—
nemann.
Dom engen Thal der Natronfeen und dem Bahr-⸗ bola⸗
ß sieht gerade vom D. nah W., 7 Tagereiſen weit bis
mmeſoghir“) eine Bergkette von geringer Döße, eine
'eile breit, ſteil abfallend gegen die ſüdliche Sandwäſte.
) Browne tr, p. 465. **) Hornemann Voy, I. p. ı6, unb
Rennell Appind, I. p. 301. nom!
974 Afrika, Tefland. I, A
Sie entlang, auf ihr: oder Fänge
die Garavanen nach dem Weften,
diefes Zuges "), dem Nilmall ãhnli⸗
welcher hier unfer Dauptwegwelfer |
den Kuf aus Kaltſtein beftehenbd.
platter Belsboden bis zur Küfte bes
fort; ‚aus ihm tagen hie und ba Xal
Südfaum diefes Klippeuzuges_wir
Mogareah """), einer Urt Thal
ftelen und Wafferorten, an benen
no immer Waller gefunden werden
wie für das damit zufammenhänger
gie die große Mende verfteinerter |
Iiberall vom dünnften Zweige -bis |
und gangen Stämmen, mit beutl
Rinde und Dolzfafer, von 30 bis a
aerflceut, oder im’ ganzen Lagern bei
vorfinden 7).
Dem Wanderer ber Müfle erfd
ein vom Meere verlaffener Sergrun
Epneen der Zertrümmerung an ben
pentüfte zurlidgeblieden, und die DE
det in biefem die Reſte geſcheitertet
ter Maſtbäume auf.
Diefem Längenjuge ber Waffe:
fehlen nur Palmenhaine und Bewol
Korallenkette von Dafen zu machen
liegenden analog.
Er schließe fih gesen B., so t
nadten, mehr durchtiſſenen Klippen,
&imah, die berühmte Dafe des
Die Caravanenftrage aber führt vor
Siropum des Ptolemäus?), an il
Grenjgebiete, erft noch dur eine
Klippen +}). Wahrſcheinlich iſt dief
nur der Tameele wegen nehmen mu
aut eine Tatereiſe von Siwah abge
*) Hadi Abdallah Ben mileitan in
Hornemann I. p. 14, 2. **)Brı
Mem. 6, Horiem. 11. p. 389.
+) Horuemann Voy. I. p. 17. 4
unk Proceedings I. p. 193.
Große Wuͤſte, Libyfche Eingänge. 976
Eingang vomMorben und Norboften der, von
ee Oftgrenze Barka's, wie auch von ber Marcos
8is bei Aleranbria, gegen Siwa. Nach den
Berichten der Preugifchen Gelehrten.
Rad ben vorläufig eingegangenen Berichten ber Preu⸗
r lehrten (f. oben 870) konnen wir hier zum
veften der Erdkunde einige merkwürdige Thatſachen über zwei
maerforfchte Wege zur Ammonifchen Dafe beifügen, deren eis
er wohl bemjenigen nahe liegt, welchen Alexander“) ber
roße von dee Marestis aus nahm, um auf die Bereiches
ıngen binzumeifen, welche in kurzem hoffentlich umftänds
Her und gründlicher als es jetzt bier noch möglich war,
e Kunde biefer fo merkwürdigen Erdgegenden durch fens
Yeusifchen Forfcher erhalten wird.
Die Preußiſchen Gelehrten drangen von Aleranbria ges
m Wet längs der Libyſchen Meerestüfte weiter als El
iaraton bis wohin Bromne gelangte vor, bis auf einige
unden von dem Teipolitaniſchen Gebiete der Dftgeenze
m Dein, wo fie gegen viersehn Tage lang (etwa zwiſchen
5 bis 44 Gr. O. L. von Ferroe ), in der Nähe einiger
cunnen verweilten, um die Rückkehr der Boten von Derna
ıuwaerten, welche Stadt für Caravanen noch 7 Kagereifen
gen Welt entferne lag. She Lager zu Gaſſer Efchs
bi am norböfllichen Eu bes Dſchibel Gebir, befand
u wenige Stunten im S. vom Meere, mit guten Brun:
en verfehen und einer Sarazenenvefle (Gaſſer ober Kaffe
‚4. Caſftell) aus Quadern von Muſchelkalkſtein erbaut,
elde noch auf keiner Karte verzeichnet iſt. Der Architect
man, und Boldrini nahmen fie auf. Characteriftifch für
e dortigen flachen, niedern Hügelriden "*) ift es, baß fie
albkceife bilden, welche vom Meere ausgehen und fi cons
nteifeh erweitern, als ob das einft höhere Meer, fi nach
sb nach zurückgezogen hätte. Gegen W. bin, 4 Stunden
m da entfernt, zeigte fich eine Bergkette, ober vielmehr
e Abfalleiner Höheren Ebene, die fhon weiter ins
ſt erblickte und bezeichnet war, als die Grenze zwifchen ber
egupeifaen Herrfchaft und der Berberei. Sie liegt etwa
tunden fübwärts vom Meere, und if, wie fih Dr.
emprich durch eine Ercurfion dabin überzeugte, wirklich
ir der Abfall der weſtlichen Hochebene, welche Bier
pl Beine andere ale das oben befchriebene Plateau von
arka feyn kann. Dieſe Brenzberge, fagt Liman, wurben
ges el egoba genannt, vn dieſer Stelle liege bie
) Curtius Rut, His, Alex. M, 1. IV. % 7. —* Liman
Manuſcript.
976 Afrika, Tiefland.
Dafe Siwa fünf fehe fkarkı
egen &.D. Die iſt alfo dei
Ka cine Straße weitwärts vi
von El Baraton (jegt Mate
nahm. Mach Plinius war die
Ammonium d.i. Simah 400 N
Meilen. Aus der Ebene vo
‚erfte niedrige Hügelreihe überfe
D. verlauft *), dann eine zw
om Abend des fehr flarken
Ofſchibel Gebir exrfliegen,
auf welcher nur kurze Nachtr
dem Fuße des Bergs lag quen
trefacten, auf der Höhe Schid
man im Dunkel der Nacht ni
Am gweiten Tage führte de
das eiwa 300 Fuß erhabener
rigen Tagemarfches ſich erhob,
ame bie und da eine Lümmerli
diefes Dfepibel Gebir zeigten fie
bis ı2 Fuß hehe Spartien, ein
gegen die bisherige Einförmigt
Küftenrandes, Die ärmliche |
machte fehon den Uebergang n
viel Eigenthümliches; doch zei
sogamen bie tiefer landein t
vorfommen, und mit ihnen
Kryptogamen fort, welche vor
Alerandria fowohl als innerhi
indeß die Individwenzapl
bie vorherrfchende, was
Flächen noch obenein einen D
gab. Erſt an dem Felstande
sin etwas veränderter Charact
mit feinem Rande auf der Hö
ten fi bie unb da fparfam ei
Salicornia, und Nachmittags d
welche au auf dem NRüdme
fich einmal zeigte. Aber diefe
nun au an bis Siwa. Mu
waſt feheinende Wüfte doch pfl
Erwartung. Zumal Parmelia
ihre Menge ganzen Flächen e
neue Urceolaria übergog alle,
ſchichteten, rothbraunen Kiefi
*) Ehrenberg und Hemprich Mi
Große Wüfte, Eingänge - 977
fig;_ ein Isidium (nov. Sp.) und Parmelia mi-
m die häufigften Bewohner ber heißeſten Felſen,
mag, —* Botaniker, ſelbſt die Libyſche Sahara
fe war ).
Dochebene des Dfchibel Gebir zeigte fih Häufig
I bebedt, und auch ſchon am Morgen der zweiten
‚egegneten die Meifenden zuweilen fpiegelglatten
‚e in der Ferne taufend Buß breiten Wafferteichen
abe gefehen aber aus glatter Thonerde wie ein
Eftrich beftanden, in Millionen Riffen zu hera:
itlicen gerfpalten, auf deren harter Obsıflähe ber
t einen Eindrud machte. tiefe Stellen Liegen
»as tiefer und feheinen zu Zeiten Waſſerſtellen zu
: weiten Hochebenen waren fat ganz pflanzenlerr
len durch Maffen von Hornfleingefchieben famarg,
Karneolgefepieben weit und breit rothbraun ges
— viele oft nur halb ausgebildete Verſteine⸗
zeigteu.
n völligen Waſſermangels führten bie größten Eil⸗
uch die einfdrmigfte Wüftenei Über mehrere Uns
a und einzelne tiefet liegende Ebenen, bis am
Tage, erſt einige Stunden durch ebenes in un:
id, das allmäplig abfteigend, längs einer, zwiſchen
terraffenförmig abgeſchnittenen Bergen Binzichen:
ucht, die in das Thal von Siwa führte. An die:
ı Zage fahe man am Morgen erſt einzelne freiz
Döben wie Koblenmeiler, oder bie horizontalen
ikſteinſchichten übereinander gelegt und theils ver
Pyramiden in abgeflumpfte einfeitige Kegel; von
e Gegend an hügelig au werden. jegen Mittag
d in dee Ferne Berge von felfamer Form bie ein
‚belgefchrei ber Araber bemirkten, weil fie das Bei:
nahen Dafe waren, In den Schluchten diefer
be man viele Gräber der erſchlagenen Wanderer.
'tag an 309 bie Caradane num immer abivärte,
e und tiefe Schluchten zwiſchen natürlich terraf:
‚gen hin, bie zum Abend nah Stwa. Beim Eine
diefes Thal zeigten ſich ungeheuere Maflen fehr
ılener Verfleinerungen **), Das ganze Gebirge
iſt der füdliche Abfall wie ber des hohen Wuſten-
gegen Norden gegen bie Meerestülle war, nur
» gegen N. bei after Gfäräbie,, fanfter abfteige
itterzer Äfb, diefee_gegen Siwa fehroff und man:
:uppen bildend. Es ift ſchwer zu fagen, ob biefe
jrmig auffleigenden, horizomtafgefigicpreten Maſſen,
nberg und Hemprich Wferpt, **) Ebendaſelbſi.
LTE
975 Aſtika, Tiefland,
Kaltſtein find ober Sandeı
man Lagen die nur aus DM
beftehen. Sicher entftandı
wiederholten Ablagen eines
gen von Siwa zeigen id. n
fenförmig übereinander liege
weiß, bie 3 mittlern gelblich
liche haben oft ins dunkle f
durch ihre Petrefacten unteı
Die obern find weniger reid
Geftein; in ben mittlerm
große Peetiniten und Oſtra«
dien und dieſen verwandte {
erheben fich aber wohl nid,
zesflähe, alfo bis zur Höb
plateaus, das num so ©
wohl auch an der Sübdfei
analoge Bildung correfpondi
zeihen urtheilen kann, die fi
fernungen yeigten.
Der Aufenthalt in S
Beſchrãnkung ber Reifenden
bofes nicht fehr erfprießlich
Dafe wird nachher das Bem
aber lernen mir durch die R
lehrten von Siwa nad Ale
von der Mareotis ber kennı
der Große etwa genommen '
bes Ammen vorbringen wol
sian und Gurtius genaue B
Am säften Movember $
und nur bis zum Brunnen
Nach drei Tagemärfen, in
kleinen bewohnten Dafe D
und dann im abermals drei 3
fer gefunden. Don bier nad
Brunnen Birebuf,. ind
gegen N.D. nach drei: Eager
Bir Hamam an ber Grenz
ganze Strecke alfo in ar Zaı
Diefer Weg ift ungemein
gebenen Befchreibung des Ei
conform: Erſt am Abend di
die Reifenden mit Sonnen
*) Cartius Ruf. Hisr. Alex. |
die Dafen a. a. D. ©, 400.
Große Wuͤſte, Eingaͤnge. 979
ſenthals ber Siwa, die dürre, Libyſche Wüſtenhöhe auf,
u aber su Dyr aſa in ein zweites kleineres Daſenthal
der hinab, das Liman Gara oder Siva ſegir nennt,
fo von Menſchen verlaffen iſt, mit wenigen Dattel:
Inden, Xamarinden (Tam. afric.), aber weitläuftigen
hilfwälbern (Arundo hammonis und donax Ehrb.) und
derm Beftrüpp von Salſolen Zygohyllum und Binfen
ncus maritim.) bewachfen. In der Richtung bes Wegs
Rirch zeigte es ſich gegen Oſt a4 Stunde lang, Hatte fal:
u Boden, doch gute Waſſer. Von da weiter gegen D.
Bst fich wieher das Libyſche wüſte niedere Kalkfleinpla:
; diefe Anhhen nennt Liman bier Kelis. Auf diefem
Fätenfortfag 3 Meilen im Oft von den leßtgenannten
Werftelen, von weldden der Weg aufwärts genommen
», weil in den Niederungen bie Straße durch den Salz:
mr für beladne Gameele öft zu befchwerlich war, zeigten
mwieder bie MWüflenlichenen; gegen Abend einige Mimos
Aolba von den Arabern genannt, denen das reiche
rsmi aus der Rinde fließt, und bie von Bier an, überall,
id in den Einfentungen der Dafenthäler vorfanden.
Zelt wurde an einer Stelle aufgefihlagen, wo bie felts
> kugelförmige Pflanze, die Rofe von Jericho (Ana-
aca hierochuntica) mit ihren trocknen, bolsigen Kugeln,
erfienmale fich zeigte und gute Seuerung gab. .
Am zweiten Tagemarſche von Dyr: afa ſenkte ſich ber
z in die dritte tiefere Dafenftelle, zwiſchen grotesten
selbildungen, der nur Waller fehlte um bemohnbar. u
» Mit diefer unbewohnten Dafe zeigten fich wieder bie:
en Gewächſe, wie in den frühern; Gier aber wilde bu:
Re Palmen, bie jenen ſchlankern ganz veränderten Cha:
er burd die Cultur erlangen wie man fie gembbnlich
: in den Dattelpflangungen zu fehen gewohnt if (f. Dat:
Yalme Verbreitung), da ihre wilde narürliche Geftalt bis
e noch unbelannı geblieben ift und alle Zeichnungen bis
tnur cultivirce Palmen darſtellen. In diefer Dafen:
Feine Se anden die Preußifchen Gelehrten das erfie
Heinerte Dolı, melde daher dem Thule des Wahr: brla:
bei den Natronfeen nach Andreefly und dem Mogarrah
b Hoenemann (oden ©. 974) fehr analoge Verhäitniffe
ſt, und fiher mit ibnen in Verbindung ſteht. Nach
u und Vorkommen hatte biefe Verfeinerung bie nächſte
Peandtfchaft mit Tamarıx africena die Überall in den
fenftellen ber Nachbarſchaft wählt, und bei Bir Daja
ben fiy darin Quarzkriftalle.e An diefen Brunnen von
je geigten fich wieder wilde Palmwäldchen, in der Thal:
täefung, bie drittehalb Tagertiſen über ſcholligen Galybo:
ohne Vegetation gegen Oſt bis Bir Lebuk fortſetzt.
5 von hier zieht dieft Ginfentung, wohl dieſelbe, deren
9412
950 Aftika, Tiefland.
auch Hornemann erwähnt,
Terraneh am Mil, Mößt ı
ma (oben S. 863) wirklich z
folgten dieſen Strich gegen |
ten fi, von Bir Lebut, ı
zeotis, Beim Ueberfteigen
schen, die aber dennoch nie
melde Siwa begrenzten, 3
jroteste Felsmaflen, buntfar
Dartien der Saͤchſiſchen fog
Bu Wegweifern waren hier |
hohe verfteinerte Palm
tet ba flanden, und feomarye
aber auch bicotylebonifche
darunter. Die Dattelpaime
gen; immer waren es bei bi
des Palmhölzes ohne bie Bi
den Palmftamm bilden, 3
mit Aeften und Rinde, weld
hen dem Anfehn nach ber $
tigen Gondhilienrefte welche
der Wüſte abgelagert waren
nen gu gehören, ſondern d
ſelbſt identifch, zu ſeyn, w
reotis liegen und noch heut:
mittelländifchen Meeres au
find = Tagereifen zum Küfte
% Siwah;
Simwah (Syouab) untı
6 Gr. 18 Min. Oftlänge voı
in getaber Richtung von Aleı
nach Ripaud) *); von Kain
Stunden Zeit **) (wahrfchein
Meilen Wegdiftang), melde
zurüdlegte, eben fo viele wir
phis nach dem Ammonsten
Meeresküfte ab nach &., wı
der Richtung, brauchte Bro
Beit bis Simah, nah Ste
Ammonium 1500 Stadien ı
ging bei AlBaraton (Pars
®) Ripaud Mem. 6. Lingler
**) Rennell 5. Homemamı
Fr) Sdeler Über die Dafe a
Oaſen, Team - 981
n Sand und Kelsboben, nach 3 Tagereiſen über Um⸗
ie, und dann a bis Siwah.
ah Hadi Abdallah braucht man von Kairo bie
14 Zage; von Waddy !’Httron *), mahrfcheinlich
riftlichen Klofter des Heiligen Macariew im W. der
ıfeen) 9 Zage; nach Herodot 10 Tagereiſen ab vom
eer (Aoc zevgsu), zum Ammpnifchen Tempel welden
ich mit dem heutigen Siwah ift, wie alle.jene
ven, ’
on N. der auf Brownes Wege zeigt fih zuerſt etwas
bei Karet am el Sogheir, und fogleich fliehen Palm:
und ein Dörfchen daran. Dann folgt wieder «ine
ede mit Sand und Salz bebedt, bis zur kleinen grü⸗
ıfel von Siwa (smal fertile spot), ringsum vom
umzingelt °*). Nach Browne dehnt fie fich nur a4
e (6 miles Engl.) in bie Länge, und zwei Stunden
ı 5 miles Engl.) in die Breite aus. '
on D. her feige man, ao Stunden weſtlich von Um⸗
ir, von ben dden Klippenzügen hinab in das grüne,
are, ebene Thal von Siwah *'**), in defien Mitte
uptort (unter 99 Br. 19 Min. N. Br. nach Browne)
s Namens, im Abſtande von Wiertel: und halbes
en umber fünf Dörfer liegen, deren Gebiet bis auf
Umkreis von 10 Deutfihen Meilen (50 miles Engl.)
iredt, und fo weit rings um von fleilen, nadten Gele:
‚ eingefchloffen wird. | '
ie reichbepflanzte, dattelreiche Stelle um ben Haupts
eine wohl nur Browne, wenn er fie fo klein nennt,
DHornemann feine Schilderung auf das weitere Thal
yet. Diefes ift mit fandigem Thone bededit, hie und
ht, fumpfig (hier iſt Keisbau) auch voll Salzflächen ;
agegen ift trefflich bewäſſert, mit Getreidefeldern,
1, Dliven:, DOrangenbäumen und fhattigen Palmhai⸗
bedt, unter benen die Pfade zur bewohnten und bes
Mitte führen. ,
ier ift ein einziger Bach mit trefflichem Wafler, dem
underbare Eigenfchaften zuſchreibt. Macriſi T) fagt,
fe babe 40 fpringende Brunnen mit füßem Wafler,
ele Eiflernen. Browne fand falzige und füße Waſſer
nd diefe meift lau, auch fand er eine, bie abwechſelnd
ad warm war. |
n ber Mitte der Dafe liegt auf einer Felsmaſſe ers
burgmäßig und dicht auf einander gedrängt ber Haupt⸗
Iadi Ahdallah n. Beaufoy in Proceedings 1. p. und
ırodot IV. **) Browne trav, p. 17, 25. **) Hor-
mann Voy. ed. Langles I. p. 27. u. Remnell IL p. 211.
| Langlos Dem, sur los Qases, p. 390.
992 Afrifa, Tiefland, I.
ort. Bei ber Ankunft eines Ga
Bewegung, von Menſchen wie ein
und durfummt, und voller Gerö|
ein umeubiges, flreitfüchtiges Wolf
«s feine Wohnungen erbaute, iſt
sähligen uralten Gatacomben butı
refte; die Bauſteine feiner Häufer
des thebaifchen Gottes, bes ammo
on denen noch jeht die merkwü
Yegoptifgen Bau verkünden *),
bung umd Zeichnung in ber Reife
zu erwarten ſteht. Hier nur die
rige Unterfuchungen darüber am |
nad Idelers Eritifcher Abhandlung
bufchen Müfte **).
Eine halde Stunde von bem
fernt, zwifcpen dem Dorf Shark
henden Berge, liegt bie Ruine ı
beda, und im ihrer Nähe eine
€s find, nah Bromne's und I
Ueberrefte einer flarken Umfaflung!
dert Schritten im Umfang, die m
einen Bezirk einfließen, im deffi
Fuß Erhabenheit liegt. Auf biel
Gebäude, das von innen gemeflen
und ı8 hoch aus Mufelkaltftein
matwern 6 Fuß did aus geoßem |
mit kleinen Steinen und Kalt nı
Der Haupteingang ift von Nord;
von W. und von O. Die Dede i
platten gebildet, bie 5 Fuß breit
das Gebäude breit find. Die 1
nrüner Farbe Übermahlt, bas Fi
Mitte an, ganz mit Hieroglyphen
Styl alfo unverkennbar Aeghptiſch
Sfis und Anubis anzeigen, bie fü
nemann fade dieß Gebäude ala
Supiter Ammon an, ber nad He
Beus mit dem Widderkopf.war, I
ros und Theben hier das Heiligtf
zeigte die Identitaͤt diefes Siwah
*) Herodot IT. ı81, Strabo LXV
Browne tr. @. a. ©. Hornema
46. und W. Young remarques
296—3io, **) Zorler in Find;
©. 399— 412... ***) Herod, IL
Hafen, Fezzan. 985
$, bie Alsrander der Große befuchte, um bas Orakel gm
agen, und Heeren bewies, daß fie auf der alten Gare:
enftraße nach dem weftlichen innern Afrtka liege, und
erfte Hanbelsflation von ber Thebais aus fey, welche
odot (wahrfcheinlich über bie große Dafe bin) in feiner
avanenroute nahmhaft machte. Herodots König ber
monier, ben er nennt, war wobl nur der Oberprieſter
Drakelortes der bei den Alten immer Ammon, oder
DProlemäus Ammonıaca heißt und erſt bei den News
Ammonium, bei ben Arabern (Ebrifl, Abulfeda, Ebn
Bardi und Jakuti) auch Santria oder Santariah
it, bdeflen neuerer Name Siwah zuerſt bei dem Euros
den Meifenben MWansled*), im Jahr 1664 vorkommt,
) einem Erfrifchungsorte der Caravanen warb wohl bies
Ammon zu einem Tempel, Dralelort und Haupthan⸗
fiße des Binnenhandels, fo, daß ſelbſt Eyrene mit ihm
säbere Verbindung trat, und «ebenfalls den Kopf des
moniſchen Jupiter auf feine Hondelsmünzen präagte.
würdig if die Nachricht welche Gapt. Lyon in Fez⸗
mitsheilt, baß heute noch im Süden von Siwah, ges
Bergu, im Lande Wajungs, ein Stamm der Tibbo’s
Baar als Kopfpuß, ganz wie zwei Widderhörner
* in Geftale und Größe‘). .
Zu Uleranders Zeit ftand, nos Diodors**) und
rtius Berichten, die beide gang Übereinflimmend, wahes
Imlich aus einer geineinſamen Quelle, ber Schrift eines
jenzeugen, etwa bes Calliſthenes T) den Strabe ans
et, geſchoͤpft haben mögen, die Burg des Ammonifchen
Men in der Mitte, und in ihrer Nähe der Tempel mit
ı Dratßel. ya biefes in Mauern —— *
igen Bezirkes, ſtand, nach Diodor, in geringer Ferne
bein anderer, zweiter Tempel des Ammon, von vielen
m Bäumen dichte umfehattet, und in deſſen reizender
Me die Sonnenquelle, von der auch Herodot fpricht, von
er die nachfolgenden Autoren aber Gbertriebene Wun⸗
erichten. Browne hörte von der genannten Quelle
Ummebeba, daß fie abwechfelnd warm und kalt fey, eine
enfchaft welche mehrere der Dafenquellen mit ihr gemein:
ftlich zu haben feinen; nach Hornemann erzählten bie
vaher, daß fie officinelle Kräfte Habe. Nach Diobor und
tins Angabe flanb in der Mitte bes Heiligthums bie
ı- Paulus Sammlung von Reifen in ben Drient. Th. III. G.
51. 46. **) Capt. Lyon Narrative of Travels. Lond.
1821. 4. r 252. ***) Dioder 1. XVII. 0.49, 50. Arrian
de Exped. Alex. IIL, 3,4 Curtius}, c, 7)Sırabo XVII,
p. 589. ed, Tzsch.
⸗
984 Afrika, Tiefland:
Burg (üngomaks, ⸗rx) mit €
(regt Bokog, munitio), Die
Wohnung bes Fürften, die 4
ge Gemahlin, Kinder, Anve
es Baues und ben eigenthli
Ammen mit einer beiligen Q
ten wohnten die Keabanten,
Diefe Ummauerungen Eonnten
Tempel allein welcher in der
lungen, einen Wortempel un
Bortemipel mußte geräumig fi
fion, darin das goldne- Schiff
80 Priefter gehörten, in Alı
noch viele Jungfrauen bei ber
Nah diefen beftimmten Angal
der berühmte Antiquar Hirt
Monument der große Ammon
er hält ihm nur für den klein
Schloffe lag im Walde beim
pelburg, hält Hirt dafür, hab
die Stade Siwah auf, aus u
dem Architecten Liman liegt
Gebäude tings herum an ih
Kegel. Die zweite Mauer zog
umber, wo jest die Gärten li
Heutzutage bat Siwah
der feit dem Zuge bes Paſch
pten bort zur Einteeibung
Auf diefem Zuge Fam Gail
dort 3 Tempel gefunden und
ten ihn bie Einwohner ab, do
AIufel; Arafchie, zu behuch
Drodetti, ber die Reife ı
fol, fand indeß Eeine alten 9
jesigen Einwohner der Siwah
aus dem weftlihen Sufa ein
die Shellubfprashe ber. dortige
Erläuterung 2. Bon €
auge von Gerbobah n
Gebirge
Bis vier Tagereiſen weftn
mo Flachſeen, bis zur fruch
*) Biman Mfcrpt, ) Belso
son Aceoupt of Timb, Lo
» 2. Dafen, Fezzan. 985 .
b die Fortfegung jenes nackten Klippenzuges von SMos
rrah *). Bis dahin bivibs er gleich felfig, ohne alle Erde
ee Sandbedeckung, fleil abfallend zur füdwärts daran
ngiebenden Wüfte, mit einer zwifchen inne liegenden
nr mehr oder weniger waſſerhaltiger Stellen. Ihre
kaſſen find Kalkftein, gefüllt mit den zahlreichen Ueberrei
m einer Vorwelt, Petrefacten-Kalkſtein, voll &eethiere
id Muſcheln; er ift durchaus in horizontalen Schichten
gelagert. Die Kalkklippen find durch Engpäfle Cdefiles),
annichfach gerriffen, in deren Eluger Benutzung bei feinds
ben Angriffen und Scharmügeln, hauptſächlich die Kriegs:
mfl der Horden bee Wülte befiehe, '
Auch zeigen fi$ hie und da pyramibifch geflaltete Fels
nbügel, infelartig aus der tieferen Felsfläche auffkarrend,
eiche, wo fie fandleer if, aus Kalkſtein ohne Verſteine⸗
ingen beſteht. Diefe Hügel fehen durch die gefärbten
Iuftabfonderungen der Kaltfieinfchicgten, ſelbſt in der Gons
ruction oft täufchend ben Pyramiden gleich. Bon dem
Zafferort Zorfaue "*) an ging Hornemanns Caravanenı
rabe durch eine von unzähligen Sandhügeln unterbrochne
Büfte His Augila. j Ä
Ein andree Weg (wahrfeheinlich für Pferde gangbarer),
ihrt nörblid von biefem fleilen Südabhange, erſt über
safhie nah dem engen fandigen Thal Gegabib ***), wg
Zafjerflellen, ein Salzfee mit einer Inſel, keine Wohnun⸗
a, aber Palmen fliehen, deren Früchte zur Zeit ber Dat:
lerndte von meeranwohnenden Arabern von Derna (das
Bistelmeer ift 8 Tagereiſen von Bier entfernt) eingefam:
elt-werden.. Bon bier an feige der Weg auf ben breiten
öhenzug t) von Gerdobah, Über welches traurige Hoch:
nd (moruful highland) der Weg fünf Tage lang führt,
s man in einem Wage Über Guizara in das Thal nad
ugila hinabſteigt.
Auf diefem Wege braucht man von Siwah nah Aus
la, 13 Zagereifen. Herodotus fagt, man brauche 1a Zu:
reifen, Dormemann, der den Weg durch die Ebene in Eil:
feſchen nahm, brauchte nur 9; innerhalb welcher er in
74 Stunde Zeit, 36 Deutfhe Meilen (180 miles Engl.)
Begdiftan; zurücklegte. j
*) Hornemann Voy. J. P. 55. **) Hornemann Voy. ed,
- Langles. I. p. 58. _ ***) Browne tr. p.24. Rennell b,
Hornemann Voy. I. p. 217. 1) Hadı Abdallah Benmir
Jeitan in den Proceedings, Lpıge, °
.
986. Afrika, Tiefland. I. A
2» Die Dafe 7
Diefe Dafe liegt 13 Tagereiſen
(Berenice) von der Meeresfüfle, g
len (170 miles Engl.) Wegdiftang
Barka (nad Ebrifl) entfernt, Sie
ebene, die dba, me fie bewäflert mw
aber wenig angebaut, meil ihre 2
Teute find. Sie hat vonD. nah 2
von einer Tagereife *), und If rin
Breifet. In ide liegen vier Drte; J
Waſſerort (ob Saragma bes Piole
nennt Hornemann Städte, davon bi
dann Meledilah und Augila.
Kalt ſtein der benachbarten Hügel ſch
anfehnlich, aber ihre Palmhaine n
Datteln, feit den älteflen Zeiten bis
die Nafamonen **) pflegten fie zu J
len, von eben baher von mo jegt I
mit Augila in Verbindung flehen.
Augila iſt eine wichtige Station
fie ſteht heutzutage unter dem Paſt
Burdbarde’s Reifenadprichten ***)
jandelsleute diefer Dafe nach zwei w
jerfuchen (1811 und 1815), endlich
find, auch directe Reifen durch di
und Borgu zu machen, um bort
au geben, fo, daß fie diefe Waare nı
jan aus beziehen, ſondern unmitteldi
auf die Märkte von Cairo bringen, n
Gewinn für alle Befopwerben ihrer 1
ſchãdigt werden,
3. Bergzug Marai od
Weftwärts von ber Dafe Augila,
Zogereifen durch die Wülte, immerf
fels beſtehend, mie bisher überall, 1
bald höher mit lofem Sande bededt
ſtarten wieber infelartig flehende HI
empor, und unterbrechen bie einförmi
hügel,_ wie es feine, durch, Winde
oft weit binauf diefe Erhöhungen,
der Anfang einer Gebirgskette Ma
*) Beaufoy in b. Proceedings. **) He
Abdallah in d. Proceedings. I. p. 195
äinNubia, App. p,4g0. 1) Homem,
Dafen, Fesjan. 987
elche eine von ben vorigen völlig veränderte Richtung
mmet, nämlich) aus mancherlei Reiben von Norden her
fammengebrängt gegen S. S. O., weit in bie Wüſte fort
ftreichen ſcheint.
Bei dieſer Bergkette endet der bisher von O. nach W.
einerlei Direction an 100 geogr. Meilen (530 miles
agl., d. i. von Kairo bie Marai) weit, in völliger Gleich⸗
emigkeit fih ausbehnende Küflenrand des Ganboceans
gen Norden, welcher dem öſtlichen Küftenranbe deſſelben,
leiher Ausdehnung, längs den dem Nilſtrom parallel
wfenden Dafen, fehr analog gebildet erſcheint.
Diefe Bergkette Marai, welche von N. nah S. fi
eht, begrenzt alfo bier oflwärts ‚bin einen Golf ber gros
w Libyſchen Wüſte. Db fie weit gegen &. zieht, viels
ht bis zu den Tibbo Febabo, 10 Tagereiſen gegen &.,
ad bis Borgu, von wo aus ein ähnlicher langer Bergzug,
leder von D. nach IB. mit jenem obigen parallel, die fübs
de große. Sandwüſte von Werboa und Bilma begrenzt,
id fih im W. an die Bergzüge von Fezian anſchließt;
dieß fih fo verhalte ober nicht, bleibe Tünftigen For⸗
ungen überlaffen.
Diefer Bergzug Morai *), Über welchen in feiner
zeite vier Tage lang, gerade na W. bin der Weg führe
Ifo gerabe die Breite wie das Nilwall : Plateau im Oft
e Wüflengrenze), belebt aus wunderbar gerriffenem Kalks
Isgebirge, voll enger, befhwerlicher, fleit abfallender Berg⸗
fe (Med hyg oder Neddik), bizarrer Felsſchlünde, ifos
ser Kelsblöde, welche dem Wanderer als abgeſetzte Maſ⸗
a eines Slindfluth erfcheinen folen. Er endet nah W.
‚ mit nadten Belsflächen, mit Waſſerſammlungen. Ins
halb der Labyrinthe dieſer nackten Kalkfelsklippen zeig:
n ſich wieder ſehr viele Verfleinerungen von Meerthieren,
id Fragmente von petrificirten Holskämmen, & Fuß lang,
Die wefllich davon auslaufende nadte Ebene aus Kalk⸗
IS, nennt Dornemann Sultin, und Hadi Abhallaf
ne die ganze befchwerlide Paflage bes Bergzuges,
n rc Berg Ziltan, vielleicht dieſelbe Benen⸗
ang
Von Hier aus zeige fſich in ber Grenze bes Bands
ceans eine große veränderte Naturbildung, wenigſtens
F große Unterbrechung jener einfoͤrmigen Geſetzmä⸗
gkeit. |
‚Hormemann Voy. I p. 78. Hadi Abdallah nad Beaufoy
Kr den Proceedings L, pP» 190, ur
958 Afrika, Tiefland,
Erläuterung 3 Der
Sen
Weftwärts beginnt ein La
einander gereiheter Bergzüge;
Humpfter Kegelberg. Zwiſchen
fur&tbare Särinde, bald fol
fofe liegende Felsblöde, dann
Taufende, enge Schluchten.
quemften Weg, doch Ift diefer
dend. Hier und da öffnen fid
ftellen, berrlihem Weidelande
zeinen flüchtigen Gnzellen. B
ununterbeochen burd) diefen fd
Seine Maffe ift Bafaltge
nur hier, fondern überall im ı
mit Bafaltmaffen bebedt, H
mann, ber einpige Reifende,
ten Über dieſe Bafaltfirede C
ihn) mittheilt, fagt, daß fie v
fey, dab es Überall wach mand
von Hügeln find, die fih nur
Niveau des dazwiſchen liegendi
ten aus dem vollkommen plat
ſtaxtend, ganze fleile Seiten
toahre VBafaltgänge, mie} !
unð daß die Araber dieſe befo
leicht Eſthe oder Eſthur, d.
nach Langles) nennen, Ihn
ner goßen vulcanifhen Revo
faltgänge); er glaubte vulcani
Auch auf dem Wege von
Weg über fie bin, fo wie aus
von Fenen nah Mefyrata u
nad XZeipoli twird durch fie
weiche Nachricht newerlih bu
beftätigt wird, Nicht mur bie
biefe ſchwarze Harufge 7 Tag
dern auch im N. W. von Fey
damus) zeigt fie fig unter bei
5. fpwanz, her Mona Ater di
*) Hornemann Voy, I. p.81.
a Edit. p.46 u, ı *
Rennell im Appendix ibie
Lyon Narrative of Trav,
1821, 4. p. 23, 33, 80, 560.
Beaufay Proceedings 1, pı
Ä | Dofen, Fezzan. 984
Die ganze Ausdehnung bes Haruſch vonD. nach W.
tſpricht volllommen den Oft: und Weſtgrenzen ber beis
3 flachen Syrten am Mittelmeere, eine vielleicht nicht
mertwürbige —
Im Welt an dieſe Baſaltſtrecke lehnt fich drei Tage⸗
fen breit, wieder eine Strecke von niedrigen, nackten,
ißen Kalkllippen an, weiße Harufch *) genannt. Die
teinmaflen erfcheinen wie gefirnißt (ob durch Hitze ver:
dert ?), fie flarren ſenkrecht aus der Ebene auf, befteben
s zerreiblidem Kalt, und find mit Petrificationen aller
t erfüllt; Conchilien, Seethiere und Fiſchkoͤpfe von der
röße, daß einer eine Mannslaft abgäbe, liegen in Menge
in. Sie finden fih im zerreiblichen Kalkgeſtein, zerſprin⸗
a aber fpröbe wie Glas. Sie erfüllen die Hügel und bie
efe, die im Welt an bie legte Bergreihe anftößt (ob XRa⸗
ba bei Beaufoy?), von welcher man in die Ebene von
jaan nah Temiſſa (Tameſt bei Edrifi) binabfeigt.
Anmerk. Lage von Keszan. Temiſſa, ‚der öftlichfte
enzort in ber großen Dafe geahanı, liegt 16 Zagereifen im 8.
a Augila; Hornemann braudte 195 Stunden Seit zu
gr. Meilen (395 miles) Wegdiftang. Der ganze weftlihe Abs
nd von Kairo bis hierher, welder 405 Stunden Zeit auf 166
‚gr. Meilen Megdiftand beträgt, wurde von ihm zu brei vers
iedenen Stationen bis Siwah, Augila und Temiſſa wahrs
tinli (denn die Zahl der Zage ift nicht ganz genau angegeben)
50 Tagereiſen zurücdgelegt »x)y. Hadi Abdallah giebt bie Ent⸗
nung zu 45 Tagereiſen bis Temiſſa, oder za bis Fezzan (db...
urzuk, deſſen Hauptſtadt, an; Herodot aber rechnet Station zu
sation, nad) einer runden Zahl zu 10 Tagereiſen jede.
Zu bemerken ift hierbei, wie Jahrszeit, politiſche Urſachen, bie
t zu reifen, Wegkenntniß u. a. m. fo verſchiedene Bebingungen
' Vollendung der Garavanenreifen durch die Wäften find.
Fezzan, worunter aud öfter der Hauptort verftanden wirb,
st nach Altern Angaben ***) von der Meereskäfte bei Mefurata
Zagereifen landeinwärts , ober faft 58 geogr. Meilen (289
les, davon 16! auf eine Zagereife gerechnet) gegen &. 8.
an hat feine Lage berechnet auf 27 Gr. 22 Min. 2 Ger. R. Br.
a Tripoli Über bie Bergzüge von Ghuriano ind Sockna nad
jzan, find 23 Zagereifen.
eläuterung 4 1) Fezzan, die Dafe der Gar
manten; Phazania bei Plinius; Fäſan, Fizen
ber Araber.
a. Nach ältern Berichten.
Bon Temiſſa (Tameſt bei Edrifi) nach W. führt eine
geteiſe durch fruchtbare Ebenen nach Zuilah (Eylaf
) Hornematın Voy. I, p. 93. “*) Procaedings L ı
Merod. IV. co. 185. Rennell kei Hornemann I. p. 186.
“"*") Proceedings I, p. 85, Ä
988 Afrika, Tief
Erläuterung 3 G
7
Weſtwärts beginnt det
einander gereiheter Bergzi 4
Rumpfter Kegelderg, 4 ⸗
furgtbare Schrinde, ri 2
Iofe liegende Gelsblä@ /7 7
laufende, enge Mn
quemften Weg, dar, „FF h
dend. ‚Hier „Su
felen, herclihr / au Fünf
jeinen aber, durch d
ununteeb „arts foll gegen !
a) em. Dieß N) nich
nur N Stelemäus, das im
mit Ball,z Zheil des kleinen Arlı
Mann Gediet von Fenan zäl
gem —* Baban +4), Diatis dei
im) Aa Shaw, das weya dxgor,
‚fe [4 ihm 60 geogr. Meilen (30:
y Ling ©. und do geogr: Mr
"a Welt.
Dr vn — — kr
en umgebene Infel; un
Au von dufen gefigert. N
Vege unterbrodden; da feine 1
die Sanbfläde zu ftoßen.
&s ik eine große tiefliegend
leichtem Sandboden bededt, ber
‚gar einen, einſt tiefen und reißer
ben fol. Im MW. von der Hau
Sahara zu, iſt ber Boden wüſte
Mendeah, 12 geogr. Meilen entf
und mit einem Salze (fossil alk
det, fonft aber reich an Brunnen
delnden, nie verfiegenden Quellen
Es regnet nie in Feryan tr
es iſt im ganzen Reiche kein Flu
*) Ebn Haukal b. W, Ouseley.
Beaufoy in Proceedings I. p: 19
ed, Langles c.IIl. p.ızo. Reı
ceedings I. p. 16. ++) 2.
Innern von Afrita, in Guhns
++i) Sherif Imhammeb nach Eu
— „HD Proceedings 1, p
1. p. 457. I, p aut.
Dafen, Fezzan. 991
send halten könnte. Doch rühmt der Eher
das Flüßchen, bas an Murzuk vorüber
3 waſſerreichen Begenden, in denen
riefe, immer Brunnen finde, deren
ım Bewäflern dienen, wodurch
nenigen Gegenden von ganz
ar die Zahl ber Oriſchaften
® „ach Hornemann 203 Städte
.mab (Bırama, ber Hauptort der
.con, Temiſſa, find Städte, unb
‚cma und dann Zuila, die Haupiorte, ges
rzuk das Haupt der Dafe geworden, deren
me vom Handel leben. Hier ift das erfle
mporium für Nordafrika; bier der Werbin:
ben dem Welt und Oft, zwiſchen Marokko
‚hen dem Sudan und den Küften des Mits
fer, Korn, Mais, Datteln und Deerden,
te des Landes, reichen bin die durchziehen⸗
vanen mit den erfien Bedürfniſſen binreis
n.
) Sabames, Cydamus,
de unfere heutige Kenntniß des Daſenzuges,
‚er verfolge Haben, die weſt lich ſte Grenze;
noch eine, aber .iemlich unbekannte Dafe
br, Sadames **) (Cydamus bei Plinius)
ı Südrande bes Atlas im Bilebulgerid, fig
b der Berbern anſchließt, und erſt, ſeitdem
n Haupte bes Binnenhandels erhoben Bat,
U. Bon ihr aus beginnt im W. die dat⸗
rede, jenes flache, lange, und bis Bo geogr.
Steppenland , Biledulgerid, mit Wabis oder
'f. Plateau der VBerbern, ©. 897.). .
onrinuirlicher Brenn swifchen dem Hoch:
en und dem großen Gandocean. Won bies
one kann man in der That die bisher ges
gleichfam ale den nah Oft Hin immer Elek
Vortrab anfehen. Beiderlei Formen ent:
ee Art nach ganz und gar, unb find nue
ach verfchieden.
im DBilebulgerid bie weite, hohe, durch⸗
» Kette bes großen Atlas, das find bei dem
1.88, 98: *®) o, Einfiebel in Cuhns Samm⸗
FrT Ve
982 Afrika, Tiefland. I. Abfchn. $. 35.
ort. Bei dee Ankunft eines Garavane war er in wir
Bewegung, von Menſchen wie ein Bienenſteck umfhnit
und durchſummt, und voller Betöfe. eine Bewohne fe
ein unruhiges, flreitfüchtiges Volk. Der Boden, auf us
es feine Wohnungen erbaute, if weit unb breit mit ws
gähligen uralten Gatacomben duechgraben, voll Runin
reſte; die Baufteine feiner Häufer find den Zemplhies
des thebaifchen Gottes, des ammoniſchen Jupiter entifm,
yon denen noch jest die merkwürdigen Ruinen den aim
eguptifhen Bau verkünden *), deſſen gemanere
bung und Zeichnung in der Reiſe bes General vn 9
zu erwarten ſteht. Hier nur die Thatſachen weige bich⸗
rige Unterfuchungen barüber an die Band gaben,
nn — kritiſcher Abhandlung über die Dafm da ds
ufchen e**).
Eine halde Stunde von dem Hauptorte Gin) ab
fernt, gwifchen dem Dorf Sharkie und einem ringe Pi
benden Berge, liegt die Ruine eines Tempels, Nunh
beda, und in ihrer Nahe eine waflerreiche fühle
Es find, na Bromne’s und Hornemann's Anpiik
Ueberrefte einer flarken Umfaffungsmauer von einigen jew
dert Schritten im Umfang, die meift abgebrochen find, wi
einen Bezirk einfchließen, in defien Mitte ein Fels wi
Fuß Ethabenheit liege. Auf dieſem ſteht, ganz frei, ie
Gebäude, das von innen gemeſſen 35 Fuß lang, 15 eh
und 18 hoch aus Muſchelkalkſtein erbaut iſt. Die Gr
mauern 6 Fuß did aus geofen Quabern beſtehend,
mit Pleinen Steinen und Kalt nach Römerbauart $
Der Daupteinging ift von Nord; 9 Nebeneingänge tem
von W. und vond. Die Dede ift aus ſehr großen Gte
platten gebildet, die 5 Fuß breit, 3 di und fo lang |
das Gebäude breit find. Die Außenfeite war einf ı
nrüner Farbe übermahlt, das Innere if, etwa vor
Mitte an, ganz mit Hieroglyphen Übergogen, und der gi
Styl alfo unverkennbar Aegyptiſch, wie auch bie
Iſis und. Anubis anzeigen, die fi bier vorfinden.
nemann fahe dieß Gebäude als ben Tempel bes d
Jupiter Ammon an, dee nach Herobot ***) der Chebei
Zeus mit dem Widderfopf war, bem bie Colonie von ]
ros und Theben Bier das Heiligtum erbaute; Nenn
zeigte die Identität diefes Siwah mit ber alten Ammı
2) Herodot II. 181, Strabe LXVII. Plin. H.N. V.e
Browne tr. a. a. DO. Hornemann Voy. ed. Langlel
45. und W. Young remarques ibid, Il. im Appendix.
296—3i0. **) Ihrler in Bundgruben bes Orients IY.!
‘ 39 - 411. ) Herod, u. 33 42. IV. 181,
Dafen, Fezzan. | 985
eAlexander der Große befuchte, um bas Orakel zu
und Heeren bewies, daß fie auf der alten Gare:
fe nach dem weftlichen innern Afrika liege, unb
Handelsſtation von ber Thebais aus fey, welche
(wahrfcheinlich über die große Dafe bin) in feiner
mroute nahmbaft machte. Herodots König ber
er, den er nennt, war wohl nur der Dberpriefler
yelortes der bei den Alten immer Ammon, oder
emäus Ammoniaca heißt und erfi bei den News
nonium, bei den Arabern (Ebrifl, Abulfeda, Ebn
i und Jakuti) auch Santria oder Santariah
effen neuerer Name Siwah zuerſt bei bem Eures.
Reifenden Wansleb*), im Jahr 1664 vorkommt.
m Erfrifchungsorte der Caravanen warb wohl bies
non zu einem Tempel, Drakelort und Haupthan⸗
des Binnenhandels, fo, daß ſelbſt Cyrene mit ihm
e Berbindung trat, und ebenfalls ben Kopf des
hen Jupiter auf feine Handelsmünzen prägte.
dig iſt die Nachricht weiche Capt. Lyon in Fez⸗
beilt, daß Heute noch im Süden von Siwah, ges
zu, im Lande Wafunga, ein Stamm ber Tibbo’s
: als Kopfpus, ganz wie zwei Widderhörner
Geftalt und Größe **). .
Alexanders Zeit fland, no Dioders**) und
8 Berichten, die beide ganz Übereinflimmend, wahrs
aus einer gemeinfamen Quelle, der Schrift eines
igen, etwa des Calliſthenes }) den Strabo anz
fhöpft Haben mögen, die Burg bes Ammonifchen
n ber Mitte, und in ihrer Nähe der Tempel mie
tel. Far diefes in Mauern —— —*
Bezirkes, fand, nach Diodor, in geringer Ferne
anderer, zweiter Tempel des Ammon, von vielen
äumen dicht umfchattet, und in deſſen reizender
e Sonnenquelle, von der auch Herodot fpricht, von
ie nachfolgenden Autoren aber Übertriebene Wun:
ten. Browne hörte von ber genannten Quelle
ebeda, daß fie abwechfelnd warm und Ealt fey, eine
‚ft welche mehrere ber Dafenquellen mit ihr ge eins
zu baben feheinen; nach Dornemann erzählten die
‚ daß fie officinelle Kräfte Habe. Nah Diobor und
Angabe fland in ber Mitte bes Heiligtfums die
Ius Sammlung von Reifen in ben Orient. Th. III. G.
6. **) Capt. Lyon Narrative of Travels. Lond.
4: r 252. ***) Dioder 1. XVII. o. 49, 50. Arrian
xped. Alex. III, 3,4 Curtius ]l, c, +)Sırabo XVII.
9. ed, Tasch. |
⸗
984 Afrika, Tiefland-
Burg (üngomoks, arz) mit €
(zegf Boos, munitio), Die
Wohnung des Fürften, die |
iner Gemahlin, Kinder, Anvı
8 Baues und den eigentbü
Anmen mit einer beiligen Qu
ten wohnten die Reabanten,
Diefe Ummauerungen konnten
Tempel allein welcher in der
lungen‘, einen Bortempel un
Bortempel mußte geräumig fı
fon, darin das goidne Schifl
80 Priefter gehörten, in Alı
noch viele Jungftauen bei bei
Nach diefen beftimmten Angal
der berühmte Antiguar Hirt
Monument der große Ammon
ee hält ihm nur für den kleir
Schloffe lag im Walde beim
pelburg, hält Hirt dafür, hab
die Stadt Siwab auf, aus ı
dem Acchiteeten Liman liegt
Gebäude tings cherum an ih
Kegel, Die zweite Mauer 505
umber, wo jegt die Gärten u
Heutzutage bat Siwah
ber feit bem Zuge bes Paſch
pten bort zur Eintreibung
Auf diefem Zuge kam Gail
dort 3 Tempel gefunden und
ten ihn die Einwohner ab, do
Jaſel, Arafchie, zu behuh
Drodvetti, ber bie Reife
fol, fand indeß keine alten 9
jesigen Einwohner der Siwah
aus bem meftlichen Sufa ein
die Shellubfprache ber. dortige
Erläuterung 0». Bon €
zuge von Gerbobah n
Gebirge
Bis vier Kagereifen weftn
wo Blachfeen, bis zur fruch
*) eiman Mferpt. *) Belso
son Aceourt of Timb, Lc
Dafen, Fezzan. 985
5 die Fortfegung jenes narten Klippenzuges von Mo⸗
weab *). Bis dahin dhibt er gleich felfig, ohne alle Erbe
er Sanbbededung, fleil abfaflend zur fübwärts daran
nziehenden Wüſte, mit einer gwifchen inne liegenden
eibe, mehr ober weniger waflerhaltiger Stellen. Ihre
taffen find Kalkflein, gefüllt mie den zahlreichen Ueberrei
m einer Vorwelt, Petrefacten: Kalkflein,. voll Seethiere
ad Muſcheln; cr ift durchaus in horizontalen Ecichten
gelagert. Die Kalkklippen find bush Engpäfle (defilés),
annichfoeh zerriffen, in deren Eluger Benutzung bei feind;
chen Angriffen und Scharmäseln, hauptſächlich die Kriegs:
nft dee Horden de Wüſte beſteht. |
Auch zeigen ih bie und da pyramibifch geftaltete Fels
nhügel, infelartig aus der tiefen Felsfläche aufſtarrend,
elche, wo fie fandleer it, aus Kalkftein ohne Verſteine⸗
ıngen beſteht. Diefe Hügel ſehen durch die gefärbten
Inftabfonderungen der Kaltfleinfchichten, ſelbſt in der Gons
euction oft täufchend ben Ppramiden gleich. Bon dem
Baflerort Zorfaue **) an ging Hornemanns Garavanıns
raße durch eine von unzähligen Sandhügeln unterbrachne
Büfte bis Augila. |
Ein andrer Weg (wahrfegeinlich für Pferde gangbarer),
ihrt nördlich von biefem fleilen &Südabhange, erſt über
rafhie nad dem engen fandigen Thal Gegabib °**), wg
Bafjerftellen, ein Salzſee mit einer Inſel, keine Wohnun⸗
en, aber Palmen ſtehen, deren Krüchte zur Zeit ber Dat:
ferndte von meeranwohnenden Arabern von Derna (bas
Rittelmeer iſt 8 Tagereiſen von. hier entfernt) eingefam:
elt werden... Bon bier an fleige der Weg auf den breiten
Yöhenzug t) von Gerdobah, über welches traurige Hoch:
ınd (muruful highland) der Weg fünf Tage lang führt,
is man in einem Tage Über Buizara in das Thal nad
hugila hinabſteigt.
Auf dieſem Wege braucht man von Siwah nach Au⸗
ila, 13 Tagereiſen. Herodotus ſagt, man brauche 10 Ta⸗
ereiſen, Hornemann, der den Weg durch bie Ebene in Eil:
aärfhen nahm, brauchte nur 9; innerhalb welcher er in
74 Stunde Zeit, 36 Deutfhe Meilen (180 miles Engl.)
Begdiflanz zurücklegte. |
) Hornemann Voy. J. P: 55. **) Hornemann Voy. cd,
- Langles. I. p. 58. _ ***) Browne tr. p. 24. Rennell b,
Hornemann Voy. I. p. 217. 7) Hadı Abdallah Benmi+
Jeitan in ben Proceedings, Lp.ıge,
986. Afrika, Tiefland. I. A
=. Die Dafe 7
Diefe Dofe liegt 15 Xagereifen
(Berenice) don der Meerestüfte, g
len (170 miles Engl.) Wegbiftany ı
Barka (na Ebrifl) entfernt, Sie I
ebene, die da, me fie bewäflert wi
aber wenig angebaut, weil ihre &
leute find. Sie hat vonD. nah W
von einer Tagereife *), und If rim
treifet. In ihe liegen vier Drte; ®
Waflerort (0b Saragma des Ptoler
nennt Hornemann Städte, davon bi
dann Meledilah und Augila. ;
Kalkitein der benachbarten Hügel fd]
anfehnlich, aber ihte Palmhaine mw
Datteln, feit den älteften Zeiten bis |
bie Nafamonen **) pflegten fie au $
len, von eben daher von mo jetzt b
mit Augila in Verbindung fliehen.
Augila ift eine wichtige Station
fie ficht heurzutage unter dem Pafd
Burdharde's Reifenacrichten *"*)
jandelsleute diefer Dafe nach zwei ut
erfuchen (1811 und 1815), endlich
find, auch directe Reifen durch bie
und Borgu zu maden, um bort t
au geben, fo, daß fie dieſe Waare nu
jan aus beziehen, fondern unmittelba
auf die Märkte von Cairo bringen, w
Gewinn für alle Beſchwerden ihrer €
fhädigt werden.
3. Bergzug Marai od
Weftwärts von der Dafe Augila,
Zagereifen durch die Wüſte, immerfi
fels beftchend, ‘wie bisher überall, db
bald höher mit lofem Sande bebedt |
ſtarten wieder infelartig ſtehende Hi
empor, und unterbrechen bie einförmi,
bügel,_wie es ſcheint, durch, Winde
oft weit binauf diefe Erhöhungen.
der Anfang einer Gebirgskette Mai
®) Beaufoy in d. Proceedings. **) Heı
Abdallah in d, Proceedings. I. p. 198
in Nubia. App. p, 490. +) Hormem,
Oaſen, Feszan. 987
ide eine von den vorigen völlig veränderte Nichtung
mmt, nämlich aus mancherlei Reiben von Norden ber
fommengedrängt gegen S. S. O., weit in bie Wüſte forts
ſtreichen ſcheint. oo.
Bei diefer Bergkette endet ber bisher von D. na W.
einerlei Direction an 100 geogr. Meilen (530 miles
ngl.,.b. i. von Kairo bie Marai) weit, in völliger Gleich⸗
emigkeit ſich ausdehnende Küftenrand des Sandoceans
gen Norden, welcher dem öſtlichen Küſtentande beffelben,
leiher Ausdehnung, längs ben dem Nilfirom parallel
ufenben Dafen, ſehr analog gebildet erfcheint.
Diefe Bergkette Marai, welche von R. na S. fich
eht, begrenzt alfo Bier oflwärts Hin einen Golf der gros
a Libyſchen Wüſte. Ob fie weit gegen G. zieht, viels
icht bis zu den Tibbo Febabo, 10 Tagereiſen gegen S.,
ad bis Borgu, von wo aus ein ähnlicher langer Bergzug,
leder von O. nah WB. mit jenem obigen parallel, bie fübs
de große. Sandwäfle von Berdoa und Bilma begrenzt,
id fi im MW. an die Bergzüge von Fezian anſchließt;
dieß fih fo verdalte ober nicht, bleibe künftigen For⸗
Jungen überlafien.
Diefer Bergzug Moral °), Üben welchen in feiner
weite vier Tage Long, gerade nah W. bin der Meg führe
fe gerabe die Breite wie das Milwall: Plateau im Dft
z Wüftengrenge), belebt aus wunderbar gerriffenem Kalk⸗
I6gebirge, voll enger, beſchwerlicher, ſteil abfallender Berg⸗
iſſe (Med hyg oder Neddik), bizarrer Felsſchlünde, ifos
eter Felsbloͤke, welche dem Wanderer als abgeſetzte Maſ⸗
n einer Sündfluth erſcheinen ſollen. Er endet na W.
mit nackten Felsflächen, mit Waſſerſammlungen. In⸗
erhalb der Labyrinthe dieſer nackten Kalkfelsklippen zeig:
n ſich wieber ſehr viele Verſteinerungen von Meerthieren,
ad Fragmente von petrificirten Holzſtämmen, aͤ Fuß lang,
Die weſtlich davon auslaufende nackte Ebene aus Kalk⸗
Io, nenne Hornemann Sultin, und Hadi Abdallah
ennt die ganze beſchwerliche Paſſage bes Bergzuges,
m -geoßen Berg Ziltan, vielleicht dieſelbe Benen⸗
ang (?). |
Von bier aus zeigt fich in ber Grenze bes Bands
eeans eine große veränderte Naturbildung, wenigſtens
ne „gro Unterbrechung jener einförmigen Geſetzmaͤ⸗
gie |
‚Hormnemann Voy. L p. 78. Hadi Abäsllah nad Beaufoy
2 den Proceedings ir 190. =
98 Afrika, Tiefland,
Erläuterung 5 Der |
Gen
Weftwärts beginnt ein Lal
einander gereiheter Bergzüge;
Humpfter Kegelberg. Zwifgen
furptbare Säriinde, bald fol
Hofe liegende Selsblöde, dann
Taufende, enge Schluthten.
quemften Weg, doch Ifk diefer |
dend. Hier und da Äffnen fi
fellen, berrlihem MWeidelande
zelnen. flüchtigen Gazellen. B
ununterbrochen burd) diefen fd
Seine Maſſe ift Bafaltge
nur hier, fondern Überall im ı
mit Bafaltmafien bebedt, H
mann, ber eingige Reifende,
ten Über diefe Bafaltfirede Cı
ihn) mittheilt, fagt, daß fien
fen, daß es Überall nah mand
von Hügeln find, die fich nur
Niveau des dazwiſchen liegende
ten aus dem volfommen plat
flartend, ganze fleile Seiren
wahre Bafaltgänge, mie 2 3
und daß die Araber diefe hefoı
leichte Eſthe oder Eflbur, d.
nach Langles) nennen, Ihn
ner großen vulcaniſchen Revo
faltgänge); er glaubte vulcani
Auch auf dem Wege von
Meg fiber fle hin, fo wie aud
von Feuan nah Mefurata w
nah XZeipoli wird durch fie
welche Nachricht neuerlich bu
beftätige wird, Nicht nur bie
biefe ſchwarze Haruſche 7 Zag
dern auch im N. W. von Fezı
damus) zeigt fie fig unter der
5. fchwarz, der Mona Ater de
*) Hornemann Voy, L p.8ı.
2 Edit. p.46 u, 12, 7%
Rennell im Appendix ibid
Lyon Narrative of Tray.
821, 4. p. 25, H; 80, 560.
Beaufay Proceedings I, pı
Er Dafen, Fezzan. 989
*Die ganze Ausdehnung bes Haruſch von O. nach W.
wutfpricht vollkommen den Oft: und Weſtgrenzen ber bei⸗
den flachen Syrten am Mittelmeere, eine vielleicht nicht
anmertwürbige Erſcheinung. -
Im Wet an diefe ef altirede Ichnt fi drei Tage⸗
zeifen breit, wieder eine Strecke von niedrigen, nadten,
weißen Kalkklippen an, weiße Harufch *) genannt. Die
Steinmaſſen erfcheinen wie gefirnißt (ob burch Hitze ver:
ändert ?), fie ſtarren ſenkrecht aus der Ebene auf, beſtehen
aus zerreiblidem Kalt, und find mit Petrificationen aller
Urt erfalle; Conchilien, Seethiere und Fiſchkopfe von der
Größe, daß einer eine Mannslaft abgäbe, liegen in Menge
darin. Sie finder fih im gerreiblicen Kalkgeſtein, zerſprin⸗
en aber fpröbe wie Glas. Gie erfüllen die Hügel und bie
iefe, die im Welt an die legte Bergreihe anftöße (ob Xa⸗
mibba bei Beaufoy7), von welcher man in die Ebene von
Begzan nah Temiſſa (Tameſt bei Edrifi) binabfleint.
TAnmerk. Lage von Fejzan. Jemiſſa, der dftlihfte
Srenzort in ber großen Dafe Fezzan, liegt 16 Ageereiſen im B.
von Augilaz Hornemann brauchte 195 Stunden Zeit zu
hier. Meilen (395 miles) Wegdiftang. Der ganze weftliche Abs
and von Kairo biß hierher, weicher 405 Stunden Zeit auf 166
geogr. Meilen Wegdiſtanz beträgt, wurde von ihm zu brei vers
ſchiedenen Stationen bis Siwah, Augila und Zemiffa wahr
ſcheinlich (denn die Zahl dee Zage iſt nicht gang genau angegeben)
in so Tagereiſen zurücgelegt **. Hadi Abdallah giebt die Ents
fernung zu 45 Zagereifen bis Temiſſa, oder 32 bis Fezzan (db. 1. -
Murzuk, defien Hauptftabt, anz Herodot aber rechnet Station zu
©tation, nad) einer runden Zahl zu 10 Tagereiſen jede.
Zu bemerken ift hierbei, wie Jahrszeit, politiſche Urſachen, bie
Art zu reifen, Wegkenntniß u. a. m. fo verfhiebene Bedingungen
bei Vollendung ber Garavanenreifen durch die Wäften find.
Fezzan, worunter auch öfter der Hauptort verftanden wird,
Het nad, Altern Angaben ***) von der Meerestäfte bei Mefurata
27 Zagereifen Iandeinwärts , ober faft 58 geogr. Meilen (289
miles, davon 161 nuf eine Zagereife geredhnet) gegen &. 8.
Man hat feine Lage berechnet auf 27 Gr. 22 Min. 2 Ger. R. Br.
Bon Tripoli über die Bergzüge von Bhuriano und Sockna nad
Jezzan, And 23 Zagereifen.
Erläuterung 4. 1) Fezzan, die Dafe der Bar
manten; Phazania bei Plinius; Fäſan, Fizen
der Araber.
a. Nah ältern Berichten.
Bon Temiſſa (Tameſt bei Ebrifl) nach W. führt eine
Tageteiſe durch fruchtbare Ebenen nach Zuilah (Gylaf
%) Hornematın Voy. I. p. 93. 2) Proceedings L ı
Merod. IV. c. 183. Rennell kei Hornemann I. p. 186.
“"") Proceedings I, p. 85,
990 Afrika, Tiefland, 19
eder Sila, das Cillala bei Plinius
autal *) und Edrifi Zeit die Ha
ein. Mon bier 7 Stunden mı
jenen weiten Ebene nah Hemar
er Dflgeenge bei Temiffa 7 (kurze
W., durch eine fruchtbare Laudſcha
jenmwärtig die Hauptſtadt von Feyjan,
Sragricheen über diefes merkwürdig:
Das Gebiet von Beyzan ***) ifl
sif Imbammed, oval nah Hormen
von er Morbgeenze, dem Suda
Bafaltfirede (M. Ater) an fünf
Murzut. Won da aber, durch das
Zagereifen ſüdwärts foll gegen Ka|
Eyrer) liegen. Dieß ift miche €
Audon des Ptolemäus, das im N,
und einen Theil des Eleinen Atlas ı
Bum Gebiet von Fenan zähle
uf, Wadan +}), Hiatts, Houn ı
nein bei Shaw, das sera ürgwengioı
iebt ihm 60 geogr. Meilen (500 m
53 nah S. und Ko geogr. Meilen
nah Welt.
Das Gebiet bildet einen: Ereisr
Birgen +++) umgebene Infel; und di
Einfälle von außen gefigert. Nur
dirge unterbrochen; ba ſcheint das
die Sandfläde zu floßen.
&s ift eine große tiefliegende €
keihtem Sandboden bededt, ber ges
gar einen, einft tiefen und reißenben
ben fol. Im W. von der Hauptfl
Sahara zu, ift der Boden mwülte umb
Mendrah, 12 geogr. Meilen entfernt
und mit einem Salze (fossil alkali)
bed, fonft aber teih an Brunnen u
bdeinden, nie verfiegenden Quellen,
Es regnet nie in Fenan +t+),
es ift im ganzen Reiche kein Flug st
*) Ebn Haukal 6. W. Ouseley. p. 3
Beaufoy in Proceedings I. p; 190. 15
ed, Langles c.ll, p-ızo.
ecedings I. p. 162. ++) .G
Innern von Afrita, in Cuhns Saı
++r) Sherif Imhammed nach Lucas
&, %. ttt}) Proceedings Ep. y5
I P. 457. A, p, aut. E
Dafen, Fezzan. 991
wopher für bedeutend Halten kͤnnte. Doch rühme der Eher
zif Imbammeb *), das Flühchen; das an Murzut vorüber
Wießr, die benachbarten waſſerreichen Begenden, in denen
man, bei 8 bis 10 Fuß Tiefe, immer Brunnen finde, deren
"mehrere in jedem Barten zum Bewäſſern dienen, wodurch
ier eine Wegetation wie in wenigen Gegenden von ganz
I Magreb ſich zeige. Er fagt, die Zahl der Driſchaften
fol an Hundert feyn, mach Hornemann 201 Städte
un! er.
Buila (Sila), Bermah (Garama, der Hauptort der
Goramanten), Kattron, Zemiffa, find Gtädte, und
nachdem zuerft Berma und dann Zuila, die Hauptorte, ges
} gi ik Murzut das Haupt der Dafe geworden, derem
jersohner foft nur vom Handel leben. Hier iſt das erſte
amd wichtigſte Emporium für Mordafritaz bier der Werbin:
Bungspunct zwifben dem Weſt und Of, zwiſchen Marokko.
und Kairo, swifhen dem Sudan und den Küften des Mits
telmeeres. Waſſer, Korn, Mais, Datteln und Heerden,
Die Hauptproducte des Landes, reichen hin bie durchziehen:
® den Handelscaravanen mit den erflen Webürfniffen hinreis
= gend gu verfeßen.
“
—8
2) Gadames, Cydamus,
Fezan iſt für unfere heutige Kenntniß des Daſenzuges,
den wir bis hieher verfolgt haben, die weſt li ch ſt e Grenze;
war wird uns noch eine, aber .iemlich unbekannte Dafe
in N.W. von ihr, Badames **) (Cydamus bei Plinius)
genannt, die am Südrande bes Atlıs im Wilebulgerid, fig
am das Hochland der Berbern anfchließe, und erſt, feitbem
fh Munuk zum Haupte des Binnenhandels erhoben Hat,
gefunten feyn fol. Won ihr aus beginnt im W. bie bat:
selreiche Landfirede, jenes flache, lange, und bis 80 geogr.
Meilen breite Steppenland, WBiledulyerid, mit Wadis oder
Greppenftälten (f. Plateau der Verben, & 897.).
iſt ein conrinuirlicher Brenius swifchen dem Hochs
» ande der Berbern und dem großen Saͤndocean. Won bies
fer gränenden Zone Eann man in der Zhat die bisher ges
annten Daſen, gleichfam als den nah Df Hin immer Elets
: zer werdenden Vorttab anfehen. WBeiderlei Formen ents
Bahn fih, der Art nach ganz und gar, und find nur
Umfange nad verfieden.
I „wien
“Raul. hll.
- > Denn. was im Biledulgerid die weite, Hohe, durch⸗
Brocqhne, Elippige Kette des großen Atlas, das find bei dem
„ rosgsdiue Fi PB, 98: 90) v. Ginfehel in Cuhns Cam
992 Afrika, Tiefland. 19
Daſen zug bie niedrigen -Rlippenklft
erjheinen, wie der Atlas; was dort
dis und die Tlachſeen ihrer Mündu
feipten, ärmlishen wit der trockne
denden, falyigen Teiche und feucht
gelte Brunnen; fie. laufen beibe par
Dergtetten von. D, und MW, und
wie die Steppen diefer Flachfeen ,
und 30 Gr. N. Breite unter dirfell
Noch mehr, was. bert die mehr zu
surfäbigen, grasceichen, falythenige
bier die nur zu fehr vereingelten gt
zu zäblenden Dafen. Aber auch d
mon nicht einmal mit einer Schnw
am Oſtrande vergleichen, fo fparfaı
gerüdt find fie,
Und fo hat bie Matureintheilu
welcher bie Araber folgten, indem
Kal *) zeigt, Nordafrika oder ihr 1
lies und in ein öftliches. theilten.
beiden in der Mitte ift Feſjan.
von Argppten (Misr) längs di
(Builah); die. Weſt halbe won 3ı
alzatfi, d. i. Grenjprovinz Sufe) ı
oder bis zum Weſtocean.
b Nach ben neueften Beri
Lyon.
In Begleltung des Engliſchen
Capitain Lyon, im März 1819, v
uf, um von ba tiefer in ben 4
ringen. Die befchwerlichen und eı
beide im Meiche Fezzan, während di
tigen Aufenthaltes, unterworfen to
feines Begleiters, hielt Eyon von
der Reife zum innen Afcika’s ab,
während Jahr und Zag im Gebiet:
Bereifung diefes Landes hat der Er
nauen Kenntniß deſſelben verholfen
ländlicher. Befpreibung **) nachaul
*) Ebn Häukal b. W. Osssley.
Lyon Narrative of the Traye!
the Years 1818, ıgu. 1820. Acc
eal Notices. of Soudan, and) of
with a Chart of ihe-routes Aud
Dafen, Fezzan. 995
aſtronomiſche Beob jem gegründete Karte bie:
— Beh i — bier ur auf die
tpuntte dieſer cherung ber Erdkunde hinweiſen,
r vorzüglich die Ausdehnung bes Laudſtriches von Nor:
ap dem &üden betrifft, welchen Lyon in feiner gans
usdehnung bereifet hat, dagegen ihm bie Landfchaft
Beften gegen den Dfien Gin weniger bekannt geworden
Is Hornemann, deſſen frühere Nachrichten daher immer
eigenthümlichen Werth beibehalten. ”
Die nördliche Grenze bes Reiches Fenan iſt zu Bons
(30 &r. 35 Min. 50 Gec. N. Br.) *) bie fudlichſte jw
teeHy (924 Or. 4 Min. N. Br.), melger Dit ſchön
Btämmen bee Tidbo’s aus ben benampbarten Bergen
me iſt. Die Dftgrenzge mad das Ha sungebizge
ut oben) „ bie weftligfte bezeichnet der Ort Dus
. urzuß (MRorzeut bei Lyon) bie flade, liege
we Mitte untee 05 Or. 54 Min. N. und 15 Gr.
tin. D. 2. v. Greenwic.
Bon Tripoli über das Gebirge Ghuriano (deſſen Ber
bung f. bei Lyon Kap.ı. ©. 21 — 37) bis Benio⸗
(Beni Wulid), find $ Zogereifen und von da wies
a5, alfo in allem 10 Xagreifen fädwärts von Tripoli
cp dem Brunnen Bonjem zu kommen an welchem
Beenzcaftell **) des Melches Zezzam gegen Norden liegt.
7] * die Ruine eines alten Mömerbaues mit g;oßen
dern, in der Witte der Sandwäfle, aus ber Zeit Kai—⸗
eptim. Severus, wie bie Snfcription fiber dem Thore
gi. Von diefem führen 4 ſtarke Zagereifen ſüdwätts,
ı wüfle Flaͤchen und einzelne klippige Engpaͤſſe (Hor⸗
genannt), zur nörblihflen Stadt im Gebiete von Keys
nag Sockna (a9 Gr. 5Min. 36 Sec. N. Br.) *"*).
? Stadt in bee Mitte fwerzugängliger Wüfen und
päffe zwiſchen den Hauptfläbten won Tripoli umd Murs
ik oh ein Aſyl der Flüchtlinge und Verfolgten aus
m, weil hier eine feeiere Eriftens als unmitteltar unter
Torannei der Gultane an beiben Orten möglich ifl.
Einwohner, etwa 2000, fprechen bie Taarikfprache und
: von ihren Dattelpflanzungen; fie zahlen von 260000
aen Tridut, und von eben fo vielen geben fie keine Abs
Ein paar Bleinere Ortſchaften liegen in der Nähe;
IfE erheben fich die mäßigen Berge von Wadan, wo
eiche Straußenheerden und Ba (Wadan), von des
fle den Namen haben. Begen Süben von Sockna zie⸗
die fieilern und ſehr beſchwerlichen Gebirge Soudah,
Lyon Narrat, eh. VI. p. *) ben, @.'66, ub
we) ©. uva —J > Ent, 8.66, mb,
2. —X
94 Afrika, Tiefland. J.
ober die fhmargen Berge
Auge reicht, die bis zu einer Di
gen, und jwiſchen a8 Gr. 40
N. Br. von N. nah Süd, in
geogr, Meilen fi ausdehnen.
beftehen iſt ſchwatz, ſtark mit
druugen, und zerfällt in kugelige
völlig öde, ganz zereiffen, Reigt üı
und Kegelbergen auf, und bie
bäufig mit kleinen Trümmern ein
faltmafle Überfireut, die glänzend
Auch meiter —— ſich
Verbreitung, unter 39 Gr. N. Br
riano in ber Nähe von XZripoli
emporftarten.
ki Im Süden biefer unwirthbe
beren Mitte ſich Eyon wie in I
verfegt glaubte, breiten fih unn
bald mit Bafaltfragmenten bald
denen kein Waffer keine Vegetatic
ählige Gebeine und Scelette vor
enfhen an den Caravanenwegen
ſchwerden und Gefohren biefer 9
haft vor die Serle bringen. Se
unterbrochen bis zum einem groß
Mitte das Dorf Belgdban (7 &
und 4 Tagereifen weiter bis jur
3 Min. 8 Sec. N. Br.) +), bie
einem fhönen Palmmalde umgeb
baut und baburch merkwürdig If,
obachtung der Farbenwerhfel
wohnern im Norden burg das D
au dem Schwarz berBewohner v
nimmt. Von bier führen über ga
nen, 4 kurze Tagereifen nach ber
wohin man von Zripoli aus, mach
des Caravanenfchrittes 39 Zagereif
durch Trauerwülte: mit geringen U
Murzuf +r}) if eine umm
feftangefiedelten Einwohnern, bie i
aber außer dieſen fammeln fi wis
Stabtmälle find 15 Fuß ho, &
Thore, dieſe fo wie alle engen €
*) Lyon Narrat, p. 80, 561. **
#"*) Ebend. ©, 83. +). Ebend. ©
tt) Gbend. &, 97. .
Dafen, Fezzan. 28
‚aut, bie Weftand haben weil Degen hier uns
Das Gaftell ift von fehr großem Umfange 80
hoch, zeigt ſich von außen the maseialifg,
‚50 bis
ern Mauern find & unmäfig
erben erſt in dee.Höhe 4 bie & 5 did, daß
me wenig Raum für bie Zimmer übrig bleibt,
Theil zum Harem ber erfien Frauen Kibere)
— das von Eunuchen bewadpt wird. Die
a almgärten umgeben deren Dattelernte eine
9 der Bewohner abgiebt,
von Murzut 3 Togereifen entfernt liegt der
ın (95 Gr, 55 Men. N. Br) *), bee wegen
v und Waffer berühme ift. Aber es find nue
te von 30 bis 40 Fuß Durchmeffer, welche bort
ſſehn erregen, daß man im ganzen Lande vom
m fprigt, umder ſtehn dichiſchattige Pals
ien von Vogelſchaaren belebt, die in dieſen Ges
u den Seltenheiten gehören. Einf mar diefe
ender, jegt hat fie nur 5oe bis 6oo Einwohs
ell, 4 — Nur zwei Tagereiſen weiter
immer gleihe &benen hin liegt die Stadt
Zuila, Silo f. oben) unter 96 Gr. 11 Min. 48
Deren Einwohner find Nachkomme: eines
tammes die fih Scheriffe, d. i. vom Geſchlechte
ten nennen. Sie find ae hellfarbig, zeichnen
dtlichkeit, Ruhe und Gaftfreuͤndſchaft fehr vors
ihren Nachbarn aus, ine Viettelſtunde im
Stade liegen die Ruinen einer fehe alten Mo⸗
ollendeterer Bauart, 135 Fuß lang, go breit,
ten Backtteinen mit Kaltmörtel, Von diefee
unde im D. liegen 5 vieredige, gleichartige
m 20 Fuß im Durgmeffer, 30 Guß Höhe mie
ichern und Eenfteen, die in der Mitte Afrika's
e merfwürbige Monumente find. Bis zur hal⸗
d fie mit roihen Steinplatten überzogen, und
onen verfehen, die aber größtentheils verwits
apit. Lyon hält dieſe für Ärabiſche Infchriften
daß es Grabmale der älteſten Gcheriffe find,
bis 600 Jahren ſich dort angefiedelt Haben.
fen beiden Sftliden Städten des Berzanifcpen
i den ®udan folgen 5 Tagereifen weit, bie jur
one, Sttecken von Bafalıklippen, wie fie auch
u im Haruſch beobachtete, und dann wieder
Ebenen mit Kießftreden Überfhüttet. Mur bei
: iR ein Brunnen gutes Waſſer, und Ga:
arrat, p. 206, **) Eben. ©. 219.
? 2 Ra J
995 Aftifa, Tiefland, 1.
teone, nur um weniges meiter
47 Min. 57 Sec. N. Br.) ) it m
per gelegen, von niedern Sa
jemohner dieſer Stadt, größtentl
war noch Fenaner, aber fle fpre
Born. und die dort angeflebdeltei
rabuten, halten ſich abgefondert v
Von Gattrone liegt gegen Si
Weiter der füdlichfte Dre des Fe,
Meg führt dahin, erft duch Sand|
die nur. mit wenigen Wäldchen
AGurda) und Seigenbäumen abm
von Hyänen und Schatals dur
Hauptfutier für Gameele ift bier
Füdlichfte Brengort des Feyanira
ereH *"*) mit «inem Gaflell,
Murat erbaut (a4 Gr. 4 Min. 9
war bdiefer Drt wegen Raub und
fen Bewohner an den Reifenden
fteht er unter der rengerm Zucht
Hier wachſen zwar noch treffliche
dier fol die Shdgrenge der C
men +) feyn, bagegen findet ſich
lihfe Gruppe der Doompa
gegen Süden als die Stellvertreti
nen, in einem Ähnlichen Berhältt
Jeghptiſchen und Nubiſchen Nilı
feinem Drte angeflihrt i, mo
(Cucifera thebaica) erft im Güb
ger wird, nördlicger nit, Bon
ben, unntittelbar vor ben Mauer:
roße Sandwüſte, durch weiche 5
—* und Gclavenfang aus;
jeger, welche im Ferjan wie in &
wärts zu den jährlich regelmäßig
nen gehören. Die in Kersan |
Ghraszie bekannt. Gapt. Lyı
eines folden Raubzuges erlchte,
werben f . Außer den Palmen
ten von Tegerrey nur no Rüt
andre Gartenfrlichte im Monat &
war in ben erfien Tagen bes Janu
) Lyon Narrat. p. a5. ®) @&
©. 239. +) Ebend. ©. 241, 23
de l’Eg. Anuig. Vel, UI, ch, X.
wat. pı 2494
Dafen, Fezzan. 997
Murzuk; die Kälte war in der Nacht ſehr empfind
k Sonunenuufgang am zweiten Januar ı Grab 40 er
raum. Thermometer; am ı4ten Januar etwas nörblidper,
Wudakaire bei Batrone, Rand das Thermometer a Br.
Bin. unter dem Gefrietpunct, das Eis war einen hab⸗
a Boll di gefeoren und die Hälfe der Wafſſerſchläuche
ften erft auftbauen; am age aber ging biefe Kälte
eber ſanen in Dige Über. Diefe Rachtealte in für bie
fgerfclaven bie aus dem Gudan kommen und ihr Nachts
onter freiem Himmel im Sande haben, fehr verberbs
4 die flarken Wechfel von ber Kälte gu: ige, welche
täglich wiederkehren, wurden für die Europäer faſt töbs
id, und machten fie während ihres ganzen dortigen Aufk
thaltes zu Fieberpatienten.
Der Boden *) von gang Fezzan iſt eigentlich öde mb,
Me; ein feiner zöthlich: gelber Sand und eine Art Kies
vet den größten Theil des Landes. Im Süden ber
mebahberge von a9 Br. bis a4 Gr. N. Br. iſt keine Spus
dror Gefleinsarten als die jüngere, tertinite Kormation
drothen Gandfleines mit einzelnen Gyps⸗, Gteinfalge
d Mergellagern, die fih zu beiden Seiten Im Norden
d GSüden der bafaktifgen Soudahberge anlegt und bie
ne geologifche Mannichfaltigkeit dieſer Ebenen Nordafri⸗
8 zu conflituiren fcheint, mit darunterliegenden Dius
elfal@fleinfchichten. Das Land iſt überall fehr troden, denn
T drei eigentliche Quellen lernte Lyon in dem ungeheuern
Name kennen. Aber an fehr vielen Orten findet ſich Waſ⸗
wenn man nur 20 bis ao Fuß tief gräbt, in Thon: unb
[glagern. Diefem Boden fehlt die Vegetation eigentlich
Bl, bie kleinen Wadi's oder Vertiefungen ansgenoms
in denen bie und da Meines Bufchwerl ſteht, wie
> ut, Thamaran, Deefa(?) und nur wenige Bäume,
E 56 (Mimosa); denn Palmen, Eruchtbäume, Korn und
müfe werden nur in bes Rähe der Stäbdte cultivirt.
Vorſtellung als fey das ganze Zegsaner Land, oder die
we, ein Band der Kruchtbarkeit fagt Lyon iſt ganz eig.
am die Landſchaft von ganz Fezzan unterfcheiber fi im
Ficht des Bodens keineswegs von der Sandwüſte, und
& rt felbſt im eigentlichfien Sinne zur Sahara. Bei
uf zeige fich nur ein weißer Thonboden der mit Gande
üſcht doch noch ziemlich ergiebig iſt. Über die Acheit
zorhwendigen Bewäflerung biefes Bodens If} fo beſchwer⸗
» daß im ganzen Reiche kein GBartenftü Über einen
er (scre) groß ift, und keine Wiefenfelle*""), weiche
en dichten Raſenteppich nur von dem Umfange einet
) Lyon Narrat, p, 271, 368. *%) Ebend. ©. 371, 344
998 Afrika, Tiefland, J.
Zifcpplatte bildete, Bmifchen b
Kripolt dis Murguf und Zegerrn
willig Gras, zwifigen Felsklipp
Diadi's ausgenommen, Auch di
mit ber größten Anflrengung erdı
übrigen Saiten in diefer Dafe bei
Fuß ims Bevierte. Alle Bemäfle
fainenwert das durch Efel getrie
Dee Boben liefert als Ha
Soda *) (Trona genannt; Natı
(Shub), Gyps, Salpeter und €
Mafen breitet ſis eine Ebenen
len (30 miles) weit aus, Die 9
und liefert außer den oben ſcho
nur no etwas Undifches Korn (
Arten. Diurra, Weigen, Gerfe,
Granatäpfel, felten zeife Aprikofen
Aepfel,. tleine aber gute Feigen
und Gorna, eine kleine apfelcı
als eine Nuß, mit 5 Kernen un
ſchmad und Geruch; der Baum
warb von Mitchie für den Lotuı
tus) **) gehalten, Die Korn:
Detober und November, bie Er
die weit wichtigere Dattelernte a
ber wenn bie Datteln no weich
Detober ***) wenn fle gebleicht ı
Die Fauna }) von Fenan ſchein
feyn; KZigerfagen, Hpänen, Si
henden Zhiere; breierlei_ Arten
ala dort einheimifh, eine Ante
Stachelfgwein, mehrere Matten:
find unter den Rafithieren die zal
läufer (Maherry), Pferde, Efel
und Hunde bleiben immer febhr f
Fenan. Un Bögeln ift Fein Ueb
und Raben find fehr gemein in d
linge in den Städten, unb bie w
mäldern;; fonft find Adler felten,
ner, no weit feltner bie Sum
w.f.w. Denn das Waffer iſt ü
Blumen fehlen, fo fehlen auch d
tennet man in Feuan nicht FF);
fen giebt es in Menge,
*) Lyon Narrat. p. 271. #*) @
163. Ebend. ©, 972. +)!
‚2. Dafen, Fezzau. :999
Alles Waſſer im Lande ift brakiſch ober fal lüſſe
n ganz, eben ſo alles Wald: —— L alte
er
haben nur die Reigen, und ber Werth. Bütee
2 ſich nach der Zahl der Brunnen und der Palmbäume,
e nebft Camrelfleifeg die Hauptnabrung geben. Gärten
m nur mis ber Hacke bearbeiter, eben fo bas wenige
feld, von den wenigen Dienern und Gclaven, fo bag
tlich auch der Ackerbau fehle und die Fezzaner nur auf
Handel angewiefen find, und wom Krieg und Raub ges
ſhre Nachbarn leben. u
Noch find im Wer außerhalb bes Territoriums von
m zwei Orte bekannt geworden, bie in keiner Abhäns
ie von Fezzan gu ſtehen feinen, aber doch nur durch
mer befanns geworben find, Ghraat, ber früherhin
‚ unbelannt war und Gadames, von weldem fchon
e die Rede war. Ghraat *) iſt eine ummauerte
t wie Murzuk, ao Tagereiſen von Zuat, 5 vom Dats
Id Garat, 10 Tagereifen im W. von Purzut und 7
reifen im S. W. von Sebha. Nur eine Meile davon
‘eine zweite gemauerte Stadt El⸗Berkaat, berühme
die Schönheit der dortigen Trauben. Die Stade
at liege in einer Ebene mit Kies bebedt, von bürren
en umgeben. - me dortige Sheikh nennt ©ultan,
t aber nur von den bort angefledelten, Bewohnern eine
be; von den Tuarick's aber nicht, welche feine abs und
ndernden Bewohner ausmachen. Unter ihnen find viele
rn Mecca waren und als Marabuten verehrt werden.
Staat feheint eine Republik gu fegn, denn ein dortiger
ı ber Alten bat noch größere Gewalt, als dee Sultan
‚, der vorzüglich nur Handelsmann ifl. Die angefles
r Bewohner nennen fich Ghratia, und geflatten den
den gegen bie Sitte der Mubamebaner ben Umgang
ihren Frauen und Zöchtern, bie ſehe fchön feon pin
feloft find durch den Handel mit dem Sudan auch fehe
. Sm Frühling if in Ghraat ein großer Marlttag,
ie Danbelsleute von Ghadames befugden mie Waffen,
er, Blei, Eifen; die aus dem Guban mit Eclaven,
und Gurunüfien, und bie Fezzaner mit ihren Waaren
Zripoli und Aegypten. Gclaven, Sameele und Datteln
en jedoch immer den Haupthandel.
Ghadames **) von dem auch oben fon bie Mebe
liege nach Gapt. Lyon's eingezogenen Nachrichten, 15
teifen im S. W. von Tripoli und 90 Tagereiſen im
3. von Ghraat. Dort fammeln fie alle Handelsleute
ſach Tombuctu oder Tuat geben wollen, und bereiten
Lyon Narrat, p. 113. **) Ebend. 6, 161, 11%
1000 Afrika, Tiefland. 1.9
fie auf ihre langen Wültenreifen vı
äft der Ort an Keipoli teibutpflicptig
nem Sohne des Paſcha beſeßt. Di
anunterbrochnem Handel mit Tombu
die Sprache von Zombuctu und ber
big fit es, daß in ber Stadt Gha
fämme dicht neben einander wohn
Verkehr mit einander zu ſtehen.
Mauer umgiebt fie beide, eine bri
mefler buch ben Kreis der Stadt g
zwei Hälfien, bie nur ein commu
bas aber bei der geringften Unruhe
wird. Sonft und au jegt no ft
ber Städte in beftändigen Kriegen t
bald der Stadt liegen Gärten und |
aber eine reihe Quelle die buch 5
gen und Bäder bemäflert. Die Wi
dur einen Auffeher für beide €
Bat ihren Sheitb und Mofer; !
eine Hälfte der Bäwohner, Benem
gun ift beiderfeitiger Hauptermer
n ber Südhälfte der Dattelgärten
Stamm der Araber, die Dulad: belo
Die Herefchaft *) von Feuan
ben Händen einer ſchwarzen Dynaft!
Sohrraufend von diefem Lande Beſitz
Sheriffen von Tafilet nach Lucas
Zeit hat ein Ufurpator, Mudni,
‚Derefcherfomilie aun dem Wege ger
erhoben und durch Tridut den Sch
Er führt ein tyrannifhes Megime
dadurch auf dem Thron, daß man ı
von Zripoli als ein noch größeres
Kabi in Murzub, deſſen Würde feit
worden, führt im Reiche, unabhä
Geſetz und die Kirche na dem Ko
Familien beißen dort Mameluden,
ande, arm aber ftolg auf ihre Hert
ſtammen und ihre Vorfahren dem |
ten, der fie ala Gefchente an die €
dete. Auch Shrriffe bilden noch d
bi’s der Städte, Sheith's der Dil
verneurs, Habjchi’s bie in Mecca
oder die frommen Heuchler find dü
uchmen, Der zehnte Einwohner
#) Lyon Narrat, p. 278,
nu. wu mm - 0700
m. ı8
un y%
y. I) 7
wur ne DE *
be
Dofen, Fezzan. 2001
ter zwiſchen ben Hausſclaven und bem ferien Molke iſt
au nnd duntelfarbig, die Feauen häßlich, bie |
e Fezzan 19, die ger ⸗
Männer —* keine ſchoͤne Gehalt, find keineswegs ar,
Ihre — ſtehen ſehr herdor, ihr Geficht iſt platt,
Die Augen find klein, der Mund iſt weit, das Haar wollig
Doc nicht negerartig raus und die Naſe ift gewölbter wie
bei den Negern. Tanz, Maſik, Vielweiberei ift allgemeinere
Genus, Glaube an Zauberei lund böfe Dämonen (Iblis)
Herrfchend, ihre Sprache ift das Weftarabifche mit der bafl:
en Schrift (Magbrebi), aber auch die Bornu:, Tibbo⸗,
arit: und Sudanſprachen werben bort wegen bes bäufi:
1m Verkehrs mit dem Süden gefprochen, und es mag keine
ſſere Schule gur Vorbereitung auf die Reiſe in den Eu:
Dan geben als diefes Land.
ie Fezzaner haben Leine Geſchichte ihres Landes, nur
febeißafte Traditionen, doch find fie alle im Schreiben und
efen des Arabifchen bewanbert; fie find ohne kriegeriſchen
Math, ohne Tapferkeit, und durch Turannei zum Sclaven⸗
nn berabgewürdigt. Die Einkünfte *) des Sultans beſte⸗
en in dem Zoll von Gclaven, Datteln und Waaren. Kür
eden Sclaven beim Gintrite in das Meich werden a Spas
niſche Dollar gezahlt, manches Jahr kommen 4000 Gclaven
ins Land; jede Samerlladung mit Dehl und Butter zahle
Dollar, mit Zeugen 3, mit Datteln ı Dollar u. f. w.
attelpaimen zahlen alle aoo Stück ı Dollar Abgabe, alle
Heerden ein Zünfiheil. Beim Verkauf jebes Sclaven wer:
den 13 Dollar an den Sultan Abgabe gezahlt. Das Eis
thum an Palmbäumen bringe dem Sultan jährlich 6000
Gameellavungen Datteln ein, jede zu 400 Pfund an Ges
wie, nad geringfier Schägung 18000 Dollar an Werth.
Jebder Garten zahlt ein Zehntheil ſeines Ertrags, außerdem
noch jede Stadt einen Bleinen Tribut, und jedes Jahr fängt
Die Ghrazzie, oder die Maubparthei gegen das Megerland,
2000 bis 1500 Sclaven ein, von welden ein Viertheil je⸗
Desmal Eigenthum des Sultans ift. Dferbebandel iſt Mo⸗
sopol des Bultans. Dagegen made fein Tribut an den
Paſcha von Zripoli bisher Jährlich 15000 Dollar aus, ber
aber feitdem gefleigert ifE**). Diefe Tributpflicht führt den
&ultan jedes Jahr einmal nab Tripoli, indeß ein Gohn
Bas Commando im Reiche fortführt. Die Kriegsmacht im
Fetzan beläuft fih böchflens auf 5000 Bewaffnete, meiftens
Araberflämme, die obnedas vom Raub leben.
Dieß find Dauptzüge aus dem gegenwärtigen Zuflande
des Landes von Fezzan, dem jedoch eine politifche Weräns
*) Lyon Narrat. p. 188. **) Gbenb. ©. 263,
zcog Afrika, Tiefland. 1%
derung leicht eine para ambere Rich
die mitunter srefflichen geiftigen Anl
nur unter dem Druck der Thrannei
nur noch bloß im Grofhandel ſich e
gen, wie ſich aus bem Bolgenden er
Drittes Kapı
Die Dafenzüge als Natuı
geſchichtlichen Entwidlu
% 56.
Erläuterung 1. Weltefte
Dafenzuge
Schon Herobotus Üiberfahe keine
Hang biefes überaus merkwürdigen 9
pentüfte und Thalboden mit Waffer|
Bogen (öggim yaznıns) *) als Gürtel
Libyen von der großen MWüfte fie
ten darauf Üenferflen der Men
(dogaroı myös an).
Wenn feine-Angaben der Statio
Dafe anfangend, nah einem Maaf
als runde Summe zu gleichförmig bi
fie in bee Zahl ber Tagerejſen doch n
nur ein Geringes von ber Wahrbei
Benennungen betrifft, fo geltem diefi
Tag. Ja fie find uns der Hauptweg
badnten Straße gewefen, ohne bie
nicht gefunden haben tücden,
Nur die äußerften Puncte bebürl
gen. Die Station von ben Garam
jan) zu den Ataranten (Bewohner di
las, $.30. Seite 896.) mag mo
Dafe Badames am Fuße des großen A
and iſt in fofern den Tagereiſen nach
U:Xarante bezeichnet die Bewohner |
gwar insbefondere Bemöhner eines 8
(f. Zaranta in Habeſch).
Bon ben Ataranten zu den Atlaı
Kagereifen. Dieß kann nur von eine
des öftlicgen, nicht des weftlichen ſchn
den werden. Vielleicht gilt es von.ei
*) Herodot IV. 18%
.UAL. AU
"
Dafen, Bewohner, Cultur. 1003
Karthagiſchen Atlas, bee gwar nicht himmelhoch, aber tod
auch eine Wetterſcheide, ein Wollenfammler *) ift, und von
Dem alfo gefagt werben kann, daß er bis in den Himmel
reiche, und eine feiner flügenden Säulen fey Kon ibm,
der von den Atlanten bewohnt wird, theilt weiter nah W.
Bin, Herodot Beine Nachrige mehr mit. Am Meere hin
Beunt er nur noch die Säulen des Herkules, aber nicht ihre
Entfernung und nicht die Menfchen, die bis dahin wohnen.
Auf dem Kandwege von Theben an bis gu ifnen, giebt er
Die genauefle Erzählung famt ben Ramen, und wenn auch
nach feiner eigenthlmligen Vorfkellung anders gerikter.
Won Theben zur großen Dafls, zur Pleinen, zu den Ammos
niern, mo ber thebaifche Gott vershre wurde, und von ba
fiver Augila gu den Garamanten, Ataranten, Atlanten, ging
wahrfcheinlih die Caravanenſtraße der Nafamonen nach Kar:
thago, wie bis heute, nad Tripoli. Und follten nicht bier
wie fo oft den Göttern und den Menſchen, mit Priefter:
eolonien und Handelszügen, auch die Natur: und Kunſt⸗
zoducte nachgefolgt fun? In allen Dafen won der mit
—* unter gleichem Parallelkreiſe liegenden an gerechnet,
nordwärts rings um die Wüſte, iſt hohe Cultur der Dat—⸗
telpalme, Reichthum an Drangen: und Dlivenhainen.
Nicht fo ſſidwärts in dem den Alten völlig unbetannten
Dar: Zur’), wo bie Palme nur felten ift und ihre Dat:
gel nicht recht gedeiht. Ruinen alter Gebäude kennt man
zwar ſetzt nicht mehr in der großen Dafis im Weſt von
heben, obwohl bie Erzählungen ***) der Araber es höchſt
swahrfcheinlich machen, baß fie einft ausgezeichnet bevölkert .
war und fhöne Monumente der Vankunſt enthlelt. In
der Leinen Dafe finden fig no alte Ruinen, in Ammo:
nium ungäblige Catacomben unter einem großen heile dev
Gegend umper, weiche ihre Ältefte Bevölkerung bezeichnen +),
und die Ruinen ber Tempelgebäude mehrere huündert Ru:
sben im Umfange, obwohl der größte Theil verſchwunden
it, ba bie 6 bis 7000 Einwohner der Stadt Siwa, größten:
sheils ihre Wohnungen aus architectonifgen Fragmenten
erbaut baden. Auch im Gebiet von Fe jen tr) wie bei
Zuils find Ruinen, bei Germah male tiſche Ueberreſte
fremder Baukunſt, noch Heute ‘anzutreffen.
Anmerl. Ramen; Dafe, EL Wah, Gazer, Siwa,
Augila, Fezzan. Die biftorifhe Wichtigkeit biefes Dofenzugs
*) Desfontaines Flora Aslantica. T, I. praefat. **) Browne
tr. p. 265 ee) Edrisi ed. Harım. p. ı8. und 489. Ma-
crizi b. Laugles. Mem, sur les Oasis P 365. +) Browne
und Hornemann Voy. J. p. 46. Rennell p. 209. T) She-
rif Imhammed $, Lucas Procesdiugs. I. p. 8,
1004 Afrifa, Tiefland. LA
mat &6 nothivendig, uns Über ihre verſe
verftändigen. %
Die Aegypter nannten bie bewohnten
von großen Wüften wie Infeln vom Meer
fem *) (Oasis, Auasis, Hyasis) #*)5 um
fen die Alten insgefamt, jene brei sunäd
aber auf verſchiedene Art.
‚erobot nennt nur biejehige, 7 Zagı
Ken, aoıs *®), melde nah ihm von
ber Seeligen heißen, Muxigur vjoo: W
der ganze Dafenzug der füblihen unb nör
erft fpäter don Ptolemäus in zwei Theile
porva getheilt erfheint. Bu Plinius u
aud) das Land ber Ammonier, eine Dafe <
biefem Begriff zugleich den ber politifhe
anpten, bann unter ber Oberherrſchaft dei
Daher kam es, daß fie bie ferner liegend
gleihmäßig befchreiben, doch niht Dafen n
Die Kraber erweiterten nun biefen ®
fol „Wahe” eine Wohnung beißen; fi
El Baphat im Plur., überhaupt biefe
Bi ‚Hieraus wurden von den Schr
ten ) bei Leo Afr., Marmol u. a.
det, Eleohet, Eloacath gemaht.
Aus einem andern Arabifhen Worte,
Die Worte Al Djazair, Algazair, Agazar
B. in Agadez), immer biefelben Bezeichnu
bolf nad) Strabo Eurz wiedergiebt: insuli
mai,
‚Herobot nannte nur eine biefer Inf
Btolemäusfhon zwei; -Strabo und u
Wromne nahnte drei folder Stellen O
wir ihre Zahl nicht mehr angeben (nad) (
20 bewohnt find); benn in ber Arabifd
wir berechtigt gemwefen, auch alle aͤhnlid
Sandoceans, Dajen zu nennen, felbft Da
Abuifeda ſchon thut. Und in diefer freie
Strabo +) vorangegangen, welcher ben ga
darin gerftreuten Dafen unter einem ©
En. Pifo, febr finnreich mit einem gefledt
Die Araber ++) pflegen ven Dafenzu
ber parallct mit dem Mil läuft, die inne
Dakhelat, daqegen bie Ammonifce bie Au
el kharedjat, zu nennen.
‚Andere }f}) nennen bie kleine Dafe
is parva, nur allein bie innerez bageg
*) Strabo 1. XVIT. p. 791. 9) Id
©. 397. *) Merod, II. c.26. u.
Oasis.) Iudolf Comment. ad
PSeabo 1. I, u, XV,
s wa. f. Langles Mem.
Schultens Index Geogr, in Yilam
Dofen, Bewohner, Euftur. 1005
dem Parallel von Theben, die fübliche, El⸗Wab⸗el Lebiych,
wder wie auch die Meine nah Browne, die wefllihe EI Bharr
bishz bie Ammonifche mit bem Gonnenbrunnen aber, die ferne
Dofe, EI Woh el loffouy.
Die Ammonifhe Dafe wirb auch wohl große Dafis genanntz
bei den Arabern *) des Mittelalters heißt & Santaryah, heut
gu Tage allgemein Siwah (Siwa) **).
Die Dafe Augila hat von Herodot bis heute benfelben Nas
wen behalten, und Abulfeda ſcheiat ber erfte zu feyn, der fie zu
den Dafen zäplt ***).
Die Dafe Fez an wurde zuerft don Rennel +), als Heros
‚Bots Land der Baramanten anerkannt. Die Römer nannten
«6 Phazania, bie Araber des Mittelalters, Zuila. Bon Zuila
und Garama (Serma) find nod bie gleichnamigen Hauptfläbte
Aber Murzuk iſt gegenwärtig ber MWittelpunct bes Vers
Behrs; vieleicht erft feitbem die Dynaftie ber Gcherife von Zafis
Iet +4) vor 500 Jahren zur DOberherefhaft Aber biefen Handeis ⸗
aat gelangte.
deren hat fid dieſer ber Arabiſchen Oberherrſchaft entjos
en; in neuerer Zeit hat er nur wenige Zahre eimen Tribut an
ripoli bezahlt, unb auch biefer war in ein freimilliges Geſchenk
amgerwandelt bid er wieder zum Pflichtgebot geworben ifl. Auch
die Araber +++) nannteg, wie aud bie Römer, das Land Pha-an,
Basan, Marmol nennt es Bizen, neuerlich wird es Bäfan,
ber Ferzan gefhriehen.
Erläuterung 0. Die Dafenbewoßner und der
Garavanenvertche
Beide Dafenzüge, der am Df: und am Nordronde der
lüfte, oder der Öflihe mie der noͤrdliche, nehmen ihre
htung aus dem SWBinnenlande nach ber ordoft: Ede
Aftita’e. Sie floßen bort bei Memphis oder Kairo (Ras
Diea), bei den Arabern Misrot „die Mutter der Welt‘ 'ges
annt, in Unterägypten und bei Theben in Dberägupten,
als zwei Schenkel eines fat rechten Winkels zufımmen.
Sie find merkwürdige Hiflorifcpe Linien, gieichſem bie
won der Narur gejogenen und vorgezeihmeten Binnfale und
Wohnen, des Afrikaniſchen Wölkerverkehrs der alten wie der
neuen Zeit. Denn auch gegenwärtig iſt Kahira der Sams
wmelplag der Afrikaner des ganzen nördlichen Plattlandes,
vom Nil bis zum atlansifcgen Drean, und von dem mits
Selländifhen Meere bis zum Gmegal, Gülbi, Habef und
Bangebar, wie dieß auf eine fehr merkwärdige Weiſe des
Werdienfivollen Seejen gefammelse Sprachproben des Afri⸗
©) Jakuti. Edrisi, Abulfeda, **) Browne, Horoemenn,
Pe Abulfeda Ar. ed. geiohhern, L » — 73.
eotzr. b. Bredew. p. . 9). Lusas —RX
1. prrog 4) Bari od Harizm, pı 16 en
1006: Wfrifa, Tiefland, 1.9
tanet beweiſen ). Dar: Eur ift
den Sudan, .mwie es Geyzan |
Au in ber alten Zeit war Bezga
benachbart, wie heut zu Tagẽe bie|
Glieder zertheilten, Hanbelsverkeh
und Zripoli._Sübwärts aber
fiherften, Pürzgeften,. mindeft waflı
mit dem Sudan in Werbindiumg.
Diefe Lage hat das Schidfal
fhieden. Ihre Dafen find fo viele
Garovanen des Sandoreans; fie
Wirthe ber Ankommenden, oder di
oder die Eigentblümer und Be
auf biefem Wege im Umtrieb gelang
So find fie-alle insgefamt ar
bes Catadanenverkehrs gebunden, w
andern Erdtheil characterifiet. Am
ganze Geſchichte ihres Äußeren und
Bewohner des öftligen
1. Magrebi ber kleinen
Die Bewohner der Heinen Dafe geb
ber Magrebi **), welcher am 30000
len kann, und in ihr vielleicht feine
dat. Denn fie Ind Wanberforden
deren erfies Bebürfnig mit einem 1
jeden Mann, und mit einer ledern
den Tag befriedigt if. Sie treibe
aucht, liefern die Laſtihiere der Sara
iheen Zribut von ber Dafe in Datt
find die geflirchteten Räuber der Wi
gangsfpige beider Dafeniüige, Ihre }
u Enge keine Earavanenfitaße führt
‚äuslige Nieberlaffung, als vielmehr
zufehn. Keine Lage Eonnte für ein
günftiger eyn.
Die Bewohner der großen Dafı
ober Muggrebi ***) feyn. Zu Herode
Eolonie dee Samier, vom Aiscri
Strabo nennt fie fehr wohlhabend un
ten Jahrhundert wurden durch Ari
katholiſchen Partei, und im
*) Vater Sprachproben 1316. p. IX. u
tr. p. **%) Browne tr. p. 16,
Langles Mom. sur les Onsis. pı 3,
*
Dafen, Bewohner, Cultur. 1007
of Nefkorius von Gonflantinopel zu ihnen in das Erif
dit. In Oasin relegare *) wurde fogar ein Sprichwort
ben Panbecıen, und feitbem hoͤrten bie Dafen, wie Ide⸗
ler mit Recht fügt, wohl auf, bie Infeln der Glückſeligen
gu beißen, wie Herodot fie no nannte. Die Bewohner
Wurden bald darauf durch die Ucberfälle der Blemmyer
ober Mazices ausgerottet. Am fechsten Jahrh. war in die:
& Daſe der Sig eines Bifhofs; im Jahr 945 nach Chriſti
burt (353 der Hedſchra), kam fie unter die Herrſchaft
der Araber. Abbulmelik Ben Merwan von dem Gefchleche
vr Lewata, und der Gecte Merwan, wurde auf wenige
abre ihr Beherrſcher, denn fihon 950 (339 d. Heg.) wurde
die Dafis wieder von Beherrſchern Nubiens erobert, und
Ihre Bewohner zum großen Theil ausgerottet, und als &cla:
ben weggeführt. Zu Edrifi Zeit (11800 nach Ebriſti Ger
burxt) war fie ohne Einwohner *"); Leo (1515) nennt ihre
Bewohner ale dunkelfarbige, niedrig: Babfüchtige Menfchen,
die fih Reichthümer erwarben. Bei Poncet (1700) zeigt
es fi, daß fie die damals Häufig hindurchziehenden du
samen mit Lebensmitteln verforgtn. Brownes Nachrich⸗
ter fagen wenig von ihnen, nennen fle aber ebenfalls Mug⸗
jrebin °**), richtiger Maghreby, welche bier gleicher Art
wie denen ber kleinen Oaſe find, *D
= Da fie die Sprache ber Bewohner von Siwah ſprechen,
© iſt ihre Identität }) mit bern Beutigen Ammoniern, welde
ie Tuarik- oder Berbernfprache haben, fehr wahrfcheinlich.
s. Bewohner non Dar: Fur.
Die Bewohner der Dafe (Dar) Fur, find urfprängs
ich ein ſchwarzes, ächtes Negervolt, und mit ihnen beginne.
rer gegen N.D., fo wie im Lande der Tibbos von
Bilma und in Sebha, im M, die Negergrenge tr)
ns weiten Sandocean. Aber diejenigen eingetvandesten Be:
wohner, welche diefes Land erſt zu einer Dandelsonfe erho⸗
vet, und bafelbit zu Herrſchern bes Landes wurden, ſtam⸗
nen aus ber mittlern Nilftufe ber, und fprechen die Baras
ra, d. i. Berbernſprache.
Bor. wenigen Jahrhunderten, vom Araberſtamme ber
Bhaikie in ihren frühern Sitzen am Nil beunruhigt, wans
erten fie nach We Bin aus, und wurden bie Herren bes
*%) Pandeot. L. X. L. VIII. tit. 92. 1. 7. de interdict. et re.
legatis. **) Edrisi ed, Hartm. p. 18 u. 489. *'*) Browne
srav. p. 16. +) Rennell in Hornem, Voy. ed. Langles,
n p- 279. tt) Browas tray, p. 166. Hornemann Vor,
.ı 2147»
1008 Afrika, Ttefland. 1.2
Megerlandes Fut. Ihnen folgten bi
Machzügler aus Kordofan, Sennaa
Urgypten, aus der Klaffe ber Gem
‚Handelsiente. Go, fheint e8, wa
ber bandeltreibenden Vollsmaſſe aı
wellmärts, und mit ihnen rüdte bie
Pencıts Zeit, fo blühende Caravan
nern bes Aftikaniſchen Docplandes, ı
gara, über Kordofan, Sennaar, Che
and durch Nubien ebenfalls nach dei
Nilthal in diefen Dafenzug hinüber,
wieder gegen den Oſten berüber gemi
Seitdem *) erſt bildete ſich im d
und die Handelsverbindung mit Kair
150 Jahren). gewann ber Islam. fef
feitbemn erſt bildete ſich hier die Su
jiele ſo auf einem neuen Wege da:
des Gontinents. Und nur durch bief
Hang, ward es möglich, daß ein Gr
tif: Atabiſchen, eher wohl aus ei
Zripoli abhängigen Stamme, Dageı
Megerlandes Zur gelangte, Mit dem
Bier neben der Berbernfprache die Arı
In den Städten bes Landes bal
Eingewanderten niebergelaffen; in bei
mit etwa 6000 Einwohnern, ift Bein
Furianern bewohnt, fondern alle in
leuten und Fremden, melde nicht
sur Ehe nehmen.
Die Dafe Fur iſt unter dem 'ga
wir bisher betrachtet haben, bie jün
Ueber die regelmäßige Verbindung
Sudan, haben wir no feine genaue
mie, daß der Sammelplap ber bal
beittehalb Zagereifen weit, im S. W
cabia ifl. Bon hier aus werden t
unter ber Anfühtung des Sultans,
Sagbpartien***) auf den Sclaven
Fe an Ghrazyie heißt) nach Donga,
weißen Nilftroms, gemacht, an weie
leuie von Bornu Theil nehmen. €
ber Haupt: Handelswaare nad Kairo
Nachbarländern leicht mit dem übrig:
Austaufg. Sweini ift das Empt
*) Browne tr, p,277. **) Browne ar.
trav. Pı.475, U. Proceedings II. p.
Dofen, Bewohner, Cultur. : 2009
ane ”);, deren Abgang nach Kairo für das ganze Laub
üfte Wegebenheit im Jahre if, und felbft zur Ghro:
e des Surionifchen Kalenders dient. Gclavenhänbier
be nach Browne, Ghellabis na Frank), baden bier
Dauptnieberlage. Der Sultan felbſt, obwohl er nicht
er Garavane zieht (doch ſteht mei ein naher Vers
tee von ihm am ihrer Spike), wandert Doch wenig:
mit feiner Reſidenz von Ort gu Ort, und ift der erfte
elsmann **) im Lande.
Einige Donate Zeit bebarf es pur Berfammiung bee
Kameele, ber 1000 Sclaven, ber 3 bis 400 Kameels
gen, Elephantenzähne, ber 2000 Rhinecerosgäener,
000 Kantae Gummi, der 1000 Kantar Zamarinben,
tatrons, bee Straußfebern u. f. w. in Sweini (Goues
**), bevor ber Sultan das Signal zum Aufbruch giebt.
umellen, in fihern Zeiten, bilben fich auch zahlrei⸗
aravatten, zwei im Fahre von 5 bis 6Gooo Kameelen
ben fo vielen Sclaven. Auch kommt nach mehrjähri⸗
Interbrechung auch wohl eine fogenannte große Gas
e gu Stande, die mie ein bebeutenbes Heer zieht,
mmweilen aus 72000 Sclaven mit 15000 belabenen Kas
n beſtehen fol +). Nach 45 Tagen Marſch über Ges:
Sheb und die große Dafe, gelangt fie nah Siouth
til, unb dann nach Kairo. Won ba kehren nur bie
en hundert Führer und Eigenthümer, mis felten mehr
er Hälfte ber Kamerle, aber mit Waaren des Drients
Deeidents beladen, zum Gudan zurück.
Den Character des banbeltzeibenden Wolke ber Subans
me, und ber Derrfches in Dar: Sur, ſchildert Browne
neuhig, verwegen, habſüchtig, Bart, ſchnell zu Empb⸗
n geneigt. Gie, welche von dem friedlichen unters
en Megervolt auch Seiara genannt twerben, treiben
zroße Gefäß des Berkehrs zwifchen Aegppten und
m mie bedeutendem Gewinne, _
länterung > Bewohner des asebligen
Dafenzguge.
o Bewohner von m Beh Ammonier. er
—ãa Bolten — * —E 44
Browne tr. p. 246. L. Frank Mem, sur le Commerse
es Negres au Caire in ben Mem. sur L’Eeypte. T. IV. p.
26. **) Browne ır. p. 301. Mem. sur la Carawane de
Yarfur in d. Mem. —8 pto. T. III. p. g0z. °**) Lapa-
ouse in den Mem. sur l’Bgypte IV. p. 77. +) Memeires
3 l’Bgypte. T. IV. 2-96. +1) ru IV. e7. .
. y
soo MWfrifa, ‚Tiefland. I. !
ihre Tempelgebäube, durch ben. pı
darch bie. dichten, fehattigen Palmı
der, Die im der Mitte der Blühen
Sonne den Eingang verwehrten.
fie geböben dutch den Befuch Alera
feine Adoption, und. durch die Begt
lerandria in ihrer, Mühe,
Ahre Größe ſchwand, und die
ein Scattenbilb. ihrer vorigen Hei
ihrer Erearchen iſt verfchwunden ,
den Siwaern Birbe. genannt, viel
befeftigten Garavanfrrais am Ammı
Gatocomben, in denen fie nach Gold
niß der —— buch die Wü
nern geblieben. u die frühe wm
wächfe zeigt fich bier noch, im gr
hichften Brüchte aller- Art, mie fie
aufgumeifen hat. Datteln, Grana
diesfeigen, Dliven, Feigen, Aprito|
vortrefflich und. die Gärtnerei &
Das Gebiet,der Ammonie
von Dberägypren bis Barka und ı
Wüfte Lityens; zu Macrifi Bei
Arabern ſchon diefen Namen (um
führte, nur 600 Berbern zu Bewol
Heiner Staat von zoco. (nah Rip
Einwohnern (nad Rennes Shägu
waffenfähige Männer zählt, ber die
tans oder des Kaifırs der Dttoman
ohne Tribut zw zahlen. Siwah ift
manns Zeit, eine ol igarch iſche
in innern Revolutionen begriffen if
tab +). Zeit, wurde fie don einem
bis 8 Häuptern, regiert; daun flie
u Hornemanns Zeit auf a6 Ed
dann Stammoberhaupt). Auch Br
ner von Siwah aufrührerifp und g
Kampf der Parcheien. Cie ſprechen
waſptache FH), ‘ i. bie bee Tuar
Zudfon der Spelluß), und find, ı
A. von Humboldt Anfihten ber Na
tr, p. 19, Hornemann Voy, p.#
ogr. b. Bredom p. 633. Langles
592. ‚ ***) Hornemann Voy. 1. f
1. p.195. tt) Hormemana Voy
P- 495.
Oafen, Bewohner, Cultut. 2012
andelsiente, ale Wirthe der Garananen, bie in ihrer Sta⸗
ma immer wochenlang taſten.
9 Bewohner von Augila. Augile, bie Mittels
tion gegen Fenan, if ein ähnlicher bem Be von Tri·
li *) qugewandter, aber dennoch ziemli auabhängiger
ambelsitaat, berühmte wegen bes Aroma's feiner Darıeln.
ieine Bewohner machen die Handelsgefchäfte der Ferzaner
Kairo; daher fie das wahre Wanderleben führen **).
on frühefler Jugend, dem Breigepnten ‚und vierzehnten
ahre an, geben Me gu Fuß mit den Garanonengägen und
wöhnen fi am bie großen Beſwerden der Wüfte,
ſeiterhin if ihe Leben getheilt, zwiſchen Fezzan, Augila
id Kairo, wohin fle mit jeder Garavane ihr Geſchäft ruf
aßer bereiten die mehren dieſer Handelsieute, fich in jes
m diefer drei Dete ihre häusliche Niederlaſſung. Wiele
en an jedem ihre Wirthſchoft, ihre Frau, oder verbins
a fi zu einem periodif gen Eheftand, fo lange die Raſt⸗
ie ber Goranone dauert, Go entwidelt fi ein Character
3 biefem Wolke, bei dem alles nur auf den Gewinn ber
net if, und fo if es bei der Kerumfchweifenden Lebens⸗
t fein Wunder, wenn Egoismus, Neigung gu Lift und.
etrug, und eine Degrabarion des ganzen Denforn bei
men, als herifgende Züge dem Beifenden fich aufbrangen,
Ein Hl der Augilaer widmet ſich mehr ber Landwieth⸗
bat nee —— — von — v Ale
J net gewandt, ), bis zum Uebertriebenet
ad ren — ber allgemeinen Archifgen die Bere
3. Bewohner von Fezzan. Die Feuaner find,
man ung nigt triegerifch wie aus dem vorigen fich ergab,
4 die kühnften und anternehmendfien Handelsleute
© nördlichen Afrika's; aber au Peine andere Handelscos
nie wird fo von der Natur bazı geflempelt, wie biefe.
enn fie iR das vermittelnde Gentrum zwifden dem
LMaghreb, dem Afritanifgen Werken und dem Mife
id Kairo, oder dem Afrikanifchen Often, fo wie zwifchen
m Sudan und dem Afıttanifhen Norden, d. i. den
iarbarestifchen Handelsfaaten.
Nur mit den erſten Bebürfniffen des Lebens verſehen,
3b ohne alle eigene Landesproducte, welche im Welthandel
ſucht würden, ohne Producte der Landesnatue und ohne
abritate, fpedirt dieſe Dafe nur fremde Waaren, und
e Bewohner der Nachbarsafen find ihre ihnen untergeonds
@) Hadi Abdallah in ben Proceedings I. Pe. **) Hor-
zaemann Voy. J. p.7% **") Rennell Herod. Geogr. b.
Bredow p. 657. B Su
LIE?
soın. Afrika, Tiefland. I
weten Befdäftsträger, Die bon
Bilma für Bornu, in Aoaden
Badames und Mefurata für
mit dem fie jedoch, mie es fein
Verbindung fliehen. Dort find B
606), bier mehr Araber (von Be
Bewifhenhändler.
Goldftaub Tibbar), Selaseı
Elfenbein, Senne und Gurunäff
‚Hauptprodutte des reihen, tinför
‚hören no Erz und Kupfer aus
laue Baummollenzeuge aus Kaſch
Fũt diefe werden von dem Morder
mwaaren des Orients und die eifern
ducte des Decidents eingetaufcht.
Das ganye Jahr Hindur wer
Dee”), mie überhaupt dieß i
mi. ift, in Dar: Fur wie in Ha
im Kamalia im Lande der Manbin,
Jaht verledte, in Städten, in DE
bewohnten Stellen, regelmäßige 2
Mit ber mildern Jahreszeit, vi
beginut in Murzuk die große Mefl
Berfommlung ber zahlreigen Ci
Bengafp, Keipolt, Gabames
Die Bleinern der benachbarten Berl
Zuarit und ber Tibbos mit Kern,
gehen ab und zu. Dann drängt
dann ift auch die einzige Zeit, üı
von bier nach dem Süden wieber
mit der geringften Beſchwerde ihr
au erreichen,
Die Caravan nah Borna tt
das Grenzgebiet won Bornu; dan
von Fibelly; 17 zum Salyfee von
15, oder insgefamt 57 Tagemärfh
Könige von Bornu, melder Böll
Bungen zu feinen Untertanen zähl
Die Caravanen nah Kafnı
19 Tage bis fie die Eyregebirge übı
®) Lucas Proceedings I. p.-282,
Lyon Narrat. ch. IV. p. 152. '
Browne trav. p./240. 8
+) Marmol Africa Il, p. 64.
Pp.116. +4) Lucas nad Sheri
gendings, 1. p. 129. +++) Luc
in ben Proceedings I. p, ı62.
-Dafen, Bewohuer, Cultur. 1013
Mage bis zum lieblichen, reichen Agadez, two bie meheſten
Fenaner bleiben, und ihren Befchäftstzägern die weitere
eife von ao Tagemärſchen bis Kaſchna (in allem 66 Tage
zeifen ohne die Raſten), ſamt ihren Geſchäften Gberlaflen.
- Kommen biefe nun auf gleichen Wegen in bem folgen:
Dem Jahre zur großen Meſſe nach Fezzan mit ihrem Rei:
um aus Suban glüdlich zurück, und treffen andere eben:
falle glücklich Angelangte aus dem Oſt und Wellen; fo
wird $esyon mit einem Ueberfluß an Waaren erfüllt, beffew
ammenſtromen für bie Bewohner des Landes nicht ohne
uf feyn kann. Der Sultan von Fetzan Bat feine
upteintünfte von bem Zoll, ber an ben brei Thoren von
euut erhoben wich.
Bei der Armuth des Landes an feinen Efwaaren und
ausgefuchteren Gpeifen, bie auch nicht herbeigeführt werben
Bönnen, herrſcht unter ihnen im Eſſen die größte Benäg:
Gamteit *), Datteln und Mehlbrei, faſt ohne alle Fleiſch⸗
fen, geröflete Heuſchrecken und Dattelfaft, Lugibi, find
ve größten Leckereien. Bei ber leichten Zufuhr aller Bas
urikate, if alle Induſtrie auf ber niebrigften Stufe; bie
Wohnungen find elende Hütten; nur Schuſter für das
ßzwerk ber Menſchen, und Schmiede für die wandernden
ere, find erſtes Beduͤrfniß, und der Schmid, ber bas
des Sultans mit dem Hufeifen befchlägt, if auch
Der rohe Künftler, ber allenfalls bie goldnen Ohrringe zum
Behmuck der Sultanin verfertigt.
Die Wollarbeiter im Lande kennen das Weberſchiffchen
noch nicht, ihre Zeuge find plump und grob, auch kleidet
der Fezzaner in Zeuge aus Tripoli und Kairo, und
ängt barüiber ein weites, leichtes Gewand, bas in Guben
g .
vr Mit dem fremden Luxus ziehen auch bie fremden Gi:
tem nnd Genüflfe in Fezzan ein; die Luft zu Tanz und Lufls
barkeiten, wie zum Putz bei ben Weibern iſt ausgelaflen,
and mit den Megerfclaven wandern für die Männer auch
Me Kadankas des Gudans ein, bie Bier gewanbe und geübt
in Tanz, Mufit und Gubanliedern find, wie bie Almeh
(femmos savantes) in Kairo. Kein Dre foll gefüllser ſeyn
mie Courtifanen wie Fezzan, ber wahre große Sechafen für
se Befahrer des Sandoceans.
Die Bewohner von Fezzan *") bei ihrer urſprünglich
mohlgeffalteten Bildung, find nicht ſtark, und wurden als
ne Energie iin Gefichtsbildung und Bewegung, inbelent
ne Geift und Körper, doch unternehmend, we es auf Bes
-@) Hornemann Voy. I. p. 155, 104. *%*) Lucas in den Pro-
esedings I, p. 97. Horaemann Voy, J. p, 124.
104 Afrika, Tieflanb. "I.
winn anfommt, von Hornemaun
föhildert, womit auch die obem n
1 Lyon's uͤbeteiuſtimmen.
Erläuterung «4. Die)
Wie nicht nur der Blick jede
Morgen beim Gebet. nach dem Son
fonbern auch bas ganye Leben auf
ten in Metca geftellt bleibt, zuma
Zannt genug. Daher der erlie Ar
Molfahrtem, die mebe den Charaı
benpeiten angenommen haben, als
Willen des -Eingelnen. abhängen
Soffnung eines bimmlifhen Gemiı
Zaufende auf vorgefriebenen Me
Sahrszeiien nach dem Orient; die
als die beflorganiflete, regelmäßig
Sie bringt. überall Freude, Wolke
erweckt and übt bei denen, bie iht
nehmen bie, Pflichten bes Jelam,
feeundfehaft, der Demusb, bei pP
f. w. und regt auf. eine höhere We
tur der Völker auf, deren Schilderun
Intereffe fi vergegenwärtigen kanı
Ueberfehauen wir nun noch eiı
ber öfllichen Sahara, fo zeigt fid
zafhende Uebrreinftimmung und €
Naturformen, fondern auch bes dur
beider Dafengüge.
Aus der Mitte beider Haupt
Zieflandes, wenn wie es im Hifen
beengten marfemotifh und räuml
betrachten, dom Sudan und Mag
verbinden ſich in Misr, det dem &
niſchen Gulturede,
Diefe Bahnen des Handelsve
Epige in Unterägypten nach ihren
Fe an, in ganz gleicher Progeeffi
ter, und ihrem Inhalt nad Kiel
Diefe Gleifärmigkeit verbreitet
Weiten; über zwei Linien, ſede ve
die nach Tagereiſen berechnet won
*) Browne tr. p. 246,253. 1]
*") Browne'ır. p. ı& Herma
Pı 27, 65 96, 107,
vwwaw ir
ra
Bo;
.
8:
2
TEN RR
Dafen, Bewohner, Cultur. 1015
Mar:Fur, nur innerhalb eines halben Jahres beſucht wer⸗
Den Fönnten.
"Wo auf ber weiten Erbe, Lönnen wie wit Recht fra⸗
gen, wieberbolt fih ein ſolches Zufammenfallen ber Ginfär:
— in den Entwicklungen der Natur und der Ge⸗
qhte des Menſchen, wie in biefem.
Unb gerade ber feflgefielite "Kreislauf bes Wölkervers
Where, in diefen durch bie Urgefchichte ber Erbe vorgezeich:
Weten Bahnen, mit feinen noch anderweitigen Verzweigun⸗
an. diefer muB im Körper der Wölkergemeinfchaft für das
dliche Afrika, der der Blutcirculation im phyfiſchen ver:
gleichbar, als bie wefentlichfie Bebingung besjenigen An:
Sheils yon Thatigkeit betrachtet werden, welchen der Sudan
ü feiner hiſtoriſchen Webentung bis jet am Weltichen zu
nehmen berufen war.
Sweiter Abfenite.
Weſtliche Halbe des Sandoceans; Sahara
‚ | - und Sahel.
$. 37.
Von dem beichten Schauplage bes Sflichen und noͤrb⸗
Shen Randes bes großen Sandeceans, wenden wir uns
au I den tranrigften Eindden und Wüſten, welcde, un:
ser allın auf 'der weiten Erde, die verlaffenften von man:
sigfaltigen Producten der unorganifden Natur, wie unter
en am leerſten an Pflanzen, Thieren und Denfchen find,
Deren furchtbares, undelebtes Dofeyn nicht einmal mehr
von grünenben Dafengruppen unterbrogen wird, und kaum
a0 ‚nr feflen Geſtaltung der Erdrinde zu ehören ſcheint.
Bon einer Linie, welche bie Caravanenſtraße von Fey
zan fühwärts nach Kaſchna zum Nigerſtrome befchreibt, ober
vom Meridian von Fezjan an, beine fid die große We:
Galbe der Eahara gegen We zwiſchen den Steppen Nigri⸗
Gens und DBilebulgerids bis zum atlantifchen Dcean aus.
"Uber auch an den mehrflen Puncten ber Küſte, fcheint
Je noch weithin unter der Waflerfläche ale weitverbreitete
.. Bendbank innerhalb bes Dceangebietes fortzufepen; ja eben
0 dehnt fie auch auf dem Gontinente, ihre Gebiet noch bie
ber die Südufer des untern Genegal an ihrer Südweſt⸗
Bde aus, wie fie an ihrer Mochwefl : Ede den Drah⸗
Strom, feit Polybius‘Beit (146 vor Chr. Geb.) ſchon,
gugebedt und ihre Herrſchaft um ein Bedentendes erweitert
am Haben ſcheint.
1016 Afrika, Tiefland. IE A
Bu feften beftimmten Grenzen
ihee eigenen Sondhügelmellen zum E
Berd emporgetblürmt, und zmoifch
Blanco en eben fo .niedriges Dünı
Als Vorläufer sigen das Meer
Dünendügel (Mammelles ber Schiff
nungsjeiden für den Küftenfahrer a
ihnen hindurch, in ben unbewachte
hara feit Yahrtaufenden fort am
Grenze längft Üüberfepritten.
Grftes Kapiti
Umfang und Inhalt bes
. Drean®.
Erläuterung 1. Aus
1. An der Mordfeite wird bie
Bilebulgerid begrenzt, -bas, . wir
nit mehr fo ganz mit Mecht den 8
tellandes trägt. Denn geofe Stra
Heinen Jerrid, der Eleinen Syrte
gela bis gegen Zafilelt hin, me
den Arabern mit Recht nicht anders
Die Waſſer der vom Atlas x
ober Wadi’s), verlieren ſich in ihr⸗
famt am Sanbdrande, im bittee, fi
Sommer unzählige Wurmbrut **) ıeı
fen und Vieh ungugänglicd werden
ibnen, bee Drab, jeht ein Wadi, m
fließend, mie die-andern ſoich in den
hatte ſeht wahrfeinlich ***) ehedem
und ergoß ſich als Darodus: in den
lid der Darat fey, ben Polybius
Zennen lernte, ob.es ber Bambotu
Jeihiopiſchen Daratiten am Eap Ni
dem Götterwogen des Hannon (Kher
der Sübdgrenze feiner und Polybiu⸗
wird immer fchwer I aa fey
Akaffa ein Eleiner Küftenfluß bei
Perften Südgrenze Marokkanijcer Hei
*) Shaw tn and Obseryat. 2 Ed
**) Marmol Afr. I, p. 26. *#*) Ju
ad. ı8ır..p. 9, +) Gossellin!
940 D,
Sabra, Safe. ° . 1017
e bie Locallenntniß nach Jackſons Beobachtungen wahr⸗
einli macht, ben alten Lauf bes De “
Ueberhaupt uf es Bier an den Grenzen ber Wüſten
ne ſeltne Erfepeinung, daß Stroͤme durch den fand
jwungen werden gu wanbern, ihren Lauf zu ändern, ja
m Siillſtand gebracht werben, was auqh der nun güges
Ste, ehedem teifende Strom im Gebiete von Zenañ bei
ſſowa bezeugt *), und mander andere mehr. & kaun
am anders geſchehen, als baf hier das Gebiet des Flug⸗
1bes gegen N. W. und W., obwohl ſehr allmäplig, doch
2fo Mderer immer weiter um fich greift.
2 Un ber Weffeite ſtoͤßt bie Et unmittelbar in
a atlantifdden Dcean hinein.
Die Küfte vom Soßen bis soflen Brad _Mordbreite
bon bei Mogobore fängt fie an), alfo eine Gtrede von
‚nigftens 150 geogr. Meilen füdwärte bis Gap Blanco,
hier zugleich & Renrand **) mit außerordentlich. gtos
a Dünen (immense bills) lofen $lugfandes bededt, die
» dem innern Lande in verfchiedenen Formen. von dem
inden viele Meilen weit feewärts getrieben werden, und
6 Meer wie die Atmosphäre mit ibtpeilen erfüllen. .
Der Meeresgrund ift hier Sandbant, bie weit
ben Dean Bineinreitt. Bom trodnen Strande geht ber
aber halbe Stunden weit in bas Meer hinein, nach ges
andeten Schiffsgütern, ohne daß ihm das Meer bie über
? Knie reicht. Diele Sandbank erfirede fich in einer bis
ni Stunden Breite, oceanwärts, bie Küfle gatlang faſt
Riveau bes Meeres von Webi Nun oder dem Küften-
ıffe vom Gap Nun bis Gap Bojador. Wie fie ſüdlicher
pt, werben wie weiter unten fehen.
Dieß iſt die furdetare Seekliſte), auf. welcher jährs
4 duch bie kreifende Strömung des atlantifcgen Dceans,
1 buch den Wogenfchlag gegen bie Küfe geidm fo
ele Scäiffe ſcheitern, denen feibft die mit Gandtheilgen
fälte Luft, die weit hinaus in ben Ocean wie ein weißer
ebel (hazy weather der Geefahrer) reiht, bie Annähes
8 der — su ſtranden, derbirgt (ſiehe Stezmung im
Gr Blancz’fibß iR Erin Sofee ® feabe
ne ade in as r —— — Eee, weige
m Piloten, da fie ohne alles Grin, ohne Bäume, ohne
Proceedings I. p. *#) Jackten Account. p. 46, ↄ
” a. er so OA Low. of ıhe Ameficın 33
—— ecke ie Wertern Cast gi Mein
nd. 1811. 27 Seott Acconant el e >
Yıry smong the Windering Arabı of che Grenz Afrlcan
Desert. im Phil, Jousm, 1801, Nr, V. p. 38.
jors Afrika, Tiefland, EN,
'onftige Landmarken if, ein ſchwer
—** Punct ber Küfte bleibt.
wie im Norden deffelben, haben m
bänte vorgelagert *), davon die gro
im weiten Bogen fübwärts bis zur
febe feichte Paſſe ols Einfahrten
übrig läßt, der mit GSandbanfgrup
wie beffen Küften mit weiten, bü
füllt find.
So zieht fih die Sendküſte g
es in der Schifferfprade beißt, du
der durch ihre Sandbarren fo gef
untern, flahrn, fandigen Senegall
Werde, Dieß iſt dur feine bei
Mammelles) **), vielleipt bie hoch
zeicänet, die zu 600 Buß Höhe aufl
toloffale Sandbmwogen das große He
dümen überfhauen, und meit‘hin
Söhiffer warnende Landmarken fin!
zu nähern. Bis hierher müffen wi
der Sıhara ſetzen, welche der unte
einer ihrer Äußerfien Eden durcht
Ährer bürren Sandfläche ***) feßt, :
negal, Über feinen Untern Lauf noı
Dival und Cayor, unter dem Beh
das Land ber wilden Sereres (bis
breite, Dieß ift das Voſt der €
eultivirteren Joloffen im culrivirbar
35. Gegen "Süden dehnt bie
eine Jiemlich gleichförmige Weife 6
ten des mittleren Senegal und m
mit denen fie in einem parallelen 7
gen Tagereiſen nördlig, faſt unter
jwifden 16 bis 18 Or. Norbbreite
unbefannten Dften des Sudans jie
Und ſo umſchließen biefe Gr
raum, ben man mit halb Europa,
pelten_ des mittelländifchen Meeres
en hat, Das Areal der Müfte ı
jiebt man auf 72000 geogr. Quadt
railieines), mit Abzug derfelben,
dratmeilen an; ihre Länge auf 45
und ähnliche Beftimmungen mehr, 1
©)_Th. Adey New Genersl Coll
T, II. p, 4. und Darand Voy. ]
Voy« an-Senegel I. 'pı 61, ##R)
Sahara, Sahel. 1019
ıd ihrer Natur nad immer nur höchſt unbeſtimmt bleis
n können, unb wie olle arithmetifhen Angaben, wo «6
ıf das Leben ber. Natur ankommt, fowohl für die Erſchö⸗
ung des Gegenfkandes, als für feine Seftalsung und Auf:
Gate — alien, meiftens fo unfreuchtbar tie
släuterung 5. Der Inhalt der Wüſtez Sanb—⸗
boden.
‚Der weſentliche Character der Wüſten liege in bee dop⸗
ten Art der Einförmigkeit ihrer Form und ihrer
eſtandtheile. -
Einmal der horizontalen Lage ober ber phyfiſchen Di:
enfion nach, find fie völlig horizontale Flächen, mit relas
v unbedeutenden Erhebungen und Wertiefungen; fo baß
bon dadurch einmal kein bedeutender Zufammenfluß ats
sphärifcher Wafler an einzelnen Stellen erſcheinen kann,
—X dba auch keine Mannigfaltigkeit von Berg und
ildete.
Dann Einfsrmigkeit der Beſtandtheile; nämlich Kies
lmaſſen oder Salzmaſfſen, die auf ber Oberfläche abgela⸗
rt find, und wo dieſe fehlen, kein zerfenter Boden, kein
wmus, ſondern nadter Fels, meift Kalkfels.
Diefer ſoll um Fezzan und am ſchwarzen Harudſch
on ber Suraformation feyn ). Zuweilen zeigt ih Grund⸗
ebirge, wie grauer Granit") in Dar: Zur, oder Talkge⸗
ein, auch Baſalt (f. oben Harufch).
Ueber den Fels if Kieltinehein, Rollkieſel, Flugſanb
ie in Meereswellen, im Dünenform ausgegoſſen, die der
Bind bewegt und als feinen Nebel weit. durch die Lüfte
ührt »). Hier if überall lofe Oberfläche; kaum Aggre⸗
atzuftand, die erſte Bedingung alles vegetabilifchen Ledens.
Yer Band der Libyſchen üe beſteht aus burchfichtigen,
bgeriebenen Quarzkoͤrnern }), im Durchſchnitt won } ki:
ie, obne alle Vermengung mit anbern Be thrilen, mo⸗
elt feine Oberfläche nach ber Unterlage wie eine Gehnees
ede, der die Mondfcheinlandfchaft in dee Wüſte gleichen
„U. Hinter jebem Hinterhalt, fey es Dornſtrauch, Klippe,
Iameelgeripp ober Hügel, wachſen die Ganbplgel auf der
kuheſeite an, indeß bie Eturmfeite fie umßerwirbelt. Bei
en vorherrfgenden Nords und Nordpeſt⸗Winden ber
ibyſchen Wüfte (während 9 Monaten) fchreiten daher dort
©) Alerander von Humboldt Anfihten ber Natur. I. p. 66.
*) Browne ır. p. 268 und 16. ***) Jackson Account,
.p. 270... M. Park ir. p. ıgı. T) Costas sur les dıs
Desirı in den .Mem, sux l’Egyptie, IL. p- 266
020 Afrika, Tiefland. . IE
die Sanbhägel jährlich 1a bis 165
welche das Zudeden der Quellen ı
Slugfand zieht weiter, der grobkö
geroeheten Molltiefel bleiben lieg
diefe Art forewandernde Wüſte mn
in, alles mit Flugſand Überfhüi
jeimath deffelben, nur ein Feld
iefel bliebe. Es würde na d
Bin, aus einer Sahel eine Sahar
Sabara $.2. Anm. o. Namen);
gleihfam den Wortrab jeber madı
müffen.
Erläuterung. Das Fortrü
Diefes iſt wirklich in Libye
Grengwüflen, wo ſeit mehreren X
fes Korträden noth wendig hätte ü
müffen, doch nicht im Allgemeiner
der Fall; fehr wahrfeinlih, mw
des Mittelmeeres, jenes kels,
delta vorliber bie Syrien, wie aı
Bourdeaur, Gap Sable in Nordam
bänke und Dinentüften) täglih n
Brandung und dem Wellenfchlag ı
gi bier im fehe großer Menge
Ande ergeiffen und Iandeinmäris
man an den dortigen Palmbäumer
den ganzen Strand entlang, allı
dieß gleihfam nachmeffen kann (ve
Daher benn bei immer nachti
feldft die Libyfge Wüfte fih gegen
geinen Stellen erweitert, wo bit
weltlichen Nilwall **) im bas Thal |
turfähige Land *"*) einengen, das
(man Striche längs dem Mil |
‚efonders ausgezeichnet }) beim De
vinz @ireh, am Mordende bes Py
nachweiſen Tann, daß die Sanbmaflı
befonders begünfligtem Locale, eine
zum Nil vergedrungen find, Un
mag dieß immerhin weniger hiſtori
*) Andreossy Memoiren sur DEgy
Valentia tray. II. p. 408. **) .
la Val) de Natron in ben’Mem
224. ”"*) Girard Mem. sur l'Eg
nier Memoires sur l’Egypte, IV
Sahara, Sahel. 1021
Bönuen, weil 9. B. die Tiefe des langen Thales Bahr: belas-
ma, gegen W. Hin gleichfam ein fehligender Graben für
Uegypien ift, ber allen nach Oſt gegen Aegypten zu gewe⸗
ten Sand ber Libyſchen Wüſte auffängt *), Daher ex:
et es fih, daß die Aegyptiſchen Natronſeen am Bahr⸗
Bela: ma **) zu Strabos Zeit noch nicht wie heut gu Tage
in feche Behälter folder Flachſeen getrennt waren, baß bie
Alten gu Derodots Zeit, wie es ſcheint (freilih werben
: Se auch von Edriſt und Abulfeba nicht unterſchieden) noch
en Unterfchieb zwiſchen ber großen und kleinen Dafe
ı machten, wie 450 Jahre ſpäter zuerſt von Strabo gefchieht.
Es ift merkwürdig, baß die fo fehe gerühmte Fruchtbars
Beit ***) der größern Dafe (uaxagar ‚naoe) % fo vermins
& bert hat, da große Sandfireden gegenwärtig die Korallens
nur ibeer 4 bis 5 Gulturftellen unterbrechen, daß auch
% die Bleine Daſe, welche von Strabo bie am Moͤrisſee ges
I Kanne wird, gegenwärtig von dieſem fehr entfernt liegt;
# daB aber au der Mörisfee +) an feiner Weſt- und Süd⸗
# weh: Geite durch die vorrüdende Gandwüſte eine bedeus
u gende Strecke eingebüßt bat, fo daß der Karonſee, wie ihn
E gegenwärtig die Bewohner von Fayouma nennen, weit uns
u Bedentender it als ber Mörisfee, ale das Labyrinth noch
J in voller Pracht an feinen Ufern fland. Biele Ruinen im
s Milchal find zum Theil mie Sand befchüttet, wie wir oben.
t gefehen, und felbft noch die Tempel von Thebä find zo Fuß
mie Sande bededt. Ja au die weit jüngern Cul⸗
surhreden auf dem Wege von Kairo nach Syrien hin,
werden doch nur im Süden immer mehr mit Sande auges
deckt, und aus ben nadten Sandhügeln längs diefer Cara⸗
vanenſtraße, fieht man nur die Kuppeln ber nun verddeten
Wohnungen berporragen +).
Auch In ber Vollsmeinung bee Araber, bie mit dem
Bänomenen der Wüſte nicht unbekannt find, iſt diefe Ans
dt allgemein, und ein großer Theil ihrer wunderbaren
en +}}) von glädlichen, palmenreichen Thaͤlern, prächs
tigen Grädten des Pharaun, von Marmorfäulen, Luft:
(Hlöffern,, verwünfchten Burgen, die bald verſchwinden,
ober zugeweht werben, vor benen man beim Eingange dem
Weg verliert u. f.w., beruhen auf diefee Thatſache, die
von ihnen doch nicht immer ohne allen hiſtoriſchen Grund
auf ein beſtimmtes Lorale angewendet feyn mögen. uch
®) Memoires sur MEFgypto I. p. 248. *o) Alexander v. Hums.
boldta Anſicht. I. ©. 67. +9) Heerens Ideen, 2te Auflage
41.-6. 496. 1) Girard Mem. sur les irrigations, Pag
eulture etc. de Fayoume in ben Mem. sur l’Egypte III.
p: 350. ++) Mem, sur l’Egypte. I. p.44. +tf) Al Ma
erizi nad Langles Mem, sur les Oasis. p. 565.
sone Afrifa, Tiefland, U
erfcheint ihnen der nun ſchen hal
Sphinzeoloß, deſſen ſchwatzes B
Mumtenfeld emporragt, von ihne
des Scpredens ) genannt, als be
undurdringlide Sandbmeer gege
fhwört, nicht weiter gegen bem A
gen. Erſt ganz neuerlih bat Eaı
ten Sandmaflen an dee Sphinzb
dortigen Merkwürdigkeiten welche
aufgededt. ben fo ſtehen von di
zum Propplon des Tempels bei
95 Gr. RN. Br. am Nil nur no ı
indef die andern alle mit Sandh
wie liberhaupt der größte Teil b
Bon dem Kampfe des Libyſchen
war oben an vielen Stellen die R
Erläuterung4. Bilbung be
Betrachten wir aber das Phä
ber Wüften mit voreilender Gabe!
jara im Großen, ja wenden wir
läce des großen Sandoceans an
ein fehr wahrfheinlicher Auffhlug
Wanbdermeeres }) zu liegen,
Suſe nennen, wenn es vom Stur
fege if, Dann pflegen fie ee,
zu ſchelten. Würtlich ift es im |
auffallend, daß feine gange DAE
feine Wefthälfte erfcpeint, daß |
außerordentlich zahlreichen, und w
nadten, fandleeren, niedrigen |
mit den mehrften Dafen überſtreu
Eigenrbümlie, daß fie gegen bei
gen das Neid Botnu mit den me
zogen find, bie aber alle von ſeht
feyn müffen, weil felbft auf den h
birgen +1), die man auf dem
Bornu befleige, noch die befte ‘Ki
(f. Kameel). Hierzu fommt, daß
nirgends etwas von hohen Gebir
ir Hocdlande, erkundet wurde.
jafen find fehr viele Stellen (wie
")AbdulRachyd el Bakui Geogr.
MH. . **)_Belzoni Voy.1
Narrat, Lond. 1816. 4. p. 65.
285. ff) Proceedings I p. 11a
ESahara, Eafel. -. : 2093
w ihrer Oſtſeite (nicht nur ber äftliche Dafenyug, ſondern
uch jede einzelne des nörbligen; nämlig Siwa, Augila,
fegjan, Badames) faſt insgefame geſchütt; dagegen dehnen
ich eben diefelben auf der Weſtſeite mehr unmittelbar in
eite Sandflächen aus (f. eben ihre Wefchreibungen).
Die ganze weſtliche Halbe der großen Würfe iſt dage⸗
en fafl edle vafenleer, und die vorbandnen find von ſehr
eringem Umfonge. Aus ihr vorzäglig haben wir von
kterer Zeit Her diejenigen Sagen von verfchütteten Flüſt
m, von zugededten Waſſerſtellen, verſchwundnen und vers
urſteten Caravanen, fo wie von Sandflürmen, die mon
fter für Märchen *) bat halten wollen, weil man fie an
en Grenzen von Aegypten weniger gefeben, da_fie doch
tee ſelbſt in der neueften Zeit von ben glaubwürbigften,
Mfahrungsseichen Männern **) an Det und Stelle als That:
ıchen beflätigt worden find, wie au die Bräber welche
delzoni in der Aegyptiſchen Dafe gefunden bar bemeifen.
_ Mrs fi von dem G@influß_der Ganpkürme in Nerbs
frita auf die Oberfläche des Bodens gu Übergergen, {che
sam alle die Schilderungen ***) nad, welche hierüber merk
ürdige Auffchlüffe geben, und von der Verſchüttung deu
jambnfes Heer bis zum Untergang ber sooo Mann flirten
aravane von 1805 reichen. am bedenke, daß jährlich
Ihrend der Hequinociien bie fun barfien Sandflücme
äthen, und daß alle vorberrfhende Winde in dieſem tropis
hen Flachlande von DR nach Welt, als Landpaflat sieben,
bee wie Rennell will, ale Morde : Menfoon während ber
sonen Jahreszeit im — des Südweſt Monfoon
fhrend ber weit kürzern (vom Auguſt bie November) Res
enjeit +) 6 Winde).
Dieſe Wirkungen in ihrem großen Zuſammenhange ges
st, mußten die Oſthälfte des Gandocrans immer mehr
adt und bloß legen; daher bort ohne nachrlüdende Flug⸗
indmaſſen, das mehrſte großblädige Kiefelgerdll, die mehr⸗
en Belsplatten und fandfreiern Dafın, der tieffandige We⸗
en (Sahel) rückte in die Sanddänke des Oceans vor, die
iee durch den großen zurückſchlagenden Kreielanf des atlans
ſchen Dceans (f. Deeresfrömungen) nur neh mehr auf:
eſtauet werden mußten. Im Of von Afrika kann kein
2) Reynier Mem. sur l’Egypte. IV. p.5. **) 3. 8. Jads
fon und M. Park. ***) De Barıos Asia. Dec. I. L.3. 0,
8. fol. 33. Bruce tr. a Ed. VI. p.458. M, Park ır. p.
131, 135, 162. Browne tr. p. 248. ornemann Voy. 1:
p ne, 2 Jackson Acc. p. 284. Herod. iu. c. 26 II.
m. . Park ır, p. 179, 258. Reune . L
Lebat Nouv. Relaz. F. l. 5. Boı. IF. P: all. PE E
VL App. p. 87.
zuce Tr.
1094 Afrika, Tiefland. "E
neuer Meeresfand in bie Sahara
an den Aegypliſchen, Schmwebifgen,
eitanifchen, Bourdeanz« und Sen
Dünenbildung).
Hiermit flimmt das Phänomi
Brunnen *) in der Wüfte auf da
Das Sandftratum iſt in der Oſthẽ
Doerfläbe bis zum feften Boden,
jerer Mäöcptigkeit, feichter als im |
Maffer der Ofibälfte ift der Obe
Weltdilfte, da es in jener wie im
bervorfpringt ale Quellen, oder
Brunnen grgraben wirb; im ber !
gends fpringende Quellen fich zeige
mit vieler Mühe, im bie größte
den müffen, wonon in der Ofbäl
Spur jugelommen if. Auch hat
Wadis von Bedeutung, welche
‚gänzlich fehlen.
Gehen wir vom Nilbette im
bei Gelegenheit der Nilſchwellen
wie aus feinee Gtromrinne &
Seiten durch den lodern, convı
filteirt, bis zu den bemacbarteı
diefe ohne Abfluß von oben her ü
Bin jenen merkwürdigen, unteriel
souterraine- ro verbreitet
Frugtbarteit des Mithals if. ©
verbindung ſcheint fehr weit fortzu
fallen die 6 Natronfeen , zwei 2
Mil in ihrem Wafferftande, der £
wie der Nil, ohne doch mit ihm
dufammensubängen ***),
Doffelte Yänomen Elärt bie
fer in den lofen Sandwälten. im |
In Dar: Fur }) bilden ſich
Stellen Regendäche, Wadis, di
Sahrszeit, verfepwinden; bann fi
noch Überall in der Dofe, wo mar
jeringer Tiefe bei m bis 3 Fuß W
ens trübe und nur je näher am
*) Rennell Observat. im Appendix |
*') Girard Mem. sur l’Agricalı
ypte. I, p. 16.. ***) Andreoss
acs. de Natron in ben Mes
#) Browae ır. p. 235.
Sahara, Sahel. 1025
I
m bie Brunnen. Gegen das Ende der trocknen Jafısjeit
k den & oft ganz auf und dann zeigt fi die höchſte
jaflernoth. '
8 In der großen und kleinen Dafis *) find gute Quels
ın Sen und Brunnen, eben fo auf dem Garavanenmege nach
m Gima, ins Zhal Mogarrad , wo man, ſelbſt wenn auf der
* Dberfläche alles Waſſer verfchwunden war, beim Nachgra⸗
ua Den 3 bis 6 Fuß in die Ziefe immer füßes Wafler fand **).
5 Siwa, der Dafe, in welcher Macriji 40 fpringende
Fri unnen gäble, fanden Hornemann und Browne einen
er Badi und faljige und füße Quellen ***); aber die füßen
“ garen meiftens lau, alfo entquollen fie wohl nicht fern von
ne der eıpieten Sankoberfäce,
* ud auf dem Wege bis Augila und Feszan iſt auf
4 den nadten Felspiatten nicht großer Waſſermangel, ſondern
"au eben mehr die Ungenießdarkeit des ſalzigen Waſſers
= ausgezeichnet. Fersan, obwohl eine Gandfläde, und obs
mw gjeich feld bei Keflowa (das auf Reymans Karte von Eus
⸗ Dopa angegeben if) ein fonft bedeutender Wabi zugedede
wurde, bat noch einen Bach und wenigſtens einige immer
w fpradelnde Quellen. Gräbt man nad Brunnen, fo findet
man immer in einer Tiefe von 8 bis 10 Fuß das gehörige
WBaffer zur VBewäflerung der Dattelgärten }). Schon Plis
ains weiß diefen Vorzug vom Lande ber Baramanten anzus
Eye; gegenwärtig ſcheint er aber nah Gapt. Lyon +})
ep mehr abgenommen zu haben.
Im Innern der öfllihen Hälfte kennen wir bis ſeht
aur gwei Wadis von Bedeutung, den welcher von Tadu
am, die geoße Dafe von Agades wällert, und öſtlicher im
Beige. Bornu, dem Kuku (nah Edrifi) und Wabi el Ghas
oder Gajellenſtrom, der ebenfalls wie jener von. nach
. O. gegen die Hauptfenfung des Binnenlandes (ıha ge-
neoral 48 1) Niet. Die Übrigen find nur unbedeutend,
ſelbſt da mo zwei ſich vereinigen, wie an den brei Wadan
von Wed; der Zufammenfluß zweier heißt Wadan), zwis
open Mefurata nach Beyian, zwilhen Augila und Fejjan
und zaifaen Feyjan und Bernu +11).
jußer diefen Wadis, Quellen und Brunnen zeigen
Ra, wie wir oben fahen, am Rande der Klippenzüge, ihr
vend eines Theils vom Jahre wenigfiens, auch da wo 1.
—XI
) Browne tr. p. i63. **) Hornemann Voy. ed. Lengles I.
P-22. ***) Browne tr. p. 23. und Hornem. Voy. ed. L.
P. 389. +) Sherif Imhammed in ben Proceedings I. p-
ss. Biin. His, mat, V. 0.5. +#) Lyon Narrar. p. 547.
Th Reumeil, Appendiz in M. Bırk ır. p. LAK.
At) Sanglıs Rote zu Hermann Ver. 1.-p. 191,
1026 Afrifa, Tiefland, 1
8. wie in Feyyan gar fein Meg
Moräfte, Waflerorte und Fladhfee
die ebenfalls gegen ben. hohen Si
nur zu oft falzig und bitter won
find die füßen Brunnen der Dafe
eifrigen Arabern fo teuer, daß fi
als der Natur verdanten möcht
benshelden Kaleb Ion el Waalid
tung des Islams duch die Wäfl
des Wüſtenſtrauches Elvah (vo:
Stab gemefen jeyn foll, mie db
Tlug), die bittern Brunnen ver
die Ungliubigen vertrieb.
Do find noch viele unſchm
diefem fegt der wandernde Handel
aus Sudan, die nur im Süden t
deren bitteres Aroma ihre Waller
Aber fat alle diefe Worgligı
großen Sandoceans verfhwinden
nit gerade der Mangel an Kenı
fie auf unfern Karten leer erfcheiı
ten ‚andern Puncten dirfes Erdeh
gerade die Verbindungsftraßen })
nut möglich fepeinen, find uns fa
der öftlihen; aber bier fehlen wir
ken, die Dafen, die Brunnen und
tur, Hier ift nichts als trodnes
(Sahel) zu feben, und bei mühfa:
aus vereinzelten Stellen find bie
größter Tiefe zw treffen.
Wenn auf in der Sahara
nenmafler erſt in ungebeurer Tiefi
fam aus bem unterm Grdraum, |
Meer unter dem Grunde +) nen
wenn zu M. Parks +tt) Verwur
Kurfurani, ber Hauptitabt von
Zieflandes am untern Senegal,
Waffer geben, fo gehören dieſe |
*) Herod, IV. 0.185. Sherif Ir
i MHornemann V«
Edit. II. p. 489. ***) Proce
+) Die neueften Nachrichten über
naer Rocherches Geographique
frique septeutrionale av. Carıe
larrat. p. 152. ++) ‚Sha
nell Appendix p. LXXXIV. +
un 0
vmaum_ qgenıua
— ww w
[Li
Sahara, Sahel. | 1027
jetzigen Sandoreans im Norden und Süben liegend, nur
als benachbarte Stellen, nit unmittelbor hierher. Auch
if es nicht gu verwundern, wenn die Brunnen auf den
Bolirgenden und nadten Steppen von Tafilelt am Auße
es Atlas noch überall in einer Ziefe von etwa 4 Kuf (a
Gubitus, jeder zu 2ı 300) reichliches, wiermobl brakiſches
Waſſer geben ), melches ber ganzen Fläche des oben Bis
Sedulgerid eigen feyn foll, denn bier findet, durch die vom
Atlas berabrinnenden Ströme überall durch die obern we⸗
nig mächtigen Sandfegichten weit und breit bin, die Waſ⸗
[eafltzasion flatt, welche eben darum bei befferer Bemübung
ee Bewohner allgemeinere Culture dieſes Gteppengäctels
möglich macht, wie fle denn einft es auch wirklich war.
Aber innerhalb der Wäſte felbft, fo felten auch bie
Wrunnen oder Waflerfiellen da genannt werben, immer
wird ihre große Tiefe beklagt, weil fie dann für Caravanen,
Die zu mebrern taufend burfligen Kameelen und bürftenden
Menſchen bei ihnen ihr Lager aufzufchlagen pflegen, fo
wer zugänglich find, und leichte wieder von ben Sandwe⸗
verſchuͤttet werden.
Die Brunnen, bie man in biefer Wüſte **) gegraben
t, manert man mit Kameellnochen aus, da man keine
seine bat (alfo auch in bebeutender Tiefe lofer Sand der
Gahel!), und bededt fie mit Kameelhäuten, aus Furcht,
Der Dftwind möchte fie wieder zumeben; was denn auch oft
Lanzenhoch geſchieht. Doc find die Kameelführer ſehr ers
sen, fie wieber aufzufinden.
Im Welt von Agabes in Hayr (wohl Haher der Kars
tm) “““), wo etwas Weide, find auch einige Brunnen, aber
won ſehr großer Ziefe. Eben fo muß man alles Waſſer
auf ber Garavanenfirafe von Segelmeſſa nach Tombuctu,
wenn man 70 Stunden lang wohl keinen Tropfen gefuns
Den bat, erft aus ſehr tiefen Brunnen beraufziehen, wie 5.
B. zu Azaoat (Aswad) und Arasan *"**), die zwiſchen ſich
Beine andern Waflerfielen Haben. Obwohl bie mehrſten dies
6 Nachrichten von Les Africanus und ſeinem Nichſchreiber
armol herrühren, von denen erſterer in Hinſicht ſeiner
Wahrhaftigkeit in neuern Zeiten von Seezen und Mens
gel H mit Unrecht verdächtig gemacht worten tt), fo
wird dagegen fein reichhaltiges Krt, das fon Gcaliger
wohl übertreibend opus eximium nannte, durch das Zeug:
®) Jackson Account. p. 23. **) Marmol Alrica I. p. 28.
*+) Leo African. b. ortbach p. 472. Marmol Africa III.
.50. *"**%) Marmoi Africa III. p.45. +) Yunbgruben
des Drients, III. B. H.a. $: 95, Rennell in M. Park ır.,
ri p- LXXII. tt) Bater Mithridates, 3 Ah. ı Abth.
. 38,
1028 Afrika, Tiefland. "IL. Abſchn. $. 37.
nit bes wahrheitsliebenden, viel erfahrenen Jackſſon in Bei
ziebung auf biefen Kheil Afrikas ausdrücklich fehe in Ehren
erholen, „indem biefer ihm Hier die Kenntniß des Tandıs
ugefteb*
vs Anmerl. Muthmaßung über bieummwanblung ber
Nachbarſträͤme durch das Borrücken der Eapel. Get:
die außerordentlihe Anhäufung dieſes Sandes gegen bie weRlide
Meereskuͤſte, welche bie Kuͤſtenfahrt gerade bier, für bie unglud
lichen Schiffbruͤchigen ſo furchtbar made, nicht Bas Phänomen der
frömenden Wafler an ihrem Rord⸗ und Gübrande mit auflläre
koͤnnen, weldes auf fo einförmige Weiſe im Norden darin beück,
baß bier die größten Yiäffe wie ber Ghir (Suir), Ziz, Zaftes
ug Filelly und Drah fi in big falzigen GSteppenfeen am Rask
er Eanbmwüfte nah ihrem Laufe won R. nah ©. verlieren.
Sollte dieß von jeder fo geweſen feyn? ober in Beziehen
der drei erfteren, follten da nur frähere Jahrtaufende, den gegen
das Meer gerichteten untern Lauf, eher zugebedt und ü ing
aben, als bei dem legteru des Draba, ber bem Dcean zuniäfl
ag, und bei welchem biefes Phänomen vielleicht nod ia ber 66
ſchichte eine Spur zeigt **)
Verfolgt man gleihmäßig mit Aufmerkſamkeit das was un
die fehr häufigen Nachrichten Über den untern Lauf bes Genczel
erzäblen, ber noch jegt immer mit bem Anbrange ber Gandmafe
in täglihem Kampfe fteht, woburd feine Beſchiffung äußerk ber
(hwerlih wird, fo kann man fih kaum ber Vermuthung enthal
ten, daß der Senegal, wie ja fo mandjes andere Eleinere Fluͤßen
in kleinern Sandſtrecken von jeher unter bem bedeutenden äinfloſe
diefes Sanboceans geftanden und verändert werben.
Die Hauptridtung feines Gefälles ift gegen R. und RE.
parallel mit dem Wüflenrande Sollte biefer Parallelismus in
fällig ſeyn? follce es eben fo zufällig feyn, daß ber Etrom ven
den Bummiwäldern (Sahel, Alfalak, Labiar) aus, bie entgegn⸗
gefegte Wendung nad) S. W. nimmt? Dder ift es nit hiäk
wahrſcheinlich, daß der Senegal nad) einer Reihe von Zahrtaufts
den, von feinem nördlichen Kaufe geswungen wurde, mit feinem
ganzen Bette nad) Welten hinüber zu wandern, ein bei faſt ala
im Sande rinnenden Flüffen befanntes Phänomen, und zumal ki
den Strömen.
Sollte diefe Sanbwäften: Edle, welche die Mauren bie Errfe
ober Pforte ber Wüſte (Escale du desert) ***) nennen, nift
Ihrer fonderbaren Natur nad, den Zuftand einer Altern Regre—
zung bezeichnen? und aud die Seen von Gayor bei Pober
Refe alter Lagunen feyn, bie gegenwärtig nur tiefer landeinpoͤrts
gerüdt find. Das Wehen des Flugſandes und bie jährliden Se⸗
negalfhwellen treffen gerade in biefem Winkel zufammen, um be
vereint eine Wirkung in der Wilbung bes neuen Landes hervorjt⸗
bringen, bie deſto rafcher vorwärts fchreiten mußte, weil nod der
(Ri
*) Jackson Account of Maroeco. a Rd. pref. p. VI._*)Jıc»
z33 47 —X wer) P. Labartho ot La Jaille Voy. p. i5
|
Sahara, Sahel. 1029
Einfluß ber Meeresfirömung hinzutritt, die aus dem Dcean an
Diefen Küften die, Sanbwogen zufammenführt.
Wo zeigt fi auf ber Erde ein Ähnliches Zufammentreffen fo
vieler Wirkungen, um neues Land anzufegen, als hier? Nur im
gegenüber liegenden Mexicaniſchen Mittelmeere wirken die Strös
mungen bes Meeres unb die Anſchwemmungen ber Wafferfufteme
bes Miffifippi, Orinoko und anderer auf ähnliche Weifes aber da
fehlt das Gandwegen der Wüfte um den Elippigen, tiefausgawühls
ten, aber mit unzähligen Untiefen beſaͤeten Golf fo bald zu füllen,
wenn nicht bie Erhebung bes Seebodens durch die unterirbifche
Gewalt cyclopifher Mächte, die in bem Antillenmeere nie zu ru⸗
ben fcheinen, eine ſolche Bildung befchleunigen follte.
Nehmen wir bie Möglichkeit einer ſolchen frühern Bildung
an, und fehen wir zuruͤck auf den Afrifanifhen Sandocean mit
einen ng ‚Klippeninfeln, Salzniederlagen, petrificitten
aumflämmen, 6 und Mufchelreften mit feinen vielleiht aus
Der Tiefe emporgebobenen bafaltifhen Strecken *) (f. unten vul⸗
caniſche Bildungen), fo zeigt ſich aud innerhalb ber Grenze menſch⸗
licher Erfahrung, ein Kinyerzeig zur Verfolgung der Geſchichte ber
Entſtehung dieſer Wuͤſte Dann würbe felbft das Phänomen des
Nigerſtroms aufgeklärt, der feinen Lauf wie der Senegal ebenfalls
nordwärts zum damals noch beſtehenden inner s afriltanifchen Mite
telmeere genommen haben muß, ber aber nad und nad, durch
das Vorruͤcken der Ganbftreden, gegen den Süpdoften abgelenkt
wurbe, wo er nun feinen Ausgang fand, fondern fid, einen Süße
Waſſer⸗See erft bildete. Es erflärte ſich auch hieraus bie eigne
Erſcheinung, daß im Norden bes Benegals und Nigerſtroms im
Sande ber Sahara fi nirgends Goldſand findet, der nur ein Ei⸗
genhum des Hochlandes zu feyn fcheint, unb von biefem in bie
iefe gefahrt wird, (S. Mineralogie, Verbreitung des Zihbar.)
Dierzu kommt, daß in dem ganzen Lauf des mittlern Nigers und
von feinem Norbufer kein Bericht üher cine wirkliche Thalbildung
zugelommen if. Alle die oben genannten Zuftröme zum Fittres
und Wangaras Gere, von S. O. nah NR W. hätten bann ihre na⸗
tärlihe urfprüngliche Direction zum Afrikaniſchen Mittelmeere beis
behalten, und bie Sonderbarkeit, weldye in ber Entgegengefegtheit
‚igrer Richtung mit ber Strömung bes Nigers fände, wäre das
burch geboben. Aber alles biefes würde nur der Kal feyn koͤn⸗
nen, wenn ber Niger ſich nod keinen Durchbruch durd das Hoch⸗
land des Sudans gebahnt Bat, fondern erft in biefer Arbeit bes
griffen iſt. Doc wir verlaffen bier das Feld der Hpeotheſen **)
um zu andern wichtigen Thatſachen uͤberzugehen.
——— — —
*) Alex. von Humboldt Reiſe in die Aequinoctialgegenden des
neuen Gontinents. 3. Th. ©. 246. **) Für den Durchbruch
des Nigerfiromg fpricht von, neuem James M’Ocen a geo-
graphical and commercial View of Northern Central
frıca containing a’ particular Account of the course
and terminztion of the Great River Niger in ıho Aulan-
io Ocean, Edinb, 1821, 8.
1030 Aſtika, Tiefland. IB
3mweites Ka
Die Bewohner bes
$. 58
Erläuterung 1. Pflan;
Aus dem Hauptdhatacter ber f
fließen auch alle übrigen merbwlird
Erdform.
Sie iſt unſichter als das Me
mi agens siccis fluctibus) *),
man eben fo wenig entfliehen, ı
flreden; es bleibt keine Rettung i
bes Gambyfes Heer hatten bie Am
wie oben näher erläutert zu hal
Sandatmosphäre haben wir oben 4
fäulen, die ſich furdptbar drohend ı
ſchildern Poncet, Bruce, Park“
romne will fie micht fohredend gef
Ihmwinden der Quellen, was für be
wird, find die Schriften der Arabı
Ab lung von fonft Übrigens unbe:
verburfteten Gatavanen aufbewahrt
bieß durch die neuefie furchtbate ZI
send feines Aufenthaltes am der Gi
1805 zutrug. Auf dem Wege von
nämlid fam auf Ähnliche Art ei
2000 Menſchen und 1800 Kameelı
Dafen, die fonft eine Station d
Waffer mehr hatte.
Aber auch Entbehrungen aufe
ten bier den Reifenden. Die bo
made bier die gefüllten und befteı
den, !trodnet fie faſt ganz aus.
fi noh glüdlih für 10 bis 5t
Waffers zu ertaufen +}. Auch t
felten }+}) auf ben weiten Zügen
tung. Ihre, und anderer Laftthier
Gen häufig umherzerſtreueten Knoch
Jeigten im den hülflofeften Einöd
*y Pomp. Mela I, e.8. #*)Haroı
ed, rec, IV. 95. ‚Bruce ır.
) Leo Alr.
Fi Suchen a u D. HD Bro
Wuͤſtenbewohner. 1031
Bruce, Homemann, Park’) Lyon und andern, im Norden,
Iſten und Süden des Sandoceans, das Verzweiflungs volle
er Lage, in welche fie fich begeben Batten. .
Gelbſt die Vögel, welche fih nur bis auf beflimmte
fernen von bewohnten Plägen in der Wüſte feben laſſen,
md darum bem Mahommedaner wie Boten des Propbes:
en **) erfcheinen, ihnen Muth in ber Trübſal einzufpres
ben, felbft diefe werden von den Sındfläcmen in biefe
Finöden verfchlagen und Ihre tedten Körper Über den Bes
en verfireuet *’") Aus der Wüfe bleiben dba, wo Wafı
seRellen finv, Lie Elephanten und Eber, und ſelbſt auch
»o diefe fehlen an ihrem Rande, die reißenden Beſtien,
iwen und Panther }) zurück. Mur die fchnellfüßigftien
Ber wandernden Thiere, die dem Blitze gleich erfchrinen
nd verfhwinden, Strauße und Antelopen, leben innerhalb
er Wüſte, und nur ihnen allein begegnet da in ber Tod⸗
enflile das Saufen des Windes und der Caravanenzug,
enn felbfi bie Vegetation bleide faſt ganz zurück.
ur einzelne Gewächſe find dazu von ber Matur ors
anifirt, den Gluthwinden zu widerſtehen, die fonft alles
erfengen, und den Menfchen, ja ten Mauren ++) ſelbſt
de feinen Gefährten, das Kameel in Todesangſt su Bo⸗
m fireden. Einige Diftelnarten,, in deren Blattwinkeln
ch die wenige Keuchtigkeit fammeln fann, die Mannaſtaude
lgul +}}); eine Art duftender Thymian, das She trt
ve Araber auf lofem, und der befläubte Talhſtrauch (Talh,
Jimosa gummifera'Forsk.) trt}}) auf feſtem nadten Bo
m, das find die am meiften verbreiteten Gewächfe, und
8 einzige knappe Kutter dee Kameele und Efel, das fie
€ Monate lang erhalten muß. In einzelnen Gegenden
ächſt, wo auch kein Wafler ift, niedriges Krüppelſtrauch⸗
er? (low stunted shrobs) FI}fF}), welche den Garavas
a zu Wegmarken bienen; aber ihre fafılofen Blätter ers
iſchen die ſchmachtende Zunge nicht. Hie und ba fichen
I gefhügteren Stellen dornige Mimofen oder Aca⸗
a jttrrtt), die Bummi lieferm. |
Sonſt erblide man überall nue Sand und Himmel,
id die Vegetationsſtellen erfcheinen dem Araber darin nur
*) Leo Afr. p. 55. Poncet V. p. 9. Bruce tr. a. m. D.
Hornemann Voy. p. $ı. Park ır. p. 157. **) Labat N.
Relat. I. p.500. ° ***) M. Park tr, p. 157.” +) Marmol
Afr. 1. p. 31. unb M. Park e. 0.0. +4) M. Park ır. p.
236. 5 Marmol Afr. Ill. p. 50. Ytttt) Lucas Bro
eoedings 1. p. 121. Tt4tt) Abdallarif b. de Sacy p. 122.
6 M- Park p. 157, 161. ++++tt+) Marmol Afr.
Il: p. 43, Hornemann V. mb Lebarthe u. 4a.
S
1052 Afrika, Tiefland. - II
als Inſeln *), bie er zumal dann
nen pflegt, wenn Dattelhaine fie
Müfte nicht auch hier im al
WVoben bededen können, wie faft |
wenn er nicht felbft von Jahr zı
Tag, feine Stelle verrüdie, €
Befzamung felbft mit fortgeführt
firhuch ſich angefiedelt hat, da hä
defto leichter ein Sandberg anz
heile des Jahres ’*) durch befoi
tation haftete, ba muß fie zur 8
mit in den allgemeinen Wander ju
Erläuterung. 4
Nur der Menfh hat ih dı
freundet, und fie trennt die Li
der Mitte des Sudans weniger,
das mittelländifhe Meer von E
find. ""r),
Selbft: mit bem loſen Saud
denn fo wie ein kühler Wind weh
fogleid in den von ber Sonne
and weiß fih an ihm zu wärmen
ſpräch mit dem neben ihm ſtehent
die Sandfläe vor fih, um bariı
dem Ausfpruch, bei jeber Gent
Figuren zu pnterflügen. Wird
werben fogleih die Rechnungen
führt +). : Ja felbft der fanatif
Fakirn und Mullahs unter ihnen
men müſſen, dem trodnen Sande
das Wafler im Jelam hat, einzu
religiöfen Ablutionen ++) au gebre
deſſen Fußballen, beffen Magen ı
haraboden fo ganz entfprechen, dir
Natur völlig zu entreifen und
feinem Sclaven zu machen gemu|
Auf ihm, dem Schiffe ber 9
den Sandocean, und feine Hal
*) Mem. sur l'Egypte. I. pP. 47:
2") Memoi Affen,
ceonnt of Zaharah in Loss 4
p. 5391. Capt, Lyom Narrat.
©cedings I. p. 122, }) Lucas ı
son Account, p. 56, +it) Brı
Wuͤſtenbewohner. 1035
Kenntniß bee Jahrszeit, der Hafenpläge, unb in ber Kunfl
nach diefen zu fleuern. \
Darum heißen bier bie Wegweiſer bie Verſtändigen,
Die Weifen im Lande, Hybeer und Chabie (vom Arabiſchen
Chabar, wiſſen *)., Gie richten ſich, weil Bier keine Wäl⸗
Der, Flüſſe, Berge, Dfade find, fondern nur wandelnde
Dügel und nadte gleichförmige Flaͤchen, nach dem Kluge
Der. Vögel, der Raben und Geyer, die nur bewohnte -Srels
In, oder wo Reifende gezogen, das gefallene Aas umflie:
gen °*). Dber nach der Direction berrfchender Winde, wie
Die Lootſen ***), und ba fie öfter des Nachts als am Tage
weifen, befigen fie einige Kenntnis +) von den GBeftienen
und ihren Bildern ; wenigflens koͤnnen fie ben Polar:
ftern 77) finden und nah ihm fi richten. Doch weiter
Scheint wenigftene bei der Zombuctu: und bee Dar : Zurs
GCaravane ihre Kenntniß noch nicht zu geben. Auch den
Gompaß Eennen fie bei bisfen nit, wenn auch Arabiſche
Hiſtotiker verfichern, daß fie fich des Kibla name (Compaß)
auf ihren Reifen durch die Wüſten bedienten 4}. Wie
auf den eifigen, gleichförmigen @letfchern die Alpenführer
im Norden, um nicht in den Labyrinthen der Eishügel und
@isfpalten fih zu verwirren, eben fo pflegen bier die Hys
beers 4 bis 5 große Steindlöde als Merkzeigen für die
Nückwege übereinander zu häufen. Aber wo biefe „nicht
find, da müſſen fie die Directionslinien nad charaeteriſti⸗
ſchen Kelfeneden fih merken +I}}). Doch auch biefe wer⸗
ben zugeweht, und fo zeigen fich überall die größten Din:
derniffe gegen alles permanente in biefem Sandocean.
Daher bei aller Erfahrung diefer Chabirs, mußte felbft
der gleihmürbige Browne T4Ft}) es auf dem Zuge nad
Dar: Fur mehrmals erfahren, daß bie biften unter ihnen,
bie denfelben Weg ſchon zwölf mal gemacht hatten, nice
im Stande waren, ſich zurecht zu finden in den unabſehba⸗
sen Slächen; fo daß fie ihre Kunbdfchafter ausſchicken muß:
sen, ehe die große Dazxı Fur: Garavane weiter ziehen konnte.
Und darum find diefe Wegweifer in ber That die Weis
en des Landes, weil diefes das Land bes Wanderns ber
atur, und fo auch des Menfchen und der Völker, ja der
Dynaſtien und Religionen geworden iſt. Welche andere
Begend der Erde hätte biefen durch alles hindurchgehenden
®) Bruce trav. VI, p. 442. und Tychſen Anm. zur Deutſchen
- Ausg. Ih.5. &.459. **) Marmol Afr. III. p. 44. ***) Sees
en monatl. Gorresponbenz. +) Sidi Hamer Voy. in Ri»
—* Loss p. 346. +4) Jackson Acc. p. 284. Browne
tr. p. 248. +tt) Descripcion de Espanna de Xerif Ale-
dris de D.J.Conde. Madrid 1799. p. 209. +t}+}) Browne
trav. pı 24% +tttt) Browne ts. p. 187,
1034 Afrika, Tiefland. IL. Abſchn. $- 38.
Character in folder Schärfe und in eimem fo aufererdenk
lichen Umfange aufju:reifen ?
&o fragmentarifch auch unfere Kenutnifie von den Sa
harabemohnern find, fo find fie doch merfwürbig genm,
weil aus ihnen die ganze Mache bes Locals auf die Im
vidualität der Völker im erellen hervorgeht, durch weis
chen vorwaltenden Einfluß eben die freiere und felbfifäns:
gere Entwicklung des Indi iduums mehr zurückgebräng
esfcheint, Auch bier beengt uns leiber der Raum; we
wählen daher nur einzelne Refultate aus, und überlaflen
es der Zukunft, eb hier Mittheilung ber volftändigern in
Lerfuchungen gerünft werben wied, zu -melden die jüng
n Berichte von — Ritchie und Lyon bie wichtigſte
"Bufäge geliefere haben *).
, Anzre⸗— Tuariks, Mauren heißen die Bewchean
er e.
1. Tibbos wohnen an ber Südſeite bes nörblide
Dafenzugs im fechs verfohiedenen Dorden, barumter Tregle
dyten (die wie vurregides, Fledermäufe fchreiew follen neh
Herodot **). Nach Gapt. Lyon Haben fie wegen ihres in
ſtaͤndigen Umpergiebens und ihrer Beweglichkeit den Beh
namen „der Vögel‘ (Lyon Narrat. p. 297... Gie mas
dern, berauben die Garavanen und finb bie Garavanemfühır
und Geſchäftsträger zwifchen Bornu und Fezzan. Nah
den mitgeteilten Sprachproben reden fie einen Dialect der
Berbernfprade ; bie Tibbos von Bilma wohnen in dr
Mitte zwiſchen Negern, welche hier die nördblichfien Schmen
gen in Nordafrika find *'*).
. Die Tuariks, viel zahlreicher, mächtiger als bie
vorigen, machen einen Dauptbeflandibeil ter Dofenbeweh
ner aus und wehnen im ©.D. von Fezzan bis Woran, im
©. bis Sudan und Tombuctu, im WB. bis Fer und Wo
wolle. Sie ſchließen fid an das Voll und Land der Beau
bern im W. an; Golonien von ihnen wohnen in Feyas
Sofna), in Augila und Siwah; ihre Sprache If die
erbernfprache, bie einzige des Handels und Wandels im
weiten Nordafrika F). Auf dem merkwürdigen Daſen zuge
unter dem Meridian von Fezzan, von dieſem Orte bit
”) Riley Loss a. a. D. p. 397, 385. Ritchie in Quarterly
Reviev ı820. May. p. 230, Lyon Narrat. p. 225, ı22—
152, 229 über Zisbore 251 — 166, 254 — 267, 314. ) He
zod. IV, e. 185. Hornemann Voyages. I, 171, 14%, Rem
nell im Append, p. 267. af, 279. Plin. H. N. V.e$&
#*") Hornemann Voy 1. p. 157. Langles ebend. II. p. 2%.
und Vater Mithribates, 3. I. p.45. +) Hornemanal,
P. 250. und Marsden Lietire 1800. p. 405. Gin neues Ve
cab fe & Lyon Narrat. p. 514. - J
Würtenbewohner. | 1055
daſchna im Suban (Über -Zabu, Ghanat, Tagazy, Gazer
d. i. Inſel) Aghades, Tegama) leben überall Tuariks, auf
er Haupthandelsſtraße, welche die Verbindung des leben:
igern Mittelpunctes von Afrika mit deſſen Norden iſt.
Ind der Breite nad weicht ihr Einfluß von ber Libyſchen
Büfte nah W. Hin bis zum boden Atlas, von der Gar:
haar und Römer Zeit bis heute. SEie find alle bem
anderleben ergeben, find Mäkler, Caravanenführer, Hans
elsleute *). Gie find in Farbe, Sitte, Lebensart zu Mi:
Hlingen ‚geworden im D. mit den Zibbos, im W. mit
Zerbernflämmen, im N. mit Acabern.
Diefes Volk mit der Berbernſprache iſt im Wells aller
Yandelscolonieen in Norbafrita, von: Agbabes und Gada⸗
es on oſtwärts über Fezzan, Augila, Siwah. Auch bie
Magbrebis find wahre Berbern, wie die Herrſcher von Dar:
fıe (Barabra {ift ihre Mutterfprache) und alles Stamms
ol der obern Nilftufe, dem alten Barabralande zur han⸗
elsceihen Küfte Aden, wo Berbera, die wichtige Hanbels⸗
6, liegt.
Die mödte denn wohl eins ber außerordentlichſten
md über fo weite Streden gleichartigfien Phänomene in
er Völkergefchichte feyn, welches ein Erbtheil wie Afrika
me allein aufzeigen kann. Uber wie bilbete fich dieſer
sanbderbare Sürtel **), ſporadiſch im großen Bogen zers
kreuter Danbdelscolonien, der auf fo viel Grundpfeilern zu
uben ſcheint, als ardipelartig vertheilte Dafen im weiten
Bandocean liegen.
3. Die Mauren (von Mauritanien, Moros), von
enen hier ale Wüftenbewohnern die Rede if, find wohl
on den Städtebewohnern ***) gleiches Namens zu unter:
Heiden, Sie find Wanderhorden; verſchieden von den
Beduinens oder Araberflämmen, und müflen hoöchſt wahr:
cheinlich zu den Berbern gezählt werben, die nur darch
Bermifhung mit den Machbarn und durch die Annahme
es Islam, wie durch das Glutclima, in dem fie mitten
n den menfchendbeflen Wüſten und an deren Srensen hau:
en, je der Ausartung gelangten, welche gegenwärtig bas
Rifplingsvolt der Mauren characteriſirt 1).
®) Plin. H. N. V. c.g De Barros Asia Dee. 1. L. 3. c. 8.
fol. 53, b. und L.2. c.2 fol. 22,a. Hornemann I]. p.
152. Rennell im App. II. p. 266, 279. Proceedings I,
263, **) Heeren Ideen, dritte Auflage. II. p. 320. Mars-
den Letire p. 320, u. Mithribates a. a. D. p- 27. ***) De
Raıros Asia Dec. I. L. IV. o. 4. fol. &d, a. Ludolf
Comment. in Bist Aeth. fol. 54. Matmol Afr. III. ».
66. Düurand Voy. I]. $ 84. Jackson Ace, p- 140. ii.
thridates 1. p. 3860. 7) Lea Afr. b. Lortbach & 85. Edrisi
ed. Hasım. I, p. 127, Bater in Mithrid. IH. p. a8.
1036 Afrika, Tiefland. IT. Abfchn. S. 38.
In unzählige Stämme ae 600 fügt Warme) ver
gheilt, brechen fie nach allen Weltgegenden von Zeit zu Zeit
wie bie —* Glutwinde aus ihren Wäſten berver in tie
Rachbarſtaaten; die Gaharamans nach Marokko und Fez)
die Azenagha ehedem und Beute unter andern Namen ge
en 8 zum Dceen, die Stämme ber Gedumah, Saufen,
udamar: Biru gegen S. zum Senegal und Miger bu
Kombuctu. Hier brechen fie ergelmäßig, wie es die Jahr
zeit fordert, und felbft die mehrſten Thiere es thun, in ba
reichern Steppenboben der Zlußländer ein und droßen m
ser dem gefürchteten Namen der Mauren immer mehr un
mebe die Herrſcher der fanften Negerdölker zu werden‘).
Sie find die Herten am Nordufer des Senegal und Nigt
oftwärts bis Houßa und Kaſchna, wo die Wüſte dicht zum
Miger rückt und eben darum bore die Maurenherrfgeft
noch mehr unterflügt als im Well. Dort Haten ſich ik
Mauren (don auf dem Gübdufer des Niger fefigefest; Mı
find die Herren des mittlern Niger wie bes mittlern Be
negallaufes, Haben aber im D. mehr feſte Wohnfige gruem
nen als im W., an ber Sahara mehr als an ber Sehe
Die Wohnfige der Mauren, als Berbernflämme, bilden us
der Südgrenze der Sahara gegen die Nigerſteppe eine Zom,
weiche vom Welt nach DIE ganz parallel mit dem Gik
zande derfelben, von der Meeresküfle landeinwärts in einem
ſchmalen Gürtel (zwiſchen 16 bis ao Gr. Nordbreite) gegen
taufend geogr. Meilen weit bis zum Habeffinifchen Terraf
fenlande, oder bis Nubien reicht *""). Das Glurclima, bis
fie bewohnen, und ihr Wanderleben regt ihre Gefühle ja
größten Leidenfchafrlichkeit, ihre Phantafie gu den größten
Mißgeburten auf, macht fie roh und unbändig; als Grear
völker zwifchen Arabern und Negern, als wahre Mulatten,
aben fie von beiden bie Laſter in fi aufgenemmen, chat
ihre Tugenden zu bifigen +). Wiley will unter ihnen Ries
ner und Weiber in einem ſehr hoben Alter gefunden haben,
welche faſt zu lebendigen Mumien ausgetrodnet ware;
diefe landen bei allen Süngetn in hohen Ehren; unter ik
nen follen viele 200 Fahr alt feyn und ſelbſt manden de
Greife wird ein Alter von 300 Jahren (8 Zille der Ars
ber) F}) beigelegt, eine Angabe die wohl niche zu genis
genommen werden barf,
*) Jackson Ace. n7 5 140. 282, 287. Golberry F
.90— 134. . Park tr. p. 149. und Rennell App.
F ille und Durand Voy. au Senegal I. p- 84, Wong
in den Proceedings Tl. p. 336, Jackson pP. 295. *")
Park ır. p. 112. unb Golberry p- 95. +) M. Park ır. 15%.
Reunell App. p. XCI. Browne tr. pref, p. XIV. Jack
son Ace, p. 56, +7) Riley Loss p. 413.
— — — ——
Wüftenbewopner. 2087
Anmertt.ı. Salz, Tibbar, Kowries. Eine vergleis
ende Ueberfiht der Handelsſtraßen durch Nordafrika würbe bier
ı ihrer Stelle feyn, wenn es der Kaum geftattete, fie, wenn
sh nur bei den 6 widtigften Bauptdirectionen nachzuweiſen. De
doch fhon in andern Werken *) vieles barüber mitgerbeilt ift
nd da wir ganz Eürziid, ein eignes, gehaltreiches Pririfhes Werk
räber von Waldenaer **) erhalten haben, fo laffen wir hier
nr ein paar Worte über das Mittel des Tauſches folgen, ober
ber basjenige Kequivalent, welches. durch ganz Norbafrifa ale
ield für die Waare im Gebrauch if. Dieß erfcheint naͤmlich hier
tzuͤglich in dreierlei Korm, als erſtes Beduͤrfniß, das Salz;
s im Ausland geltende Münze, Gold ſt aub, und als’im Wins
mland geltende, bie Mufcheln oder Kowries. Ron Gclaven
iben wir fon oben gefproden ($. 18 Erl. 2.).
Gteinfalz ift, fo weit wir jegt es überfehen Tönnen, dem
fritanifhen Hochlande allgemein, unb ſelbſt großen &treden bes
lachlandes verſagt. Dagegen füllt es in gewiffem Abftande bie
fefen der ſchwerzugaͤnglichen Wöften rund um ben Rorbabfall
6 Terraffenlandes von Hochafrika. Allen Bocländern ober als
n Negeroö.Eern, 3. B. denen von Buinea °**), ber Fulahter⸗
ffe *"**), den Mandingo +) und allen Bewohnern bed Guban,
Salz ein Hauptbebürfniß und ein Artikel des Luxus geworben,
n je tiefer nad dem Innern. nur der Wohlhabende und Reiche
feiedigen Eann.- |
Die Neger halten es für ihre Geſundheit, fo gut wie wir,
entbehrlich; bie Araber wiederholten hundertmal bie Gage, daß
e Negervölker mit dem Salz ihre Lippen reiben mäffen, weil fie
aſt Leicht anfausen würden ++). U
Wahrſcheinlich kennen wir nur ſehr wenige Steinſalzbruͤche
r Wuͤſten, und wie viele Steinſalzbaͤnke mögen nicht unter ben
andjdichten begraten feyn. Am befannteften find die in Weſt⸗
dr Oft: Tegaaffa oder Zagaza tr}. Vielleicht ift dieß aud
ffelbe, was bei Mungo Park Tifheet genannt wirb +++). Die.
Mm Aroan im Norden von Walet und Biru, ‚ferner ber Galsfee
ambu (Domboo) und andere ın Rornu und Bilma F+t+F)3
6 Steinfalg von Dar: Zur +t+4+}), bas in den Harazabergen
*) M. Park tr, 140. Rennell im App. II. 355. Jackson
Acc. p. 287, 285, 56, 308, 282, 308, 298. Lempritre
tour fr. Gibraltar to Morocco. 2 Ed. Lond. 1795. 8.
p- 355. 6. Stuart Befandtfchaftsreife 1725. p. 114. Pro-
ceedings II. p. 8 63, I. 162. und Hornemanm Voy. ed.
Langles 1. ı92. Il. p. 266. 284, 267. **) C. A. Walcke-
naer Recherches G&ographigues sur l’interieur de l’Afri-
que septentrionale etc. Paris 1821. nebft Karte von Rorbs
afrika. *ex) Römer R. pP 276. .**’*) Winterbosttom
Sierra Leona Acc, I.p.8. +) M, Park tr. p. 305 unb
270. a Stewart Gef. R. p. 114 IICIh) Jackson ace. p.
2380.
eo Afr. b, £orsba . » + M. Park X pP.
140. und Rennell App, —E Ath Sherif Imhark-
med in: Proceed, I, —8 u. Beaufoy. ++rtrt) Browne
tr, p. 208.
1058 Afrika, Tiefland. ZI. Abſchn. $. 58.
von Korbofan *), die Steinfalgbräde ber Seunaarkufe**), um
Die der Käftenterraffe von Baylur °**) am rorhen Mer (f. ka
Habeſch 5. 10. Erl. 3).
Alles dieſes find Hauptſtelen ‚für bie Raturs und Gultınge
chichte des Afrikaniſchen Winnenlandes (f. unten MMineralssit;
erbreitung ber Galzfteinlager) 5 für den Berkehr find es Be:
fammiungspuncte ber Garavanenzäge, welche von da aus ira
lattlande dem Sudan, mit bem erflen MWebärfniffe belaben, je
enern. Dieſe Gteinfalzbrähe verfehen alle muhammebanilda
Garavanen wit einem Hauptproduct, um Bold und Sclaven te
gegen einzutaufgen. Sie liegen fämtli in großen Bogen m
8 Bodland, am Rande von Rigritien; im Süden des Rigm
Broms {ft fein Balz **"*), was au ſchon Berobot zu win
eint Frre-\,
An vielen Stellen bes Suban iſt ber Salzumtauf von gi '
ter Wichtigkeit, und Salztafeln gelten wie Goldbarren. In Res
bingo fand M. Park ***r**) den currenten Preis einer Galjtafl
3 üß lang, ı Fuß 2 Zoll breit und 2 Zoll did, zu ı bit 2 MM.
terling. In Dars Kulla }) find 12 Pfund Salz ber Preii &
nes maͤnnlichen Gclaven von 14 Jahren. Bon dem Galzwerthe
in Habeſch war oben die Rede.
Unter ben Metallen , welche in ber ganzen Welt als von ba
Natur dazu beftimmt zu feyn feinen, dem Menſchen als irbiſce
Maaß feiner irdifchen Zhätigkeit zu gelten, ift in Afrika ziht
das Bold bas einzige, aber doch bas am allergemeinften geltende
denn aud das Gifen curfirt auf dem Aethiopiſchen Bodiande a
Münze.
Bold ift aber befanntlih als Soldſtaub, welches ben allge
meinen Handelsnamen Zibbar erhalten bat, ein dem Guben es
entbämliches Product, doch wird ed nur im Suoͤden +}) va
iger. und Genegalftrom gefunden. Da gebt aber aud je
handelnde Neger mit feiner Tili-kiſſi ++) ober GBoldwage mm
ber, weil das Metall hier noh Waare ift, weil feine Yrafı fin
ctuiren, je nachdem bie Umflände, der Zufluß der Waaren und be
Sremden iſt (©. unten Wetallverbreitung).
Die befannten Seemufdeln, Gclangentöpfäen oder Km
ries genannt, machen die dritte im Innern, aber auch nur de
allgemein geltende Münze aus. Im Suban ift fie bas wehrt
Geld, der Maaßſtab im Handel, wie bei uns base Bold,
und fo ift im Aus» und GEintaufh des Inlandes und Ark
landes auch das Gleichgewicht der Täufhung hergeſtellt. Dras
wenn das Product des Gontinentes das Bolb bes Sudan im Anh
Lande den eingebildeten Werth erhalten hat, unb bie Menſchen de
thoͤrt oder fonft gefefiett hält; fo Hat dagegen in der Mitte dei
#*) Browne tr. A pendiz . **) Bruce tr. 3 Bd. VI.
p. 267. *) Ä varez Kies e Eıhiop. p. 54. und Bruce
tr. III. p. 112. *#8%) Rennell App. in M. Park ır.
LXXXV, #ere0) Herod. IV. c. 181. **+eır) M. F
tr. p. 3og +) Browne ır. F ** ++) M. Park tr. p.
299. Rennell Append. p. L V. Jackson acc, p. 97
u . +tH M. Park ır. P» go.
Wuͤſtenbewohner. 1039
Gontinentes, nun das Product des Dceans den gleichen eingebil⸗
beten Werth erhalten, nämlid eben biefe an fi fo unfchulbigen
Muſchelſchaalen, weiche aus den. verrätheriſchen Tiefen des maldis
viſchen Zaufend = Infelmeeres gefifht werben mäffen.
Kowrie find Handelsartikel in Guinea, wo fie von der Käfte
aus in das Binnenland ale Geld gehen; auf der Zulapterraffe -)
And fie Landesmünze, To wie am Niger vom Reihe Nanbarra
an oftwärts nach Kaſchna.
Als M. Park verlaffen vor ben Thoren von Sego faß, um
den Rigerſtrom überzufgiffen, was 10 Kowries Faͤhrgeld Loftere,
erhielt er don dem Könige 5000 Kowries zum @efchent "*), Huns
- Bert biefer Mufcheln waren hinreihend, um täglid für ihn und
"fein Pferd die Nahrung zu verſchaffen; 250 Stuͤck, glaubt er,
: mochten hier den Werth eines Schillings haben. Auch auf dem
Markt N Sanſanding waren fie bie Bleine Muͤnze wie in Guis
z nee LLX .
> Die Kowries werden weiter im Bflen in Kaſchna ****) von
= ben Arabiſchen ober Berberiſchen 1?) Dandelsieuten, Huedbah,
=. son ben Negern Sardie genannt, und gelten nur vom Niger an
5 Sübwärts im Binnenlande.e Schon Macrifl führt fie **r*e) im
: @ubdan an.
In Kaſchna haben 230 Städ den Werth von ı Shilling +)
$ wie in Sego. Am wohlfeilften find fie in Zombuctu, dem Mits
E Gelpunct des Korrielandes. In Mandingo find fie wieber:cheus
: ger; norbeftwärts gelten fie nur nod bie BVornu, we Kupfer als
= Münze dient. Die Girculation der Kowries ſcheint alfo eine fehr
3 beflimmte Begrenzung nur innerhalb bes eigentlihen Sudan zu
n.
2 Aber hoͤchſt merkwuͤrdig bleibt es immer, auf welchem Wege
.ı Die geohe Menge bdiefer oceanifhen Münze in dat Binnenlanb von
Afrika eingeführt ift. ,
* Wahrfcheinlich von ber Guineakuͤſte uͤber das Hochland durch
Aſſlanthe, Degomba nach Tombuctu, und von ba in den Oſten
. ımb Meften von Sudan; ober, ob auch von ber Moſambikkuͤſte
„) auf einem noch kuͤrzern Wege? Auch in Fez follen fie in Menge
— zu haben feyn. So nur läßt es fidy begreifen, wie zugleid in
„ Pindoftan und in Sudan biefelbe willtührlihe Münze geltend ges
„ worden, Als die Europäer Gomorin ++) auf Dekan in DOftindien
kennen lernten, taufdten deffen Ganbelsleute don damals von
_, ben Bewohnern der Maldiven die Komries ein. Schon Marco
3 Polo lernte ſie (porcellane) als Scheidemuͤnzen im goldreichen
Fännan414) in Ehina kennen (vor 1300 nach Ghrifti Geburt).
"> Zur Zeit der Mongolendynaſtie utf), als bie Aſiatiſche Gonti⸗
0) Winterbottom aec. I. p.8. ») M. Park trav. p. 201.
“"*) M.Park Journ. of a Mission. 1815. p. XIF. Addend.
and Meredith Goldcoast p. 183. ****) Proceedings I. p.
1 *+e#) Macrizi in Burckliardt Sr. p. 502. +) Beau-
foy b. Reonell Append. p. LXXXV. tt) Sprengel See
ber geogr Entde ungen, ate Aufl. S. 176 u, 316. ++
Polo b. Ramusio. T. Il. fol. 35, b. t+tt) Ayeen Akbery
or the Institutes of the Eınperor Akber; translated from
the Persian by Fr, Gladwin. Lond, zguo. 4. IL p. 1a.
x.
1030 Afrika, Tiefland. 11. Abſchn. 6. 39.
nentalmacht in Indien das Rebergewicht hatte, wurden tie Markt:
preife 3. B. in Driffa nah Komwries beredhnet. Roh gegenwär:
tig curfiren fie in Hochtibet *) und Kandahar. In Bengalen grls
ten 2400 Kowries einen Shilling, bennocd kann man dort für ei.
nen Kowrie, die allerkieinfte bentbare Münze, nod immer eteat
einhandeln. Aber im Sudan haben fie zehnfachen Werth erlangt.
Jaͤhrlich **) führen bie Engländer aus Bengalen an hundert Tex
nen Kowries über Guinea durch fremde Handelslente in den Gu
dan ein,” indeß dafür die andern Völker bem Sudan von oda
Beiten feinen Goldſtaubs entloden.
So find bie leblofen Probucte ber Tiefen bes Dccans m)
des Kontinentes , die Zreiber ber WBölkermaflen der Hebel mi
Nerv des Berlehrs auf den Oberflächen ber Erdkugel geworte.
Räcklick auf Afelfa und Einf.
6. 39.
Vergegenwärtigen wir uns nun noch eimmal alles das
jenige, was im Vorhergehenden als die characterificenien
TFigenthümlichkeiten des ganzen Erdtheiles aufgefunia
wurde, fo findet fi, daß wie uns dieſe in folgenden Hauyb
puncten kurz wiederholen können.
In der nad geologifhen Gründen fo gut wie infelıe:
singen Abgefchnittenbeit des Erdinbividuums von dem übrigen
Theilen der alten Welt.
In der zugerundeten Begrenzung durch Meeresküfen
und in der Einartigkeit ihrer Geflade ohne größere Ein
fchnitte, nur mit im Verhältnig zum Ganzen wenig tif
eingehenden Gerraturen.
In der Einfachheit ber Gegenfäge von Hochland m
Ziefland im Süden und Norden, und von ihrer Berährus
in einer einzigen, geraden Linie, von DfE nach We dark
den Sudan hindurch, etwa in ber Direction tes Niger.
An der gleichartigen Vertheilung der Gegenfäpe nah
dem Areal, im Verhältniß zum ganzen Erbtheil.
In dem Parallelismus der Vertheilung ber Gliede
und Unterabtdeilungen beider Hauptformen, nad einm
Hüben und Drüben, einer Of: und Wef:, einer Ei
und Nordſeite.
In der daraus gleichartig entwidelten, im allen fix
nern Fornen fich feldft parallelifirenden Natur der leblofes
Gegenſtände, wodurch eine auffallend ſymmetriſche Bilden
des Erdtheils hervortritt, welche ſonſt auf dem übrigen Kit:
boden weniger oder doch nur in einzelnen Gliedern, nik!
in ganzen großen Erbindividuen auf der Oberfläche
*) Raper in ben Asiat. Res. T. XI. p. 530. unb Eiphbinston
Cabul, B: 394. #) Rennell Äpp- p. PEXXY. "
Nücdblid auf den Erdtheil. 1041
ı der aus alle biefem in der unorganifhen Natur
iteten a zu einer vorberrfchenden Familienähn⸗
0
ber feſten Formen und in bem alle Glieder biefer
ı Bindurhlaufenden, ausgezeichneten Samilienzuge,
feitanifchen Typus, welcher den Character des Sr.
‚mehr zurüdigedrängt Bat.
ı des geringeren Anzahl, geringern Ausdehnung, grös
eengung und in dem geringen Waflerreichthum der
den Flußſyſteme, welche feit dem Anbegian die Um⸗
e des Steiäffrimigen in bie Mannigfaltig eit von Berg
hal, von Berg:, Hügel: und welliges Land waren.
ı der geringen Breite der Küftenterraffen zunächſt an
i Waſſerſeiten des. Hochlandes.
ı der überwiegenden Form des teodengelegten BRrers
ens im nördlichen Klachlande der Sahara, deren
de noch zu feiner Sirirung gelangte, fo daß ein
Ber Flächenraum im Herzen bes Erdreichs noch im
nge von dem Oceane zur Landveſte begriffen, für
Entwidlung. nieht geeignet, en.
ı der Richtung eines..der. größten Waſſerſyſteme im
le zu einem Rittelmeere, daher der ganze Erdtheil
ie dorm eines oceaniſchen Weltfiromes geblichen ift.
ı der unvoßlendeteren Entwidlung des größten Stroms
, das im Binnenlande ben Verkehr der Völker frü⸗
egte und förderte,. als Die, durch höhere, fittlicde Mo⸗
yingte Cultur bervortreten konnte, wie bieß doch in
twidelteren Waſſerſoſtemen der Übrigen Xheile dee
Belt, 3. B. am Euphrat, Ganges, Indus und ans
r Fall war, da Hingegen. kaum ein ähnliches Weis
ie das im Sudan ſich zeigt. j
ı der großen Annäherung des Webirglandes ber Ber⸗
ı den zugänglickern, meerumfloffenen Octident von
‚ und bdeffen Abfonderung von dem Binnenlande
ie Wüſte; wodurch dieſes Bebirgsglied, von mins
influffe, weniger auf das Wange surudmirken konnte,
ı der völligen Abwenbung dee Güdfeite bes Hochlan⸗
ı allem Gontinent der alten und neuen Welt, und
em Dinausflarcen as den Einäden des Südpols.
ı der Stellung zum Gonnenlauf, wodurch der Erbe
ı feinen großen climatifchen NWerbältniffen wiederum
mei fich einander faſt gleide Hälften ſymmetriſch
: wir
ı der durch alles biefes, wie au durch die Indivi⸗
t des Befondern, minder geflörten , und minder uns
tig geſpaltnen Eigenthümlichkeit des Geſamten; oder
geringern Gegenfägen innerhald der allgemeinen
tniſſe, und ber deſto geößern Gleichartigkelt und Ein⸗
eit des Geſamten. u
N j u . un
1042 Afrika, Tieflandb. IE. Abfchn. $. 59.
Wenn diefes fi nun fo derhält, und in ber unoıge
niſchen wie in ber organifpen Natur das deher fi ent:
widelnde Leben, mit den immer neu fich erzgeugenden Ge:
genfägen aleihen Schritt bält, und im flarerm ußtfege
de fortfegreitenden Gegenfüge, ber Menſch felb erſt zur
freiem geiftigen Thätigkeit gelangt , fo wird es mit den
Ganzen Übereinfiimmen, wenn aud bier bei einem minder
dafify manniyfaltig entwideleen Erdindivivuum, weni
Maturantriebe zur Enewidlung des Bewußtſeyns ber
8er in ihrem Geſamtleben fi darboten, und die Geſqhichte
des Menſchengeſchlechts, das an biefes gebunden war, mim
der vorangefhritten und von der Erdnatur winder entfek
{elt, minter frei, minder feltftfländig erſcheint.
Wie fhon die Hautfarbe des Afritaners minder inbik
ferenzire if als die aller andern Menfchen, nicht we,
fondern noch dem dunkel färbenden Princip unterwerfen,
fo auch iſt feine ganze Natur wie die feines Erdtheils den
pꝓhyſiſchen Mächten der Tropenwelt mehr ergeben.
Wie feine Phyſidgnomie überall in allen Theilen glei‘
6rtiger aufgtworfen und hHervorgetrieben erfcheint, und mis
der jenen ſchöͤnen Wechſel des Ebenmaßes in der Ungleie
artigkeit der einzelnen Gefichtstheile offenbart, durch melde
der Kaukafier am weiteſten von jeder Thierform ebſteht,
der uns 5. B. in der Gteilheit der Seirn umd überhaupt
in der eigenthümlich ausgearbeiteten Bildung aller Gefichte
heile fo wohlthätig anfpriche, eben fo iſt auch bie Phyhfie⸗
gnomie des großen Erdkoͤrpers, dem er angehört, minder
eigenshümlich verfihiedenartig geflaltet in feinen Dauptfes
men und heilen.
Eben fo wie der ganze Erdtheil, bei feiner Maturfühe
ei feinem überfhwenglihen Reihtfum, bei der Blur ww
roductionstraft in den Gattungen, Doch zu minderer Ent
widlung in ben Gefchlechtern feirier Gewächſe amd Thiere
(f. unten Vegetation und Thierwelt), gelangt m from
fdeint; eben fo wenig mannigfaltig, obgleich fpecied ſehe
Waracteriftifch, Hat fich die Befchichte des Menfchen im feb
nen Individuen, Familien, Horden, Boͤlkern, Gtaaten, Re
ligionen gezeigt. Und wie der ganze Erdebeil noch mehr ge
ſchloſſen in den Banden ber flarren Continentalform liegk
eben fo Bat fi frin Bewohner, die Afrikaniſche Meufhes
raſſe, als Die größte Perfänlichkeit in ber Menfepengattum
betrachtet, die Selbfittändigkeit feines Daſeyns rauben u
in die Knechtſchaft führen laflen, weil ihm, bei dem Mm
gel der individualifirten Entwidlung, auch die Kräfte wicht
au Gebote flanden, feine Freiheit gegen bie ſelbſtſtänbigen
und entwidelsern, hellfarbigern Barbaren zu befanpie.
Die Zeit wird es einft Ichten, ob dieſer Zuftand der Kardb
ſchaft wie fchon äfter. in der Geſchichte, ein Princip dr
KRüͤckblick auf den Erdtheil. 1045
Bild ſamleit und ber Ermedung zum fittlichen Bewrteſeyn
werden follte, das zur Lrbebung ber ganzen Maſſe fhnels
ler führte, als der Bang ber Natur es vermurber ireß j
aber ob das ganze. Geflecht mie minderet Kraft aurges
züßlet, diefem erliegen fol, wie ein anderes in bet. Neuen
Welt ſchon auf gleiche Art umntergegangen und felbft an
dem Güdcap des theils ein Wölterflamm ſchon größtens
le verfhwunden. Die gegenwärtige Zeit fein die era
lipften Ausfchten für das Begentheil gu eröffnen, mas
bei der Übermii Inden aturtaft nd en bes Bine
nenlandes ar tert aller Art auch ei u erwarten
wär. Die Fa keit der Wölker am Gübende des
theils hat in der That ſchon ihre liebevollen Lehrer und
fer gefunden; vielleicht, daß fon ähnlihe Bemüs
en auf der Hochterraffe von Fulahdu fruchtbar ge virke
en., Was dort gefchehen könnte, läßt ſich top alles
jorhergefagten auf keine Weiſe berechnen, weil es Dinge
bt, die außer dem Gebiete der PhyNk liegen.
- Bum Schluß einige eingelne Bemertungen, bie
mar als Andeutungen bes vorigen in Beziehung auf die Bes
9 (digpte bes Exdtbeils gelten follen, da fle hier nicht weitet
tert werden lönnen.
* Afrika, wie fon Hertodotus ſagte, und die neuere Zeit
.F es fa für den ganzen Erdtheil wahrſcheinlich machte, hat
"eur zweierlei Grammpdiker, denen alle andern ale @inges
SS wanderıe und Mifchlinge fich zugeſelit zu haben ſcheinen;
38 Die des Hoclandes und bes Tiefiandes fhwarz und br-um,
=9 Zerhiopier, Libher ber Alten, Neger und Berbern ber Mei
mu6 rm; ober bon ihnen mehr oder minder näher flehende, (päs
ter eingewanbderte ober fonft nach und nach verwandter ges
6 gordene Völker, welche fi) ale Uebergänge zus andern. nit
9 Meilanifhen *) detragın laflen, j
— Die Neget, ale Bewohner des Hoclandes, ſo weit mie
es ennen, und feiner Gehänge, bis in die mittlern Sttom—
[4 ie ober felbft bis sm ben Meerenküften, find meres
8 buch Dämme von bedeutenden Staatskräften, die fi au
$ dem (dmalen Küftenfäummen nicht fo leicht otganiffren förtts
= ten, mod dutch anderweitige Kräfte ihrer Glteuznachbarn
= imbert tworben zum Weg bee fruchtboten Gelände am
me ihres Hochlandes und ihrer Bergkräme zu elaugen.
Ueberall wo fie Defig nahmen, da haben fit auch als ein
———
ehauptet, gi nel jeter 1173
dextdeilt, una fo viele verfepisdennstige Eptärhrn fig erwäts
ESamlikasazennomeno-
“ur
ZUEEUR
) Nersi 98. Sind die lewait kb bad Äfkee i
* —* PA iss; 129 ee eilaun
1044 Afrika, Tieflaud, IE. Abſchu. 5. 50.
ben, daß wir bis fegt nocy nicht im Stande find, ide Spraqh:
gebiet zu überfehen.
Saft überall erfahren wir aber, daß fie von dem Hoch
Lande nah den Kiefen herabgezogen find, dem bemwußtiofen
Laufe der Bebirgswafler gleich. Da Haben fie fig rum
um das Hochland in der That in Schichten Über einander
abgelagert, Haben bie frühern weiter gefchoben oder vernich
get, extrümmert und ausgeflofen, wie zumal an ben Bub
neatüften oder unter fich aufgenommen, wie dieß übers
bei den Mandingo’s der Fall zu feyn ſcheint. Keine Eput
von Kıunftdentmalen als Urkunden er einfligen höher
Boͤlkerthätigkeit, iR in biefen übereinander und burdpeinan
der gewachfenen Wölterlämmen aufbewahrt. Nur bie viel:
fach verfchiedenen Spuren der GSprachſtämme Leiten hie und
da auf ihre Sacceſſion, und nur in ben jün fe herabgejege⸗
nen Wölkerwanderungen, iſt die Art und = chtigkeit ihrer
Züge, während der drei legtern Jahrhunderte, am einigen
Stellen der Küftenländer noch zu verfolgen.
Die Bewohner bes Plattlandes dagegen, beren Haupt:
mm tie gu den Berbern gäßlen müflen, baben be, m
der Wüſte angehören, au BL Ad baracter mit
nommen, der in der Idee des Wanderns umter allen
ſichtspuncten ſich wieder darſtellt. Seit Jahrtauſenden
ward dort die Oberfläche bes Landes von Hügel zu
etrieben, die Oftfeite bloß gelegt, die Wefkfeite überfchätte.
uch einzelne Wölkerflämme, fepeint es, mußten fo wie bie
Wafferftellen, Quellen, Wadis, Küften, Dafen und $ele
lacten fi umänderten, geswungen werden, Den Wander
Bob ju ergreifen. Der allgemeinen Naturgewalt widerſtand
e einzelne Menf nit, und von ber Zeit der Herebati
hen Naſamonen bis auf ben heutigen Tag, find viele Bil
erflämme und chclifche Garavanenzüge Hier unabänkeriig
in Bewegung. Gie haben nur nach dem Wechſel der Zeit,
ber Völker, des Verkehrs, der Religionen, ein anderes Ge
wand angetdan indeß ihre ſtehende Form durch das gan
Gebiet der Geſchichte reicht.
Daher Bier der Character des Wanberns auf eine ge
nerelle Weife bei allen Völkern, in der hagern GBeftalt, in
der Höchften Genũgſamkeit, im Gebrauch allee Rafrungs
und Erquidungsmittel, in dem Mangel allee Geimifcen
duſtrie, in ber leichten Aneignung alles Fremden, in dem
angel des Interefſes für ein Baterland, in dem Werhfel
ber Ehen und Hanshaltungen nach Stationen, und in dem
ganzen Wechſel ihres Hordenlebens, ihrer bürgerlichen Bro
eine, ja in der Frechheit und Werfarilitäe ihres eigenen
Gharacters, bei ber größten gefelligen Berwanbtheit, und ei
ner Birtuoſttät in den Befchäften bes Handels und Bır
kehrs fi zeige, | oo. oo
m wien
Bugang am ſchwierigſten. Doc wiflen wir Fr bi
Ruͤckblick auf den Erdtheil. "1045
. So if das Phänomen bes Hinz und Herwanderns
auch für den Entwidlungsgang des ganzen Erdibeils von
WBedeutung geworden. Denn in deflen kleinern periodifchen
‚Beiträumen, iſt das Syſtem dieſer Wanderungen, weil es
ih nur nam der einförmigen Landesnatur geftalten konnte,
zu einer flehenden Naturorbnung geworden, Die wie die
„Ebbe und Flush bes Meeres, oder wie das Schwellen und
Sinken des Nilſtroms, die befimmte Mondenzeit und den
Jahreslauf unabänderlich gewonnen hat. In feinen großen
oriſchen Perioben betrachtet, Hat es auf dem Erdraume
‚Die beiden dem Auslande nach dem Drient zugekehrten Guls
zurlinien der Dafenzüge gefchaffen, die ganz gleiharrig vom
Mel nach Oſt at Hl nad —E die beei
Handelscolonien begeichnet werben,
Diefe leiten die Betrachtung von felb auf den Ein⸗
Fuß u, den bas Ausland Über Afrikas einfsemige Rate
ei iR die Urfache, daß Bier in biefer gewaltigen Auss
Dehnung die Einwanderungen fremder Völker fo gleichfärs
feyn mochten, wie fie, ba wie ibreZeitgefchichte freili
aid kennen, bem gegenwärtigen Wohnſitze derfelben na
au fließen, uns verleiten möchten. |
Denn die Weltfielung zum benachbarten Afien if zus
—— die einfachſte durch den ſchmalen, müften Volkerſteig
er Landenge Euez, wie durch ben engen, aber klippigen
Casperum sulcatu nach Edrif) Arabiſchen Golf. Alſo räume:
Ki am befchränttefien,, in den Formen am einfachfien k im
o
ur von einer Ginwanberung älterer VWölterkämme aus
sabien nach Afrika, etwa ber Berbern oder der Kaffern,
| all beide, im Hinſicht bes Rörperbaues jene, im Pins
t der Sprache diefe, eine große Stammperwandefchaft
- wit ben Trabern au haben feheinen. Wir wiſſen nicht eins
mal, ob bieß vor eines Bildung bes Arabifchen Bolfe ges
gaehen ſeyn mag, oder naher, oder ob nicht vielleicht Die
ca
ee einft noch eher Afrikaner gu nennen wären, ale
Aflaten, mit denen fie in frühern Zeiten faß in weniger
Berwandtſchaft geflanden zu haben ſcheinen, als mit A
Zanern, beren Erdtheil (deſſen Natur mit der Arabifehen
nahe verwandt ift, wie es feine Bewohner find), fie
ſeit dem Islam gleidfam von neuem affimilist haben.
efegt aber, daß bie Kaffern von daher einwanderten, ſo
‚ feheint es, mußten fie, wenn fie einmal fübwärts zogen, fo
ie
den ganzen Küflenfrich bis zum Südende einnehmen,
Landesnatur gemäß, wie bie Berbern, ober wielmehe
‚ti ber fpätern Zeit die Araber, in weiten und breiten Zü⸗
en burch das flache Continent bald bis sum Weſtocean
rangen.
3046 Afrika, Tiefland. | 11. Abſchn. 6. 39.
Am Außerfien Norden von Afrita, am der Küfte der
Berberei, deutete früberhin die alte Welt in der Gründung
der beiden Herkulesſäulen bier einen Uebergang von Libyen
nach Hesperien an, Deffen mehr mit Europa (f. Rüflım
kand des mittelländifchen DReeres) Übereinfiimmenbe Rataz,
ertinnten nach den turıen NRo'beinfällen der Botben uw
Dandalen die Araber, und fucdten vom Süden aus bie fe
nahe verwandte, ſchoͤne Spaniſche Halbinfel, mit ihrem
Reiche gu vereinen. Aber es follte durch die Völker im
Streit und Krieg, ein Zwieſpalt und Gegenfag, wenigſtent
für gewiffe Perioden, in die Natur kommen, den die Sagen
und Anficdsen eben derfelben Voltker immer wieder aufge
Hrben ſtreben, weil das Gemeinſame durch bie Ratur wen
bunden, zw laut fie sur Bereinigung aufsufordern ſcheint.
So bieten fi wenigftens noch bie en der geaenäben
liegenden Algarve in Desperien und EI Barb im Hase
die Hand, und die Sage ging zw Edrifi Zeit unter I
Arabeen, daß des alten Haders zwifchen Afrikaner um
Undalufieen müde, Herkules Damals, als bier noch fen
Deean die Völker trennte, erſt dur die Meeresfirafe dat
Mittelmeer mit dem Dream verbunden, zu beiden Seiten
bie Wäue aufgerhürme und fo die Trennung bewirkt ba.
Aber die Meere felbft Härten wieder einen Theil diefer Wi
miedergeriffen. Und fo geht noch Beute dort daffelbe KRähe
en unter dem Volke, darum babe Eraf: el» (Barb, das ie
zühmte Xrafalgar, feinen Namen, weil es nur ein Theil
von Ei Garb fey, Gebel Xarif, d. i. Gibraltar, den feinen,
weil es nur ein Brig von jenem Theil (Zraf oder Xarif),
der ein Stück von Äfrika ſiy (nach Andern Gebel el Tatil,
Fels des Tarik, bes Ueberganges). Go greifen alte um
neue Sage, und felbfk die jüngere etymolegifirende Zend
. ber Völker in einander ein, weil fie daſſelde fühlen und gem
Bewußifeyn bringen wollen, wohin auch bie Wifſſenſchenu
fuhr, wie 3 DB. hier, um es auszuſprechen, baß die Ber
erei in ihrem ganzen Naturtypus nicht zum Afrikaniſchen
Grundcharacter gehört, fonbern zum &uropäifchen, sd
vielmeße mit dem bes Küftenlandes am mittelländifem
Meere einen eigenthümlichen bildet.
chen wie nun auf bie Küftenformen überhaupt:
geigt fih wie die Entdedung ber Afritanifchen Mee
Ren, einmal unternommen, fo raſch nur von zwei Volks
beendigt werben Eonnte, eben wegen ber Einflrmigteir m
des relativ für das continentale Areal kürzeſten Küftenfes
mes; naämlich durch Karthager von DE na We Kit
durch tie Seulen des Herkules und nach Gerne; und durd
Vie Portugiefen von da aus, wieder in fo kurzer Zeit vun
um bis zur Landenge Sueqz.
’
|
t
'
‚wegelmäßig organificten
Ruͤckblick auf den Erdtheil. 4047
Diefelbe Gleichförmigkeit der Flächen im airbligen
Aftiba, duch melde, wo es auch fep, entweder der größte
imgel ober ber größte Weberfluß im Winnenlande erzeugt,
alfo au Gefahren wie Gewinn gleichmäßig geſteigert wers
den, eben biefe zeigte ihren Einen im — und in
Religion, den beiden mächtigſten Momenten ber Wölkerbils
dung. ‚Beide erſcheinen hier wie ſonſt nirgends auf: ber
Erde, in Berfenigen characteriſtiſchen Hauptform, welche bie
MRotur des Landes bedingt, namlich in Wöltermaffen auf
ölkerzügen.
Durch diefen regelmäßigen Wechſel getrieben, ſtroͤmt
alle Thãtigteit der gewerbetreibenden, Afrikaniſchen Welt,
- mund zus dieſer gehört des König wie ber Priefler, weil auch
ier Die Stände wie nirgends fonft gemifcht, mur bie eine
famtform des Landes annehmen müffen, aljährlich rings:
am von allen Küften, die überall bie Pforten zum Sudan
ns werden, diefem wunderbaren Mittelguncte des
jontinentes gu. Er, diefer Sudan, auf melden bie Aufs
mertfamteit aller einheimifchen Wöller fich richtet, iM in
- Mfrita was in Aflen der Orient, nur daß der einfärmigen
dieſer Sudan, mw
Natur des Gontinents gemäß, deſſen durch den Werkihe Ies
dendige Mitte, eben biefe, mit feiner geographifhen in eir
sem und demfelben Raume gufammenfält. ben da liegt
Platt: und Hochland fig berüßren;
gm Eingetweiden wird das glänzende Gold und feinem
usterfchooße werben feine dunkelfarbigen Kinder entriffen,
mit deren Staube und Fluche beladen hun der Wugergeiß
B den Küflen zurüdeilt, und feine Beute den Winden und
em Dean des gewerbetreibenden Lebens vertraut.
Aber auch tiefer wie in biefem Sudan bringt nicht
leicht ein Eindeimiſcher in das Continent ein, denn im
Rande ber Neger und Mauten ſelbſt iſt es allgemeine Gage,
wie ein an feinen Wergebirgen non plus ultra (Gap Bo⸗
Jador) auf dem Meere, daß man füdwärts von Tombuetu
Mit weiter in diefe Länder veifen Lönne; wer einmal da:
ingegangen, der fey nicht wieder gefommen und man wifle
e nichts von ihnen.
No weniger konnte je ein Weißer biefem Mittelpuncte
nahen, der nur als eine geheimnißvoll, immerfort fließende,
. lebendige Menfchenquelle erfpeint. Alle Fremden wurden, bis
edt wen:
ten®, abgewendet oder verſchwanden ganı, wenn
an der Schwelle diefes Landes fanden, in deſſen Mitte das
fe Princip von der Nord: bis zus Süd» und zur Welt:
de fein Spiel treibt, wo Magie und Zauberei, Fetiſch und
Grisgris ihren ‚bluttsiefenden Thron aufgefplagen haben,
amd dr ihre glänzenden Waaren von dem reinften Golde
(die berühmten und durch ganz Afrika geſuchten Zauberan
beiten Eis Herreg vom Jinnie⸗ Dartte) noch gegenwärtig
|
1048 Afrika, Tiefland. ZI. Abſchn. 6. 50. |
die Abtrünnigen, jum Jelam Übergegangenen, durd den
ganzen Rorden bes Erdtbeils, auch im ** Kerne, ft |
unb fort in geifliger Abhängigkeit und Bangigkeit zu ha
sen wiflen. Doch almählig rüdt die Forſchung der lehten
abrjebende obmopl lanıfam und nicht chne Opfer, vb
Kar vorwärts gegen bie buntie Binnenlant. |
GSelbſt die religiöse, gleidmätige Entwidlung, und ie |
Merbreitung des Islam insbeſondre, durch das gefrmte
Plattland im Norden dieſes Erdtheils, wurde dur frise
phiyfiſche Beſchaffenheit vorbereitet, eben fo wie bas gleid
artige Borwärteſchreiten des Islam, unb fein Auffeigen
zu den Dochländern von Dabei und Manbinge.
Die eigenrhbämlihe Natur diefes Plattlandes if mie
in Teinem andern Exrdrbeile durch folge allgemein gehriut
He Benennungen wie Libyen mie feiner breifaden Eis
theilung, wie bie Berberei, Numibieir, DBilebulgerid, Se
hara, Nigritien, Sudan, Aethiopien, fo characteriſtiſh ie
eichnet, daß fich dieſe, unabhängig von bem Hiflerifkız,
beffen Boden fie waren, durch alle SHattirungen ber Geie
Gen, Römer, Araber, Europäer unb Ur: Einwohner, als
ſelbſtſtaändig in ihrer Bereichnung erhalten Gaben.
„perodot und feine Zeitgenofien, die das Lebendige it
bee Anfchauung mehr aufnehmen konnten, batten nidt fo
gang Unrecht, daß fie Aeuypten nicht gu Afrika gählten;
denn im höhern Sinne betrachtet, löſet fich dieſe eigenthum '
lich gewordene Culturecke, ziemlich beſtimmt als felbffäx:
diges Glied von dem ganzen Übrigen Erdkörper ab.
Das gegenüberſtehende im Wefpot der MWreitenaze it
Gontinents, Iıegende Senegal: Gombialand, welches nift
den Vortheil Hatte, dem Drient zugewendet gu ſeyn, if ba:
gesen, obwohl burch feine Eigenthänslichkeit dazu berafm,
och keinesweges noch zu irgenb einer bößern Gulturkl:
gelangt. Gerade biefes, in bem l bau dem Afrikaner wat
allen fremdefte Element, das Waſſer, die vermittelnde Haupt:
sole ſpielt, ſcheint es, ſollte erfk von außen ber durd ein
mehr ins Univerfelle wirkende Thätigkeit des Brittiſchen
Volkes, für Staats: und Weltgefchichte fruchtbar gemadt
werden. Bunähfl am Eingange bes Docs wie des Platt:
Landes, zunähfl an Europa und Amerika, bem handeinden
Decident der Erde, ift es glei gusängli im Innern durh
lüſſe wie von außen durch oceanifche iffährt, und de
ei in der What bie kürzeſte Drüde zur Eutde md
Antnüpfung neuer Weltverhältniffe mit dem “Innern bieſes |
gi u —— —
Gontinentes. Die Gründung eines erſten Megerfreifastes
(Sierra: Leona), die Verbreitung bes eh im be
Landesfpradpe (in ber Gufufprade), die Anfänge gu em
heimiſchen Gefchichte ( Wadströms, Beavers Akrican Me-
moranda u, 0. m.), alles bisfes ſcheint anzudeuten, deß
Ruͤckblick auf den Erdtheil. 1049
dort die Wolle bee Befpichte Mid exit entmideln fell, die
‚den nt; ten Ed eine.
Kua Dortamerite srinbet gegenwärtig Dart um bis Cop
MRefarado einen neuen Golonieftaat, nachdem es im Norden
aan nen FH Errheile, ” Bu und an es Safe:
mehrere vergel erſuche gemocht atte.
Denn au am noͤrdlichen Ende Der aräfern oder Län:
- gemage bes Afrikaniſchen Exblörpers, mo das berühmte Kar:
thago jund Kairwan ber Araber in ihren Trümmern nice
fehr fern von’ einander liegen , ſcheint fie, in dem Erdſtrich
mit der Europäifchen Grundform, welcher dem Gulturges
- biete des mitteBändifchen Küftenmerres Jugewendet if, mis
dem Beitalter der Gprenäer, der Sarthagiihen Warkas und
des verſchwundenen Kaliphats, ſchon zweimal abgelaufen
- gu fegn.
- Das Gübende ‘diefer Pängenare, das gang und gar
- vom Orient, vom Sudan und vom bem Dccident abgewen-
det liegt, Bat, obwohl feit Jahrhunderten im Befit der
G@uropäer, für die Seſchichte der Menfhheit no wenig
Wlüthen und teine Früchte getragen. Diefer Güdpol bes
Gentinents, has als vöRig ifolirter Punkt noch keine Bes
beutung für ihn, auf dem er liegt, gewonnen. Er würde
der —— angehören, wenn er zum großen Caravan ⸗
ferai für die Welsfchiffer, zum Emporium für ben Drient,
ben Drcident und die neme Welt, zu einer Weltwarte er:
Heben würde, um von da aus bie oceanifchen Wölkernerhält:
aiffe auf der Halbkugel unfrer Antipoden gu Überfhanen
- and ihnen immer gleich gegenwärtig zu feyn, ein Werhält:
- Braft
if, melden das Capland feit es im Befit der Written iſt
- ip immer mehr und mehr un ſcheint.
®
Und follte wohl je die Zeit Aftiia kommen; wie
Der Anfang zum ihr für Europa ſchon erfchienen if, in wel⸗
Ser die Wirkfomteit der änf Glieder zu einer gemein:
formen Thätigkeit des ganzen Sndisiduums famt feinen
lieben ip orgamificen wird, fo daß im ihr eine aue, ih⸗
zem eigenen Mittelpunct fich entfaltende riſche feit,
und Schönheit entwi@eln und felb Heigern
Bunte? IR es ben inländifgen Gulturländern Habeſch
und Bandingo, Fullah, auf dem äfliden und mefllichen
lägel des Abfalis du —— — ten zu die
drechen, u: t en inne liegen:
Im Chdın in allg. ern Wertehr ten; Ober poll
vorher noch von diefem Hochterraſſen felb ein eigenthüms
ſes, hößeres, bilbendes Prineip, ein wiflenfepaftlipges, pos
Aue oder eeligidfes wie Pr überall ausgehen? Döer
te vom außen Her die Wildung biefen Bewohnern bes
uban nur Übertragen, eingeimpft werden, weil bei ihnen
mehr das Empfangen, bei andern mche has Beben im her
1050 Afrika, Tiefland. II. Abfchn.:$. 39.
onzen Hiftveifchen Entwidiung Berborgetreten wär? Din
elite vom entgegengefehten Ende, vom Süden ber, das
heiftenthum fchneller auf dem Hochlande fich gegen Ren
den Qusbreiten ‚ als wie es bis jegt gu ermarsen berepiigt
Wenn wie nun fo bis zu einer gemiflen Grenze im
Einfluß der Naturverältniffe nach ihrer räumlihen As
ordnung im Gange menfhliger Eniwicklung berührt habe,
dürfen wie nicht Überfeben ,„ DaB es an diefer Etele au
e diefes Erdindividuum geſchehen if. Denn fo wie mit
ein Verfchiebenes der Menfchenraflen annehmen, fin es als
ein uefprünylich gegebnes oder erſt ein angebildetes Dife
zentes, fo müllen wir als Bedingung zu beiden Fäden,
eine vorangebende Differenz der Erbindividbwalität voraus
fegen, aus oder auf welcher jene bervorgegangen, in der fr
als Autochthonen ober als Eingewanderte nun einmel ein
heimiſch find, Wie ließe fig auch Die höchſte Individual:
gät unter allen Naturkörpern, bie wir kennen, die dee Pia
neten, ohne jene Höhere, organifche Einheit und individueke
Mannigfaltigleit feiner Glieder und Sunctionen, nur al
ein Überall und in allen Theilen mechaniſch und nur em
artig Wirkendes, und fo nur als ein offenbar Zodtes ge:
deuten, in dem nicht einmal die Verſchiedenartigkeit der
chemiſchen Raturthätigkeit in ihren Geſamtverhältniſſen zur
Entwidlung gelommen wäre?
Es Hat jedes Glied des kleinſten Thieres feine rigen
ümlihe Zunetion und jeder Erdtheil feine eigenthkmir
en Thiere und Gewächſe, und dee Menfch, bdeſſen Ge:
blechescharacter es ift, daB ein jeder Einzelne auch en
genthümlicher ift, der phyſiſchen wie der intellectuelm
Geite nach, der alfo noch immer unser dem Einfuf Kr
Naturthätigkeit ſteht, dieſer follte in feinen großen räum:
lich getrennten Stämmen und Zweigen, in feinen Raflıa
verfhiebenheiten, ganz unabhängig von der SSndividmulint
des Dianeten, feiner Naturfeite nah überall und an jede
Gtelle, als nur ein und berfelbe Ausdruck, der auch in als
len ihren Aeußerungen unendlich mannigfaltigen Naturthä—
tigkeit hervorgetreten feyn ?
Dof nun in diefem weiten Afrikaniſchen Ländergebiete
die Natur des ſtarren Dafenns im Irdiſchen mehr vorherrſcht,
daB auch in der Geſchichte des Menfchengefchlechtes Hier,
wie im Vergleich mie andern Erdtbeilen, die Maturfeite,
mehr als eine Überwiegend beflimmende erfcheint, eben bie
fee iſt der Individuelle Character dieſes Erdtheils, durch den
er von andern unterfdhieden bleibt, wie es 5. B. der Chr
eacter ber unentwidelten Kindheit iſt, daß in ihr die Ber
aunftrhätigkeie niche mit Bemwufifeyn, obwohl mit dem
-
—
Glanz ber Schoͤnheit und von Gefühlen durchdrungen dee
Ruͤckblick auf den Erdtheil. 1051
vortritt, ohne daß dieſer Zuftand darum ein micbrigerer
wäre, aber ein anderer, als der des entwidelten Menſchen.
Weil jene Durchgangsperiode, die Kindheit, famt ihrer
Ausbildung, innerhalb ber Grenze unferer Ueberfpaulichkeit
liegt, und wir als Ausgewachfene auf dem rechten Stand⸗
Yuncte ihrer Betrachtung flehen, fo erfüllt fie uns mit den
Fhönften Ahnungen ber Zukunft, und erfcheint uns als
ein reigendes Bild. Wei dem Menſchengeſchlechte, bei den
einzelnen Völkern, deren Entwidlungsgeit weit über die
Grenzen unferer geifligen Umfpannungstcaft liegt, wird uns
Bingegen, die wie felbft noch im Anfang ber Ausbildung
ftehen, mit dem unaustilgbaren MWahne ihre Eulmination
erreicht zu ‚haben, muß uns felbft, fo lange dem. Wolke, defs
fen Sinn nur nach der Erde und den finnligen, endlichen
jewalten geftelit iR, no durch kein Licht der Offenbarung
ein Tag der Wichergeburt geworben, der auch von ben
Banden ber Erde befreien kann und über den Planeten hin·
weg zugleich in die geifige Welt einführt, biefer En d
norhwendig als eine Stufe der Rohbeit und ber Riledrig⸗
weit entgegentreten. ”
Wir gehen nun in den folgenden Büchern zu ben Erd⸗
heilen über, in welgen eine größere Umabpängigkeit won
biefen Naturbebingungen, eine größere Mannigfaltigkeit von
Segenfägen in den Eefgeinungen dervorrief, der dur fie
Vedingt ward.
Reg
ifter. .
über das Exfte Dach, Seife,
X.
Hemoke —— ß pm
amara, elruinen daſ. 615.
Le Bebuinenflemm 542,
MWohnfige, Beſ
in u. Gewerbe, Stämme,
8 ‚ Shoracter, Abſtam⸗
mung 1. 659 659 en
Abd s els Suria, Infel 164.
Abiad, Bahar el, (weft. Rils
arm) ſ. unter Nil.
Abomeo „Reſidenz des Könige
. son Dabomey
Aboona (oberft. a. Priefter)
unter dem Patriarchen von
Alerandrien 195, 219.
Abou » deger, Diebel (Berg ber
Gewitterftürme) 709
Abou, Medynet, en. Bands
feulpturen u. GBemäplde baf.,
des Seſoſtris Eroberungszäge
° barftellend 742 f. f. au un:
ter Theben.
Abrah, danpſſtadt der Fantee⸗
veger3 2 f.
Abukir In, Antiquitaͤten da⸗
ſelbſt 868.
Abukir, Kaſtell von, 855.
Abukir, See von, f. Madyeh.
Abutua, ſ. Butua.
Abybos, Stadt, einſtige Groͤße,
vorzüglich durch die Lage bes
wirkt 766 f. Schugmauern ges
ger den Wüftenfand, Ruinen
er Stabt u. eines DRremnen:
pallaſts; Jomards Bermus
Kung über Abydos Erbauung
7
Abyffinia, ſ. Habeſch.
Acaba, Bergkette 527 f.
Aca eciĩaæ Gireflse, k Gef
haum
Krcoda, oHänb. B
—* Se⸗ a
De Barros Nachrichten 258.
Achmoun, Banal 831.
Achmouneyn, Dort 782 f:
Adams, Blatrofe, Beide 4%|
Abda, Fort 310
Anbebeb, Gissel ( Golbberg
171 f.
Addina ſ. Elmina.
Adirri, Fluß (Rio Volta) 331.
Adowa, Reſidenz des Ras 183
Abuchni, Kafr 935.
Abule, Gtabt; Ruinen wie:
gefunden 238 f.
Acbefius, Apoftel d. Habefl 195
Aegypten, Leberblit über b.ı
Be famtronfiguration Aegapt.
678 f. Alte Romeneintpeilung
704 f. Bewäfferungsfuften »
Ober: u. Mittel: Arge f
Ausbehnung von ©. neh N.
Größe Ber culturbaren Ober:
fläde 8
Keappten 3 ‚Mittel: , Ueberfät,
daffelbe im weiteren Ruhe
liſchen u. politifd. Ginze
Suͤdlicher Theil 775 f., 1
licher Zeil, Deptanomis 787f.
Aegypten, Ober⸗, f. Gail.
en ut unters, 814f. ee
entwidlung, noͤrd
Kehren; Hochland ven, ah
Zeraffe ı 169f. Rome,
eit deſſelb. Sriepie
Regiſter.
wan 177. Aethiopiſche Litte⸗
ratur 21
AJethiopier, raͤthſelhafte Boͤlker,
aͤlteſte Nachrichten 221. Spaͤte
Nachrichten der Griechen und
Römer 221.
Afrika, Familienähnlichkeit ſei⸗
ner. Voͤlker 367 f. Einwohner⸗
zahl 383. Einheimifdhe Sclas
verei 383. Afrika ale Indivi-
duum in Beziehung auf bie
großen Berhäktniffe feiner Ge⸗
famtform 955, 1040 f.
Afrika, Suͤd⸗ —8 Yıf.
Agaazifpimme, Sprache 294
221, 2
Agadir, ucht von 827.
Agoona, Kuͤſtenland 315.
Agams, Provinz v. Tigré 215.
Agoms, Hirtenvolk im Gamens
Bebirge 203. Landſchaften bes
wohnt von Agows .215.
rd illas od. Agulhas, f. Ras
Apanta, ant, Boden, Einwoh⸗
ner, Koͤnigl. Sewalt 305. Arts .
focratifche Regierungsart 817.
Ahnäas, Stadt 789,
Aidab, Dafen, Ueberfabrtsort
nad Arabien 669 f., beſett
Renault 671. Safer der Bel
f
An el Shams T. Mathariap.
Alzanas, König von Arum 195,
105. Monument 193,
Alofa, Fluß 1016.
Akhmyn, Stadt, bas gentige
776, feine Ruinen, Gebäude;
Binwehner 776f. Ramen 776,
einft Kriegscorps bes Seſo⸗
Kr dar, Buftand zu Stra:
Beil, 2 Ai ber Shri«
m Bot de Weemiſten) 315.
Alta, Stadt, daſ. 3 Forts 309 f.
aka, Bebiet, Colonie daf. 299 f.
Algier, Küfte von, 910 f.
Alesandria, Ganal von, 864 f.
Alexandriniſche Küfte 8x5, 866.
Gehalt des Bobens 809 f.
Alerandria, Stadt, Lage, Bata:
comben, Stellen alter Gräben,
Ruinen, wären ı 866 ie
1055
Aloa, die große Infel, Selim ei.
ee —— 3
e acobiten Ehriften
daf. 565. Königl. Macht, Pro⸗
ducte 565 f. Kerfa (Wolf), bes
Tondere Art ihrer Aderwirths
ſchaft, Spuren des Afiatifch.
Magismus bei ihnen, Aber⸗
glaube f. , dreierlei Nele
gionsfyfleme 567.
Kdareı, "Reieberiße 206,
Amanabea, Küfte 306.
Ambe, haracteriftifhe Berge in
Habeffinien rgo f. .
Ambofer, Hochland der, 299. _
Amari Sonko, Groberer unter
den Mandingos 363.
Amasith, Sprade |. unt. Schel⸗
Ambara, Gebirge, die bewohn⸗
teften, ehemaliger Sitz des
Abels w. alter Cultur 208.
Ambara, Staat, Herrſchaft des
Abyf nifhen Kaiſers daf. 188.
Ratärlihe Grenze zwiſchen
Zigre u. Amh. 214. Haupt⸗
flaat v. dabefjinienar6. Pro⸗
vinzen 216.
Amharaſpuache 188.
Ammonier, f. ımter Siwah.
Amoni, Koͤn. v. ijApollonia Jız.
Amphilabay, Weg v. derſ. nach
Shelicut (Auffteigen von —
zur Rigreterraffe) 198f.
Idriehen mit ihren an:
gen 235 f.
Anvobra, 35 us 506.
Angola, yaffagt zwifchen Sofala
und Angola 142.
Ankheyre, ———— Stadt 5349 f.
Handel 552.
Antober, Hptfidt. v. Efat. 216.
Anttamabor, Feſtung 308.
Annesleybay, noͤrdl. Breite 3
Beſchreibung ber Bay m €
ihren Umgebungen 238 f.
Antaloin, Hptfibt. ber Provinz
Enderta, Reſidenz des Ber
Uran von Kigre 187, 215.
alts-Beifen bahin, Meg von
Diran dur Hochebenen und
Bergpäffe 186 f.
Antaeopolis, |, Kaou. —
1054
Antäus 778 f-
Kntinoe Rdmiſche Kalferkabe
ig zegnnten, Srhauung, Rui⸗
nen 7B
Ansilo, Bote 262 f.
Ninopolis magna, f. Edfu.
Apollinopolis. parva, ſ. Kous.
Apollonie, Fort .
Apollenia, Hafenftadt ber (pres
näer, Ueberrefte
derf. f.
Beſtandtheile des dar,
Apollonia, Königreih 307, 318.
abfolute Monardie 317.
Aquapim, Borterraſſe 298 f.,
veränderte Begetation, Klima,
Bewohner 209
Araber, Thurm ber, 872.
Trabiſche Gebirgskette 678 f.
Arabifege Sprache, im nörblichen
Afrika 901.
Ardrah, Stadt, befonbere
Eöriftart bafelbk 297.
Arena, Yactorei 165.
Areyga, Ort, Boden baf. 635.
Argo, Infel 598., alterthuͤml.
.Ueberrefte daſ. 611.
Arguin, Jnſel, entdeckt, und zu
andelsverbindungen mit den
Negerſtaͤmmen des Gontinents
benutzt 411 f.
Arkeko, Stadt, Yauptftraße v.
ba ins Innere „ Urſachen,
warum an biefer &telle 181f.
Xrpönga, Fluß, ſ. Gaboon.
Arfinoe, Truͤmmer von, 8o2f,
Arsinoites nomos, ſ. el Fa⸗
youmc.
Aſachaͤ, Volk, aat.
Abbeft, Berge von, 396.
Afhantees, Volk, 312. Vertil⸗
aungslriege gegen bie Bantees
313 f. Unterjodder der Akemi⸗
en 315. Reich ber Aſh. nach
Bowdich 320 f Auswanderer
nad) einer Tradition, Spra⸗
de, alte Eintbeilung in 12
Stämme 325f. Regierung 306,
Gage von der Bertheilung ber
Pa unter Echwarzen A
en; Borfte von
Erde 326 f. De ie alte Ae⸗
thiopiſche Ausmandere, vers .
Regifter.
mitt mit Aegyptilhen Geis:
niften. Hypotheſe d. Bowdiqh
327 f. Phoaicijqhe Gebraͤuche
v. Tarthagiſchen Colonien ab⸗
geleitet 329. ereinftim:
mende Sitten und Gebräud:
mit ben Abyffiniern 329. mit
den Aegyptern 329.
Xepis, Gtabt, ehemalige Lay,
. Denkmäler auf Kegebeutetgg.
Affauli, GBebirgspaß 234.
Aſſema, f. Chama.
Aſſouan, f. Syene.
Afſuany, Ihn Selym el, Bak
über Nuba u, f. w. 583.
Affyout$, ſ. Syout.
Itarbechis, Stadt, Ruinen v. 319.
Atbera, ſ. Zacasze. ;
Atbara, Araberflamm 527.
Atboͤ, f. Edfu.
Atdrivie, Stadt, Ruinen derſ.
828.
Atlantis, Infel bei Plato, Ai
Beys Bypotbefe üb. diel. gogf.
Atlasgebirge, Umfang ber Bng
‚süge 883 f. Grenzgebirgekei⸗
ten 885f., Über ben Rımm
805 f. Bewohner f. unter
Plateau.
Atlas, großer, Brenzberge geg.
‚die Sahara 886 f. , falfche Aa:
gaben von feiner Ausbebnung.
Atlas der Sriechen u. Römer
887 f.
Atlas, hoher, 839, f. Bil
894 f. Höhe nad An 909.
Atlas, Eleiner, 389 f.
. Atlas, mittlerer (Plateau) Sgıf.
Augila, Dafe, 96. Gröffuuns
eines Caravanenweges v. hie
n. Borgu 504. Bewohner 1011.
Avicennia lomentosa, ſ.
baum
Axim, Fort, Küftenland 506
Arum, Ruinen von, 192f Art
mitiide Macht, SGriecthiſche
Steininfchrift 192 f., wahr:
ſcheinliche Ausdehn bei
Reihe 195. Arumit. %
aus ber von Meros eraporge
————
ätel, el, St
Degiiter
Iın:-.
B.
Baͤdu, Land und Stadt ee
Bafing, Fluß, mittler Zuflug
des Senegal 402, Bereinigung
: mit dem Kofora 403. Bedeu⸗
tung bed Namens 402,
Bagderme, Reich, Lage beffimmt
486.. Rachrichten über Land
- und Ginwohner- 500 f.
a7 es züßenneger, einge:
raͤnkt 3
rabas, f Me erda
ae, ae d. Kuͤ⸗
ſte) 182f. Herrſchaft deſſ. 216.-
Baharnagaſch, Vorterraſſe, erſte
Stufe des Habeſſin. Aipenlan⸗
183. Umfang, Oberfläde
f.
—*8* belama, Ganat,, f,
Thal deſſelben k60o, 862 f.
were, Ganalgı6, eandfchaft
3
Bambarra, Land, Name erklärt,
Bewohner 442.
Bambuf, Land, WBewäfferung
Producke, Gold: und Silben
minen 359f. Plan ber Frans
zoſen daffelde zu erobern 417.
ancaor, Quellſtrom des Zaire
258 f.
Bance, Inſel 336, neue Nies
berlaffung dafelbft 339.
Bangaffi, Stadt, Cage deſtimmt,
M. Parks Ankunft daf. 375-
Banianen, Indiſche Handels⸗
leute 155, 165.
Banianenbaum 278, 282.
Barbar |. Berber.
Barbela, Zuftrom bes Zaire 258.
Barce, Stadt, verfchieden von
Hioiemais, dur ihr heutige®
Daſeyn 9
Barka, —EXe von, 924, 935.
baffelbe bei Labiar und feine:
Weſtkuͤſte u.f.w. 936 f. Weg
x». 8abiar üb. db. Plateauv. B.
nach Cyrene, Gebirgsart des
en Pla. —ãA Dſtſeite
a bis
um Sr v. Bomba
Barolus kein —
209,
1055
Barraconba, Factorei, 342.
Barre, Solonie ber Mandingos
Barreras rossas, Fluß 259.
Barreto, Franz, Kriegszug 139.
Barros, De, Nachrichten 138,
140, 141, 415 f.
—— Bekanntmachung 123,
—*8 Kabr TOR.‘
Batta, f. unter Niger.‘
Batuta, Mohammed Ebn, Rei⸗
fen, Schriften 439f. Rage
Dre vom Laufe bes Niger
—* ‚ (Belut) Hafenſtadt,
Weg von bier nad Fremona
(Auffteigen v. B. zur Tigré⸗
terraſſe) ı97f. Name erklaͤrt
199.
Beban⸗ eis Malont (Pforten d.
Königsgräber) 748 f. Beſchrei⸗
- bung bes. v. Belzoni entdede
sen 749 f.
Bebawan, Paß 894f.
Bedjah, Volk, Nachkommen der
Blemyer, Stammoäter vieler
: Bebuinenftämme 666 f., Alte:
file Spur bes Namens 667.
Rame auf verſchiedene Art
geſchrieben 667. Ebn Haukals,
Ibn Selyms, Maſoudis Nach⸗
richten von ihnen 667f. Ver⸗
bindung mit d. Rebjahs, Sin⸗
ken ihrer Macht, Benntzung
der Goldbergwerke am Ollaky
668 Wohnſitze der Bedjah u.
ihrer Nachkommen, Sqiffahrt
und Perlenſiſcherei zu Aidab,
Sruͤtze ber chriſtl Kreuzfah⸗
ter 670 f:, glaͤnzendſte Periode
“ bur Handel 671 f. Schilder
tung ber 8 ihrer Eebensart
: mb Bitten 672 f., noch jett
Spuren ibres Ramens 673.
Bedian, Reſidenz 594.
Beetjuanen, Borland der 95f.
"Bolt son f. Ginwanderung aus
Norden (allgem Vblkerwan⸗
derumg aus d. Hochlande) 383.
Behneſeh, Dort 88f.
Bello, Felletavberhaupt A7Y.
Belzoni, & A
| auge — Reifen, Eat
1086
Bengafi, Bebiet, Hafenort
Lage, Umgegend, heutiger Zu⸗
Wand, Auinen u. bafelbft ges
fammeite Antiquitäten 939 f+
Benin, Bucht von, Köfte, @
maͤliges Auffkeigen derſelben
7.
Bensmotapa f. Monomotapa.
Beny Gouef, Stadt 790.
Berenice, Emporium, Truͤmmer
wieberentbedt 675, 724.. Bes
ſchreibung berf. 724. Gtabt
Berkaat, EI, Stadt 999.
J., Patriarch von
Lethiopien 225f.
Berber, gemeinfamer Volkena⸗
me bei den Aegyptern 550 f.
Darbar. WBehattptung, daß der
Begriff urfprünglid von ber
Gprade, nicht von einem
Volle ausgegangen fey 564f.
“als erfte f
gewiffer Voͤlker 555., Bar:
bara, in ben Älteften Indiſchen
Werken, Name eines Sübdafiat.
Bölterflamms 556. Wandge⸗
mälde u. Sculpturen, befiegte,
ſuͤdl. wohnende, den Nubas
(wahrfheinih Stammgenoſ⸗
fen der 8.) gleichende Voͤlker
barftellend, auf ben Ruinen
Aegypt. Tempel im Nubiſchen
Nilthale 656. Barbar, zu de
vobots Zeiten ald nom. ap-
ell. gebräudl., Ruba unb
—* ——
ethnographiſch einſt verſchie⸗
den 557. Ausbreitung der heu⸗
tigen, durch Sprachverwandt⸗
*8* wahrſcheinl. zu einem
Stamme gehörigen B. 657-
Berb. im Oſtſudan bei Eba
Batuta, gleichnamige Ginw.
v. Barbara 557 f. Eigenthüms
lichkeiten bes Erbſchaftsrechts
bei einigen Afrik. B⸗Staͤm⸗
men, fo wie bei ben Malaba⸗
sen nad) Batııta, Gruͤnde bie
Werdreitung der Aftat. Bars
bara nad Afrifa anzunehmen
ielle Bebeutung.
wahrfceinli der Gigenname
Regiſter.
Bemoy, Abnig ber Jolbffen 418.
rt 165
Baber, Ausb
—— > Gronucte sl
Ginwohner ( Dreyrefiah) be
fgrieben, Abſtammung, Gr
mme nad fo
gar f , nägere Rad:
richten von ihnen und ide
Staͤmmen g90R f. Werbretum
ber Sprache, Arabiide Win
ter für, durch die Arab. ein
geführte Begriffe, Dialete
904 f. Anllänge der Werberis
fhen Gpradhgennfienfchaft im
ernen DO. u. B., Uebereis
mung ber Berb.: x. Su
anhenfpr. gu6f. Stammoll
immer fliehender
Flu
Berchichamera, Ruinen eine
Stadt 935.
Berracoe, Kort
Beth,! Gebirge 143.
—A 128.
Biafars, Küftenterraffe der,
Auffleigen von da nad kabey
und Zeembo 343 f.
ijuga Inſeln 409.
ilebulgerid, Banbesftrid 08 f.
Bilingo, Bibel 618. J
Binnenſchiffahrt, Land ber, zw
ſchen dem Gambia und Kie
Grande 409.
Birbe, Brenzort 682, 654
Birket el Kereun ‚803 6,
feine Ufer und befien Ruine
Bitket ® araq
Birnen, Stadt, —
Biſen,
Bergrivier,
wu wuuen
Regiſter.
Biſan, Klofter 234, _ -
Bishareen, Bolt, 527, 534
. Wohnfige, Abftammung,
Sprade, Lepensart Bat
Biffagos Infeln f. Bijuga,
Bisa, Klofter, f. Bifan,
Biserta, Stadt 912 f.
BBlemyer, Bolt bei ben Griechen
u. Rbmern, Zeit ihres bifter.
Belanntwerdens, Raqrichten
verfhiedener Goriftfteller vd.
ihnen , Beinde ber Römer
: 663 f. Nobatä v. Diocletian
als Grenzbefhüger gegen fie
eingeladen, Werfhmelgen ber
beiden Bölter u. Einfälle in
die Befigungen ber Griech.
Kaifer 664 f.
des Namens der BI. 665.,
ir Berdaͤltniß als Wolke»
„_#amm beftimmt 665 f.
Wory, Bögendiener 484.
Woeybha, Drt, Galz daf., als
tertbüml. Ueberrefte im R. v.
Boyd, 539 f.
Bodmen, Grenzfluß bes Afhans
teereichs, feinem Waffer zuges
—8 Kraft 322.
ja, Volk, 193, 225.
Wotfeveld, Faltes, warmes 106.
Doibitiniſcher Rilarım, ſ. Rofetr
tearm
Bomba, Golf >., und Weg ©.
Derna bahin 953 f-
Bone, Sap. 911.
Wondu, Bergland 349, Gargs
vanenzüge dur B. 365-
Boofenipra, Fluß 304, 312.
Dooſſooa, Hprftdt. von Ahanta
30
— Land 501 f. Reiſeroute
von ba nad) Jezzan 485, 504-
Lage, Ramen, Größe_501.
König Abdel« Kerim, Grobes
zer, Bebuinenftämme, Pros
ducie 5o2 f. Ruſqhtſchrift.
. @clavenhandel 503 f. Behden
Fr ‚sun Wege bapin u.
"na urzuß 50)
Bornu, Reh; über B. nad
Radriäten von Augenzeugen,
Uefprung des Namens 484.
1 Fi eine 486. vrsl. 616,
Br ı 73
Verſchwinden
1057
nähere Rachrichten über das
Land u. feine Bewohner 494 f.
Bornu, Staͤdt, 484. Kae
fiimmt 486.
Bosjesmans 100,400, Hochland
Boni nahen 614,690, 6
osnier in Rubien 2
Wotongas, Volk, vr ‚oo
Boutrie, Fort 305.
Bowdiqh, Kachrichten 294 f. Ger
fandtidaftsreife 300, 320 fe
Rach richten zu Gumaflie von
Mulahe eingezogen 437-
Brown, Kachrichten 168, ı7@.
Bruce, Nadriäten 168, 178 f.
Glaubwürdigkeit 179 f., fein
Weg v. Sondar 204. Schrif⸗
ten, Reifen 584. .
Brus, Director der Genegals
compagnie, feine 2 Grpebitioe
nen auf dem Senegal 414f.
andere Reifen und Unternehs
mungen EL
Bubafos, Gtadt, Ruinen berf.
wieberentdedt 825.
WBubeler, Habji, SItinerarium
x von Zuta Toro, queer durch
den Bubdan nad) Suakim u.
Melta 5314 f-
Bulolitfger Rilarm, ſ. Dar
miettearm.
Buloma, Infel, Borſchlaͤge u.
. Berfuge zu Anfieblungen daf.
337 f. fühl. Borland der Rio
Grandes Mündung 409. -
VBullomneger , zuſamimenge⸗
drängt d. b. Zimmanees_334.
Burs, Weg von da nad; Antür
low, Auffteigen von B. zur
Zigreterraffe 198.
Buri, Band mit Sold 360.
Burdhardt, Nachrichten EN
522. Gntdedung 532. Scährife
ten, Berdienfte, Reifen 585.
Burlos, Gap, 822, 835-
Burlos, See, Bar f.
Bufcmänner (dfl. von Kongo,
Giagas) 288. MWrodlferung
ihres Landes, Anbau, Einwoh⸗
ner u. deren Gebräude 291 f.
Bufchmänner, f. Wosjedmans.
Suſtah, Zen, f. Wubaftot,
j LITE
Togs
Duto, ulte Stabt mit einem
Drafel, Monolithentempel
inen 822.
Yaf., Ruinen
—*5 See, ſ. Burlos.
WButterbaum, f. Schibaum.
Butua, Kaffernkoͤn ei Ad
Golbmiden 140. Ms
Moe 140].
«.
- Wäbenda, Fluß, 270.
"Sabenda, Stadt, 27T.
Tabes, Golf von, 928.
Gapes, Stadt, 922.
“Gacondy, getaht, Auffteigen v.
da nach Labey u. Teembo 343.
Tacongo, Vluß, f Tadenda.
Salleaub, 8 Reifen und Berichte
f
Sala La, Ort, 11f.
—— (Salan ee), Stadt 331.
Famis, ſ Ehamiesberge.
Sampsell ‚ Sleuten., Yuffötäffe
za, 390. Grpebition 431.
‚@andle in Aegypten gegen den
Wältenfend 730.
Gonopus, —8 einſtige Lage
7.
Gap Goaſt Caſtle, Feſtung 303.
gorf Gtabt 30%. Beife von
Ya nad) Goomaſſie Zar f.
Bapcolonie szı f. Holänd. erfie
ränder ıqı. Englaͤnder
Beliger 122. Werth dr Br
figung '22. Neue Erweiterung
123, 130, 131. Ambehnung,
Berdlterung, Difiricte, Wein,
bau, Goloniften, Sulturdros
ducte 124 f. Hottentotten 12%.
— Aemter, Se⸗
meinden, Dörfer 127f. BVer⸗
Haͤltniß zu d. Kaffern, Kriege
nt Keine Handels freiheit
131
Gap der guten Hoffnun Bet rııf.
En Diftrict des Tolonielandes
u on do
a
& * lbinſei
Ger ——
Sarcora, Meerbufen von, Fels: _
brunnen daf , Lage bes borti⸗
en Dofend au tautyie ie
938.
Safgtam ( ) in Zigrö
295. —*1 bie Babe
Temin 195 f.
Gafpindeabar, Gerras, Kup
wuinen 257.
Gatacomıben in Aegypten, Cerp
Telt in ber Aus
berf. aus ber Aegypt Ratio
nalbentare erklärt 719,77.
Saubie Gee, Teine Gruptiens
4
Be ee ah *
nalca, index umftäabe bei
Geuta, Gap von, 2*
——8 ** Vaſſe 114
eo —— Fans
Sick, 3 Reiben; des Beier:
tn Ken 19% sı5
em
Shicone, bogebene 137. Ci
ingel Bee —*
——— Oberprieſter 208.
se sel» Roum, Ganal u,
Tinife, Stuß.g27.
a En
, fe von ber
*. —X
Tommenda, Militaicpoſten 304
Sompaßberg 98, 133.
Sonftantina, Stadt grı.
Sormaflier ‚Deupikl. der ae det
Sale dal zur}, "Rufmk
Softle d
84 ner Gera jwilbes
nige dee Afh. u. dem
Gouverneur von Tape
Sorte 323 f. Gclawenpandel,
anbelöverbiubungen mt Lk
nnern f. HGandelsſtatio
oom. auf ber Straße
nach Houffe und Zombarts,
9 Haupıfirafen 330 f.
mar u-onnn
Eee
j [713
6, Stadt, einſtige
tigkeit 757. und
ar (| BA Königs
Cordia Dyeninica, fe Banıep.
Goriffeno, [. Goranza.
Gormantine, Fort, 30,
wu (Baloste) Frl
Gelb a3. (Kufgiten
Fer Dr., Grpebition 25
allgebirge, Lage vekimme
ank, Landfaft 310.
“ring In ve ihneinß 700
Grocobilopolis, Zrämmer von,
ante 1 tionen gt,
allifatioı
Guema, Buß, T Bambeze.
@ubcabia, Gtabt 1008.
Gobamus f. Gabames.
Gunopolis ſ. Mehallet el Kebyr.
@preme, Stadt, Ruinen einer
Stadt dei G., Aquäbuct mit
nbetannten @haracteren 945.
Ruinen und Denkwärbigkeiten
2 4 Amgegenb , Probucte
ium mit eis
mr Beet —X
Zen rei⸗ Walt,
ee Keslemıı, gut
we En Er —* . Kempelsuis
—88— Sanat vor, 816,
Daner, at eherfaet, Burdı
dardie Nahriäten von demf.
——
ette 1
Beiihen ihn un re
tearm Bı7f., te es
Yet 802 ? eiane ung 891, 3
1059
Danaktl, Hictendolker 239.
Dandour Baby Gharbi 644f.
Richal sufammengeengt ,
Bauten Tempelt uinen
af. 646 f-
—c Vaß von, veräm
PH a Del 205 Etedi
unter tadt.
Daten! dee at, Äber den
Ramen 896
Darası,
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Dar Runge Et.
a aaa —— von da
ferminenterraffe von
rege Bo f. Dar» Fur Dafe
9zı f. Bewohner 10n7f. Gas
tavanenhandel 1008 f.
Debot, Dorf, Zempelträmmer
Fre u Dagwumba.
eir,
Delta, Nils Big. Kusbehn
ad) neneren Achsen *
0 ua von D. nah W.,
GElima, Sultur, Productegig-
Bildungsgefhiäte des Delta
852 f , weite Strommäntung,
vr — be ut
em jang das heutige D.
2 Tuefällung 3. —538
— in — Strom⸗
entoidt:
653, — —
— —S
Verhaͤltaiß der 7
gen HauptarmeBs4f. Segren⸗
jung 8. durch die Ale⸗
zandrin. te, Gandbünen
FR fv Ps und neuerer
Dembea, Provinz, bebauteſte u.
volteeiäfte 209.
\ De ed
——— Pen
Beit der Erbauung 763 f.
a x&
— —8
Derr, en ia, 633. Monte
mente deg Alteechiums si.
ef. damıjar, Handel,
Asa
r+ » Dr rene
necuere Bege⸗
4060-
pre, Palmmwald bis Ko⸗
r
oſto
Deyrout, Tanal 816 f.
Dibbie, See, 420, 432, 440, nach
Al. Scotts Nachrichten 442 f.
Dinlara, Landſchaft mit Bold
5 %
Diemaber, Bebuinenflamm 637,
Dir: Sove, Fort 305.
Doda, Chriftenfeinde 196.
Donga, Bergland ı70 f.
Dongola, Wady, Lage, Umfang,
. Drtihhaften, Boden, Producte
‚ 5981. @indringen Mufelmäns
nifh. Romabdenftämme, Ober;
herrſchaft der Scheyaya, Eins
dringen und Herrſchaft der
.. MWameluden 609.
Wöngola, Refidenz, befchrieben
von Abon⸗Selah; Zeit ihrer
Wiäthe, zerſtoͤrt dur Mu⸗
‚Jamedaner „ wahrſcheinliche
Zeit ihres Auflommens 500 f.
von ben Arabern belagert,
. zahlt Tribut v. Gclaven an
. ben Kaliphen v. Aegypt 604.
Ibn Selyms Miſſion nad D.,
den König zum Stlam zu be:
ehren 605., D. erobert durch
Muhamebaner 600, 606., neue
. Unterwerfung 607.
Dopmpaffee, Stadt, Lage, Gr;
gend 322. 0
Dorchard, Ehirurg., Vorbringen
. bis Yamina, Aberglaube der
, Neger bei feiner Ankunft in
Bammaku beflätigt 431.
Drahafluß 899, 1016.
Dramanet, Stadt 404, 415, 417.
Duan, Gebirgskette von, 196.
Dumboctoftämme 236, 240. . :-
unkos, Neger, Art fi zu be:
jeichnen -332.
Dunſo, Fuß (Rio Grande) 409.
E.
Ebſambal, verſchuͤtteter Tempel
. (bes Oſiris) dafı, entbedt u.
ausgegraben 567 f. 62 i., Hos - -
es Alterthum u. Zweck ber 2
Lempel, ber Iſis u. des Oſi⸗
ris, baf, nad) des Weltftelung
Regifter.
ihres Drto md ihren Den!
nölern - zu urthelien 621
Beſchreibung des Yelfenten
pels der Ins 623 f. Beſch
des Felfentempels bis Oft
. 623,634 f.
Son Dautal, Geograph, 14
1 ® ’
Mangel baras |
Ebfu, Lage beffimm
Bewohner ber Umgegend, K
. men, Wange! an Radıridt
bei den Alten von ihe a. d
Thebais 712 f. Beidrabui
des großen und kleinen Ter
pels daſ. 7ı3f., ein meum
bedter 718. .
Chjow: Balla, Stamm ber:
la 188. -
Edku, See, 817.
Edriſi, Moham. al, als Srif
fteller beurtheilt 435.
fat, Prov., von alla befe
- 816. Abdachung 216.
Gifen, in rinigen Zerraffntli
dern von Gofala u. Mezar
bit 147., als Münze 1038.
Eifenberge, ſ. Magaaga.
Eiberbir, ſ. Abydos.
Elephantenfluß, f. Olifantts.
Elephantine, Juſel, Begetatic
Noden, Grenzbeſatzung do
689 f. Ruinen daf., Beſchte
bung bes Zempels des Gei
ꝓhis 60o f Urfprung deu:
. mens Eleph. unbel., -Gteii
brüde, Monolithentempel ı
Gais daher, Römilde Baı
werte, Quais, Rilmeffer 692
Elethya, f. ei Käb. .
Eliſa Sartbago, ort 306.
Eimina, Fort 303Ff., Gtabt A.
Smbomma, Nefidenz, Umgegen!
daſelbſt gemachte Beobadıtun
gem 274 f.
Enderta, Prov. von Zigre 2ı!
Enzaddi, oberer Theil des Fair
uffes 268. Moienzi Gajedb
ame erklärt 271.
Erment, Stabt, Zage, Rust
ein Tempels, Baffınd, chrif!
Kirche daf., Beſchreib. dıf. 723
Regiſter.
Eae⸗lo du Desert, dandesſtrich
414. Summihandel daſ.
Eane, Stabt, Lage, heutiger
Zuſtand 725. Befchreibung d.
NZuuinen eines großen u. zweier
Beineren Zempel — —8 f.
Ballfahrtsort daſ.
— En den eiage Aaret
Dalzel =
re Bebirge 838, 990.
®.
® jemmiia, Mefibenz bes Ober⸗
auptes ‘von Konkadu, Lage
PR ( du, eäeitegeeheng,
Hi 4 J er 503,
ſehn bi
— Vereine Er
..208, 212, 219, 228.
falafhafpradie 222.
jaleme, Fluß, MWafferfcheide
Bar Ortomignrie gay
ia, 7
wert. Zuſtrom des PAR?
—S 221, 172. Gap 112
fantees Neger, Ausbehnung ih⸗
zer’ Herifaft , Aperdan t,
Sprache 312 f., Sebraͤuche,
Lebensart, Fetifhismus, Bers
J ge mit den Afhanr
Konten, —2 — gr
jarine, Porto 813
— nie Niederlaſ ⸗
419,
ime, ei, Gebiet 7: f.
Bea 9 und AR
794. Wruchtbarkeit, Probucte
795- en durch Ber
duin Bewäffer
5, 81
rung duch — Ein 795f., dis
genthuͤmliche Gonfiguration d.
Fran ine 796. Martins Rach⸗
rFihten von ber &.8.,@er
PH burg Iofeph, nach der
jolküſage, aus einem Binnens
meere in ein Jruchtland vers
- "wandelt 804. Sinmehner 813.
Bayoum, Medinat el, ka Mn
‚ Baffervertheilung_burch
näle im Lande, ainwohnr,
1061
Gebäude, Wohlſtand durch
Yandelgoı f Ruinen daf. 80%
Fazoglo, Boldterraffe von, Aufe
fleigen von Gennaar bapin.
253f. Bas. dem Könige vor
* Gennaar tributpflihtig 253.
Selleta,. Regerflamm, Religion,
Kuebreitung, Reiterei, De
„waffnung, Craberungen 4,6
? wahrfheinlide Werwandt
mit ben’ Zulah® 477., wahre.
fheintih ar je zu begichende
Sagen ber Mohammel aner
47.
EM Vorgebirge 164.
jereng, Waby, Ruinen Brabs-
ER Reappeifger Tempel,
Bere, Ort as.
Gernandez, Antonio, Bericht
169. Reife nad Rarea 169. .
173.
Bertit, Kupferminenterraffe d.,
— von Dar» Fur zu
in, Feine in Habeffinien.
jetu, Land
jejzan, Daſe; "Rage, nad aͤl⸗
tern Berichten 989 f., nad,
Gapt. Eyons neueften Berich⸗
ten 992f., Ausdehnung 993.
Boden 997 Probucte 2
Herriaft, Einwohner, Gin:
tünfte bes @ultans 1000 fı
Ramen 1005. Bewohner, Hans
dei 1orı fü
Ficus veligionn, f. Bontanen«
- baum.
Bittze, ur 4%, 4 8. Anwoh⸗
— iter einer Colonle 300,
Formundy, Ort, Baummollen-
pflanzungen dafeloft 628.
rfter, I R., Lyxrotheſe 113.
journpgeb, Kafr, Brenzort bes
sultivirten Deita’8 R29. Ddrs
fe u. Bewohner jenfeits $.
29. ua
rancia, Ca, f. &a Gala.
eetown, Stadt, Gruͤndung
dieſes Regerfreiftants 333f.,
2062
335 f., * m 8 tet
neueſter Zuſtan
Mn nn *
lah, ER
—* — alla (gung En zus t.
Alpenland der J., Wohns
29 347 f. derzfäaft —
—— eingeſchraͤn
g mit ben ren v.n
Ba wahrſcheinl. eine Spur
er großen Afeifan. Boͤlker⸗
wandrung 348. vergl.
—A—ã A * *
enthuͤm ten y
6 — Be
oder Poulen 478f. Bubel *
Nachrichhten 515
Vungi, Mabomebanifte Schan⸗
gale 247. Meifter v. Gen⸗
naar 250. Beflgnahme, Wohn⸗
Gtammperwandtfdaft
5, mertwürbiges Zuſam⸗
wentreffen der Seit (u. Urs
abe?) Afrikan. Boͤlkerwan⸗
erungen 255 f.
Yuta, Land, Kriege der Barba⸗
Bir, —— —*
Gabson, * 294 f.
Gabames, Dafe 991, 999.
Gaga⸗Horden 230.
Gaika, Kafferntönig 129 — 131.
Galam, ſ. Kadſchaaga.
@alipia, Stadt 921.
alla, Stämme ı40, 160. Wan⸗
derungen u. Kriegszüge 140 f.
170, 175f ‚ den Reifenden
Binderiid 160. Mohnfige,
Krieg mit dem Ras von Ti⸗
r6 187 f.232f. Ghriften in
ofila 215. Sitze in Ghoa u.
sun een f. lmaͤßig
ahorden 228 elm
—RRE — 228.
Bedeutung des Namens 228.
Groberungen in Habeſſ., Ber:
muthungen äber ihre Abftem:
mung 229. , gleichzeitige Bes
wegungen, größte Afrikan.
Böllferwanderung 229 f. 348.
We
———
Eima Zte Abtheil.
Körperbilbung, Lebensart, Ge⸗
bräude 231f., 20 verfäichee
Stämme, Dberhäupter
Edjow Bella 233.
Gamda, Provinz 331.
| V
Ba Se ara
art. Fi
—* ed von, Bermuthung
er ihn 525.
Gange, Priefter 266.
Garatilia, Btobt 926.
Gau, Arditect 589.
Geba, Fluß 365, 409.
Geezſprache 185, 194, 221.
Genata, Hptfidt. v. Agame 115
Ser, Gap be, 887.
Gerdobah, Bergiug von, 985
Germah (Barama), Gtabt 91.
Gerrit, Paß von, f. Acabe.
Gharbye, el, Bebuincafeun
637, 656
Shazal, Bahr ei, Land, Riede⸗
var 49. Webuineuftännt
f. 500
Ghazel, Bahr el (Sharp), Lerf,
Quelle, Zufläffe, WBerbindung
mit dem Fittre, Ueberfäiwen-
mungen 497 f.
GHinneh, T. Keuneh.
Ghiotel, Factorei 415
Ghraat, Stabt f.
Shuriane, Wergzägevon, B85f.
g25f. Bewohner 886.
Giagahorden, Raubzäge, wehn
ſcheinlichſte Wohnfige, Zuiams
nen mit andern Bölfen
—* —— Geſchiſte
d @influ dem Har⸗
eg ber re und Hab.
22T.
Kegifter;
Sei, era —2
* me von ba an
I Dahn,
Sea abe 767:
Gejam — — ei Fed
quellen 'eninsula
"SR kam, Alan, Bas
. in den Brrraffenländern von
fala und wo Far —X
d in Baı
aachen
A *
lanbes. air
Fa Tenläragen ee
erniste, nad) neuen Werih-
Bean ber verhältniße
eig wenig: in Rachrichten
rzäge als Eos
ir Di:
In; on D. .
Klima
2.91.
bisberige 22 Ries
Verloffungen, 302 f. Drtſqhat ·
ten der Küfte 308 f., verän.
berter politife db und
dadurqh bewirkter Hanbelsvers
Dr
18 fe, erige ern!
iultur, Mittel zur Bes
Ban g derfelb. 219., fräs
er und jett nöthige Summe
— Grhaltung ber Beitifäen
bliffemen 1%
Soibſtaub as 8 je 324, 379.
1038.
@oletta, la, Feſte v. Tunis 914.
Gonbar, —& von Das
beſch 186. Erbauung 209.
werdon, Bekanntmachung 104,
Berfuh vom Gap aus
Wenomotapa vorzubrins
mas. Borbringen vom Gap
eis bis zum Drangeriv, 390,
1, el, f. Taka.
Sotto, Reich 428.
Bozen: Bair ader EI Wabi⸗ Te⸗
a 1.07) —8 ta?) “
meue —E
2065.
en, Wahomeb, Köniz von
Granit, Enge Syene neh
——
Srant m in Oberaͤghpten
Keira
Sen (ern — 098
anitgebirgeb ,
ex Arten unb Ueber;
des Granits in demf. f
Menge ber aus ihm ges
jauenen Bonumente £
Dauer und Palitur des Sen,
its Al 6
Sranvile's Town, Eolonie 3367.
Grey, Major, Berfuc ins innere
Afrita zu bringen 431.
Griqua, Berkoftamm 393. tund
—J— 398 Gentraimife
ehe 128 *
— ER Eine 2
Ph ea ‚een
GSutnealäfte, Zeit des X:
PA d ef Ramens 301.
332 * Ein, — Serthte
raſſe a am bekannte«
u Kaqrigten ber
ol 260 f. Bewohner
der Küfen: u. Mittelterrai J
unter einem —
— abu ſ ohne be des
— neu⸗eſte We:
richte üb. d Käfe vom Xequat.
bi8 zur Buicemknbnng 3 ia
fe 324, 4531. 1
Sure, Bebieter auf ber Weftfe
des Zacazje — A
An Kun Gtrom ob. Son
‚ad
el —
Een as —2RX Bat
Rediſter.
1064
.. 6.
Habeſch (Alpenland) im engeren
Sinne 207 f. Mangel an
Nachrichten, Kampf mit bes
nadbarten Völkern, natärlidhe
Sefligleit 207 f. Ratur, Glis
ma 209f. Boden, Probucte
gıof.
befh, Alpenland, Gebirge:
züge und Abfälle; befannteres
. and unbelanntes 167f. merk⸗
würdig 168. Hab.-Alpi. 2te
Zerrafle ‚zer, Namen 7 f.
. Quellen; über Bruceu, Salt
ı78f. 1) Gruppe im O. des
Nils ı80f. Alpenpaͤſſe nach H.
ıBıf. Grenzgehirgskette 201 f.
Abfall gegen die Meereskuͤſte
und das Flachland von Rord⸗
afrika 233 f. 2) Gruppe im O.
vom Nil 249f. analoge Ter⸗
raſſenbildung u. Producte 253.
abeſch, Reich. Quellen zur
Kenntniß deſſelben 213. ges
. genwärtiger Zuſtand 213. ges
theilt in 3 unathängige Staa⸗
ten 213f. Bedingungen zur
Wiebererlangung - früherer
Macht, vorgefhlagene Mittel
die Seeherrſchaft den Arabern
zu entreißen 217f.
Babeffinia, Habiffinien, f. Ha:
beſch.
Dabeſſinier, Seſichtsbildung,
Farbe, Schaͤdelbau; als Stam̃⸗
volk der Kopten 218. Lebens⸗
art, relig. Cultus 219. Ber⸗
ſuche zu einer Religionsver⸗
beſſerung, Revolution durch
geiſtl. Uebermuth veranlaßt,
Sruͤnde zur Annahme, daß d.
Edeln von der vertriebenen
Aegypt. Kriegerkaſte abſtam⸗
men, Quellen zur Auseinan⸗
berfegung ber widytigften bi:
flor. Berhältniffe 220 f., Als
tefte Nachrichten von ben Ae⸗
£biopiern von benen die Hab.
n Theil find azı., fpätere
Rachrichten aus Gried. und
Möm. Auctoren, Hab. alt Aes
thiopiſchen nicht neu Arabi⸗
*
Dan Stammes, verwandte
ge mit anderen Boͤlkern,
Folgerung bieraus auf eine
gemeinſchaftliche Abkanımune,
Ausgehn der frühften Coloni⸗
- fation von bier in die unteren
Riichäler und Zurückwnken
ber dortigen Sulrur auf Hab.
292. Grünbe gegen bie jän:
ere Abflammung von tes
rabern, Grunde fie für Ib;
originer zu halten, Handeli:
verbinbung mit Jegyyter,
Abyff. Chronik 222. Her:
fBaft ber Hab. in Arabien,
urch b. Perfer zurüdgedrängt,
Verluſt der Gecherrfkett,
AusDreitungbes Islam, Rer:
co Polo s Rachrichten, Rad:
richten Arabiſcher Scdriftkel:
ler 224 f. Verbindung mt
G@uropa, Geſandte in Aleren,
Portugiſen in H., Ambeſſa⸗
ben, eine Danbelsverbintung
zu bewirten 225. Relisionss
tampf mit ben Arabern, Ser:
legung der Refidenz, Einmit:
" tung ber Iefuiten, HBeberganz
des Kaiſers zur kathol Kirche
226. Vertreibung der Jeſuiten
227., neuere Berigterftaiter
228.
Babendoa, Araber 530, 532.
. Hadendoa, Stamm der Bitke:
tin 530, 532, 552, 554.
Hadjar, Batn el (Klippengebiet),
616 f., Ruinen daſ. 617f.
Böden, Cultur, Ginwehre
618f., Inſeln 620.
Halfa, Wady, Dorf, ig eine
" Gouverneurs , Dandel 620.
er Stadt ga2ı.
amet, Hadji, Nachrichten von
Ritchie aufgezeichnet 438.
Hamet, Sibi, Berichte 436. 8
ravanenreife von Timbuctu
nach Waſſenah 480 f.
Hammadab, Stamm ber Bi
barin 552. ,
Hamyde, Waby, qhtbarkeit,
Datteln, Grabhügel 614
Banbel, Ginfluß auf die Ealtır
ber Boͤlker; wie vermitteh
Regiſter.
defſſelben, buch Einwirkung
des Abendlandes, fuͤr Afrika
Gleiches erreicht werden koͤnne
60 f. Jackſons Vorſchlaͤge,
Errichtung einer neuen Su⸗
bancompagnie 462 f. Carava⸗
nenhandel im Sudan 464 f.
Sransportkoften 464. Haupt⸗
gesenftände ber Einfuhr, der
usfuhr 465 f. Gewinn durch
creditirte Guͤter, Gewinn der
Afrik. Kaufleute an der Aus⸗
fuhr nah Europa, wohlfeilere
Weförberung durd eine Su⸗
dbancomp. 467. Marftpreife
in einigen Städten Sudans,
Berhaͤltniß des Bold zum Sil⸗
bermerthe im Sud. 468 f. Zus
nahme bes Afrifan, zumal des
Sudanhandels, mit Broßbris
tannien ſeit Abſchaffung des
Sclavenhandels 469 f.
Handelsftraßen durch Hochafri⸗
ta 385 f. |
Kan Berg 894.
aouärah el Sogheyr, Dorf,
" Brüde 797, 79. Eocalität
800.
Hardcaſtle, Ort 3093.
Haruſch, ſchwarzer Bergaug 885.
093f. Lauf, Maffe 988 f.
Haruſch, weißer 089.
Yaflan Beni, Hypogaͤen von
·OH. 787 f.
Haſſaya, „Dorf, Sempelruinen
babei 634 f.
Hawuſch St 216. “
Hayt els Agouz (alte Mauern)
Schugmauern gegen ben Wuͤ⸗
ftenfand in Aegypten 767 f.
Hazorta, Bolt 184, 240.
Hehyeh, Stadt 826.
Heikal Mafur Gibbel, (Berg db.
gemahlten Zempels) 171.
Heiiopolis, Etadt, Kanal dv. 9.
822. 823. Ruinen 822.
Heptanomis, ſ. unter Mitteläg.
Heracleopolis magna 789 f.
Ganalbau gegen die. Wülte,
Gultus des Hercules u. -Iche
neumone, Verfolgung ber
Grocodile 789 f. - - ..
‚12065
Herkules, Kampf mit Antäus
„oder Typhon (des Fruchtlan⸗
des mit der Sandwuͤſte) 773 f.
: Hermonthis, f. Erment.
Hermopolis magna, Bluͤthe⸗
zeit, Urſachen ihres Sinkens
783, 785. Ruinen v. H., Cul⸗
tus des Hermes (Thoth) daf.,
- fein Zempel beſchrieben 783 f-
Hermopolis parva f. Damans
our
Heſperiſche Gärten 938;
Deffe, Bemerkungen 124.
Herrivierstloof 106.
Hezſch, el, Wallfahrtsort 443f.
Hinza, Kafferntönig 130.
Hirtenvöifer an: der Habeſſin.
Küfte 239 f.
Hochafrika, bas Bebirgsganze,
Ueberfiht gı f. 1F
Hochland, Afrikaniſches, eigen⸗
thuͤmliche Gebraͤuche auf demſ.
Tatowiren, Gpipfeilen ber
Zähne, Todten⸗ u. Kriegsge⸗
braͤuche, Zauber» u. Prieſter⸗
wefen, Fetiſchendienſt 265 f.
. Menfhenmenge'auf ben Hochl.
379 f., Angabe ber bemf. durch
den Sclavenhanbel jähel. ents
zogenen Menſchenmenge 3709 f.
- Menfdenaufopferungen andes
rer Art 382 f. Fruchtbarkeit
feiner Bewohner 384 f. Be⸗
merkungen über ihren Einfluß
auf bie individuelle Entwick⸗
lung 385.
Hodterraffe des Dranjerivier
o5f. Begrenzung g6 f. Ober:
fläheogf belebte Oberfl. 100.
De dar f. Zroglodyten.
Hollandia, Fort 305.
Hors Cacamot, Ebene, Ober:
flädhe, Clima 205.
Hottentotten, unterworfene, un:
abhängige Stämme, ausge⸗
ſtorbene Stämme 1rof., ges
. .. genwärtiger Zuſtand 126.
Vottentottiſch⸗Hollandkloof 112.
Maſſe 114.
Houffa, datt, Beſchreibung
derf. 474. Regierung, Kichter,
—— Bermursung Spra⸗
de und, das Vorbringen ber
dent
—— —
un
—— · —— oo .. “u « .
Imbammeb, Cherif, 246
.Kalkſtein, Ausbreitung der &:
1066
Hömer nad ben Riger bee
treffend 474 f. enſchaften
der Einwohner, König, Ab»
nigl. Ginkänfte und pad,
adel 475. Tibbar bei $.,
Keinen, umfang d. Gebiets
Ookakiibay, Rt. Breite 235. Bes
ſchreibung der Bay mit ihren
eſie v. Mut
u 3
⸗ lahs eingezogene Raechrichten
437-
2.
Jabbee, Stadt, Auffteigen von
da w f.w. nach Neola u. zum
a we f. Garavanens
am Riger 423.
Sen. in ®., Bester und
Gonful, ©äriften Bors
fAläge zur Errichtung einer
geuen Subancom 462.
Salifunda, Stadt 371-
Zallonladbu, Bergland 354.
Wilbnif 359. Golb 368.
Janſſens, General, Beriqht 98,
133.
Ibeum, Stadt 78
Ibis, Bogel 6 Eymbold des
Hermes, in Aegypten ver⸗
ſchwunden 784 f.
Ibrim, Stadt nebft Gebiet 629.
Fi ihrer 3erflörung,
ne han 629 f.
sch
Sindala Senne Sinnie) Sufel
432, 445-
Haie, Land 445 f.
Zinnie, Stabt 429, 432, 445
Inhambene Sort 153.
Inta,
Johann, a Reich deſſel⸗
ben in Aethiopien 411, 412 f.
Joliba, well Strom ob. ©tr.
von & Timbuctu 483 , f. auch
ve en, Urnegervolf 365, 404,
4
Sofeph, Bahr (Joſephacanal),
7rof. 782, 793, 795 f. 800, 816.
Regiſter.
red Bert St., 403 — 465,
ee Seife nad Aquapim 298
Stifter einer Golonie a
Iidie Oppidum, Zrömme
m. 2 eliser Strom od. Gtr
von Zimbuctu 436.
- Suli, Hanbelsiun ar 428.
Jum⸗Jums, Bolt,
—— Aethiopen Her
. be
Zurjwragebizge Pas 892.
Kaàb, el, Dorf * f. ummallus:
en, & eiruinen daſ. 718.
obtengruͤfte und GBemählk
"Sa enort Zimbuckt
N 72.
—*8 —— ſ. us:
—c Bergland 358, 403
Kaffa, Theil des Aethiop. Hod:
landes 169. Gäriftlide Gi:
wohner 173. Kaffeebaum 175
ofen ‚ Raubzüge und Kriege
Friedensſchluß 1%.
Etimme unb deren Gharertt:
riſirung 135, 140. Menſchen⸗
freffende 139.
— 133 fe Kuſtenter
Kairouan, Stadt 813.
Kalabſhe, Wady 645.
Kalabſhie, —B 646.
SInfcription des Kerapels daf.
u. Bemerkungen äber dirfelbe
602 f. Beſchreibung der bors
tigen Zempelruinen 646f.
Region in og
Aegypten 697,
Kalte Berge, , Breite 257%.
Kamadku, FL. Atheh) 44.
Kamalia, Bergpaß 3:
Kanım, Stadt, Bass —ãE
Sehentther Nilarm 853.
Kaou, Dorf, Ruinen, jegige U.
frühere Lage gegen ben Kil
777f. Pypogden mit His
Regiſter.
v. den
pogden u.
Ruinen daf. 651 f. —8
Karhala, Fluß Zrı.
breierlei Haupttheiie 103 14
an
Ruinen 915, 916 ſ.
Kaſchna, Reich Kirn Urfage ber
ae et und unter«
geben, Zemmpelruinen HH
— 53 berf. 7z8f. %
uinen weiter
ut a eines Arab. Hei⸗
Sarbaf, Katy, —E
zuinen und Gankl
bei denfelben 652.
Karnat, f. untı eben.
aa a ee 103f.
Beſtabfall Sobadfau
ern t. —* 108. Dbers
Tyriſqhes, feinetage
—— a
Karyneyn, Canal, f. Chybyn⸗
el» Koum.
jegigen und: —õ⸗ mit
biefen Megenben 470, 476,
worfen vermuthlihe
Schade we Verbindung ber
Afhantis m. X. 477. vgl.
Satan, —— ser 2,
Befibenz des berhaup-
— Kay bei Rar
— Kioiſhe Dberhäupter
sc, eh 2 368.
Kante! Dar, Rahriäten Äber
das Sand und bie Mebuinens
fämme baf. 499 f.
Kauka, Gtadt
sure —— 25
0)
Keminun, hun,
gem 4, — — 374
2067
Kibber, zi. (Beben) 174.
Kibli, ‘ci, f. unter Dale
Kief, I, Stadt 912.
»Koton 338,
Kichen, in Bels — 100f.
195, 197. Hauptliche, Kire
Sen zu Sremona 197.
Klaarwater, f. Sriquaftadt.
Kloof 104.
Kobkan » „Ruinen einer Gtabt
a , dRL ger des
ale de dem a de einlomg
Kolbe, Infel 615.
Kalla (Sit) 233. Auffteigen
aus bemf. u. f. w. zur Ebene
von Bondar 2eo f.
Ka one hit
Probucte af...
Sanggebirge 377 f.
Kongo Banza, Befibenz des
Eindy R’Gongo 287.
zone, gs 1 (Beine), L
Kaas Mani 16 — in
ds Guinea 26)
u zeih, Umfang ‚ Stans
(Chensofgaften) unter
Einen Souverain (pin
N'Gongo) 287. ehemals
des Rei, Vertpeilu f:
@inwohner, koͤrperliche
dung, Grab der Gultur, —
— ⏑ ⏑—⏑— ————
— und feine Folgen
Kae ben ans, 80
ver mus, Ges
Bräune 290 f. Sprade, Ber:
wandiſchaft mit der Spr. ber
Kaffern und anderer Stämme
292 f.
Konkobu, Land, Gebirge baf.
. Bold in Quarzmafien
I.
Kooroman Il., f. Auruhman.
Fan
ent
— Wegerkaat, >eten,
Aufkelgen —— .w. 14
251 f.
—æ neuehe —*
tem v. Kord. aas.
ı068
Korti, KRuine eines kleinen
eg er en '
Koſſeyr, Hafenor .
a, Berge, ſ. Mondge⸗
Pu Gtabt, einftige Größe,
Kuinen, Straße nad Koſſeyr
58 f.
Raus, Stadt, Banbelsftraße v.
da nad Aidab, diefelbe, wels
che von Koptos nad) Berenice
führte 673-
Kowries, ald Wünze 149, 324,
422, 494. Werth, Berbrei⸗
tung, Einfuhr 1038 f.
Königsgräber, f. Bebän« el» Mas
l
ouf.
Kubba s beefh, Araberflamm 527.
Kulla, Bahar, Sumpfreyior 510.
Kula, Dar (Tiefland) 509 f.
Kupferberge 104.
Kuranko, Gebirge 4er.
Kurgos, Infel mit Ruinen 528.
Lage beftimmt, Deutung der
Ruinen und bes Namens ber
Inſel 539.
Kurubmanfluß, Urfprung 100.
Auslauf 399.
Kyriakus, Kdnigsgeſchlecht,
Prieſteramt 605 fr K. Bes
fhäser der Ghriften in Ae⸗
gypten 607 f.
e.
Zabey, Stadt, Aufſteigen von
der Kuͤſtenterraſſe ber Biafars
nach Labey 343 f.
Labiar, Ort, Plateau v. Barka
bei®., Beſchreibung ber ders
tigen Beduinen 936f Kuͤſten⸗
weg von 8. nach Ras Sem
937f. Landweg v E. u.f,w.
nah Grenne (Eyiene) 943 f.
Labyrinth, Weberrefte' deſſeiben
797f..—
Lagos Fluß Zır.
Lahoun, Dorf 795, 797. Pyra⸗
mide baf
eipoun, ei, Thalſchlucht 770,
ea Fluz, ſ. Draha.
Lafaftrom 331.
Lamalmon, 191, 202 f.-
Regiſter.
Lanroule, Bibel 616.
Langelloof 107.
Laobes, Bollsflamm 479.
Laflagebirge 137.
Laſta, Gebirgsland in Zigr
187f. 215.
Latona, Fluß, ber niht meh
vorbanben 939.
Latopolis, f. Eine.
Eatrobe, Auffhläffe 128.
Lebida, Ruinen baf. 923, 926.
kegh, Thom., Schriften, Rei
fen, vorbereitende hiſtor. wnl
politifde Begebenheiten is
Aegypten u. Nubien zu ber:
ſelben 584 f.
Leo, Joh. Africanus 434. cell
Schriftſteller beurtheilt 435
Lidan, Imam, Oberhaupt ber
Gala 233.
£ibyer, ihre Hauptſtaͤnme rab
Rahfommen coo.
kibyſche Bergkette 678 f.
kibyſche Wüſte, Namen 661.
Eingänge von Aegypten zur
großen 8. W. 963 f. ı) voꝛ
Kairo zum Thale ber Ra:
tronfeen, im Thale ven da⸗
oume 963f. 2) von Obder⸗
gypten 364.
Light, Eapitain, Reifen, Edrif:
ten 586 ff.
Litenflein, Beſchreib. ber Bert:
- juanen- Ior.
Loanda, Flachland von Guinea
259f. -
Lobo, Jeſuit, Verſuch ins Ins
" nere Afrika zu dringen ı6Öo.
Reife vom Hafen Baylur nad
Bremona 197 f.
Lotophagen 948 f.
Lotuspflanze als Ornament ia
der Baukunſt, ſymboliſche Ber
— ge 225 f.
ouis, Kort St. 405, 41
Lowdejah, See 835. +4
£öwenberg 152.
£öwentbal, f. Seboua.
Luca, Goldland 252.
Lucas, Engl. Viceconful, Rad
richten 435.
eu 142. Bedeutung beb
amene , Grenzgebirgölettt
Kegifter. ..2069
143. wahrſcheinliche dortſet⸗ daniemut, Berichtsbarkeit,
Jung 159. Palavers Berdienfte um
£uror, f. unter Theben. die Gultur, Anfehn ber Mand.
Lycopolis, Ruinen von, Oypo⸗
gäen und Mumien daf. 782.
m.
Madibas, Wolf 160,
Macquini 102, 135.
Meacrizi, Gefhihtihreiber, Rach⸗
richten von Rubien 58äf
Mabyeh, See 8ı7.
Mafoot, Titel (Königs s Kaufs
ann) ass —
agaagaberge 96,
3 — von 299.
Magreb, Et‘, weftlihes u. bſti.
72.
992.
Magrebi, Bewohner der Eleinen
und großen Dafe 1006f.
Mahaß, Dar el, (Wady) Lage
u. Umfang 612. Burdhardts
Nayrihten 612f.
mais, Sclavenhandel baf,
umba, Land, Sclavenmarkt
baf. 296.
Matua, Reger, Sprache 158 f.
Malemba, Stadt 271.
Dameluden, Anfang ihrer Herr⸗
ſchaft in Aegypten 608. vers
+ heerender Durchzug durch Uns
ternubien 609. Herrfhaft in
Döngola z Si. gefchlas
gen ven Ali Pafda, legter
LER RT ER
Mandi: Manfa, König d Manı
dinge, Krieg mit Zemala,
König dv. Bulah 348. Portus
gififhe Befandtfhaft an ihn
3°, 412.
Mandingo, Land, Scladenhan⸗
dei 296.
Manbdingoterraffe —J—
Wandingos, Bolt, 9 mit
ben Bulahs 348. herrſchendes
Voll am Rorbabhange von
: Hohfuban 362. Grob
;3. Dandelsleute, Eoloniften,
jerbreiter bes Jelam
3f. äußere Bildung, FB
‚& ft a
Beplungelemn Buhanı:
und ihrer Mullahs 365 f.
Manica, Goldland 143, 145.
Manica, Hauptmarkt ı51.
Manu, Provinz mit Goldfand
144.
Marai, Bergzug 986 f.
Marafatten, Bolt 160.
Maravi See 137 f.
Marea, .Kapitalid, wieberente
dedt87of Ruinen derf., Ber
wohner der Gegend 874.
Mareotis, nomos 863f. fein
Umfang bei den Alten 871.
Mareotis See g17. Ausdehnung,
‚Gultur der Ufer, neuefe Bers
änderung , Umgegend 371 f.
. Auinen von 4 Gtähten am
Südufer 873.
Marigot be Gapır, Land 404.
870f.
870 f.
Moriuth, Provinz 863 f.
meue ‚Entbeder baf
Sildung ber Landſchaft gegen
- 8. 873. ,
Marotfo, Rei, Quellen über
feinen polit. Buftand, oceanis
She Wefttäfte 909.
Marfden, Bemerkungen über &;
Gpraden Afrik. Stämmel2g2.
Mary, ©t., Infel, füdl Bore
land db. Gambiamändung 409.
Marys (Güdland) f. Unternus
bien.
Dar Zarah, su nad Abi
451. hierauf ein Syſtem vom
sei verfhiedenen Rigerfirds
men gebaut 452. R
Mafudi, Rahrigten 149.
Matamba, Gebirgsland, Glima,
: Metalle, S Breite 257 f.
Mataryeh, Infeln von, 831 f.
Mathariah, Ort 833.
Matuca 145.
Mauren, Büftenbewohner
Mazaga (Tiefland: 233.. Aufs
fteigen aus demſ. u ſ. w. zur
Eber Gondaı
295.
— Li
ma; Probucte? 243 f. “
Mebaralat, Baby el, 65L.
WMehallet el Kehys 819.
2070
Mehirbah, Bluß 912 f.
WReyläoup, Gtabt 783.
Derdums, von Gennaar aus
nordwaͤrte am Nilufer. 549.
WMellocaravane 1014.
Melinde, Küfte von, 159.
Mende;, A., Plan eine Hierars
hie zu begründen 220
Deenegay, Abu, Kanat f.
Menouf, Sanal von, 8171,
Menouf, Stadt 818.
Menzalehſee 831 f. Zahl ber
Anwohner 334. .
Merawe, Stadt 598. wahre
ſcheinlich Grenzort des alten
Merebith dachrichten 300 f.
6 ®
PR Inſel, wahrſcheinal. Se⸗
kim el Affouanys Aloa 564,
567
Meroe, Prieſterſtaat 568 f.
Meros, Stadt, Lage jegtt nicht
mehr genau "zu beflimmen
567 f. Name in Merame
Hauptftabt der Scheygya ers
halten 569 f. a. 646. Blüthe,
Untergang, vermuthete Uebers
refte 601.
Mefurabofluß 338.
Mefurata, Gap, 923, 928.
Meſurata, Stabt 928.
Midre Bahar (Küftenprovinz)
182.
Mijertayne Somauli, Rolls:
ſtamm 163.
Mifoto, Reich 262 f.
Mimosa Camelopardalis f. Gi-
raffenbaum.
Miniana, Bergland 427. Sit⸗
ten feiner Bewohner 428.
Miffelad, Bahar, Angabe von
feiner nordweſtlichen Richtung
—6 Unwahrſcheinlichkeit der⸗
e
(ben 507f. wie er, wenn er
"Werbindungsglieb des Nigers
und Nils ift, Taufen müffe 509.
Bahr Taiſha fein Ausfluß in
den Abiab(?) 510.
Moci⸗Gongi, Bolt 263.
Mograt, Baby 504 f. v5
Mogren, Zufluß des Sacajze 533.
—
Regiſter. |
Mohammed, Hadji, Beriät 437.
Mohammed, Schulmeiker, Rad:
richten pon AÆitchie aufzezeich⸗
net 438.
Mobarrate, Baby, alterthäm
Ihe Denkmale def. 639 f.
Mogenemugi (Riemiemaper), b.
eblidhe, Hanbeinde Bolf ı6o,
dfaranga s Sprache 143.
Molfarangua 144.
morattam ſ. Arabiſche Gebirgi⸗
ette.
Mokra, Makorra, ſ. Rograt.
n, G., Reife, Gatbedun:
gen 356, 417, 418. Radrig:
ten 478
—* ®tabt 921.
Mondgebirge 170.
Monſia, Infel 162.
Mongas, Bolk 143, 150.
Monjou, Reger 157.
Monomotapa 143 f.
Mont fıeddi f. Palte Berge.
Mobhnda Fluß Abflug aus dem
großen Wole 295.
Moren, Stämme der Emszaybi
160. Ehronit ber Morentönig:
von Quiloa 160.
Stamm der Moren 160
Morfil (Infel bes Gifenteist)
414.
—— pi tie
onie 248 1. erfle Mefpachme,
früherer Zuſtand, i⸗
tionen ber Portugiſen, arde⸗
res Syſtem zur Grhaitun
148 f. Handelaplaͤtze, Berkthr
m. benachbarten Wälkern 150.
Berſuch zur Berbindung mit
der W uͤſte, Ausbebnung,
äbere u. jegige ı52f. Ber
al, Urſachen beffelhen, Raids
tdum an Probucten 153, 154.
Regierung, Beamte, Einwoh⸗
mer 155. äußere Berhoͤltniſe,
——ni „Gandel mi
en 156 f.
Mofambique, Stadt 154. Gm
ralgouverneur 151, 152, 154
Moͤueys, Canal 827 f. Ausfiah,
a Es Bewäfrrusg
8301. T. auch Tanitiſcher Aım
und Gan.
. Degifier,
Moura, Paß von,
Mourer, Stadt enge
308.
Moufa, Gidi, Berihte 438.
Mozambit, Küfe —ã Ter⸗
raſſen, ſ. unter Mofambique.
Mörisfee, Herodote Angaben
von bemfelben erklärt und ger
rechtfertigt Soo. über feinen
Ein: und Xusfluß 806 f.
Mullahs (Priefter) in Goomı
je 325. Anfehn u. Berbien|
erfeiben 366 f.
Mumien in Bebins el« Malouk
“und Gournah entbedt 751 f.
Murate, Garavanenflation 934.
Murb ayimai, Doerjaupt von
Sallavdlkern 216.
dort
Murzuf, Stadt Of. nach Eye
ons Berichten 994. wahre
wiarintiaes Gntftehen 1005.
—— vabrſqheinlich ein
ie
BMyos Herman I * he.
re 396. Yottentot:
—& Stadt, Perronius Feld:
sug gegen die Königin v. R.
1% —ãA we md
rehenben Fu
8 37 bes a
Em ver [haft von R.
Beit ihrer Dauer unges
IF 61T. Ciieo wahefäefn,
Regent von ** 602.
Rares, —TS Thell des
Hetbiop. Podlandes 169 f.
za —R norbwetider
Bufammenhang mit dem @
bel el Kumr 170, 43
Reife nad R., teibutpflihtig
—3 — Baflı
nl aſſer⸗
ee Probucte174f.
—— er en
tal 6,
Katzonfeen' Kiel ber of. Kr
Sem, R., Handel br .
1072
Characterii ti
vun, — — —
un —— Sordringen
&
Share — —
u idjenn« erjchie⸗
FR eger 5
fer von Bonbar: 208,
216.
Rail gt J— Mämbdun,
"allge en Jabber —
oma f. Dir» Gove.
Ri —* Feſte von, 867."
Riebuhr, Inscriptiones Nubi-
onses
NRiemiemayer (Mohenemugi) ©.
friedliche Hanbelswolt ı68.
Nieuwevelbsgebirge 97.
er Biuh, Ball eide giwis
[gen dem Gen: und R.
375, Rame von Kahr, baraus
snößandene Berne Ri m.
dem Genegal 5f-
Xtennung der 6 en Shane,
71 —x Eu m
igerlaufe 416. erfie Is
‚Herodets don feinem
Yaufes die Abrigen Radrid«
ten zur Kenntniß befielden;
Quelle und Mündung undes
tonnt 490. Bebeutung feines
Namens Joliba 420. vergl.
472. oberer auf, urſprung
Hr Parts —8
Nig erquetle
m. mlttibter eat 423 f.
auf untghalb Sego u. Can
— — ‚Beid-
im gef. deufaäbtun, der
neueren Quellen ber Augen⸗
jeugen über den mittleren u,
unteren Lauf des Niger, feis
nee Uferlän! und Reid,
frügere aa über % fe
au —2* ha s eh
er! Dei
— Berihten ber
—eS ER, Ep
N. von Kabra
ost. Taf. Ki
1072 Regiſter.
buctu bis Waſſenah (Zadi),
weitere Richtung nach dem
Dcean zu 48ı f. Annahme eis
ner Wafferverbinbung zwiſchen
Dem N. und Aegypt. Ril 441,
92, 506. Reife auf dieſen
—* von Jinnie bis Cairo
492. aͤlteſtes Zeugniß für die
Spentität beiber Ströme 492.
dftl. Berbindungsglieber zwi⸗
: hen dem MWafferfoftem des
. Rigers und Rilſtroms 505 f.
der N. (Batta) im ©.D. v.
Saley nur burd eine terra
incoguita bon unbeträdhtlis
der Größe vom Bahr el Abiad
etrennt, Urſache ber Unbes
kanntſchaft mit diefen Gegens
ben 506f. Nachricht von der
Art der Verbindung zwiſchen
dem N. und Nil, Rennelld
Einwurf gegen die Möglid:
deit berfelben, wie die Verei⸗
nigung, wenn ber Rahr Miſ⸗
felad Verbindungsglied ift,
Tattfinden müfle, Bahr Tai⸗
ſha, Arm bes Abiad, bypos
thetifher Ausflug des Niger
509 f. hiſtoriſcher Ruͤckblick
auf bie Nigergegend, ber N.
ein unentwideltes Stromſy⸗
ftem sıı f. Bubekers Rad:
richten vom unteren Laufe
515f. fiehe auch Zfhabi.
Nilbrunnen 209.»
Ri el Abid, Mauriſche, Ati
Beys Rachrichten v. ihm 487.
‚Nitthal, Klima, Producte im
Nubiſchen NR. 638 f. beſſere
Cultur auf der Oftfeite, bie
bedeutendern Denkmale auf db.
Meftfeite 639. das Aegyptis
fhe Nilth. vom W. nad O.
durch Zransverfalthäler durch⸗
f&nitten 577,705. einftmalige
Wichtigkeit derfeiben fit ben
Weltverkehr, wieberentbedt
. 705f. allgemeine Bemerkun⸗
- gen Über die Beſchaffenheit
derfelben 706. Zransverfals
thal von Edfu mig: ber alten
Garavanenflraße nach Bere⸗
nice, nad Gaillcaud u. Bel
soni 720 f. Qucertbal ma
Koſſeyr, ven Kenne aus751.
QDueerfection !des Rilth. ba
Syout 772. bei Kennch a
Eine 774 geologiſche Berker
fenheit des Thalbodens ned
ben Refultaten der Brusce:
bobrungen 773 f. Erhoͤhre;
defielben in den Ebenen wı
Theben, Syout u. f. w. a
a) zu Theben, Zeichen ber
böhung ber ‚Pläne, Beck
nung ber fuccefiiven Erbesuns,
antiker Urhorizont des Rilth,
Betrag feiner jegigen Erhe
bung, Schluß aus ber Die
ten; des alten unb rad
Thalniveaus auf bie Zeit ii
Anfiedlungen im Briith., Be
rehnung bed Alters von &:
ror duch aͤhnliche Gcmöins
tionen 813 f. b) su Syert,
Tiefe bes Damms unter be
Plaine, Schluß auf fein Alter
und die Zeit der Grbauuns
von Lycopolis 845. c) zu He⸗
liopolie, nöthige Zeit zu die
fer Erhöhung, Verhaͤltniß ber
Säcularerhödungen zu Ihe
ben und Heliopolis, ftärker
in Unteräg , daher jüngere
Alter des Delta 845f., bie
übrigen mitwirkenden Natur:
fräfte jur geograpbifhen Ent:
widlung der Bildungen im
Nilthale unb bes Deitalans
bes, vocherrfhender Weft:
und R.W.: Wind, Grfiärung
feiner Entſtehung, badurd)
berbeigeführter Wüftenfanb,
Schugwehren gegen ihn, Ver:
Anberungen im Nilth durd
denſ. 846. durch den Hit bers
beigeführter Flußſand, Art
wie deffen Abfag gefchiebt,
dftere Durchbrechungen und
Mobdificirungen bes abgeiepien
Landes durch den Nil, Abſat
verfhieben nah an der Stroms
tinne u. entfernter nah d. Bir
e 3u847 f. Filtration durdb.
eitendrud, Seeboden, *
u
Regiſter. 2073
uf demfelben, Lbbet⸗
ter Boden 848 f.
ER — r
tasm 517 fı vergl.
a) oͤſti. Alarm sı8f.
fAungen über b Ril
eröbots Ragrichten
:hnde gegen feinen Bus
bang mit dem Niger,
: de6 Irethums Gaßf.
Belt se: Die
richten 524 f- ta
26. erfte Stufe, Gen«
'affe 527 f. wett. Bens
ubien 530. 2 Gas
ı 542. Namen 660.
', gte Stufe, Rubien
78. Lauf von Berber
R.s Grenze bes Rubis
tufenlandes; Bolge d.
ten (Ian Abel, Schel⸗
:f Mittellauf, dritte
on Dar el Kahaß bis
al 619 f. Gataratten
vet Hadjar s9f.
der Rilfhiffahrt don
n aus 620 Mittels
e Stufe von Lblambal
var 628 f. RI. Mens
i Derr 633. @puren
fi größeren Rilfhwelle
auf in Waby Kenous
an 638. &hellal von
e 646. unterer Lauf
rägupten, Weberficht
irenıgebiet der Rilca⸗
‚ Infein 680, Gatar
BSyene 687f. Sauf
'b der Gataracten bIE
707. bftlide Wendung
Erment bie Dendes
t. Breite bei Lurot
eftliche Wendung von
16 bie Abybos, aufge
ır Ritarm bel Ahndes
teren Biltauf in
en, Meberfiht 769 f.
etion des R. zu Mone
bes Rilbettes gu ©or
zeſchwindigkeit feines
Waffervolum 772 fı
ı feines Gefänse ge
-Weftandtheile 949 f.
jen bie Ofſelte 277 f. untes
En Riltauf in —X
neberſicht, eilung an der
Gädfpige. des Delta'd, die 7
Mündungen bes Alterthums
814 f. Anfhweien der Nils
waffer, urſachen ber WBaffers
junahme und ihrer Begelmäs
keit, Zeiten der Bus und
Abnahme, Anfhwellen und
Ucberihwenmungen des Riis
umb feiner Badffe an dere
füiebenen Orten, damit ders
undene Bettichfeiten in Le⸗
gypten at Refultate Frans
ler jeobahtungen über
fein Gtelgen und Ginfen, nö»
thige Höhe um ein gutes Bes
treibejahr zu bewirken, nad
iheten Angaben, und bafüe
du entrihtende Abgabes Ber
trug bei ber Öffentlichen Hds
henproclamation und daraus
entflandene falfhe Hefultate
. früherer Beifenden 8371. re
dhung bes Nilbettes in Aeg,
ie alten Arg. Beobatiter Ihn
zes Stroms, Rilmeffer-840 fr
du Glepdantine entdedter; Bro
um ber, Bobenerböhung des
NRilb. dafı nad dem fucceffio
jöhern Stande b. Rilftwellen
net Bar. Nilmeffer zw
Kairo, Erhoͤhung des Rilb.
daf. berechnet, mittlere Erhd⸗
hung zwiſchen Elephantine a.
Kaito Bgıf. Waflerquantität
mäprend_ ber Rilf‘hivelle un
dee trodnen Jahrögeit 849.
Belhaffenbeit deb Ungeträus
ten Ritwaffers, Berhaffendeit
jur Beit der Schwelle, feine
t, Ramen
d. Riis, El Fayd, Pl Moba-
seh, faliges Rilwaſſer gu
EA 'einun, von den
ttdelfungen Bao f. Magen
von feiner ae wertti
Ricrung durch die Libyſchen
wüften [2 860, 863. Räds
Sing our ——
influß ai tt dee
Menihen 875.
—R
1074 Regifter:
Nimma, Ba, neuentbediter Zu⸗ Aegypten, ber wehriäeinlis
uß bes Riger #7. WBeranlaflung zur jährliden
o, Stadt 3 Sclaveneinfuhr burd die Sn:
AN ei Ron), Gage 9.
Kr ‚ Serie, Reifen und
Schriften 58
Rordrand 8 —E anf
ber Dffeite 167 f.
Rorkioping, philanthrop. Gr
en ft aus Einitiktung Afri⸗
Ta’s daſelbſt 33
Morris, Reife Ebenen 397.
Mou, großer Suͤßwaſſerſee 484.
Nouri, Ort, Ruinen daſ. 611.
Rabe, emeinfamer Boͤlkername
7. Wobnfige 13
sur Wady 628 f.
Rubier, die heutigen im Nils
thale , Abſtammung 656 f.
Yaertau, Wohnungen, Tracht,
Madrung, kbrperliche Bildung
Trauen, Sigenfhaften, Gin:
wohnerzapl 65
Rubien, ein breites gegen R.
"in niedere Stufen abfallendes
Steppenland graf. Rubiſche
Buͤſte, Garavanenweg von
Werber aus durch biefelbe 575.
—— bes Geſamt⸗
a
als bes Gtufenlands 578.
Wicberentdedung feit bem
Legten Jahrzehend 579 f. mans
el —R Nachrichten der Grie⸗
Pe u.Rbm. ——
heibewand zwiſchen R.
Aegypten 580. benpte Ruck.
len der Augenzeugen ‚382 f.
Grenzen zur Zeit der Herr
Schaft der Prolemäer u. Rö«
mer 580f. Zeit der SGriech.
Kaifer, Chriftenthum in N.
581. Spifcopate 600. erobert
von Ohaher Biber 582, 600
Urfadhen des Wangeld an
Rachrichten von Geiten ber
riftlich » Byzantiniſchen und
Itabifdhen riftſteller 582.
Angabe ber neuern, benugten
Quellen u. Xugenzeugen aͤber
ubien ek —— von
naarcaravane wird 604. Arie
gt gegen bie Ungläubigen in
605. Zeit ber groͤßten
Siederia open 606 f. Aebertritt
bes Bol 6 jum Islam 6oBt.
eringe Anhaͤnglichkeit an der⸗
eiben 631. nörbl Grenset
Ri. 654 Tuckblick auf die
Nud. Denkmäler, ihre Alteri⸗
folge nad WBurdbardt 653'.
Nubien, Unter, reich an Tem⸗
pelruinen 628, 6%. im Bit:
telalter ned Ibn Gelsmi
Beſchreibung 654 f.
Nyffe, See von, ſ. Bahat Eu
dan.
D.
Dafen, Tängenzug ber Xennpti
fen Daſenkette göyf. rirdl.
und füädl. Dafe (Ei Wat mi
EI Kibli) 965 f. El Kibli, &
BVah und Meg bahin rıd
Bartin und Belzeni g66 f.
eg v b. großen Dafe durqh
Dar: Bur bis Bil 971 Daſe
Sur f. unter Dar: Far, fo
auch die Dafe Siwah, Aug
la, Fezzan, Badames, vatıt
ihren Ramen. Dafenjug vom
Hodtande der Berbern F
D. 991 f. die Daſenzuͤge sit
Raturbebingungen jur ge
ſchicht lichen Entwicklung de
Wölker, aͤlteſte Kunde v. des⸗
ſelben nach Herodot, GSruren
von, durch Caravanen einge
fuͤhrter Cultur 1002 f. Re
men für die Daſen, urfpräng:
liche und erweiterte Beben:
tung derſ. 1003f die Dulm:
linien und Lafen für den Gas
ravanenverftehr rooz f. Be
wohner bes Öftl. Dafenzugt,
Dechſel ber B. und Beben
{her 10060f. Bewohner bei
abdrbl. Dofenzuge 1009 f en
fermigteit des durch fie be
ngten Berkehrs 10141.
Scladentrihut am —* ( Abeit), Stadt sa.
Dellaky, Gibel 6 12 ’
Ogooawai Fluß, Zuſammenhang
mit. dem großen Mole bem
Gabeon unb Zaire 295 f.
Okme, Inſel, bafelbft gefunde
ned Mfcrpt. 617.
Olaky, Waby 577
Dlifantes, immer fließender SI.
Ombite: Nomos 708.
Dmbos f. Ombou.
Ombou, Koum, Gtabt 707 ſ.
Umgegend, Ruinen 707. gros
fer und kleinerer Tempel baf.
beſchrieben 708 f.
Dpfidianftein 238.
Drange, Fort 305.
Dranje Rivier, Quellen 98. eis
“ner ber drei großen Ströme
Süd» Afr., Gemeinfames im
Laufe berfelden 388 f. bekann⸗
ter in neuerer Zeit, benannt
389 f. oberer Lauf, Urfprung,
4 Quellfiröme, Gegend um
Straßen zu dem
Iluß, Breite deſſelben 390 4.
mittier Lauf, Producte, Re⸗
wohner um ihn Far f. unterer
Lauf, erfkee Abfa ber Hoch⸗
terraffe, Umgebungen d. Ufers
pre. doppelte Nahridt von
em -Auslaufe des Dranjeri⸗
vier vereinigt, unentwideltes
Stromſyſtem 398 f. Anmohner
des - Stromes Sog f.
Drbay Langay, Paffage deffels
ben von EI Taka oflwärts
zum Hafenort Suakim 574f.
Dfttand von Hochafrika i32f.
unzuverläffige . Radrichten ,
Quellen 132 f.
Oxyrhynchos, Stadt 7881.
P.
Macaltsberp 128.
Paniefoula, See non, 404.
Panopolis, f. Alymyn.
Papyrusrollen bei Mumien,
neuer Zweig der Aegypt. Lite --
teratur 752 f.
ae Dur f. Debot.
art, Mungo, Zweck feiner weis
ten Beife 268. Mädveife aus -
Regiſter.
bdem ingeren Afrit 6f.
- QAuffleigea am Ye —
bee u ſ. w. nach Reola und
zum Rerikofluß nah MR
1075
erfter Aeiſe 353. zweite Seife
über bie miltlere Tetraſſe bes
Gebirgslandes in Oſten von
Bambuk 369 f. Notiz zur
Beurtheilung ber Reiferouten.
von Parks ater Grpebiticn
: 377. feine Fahrt auf bem Ni⸗
ger, ate Reife, 4:12 f. erfte
Keife, Ankunft in Zabbee u.
Segs, Ruͤckkehr im Angefihr
von Sillah 4:3 f. Nachrichten
von ber zweiten Reife auf-
dem Niger, Aufenthalt in
Ganſanding da f. weitere
Fahrt und Rachrichten von
feiner Reife sa7f. ledte Nach⸗
rihten von P. 428 f. feine
legten Schickſale nad) bes Dols
metſchers Amadi Fatumas
Er zaͤhlung 429. Racqhricht v.
feiner: Borüberfaprt an Tim⸗
etu, Berichte anderer von
BY. Tode 490 9’ Angabe
der Marktpreife fu Marrabu
und Ganfanbing 468 f.
Yarerfon, Bekanntmachung 104.
ayntree, Stadt, Lage 321.
Ba As Harn *
eluſiſcher Rilarm 824 f. 833.
Peluſiſche Kuͤſte *8 *
Peluſium, Stadt Ba6f. '
Pella, Golonie ber Ramacquas
397.
Pemba, Inſel 163
Pharaonen, Ganal ber, 824.
Pharbaetus, Stadt, Auinen der⸗
ſelhben 828.
Philaͤ, Inſel, Lage beſtimmt,
Größe, Höhe 680. alterthämt.
Dentmale, Grab bes Ofiris
daf., verihiedene Namen der
Inſel erklaͤrt 681f. frei von’
Angaben 682. beſondere Bau⸗
art, Monumente u. ihre kage
682: Beſchreibung des Dflris«
tempels 683f. Beſchreibung
bes Kafistempeis 635 f. großer
Baal am Uferzande, Inſcri⸗
ptionen daf. u. am Gingenge
99 9
bes großen Tempels 686 1.
Anderer Denkmale aus vers
"gpiebenen Beitaltern 687.
u als. Sempeißgur ‚ feine
Pierre, it ; ie, Marltpleg
40 -
—ã 106.
fletberge 113.
iſania, Factorei 208.
lavfair, Beſtaͤtigung der Hut⸗
tonſchen Hebungstheorie 117.
Pistenn, Afrikaniſches, Lacepe⸗
ders Anfiht von demſ., durch
die Gennaarterraffe und bie
Iandeinwärts liegenden Läns
Der wahrſcheinlich gebilbetes
571. Ylat. der Barbarei, Ats
las⸗ Gebirgsland 883 f. feine
Bauptgebirgagtge 886 f. mitt⸗
lerer Atlas; Plateau, Umfäus
mung 897 f. deffen Bewohner
— phyſiſche Gtellung und
orm 907.. maritime Küften:
umfäumung, Sragmente 008 fs
Hl. v. Barka f. unt. Barka.
gender, Fet
oncet, — Veg nach
Gondar 205. ſeine Reiſe und
Schriften 683.
Portugifen, Anfang ihrer Ente
dedungen längs ber Afrikan.
Weſtkuͤſte sıof. Fortſetzung
der Kriege gegen die Mauren
an der Afrikan. Kuͤſte 411.
Nachrichten aus dem innern
Afrika eingezogen, weitere
Entdeckungen im Saͤben 412f.
Poulen (Felleta) 426, 429. (Bus
lahs) Molliens Nachrichten
über fie 478 f. f. auch Felletah.
Drant: Pram, Fort 310.
Premis ſ. Ibrim.
Pselcis und contra Po., Rui⸗
nen von, 641
AYſyllen, Bolt 934
ol«mais Pertna ;
-Piolemais, Stadt, ze ihres
Auflommens 767, 786. Ruis
Poramidale Form, biftor. u. ans
tiquar. Andeutungen, daß ihr
Urfprung Aethiopiſch fey 540.
Pyramide bes Eabyeinthes *
ramiben in Jegypten, ip
er von Eäden zrı.
D.
Queertbäler Nitthal,
—— de,
fe, Hafen ı
Quita, ort zı 510. *
Auiteoe von Monomotape 14
Duoka, Fius 796 f. 1. aud wm
ter Bahar Kulle und Wale,
R,
Rackbaum 236 f.
av a &o;, Kenife (Ruin)
—* Ganal von, 816
ad: Rahrichten von de
a ablung ber Regerfclaye
a 1 (Gtattpaite von Xige
—* 2 Fejor, Karte vor
te 377, 43%
‚ Gupercarge, Rob
a
Rio Grande, Gataract 343. ur
fprung, Lauf
Rithie, Engl. 1 ont 4%
Moggeveld » Gebirge 97.
Roodezandkloof 106.
Rofettearm 315 f. linkes Uferge
biet und Ganäle 816f.
©,
Saabs f. En 90.
Satrivier, Auslauf
Sahara, Wüfte, A Halb
959 f. Wuͤſtennamen 0
weſtl. Halbe bes Ganboceans
Sahara Sahel, Ausbehnung
Bortfegungen 1015 f. Aus
an der NR. Seite 1016f. as
der W. Seite 1017 f. auf de
©. Geite, Flaͤ halt 1018
Inhalt ber Wüfte, Sandbe
- den 1019 f. Bildung ber a
bara und @ahel, der pen
Aa — —
3033; 1030 andre Viberv⸗
Regie.
tigteiten 1030 f. Phänomen
der - Wafferftellen in beiden
zur 1024 f. Muthmaßung
ber die Ummandlung ber
Ragbarſtroͤme durch das Bors
rüden der Gabel, BBerändes
zung des Gencgals w. Rigers
laufes durch d. Gahara 1028.
Said, von Syene bis zum ers
fen Mrangoerfalthal, ueber⸗
figt zorf, ©. im engern u.
weitern Ginne, Rame ers
Urt
Gais, Sta t, Ruinen von, 816.
Satundi, Stadt 304.
gun Bar Baia. at 3
Gala; an! 1.
Salt, emeefungennae. Reifen,
feine genaueren Srtabeſtim⸗
mungen 178. wel feiner
Beife 181. zwei Reifen nad
Antalow von Diran aus 186f«
BVereiherung der Gedichte
und Geographie von 4
213.
la, @al Salz ·
ei, Be met Be
Bene und Werth beffelben
1037 f-
u, linker Zufluß des Bas
lem, Rame erklärt 372,
Game, Hochgebirge 203. bie
Kae Berge im Hochlande
ef 208, 215.
&amen, Provinz in Zigrs 215
Gamhara, Landesftrih Iänge
der * gs RS ed
% D € der ausgeze
aken Fikempuntte nach
Saite Gharte FE
Gin, Seat, juinen 829 f.
sun m 5 ©. (Daqads
» 829%
Ipeh, »
06, Dob, Ri .
Eier
Ein;
ee ie ve “e Bra
BWarkas und; aud; der’ Marcos
wet. 9. Sad nf. wm
+ &clavenp.
1077
bie zum Geblege Moral 984 f.
f. weiter unter Harudſch, Bes
jan, Gabames; weftlihe Halbe
1015. Borträden bes Blug-
fandes 1020. Pflanzen und
Thiere 1030. ber Wenſch.
gesgmeiler in dem Gandeceam
Candfein mit die ohne 2.
213, ı
In’geber6 1091, Sal ei:
tegion in Oberägypten
Ganfanding, @rabk —
varie
fentpalt
sr. Bat da, 40
Garım, Land 3;
Say, Gebiet eh Infel 614.
G©clavenhandel, Zahlenangabe
der, aus dem Iantın andy
Ken Gclaven nah der
—2 ‚Bandel in b.
ri und nörblien Sänders
zusfabr on dm B.D. süße
379 fammtbetrag ber,
durd) ben Gclavenhanbel dem
Binnenland entsogenen, Mens
fpenmenge Ginfluß der
—*— es Sciabeuhan⸗
dels 382. je und Seriwit ⸗
rungen ber polit. Berbältniffe
als Folgen des Gclavenhand.
2891. 38of. 383. erfte Ente
widlung de# S—
Sciavenh.
aus dem dihni.n duch das
obere Riltgal 545 f. Haupte
ni aͤrkte für bi berfeuten, Zadl
— — nad Aegypten
rabien verkauften
=. nähere Beichreibung be6
lavenhandels und ber bas
bei vorfommenden BWerhälts
ai 546 f. verſchiebenes 2006
der Berkauften, Gunucheng47.
Menge berfelben in ben der⸗
[eiebenen posten fh»
eagung sur Bernie 9
wenh 549.
—
& 990 (Gal
Jaggaer f. ei handen,
Sara, Bolt, ae
Webeutung d. Romane,
1078 Aegiſter.
— — 2 —— — —25*
. SU 1 7 ⏑ — .0
andere Namen, Eehensart,
nachbarliche Werhältniffe 246 f.
Gold im Bande ber ©. 249.
Scheiboͤm, Golbterraffe von,
Auffieigen von Kordofan ıc.
gur Golbt. v. S. 252 f. Ein⸗
wohner, Art das Gold zu
ſammeln 252.
Scqhellal, Inſel 688.
Sqhelluh, Bolt 9o3 f. Sprache
(Amazirk), Bolkeverwandt⸗
ſchaft mit den alten Guan⸗
den 904 f.
Bheygya, Land der, Lage unb
Umfang beflimmt, Städte,
Droducte 95 f Bolk 506 f.
olitifhe WBerhältniffe 597.
editaum 347, 371, 407.
Schillook, Schangallaſche Kries
Ay 247. Niederlaffung in
hilleof 25%.
Schlangen, Land der 171 f.
G;hneebergegs. Bortfegung nad
Rordoſt 133.
Gclavenhänbler, Züge ins ins
nere Afrika 160.
Scott, Aler., Ausſagen 437 f.
441.
Seafeena, Ba 488.
@ebennytus f. Semennoub.
Sebha, Stadt 994.
Geboua, Wady, Ginwohner
(Aleykat), Handel 635. alters
thämlidhe Denkmaͤler baf Urs
fprung feines Ramens 635f.
Sprade 635, 637.
Gee, der größte Afrikas 138.
Sego, Refidenz 423f.
GSegued, Malec, ſ. Soeinos.
@einna ſ. Ancobra.
@eifeleh, Djebel, Engpaß, große
Sandſteinbruͤche daf. 702, 710.
Namen und Bedeutung ders
felben, Ruinen von Toum
(Pithom) daſ. 709 f. Art des
Sandſteins; Kunft in ber Bes
arbeitung ber Steinbrädye 710.
Cemhriten, Ginwanderer aus
Aegypten 221.
Semennoub, Stadt 819.
@ena, Provinz 145. Stadt 151.
"Cena Strom, Zambeze 143, 146-
‚@enaary, Boll 550.
Senegal Fluß, Gataracten, Au:
: Berfte Factoreien bei den Fe:
Iucataracten 353. Waſſerſchei⸗
de zwiſchen dem Sen. u. Ri:
ger 375. BWaſſerſoſtem goıf
Richtung feines Laufs, Pa:
rallelismus mit dem Gambia
und Rio Grande. Oberer kauf.
Duelle, DQuelfitöme, Que:
Ienbezirt 401 f. Mittellenf,
Wölfergrenze 403 f. unter
auf, Delta gogf. Ramen
des S., Berwechslung mit b.
iger 406, gı5f. Trenurng
der beiden Ströme 416.
Senegambien, vorzuͤglichſte Be:
reidherung der Kenatniß vom
mittleren Afrika durch Gnt:
bedungen von ©. aus gıof.
erfter Berſuch der Portugiien
su einer WNieberlaffung am
Senegal 4ı2f. erfte Verſuch
ber Sranzofen am Game. u.
Gambia Handel zu treiben
413. Franzdſiſche Eeneas::
compagnie, ihre NRacridtren
von Genegambien, Ana:
ber Quellen 414, gı7f. Kate:
ten u. @rpebitionen ber frca:
sofen auf bem Senegal gut
erfie Verſuche der Englaͤnder
am Genegal u. Sambia Han:
bei zu treiben 413, 418. Nie
derlaffungen ber Englaͤnder
am Gambia; KHandels- ur)
Entdeckungsreiſen auf beal.
418 f. neue Periode für Gat:
dedungen in ©. feit Bearün:
dung der Afrik. Geiellihaft
in Gnglandb 419. Zunabme
der Franzoöͤſiſchen Plantatis
nen am Genegal 471. Anfal:
ten ber Fransdfifcen Colonit
bie Landeskunde am Riger ja
erweitern Sı6.
Gennaar, Lage zwiſchen zwei
Strömen 250, 521 f. Auffe:
gen von ©. u.f wm zur@el
terraffe von Fazoglo 252
Bruce's NMachrichten von ©.
534 f Grändung des Reiät,
Hegenten, Bölkerſtaͤmme, ihtt
Beſchoͤftigungen 535 f. Tri⸗
Regiſter.
butäre Staaten, Wacht und
Ausdehnung in neuer Zeiten
536, 5387. Handel 536f. An«
gaben von feiner abfoluten
‚Höhe 671. Brände dafür 572.
gennast, Refibenz Def 264.
Senke, Grade Bade, — —
€, Stadt, Lage, Aufſteigen
F der Besen yon da 205.
jerrerea, „Bo! I 479.
Seſee, Det, — daf. Gar.
Seſoſtris, Darftelung feiner
yperinsuꝛs· in Tempela
ei, Stadt 92
ur * —A
inde, feberis
auf dem Pr v. Kira bis
rel 7
17 —
ei, ‚Bauptemporium, Orb»
be, tage Einwohner,
dandel 540
Shendy, eich, Mek (Seherr⸗
ſcher) deſſelb. 539. ndordl. Aus⸗
behnung 539, 540 Boden,
Slimo 542.Ttaberſtaͤmme
daſ. Sprache 542f.
Sdigts, GSibel 576 f.
Shdhiho, Voltsftamm 234-
Shirs, Provinz v. Zigrs 215.
Fr Klimay Begetation
ei Provinz aı7.
ers, Drt m Gold minen
eu, Gtabt 363.
Sierra Feona, Gap 333,
BVorräden der Ber; — u.
BWerdrängung g Ei Rennsger
um ©.®. 334. Plan zu einer
Golonifation für freie Neger
auf &.8. und deſſen Beranı
eieta Cu Gonpogatt_ 396.
jierra Leone Go:
Drte im Gebiete ' beufelden
elite, feine 3 Sale
eb Tempels v. &ı
—* ſ. Sian⸗dah.·
1079
Cinghitt, Yricher 266.
Giwah, Dafe, Lage beftimmt,
Entfernungen dv. andern Dre
tm 980 Kachrichten von d.
Dafe unb den dovtigen Denke
mälern 981 f. früperer Ganz,
Ueberrefte 1000. Bewohner
1010.
Sliten, Dörfer 927 f.
©marogbminen von Babourah
668. von Gailleaud mwiebern
. Pag 672, 23 {m ‚au Ber
e fie zu itbeiten
RA Stadt ber alten Dr
Ieuge daf. ar 675. Smaragm.
"9.8. bie bei Kharbah an
vr "ver Arab. Geogr.
675. &ber bie Arten —8 dort
gefundenen Sm. 676
@meatpman, Dr. — Stan uw
«einer neuen Golonifation 335.
Gocinos, Regus (Weherriher)
von Habeffinien, katholiſche
Geſandtſchaft 173.
Sockna, Stadt 993.
Socotora, Infel 162, 164.
Sofala, Dorf 153.
“eins, xäfte 136. erfte Zers
raffe 137 f_ "zweite Tercaffe
142f._Paffage zwiſchen Sof.
und Angola 142 dritte oder"
Käftenterraffe, Memwäfferung,
Klima, Yrobucte 146f:
Soliman, ie ‚ar.
&oloeis, ‚Sep, 890,
Somaulis, Bolt 161, Tögf.
&ouan, f. Eyene
Souba, Refidenz 564.
Soudah, f. (hwarzer Haryfd.
gparteh Surf, Sotoeis. .
Spens Artemidos f. Beni Hafı
fan.
einst, seefelnente, Gage vor
derf. 926f.
Gtelendofe, Diſtrict 124.
Sterculia acuminara f. unter
Gorunäffe.
Eurconden, Si —ãx
uban, Jar »
Größe 487. für An (+ .
dem Ba Seafena gehalten 488.
Annapıme, daß erein Steppen⸗
beden ». Wittelafe. ſey 8,
1080
GSudan, Hoch⸗, nordweſtl. Bor⸗
ſprung ron Hochafrika 340f.
1) Weſtabfall f. nbrbliße
Ker Baum ber Grenzgebirgs⸗
yette ıc. 346f. 2) Rordabfall
f.w. gsaf. obere Terraſſe,
*. Stufe ., mittlere
Terraſſe, zweite Stufe 3657 f.
Garavanenweg längs Dee. ⸗
Hanbes der aten Stufe 359.
Cuban, mittleres und “tzg
483 f. Land der Hypotheſen
liches
Einige GE atenlige Schwie⸗
keiten bei der Hydrogra⸗
abe Guban’E 498. Ramen
er Iſthmus von, Gehalt fei>
nes Mobens 856.
—— Gebiet 614 f. menſchen⸗
udliche Einrichtung daſ.
Guſ * er 334. Ram meh⸗
rerer Re
Sufe, Brovinz *
euf, ©tadt 92
Guſis, Küßenserraffe ber, Aufe
Reigen von ba u. f. w. ur
Terraſſe von Teembo
Suͤdafrikan. Kuͤſtenland, au
"94 bdritteZerraffe 110. Baien
und Vorgebirge rıı f.
GSuͤdrand von Hodafıila gef.
meuisangäe Bergterraflen
geognofifher Ueberblick
5 hydrograph. ueberblick
Sweini, Emporium 1008 f.
Syene, Stadt, Lage
Namen und Erklaͤrung *
erſter Grad nach dem Meri⸗
dian von S. berechnet 693f.
Landweg von Philaͤ nad ©.
Yurc) eine Dauer geſchuͤht 694.
©. zur Blütpepeit un fein
Berfall, baf. entdeckter Ri:
meſſer 695
Symbaos, Feſte 14
er Fe N anders
a
— Eingänge ber Gatacoms
ben in ber. Spebais 746f.
Regifter.
Gyrte, große, Geſtabe berf. 928
Belimmung ber fürlidfte
Station nad Lauthier 938.
Gprte, Pleine, ſ. Golf v. Caber
2.
Kabänyeh, el, — 819.
Tabarta, Inſel 912.
Tacazze, Fluß, Name erklart
Namen 20R, 528, 539. Faf:
bett 203. ame Lauf 528
Zaccorary, Sort 30
Dorf 650f eſqeinli⸗
zn alte Zaphis, Ruinen v
contra Taphis, ' Einwohner
Kachrichten aus einem Drfcrpt
diefe Begend betreffend 6st.
Kaufe, Baby 650 f.
Safelberg 112. Dafle 114.
Tafilet, Fluß 899.
Tafoo, Stadt 330f.
Saba el Amoudeyn 735
Taifha y nn L f- unter ige:
Tajuni, — deſſen Lage nad
Lauthier 9
Taka, Bed el » Ebene 530f.
144. und contra T., ui:
nen von 645 f.
Zalud, Dabjt, Rachriqhten 437.
Tamarinde, Sewaͤchs, officinels
ler dort 251. j
ampe), Dort 799, 805.
re ai säße von, 910.
anis
——ã Stilarım, wieber ent:
beit 827. Vorſchlag ihn wit:
der zu befchiffen fd
‘ urb Sim.
Tamouwah, Königreidh 378.
Tanta, Gtabt, und Wallfahrte⸗
ort 820. Fruchtbarkeit, Pro:
ducte.ber Umgegenb, Boden,
Mangel des htbaren Saa⸗
mens bei Curop. Gewaͤchſen
821.
Zantırmquerry, Gtabt
Sapofiris, Klein, Stadt, Kuiı
nen und Felsfammern v. M.
Kap. 867.
—*8* Stadt, Ruixnen bei.
. F |
Regiſter.
der Bauart, ber Ranbesnatur
Zaranta, Berg 183. Paß, ver»
änderte Wegetation 184.
Tareck Regufpti, b. h. Chronik
der Könige (von Habeff.) 223.
Zarudanı, Stadt, Metallteihe
tbum bei T. 909. .
Ztembo, Hochland, Boden, Pros
ducte, Bewohner 345 f.
Zeembo, Stadt, Auffteigen von
der Küftenterraffe ber Bias
fars nah T. 343f.
Zeembo, Zerrafle von, Auffteis
gen von ber Küftenterraffe
der a zur gen. vg
344 f Band garf.
Zeneiey, Drt 996.
Zequlat, ebemalige Refibenz v.
Habeſch 20%, 231.
Zetebda, Handelftabt bei Ebn
Batuta, Kupferminen baf,
ZA eandesftrid 897f.
Zemben, Provinz v. Zigre 218.
Zentyra, f. Denderah.
Zete, Fort 144, I5T.
Zeudita, Ruinen von 941t.
Zeufeisberg 112.
Thebais, Umfang ihrer To Ros
“men 70;,. Catacomben und
‚Oppogden der T 744f. Tro⸗
globyten von GBournah daſ.
745.
heben, das hundertthorige,
Keberſicht der kandſchaft von
2. 731f. Ortfhaften in berf.
get Ueberrefte des alten
b., Ueberblid 733 überirs
difhe Monumente 734f. 1)
MWeftufer, ber Bippobrom,
Ruinen von Medynet Abou,
eines Tempels, von Baumers
ten aus allen Jahrhunderten
734 f _*ie_Koloffentrummer
735f. das Wemnonium Stra⸗
bo’6 736 Gras des Dfymans
dpas 737. ZIfistempel, Sy ⸗
ring, Spbinrallee 737f Pals
Loft und Melsgallerien von
Sournoh 738.
Luror, Monumente baf, Karı
nat, Truͤmmer, Tempelruinen
daf. 739 f. Pallaſt 740 f. Rüde
1 Er 763 fe Cigentpämlies
2) Oftufer, -
1081
angemeffen 753 f._räumlide
+ Ausdehnung ber Monumente
hrs verglichen mit ähnlichen
anderer Orte 754 f. Lage Th's
und einiger feiner -Baupttheile
beftimmt, Größe 755 f. Mans
gel an gefhihtlihen Nach⸗
rihten, Ramen 756f.
ag Ruinen von, 834.
Sherbä, Tempelruinen daf. 6ır.
Zibbos, Wüftenbewohner 1031.
Ziefland von Afrika, Ueberblidt
954
Zieh, Wal, f. Thal der Verir⸗
zung.
Fi Provinz von Zigre,
Grenzen, Provinzen, lands
fHaftliper Character 214 f.
Zigrs, Etaat (Könfareid) nas
tärlihe Grenzen zwifhen T.
und Amhara, mährtgfter der
drei Habeffin. Staaten, por
Hei @renzen, Provinzen
argf.
Zigekgebirge 197.
Zigreiprade 188, 194, 214.
Zigreterraffe, Probucte, Obers
flähe, Gebirgsarten 188f.
als Gulturland 19: f. als
Schauplag ber Kämpfe des
Ehriſtenthums und des Je⸗
lams ı95f.
Zimbo, f. Zermbo.
Zimbuctu, Stadt bes Reiches
Maly 441.. andere Ramen u.
Ghreibarten 432, Möf. T.
vielleicht verfhieben v Zuns
wbutu ber Portugifen 445.
-bauung, großes Emporium
des Welthandels, Gelehrte,
Wiffenfhaften 446f Höhr u. _
Sinken feiner Macht, Provins
‚Kalftadt Bambarras, Maren
in T., Maurifder Einfluß
7. Manfonge Befigriahme,
irtreibung der. Mauren, ges
flörte Handelsverbind. durch
Sidi Heshem 443 f. verfchies
dene Ausſagen vermittelt des
Dbigen erklärt, Freiheit ber
Moslems in. Z._ befhräntt,
x “ Regerſtaat, Erweites
u
1088 Regiiter.
— — — — Lac —n "
— vn ne — 275
zung ber Handeltverbindung
noch ©. zu, Pomp bes She⸗
gar v. 8. f. Beſchrei⸗
ung Tes, Lage, Umgebun⸗
gen, Ginwohnerzahl, Gtabts
Mauer, Bauart, Plaͤte und
Niederlagen zum Handel, Ab:
tirbou, Probucte 451 f. Bolt
von %. , Berbältnifie ber
VFremden, Begierung 454 f.
Militär, Befagung v. Houſſa
deſoldet, Kriegsnacht. Ob er⸗
Haupt, Handelsprojecte deſ⸗
ſelben zu Hamets Zeit 455f.
günftige Lage zu auswärtigen
Verkindungen 456 f. Hans
der sſraben, von Aſhanti,
lie und weſtliche, vom
Gambia und Genegal 457 f.
von Webinun und Marokko
1) weftliher Küftenweg nos
madiſirender Mauren, 2) Weg
der Marokkaniſchen Zimbuctu«
<aravanın 458. von Tripoli
und Fezzan, von Timbuctu
nad Houffa, Bornu, Kaſchna,
Waſſenah und Wangara 459.
Wichtigkeit des Handels von
5. 460, 464. Bebiet v. T.
nad einer früheren Angabe
72.
4
Zimmanees, Bergneger, jebt
Herrn ber Küfte 334.
Sinareh, Dorf, WBurdparkts
Ankunft daf. 612.
‚Litern, Berge von, 892.
Tochira, Stadt ‘941.
Todtengruͤfte ſ. Tatacomben.
Tokruri, Negerpilgrimme,
Bramne’d und Burckharbté
Rachrichten von benf. 545.
Tolemeta, Stabt gar
Joſko, Drt, pyramdale Kelfen
daf ,„ Sepulcrum in einem
derſelben.
Touggala, Hauptſt. des Königs
von Tuclawi 252.
Tounah, Ruinen 834.
Traghan, Ort
995. 183 f.
ZTransverfaithäler f, unter Wie Tuckey, Gapitain, Rachrichtes
—X PR “m —8 —X
x
Zuipoli, Kuͤſte von gezf. Dell
Gella’s Angaben von db. Ber
Hältniffen des Staats 924 |
Küfte von J. bis zur große
Syrte yasf.
Zripoli, Stabt 922.
Sritonfluß, nigt mehr vorban
den 9331.
Zritonifher Gere 930.
Sroglodbpten in Tigré 190
Schangalla 248:
Aſhadi (Zfad) Hl. Strom ob
St. von Bornu 484 f Ueber
ſchwemmungen, verföhnt durd
Dpfer 484 f. Gano un. Kafını
an ihm ,„ Ausfluß aus dem
See bei Ryffe (Bahar Su
dan), feine Identität mit b
Riger bei Zimbuctu ungewif
zu einem Syſteme gehöre
7. fol ein Meer bilden (Ri
Abid) Sage, daS er». Kaihn:
nad Wehen fliege, Gräud
gegen diefe Annahme, mög
lie Veranlaſſungen zu ihre
Gntftefung 489. Annahm
Einiger, daß jener weſtlich
Bufluß (Bälbi) des Baha
©udan der Nilus Nigıorun
bes Ptolemäus fen, deridie
den vom Niger ber Reuers
—* Annahme, daß er ein
trede unter ber Erde me
ieße ; auffallendes Verſchwin
en des Namens Joliba ie
Vornu, Gründe für bie Iden
tität des Jotiba und Ifhadi
a füblide Zuftröme im D
Zimbucttus, veränderter Ra:
me 491. Gage daß ſer (Euch
da) oſtlich vom Gaubie unter
der Erde weg fließe, Identi⸗
tät mit dem Nil Xeg. 406f
S. au Riger.
485, 486f. Behauptung def
e
48
Tſcherkin, Stadt, Gegend ml
Producte unterhalb derf. 205-
Tuariks, Bolt 1034.
Tubbo, Granithoͤhen von, ver
änderte Natur und Proback
Regifter. \
Zummara, Gtabt ober Sant,
Grelärum, I des Namens
Zunis, Küfe von, gem
a een von 8. ggf.
te ga!
zu — DM
Toneh, Caſtel 82
Spphon, 33 zız, ra8f.
Rune, Umgebungen 209, 519»
Groͤbe 519.-
u
Ulemmas, Lehrer 597.
Unbefannte Küfte bis Gap Gm.
ardafui, den Curop. ek um
betannt, Urfadhen ber un⸗
tenntniß; Geftalt, Ausbehs
nung, Boden, Klima, wahre
Theinlige GBebirgsforkfegung,
Bditer und WI ——
gen 15gf. Käftenidif it.
dem wMonfoon_162.
land an ber Bay Zanı usbar
163. Lage der Landfpigen,
Worgebirge, Bayen, Gtäbte,
beftimmt 163.
Utica, Ruinen von 913, 918,
B.
Balentia, Lord, Bericht 165,
166. 3wed feiner Reife 181.
Bambre, Zufluß des Zaire 259.
Verirrung, That der, 858.
Volta, Rio Z10f.
B.
Vadai f. Borgu.
Badar, Bi Ber je don 998.
Bad el Quibie [. Beine.
Waby, Babe el, (Weftcanal)
gonf.
zu tpatgehiete) 550.
Wah, GL, f. unter —8
WBaldubba, Provinz, 3ı
ort Bertriebener 244.
Waly, Darıel, Ruinen bes
Tempels D. ®. 648.
Wannafhrife, Ber;
Mangara, Land, ie mehren
ver Länder 459, 486,
Lage bekimmt 486. —
bung Wangara’s, bes Golde
lamdes 493.,
2085
Zamed, Baum
Mara, Re e
*— —E Sn
1, Wegerreich 450, 46.
= —8 Stadt, Sid Hamets
——— bahin 480 f.
— > Saſſ. 48ıf.
nun, Stadt 909.
Welleta Salaffi, Ras v. Tigrs
werhlihte Warbabfatt ö
ider Rosbabfal d. dog ⸗
afrika 352 f. Analogie ak
dung im. u. D. des Hoqch⸗
— am Rorbrande
Analogie der Bildung —
ge WBalbregionen wahr:
Setige —8 —*
Pen don Fr fa 7
mangelhafte Ktachrichten 256,
Bhidad, Stadt Zu1.
Wbite, Ragrinen 136.
Bilberforce, Debatten gegen
den Gclevenhandel 335.
Winnebah, Stadt 309
Sinterhoekaberg 106.
Wobit, Buhsart 236f.
Bole, "großer, Buß, Berkettun⸗
der Maflerfpfteme andere
Säfte durq ihn 295.
Wolierat, Lanbfaft in Zigrs
worche, Band, Gebirge baf.
ei Käfe 161.
2. .
von (Dagwumbe), Stadt
Denke, Stadt 431.
a (Kongocataracten)
Eridut⸗
Mn
3.
Ban Klar Sim, “ou.
von
Batıe, 8 —A def.
jataracten 260, 278 f. Er
ungslend, neuefte De⸗
——— —
⸗⸗
1084
richte 267f. Bermuthung ei⸗
nes nordoͤſti. Zuſammenhanges
mit dem Riger 268. Ausfluß,
Begetation, Thierreich um
denſelben 271f. Anbau, Ges
‚gend, Ortſchaften bis zum
‚mittieren Gtromlaufe (Gm:
bomma) 273f. weitere Be:
merlungen über. db. Fluß, feis
nen Lauf und feine Umgebuns
gen bis Soondy N’Sanga
» 276. einer ber brei großen
©trdme ©. » Afrikas, Gemein⸗
ya in feinem und bes
‚_ Bambeze's Laufe 388 f.
Bambeze, fein Quellland 137 f.
"Lauf .ı42, 145f. einer der 3
"großen Ströme ©.» Afrikas,
emeinfames im Laufe mit
dem Zaire 388 f.
Bambre ober Zembere See 137.
Regiſter.
Zaine Fluß gııf.
Zanguebar, Küfte 139.
Janzebar (Zanguebar) Infel 162.
Zebee Fluß 174.
dembdbere Fluß f. Zambeze.
deyla, Danbelsort 165.
Zinghi, Bolk, große Fruchtbar⸗
keit deſſelben 384.
3imba : Horben 230.
Simbaoe, Reſidenz 143, 150.
Biegfluf 835.
Zuca, Golf, über das Dafena
Aut 1: Stab
uilah, Stabt 980 f. 995.
Zulla auch 3eila geſchr. bietart
entſtandener Irrthum der Je—
fuiten 241.
Jumbo, Marktplatz, Facterei
152
Bwartebergen 104, 107, 111.
Zwellendam, Diftrict 124.